Schlagwort: Bilder

Hoch hinaus in Surfers Paradise

Ich habe einen fantastischen Überblick vom 20. Stock meines Hotelzimmers in Surfers Paradise in Australien. Links und rechts Küste soweit das Auge reicht. Vor mir schaut gerade die Sonne über…

Ich habe einen fantastischen Überblick vom 20. Stock meines Hotelzimmers in Surfers Paradise in Australien. Links und rechts Küste soweit das Auge reicht. Vor mir schaut gerade die Sonne über den Horizont. Wellen laufen lautstark und mit viel Schaum auf den beigen Sandstrand auf. In der Ferne versucht ein Surfer sein Board mit schnellen Armbewegungen auf Geschwindigkeit zu bringen, um mit einem kurzen Satz aufs Brett zu springen und die perfekte Welle zu surfen.

Eine geglückte Morning Session an einem Strand, den man in dieser Form eher selten irgendwo anders auf der Welt finden wird.  Es ist aber auch der Strand von Surfers Paradise, dem lebendigen Ort mit einer beeindruckenden Skyline und sehr vielen Möglichkeiten, seine Zeit nicht auf einem Surfbrett oder am Strand zu verbringen.

Gold Coast - Surfers Paradise - Australien - Joerg Pasemann (13 von 21)

Surfers Paradise bietet Gegensätze, wie kaum eine andere Stadt auf dieser Welt. Auf der einen Seite der Straße findet man tatsächlich ein Paradies: Klares, türkises Wasser mit den Wellen, die Surfer brauchen, um glücklich zu sein. Ein breiter, beiger Strand mit Sand, der sich durch die Fußzehen drängt und dabei quietscht, weil er so fein ist. Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge, die Gänsehaut produzieren, weil sie so schön sind. Und natürlich gibt es Sonne im Überfluss. Wer dem Ort einst den Namen gab, der muss genau dieses Paradies vorgefunden haben.

Ein Deutscher baute das erste Hotel in Surfers Paradise

Ausgerechnet ein Deutscher hat 1889 damit angefangen, auf der anderen Seite das erste Hotel zu eröffnen. Johann Meyer baute in Elston, wie der Ort früher hieß, das „Main Beach Hotel“. Durch den späteren Ausbau verschiedener Brücken und Straßen kamen immer mehr Touristen und Investoren nach Elston, und so wurde aus dem einstigen Paradies ein lebendiger Ort, der seit 1933 den Namen Surfers Paradise trägt.

Und so gilt die Stadt an der Gold Coast heute als Australiens heimliche Hauptstadt der Unterhaltung. Und das nicht ohne Grund: Zahlreiche Attraktionen sind in den letzten Jahren in der Stadt entstanden, die neben dem eher langweiligen Treiben am paradiesischem Strand auf der einen Straßenseite für Abwechslung auf der anderen Seite sorgen. Von dem quirligen Nachtleben ganz zu schweigen. Viele Backpacker machen auf der Durchreise gerne halt in Surfers Paradise, um nach dem anstrengendem  Work & Travel endlich mal wieder die Sau rauszulassen.

Atemberaubender Ausblick aus 270 Metern Höhe

Sicherlich das markanteste Gebäude an der Gold Coast ist der Q1 Tower, der erst 2005 gebaut wurde. Es handelt sich hierbei um eines der höchsten Wohngebäude der Welt, das gleichzeitig mit den schnellsten Aufzügen Australiens ausgestattet ist. Mit 9 Metern pro Sekunde schrauben sich die zehn Aufzüge bis ans obere Ende des Gebäudes. Wer lieber zu Fuß geht, kann sich auf 1.330 Treppen freuen, um die 230 Meter bis zur 78. Etage zu erklimmen. Dort befindet sich ein Café und eine Lounge, von der man einen fantastischen Ausblick hat.

Wer es noch höher mag, der muss die letzten 40 Meter ohnehin zu Fuß gehen: Abgesichert mit professioneller Kletterausrüstung, einem speziellen Anzug sowie zwei Gurten, die bis zu 5 Tonnen aushalten. „Skypoint Climb“ heißt das Abenteuer und verspricht neben jeder Menge Adrenalin einen atemberaubenden Ausblick aus 270 Metern Höhe über Surfers Paradise und die gesamte Gold Coast.

I belive i can fly – Abheben mit iFly

Ein weiteres Highlight in Surfers Paradise heißt „iFly“. Es handelt sich dabei um Indoor Skydiving, quasi Fallschirmspringen ohne Fallschirm. In einer Art gläsernem Tunnel wird ein bis zu 286 km/h schneller Luftstrom erzeugt, mit dem ein realer Fallschirmsprung simuliert werden kann. Doch bevor man sich in den Schwebezustand begibt, bedarf es einiger Vorbereitung. So wird einem zuerst erklärt, mit welcher Körperhaltung man als Anfänger in den Tunnel kommen sollte: Kinn nach oben, Arme nach vorne ausgebreitet, Knie leicht angezogen. Wer mit Unterstützung der „Fluglehrer“ tatsächlich zum Schweben kommt, kann sich auf ein unglaubliches Gefühl freuen. Gesteuert wird mit den Händen, vor uns zurück geht’s mit den Beinen. Als Kleidung dient ein Overall, ein Helm inklusive Ohrstöpseln und eine Schutzbrille, die die Augen vor dem starken Wind schützt.


Wer die horizontale Lage ein Meter über dem Boden geschafft hat, der durchlebt ein Wechselbad der Gefühle: Konzentriert, möglichst nicht gegen die Tunnelwände zu stoßen und glücklich. Immerhin hat man nicht nur das Gefühl, dass man fliegt. Man fliegt tatsächlich. Ohne Hilfsmittel. Nur mit der Luft, die einem brutal ins Gesicht bläst. Nach einer Minute ist der Zauber vorbei und man lechzt danach, möglichst schnell wieder dieses Fluggefühl zu bekommen. Großartig.

Gold Coast - Surfers Paradise - Australien - Joerg Pasemann (10 von 21)

(c) all Images by Joerg Pasemann

 

Hinweis: Der Autor wurde von Tourism Australia auf diese Reise eingeladen!

Keine Kommentare zu Hoch hinaus in Surfers Paradise

Durch die Alpen mit dem Range Rover Evoque

Der Kofferraum ist bis zur Unterkante voll bepackt, das Navigationssystem ist auf “Allgäu” programmiert und der iPod mit der besten Reisemusik ist am Soundsystem angeschlossen – der Range Rover Evoque…

Der Kofferraum ist bis zur Unterkante voll bepackt, das Navigationssystem ist auf “Allgäu” programmiert und der iPod mit der besten Reisemusik ist am Soundsystem angeschlossen – der Range Rover Evoque ist startklar. Die Reise zum Oberjoch im Allgäu kann starten, vor uns liegen 911 Kilometer, eine Fahrt von Nord- nach Süddeutschland.

„Geil!“ – Die Bewertung von Kindern kann so einfach sein und ist manchmal auch zutreffend. Auch bei Autos. Obwohl der Range Rover Evoque aussieht, wie ein bulliger Geländewagen, so ist es eigentlich ein SUV (Sport Utility Vehicle – Geländelimusine). Die Designer von Land Rover haben ganze Arbeit beim Bau des „kleinen“ Range Rovers geleistet, denn immer noch drehen sich die Menschen auf der Straße um, wenn ein Evoque an ihnen vorbeifährt. Und das obwohl der SUV schon einige Zeit auf dem Markt ist.

