Zum Sonnenuntergang nach Santorin

Die Ägäis, das tiefblaue Meer, das die griechische und türkische Küste umspült, war Schauplatz dramatischer Mythologie. Vor allem auf den zahlreichen Inseln, mal bewohnt mal menschenleer, haben sich antike Tragödien abgespielt, wurden Götter und Heilige verehrt und Könige grausam gemordet. Dennoch zieht die sagenumwobene Welt der Ägäis heute wie vor tausenden von Jahren die Menschen an. Das azurblaue Wasser, das unvergleichlich helle Licht und vor allem die Beständigkeit der Winde schaffen die Voraussetzungen für einen regen Schiffsverkehr zu den Inseln.

Die Ägäis, das tiefblaue Meer, das die griechische und türkische Küste umspült, war Schauplatz dramatischer Mythologie. Vor allem auf den zahlreichen Inseln, mal bewohnt mal menschenleer, haben sich antike Tragödien abgespielt, wurden Götter und Heilige verehrt und Könige grausam gemordet. Dennoch zieht die sagenumwobene Welt der Ägäis heute wie vor tausenden von Jahren die Menschen an. Das azurblaue Wasser, das unvergleichlich helle Licht und vor allem die Beständigkeit der Winde schaffen die Voraussetzungen für einen regen Schiffsverkehr zu den Inseln.

Gerade kleinere Schiffe, wie die Celestyal Olympia mit 720 Kabinen bieten eine dreitägige Kreuzfahrt in der Ägäis mit allem Drum und Dran. Von der Kabine, all inclusive, Unterhaltungsprogramm, Fitness und Massagen kann man es sich zwischen den Landausflügen gut gehen lassen.


 

Kurs auf die sagenumwobenen Inselwelten in der Ägäis

Doch im Mittelpunkt stehen die Besichtigungen. Zweimal am Tag wird aus- und eingeschifft, was dank der professionellen Hilfe des Schiffspersonals reibungslos verläuft. Mit der Partyinsel Mykonos, wo jährlich zwei Mio. Touristen Urlaub machen, beginnt das Ausflugsprogramm. Auf einem Inselrundgang vorbei an den chicen Boutiquen und Cafés sind neben den gepflegten Sandstränden auch die berühmten Windmühlen auf den Anhöhen der Insel nicht zu übersehen. Vom starken Wind dort oben wurden sie schon vor rund 400 Jahren angetrieben, wodurch das Mehl gemahlen werden konnte.

Wer sich für ihre Geschichte interessiert kann das Mühlenmuseum besuchen. Sehenswert sind auch die typischen, strahlend weißen Häuser und Villen. Mit den Flachdächern, kleinen Balkonen und Erker erinnert die Architektur an den Orient.

Antike Bibliothek

Auf dieser Inselhopping Tour wird wie im Bilderbuch umgeblättert. Denn nur ein paar Stunden später geht die Celestyal an der türkischen Ägäis in Kusadasi vor Anker. Das antike Ephesus steht auf dem Besichtigungsprogramm. Einst galt es als größte und bedeutendste, griechische Stadt in Kleinasien. Erdbeben und witterungsbedingte Schäden haben der Architektur stark zugesetzt. Aber heute, akribisch restauriert und wiederhergestellt, erinnern die Tempel, Theater und Wohnhäuser an die Römerzeit des 2. Jh. n. Chr.


 
Höhepunkt, 1908 bei Ausgrabungen entdeckt, ist die Celsus-Bibliothek. Perfekt restauriert, ist sie heute das musikalische Mekka für berühmte Orchester, Pianisten und Opernsänger, die vor der antiken Kulisse ihr Repertoire präsentieren.

Zwischendurch während der Ruhepausen an Bord heißt es entweder mit einem Cocktail in der Hand den Wellen zuzusehen, oder, wer sich angemeldet hat, dem Kapitän des Schiffes, einen Besuch abzustatten.

Kapitän Stathis Romeos, der seit 40 Jahren hinter dem Steuerrad steht, ist  zusammen mit seiner Crew von fünf Offizieren und 20 Helfern  verantwortlich für den richtigen Kurs. Ruhig, aber bestimmt gibt er nur wenige Befehle und bleibt im Hintergrund. Aber seine Ruhe und Erfahrung wirken überzeugend, dass der Kurs auf der Celestyal Olympia stets gehalten wird.

Wallfahrtsort Patmos

Der nächste Hafen auf der Route heißt Patmos, wo sich das Kloster des Heiligen Johannes aus dem Jahr 1088 befindet. Berühmt und als Heiligtum der griechisch-orthodoxen Kirche verehrt, ist die Johannes Grotte, wo der Evangelist aufgrund seiner Visionen die Apokalypse, das letzte Buch des Neuen Testaments verfasste. Holzgeschnitzte Ikonen und Fresken zeigen wie Johannes, der auf Patmos in Verbannung lebte, seine Eingebungen erhielt. Der Blick von den Klostermauern herab auf die kleinen Inseln rundum Patmos strahlt erhabene Ruhe aus. Hier auf der sogenannten heiligen Insel herrscht nur an Ostern große Betriebsamkeit, wenn die Wallfahrer in Scharen zum Heiligtum pilgern.

Auf Kreta ist das ganze Jahr Saison

Im Gegensatz dazu ist auf Kreta das ganze Jahr Saison. Der Palast von Knossos, in dem sich die grausame Sage um das Monster Minotaurus abspielte, übt nach wie vor eine besondere Magie auf die Besucher aus.  Hinzukommt, dass die minoische Kultur, datiert um 2600 v. Chr., als Frühgeschichte der europäischen Kultur zählt.

Guide Irini verweist noch auf ein anderes Kapitel griechischer Geschichte aus der Neuzeit. Auf einer Anhöhe von Heraklion befindet sich die Grabstätte von Nicos Kazantzakis, dem Autor unter anderem des Alexis Sorbas. Als Sohn der Insel Kreta 1883 geboren, wird er heute noch verehrt. “Ich fürchte nichts – Ich hoffe nichts- Ich bin frei” so seine Grabinschrift” spricht vielen Griechen aus der Seele.

Originalrezept für Zaziki

Bevor es auf die Insel Santorin geht, wird eine Lunchpause an Bord eingelegt und der Athener Vasili Ronnliotis, Chefkoch an Bord, stellt sich und seine Crew vor. Ohne Ruhetag zaubert sie für 25 Nationalitäten die Gerichte aus der Küche. “Ich mache das seit vier Jahren hier auf diesem Schiff, nachdem ich in Hotels und Restaurants am Festland gelernt habe”, erklärt er. Seine Mannschaft, die auf 300 Küchenquadratmeter arbeitet, besteht aus 74 Mitarbeitern. Über 1600 Portionen werden tagtäglich zubereitet und serviert. Ronnliotis kocht am liebsten mediterran und lobt dabei auch das gute griechische Öl und den würzigen Käse.


 
Und dann lässt er sich noch überreden, sein Zaziki-Rezept zu verraten: “Ein halbes Kilo griechischen Joghurt, geschälte Gurken ohne Kerne dünn schneiden, mit Öl, Salz, Knoblauch und Dill verrühren. Dazu kommt ein Schuss Ouzo und für eine Nacht wird das originale Zaziki dann in den Kühlschrank gestellt”.

Letzte Sonnenstrahlen auf Santorin

Die Insel Santorin im Süden der Kykladen, wird vom Schiff aus mit Tenderbooten erreicht. Schon bei der Anfahrt begeistert die außergewöhnliche Lage der ringförmig angeordneten Inselorte. Wie auf den Felsenkamm geklebt, liegen die Häuser auf dem Vulkankrater, der gefüllt mit Meereswasser die skurrile Ansicht prägt.


 
Der Ort Oia ist neben seiner speziellen Häuserarchitektur mit gerundeten Dächern, der Aussichtspunkt für gigantische Sonnenuntergänge. Noch strahlte das helle Ägäislicht auf das bunte Dorf Oia. Doch wenn die Sonne untergeht und ihr goldenes Licht in die Ägäis ergießt, dann versinken Zeit und Raum und es bleibt Natur pur.

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung

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Jeder Blick ist ein Blick auf eine Postkarte

Jeder Blick ist ein Blick auf eine Postkarte. Jeder Schritt ist ein Schritt durchs Paradies. Das Wasser sieht aus, als hätte jemand einen Tuschkasten genommen und vermischt, so unglaublich schön ist die Farbe. Die Malediven erfüllen irgendwie alle Klischees, die ein Urlaubsparadies so erfüllen kann.

Jeder Blick ist ein Blick auf eine Postkarte. Jeder Schritt ist ein Schritt durchs Paradies. Das Wasser sieht aus, als hätte jemand einen Tuschkasten genommen und vermischt, so unglaublich schön ist die Farbe. Die Malediven erfüllen irgendwie alle Klischees, die ein Urlaubsparadies so erfüllen kann.

Urlaub auf den Malediven

Am zwei Kilometer langen Sandstrand vom Atmosphere Kanifushi Malediven sind nur Gäste des Resort. Ungestörte Erholung ist bei einem Urlaub auf den Malediven garantiert. (Fotos: Jörg Baldin)

Ein Urlaub auf den Malediven ist auf jeden Fall etwas Besonderes. Schon beim Anflug auf Malé, der Hauptstadt der Malediven, sieht man warum: Überall sind kleine Inselgruppen zu sehen, die wie Bojen auf der Wasseroberfläche schwimmen. Über 1.190 Inseln zählen zu den Malediven, die etwa 450 Kilometer südwestlich im Indischen Ozean liegen.

Mein Ziel dieser Reise ist eine Insel im Lhaviyani-Atoll, die erst seit einigen Jahren bewohnbar ist: Kanifushi. Dort liegt das neue Hotel „Atmosphere Kanifushi Maledives“, das erst am 15. Dezember 2013 eröffnet wurde. Über drei Jahre hat es gedauert, um aus der unbewohnten Insel ein 5-Sterne-Resort zu machen.

Der Transfer von Malé nach Kanifushi findet mit einem Wasserflugzeug statt. In knapp 35 Minuten Flugzeit landet man im 133 Kilometer entfernten Kanifushi und hat aus der Luft einen hervorragenden Blick auf die vielen Atolle der Malediven. Und auf die unbeschreiblichen glitzernden türkisfarbenen Farben der Lagunen.

