Auf Sightseeing in Europa mit der AIDAperla

Eintauchen in eine andere Welt, den Luxus eines Hotels genießen und dabei jeden Morgen in einem anderen Land und in einer anderen Stadt aufwachen. Nur eine Kreuzfahrt kann all das bieten. Vielleicht auch ein Grund, warum der Kreuzfahrtmarkt so boomt. Auch wir machen uns auf den Weg zum Hamburger Hafen. Die AIDAperla ist längst da. Das neueste Schiff der Reederei AIDA Cruises startet in dieser Saison regelmäßig von Hamburg.

Eintauchen in eine andere Welt, den Luxus eines Hotels genießen und dabei jeden Morgen in einem anderen Land und in einer anderen Stadt aufwachen. Nur eine Kreuzfahrt kann all das bieten. Vielleicht auch ein Grund, warum der Kreuzfahrtmarkt so boomt. Auch wir machen uns auf den Weg zum Hamburger Hafen. Die AIDAperla ist längst da. Das neueste Schiff der Reederei AIDA Cruises startet in dieser Saison regelmäßig von Hamburg. Die Kreuzfahrt „Metropolen mit AIDAperla“ ist aber nicht nur eine Tour zu großen Städten, es ist mit den Zielen Southampton, Le Havre, Zeebrügge, Hamburg und Rotterdam auch eine Zeitreise in die Geschichte der Seefahrt und der Häfen.

Gegen 19 Uhr lässt Kapitän Jens Janauscheck die Leinen lösen, nachdem das gewaltige Schiffshorn den Hamburger Hafen zum Vibrieren bringt und die Auslaufmusik „Orinoco Flow“ erklingt. Die AIDAperla zieht bei schönstem Sonnenschein ihre Bahn auf der Elbe in Richtung Nordsee. Auf dem Programm der 7-tägigen Reise stehen Besuche in Großbritannien, Frankreich, Belgien und den Niederlanden an.

 

Der erste Tag auf dem Schiff ist ein Seetag

Der erste Tag auf dem Schiff ist ein Seetag. Zeit, um die AIDAperla ausgiebig zu erkunden und absolut notwendig, denn es dauert ein wenig, um sich auf dem Schiff mit 18 Decks zurecht zu finden. Insgesamt 14 Cafés und Bars sowie zwölf Restaurants beherrbergt die AIDAperla. Dazu gehören fünf Buffet-Restaurants, drei Spezialitäten-Restaurants sowie vier A-la-carte-Restaurants.


Traumstart

Die AIDAperla erreicht Southampton gegen neun Uhr

Zurück zur Reiseroute. Unseren ersten Hafen, Southampton, erreichen wir gegen neun Uhr. Die AIDAperla macht am QE2 Cruise Terminal, Berth 38, fest. „Wir liegen heute mit der AIDAperla genau gegenüber des Piers, von dem aus die Titanic vor 106 Jahren in Southampton in See stach“, sagt Kapitän Janauscheck über die Lautsprecheranlage des Schiffs. Sein Kollege Edward John Smith gab dort am 10. April 1912 den Befehl, die Leinen der Titanic zu lösen.

Einige Passagiere der AIDAperla bleiben an Bord, gehen in die Stadt oder bleiben im Hafen, den pro Jahr mehr als 200 Kreuzfahrtschiffe anlaufen. Unter ihnen auch die berühmte Queen Mary 2, die in Southampton ihren Heimathafen hat. Wir haben den Landausflug “London auf eigene Faust” gebucht und machen uns mit dem Bus auf den Weg nach London. Die Busfahrt dauert etwas mehr als zwei Stunden.

London ist mit acht Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt Europas. Insgesamt werden in der Stadt mehr als 300 Sprachen gesprochen. Es gibt über 40 Universitäten, vier UNESCO-Weltkulturerbe-Stätten, acht königliche Parks, die älteste U-Bahn und einige der besten Museen und Kunstgalerien der Welt. Eine lange Liste, wenn man nur vier Stunden Zeit hat, die riesige Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Wir gehen vorbei am Wellington Arch in Richtung Buckingham Palace.

Das Wellington Arch wurde ursprünglich als Eingang zum Buckingham Palace erbaut. Von dort aus geht’s mit der U-Bahn zum Picadilly Circus. Zur Freude der Kinder, die sich dort vor allem den riesigen Lego-Store anschauen. Leider zeigt sich London mit dem Wetter bei unserem Besuch sehr authentisch: Nieselregen und 10 Grad. Zu kalt, um draußen den Trubel der Großstadt in einem Café zu beobachten. Und vier Stunden sind für so eine Stadt wahrlich viel zu kurz.

 

Um 21 Uhr müssen alle Passagiere wieder an Bord sein, denn Kapitän Jens Janauscheck bringt die AIDAperla auf Kurs Frankreich. Rund 114 Seemeilen oder 211 Kilometer ist Le Havre von Southampton weg, eine weitere Hafenstadt mit viel Geschichte auf der Route dieser Kreuzfahrt.

Muscheln essen am Strand von Le Havre

Le Havre wurde 1940 im Zweiten Weltkrieg von deutschen Truppen besetzt und der Hafen wurde zu einer Festung umgebaut. Rund 40.000 Soldaten waren hier stationiert und erst im September 1944, nach der Landung der Alliierten in der Normandie, konnten die Franzosen die Stadt wieder zurückerobern. Knapp eine Woche davor wurde die Stadt allerdings durch massive Bombenangriffe komplett zerstört.

AIDAperla-Metropolen-Le-Havre-7-von-9.jpgDer Stadtkern von Le Havre wurde nach dem Krieg wieder aufgebaut. Vor allem der Architekt Auguste Perret entwarf mit seinem Team die heute charakteristischen langen Straßenachsen und die breiten Boulevards. Die großen Mehrfamilienhäuser erinnern ein wenig an ostdeutsche Plattenbauarchitektur. Der Stadtkern wurde 2005 in das UNESCO-Welterbe aufgenommen.

Wer nach dem Stadtbummel noch etwas Erholung braucht, der kann am Strand von Le Havre eines der vielen kleinen Strandrestaurants besuchen, die in nur wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen sind. Mein Tipp: Muscheln probieren. Gegen 20 Uhr verlässt die AIDAperla den Quai Roger Meunier in Le Havre. Das nächste Ziel ist Zeebrügge in Belgien.

Schokolade und Waffeln in Belgien genießen

Der Hafen von Zeebrügge ist nach Antwerpen der zweitgrößte Hafen Belgiens. Die Stadt ist vor allem wegen der Schokolade bekannt, die Brügge den Namen „Welthauptstadt der Schokolade“ gebracht hat. Von Zeebrügge kann man mit dem Taxi für 50 € nach Brügge fahren oder einen der zahlreichen Ausflüge der AIDA nutzen. Dort angekommen empfängt ein riesiger Marktplatz die Besucher. Das mittelalterliche Stadtzentrum mit dem großen Burgplatz und der Heilig-Blut-Basilika gleicht einem Ameisenhaufen. Neben Pferdekutschen, die die vielen Touristen durch die Stadt fahren, gibt es jede Menge Reisegruppen, die sich die sehenswerte Stadt anschauen. Gemütlich wird es bei einer Grachtenfahrt, auf der die Stadt aus einer anderen Perspektive besichtigt werden kann. Nicht entgehen lassen sollte man sich die, neben der Schokolade, ebenfalls weltberühmten Pommes Frites.

Rotterdam ist Europas größter Seehafen

Ein richtiges Highlight der Reise ist Rotterdam. Die holländische Stadt, die oft im Schatten von Amsterdam steht, muss sich keinesfalls verstecken. Die AIDAperla macht am Pier „Holland Amerikakade“ fest. Das Schiff wird über Nacht hier liegen bleiben und erst am kommenden Morgen zur letzten Fahrt zurück nach Hamburg in See stechen.

Rotterdam ist mit 134.000 Schiffen, die hier jährlich festmachen, Europas größter Seehafen. Waren aus aller Welt werden hier umgeschlagen. Und auch der Stadtkern von Rotterdam kann sich sehen lassen. Ein Besuch in der Markthalle lohnt sich auf jeden Fall. Vom Pier bringt ein kostenloses Shuttle die Gäste in die Nähe der Markthalle, die ein einzigartiges Design in der Form eines riesigen Flugzeughangars hat. Im Inneren sind zahlreiche Geschäfte, Cafés und Restaurants zu finden. Die Wände und die Decke der Markthalle sind dekoriert mit riesigen bunten Tafeln, die Obst und Gemüse zeigen.

Den Hafen mit einem Wassertaxi erkunden

Gleich gegenüber sind die weltberühmten Kubushäuser, auch Würfelwohnungen genannt, zu sehen. Die würfelförmigen Häuser sind um 45 Grad geneigt und auf einen sechseckigen Kegel gestellte. Die Häuser haben im Inneren keine geraden Wände. Jedes einzelne dieser Häuser stellt einen Baum dar. Alle 38 Würfelhäuser zusammen ergeben einen Wald.



Traumstart

Mit dem Shuttlebus geht’s dann auch zurück zum Schiff. Wer noch keine Lust hat, zurück an Bord zu gehen, der kann den Hafen mit einem Wassertaxi erkunden oder noch auf einen Drink in das wahrscheinlich berühmteste Hotel in Rotterdam gehen, das nur wenige Schritte vom Liegeplatz der AIDAperla entfernt ist. Das Gebäude des Hotels “New York” diente in der Vergangenheit als Hauptsitz der Holland – America Line und stammt aus den Jahren 1901 bis 1917, damals noch eine Unterkunft für Amerika-Emigranten.

Die letzte Etappe der Tour ist 320 Seemeilen lang und führt zurück nach Hamburg. Bis dahin ist aber noch genug Zeit, das hervorragende Entertainmentprogramm der AIDAperla zu besuchen und am Ende der Kreuzfahrt im Beachclub auf Deck 15 den Urlaub ausklingen zu lassen. Die sehr gute Liveband „Correcto“ hilft dabei mit der richtigen Musik.

 

Hinweis: Die Reise fand auf Einladung statt.

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Aufgepäppelt und poliert in Summerland

Unter meinen Schuhen knirscht der Sand. Links und rechts von mir stehen halb zugedeckte, komplett mit einer weißen Staubschicht bedeckte alte Autos. In den grauen Regalen stapeln sich alte Spiegel, Radkappen, überdimensionierte Radios und zerrissene Sitzpolster. Die Luft ist geschwängert mit Benzin, altem Öl und frischer Farbe. Ich fühle mich zurückversetzt in die Zeit von Elvis, Rock’n Roll und Oldsmobil.

Unter meinen Schuhen knirscht der Sand. Links und rechts von mir stehen halb zugedeckte, komplett mit einer weißen Staubschicht bedeckte alte Autos. In den grauen Regalen stapeln sich alte Spiegel, Radkappen, überdimensionierte Radios und zerrissene Sitzpolster. Die Luft ist geschwängert mit Benzin, altem Öl und frischer Farbe. Ich fühle mich zurückversetzt in die Zeit von Elvis, Rock’n Roll und Oldsmobil. Keine Spur von moderner Technik, kein Fahrspur-Assistent, keine geschönten Abgaswerte: Was aus diesen Oldtimern rauskommt, ist der pure Sound der 50er und 60er-Jahre. Und den hört man in Kanada noch sehr oft.

Für Fans von alten Autos der Marken Ford, Lincoln, Oldsmobile oder Plymouth ist Summerland in British Columbia in Kanada ein Paradies. Versteckt in einer alten Fabrikhalle, abseits der Hauptstraße, befindet sich die Oldtimersammlung von Garnet Nixdorf, einem 81 Jahre altem Kanadier, der über 100 dieser alten Fahrzeuge besitzt. Rund 80 davon stehen in Summerland bei „Nixdorf Classic Cars“, der Rest verteilt in der ganzen Welt. Und die Bandbreite ist groß: Autos von 1936 bis 1970 sind in der Halle für 20 kanadische Dollar Eintritt zu besichtigen.

Das zerlegte Auto muss ein Oldtimer sein

Kanada - Summerland - BC - Joerg Baldin (19 von 29)

Rick Schertner (64) weiß, wie Oldtimer wieder zusammengesetzt werden.

Hinter einer vergilbten Folie, die als Schutz vor einem Durchgang in eine weitere Halle hängt, steht ein zerlegtes, rotes Auto. Der Motor liegt vollkommen frei und funkelt teilweise mit neuen lackierten Bestandteilen. Die Karosserie wurde frisch lackiert und unterscheidet sich durch ihre runde Formen von den heutigen Autos. Auch das muss ein Oldtimer sein. Damals haben sich die Ingenieure beim Bau der Fahrzeuge noch mit wunderschönen Formen und nicht mit Strömungswerten auseinandergesetzt. Der Begriff “Strömungswiderstandskoeffizient” oder “cw-Wert” wurde erst in den 80er Jahren zum wichtigsten Wert der Automobilhersteller.

Vor dem Auto an einer Werkbank aus Holz steht Rick Schertner. Der 64-jährige Kanadier aus Penticton in Okanagan ist derjenige, der die Autos wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt. Mit ölverschmierten Händen und schmutzigem Overall schraubt er jedes Teil wieder da an, wo es ursprünglich hingehört. Viele Autos, die hier stehen, waren in einem sehr schlechten Zustand, bevor sie in Ricks Obhut kamen, sei es durch Unfall oder einfach nur durch Rost. Was es an Ersatzteilen nicht mehr gibt, wird entweder selbst hergestellt oder von anderen Modellen passend gemacht. Rick kann das. Er ist seit seiner Jugend dabei, Autos zu reparieren. Seine erste Frage, als er hört, dass ich aus Deutschland komme, handelt natürlich von dem Autothema dieser Tage: „Was ist eigentlich mit Volkswagen los?“, und schüttelt dabei fassunglos den Kopf.

Er selbst habe in seinen jungen Jahren insgesamt drei VW Käfer gefahren. Bei seinem letzten “Volkswagen” hat er den 34 PS-Motor gegen einen 150 PS-Motor aus einem amerikanischen Wagen getauscht und musste dabei einige Änderungen an Karosserie und Motorhaube vornehmen. „Aber der Wagen hat richtig Spaß gemacht“, sagt Rick. Seine Augen leuchten, als er von dem alten  „Beetle“ spricht. Alle aus seiner Familie haben irgendwann mal einen Volkswagen gefahren.

Für den Chevrolet benötigt Rick acht Monate

Für den roten Chevrolet aus dem Jahr 1960, der komplett zerlegt wurde und nun von Rick Stück für Stück wieder montiert wird, benötigt er rund acht Monate und es wird wohl sein letztes Fahrzeug sein. „Im Mai gehe ich in Rente“, so der Kanadier. „Dann habe ich mehr Zeit dafür mit den Autos zu fahren anstatt sie auseinanderzunehmen oder wieder zusammen zu schrauben.“ Bis dahin kann Rick sich aus dem Fundus der Werkstatt bedienen, die so aussieht, als sei die Zeit irgendwann zwischen 1950 und 1960 stehen geblieben. Zu der Zeit gehören auch die „Black and Decker 11/16 Super Service Calve Refacer“, einer Art Schleifmaschine aus den frühen 60er Jahren oder die drei Musikboxen, die man mit 25ct Stücken füttert, um dann dem Klang und dem Rauschen der Schallplatten zu folgen, die noch mechanisch vom Plattenarm der Anlage aufgelegt wird. Auch das war das Gefühl der 60er Jahre.