Range Rover Evogue begeistert Kinder und Fahrer

Oft sind es bei Kindern die spielerischen Elemente, die sie begeistern. Beim Range Rover Evoque ist es vor allem die Ambiente-Innenraumbeleuchtung, die in den verschiedensten Farben eingestellt werden kann. Die Kinder haben sich auf der Hinfahrt für lila entschieden, auf der Rückfahrt für grün. Auch der wie von Zauberhand selbst öffnende und schließende Kofferraum bringt die Kinder zum Staunen. Star Wars lässt grüßen.

Vor allem auch bei den nagelneuen adaptiven Voll-LED-Scheinwerfern, die bei Nacht für eine optimale Ausleuchtung der Fahrbahn sorgen sollen. Die Automatik-Einstellung sorgt dafür, dass das Fernlicht automatisch an- und ausgeschaltet wird, sobald ein Fahrzeug vor einem fährt oder entgegenkommt. Auf den Serpentinen im Allgäu blinkt die optimale Ausleuchtung der Strasse wie eine Lichtorgel: Kurve links, Licht geht an der linken Wagenseite an, Kurve recht, Licht geht links aus und rechts an. So geht es rund sieben Kilometer bergauf, von Bad Hindelang bis zu unserem Ziel, dem “Kinderhotel Oberjoch“.

„Auf die Straße Du dich konzentrieren sollst!“ So ähnlich muss der Befehl an die Designer von Land Rover im Jedi Ritter-Stil geklungen haben, als sie den Range Rover Evoque geplant haben. Denn es gibt zahlreiche solcher kleinen Goodies, die den Fahrer des Wagens schnell vergessen lassen, in einem SUV zu sitzen. Wie zum Beispiel auch die unterschiedlichsten Einstellungen der Außenkameras. Vor allem die Sicht von oben auf das Auto begeistert Kinder und Fahrer. Wie von einer Drohne gefilmt, sieht der Fahrer auf dem Display des Acht-Zoll-Touchscreen seinen Range Rover Evoque von oben und kann in Echtzeit ziemlich detailliert sehen, was um sein Fahrzeug passiert. “Viel zu sehen, Du noch hast!”

“InControl Touch” ist das Herzstück

Apropos Touchscreen: Auch das Infotainmentsystem “InControl Touch”, mit dem Audio, Video, Telefon, Navigationssystem, Kameras und viele andere Dinge des Fahrzeugs eingestellt und gesteuert werden, sorgt für einige Aha-Effekte. So wurde das vom Smartphone bekannte „Wischen“ für einen Seitenwechsel auf dem Touchscreen übernommen. Über die Funktion “InControl Apps” lassen sich zahlreiche Smartphone-Apps über den mittig am Armaturenbrett platzierten Touchscreen steuern.

Bei so viel Technik wird man leicht vom eigentlichen Sinn eines Autos abgelenkt, denn es dient der Menschheit vor allem immer noch dazu, um von A nach B zu kommen. Und so wundert es kaum, dass der Range Rover Evoque auch auf der Straße eine gute Figur macht. Wer mit 195 km/h über die Autobahn donnert, vergisst ganz schnell, in einem Geländewagen oder SUV zu sitzen. Der Range Rover muss sich vor keiner Mittel- oder Oberklasse verstecken. Ganz im Gegenteil: Der Wagen ist hervorragend verarbeitet, alle verbauten Materialen sind edel, praktisch und dezent platziert. Einzig und alleine der kleine Tank ist bei längeren Touren etwas lästig. Mehr als 500 Kilometer sind bei flotter Geschwindigkeit kaum drin.

Doch auch abseits der befestigten Straßen macht der Range Rover richtig viel Spaß. Wie seine größeren Brüder von Land Rover hat der Evoque das Terrain Response System an Bord. Auf der Mittelkonsole können per Tastendruck die Bodenverhältnisse (Asphalt, Schlamm, Sand und Gras/Schnee) ausgewählt werden und das System regelt automatisch die Schaltcharakteristik, Gasannahme und die Funktion des ESP.

Range Rover Evoque kann mehr als mancher Geländewagen

Der Range Rover Evoque kann mehr als viele SUV und auch mehr als manche Geländewagen. Selbst als Familienkutsche hat sich der Wagen ausgezeichnet: Hinten sitzt man einigermaßen komfortabel, der Kofferraum fasst 550 bis 1.445 Liter. Wer – wie wir – mit zwei kleinen Kindern reist, für den ist das kein Problem. Der Range Rover Evoque startet preislich bei 34.500 Euro und ist damit kein Schnäppchen. Man muss sich den SUV aus dem Hause Land Rover leisten können. Am Ende gibt es aber nur wenige Fahrzeuge in dieser Kategorie, die dem Rang Rover Evoque das Wasser reichen können.

[toggle title=”Unser Fahrzeug”]Der Range Rover Evoque HSE, den wir für unseren Roadtrip zur Verfügung gestellt bekommen haben, war ein TD4 Diesel mit 132 kW (180 PS), 4 Zylinder, 1.999 cm3 Hubraum und 9 Gang Automatikgetriebe. [/toggle]

Bilder der Tour mit dem Range Rover Evoque auf Instagram

[instagram-feed type=hashtag hashtag=”#b53_rangerover” num=4 cols=4 showcaption=false]

Hinweis: Vielen Dank an Land Rover Deutschland, die uns den Range Rover Evoque zur Verfügung gestellt haben.

Keine Kommentare zu Durch die Alpen mit dem Range Rover Evoque

Agios Georgios Pagi – kristallklares Wasser

Mit kräftigen Zügen schwimme ich durch das türkise Wasser – kristallklar und angenehm warm umschließt mich an diesem Morgen das Meer in unserer Bucht. Am heutigen Morgen konnte ich nicht…

Mit kräftigen Zügen schwimme ich durch das türkise Wasser – kristallklar und angenehm warm umschließt mich an diesem Morgen das Meer in unserer Bucht. Am heutigen Morgen konnte ich nicht anders, als ein einfach mein Handtuch zu schnappen um sofort ins erfrischende Nass zu springen. Am endlosen Sandstrand der Bucht Agios Georgios Pagi suche ich vergebens nach Menschenansammlungen oder den üblichen Anzeichen von Massentourismus. Dieser erste Tag auf der Insel Korfu lädt mich zu einer entspannten Urlaubswoche ein.

Die Grüne Insel Korfu

Nicht ohne Grund ist Korfu auch als grüne Insel bekannt. Durch das mediterran ausgeglichene Klima entdecke ich auf Korfu eine vielfältige Pflanzenwelt. Der Geruch von Zypressen steigt mir in die Nase und auch Olivenbäume sind hier allgegenwärtig. Rund um die Bucht finde ich kleine Zypressen und Olivenhaine mit jahrhundertealten Bäumen. Die Inhaberin unserer Lieblingstaverne erzählt mir, dass über die Hälfte der Insel mit Olivenbäumen bepflanzt ist – Olivenöl ist eines der wichtigsten Produkte, das von der Insel stammt und sich weltweit großer Beliebtheit erfreut. Auch Orchideen sind hier zuhause und gedeihen das gesamte Jahr.

