Reisen & Kreuzfahrten

Reisemagazin breitengrad53

Die besten kostenlosen Kreditkarten auf Reisen

Der Urlaub steht vor der Tür und damit auch – wie jedes Mal – die Frage nach dem Geld in der Reisekasse. Damit der Urlaub ganz entspannt verlebt werden kann, lohnt es sich, im Vorfeld einige Gedanken zum Geld zu machen. Denn nicht nur Flug und Hotel sollen bezahlt werden, auch die Frage nach dem Bargeld im Urlaub sollte man gedanklich durchspielen. Nicht, dass im Urlaub auf der Suche nach dem passenden Zahlungsmittel Stress entsteht.

Der Urlaub steht vor der Tür und damit auch – wie jedes Mal – die Frage nach dem Geld in der Reisekasse. Damit der Urlaub ganz entspannt verlebt werden kann, lohnt es sich, im Vorfeld einige Gedanken zum Geld zu machen. Denn nicht nur Flug und Hotel sollen bezahlt werden, auch die Frage nach dem Bargeld im Urlaub sollte man gedanklich durchspielen. Nicht, dass im Urlaub auf der Suche nach dem passenden Zahlungsmittel Stress entsteht.

Auf unseren Reisen haben unsere Autoren von breitengrad53.de viele Erfahrungen mit unterschiedlichen Zahlungsmitteln im Ausland gemacht. Diese Erfahrungen möchten wir in diesem Artikel teilen und die wichtigsten Fragen zum Thema Geld im Urlaub und die besten kostenlose Kreditkarte auf Reisen beantworten. Viel Spaß beim Lesen!

Folgende Fragen zur Reisekasse werden oft an uns herangetragen

  • “Welches ist die beste kostenlose Kreditkarte auf Reisen?”
  • “Kann ich im Urlaubsland mit meiner EC Karte ganz entspannt an den dortigen EC Automaten Bargeld abheben?”
  • “Was kostet die Abhebung am EC Automaten? Oder wie komme ich sonst an Bargeld im Urlaub?”
  • “Lohnt es sich Kreditkarten mitzunehmen, und wenn ja, welche Kreditkarten haben die besten Konditionen?”
  • “Macht es in der heutigen Zeit noch Sinn Travelerchecks mitzunehmen? Und wieviel Bargeld sollte ich zur Sicherheit einpacken?”

Der Traumurlaub kann schnell zum Alptraum werden, wenn man sich im Vorfeld nicht ausreichend über die Zahlungsmöglichkeiten im Reiseland informiert. Manche Kreditkarten werden zur Kostenfalle, weil Auslandsgebühren fällig werden und reißen damit ein Loch in die Reisekasse. Und ohne Kreditkarte geht in manchen Ländern gar nichts: Hotels, Mietwagenverleiher und Airlines benötigen die Kreditkarte oft als Sicherheit und akzeptieren diese als einziges Zahlungmittel. Dann ohne Kreditkarte zu zahlen wird mehr als schwierig. Deshalb empfehlen wir unseren Lesern sich eine kostenlose Kreditkarte ohne Auslandseinsatzgebühr anzuschaffen. Damit lässt sich das Geld im Urlaub ganz entspannt abheben. Aus unserer Sicht die drei besten Kreditkarten sind die von der DKB, von der Comdirect und die von der ICS. Wer sich schnell und unkompliziert informieren möchte schaut sich die Kreditkarten im Überblick an. Allen anderen wünschen wir viel Spaß beim Lesen aller Hintergrundinformationen zum Thema “Geld im Urlaub”.

Reicht meine normale EC-Karte, um damit Geld im Urlaub abzuheben?

Diese Frage müssen wir mit jein beantworten. Sicherlich ist die EC – Karte in Ländern der EU und in westlich entwickelten Ländern ein geeignetes Zahlungsmittel im Urlaub. Dennoch ist die EC Karte – im Gegensatz zur Kreditkarte – nicht uneingeschränkt weltweit einsetzbar. Auch wenn die EC Karte am gewählten Reiseziel als Zahlungsmittel akzeptiert wird, so entstehen Kosten in Form von Auslandseinsatzgebühren. Die Summe der Gebühren kann schnell ein Loch in die Reisekasse reißen. Je nach Bank muss man hier allerdings unterscheiden.

Einige Banken haben Kooperationspartner im Ausland, so dass man auch mit der EC Karte am EC Geldautomaten Geld holen kann. Einige erheben dafür hohe Gebühren, bei anderen wiederum ist dies kostenlos. Mit der EC Karte der Deutschen Bank kann man beispielsweise während seines USA Urlaubs gebührenfrei Bargeld an den EC Geldautomaten der Bank of America Bargeld abeheben. Das ist dann allerdings auf diese Automaten beschränkt und nur mit der EC Maestro Karte möglich. Um dafür ein Gespür zu entwickeln, haben wir hier noch einmal die unterschiedlichen Bedingungen nach Ländern aufgeführt. Dennoch eignet sich die EC Karte als ergänzendes Zahlungsmittel auf Reisen, sie gilt auch international als zuverlässig. Ich persönlich bin jahrelang nur mit einer EC – Karte im Gepäck gereist. Allerdings war dies nur möglich, da immer jemand dabei war, der über eine Kreditkarte verfügte. Inzwischen besitze ich zwei Kreditkarten und bin überrascht wie viel entspannter das Reisen und Geld im Urlaub abheben damit geworden ist.

Überblick Kreditkarten – Gesamtbetrag zurückzahlen oder bequeme Teilzahlungsmöglichkeit?

Warum mit einer Kreditkarte im Urlaub vieles einfacher wird

Inzwischen bin ich überzeugt davon, dass die Kreditkarte im Urlaub das komfortabelste Zahlungsmittel ist. Weltweit kann man damit im Ausland Geld abheben und hat sein Geld immer dabei. Und nicht nur, um Geld im Urlaub zu haben, ist die Karte ein gutes Zahlungsmittel – auch zuhause entspannt die Kredtikarte viele Situationen im Zahlungsverkehr. Wie zu Beginn bereits erwähnt, ist eine Kreditkarte auch zur Buchung von Flügen, Unterkünften, Hotels oder Mietwagen unerlässlich. Die Vorteile einer solchen Karte liegen auf der Hand:

  • Kreditkarten zur Buchung von Urlaub, Hotel und Flug nutzen
  • Die Kaution für den Mietwagen oder Motorroller über Kreditkarten hinterlegen
  • Das Geld im Urlaub kostenlos abheben und hohe Gebühren bei Wechselstuben sparen
  • Unterwegs bei Ausflügen oder beim Shoppen einfach bargeldlos mit Kreditkarte zahlen
  • Eine Kreditkarte für die Welt – ganz einfach weltweit damit bezahlen

Achtung: Auch wenn es bequem erscheint, die Kreditkarten der Hausbank sind nicht automatisch die Besten, um damit im Urlaub und auf Reisen zu bezahlen. Auch wenn diese Karte in Deutschland ein gutes Zahlungsmittel ist, kann es im Ausland trotzdem bedeuten, dass hohe Auslandgebühren anfallen. Von vielen Kreditkarten-Anbietern wird eine Transaktionsgebühr berechnet, sobald man die Kreditkarte im Ausland nutzt. Anders als bei EC – Karten wird bei vielen Kreditkarten zusätzlich zur Abhebegebühr ein prozentualer Anteil des abgehobenen Betrages berechnet. Das können zwischen 1 bis 4 Prozent sein. Außerhalb der EU kann dies noch teurer werden, denn manche Banken erheben zusätzliche Gebühren das sogenannte Auslandseinsatzentgelt. Um nicht in diese Kostenfalle zu tappen lohnt sich die Anschaffung einer Reise – Kreditkarte. Damit kann man weltweit gebührenfrei Geld in der jeweiligen Landeswährung abheben. Diese Karten gibt es als Debit- oder Prepaid-Karten.

Mit diesen kostenlosen Kreditkarten gibt es gebührenfrei Geld im Urlaub

Unsere Erfahrung bei Reisen zeigt, dass besonders VISA Kreditkarten in der ganzen Welt am besten akzeptiert werden. Mit VISA Kreditkarten ist das gebührenfreie Abheben von Geld in Landeswährung möglich. Dabei gibt es aus unserer Sicht zwei ganz klare Favoriten unter den Kreditkarten. Die kostenlose Kerditkarte der DKB ermöglicht das kostenlose Geld abheben, weltweit. Die VISA Kreditkarte wird in Kombination mit einem kostenlosen Girokonto angeboten. Dafür muss man nicht die Bank wechseln. Zwei oder drei Girokonten sind in der heutigen Zeit keine Seltenheit. Nach dem Urlaub kann man immernoch entscheiden, ob man das Konto als Reisekonto behält oder ob man mit seinem Konto auch die Bank wechselt.

Eine weitere kostenlose Kreditkarte ist die der Comdirect Bank. Auch hier gibt es die Kreditkarte in Kombination mit einem kostenlosen Giro-Konto. Geld im Urlaub abheben ist auch bei dieser VISA – Kreditarte kostenlos. Es lohnt zusätzlich auf Aktionsangebote der Banken zu schauen. Die Comdirect-Bank bietet phasenweise beispielsweise 100 Aktivitätsbonus bei Abschluss eines Antrags mit an.

Wer trotzdem kein weiteres Girokonto haben möchte, der ist mit der kostenlosen VISA Karte von ICS gut beraten. Auch hier kann man weitweit kostenlos Geld abheben. Die Abrechnung der Visa Karte erfolgt über das bestehende Girokonto und es ist sogar möglich per Ratenzahlung die ausgegebenen Beträge zurückzuzahlen.

TIPP für Inlandsreisende: Wer im Inland Urlaub macht oder auch als Geschäftsreisender im eigenen Land unterwegs ist, der macht sich häufig zu wenig Gedanken über die Zahlung im Inland. Auch hierzulande wird beim Abheben von Bargeld am bankfremden Geldautomaten eine Gebühr fällig. Mit den kostenlosen Reisekreditkarten entfällt diese Gebühr. Deshalb eignen sich kostenlose Kreditkarten auch als Zahlungsmittel im eigenen Land.


Beim Abheben von Geld im Urlaub zusätzliche Fremdgebühren vermeiden

Seit dem 01.06.2016 ist Tatsache, dass die Banken zwar keine eigenen Gebühren berechnen, allerdings muss man Gebühren, die ggf. an den Automaten im Ausland entstehen seit diesem Tag selbst tragen. DKB und Comdirect waren die letzten Banken in Deutschland, die Fremdgebühren erstattet haben. Andere Banken haben schon früher die Erstattung von Gebühren eingestellt. Während einige Sparkassen und Filialbanken gerade Gebühren erhöhen oder einführen, streichen Direktbanken nun also eine Erstattung. Trotz dieser Veränderung ist das DKB Cash Konto von der DKB immernoch eine gute Wahl, um das Abheben von Geld im Urlaub günstig zu gestalten. Die Frage ist nun, wie man die Fremdgebühren im Ausland am Besten reduziert?

  • Man sollte im Urlaub im Ausland eher selten, dafür allerdings hohe Beträge abheben. Damit reduziert man die fixen Fremdgebühren.
  • Ein anderer Weg kann sein, dass man zum Geld abheben unterschiedliche Geldautomaten ausprobiert. Unterschiedliche Geldautomaten heißt auch unterschiedliche Fremdgebühren. Einige Geldautomaten berechnen keine Fremdgebühr.

Arten von Kreditkarten

Je nach Bedarf gibt es unterschiedliche Formen von Kreditkarten. Grundsätzlich unterscheidet man vier Arten von Kreditkarten. Einmal die Charge Kreditkarten, Revolving Kreditkarten, Guthaben Kreditkarten und die Debit Kreditkarten:

  • Charge – Kreditkarten: Charge Kreditkarten sind in Deutschland die bekanntesten Kreditkarten. Um eine Charge Kreditkarte zu erhalten ist eine Bonitätsprüfung und eine positive Schufa-Auskunft notwendig. Je nach Bonität erhält man einen Kreditrahmen über den man als Kreditkarten Inhaber frei verfügen kann. Die Abrechnung der gemachten Umsätze erfolgt einmal im Monat. Dabei wird das Konto der Kreditkarte über das Girokonto ausgeglichen.
  • Revolving – Kreditkarten: Revolving Kreditkarten sind in Deutschland ebenfalls verbreitet. Die Abrechnung erfolgt hier auch monatlich, der Inhaber der Kreditkarte hat allerdings die Möglichkeit eine Ratenzahlung zu tätigen.
  • Prepaid – Kreditkarten: Für den Erwerb einer Prepaid Kreditkarte oder auch Guthaben Kreditkarte ist keine Schufa-Prüfung notwendig. Da hier dem Inhaber anders als bei Charge Kreditkarte und Revolving Kreditkarte kein Kredit gewährt wird, ist keine Bonitätsprüfung notwendig. Der Kreditkarten Inhaber lädt seine Kreditkarte auf indem er einen Betrag in gewünschter Höhe überweist. Ist das Guthaben der Kreditkarte aufgebraucht, kann keine Zahlungen mehr ausgeführt werden. Diese Kreditkarten eignen sich vor allen Dingen für Personen, die keine andere Kreditkarte mehr erhalten (aufgrund Schufa-Einträgen) oder auch für Jugendliche.
  • Debit – Kreditkarten: Bei den Debit Kreditkarten handelt es sich nicht um eine Kreditkarte im eigentlichen Sinn, da die Ausgaben mit dieser Kreditkarte direkt das Girokonto belasten. In Deutschland sind die bekanntesten Debit Kreditkarten die Girocard (als Maestro-Card, Cirrus von MasterCard) oder V PAY (bzw. VISA Electron ober VISA Plus von VISA).

Unterscheidet man die Kreditkarten nach Eigenschaften, dann kann man die Kreditkarten wie folgt einordnen.

  • Kostenlose Kreditkarten : Für diese Karten man keine Jahresgebühr bezahlen. Die Gebühren für Abhebungen von Bargeld sind kostenlos oder sehr gering. Dafür gibt es keine Zusatzleistungen wie z.b. eine Reiserücktrittsversicherung.
  • Gold oder Platin Kreditkarten: Diese Kreditkarten beinhalten oft exclusive Zusatzleistungen. wie z.B. Versicherungsschutz, Bonusprogramme oder den Zutritt zu Flughafen-Lounges. Da sie oft sehr teuer sind, lohnen sich diese Kreditkarten vor allen Dingen für Geschäftsreisende oder Vielflieger.

Geld im Urlaub durch Reisechecks – Auslaufmodell oder sinnvoll?

Im Vergleich EC Karte, Bargeld oder und Kreditkarte sind Reisechecks auf Reisen ins Ausland nicht mehr so gut geeignet. Weltweit werden deutlich weniger Reiseschecks als Zahlungsmittel genutzt und finden sich nicht mehr in jeder Reisekasse. Teilweise werden sie in einigen Ländern nicht mehr anerkannt. Für die Reise in solchen Ländern ist es sinnvoller z.B. eine kostenlose Kreditkarte von der DKB für die Reise anzuschaffen. Einen Vorteil hat die Nutzung eines Reiseschecks: Bei Verlust wird der Wert umgehend ersetzt. Damit sehen wir den Reisescheck als zusätzliches Zahlungsmittel für die Reisekasse im Ausland sehen. Wir bei breitengrad53.de verzichten auf die Mitnahme von Reisechecks auf unseren Reisen. Besser ist es aus unserer Sicht neben der kostenlosen Kreditkarte etwas Bargeld ins Ausland mitzunehmen.

Soll ich in den Urlaub Bargeld mitnehmen?

Ist es sinnvoll Bargeld in die Reisekasse zu stecken, bzw. Bargeld zuvor in Landeswährung umzutauschen und auf die Reise ins Ausland mitzunehmen? Diese Frage wird uns oft gestellt. Die Mitnahme von Bargeld ins Ausland stellt ein Sicherheitsrisiko dar. Unter diesem Aspekt ist Bargeld aus unserer Sicht kein empfehlenswertes Zahlungsmittel auf Reisen. Trotzdem kann es sinnvoll sein Bargeld mitzunehmen. Der Transport zum Hotel, Trinkgeld für den Fahrer oder die ersten Snacks und Getränke im Reiseland können mit dem Bargeld sofort bezahlt werden. Manchmal ist nicht sofort die EC Zahlung möglich und auch kein Geldautomat in der Nähe. Aus unserer Sicht macht es in vielen Ländern Sinn, vorhandenes Bargeld in Euro mitzunehmen und am Ankunftsflughafen zu tauschen, da hier der Wechselkurs deutlich besser ist als zuhause bei der eigenen Bank. Wir empfehlen das Bargeld nie in einem Betrag zu verstecken, um die Reisekasse zu sichern. Lieber kleinere Summen an unterschiedlichen Plätzen platzieren. Gibt es einen Safe im Hotel, dann sollte man diesen nutzen, um sein Bargeld aufzubewahren. Das Bargeld unterwegs, sollte stets am Körper getragen werden.

Nicht in allen Ländern sind Geldautomaten flächendeckend erreichbar. In einigen Dritte-Welt Ländern ist Bargeld in Landeswährung das einzig akzeptierte Zahlungsmittel. Hier sollte man sich vor der Reise in ländlichere Gebiete mit Bargeld eindecken. Am besten mit der kostenlosen Kreditkarte, an einem Geldautomaten einer größeren Stadt. Generell sollte Bargeld auf Reisen eher in geringer Menge in der Reisekasse sein

Geld im Urlaub abheben – nach Ländern

Ägypten

In Ägypten zahlt man mit Ägyptischen Pfund. In Ägypten sollte man das mitgenommene Bargeld in Kairo direkt am Flughafen tauschen oder später unterwegs eine der Wechselstuben aufsuchen, um dort Euro in Ägyptische Pfund zu tauschen. Die Scheine sollten in Ordnung sein, da sie hin und wieder abgelehnt werden. Besitzt man eine Kreditkarte, sollte man sich im Vorfeld über die anfallenden Gebühren informieren und anderenfalls, um Geld im Urlaub abzuheben, eine kostenlose Reisekreditkarte anschaffen. Generell werden in Ägypten Visa und Mastercard Kreditkarten anerkannt.

Angola

Die Landeswährung von Angola ist der Kwanza. US Dollar werden teilweise auch als Zahlungsmittel akzeptiert. In Angola ist es üblich, dass mit Bargeld gezahlt wird. Weder mit Kreditkarten noch Travellerschecks kommt man hier weiter. Nur einige internationale Hotels akzeptieren die Kreditkartenzahlung. Um Bargeld im Land vorrätig zu haben macht es Sinn US Dollar mit einzuführen und vor Ort bei Banken und auf der Straße bei entsprechenden Händlern zu tauschen.

Argentinien

Der Argentinische Peso ist die Landeswährung in Argentinien. Außerdem ist es teilweise möglich mit US Dollar zu zahlen. Neben dem Tauschhandel auf der Straße (nicht zwingend zu empfehlen) kann man sein Geld bei den offiziellen Banken tauschen. Hier sind die Wechselkurse allerdings nicht sehr günstig. Auch wenn man mit US Dollar zahlen möchte muss man in den Läden damit rechnen zuviel zu zahlen. Und selbst für die Abhebung mit einer Kreditkarte berechnen die Banken vor Ort eine Gebühr, die zusätzlich zur Gebühr der Hausbank in Deutschland hinzu kommt. Um wenigstens die Gebühr in Deutschland zu sparen, empfehlen wir die Anschaffung einer kostenlosen Kreditkarte für das Ausland. Zusätzlich lohnt sich eine zweite Kreditkarte, da die Abhebungsverträge pro Kreditkarte oft auf einen bestimmten Betrag limitiert sind.