Erst mal gelandet steigt man aus dem Flieger ins Paradies. 26 bis 30 Grad Luft- und ähnliche Wassertemperaturen, gemischt mit frischer Seeluft, glänzendem, weißen Strandsand und jeder Menge Gastfreundlichkeit machen es einem leicht, die Malediven von der ersten Sekunde an zu mögen.

Sonnenuntergang Kanifushi

Sehr schöner Blick beim Sunset Cruising. Rechts ist die Insel Kanifushi zu sehen.

Hier wird das Dhoni noch mit dem Fuß gesteuert

Gleich am ersten Tag geht’s raus mit dem Schiff zum Sunset Cruising. Die Schiffe, sogenannte Dhoni, sind etwas gewöhnungsbedürftig. Hier gibt’s kein Steuerrad, hier hängt das Steuer noch am Heck des Schiffes und gesteuert wird mit dem Fuß. Kein Scherz! Allerdings kann man sich ganz oben auf das Dach legen, muss nur bei starkem Wellengang darauf achten, nicht vom schaukelnden Boot ins Wasser zu rollen. Die Reeling dort ist nicht mehr als 20 Zentimeter hoch.

Besonders der Ausflug auf die Picknickinsel Dhidhdhoo wird sich in mein Gedächtnis brennen. Nicht weil die Anreise mit dem Dhoni aufgrund des hohen Wellengangs sehr abenteuerlich war und alle Passagiere die letzten 30 Meter schwimmen mussten, sondern weil das Picknick auf einer Art Floß vom Schiff an Land transportiert wurde. Genauso wie die Gäste, die nicht schwimmen konnten. Aber auch die Insel selbst war sehr sehenswert, im positiven und im negativen Sinn. Auf der einen Seite gab es dort wirklich paradiesische Blickwinkel. Aber, und das kann ich hier auch leider nicht verschweigen, gab es auf dieser unbewohnten Insel Berge von abgeschwemmten Plastikmüll. Leider ist Müll ein großes Problem der Malediven.

Strand Picknick Dhidhdhoo

Solche Motive gibt es auf der unbewohnten Picknickinsel Dhidhdhoo zu sehen.

Transport Picknick Dhidhdhoo

Atemberaubende Transporttechnik von Picknickutensilien und Gepäck der Passagiere. Trotz starkem Wellengang ist nur ein Rucksack ins Wasser gefallen.

Muell Picknick Dhidhdhoo

Die Kehrseite der Zivilisation: Tonnen von angeschwemmtem Müll liegen überall verteilt auf der unbewohnten Insel Dhidhdhoo.

Was kann man sonst noch machen auf den Malediven? Schlafen, sonnen, essen, sich erholen oder tauchen. Die Inselgruppe zählt zu den beliebtesten Tauchspots der Welt und auch ich habe dort nach vielen Jahren mein Tauchcomeback gewagt. Je nach Wind- und Wellenlage gibt es in der Nähe von Kanifushi einige Riffe, die sich sehr gut zum Tauchen eignen. Oder eine Fahrt mit dem Dhoni auf eine der Nachbarinseln. Hier gibt’s einige Souvenirläden zu sehen, aber man bekommt auch einen kleinen Einblick, wie die Einheimischen auf den Inseln leben, die nicht komplett vom Tourismus belegt sind.

LKW Insel Malediven

Hier hätte der deutsche TÜV längst den Zeigefinger gehoben: Ein LKW, der auf den Malediven noch seinen Dienst verrichtet.

Wasserstation_Insel Malediven

Trinkwasser ist auf den Malediven ein knappes Gut. Hier sitzt ein Einwohner an Trinkwassertanks und füllt leere Plastikflaschen auf.

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung

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Im Rocky Mountaineer durch die Berge Kanadas

Blick nach links, Blick nach rechts – alles was mein Auge sieht, ist gelb-blau. Vor mir, auf dem Spezial-Bahnhof in Vancouver, steht der riesige Rocky Mountaineer. Über 750 Passagiere in mehr als 50 Waggons machen sich in ein paar Minuten auf den Weg in die Rocky Mountains, gezogen von zwei kräftigen Diesel-Loks. Ich sitze in Wagen Nummer 6, Platz 2 und bin sehr neugierig, was mich in den nächsten Tagen erwartet. Mein Zielbahnhof ist Banff in Alberta. Es geht mit dem Zug durch die Rocky Mountains.

Blick nach links, Blick nach rechts – alles was mein Auge sieht, ist gelb-blau. Vor mir, auf dem Spezial-Bahnhof in Vancouver, steht der riesige Rocky Mountaineer. Über 750 Passagiere in mehr als 50 Waggons machen sich in ein paar Minuten auf den Weg in die Rocky Mountains, gezogen von zwei kräftigen Diesel-Loks. Ich sitze in Wagen Nummer 6, Platz 2 und bin sehr neugierig, was mich in den nächsten Tagen erwartet. Mein Zielbahnhof ist Banff in Alberta. Es geht mit dem Zug durch die Rocky Mountains.

Bevor sich der Zug in Bewegung setzt, werde ich mit dem Bus aus dem Fairmond-Hotel abgeholt. Der Check-In für diesen Teil meiner Reise findet bereits in der Lobby statt. Meine Koffer sehe ich erst im nächsten Hotelzimmer wieder. Um das Gepäck kümmern sich bis zum Ende der Reise die Mitarbeiter von Rocky Mountaineer.

Der Bus fährt mich und viele andere Gäste zum Bahnhof des Rocky Mountaineer, der extra für diesen Zug gebaut worden ist. Der Hauptbahnhof von Vancouver ist zu klein für den extrem langen Zug und vor allem viel zu klein für die 750 Passagiere, die hier einsteigen sollen. Die große Halle wird mit Klaviermusik geflutet. In der Mitte des Raumes spielt ein älterer Herr an einem Flügel Musik aus aller Welt. Für die Gäste gibt’s Kaffee und Souvenirs. Offensichtlich eine weitere Einnahmequelle des Unternehmens, denn viele Leute stehen an den Ständen und kaufen auch später im Zug Merchandisingartikel verschiedenster Art.

Start des Rocky Mountaineer in Vancouver

Dudelsackmusik anstatt Pausengong – Boarding des Rocky Mountaineers wird musikalisch gestartet.

Die gesamte Situation vor der Abfahrt erinnert mich irgendwie an den Film „16 Uhr 50 ab Paddington“ mit Miss Marple. Vor allem, als der Moment des Einsteigens kommt. Ein Dudelsackspieler im Kilt steht an den Ausgangstüren und bläst mächtig in sein Instrument. Es heißt Abschied nehmen. Tschüss Vancouver, ich tauche ein in die Welt des Rocky Mountaineer.

Die „Königsklasse“ ist die Kategorie “GoldLeaf”

Der Zug hat drei verschiedene Kategorien, die gebucht werden können. Die RedLeaf ist ein Waggon, so wie wir ihn aus dem IC kennen. Gemütliche Sitze und fast der selbe Ausblick, den die Gäste aus dem SilverLeaf genießen können. Allerdings müssen sich die RedLeaf-Gäste selbst um ihr Gepäck kümmern. Im SilverLeaf gibt’s Panoramafenster, die fast bis an die Decke reichen. Die „Königsklasse“ ist aber die Kategorie GoldLeaf. Schon alleine wegen der Doppelstockwaggons, in denen unten der Restaurantbereich und oben die Sitze der Passagiere sind und die so den fast immer freien Blick über die Büsche seitlich der Strecke genießen können. Ich finde, ein großer Vorteil gegenüber den beiden anderen Klassen, den nicht selten führt die Strecke lange Zeit an Büschen entlang.

Während wir das weite Land sehen können, sehen die anderen Gäste Äste, Büsche, Wald. Eine Kostprobe davon bekommen wir während der Essenszeiten im Bordrestaurant. An Bord des Rocky Mountaineer gibt es Frühstück und Mittag in je zwei Gruppen. Das Essen ist vorzüglich. Dafür sorgt ein Küchenteam, das für zwei Waggons zuständig ist. Überhaupt mangelt es an Personal an Bord nicht. Für unseren Wagen sind im oberen Deck fünf Mitarbeiter zuständig, die einen mit Getränken und Snacks versorgen. Immer wieder erklären sie die „Points of Interests“, die besonders interessanten Punkte an der Strecke.

Nahe Kamloops

Nur ein Besipiel für die raumhaft schönen Landschaften auf der Strecke zwischen Vancouver und Banff.

Lachs soweit das Auge reicht

Und von den POI’s gibt es jede Menge auf dem Weg nach Banff. Der lange Zug schlängelt sich recht langsam an Flüssen und Wiesen entlang in Richtung Rocky Mountains. Was mir als passioniertem Angler gleich auffällt: Lachs, soweit das Auge reicht. Die Lachse wandern Flussaufwärts, um dort zu laichen und dann zu sterben. „In diesem Jahr war die Lachwanderung besonders intensiv“, weiß Jeff Pelletier vom Rocky Mountaineer. „Zeitweise war gar kein Wasser mehr zu sehen, so viele rote Lachsrücken leuchteten aus dem Wasser.“ Für mich von der Ostsee unvorstellbar, allerdings sehe ich vom Zug aus so viele Lachse, das ich mir das am Ende doch sehr gut vorstellen kann. Schade, dass ich meine Angel nicht im Gepäck habe. Der Fraser River ist aufgrund seiner reichen Lachsbestände in der ganzen Welt bekannt und beheimatet – inklusive seiner Nebenflüsse – mehr Lachse als alle anderen Flusssysteme der Welt. Schätzungsweise zehn Millionen Lachse kehren jährlich zum Laichen in das System des Frasers zurück.