Traumstrand Agios Georgios Pagi

Bucht von Agios Georgias Pagi

Bucht von Agios Georgias Pagi

Unsere traumhafte Bucht liegt im Nordwesten der Insel Korfu. Umschlossen von zwei Hügeln liegt sie direkt am Mittelmeer. Die europäische Umweltbehörde hat das Wasser in der Bucht Agios Georgios Pagi für seine perfekte Wasserqualität ausgezeichnet. Wenn das so ist, dann kann ja nichts mehr schief gehen, denke ich mir und entdecke bei einem Spaziergang am drei-kilometer-langen Sandstrand die Umgebung. Hier kann ich Tauch-, Segel- oder Paragliding-Kurse buchen. Auch Mountainbikes könnte ich hier leihen – vielleicht später. Ich lege mich mit meinem Buch unter eines der Schirmchen an der Bucht und genieße einen herrlichen Vormittag am Strand. Zur Mittagszeit gönne ich mir ein Glas Weinschorle in der Beachlounge direkt am Strand.

Agios Georgios wurde 2010 in die neu gegründete Großgemeinde Korfu integriert. Hier leben etwa fünftausend Menschen, die in erster Linie vom Tourismus und der Landwirtschaft leben. In den Supermärkten der Umgebung finden wir leckerste Lebensmittel – biologischer Anbau wird hier groß geschrieben. Für das erste Abendessen hole ich aus dem Supermarkt um die Ecke unseres kleinen Appartements frisches Obst und Gemüse, Schinken, einen leckeren Wein und natürlich Oliven. Wir machen uns auf unserem Balkon gemütlich und genießen den Sonnenuntergang bei entspannten Gesprächen und einem leckeren Essen.

Haus Vistonia in Agios Georgias Pari

Unsere Unterkunft direkt am Meer

“kafé ellinikó” im kleinen Ort Makrades

Gestärkt und erholt wollen wir in den nächsten Tagen die Umgebung erkunden. In näherer Entfernung ist das Honigtal zu erreichen und die beiden kleinen Dörfer Afionas und Makrades stehen auf unserem Ausflugsplan. Wir bummeln durch die Gassen der beiden Städtchen und genießen das Nichtstun in einem kleinen Cafés bei griechischem Mokka dem „kafé ellinikó“. Hier lernen wir, dass wir bei griechischem Kaffee gleich den gewünschten Süßegrad mit angeben müssen. Das Wasser wird hier zusammen mit dem Kaffeepulver und dem Zucker aufgekocht. Abends finden wir uns in einer der vielen netten Tavernen ein und essen köstliches „bekri mezé“, einen typischen Schweinegulasch und Sardellen „marídes“. Daran komme ich nie vorbei.

Beim Urlaub im Ferienappartement findet jeder seine individuelle Freiheit. Entweder wird selbst gekocht oder man nutzt die vielfältigen Angebote der Umgebung. Ohne Stress und Hektik des Alltags kann man sich einfach treiben lassen. Schöne Unterkünfte gibt es hier: Ferienwohnung Korfu.

© alle Bilder: Spyridon Konstantis

Keine Kommentare zu Agios Georgios Pagi – kristallklares Wasser

Camargue: Im Reich der rosa Flamingos

Halb Land, halb Meer: Das Reich der rosa Flamingos, schwarzen Stiere und weißen Pferde in der Camargue hat das Potenzial, die „Sehnsucht nach mehr“ zu stillen. Unsere Radtour führt uns…

Halb Land, halb Meer: Das Reich der rosa Flamingos, schwarzen Stiere und weißen Pferde in der Camargue hat das Potenzial, die „Sehnsucht nach mehr“ zu stillen. Unsere Radtour führt uns fernab großer Touristenströme von Arles entlang der Rhône, durch Wasserlandschaften, Salzwiesen, Reisfelder und Weingärten. Der Mistral, der uns begleitet, hat auch seine guten Seiten. Mit voller Kraft fegt er die Wolken vom Firmament, sorgt für einen blauen Himmel und vertreibt die in der Camargue gefürchteten Mücken ins Nirgendwo.

Ganz besonders: der Vin de Sable

Von Arles aus fahren wir an der Rhône entlang Richtung Süden. Unser Weg führt uns durch die nördlichsten Reisanbaugebiete der Welt – verblühte Landschaften mit Sonnenblumenfeldern und Weingärten auf sandigem Boden in der Camargue. Die Salzkristalle der Luft haben sich weißfunkelnd auf den süßen, blauen Trauben abgesetzt. Friedlich grast eine Herde schwarzer Stiere auf einer Wiese, weiße Pferde kommen neugierig auf uns zu. Der Mistral weht so stark, dass ich Mühe habe, meine Kamera ruhig zu halten.

Leuchtende Salzwiesen im Nationalpark Camargue

Wie aus dem Nichts taucht plötzlich rechterhand das Meer auf. Im Licht der grün-lila-pink leuchtenden Salzwiesen entdecken wir die erste Flamingo-Gruppe, die im Wasser nach Nahrung sucht. Ich komme mir vor wie ein Jäger auf der Pirsch, allerdings mit einer Kamera, als ich im Aussichtsturm vom Info-Zentrum des Nationalparks verweile. Über einen Damm radeln wir durch die Camargue – geboren aus dem Fluss und dem Meer -, auf deren salziger Erde sich eine einzigartige Flora und Fauna entwickelt hat. Flamingos und andere Wasservögel begleiten uns auf dem Weg zum Leuchtturm „Phare de la Gacholle“, der sich einsam in der Ferne erhebt. Dort wartet unser Guide Pit von „Die Landpartie“ mit dem mittäglichen, leckeren Picknick auf uns.

Surfen mit dem Mistral

Den Duft von Salz und Meer in der Nase erreichen wir schließlich einen 50 Meter breiten Endlosstrand, wo Kitesurfer den Mistral geschickt nutzen. Einige ganz mutige aus unserer Gruppe gehen im Mittelmeer baden, die anderen genießen einfach nur die herrliche Luft, die Sonne und das Rauschen der Brandung. Von hier ist es nicht mehr weit bis zum Bade- und Wallfahrtsort Les-Saintes-Marie-de-la Mer, wo wir im Landhotel „La Montrane“ eine zauberhafte Herberge in der Camargue finden. Hier werden wir mit einem exzellenten Dinner und köstlichem Vin de Sable verwöhnt.