Australien

In Australien zahlt man mit dem Australischen Dollar. Es lohnt sich die Dollar in Australien umzutauschen, denn sort ist es meistens günstiger als bei der eigenen Bank in Deutschland. In Australien ist es verhältnismäßig einfach Geld am Geldautomaten abzuheben. Flächendeckend findet man die Automaten und kann im Zweifel schnell an einen gelangen. Die Zahlung von Einkäufen, Mietwagen und Co. ist in Australien recht einfach, mit Visa oder Mastercard kann man fast überall zahlen. Üblich sind hier bis zu 2 Prozent Gebühren, die auf den Betrag erhoben werden. Bargeld mit der EC Karte oder der kostenlosen Kreditkarte abzuheben ist hier die bessere Lösung. Die Deutsche Bank bietet hier sogar eine EC Karte an mit der man in Australien kostenlos Geld an den Automaten der Westpac abheben kann.

Bangladesh

In Bangladesh zahlt man mit Taka. Empfehlenswert ist es seine Taka gleich bei der Ankunft in Dhaka in einer Wechselstube zu tauschen, um entsprechendes Bargeld in der Tasche zu haben. Wer es noch entspannter mag, der hebt sein Geld einfach direkt am Flughafen oder in den Großstädten bei einem der Geldautomaten bei der Dutsch-Bangla Bank, Pubali Banl, BRAC Bak oder Standard Charterd Bank ab. In Bangladesh sollte man in jedem Fall auf die Visa-Karte setzen, da nicht jede Mastercard anerkannt wird. Außerdem sollte man darauf achten, dass die Hausbank keine Gebühren für die Geldabhebung im Ausland verlangt. Gute Karten bieten die DKB und Comdirect an.

Belgien

Die Landeswährung in Belgien ist genau wie in Deutschland der Euro. Das macht die Reise nach Belgien sehr entspannt. Geld braucht nicht gewechselt werden. Geldautomaten sind in Belgien ausreichend vorhanden und mit allen gängigen Karten: Visa, Master, EC und Vpay bekommt man Geld im Urlaub in Belgien. Fremdgebühren für das Abheben von Geld gibt es hier nicht. Die einzigen Kosten, die entsehen können sind die, die die eigenen Bank in Deutschland festgelegt hat. Bis zu 5 Euro pro Abhebung können das sein. Am besten beschafft man sich eine kostenlose Kreditkarte mit der man kostenlos Bargeld abheben kann. Die bargeldlose Zahlung der Einkäufe ist gebührenfrei. Mit Kreditkarte oder EC Karte kann man in Einkaufsmärkten entspannt mit EC Karte zahlen.

Bhutan

Die offizielle Währung in Bhutan ist der Ngultrum. Im Land wird mit Bargeld gezahlt, weshalb es unbedingt notwenig ist direkt am Flughafen Euros in Bargeld zu tauschen. Nur wenige Hotels bieten die Zahlung mit Kreditkarte an. Dafür kommt man in Bhutan mit Travellerschecks weiter.

Bolivien

Der Boliviano ist die Landeswährung Boliviens. Zusätzlich kann man in Bolivien auch mit US Dollor zahlen. In Boliven empfielt es sich Bargeld dabeizuhaben. Dabei lohnt es sich statt Euro lieber US Dollar mitzunehmen, da hier der Wechselkurs besser ist. Entweder führt man US Dollar zum Tauschen in Wechselstuben oder bei den Händlern auf der Straße mit. Zur eigenen Sicherheit sollte man bei den Straßenhändlern nur kleinere Summen tauschen. Ich empfehle den Bargeldbedarf gleich am Flughafen abzuheben. Sowohl Kreditkarten Visa und Mastercard als auch die Maestro Karte funktionieren hier. Auch in Großstädten findet man die Geldautomaten. Um die Gebühren zu sparen lohnt es sich über eine kostenlose Reise Kreditkarte nachzudenken bei der Abhebungen im Ausland kostenlos sind. Im ländlichen Raum sollte man auf jeden Fall Bargeld dabeihaben.

Botswana

Die offizielle Währung in Botswana ist der Pula. Auch US Dollar werden in Botswana akzeptiert. Wenn man in Botswana einreist muss man angeben wieviel Geld man mit ins Land hereinbringt. Genausoviel Geld darf man bei der Ausreise wieder mitnehmen. In Botswana ist es nicht zwingend notwendig Pulas zu tauschen, da sich große Teile der Reise im Vorfeld bezahlen lässt. Sollte man doch Geld benötigen, dann ist es vor Ort in den großen Städten möglich mit einer Visa Karte Bargeld abzuheben oder in den Wechselstuben Bargeld zu tauschen. Am besten besorgt man sich im Vorfeld eine kostenlose Kreditkarte, um die Auslandgebühren zu umgehen. Nach wie vor erheben hier einige Banke hohe Gebühren, die nicht sein müssen.

Brasilien

Offizielle Landeswährung in Brasilien ist der Brasilianische Real. Sobald man gelandet ist, kann man am Flughafen seine mitgebrachten Euros in die Landeswährung tauschen. Wer sich besser fühlt und die Sicherheit braucht, der kann auch bei den Banken in Deutschland Brasilianische Reals eintauschen und gleich mitnehmen. Oder für den Bargeldbedarf US Dollar einpacken, um diese vor Ort zu tauschen. Grundsätzlich ist man in Brasilien gut beraten sowohl Bargeld als auch Kreditkarte dabei zu haben. Hier lohnt es sich über eine Kreditkarte ohne Auslandsgebühren nachzudenken. Vor Ort hebt man seinen Geldbedarf einfach bei einem der Geldautomaten in Brasilien ab – das ist deutlich günstiger vom Wechselkurs. In Ballungscentren findet man die Geldautomaten flächendeckend. Visa, Mastercard und Maestro Karte werden hier anerkannt – allerdings ist nicht jeder Geldautomat für internationale Karten ausgelegt. Am besten beraten ist man mit der Citibank Brasil oder HSBC, die zusätzlich sicherer sein sollen als andere Banken.

Chile

Offizielle Währung in Chile ist der Chilenische Peso. In Chile kann man bei Banken oder auch in Wechselstuben Geld tauschen, allerdings sollte man beachten, dass diese nicht überall verfügbar sind. Bevor man sich also auf den Weg in ländlichere Regionen macht, sollte man sich entsprechend mit Bargeld ausstatten. Meine Empfehlung: Gleich am Flughafen in Santiago Geld abheben! Hier muss man allerdings mit Fremdabhebegebühren einiger Chilenischer Banken rechnen. Bei der Banco del Estado und die Scotia Bank Chile ist dies kostenlos. Akzeptiert werden Visa, Master und Maestro Karten. Um dann auch die Gebühren der eigenen Bank zu umgehen, lohnt es sich eine Reise – Kreditkarte von der DKB oder Comdirekt Bank anzuschaffen. Hier werden keine Gebühren für Auslandsabhebungen fällig.

China

In China zahlt man mit Yuan. Wer möchte kann bereits in China seine Euros am Flughafen in Yuan tauschen. Der Kurs ist überall in China fast gleich. Insofern macht es keinen Unterschied wo man in China sein Geld tauscht. Zusätzlich lohnt es sich auf jeden Fall eine Kreditkarte ohne Auslandsgebühren anzuschaffen. Damit bekommt man in allen größeren Städten bei der Citibank China, Industrial and Commercial Bank of China sowei bei der Bank of China Bargeld. Diese akzeptieren sowohl Visa als auch Mastercard.

Costa Rica

Die Landeswährung in Costa Rica sind die Colones. Meine Erfahrung in Costa Rica ist, dass es sich lohnt direkt am Flughafen mit der kostenlosen Kreditkarte erstes Bargeld abzuheben. Auch gilt, dass es günstiger ist, sich das Geld im Inland zu beschaffen und nicht im Vorfeld bei der Bank in Deutschland. Die Verbeitung von Geldautomaten ist in Costa Rica zwar ganz gut, allerdings in Ausnahmen nicht flächendeckend gewährleistet. Gerade wenn man in ländlichen Regionen unterwegs ist. Insorfern lohnt es sich einen Vorrat an Bargeld dabei zu haben. Mitgenommene Euro kann man bei der Banco de Costa Rica, der Banco Nacional de Costa Rica bei privaten Banken z.B. Scotiabank Costa Rica oder BAC Costa Rica tauschen. Mit der Visa oder Mastercard Kreditkarte kann man in Costa Rica Geld abheben. In den großen Städten findet man ausreichen Geldautomaten, die die Kreditkarten akzeptieren.

Curacao

Auf Curacao bezahlt man mit den Antillischen Gulden. Um an diese zu gelangen lohnt es sich eine Kreditkarte mitzunehmen mit der man an den Geldautomaten auf Curacao einfach Bargeld abhebt. Visa und Mastercard werden hier akzeptiert. Man sollte darauf achten, dass durch die Nutzung der Kreditkarte keine Auslandsabhebegebühren entstehen. Dies kann man im Vorfeld mit der eigenen Bank in Deutschland klären. Die DKB oder Comdirekt Bank bieten diese kostenlose Kredtitkarten an, mit denen man im Ausland gebührenfrei Geld abheben kann. Man kann nach Curacau aber auch bereits in Deutschland gewechseltes Geld mitnehmen oder man tauscht seine Euros vor Ort bei einer Bank in Antillische Gulden oder in US Dollar um. In der Regel kommt man auch mit dieser Währung weiter.

Dänemark

Die Landeswährung in Dänemark ist die dänische Krone. In einigen Touristenorten kann man auch mit Euros zahlen, bekommt das Wechselgeld dann in dänischen Kronen zurück. Aus meiner Sicht ist es für eine Reise nach Dänemark nicht notwendig im Vorfeld Dänische Kronen einzutauschen, denn in Dänemark kann man mit EC Karte oder Kreditkarte entspannt bargeldlos zahlen. Wer möchte kann natürlich trotzdem in Dänemark in Wechselstuben oder Banken problemlos Geld tauschen. Für diejenigen, die sich mit Bargeld in der Tasche besser fühlen, bieten deutsche Banken ebenfalls den Umtausch an – meist mit Voranmeldung. Alternativ kann man mit der Mastercard, Visa und die Vpay – oder Maestro Karten in Dänemark an den Geldautomaten Geld abheben. Das ist dann deutlich entspannter und bedarf keiner großen Vorbereitung. Wer bei bei seiner Hausbank zu hohe Gebühren zahlen müsste, der sollte über die Anschaffung einer kostenlosen Kreditkarte in nachdenken. Damit werden Abhebungen in Dänemark kostenlos.

Dominikanischen Republik

Die Landeswährung in der Dominikanischen Republik ist der Peso aber auch US Dollar werden als Zahlungsmittel akzeptiert. Wer Geld tauschen möchte kann dies nur direkt vor Ort in den Wechselstuben der Hotels, in Einkaufszentren und am Flughafen. Man sollte immer nur soviele Peso tauschen wie man tatsächlich braucht, da der Rücktausch oft nur zu deutlich schlechteren Kursen möglich ist. Die andere Alternative ist das Geld an einem der zahlreichen Geldautomaten abzuheben. Je nach eigener Hausbank kann dies allerding mit hohen Gebühren einhergehen. Die sinnvollere Möglichkeit ist die Anschaffung einer Reise-Kreditkarte mit der man im Ausland gebührenfrei Geld abheben kann. Visa oder Masterkarten werden in der Dominikanischen Republik akzeptiert.

Ecuador

In Equador bezahlt man heute in US Dollar. Für Equador empfehle ich:

  1. In Deutschland US Dollar zu tauschen und direkt mitzunehmen
  2. US Dollar mit Visa, Master oder Maestro Karte direkt in Ecuador am Geldautomaten abzuheben (Vpay Girokarten funktionieren nicht)

Direkt am Flughafen oder in den größeren Städten wie Quito, Santo Domingo oder Guayaqui gibt es Geldautomaten. Equador ist ein Land wo sich zwei Kreditkarten lohnen, denn entweder findet man hier Automaten, die die Mastercard akzeptieren (Banco del Pacifico) oder Automaten, die die Visacard (Banco de Guayaquil) akzeptieren. Am besten darauf achten, dass die Kreditkarte keine Auslandsabhebegebühren verursacht. DKB oder Comdirekt bieten diese Karten an und machen meiner Erfahrung nach sehr viel Sinn.

El Salvador

In El Salvador zahlt man seit 2001 mit US Dollar. Da sich in El Salvador in allen größeren Städten Bankautomaten sind, ist es nicht zwingend notwendig größerer Bargeldvorräte mitzunehmen. Wobei sich ein kleiner Betrag natürlich immer lohnt. Diesen tauscht man entweder in Deutschland bei der eigenen Bank oder vor Ort. Sinnvoll dagegen ist die Mitnahme einer Kreditkarte. Es werden Visa und Mastercard akzeptiert. Wer bereits eine Kreditkarte besitzt, sollte vorher prüfen, ob die Bank in Deutschland Gebühren für das Abheben im Ausland erhebt. Falls das so sein sollte, lohnt es sich eine neue Kreditkarte anzuschaffen, bei der diese Gebühren nicht erhoben werden. DKB und Comdirekt bieten eine solche Kredtitkarte an.

England

Das Zahlungsmittel in England sind Pfund Sterling. Aus meiner Sicht ist es nicht notwendig bei einer Reise nach England im Vorwege Geld zu tauschen. Wer dies allerdings möchte, kann das bei seiner Hausbank erledigen. In England gibt es ein gut ausgebautes Netz an Geldoutomaten, so dass man selbst mit der Maestro-Karte vor Ort Geld abheben kann. Allerdings kann das mit hohen gebühren der Hausbank einhergehen. Das sollte man vor Abreise direkt mit der eigenen Bank klären. Um die Gebühren zu umgehen, lohnt sich die Anschaffung einer Reise-Kreditkarte, die von vielen Direktbanken kostenlos angeboten wird. Bei einigen Anbietern entfallen die Auslandsabhebegebühren.

Estland

In Estland zahlt man genau wie in Deutschland mit dem Euro. Das macht es sehr bequem nach Estland zu reisen.Außerdem ist die Dichte an Geldautomaten in Estland sehr hoch und das Geldabheben ist ein Kinderspiel. Deshalb würde ich neben einer überschaubaren Menge Bargeld eher dazu tendieren das Geld in Estland direkt abzuheben. Visa, Mastercard, Maestro und Vpay Karten funtionieren hier alle. Bei den meisten Banken fallen keine Fremdabhebegebühren an. Einzig die Gebühren ihrer Hausbank in Deutschland können ein Loch in die Reisekasse reißen. Deshalb gilt es im Vorfeld zu klären, wie hoch die Gebühren ausfallen. Ich empfehle im Zweifel immer eine kostenlose Kreditkarte der DKB und der Comdirect Bank. Hier entfallen Gebühren für das Geldabeben im Ausland. In den Geschäften kann man direkt bargeldlos mit EC- oder Kreditkarte zahlen – ganz ohne Gebühren.

Finnland

In Finland zahlt man wie in Deutschland mit dem Euro. Das macht die Reiseplanung schon im Vorfeld sehr entspannt. Am besten hebt man bei Ankunft am Flughafen in Helsinki einen Bargeld-Betrag ab. Visa, Mastercard, Maestro und Vpay Karten funtionieren hier alle. Bei den meisten Banken fallen keine Fremdabhebegebühren an. Nur die Gebühren der Hausbank in Deutschland sollte man im Vorfeld abklären. Um hohe Gebühren zu vermeiden lohnt sich die Anschaffung einer kostenlosen Kreditkarte, die keine Auslandsabhebegebühren verursacht. DKB und Comdirect Bank bieten diese an. In den Geschäften zahlt man einfach bargeldlos mit EC-Karte – ganz ohne Gebühren.

Frankreich

In Frankreich zahlt man wie in Deutschland mit dem Euro. Das macht die Reiseplanung sehr entspannt, denn man braucht sich über das Geld wechseln keine Gedanken zu machen. Am besten hebt man bei Ankunft am Flughafen z.B. in Paris das gewünschte Bargeld ab. Visa, Mastercard, Maestro und Vpay Karten funtionieren hier alle. Fremdabhebegebühren fallen bei den Banken nicht an. Nur die Gebühren der Hausbank in Deutschland sollte man im Vorfeld abklären. Um hohe Gebühren zu vermeiden lohnt sich die Anschaffung einer kostenlosen Kreditkarte, die keine Auslandsabhebegebühren verursacht. DKB und Comdirect Bank bieten diese an. Auch das Abheben von BArgeld mit EC-Karte ist je nach Bank kostenfrei. Beispielsweise hat die Deutsche Bank eine Kooperation mit BNP Paribas. Die Targobank kooperiert mit Credit Mutuel und der CIC Bank. In den Geschäften zahlt man einfach bargeldlos mit EC-Karte – ganz ohne Gebühren.

Georgien

In Georgien zahlt man mit georgischen Lari. Da es in Georgien besonders in ländlichen Regionen vorkommen kann, dass keine Geldautomaten verfügbar sind, empfielt es sich Bargeld mitzunehmen oder abzuheben. Euro und US Dollar kann man in den Wechselstuben in Georgien umtauschen. Da es hier aber manchmal zu Schummeleien in den Wechselstuben kommt, empfehle ich direkt nach der Ankunft in einer größeren Stadt wie Tiflis oder am Flughafen Bargeld am Automaten abzuheben. Visa, Master und Maestro Karten werden akzeptiert. Bei den meisten Banken fallen keine Gebühren an. Allerdings sollte man sich im Vorfeld vergewissern, dass auch die Hausbank in Deutschland keine Abhebegebühren verlangt. Wer ganz sicher sein möchte, beantragt spätestens 3-4 Wochen vor Urlaubsbeginn eine kostenlose Kreditkarte bei der DKB oder Comdirektbank. Hier entfallen Abhebegebühren.

Griechenland

In Griechenland zahlt man wie in Deutschland mit dem Euro. Das macht die Reiseplanung sehr entspannt, denn man braucht sich über das Geld wechseln keine Gedanken zu machen. Am besten hebt man bei Ankunft am Flughafen z.B. in Athen das gewünschte Bargeld ab. Visa, Mastercard, Maestro und Vpay Karten funtionieren hier alle. Fremdabhebegebühren fallen bei den Banken nicht an. Nur die Gebühren der Hausbank in Deutschland sollte man im Vorfeld abklären. Um hohe Gebühren zu vermeiden lohnt sich die Anschaffung einer kostenlosen Kreditkarte, die keine Auslandsabhebegebühren verursacht. DKB und Comdirect Bank bieten diese an. Auch das Abheben von Bargeld mit EC-Karte ist je nach Bank kostenfrei.

Guatemala

In Guatemala zahlt man entweder mit Guatemala Quetzal oder in touristischen Regionen mit dem US Dollar. Empfehlenswert ist das Geld entweder gleich am Flughafen einzutauschen oder mit Visa und Mastercard am Geldautomaten in Guatemala Geld abzuheben. Um hohe Abhebegebühren zu vermeiden, lohnt es sich eine Kreditkarte mitzunehmen, bei der keine Auslandsabhebegebühren berechnet werden. Einige Banken in Deutschland, wie z.B. die DKB oder die Comdirect Bank bieten diese kostenlos an.

Honduras

Offizielles Zahlungsmittel in Honduras ist der Honduranische Lempira. Wer Bargeld benötigt sollte US Dollar für den Umtausch mitnehmen – in kleineren Banknoten. Allerdings ist die Mitnahme von großen Bargeldmengen grundsätzlich nicht notwendig. In Honduras hat sich das Netz an Geldautomaten in den letzten Jahren sehr gut weiterentwickelt, so dass man nicht nur in absoluten Großstädten Geldautomaten findet. Hier werden Visa und Mastercard akzeptiert. Wer gebührenfrei in Honduras Geld abheben möchte, der sollte sich über eine kostenlose Reisekreditkarte informieren, denn damit reist es sich sehr bequem durch Honduras.

