Wunderbares Barcelona

Da war Sie wieder, meine Sehnsucht nach Sonne, nach dem Rauschen des Meeres, nach Hibiskus duftenden Hinterhöfen und dem zarten Wind lauer Sommerabende. Der Winter in meiner Zweizimmer-Altbauwohnung kam mir lang vor, viel zu lang. Eine halbe Ewigkeit war es her, dass ich meine Zehen in schönen Sand von mir gestreckt hatte. Nur meine Flipflops zeugten noch von der Leichtigkeit des vergangenen Sommers. Jetzt war mir endgültig klar. Ich muss weg!

Was liegt da näher als ein Kurzurlaub in der „Stadt der Wunder“ – Barcelona. Nur zweieinhalb Stunden Flug und da war ich. Schon das Öffnen der Flugzeugtüren ließ den wunderbar warmen Luftzug herein und auf dem Weg von der Gangway zum Kofferholen machte mein Herz einen dezenten Freudenhüpfer. Wunderbar. Reiseportale bieten solche Kurzreisen oder auch Städtereisen, günstig an.

Der Taxifahrer schlängelt sich durch die Straßen und ich bin aufgeregt wie ein kleines Kind – wann kommt denn nun endlich meine Unterkunft? Das kann nicht sein! Der Fahrer hält mitten in einer ruhigen Straße. Alte Gebäude säumen den Weg, auf den verschnörkelten Balkonen wachsen kleine Olivenbäumchen und weder vor noch hinter mir sind irgendwelche Touristen zu sehen. Links gibt es ein kleines Cafe und vor meiner Nase verlädt gerade die ansässige Fleischerei den Schinken ganz entspannt per Schubkarre. Wenn das die deutsche Hygiene wüsste.

Nirgends kann ich das Schild zu meiner Unterkunft entdecken und erst auf Nachfrage entdecke ich den Eingang zum Hinterhof. Wunderbar. Ich bin angekommen – mitten in Barcelona. Da wundere ich mich gar nicht mehr über die versteckte Treppe, die zu meinem Appartement führt und auch der etwas verschrobene Portier passt für mich auf herrlich natürliche Weise ins Bild.  Ich öffne die Fensterläden in meinem Zimmer und lasse die Sonnenstrahlen herein. Jetzt könnt Ihr kommen, Ihr weiteren Wunder Barcelonas. Ich freue mich jetzt schon auf den „Parc Güell“, auf die Sagrada Familia, auf die bunten Törtchen in den Auslagen, auf den Weg zum Meer und auf das wunderbare Gefühl meiner nackten Zehen im Sand.