Auf dem Jakobsweg

Am siebenten und letzten Tag gilt es, noch einmal mehr als 60 Kilometer zu bewältigen. Wir queren einen Fluss auf einer kleinen Fähre gemeinsam mit Reitern und Pferden, durchradeln die stille Wasserlandschaft und Rebstöcke auf Sanddünen, auf denen der ganz besondere Vin de Sable, der Sandwein, wächst. Unser nächstes Ziel ist Saint-Gille, das andere Tor zur Camargue. Die Stadt, die am Jakobsweg liegt, verzaubert mit ihrem morbiden Charme. Das Benediktinerkloster wurde im 8. Jahrhundert erbaut, die Fassade ist ein Meisterwerk romanischer Baukunst und Weltkulturerbe. Die Kirche besitzt eine hervorragende Orgel, und wir haben das Glück, Schülern der Meisterklasse lauschen zu dürfen, die während der Orgelwochen dort Konzerte geben. Bereits seit dem 12. Jahrhundert bewohnten Mönche den Felsberg. Schnell wurde die Abtei Montmajour ein Wallfahrtsort, der jährlich etwa 150.000 Pilger anzieht. Einer von ihnen ist Helmut Mayer aus Stuttgart, der seit vier Wochen allein mit dem Fahrrad auf dem Weg nach Santiago de Compostela unterwegs ist und sich über unsere Gesellschaft freut. Ein letztes Mal freuen wir uns aufs Picknick, das Pit bei strahlendem Sonnenschein in einem alten Olivenhain vorbereitet hat.

Nîmes: Das französische Rom

Am späten Nachmittag erreichen wir Nîmes – Hauptstadt des Stierkampfs und das „französische Rom“. Hier müssen wir unsere Fahrräder zurückgeben. Die Bewohner von Nîmes sind stolz darauf, dass ihre Stadt ein unvergleichlicher Tresor antiker Monumente ist. Bei einem abendlichen Bummel durch die Parkanlage „Les Jardin de La Fonatine“ aus dem 18. Jahrhundert treffen wir Menschen beim Boule spielen. In der Altstadt begegnet uns noch einmal Kaiser Augustus, der Nîmes im 5. Jahrhundert v. Chr. gegründet hat, als Statue.

Heimat der Jeans

Die Arena und das Maison Carrée, gehören zu den besterhaltensten Monumenten römischer Zeit. Das Maison Carrée wurde dem Apollo-Tempel in Rom nachgebaut, später war es Kapitol und Versammlungsort der Richter. Heute beherbergt es ein archäologisches Museum. Direkt gegenüber steht das Carrée d‘Art, das neue Kunstmuseum, von Star-Architekt Sir Norman Foster erbaut. Seinen wirtschaftlichen Erfolg im 19. Jahrhundert verdankte Nîmes unter anderem Levi Strauss, dem Erfinder der Jeans. Nîmes war seit jeher für seine feinen Stoffe bekannt. Als Strauss, der stets auf der Suche nach Verbesserungen war, neues Material suchte, erinnerte er sich an den indigoblauen Stoff aus Nîmes, der seiner Herkunft entsprechend Denim (von „de Nîmes“) genannt wird – unzerreißbar und unverwüstlich. Fürs letzte festliche Diner unserer mehrtägigen Radtour auch an diesem Abend ein durchaus adäquates Kleidungsstück.

Die Autorin wurde von „Die Landpartie“ auf diese Reise eingeladen. © alle Bilder der Reise: von Liane Ehlers

> Teil 1 der Reise: Fliegen mit dem Mistral
> Teil 2 der Reise: Sur le pont d’ Avignon

Reise-Infos in Kürze

Die geführten Radreisen von „Die Landpartie“ folgen nicht ausgeschilderten Radwegen. Streckenwahl, Begegnungen, Hotels, Besichtigungen und Führungen sind gut aufeinander abgestimmt. Ein Reiseleiter per Rad sowie einer im Begleitfahrzeug sorgen für den Gepäckservice und das Mittagspicknick. Der Oldenburger Veranstalter bietet auch individuelle Radreisen, geführte Wanderradreisen und Silvesterreisen an. Tel: 0441/ 5706830

Reiseliteratur: Reise-Handbuch „Provence Côte d’Azur“, Dumont, 456 Seiten, 22,95 Euro

 

[mappress mapid=”69″]

Keine Kommentare zu Camargue: Im Reich der rosa Flamingos

Sur le Pont d’ Avignon

Die Lebensader des Südens, die Rhône, wird uns die kommenden Tage begleiten. Am Fluss radeln wir durch kleine Dörfer, Obstplantagen und Weingärten. Wir besuchen Avignon, die Stadt der Päpste, und Arles, das…

Die Lebensader des Südens, die Rhône, wird uns die kommenden Tage begleiten. Am Fluss radeln wir durch kleine Dörfer, Obstplantagen und Weingärten. Wir besuchen Avignon, die Stadt der Päpste, und Arles, das Tor zur Camargue, Stadt des Stierkampfs und Vincent van Goghs. Stellenweise bekommen wir Unterstützung vom Mistral und “fliegen” buchstäblich auf unseren eBikes durch die Landschaften.

Avignon: Die Stadt der Päpste

Gut gelaunt haben wir uns am dritten Tag nach einem opulenten Frühstück auf den Sattel geschwungen, einen gut bestückten Markt besucht und genießen mittags mit Blick auf den Papst-Palast und die Brücke von Avignon ein leckeres Picknick, das Pit, einer unserer beiden Guides von „Die Landpartie“ vorbereitet hat. In der einstigen Welthauptstadt des Christentums steht eine der berühmtesten Brücken, die Pont Saint-Bénézet aus dem 12. Jahrhundert. Bekannt wurde das Bauwerk, das die wie ein abgebrochener Arm vom Dom-Felsen in die Rhône ragt, besonders durch das französische Volkslied „Sur le Pont d’Avignon, l‘on y danse“ aus dem 15. Jahrhundert. Vermutlich hat nie jemand auf dieser Brücke getanzt, aber auf der darunter liegenden Insel gab es damals Jahrmärkte und Vergnügungsviertel.

Höhepunkt des Tages ist der Besuch des Papst-Palastes aus dem 14. Jahrhundert. Vom Aussichtpunkt in den Dom-Gartenanlagen haben wir einen guten Blick auf den Marktplatz, die legendäre Brücke und das gegenüberliegende Villeneuve-les-Avignon, die Stadt des französischen Königs mit dem Fort Saint-André – ein mittelalterlicher Festungsbau. Von 1309 bis 1415 dauerte die Herrschaft der Päpste in Avignon, die erst mit dem Konzil von Konstanz endete; bis heute ist Avignon Bischofssitz.

Beim Stadtbummel schauen wir uns auch die mittelalterliche Stadtmauer an, eine der besterhaltensten Frankreichs, sowie das repräsentative Rathaus und das Theater aus dem 19. Jahrhundert. Noch einmal geht‘s aufs Fahrrad. Zwölf Kilometer sind es bis zu unserem idyllischen Landhotel „Le Moulin D’Aure“, das in einem Olivenhain liegt. Hier verwöhnen uns unsere Gastgeber beim Dinner mit der marktfrischen Küche der Provence.

Meisterwerk römischer Architektur

Tag vier unserer Radtour: Ein stolzer, bunter Hahn schreitet durch den Olivenhain, während wir beim Frühstück auf der Hotel-Terrasse das unvergleichliche Licht des Südens und die warmen Sonnenstrahlen des Herbstes genießen. Der Pont du Gard (die Gard-Brücke), der über den Fluss Gardon führt, ist unser Tagesziel. Doch zuvor radeln wir durch die graziöse und nach Kräutern duftende Montagnette – ein kleiner Höhenzug – zur Abtei Notre-Dame Saint-Michel de Frigolet. Im 12. Jahrhundert diente das Kloster als Erholungsort für die Mönche von Montmajour, heute lebt hier nur noch ein halbes Dutzend. In der Klosterschule verweilte einst auch der Dichter und Literatur-Nobelpreisträger Frédéric Mistral, der in die Vorhalle lyrische Worte eingravieren ließ. Nach 55 Kilometern haben wir am späten Nachmittag unser Ziel erreicht: den Pont du Gard, das fast 50 Meter hohe und 272 Meter lange Aquädukt, über das Nîmes in der gallisch-römischen Zeit mit Frischwasser versorgt wurde. Die schönste Art, sich dem Pont du Gard anzunähern, ist allerdings eine Kanufahrt.