Indien

In Indien wird mit der indischen Rupie gezahlt. In Indien selbst kann man die Rupien in Banken und Wechselstuben eintauschen. Wobei die Wechselstuben häufig bessere Kurse anbieten. Hier sollte man die Quittung aufheben, da diese für den Rücktausch benötigt wird. Wer nach Indien Reisechecks mitnimmt, der sollte diese in US-Dollar ausstellen lassen. Der einfachste Weg in Indien an Bargeld zu gelangen ist meiner Meinung nach die Abhebung an einem der vielen Geldautomaten entweder mit EC oder Kreditkarte. Aufgrund hoher Auslandsabhebegebühren ist es sinnvoll eine kostenlose Kreditkarte anzuschaffen bei der keine Auslandsgebühren anfallen. Diese erfeuen sich immer größer werdenenden Beliebtheit unter Reisenden.

Indonesien

In Indonesien wird mit der Rupiah bezahlt. Meine Erfahrung auf Bali war, dass man am entspanntesten mit einer Kreditkarte im Gepäck reist. Theoretisch ist es auch möglich Bargeld einzuführen, um auch die Einreisegebühren am Flughafen davon zu bezahlen. Allerdings können diese Gebühren ebenfalls mit einer Kreditkarte beglichen werden. Eine EC Karte in Indonesien zu nutzen macht meiner Meinung nach weniger Sinn. Da die Abhebebeträge begrenzt sind, ist man während des Urlaubs gezwungen öfter Geld zu holen. Und das kann mit den Gebühren einer EC-Karte sehr schnell, sehr teuer werden. Die Anschaffung einer kostenlosen Kreditkarte für die Reise lohnt sich für Indonesien auf jeden Fall. Es entfallen die Auslandsabhebegebühren. Zusätzlich sollte man sich überlegen eine zweite Kreditkarte zuzulegen. Gerade auf reisen kann es passieren, dass eine Kreditkarte kaputt geht oder nicht anerkannt wird. Mit einer zweiten Karte ist man immer auf der sicheren Seite.

Irland

In Irland zahlt man sowohl mit Pfund Sterling (Britische Pfund) und auch mit Euro. Gerade in Nordirland ist das Pfund die akzeptierte Währung. Um dort zahlen zu können benötigt man britische Pfund. Diese kann man vor Ort in Banken und Wechselstuben und Banken eintauschen. Außerhalb von Nordirland ist auch die Zahlung mit EC-Karte, mit Maestro- oder Cirrus-Symbol möglich – sogar gebührenfrei. Wer sich in Nordirland befindet, der muss damit rechnen, dass die Hausbank Gebühren erhebt. Auf der sicheren Seite ist man hier mit einer kostenlosen Kreditkarte, die keine Auslandsabhebegebühren verursacht. Wenn noch 3-4 Wochen Zeit bis zum Urlaub sind, dann lohnt sich die Beantragung jetzt noch.

Island

In Island zahlt man mit isländischen Kronen. Sich im Vorfeld mit isländischen Kronen einzudecken halte ich für nicht notwendig. Es ist relativ schwierig und teuer diese vor dem Urlaub zu beschaffen. Einfacher hingegen ist es, direkt bei Ankunft am Flughafen einern ersten Vorrat an isländischen Kronen zuzulegen. Mastercard, Visa und Vpay– oder Maestro-Girokarten werden hier akzeptiert. Island ist ein Land bei dem die inländischen Banken beim Abheben eine Fremdabhebegebühr von etwa einem Euro berechnen. Zusätzlich kommen noch die Gebühren der eigenen Bank hinzu. Um diese Gebühren wenigstens zu vermeiden, lohnt es sich eine Kreditkarte anzuschaffen, die ohne Auslandsabhebegebühren auskommt. Viele Anbieter bieten diese Karten kostenlos, ohne Grundgebühren an.

Italien

Die einstige italienische Währung Lira wurde 2002 durch den Euro ersetzt. Das vereinfacht die Reiseplanung, denn man braucht sich über das Geld wechseln keine Gedanken zu machen. Am besten hebt man bei Ankunft am Flughafen z.B. in Rom das gewünschte Bargeld ab. Visa, Mastercard, Maestro und Vpay Karten funtionieren hier alle. Fremdabhebegebühren fallen bei den Banken nicht an. Nur die Gebühren der Hausbank in Deutschland sollte man im Vorfeld abklären. Um hohe Gebühren zu vermeiden lohnt sich die Anschaffung einer kostenlosen Kreditkarte, die keine Auslandsabhebegebühren verursacht. Einige Direktbanken bieten diese an.

Kambodscha

In Kambodscha zahlt man im ländlicheren Raum mit Riel oder vielfach auch mit US Dollar. In der Regel ist es einfach sich auch mit US Dollar durch Kambodscha zu bewegen. In Kambodscha gibt es in allen größeren Städten z.B. Phnom Penh, Siem Reap oder Sihanoukville, Geldautomaten an denen man sich mit Bargeld versorgen kann. Mit Visa oder MAstercard kommt man in Kambodscha sehr gut zurecht. Dabei sollte man nur darauf achten, dass man bei der eigenen Bank keine Gebühren für Auslandsabhebungen zahlen muss. Dies geht am besten mit einer kostenlosen Reise-Kreditkarte. Außerdem sollte man darauf achten, dass die Bank im Landesinneren keine zusätzlichen Gebühren verlant. Bisher ist dies nur noch bei der Canadia Bank und Union Commercial Bank der Fall.

Kanada

Die Landeswährung in Kanada ist der kanadische Dollar. Wer bei einer solchen Reise gern Bargeld dabei hat, kann in deutschen Banken Euros in kanadische Dollar eintauschen. Aber auch in den Wechselstuben in Kanada ist dies möglich – diese bieten oft fairere Kurse als die Banken an. Noch entspannter ist es in Kanada am Geldautomaten Geld abzuheben. Die Abdeckung mit Geldautomaten ist in den Ballungsräumen und Großstädten von Kanada sehr gut. Anerkannt werden Kreditkarten und Maestrokarten. V-Pay Karten werden in Kanada nicht anerkannt. Es lohnt sich im Vorfeld einmal die Gebührentabelle der eigenen Bank anzuschauen, um Zusatzkosten beim Geldabheben mit Ec- oder Kreditkarte zu vermeiden. Auf der sicheren Seite ist man mit einer kostenlosen Reise – Kreditkarte. Wer in Kanada vorhat in entlegene Gebiete zu reisen, der sollte sich vorher am Flughafen mit Bargeld eindecken, da Geldautomaten dann nicht mehr so einfach zu finden sind.

Kuba

Die Landeswährung in Kuba sind Kubanische Peso. Allerdings zahlen in dieser Währung auf Kuba nur die Einheimischen. Das ist eine Besonderheit auf Kuba. Touristen zahlen mit dem Peso convertible, der an den US Dollar gebunden ist. Manchmal ist es während der Reise in Kuba etwas schwieriger an Geld zu kommen. Deshalb macht es Sinn direkt am Flughafen mit seiner kostenlosen Kreditkarte Geld abzuheben, um entsprechend Bargeld in der Tasche zu haben. Wenn man Euros eintauscht muss man mit einer zusätzlichen Steuer rechnen. Um wenigstens die Abhebegebühren bei der eigenen Bank zu sparen, lohnt es sich deshalb eine kostenlose Reise – Kreditkarte anzuschaffen. Dabei ist besonders die Kreditkarte der DKB für Kuba geeignet. Diese funktioniert auf Kuba gut.

Laos

In Laos zahlt man mit Kip. Aber auch mit der thailändischen Währung Baht und dem US Dollar kann man hier zahlen. Bei den lokalen Läden werden in der Regel nur Kip akzeptiert. Wie in vielen Anderen Ländern ist es günstiger die Kip vor Ort zu tauschen. Dafür nimmt man am besten Euros und US Dollar mit nach Laos, da nicht in allen Wechselstuben Euros akzeptiert werden. Die Abdeckung mit Geldautomaten ist in Laos nicht überall gegeben. Automaten, die Kreditkarten akzeptieren gibt es nur in Vientiane. Bei der BCEL Bank kann man bis zu 700.000 Kip ( etwa 65 Euro) auf einen Schlag abheben. Die BCEL Bank erhebt dafür Fremdgebühren – etwa 3 Prozent auf den Auszahlungsbetrag. Damit nicht noch Gebühren von der heimischen Bank hinzukommen, sollte man sich im Vorfeld dort informieren und ggf. eine kostenlose Reise – Kreditkarte bei der DKB oder comdirekt Bank anfordern. Damit werden die Auslandsabhebungen kostenlos.

Mexiko

Die offizielle Währung in Mexiko ist der mexikanische Peso. Sowohl mit den mexikanischen Pesos als auch mit US Dollar kann man im Urlaub in Mexiko bezahlen. Meistens ist es günstiger bei der einheimischen Währung zu bleiben. In Mexiko bekommt man den besten Wechselkurs am Geldautomaten. Mastercard, Visa und Maestrokarten werden hier aktzeptiert. Vpay-Karten kann man in Mexiko nicht verwenden. Achtung: In Mexiko sollte man beim Geldabheben besonders auf Sicherheit achten. In jedem Fall sollte man seine PIN bei der Eingabe verdecken. Geldautamaten sind in Mexiko flächendeckend vorhanden. Ob HSBC und Banco Santander oder die Scotiabank und Banamex – diese findet man überall. Mit Fremdabhebegebühren bei den mexikanischen Banken muss man hier auf jeden Fall rechnen. Um wenigstens die Gebühren zuhause bei der eigenen Bank zu sparen, lohnt es sich über eine kostenlose Kreditkarte nachzudenken.

Neuseeland

Die offizielle Währung in Neuseeland ist der Neuseeland Dollar. Es lohnt sich die Dollar in Neuselland umzutauschen, denn sort ist es meistens günstiger als bei der eigenen Bank in Deutschland. Hier wird eine pauschale Gebühr verlangt. Aber in Neuseeland ist es sehr einfach Geld am Geldautomaten abzuheben. Maestro Karten und Kreditkarten werden hier akzeptiert. Flächendeckend findet man die Automaten und kann im Zweifel schnell an einen gelangen. Bargeld mit der EC Karte oder der kostenlosen Kreditkarte abzuheben ist hier die beste Lösung. Die Deutsche Bank bietet hier sogar eine EC Karte an mit der man in Neuseeland kostenlos Geld an den Automaten der Westpac abheben kann.

Niederlanden

Die Landeswährung in den Niederlanden ist genau wie in Deutschland der Euro. Das macht die Reise in unser Nachbarland sehr entspannt. Geld braucht nicht gewechselt werden. Geldautomaten sind in den Niederlanden ausreichend vorhanden und mit allen gängigen Karten: Visa, Master, EC und Vpay bekommt man Geld im Urlaub in den Niederlanden. Fremdgebühren für das Abheben von Geld gibt es hier nicht. Die einzigen Kosten, die entsehen können sind die, die die eigenen Bank in Deutschland festgelegt hat. Bis zu 5 Euro pro Abhebung können das sein. Die Zahlung der Einkäufe ist kostenlos. Mit Kreditkarte oder EC Karte kann man in Einkaufsmärkten einfach zahlen. Am besten beschafft man sich eine kostenlose Kreditkarte mit der man kostenlos Bargeld abheben kann. Die Einkäufe zahlt man am besten mit der eigenen EC Karte.

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Die beste Finca der Welt

Es gibt viele Hotel-Oscars: 10 Best Hotels in the World, die „Gold-Liste“, Hideaway des Jahres, Most Outstanding Luxury Place und wie sie alle heißen. Die Finca Cortesin spielt überall mit. Das luxuriöse Landgut bei Marbella unter deutscher Leitung darf sich „Beste Finca der Welt“ nennen. Was hat die Finca Cortesin, was andere nicht haben? Wir haben uns mal ganz genau dort umgeschaut.

Es gibt viele Hotel-Oscars: 10 Best Hotels in the World, die „Gold-Liste“, Hideaway des Jahres, Most Outstanding Luxury Place und wie sie alle heißen. Die Finca Cortesin spielt überall mit. Das luxuriöse Landgut bei Marbella unter deutscher Leitung darf sich „Beste Finca der Welt“ nennen. Was hat die Finca Cortesin, was andere nicht haben? Wir haben uns mal ganz genau dort umgeschaut

Erster Trumpf: Lage, Lage, Lage

 

Vögel zwitschern, Rosenduft liegt in der Luft, hinter grünen Hügeln blitzt das Mittelmeer auf. Ich bin auf dem Land und doch am Meer. Zwischen Marbella und Gibraltar, an der andalusischen Costa del Sol, der zu Recht ein gewisser Rummelfaktor zugesprochen wird – aber hier ist es gaaaaanz ruhig. Traumhaft ruhig. Ich stehe vor dem „Cortijo“, dem Haupthaus, der Finca Cortesin; üppige Geranien ranken vor weißen Gemäuern. Wo gibt es das schon, Finca-Atmosphäre und Beach-Gefühl in einem? Bis zum Finca-eigenen Beach-Club am Strand von Cesares hinunter sind’s nur 1,5 Kilometer, die schafft man auch zu Fuß. Das Ganze eingebettet in einen mega-gepflegten 18-Loch-Golfplatz, wo schon mehrfach die legendären Volvo-Weltmeisterschaften stattfanden. Trotzdem ist sich Golftrainer Ricardo nicht zu schade, mir als Anfängerin ein Training zu geben; Eimer voller Bälle warten auf meinen Abschlag.

Im Auto brauchen wir nur zwanzig Minuten bis zur munteren Nachbarin Marbella mit ihren weißen Gassen, wo sich schon die Windsors und Obamas vergnügten und gerade ein Comeback mit jüngerem, „Normal“-Publikum eingeläutet wird. Auch das Sherry-Paradies Jerez de La Frontera liegt weniger als eine Autostunde entfernt von der Finca Cortesin. Michelle Obamas Foto steht in einigen Schaufenstern Marbellas; die Leute lieben sie hier. Ich höre diskrete Jauchzer wohlerzogener Kinder, die sich den Pool des berühmten Marbella Clubs stürzen, 1947 von Alfonso von Hohenlohe im Auftrag seines Vaters Maximilian von Hohenlohe gebaut. Lebemann Alfonso (der Ex von Ira von Fürstenberg) hat das Promi-Konzept Marbella quasi erfunden; eine Büste erinnert an den 2003 Verstorbenen. In der Altstadt lockt die weiß-gelb getünchte „La Encarnacion“ Brautpaare aus aller Welt; ein fröhlicher Schneider, der ebenfalls Andrea heißt, bestickt eine Schürze mit meinem Namen. Marbella ist lockerer als gedacht

Die 3 Geheimnisse der Finca Cortesin

Fackeln schimmern im Abendlicht, Romantik XXL. Was macht die Finca Cortesin so speziell, dass Reiseexperten von Condé Nast sie zum schönsten Landgut Spaniens und der besten Finca der Welt kürten? Das Raumwunder des 5-Sterne-Anwesens ist überall spürbar: in den üppig gepflegten Gärten wie an den riesigen, aber dennoch lauschigen vier Salzwasserpools, einer davon innen. Mein Urteil nach ein paar Tagen Die Finca hat drei Geheimnisse – Privatsphäre, Understatement UND ein Mega-Angebot: „Unser Luxus ist die Herzlichkeit, bloß keine Arroganz“, sagt mir der deutsche Generalmanager René Zimmer beim Spaziergang über das rund 215 Hektar Quadratmeter große Landgut – viel, viel Platz für Urlauber in 67 Suiten und sechs Villen. Mal gibt man sich rustikal, mal pompös, irgendwie passt alles zusammen.

 

Ich schnuppere an manikürten Spalieren rosafarbener Pompón Villa de Paris. Alles ist nicht nur tipp-top, sondern wirkt wie ein privater Familiensitz – allerdings mit Freizeitfaktor wie ein großes Hotel: Drei Restaurants, japanische Sterneküche, die Kunst-Galerie Javier López, in der auch angesagte Blattmotive gezeigt werden. Dazu kommt eine fast Zen-gleiche Konzentration auf die individuellen Anliegen des Gastes. Ein Pärchen sitzt am Brunnen im Klostergang – ungestört. Hier bin ich keine Nummer, aber werde auch nicht künstlich herum hofiert. Man behandelt mich eher wie ein gute alte Freundin – alles geht, nichts muss.

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Zwischen Orient-Lounge und Klostergang


Englische Blumentapeten und Vorhänge im gleichen Muster.
Eine der Alhambra nachempfundene Veranda mit Orientkissen. Ein klösterlicher wirkender Kreuzgang. Natursteinböden. Antiquitäten aus ganz Europa, zusammen getragen von Innenarchitekt Pinto Coelho. Eine Bar wie ein feiner Pub, wo britischer Humor, spanische Gelassenheit und deutsche Neugier eine fröhliche Symbiose eingehen. Was ein überladener Mix sein könnte, ist auf der Finca Cortesin in Architektur und Design geschmackssicherer kombiniert. 2009 wurde das Anwesen von einer Geschäftsfamilie aus Madrid im palastähnlichen, andalusischen Stil gebaut: ein Neubau mit der Seele eines traditionellen Anwesens. Finca heißt „ländliches Anwesen“ auf Deutsch; ob einfach oder schick ist dem Besitzer überlassen. Zimmer gibt’s auf der Finca Cortesin erst gar nicht, sondern ausschließlich lichtdurchflutete, Schnickschnack-freie Suiten mit Terrassen oder Garten, 50 bis 180 Quadratmeter groß, in denen Sisalteppiche auf Steinböden liegen. Mein Reich besteht aus 2 großen, hellen Räumen (80 qm), mit einem fast ebenso großen Marmorbad und Ankleidezimmer – letzteres mit einer weiß-karierten Biedermeier-Bank, was sonst, damit ich entspannt meine Riemchen-Sandalen schließen kann. Es sind, bei allem Luxus, solche Kleinigkeiten, die Reisende glücklich machen.

Endlich mal: ein Spa ohne Allüren!

 

Kennen Sie das Gefühl, im viel zu weiten Hotelbademantel einen Spa zu betreten und unter den prüfenden Blicken des Personals praktisch zur Salzsäure zu erstarren? Nothing like that auf der Finca Cortesin. Unterkühlt geht’s hier nur in der zur Sauna gehörenden Schneegrotte zu, der einzigen Spaniens übrigens. Im Eingang sind Herrenshorts wie Kunst ausgestellt. Clever: Welcher Mann braucht keine neue Badehose? Die Devise der unprätentiösen Spa-Chefin Anna Gutierrez aus Granada: „Immer entspannt bleiben.“ Sie war vorher Chefin im Six Senses Spa in der Dominikanischen Republik und erklärt mir: “Bei uns ist nichts standardisiert.“ Eine Handvoll Spitzentherapeuten aus aller Welt darf, ja soll, eigenen Stil zelebrieren. Ayurveda-Masseuse Tarifa Mahajamege, 40, aus Sri Lanka, ist ein Urgestein, keine weichgespülte Beauty Puppe. Ich höre sie kräftig atmen bei der Behandlung. Es gibt u.a. Tata Harper-Produkte, die hippe Öko-Kosmetik aus den USA.

“Mein Liebling ist die Drei-Bäder-Lösung”

Mein Liebling ist die Drei-Bäder-Lösung. Ein Bereich für Frauen, einer für männliche Gäste und einmal Unisex, jeweils mit komplettem Sauna-Dampfbad-Set, alles in hellem Holz. Die Krönung des derzeit wohl angesagtesten Wellnesspalast der Costa del Sol ist der 25-Meter-Indoorpool in einem verspielt-gläsernen Gewächshaus mit sechs Metern Deckenhöhe – was für ein Kontrapunkt zu den leider oft üblichen Spa-Verliesen im Basement der Luxushotellerie! Ich schwimme wie ein Weltmeister, das salzige Wasser scheint mich schneller über die Bahnen zu tragen.

Einmal Lobster-Paella mit Champagner, bitte!