Hells Gate Fraser River

Die schmalste Stelle im Fraser River und spektakulär: Hells Gate

Während der Rocky Mountaineer durch Fraser Valley in Richtung Kamloops fährt, passieren wir die Fraser River Swing Bridge (erbaut 1904). Diese Brücke reicht von New Westminster bis in die Stadt Surrey. Stahl, wohin das Auge reicht. Die Brücke erinnert mich irgendwie an einen liegenden Eiffelturm. Es geht weiter vorbei an Fort Langley, Fraser Valley, Harrison River Bridge und Hell’s Gate. Hier ist die engste Stelle (33,5 Meter) des Fraser River, durch die über 909.000.000 Liter Wasser pro Minute fließen. Wer Lust hat, kann sich den ganzen Spaß von oben ansehen. Schweizer haben dort eine Gondel errichtet, die 152 Meter tief in den Abgrund zur anderen Seite der Schlucht führt. Den Namen hat diese Stelle 1808 von Simon Fraser erhalten, der den Fluss lange erforscht hat.

Bruecke ueber Fraser River

Viele Brücken führen über den Fraser River.

Canyon über Fraser River

Brücke über den Fraser River

Mit dem Rocky Mountaineer vorbei am “Last Spike”

Der Rocky Mountaineer stampft immer weiter in Richtung Kamloops und wird an der nächsten historischen Stelle langsamer. Wir sind beim „Last Spike of the CN Rail“ angekommen. Hier soll der letzte Nagel der CN-Strecke am 23. Januar 1915 von der Canadian Pacific Railway in den Boden getrieben worden sein. Aus dem Zug sieht man den Nagel allerdings nicht. Der müsste nach so langer zeit eigentlich auch längst verrostet sein. Rund 40 Meilen weiter wird der Thompson River breiter und verwandelt sich in den Kamloops Lake. Wir sind am Ziel des heutigen Tages angekommen.

Einfahrt Rocky Mountaineer in Kamloops

Hier wird der Thompson River breiter und verwandelt sich in den Kamloops Lake. Wir sind am Ziel des heutigen Tages angekommen: Kamloops. (Fotos: Jörg Baldin)

In Kamloops schlagen wir unser Nachtlager auf. Die Kleinstadt diente den Secwepemc- oder Shuswap-Indianern für Jahrtausende als Handelszentrum. 1812 errichtete die Pacific Fur Company an der Stelle, an der North Thompson und South Thompson River zusammenfließen ein Pelzhandelsposten. 1821 entstand das erste Fort. Die Stadt selbst lernen wir nicht kennen, da der Bus uns direkt vor unserem Hotel rauslässt und – zumindest bei mir – der Jetlag langsam zuschlägt. Neun Stunden Zeitverschiebung sind für meinen Biorhytmus zu viel und nach einem kurzen Abendessen verschlägt es mich ins Bett. Morgen früh um 6:30 Uhr steht der Bus wieder vor der Tür und bringt uns zum Zug, der am zweiten Tag dann endlich in die Rocky Mountains eintaucht und weitere atemberaubende Ausblicke verspricht.

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung

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Snowmass – Aspen’s kleine Schwester

Snowmass ist die „kleine Schwester“ von Aspen, denn Snowmass Village liegt knapp zehn Meilen von Aspen entfernt und besteht zum großen Teil aus einigen Hotels, Privathäusern und vereinzelten kleinen Shopping-Malls. Großer Pluspunkt des Ortes: Ski out – Ski in, also Ski vor dem Hotel anziehen und los. Zu Gast an einem Ort, an dem Skifahren richtig viel Spaß macht.

Snowmass ist die “kleine Schwester” von Aspen, denn Snowmass Village liegt knapp zehn Meilen von Aspen entfernt und besteht zum großen Teil aus einigen Hotels, Privathäusern und vereinzelten kleinen Shopping-Malls. Großer Pluspunkt des Ortes: Ski out – Ski in, also Ski vor dem Hotel anziehen und los. Zu Gast an einem Ort, an dem Skifahren richtig viel Spaß macht.

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Beste Bedingungen zum Skifahren in Snowmass, Colorado. Nur der Wind weht kräftig. (Fotos: Jörg Baldin. Titelbild: Fotolia.de/ #94226189)

Snowmass bietet für Bretterfans leichte Hänge oder Abfahrten, auf die sich nur geübte Skifahrer wagen sollten und die bis auf fast 4.000 Höhenmeter raufgehen. Da wird die Luft auf dem Berg ganz schön dünn… Für mich war es das beste Skigebiet, dass ich in der Region Aspen/Snowmass kennengelernt und besucht habe. Leere und sehr gut präparierte Pisten können die Besucher der Region erwarten.

Ich hatte das Glück, dass in der Nacht zuvor Neuschnee gefallen ist, und ich bei strahlendem Sonnenschein die Abfahrten genießen konnte. Dennoch ein Tipp für alle Besucher: Mütze und Schal nicht vergessen. Der Wind peitscht einem ziemlich stark an den Bergspitzen um die Ohren. Was dann folgte, war ein Skitag, der nicht mehr zu toppen ist: Pulverschnee, Sonnenschein und vollkommen leere Pisten. Genial.

Nach dem erfolgreichen Tag auf der Piste kann ich als Après Ski-Bar die „Ranger Bar“ vor dem Hotel „The Westin“ empfehlen. Hier gibt es belgisches Bier und gemütliches Ambiente. Für mich die beste Bar in Snowmass, in der es zudem auch das leckerste Bier gibt.

Tipp
Erwähnenswert ist auch die Region „Elk Camp“ und die dortigen Aktivitäten. Regelmäßig findet dort am Freitagabend eine Veranstaltung statt, bei der Livemusik, eine Feuershow und ganz viel Aktivitäten für Kinder angeboten werden.

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung!

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Skifahren beim “Geist von Spiez”

Skischuhe – Ich frage mich jedes Mal, warum sich die Menschheit in diese engen Plastikschalen, in denen man keine Bewegungsfreiheit hat und einem die Füße wegen der unnormalen Haltung absterben, überhaupt reinquetscht? Die Antwort weiß ich, als ich den Kampf mit den Schnallen der Schuhe gewonnen habe: Schnee, Berge – zum ersten Mal überhaupt bin ich zum Skifahren in der Schweiz.

Skischuhe – Ich frage mich jedes Mal, warum sich die Menschheit in diese engen Plastikschalen, in denen man keine Bewegungsfreiheit hat und einem die Füße wegen der unnormalen Haltung absterben, überhaupt reinquetscht? Die Antwort weiß ich, als ich den Kampf mit den Schnallen der Schuhe gewonnen habe: Schnee, Berge – zum ersten Mal überhaupt bin ich zum Skifahren in der Schweiz.

Als ich meine Reise in Kiel mit der Bahn starte, hätte ich auch im ICE sitzen bleiben können. Mein Ziel ist auch das Ziel des Zuges: Zürich. Ich steige allerdings in Hamburg aus der Bahn wieder aus und nehme den Flieger. Doch bis nach Interlaken im Berner Oberland fliegt die Lufthansa nicht und so steige ich in Zürich erneut in einen Zug und verbringe die restliche Zeit bis zum Zielort auf den Schienen.



Interlaken ist eine kleine Stadt (ca. 6.000 Einwohner) im Kanton Bern zwischen dem Thunersee und Brienzersee. Der Name kommt aus dem lateinischen «Inter Lacus», was soviel wie „zwischen den Seen“ bedeutet. Interlaken lebt vom Tourismus. Rund 6.000 Gästebetten und fast 60 Hotels sprechen da eine deutliche Sprache. Kein Wunder also, dass viele Hoteliers in der jetzigen Zeit von schwierigen Verhältnissen sprechen. Der Wegfall des Mindestkurses für den Schweizer Franken hat den Urlaub in der Schweiz für Gäste aus den Euro-Ländern noch teurer gemacht, als er ohnehin schon war.

Skifahren

Blauer Himmel in Interlaken. Im Hintergrund ist das Bergpanorama zu sehen. Hier ist ein Paradies zum Skifahren (Fotos: Jörg Baldin)

Deshalb will die Urlaubsregion im Berner Oberland mit noch mehr Qualität und Vielfalt beweisen, dass sich ein Urlaub in der Schweiz trotz der hohen Kosten auf jeden Fall lohnt. Ein gelungenes Beispiel dafür wurde mitten in der Stadt errichtet. „Ice Magic“ heißt eine Schlittschuhanlage, die mit mehreren Eisfeldern, einer Schlittschuh-Straße (400 m lang) und einer Anlage für Eisstockschießen für ein besonderes Schlittschuherlebnis sorgt. Und wer nach dem Schlittschuhlaufen hungrig wird, kann sich an einem der Markstände an der Bahn stärken oder im Iglu-Zelt zünftig zu Abend essen.

Ice Magic Interlaken

Eine richtig gute Schlittschuhanlage: Ice Magic.

Wer hier Skifahren will, kommt am Skibus nicht vorbei

Wer in Interlaken wohnt und skifahren möchte, der kommt am Skibus nicht vorbei. Die kostenlosen Busse fahren täglich zu den anliegenden Skiregionen. Urlauber sollten ihre Autos besser am Hotel stehen lassen, denn die Straßen bis zur Station der Bergbahnen haben es teilweise in sich. Ich fahre allerdings mit dem Zug zu meiner ersten Abfahrt. Von Interlaken geht’s nach Grindelwald zum Skigebiet „Kleine Scheidegg-Männlichen“. Hier wird mir zum ersten Mal bewusst, wo genau ich mich eigentlich befinde, denn die Zahnradbahn fährt an einem der berühmtesten Berge der Welt entlang, dem Eiger. Die Eigernordwand gehörte lange Zeit zu den schwierigsten Strecken der Welt. 52 Menschen starben insgesamt beim Versuch, die Wand zu durchsteigen. Einer der toten Bergsteiger wird noch immer vermisst. Doch nicht nur der Eiger bildet hier ein prächtiges Panorama, auch der Mönch und die Jungfrau liegen an diesem Skigebiet.

Grindelwald

Aus dem Zug in die Zahnradbahn. Wer ins Skigebit “Kleine Scheidegg-Männlichen” will, muss hier in die Zahnradbahn umsteigen.

Kleine Scheidegg

Nebel versperrt die Sicht auf den Eiger. Startpunkt für viele Skifahrer ist der Bahnhof “Kleine Scheidegg”.