Hinweis: Die Reise fand auf Einladung statt. Der Artikel ist bereits 2015 erschienen und wurde neu überarbeitet.

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Digitale Briefkästen für Vielreisende

Wer viel reist, kennt das Problem: Der Post-Berg wächst. Nicht nur der aus Briefen, die auf herkömmliche Weise von der Gelben Post gebracht werden, sondern auch der der elektronischen Briefe. Viele der rund sechs Millionen Deutschen, die privat oder geschäftlich viel auf Reisen sind, lassen sich ihre Post aufwendig nachschicken – und verpassen dennoch wichtige Termine.

Wer viel reist, kennt das Problem: Der Post-Berg wächst. Nicht nur der aus Briefen, die auf herkömmliche Weise von der Gelben Post gebracht werden, sondern auch der der elektronischen Briefe. Viele der rund sechs Millionen Deutschen, die privat oder geschäftlich viel auf Reisen sind, lassen sich ihre Post aufwendig nachschicken – und verpassen dennoch wichtige Termine. Kein Wunder, dass der Markt der Dienstleister wächst, die helfen wollen, die Post-Berge abzubauen.

Sie heißen Caya oder Condecco, Digitalkasten, Dropscan, Movinga, myDropmail oder SubmitBox – fast zwei Dutzend Anbieter tummeln sich auf dem Markt der Digitalisierung von Briefpost. Die meisten ähneln sich in ihrer Arbeitsweise: Sie werden vom Reisenden beauftragt und informieren die Deutsche Post per Nachsendeauftrag, dass ihre Briefe für die zwei, vier oder sechs Monate der Abwesenheit beim Dienstleister abgegeben werden. Der scannt die Schriftstücke und sendet sie dem Kunden innerhalb weniger Stunden als pdf-Datei via E-Mail-Account oder App zu.

Der Vorteil: Der Reisende muss nicht ständig jemanden bitten, den Briefkasten regelmäßig zu leeren und wichtige Korrespondenz zu öffnen oder nachzusenden, damit man keine Fristen versäumt. Stattdessen kann er von unterwegs aus über sein Smartphone selbst reagieren, wenn er es für notwendig hält – vom Strand auf Mallorca, von der Lodge in Südafrika oder vom Hafen in Piräus aus.

Die Postscan-Services erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Selbst die Deutsche Post fährt mit auf dem Zug. Ihre digitale Ergänzung zum Briefkasten an der Haustür heißt E-Postscan und kostet 24,99 Euro pro Monat. Alle Originale werden verwahrt und nach der Rückkehr von der Reise auf die analoge Weise ausgeliefert. Zum Vergleich: Die im vergangenen Jahr gegründete Firma Digitalkasten erhebt von Privatpersonen eine monatliche Gebühr von 20 Euro. Darin enthalten ist zwar die unbegrenzte Digitalisierung der Post, wer die Originale aber länger als 30 Tage im Safe archivieren möchte, muss 50 Cent pro Brief und Monat extra berappen. Will der Kunde die Originale haben, zahlt er für jede bis zu 15 Dokumente umfassende Sammelsendung 2,50 Euro plus Versandkosten.

Das Kölner Startup Evy Solutions geht mit seiner App Companion einen Schritt weiter als andere Anbieter: Neben der täglichen Post, die spätestens 24 Stunden nach Eingang aufbereitet in der App zur Verfügung steht, fließen auch E-Mails inklusive PDF-Anhängen in den mobilen Assistenten ein. Damit kann die gesamte Post – unabhängig von der Quelle – zentral verwaltet werden. Evy nutzt dafür eine im eigenen Haus entwickelte künstliche Intelligenz. Sie wertet die Inhalte sämtlicher Dokumente aus, verschlagwortet sie und gibt dem Nutzer Handlungsempfehlungen.

Wichtige Termine und Fristen werden erkannt und in den persönlichen Kalender übernommen. Benachrichtigungen (per Push-Funktion oder SMS) halten über wichtige Ereignisse und Vorgänge auf dem Laufenden. Michael Vogel, einer der beiden Firmengründer, ist auf diese Idee gekommen, als er als selbständiger Unternehmensberater es leid war, bei Zwischenstopps im Büro Berg an Briefpost durchzugehen, „um festzustellen, dass die Hälfte Werbung war und ich wichtige Termine verpasst hatte“. Vogel betont, dass durch das Scannen allein der Dokumentenberg lediglich digitalisiert wird, „Nutzer aber weiterhin jedes Dokument öffnen, auf Relevanz prüfen und bearbeiten muss“. Der

Software-Experte Arian Storch entwickelte die neue App für Android Geräte und Apples iOS. Wichtig: Die digitalisierten Dokumente werden mit modernen Verschlüsselungstechniken verarbeitet. Gespeichert werden sie direkt in der App und stehen damit – anders als bei den reinen Scan-Diensten – auch ohne Internet zur Verfügung. Die Preise beginnen bei zehn Euro im Monat. Für monatlich 20 Euro gibt es eine Flatrate für die gesamte Briefpost. Demnächst soll es auch eine Bezahlfunktion geben. Dann kann der Reisende Rechnungen direkt via App bezahlen – und anschließend an seinen Steuerberater weiterleiten.

 

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Mit diesen Apps wirst Du zum Experten für die Reiseplanung

Der nächste Urlaub oder ein Wochenendtrip mit Freunden steht vor der Tür? Die liebe Familie wartet sehnsüchtig auf einen Besuch? Das bedeutet erstmal: Die Reiseplanung muss erledigt werden. Immer mehr Menschen nutzen dafür das Internet als Recherche- und Buchungstool. 2016 haben 43 Prozent der Deutschen im Internet eine Reise gebucht, Tendenz steigend. Zum Vergleich: 2001 waren es nur vier Prozent.

Der nächste Urlaub oder ein Wochenendtrip mit Freunden steht vor der Tür? Die liebe Familie wartet sehnsüchtig auf einen Besuch? Das bedeutet erstmal: Die Reiseplanung muss erledigt werden. Immer mehr Menschen nutzen dafür das Internet als Recherche- und Buchungstool. 2016 haben 43 Prozent der Deutschen im Internet eine Reise gebucht, Tendenz steigend. Zum Vergleich: 2001 waren es nur vier Prozent. 

Online-Reiseplanung – viele Wege führen ans Ziel

Es gibt verschiedene Plattformen und Angebote, die bei der Reiseplanung helfen und versprechen, die jeweils besten Routen mit den verschiedenen Verkehrsmitteln zu liefern. Am Ende der Suche hat man die Wahl zwischen Fernbus, Zug oder Flug, manchmal werden auch Sharing-Dienste mit in die Suche einbezogen.

Häufig wird aber mehr als ein Verkehrsmittel benötigt, um ans Ziel zu kommen. Die Ergebnisse müssen also im nächsten Schritt vom Suchenden selbst kombiniert werden. Ein Puzzle-Spiel, das zuweilen sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Denn nicht jeder hat das Glück (oder Pech) einen Flughafen in direkter Nähe zu haben. Bei Reisen zu weiter entfernten Zielen heißt es dann meist, erstmal einen Flug raussuchen und dann schauen, wie man rechtzeitig zum Flughafen kommt. Gibt es mehrere Flughäfen in der Nähe, wird diese Suche so lange wiederholt, bis die besten Optionen gefunden sind. Klingt kompliziert?! Ist es bisweilen auch. Gut zu wissen, welche Apps bei der Reiseplanung helfen können.

Welche App kann was?

Soviel vorweg: es gibt zahlreiche Routenplaner im Internet. Wir werfen einen Blick auf die, die sich auf die Planung von weiteren Reisen spezialisiert haben. Da wären zum Beispiel GoEuro, fromAtoB, Rome2Rio und Qixxit. GoEuro und fromAtoB vergleichen verschiedene Verkehrsmittel für die gewünschte Route und listen diese als Alternativen auf. Rome2Rio und Qixxit gehen einen Schritt weiter. Wir haben das mal für die Reisesuche von Wolfsburg nach Palma de Mallorca ausprobiert und stellen euch die Ergebnisse hier vor.

GoEuro findet Flüge ab Hannover und Hamburg und bietet die Zusatzoption “Inklusive Flughafenanbindung” an. Gut, denn die Reise soll ja in Wolfsburg starten. Schaut man sich dann die Ergebnisse der Suche an, leider die Enttäuschung: In der App erscheint der Hinweis, dass man mit dem PKW/Taxi 3 Stunden und 38 Minuten nach Hamburg benötigt, jedoch ohne weitere Detailinfos oder Alternativen zum Auto. Also wieder eine neue Suche auf einer anderen Webseite starten.

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GoEuro bietet an, Anreiseoptionen zum Flughafen anzuzeigen. Wir bekommen aber nur die Info, wie lange die Fahrt mit dem PKW zum Flughafen Hamburg dauert. (Quelle: Screenshot GoEuro Android App)

Nächster Versuch: fromAtoB. Hier bekommen wir ausschließlich Flüge ab Hannover angezeigt ohne Hinweis auf die Anreisemöglichkeiten zum Flughafen. Würden wir Emojis in unseren Texten verwenden, käme jetzt der Smiley mit dem geraden, schmalen Strich als Mund…

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fromAtoB zeigt uns nur die Flugergebnisse an, ohne Anreiseoptionen oder die Zeit, die man für die Anreise benötigt. (Quelle: Screenshot fromAtoB Android App)

Bei Rome2Rio, einem Anbieter mit Sitz in Melbourne, Australien, wird es auf den ersten Blick etwas konkreter. Gleiche Suchanfrage und binnen kürzester Zeit spuckt die App verschiedene Optionen von mehreren Flughäfen aus und zeigt die Reisekette an. Sehr informativ. Aber: Preise werden nur geschätzt und die Verkehrsmittel nicht logisch zu einer Reisekette miteinander kombiniert. Also folgt auch hier weiteres Suchen und Vergleichen. Und wieder kommt mir dieser Smiley in den Sinn…

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Rome2Rio gefällt uns schon besser. Hier wird ein möglicher Reiseverlauf angezeigt, allerdings ohne konkrete Preise und Reisezeiten. (Quelle: Screenshot Rome2Rio Android App)

Qixxit, kombinieren Sie!

Dies wäre kein Ratgebertext, wenn er keine Lösung präsentieren würde. Deshalb stellen wir euch zu guter Letzt den Reiseplaner Qixxit vor. Qixxit vergleicht Fernbus, Zug und Flüge und – jetzt kommt’s – kombiniert sie bei Bedarf miteinander.

Was heißt das konkret an unserem Beispiel Wolfsburg-Palma? Wir erhalten Routenvorschläge für die Flughäfen Hannover, Hamburg, Bremen, Berlin und Leipzig. In der App werden auf einer Karte die besten Optionen direkt mit Gesamtpreis und Dauer der Reise angeteasert. Das gibt sofort einen guten Überblick. Wie lange man allein dafür mit der eigene Suche gebraucht hätte! Über die Filter lassen sich die Ergebnisse nach Dauer, Umstiegen, Preis, Abfahrtszeit, etc. filtern und eingrenzen. Und das beste: Die gesamte Reisekette wird angezeigt. Man weiß also sofort, welchen Zug oder Fernbus man nehmen muss, um rechtzeitig am Flughafen zu sein.

Die Buchung der Tickets ist ebenfalls unkompliziert: Zugtickets für die Deutsche Bahn kann man direkt in der App buchen, hat man die FlixBus App installiert, “springt” man für die Buchung direkt dorthin und Flugtickets bekommt man direkt bei der Airline oder dem Provider des Angebots. Wir finden: Eine super Lösung, die langes Suchen auf zig Webseiten der Vergangenheit angehören lässt. Dafür gäbe es als Emoji einen Smiley mit einem breiten Grinsen.

qixxit - Reiseplaner app

Klarer Favorit: Qixxit. Vergleicht verschiedene Abflughäfen, sagt uns, wie und wann wir dorthin kommen und was die gesamte Reise kostet. (Quelle: Screenshot Qixxit Android App)

Die App wurde erst vor Kurzem komplett überarbeitet. Auf Nachfrage teilte man uns mit, dass weitere Features und Verkehrsanbieter hinzukommen und die Apps für Android und iOS schon etwas weiter sind als die Webseite. Und es stimmt, die Apps machen derzeit mehr Spaß als die Webseite. Wir sind jedenfalls gespannt, wie es mit Qixxit weitergeht und behalten die Berliner im Auge.

Und jetzt: Viel Spaß bei der Planung eurer nächsten Reise!

Egal wohin eure nächste Reise geht: Wir wünschen euch viel Spaß bei der Reiseplanung und hoffen, euch mit diesem Text ein paar gute Tipps an die Hand gegeben zu haben. Es gibt natürlich noch weitere digitale Reiseplaner, sie alle vorzustellen, hätte den Rahmen hier gesprengt. Unsere Auswahl erhebt also keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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Hangzhou – Zwischen Legenden und Traditionen

China stand schon lange auf meiner Reise-To-Do-Liste. Für viele kein typisches Reiseziel. Doch was treibt jemanden dazu, das Reich der Mitte zu erkunden? In meinem Fall die Neugierde Land und Leute kennenzulernen, landestypische Gegebenheiten zu erkunden und eventuell mit einigen Vorurteilen aufzuräumen. Erstes Ziel meiner Reise – Hangzhou!

China stand schon lange auf meiner Reise-To-Do-Liste. Für viele kein typisches Reiseziel. Doch was treibt jemanden dazu, das Reich der Mitte zu erkunden? In meinem Fall die Neugierde Land und Leute kennenzulernen, landestypische Gegebenheiten zu erkunden und eventuell mit einigen Vorurteilen aufzuräumen. Erstes Ziel meiner Reise – Hangzhou!

Von der Sonne geweckt zu werden entpuppt sich an meinem ersten Morgen in Hangzhou als unmöglich. Der Nebel hängt tief über der Hauptstadt der chinesischen Provinz Zheijang, und verdeckt komplett die Sonne, die es auch mit größter Anstrengung nicht schafft, sich ihren Weg zu bahnen.

Ich schaue hinaus aus meinem Hotelzimmer auf die zahlreichen Dächer und Strassen der pulsierenden Stadt, mit seinen mehr als 9 Millionen Einwohnern. Wie kleine bunte Ameisen bahnen sie sich ihren Weg. Bei der Masse an Menschen, Mofas und Co. müsste man nun einen ohrenbetäubenden Lärm vermuten – doch dem ist nicht so. Die meisten Mofas sind mit einem Elektromotor ausgerüstet. Perfekt für die Geräuschkulisse – gefährlich für alle Verkehrsteilnehmer und Fußgänger. Besonders in der Nacht. Da kann es schon mal vorkommen, das plötzlich aus dem Nichts ein Mofa an Dir vorbeirast.

Hangzhou liegt knapp 190 km süd-südwestlich von Shanghai und wurde einst von Marco Polo höchstpersönlich als „schönste Stadt der Welt“ bezeichnet. Ob dem wirklich so ist – wir werden sehen. Ich lasse mich überraschen.