 

Wenn echte Feinschmecker nicht meckern, muss es gut sein. 75 Sorten Champagner, Lobster-Paella & Austernsülze. Das Küchenwunder der Finca hat Küchenchef Lutz Bösing aus Aachen zu verantworten. „Ich bin kein Freund von Fusion“, erzählt mir der bodenständige Bösing, der seit 30 Jahren in Spanien kocht: „Jede Spezialität muss für sich wirken.“ Auf der Finca Cortesin gibt es 3 Top-Restaurants, das italienische Don Giovanni, das spanische El Jardin de Lutz und Kabuki Raw, geleitet vom jungen baskischen Chef Luis Olarro, der dafür seinen ersten Michelin-Stern mit 28 Jahren einkassierte. Mal im Haupthaus, mal in Nebengebäuden untergebracht, bummelt man voller Neugier und Appetit von einem zum anderen und kann Dinge essen, die man noch nie im Leben probiert hat.

Gambas-Ceviche und Rinderravioli mit Nüssen etwa, beim Italiener Farmspiegeleier mit Trüffel, beim Japaner wechselndem Champagner zu jedem fein getunten Gang mit exotischen Leckerbissen wie Aprikosen-Meerasche in Tempura oder einer 24 Stunden geschmorten Wagyu-Rippe. Doch glücklich machte mich auch eine Kleinigkeit beim Frühstück (selbstverständlich nicht als Büffet sondern à la Carte serviert): Joghurt-Mousse, ein seidenweicher Traum. Ich brauchte es nur einmal zu erwähnen, genauso wie meine Liebe zu den knackigen Mini-Sardinen, schon fand ich abends ein handgeschriebenes Rezept von Lutz auf dem Kopfkissen. Soviel sei verraten: für die Joghurt-Mousse Gelatine, Mineralwasser und einen Siphon benutzen. Und die Sardinen werden besonders knusprig, wenn man sie vor dem Panieren durch Essig zieht.

„Wir führen nicht einmal ein Gästebuch“

 

Illustre Gästenamen könnte man aufzählen. Deutsche Adels-Gesichter, die mir bekannt vorkommen, sehe ich schon beim Frühstück auf der Sonnenterrasse, beschattet von knorrigen Olivenbäumen, aber auch den Kleinunternehmer mit Gattin aus Detmold und eine spanische Großfamilie aus dem nahen Barcelona. „Doch wir führen nicht einmal ein Gästebuch“, betont der deutsche Generalmanager René Zimmer; Diskretion ist Ehrensache. Der 46-Jährige, der bereits im Grand Hotel von St. Petersburg und im edlen La Residencia von Mallorca tätig war, wurde mehrfach unter die 10 besten deutschen Hoteliers im Ausland gewählt. Der schlanke Bautzener führt das spanische 5-Sterne-Landgut mit entspannter Hand – zumindest wirkt es so nach außen. Die Gäste, so erzählt er mir, kämen aus aller Welt, von den britischen Inseln, ein knappes Drittel aus Deutschland und aus Spanien und Amerika. Ein Drittel kommt zum Golfen. Und es bleibt ungesagt, aber es ist klar: Wenn ein Mann gut essen, die Frau relaxen und vielleicht in Marbella shoppen will, beide ihre Ruhe haben wollen und der gemeinsame Nenner lässiger Luxus ist – dann könnte das märchenhafte Landgut der absolut perfekte Urlaubsort sein.

Was hatte ich auszusetzen an der „Besten Finca der Welt“? Eigentlich nichts, außer natürlich, dass ein Besuch nicht vom Taschengeld zu bezahlen ist. Sterneküche, Perfektion und Liebe zum Detail haben nun mal ihren Preis. Aber eins ist auch klar: Es gibt bezahlbaren und unbezahlbaren Luxus – und letzterer kann natürlich auch ein Glas Wein und Oliven mit dem Liebsten auf der einfachsten Finca der Welt sein…

Tipps & Informationen

Finca Cortesina lageAnreise: Auf einem Areal von 215 Hektar im Süden Spaniens zwischen Marbella und Sotogrande liegt die Finca Cortesin, ein 5-Sterne-Landhotel mit Golf & Spa, sowie eigenem Strand mit Beachclub. Vom Flughafen Malaga ist sie in ca 50 Minuten zu erreichen

Saison: Die Finca Cortesin ist ganzjährig geöffnet, geschlossen nur vom 8.-21. Januar 2019.

Spa: Für Fincagäste frei, Tagespass für externe Besucher 100 Euro, mit einer Wellness-Behandlung 35 Euro. Massagen 50 Min. ab ca 150 Euro

Preise: Mit Hin- und Rückflug nach Malaga, Privattransfers vom Flughafen zur Finca und zurück, drei Übernachtungen in einer Junior Suite / Frühstück beispielsweise ab 1.375 Euro pro Person über airtours. Ansonsten liegen die Preise ab 585 Euro pro Nacht und Suite (für zwei Personen mit Frühstück) bis 8.800 Euro pro Nacht für die teuerste Villa

Restaurants: Im italienischen „Don Giovanni“ der Finca Cortesin Vorspeisen ab 11 Euro, Pasta ca 15 – 30 Euro, Hauptspeisen ca 25 – 35 Euro. Im spanischen El Jardin de Lutz Vorspeisen um 25 Euro, Hauptspeise ca 35 – 45 Euro. – Im „Kabuki Raw“ mit einem Michelin-Stern Menü ab 140 Euro.

Hinweis in eigener Sache: Die Reise für diesen Beitrag wurde zum Teil unterstützt von Veranstaltern, Hotels, Fluglinien und/oder Tourismus-Agenturen. Wir legen sehr großen Wert auf eine unabhängige und neutrale Berichterstattung, daher sind die Meinungen, Eindrücke und Erfahrungen der jeweiligen Autoren ihre eigenen.
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Kreuzfahrt auf der Seine

Paris ist Anfangs- und Endstation einer ungewöhnlichen Flusskreuzfahrt mit der „MS Seine Comtesse“ von Nicko Cruises, die uns auf den Spuren der Impressionisten und des Lichts durch die Normandie bis an den Ärmelkanal führt. Claude Monets Gemälde sind ebenso betörend wie seine Motive in der freien Natur. Jahrzehnte war der Maler von den Seerosen in seinem japanischen Garten fasziniert. Auf unserer Reise werden wir einige weitere Stationen seines Wirkens kennenlernen.

Paris ist Anfangs- und Endstation einer ungewöhnlichen Flusskreuzfahrt mit der „MS Seine Comtesse“ von Nicko Cruises, die uns auf den Spuren der Impressionisten und des Lichts durch die Normandie bis an den Ärmelkanal führt. Claude Monets Gemälde sind ebenso betörend wie seine Motive in der freien Natur. Jahrzehnte war der Maler von den Seerosen in seinem japanischen Garten fasziniert. Auf unserer Reise werden wir einige weitere Stationen seines Wirkens kennenlernen.

Logenplatz an der Seine


Paris, die Stadt der Liebe
, lebt bis heute von ihren Klischees. Vielleicht oder gerade deswegen kehrt dieses Gefühl vom savoir vivre sofort zurück, als ich sie nach langer Zeit aufs Neue für mich entdecke. Auch die Touristen sind nach den Terroranschlägen wiedergekommen. Doch etwas ist anders: Die einst abgasgeschwärzten Jugendstilfassaden privater Bauten und öffentlicher Sehenswürdigkeiten sind in den letzten zehn Jahren gereinigt worden, leuchten hell in ihrer ursprünglichen Kalksandsteinfarbe – beschützt werden sie und die Besucher jetzt von schwer bewaffneten Polizisten.


Wir gehen in Paris gegenüber dem weitläufigen Citroen-Park, eine der vielen grünen Lungen der Hauptstadt, an Bord unseres schwimmenden Hotels. Bei der Ankunft am Anleger erwartet uns eineÜberraschung: eine unkonventionelle Outdoor-Gastronomie, zu der auch ein altes Party-Schiff mit nostalgischem Flair gehört.In den Sommermonaten pulsiert dort besonders abends das Leben bei Musik und Tanz unter freiem Himmel. Das Bier und die Pizza sind lecker, und die Hauptstadt-Preise durchaus bezahlbar.

 

Kostenfrei für uns ist ein Logenplatz auf dem Sonnendeck der „MS Seine Comtesse“ mit Blick auf dieses bunte Spektakel und den 1889 erbauten Eiffelturm: Mit Einbruch der Dunkelheit können wir bei einem kühlen Drink die allabendliche Illumination des stählernen Riesen mit seinen 20.000 blinkenden Lichtern genießen.

Besuchermagnet Montmartre

 

Ein absolutes Muss in Paris ist der Besuch des 130 Meter hohen Montmartre-Hügels und der Basilika SacréCœur mit ihren Mosaiken. Von dorthat man den schönsten Blick auf die Metropole. Das kleine Dorf kam durch Maler wie Vincent von Gogh, Toulouse Lautrec und Picasso im 19./20. Jahrhundert zu Ruhm und wurde zum Künstler- und Vergnügungsviertel. Auch heute noch arbeiten auf dem Place de Tertre die Maler unter freiem Himmel. Besucher schieben sich durch die engen Gassen, Stadtführer warnen ihre Gäste vor Taschendieben und Hütchenspielern.

Aber es gibt auch durchaus charmante Ecken, wie z. B. das Musée de Montmartre mit Blick auf die versteckten Weinberge, das Dalí Museum und die letzten zwei verbliebenen Windmühlen von zwölf. Nicht zu vergessen am Platz Marcel Aymé die Skulptur von „Ein Mann geht durch die Wand“. Die Figur ist einer Novelle des französischen Schriftstellers Marcel Aymé entstiegen, die 1959 mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle verfilmt wurde.


Seine – Ein windungsreicher Fluss

kreuzfahrt auf der seine

Kreuzfahrt auf der Seine mit der MS Seine Comtesse. (Fotos: Liane Ehlers)

Nur 13 Kilometer fließt die Seine, die aus Burgund kommt, durch die Hauptstadt, bevor sie sich mäandernd – ähnlich der Mosel – durch die bezaubernde Landschaft der Normandie bis zum Ärmelkanal ihren Weg bahnt. Auf ihrer Fahrt bis ans Meer muss die „MS Seine Comtesse“ sieben Schleusen passieren. Die letzte befindet sich vor Rouen, wo die Seine vorübergehend ihren jungfräulichen Charme verliert. Aus dem lieblichen, schmalen Fluss mit unberührten Wäldern, grünen Ufern und bizarren Kalk-Sandstein-Felsen, die sich im Wasser spiegeln, wird dort bis zum Ärmelkanal ein breiter Strom, den auch 100.000-Tonnen-Tanker befahren können.

Rouen und Jeanne d’Arc

 

Rouen, die wohlhabende Hauptstadt der Normandie, ist ein gotisches Freilichtmuseum mit mehr als 800 Baudenkmälern, rund 100 Kirchtürmen, wunderschönen Fachwerkhäusern, banalen Nachkriegsbauten und Industriekränen an der Seine. Auf dem alten Marktplatz wurde Frankreichs Nationalheldin Jeanne d’Arc 1431 auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Der 1920 Heiliggesprochenen ist eine eigene Kirche gewidmet. Auf der Vorderfront von Rouens Kathedrale, die Claude Monet in 33 Variationen gemalt hat, ist allabendlich bis zum 22. September mit Einbruch der Dunkelheit ein farbenfrohes, mittelalterliches Lichtspektakel zu sehen, das man sich unbedingt anschauen sollte.

Honfleurs Fischerhäuser

 

Giverny, Honfleur und Étretat sind weitere Wirkungsstätten von Claude Monet, die wir besuchen. Honfleur im Département Calvados mit seinem alten Hafen, in dessen Wasserbecken sich die schmalen Fischerhäuser spiegeln, ist ein bezauberndes Küstenörtchen, wo im 19. Jahrhundert junge Maler den Impressionismus erfanden. Eine besondere Attraktion von Honfleur ist die Kirche Sainte Catherine aus dem 15. Jahrhundert. Sie wurde von Schiffszimmerleuten ganz aus Holz gebaut. Der Wochenmarkt bei der Kirche ist der ideale Platz, die Normandie kulinarisch zu entdecken.

ÉTRETATS FELSENKÜSTE

 

Im kleinen Seebad Étretat – mit einem Ortskern wie eine Puppenstube – versteht man beim Anblick der Kreidefelsen und der drei majestätischen Felsentore sofort, warum nicht nur Claude Monet und Edgar Degas hier im Freien ihre Staffeleien aufstellten. Der Golfplatz von Étretat bietet einmalige Panoramablicke auf das Meer und die Klippen. Der Wanderweg GR21 führt entlang der Alabasterküste von Le Havre über Étretat bis nach Le Tréport.

Monets magisches Gartenreich

 

Auch wenn sich an diesem Vormittag unzählige Besucher in wohlgeordneten Gruppen durch die beiden Gärten von Claude Monets paradiesischem Idyll bewegen: Das Anwesen in Giverny, wo der Mitbegründer des Impressionismus von 1883 bis zu seinem Tod im Jahr 1926 mit seiner Familie in einem rosafarbenen, großen Landhaus mit grünen Fensterläden lebte, gehört zu den Höhepunkten dieser Reise und ist ein absolutes Muss mit magischen Momenten. Mit dem Garten in Giverny hat der Maler ein lebendes Gemälde geschaffen.

Nicht nur die Herzen von Gartenliebhabern schlagen höher, wenn sie diese Farbenbracht, das Spiel von Licht und Schatten sehen. Und weil Monet es so wollte, blüht der vor dem Haus angelegte Ziergarten „Clos normand“ das ganze Jahr über. Der von Bambus und Weiden umgebene japanische Wassergarten mit Seerosenteich, weißen und rosa Blüten, blauen Wasserlilien und der grünen japanischen Brücke kam erst später hinzu. Ihn hat Monet zu allen Jahreszeiten in vielen Facetten auf Leinwand festgehalten. Zu Monets Zeiten pflegten sechs Gärtner das riesige Areal, heute sind es ein Dutzend.

Die Burg von Richard Löwenherz

 

Unsere Reise auf den Spuren der Impressionisten ist immer auch eine Reise in Frankreichs ruhmreiche Vergangenheit. Über dem Fachwerkstädtchen Les Andelys, das malerisch in einer Flussbiegung liegt, thront auf den Kalksteinklippen im warmen Licht der Abendsonne die Ruine des Château Gaillard. König Richard Löwenherz ließ die Burg im 12. Jahrhundert errichten. Über Kirchengeschichte und Klosterleben erfahren wir etwas in der romanischen Abtei von Jumièges, der schönsten Ruine Frankreichs und der spätromanischen Dominikanerabtei St. Martin de Boscherville.

Reiseinformationen in Kürze

Anreise: Die Anreise kann über Nicko Cruises dazu gebucht werden. Individuell: Anreise mit der Bahn nach Paris Gare du Nord, von dort mit der Metro nach Javel-André Citroën. Flug mit Air France von Deutschland nach Paris Charles de Gaulle. Vom Airport mit TGV und Metro (ca.14 Euro/Pers.) oder mit dem Taxi (55 Euro) nach Javel – André Citroën. Wenn man aus dem Flughafen rauskommt nach links abbiegen, dort stehen die Taxen mit dem Festpreis.

Das Schiff: Die „MS Seine Comtesse“ ist 114,3 m lang und 11,4 m breit. Sie kann 150 Passagiere aufnehmen. Die Kabinen (11-14 m²) sind stilvoll und komfortabel, mit individuell regulierbarer Klimaanlage, Dusche/WC, SAT-TV, Haartrockner und Safe eingerichtet. Es gibt ein Sonnendeck mit Sonnensegeln. Im Panorama-Restaurant finden alle Gäste zu einer Mahlzeit Platz.

Reiseliteratur: „Normandie“, Klaus Simon, Dumont, 120 S., 11,99 Euro; „Paris“, Gabriele Kalmbach, Dumont, 120 S., 11,99 Euro.

Werbung, da Orts- und Markennennung / Anmerkung der Redaktion: Die Reise erfolgte auf Einladung

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Rom ganz ohne Petersdom und Trevibrunnen

Rom ist bekanntlich eine der grandiosesten Städte, die man als kultur- und lifestyleverliebter Mensch besuchen kann. Doch die Stadt auf sieben Hügeln birgt auch einige Touristenfallen. Hier kommen die Dos and Don’ts für individuelle Rom-Entdecker.

Rom ist bekanntlich eine der grandiosesten Städte, die man als kultur- und lifestyleverliebter Mensch besuchen kann. Doch die Stadt auf sieben Hügeln birgt auch einige Touristenfallen. Hier kommen die Dos and Don’ts für individuelle Rom-Entdecker.

„Unsere Straßen sind schon sehr, sehr alt“

„Unsere Straßen sind schon sehr, sehr alt“, entschuldigt sich Fabrizio, der mit seinem grau melierten Lockenkopf und dem klassischen Profil wie die lebendige Version einer antiken Statue daherkommt. Mit schnellen Handbewegungen und charmantem Grinsen rückt er den kleinen Bistrotisch zurecht, der auf dem römischen Holpersteinpflaster beständig hin- und herklappert und den Café in den dickwandigen Tassen wie auf hoher See zum Schwappen bringt.

 

Ja, Roms Straßen mit den blank polierten Sanpietrini-Steinen sind tatsächlich alt – vieles in der ewigen Stadt ist alt, sehr alt sogar. Einiges ist deshalb von unschätzbarem Wert.  Anderes zeigt diese unverwechselbare charmante Patina, die diese Stadt so liebenswert macht und die Scharen von Touristen anzieht, die all die ikonischen Hinterlassenschaften der Antike, Renaissance und des Barocks bewundern wollen und es gleichzeitig genießen, sich beschwingt wie die Römer durch die Tage treiben zu lassen.

 

Die gute Nachricht: Es ist kinderleicht, den Touristenströmen zu entgehen, denn Rom bietet eine derartige Fülle an weltweit gefeierten Attraktionen, dass viele grandiose Sehenswürdigkeiten in die zweite Reihe rücken und schon fast ein Nischendasein führen. Ein paar Gassen jenseits der ganz großen Touristenshow, im Stadtviertel nebenan oder am Abend, wenn die Reisegruppen abgezogen sind, zeigt die Stadt wie eh und je ihren Zauber.

Ein Leben reicht wohl nicht aus, um all die geheimen Ecken, versteckten Plätze, Cafés und Restaurants zu entdecken, die Rom zu bieten hat. Doch ein paar Ratschläge kann man schon beherzigen, wenn man Rom jenseits der touristischen Schwergewichte erleben möchte. Wo sollte man wohnen, wo den Café oder die Pasta einnehmen, welche Stadtteile besuchen und von welchem Hügel den Sonnenuntergang bewundern? Prego! Hier geht’s zu den Tipps für entdeckungsfreudige Individualisten.  

Trastevere – Genießer wohnen „jenseits des Tiber“

Ganz klar: Am besten wohnt man in Rom in Trastevere, diesem fast dörflichen, mittelalterlich-malerischen Viertel mit den kleinen Gassen, unzähligen Restaurants, coolen Bars und kleinen Shops. Vom Mini-Antiquariat bis zur hippen Boutique. 

