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Dubai Creek

Auf der Suche nach der Seele von Dubai

Dubai Creek Dubai ist eine Stadt der Superlative und offensichtlich auch eine Stadt mit der größten Angst vor Spionage. Kaum war ich am Flughafen in Dubai angekommen, landete ich auch schon in den Fängen der Polizei. Ich wurde als ein westlicher Spion entlarvt. Eine ungewöhnliche Reise hatte begonnen. Ich war auf der Suche nach der Seele von Dubai.

Zusammen mit zahlreichen Reisejournalisten und acht weiteren Reisebloggern flog ich – auf Einladung der TUI Deutschland nach Dubai, um dort das neue Sommerprogramm 2013 kennenzulernen. Bei der Ankunft in Dubai wurden wir am Flughafen einer normalen Sicherheitskontrolle unterzogen und so wurde der unglaubliche Skandal aufgedeckt: Ich hatte – unbewusst – einen sogenannten Spionagestift in meinem Koffer. Dass ist ein Stift, der mit einer Minikamera ausgestattet und offensichtlich in Dubai verboten ist. Nach einer kurzen Kontrolle wurde ich in einen kleinen Raum „abgeführt“ und musste dort meinen Reisepass abgeben und warten… und warten… und warten. Nach Aufnahme der Personalien wurde ich in kaum verständlichem Englisch gezwungen ein Papier („Detained Items receipt“) zu unterschreiben, das den Behörden erlaubt, meinen Stift zu zerstören („1 Pcs of Camera-Pen for destroy“). Nach der Unterschrift erhielt ich meinen Pass, eine Kopie des Schriftstückes und durfte ohne Stift wieder gehen. Ehrlich gesagt hatte ich ganz schön die Hosen voll, aber jetzt konnte die Reise beginnen…

Gewürzmarkt in Dubai

Gewürzmarkt in Dubai

Ja, Dubai und ich, wir hatten also einen holperigen Start. Mein erster Eindruck von der Stadt selbst war, dass vieles irgendwie unfertig wirkte. Sicherlich lag es an den unzähligen Baustellen und den vielen Gebäuden, Straßen oder Brücken, die sich noch im Bau befinden. Auf der anderen Seite fasziniert die Stadt aber auch mit vielen Spielereien und imposanten Bauwerken. Auf mich wirkte es manchmal so, als hätte ein kleiner Junge mit Lego eine Stadt erschaffen und ist mit anderen Ländern oder Städten in eine Art Wettkampf gestartet. Hochhäuser soweit das Auge reicht, teilweise wurden Bauten aus anderen Städten kopiert, dafür aber noch ein Stück höher oder größer gebaut. Wenn da mal nicht jemand aus Dubai mit einer Minikamera in anderen Städten der Welt unterwegs war!?

Am zweiten Tag hatte ich mich für eine Tour mit dem Namen „Dubai – das Emirat der Kontraste“ entschieden. Ziel für mich war, die Stadt innerhalb eines Tages kennenzulernen. Ein hochgestecktes Ziel, wenn es überhaupt erreichbar war. Die Tour startete pünktlich um halb neun und der Bus fuhr mit uns die touristischen Highlights ab. Leider. Der richtige Funke mochte so irgendwie nicht zu mir überspringen. Klar, es ist absolut beeindruckend, in welcher Geschwindigkeit die riesigen Häuser erbaut worden sind. Aber mir fehlt da ein wenig Geschichte und „richtige“ Altstadt. Die moderne Architektur von Dubai ist wirklich atemberaubend, aber für mich ohne Seele.