Fliegen mit dem Mistral

Am nächsten Morgen „fliegen“ wir mit dem Mistral im Rücken nach Montfrin, wo ein sensationeller, kürzlich eröffneter Radweg beginnt: Die ehemalige, geteerte Eisenbahntrasse führt uns durch beleuchtete Tunnel, fruchtbare Rhône-Ebenen und die von Kräutern und Sträuchern bewachsene Garrigue zur Höhlenabtei St. Roman, einem Felsenkloster aus dem 5. Jahrhundert – ein einzigartiges Monument der Provence. Eine steile Wendeltreppe führt zu den Schlafzellen und aufs Plateau, von wo wir einen fantastischen 360-Grad-Blick auf Rhône-Landschaft und Alpillen, die letzten Erhebungen der Alpenkette, haben. Unten wartet schon Pit auf uns – mit einem herrlichen Picknick unter Pinien. Gut gestärkt machen wir uns auf den Weg nach Arles, der Stadt Vincent van Goghs, die Stadt des Stierkampfs und das Tor zur Camargue. Dort trennt sich der Fluss in Grand und Petit Rhône und entfaltet sich zu einem breiten Delta bis ans Mittelmeer.

Vincent van Goghs Vermächtnis

Weil die Straßen in Arles sehr schmal sind, rät unser Guide Florian uns aus Sicherheitsgründen zur „Schildkrötenformation“. Zwei bis drei Radler fahren nebeneinander, sodass die Autos nicht überholen können. Sobald die Umstände es zu lassen, löst sich die Formation auf und wir radeln wieder brav hintereinander. Beim Stadtbummel zeigt uns Fremdenführerin Martina die Kirche Saint Trophime, die ein bemerkenswertes romanisches Portal besitzt. Ganz in der Nähe liegt das ehemalige „Hotel Dieu“ (Krankenhaus), in dem van Gogh 1888 behandelt wurde, nachdem er sich ein Ohrläppchen abgeschnitten hatte. Das weiß-gelbe Haus, sieht heute noch aus wie zu van Goghs Zeiten. Über 300 Bilder hat der Künstler in den 15 Monaten in Arles gemalt, verkauft hat er nur eins, den „Roten Weinberg“.

„Während seine Aufenthalts in Arles explodierten die Farben“, erzählt Martina. „Niemand zuvor hat in seinen Bildern so ein leuchtendes Gelb erreicht.“ Das gilt auch für das berühmte Bild „Café la Nuit“, dessen originales Vorbild wir auf dem Rundgang am Place du Forum besichtigen. Dort steht auch die Statue des Dichters Frédéric Mistral. Die zweitausend Jahre alte Arena und das antike Theater bieten bei Stierkämpfen und Konzerten fast über 20.000 Zuschauern Platz. „Im Gegensatz zum spanischen Stierkampf ist der provenzalische unblutig“, sagt Martina. „Der Rasateur (Torero) muss mit einem Stock dem schwarzen Stier Ringe von den Hörnern reißen. Das Tier verlässt die Arena lebend.“ Am nächsten Morgen werden wir vor den Toren der Stadt eine Herde der muskulären schwarzen Stiere aus der Nähe betrachten können.

> Teil 1 der Reise: Fliegen mit dem Mistral
> Teil 3 der Reise: Camargue-im Reich der rosa Flamingos

Reise-Infos in Kürze

Die geführten Radreisen von „Die Landpartie“ (www.dieLandpartie.de ) folgen nicht ausgeschilderten Radwegen. Streckenwahl, Begegnungen, Hotels, Besichtigungen und Führungen sind gut aufeinander abgestimmt. Ein Reiseleiter per Rad sowie einer im Begleitfahrzeug sorgen für den Gepäckservice und das Mittagspicknick. Der Oldenburger Veranstalter bietet auch individuelle Radreisen, geführte Wanderradreisen und Silvesterreisen an. Tel: 0441/ 5706830

Reiseliteratur: Reise-Handbuch „Provence Côte d’Azur“, Dumont, 456 Seiten, 22.95 Euro

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung

1 Kommentar zu Sur le Pont d’ Avignon

Südafrika – farbenfroh, traditionell, abenteuerlich

Bunt und abwechslungsreich, farbenfroh und lebenslustig, das sind die Begriffe die ich mit Südafrika verbinde. Vom Nervenkitzel den man auf der Spur der wilden Tieren erlebt, über die gut gelaunten…

Bunt und abwechslungsreich, farbenfroh und lebenslustig, das sind die Begriffe die ich mit Südafrika verbinde. Vom Nervenkitzel den man auf der Spur der wilden Tieren erlebt, über die gut gelaunten Menschen und die bunte Vielfalt der traditionellen und einheimischen Kunst. Ob Kapstadt, Johannesburg, Kruger Nationalpark oder Cape-Town – jedes Jahr reisen etwa 8-9 Mio. Touristen nach Südafrika. Das Land der Kontraste bietet nicht kulturelle Unterschiede und auch die „größten“ Tiere dieser Welt sind in Südafrika zuhause.

Big Five in freier Wildbahn erleben

Hier in Südafrika hat man die Chance die Big Five in freier Wildbahn zu erleben. Bei der Auswahl der fünf „großen“ Tiere spielte nicht ausschließlich die Körpergröße der Tiere eine Rolle, sondern in erster Linie die Schwierigkeiten und Herausforderungen bei der Jagd auf sie. Mit einem erfahrenen Ranger und einer Portion Glück begegnen einem auf der Safari Elefanten, Nashörner, Büffel, Löwen und Leoparden draußen in der Savanne von Südafrika.

Aber auch ein Tauchgang in Capetown zu den weißen Haien oder die Beobachtung der Wale von Juni bis November sind Ausflüge, die den Aufenthalt in Südafrika unvergesslich machen. Der Abenteuertourismus nimmt hierzulande im Vergleich zum Rest der Welt eine wichtige Rolle ein. Die Südafrikaner verbringen, so wie auch die Australier mehr Zeit draußen in der freien Natur als wir in Deutschland. Kein Wunder bei den einzigartigen Tieren, Landschaften und unvergesslichen Lichtverhältnissen.

Nachhaltigkeit gewinnt in Südafrika an Bedeutung

Inzwischen setzen einige Projekte in Südafrika vermehrt den Fokus auf den umweltschonenden und nachhaltigen Tourismus. Beispielsweise das Madikwe Game Reserve, eines der größten Wildreservate in Südafrika, hat sich auf Natur- und Tierschutz spezialisiert. Durch die Integration der Gemeinden vor Ort werden Arbeitsplätze geschaffen und so die lokale Bevölkerung gestärkt. Das zugehörige Thakadu River Camp und die Buffalo Ridge Lodge gehören dabei zu hundert Prozent den lokalen Gemeinden.