 

Von Großstadt-Hektik keine Spur. Wer hier lebt, ist Genießer. Morgens schlappen die Römer zum Brötchen holen, mittags genehmigen sie sich ihre Pasta samt kühlem Weißwein in einem Straßenbistro und abends warten sie geduldig vor den angesagten Restaurants, bis irgendwo ein Minitischchen frei wird. Wer Rom wie die Einheimischen erleben möchte, ist hier goldrichtig. Nur die großen Plätze wie den Piazza Santa Maria sollte man meiden, wenn man nicht in einem überteuerten Touristenladen landen möchte. Besser man schaut nach einer versteckten Gasse. Dort sind die Atmosphäre perfekt, die Antipasti, Filetti und Spaghetti hervorragend und die Preise moderat.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, geht schon tagsüber vorbei und reserviert einen Tisch. Für die Übernachtung kann man sich eine Airbnb-Unterkunft suchen, dann ist man mittendrin. Auch logistisch liegt Trastevere, was übrigens „jenseits des Tiber“ bedeutet, ideal. Das historische Zentrum ist zu Fuß gut erreichbar. Oder man fährt für kleines Geld mit der Straßenbahn der Linie 8 zum Piazza Venezia beziehungsweise nimmt ein Taxi, was ebenfalls preislich akzeptabel ist. Aber Achtung: Nur mit eingeschaltetem Taxameter fahren oder den Preis vorher ausmachen. Wie in vielen Metropolen sind auch in Rom Halsabschneider unterwegs.

Sonnenuntergang – am schönsten vom Hügel

In Rom scheint es mehr Verliebte zu geben als anderswo auf der Welt. Überall schlendern Pärchen eng umschlungen durch die Gassen und sitzen Händchen haltend auf Brückengeländern oder Brunnenmauern. Noch größer wird die Verliebtenquote in den romantischen Abendstunden, die man am besten auf einem Hügel verbringt.

 

Den schönsten Sonnenuntergang erlebt man auf dem Monte Pincio, den man von der Piazza del Popolo über einen imposanten Treppenaufgang erklimmen kann. Der Blick auf den Platz mit dem Obelisken, auf den Tiber und den Petersdom ist grandios. Von dort kann man auf einem Höhenweg zur Villa Medici schlendern und erreicht wenig später die Kirche Trinità die Monti oberhalb der Spanischen Treppe. Der bevorzugte Sonnenuntergangshügel der Einheimischen ist der Aventin. 

 

Hier wandelt man durch einen Orangengarten, lauscht Jazzmusikern und schaut gebannt auf die Stadt, die sich langsam golden färbt. Wer in Trastevere wohnt, hat es nicht weit zum Gianicolo, der ebenfalls einen atemberaubenden Blick auf Rom bietet. Wer die Treppen auf den Hügel geschafft hat, wird nicht nur mit einer fantastischen Kulisse belohnt, sondern fühlt sich beim Anblick des mächtigen Brunnens geradewegs in den Sorrentino-Film „La Grand Bellezza“ hineinversetzt, dessen Eröffnungsszene hier gedreht wurde. Wenn in den Wintermonaten die Sonne früher untergeht, kann man auch zur Terrazza Caffarelli auf dem Kapitol pilgern. Das Café auf der Dachterrasse steht auch Gästen offen, die nicht Museumsbesucher sind, und bietet das volle Panorama auf die Ewige Stadt. Aber Achtung: Das Café schließt um 19 Uhr.

Testaccio – Foodtour im „Normalo“-Viertel

Das Stadtviertel Trastevere trotzt den Touristen und hat sich seinen Charme bewahrt. Wer es allerdings noch authentischer möchte, sollte einen Ausflug ins benachbarte Testaccio unternehmen. Nur wenige Touristen verirren sich in das ruhige und unaufgeregte ehemalige Arbeiterviertel, das mittlerweile gerne von Künstlern, Filmleuten und Designern als Wohn- und Arbeitsstätte gewählt wird.



Vor allem ist das Stadtviertel interessant für das, was man heute allgemein als „Foodtour“ bezeichnet. Einige spezialisierte Anbieter bieten solche kulinarische Spaziergänge an, doch lassen sie sich auch wunderbar auf eigene Faust unternehmen. Starten sollte man unbedingt in der Pasticceria Barberini an der Via Marmorata. 

 

Livrierte Kellner wuseln hinter dem Tresen in dem winzigen Café, häufen Minitörtchen auf die Teller und lassen wie am Fließband Espresso aus der Maschine strömen. Die Überraschung ist die Kundschaft: Hier finden sich die Normalos des Viertels ein – vom Familienvater mit Kleinkind auf dem Arm über Freundinnen, die sich zu einem Schwätzchen treffen, bis zu Jugendlichen, die sich ebenfalls gerne eines der köstlichen Küchlein genehmigen. 

 

Gleich neben dem Barberini wartet ein weiterer Gourmettipp: das Volpetti, ein Feinkostladen, der über und über mit Köstlichkeiten gefüllt ist. Um die Ecke ist die Taverna Volpetti, in der dicke Schinken unter der Decke hängen und deren Wände mit Weinregalen dekoriert sind. Hier lässt sich – zu sehr moderaten Preisen – vom Feinsten schlemmen und genießen.

Als Geheimtipp in Testaccio wird, ganz zu Recht, Trapizzino gehandelt. Genau genommen handelt es sich um ein Take-away, aber einen der besonderen Art. Raffiniert gewürzte Füllungen aus Fleisch, Gemüse und Sauce werden in knusprigen Brotecken serviert. Wer möchte, erhält einen Ständer für die Spezialsandwiches und kann diesen ins Lokal nebenan mitnehmen.

 

Für den Nachtisch kann man dann noch zum Angel’s House auf ein Eis gehen. Mango, Apfel, Feige? Dort gibt’s alles, lecker dekoriert und freundlich serviert. Hier noch ein Kunsttipp für Testaccio: Einen ungewöhnlichen Blick auf antike Kunst bietet das Centrale Montemartini an der Via Ostiense. 400 römische Statuen werden im ehemaligen Elektrizitätswerk ausgestellt und können inmitten von Dampfturbinen aus ganz ungewöhnlicher Perspektive betrachtet werden.

Kunst mal anders – berühmte Gemälde an versteckten Orten

Selbst Kunstbanausen reizt es zuweilen, einmal eines der ganz großen Werke zu bestaunen, ein Gemälde von Michelangelo etwa oder eines von Botticelli oder Raffael. Klar kann man versuchen, ein Zeitfenster in der Sixtinischen Kapelle zu ergattern und sich umdrängt von Menschen dem Kunstgenuss hingeben. Doch in Rom geht das auch viel einfacher und ganz stressfrei.

 

Ein wunderbarer Tipp ist ein Besuch der Villa Farnesina in der Via della Lungara in Trastevere. Ein reicher toskanischer Bankier ließ sie bauen und mit kostbaren Wandgemälden bestücken. Nur wenige Besucher wandeln durch die Hallen, so dass man die Gemälde von Raffael und seinen Mitstreiter ganz für sich hat. Einer der ganz großen Malernamen ist auch Caravaggio, ein von Legenden umrankter Künstler des Frühbarocks.

 

Drei mächtige Gemälde des Italieners sind in einer Kapelle der Kirche San Luigi dei Francesi nahe des Piazza Navona zu sehen. Allerdings sollte man 1-Euro-Stücke bereithalten, denn nur gegen Geld wird die Kapelle beleuchtet. Wer ungestört von Menschenmassen eines der zarten harmonischen Gemälde von Raffael studieren möchte, kann das in der Kirche Santa Maria della Pace machen. Im Kreuzgang nebenan lädt übrigens ein verstecktes Café zu einer kunstsinnigen Pause ein.

Überlebenstipps – so geht es ohne Stress durch Rom

Städtereisen sind anstrengend, vor allem wenn sie in große Metropolen mit hohem Sightseeing-Faktor wie Rom führen. Um die Tage in Rom entspannt zu genießen, sollte man einige Tipps beachten.

Schuhwerk: Bequeme Schuhe sind beim Sightseeing sowieso Pflicht. Doch in Rom sollte man auf Stöckelschuhe auch dann verzichten, wenn die Wege kurz sind. Viele Straßen sind mit Kopfsteinpflaster bestückt, so dass hohe Hacken das Gehen quasi unmöglich machen. Auch die ansonsten schick gestylten Römerinnen setzen auf flache Schuhe.

Koffer: Leichtes Gepäck ist immer ein guter Tipp auf Reisen. Doch auch dieser Grundsatz sollte für Rom besonders beachtet werden. Viele Orte und Häuser sind nicht mit dem Fahrzeug erreichbar, weil die Zufahrten gesperrt sind oder Treppen überwunden werden müssen. Schwere Koffer sind in diesen Fällen überaus lästig. Auch Rollkoffer helfen nur bedingt, da das Kopfsteinpflaster das Ziehen erheblich erschwert.

Wasser: Teures Flaschenwasser muss man in Rom nicht kaufen. Überall finden sich Brunnen, die sogenannten „Nasoni“, aus denen es fleißig sprudelt. Die Gratis-App „I Nasoni di Roma“ fürs iPhone zeigt alle Standorte. In etlichen Waschräumen wird der Wasserhahn übrigens mit einem Fußhebel in Gang gesetzt. Also erst einmal nach unten schauen, wenn sich kein geeigneter Knopf findet. 

Nepp: Die überwiegende Zahl der Restaurants in Rom ist kulinarisch auf der Höhe, hat einen netten Service und ist nicht zu teuer. Trotzdem sollte man auf die Speisekarte schauen, bevor man sich setzt. Vor allem an touristisch belebten Plätzen gibt es schwarze Schafe, die die üblichen Preise gut und gerne verdoppeln, ohne Qualität zu bieten. Gleiches gilt für Taxifahrer. Es empfiehlt sich, nur mit Taxameter zu fahren, vor allem wenn man Distanzen und Preise nicht kennt. Fahrkarten für Busse und Straßenbahnen gibt es übrigens am Kiosk. Aber Achtung: Am Sonntag sind diese in der Regel geschlossen.

Hinweis: Werbung, da Orts- & Markennennung. Die Reise erfolgte auf Einladung

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Bali: Geben macht Glücklich

Für Australier ist das indonesische Bali das „europäische Mallorca“, für Hochzeitsreisende ein Traumurlaub und für Wellenreiter und Golfspieler ein Eldorado. Bekannt ist Bali zudem für seine tiefe Spiritualität, seine heiligen Tempelanlagen und seine üppig-grünen Reisterrassen. Bei den Sehnsuchtszielen dieser Welt gehört das Eiland mit seinen 3,9 Millionen freundlichen Menschen zu den Top Ten.

Für Australier ist das indonesische Bali das „europäische Mallorca“, für Hochzeitsreisende ein Traumurlaub und für Wellenreiter und Golfspieler ein Eldorado. Bekannt ist Bali zudem für seine tiefe Spiritualität, seine heiligen Tempelanlagen und seine üppig-grünen Reisterrassen. Bei den Sehnsuchtszielen dieser Welt gehört das Eiland mit seinen 3,9 Millionen freundlichen Menschen zu den Top Ten.

 

Auch wenn der Flug via Dubai mit Emirates lang war, schon der Anblick des Flughafens – ein architektonisch einmaliges  Zweckensemble im balinesischen Stil –  ist eine Freude für meine müden Augen. Einen schöneren Flughafen hab ich noch nicht gesehen. Die Fahrt zum Mövenpick Jimbaran Resort & Spa ist kurz. Dort erwartet uns ebenfalls eine beeindruckende Architektur mit einer offenen Lobby im typisch balinesischen Stil, die Zimmer sind großräumig und sehr geschmackvoll. Ein Absacker in der Rooftop Bar mit Blick auf das nächtliche Jimbaran  sorgt für einen gelungenen Ausklang des Tages.

DREI TEMPEL PRO DORF

Sonne pur am nächsten Morgen und ein Blick auf Pool und Meer wie gemalt. Die Auswahl beim Frühstück ist  groß. Neben internationaler Vielfalt gibt es balinesische Spezialitäten wie z. B Chilieier, die man unbedingt probieren sollte. Am späten Nachmittag fahren wir zum berühmten  Uluwatutempel, nur eine halbe Stunde von  Jimbaran entfernt,  um einen der schönsten Sonnenuntergänge von Bali zu erleben. Unser Guide Sutaba (48) stammt aus der Bauernkaste, erzählt er stolz. 3,9 Millionen Menschen leben auf Bali (davon 93 Prozent Hindus), und jedes Dorf besitzt drei Tempel. Hinzu kommen noch zahlreiche Haustempel  mit Opferschreinen. Die Balinesen opfern ihren zahlreichen Göttern gern. Mindestens dreimal am Tag zu jeder Mahlzeit. „Wer gibt, zu dem kommt das Glück“, sagt Sutaba. Vielleicht sind die Menschen auf Bali deshalb so zufrieden und freundlich.

DER AFFENTANZ

 

Auf der Hinfahrt warnt Sutaba uns vor den berühmt-berüchtigten  Affen, die gerne Brillen, Ohrringe und alles, was nicht niet- und nagelfest ist, klauen.  Am Tempel angekommen müssen Besucher mit kurzen Röcken und Hosen sich einen tieflila Sarong umbinden, ein orangefarbener Stoffgürtel  aus Rohseide ist für alle Pflicht, denn jetzt betreten wir einen heiligen Ort. Das Warten auf den berühmten Sonnenuntergang wird durch eine Tanzshow mit Kultstatus in einer halbkreisförmigen, voll besetzten Arena verkürzt: 70 Tänzer, etliche in prachtvollen Kostümen reich geschmückt, tanzen den Kechak (Affentanz), die alte hinduistische Legende des Ramayana.

Ein kulinarisches Menü der Extraklasse im Mövenpick-Anarasa-Restaurant mit einem Tatar aus Avocados und Tomaten sowie Jakobsmuscheln, einem delikaten Seafood Casimir mit Reis, Hummer und Jakobsmuscheln und einem Dessert sind der perfekte Abschluss für einen perfekten Tag.

 

Der nächste Tag wird lang. Von Jimbaran bis nach Mas, dem Zentrum der Steinmetze, dauert die Fahrt eine Stunde. Von Generation zu Generation wird dieses Kunsthandwerk weiter gegeben. Auf dem Weg dorthin legen wir am Tempel Pura Dalem noch eine kurze Pause ein.  Frauen und Männer  bereiten dort  zu tausenden kleine Körbchen mit Opfergaben für die Götter vor, die dann weiter verkauft werden. Vom Duran Dalem Tempel aus hat man einen guten Blick über die Reisfelder zum Vulkan Mount Agun, der Ende 2017 mit seinen Ausbrüchen für einige Unruhe gesorgt hatte.

BERÜHMTER KATZENKAFFEE

 

Nach einem Besuch der Holzmaskenschnitzer genießen wir unsere mitgebrachten Lunchpakete auf einer Farm, die Agrartourismus betreibt.  Vor 18 Jahren hat Ikt Ngemben  (42) von seinem Vater den Betrieb übernommen. Seitdem werden Gewürze wie Pfeffer und Muskatnuss, Kaffee und Kakao nicht mehr nur auf dem Markt verkauft, sondern auch im eigenen Betrieb verarbeitet und verkostet. So kommen wir z.B. in den  Genuss von Kakao mit Ingwer oder Kaffee mit Vanille. Auch verschiedene Teesorten wie der rote Rossolo werden uns zum Picknick von Ikts Schwester Ni und seinen fünf Kindern serviert. Auf der Farm gibt es auch Coffee Luwak (Katzenkaffee),  den wohl besten und teuersten Kaffee der Welt zu kosten und kaufen. Die grünen  Kaffeebohnen werden von  wilden Mungos gefressen und unverdaut wieder ausgeschieden, bevor sie eingesammelt und verarbeitet werden.

„Bali first“ ist die Devise,  die von der Regierung und der Hotellerie gefördert wird, um die einheimische Landwirtschaft und Industrie zu unterstützen. Auch das Mövenpick Jimbaran kauft bei einheimischen Fischern. Ebenso stammen die Pflegeprodukte wie Shampoo und Bodylotion auf den Zimmern oder im Spa aus Bali. „Einheimische Produkte sind angesagt“, betont Daniela Hartati, stellvertretende Marketing-Chefin.

GOTTHEIT GANESHA

 

Unser nächstes Ziel ist die Elefantenhöhle Goa Gajah. Sie  stammt aus dem 9. Jahrhundert und wird bis heute  als Heiligtum verehrt.  Ihren Namen verdankt sie vermutlich der hinduistischen Gottheit Ganesha, denn Elefanten gab es in früheren Jahrhunderten auf Bali nicht.

 

Der Wassertempel Pura Tirta Empul zählt zu den wichtigsten und heiligsten Tempelanlagen Balis. Sie gehört zu den neun Staatstempeln. Hier pulsiert das Leben im wahrsten Sinne des Wortes. Aus etlichen Rohren in der Tempelwand sprudelt heiliges Quellwasser in Fontänen ins Becken. Hinduistische Gläubige kommen regelmäßig dort hin, um sich von Krankheiten und andren Problemen frei zu waschen. Asiatische Touristengruppen schießen Selfies ohne Ende.

BEZAUBERNDE REISTERRASSEN

 

Mystisch und beeindruckend sind die Ruinen der Tempelanlage Gunung Kawi. Die im 11. Jahrhundert in den Berg gehauene Tempelanlage ist nur über 150 Stufen zu Fuß zu erreichen, die bis zum Beginn der wunderschönen Reisterrassen zu  beiden Seiten von Souvenirshops eingerahmt werden. Zur Belohnung erwartet die Besucher am Fuße des Berges eine relativ touristenfreie Zone. Der Aufstieg zurück ist anstrengend, aber der Mühe wert.

MYTHOS UBUD

 

Am  Ende des Tages geht es nach Ubud. Die in Reisfelder eingebettete Kleinstadt ist seit den 1930er Jahren eine wahre Künstlerkolonie. Maler, Musiker, Tänzer, Holzschnitzer und Steinmetze verleihen dem Zehntausend-Seelenort ein ganz besonderes Flair. Kenner behaupten, „wer nicht in Ubud war, kennt Bali nicht“. Das beste Kokos-Eis Balis darf man auf keinen Fall versäumen. Wir essen es im Tukies Cafe, das wir nach langer Suche in der Market Road Nr. 3 finden. 

Die Amerikaner haben mit dem erfolgreichen Hollywood-Blockbuster  „Eat, Pray, Love!“ (2010) mit Julia Roberts ihre  Liebe zur Insel entdeckt. Seit der Sinnsuche der schönen Amerikanerin, die sie u.a. auch nach Bali führte, hat sich Ubuds Status als magischer Ort weiter verfestigt.  

 

Wer am nächsten Morgen den Fisch- und Gemüsemarkt in Jimbaran erleben will, muss früh aufstehen. Um sechs Uhr landen die Fischer in ihren bunten Auslegerbooten ihren Fang direkt bei den Markthallen an. Von den „antiken“ Waagen aus werden sie zu den  Verkaufsständen oder direkt zu den Hotelküchen gebracht.

An einem Red Snapper demonstriert uns Koch Kamayuda (25), woran man frischen Fisch erkennt. Später werden wir unter seiner Anleitung  im Hotel beim Kochen mit Gästen Red Snapper zu einer Farce  verarbeiten und  um ein Bambusstäbchen geformt auf dem Grill garen. Dazu gibt es Grüne-Bohnen-Salat und Reis. Und dann geht‘s endlich ins große Spa- und Wellness-Center. Für 90 Minuten sorgen das Sandelholzöl und  die Zauberhände von Desri  (21) bei einer balinesischen Ganzkörpermassage für Entspannung pur.

TEMPEL IM MEER 

 

Das wohl meist fotografierte Objekt auf Bali ist der geheimnisvolle Tanah Lot („Tempel der Erde im Meer“), der von hinduistischen Priestern bewacht wird. Das kleine Heiligtum auf dem einsamen Felsen in der Brandung gehört zu den Höhepunkten einer Bali-Reise. Allabendlich  klicken tausende Auslöser im Akkord, wenn die Sonne hinter dem Heiligtum blutrot im Meer versinkt. Gegen eine Spende darf man heiliges Wasser aus der Quelle trinken, die aus dem Felsen sprudelt und sich damit Hände und Gesicht waschen. 