Die Skipisten sind für alle Skifahrer – Anfänger oder Profi – geeignet. Einzig und alleine die Skilifte könnten komfortabler sein. Sitzheizungen oder Windschutz gibt es nicht, wären aber nützlich, weil der Wind gerne über die kahlen Schneefelder weht und man auf den teils langen Auffahrten schnell auskühlt. Aber die langen Wartezeiten an den Liften entfallen und die sehr gut präparierten Pisten und die Landschaft entschädigen dieses kleine Manko.

Fondue in allen Variationen

Nach dem langen Skitag geht’s abends ins Restaurant des „Hotel Alpenblick“ in Wilderswil. Auf dem Menu steht, wie sollte es für Schweiz Urlauber anders sein, Fondue. Was der Finne mit seiner Sauna, ist der Schweizer mit seinem Fondue. Alles was essbar ist, wird entweder in Brühe oder in Käse getunkt. Dazu gibt es ein leckeres Glas Rotwein und Brot. Für mich ist der Abend damit gerettet, denn ich mag das gemütliche Essen und lecker ist es auch…

Huette Axalp

Eine gemütliche Hütte an der Bergstation der Axalp.

Das Skigebiet am nächsten Tag ist wieder mit dem Bus zu erreichen. Heute geht’s auf einen richtigen Familienberg. Die Axalp oberhalb von Brienz verfügt über eine Sesselbahn und drei Schlepplifte und gehört mit rund 15 Pistenkilometern zu den kleineren Skigebieten im Berner Oberland. Auch diese Pisten sind hervorragend präpariert und mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden gespickt. Das kleine Skigebiet ist hervorragend für Familien geeignet. Zudem bietet der Berg einen atemberaubenden Blick auf den Brienzer See und die Brienz selbst. Wer zu Mittag zünftig essen gehen möchte, sollte ins „Restaurant Hilten“ einkehren, das etwas abseits der Pisten liegt aber mit Skiern gut erreicht werden kann.



Abends steht Kultur auf meinem Programm: Fußball-Kultur. Ich bin zu Besuch im „Hotel Belvédère“ in Spiez. Hier wurde der „Geist von Spiez“ geboren, denn die Fußball-Weltmeister von 1954 haben in diesem Haus gewohnt. Das „Wunder von Bern“ hat hier den Ursprung und deshalb erinnern viele Dinge an die Weltmeister von 1954. So auch einige Namen der Speisen, die das sehr gute Restaurant im Haus anbietet. Ich habe mich für „Der Ball ist rund und das Spiel dauert 90 Minuten“ entschieden. Auch dieses weltberühmte Zitat von Sepp Herberger soll hier im Hotel entstanden sein.

Bilderbuch Fußball-WM

Eine absolute Rarität: Ein Sammelalbum aus den 50er Jahren mit allen Bildern von der Weltmeisterelf.

Buchungen

Wer seinen Urlaub in der Schweiz über Reiseveranstalter gebucht hat, kann sich freuen. TUI zum Beispiel hat bis zum Ende der kommenden Sommersaison feste Preise mit den Hotels der Destinationen abgestimmt und fängt so Kurschwankungen ab. Dennoch empfiehlt Mario Köpers von TUI Deutschland: „Möglichst viele Nebenleistungen in die Buchung mit aufnehmen, denn die Nebenkosten werden teurer.“ Zudem bietet TUI eine Schneegarantie an, bei der bei Schneemangel kostenlos ein späterer Zeitraum oder ein anderes Urlaubsziel gebucht werden kann. Weitere Infos unter www.tui.com

Unterkunft

Das „Lindner Grand Hotel Beau Rivage“ in Interlaken liegt nur wenige Minuten vom Bahnhof entfernt und bietet neben großzügigen Zimmern vor allem eine gute Küche und einen großen Wellnessbereich mit Schwimmbad an. Das 5-Sterne-Grandhotel wurde 1874 erbaut. Weitere Infos unter www.lindnerhotels.ch

Hinweis: Der Autor wurde zu dieser Reise eingeladen.

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Das Lächeln macht den Unterschied

Schon das Lächeln macht den Unterschied aus. Ich steige in ein Flugzeug und habe einen zwölf Stunden Flug vor mir. Mein Platz ist dieses Mal in der Business Class. Deshalb…

Schon das Lächeln macht den Unterschied aus. Ich steige in ein Flugzeug und habe einen zwölf Stunden Flug vor mir. Mein Platz ist dieses Mal in der Business Class. Deshalb weiß ich, dass ich in Laos ausgeruht und entspannt ankomme. Doch nicht nur ich habe ein Lächeln im Gesicht, auch die Stewardessen lächeln. Ich fliege mit Singapore Airlines, der besten Airline der Welt. Und meine gute Laune habe ich nicht ohne Grund.

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In der Business Class von Singapore Airlines hat man am Start der Langstreckenflüge gut lachen. (Fotos: HFR)

Mein Ziel ist Vientiane in Laos. Ich fliege die 8.854 Kilometer von Düsseldorf aus. Von der pulsierenden Metropole in Nordrhein-Westfalen in die Demokratische Volksrepublik Laos. Ein Unterschied, wie er nicht größer sein kann. Doch zuerst kann ich die Business Class von Singapore Airlines genießen, denn der erste Flug geht von Düsseldorf nach Singapore. Die 12.45 Stunden Flugzeit sind fast zu kurz, um die ganzen Annehmlichkeiten der Business Class zu genießen. Und schon das Lächeln macht den Unterschied aus.

86 cm breite Plätze

Und auch der Platz. Die Sitze sind 86 cm breit. Bequeme Polster, Lederbezug und ausreichend Stauraum zur Aufbewahrung meiner persönlichen Gegenstände, wie zum Beispiel Smartphone, findet der Passagier vor. Das Beste, gerade auf Langstreckenflügen: Der Sitz kann zum Schlafen vollständig in ein flaches Bett verwandelt werden. Bettwäsche, Bettdecke und Kissen inklusive.  Wer möchte, der lässt sich den Sitz von den SIA-Girls in ein bequemes, flaches Bett umwandeln.

Wer keine Lust auf schlafen hat oder nicht müde ist, kann mit „Krisworld“ auf einem 15,4-Zoll-LCD-Bildschirm auf eine beeindruckende Auswahl an über 1.000 Unterhaltungsoptionen – Filme, Fernsehsendungen, Musik, Spiele und Anwendungen mit Noise-Cancelling-Kopfhörern von Bose zurückgreifen.

Essen wird in Unterdruckkabine getestet

Auch das Essen an Bord von Singapore Airlines ist beeindruckend. Der Clou: Die Chefköche der Airline bringen alle Gerichte in eine Unterdruckkabine, wo die Bordmenüs unter simulierten Flugzeug-Bedingungen getestet werden. Hier wird solange gekocht, bis das Gericht auch auf 10.000 Meter Höhe vorzüglich schmeckt. Und das tut es. Vor allem in Verbindung mit einem Getränk aus der gut sortierten Bar an Bord des Flugzeuges, Champagner natürlich inbegriffen.

Mein Flug nach Laos ist schnell vergangen. Ich habe mir viele Filme aus dem Bordprogramm angesehen, sehr gut gegessen und getrunken und einige Stunden geschlafen. Selten war die Anreise nach Asien so entspannt wie dieses Mal.

Hinweis: Die Reise nach Laos mit Singapore Airline erfolgte auf Einladung

 

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Abenteuer Strandsand

Weit und breit kein Mensch zu sehen. Spritzwasser macht die Scheibe meines Land Rovers nahezu undurchsichtig, dennoch gebe ich Gas. Jetzt ist kein guter Moment im Sand stecken zu bleiben. Ich trete weiter auf das Gaspedal. Der Motor dreht hoch, die Reifen fressen sich in den nassen Sand der Nordsee und treiben den Discovery Sport weiter nach vorn. So macht das Fahren am Strand der Insel Rømø richtig Spaß. Und mit diesem Wagen bleibt man ohnehin nirgends stecken. Zumindest nicht in Dänemark.

Weit und breit kein Mensch zu sehen. Spritzwasser macht die Scheibe meines Land Rovers nahezu undurchsichtig, dennoch gebe ich Gas. Jetzt ist kein guter Moment im Sand stecken zu bleiben. Ich trete weiter auf das Gaspedal. Der Motor dreht hoch, die Reifen fressen sich in den nassen Sand der Nordsee und treiben den Discovery Sport weiter nach vorn. So macht das Fahren am Strand der Insel Rømø richtig Spaß. Und mit diesem Wagen bleibt man ohnehin nirgends stecken. Zumindest nicht in Dänemark.

LandRover Discovery Sport - Romo - Jörg Baldin-5070

Rømø liegt drei Kilometer nördlich von Sylt und ist vor allem wegen des kilometerbreiten befahrbaren Sandstrandes ein beliebtes Ferienziel, vor allem für Surfer und Familien mit Kindern. (Fotos: Janina Baldin)

Meinen Kindern auf dem Rücksitz scheint es zu gefallen. Immer und immer wieder fordern sie mich auf, durch die tiefen Pfützen am breiten Strand der Nordsee zu fahren. Wo andere Fahrzeuge längst im Schlamm versagen, fährt der Land Rover Discovery Sport wie auf Schienen. Egal ob Straße, weicher Sand, nasser Sand oder Wiese – der Wagen ist auf allen Untergründen zuhause.

Zum zweiten Mal sind wir auf der Insel Rømø

Zum zweiten Mal sind wir im Urlaub auf der Insel Rømø. Und wieder haben wir einen Land Rover dabei, der sich sehr gut in die Landschaft von Dänemark einfügt. Und in unseren Urlaubsablauf. Das Gepäck für fünf Personen passt locker in den geräumigen Kofferraum des Geländewagens und auf der Straße macht das Fahren mit dem Auto ohnehin viel Spaß. Motor, Getriebe und Fahrwerk sind optimal für die längere Fahrt abgestimmt.

Und so führt die Fahrt von Kiel über Flensburg auf die Insel Rømø, die über einen längeren Damm, dem Rømødæmningen, mit dem Auto vom Festland erreichbar ist. Die Insel ist nur knapp 129 km² groß und hat kaum mehr als 590 Einwohner. Rømø ist die südlichste dänische Wattenmeerinsel. Sie liegt drei Kilometer nördlich von Sylt und ist vor allem wegen des kilometerbreiten befahrbaren Sandstrandes ein beliebtes Ferienziel, vor allem für Surfer und Familien mit Kindern.

