Wale. Endlich!
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Mein Blick ist auf die Wasseroberfläche gerichtet. Auf der Suche nach schwarzen Finnen gleitet der Katamaran fast lautlos vor der Küste Teneriffas über den Atlantik. Zehn Meter vor mir schwimmen zwei dunkle Schatten im türkis-blauen Wasser und kommen langsam an die Wasseroberfläche: Wale. Endlich!

„Whale Watching“ im Atlantik

„Wir werden ganz sicher einige Wale heute sehen“, verspricht Mike, unser Guide auf dieser Tour, die im Hafen von Porto Colon startet. Ich bin ehrlich, geglaubt habe ich es nicht. Wie oft habe ich von Touristen gehört, dass auf solchen Ausflügen keine Tiere gesichtet worden sind? „100% Wale, 60% Delfine, so die Chanceneinteilung von Mike. Er sollte recht behalten.

Teneriffa ist mit einer Gesamtfläche von 2.034 Quadratkilometern die größte Insel der Kanaren, die zu den beliebtesten Urlaubsregionen der Deutschen gehört. Gerade in Zeiten von Corona. Die Anreise aus Deutschland ist mit vielen Airlines möglich. Wer schnell und komfortabel im Privatjet reisen möchte, kann das über die App https://www.jetapp.de buchen.

Der Atlantik ist zwischen Teneriffa und La Gomera bis zu 2.000 Meter tief. An keinem anderen küstennahen Ort der Welt sind so viele Wale beheimatet. Hier fühlen sich die Tiere wohl, denn hier finden sie die Nahrung, die sie brauchen.

Porto Colon auf der kanarischen Insel Teneriffa.
Porto Colon auf der kanarischen Insel Teneriffa.

Der erste Wal nach 30 Minuten

Es dauert 30 Minuten bis Guide Mike tatsächlich die ersten Wal-Finnen sieht. Der Steuermann führte unser Boot vorsichtig in die Nähe der Tiere. Es ist gesetzlich vorgeschrieben, mehr als 60 Meter Abstand zu halten. Das Boot darf maximal 30 Minuten die Wale begleiten. Ein gemeinsames Bad im Atlantik steht unter Strafe und kann bis zu 20.000 Euro kosten.

Die Grindwale sehen auf den ersten Blick aus wie große Delfine und so sind einige Gäste an Bord im ersten Moment etwas enttäuscht. Wale sind für viele Menschen große Säugetiere mit riesigen Schwanzflossen und meterhohen Fontänen. „Die Tiere, die hier entspannt im Wasser schwimmen, sehen aus wie die großen Geschwister von Flipper“, sagt Urlauber Klaus aus Essen, der zum ersten Mal bei einem Whale Watching teilnimmt.

Und er liegt damit gar nicht so falsch, denn der Grindwal gehört tatsächlich zur Gattung der Delfine. Der männliche Wal wird bis zu acht Metern groß und zwei Tonnen schwer. Ein kleiner Grindwal benötigt über 50 Kilo Fisch pro Tag. „Die großen Finnwale sind hier im Frühjahr“, sagt Mike.

Delfine an der Wasseroberfläche

Ein paar Minuten später kommen immer mehr Grindwale an die Wasseroberfläche und damit mehrere Boote in unsere Nähe. Skipper Jaime dreht ab und begibt sich auf die Suche nach Delfinen. Kurz vor Teneriffa gibt es eine Zuchtstation für Doraden. „Hier halten sich Delfine oft auf. Sie sind auf der Suche nach Nahrung“, weiß Guide Mike. Und tatsächlich schwimmen hier Delfine an der Wasseroberfläche. „100 Prozent erreicht“, grinst unser Skipper und dreht nach drei Stunden ab, zurück in Richtung Hafen Porto Colon.


Hinweis in eigener Sache: Die Reise für diesen Beitrag wurde zum Teil unterstützt von Veranstaltern, Hotels, Fluglinien und/oder Tourismus-Agenturen. Wir legen sehr großen Wert auf eine unabhängige und neutrale Berichterstattung, daher sind die Meinungen, Eindrücke und Erfahrungen der jeweiligen Autoren ihre eigenen.
Jörg Baldinhttps://www.baldin.eu/
Jörg Baldin ist der Gründer und Chefredakteur von breitengrad53.de. 2011 hat er seine Leidenschaft zum Beruf gemacht und dieses Reisemagazin zum ersten Mal online gestellt. Jörg ist als Weltenbummler überall in der Welt zu Hause und liebt die Natur, das Meer und schöne Sonnenuntergänge am Strand.

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