Mehr Bilder von Dubai gibt’s hier…
[picasaview album='2012-11-08 Dubai']

Ich mag Städte, die beides vereinen: Moderne und Geschichte. Auch wenn die Regierung der Stadt offensichtlich alles dafür tut, genau dieses in das Bewusstsein der Touristen zu bekommen, so wirkt auch dieses nicht authentisch auf mich. Extra dafür eingerichtet und mit dem treffenden Slogan “Open your Mind” ausgestattet, gibt es das „Sheikh Mohammeds Centre for Cultural Understanding“, in dem wir bei einem wirklich sehr leckeren, traditionellen Mittagessen, mehr über die Geschichte der Stadt und der Tradition erfahren sollten. Das CCU versucht Besuchern die Werte, Traditionen und die Kultur der Muslime der Emirate näherzubringen, was bei mir allerdings nicht zu 100 Prozent gelang.

Burj al Arab

Das Burj al Arab gilt als eines der besten Hotels der Welt.

Weiter ging es zum “Burj al Arab”, einem der luxuriösesten Hotels der Welt und sicher auch ein Wahrzeichen Dubais. Weitere sehenswerte Punkte der Stadt waren die “Jumeirah Moschee”, die künstlich angelegte Insel „Palm Jumeirah“ (wer’s mag) und der “Dubai Creek”, einem elf Kilometer langen Meeresarm des Persischen Golfs. Wer Mut und Zeit hat, sollte hier mit den Wassertaxis fahren und sich die Skyline von der Wasserseite anschauen. Auf diesem Arm wird Dubai von altertümlichen Dhaus auch mit unzähligen Gewürzen für den Gewürz-Souqs in der Altstadt bedient. Die Ware stapelt sich kistenweise am Ufer.

Das absolute Highlight war aber ein Besuch auf dem höchsten Gebäude der Welt, dem “Burj Khalifa”. Mit 828m thront das Gebäude noch auf dem obersten Platz der Wolkenkratzer. Die Aussichtsplattform ist im 124. Stockwerk und der Fahrstuhl befördert die Besucher in einer Minute auf die 442 m Höhe. Leider war der Ausblick bei meinem Besuch sehr diesig, dennoch erscheinen die anderen Wolkenkratzer wie Spielzeuge. Da den Bauherren irgendwann in der knapp sechsjährigen Bauzeit das Geld ausging (1,8 Mrd. Dollar sind ja auch kein Pappenstil) hat Sheikh Kalifa, Herrscher von Abu Dhabi, kurzerhand den Bau aus seinem Privatvermögen bezahlt und deshalb ist der Turm von Burji Dubai und Burji Khalifa umbenannt worden. Na, das kann man sich dann ja auch mal knapp zwei Milliarden Dollar kosten lassen.

Burj Khalifa

Das Burj Khalifa ist mit 828m Höhe das höchste Gebäude der Welt.

Apropos kosten lassen: Wir waren auch zu Gast im “Hotel Atlantis”, das am Ende der Palm Jumeirah liegt, aussieht wie ein riesiger Palast und 2008 mit einem spektakulärem Feuerwerk eröffnet wurde. Drinnen findet man riesige Aquarien und sehr viel Luxus. Die größte Suite ist lächerliche 950 Quadratmeter groß und fast das ganze Jahr über ausgebucht. Kein Wunder, dass selbst das Eröffnungsfeuerwerk 20 Millionen Dollar gekostet hat. Interessanterweise wird das Hotel von vielen Familien gebucht.

Ein Besuch in Dubai lohnt sich also genau aus den oben genannten Gründen. Wer im Urlaub Wert auf warmes Wetter, tolle Hotelanlagen, saubere, feine Sandstrände und vor allem auf Shopping legt, ist hier genau richtig. Nicht umsonst hat die TUI in dieser Region in der letzten Saison ein Umsatzplus von 58 Prozent erzielt. Und ein weiterer Aspekt scheint für die deutschen Urlauber in Dubai sehr wichtig zu sein: Sicherheit. Dubai hat keine Arbeitslosigkeit und eine extrem niedrige Kriminalitätsrate. In der heutigen Zeit nicht unwichtig bei der Wahl seines Urlaubsortes.