Mehr als nur Gast sein

Knysna Living Local bieten den Touristen in Südafrika die Chance für ein paar Tage inmitten der Einheimischen zu verbringen und so komplett in deren Kultur einzutauchen. Am Lagerfeuer teilt man neben den Geschichten das Essen mit den Gastgebern und lernt was es bedeutet die begrenzten Ressourcen mit anderen zu teilen: „Ubuntu“ heißt „Menschlichkeit“ und ist die Lebenseinstellung, die man als Tourist aus Südafrika wieder mit nach Hause nimmt.

© Bilder, Video South African Tourism (Südafrika Tourismus)

 

Koop

Keine Kommentare zu Südafrika – farbenfroh, traditionell, abenteuerlich

“Fliegen” mit dem Mistral

Provence und Camargue gehören zu den Sehnsuchtszielen dieser Welt: Lavendel- und Sonnenblumenfelder, die Weinberge der Päpste, Römerbauten, weiße Pferde und rosa Flamingos. Breitengrad53-Autorin Liane Ehlers war eine Woche und fast…

Provence und Camargue gehören zu den Sehnsuchtszielen dieser Welt: Lavendel- und Sonnenblumenfelder, die Weinberge der Päpste, Römerbauten, weiße Pferde und rosa Flamingos. Breitengrad53-Autorin Liane Ehlers war eine Woche und fast 300 Kilometer durch Frankreichs Süden auf den Spuren des Mistral unterwegs. Was sie bei dieser geführten Fahrradtour des Veranstalters „Die Landpartie“ von Lyon nach Nîmes gesehen und verzaubert hat, erfahrt Ihr hier und in weiteren Folgen.

Mit dem Mistral unterwegs

201510 Provence–3

Die Landpartie-Route

Für mich ist diese Reise in mehrfacher Hinsicht eine Premiere: Als Oldenburgerin ist das Fahrrad mein bevorzugtes Fortbewegungsmittel. Radtouren von 40 bis 60 Kilometern mit zwei, drei Freunden gehören zu meinem Freizeitvergnügen. Aber eine geführte Radtour mit einer 16-köpfigen Gruppe – und dann noch mit einem E-Bike, zu dem ich mich nach langem Zögern entschlossen habe – das ist absolut neu. Die Hälfte der Gruppe fährt E-Bike, die andere mit einem guten 8-Gänge-Rad. Um es vorwegzunehmen, spätestens in den Weinbergen von Châteauneuf-du-Pape bin ich heilfroh, das E-Bike gewählt zu haben. Bergfahrten sind etwas ganz anderes als im Flachland gegen den norddeutschen Wind anzukämpfen. Und dabei ist uns der Mistral, mit dem wir in der Ebene Richtung Süden bis zum Mittelmeer in die Camargue „fliegen“, meist wohlgesonnen.

Lyon: Hauptstadt der Gastronomie

 

Unsere Reise beginnt in Lyon und steht unter dem Motto „Fest der Sinne“. Schmecken, riechen, fühlen, hören und sehen. Die Provence gehört zu den vielseitigsten Regionen Frankreichs. Ebenso wie unsere Guides Florian Wöllfert und Pit Giesen, der das Begleitfahrzeug fährt, werden uns auch das Versepos „Mirèio“ des Literaturnobelpreisträgers Frédéric Mistral (1830-1914), die antiken Bauten der Römer, der Duft von Kräutern, die feine Küche der Provence, die edlen Weine der Päpste und Pits tägliches, exquisites Picknick zur Mittagszeit an einem besonders idyllischen Ort – das Markenzeichen der „Landpartie“ – begleiten.

In Lyon, das am Zusammenfluss von Rhône und Saône liegt, fahren wir mit der Zahnradbahn den Hügel hinauf zur Basilika Notre-Dame de Fourvière, die ein Bilderbuch der Kunstgeschichte verschiedener Jahrhunderte, Wallfahrtsort und Weltkulturerbe zugleich ist. Vom Fourvière-Hügel aus hat man einen wunderbaren Panoramablick auf Neu- und Alt-Lyon mit seiner Kathedrale Saint-Jean; bei gutem Wetter sogar bis zum höchsten Berg Europas, dem Mont Blanc. In der Römerzeit war Lyon die größte Stadt Galliens mit 140.000 Einwohnern, heute leben im Großraum 1,3 Millionen Menschen.

Lyon mit seinen Römerbauten, seinem morbiden Charme und den Häusern aus dem 15. und 16. Jahrhundert ist auch die Stadt von Drei-Sterne-Koch Paul Bocuse, der sie vor über 60 Jahren zur Hauptstadt der französischen Gastronomie gemacht hat. Es ist aber auch die Stadt der Buchdrucker im 15. Jahrhundert, der Seidenindustrie und die Hochburg der Resistance im Zweiten Weltkrieg. „Lyon war früher eine leuchtende Stadt, die Farbe Gelb hat die Häuser dominiert“, erzählt Stadtführerin Anneliese Dogas, die uns durch die geheimnisvollen Hinterhöfe und verwinkelten Tunnelgänge (Traboules) zwischen den Häusern führt, die für Hollywood-Filme die perfekte Kulisse abgeben. Der Tag endet in einem für Lyon typischen Lokal mit einem Drei-Gänge-Menu mit Coq au Vin als Hauptgericht und dem Wein der Päpste.

Orange: Lebendes Erbe der Weltgeschichte

Am nächsten Morgen geht es mit dem TGV nach Orange, wo wir von Pit die Räder und Fahrradtaschen übernehmen. Florian erklärt uns, wie jeden Tag, die heutige Route, die mit 22 Kilometern nicht lang ist, aber durch die Weinberge der Päpste führt. Orange ist ein lebendes Erbe der Weltgeschichte. 200.000 Gäste kommen jedes Jahr in die Stadt, um den Arc de Triomphe auf der alten Via Appia und das Römische Theater mit seinen Sommer-Festspielen zu besuchen. In einer Nische der Mauer, die König Ludwig XIV. die „schönste seines Königsreichs“ genannt hat, steht die Statue von Kaiser Augustus, die erst im 19. Jahrhundert wiedergefunden und aufgestellt wurde.

Die Weinberge der Päpste

Nach dem mittäglichen Picknick wird es anstrengender, denn wir fahren durch die Weinberge von Châteauneuf-du-Pape, einem Zusammenschluss verschiedener Weingüter. Noch hängen die zuckersüßen, blauen Trauben an den Weinstöcken. Wir treffen Arbeiter bei der Lese und genießen bei strahlendem Sonnenschein den herrlichen Ausblick auf den Mont Ventoux in der Ferne, der mit seinen 1912 Metern die Provence dominiert. Für die Kelten war er wahrscheinlich ein heiliger Berg, für die Tour-de-France-Profis und für Hobbyradler ist er eine Herausforderung, die eher mit Leiden verbunden ist.

Für uns steht am Ende der Tagestour durch grandiose Landschaften mit einer Besichtigung des Weinmuseums von Châteauneuf-du-Pape samt Weinprobe der Genuss. Von hier sind es noch fünf Kilometer bis zu unserem Landhotel „La Sommellerie“, das im Gault Millau geführt wird. Wie alle unsere Herbergen auf der Tour besitzt es einen Swimmingpool, in dem sich müde Radfahrerbeine entspannen können – bis zum nächsten Morgen.

