Die Kanaren liegen im Atlantischen Ozean vor der Nordwestküste Afrikas, nur wenige Hundert Kilometer von Marokko entfernt. Jede der sieben Hauptinseln hat ihre eigene Charakteristik. Gemeinsam ist ihnen allen das ausgeglichene, mediterran-subtropische Klima, die Tagestemperaturen steigen selten über 25 Grad. Damit gehören die Kanaren zu den beliebtesten Urlaubsinseln der Deutschen. Wir haben uns die Inseln genauer angeschaut und geben Tipps für den nächsten Kanaren Urlaub.

Die Vegetation der Inseln wird – je nach Standort und Niederschlagsmenge – von Kiefer- und Lorbeerwäldern, Palmen, Sukkulenten, Weihnachtssternen, Hibiskus, Oleander und anderen mediterranen Gewächsen geprägt.

Teneriffa – die vielseitige Insel

Das Wahrzeichen Teneriffas ist der Pico del Teide, der mit 3.718 Metern höchste Berg Spaniens. Er befindet sich am nördlichen Rand der auf 2.000 Metern Höhe liegenden Hochebene Las Cañadas, die in der Inselmitte den Parque Nacional del Teide bildet. Mittelpunkt der Nordküste ist das quirlige Touristenzentrum Puerto de la Cruz. Der gebirgige Nordwesten bietet mit dem Teno-Gebirge dem Wanderer unzählige Möglichkeiten. Schwer zugängliche Bergdörfer wechseln sich mit tiefen Schluchten ab. Der im nördlichen Inselteil eher felsigen Küste stehen im Süden lange Sandstrände gegenüber.

Gran Canaria – die lebhafte Insel

Das Inselinnere der nahezu kreisrunden Insel wird vom 1.949 Meter hohen, erloschenen Vulkan Pico de las Nieves überragt. Der südliche Inselteil ist mit mehreren lebhaften Badeorten, wie beispielsweise Playa del Inglés, touristisch ausgezeichnet erschlossen. Eine beeindruckende Dünenlandschaft mit einer Länge von sechs Kilometern ist bei Maspalomas zu bewundern. Besuchenswert ist Puerto de Mogán, ein Hafenort, durch den sich mehrere Kanäle, gesäumt von engen Gassen ziehen, weshalb er auch „Venedig des Südens“ genannt wird.

Lanzarote – die dunkle Insel

Vulkanausbrüche begruben im 18. Jahrhundert große Teile der Insel unter einer schwarzen Lavaschicht. Die durch diese Naturereignisse einzigartig geformte Landschaft kann im Nationalpark Timanfaya mit Bussen – oder auch auf Dromedaren – erkundet werden. Einen wesentlichen Beitrag zur Gestaltung der Insel leistete der Künstler und Umweltschützer César Manrique. Nach seiner Vorgabe durften keine Gebäude mit mehr als drei Stockwerken errichtet werden. Die Häuser mussten weiß, Fensterläden, Türen und Zäune blau oder grün gestrichen sein. Auf der Insel ist ein enormer Fundus seiner künstlerischen Arbeiten zu bewundern. Touristische Zentren mit langen Sandstränden sind Puerto del Carmen und Costa Teguise.

Reiseblog BREITENGRAD53 Traumstrände mitten im Atlantik 7

Ideales Revier für Kiteurfer – Fuerteventura

Fuerteventura – die erholsame Insel

Bedingt durch die nicht allzu hohen Berge ist Fuerteventura die niederschlagsärmste Insel des Archipels. Die Insel ist an ihrer schmalsten Stelle nur fünf Kilometer breit, sodass man im Rahmen einer Wanderung über den Inselrücken sowohl die Wildheit der westlichen Steilküste bei La Pared mit ihrer gefährlichen Brandung als auch die puderzuckerartigen Sandstrände bei Costa Calma an der Ostküste erleben kann. Von Costa Calma aus erstreckt sich der Strand 17 Kilometer nach Süden bis nach Morro Jable. Ein Paradies für Wind- und Kitesurfer sowie für Strandwanderer. Der im äußersten Nordosten, bei Corralejo gelegene, unter Naturschutz stehende Dünenpark erinnert an die Sahara.

La Palma – die schöne Insel

Mit ihrer üppigen Vegetation ist La Palma ein Anziehungspunkt für Naturliebhaber und für einen reinen Badeurlaub fast zu schade. Aus der recht kleinen Grundfläche der Insel steigen Gebirge bis über 2.400 Meter Höhe auf. In der Inselmitte will der Nationalpark Caldera de Taburiente erwandert werden, in dem große Flächen von der Kanarischen Kiefer bedeckt sind, die die Fähigkeit besitzt, nach Waldbränden wieder neu auszutreiben. Nicht versäumen sollte man einen Besuch der Hauptstadt Santa Cruz de La Palma, deren Altstadtviertel eine Fülle Bauwerke im kanarischen und kolonialen Stil, mit kunstvoll verzierten Erkern und Holzbalkonen, aufweist.

La Gomera – die wilde Insel

Mit ihrem als Weltnaturerbe unter dem Schutz der UNESCO stehenden Nationalpark Garagonay gilt der Besuch der Insel als großes Naturerlebnis. Immergrüne Nebelwälder mit über zwei Metern hohen Farnen kennzeichnen das Landschaftsbild im Nationalpark. Touristisch gut erschlossen ist das Valle Gran Rey – ein von Palmen und Bananenplantagen geprägter Inselabschnitt.

El Hierro – die unbekannte Insel

Die kleinste und westlichste Insel der Kanaren ist zwar von ähnlicher landschaftlicher Vielfalt wie seine Schwesterinseln, spielt jedoch aufgrund seiner Abgelegenheit touristisch nur eine untergeordnete Rolle. Wer jedoch Ruhe und Abgeschiedenheit am westlichsten Ende Europas sucht, der ist hier genau richtig.


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