LandRover Discovery Sport - Romo - Jörg Baldin-5048

Havneby ist der größte Ort von Rømø

Havneby, im Süden der Insel, ist der größte Ort von Rømø. Dort ist auch der Fährhafen der Insel, der mit der Rømø-Sylt-Linie die einzige Alternative für Besuche auf Sylt ist, die nicht über den Hindenburgdamm führt. Zwei große Strände bilden den Mittelpunkt der vielen Urlauber, die nach Rømø kommen. Neben dem Sonderstrand ist vor allem der Lakolk Strand ein beliebtes Ziel. Der über 700 Meter breite, feine Sandstrand darf mit dem Fahrzeug befahren werden. Aus diesem Grund sind dort, vor allem in den Sommermonaten, viele Urlauber mit Kindern zu finden, die die Weite des Strandes für einen entspannten Familienurlaub nutzen.

Hinweis: Der Land Rover Discovery Sport wurde uns zur Verfügung gestellt.

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Art-déco-Mekka Miami: Feel the Sunshine

Wer in Miami Beach durch die Straßen schlendert, fühlt sich wie einer der obercoolen Rauschgiftfahndern Sonny Crocket und Ricardo Tubbs. In der Kultserie Miami Vice rasten die beiden Glamour-Boys mit ihren Luxusschlitten durch die Straßen Miamis oder preschten mit schnellen Jachten durch die Biscayne Bay – im Hintergrund immer die bonbonbunte Art-déco-Kulisse von Miami Beach. Die beiden smarten Jungs in ihren pastellfarbenen Sakkos und Lederslippern jagen zwar schon lange keine knallharten Gangster mehr, doch der lässig-coole Lebensstil à la Miami Vice ist immer noch präsent.

Wer in Miami Beach durch die Straßen schlendert, fühlt sich wie einer der obercoolen Rauschgiftfahndern Sonny Crocket und Ricardo Tubbs. In der Kultserie Miami Vice rasten die beiden Glamour-Boys mit ihren Luxusschlitten durch die Straßen Miamis oder preschten mit schnellen Jachten durch die Biscayne Bay – im Hintergrund immer die bonbonbunte Art-déco-Kulisse von Miami Beach. Die beiden smarten Jungs in ihren pastellfarbenen Sakkos und Lederslippern jagen zwar schon lange keine knallharten Gangster mehr, doch der lässig-coole Lebensstil à la Miami Vice ist immer noch präsent.

Vor allem ist Miami Beach in den USA nach wie vor das Mekka für Art-déco-Fans, die aus aller Welt kommen, um einmal im Leben den berühmten Ocean Drive mit seinen reliefverzierten Häusern in Erdbeerrot, Mintgrün und Sonnengelb entlangzubummeln.

Miami Beach ist Mekka für Art-déco-Fans

Wer dieses Baudesign der 1930er-Jahre liebt, sollte es sich nicht nehmen lassen, in einem stilechten Haus zu nächtigen. Ein Schmuckstück ist das Como Metropolitan Miami Beach Hotel in einem Gebäude von Albert Anis, der als einer der führenden Art-déco-Architekten Miamis gilt. Mit tropischen Farben und fröhlicher Ornamentik verlieh er dem ursprünglich aus Frankreich stammenden Art-déco eine exotische Note. Im Como-Hotel an der Collins Avenue, das 2014 komplett renoviert wurde, sind viele liebenswerte Details aus den 1930er-Jahren wie der Terrazzo-Boden und die mit Glaskugeln verzierten Galeriegeländer erhalten geblieben. Aufgefrischt wurde das immerhin schon fast 100 Jahre alte Art-déco-Design durch moderne Stilelemente, ausgefeilte Technik und charmante Details – eine reizvolle Mischung für einen stilvollen Aufenthalt.

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Alle Fotos by Jutta Lemcke

Wer sich in das lässige, unprätentiöse Beachlife-Design des Como-Hotels verliebt hat, wird auch gerne an den Ocean Drive fahren, um diese Vorzeigestraße des Art-déco zu erkunden. Hier reiht sich ein bonbonbuntes Haus an das nächste, es locken Hotels, angesagte Restaurants und stylische Bars. Oldtimer cruisen mit offenem Verdeck durch die Gassen und selbstverliebte Schönheiten zeigen ihre modellierten Bodys in schrillen Outfits. Mit einem Cocktail in der Hand genießen die Müßiggänger die Sonne und lassen den Tag an sich vorbeiziehen. Entlang der Strandpromenade finden sich eingezäunte Plätze mit Reckstangen und allerlei anderem Gerät – nicht etwa für Kinder zum Spielen, sondern für Bodybuilder, die dort versuchen, ihre sowieso ideal geformten Körper noch weiter zu perfektionieren.

Hier werden Muskeln trainiert, von denen der Normalsterbliche noch nicht einmal weiß, dass sie existieren. Zuschauer sind übrigens durchaus willkommen, schließlich geht es in Miami Beach vor allem ums eins: Sehen und Gesehen werden. Doch keine Bange, selbst wer selber lange kein Fitnessstudio mehr von innen gesehen hat, wird wie selbstverständlich in diese lässige Gemeinde aufgenommen und kann am Strand oder am Ocean Drive den easy way of life genießen.

Sahnestücke des Art-déco zwischen 5th und 14th Street

Die Sahnestücke des Art-déco finden sich zwischen 5th und 14th Street. Wie wäre es also mit einem Eistee vor dem Colony Hotel oder einem Snack im News Café, das als Stammkneipe der Berühmtheiten gilt und deshalb regelmäßig von Touristen auf Promisuche aufgesucht wird? Kubanisches Flair bieten das Larios on the Beach oder das Mango’s Tropical Café. Der Vorteil: Alles liegt dicht beisammen, so dass beim Bummeln jede Menge Zeit bleibt, um eine Pause einzulegen und dem Treiben zuzuschauen. Wer genug hat, schlendert hinüber zum Lummus Park oder gleich an den Strand mit den originellen quietschbunten Life-Guard-Hütten und lässt sich das herrlich warme Golfstromwasser um die Füße plätschern. Ein toller Tipp für alle Fußmüden: Miami Beach lässt sich wunderbar mit dem Fahrrad erkunden. Überall finden sich City-Bike-Stationen, an denen per Kreditkarte Zweiräder ausgeliehen werden können. Die Rückgabe ist ganz unkompliziert an irgendeiner anderen Station ganz nach Lust und Laune möglich – das garantiert volle Flexibilität und ermöglicht eine sehr entspannte Art, auf Entdeckungstour zu gehen. Wer architektonisch tiefer eintauchen und mehr über die Art-déco-Fassaden erfahren möchte, kann eine der 90-minütigen Führungen buchen, die vom Art Deco District Welcome Center organisiert werden. Oder er leiht sich dort einen Audioguide und macht sich auf eigene Faust auf einen Streifzug zu den circa 800 Art-déco-Gebäuden in South Beach.

Vergnügungssüchtige aus Miami stürzen sich ins Nachtleben

Am Abend wandelt sich das Bild in South Beach. Dann kommen Vergnügungssüchtige über die Bucht aus Downtown Miami und stürzen sich ins Nachtleben, das hier bunt, schrill und auch ein wenig snobby ist. Viele starten mit einem Cocktail auf einer Rooftop-Bar in die Nacht. Eine der beliebtesten ist die C-Level Rooftop-Bar direkt am Ocean Drive auf dem Dach des Hotels The Clevelander. Ebenfalls eine Top-Adresse ist The 1 Rooftop in der 18. Etage des 1 Hotel. Hier warten ein Wahnsinnsblick, leckere Cocktails und einer der schönsten Pools in Miami. Als Dresscode für die Rooftop-Bars gilt übrigens „Miami-chic“ – das bedeutet, dass man mit lässig-schicker Kleidung goldrichtig liegt – easy way of living also auch in puncto Styling.

Weitere Informationen zur Reise nach Miami Beach

Übernachten: Como Metropolitan Miami Beach, 2445 Collins Ave, Miami Beach, Florida. Stilvolles Art-déco-Haus mit 74 Zimmern, direkt am Strand und zentral zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gelegen.

Art déco: Erste Anlaufstelle ist das Art Deco Welcome Center direkt am Ocean Drive, 1001 Ocean Drive, Miami Beach, Florida

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung

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Gemeinsam in Richtung Zukunft

Es ist schon dunkel, als ich nach insgesamt 10 Stunden Flug in meiner Zieldestination ankomme. Das Flugzeug landet und wir steigen aus. Schwüle, warme Luft schlägt mir entgegen. Palmen ragen in die Höhe. Ein Hauch von Karibik empfängt mich. Wir steigen in den Bus, der uns auf direktem Weg ins Hotel bringt. Beim Blick aus dem Fenster ist die Dunkelheit allgegenwärtig. Nichts ist zu sehen, außer die Lichtkegel des Busses, die so eben die Straße beleuchten. Es gleicht einem Blick durch ein Schlüsselloch. Nur ein Bruchteil ist sichtbar.

Es ist schon dunkel, als ich nach insgesamt 10 Stunden Flug in meiner Zieldestination ankomme. Das Flugzeug landet und wir steigen aus. Schwüle, warme Luft schlägt mir entgegen. Palmen ragen in die Höhe. Ein Hauch von Karibik empfängt mich. Wir steigen in den Bus, der uns auf direktem Weg ins Hotel bringt. Beim Blick aus dem Fenster ist die Dunkelheit allgegenwärtig. Nichts ist zu sehen, außer die Lichtkegel des Busses, die so eben die Straße beleuchten. Es gleicht einem Blick durch ein Schlüsselloch. Nur ein Bruchteil ist sichtbar. Charakteristisch für die Dominikanische Republik, denn genau hier, dem Paradies für viele Touristen, ist auf den ersten Blick nicht alles sichtbar. Der funkelnde Tourismus birgt leider auch Schattenseiten, die nicht jeder sieht oder eventuell auch nicht sehen möchte. Ein bedrückendes Gefühl überkommt mich….