Die Autorin wurde von „Die Landpartie“ auf diese Reise eingeladen. © alle Bilder der Reise: von Liane Ehlers

> Teil 2 der Reise: Sur le Pont d’ Avignon
> Teil 3 der Reise: Camargue-im Reich der rosa Flamingos

Reise-Infos in Kürze

Die geführten Radreisen von „Die Landpartie“ folgen nicht ausgeschilderten Radwegen. Streckenwahl, Begegnungen, Hotels, Besichtigungen und Führungen sind gut aufeinander abgestimmt. Ein Reiseleiter per Rad sowie einer im Begleitfahrzeug sorgen für den Gepäckservice und das Mittagspicknick. Der Oldenburger Veranstalter bietet auch individuelle Radreisen und geführte Wanderradreisen sowie Silvesterreisen an. Tel: 0441/ 570 683 0

Reiseliteratur: Reise-Handbuch „Provence Côte d’Azur“, Dumont, 456 Seiten, 22.95 Euro

 

[mappress mapid=”69″]

Keine Kommentare zu “Fliegen” mit dem Mistral

Von einer die auszog, das Chillen zu lernen

Eigentlich hatte breitengrad53.de – Autorin Tina Engler mit Beachclubs nie viel im Sinn, bis sie zufällig im „Purobeach“ in Andalusien landete – eine Art Selbstversuch… In meiner Heimat Hamburg gießt…

Eigentlich hatte breitengrad53.de – Autorin Tina Engler mit Beachclubs nie viel im Sinn, bis sie zufällig im „Purobeach“ in Andalusien landete – eine Art Selbstversuch…

In meiner Heimat Hamburg gießt es seit Tagen wie aus Eimern. Das ist an sich nichts Neues, aber beim Gedanken daran, dass der Sommer endgültig vorbei zu sein scheint, schlägt das ziemlich auf mein Gemüt. Gegen emotionale Verdunkelungsanfälle hilft bei mir nur eines: ein spontaner Kurztrip. Ich kenne mich, sommerliche Temperaturen und blaues Meer wirken Wunder. Draußen ist es schlichtweg zu grau, um zu bleiben. Ich will nicht weit fliegen, brauche Sonnengarantie und habe nur ein verlängertes Wochenende Zeit.

Spontan packe ich meine Tasche und fahre zum Flughafen. „Andalusien“ empfiehlt mir die nette Dame am Last Minute Schalter. Das klingt gut. Der wilde, ungestüme Süden Spaniens, genauer gesagt Estepona, rund 80 km von Malaga entfernt, ist mein Ziel. Marbella die internationale Jetset-Hochburg, mit ihren Luxusyachten, Edeldiscos und Designer-Boutiquen, ist gerade mal 20 Kilometer entfernt und gilt als Zufluchtsort der Schönen und Reichen. Dass ich mal freiwillig an die Costa del Sol fliege hätte ich nicht gedacht, aber manchmal muss man eben zu seinem Glück gezwungen werden.

Andalusian sky

Als ich nach 2,5 Stunden in Malaga lande, küsst mich die Sonne. Es duftet nach Rosmarin, wildem Thymian und süßlichen Bougainvillea. Grünes Hinterland und andalusische Hitze zaubern mir ein Lächeln ins Gesicht. Eine Explosion aller Sinne. Alles scheint dramatischer im tiefsten Süden. Das Licht ist intensiver, die Farben greller, karge Landschaft wechselt sich mit verschwenderischer Natur ab. Die Häuser der Dörfer sind weiß getüncht und bilden einen starken Kontrast zum tiefblauen Postkartenhimmel. Aus dem Radiolautsprecher dudeln feurige Flamenco-Rhythmen und mein Fahrer klopft den Takt dazu. Meine Laune steigt, genau genommen komme ich aus dem Strahlen gar nicht mehr raus. Während der Taxifahrt lese ich die verschiedenen Abzweigschilder, die mir irgendwie vertraut vorkommen. José, der Fahrer erzählt mir, was ich in drei Tagen machen soll. José, der Fahrer erzählt mir, in einer wilden Mischung aus englisch, spanisch und deutsch begeistert, was ich in den drei Tagen alles machen sollte, die „must do’s“ der Region sozusagen. Von Estepona aus könne ich Tagesausflüge nach Sevilla, Granada oder Tarifa unternehmen oder sogar mit der Fähre einen Abstecher ins marokkanische Tanger machen. Klingt verlockend, will ich aber nicht. Mir steht der Sinn danach, nichts zu tun und einfach ein paar relaxte Tage am Meer zu verbringen. Ich will seinen Enthusiasmus nicht bremsen. Dem Abstecher in den Hafen von Marbella, nach Puerto Banus stimme ich gern zu. Ich bin neugierig und irgendwie muss ich José ja für seine Passion als Reiseführer belohnen. Das ist ein Kompromiss. Schließlich liegt es mir fern ihn in seinem Stolz zu kränken.

Luxusyachten locken viele Touristen

Besonders die unzähligen Luxusyachten locken viele Touristen der „Sonnenküste“ in den Nobelort. Bis zu 1000 edle Boote haben hier gleichzeitig Platz. So richtig passen die Tagesbesucher, die meist mit Reisebussen von umliegenden Badeorten wie Torremolinos und Benidorm für ein paar Stunden her gefahren werden, in ihrer anscheinend nach den Kriterien bunt und praktisch ausgewählten Kleidung nicht ins edle Ambiente des Yachthafens. Sie treffen vor Ort auf die etwas feinere Fraktion, die lässig die neuesten Modelle der Louis-Vuitton- und Hermès-Kollektionen präsentiert und durch Versace-,  Armani- oder Dolce & Gabbana-Boutiquen bummelt. Maseratis, Ferraris und Bentleys werden spazieren gefahren, um in zweiter Reihe vor dem „News Cafe“, direkt an der schmalen Hafenpromenade, der Flaniermeile des Ortes, zu parken Auf der voll besetzten Terrasse funkeln sehr junge und sehr geliftete Damen mit ihren Diamant beringten Fingern mit der Sonne um die Wette. „Sehen und gesehen werden“ gilt hier noch mehr, als anderswo, ein Jahrmarkt der Eitelkeiten, ein herrliches Schauspiel für die Zaungäste, die vielleicht gern dazu gehören würden, denen jedoch der Zugang zu den oberen Zehntausend, der „High society“ verwehrt bleibt. Mir auch, zugegeben. Ich habe genug gesehen und lasse mich von José am Hotel absetzen.