Der Westsee

Die wohl berühmteste und beliebteste Sehenswürdigkeit in Hangzhou ist der Westsee. Ein knapp 6 qkm großer See, der an drei Seiten von Hügeln umschlossen ist. Ich entschließe mich dazu, eine Bootstour zu machen. Auch wenn die Bootstour bei Sonnenschein garantiert malerischer gewesen wäre, unterstreicht der heutige Nebel die magische und verwunschene Stimmung des Sees, der schon in der Vergangenheit zahlreiche Dichter und Maler der chinesischen Geschichte inspiriert hat. Eine der wohl berühmtesten Legenden ist die „Legende der weißen Schlange“. Der Westsee gehört seit 2011 zum UNESCO Weltkulturerbe.

Grüne Idylle außerhalb des Großstadttrubels

Entlang des Sees gibt es zahlreiche Gärten, Pagoden und Tempel. So z.B. den Lingyin Tempel, ein zen-buddihistischer Tempel. Im 10Jhr. erbaut wurde die Anlage aufgrund von Plünderungen mehr als 16 mal neu aufgebaut. Das heutige Gebäude ist eine moderne Restauration der späteren Qing-Architektur. Wer den Tempel betreten möchte, muss zuerst an den Feilai Feng Grotten vorbei.

Mehr als 400 in Stein gemeißelte oder zum Teil aufgestellte Skulpturen sind hier inmitten der wunderbaren Natur zu finden. Ein überwältigender Anblick. Der Duft von Weihrauch und Räucherstäbchen kommt uns entgegen. Menschenmassen bahnen sich ihren Weg durch die einzelnen Tempelgebäude. Ein Ort an dem sich die Menschen gerne zurückziehen, um zu beten und Kraft zu tanken. Grüne Idylle außerhalb des Großstadttrubels.

Drachenbaumtee aus Hangzhou

Ein weiteres Highlight in Hangzhou, und besonders für Teeliebhaber ein Muss, der Ausflug zu den wohl berühmtesten Teeplantagen Chinas. Die Meixu Teeplantage im Meijiawu Hangzhou beherbergt den berühmtesten grünen Tee, den Drachenbaumtee, den China zu bieten hat. Wer mag, kann den Arbeitern auf den Feldern zusehen, wie sie sorgfältig nur die obersten drei Blättchen für die weitere Verarbeitung abschneiden. Eine präzise und zeitintensive Arbeit.

XiXi Wetland Park – auf den Spuren der chinesischen Geschichte

Wer sich noch intensiver mit der Geschichte von Hangzhou befassen möchte,und die wunderbare Natur erleben will, sollte auf jeden Fall den Xixi Wetland Park, den ersten und einzigen Feuchtgebiet-Park in China besuchen. Hier kann man inmitten eines ca. 11,5 Quadratkilometer großen Geländes z.B. eine Bootstour auf den insgesamt 6 durch den Park fließenden Flüssen machen, vorbei an historischen Gebäuden und Sehenswürdigkeiten. Fernab vom Großstadttrubel.

Farbenfrohes Hangzhou

Nach so viel Kultur und Natur entschließe ich mich, abends durch Hangzhou zu schlendern. Wie vermutet scheinen die großen Städte in China niemals zu schlafen. Die Innenstadt ist hell erleuchtet. Egal ob durch die bunten Lichtinstallationen die die großen Wolkenkratzer schmücken oder durch die zusätzlichen Lichter, die entlang der Strassen, im Park oder auch auf den Schiffen in den buntesten Farben schillern.

Egal wohin man schaut, tummeln sich die Menschen auf den Strassen oder in den Parks. Meist für einen kleinen Plausch mit Freunden oder auch zum allabendlichen Tanz auf dem Vorplatz. In China keine seltene Begebenheit. Abends kommen die Menschen aus ihren zum Teil kleinen Wohnungen heraus um die verbleibenden abendlichen Stunden zu genießen. Tai-Chi im Park, entweder allein oder mit Freunden, ein kleiner Spaziergang durch die Parkanlage oder gar ein Shoppingtrip durch die zahlreichen Geschäfte. Hangzhou pulsiert, egal ob bei Tag oder Nacht.

Video über die Reise nach Hangzhou

Hinweis: Die Reise fand auf Einladung statt.

 

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Die Gärten von Suzhou

Unzählige Wasserstrassen, verwinkelte kleine Gassen, farbenfrohe Seide und blühende Gärten so weit das Auge reicht. Das würde ich wohl sagen, wenn man mich nach der Kurzfassung meiner Eindrücke aus Suzhou fragen würde. Für all diejenigen, die lieber die Langfassung lesen möchte – Voilá!

Unzählige Wasserstrassen, verwinkelte kleine Gassen, farbenfrohe Seide und blühende Gärten so weit das Auge reicht. Das würde ich wohl sagen, wenn man mich nach der Kurzfassung meiner Eindrücke aus Suzhou fragen würde. Für all diejenigen, die lieber die Langfassung lesen möchten – Voilá! Die Gärten von Suzhou.

Venedig des Ostens

Suzhou oder wie die Chinesen selbst sagen „Venedig des Ostens“, ist eine von zahlreichen Kanälen durchzogene Stadt. Kleine Gondeln ziehen auf den verschlungenen Wasserwegen entlang der kleinen Häuser. Hier und da kann man einen kleinen Blick in das Innere der Häuser erhaschen.

Neben den vielen Wasserwegen ist Suzhou für seine Gartenbaukunst berühmt. So ist es eigentlich unumgänglich den ein oder anderen Garten auch mal ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen.

Garten des Bescheidenen Beamten

Der wohl Schönste ist der Garten des Bescheidenen Beamten. Dieser, ca. 50.000 Quadratmeter große Garten, gehörte dem im Jahr 1513 aus dem Dienst des Kaisers entlassenen Beamten Wang. Eine verworrene Geschichte. Heutzutage kann man diesen und fünf weitere klassische Gärten, die seit 1997 zum UNESCO Weltkulturerbe gehören, in Suzhou besuchen. Die Gärten gleichen einem Labyrinth, die Wege sind verwinkelt und geheimnisvoll. Ein architektonisches Meisterwerk, das perfekt mit der umliegenden Natur verschmilzt. Ein Ort, an dem man locker einen kompletten Tag verbringen kann.

Heimat der Seide

Suzhou gilt als das Zentrum der Seidenproduktion in China. Unter anderem wurden die meisten hochwertigen Seidentexturen für die kaiserliche Familie in Suzhou hergestellt. Wer Seide liebt, muss unbedingt einen Besuch im Suzhou Seidenmuseum einplanen. Auf mehr als 10.000 qkm kann man hier alles über die Seideproduktion und die dazugehörige Geschichte erfahren. Das 1991 eröffnete Museum zeigt eindrucksvoll die einzelnen Schritte, von der Seidenraupen-Aufzucht bis hin zur Seidenweberei.

Wenn man Glück hat, kann man auch einen kleinen Blick in die Webzimmer erhaschen. Mit ruhiger Hand sitzen hier die Damen, umringt von Seidenfäden in den schönsten Farben, an wahren Kunstwerken.

Der Tigerhügel von Suzhou

Ein weiteres Highlight und auf jeden Fall ein Besuch wert ist der Tigerhügel mit dem angrenzenden Yunyan Tempel im Nordwesten der Altstadt von Suzhou. Der Tigerhügel ist eine Fundgrube für Kulturinteressierte. Zahlreiche Tempel, Klöster und Ahnentempel sind auf dem Gelände verstreut und geben eindrucksvoll einen Blick auf die mehr als 2500 Jahre alte Geschichte der Stadt wieder.

Die siebengeschossige Pagode des Yunyan Tempels ragt knapp 50 Meter in die Höhe, wobei sie leicht zur Seite gekippt aussieht. Beeindruckend und doch ein wenig Angst einflößend. Angrenzend an die Pagode kann man durch einen wunderbaren Garten mit zahlreichen Bonsai Bäumen spazieren. Manch einer davon ist ein Vermögen wert und wird von den Bonsai Gärtnern mit viel Liebe gepflegt. Mein Fazit: Suzhou hat mich mehr als begeistert. Eine wunderbare Stadt mit einer Fülle an Kultur und Natur.

Die Gärten von Suzhou im Video

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung

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Lachsangeln in der Skjern Au in Dänemark

Angeln ist für manche Menschen das langweiligste Hobby der Welt. Andere suchen beim Angeln die Ruhe, die Entspannung, die Nähe zur Natur und die Befriedigung des männlichen Jagdinstinktes. Für mich ist es ein unglaublich schöner Ausgleich zum stressigen Leben. Aus diesem Grund bin ich mit zwei Freunden nach Dänemark gefahren, um dort einen der schönsten Fische zu fangen, den Lachs.

Angeln ist für manche Menschen das langweiligste Hobby der Welt. Andere suchen beim Angeln die Ruhe, Entspannung, die Nähe zur Natur und die Befriedigung des männlichen Jagdinstinktes. Für mich ist es ein unglaublich schöner Ausgleich zum stressigen Leben. Aus diesem Grund bin ich mit zwei Freunden nach Dänemark gefahren, um dort einen der schönsten Fische zu fangen, den Lachs.

Die Skjern Au ist ein großer Fluss in Dänemark, der für sein Lachsvorkommen sehr berühmt ist. Der Fluss ist zugleich auch das wasserreichste Fließgewässersystem des Landes. Hier konnte sich durch intensive und langjährige Anstrengungen zur Renaturierung und Wiederherstellung der Wasserqualität Dänemarks ältester Lachsstamm erhalten. Um den Lachs- und Meerforellenbestand zu erhalten, wurden Lachskontingente ins Leben gerufen, die uns später noch zum Verhängnis wurden.

Tageskarten und weitere Scheine sind wichtig

Wer an der Skjern Au angeln will, macht zuerst eins: Er muss tief in die Tasche greifen. Gleich drei Angelscheine (Fischereischein Dänemark, Tageskarten für Skjern Au, Lachskontingentkarte) muss der Angler in einem dänischen Angelgeschäft erwerben. Der Preis dafür kann sich sehen lassen. Umgerechnet 30€ kostet das Fischen mit einer Rute pro Tag. Dazu kommen eventuell noch Kunstköder wie Fliegen oder die fangsicheren „Spinner mit Kondom“, wie der Angelladenbesitzer Kostas uns den Spinner erklärt hat. Eine „Blinker“ mit rotierendem Metallblatt in Silber oder Bronze und der Kern mit einem grellen Gummiüberzug (gelb, rot, organge) verkleidet. Herkömmliche Spinner oder Blinker funktionieren nicht problemlos in der Skjern Au. Das Gewässer hat eine sehr starke Fließgeschwindigkeit und normale Kunstköder würden mit dem geringen Gewicht schnell an die Oberfläche kommen. Deshalb hat man diese „Kondomspinner“ entwickelt, die im Kern so um die 20 Gramm wiegen und damit Skjern-tauglich sind. Mit 7€ / Stück auch nicht gerade billig, aber das ist eine andere Geschichte.

Angelfreunde müssen windfest sein

Will man erfolgreich fischen, muss man in Dänemark noch etwas berücksichtigen. Und ich will es mal mit den Worten unseres dänischen Vermieters erklären: „Wir haben hier 14 Tage starken Wind im Jahr, den Rest stürmt es!“ Und er sollte bis auf ein paar Stunden recht behalten. Bekleidet wie ein Yeti und gefühlt wie ein Sumo-Ringer – mit Wathose, langer Unterhose, Jogginghose, dickem Schal, zwei Mützen, zwei dicken Pullovern, regen- und winddichter Jacke – steht der Skjern-Angler am Flussrand und wartet auf den Biss der Lachse.

Da wir ja schlaue Kerlchen sind, haben wir uns gleich für den ersten Tag einen Angelguide gemietet. Heine stammt aus Skjern und kennt den Fluss wie seine rechte Westentasche. Und gleich der erste Angelplatz hat es in sich: Wir müssen, um zum Fluss zu kommen, durch hüfttiefes Wasser gehen. Wer nicht aufpasst, rutscht aus.

In rund 100 Meter Abstand platziert uns der Guide auseinander. Nach drei Würfen geht man drei Schritte flussabwärts und versucht erneut sein Glück. Angeln am Fluss ist anders, als fischen am Weiher. Die Herausforderung ist dabei immer wieder gegen den Wind und die starke Strömung anzukämpfen. Durch den vielen Regen der vergangenen Wochen ist die Uferböschung aufgeweicht und rutschig. Ein Sturz in den Fluss hätte fatale Folgen. Durch die viele Kleidung und die Wathose, die voll Wasser laufen würde, hätte man kaum eine Chance aus dem Fluss zu klettern. Die starke Strömung würde auch ihren Teil dazu beitragen und den Angler wie ein Korken mitziehen. Aber, alles ist gut gegangen.

Der erste Fisch lässt lange auf sich warten. Aber immerhin kommt der Fang irgendwann. Sascha winkt und ruft den Guide, der seine ganze Erfahrung am Fluss ausspielen kann. Mit einem gezielten Griff schnappt sich Heine den Schwanz des Lachses und zieht den Fisch an Land. Und der hat ein gutes Format: 85 cm werden gemessen, und damit heißt es auch gleich wieder Abschied nehmen.

„Catch & Release“ heißt die Zauberformel. Fangen und wieder freilassen, wenn der Fisch nicht ins Kontingent passt oder die Mindestmaße nicht erfüllt. Das Jahreskontingent für Lachse ab einer Länge von 75cm ist bereits voll und so muss Sascha ungläubig den Lachs wieder schwimmen lassen. Damit den Fischen nichts passiert, darf auch nur mit Haken ohne Widerhaken geangelt werden. Noch schnell ein Foto von dem großen Fisch und weg ist er wieder. In dem Rahmen stelle ich mir die Frage, warum man 30€ / Tag bezahlen muss und den Fang dann wieder schwimmen lassen darf?

Überhaupt ist Sascha das Glückskind heute, denn er ist es auch, der den zweiten Lachs an der Angel hat. Doch Glück im Unglück für den Fisch. Auch dieser entspricht nicht ganz der Quote, ist mit rund 55cm länge zu klein (Mindestmaß ist 60cm), Foto und ab in die Skjern Au. 5 cm mehr und wir hätten einen leckeren Fisch mit nach Hause gebracht. So bleibt uns nur die Erinnerung an den Fluss, an den Sturm, an einen wundervollen Sonnenuntergang, an zwei tolle Lachse und an das leere Portemonnaie – und an den „Salon Ogge“, aber das ist ein anderes Thema. Das Leben eines Anglers kann so gemein sein…

Infos zum Angeln in der Skjern Au

Angelfreunde benötigen für das Angeln in der Skjern Au einen Fischereischein für Dänemark, Tageskarten für die Skjern Au und Lachskontingentkarte, die alle im Angelfachgeschäft gekauft werden können.

Das Video zum Lachsangeln in Dänemark

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Interview mit Sternekoch Johan Lafer: “Meine Neugier treibt mich an!”

Johann Lafer ist immer auf Achse. Heute in Hamburg zur Produktion einer TV Sendung, morgen in seinem Restaurant Stromburg und übermorgen im Flieger, um für sein Magazin “Lafer” neue Orte und kulinarische Highlights zu entdecken. Reisen gehört für den Spitzenkoch zum Alltag. Von Zeit zu Zeit ist er auch als Gastkoch auf einem Kreuzfahrtschiff unterwegs.