Meine Nacht war kurz. Ich ziehe die Vorhänge meines Hotelzimmers auf und erblicke einen traumhaften Sonnenaufgang. Ein unwirkliches Farbenspiel erstrahlt am Himmel. Die Luft ist angenehm warm. Vor meinem Zimmer wird gerade der Pool für den bevorstehenden Tag gesäubert. Die Anlage wirkt perfekt und enthält alles, was sich ein Tourist nur wünschen kann. Mehrere Pools, zahlreiche themenspezifische Restaurants, Action, Spa und natürlich die wunderschönen Strände für die die Dominikanische Republik so berühmt ist. Und das alles All-inklusive. Was will man mehr.

Für mich stehen während dieser Reise jedoch nicht die Annehmlichkeiten des Resorts auf dem Plan. Ich werde in den kommenden Tagen hinter die Kulissen blicken. Ein Blick hinter die Hotelmauern werfen, Menschen und Land kennenlernen. Was ich bis dato noch nicht weiß – Eine Achterbahn der Gefühle liegt vor mir.

Voller Tatendrang in Richtung Zukunft

Als ich Lucia Francisca zum ersten Mal treffe, begegne ich einer strahlenden, jungen Frau. Ihr Lachen ist ansteckend. Ihre Augen funkeln vor Begeisterung. Ihr Auftreten selbstbewusst und sicher. Manch einer würde bei dieser Beschreibung von einer gestandenen Frau ausgehen. Falsch gedacht. Lucia ist gerade mal 17 Jahre alt. Ein Teen, mit großen Träumen und Wünschen. Doch eins unterscheidet sie von den vielen Teens, die ich kenne. Lucia ist alleinerziehend und wohnt in einer Umgebung, die sich manch deutscher Tourist wahrlich schwer vorstellen kann, geschweige denn nie zu Gesicht bekommen wird. Doch dazu später.

Lucia vor einem der vielen Wettbüros, die es hier auf der Insel gibt. Wenn Sie die Möglichkeit nicht erhalten hätte, an der Academy von TUI Care Foundation und Plan International teilzunehmen, hätte Sie wohl hier unter enorm gefährlichen Bedingungen arbeiten müssen. Raub und Mord sind an der Tagesordnung. (Fotos: Elisabeth Konstantinidis)

Lucia ist eine von insgesamt 50 Jugendlichen, im Alter von 17-24, die aktuell die Möglichkeit erhalten ihr Leben rundweg zu verändern. Es positiv und nachhaltig zu bestimmen. Grund dafür ist ein von der TUI Care Foundation und Plan International ins Leben gerufenes Ausbildungsprogramm, die TUI Academy. Dank dieser Initiative erhalten in den kommenden drei Jahren insgesamt 150 benachteiligte junge Frauen und Männer die Möglichkeit, eine einjährige Ausbildung in der Touristik zu absolvieren. Über die beruflichen Qualifikationen hinaus behandelt das Programm auch Themen wie sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte sowie geschlechterspezifische Fragen, Arbeitsschutz und Finanzmanagement. Vielleicht denken nun Einige – 150 Jugendliche? Ein Tropfen auf dem heißen Stein! Nein, denn was diese Organisation neben der Unterstützung dieser 150 Jugendlichen vermag, ist schier mit einem positiven Lauffeuer zu vergleichen.

Vor uns stehen die ersten 50 motivierten Jugendliche dieser Academy. Sie strahlen soviel Kraft und Energie aus, wie ich es selten zuvor erlebt habe. Heute wird der offizielle Start ihrer Ausbildung eingeläutet. Feierlich und unter Beobachtung zahlreicher Journalisten und ansässiger Bürger. Ein einzigartiger Moment. Gemeinsam halten sie sich an den Händen und signalisieren so ihre Dynamik und ihren Drang nach Veränderung. Gemeinsam in Richtung Zukunft. Genau das wollen sie.

Bittere Realität – Ein Blick ins wahre Leben

Jeder für sich hat in der Vergangenheit Schlimmes erlebt: Vergewaltigung, Missbrauch, Gewalt. Alltag für viele Jugendliche in der Dominikanischen Republik, die weltweit die dritthöchste Rate an Teenagerschwangerschaften bei Mädchen zwischen 12 und 13 Jahren zählt – mehr als die Hälfte der Geburten entfällt auf Mädchen unter 15 Jahren. Viele der in Armut lebenden Kinder haben kaum oder keine Gelegenheit die Schule zu besuchen, oft weil ihnen wegen des illegalen Aufenthaltes (Haitianer) die Schule verwehrt bleibt oder es einfach an Geld fehlt. Die Arbeitslosigkeit liegt durchschnittlich bei 15 Prozent. Bei Frauen hingegen liegt sie bei 29 Prozent und bei Jugendlichen bei rund 27 Prozent.

Die meisten Kinder gehen schon in jungen Jahren einer „Arbeit“ nach – Autoscheiben oder Schuhe putzen, Waren verkaufen oder auf den Strassen betteln. Viele Mädchen werden schon in jungen Jahren zum Sex gezwungen. Die meisten, die einen Job haben, arbeiten für sehr niedrige Löhne, haben kaum eine Perspektive. Der Teufelskreis zwischen Armut und Verzweiflung ist in stetem Gange und scheint nicht stillzustehen. Gemeinsam mit PLAN International will die TUI Care Foundation genau diesen Teufelskreis durchbrechen und den Jugendlichen eine neue Perspektive geben sowie Lösungen für Themen wie Ausbeutung und Arbeitslosigkeit schaffen. Ein langer steiniger Weg. Doch der Anfang ist gemacht.

Die 50 Jugendlichen, die sich zum Teil erst innerhalb der Academy kennengelernt haben, sind bereit ihren Weg in eine bessere Zukunft zu gehen. Auch Lucia. Sie sitzt stolz neben mir. Wir kommen ins Gespräch. Anfänglich stelle ich zögernd meine Fragen. Es folgen Antworten, die mich teils sprachlos, teils glücklich stimmen. Ehrliche Worte, die wachrütteln.

„Mein Glück kann ich eigentlich kaum in Worte fassen“, so Lucia. „Ich bin zutiefst dankbar und voller Vorfreude. Ich habe nun die Möglichkeit mir und meinem Kind eine Perspektive zu bieten. Eine neue Richtung einzuschlagen“, strahlt sie mich an und ihre Augen funkeln. „Allein die vergangenen ersten Wochen der Academy haben mich verändert. Mir Kraft und Optimismus verliehen, mir die Möglichkeit gegeben mein Leben zu reflektieren und zu entscheiden, welcher Weg für mich und meinen Sohn der bessere ist“.

Lucia wird nachdenklich. Eine bedrückende Stille erfüllt den Moment. Ich merke, wie sie versucht die richtigen Worte zu finden. Es fällt ihr schwer. Ihre Augen füllen sich mit Tränen, die sie krampfhaft versucht zurückzuhalten. Ich nehme ihre Hand und schaue ihr in die Augen. Sie lächelt mich an. „Manchmal habe ich Angst aufzuwachen und zu merken, das dies alles nur ein Traum war. Ich möchte nicht mehr zurück, zurück in mein altes Leben. Ich will nur noch tun, was für mich und meine Familie das Beste ist. Auch wenn es Tag für Tag ein enormer Kraftakt ist. Ich kenne Mädchen in meinem Alter, die Angst haben diesen Schritt zu gehen. Angst vor der Gewalt ihrer Männer, der Abstoßung ihrer Familie. Es ist nicht selbstverständlich, dass wir hier sind und die Möglichkeit erhalten, unser Leben in neue Bahnen zu lenken. Der Alltag in der Dominikanischen Republik sieht leider anders aus.“ Sie holt tief Luft. Ihre Anspannung ist spürbar. „Viele Familien wollen nicht das ihre Kinder selbst bestimmen. Sie kennen es nicht anders. Dafür kann man ihnen keinen Vorwurf machen. Wichtig ist nun, ihnen aufzuzeigen, dass ihre Kinder ein anderes Leben erfahren können. Ein Leben in dem Gewalt, Missbrauch und Rücksichtslosigkeit keine Rolle mehr spielen.“

“Easy Life” – ein makabres Wortspiel

Während unseres Gesprächs fällt immer wieder ein Begriff: „Easy Life“. Mir wird nicht ganz klar, was sie damit meint. Ich frage nach und erschrecke bei der folgenden Erklärung. „Easy Life“ ist das Motto vieler Frauen und Mädchen hier in der Dominikanischen Republik. Sich und ihren Körper zu verkaufen, um sich und ihren Familien ein Überleben zu garantieren. Genau das bedeutet das „einfache Leben“. Meine Fassungslosigkeit ist mir ins Gesicht geschrieben. Ich bin erschüttert über diese Denkweise und die Art, wie viele Jugendliche hier auf der Insel damit umgehen. „Ich will den meisten Mädchen oder Müttern keine Vorwürfe machen“, versucht Lucia mich beruhigen.

„Meist kennen Sie es nicht anders. In jungen Jahren werden Sie zum Teil schon von ihren Eltern oder Müttern mit in die Bars genommen. Dort werden sie aufgefordert, für die Touristen zu tanzen, sie zu unterhalten. Doch was vielleicht viele Touristen als lustig und gar amüsant empfinden, wird von einer anderen Gruppe leider komplett ausgenutzt, sogar herbeigesehnt. In den dunklen Gassen der Insel, hinter verborgenen Türen folgen dann für diese Kinder Momente, die kein Kind erleben sollte“. Ich halte weiterhin Lucia´s Hand und kämpfe nun selbst mit den Tränen. Ich bin selbst Mutter. Fassungslosigkeit und Ohnmacht mischen sich mit Wut. Ich schaue Lucia an und höre ihr weiter zu. Auch wenn es weh tut.

„Die Eltern verkaufen ihre Kinder an potentielle Kunden.”