Die Insel der Götter und Dämonen ist geheimnisvoll, heiß, feucht und faszinierend. Sie ist leise im Hinterland, doch laut und rummelig in den Centren. Auf den Straßen sind es die Autos und Motorräder, rund um die heiligen Stätten der Kommerz mit seinen bunten Ständen  und die Touristen in ihrer babylonischen Sprachenvielfalt. Bali ist eine andere Welt, vielseitig und verwirrend schön.

Reiseinfos in Kürze

Anreise: Flüge nach Denpasar werden von Emirates (via Dubai) und von Singapore Airlines (via Singapur) angeboten. 

Hoteltipp: Fünf-Sterne-Mövenpick Resort & Spa Jimbaran Bali. Inspiriert durch die fünf Elemente und im balinesischen Design erbaut,  bietet das Hotel 297 komfortabel und geschmackvoll eingerichtete Zimmer und Suiten mit Balkon sowie freies W-LAN; fünf Restaurants, Kids-Club, Wassersport- und Golf-Möglichkeiten. 

Reiseliteratur: „Bali“, von Roland Dusik, 120 S., 11,99 Euro, Dumont.

Mehr Infos gibt es beim Fremdenverkehrsamt von Indonesien.

Hinweis: Werbung, da Orts- und Markennennung. Die Reise erfolgte auf Einladung

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Mit dem Wohnmobil nach Kroatien

Lasst uns doch mit einem Wohnmobil nach Kroatien fahren! Die Idee für den nächsten Urlaub in den Ferien war schnell gefunden. Und auch das Ziel, obwohl wir ursprünglich in die Toskana wollten. Doch Italien schien uns in den Sommerferien zu überlaufen. Und Kroatien gilt immer noch als Geheimtipp: Tolle Natur, günstige Preise, gutes Wetter. Also Wohnmobil beladen, einsteigen und los. Eine Fahrt ins Blaue beginnt, bei der nur das Ziel feststeht.

Lasst uns doch mit einem Wohnmobil nach Kroatien fahren! Die Idee für den nächsten Urlaub in den Ferien war schnell gefunden. Und auch das Ziel, obwohl wir ursprünglich in die Toskana wollten. Doch Italien schien uns in den Sommerferien zu überlaufen. Und Kroatien gilt immer noch als Geheimtipp: Tolle Natur, günstige Preise, gutes Wetter. Also Wohnmobil beladen, einsteigen und los. Eine Fahrt ins Blaue beginnt, bei der nur das Ziel feststeht.

7,5 Meter lang – Unser rollendes Hotelzimmer

Doch zunächst müssen wir unser Wohnmobil beziehen. Der 7,5 Meter lange Riese hat gerade mal 20 Kilometer auf dem Tacho, als wir den TUI-Camper in Lüneburg in Empfang nehmen. Er bietet Platz für vier Personen. Ein Doppelbett im Fond des Fahrzeugs und ein Doppelbett in der Mitte, das via Elektromotor bis unter das Fahrzeugdach gefahren werden kann und so keinen Platz im Wagen wegnimmt. Ansonsten hat der IXEO Time IT 726G alles, was ein fahrendes Hotelzimmer braucht: Küche, Bad, Dusche und eine Sitzecke für vier Personen mit Esstisch und Blick auf einen Flat-TV.

mit dem wohnmobil nach kroatien - Joerg Baldin - Mosel (1 von 5)

Der TUI-Camper war unser fahrendes Hotelzimmer. Mit dem Wohnmobil nach Kroatien in 14 Tagen. (Fotos: Jörg Baldin)

Die Reise startet am Samstagmorgen. Das erste Ziel? Unbekannt. Wir fahren in Richtung Mosel und suchen uns dort einen Campingplatz. Extra dafür habe ich mir eine App auf meinem Smartphone installiert, die die meisten Campingplätze auf unserer Tour kennt. Eine gute Idee, wie sich im Verlauf der Reise herausstellt. Mit dem „Bären-Camp“ in Bullay an der Mosel steht unser erster Ziel, etwa 570 Kilometer von Hamburg entfernt, fest. Auf der mehr als acht Stunden dauernden Fahrt lernen wir vor allem die Maße des Wohnmobils kennen, denn auf der Stecke vorbei an Bremen, Münster, Osnabrück, Köln und am Nürburg-Ring sind es vor allem die engen Baustellen der A1, die einem noch das Fürchten lernen.

Nach acht Stunden erreichen wir die Mosel

Nach etwa acht Stunden Fahrtzeit haben wir die Mosel erreicht. Der kleine Ort Bullay empfängt uns mit strahlendem Sonnenschein und die Mosel mit spiegelglatter Wasseroberfläche. Fast zu schön für Deutschland, könnte man denken. Beinahe schon kitschig. Der Campingplatz, wie wir im Laufe unserer Tour erfahren, ist recht klein und sehr ruhig. Unser Stellplatz liegt direkt am Fluss. Relativ schnell ist das Wohnmobil in Parkposition gebracht, Markise rausgekurbelt, Tische und Stühle sowie Gasgrill und –flasche aus dem hinteren Stauraum geholt und die Fahrräder vom Gepäckträger genommen.

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mit dem wohnmobil nach kroatien - Joerg Baldin - Mosel (1 von 5)

Der TUI Camper auf unserer Reise war vom Typ Family-Standard und ausgestattet mit allem, was man für eine Reise mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern benötigt. Die Vermietung erfolgte über McRent in Brietlingen / Lüneburg.

Ein Camper mit dem TUI Optimalpaket bei dem TUI-Qualitätspartner McRent kostet für eine Woche ab EUR 735.

Das Optimalpaket beinhaltet:

  • Vollkaskoschutz mit Erstattung der Selbstbeteiligung
  • Haftpflichtversicherung mit mind. 7,5 Mio. € Deckungssumme
  • Unbegrenzte Kilometer
  • Bereitstellungsgebühr
  • Fahrzeugausstattung
  • Campingtisch und -stühle

Buchbar über TUI Camper

Noch viel wichtiger ist der Stromanschluss, der mittels einer Kabeltrommel und den entsprechenden Adaptern ein Kinderspiel ist. Routinearbeiten eines Campers nach erfolgreicher Ankunft auf dem Campingplatz. Was heute noch sehr lange dauert, wird im Laufe des Urlaubs perfektioniert. Und weil es so schön ist, wird auch die Satellitenschüssel ausgefahren, die sich von ganz alleine den richtigen Satelliten sucht, damit wir auch den Fernseher im Camper ausprobieren können. Camper-Herz, was willst Du mehr?

 

Am nächsten Tag wird nach einem fabelhaften Frühstück an der Mosel alles wieder im Wohnmobil verstaut. Unser nächstes Ziel soll der Bodensee sein. Wieder fahren wir einfach los, ohne zu wissen, wo genau wir die nächste Nacht verbringen. Dennoch haben wir eine Änderung in unserem Reiseplan. Anstatt der einen Nacht mit anschließender Weiterfahrt haben wir uns für eine weitere Übernachtung am Bodensee entschieden. Was bringt einem eine schöne Tour durch Deutschland, wenn man alles nur von der Autobahn aus sieht? Und der Bodensee, der immerhin drei Länder berührt, ist immer eine Reise wert. So kommen wir mit Hilfe der App an einem schönen Campingplatz am Bodensee an, der leider belegt ist. Ein Platz weiter haben wir Glück.

Bäume sind der natürliche Feind für Wohnmobile

Wir finden ein Platz für zwei Nächte auf dem Campinglatz Schloß-Kirchberg in der Nähe von Hagnau und können unseren Camper wieder in Parkposition bringen. Allerdings ohne TV-Empfang, denn ein Baum stört die Verbindung zum Satelliten. Ein immer wiederkehrendes Problem für Camper, wie wir den Rest der Reise erfahren werden. Bäume sind der natürliche Feind für Wohnmobile und Wohnwagen. Ein weiterer Feind sind Straßen. Nach der ersten ruhigen Nacht an der Mosel ist dieser Stellplatz in unmittelbarer Nähe einer vielbefahrenen Straße, die so laut ist, dass die beiden Camper neben uns nach der ersten Nacht die Flucht antreten und weiter nach Österreich fahren. Wir nicht, wir bleiben!

Nachdem am Stellplatz alles klar ist, folgt der lang ersehnte Sprung in den Bodensee und danach ein neues Familienritual: Der Gasgrill wird angefeuert und mit Thüringer Bratwurst belegt. Abendessen auf einem Campingplatz.

 

Unseren Tag am Bodensee verbringen wir zunächst mit einer Bootsfahrt in Richtung Mainau. Die Blumeninsel ist zu dieser Jahreszeit das Ziel vieler Urlauber. Mein letzter Besuch von Mainau war 1987, seitdem ist viel passiert. Auch wenn ich mich nur noch schemenhaft an die Insel erinnern kann. Mainau ist die drittgrößte Insel im Bodensee und seit 1974 in adligem Besitz. Graf Lennart Bernadotte hat die Insel gekauft und in die extra gegründeten „Lennart-Bernadotte-Stiftung“ überführt. Auch heute noch wohnt der Graf mit seiner Frau Sandra Gräfin Bernadotte auf der Insel. Bei gefühlt 40 Grad im Schatten ist ein Spaziergang mit zwei Kindern sehr mühsam und endet abrupt an dem 100 Quadratmeter großen Mainauer Kinderland „Wasserwelt“ mit vielen Wasserbecken und eben viel Wasser. Viele Eltern wussten das und haben für die Kinder Wechselkleidung mitgenommen. Wir nicht! Was auch bei diesen Temperaturen nicht schlimm war.

Nur mühsam bekommen wir die Jungs von der Wasserwelt weg, denn wer auf der Insel ist, sollte sich auf jeden Fall das Schmetterlingshaus anschauen. Mit rund 1.000 Quadratmeter ist das Haus das zweitgrößte seiner Art in Deutschland. Im Inneren des Hauses herrscht bei 26 Grad und etwa 80 bis 90 Prozent Luftfeuchtigkeit eine tropische Umgebung mit Wasserfällen, exotischen Gewächsen und Blumen. 700 bis 1.000 bunte Falter aus bis zu 80 verschiedenen Schmetterlingsarten fliegen je nach Jahreszeit in dem Schmetterlingshaus, vor allem südamerikanischer Herkunft, frei zwischen den Besuchern durch die Tropenlandschaft umher.

Unwetter in Österreich verändert unsere Tourenplanung

Von Hagnau am Bodensee sollte es eigentlich über Österreich weiter nach Kroatien gehen. Das Wetter machte und allerdings einen Strich durch die Rechnung. Unwetter in den Bergen. Wir planen unsere Tour um, verkürzen damit allerdings auch die Zeit in Kroatien. Wir fahren über die Schweiz und Italien nach Krk und machen aus unserem Wohnmobilurlaub eine Europatour.

Vom Bodensee in die Schweiz ist es nur ein kurzer Weg. Unser Ziel ist der Luganer See, an dem wir wieder zwei Übernachtungen planen. Nach der Grenze wird in der Schweiz erstmal eine Vignette für 40 Euro fällig, egal wie lange man im Land bleibt. Am Ende kleben drei solcher Vignetten an der Windschutzscheibe: Schweiz, Österreich und Slowenien. Italien kassiert die Maut auf der Autobahn ab.

In Lugano mit der Standseilbahn auf den Monte Brè

Unser Campingplatz „La Palma“ in Lugano liegt direkt am Luganer See. Wir haben einen perfekten Stellplatz unmittelbar am See mit freiem Blick aufs Wasser. Der Platz selbst ist schon etwas in die Jahre gekommen, dafür wird „La Palma“ der teuerste Campingplatz unserer Reise werden. Nachdem wir den Camper in Position gebracht haben, sind die Kinder längst im Wasser verschwunden. Natürlich wird der Grill wieder gestartet und mit Blick auf die Berge und den See im Sonnenuntergang fehlt zum perfekten Bild nur noch ein Motorboot mit Wasserskiläufer. Camping kann so schön kitschig sein.

Den Tag in Lugano nutzen wir zum Sightseeing. Die Stadt liegt wunderschön am See und mit der Touristenkarte vom Campingplatz können wir die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos nutzen. Das gilt nicht für die Standseilbahn, die auf den Monte Brè führt. Wer dort allerdings hochfährt, bekommt einen wundervollen Blick auf die Bucht von Lugano und die Walliser und Berner Alpen. Auf dem Gipfel (925 Meter hoch) befinden sich eine Aussichtsplattform mit Café sowie eine Marienkapelle, die eine Madonnenstatue enthält.

 

Happy Hour und Poolparties on Lignano Sabbiadoro

Von Lugano nach Krk sind es noch etwa 600 Kilometer, die mit dem Wohnmobil nur mit großer Anstrengung in einer Tour zu fahren sind. Also entschließen wir uns noch zu einem Übernachtungs-Stopp in Italien. Das Ziel ist Lignano Sabbiadoro. Lignano erstreckt sich in Form einer Halbinsel über die nordöstliche Hälfte des Tagliamento-Deltas zwischen der Lagune von Marano und der offenen Adria. Der Campinplatz gleicht einem Clubhotel ohne Hotel. Animation wohin das Auge reicht. Der Platz selbst ist sehr groß. Wir finden aber einen ruhigen und schattigen Stellplatz, bauen den Camper um und fahren mit den Rädern an die Adriaküste, die zu Fuß etwa zehn Minuten entfernt ist.

 

Schon auf dem Weg zum Strand wird uns klar, dass dieser Badeort alles andere als beschaulich ist. Überall Restaurants und Bars, die mit möglichst lauter Musik Gäste anwerben. Happy-Hour hier, Poolparty da. Der Sandstrand ist ein Meer aus Liegen und Sonnenschirmen. Da wir erst gegen 18 Uhr am Strand sind, will ich mir gar nicht vorstellen, wie es hier tagsüber aussieht. Das Meer ist schön warm, etwas wellig und für uns nach der Tour eine willkommene Erfrischung.

mit dem wohnmobil nach kroatien - Joerg Baldin - Krk Kroatien (1 von 12)

Mittagspause in Slowenien: Spanferkel gehört dazu. Extrem lecker!

Am nächsten Morgen brechen wir nach dem Frühstück auf und haben noch etwa 200 Kilometer vor uns. Mit dem Camper geht’s zurück auf die Autobahn. Wir durchfahren die Slowakei und nach rund drei Stunden Fahrtzeit erreichen wir endlich Kroatien.

Endlich Krk – Endlich Kroatien

Die Insel Krk in Kroatien ist die größte Insel in der Adria und liegt in der Kvarner Bucht, südöstlich von Rijeka. Sie ist seit 1980 durch die riesige Krk-Brücke mit dem Festland verbunden. Durch die Nähe zu Süddeutschland, Österreich und Oberitalien ist Krk ein beliebtes Urlaubsziel, in dem viele Kroaten deutsch sprechen. Aber auch Urlauber aus Ungarn, Tschechien oder Rumänien machen Urlaub auf der Insel.

 

Unser Campingplatz ist Kamp Njivice, der am gleichnamigen Ort Njivice liegt und in zehn Minuten zu Fuß erreicht werden kann. Wir haben Glück, denn wir bekommen den einzigen freien Platz für die nächsten zwei Tage, danach müssen wir nochmal das Wohnmobil auf dem Platz umstellen.

Der Strand am Kamp Njivice ist sehr schön. Glasklares Wasser, das man vor allem wegen der vielen Seeigel und dem steinigen Untergrund nicht ohne Badeschuhe betreten sollte. Und auch der kleine Ort lädt zum Besuch ein. An dem kleinen Hafen findet man nette Restaurants und Bars und von dort aus hat man einen herrlichen Ausblick auf das Festland, an dem abends die Sonne untergeht.

mit dem wohnmobil nach kroatien - Joerg Baldin - Krk Kroatien (2 von 12)

Sonnenuntergang am Strand von Njivice.

Nach vier Nächten in Kroatien treten wir die Heimreise an, die diesmal nur durch eine Übernachtung in der Nähe von Bamberg unterbrochen wird. Am Ende der Reise haben wir mit dem Wohnmobil 3.400 Kilometer zurückgelegt und viele Stunden auf der Straße verbracht. Unser Fazit: Viel gesehen, viel Spaß gehabt, viel gebadet. So sehen doch perfekte Sommerferien aus…

mit dem wohnmobil nach kroatien - Joerg Baldin - bamberg (1 von 1)

Der Campingplatz in der Nähe von Bamberg war die letzte Station auf der Reise mit dem Wohnmobil nach Kroatien.

Hinweis in eigener Sache: Die Reise für diesen Beitrag wurde zum Teil unterstützt von Veranstaltern, Hotels, Fluglinien und/oder Tourismus-Agenturen. Wir legen sehr großen Wert auf eine unabhängige und neutrale Berichterstattung, daher sind die Meinungen, Eindrücke und Erfahrungen der jeweiligen Autoren ihre eigenen.
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Unsere Top 10 Restaurant-Tipps in San Francisco

San Francisco erleben und genießen – und das mit allen Sinnen. Überhaupt kein Problem. Für Gourmetliebhaber ist San Francisco ein wahres Mekka. Ein wahr gewordener Food-Traum. Wir haben für Euch unsere Top 10 Restaurant-Tipps rausgesucht und – ganz wichtig – alle selbst probiert! Auf die Teller, fertig, Los!

San Francisco erleben und genießen – und das mit allen Sinnen. Überhaupt kein Problem. Für Gourmetliebhaber ist San Francisco ein wahres Mekka. Ein wahr gewordener Food-Traum. Wir haben für Euch unsere Top 10 Restaurant-Tipps rausgesucht und – ganz wichtig – alle selbst probiert! Auf die Teller, fertig, Los!

Kitava

Das gesund auch lecker sein kann beweist das kleine aber feine KITAVA.  Der erste Eindruck beim Betreten des Lokals – Clean und Transparent ohne den überflüssigen Schnick – Schnack. Hier konzentriert man sich zu 100% auf gesunde Lebensmittel und deren Zubereitung. Der Gast wird dafür mit einem unverfälschten Geschmackserlebnis belohnt. Sehr lecker! 

Adresse: 2011 Mission Steht –  San Francisco – CA 94110

WESBURGER ‘N’ MORE

Burger & Fries – die gibt es im WES Burger´n´more in Hülle und Fülle. Allein das Restaurant und dessen Einrichtung sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Unzählige Details und Accessoires entführen den Gast in die amerikanischen 50er Jahre. Musikbox und Leuchtreklame inklusive. Zudem weht ein Hauch Mexiko durch das Lokal. Bitte unbedingt probieren – Horchata! Ein süsses Reismilchgetränk mit einem Hauch Zimt! Unglaublich lecker 🙂 

Adresse: 2240 Mission Street – San Francisco – CA 94110

Tacolicious

Tacos, Mole, Tequila uvm…. Hier im Tacolicious wird man buchstäblich nach Mexiko katapultiert. Mit allen Sinnen. Insgesamt 3 Standorte hat das Tacolicious in San Francisco. Wir haben uns mal ein wenig im Ladenlokal im Mission District umgesehen. 

Von außen klein und unscheinbar  – doch im Inneren des Lokals tobt das Leben. Egal ob an den zahlreichen Tischen oder direkt an der Bar. Neben den typischen mexikanischen Speisen kann man zudem aus einer Vielzahl von Tequila und Mezcal Sorten wählen. 

Adresse: 741 Valencia Street – San Francisco – CA 94110

Craftsmen & Wolves

Klein aber fein! Aber wer Lust auf außergewöhnliche Speisen hat – egal ob herzhaft oder süss – ist hier genau richtig. Kleine Meisterwerke erwarten hier die Gäste. Jedes für sich ein Genuss.

Craftsmen & Wolfes hat insgesamt 2 Standorte in San Francisco. Wir haben den in der Valencia Street besucht. Ein absolutes Highlight ist der Rebel Within – ein herzhafter Muffin mit einer Füllung aus Wurst, Zwiebeln und einem hart gekochten Ei. 

