Wohnmobilurlaub – Schon darüber nachgedacht? Wer gern spontan und flexibel reisen möchte, für den ist Campen mit dem Wohnmobil eine tolle Möglichkeit den Urlaub zu verbringen. Auf Komfort braucht niemand verzichten. Das Mini-Zuhause lässt sich gemütlich einrichten und macht unabhängig. Individueller kann man kaum reisen. Fernab vom Massentourismus und Pauschalurlaub entdeckt man mit dem Wohnmobil versteckte Orte und nette Hotels. Damit wird der Wohnmobilurlaub zu einem unvergesslichen Erlebnis. Im folgenden Artikel gibt es Tipps und Tricks für den Urlaub mit dem Wohnmobil. Wie finde ich das passende Wohnmobil? Was muss ich bei der Miete beachten? Hier beantworten wir diese Fragen. Viel Spaß beim Lesen!

Das passende Fahrzeug für den Wohnmobilurlaub finden

Für den ersten Urlaub mit dem Wohnmobil braucht man nicht gleich ein Eignes kaufen. Es empfiehlt sich erst einmal ein Fahrzeug zu mieten. Damit kann die Art des Reisens getestet werden. Auch wenn es manchmal so klingt – Campen ist nicht jedermanns Sache. Mit dem Mieten eines Reisemobiles geht man kein Risiko ein und kann sich in Ruhe vom Camping zu überzeugen.

Firmen, die Wohnmobile zum Camping verleihen, gibt es viele. Entweder entscheidet man sich für die lokal ansässigen Fahrzeugvermietungen oder informiert sich im Internet. Auf einigen Portalen kann man sich weltweit über Wohnmobile informieren. So ist es kein Problem sein Wohnmobil direkt am gewünschten Zielort im Ausland zu reservieren. Die Mietpreise bewegen sich zwischen rund 80 und 170 Euro pro Tag. Die Kosten hängen von Modell und der Saison ab. Die Saison in Deutschland sieht so aus:

  • Vorsaison: Januar bis März
  • Nachsaison: Oktober bis Dezember
  • Nebensaison: April
  • Zwischensaison: Mai und Juni
  • Hauptsaison: Juli bis September

Die Saisonangaben variieren von Vermieter zu Vermieter, können aber als Orientierung dienen. Wer sparen möchte und nicht an Ferienzeiten gebunden ist, der macht vor allen Dingen in der Vor- und Nachsaison gute Schnäppchen. In Zwischen- und Hauptsaison hingegen sind die Preise höher, da Wohnmobile jetzt deutlich mehr nachgefragt werden.

Wohnmobilurlaub Tipps Tricks - © Memorycatcher pixabay.com

Überzeugte Wohnmobil-Liebhaber, die entschlossen sind, sich ein Fahrzeug anzuschaffen, sparen besonders bei Gebrauchtfahrzeugen. Ähnlich wie bei Pkws sinkt der Wert von Wohnmobilen relativ schnell, so dass sich die Investition in ein nagelneues Fahrzeug nicht lohnt. In Schleswig-Holstein bietet beispielsweise die „Wohnmobil-Galerie“ Gebrauchtfahrzeuge an. Hier findet man über 200 gebrauchte Wohnmobile. Für jeden Bedarf gibt`s passende Modelle. Und sollte beim Händler nicht das perfekte Fahrzeug zu finden sein, lohnt es sich im Internet die Fahrzeugmärkte zu durchsuchen.

Welche Art von Wohnmobil ist eigentlich ideal und passt zu mir? Diese Frage stellen sich Käufer bei der Anschaffung. Welche Größe und welche Extras benötige ich? Paare mit Kindern sind mit einem Alkoven oder vollintegrierten Wohnmobil gut beraten. Sie bieten Platz für vier Personen. Besonders komfortabel sind die vollintegrierten Ausführungen. Für zwei bis drei Reisende reicht ein teilintegriertes Modell. Weniger anspruchsvolle Touristen kommen auch mit einem kompakten Camping-Bus aus. Zwei Personen reisen damit gut, allerdings lässt der Komfort in Sachen Wohnraum zu wünschen übrig. Für mehrwöchige Touren lohnt es sich über ein richtiges Wohnmobil nachzudenken.

Achtung Preisfallen – Wohnmobilurlaub gut vorbereiten!