Johann Lafer ist immer auf Achse. Heute in Hamburg zur Produktion einer TV Sendung, morgen in seinem Restaurant Stromburg und übermorgen im Flieger, um für sein Magazin “Lafer” neue Orte und kulinarische Highlights zu entdecken. Reisen gehört für den Spitzenkoch zum Alltag. Von Zeit zu Zeit ist er auch als Gastkoch auf einem Kreuzfahrtschiff unterwegs. Hier hat ihn auch Autor Torben Knye getroffen und die Chance genutzt, ihn zum Thema Reisen zu interviewen.

Zur Person Johan Lafer

Johan Lafer (Jahrgang 1957, verheiratet, 2 Kinder) wurde in der Steiermark geboren und absolvierte eine Koch-Lehre in Graz. Seine erste Station nach dem Bundesheer in Österreich war das Berliner Hotel Schweizer Hof. Es folgten das Le Canard in Hamburg sowie die Schweizer Stuben in Wertheim und das Münchner Restaurant Aubergine von Eckart Witzigmann. Lafer hat seit Jahren einen Micheln Stern für sein eigenes Restaurant auf der Stromburg im Hunsrück.

Interview mit Johan Lafer (2 von 3)

Autor Torben Knye (links) im Interview mit Starkoch Johan Lafer. (Fotos: TK)

breitengrad53: Johan Lafer, warum reisen Sie gern?

Johan Lafer: Immer nur zu Hause zu sein, ist auf Dauer langweilig. Reisen öffnet den eigenen Horizont. Andere Länder und Städte zu sehen sowie neue (Essens-)Kulturen kennenzulernen – das verschafft mir neue Inspiration. Gerade für mich als Koch ist es sehr wichtig und bereichernd immer neue Anreize zu bekommen, um neue Gerichte zu entwickeln.

breitengrad53: Wohin reisen Sie besonders gern?

Lafer: Malaysia ist mein Lieblingsreiseland. Ich liebe die Natur, die Inseln und Strände, aber vor allem die Märkte und Garküchen. Mit meinem Freund und Chefkoch Wai Look Chow erkunde ich mit dem Moped die Gegend und mache immer wieder neue kulinarische Entdeckungen.

“Geschmack ist ein weltweit verbindendes Element”

breitengrad53: Man spricht oft von „kulinarischen Reisen“. Warum gehören Essen und Reisen zusammen?

Lafer: Ich glaube, dass der Geschmack ein weltweit verbindendes Element ist. Beim Reisen in fremde Länder werden die Sinne geschult, über die Nase und den Gaumen und auch über das Berühren seltener Früchte und Gemüse nähern wir uns dem Fremden. Das inspiriert auf der einen Seite und lädt ein, sich in fremde Kulturen einzufühlen.

breitengrad53: Reisen und arbeiten – schließt sich das aus?

Lafer: Jein. Einerseits braucht man sicherlich auch mal Urlaub, wo man alles andere hinter sich lässt und einfach die Akkus auflädt. Andererseits gehört Arbeit und das Vergnügen für mich oft zusammen. Wenn ich zum Beispiel auf einem Kreuzfahrtschiff als Gastkoch unterwegs bin, lasse ich es mir nicht nehmen, auch meine Freizeit zu genießen. Zum Beispiel liege ich gern mal zwei Stunden am Pool, entspanne auf dem Sonnendeck, gehe in das Fitnessstudio oder sitze an der Bar. Aber in erster Linie ist Reisen für mich auch immer Inspiration, meine Neugier treibt mich an.

breitengrad53: Dann ist es ja sehr praktisch, dass Sie für ihr Printmagazin „Lafer“ viel unterwegs sind?

Lafer: Natürlich! Für die Reportagen und Geschichten reise ich um die halbe Welt und entdecke kulinarische Geschichten, die wirklich außergewöhnlich sind. Von der Olivenernte über die Trüffel-„Jagd“ bis hin zu Streifzügen über asiatische Märkte ist einiges dabei.  So bringt die Arbeit doppelt Spaß.

Steiermark und Malaysia ziehen Lafer immer wieder an

breitengrad53: Sie sprechen von außergewöhnlichen Erlebnissen. Gibt es ein Reiseerlebnis, an welches Sie sich besonders gern erinnern?

Lafer: Da fällt mir die Entscheidung wirklich schwer, es gibt viele Orte, an denen ich Menschen getroffen habe, die mich sehr berührt haben. Ob das die Pflücker bei der Olivenernte in der Toskana oder die Weinbauern an der Nahe waren… Es gibt zwei Orte, an die es mich immer wieder zieht: meine Heimat Steiermark und Malaysia.

breitengrad53: Und welches würden Sie lieber vergessen?

Lafer: Ich bin begeistert über die Gastfreundschaft, die ich überall auf der Welt erleben durfte, daher wäre es sehr unhöflich, hier über vermeintlich nicht so schöne kulinarische Erlebnisse zu berichten. Nur so viel, der Genuss von Schafsaugen hat mich mal eine Nacht wach gehalten …

Johan Lafer, bitte ergänzen Sie…

breitengrad53: Berge oder Meer? Und warum?

Lafer: Beides – Meer im Sommer, die Berge im Winter

breitengrad53: Mein letztes Reiseziel war…

Lafer: San Sebastian für eine Reportage in meinem Magazin

breitengrad53: Wohin ich gerne noch einmal reisen und würde und warum…

Lafer: Immer wieder in die Steiermark, weil es meine Heimat ist.

breitengrad53: Natur oder Wellnesshotel?

Lafer: Unbedingt Natur!

breitengrad53: Was sollte jeder in seinem Leben einmal gesehen haben?

Lafer: Das Meer und die Berge – egal wo.

Johan Lafer – Das Journal für den guten Geschmack

Interview mit Johan Lafer (3 von 3)Das Magazin lädt ein in die Welt von Johann Lafers. Es nimmt Leserinnen und Leser mit auf neue, inspirierende und spannende Reisen in die kreative, sich stets erneuernde Welt des guten Geschmacks. Mit ca. 40 exquisiten, saisonal abgestimmten und vom Chef selbst kommentierten Rezepten bietet es ein verführerisches, integriertes Kochbuch und wird damit zum Sammlerobjekt. Jede Ausgabe erhält zusätzlich ein inhaltliches Leitmotiv. Johann Lafer präsentiert sich authentisch und zeitgemäß – überraschend, überzeugend, sympathisch. Für 2018 sind vier Ausgaben geplant (Jahreszeiten-Verlag, Hamburg, im Handel für 5,- Euro).

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Hexen vor der Haustüre

Wie spanisch ist eigentlich Galicien? Auf diese Frage bekommt man meist nur die orakelhafte Antwort: Sehr spanisch, nur anders. Das macht uns neugierig, den nordwestlichen Teil der iberischen Halbinsel, seine sprudelnden Heilquellen und das berühmte Pilgerziel zu entdecken.

Wie spanisch ist eigentlich Galicien? Auf diese Frage bekommt man meist nur die orakelhafte Antwort: Sehr spanisch, nur anders. Das macht uns neugierig, den nordwestlichen Teil der iberischen Halbinsel, seine sprudelnden Heilquellen und das berühmte Pilgerziel zu entdecken.

Nicht wie im übrigen Spanien lacht hier die Sonne immer vom blauen Himmel und statt Flamenco Musik, lieben die Galicier den Dudelsack. Von September bis Mai ist der Regenschirm das wichtigste Utensil. Doch dafür grünt und blüht es überall. Wälder mit Eukalyptusbäumen nehmen 30 Prozent des spanischen Waldbestandes ein. Und rund 8.000 verschiedene Kameliensorten blühen und gedeihen prächtig vor allem in den Wintermonaten. Unser Guide Tommi Alvarellos Laine, gebürtiger Galicier, ist von seiner Heimat voll und ganz überzeugt. „Von hier stammen berühmte Männer wie Fidel Castro, Francisco Franco und der Politiker Mariano Rajoy, ist sogar in der galizischen Hauptstadt Santiago di Campostela geboren“, zählt er auf.

„Unser Land ist eigentlich ein Paradies,“ fährt er fort. „Wir haben rund 1.300 km Küste. Neben 800 km Steilküste sind 300 km Strand“. Nicht zu vergessen die fjordähnlichen Meeresarme, die sogenannten Rias, sind ganz etwas Besonderes. Sie dringen tief ins Land ein und prägen die Küstenlandschaft zum Atlantik, machen sie abwechslungsreich mit einer Menge Kur-, Thalasso oder Spa-Hotels, die diese besondere geographische Formation nutzen. Das ist auch der Grund, warum das galizische Thermalangebot in Spanien unbestritten auf Platz eins liegt. Vom bescheidenen Kurbad, bis zur topmodernen Gesundheitsbehandlung inklusive Wellness, Beauty und landestypischer Kulinarik, kann man wählen. Wir testen mal das Angebot und lassen uns auf der Insel la Toja überraschen. Dort empfängt uns eine ganz besondere Atmosphäre.

Aalglattes Wasser des Riasfjords umgibt das moderne Kurhotel Eurostars. Ein besonderer Hingucker ist die kleine nahegelegene Kirche zum Hl. Sebastian, deren Fassade ganz und gar mit Muscheln verziert ist. Feinen Duft verströmt das traditionsreiche Seifengeschäft, wo man aus einem breiten Sortiment für jeden Zweck ein ganz besonderes Seifenstück wählen kann. Wirkungsvoll bei dermatologischen Problemen, so sagt man uns, sei eine schwarze Seife, die nur auf Insel la Toja hergestellt werde.

Heilbaden im Freien

In Ourense, eine Stadt im Landesinneren, mit einer bemerkenswerten, historischen Altstadt und bedeutenden Kathedrale mit ausdrucksvollem Skulpturenschmuck und goldgefasster Apsis, sprudelt das Heilwasser sogar direkt heiß aus den alten Brunnen von As Burgas, die bereits die Römer benutzten. Denn zu dieser Zeit war Ourense sehr begehrt, da man im Fluss Mino Gold schürfen konnte. Noch heute besitzt die Regierungsstadt von Galicien ihre eigene Thermalzone in der Stadtmitte, wo schwefelhaltiges Mineralwasser kostenfrei für Jedermann zugänglich ist. Wir staunen nicht schlecht, als wir mitten in der Stadt Damen und Herren im Badeanzug im dampfenden Schwefelbad erblicken.

Eine ähnliche, öffentliche Anlage, die Termas de Outariz, sind die Flussbäder am Mino. Bis zu 180 Personen können hier maximal zwei Stunden für ca. 6,00 Euro baden, entspannen und die herrlich grüne Flusslandschaft genießen. Das von 67 Grad auf Körperwärme herunter gekühlte Wasser ist besonders heilsam bei Hautproblemen und hohem Blutdruck.

„Das Bad mit all seinen zusätzlichen Angeboten, wie japanische Onzen oder einem Calidarium ist ganzjährig geöffnet,“ so die Geschäftsführerin Sandra Sanjiao. „Zwischen 9,00 Euro und 40,00 Euro kosten die Anwendungen. Obwohl Outariz kein Kurort ist, haben wir nur diplomierte Masseure, was unsere Gäste vornehmlich aus Galicien, Asturien und Madrid sehr schätzen“.

Speicher aus Granit

Abgesehen von den heilsamen Badeoasen, mal luxuriös und mal rustikal, ist der Besuch der kleinen, typischen galizischen Orte ein unbedingtes Muss. Hier findet man ganz eigenwillige Bauten, besondere Plätze und alte, bäuerliche Traditionen. Wir besuchen Combarro, der Fischerort liegt direkt am Meer, wo uns Tommi auch die Getreidespeicher, die Hórreos, zeigt. Wie kleine Kapellen mit einem Steinkreuz im Giebel sind diese rechteckigen Granithäuser einst von den Vorfahren auf Stelzen gebaut worden. Eine Holzverkleidung mit schmalen Schlitzen sorgt für den Luftaustausch, damit das gelagerte Getreide, Mais oder Fisch trocken bleibt und nicht verdirbt.

Mäuse und sonstige Nagetiere und Schädlinge hatten somit auch keine Chance an das Erntegut heranzukommen. Im typisch galizische Ort mit Häusern aus Granitstein führt unser Weg durch schmale Gassen, die es dort sicher schon vor 200 Jahren gab. Vor mancher Haustüre steht eine „Meigas“, die gute galizische Hexe, die seit Generationen besonders für das Glück und die Gesundheit der Frauen sorgt.

Pontevedra hingegen, Hauptstadt des portugiesischen Jakobweges, präsentiert eher den urbanen galizischen Stil. Während des 15. Und 16. Jahrhunderts war sie der Haupthafen von Galicien. Silberschmiede kreierten zur Zeit der spanischen Renaissance den sogenannten plateresken Stil. Ein bedeutendes Beispiel dafür zeigt die Fassade der Basilika Santa Maria Major. Wie eine filigrane Silberarbeit sind die Darstellungen zu Ehren der Fischer und der Schifffahrt gearbeitet. Die Altstadt von Pontevedra kann mit einer Opernkulisse verglichen werden. Kleine Plätze arrangieren sich lauschig aneinander. Säulen tragen Balkone, die als Veranden mit Fenstern verkleidet sind. Die etwas verspielte Architektur wird aber dennoch gehalten von dem massiven Mauerwerk aus Granit, das dazu einen stabilen Akzent setzt.

Kandierte Veilchen zur Pastete

Auf dem Hauptplatz von Pontevedra, im Restaurant Eirado da Lena herrscht bereits reges Treiben. Es ist Mittagszeit und die Plätze draußen sind schon alle besetzt. Doch der gut gelaunte Chefkoch persönlich, Inaki Brental, macht uns drinnen im Gastraum einen Tisch frei. Er ist in der Welt der Kulinarik in Spanien schon lange kein Unbekannter mehr. Mit einem Begrüßungsschluck vom typischen Albarinho, dem galizischen Weißwein von der Rias Baixas, dazu selbstgebackenem Weißbrot mit Salz und Olivennöl, bekommen wir Appetit auf seine Kochkünste. Es folgen kleine Portionen mit Leckereien vom Tintenfisch, serviert auf einem Granitstein, gefolgt von Taschenmessermuscheln mit Mango und Algenblume.

Mit weißen Bohnen und Hummer in Tomatensoße und Gänseleberpastete mit Vanille, verziert mit kandierten Veilchen setzt er die Geschmackslatte schon ziemlich hoch. Eine Käseauswahl von Ziege, Schaf und Kuh, danach noch ein fluffiges Dessert von Maracujaschaum und Waldfrüchten beschließt die köstliche mediterrane, galizische Speisefolge mit raffinierten Geschmackskombinationen.

Und das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss – in unserem Fall ist es die berühmte Pilger- und galizische Hauptstadt Santiago de Compostela, die den Schlusspunkt unserer Reise setzt. Bei strömenden Regen bahnen wir uns auf alten, holprigen Quadersteinen durch die Pilgerschar einen Weg zur Kathedrale, die ab dem Jahr 1075 auf Überresten von Gebäuden früherer Epochen erbaut wurde. „Hier befindet sich das Grab des Hl. Jakobus“, erklärt Tommi“, „nach den vielen verschiedenen Stilepochen dominiert heute der Barock, den wir sowohl außen an der Fassade, wie auch im Inneren sehen können“. Hier glänzt und glitzert es in Gold und Silber von den Altären, den Decken und den Wänden.