„Die Eltern verkaufen ihre Kinder an potentielle Kunden. Hier wird das, wie sie selbst sagen, „einfache“ Geld gemacht …. Jedoch zu einem enorm hohen Preis. Der Verlust der Kindheit, Verlust der eigenen Bestimmung und einem Leben in einem Hamsterrad, aus dem kaum ein Ausweg führt. Falsche Informationen, falsche Lebensweisen überschatten das Leben vieler Kinder. Dabei könnte es doch anders verlaufen“ so Lucia. „Ich möchte mit meiner Teilnahme an der TUI Academy nicht nur mir helfen, sondern auch vielen Mädchen ein positives Beispiel sein. Ihnen Mut machen, sich endlich für sich selbst einzusetzen und ihr Leben in die Hand zu nehmen. Wir können, wenn wir wollen. Es gibt Menschen in unmittelbarer Umgebung, die uns genau bei diesen Schritten helfen. Das war mir vorher auch nicht bewusst, doch diese Menschen sind da. Wenn ich allein durch meinen Weg viele andere Mädchen in meiner Umgebung dazu animieren kann selbst für sich aktiv zu werden – vielleicht kann dann eine Veränderung der Denkweise stattfinden“, lächelt Lucia und drückt meine Hand.

Ich versuche, ihren Gedanken und Äußerungen zu folgen. Jetzt verstehe ich, warum das für diese 50 Jugendliche der richtige Schritt in die richtige Richtung ist. Wenn nur jeder der Teilnehmer so viel Kraft und Stärke zeigt, wie Lucia, dann wird der Funken garantiert auf die mehr als insgesamt 150 Jugendliche überspringen. Mut und Kraft, genau das brauchen die Jugendlichen hier in der Dominikanischen Republik. Organisationen wie die TUI Care und Plan International sind dabei vor Ort, um zu unterstützen und zu lenken.

TUI Academy – Mehr als nur Theorie

Am Nachmittag erfahren wir mehr über die Organisation und die Jugendlichen. Denn neben der Ausbildung zum Barkeeper, Koch oder Hausmädchen innerhalb der Blue Diamond Resorts, erhalten die Teilnehmer zusätzliche Unterrichtseinheiten, unter anderem in der Stärkung sozialer, wirtschaftlicher und persönlicher Handlungskompetenzen – genauer gesagt – „Life Skills“. Wir fahren hinaus, raus aus der Hotelanlage, hinein ins wahre Leben der Dominikanischen Republik. Nach knapp 45 Minuten Fahrt erreichen wir eine Kirchengemeinde. Hier finden unter anderem einige von der TUI Academy organisierten Unterrichtseinheiten statt.

In der ersten Stunde wird heute das Bild der Frau in der heutigen Gesellschaft ausgearbeitet. Dazu sollen die Teilnehmer aus mehreren Zeitungen markante Bilder, Überschriften und Berichte herausschneiden, die das Bild der Frau in der Dominikanischen Republik widerspiegeln. Die Jugendlichen gehen sofort ans Werk. Ein durch und durch eingespieltes Team. Jeder weiß was er tun muss, um innerhalb der Kürze der Zeit eine erfolgreiche Gruppenarbeit zu garantieren. Ich beobachte das bunte Treiben von der Ferne und frage mich insgeheim, ob 50 deutsche Jugendliche es genauso diszipliniert machen würden? Ich verdränge die Antwort.

Nach nur 15 Minuten haben die Jugendlichen nicht nur zwei Plakate erstellt, auch der Raum ist von allen Papierschnipseln und Zeitungen befreit. Glanzleistung. Die Lehrerin bittet die Jugendlichen ihre Plakate zu erläutern. Es werden Bilder von jungen Müttern sichtbar, Vergewaltigungsmeldungen, Raub, Mord aber auch Frauen in hohen Positionen werden gezeigt. Zwei Welten, zwischen denen die Jugendlichen schweben. Mit starker Stimme werden die Meinungen der einzelnen Jugendlichen laut. Ihre Zukunft liegt nicht auf dem negativem Plakat. Das wissen sie und genau dafür sind sie hier.

Reale Situationen im Rollenspiel

Als Nächstes wird ein Rollenspiel vorbereitet. Die Situation: „Du hast die Möglichkeit erhalten, Teil dieser Academy zu sein – Wie erzählst Du es deiner Familie?” Es bilden sich mehrere Gruppen. Verschiedene Situationen werden ausgearbeitet. Insgesamt haben die Jugendlichen gerade mal zehn Minuten Zeit, sich Gedanken zu machen. Die erste Situation zeigt, wie ein Mädchen zu ihrer Mutter geht. Die Mutter passt in dem Moment auf die Kinder ihres eigenen Kindes auf. Keine Fiktion – Realität für viele der Mädchen, die sich hier in diesem Raum aufhalten. Was nun folgt, ist kein auswendig gelernter Dialog. Es ist ein Streitgespräch zwischen Mutter und Tochter, in dem genau das klar wird, was mir Lucia heute Vormittag versucht hat zu schildern. Die Mutter versteht diese Möglichkeit nicht und will ihre Tochter daran hindern, ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen. Immer wieder muss ich mir vor Augen halten, dass dies kein plumpes Theaterstück ist, sondern echte Konversationen, die hier tagtäglich stattfinden.

Ein weiteres Rollenspiel zeigt die Situation zwischen Mann und Frau. Und was hier noch deutlicher wird – das Mädchen, das hier den Mann darstellt, hat keine Hemmungen davor ihre Stimme zu erheben. Geschrei erfüllt den Raum. Laut und deutlich macht sie ihrer „Frau“ klar, nicht an dieser Academy teilzunehmen. Für uns Außenstehende eine bittere Lektion und weitaus mehr als eine Unterrichtseinheit. Uns werden gerade Stück für Stück die Augen geöffnet. Denn genau das ist die Realität. Ein harter Kampf ums Überleben, um die Möglichkeit sein eigenes Leben in die eigene Hand zu nehmen. Damit sind diese Jugendlichen jeden Tag aufs neue konfrontiert. Am Ende des Rollenspiels erhebt sich die Frau gegenüber ihrem Mann. Sie vertritt ihre Ansicht und verlässt ihn. Uns wird klar – dies ist keine Wunschvorstellung. Auch wenn die hier gezeigten Situationen hinter verschlossenen Türen deutlich mehr Emotionen aufzeigen, gibt es sie, die Frauen, die kraftvoll auftreten und aus dem Hamsterrad von Gewalt, Unterdrückung und Fremdbestimmung ausbrechen. Genau diese Frauen sind hier in diesem Raum. Sie haben es geschafft.

Besuch der Gemeinde “Kosovo”

Der Nachmittag vergeht wie im Flug. Ich verlasse den Unterricht mit einem gemischten Gefühl. Eventuell auch mit ein wenig Angst. Denn als Nächstes dürfen wir einige Mädchen in ihre Gemeinde, in ihr Haus begleiten. Eine Premiere und nicht selbstverständlich. Doch die Jugendlichen wollen uns die ungeschminkte Wahrheit zeigen. Wir fahren mit dem Bus entlang der Strassen. Plötzlich biegen wir in eine Seitenstrasse. Diese ist von Schlaglöchern übersät. An den Strassenrändern häuft sich der Müll. Ein gewöhnungsbedürftiger Anblick. Wir erreichen die Gemeinde. Mehr als 3.500 Menschen wohnen aktuell hier. Der „Bürgermeister“ erwartet uns. Wir sind angemeldet. Es wird nicht empfohlen, sich allein in solche Teile des Insel zu begeben. Gewalt und Überfälle sind an der Tagesordnung. Der Klos in meinem Hals wird immer größer.

Was ich in der kommenden Stunde erlebe, zerreißt mich innerlich. Was ich in der kommenden Stunde erlebe, zerreißt mich innerlich. Kaum in der Lage ein Wort zu sprechen, gehe ich mit der Gruppe durch die von Müll übersäten Strassen. Kleine Kinder laufen ohne Schuhe, zum Teil mit Wunden an den Füßen, über den Müll. Sie schauen uns schüchtern jedoch neugierig an. Laute Musik dröhnt aus mehreren Richtungen. Man sieht Männer, die in Gruppen vor den Bars sitzen. Auf der anderen Seite waschen die Frauen die Wäsche und verstecken sich zum Teil hinter Vorhängen und Türen.

Neugierige Blicke verfolgen uns und vor allem die Jugendlichen, die an der Academy teilnehmen. Sie sind deutlich zu erkennen, denn sie tragen alle das Shirt der Organisation sowie ihren rosa Rucksack, den sie von der Organisation erhalten haben. Ich beobachte wie einige Mädchen aus ihren Barraken herauskommen, um zu erfahren, wer hier entlangläuft. Ein interessantes Bild bietet sich mir. Vor mir die Mädchen, die Teil der Academy sind. Sie gehen hoch erhobenen Hauptes entlang der Häuser, entlang der neugierigen Menschen. Es ist ihr Moment, der genau jetzt schreit: „Seht her – ich nehme mein Leben in die Hand! Ich bin stark und werde es schaffen“.

Eine schier unendliche Kraft strömt von diesen Mädchen aus. Ein wunderbarer Moment inmitten dieses Elends. Wir gehen weiter und besuchen noch zwei weitere Mädchen in ihrem Heim. Ungewollt überkommt mich ein Gefühl der Scham. Es fällt schwer sich alles anzuschauen. Man ertappt sich dabei, wegschauen zu wollen, die Augen davor zu verschließen. Doch genau das wäre nun falsch. Es ist ihr Zuhause. Ihr Heim. Liebevoll mit ihren Möglichkeiten eingerichtet.

Nach nur einer Stunde geht es zurück zum Bus. Die Stimmung ist gedrückt. Jeder verarbeitet das Gesehene und die Momente des Tages. Als wir im Hotel ankommen, gehe ich direkt hinauf auf mein Zimmer. Und als ob sich ein Band gelöst hätte, laufen mir die Tränen nur so hinunter: Aus Wut, aus Fassungslosigkeit aber auch aus Glück. Eine Mischung, die ich noch lange mit mir trage. Stets mit der Gewissheit, dass genau hier der Schritt in die richtige Richtung gesetzt wurde. Hier wird nicht nur oberflächlich geholfen. Die Hilfe greift tiefer. Die TUI Academy, die von der TUI Care Foundation und Plan International ins Leben gerufen wurde, wird dank der tatkräftigen Unterstützung vor Ort nicht nur das Leben der 150 Jugendlichen verändern. Ganze Familien werden von den Veränderungen profitieren und hoffentlich weitere Familien auf den richtigen Weg bringen. Ich bin dankbar für die Erfahrungen der vergangenen Tage und hoffe durch die Erzählung meiner Eindrücke einige Menschen aufgerüttelt zu haben. Ein großer Dank gilt an dieser Stelle Lucia und all den wundervollen Menschen, die mir durch ihr Vertrauen einen Einblick in ihr Leben und ihre Gedanken ermöglicht haben.