Adresse: 746 Valencia Street – San Francisco – CA 94110

Dandelion Chocolate

Der Schoko-Himmel befindet sich wahrlich in San Francisco. Genauer gesagt im Dandelion Chocolate. Hier gibt es Schokolade in wirklich allen Variationen. Egal ob als Tafel, Praline, Kuchen oder Getränk. Wer mag, kann während eines kleinen Snacks den Mitarbeitern bei der Produktion über die Schulter schauen – und manchmal sogar die ein oder andere Schokoladensorte probieren. Ganz ehrlich – wir wollten hier eigentlich nicht mehr weg 🙂

Adresse: 740 Valencia St (at 18th) – San Francisco – CA 94110

Bi Rite Creamery

Aber es gibt ja auch noch andere süsse Leckereien in San Francisco. Ein ganz besonderer Leckerbissen befindet sich in der 3692 18th Street. Ein von insgesamt 2 Standorten der Bi Rite Creamery. Neben den klassischen Eissorten wie Vanille und Schoko gehört das kleine Lokal zu denjenigen, die z.B. auch mal Basilikum-Erdbeer Eis anbieten. Die Rechnung geht auf. Die Eisliebhaber stehen für ein Eis gerne mal 30 Minuten oder auch länger an. Wir haben das Eis probiert und können es nur empfehlen. Cremig, erforschend und wirklich sehr lecker! 

Adresse: 3692 18TH ST. – San Francisco – CA 94110

Sutro´s im Cliff House

Wer mal ein wenig abseits des Stadttrubels essen möchte und zudem noch eine wunderbare Aussicht genießen will, der sollte das Sutro´s im Cliff House ansteuern. 

Aus jedem Blickwinkel des Restaurants gibt es viel zu sehen – z.B. die berühmten Seal Rocks, den Pazifischen Ozean, die Ruinen von Sutro Bath und den Eingang zum Golden Gate.

Adresse: 1090 Point Lobos Ave –  San Francisco – CA 94121

Dorian 

In einem ganz anderen Teil von San Francisco – im Marina District – befindet sich das Dorian. Stylish und definitiv ein Hot-Spot. Hier sind das Essen und die Getränke genauso wichtig, wie das Sehen und Gesehen werden 🙂 

Treffpunkt für alle ist die überdimensionale Bar. Entweder man verbringt den Abend hier und genießt die tollen Cocktail Variationen oder man entschließt sich im abgetrennten Nebenraum zu essen. Wir haben uns für einen kleinen Snack entschieden – den Writer´s Block sowie die mit Parmesan überbackenen Pommes mit Trüffel-Dip. Köstlich 🙂 

Wer gerne ausgiebiger essen möchte, sollte auf keinen Fall den Sonntags-Brunch im Dorian verpassen. Schlemmen in Hülle und Fülle 🙂 

Adresse: 2001 Chestnut Street  – San Francisco – CA 94123

The Grove 

Ein Hauch von Wild Wild West weht durch The Grove. Besucher haben schnell das Gefühl in einer Farmer- oder auch Blockhütte einzukehren, oder wie sie selbst gerne sagen – einem Wohnzimmer. Holz und Stein dominieren. Insgesamt 4 Standorte gibt es in San Francisco. Wir haben uns in der Fillmore Street ein wenig umgeschaut und natürlich auch genascht. 

Das Essen – bodenständig und wirklich sehr lecker. Egal ob Sandwiches, Hot Dogs, Salate oder Suppen. Hier geht keiner hungrig raus. Die Portionen sind sehr gut. 

Adresse: 2016 Gilmore Street – San Francisco – CA 94115

Redwood Room im Clift Hotel 

Eine Bar, die sie während ihres San Francisco Besuches unbedingt gesehen haben müssen. Nicht nur wegen des Interieurs – auch wegen der leckeren Drinks 🙂 

Achten Sie auf jeden Fall auf die Bilder im Redwood Room. Zu bestimmten Uhrzeiten hat man schnell das Gefühl beobachtet zu werden….:)  Mehr verraten wir aber nicht! 

Adresse: 495 Geary Street – San Francisco – CA 94102

 

Wem all diese Tipps noch nicht genügen, der kann sich auf eine interessante und vor allem extrem leckere Food-Tour mit Lisa und Edible Excursions begeben. In lockerer Atmosphäre könnt ihr nicht nur tolle Restaurants entdecken, sondern erfahrt auch noch mehr über deren Geschichte und Entstehung.

Top 10 Restaurant-Tipps in San Francisco: Mit dabei Lisa von Edible Excursions.

 

Hinweis: Werbung, da Orts- & Markennennung. Die Reise erfolgte auf Einladung von San Francisco Travel.

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Interview mit Sternekoch Tim Raue: “Ohne mein Kopfkissen reise ich nicht!”

Reisen gehört für Tim Raue zum Alltag. Rund ein Drittel des Jahres ist der Berliner Sternekoch „auf Achse“ – meist in beruflicher Mission. Mit zwei Michelin-Sternen sowie 19 Gault-Millau-Punkten ist sein asiatisch-inspiriertes Restaurant „Tim Raue“ eine echte kulinarische Institution. Erst kürzlich wurde das Restaurant erneut unter die Top 50-Restaurants der Welt gewählt.

Reisen gehört für Tim Raue zum Alltag. Rund ein Drittel des Jahres ist der Berliner Sternekoch „auf Achse“ – meist in beruflicher Mission. Mit zwei Michelin-Sternen sowie 19 Gault-Millau-Punkten ist sein asiatisch inspiriertes Restaurant „Tim Raue“ eine echte kulinarische Institution. Erst kürzlich wurde das Restaurant erneut unter die Top 50-Restaurants der Welt gewählt.

Kein Wunder also, dass Tim Raue einer der besten Köche der Welt ist, gefragtes TV-Gesicht und erfolgreicher Geschäftsmann. Unser Autor Torben Knye konnte den vielbeschäftigten Koch für ein Interview gewinnen.  

breitengrad53: Warum reisen Sie gern?

Tim Raue: Ehrlicherweise bin ich froh, wenn ich zuhause sein kann. Im letzten Jahr hatte ich über 150 Reisetage. Und so schön wie es ist, die Welt zu sehen, neue Kulturen und Menschen kennen zu lernen, so wichtig empfinde ich es, einen Platz zu haben, an den man zurückkehren kann. Ich glaube, dass das auch einer der Gründe ist, warum Kreuzfahrten so gut funktionieren. Man hat für 14 Tage ein Basislager an Bord, von dem aus man jedes Mal zu neuen Erkundungen aufbrechen kann. Und abends ist man wieder in den eigenen vier Wänden.

breitengrad53: Sie sind großer Asien-Fan: Was mögen Sie besonders an dieser Kultur? 

Raue: Ich beschreibe es mal etwas differenzierter, als Asien zu pauschalisieren: die Liebenswürdigkeit der Thais und ihre hocharomatische Küche mit Süße, Säure und Schärfe sind für mich elementar. Die Jahrtausendalte und von ihnen selbst hochverehrte Geschichte der Chinesen, im speziellen die Kantonesen in Hongkong, schätze ich genauso wie ihren steten Drang zur Expansion, die Welt bereisen zu wollen, neues kennen zu lernen und doch auf ihren Traditionen zu beharren. Bei den Japanern ist dieser schon manchmal zwingender Perfektionismus beeindruckend und ihre Liebe zu einzigartigen Gärten, ihre Zurückhaltung und dass sie im Gegensatz zu uns Deutschen niemals öffentliche Empörung zeigen würden.

breitengrad53: Wie haben ihre Reisen ihr Leben beeinflusst? 

Raue: Ich sehe mich selbst als globalen Menschen. Ich war auf jedem Kontinent, habe hunderte von Städten gesehen und unzählige Menschen kennengelernt. Ich bin sehr dankbar dafür, denn dadurch habe ich die Orte, an denen ich lebe, noch mehr schätzen gelernt und andere gefunden, die ich nur zu gerne wieder besuchen möchte.

breitengrad53: Was ist ihr absolutes Lieblingsziel? 

Raue: Ich bin ein Großstadtkind, ein waschechter Berliner, und mag Städte, die wie meine Heimatstadt sind. Singapur & Hongkong, aber auch Inseln wie Phuket. Sie vermitteln mir, dass es eine Grenze gibt und das brauche ich.

Interview mit Sternekoch Tim Raue

Singapur gehört zu den Lieblingsstädten von Sternekoch Tim Raue.

breitengrad53: Sternekoch und TV Star: Ist es noch möglich „privat“ unterwegs zu sein? 

Raue: Das Fernsehen macht das kaum noch möglich. Ich nehme mich selber allerdings nicht besonders ernst und wichtig und bin immer wieder erstaunt, dass ich erkannt werde. Bei freundlicher Nachfrage bin ich dann auch immer für Fotos und Selfies zu haben.

breitengrad53: Ihre Biografie ist geprägt von schwierigen Verhältnissen. In ihrem Buch „My Way“ heißt es dazu: „Aus der Berliner Gosse zum Sternekoch“. Wie genießen Sie die finanzielle Freiheit, die Sie heute haben in Punkto Reisen? 

Raue: Fast alle meine Reisen sind beruflich, das heißt ich fliege an den Ort, weil ich dort koche. Von daher ist das nicht zum Spaß, sondern harte Arbeit. Ich versuche in der Kürze der Zeit vor Ort das ein oder andere zu sehen, aber oft geht es am Veranstaltungstag morgens hin und am nächsten Morgen wieder zurück. Die schönste Zeit sind in dem Zusammenhang die Besuche in meinen vier „Hanami by Tim Raue“ Restaurants auf der Mein Schiff-Flotte. Da suche ich mir dann schon Routen aus, bei denen ich tagsüber an Land gehen kann, um neue Orte zu erkunden.

breitengrad53: Oft wird von „kulinarischen Reisen“ gesprochen. Wie gehören Reisen und Essen für Sie zusammen?

Raue: Das eine impliziert das andere. Ich gehe immer in eine schlichte lokale Bude und das beste Restaurant vor Ort, und meist suche ich noch nach Imbissen, die lokales Fast Food anbieten.

Interview mit Sternekoch Tim Raue

“Ich gehe immer in eine schlichte lokale Bude und das beste Restaurant vor Ort, und meist suche ich noch nach Imbissen, die lokales Fast Food anbieten”, sagt Starkoch Tim Raue.

breitengrad53: Als Mitstreiter in der Sendung „Kitchen Impossible“ kommen Sie weit rum und erleben die verrücktesten kulinarischen Geschichten. Was ist besonders hängengeblieben? Positiv und negativ.

Raue: Fernsehen ist nicht mit der Realität zu vergleichen, es geht dabei um Spaß und Entertainment für den Zuschauer. Für mich ist das die härteste Arbeit überhaupt. Denn Kochen ist mein Job, Fernsehen ist meine Herausforderung. Ich bin kein Schauspieler, kann mir keinen Text merken und tauge nicht dazu, Ansagen zu bekommen. Deswegen ist Kitchen Impossible das beste Format für mich. Ich kann dort, ebenso wie Tim Mälzer, so sein wie ich bin und machen was ich will.

Tim Raue, bitte ergänzen Sie:

breitengrad53: Berge oder Meer? Und warum?
Raue: Meer und warm, am liebsten 25-28 Grad, im Wasser zu planschen entspannt mich. Kalt und hoch mag ich gar nicht.

breitengrad53: Mein letztes Reiseziel war
Raue: In den letzten zehn Tagen war ich in meinem Restaurant „Spices by Tim Raue“ im Sylter A-Rosa Hotel, zum Fotoshooting für eine ASA Porzellan Kampagne auf Sizilien und zur Verleihung der 50 besten Restaurants in Bilbao. Dazwischen in Berlin, Düsseldorf und Offenburg. Da kommt keine Langeweile auf….

breitengrad53: Wohin ich gerne noch einmal reisen und würde und warum
Raue: Immer wieder dahin wo ich grandioses Essen und einzigartige Weine bekomme, das sind sicher über 50 Ziele weltweit…Bar Masa in NYC, Lung King Heen in Hongkong, Newton Hawker Center in Singapur, White Rabbit in Moskau, schwarzer Adler in Oberbergen, Test Kitchen in Kapstadt, Pulker´s Heuriger in der Wachau, Rekondo in San Sebastian, und und und….

Reiseblog BREITENGRAD53 Eine Wirtschaftsmetropole, die niemals schläft 3

Asiatische Küche in Hongkong

breitengrad53: Natur oder Wellnesshotel?
Raue: Ich würde es mit Wellness probieren, generell aber am liebsten am Strand.

breitengrad53: Was sollte jeder in seinem Leben einmal gesehen haben?
Raue: Ich liebe die Ruhe an Orten, die weit ab von unserer digitalen Welt sind. Das kann schon ein Weinberg im Badischen sein, von dem aus man einen so schönen Blick hat, das man nicht mehr auf das Display seines Mobiltelefon schaut. Oder ein wilder Strand auf Malle. Die Weite des Meeres vom Balkon der Mein Schiff, und die Gelassenheit eines Orangenhains auf Sizilien begeistern mich.

breitengrad53: Was gehört unbedingt ins Reisegepäck?
Raue: Ohne mein Kopfkissen reise ich nicht mehr. Und in meinem Weekender habe ich einen Mikrokosmos erschaffen. Mit Badehose, Schlafsachen, Unterhose & Socken sowie einem medizinisch-kosmetischen und einem Technik-Beutel kann ich überall drei bis fünf Tage überstehen.

Unser kulinarischer Berlin Tipp:

Ein Besuch in Tim Raues Restaurant lohnt sich! Hier lernen Sie ganz neue Geschmacksdimensionen kennen.  Im Restaurant TIM RAUE erwartet Sie eine asiatisch inspirierte Küche, die als Verbindung der japanischen Produktperfektion, der thailändischen Aromatik und der chinesischen Küchenphilosophie beschrieben werden kann.  Ganz wichtig dabei: Reservieren Sie sich rechtzeitig einen Tisch, denn das Restaurant ist oft ausgebucht. Guten Appetit!

Hinweis: Werbung, da Marken- oder Ortsnennung

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Drei Wünsche auf der Seufzerbrücke

Ich hole tief Luft und laufe los. Ich will die Brücke schaffen, darf zwischendurch keinen Atem holen. Denn nur dann gehen meine Wünsche in Erfüllung, so sagt die Legende. Vor allem Verliebte laufen über die Seufzerbrücke in Barranco, dem quirligen Künstlerviertel in Perus Hauptstadt Lima. Sie hoffen, dass ihre Zuneigung erhört wird. Meine Wünsche sind schlichter, aber nicht weniger dringend. Nach zwei Wochen Peru möchte ich vor allem eins – wiederkommen.

Ich hole tief Luft und laufe los. Ich will die Brücke schaffen, darf zwischendurch keinen Atem holen. Denn nur dann gehen meine Wünsche in Erfüllung, so sagt die Legende. Vor allem Verliebte laufen über die Seufzerbrücke in Barranco, dem quirligen Künstlerviertel in Perus Hauptstadt Lima. Sie hoffen, dass ihre Zuneigung erhört wird. Meine Wünsche sind schlichter, aber nicht weniger dringend. Nach zwei Wochen Peru möchte ich vor allem eins – wiederkommen.

Ich möchte noch einmal durch den Regenwald streifen, im Amazonas Piranhas angeln, mich durch Limas Restaurants schlemmen und in die Anden fahren. Möchte dort die klare Luft atmen, die Bäche sprudeln hören und noch einmal den atemberaubenden Blick auf die magisch schöne Inka-Stadt Machu Picchu genießen, die wie ein Märchenschloss inmitten einer üppig grünen Bergwelt liegt.

Wunsch Nummer eins: Immer wieder Machu Picchu

 

Unser Guide Alfonso gibt sich reichlich Mühe. Er hat sich wie ein Astronaut eingemummt, um sich gegen die heftige Sonneneinstrahlung  zu schützen und spannt zusätzlich einen Schirm auf. Wir laufen durch Machu Picchu. Nach Fluganreise in die Andenstadt Cusco, Bustour durch das heilige Tal der Inkas, Bahnfahrt nach Aguas Calientes und Busfahrt über schwindelerregende Serpentinen sind wir endlich am Ziel unserer Wünsche angekommen: in der sagenumwobenen Inkastadt Machu Picchu, die versteckt in der Anden-Bergwelt auf knapp 2.400 Metern Höhe liegt und erst 1911 für die westliche Welt entdeckt wurde.

Alfonso ist ein wandelndes Geschichtslexikon, könnte Stunden über diese Stätte erzählen. Doch Besucher, die das erste Mal nach Machu Picchu kommen, möchten nur eins: schauen, staunen und fotografieren. Alfonso hat ein Einsehen. Milde lächelnd führt er uns zu den schönsten Plätzen und wartet geduldig, bis das Kameraklicken verstummt ist. Er weiß genau, wo das Licht fürs Foto am besten steht und greift auf Wunsch auch gern zum Apparat, um seine Gäste zur Erinnerung mit Andenkulisse aufs Bild zu bannen.

Vom Regenwald des Amazonas bis zum Andenhochland mit der sagenumwobenen Inkastadt  Machu Picchu – Peru ist eine Schatzkiste für Abenteuerlustige

Wir haben Glück. Manchmal hüllt sich Machu Picchu geheimnisvoll in Nebel, doch heute hängt kein Wölkchen am Himmel. Von den Terrassenfeldern bietet sich ein glasklarer Blick auf das Bergplateau mit der alten Inkastadt. Umrahmt ist die geheimnisvolle Stätte von den mächtigen Bergen der Anden, die wie Soldaten Wache halten und in der Ferne im Dunst schimmern. Dort streifen auch heute noch Brillenbären, Pumas und Zwerghirsche durch die Nebelwälder, in denen Orchideen blühen und Farne wuchern.

Machu Picchu - Rundreise Peru - Jutta Lemcke (11 von 14)

Fotos: Jutta Lemcke

Drei Stunden geht es auf und ab, Hunderte von Fotos sind auf die Festplatten gebannt. Erschöpft und glücklich finden sich alle Besucher am Ende ihrer Rundtour an der Ausgangsstation ein. Machu Picchu ist ein Besuchermagnet, der jeden Tag eine Vielzahl von Menschen anlockt. Die gute Nachricht: Dieser wunderbare Ort wirkt trotzdem nicht überlaufen und hat nichts von seiner magisch schönen Ausstrahlung verloren.

Ich bin auf der Mitte der Brücke in Limas Künstlerviertel Barranco angekommen – noch reicht meine Luft für weitere Herzenswünsche. Machu Picchu möchte ich wiedersehen, doch auch nach Lima soll mich der Weg noch einmal führen. Es war keine Liebe auf den ersten Blick, das steht fest. Zehn Millionen Peruaner wohnen in der Hauptstadt, rund ein Drittel der Landesbevölkerung. Lima ist ein Moloch mit 43 Distrikten, reichen und armen Vierteln, mit dichtem Verkehr und vielen nebelverhangenen Tagen. Der Nebel, das muss man sagen, ist ein Segen – denn in Lima regnet es nie. Lebensader ist der Rio Rimac, der pures Gletscherwasser in die Stadt spült, die 1535 vom spanischen Eroberer Francisco Pizarro in der Wüste gegründet wurde. Doch wer sich ins Innere Limas aufmacht, entdeckt ein pulsierendes und sehr emotionales Herz.

 

Wir streifen an einem Sonntag durch die Altstadt, die als eine der schönsten Südamerikas gilt und zum UNESCO-Weltkulturerbe der Menschheit zählt. Über den zentralen Plaza Mayor mit den schmucken Kolonialgebäuden schlendern Sonntagsausflügler. Kirchgänger streben zur Iglesia San Francisco mit ihrer prächtigen Barockfassade. Dort herrscht tumultartiges Treiben. Orgelmusik und Chorgesänge dringen durch das Hauptportal nach draußen. Wenig später quellen die Gläubigen heraus – ein  Prozessionszug mit grellbunt kostümierten und maskierten Menschen, die sich auf dem Vorplatz zu schrammeliger Blasmusik in wilden Tänzen drehen. Weihrauch wabert durch die Luft und Feuerwerkskörper knallen wie am Fließband.