Im riesigen 96 m langen Hauptschiff, dem 20 m hohen Kirchenraum erkennen wir auch das berühmte, überdimensionale „Botafumeiro“ (Weihrauchfass), das bei Beginn der Messe und zu den Andachten in einem großen Bogen von zwei Messdienern hin- und hergeschwungen wird. Pilger aus aller Welt haben bereits in der Kathedrale Platz genommen, um bei der Hl. Messe dabeizusein. Denn jetzt und hier ist das Ziel ihrer langen, mühsamen Reise erreicht.

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung.  | Titelfoto by Fotolia.de #155544667

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Kapstadt: Eine Liebe fürs Leben

Verwöhnt von der Sonne, umarmt von zwei Meeren: Kapstadt wird nicht von ungefähr immer wieder zum attraktivsten Ende der Welt gekürt. Mit Superlativen sollte man vorsichtig sein – doch „Mothercity“ ist schon von Natur aus mit verschwenderischer Schönheit ausgestattet. Dazu wirbt Kapstadt mit einer kunterbunten Kulturszene und lockt mit sprühender Lebenslust.

Verwöhnt von der Sonne, umarmt von zwei Meeren: Kapstadt wird nicht von ungefähr immer wieder zum attraktivsten Ende der Welt gekürt. Mit Superlativen sollte man vorsichtig sein – doch „Mothercity“ ist schon von Natur aus mit verschwenderischer Schönheit ausgestattet. Dazu wirbt Kapstadt mit einer kunterbunten Kulturszene und lockt mit sprühender Lebenslust.

Traumhafte Buchten, klarer Himmel, blühende Gärten und die idyllischen Winelands direkt vor der Haustür: Das alleine würde reichen, um sich in diese Stadt zu verlieben. Doch zusätzlich, wie ein  dickes Sahnehäubchen obendrauf, stemmt sich auch noch der Tafelberg rund 1000 Meter in die Höhe und thront wie ein Fanal über der 3-Millionen-Metropole. Dieser steinerne Koloss am Ende des Kontinents zeigt jeden Tag ein neues Gesicht – mal wolkenverhangen und düster, dann im Abendlicht schimmernd wie eine Fata Morgana, dann wieder strahlend und klar. Dann scheint er zu locken, kommt hoch und schaut euch die Stadt zu meinen Füßen an. Wer nur kurz in Kapstadt ist, sollte den Berg immer im Auge behalten. Sobald der Wind das „Tischtuch“ weggefegt hat und sich der launische Koloss wolkenlos zeigt, heißt es: Ab in die Seilbahn und hoch. Der Ausblick ist grandios. Wie auf einem Wimmelbild schmiegt sich das Häusermeer rund um den Tafelberg und den kleineren Lion’s Head. Das Stadion zur Fußballweltmeisterschaft 2010, die dem Land einen ordentlichen Entwicklungsschub verpasst hat, ist als kleines Rund in der Tiefe auszumachen.

In der Ferne schimmert Robben Island

In der Ferne schimmert Robben Island, die Gefangeneninsel, auf der Freiheitskämpfer und Nationalheld Nelson Mandela 18 Jahre inhaftiert war. Gut erkennbar ist auch die Victoria & Alfred Waterfront mit den edlen Hotels, schicken Malls und trendigen Restaurants. Nicht weit entfernt blinkert es in allen Regenbogenfarben: Hier liegt das Bo-Kaap-Viertel mit den farbenfrohen Häusern und verwinkelten Gassen, in dem die muslimische Gemeinde ihr Zuhause hat. Eingerahmt ist diese Szene von kleinen Buchten, die sich an der Küste aneinanderreihen und den glitzernden Wellen des Atlantischen Ozeans, der am Horizont mit dem strahlend blauen Himmel verschmilzt. Wer oben auf dem Tafelberg steht, kommt schnell zu dem Schluss, dass es eine Lebensaufgabe ist, diese Stadt vollständig auszukosten. Wer kürzer bleibt, muss sich der Qual der Wahl stellen.

Kunst, Kitsch und Kulinarik

Die Victoria & Alfred Waterfront ist schon seit Jahren eine der Hauptattraktionen für Touristen. Das elegant aufgemöbelte ehemalige Werftgelände mit vielen historischen Gebäuden beherbergt heute edle Hotels, moderne Shopping-Malls und rund 50 Restaurants und Bars. Dazu gibt es Kinos, Kunstmärkte und das Two Oceans Aquarium. Neues Highlight ist seit September 2017 das Zeitz MOCAA Museum für zeitgenössische afrikanische Kunst. Ein nicht mehr genutztes Getreide-Silo wurde entkernt und um einen Glasaufbau erweitert. Darin untergebracht ist die Kunstsammlung von Ex-PUMA-Chef Jochen Zeitz, der auch Mitnamensgeber des neuen Kulturtempels ist. Unbedingt ansehen – vor allem die Architektur ist spektakulär! In den oberen Etagen ist das Silo Hotel untergebracht, das eine tolle Rooftop-Bar bietet.

Bo-Kaap-Viertel: Kunterbunte Idylle

Das Bo-Kaap-Viertel ist eine idyllische Oase downtown Kapstadt. Hier wohnt in kunterbunten Häuschen die muslimische Gemeinde der Stadt. Es sind die Nachfahren der im 17. und 18. Jahrhundert aus Südostasien ans Kap verschleppten Sklaven. Das malerische Bo-Kaap mit den verwinkelten Gassen und farbenfrohen Häuserzeilen ist beliebtes Postkartenmotiv und gilt als Must-see für Touristen. Tipp: Einige der geführten Touren bieten den Besuch bei einer einheimischen  Familie an, die zu diesem Anlass kapmalaiische Leckereien auftischt. Wem die indisch inspirierten Köstlichkeiten schmecken, kann auch einen Kochkurs buchen.

Hier trifft sich die Szene: Long Street, Woodstock, Observatory

Wer das junge Herz Kapstadt schlagen hören möchte, schlendert am besten die Long Street entlang, bewundert die viktorianischen Häuser, stöbert in Trödel- und Antiquitätengeschäften und genießt seinen Espresso in einem stylischen Café. Eine kleine, aber spannende Szene hat sich auch an der oberen Bree Street angesiedelt. Die alternative Gemeinde trifft man allerdings vor allem in den Stadtvierteln Woodstock und Observatory. Galerien, Bio-Shops, Street-Art und Backpacker-Hostels bestimmen hier das Bild.

Historischer Rundgang: Weg in die Freiheit

Wer das heutige Südafrika verstehen möchte, muss in die Vergangenheit blicken. An kaum einem Ort geht das besser als in Kapstadt. Ein historischer Rundgang zeigt das kulturelle und historische Herz der Metropole. Die Geschichte der Stadt begann im Company’s Garden. Hier baute im 17. Jahrhundert die The Dutch East India Company Obst und Gemüse an, um die Schiffe auf ihrem Weg nach Asien mit dringend benötigter Frischware zu versorgen. Bei der Tour durch Kapstadts Zentrum trifft man auf all die großen Namen der Geschichte wie Jan Smuts, Cecil John Rhodes und natürlich Nelson Mandela. Alle haben sie ihre Spuren in Kapstadt hinterlassen. Im Abstand von nicht einmal hundert Metern hatten drei Friedensnobelpreisträger ihre Wirkungsstätte: Frederik de Klerk und Mandela im Parlamentsgebäude und Erzbischof Desmond Tutu in der St. George’s Anglican Cathedral gleich nebenan.

Camps Bay: Leben am Meer

Seapoint, Fresnaye, Bantry Bay und schließlich Camps Bay – wie an einer Perlenkette aufgezogen reihen sich die beliebten Stadtviertel mit Meerblick  an der Atlantikküste entlang. Vor allem in der Vorzeigebucht Camps Bay, das auch mit dem Hop-on-Hop-off-Bus erreichbar ist, treffen sich die Betuchten und Schönen und lassen mit Blick aufs Meer den Tag vorbeiziehen. Wer in Kapstadt den Easy-way of-life genießen möchte, ist hier richtig. Den schöneren Blick auf die Stadt und den Tafelberg hat man allerdings von Norden aus, etwa vom Milnerton Beach, von Big Bay oder Bloubergstrand.

Kirstenbosch: Grüne Oase

Kapstadt bietet Attraktionen für alle Wünsche: Neben Meer, Bergen, Kultur und Lifestyle kommen auch Natur- und Gartenfans nicht zu kurz. Hauptanziehungspunkt ist der Kirstenbosch National Botanical Garden – eine vor mehr als einhundert Jahren angelegte Parkanlage mit einheimischen Gewächsen  wie Heidekräutern, Palmfarnen und Sukkulenten. Eine wunderbare Idylle, die vor allem am Wochenende von Captonians mit riesigen Picknickkörben aufgesucht wird. Tipp: Im Sommer hier unbedingt die Freiluftkonzerte besuchen!

Spektakulär: Zum Kap der Guten Hoffnung

Wer Kapstadt besucht, wird sich eine Fahrt zum Kap der Guten Hoffnung nicht entgehen lassen. Auf dem Chapman’s Peak Drive, einer spektakulären Küstenstraße, geht es gen Süden. Links erhebt sich das Tafelbergmassiv, rechts glitzert der Ozean in der Tiefe. Das Ziel dieses Ausflugs ist Cap Point, ein 250 Meter hohes Kliff, das auf der Spitze einen Leuchtturm trägt. Das half den früheren Seefahrer allerdings nicht immer: Vor dem Kliff liegen zahlreiche Schiffswracks auf Grund. Auf dem Rückweg geht es meist zum Boulders Beach bei Simonstown mit einer großen Population possierlicher Afrikanischer Pinguine.

Bilderbuchidylle: Auf in die Winelands

Vor den Toren Kapstadt warten die viel gepriesenen Winelands. Im Dreieck der Weinorte Stellenbosch, Paarl und Franschhoek wachsen die edlen Trauben. Rund 300 Weingüter sind hier ansässig und laden in historischem Ambiente zu Weinverkostungen, kulinarischen Events und Übernachtungen ein. Viele der Weingüter blicken auf eine lange Vergangenheit zurück und schmücken sich mit perfekt restaurierten Herrenhäusern im kapholländischen Stil. Die kürzeste Weinroute ist übrigens nur 30 Autominuten von Kapstadts Zentrum entfernt. Am Südhang des Tafelbergs findet sich das historische Gut Groot Constantia mit einem pittoresken Herrenhaus, in dem ein Museum untergebracht ist.

Weitere Informationen

Hinweis: Derzeit herrscht in Kapstadt Wasserknappheit. Die Bevölkerung ist angehalten, nicht mehr als 50 Liter am Tag zu verbrauchen. Mit Beginn der Regenzeit im Mai könnte sich die Lage entspannen, falls genug Niederschläge niedergehen. Wer eine Reise plant, sollte sich über die aktuelle Lage informieren.

Empfehlenswerte Unterkünfte: Das Sea Five ist ein sympathisches Boutiquehotel mit schönem Blick in Camps Bay (www.seafive.co.za). Restaurants und die Strandpromenade sind zu Fuß erreichbar. Für betuchte Gäste bietet sich die Zehn-Zimmer-Villa Ellerman House in Bantry Bay an. Hier findet sich auch die größte Privatsammlung südafrikanischer Kunst (www.ellerman.co.za). Das Belmond Mount Nelson strahlt historisches Ambiente aus und bietet den stilvollsten High-Tea am Kap (www.belmond.com).

Empfehlenswerte Weingüter: Boschendal mit großem Park und Museum (www.boschendal.com); Holden Manz, ein kleines, feines Weingut mit herzlichem Service (www.holdenmanz.com); Babylonstoren, eine idyllische Anlage mit großem Bauerngarten (www.babylonstoren.com)

Weitere Tipps:

Führung durchs Bo-Kaap mit Toufiek Mustapha: Yusuf Tours, www.yusuftours.com, [email protected], [email protected],  +27 73 8999 381

Auskünfte: Deutschsprachige Informationen zum Reiseland Südafrika sind erhältlich unter www.dein-suedafrika.de oder der kostenfreien Service-Nummer 0800/1189118.

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Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung

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Zum Sonnenuntergang nach Santorin

Die Ägäis, das tiefblaue Meer, das die griechische und türkische Küste umspült, war Schauplatz dramatischer Mythologie. Vor allem auf den zahlreichen Inseln, mal bewohnt mal menschenleer, haben sich antike Tragödien abgespielt, wurden Götter und Heilige verehrt und Könige grausam gemordet. Dennoch zieht die sagenumwobene Welt der Ägäis heute wie vor tausenden von Jahren die Menschen an. Das azurblaue Wasser, das unvergleichlich helle Licht und vor allem die Beständigkeit der Winde schaffen die Voraussetzungen für einen regen Schiffsverkehr zu den Inseln.

Die Ägäis, das tiefblaue Meer, das die griechische und türkische Küste umspült, war Schauplatz dramatischer Mythologie. Vor allem auf den zahlreichen Inseln, mal bewohnt mal menschenleer, haben sich antike Tragödien abgespielt, wurden Götter und Heilige verehrt und Könige grausam gemordet. Dennoch zieht die sagenumwobene Welt der Ägäis heute wie vor tausenden von Jahren die Menschen an. Das azurblaue Wasser, das unvergleichlich helle Licht und vor allem die Beständigkeit der Winde schaffen die Voraussetzungen für einen regen Schiffsverkehr zu den Inseln.

Gerade kleinere Schiffe, wie die Celestyal Olympia mit 720 Kabinen bieten eine dreitägige Kreuzfahrt in der Ägäis mit allem Drum und Dran. Von der Kabine, all inclusive, Unterhaltungsprogramm, Fitness und Massagen kann man es sich zwischen den Landausflügen gut gehen lassen.

Kurs auf die sagenumwobenen Inselwelten in der Ägäis

Doch im Mittelpunkt stehen die Besichtigungen. Zweimal am Tag wird aus- und eingeschifft, was dank der professionellen Hilfe des Schiffspersonals reibungslos verläuft. Mit der Partyinsel Mykonos, wo jährlich zwei Mio. Touristen Urlaub machen, beginnt das Ausflugsprogramm. Auf einem Inselrundgang vorbei an den chicen Boutiquen und Cafés sind neben den gepflegten Sandstränden auch die berühmten Windmühlen auf den Anhöhen der Insel nicht zu übersehen. Vom starken Wind dort oben wurden sie schon vor rund 400 Jahren angetrieben, wodurch das Mehl gemahlen werden konnte.

Wer sich für ihre Geschichte interessiert kann das Mühlenmuseum besuchen. Sehenswert sind auch die typischen, strahlend weißen Häuser und Villen. Mit den Flachdächern, kleinen Balkonen und Erker erinnert die Architektur an den Orient.

Antike Bibliothek

Auf dieser Inselhopping Tour wird wie im Bilderbuch umgeblättert. Denn nur ein paar Stunden später geht die Celestyal an der türkischen Ägäis in Kusadasi vor Anker. Das antike Ephesus steht auf dem Besichtigungsprogramm. Einst galt es als größte und bedeutendste, griechische Stadt in Kleinasien. Erdbeben und witterungsbedingte Schäden haben der Architektur stark zugesetzt. Aber heute, akribisch restauriert und wiederhergestellt, erinnern die Tempel, Theater und Wohnhäuser an die Römerzeit des 2. Jh. n. Chr.