Ein Paradies hat meist zwei Seiten. Es ist stets wichtig wachsam zu sein und die Menschen, die vor Ort leben nicht aus den Augen zu verlieren. Genau das macht die TUI und greift mit der TUI CARE Foundation genau diese Themen auf. Eine Arbeit, die es auch in Zukunft lohnt, unterstützt zu werden.

Über die TUI CARE Foundation

Die TUI Care Foundation unterstützt und initiiert Partnerschaften und Projekte, die neue Chancen für jungen Menschen schaffen und einen Beitrag zur positiven Entwicklung von Urlaubszielen weltweit leisten. Sie baut dabei auf die positive Kraft des Tourismus. Die Foundation fördert Bildung und Wohlergehen von Kindern und Jugendlichen, den Schutz von Natur und Umwelt sowie nachhaltigen Tourismus in Urlaubsgebieten weltweit. Dabei verbindet sie Urlauber für den guten Zweck. Die TUI Care Foundation wirkt global und agiert local – sie baut tragfähige Partnerschaften mit lokalen und internationalen Organisationen, um einen sinnvollen und nachhaltigen Beitrag zu leisten. Die gemeinnützige Stiftung steht für Transparenz und den effizienten Einsatz finanzieller Mittel. Deshalb gehen 100% der Spenden an Partner und Projekte. Alle Verwaltungskosten der Stiftung übernimmt die TUI. Die TUI Care Foundation wurde im Jahr 2011 von TUI gegründet, dem weltweit führenden Tourismusunternehmen. Sie hat ihren Sitz in den Niederlanden, dem Herzen Europas.

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung.

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Souks, Tee und Sonne

Abflug: Hamburg 9.45 Uhr, 3 Grad, grau und Regen, Ankunft: Marrakesch 15.30 Uhr 18 Grad, hell und Sonne. Manchmal ist es so einfach, den Winter-Blues hinter sich zu lassen. Mit dem Flieger vom Airport Helmut Schmidt in Fuhlsbüttel über Zürich in die marokkanische Königsstadt – das ist im Dezember, Januar oder Februar eine sehr gute Option, um ein paar Tage Urlaub für die Augen und die Seele zu machen.

Abflug: Hamburg 9.45 Uhr, 3 Grad, grau und Regen, Ankunft: Marrakesch 15.30 Uhr 18 Grad, hell und Sonne. Manchmal ist es so einfach, den Winter-Blues hinter sich zu lassen. Mit dem Flieger vom Airport Helmut Schmidt in Fuhlsbüttel über Zürich in die marokkanische Königsstadt – das ist im Dezember, Januar oder Februar eine sehr gute Option, um ein paar Tage Urlaub für die Augen und die Seele zu machen.

Urlaub in Marrakesch - Juergen Hoffmann IMG_8373

Sie sind laut, bunt und würzig – die Märkte in der Medina. (Fotos: Jürgen Hoffmann)

Aufzeichnungen nach einer Reise nach Marrakesch hat 1954 schon Elias Canetti gemacht. „Die Stimmen von Marrakesch“ hat er seinen Bericht genannt – er hat mich während meiner fünf Tage in der Stadt begleitet. Wie Canetti bin ich morgens, mittags und abends durch die arabischen und jüdischen Viertel der Medina gestreift, habe Händler und Gaukler auf den Märkten beobachtet, orientalische Gewürze gerochen, feine Tücher betastet und das bis an die Schmerzgrenze laute Stimmengewirr und Moped-Geknatter in den engen Gassen ertragen. Und ich bin – anders als mein Schriftstellerkollege vor sechs Jahrzehnten – auf die ruhige Dachterrassen schicker Cafés und Restaurants gestiegen, Oasen über dem lauten Trubel des  quirligen Durcheinanders unten, und in herrliche Gartenanlagen mit Pools eleganter Hotels geflüchtet.

Marrakesch ist Orient pur

Der Reihe nach: Marrakesch ist Orient pur. Wer die ganz besondere Atmosphäre dieser Stadt aufsaugen will, muss zu Fuß los. Er sollte sich durch die Medina, die Altstadt, die seit 1985 zum Weltkulturerbe der Unesco gehört und von einer 20 Kilometer langen Mauer umschlossen ist, treiben lassen – und am besten sich verlaufen. In den verwunschenen Winkeln des Labyrinths aus kleinen Gassen nämlich liegt der Zauber des Ortes. Hier, wo es weder Straßenschilder noch Hausnummern gibt, werden Leder-Schuhe, -Taschen und -Gürtel wie vor 100 Jahren hergestellt, buntgefärbte Stoffe an Schilfstangen zum Trocknen aufgehängt, Teppiche inmitten eines lauten Durcheinanders versteigert und in den Gassen der Eisenschmieden – wegen des rhythmischen Lärms kaum zu verfehlen – Schlösser und Lampen produziert. Vom Weg abkommen, gehört für mich zu den schönsten Erlebnissen in Marrakesch.

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Datteln, Feigen und unzählige Gewürze auf den Souks sind eine Ferienreise für Augen und Gaumen

Ohne Führer Souks von Marrakesch erkunden

Angst? Die muss man hier nicht haben – wenn man nicht gerade mit seiner 3.000-Euro-Gucci-Tasche oder seiner 5.000-Euro-Rolex-Uhr herumwedelt. Die Souks von Marrakesch lassen sich auf eigene Faust auch ohne Führer gefahrlos erkunden. Wenn man von einem Einheimischen angesprochen wird, will er meistens nur helfen – ohne dass er dafür ein Bakschisch erwartet. Ausnahmen bestätigen die Regel. Einmal hielt ein junger Mann nachdem er uns zum Palais Bahia geführt hatte die Hand auf. Mit 20 Dirham, umgerechnet etwa 1,80 Euro, waren ihm aber nicht genug, frech forderte er mehr. Wir gaben ihm schließlich 40 Dirham.

Viel Aufregendes in Marrakesch verbirgt sich hinter hohen Mauern. Paradiesische Innenhöfe, farbenprächtige Gärten, sprudelnde Rosenbecken sind der Gegenpol zur Reizüberflutung auf den Straßen. Eines der schönsten Beispiele ist der „Jardin Majorelle“ in der Neustadt Guèlize, den der französische Designer Yves Saint Lauren vor 40 Jahren kaufte und restaurierte. Er inspirierte ihn, war sein Rückzugsort, wurde nach seinem Tod seine letzte Ruhestätte. Tausende Besucher bewundern hier Jahr für Jahr rund 300 verschiedene Pflanzenarten aus allen fünf Kontinenten. Im Garten-Cafe Bousafsaf lässt sich wunderbar verweilen – gerade in den Monaten Oktober bis April, wenn es tagsüber obwohl die Sonne acht Stunden scheint nur zwischen 18 und 27 Grad C warm ist (Juli/August 36 bis 40 Grad C). Tipp: Wer nicht eine oder zwei Stunden in der Warteschlange stehen möchte, sollte früh morgens kommen, der Garten wird um 8 Uhr geöffnet.

Zäune – Tradition in Marokko

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Hinter hohen Mauern verstecken sich herrliche Gärten und Pools

Eingemauert und eingezäunt sind auch die meisten Nobel-Hotels der Stadt. Das hat weniger etwas mit der Sicherheit zu tun, sondern ist vielmehr Tradition in Marokko. Die Herrschenden und Wohlhabenden haben sich seit jeher zurückgezogen, wohnten auch vor 100 Jahren schon außerhalb der Medina. Heute reihen sich etwa in Guèlize prächtige Luxushotels, stylische Riads und Clubs aneinander. Legendär ist das “La Mamounia” direkt an der Mauer der Medina. In dieser altehrwürdigen 5-Sterne Prachtherberge auf einem ehemaligen königlichen Anwesen aus dem 12. Jahrhundert residierten schon Churchill, Mick Jagger und viele andere Prominente. Die Pool-Landschaft und der Garten sind ein Traum, das Mittags-und Abend-Buffet auch. Das hat seinen Preis: Die Übernachtungspreise beginnen bei etwa 400 Euro. Noch teurer ist das “Royal Mansour” nur ein paar Schritte weiter. Eigentümer: der marokkanische König. Hier residieren Gäste nicht in Doppelzimmern oder Suiten, sondern in prächtigen Riads. Die mehrstöckigen Häuser mit den offenen Innenhöfen haben einen eigenen Pool auf dem Dach. Wer nicht ganz so tief in die Tasche greifen, aber trotzdem luxuriös wohnen und speisen möchte, sollte das „Four Seasons Resort“ gegenüber den Menara-Gärten ins Auge fassen. Das im orientalischen Stil gebaute Hotel (Übernachtungspreise: ab 300 Euro) ist eingebettet in einen 16 Hektar großen Garten. Wenn man nach Sonnenuntergang durch die beleuchteten Arkaden, Innenhöfe mit Brunnen flaniert, unter Olivenbäumen oder Palmen oder am 35 Meter langen Swimmingpool sitzt, erinnert man sich an die morgenländischen Erzählungen „Tausendundeine Nacht“. Elias Canetti war hier nicht – bedauerlich für ihn.

urlaub in marokko

Abends wird im Garten des „Four Seasons Resort“ in Marrakesch der Traum vom 1001 Nacht (fast) wahr. (Foto: Four Seasons)

Letzter Tipp: Whisky Marocain

Letzter Tipp: Marrakesch ist eine faszinierende Stadt mit viele aufregenden Facetten. Den besten Eindruck bekommt man von ihr, wenn man sich in einem Café auf dem Place des Epices oder dem Place des Ferblantiers einen Tee bestellt und das Treiben genießt. Der süße Tee wird von den Marokkanern Whisky Marocain“ genannt, denn er hat die gleiche Farbe, wird in Massen konsumiert, und wer diesen Namen nennt, erntet freundliche Lacher.

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PARADIES FÜR ROSS UND REITER - SCHLOSSHOTEL WENDORF

Tel Aviv übt eine ungeheure Strahlkraft aus

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