Vielleicht komme ich nochmal zurück nach Dubai. Jeder hat ja bekanntlich eine zweite Chance verdient, und ich muss ganz ehrlich sagen, dass zwei Tage viel zu kurz sind, um in eine Großstadt wie Dubai einzutauchen.

Zum Schluss gibt’s auch von mir noch ein Dankeschön an die TUI, die mit dieser Tour nach Dubai viel Mut gezeigt hat. Nicht wegen Dubai als Ort, sondern mit der gemeinsamen Präsentation vor Reisejournalisten und vor Reisebloggern. Die Neugier, was diese Blogger eigentlich machen, war groß, und wir hoffen alle, dass auch hier ein Stück „Völkerverständigung“ stattgefunden hat. Ich bin sehr gespannt auf die weitere Zusammenarbeit mit uns und der TUI. Danke auch an meine richtig, richtig netten Bloggerkollegen, nein, meine neuen Bloggerfreunde Heike, Nina, Angie, Christoph, Alex, Marianna und Johannes, mit denen ich viel erlebt und viel Spaß gehabt habe.

Das Video zur Reise findet ihr hier…

Weitere spannende Blogbeiträge aus Dubai findet ihr auch bei meinen Reisebloggerfreunden. Reinschauen lohnt sich…

Angelika von den “Reisefreunden” – “Kleine Versöhnung in und mit Dubai”

Nina von Smaracuja – “Dubai aus dem Bus”

Heike von “Köln Format” – “Ein Trip mit TUI nach Dubai – per Instagram”

Christoph von “Vonunterwegs.com” – “Dubai-Reise mit dem Yoyo-König von “Wetten Dass…?”

Alex von “Niedblog.de” – “Hoch hinaus oder “Dubai sein ist alles”?

Johannes von “Reisedepesche” – “Sound of Dubai”

Melanie von “Lillies Diary” – “Unterwegs in Dubai – Tagesausflug nach Abu Dhabi”


Hinweis: Ich wurde von TUI Deutschland auf diese Reise eingeladen. Vielen Dank dafür! Die in dem Artikel geschilderten Ansichten und Meinungen sind und bleiben meine eigenen.

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Jörg Baldin
Als Reisejournalist und Reiseblogger ist Jörg überall in der Welt zu Hause, sein Herz hängt allerdings an der schönen Ostsee in Deutschland. Im Reisegepäck sind immer Foto- und Videokamera dabei, um die schönsten Orte und Länder festzuhalten.

7 Kommentare

  1. P.S. Das mit dem Mut und dem Wassertaxi versteh ich nicht ganz. Oder wirst du einfach schnell seekrank? :)

  2. Achja Dubai, da war ich vor vier Jahren mal und mir ging es genau wie dir. (Außer mit der Sicherheitskontrolle, die hat damals unser Kamerassi abbekommen und musste sogar die Hosen runterlassen, aber DAS ist eine andere Geschichte…)

    Dafür hab ich dann in Muscat genau das gefunden, was mir in Dubai gefehlt hat… ein bißchen Sindbad, ein bißchen 1001 Nacht und eine Stadt auf dem Weg nach ganz oben – bin seitdem ein großer Omanfan! :D

    Trotzdem schade, dass ich nich dabei sein konnte, hätte dich gerne mal im echten Leben kennengelernt! :D

    Grüße aus Yangon!

    • Jörg Baldin

      :-) Dann bin ich ja beruhigt, dass es mir nicht gleich an die Hose ging ;-) Von Muscat hatte ich auf der Tour schon gehört. Muss toll dort sein. Vielleicht schaffe ich es ja auch irgendwann mal in den Oman.
      Ja, wirklich schade das Du nicht dabei warst. War eine tolle Truppe :-)
      Grüße zurück (von der nasskalten Ostsee)

  3. Kleiner Bloggerbus? Hahaha :D

  4. Ach, Dubai… <3 War schon schön! Ich erinnere mich gern an unseren kleinen Bloggerbus und Manni…

    ;-)

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