Höhepunkt, 1908 bei Ausgrabungen entdeckt, ist die Celsus-Bibliothek. Perfekt restauriert, ist sie heute das musikalische Mekka für berühmte Orchester, Pianisten und Opernsänger, die vor der antiken Kulisse ihr Repertoire präsentieren.

Zwischendurch während der Ruhepausen an Bord heißt es entweder mit einem Cocktail in der Hand den Wellen zuzusehen, oder, wer sich angemeldet hat, dem Kapitän des Schiffes, einen Besuch abzustatten.

Kapitän Stathis Romeos, der seit 40 Jahren hinter dem Steuerrad steht, ist  zusammen mit seiner Crew von fünf Offizieren und 20 Helfern  verantwortlich für den richtigen Kurs. Ruhig, aber bestimmt gibt er nur wenige Befehle und bleibt im Hintergrund. Aber seine Ruhe und Erfahrung wirken überzeugend, dass der Kurs auf der Celestyal Olympia stets gehalten wird.

Wallfahrtsort Patmos

Der nächste Hafen auf der Route heißt Patmos, wo sich das Kloster des Heiligen Johannes aus dem Jahr 1088 befindet. Berühmt und als Heiligtum der griechisch-orthodoxen Kirche verehrt, ist die Johannes Grotte, wo der Evangelist aufgrund seiner Visionen die Apokalypse, das letzte Buch des Neuen Testaments verfasste. Holzgeschnitzte Ikonen und Fresken zeigen wie Johannes, der auf Patmos in Verbannung lebte, seine Eingebungen erhielt. Der Blick von den Klostermauern herab auf die kleinen Inseln rundum Patmos strahlt erhabene Ruhe aus. Hier auf der sogenannten heiligen Insel herrscht nur an Ostern große Betriebsamkeit, wenn die Wallfahrer in Scharen zum Heiligtum pilgern.

Auf Kreta ist das ganze Jahr Saison

Im Gegensatz dazu ist auf Kreta das ganze Jahr Saison. Der Palast von Knossos, in dem sich die grausame Sage um das Monster Minotaurus abspielte, übt nach wie vor eine besondere Magie auf die Besucher aus.  Hinzukommt, dass die minoische Kultur, datiert um 2600 v. Chr., als Frühgeschichte der europäischen Kultur zählt.

Guide Irini verweist noch auf ein anderes Kapitel griechischer Geschichte aus der Neuzeit. Auf einer Anhöhe von Heraklion befindet sich die Grabstätte von Nicos Kazantzakis, dem Autor unter anderem des Alexis Sorbas. Als Sohn der Insel Kreta 1883 geboren, wird er heute noch verehrt. “Ich fürchte nichts – Ich hoffe nichts- Ich bin frei” so seine Grabinschrift” spricht vielen Griechen aus der Seele.

Originalrezept für Zaziki

Bevor es auf die Insel Santorin geht, wird eine Lunchpause an Bord eingelegt und der Athener Vasili Ronnliotis, Chefkoch an Bord, stellt sich und seine Crew vor. Ohne Ruhetag zaubert sie für 25 Nationalitäten die Gerichte aus der Küche. “Ich mache das seit vier Jahren hier auf diesem Schiff, nachdem ich in Hotels und Restaurants am Festland gelernt habe”, erklärt er. Seine Mannschaft, die auf 300 Küchenquadratmeter arbeitet, besteht aus 74 Mitarbeitern. Über 1600 Portionen werden tagtäglich zubereitet und serviert. Ronnliotis kocht am liebsten mediterran und lobt dabei auch das gute griechische Öl und den würzigen Käse.

Und dann lässt er sich noch überreden, sein Zaziki-Rezept zu verraten: “Ein halbes Kilo griechischen Joghurt, geschälte Gurken ohne Kerne dünn schneiden, mit Öl, Salz, Knoblauch und Dill verrühren. Dazu kommt ein Schuss Ouzo und für eine Nacht wird das originale Zaziki dann in den Kühlschrank gestellt”.

Letzte Sonnenstrahlen auf Santorin

Die Insel Santorin im Süden der Kykladen, wird vom Schiff aus mit Tenderbooten erreicht. Schon bei der Anfahrt begeistert die außergewöhnliche Lage der ringförmig angeordneten Inselorte. Wie auf den Felsenkamm geklebt, liegen die Häuser auf dem Vulkankrater, der gefüllt mit Meereswasser die skurrile Ansicht prägt.

Der Ort Oia ist neben seiner speziellen Häuserarchitektur mit gerundeten Dächern, der Aussichtspunkt für gigantische Sonnenuntergänge. Noch strahlte das helle Ägäislicht auf das bunte Dorf Oia. Doch wenn die Sonne untergeht und ihr goldenes Licht in die Ägäis ergießt, dann versinken Zeit und Raum und es bleibt Natur pur.

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung

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Jeder Blick ist ein Blick auf eine Postkarte

Jeder Blick ist ein Blick auf eine Postkarte. Jeder Schritt ist ein Schritt durchs Paradies. Das Wasser sieht aus, als hätte jemand einen Tuschkasten genommen und vermischt, so unglaublich schön ist die Farbe. Die Malediven erfüllen irgendwie alle Klischees, die ein Urlaubsparadies so erfüllen kann.

Jeder Blick ist ein Blick auf eine Postkarte. Jeder Schritt ist ein Schritt durchs Paradies. Das Wasser sieht aus, als hätte jemand einen Tuschkasten genommen und vermischt, so unglaublich schön ist die Farbe. Die Malediven erfüllen irgendwie alle Klischees, die ein Urlaubsparadies so erfüllen kann.

Urlaub auf den Malediven

Am zwei Kilometer langen Sandstrand vom Atmosphere Kanifushi Malediven sind nur Gäste des Resort. Ungestörte Erholung ist bei einem Urlaub auf den Malediven garantiert. (Fotos: Jörg Baldin)

Ein Urlaub auf den Malediven ist auf jeden Fall etwas Besonderes. Schon beim Anflug auf Malé, der Hauptstadt der Malediven, sieht man warum: Überall sind kleine Inselgruppen zu sehen, die wie Bojen auf der Wasseroberfläche schwimmen. Über 1.190 Inseln zählen zu den Malediven, die etwa 450 Kilometer südwestlich im Indischen Ozean liegen.

Mein Ziel dieser Reise ist eine Insel im Lhaviyani-Atoll, die erst seit einigen Jahren bewohnbar ist: Kanifushi. Dort liegt das neue Hotel „Atmosphere Kanifushi Maledives“, das erst am 15. Dezember 2013 eröffnet wurde. Über drei Jahre hat es gedauert, um aus der unbewohnten Insel ein 5-Sterne-Resort zu machen.

Der Transfer von Malé nach Kanifushi findet mit einem Wasserflugzeug statt. In knapp 35 Minuten Flugzeit landet man im 133 Kilometer entfernten Kanifushi und hat aus der Luft einen hervorragenden Blick auf die vielen Atolle der Malediven. Und auf die unbeschreiblichen glitzernden türkisfarbenen Farben der Lagunen.

Erst mal gelandet steigt man aus dem Flieger ins Paradies. 26 bis 30 Grad Luft- und ähnliche Wassertemperaturen, gemischt mit frischer Seeluft, glänzendem, weißen Strandsand und jeder Menge Gastfreundlichkeit machen es einem leicht, die Malediven von der ersten Sekunde an zu mögen.

Sonnenuntergang Kanifushi

Sehr schöner Blick beim Sunset Cruising. Rechts ist die Insel Kanifushi zu sehen.

Hier wird das Dhoni noch mit dem Fuß gesteuert

Gleich am ersten Tag geht’s raus mit dem Schiff zum Sunset Cruising. Die Schiffe, sogenannte Dhoni, sind etwas gewöhnungsbedürftig. Hier gibt’s kein Steuerrad, hier hängt das Steuer noch am Heck des Schiffes und gesteuert wird mit dem Fuß. Kein Scherz! Allerdings kann man sich ganz oben auf das Dach legen, muss nur bei starkem Wellengang darauf achten, nicht vom schaukelnden Boot ins Wasser zu rollen. Die Reeling dort ist nicht mehr als 20 Zentimeter hoch.

Besonders der Ausflug auf die Picknickinsel Dhidhdhoo wird sich in mein Gedächtnis brennen. Nicht weil die Anreise mit dem Dhoni aufgrund des hohen Wellengangs sehr abenteuerlich war und alle Passagiere die letzten 30 Meter schwimmen mussten, sondern weil das Picknick auf einer Art Floß vom Schiff an Land transportiert wurde. Genauso wie die Gäste, die nicht schwimmen konnten. Aber auch die Insel selbst war sehr sehenswert, im positiven und im negativen Sinn. Auf der einen Seite gab es dort wirklich paradiesische Blickwinkel. Aber, und das kann ich hier auch leider nicht verschweigen, gab es auf dieser unbewohnten Insel Berge von abgeschwemmten Plastikmüll. Leider ist Müll ein großes Problem der Malediven.

Strand Picknick Dhidhdhoo

Solche Motive gibt es auf der unbewohnten Picknickinsel Dhidhdhoo zu sehen.

Transport Picknick Dhidhdhoo

Atemberaubende Transporttechnik von Picknickutensilien und Gepäck der Passagiere. Trotz starkem Wellengang ist nur ein Rucksack ins Wasser gefallen.

Muell Picknick Dhidhdhoo

Die Kehrseite der Zivilisation: Tonnen von angeschwemmtem Müll liegen überall verteilt auf der unbewohnten Insel Dhidhdhoo.

Was kann man sonst noch machen auf den Malediven? Schlafen, sonnen, essen, sich erholen oder tauchen. Die Inselgruppe zählt zu den beliebtesten Tauchspots der Welt und auch ich habe dort nach vielen Jahren mein Tauchcomeback gewagt. Je nach Wind- und Wellenlage gibt es in der Nähe von Kanifushi einige Riffe, die sich sehr gut zum Tauchen eignen. Oder eine Fahrt mit dem Dhoni auf eine der Nachbarinseln. Hier gibt’s einige Souvenirläden zu sehen, aber man bekommt auch einen kleinen Einblick, wie die Einheimischen auf den Inseln leben, die nicht komplett vom Tourismus belegt sind.

LKW Insel Malediven

Hier hätte der deutsche TÜV längst den Zeigefinger gehoben: Ein LKW, der auf den Malediven noch seinen Dienst verrichtet.

Wasserstation_Insel Malediven

Trinkwasser ist auf den Malediven ein knappes Gut. Hier sitzt ein Einwohner an Trinkwassertanks und füllt leere Plastikflaschen auf.

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung

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Im Rocky Mountaineer durch die Berge Kanadas

Blick nach links, Blick nach rechts – alles was mein Auge sieht, ist gelb-blau. Vor mir, auf dem Spezial-Bahnhof in Vancouver, steht der riesige Rocky Mountaineer. Über 750 Passagiere in mehr als 50 Waggons machen sich in ein paar Minuten auf den Weg in die Rocky Mountains, gezogen von zwei kräftigen Diesel-Loks. Ich sitze in Wagen Nummer 6, Platz 2 und bin sehr neugierig, was mich in den nächsten Tagen erwartet. Mein Zielbahnhof ist Banff in Alberta. Es geht mit dem Zug durch die Rocky Mountains.

Blick nach links, Blick nach rechts – alles was mein Auge sieht, ist gelb-blau. Vor mir, auf dem Spezial-Bahnhof in Vancouver, steht der riesige Rocky Mountaineer. Über 750 Passagiere in mehr als 50 Waggons machen sich in ein paar Minuten auf den Weg in die Rocky Mountains, gezogen von zwei kräftigen Diesel-Loks. Ich sitze in Wagen Nummer 6, Platz 2 und bin sehr neugierig, was mich in den nächsten Tagen erwartet. Mein Zielbahnhof ist Banff in Alberta. Es geht mit dem Zug durch die Rocky Mountains.

Bevor sich der Zug in Bewegung setzt, werde ich mit dem Bus aus dem Fairmond-Hotel abgeholt. Der Check-In für diesen Teil meiner Reise findet bereits in der Lobby statt. Meine Koffer sehe ich erst im nächsten Hotelzimmer wieder. Um das Gepäck kümmern sich bis zum Ende der Reise die Mitarbeiter von Rocky Mountaineer.

Der Bus fährt mich und viele andere Gäste zum Bahnhof des Rocky Mountaineer, der extra für diesen Zug gebaut worden ist. Der Hauptbahnhof von Vancouver ist zu klein für den extrem langen Zug und vor allem viel zu klein für die 750 Passagiere, die hier einsteigen sollen. Die große Halle wird mit Klaviermusik geflutet. In der Mitte des Raumes spielt ein älterer Herr an einem Flügel Musik aus aller Welt. Für die Gäste gibt’s Kaffee und Souvenirs. Offensichtlich eine weitere Einnahmequelle des Unternehmens, denn viele Leute stehen an den Ständen und kaufen auch später im Zug Merchandisingartikel verschiedenster Art.

Start des Rocky Mountaineer in Vancouver

Dudelsackmusik anstatt Pausengong – Boarding des Rocky Mountaineers wird musikalisch gestartet.

Die gesamte Situation vor der Abfahrt erinnert mich irgendwie an den Film „16 Uhr 50 ab Paddington“ mit Miss Marple. Vor allem, als der Moment des Einsteigens kommt. Ein Dudelsackspieler im Kilt steht an den Ausgangstüren und bläst mächtig in sein Instrument. Es heißt Abschied nehmen. Tschüss Vancouver, ich tauche ein in die Welt des Rocky Mountaineer.

Die „Königsklasse“ ist die Kategorie “GoldLeaf”

Der Zug hat drei verschiedene Kategorien, die gebucht werden können. Die RedLeaf ist ein Waggon, so wie wir ihn aus dem IC kennen. Gemütliche Sitze und fast der selbe Ausblick, den die Gäste aus dem SilverLeaf genießen können. Allerdings müssen sich die RedLeaf-Gäste selbst um ihr Gepäck kümmern. Im SilverLeaf gibt’s Panoramafenster, die fast bis an die Decke reichen. Die „Königsklasse“ ist aber die Kategorie GoldLeaf. Schon alleine wegen der Doppelstockwaggons, in denen unten der Restaurantbereich und oben die Sitze der Passagiere sind und die so den fast immer freien Blick über die Büsche seitlich der Strecke genießen können. Ich finde, ein großer Vorteil gegenüber den beiden anderen Klassen, den nicht selten führt die Strecke lange Zeit an Büschen entlang.

Während wir das weite Land sehen können, sehen die anderen Gäste Äste, Büsche, Wald. Eine Kostprobe davon bekommen wir während der Essenszeiten im Bordrestaurant. An Bord des Rocky Mountaineer gibt es Frühstück und Mittag in je zwei Gruppen. Das Essen ist vorzüglich. Dafür sorgt ein Küchenteam, das für zwei Waggons zuständig ist. Überhaupt mangelt es an Personal an Bord nicht. Für unseren Wagen sind im oberen Deck fünf Mitarbeiter zuständig, die einen mit Getränken und Snacks versorgen. Immer wieder erklären sie die „Points of Interests“, die besonders interessanten Punkte an der Strecke.