Einer der häufigsten Stolpersteine beim Mieten eines Wohnmobils sind die inkludierten Frei-Kilometer. Reichen diese nicht aus, kann der Urlaub schnell sehr teuer werden. Eventuell muss man mit dem Vermieter sprechen, um diese anzupassen. Auch das nicht angemeldete Mitnehmen von Haustieren kann Probleme verursachen. Stellen Vermieter bei der Abgabe des Wohnmobils einen erhöhten Verschmutzungsgrad durch Tierhaare fest, dürfen sie Zusatzkosten für die aufwändigere Reinigung verlangen.

Hinweise zu Versicherungen für den Wohnmobilurlaub

Bei Mietfahrzeugen sind Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung üblich. Damit der Versicherungsschutz auch bei mehreren Fahrern gilt, sind alle Fahrer beim Vermieter anzugeben. Die Selbstbeteiligung sollte nicht zu hoch sein. Oft beträgt sie über 1.000 Euro. Beim Kauf eines eigenen Wohnmobils hängt der Versicherungsschutz von Alter und Zustand ab. Eine ergänzende Verkehrsrechtschutzversicherung kann bei Streitigkeiten hilfreich sein, ist aber kein Muss.

Stellplätze reservieren im Wohnmobilurlaub

Da Campingplätze in der Haupt- und Zwischensaison oft überfüllt sind, sollte im Vorfeld ein Stellplatz reserviert werden. So vermeidet man unnötiges Warten oder die Suche nach einem neuen Campingplatz. In der heutigen Zeit bieten viele Campingplatz-Verwaltungen die Online-Reservierung an. Somit ist die Buchung im Vorfeld sehr entspannt. Wer auf seiner Wohnmobiltour gern flexibel bleibt, der sollte sich darauf einstellen, dass der Campingplatz ausgebucht sein kann. Dann ist es sinnvoll eine Liste im Plätzen in der näheren Umgebung parat zu haben, um eine Alternative zu haben.

Wild Campen, das Campen außerhalb von ausgewiesenen Campingplätzen, ist an den meisten Orten verboten und kann zu hohen Bußgeldern führen. Besonders in Naturschutzgebieten und auf landwirtschaftlich genutzten Flächen ist das Campen nicht gestattet. Die gesetzlichen Regelungen sind länderspezifisch unterschiedlich. Auf dem CamperDays Blog gibt es zum Wildcamping einen informativen Beitrag.

Wohnmobilurlaub was beachten, © LaBailif pixabay.com

Der Führerschein-Check

In Deutschland, Europa oder auf weltweit: Vor Reiseantritt muss geprüft werden, ob der Führerschein für das Fahren eines Fahrzeuges im Wohnmobilurlaub ausreicht. „Die Führerscheinklasse B ist für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 3.500 kg geeignet und für die Fahrzeuge mit mehr als 3.500 kg zulässigen Gesamtgewicht wird die Führerscheinklasse C1 benötigt“, schreibt der ADAC auf seiner Internetseite. Beim Mieten spielt auch das Alter des Fahrers eine Rolle. Viele Vermieter verlangen Fahrpraxis.

Wohnmobil richtig beladen

Beim Beladen des Wohnmobils ist das maximale Gesamtgewicht, welches im Fahrzeugschein aufgeführt ist, von großer Bedeutung. Bei Unfällen kann ein überschrittenes Gesamtgewicht dazu führen, dass die Versicherung die Regulierung von Schäden verweigert oder von einer Mitschuld aufgrund des längeren Bremsweges ausgegangen wird. Um Personen- und Sachschäden vorzubeugen, muss das Gepäck für den Wohnmobilurlaub zuverlässig gesichert werden. Zwei Tipps:

  1. Während der Fahrt muss Gepäck mit Fixiergurten festgezurrt oder in verschließbare Schränke verstaut werden.
  2. Schwere Lasten immer tief platzieren, Leichtes oberhalb, um eine optimale Lastenverteilung zu gewährleisten.

Testfahrten mit dem Wohnmobil machen

Testfahrten sollten mit leerem und mit beladenem Fahrzeug gemacht werden. Das Gewicht hat entscheidende Auswirkungen auf das Fahrverhalten. Auf Testfahrten bekommt man ein gutes Gefühl dafür, wie sich das Wohnmobil in Kurven, auf Autobahnen und bei Wind verhält. Auch die Sichtverhältnisse und der Bremsweg lernt man besser einzuschätzen. Testfahrten geben Sicherheit und sollten selbstverständlich sein.

Sicheres Fahren mit dem Wohnmobil

Weitere Urlaubstipps zum Campen im Überblick:

© Fotos: pixabay.com, MemoryCatcher Foto 1 und 2, LaBailif Foto 3
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