Weihrauch wabert durch die Luft und Feuerwerkskörper knallen wie am Fließband

Wir vergessen die geplanten Museumsbesuche und verharren als Zaungäste, um diese turbulente Sonntagshow zu bestaunen. Doch einen Programmpunkt lassen wir uns nicht entgehen: die Katakomben unter dem Kloster Convento de San Francisco. Fotografieren und Filmen sind verboten, doch manch ein Wärter drückt ein Auge zu. Die Luft riecht modrig und die Schritte hallen überlaut durch die verwinkelten, düsteren Gänge. 70.000 Menschen sind hier begraben, ein unterirdischer Friedhof, der mit seinen Knochenbergen und fein säuberlich im Kreis angeordneten Schädeln für Gänsehaut sorgt.

Das Video “Kulinarik in Lima”

Doch oberirdisch ist Lima dem Leben voll zugewandt. Offensichtlicher Beleg ist die Spitzenstellung in Dingen Kulinark, derer sich die peruanische Hauptstadt erfreut. Fisch aus dem Amazonas, Algen aus dem Meer, schwarze Kartoffeln aus den Anden: Kaum eine Zutat wird ausgelassen, wenn Perus Chefköche die Löffel schwingen. Die einheimische Kochkultur zeigt Einflüsse aus Spanien, Afrika, China und Japan. Lima wird heute als kulinarischer Schmelztiegel kreativer Küche gefeiert. Die Chefs der Spitzenlokale genießen Kult-Status.  Wer die „Cocina Novoandiana“, die „Neue Andenküche“, kosten möchte, kann zum Beispiel ins „Central“ gehen, das immer wieder als bestes Restaurant des Kontinents gefeiert wird. In den angesagten Stadtvierteln Miraflores, Barranco oder San Isidro schießen Kulinariktempel wie Pilze aus dem Boden.

Wir möchten jedoch nicht nur schlemmen, sondern mit eignen Augen sehen, wie die Köstlichkeiten fabriziert werden. Wir schauen Mabel Aliaga über die Schulter, die im Restaurant „La Pergola“ im Schweizer Privatclub „Club Suizo“ peruanische Köstlichkeiten auf den Tisch bringt und ihre Fertigkeiten beim Showkochen öffentlich macht – bei Bedarf sogar auf Deutsch. Natürlich gibt es Ceviche, rohen Fisch in Unmengen Limettensaft mariniert, und den Rindfleisch-Klassiker Lomo Saltado, gefolgt von einem schaumbedeckten Pisco Sour. Nach Lima, das ist klar, muss man schon wegen der köstlichen Küche noch einmal zurückkehren.

Noch immer schreite ich über die Seufzerbrücke in Barranco – meine Luft wird knapp, doch einen Wunsch kann ich noch loswerden. Die Entscheidung ist einfach. Ich will noch einmal an den Amazonas. In die Dschungelmetropole Iquitos fliegen und mit einem tuckernden Boot auf dem milchkaffeebraunen Strom dahingleiten. Ich will Kaimane im Schilf aufscheuchen, Piranhas angeln, mich vor Taranteln gruseln und rosa Delfine durch Wasser gleiten sehen.

Gebrochene Knochen behandelt die Schamanin mit Anakonda-Fett

Und ich möchte noch einmal zur Schamanin Carola gehen. Schon vom Boot aus hörten wir ihren melodischen Singsang. Acht Jahre lang dauerte ihre Ausbildung zur Heilerin. Heute versorgt sie neun Dörfer am Amazonas – Geld nimmt sie nicht. Gebrochene Knochen behandelt sie mit Anakonda-Fett, gegen Haarausfall setzt sie Patchuli-Wurzeln ein und bei Depressionen hilft Ayahuasca, ein Elixier aus Lianen und Kaffeestrauchblättern. Zweimal in der Woche nippt sie selber an dem halluzinogenen Sud, der mittlerweile auch westliche Besucher an den Amazonas zieht. Menschen mit Suchtkrankheiten oder psychischen Problemen, denen die moderne Medizin nicht helfen konnte, erhoffen sich von dem uralten Heilmittel Linderung. Der Amazonas-Regenwald mit all seinen Baumgiganten, Orchideengärten, Riesenfarnen und leuchtenden Bromelien gilt als größte Apotheke der Welt.

Das Video zur Safari auf dem Amazonas

Mit unserem Guide Juan dringen wir in diese geheimnisvolle, immergrüne Welt ein. Ausgerüstet mit Gummistiefeln stapfen wir über den schlammigen Lehmboden. Lianen hängen wir Schlangen an den Riesenbäumen, Tukane krächzen in der Ferne und eine Horde von Seidenkopfäffchen turnt in einer mächtigen Zeder, deren Wurzeln mannshoch aus dem Boden ragen. Unten herrscht ewige Dämmerung. Nur wer den Kopf in den Nacken legt, kann hoch oben einige Fetzen blauen Himmel zwischen den Baumkronen ausmachen. Dort oben schwirren Kolibris durch die Luft und nippen vom Wasser, das sich in den Kelchen der Bromelien sammelt. Auf mittlerer Höhe gedeihen Orchideen und zeigen die ganze Vielfalt ihrer zarten Blüten in bizarren Formen und allen erdenklichen Farben.

Uns Menschen unten auf dem Erdboden bleiben die Frösche, Taranteln und Anakondas. Juan ist ein Kind des Regenwaldes und hat sie in Windeseile alle entdeckt. Er gibt sich jedoch wenig beeindruckt und setzt die Tarantel mit bloßen Händen auf ein Palmenblatt, damit alle ihre Fotos machen können. Auch die 2-Meter-Anakonda, die wir bald darauf in einem Bachbett erspähen, ist für Juan kein Aufreger.  „Anakondas und Kaimane halten wir hier als Haustiere“, erklärt er lässig.

Richtig Angst hätten die Amazonas-Bewohner allerdings vor den Delfinen, genau genommen vor den rosa Delfinen. Wir sind inzwischen wieder am Ufer angelangt und Juan weist auf das spiegelglatte Wasser einer Lagune, die dunkel im Schatten hoher Bäume schimmert. Plötzlich heben sich zwei pinkfarbene Rücken aus dem Wasser, wenig später steckt ein Delfin seine rosa Schnauze aus den Wellen. Rosa Delfine, so erzählt Juan, würden die jungen Mädchen aus den Dörfern entführen und sie in ihren Schlössern auf dem Grund des Amazonas gefangen halten. Unser Weltbild gerät ins Wanken: Anakondas sind niedliche Haustiere und pinkfarbene Flipper der gefürchtete Feind? Der Dschungel, so erkennen wir, schreibt seine eigenen Gesetze.

Weitere Informationen zur Reise nach Peru

Peru-Rundreise

Buchung am besten beim Spezialisten, zum Beispiel PERU HCT Viajes, der in Deutschland über Reallatino Tours (www.reallatino-tours.com) angefragt werden kann.

Flusskreuzfahrten Amazonas

Jungle Experiences hat drei Schiffe auf dem Amazonas im Programm: Zafiro (Schwerpunkt Luxus), La Perla (Schwerpunkt Expedition) und Amatista (Schwerpunkt Tradition) www.junglexperiences.com

Hotelempfehlungen

Lima: Hotel Westin Convention Center Lima. Stilvolles Stadthotel mit sehr komfortabler Ausstattung. www.westinlima.com

Cusco: Hotel Libertador Palacio del Inca Cuzco – The Luxury Collection Cuzco. Wunderbare Unterkunft mit historischem Flair im Herzen von Cusco. www.libertador.com.pe/hotel/palacio-del-inka/

Cusco: Hotel Costa del Sol Ramada Cusco. Hübsches Hotel mit netter Atmosphäre und perfekter Lage. www.costadelsolperu.com/cusco/

Heiliges Tal der Inka: Aranwa  Sacred Valley- Hotel & Wellness. Noble und sehr stilvolle Hotelanlage mit historischen Gebäuden. www.aranwahotels.com/hotel-valle-sagrado/

Double Tree by Hilton Hotel, sehr komfortables Stadthotel im Herzen der Dschungelmetropole. http://www.hiltonhotels.de/doubletree-by-hilton/

Show-Cooking in Lima: La Maga Catering- servicio culinario. www.lamagacatering.com

Rezept Pisco Sour

Zutaten: 90 ml Pisco, 30 ml Limettensaft, 30ml Zuckersirup, halbes Eiweiß, 3 Tropfen Amargo Chuncho Bitters, Eiswürfel. Zubereitung: Limetten auspressen. Pisco, Limettensaft, Zuckersirup, Eiweiß und eine Handvoll Eiswürfel in einem Cocktailshaker mindestens 30 Sekunden kräftig schütteln. Nach dem Einschenken ein paar Spritzer Bitters auf den Eischaum geben. (von Mabel Aliaga, Chefköchin im La Pergola im Club Suizo in Miraflores/Lima)

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung!

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Wie Tarzan und Jane

Johnny Weissmüller war echt klasse. Nicht nur als Schwimm-Olympiasieger – auch auf der Kinoleinwand. „Ich Tarzan. Du Jane?“ An seinen Abenteuern konnte man sich als Kind nicht sattsehen. Jetzt aber ist die Gelegenheit da. Einmal für ein paar Stunden selbst zu Tarzan zu werden. Nicht im afrikanischen Dschungel, aber im fränkischen Fichtelgebirge. Am Ochsenkopf kann man sich in schwindelerregender Höhe von Baum zum Baum schwingen. Nicht an Lianen, aber an Stahlseilen. Und man darf als Mann auf die Bewunderung seiner Jane hoffen.

Johnny Weissmüller war echt klasse. Nicht nur als Schwimm-Olympiasieger – auch auf der Kinoleinwand. „Ich Tarzan. Du Jane?“ An seinen Abenteuern konnte man sich als Kind nicht sattsehen. Jetzt aber ist die Gelegenheit da. Einmal für ein paar Stunden selbst zu Tarzan zu werden. Nicht im afrikanischen Dschungel, aber im fränkischen Fichtelgebirge. Am Ochsenkopf kann man sich in schwindelerregender Höhe von Baum zum Baum schwingen. Nicht an Lianen, aber an Stahlseilen. Und man darf als Mann auf die Bewunderung seiner Jane hoffen.

Eine wärmende Jacke? „Nicht nötig“, sagt Andreas Munder, der die sechsköpfige Gruppe zusammen mit Guide Gerd im Ortsteil Fleckl in Warmensteinach am „Bullheadhouse“ begrüßt. Hier ist die Talstation an der Südseite des Ochsenkopfs. „Oben am Gipfel sind es satte 16 Grad. Euch wird garantiert schnell warm“, ergänzt der Geschäftsführer der Tourismus & Marketing GmbH Ochsenkopf mit andeutungsvollem Lächeln. Wie Recht der Mann haben sollte, wird sich später schnell herausstellen. Es geht darum, den „Zipline-Park“ mit Erfolg zu meistern, sich auf drei spannende Stunden – und auf jede Menge Adrenalin zu freuen. Doch zunächst geht’s einmal rein in den Sessellift – und hoch zum Gipfel.

ziplining fichtelgebirge - ochsenkopf - wilfried geiselhart-Ochsenkopf Breitengrad53_4

Fotos: Wilfried Geiselhart

Ochsenkopf ist zweithöchster Berg des Fichtelgebirges

Der sagenumwobene Ochsenkopf ist mit 1.024 Metern der zweithöchste Berg des Fichtelgebirges. Der benachbarte Schneeberg ist mit 1.053 Metern geringfügig höher. Nur gut 20 Kilometer von der oberfränkischen Regierungsstadt Bayreuth entfernt, zieht der Ochsenkopf  im Sommer wie im Winter viele Besucher an, gerade auch weil hier schon seit fast 50 Jahren vom Norden wie vom Süden Sessellifte auf den Berg führen, der in früheren Jahrhunderten als  „der Hohe Vichtelberg“ oder auch Fichtelberg bekannt war. Erstmals wird der Name Ochsenkopf 1495 in Bergwerksakten genannt, als Lorenz von Ploben aus Nürnberg das Bergwerk auf dem Fichtelberge „bei dem Ochsenkopf“ zu Lehen erhält. Das in Fels eingemeißelte Stierhaupt auf dem Berggipfel ist noch heute zu sehen.

Wandern ist im Fichtelgebirge viel, aber nicht alles: Beim Urlaub am Ochsenkopf kann man auch zum erfolgreichen Abseiler werden

In dessen unmittelbarer Nähe soll ein inzwischen eingestürzter Stolleneingang, das so genannte Schneeloch, gelegen haben. Bis heute ist die Herkunft des Namens jedoch nicht eindeutig geklärt. Der Tierkopf könnte der Überlieferung nach ein Symbol für den slawischen Gott Radegast sein, der vielleicht auf dem Berg geopfert wurde. Eine andere Sage wiederum erzählt, dass früher an den Hängen des Berges Ochsen und Kühe weideten. Ein hiesiger Bauer soll einst einen Ochsen verloren und erst Jahre später dessen abgenagten Schädel gefunden haben. Zur Erinnerung soll dann das Bild in den Stein geschlagen worden sein. Am wahrscheinlichsten erscheint die Theorie, dass der Tierkopf ein Zeichen der Alchemisten ist, die dem Planeten Merkur Quecksilber zuordneten. Schließlich wurde in den Bergwerken am Ochsenkopf schon im 15. Jahrhundert Gold, Silber, Zinn, Eisen, aber auch Quecksilber abgebaut. Wie auch immer: Es gilt als sicher, dass das Ochsenkopfbildnis in der Felsgruppe am Schneeloch ausschlaggebend für den heutigen Bergnamen war.

Tarzan lässt grüßen

Zurück zur Gegenwart. Und zurück zu den modernen Abenteurern des 21. Jahrhunderts, die sich heute einer ganz speziellen Herausforderung stellen. Nein, das Herz rutscht (noch) nicht in die Hose. Aber etwas Anspannung ist schon vorhanden angesichts der Tatsache, dass man sich mit Seilrollen an dünnen Stahlseilen in ungeahnte Tiefen stürzen will. Immerhin soll es sich um 16 Teilstrecken handeln, die bis zu 300 Meter lang sind. Immerhin soll man sich später immer wieder an recht überschaubar großen Baumplattformen und auf etwa 20 Meter Höhe befinden. Und immerhin sollen zahlreiche exotische Abseilaktionen verlangt werden. Tarzan lässt also grüßen. Aber das wurde ja bereits gesagt.

Keine Panik. Zuerst das Equipment mit den nötigen Gurten am Körper anpassen. Alles gut verzurren. Guide Gerd hat alles im Griff. Und er erklärt detailliert das gut ausgefeilte Sicherheitskonzept. Man sichert sich also mit zwei Haken, wobei der eine nur zu öffnen ist, wenn der andere verriegelt ist. Wird der eine Haken entriegelt, ist der andere automatisch verschlossen. Das leuchtet ein. Will aber geübt werden. Genauso wie das Einhängen der Seilrolle. Gut, dass es einen Übungshang uns eine kleine Teststrecke gibt. „Learning by doing“ ist die Devise. Na also, geht doch. Noch eins ist wichtig: Einer für alle, alle für einen. Großes Musketier-Ehrenwort. Bevor der Vordermann oder die Vorderfrau sich auf die nächste Etappe macht, klopft er oder sie kräftig auf das Stahlseil – als Startsignal für den Nächsten. Und man wartet auf dessen Ankunft, gibt gegebenenfalls Hilfestellung. Schließlich ist auf der vielleicht einen Quadratmeter großen Holzplattform locker Platz für zwei Leute. Sollte man aus irgendwelchen Gründen in Schwierigkeiten geraten, dann gibt’s unterwegs kaum übersehbare rote Signalpfeifen. Und notfalls ist ja immer noch Gerd da.

Erste Fahrt geglückt – erste Landung auch

Geht’s endlich los? Aber ja. Nach unten schauen? Muss nicht unbedingt sein. Es gilt, die Konzentration hoch zu halten. Schließlich will Tarzan seiner Jane in nichts nachstehen. Wäre ja noch schöner. Haken eins entriegeln und einhängen. Jetzt Haken zwei entriegeln und ebenfalls einhängen. Haken eins ist damit wieder automatisch verriegelt. Die Seilrolle auf das Stahlseil. Beide Haken darauf einhängen. Daran denken, während der Fahrt zur Stabilisierung beide Hände auf der Rolle zu lassen. Und nach gut zwei Drittel der Strecke ein wenig bremsen, indem man mit einer behandschuhten Hand gefühlvoll auf das Stahlseil hinter der Rolle drückt. Erste Fahrt geglückt. Erste Landung auch. Schade, man hätte die legendären Tarzan-Schrei vorher besser üben sollen. Rasant geht es weiter. Beim nächsten Mal darf man sich zur nächsten Station abseilen. Rückwärts, bei Bedarf immer wieder die Beine am Baumstamm leicht abstoßen.

Die einzelnen Wegstrecken werden länger. Das Tempo höher. Das mit dem Bremsen will noch nicht in gewünschter Weise klappen. Und so kommt es, wie es kommen muss. Die Landung scheitert, es geht wieder rückwärts – um anschließend in der Mitte der Strecke zum Stillstand zu kommen. Was nun? Eine rote Pfeife suchen? Gerd um Hilfe bitten? Blödsinn. Selbst ist der Mann. Mit ein paar Muckis und der nötigen Armkraft ist es kein Problem, sich schlappe hundert Meter bis zur Plattform zu ziehen. Also kann es weiter gehen und weiter und weiter. Und es wird immer wärmer. Andreas Munder war mit seiner Vorhersage, keine Jacke zu benötigen, wohl doch auf dem richtigen Dampfer.

Nach zweieinhalb Stunden ist die Talstation erreicht

Komisch, aber jetzt läuft alles wie am Schnürchen. Als ob man nie etwas anderes gemacht hätte. Was, schon vorbei? Nach zweieinhalb Stunden ist die Talstation wieder erreicht. Irgendwie fühlt man sich größer als vorher. Zufriedenes Abklatschen mit allen anderen Teammitgliedern, natürlich auch mit Gerd – und vor allem mit Jane. „Ich bin stolz auf dich. Eigentlich hätte ich nicht gedacht, dass du das so problemlos packst“, sagt sie mit großen Augen.

Weitere zwei Stunden später: Jeglicher Stress ist von Tarzan und Jane abgefallen. Sie entspannen sich im wunderschönen Wellness-Bereich des Landhauses Preißinger und genießen im Ruheraum der Sauna den beschaulichen Blick über die Dächer von Warmensteinach. Beim anschließenden Abendessen schmecken die fränkischen Spezialitäten des Hauses noch besser als sonst. Und das Bier der regionalen Brauerei sowieso. Natürlich sucht Tarzan das Gespräch mit dem Wirt und der Wirtin, um von seinen Heldentaten zu schwärmen. Und er spricht davon, dass es morgen auf die Nordseite des Ochsenkopfs geht, um es auf dem „Alpine Coaster“, einer neuen, schienengeführten Sommerrodelbahn, richtig krachen zu lassen. Das könnte Riesenspaß machen, weiß Tarzan. Aber auch der vom Landhaus leicht zu erreichende „Jägersteig“ will noch erwandert werden. Nicht zu vergessen die bereits fest eingeplante Mountainbike-Radtour. Sie führt vom Gipfel des Ochsenkopfs zu den Quellen von Weißmain und Naab, rund um den Fichtelsee bis zum Naturmoorbad. „Ich habe sicherheitshalber E-Bikes geordert“, sagt Tarzan zu Jane, der ein erleichtertes Lächeln um die Mundwinkel zu huschen scheint. Gut so, schließlich müssen die strapazierten Muskeln zwischendurch auch mal geschont werden.

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung!

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