Nahe Kamloops

Nur ein Besipiel für die raumhaft schönen Landschaften auf der Strecke zwischen Vancouver und Banff.

Lachs soweit das Auge reicht

Und von den POI’s gibt es jede Menge auf dem Weg nach Banff. Der lange Zug schlängelt sich recht langsam an Flüssen und Wiesen entlang in Richtung Rocky Mountains. Was mir als passioniertem Angler gleich auffällt: Lachs, soweit das Auge reicht. Die Lachse wandern Flussaufwärts, um dort zu laichen und dann zu sterben. „In diesem Jahr war die Lachwanderung besonders intensiv“, weiß Jeff Pelletier vom Rocky Mountaineer. „Zeitweise war gar kein Wasser mehr zu sehen, so viele rote Lachsrücken leuchteten aus dem Wasser.“ Für mich von der Ostsee unvorstellbar, allerdings sehe ich vom Zug aus so viele Lachse, das ich mir das am Ende doch sehr gut vorstellen kann. Schade, dass ich meine Angel nicht im Gepäck habe. Der Fraser River ist aufgrund seiner reichen Lachsbestände in der ganzen Welt bekannt und beheimatet – inklusive seiner Nebenflüsse – mehr Lachse als alle anderen Flusssysteme der Welt. Schätzungsweise zehn Millionen Lachse kehren jährlich zum Laichen in das System des Frasers zurück.

Hells Gate Fraser River

Die schmalste Stelle im Fraser River und spektakulär: Hells Gate

Während der Rocky Mountaineer durch Fraser Valley in Richtung Kamloops fährt, passieren wir die Fraser River Swing Bridge (erbaut 1904). Diese Brücke reicht von New Westminster bis in die Stadt Surrey. Stahl, wohin das Auge reicht. Die Brücke erinnert mich irgendwie an einen liegenden Eiffelturm. Es geht weiter vorbei an Fort Langley, Fraser Valley, Harrison River Bridge und Hell’s Gate. Hier ist die engste Stelle (33,5 Meter) des Fraser River, durch die über 909.000.000 Liter Wasser pro Minute fließen. Wer Lust hat, kann sich den ganzen Spaß von oben ansehen. Schweizer haben dort eine Gondel errichtet, die 152 Meter tief in den Abgrund zur anderen Seite der Schlucht führt. Den Namen hat diese Stelle 1808 von Simon Fraser erhalten, der den Fluss lange erforscht hat.

Bruecke ueber Fraser River

Viele Brücken führen über den Fraser River.

Canyon über Fraser River

Brücke über den Fraser River

Mit dem Rocky Mountaineer vorbei am “Last Spike”

Der Rocky Mountaineer stampft immer weiter in Richtung Kamloops und wird an der nächsten historischen Stelle langsamer. Wir sind beim „Last Spike of the CN Rail“ angekommen. Hier soll der letzte Nagel der CN-Strecke am 23. Januar 1915 von der Canadian Pacific Railway in den Boden getrieben worden sein. Aus dem Zug sieht man den Nagel allerdings nicht. Der müsste nach so langer zeit eigentlich auch längst verrostet sein. Rund 40 Meilen weiter wird der Thompson River breiter und verwandelt sich in den Kamloops Lake. Wir sind am Ziel des heutigen Tages angekommen.

Einfahrt Rocky Mountaineer in Kamloops

Hier wird der Thompson River breiter und verwandelt sich in den Kamloops Lake. Wir sind am Ziel des heutigen Tages angekommen: Kamloops. (Fotos: Jörg Baldin)

In Kamloops schlagen wir unser Nachtlager auf. Die Kleinstadt diente den Secwepemc- oder Shuswap-Indianern für Jahrtausende als Handelszentrum. 1812 errichtete die Pacific Fur Company an der Stelle, an der North Thompson und South Thompson River zusammenfließen ein Pelzhandelsposten. 1821 entstand das erste Fort. Die Stadt selbst lernen wir nicht kennen, da der Bus uns direkt vor unserem Hotel rauslässt und – zumindest bei mir – der Jetlag langsam zuschlägt. Neun Stunden Zeitverschiebung sind für meinen Biorhytmus zu viel und nach einem kurzen Abendessen verschlägt es mich ins Bett. Morgen früh um 6:30 Uhr steht der Bus wieder vor der Tür und bringt uns zum Zug, der am zweiten Tag dann endlich in die Rocky Mountains eintaucht und weitere atemberaubende Ausblicke verspricht.

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung

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Snowmass – Aspen’s kleine Schwester

Snowmass ist die „kleine Schwester“ von Aspen, denn Snowmass Village liegt knapp zehn Meilen von Aspen entfernt und besteht zum großen Teil aus einigen Hotels, Privathäusern und vereinzelten kleinen Shopping-Malls. Großer Pluspunkt des Ortes: Ski out – Ski in, also Ski vor dem Hotel anziehen und los. Zu Gast an einem Ort, an dem Skifahren richtig viel Spaß macht.

Snowmass ist die “kleine Schwester” von Aspen, denn Snowmass Village liegt knapp zehn Meilen von Aspen entfernt und besteht zum großen Teil aus einigen Hotels, Privathäusern und vereinzelten kleinen Shopping-Malls. Großer Pluspunkt des Ortes: Ski out – Ski in, also Ski vor dem Hotel anziehen und los. Zu Gast an einem Ort, an dem Skifahren richtig viel Spaß macht.

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Beste Bedingungen zum Skifahren in Snowmass, Colorado. Nur der Wind weht kräftig. (Fotos: Jörg Baldin. Titelbild: Fotolia.de/ #94226189)

Snowmass bietet für Bretterfans leichte Hänge oder Abfahrten, auf die sich nur geübte Skifahrer wagen sollten und die bis auf fast 4.000 Höhenmeter raufgehen. Da wird die Luft auf dem Berg ganz schön dünn… Für mich war es das beste Skigebiet, dass ich in der Region Aspen/Snowmass kennengelernt und besucht habe. Leere und sehr gut präparierte Pisten können die Besucher der Region erwarten.

Ich hatte das Glück, dass in der Nacht zuvor Neuschnee gefallen ist, und ich bei strahlendem Sonnenschein die Abfahrten genießen konnte. Dennoch ein Tipp für alle Besucher: Mütze und Schal nicht vergessen. Der Wind peitscht einem ziemlich stark an den Bergspitzen um die Ohren. Was dann folgte, war ein Skitag, der nicht mehr zu toppen ist: Pulverschnee, Sonnenschein und vollkommen leere Pisten. Genial.

Nach dem erfolgreichen Tag auf der Piste kann ich als Après Ski-Bar die „Ranger Bar“ vor dem Hotel „The Westin“ empfehlen. Hier gibt es belgisches Bier und gemütliches Ambiente. Für mich die beste Bar in Snowmass, in der es zudem auch das leckerste Bier gibt.

Tipp
Erwähnenswert ist auch die Region „Elk Camp“ und die dortigen Aktivitäten. Regelmäßig findet dort am Freitagabend eine Veranstaltung statt, bei der Livemusik, eine Feuershow und ganz viel Aktivitäten für Kinder angeboten werden.

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung!

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Skifahren beim “Geist von Spiez”

Skischuhe – Ich frage mich jedes Mal, warum sich die Menschheit in diese engen Plastikschalen, in denen man keine Bewegungsfreiheit hat und einem die Füße wegen der unnormalen Haltung absterben, überhaupt reinquetscht? Die Antwort weiß ich, als ich den Kampf mit den Schnallen der Schuhe gewonnen habe: Schnee, Berge – zum ersten Mal überhaupt bin ich zum Skifahren in der Schweiz.

Skischuhe – Ich frage mich jedes Mal, warum sich die Menschheit in diese engen Plastikschalen, in denen man keine Bewegungsfreiheit hat und einem die Füße wegen der unnormalen Haltung absterben, überhaupt reinquetscht? Die Antwort weiß ich, als ich den Kampf mit den Schnallen der Schuhe gewonnen habe: Schnee, Berge – zum ersten Mal überhaupt bin ich zum Skifahren in der Schweiz.

Als ich meine Reise in Kiel mit der Bahn starte, hätte ich auch im ICE sitzen bleiben können. Mein Ziel ist auch das Ziel des Zuges: Zürich. Ich steige allerdings in Hamburg aus der Bahn wieder aus und nehme den Flieger. Doch bis nach Interlaken im Berner Oberland fliegt die Lufthansa nicht und so steige ich in Zürich erneut in einen Zug und verbringe die restliche Zeit bis zum Zielort auf den Schienen.

Interlaken ist eine kleine Stadt (ca. 6.000 Einwohner) im Kanton Bern zwischen dem Thunersee und Brienzersee. Der Name kommt aus dem lateinischen «Inter Lacus», was soviel wie „zwischen den Seen“ bedeutet. Interlaken lebt vom Tourismus. Rund 6.000 Gästebetten und fast 60 Hotels sprechen da eine deutliche Sprache. Kein Wunder also, dass viele Hoteliers in der jetzigen Zeit von schwierigen Verhältnissen sprechen. Der Wegfall des Mindestkurses für den Schweizer Franken hat den Urlaub in der Schweiz für Gäste aus den Euro-Ländern noch teurer gemacht, als er ohnehin schon war.

Skifahren

Blauer Himmel in Interlaken. Im Hintergrund ist das Bergpanorama zu sehen. Hier ist ein Paradies zum Skifahren (Fotos: Jörg Baldin)

Deshalb will die Urlaubsregion im Berner Oberland mit noch mehr Qualität und Vielfalt beweisen, dass sich ein Urlaub in der Schweiz trotz der hohen Kosten auf jeden Fall lohnt. Ein gelungenes Beispiel dafür wurde mitten in der Stadt errichtet. „Ice Magic“ heißt eine Schlittschuhanlage, die mit mehreren Eisfeldern, einer Schlittschuh-Straße (400 m lang) und einer Anlage für Eisstockschießen für ein besonderes Schlittschuherlebnis sorgt. Und wer nach dem Schlittschuhlaufen hungrig wird, kann sich an einem der Markstände an der Bahn stärken oder im Iglu-Zelt zünftig zu Abend essen.

Ice Magic Interlaken

Eine richtig gute Schlittschuhanlage: Ice Magic.

Wer hier Skifahren will, kommt am Skibus nicht vorbei

Wer in Interlaken wohnt und skifahren möchte, der kommt am Skibus nicht vorbei. Die kostenlosen Busse fahren täglich zu den anliegenden Skiregionen. Urlauber sollten ihre Autos besser am Hotel stehen lassen, denn die Straßen bis zur Station der Bergbahnen haben es teilweise in sich. Ich fahre allerdings mit dem Zug zu meiner ersten Abfahrt. Von Interlaken geht’s nach Grindelwald zum Skigebiet „Kleine Scheidegg-Männlichen“. Hier wird mir zum ersten Mal bewusst, wo genau ich mich eigentlich befinde, denn die Zahnradbahn fährt an einem der berühmtesten Berge der Welt entlang, dem Eiger. Die Eigernordwand gehörte lange Zeit zu den schwierigsten Strecken der Welt. 52 Menschen starben insgesamt beim Versuch, die Wand zu durchsteigen. Einer der toten Bergsteiger wird noch immer vermisst. Doch nicht nur der Eiger bildet hier ein prächtiges Panorama, auch der Mönch und die Jungfrau liegen an diesem Skigebiet.

Grindelwald

Aus dem Zug in die Zahnradbahn. Wer ins Skigebit “Kleine Scheidegg-Männlichen” will, muss hier in die Zahnradbahn umsteigen.

Kleine Scheidegg

Nebel versperrt die Sicht auf den Eiger. Startpunkt für viele Skifahrer ist der Bahnhof “Kleine Scheidegg”.

Die Skipisten sind für alle Skifahrer – Anfänger oder Profi – geeignet. Einzig und alleine die Skilifte könnten komfortabler sein. Sitzheizungen oder Windschutz gibt es nicht, wären aber nützlich, weil der Wind gerne über die kahlen Schneefelder weht und man auf den teils langen Auffahrten schnell auskühlt. Aber die langen Wartezeiten an den Liften entfallen und die sehr gut präparierten Pisten und die Landschaft entschädigen dieses kleine Manko.

Fondue in allen Variationen

Nach dem langen Skitag geht’s abends ins Restaurant des „Hotel Alpenblick“ in Wilderswil. Auf dem Menu steht, wie sollte es für Schweiz Urlauber anders sein, Fondue. Was der Finne mit seiner Sauna, ist der Schweizer mit seinem Fondue. Alles was essbar ist, wird entweder in Brühe oder in Käse getunkt. Dazu gibt es ein leckeres Glas Rotwein und Brot. Für mich ist der Abend damit gerettet, denn ich mag das gemütliche Essen und lecker ist es auch…

Huette Axalp

Eine gemütliche Hütte an der Bergstation der Axalp.

Das Skigebiet am nächsten Tag ist wieder mit dem Bus zu erreichen. Heute geht’s auf einen richtigen Familienberg. Die Axalp oberhalb von Brienz verfügt über eine Sesselbahn und drei Schlepplifte und gehört mit rund 15 Pistenkilometern zu den kleineren Skigebieten im Berner Oberland. Auch diese Pisten sind hervorragend präpariert und mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden gespickt. Das kleine Skigebiet ist hervorragend für Familien geeignet. Zudem bietet der Berg einen atemberaubenden Blick auf den Brienzer See und die Brienz selbst. Wer zu Mittag zünftig essen gehen möchte, sollte ins „Restaurant Hilten“ einkehren, das etwas abseits der Pisten liegt aber mit Skiern gut erreicht werden kann.

Abends steht Kultur auf meinem Programm: Fußball-Kultur. Ich bin zu Besuch im „Hotel Belvédère“ in Spiez. Hier wurde der „Geist von Spiez“ geboren, denn die Fußball-Weltmeister von 1954 haben in diesem Haus gewohnt. Das „Wunder von Bern“ hat hier den Ursprung und deshalb erinnern viele Dinge an die Weltmeister von 1954. So auch einige Namen der Speisen, die das sehr gute Restaurant im Haus anbietet. Ich habe mich für „Der Ball ist rund und das Spiel dauert 90 Minuten“ entschieden. Auch dieses weltberühmte Zitat von Sepp Herberger soll hier im Hotel entstanden sein.

Bilderbuch Fußball-WM

Eine absolute Rarität: Ein Sammelalbum aus den 50er Jahren mit allen Bildern von der Weltmeisterelf.

[toggle title=”Buchungen”]Wer seinen Urlaub in der Schweiz über Reiseveranstalter gebucht hat, kann sich freuen. TUI zum Beispiel hat bis zum Ende der kommenden Sommersaison feste Preise mit den Hotels der Destinationen abgestimmt und fängt so Kurschwankungen ab. Dennoch empfiehlt Mario Köpers von TUI Deutschland: „Möglichst viele Nebenleistungen in die Buchung mit aufnehmen, denn die Nebenkosten werden teurer.“ Zudem bietet TUI eine Schneegarantie an, bei der bei Schneemangel kostenlos ein späterer Zeitraum oder ein anderes Urlaubsziel gebucht werden kann. Weitere Infos unter www.tui.com[/toggle]

[toggle title=”Unterkunft”]Das „Lindner Grand Hotel Beau Rivage“ in Interlaken liegt nur wenige Minuten vom Bahnhof entfernt und bietet neben großzügigen Zimmern vor allem eine gute Küche und einen großen Wellnessbereich mit Schwimmbad an. Das 5-Sterne-Grandhotel wurde 1874 erbaut. Weitere Infos unter www.lindnerhotels.ch [/toggle]

Hinweis: Der Autor wurde zu dieser Reise eingeladen.

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Das Lächeln macht den Unterschied

Schon das Lächeln macht den Unterschied aus. Ich steige in ein Flugzeug und habe einen zwölf Stunden Flug vor mir. Mein Platz ist dieses Mal in der Business Class. Deshalb…

Schon das Lächeln macht den Unterschied aus. Ich steige in ein Flugzeug und habe einen zwölf Stunden Flug vor mir. Mein Platz ist dieses Mal in der Business Class. Deshalb weiß ich, dass ich in Laos ausgeruht und entspannt ankomme. Doch nicht nur ich habe ein Lächeln im Gesicht, auch die Stewardessen lächeln. Ich fliege mit Singapore Airlines, der besten Airline der Welt. Und meine gute Laune habe ich nicht ohne Grund.

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In der Business Class von Singapore Airlines hat man am Start der Langstreckenflüge gut lachen. (Fotos: HFR)

Mein Ziel ist Vientiane in Laos. Ich fliege die 8.854 Kilometer von Düsseldorf aus. Von der pulsierenden Metropole in Nordrhein-Westfalen in die Demokratische Volksrepublik Laos. Ein Unterschied, wie er nicht größer sein kann. Doch zuerst kann ich die Business Class von Singapore Airlines genießen, denn der erste Flug geht von Düsseldorf nach Singapore. Die 12.45 Stunden Flugzeit sind fast zu kurz, um die ganzen Annehmlichkeiten der Business Class zu genießen. Und schon das Lächeln macht den Unterschied aus.

86 cm breite Plätze

Und auch der Platz. Die Sitze sind 86 cm breit. Bequeme Polster, Lederbezug und ausreichend Stauraum zur Aufbewahrung meiner persönlichen Gegenstände, wie zum Beispiel Smartphone, findet der Passagier vor. Das Beste, gerade auf Langstreckenflügen: Der Sitz kann zum Schlafen vollständig in ein flaches Bett verwandelt werden. Bettwäsche, Bettdecke und Kissen inklusive.  Wer möchte, der lässt sich den Sitz von den SIA-Girls in ein bequemes, flaches Bett umwandeln.

Wer keine Lust auf schlafen hat oder nicht müde ist, kann mit „Krisworld“ auf einem 15,4-Zoll-LCD-Bildschirm auf eine beeindruckende Auswahl an über 1.000 Unterhaltungsoptionen – Filme, Fernsehsendungen, Musik, Spiele und Anwendungen mit Noise-Cancelling-Kopfhörern von Bose zurückgreifen.

Essen wird in Unterdruckkabine getestet

Auch das Essen an Bord von Singapore Airlines ist beeindruckend. Der Clou: Die Chefköche der Airline bringen alle Gerichte in eine Unterdruckkabine, wo die Bordmenüs unter simulierten Flugzeug-Bedingungen getestet werden. Hier wird solange gekocht, bis das Gericht auch auf 10.000 Meter Höhe vorzüglich schmeckt. Und das tut es. Vor allem in Verbindung mit einem Getränk aus der gut sortierten Bar an Bord des Flugzeuges, Champagner natürlich inbegriffen.

Mein Flug nach Laos ist schnell vergangen. Ich habe mir viele Filme aus dem Bordprogramm angesehen, sehr gut gegessen und getrunken und einige Stunden geschlafen. Selten war die Anreise nach Asien so entspannt wie dieses Mal.

Hinweis: Die Reise nach Laos mit Singapore Airline erfolgte auf Einladung

 

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Abenteuer Strandsand

Weit und breit kein Mensch zu sehen. Spritzwasser macht die Scheibe meines Land Rovers nahezu undurchsichtig, dennoch gebe ich Gas. Jetzt ist kein guter Moment im Sand stecken zu bleiben. Ich trete weiter auf das Gaspedal. Der Motor dreht hoch, die Reifen fressen sich in den nassen Sand der Nordsee und treiben den Discovery Sport weiter nach vorn. So macht das Fahren am Strand der Insel Rømø richtig Spaß. Und mit diesem Wagen bleibt man ohnehin nirgends stecken. Zumindest nicht in Dänemark.

Weit und breit kein Mensch zu sehen. Spritzwasser macht die Scheibe meines Land Rovers nahezu undurchsichtig, dennoch gebe ich Gas. Jetzt ist kein guter Moment im Sand stecken zu bleiben. Ich trete weiter auf das Gaspedal. Der Motor dreht hoch, die Reifen fressen sich in den nassen Sand der Nordsee und treiben den Discovery Sport weiter nach vorn. So macht das Fahren am Strand der Insel Rømø richtig Spaß. Und mit diesem Wagen bleibt man ohnehin nirgends stecken. Zumindest nicht in Dänemark.

LandRover Discovery Sport - Romo - Jörg Baldin-5070

Rømø liegt drei Kilometer nördlich von Sylt und ist vor allem wegen des kilometerbreiten befahrbaren Sandstrandes ein beliebtes Ferienziel, vor allem für Surfer und Familien mit Kindern. (Fotos: Janina Baldin)

Meinen Kindern auf dem Rücksitz scheint es zu gefallen. Immer und immer wieder fordern sie mich auf, durch die tiefen Pfützen am breiten Strand der Nordsee zu fahren. Wo andere Fahrzeuge längst im Schlamm versagen, fährt der Land Rover Discovery Sport wie auf Schienen. Egal ob Straße, weicher Sand, nasser Sand oder Wiese – der Wagen ist auf allen Untergründen zuhause.

Zum zweiten Mal sind wir auf der Insel Rømø

Zum zweiten Mal sind wir im Urlaub auf der Insel Rømø. Und wieder haben wir einen Land Rover dabei, der sich sehr gut in die Landschaft von Dänemark einfügt. Und in unseren Urlaubsablauf. Das Gepäck für fünf Personen passt locker in den geräumigen Kofferraum des Geländewagens und auf der Straße macht das Fahren mit dem Auto ohnehin viel Spaß. Motor, Getriebe und Fahrwerk sind optimal für die längere Fahrt abgestimmt.

Und so führt die Fahrt von Kiel über Flensburg auf die Insel Rømø, die über einen längeren Damm, dem Rømødæmningen, mit dem Auto vom Festland erreichbar ist. Die Insel ist nur knapp 129 km² groß und hat kaum mehr als 590 Einwohner. Rømø ist die südlichste dänische Wattenmeerinsel. Sie liegt drei Kilometer nördlich von Sylt und ist vor allem wegen des kilometerbreiten befahrbaren Sandstrandes ein beliebtes Ferienziel, vor allem für Surfer und Familien mit Kindern.

LandRover Discovery Sport - Romo - Jörg Baldin-5048

Havneby ist der größte Ort von Rømø

Havneby, im Süden der Insel, ist der größte Ort von Rømø. Dort ist auch der Fährhafen der Insel, der mit der Rømø-Sylt-Linie die einzige Alternative für Besuche auf Sylt ist, die nicht über den Hindenburgdamm führt. Zwei große Strände bilden den Mittelpunkt der vielen Urlauber, die nach Rømø kommen. Neben dem Sonderstrand ist vor allem der Lakolk Strand ein beliebtes Ziel. Der über 700 Meter breite, feine Sandstrand darf mit dem Fahrzeug befahren werden. Aus diesem Grund sind dort, vor allem in den Sommermonaten, viele Urlauber mit Kindern zu finden, die die Weite des Strandes für einen entspannten Familienurlaub nutzen.

Hinweis: Der Land Rover Discovery Sport wurde uns zur Verfügung gestellt.

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Art-déco-Mekka Miami: Feel the Sunshine

Wer in Miami Beach durch die Straßen schlendert, fühlt sich wie einer der obercoolen Rauschgiftfahndern Sonny Crocket und Ricardo Tubbs. In der Kultserie Miami Vice rasten die beiden Glamour-Boys mit ihren Luxusschlitten durch die Straßen Miamis oder preschten mit schnellen Jachten durch die Biscayne Bay – im Hintergrund immer die bonbonbunte Art-déco-Kulisse von Miami Beach. Die beiden smarten Jungs in ihren pastellfarbenen Sakkos und Lederslippern jagen zwar schon lange keine knallharten Gangster mehr, doch der lässig-coole Lebensstil à la Miami Vice ist immer noch präsent.

Wer in Miami Beach durch die Straßen schlendert, fühlt sich wie einer der obercoolen Rauschgiftfahndern Sonny Crocket und Ricardo Tubbs. In der Kultserie Miami Vice rasten die beiden Glamour-Boys mit ihren Luxusschlitten durch die Straßen Miamis oder preschten mit schnellen Jachten durch die Biscayne Bay – im Hintergrund immer die bonbonbunte Art-déco-Kulisse von Miami Beach. Die beiden smarten Jungs in ihren pastellfarbenen Sakkos und Lederslippern jagen zwar schon lange keine knallharten Gangster mehr, doch der lässig-coole Lebensstil à la Miami Vice ist immer noch präsent.

Vor allem ist Miami Beach in den USA nach wie vor das Mekka für Art-déco-Fans, die aus aller Welt kommen, um einmal im Leben den berühmten Ocean Drive mit seinen reliefverzierten Häusern in Erdbeerrot, Mintgrün und Sonnengelb entlangzubummeln.

Miami Beach ist Mekka für Art-déco-Fans

Wer dieses Baudesign der 1930er-Jahre liebt, sollte es sich nicht nehmen lassen, in einem stilechten Haus zu nächtigen. Ein Schmuckstück ist das Como Metropolitan Miami Beach Hotel in einem Gebäude von Albert Anis, der als einer der führenden Art-déco-Architekten Miamis gilt. Mit tropischen Farben und fröhlicher Ornamentik verlieh er dem ursprünglich aus Frankreich stammenden Art-déco eine exotische Note. Im Como-Hotel an der Collins Avenue, das 2014 komplett renoviert wurde, sind viele liebenswerte Details aus den 1930er-Jahren wie der Terrazzo-Boden und die mit Glaskugeln verzierten Galeriegeländer erhalten geblieben. Aufgefrischt wurde das immerhin schon fast 100 Jahre alte Art-déco-Design durch moderne Stilelemente, ausgefeilte Technik und charmante Details – eine reizvolle Mischung für einen stilvollen Aufenthalt.

Miami Beach - Jutta Lemcke - DSCF3349_korr

Alle Fotos by Jutta Lemcke

Wer sich in das lässige, unprätentiöse Beachlife-Design des Como-Hotels verliebt hat, wird auch gerne an den Ocean Drive fahren, um diese Vorzeigestraße des Art-déco zu erkunden. Hier reiht sich ein bonbonbuntes Haus an das nächste, es locken Hotels, angesagte Restaurants und stylische Bars. Oldtimer cruisen mit offenem Verdeck durch die Gassen und selbstverliebte Schönheiten zeigen ihre modellierten Bodys in schrillen Outfits. Mit einem Cocktail in der Hand genießen die Müßiggänger die Sonne und lassen den Tag an sich vorbeiziehen. Entlang der Strandpromenade finden sich eingezäunte Plätze mit Reckstangen und allerlei anderem Gerät – nicht etwa für Kinder zum Spielen, sondern für Bodybuilder, die dort versuchen, ihre sowieso ideal geformten Körper noch weiter zu perfektionieren.

Hier werden Muskeln trainiert, von denen der Normalsterbliche noch nicht einmal weiß, dass sie existieren. Zuschauer sind übrigens durchaus willkommen, schließlich geht es in Miami Beach vor allem ums eins: Sehen und Gesehen werden. Doch keine Bange, selbst wer selber lange kein Fitnessstudio mehr von innen gesehen hat, wird wie selbstverständlich in diese lässige Gemeinde aufgenommen und kann am Strand oder am Ocean Drive den easy way of life genießen.

Sahnestücke des Art-déco zwischen 5th und 14th Street

Die Sahnestücke des Art-déco finden sich zwischen 5th und 14th Street. Wie wäre es also mit einem Eistee vor dem Colony Hotel oder einem Snack im News Café, das als Stammkneipe der Berühmtheiten gilt und deshalb regelmäßig von Touristen auf Promisuche aufgesucht wird? Kubanisches Flair bieten das Larios on the Beach oder das Mango’s Tropical Café. Der Vorteil: Alles liegt dicht beisammen, so dass beim Bummeln jede Menge Zeit bleibt, um eine Pause einzulegen und dem Treiben zuzuschauen. Wer genug hat, schlendert hinüber zum Lummus Park oder gleich an den Strand mit den originellen quietschbunten Life-Guard-Hütten und lässt sich das herrlich warme Golfstromwasser um die Füße plätschern. Ein toller Tipp für alle Fußmüden: Miami Beach lässt sich wunderbar mit dem Fahrrad erkunden. Überall finden sich City-Bike-Stationen, an denen per Kreditkarte Zweiräder ausgeliehen werden können. Die Rückgabe ist ganz unkompliziert an irgendeiner anderen Station ganz nach Lust und Laune möglich – das garantiert volle Flexibilität und ermöglicht eine sehr entspannte Art, auf Entdeckungstour zu gehen. Wer architektonisch tiefer eintauchen und mehr über die Art-déco-Fassaden erfahren möchte, kann eine der 90-minütigen Führungen buchen, die vom Art Deco District Welcome Center organisiert werden. Oder er leiht sich dort einen Audioguide und macht sich auf eigene Faust auf einen Streifzug zu den circa 800 Art-déco-Gebäuden in South Beach.

Vergnügungssüchtige aus Miami stürzen sich ins Nachtleben

Am Abend wandelt sich das Bild in South Beach. Dann kommen Vergnügungssüchtige über die Bucht aus Downtown Miami und stürzen sich ins Nachtleben, das hier bunt, schrill und auch ein wenig snobby ist. Viele starten mit einem Cocktail auf einer Rooftop-Bar in die Nacht. Eine der beliebtesten ist die C-Level Rooftop-Bar direkt am Ocean Drive auf dem Dach des Hotels The Clevelander. Ebenfalls eine Top-Adresse ist The 1 Rooftop in der 18. Etage des 1 Hotel. Hier warten ein Wahnsinnsblick, leckere Cocktails und einer der schönsten Pools in Miami. Als Dresscode für die Rooftop-Bars gilt übrigens „Miami-chic“ – das bedeutet, dass man mit lässig-schicker Kleidung goldrichtig liegt – easy way of living also auch in puncto Styling.

Weitere Informationen zur Reise nach Miami Beach

Übernachten: Como Metropolitan Miami Beach, 2445 Collins Ave, Miami Beach, Florida. Stilvolles Art-déco-Haus mit 74 Zimmern, direkt am Strand und zentral zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gelegen.

Art déco: Erste Anlaufstelle ist das Art Deco Welcome Center direkt am Ocean Drive, 1001 Ocean Drive, Miami Beach, Florida

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung

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