Es liegt in einer weitläufigen Parkähnlichen Anlage direkt am Strand, verfügt über alle Annehmlichkeiten, die ein 5-Sterne-Hotel so mit sich bringt, ist sehr chic und hat, wie mir die junge Rezeptionistin euphorisch gleich beim Check-in erklärt, noch einen weiteren, unschlagbaren Vorteil. Fußläufig ist der hippste Beachclub von ganz Andalusien zu finden: Purobeach! Sie ist sichtlich irritiert, weil ich nicht gleich in einen Freudentaumel verfalle. Dazu muss ich vielleicht vorab etwas erklären: Eigentlich bin ich eher der Typ für den verschwiegenen Strandflecken, den man erst stundenlang suchen muss. Von dem man nicht mal weiß, ob er nur als Gerücht existiert. Für den ich mich durchs Gebüsch schlage oder sogar ein Boot miete, weil es nicht mal einen ausgetretenen Pfad dorthin gibt. Ein absoluter Geheimtipp. So geheim, dass ich ihn kaum finde und schlimmstenfalls den ganzen Tag umher irre. Mich von Moskitos zerstechen lasse und fast verdurste. Denn natürlich gibt es weit und breit keine Infrastruktur. Dafür aber eine ganze Menge andere „Abenteurer“, weil der Geheimtipp sich dann doch als nicht ganz so „top secret“ entpuppt und viele Andere vor mir im Finden etwas schneller waren. Kaum bin ich da, muss ich auch schon wieder los. Dabei kann es doch so einfach sein den perfekten Strandtag zu genießen. Beachlife heute geht anders. Schon länger. Ich habe nur etwas gebraucht, dahinter zu kommen. Gut Ding will wohl Weile haben.

Wer etwas auf sich hält, chillt im Beachclub

Wer etwas auf sich hält, geht heutzutage nicht einfach nur schwimmen oder an den Strand, sondern chillt im Beachclub. Dieser ist die Quintessenz des modernen, komfortablen Strandlebens. Ich spreche an dieser Stelle von den echten Beachclubs  mit Möwengeschrei, salziger Luft und kitzelndem Sand unter den Füßen, nicht von urbanen Oasen auf Parkdächern in Großstädten. Wahre Kosmopoliten pilgern mittlerweile von einem zum Anderen, die Fangemeinde wird immer größer und weltweit werden ständig Neue eröffnet. International  ist diese Art entspannten Müßiggangs im Vormarsch. Das „Rundum Sorglos-Paket“ für Strandhungrige- und für mich, bis zu meinem „ersten Mal“ der Inbegriff dessen, was ich nicht wollte… Die Bilder in meinem Kopf von gigantischen Magnum-Champagnerflaschen und Beinahe-Orgien im Pool verschreckten mich eher. Schließlich hatte ich diese schon zu häufig in einschlägigen Hochglanzmagazinen gesehen. Und jetzt liegt also einer dieser angesagten Orte direkt nebenan. Höchste Zeit eine für mich ganz neue Erfahrung zu machen. Diesmal siegt die Neugier.

 

Vom Meer ziehen Loungeklänge zu meiner Liege hinüber. Ich laufe am Meer entlang und nach knapp 200 Metern stehe ich dann tatsächlich vor dem Puro Beach. Schneeweiße Liegen im Bali-Style, Cabanas, in denen vier Personen locker Platz haben, orientalisch anmutende Sonnenschirme. Ein paar Palmen spenden wohltuenden Schatten. Eine leichte Brise weht, das Meer glitzert, die Wellen plätschern und die Eiswürfel im süffigen Cocktail schlagen den Takt dazu. Puro Beach ist etwas salopp gesagt, die „Mutter aller Beachclubs“. Der Wegbereiter eines vor zehn Jahren aufkommenden neuen Lifestyletrends hat, bedingt durch den großen Erfolg, mittlerweile viele Nachahmer gefunden. Jetzt, in der Nachsaison habe ich Glück und es ist leicht, eine freie Liege zu bekommen. Unaufgefordert reichen mir dienstbare Geister kalte Tücher, Wasser, frisches Obst. Statt Heerscharen feierwütiger und Champagner trinkender Touristen, wie ich es meinem Klischeebild entsprechend immer vermutete, wirken die Gäste im Alter zwischen 18 und 50 Jahren eher vollkommen tiefenentspannt.  Sie aalen sich auf ihren schneeweißen Daybeds, chillen zu relaxten Klängen von „Moby“ am- oder im 25 Meter langem  Pool und fahnden in der angrenzenden Shoppingpassage nach den neuesten Strandoutfits. Keine Magnumflaschen, kein Gekreische. Im Gegenteil. In einer Ecke findet eine Yogasession statt. „Ommmm“…  Die sanften Klänge Mobys vermischen sich mit den Stimmen der Yogis und dem Rauschen des Meeres.

Musik spielt ohnehin eine große Rolle im Purobeach. DJ’s stehen Tag und Nacht live an den Reglern, um je nach Uhrzeit, die passende Musik zu spielen.  Vormittags werden ruhige, fast schon meditative  Töne angeschlagen, der Nachmittag ist in softe Lounge-Sounds eingehüllt und ab dem Sonnenuntergang wird feinster Elektropop und House gespielt.  Nach dem Dinner drehen die DJs die Regler am Mischpult höher. Partytime. Weil ich ein wenig Puro  mit nach Hause nehmen möchte, um mich in grauen Herbsttagen zumindest mental an diesen Ort zurück zu beamen, erstehe ich die „Purobeach CD, mittlerweile schon die 11. Ausgabe. Entspanntes Lebensgefühl zum kaufen.  „Instant happiness“ sozusagen.

Das „Purobeach“ ist lässig und ein Hotspot für urbane Nomaden aus aller Welt. Da reihe ich mich doch gerne mit ein. Ein bisschen kosmopolitisch, mit internationalem Flair. Der Dresscode:  viel weiß, Bohemian-Hippie-Style. Unaufgeregt, chic – ein Hauch von St.Tropez. Kein Chi Chi, wenig Glitzer, eher pur, „puro“, der Name ist Programm.

 

Estepona BeachDer lässige Club ist nicht nur ein edler Hangout für Stilbewusste. Dahinter steht ein erfolgreiches  Imperium. Eine spanische Lifestyle-Marke, die mit viel Herzblut und Leidenschaft zum Leben erwachte und bis heute weltweit immer weiter expandiert.

Der erste „Purobeach“ wurde vom schwedischen Unternehmer Mats Wahlström bereits 2005 auf Mallorca eröffnet, fast zeitgleich zum stylishen Boutique-Hotel „Puro“ in Palmas Altstadt. Marbella öffnete 2006 als zweiter Club in Spanien seine Tore. Ende Mai dieses Jahres wurde das große Opening der „Urban Oasis“ inmitten von Barcelona gefeiert,. Längst schon ist Puro Beach in vielen anderen Ländern vertreten, u.a. in Dubai, in Italien und am Schwarzen Meer in Rumänien. Noch in diesem Jahr wird ein weiterer „Purobeach“ in Dubai seine Pforten öffnen, zwei werden demnächst in Ägypten eröffnet.

Tagsüber relaxen, abends Party.  Die nächsten Tage pilgere ich immer wieder in meine neu entdeckte Oase und auch wenn es mir anfangs, wahrscheinlich aus Imagegründen schwerfällt, mir das einzugestehen, entwickle ich mich innerhalb kürzester Zeit zum echten Beachclub-Fan. Für die, im wahrsten Sinne des Wortes „Liege-Gebühr“, bekomme ich eine Menge geboten. Frühmorgens geht es los mit Yogakursen, Meditation oder Tai-Chi. Mittags gönne ich mir eine Massage im angeschlossenen Spa. Perfekte Tage am Meer. Ein Lebensgefühl, nicht nur ein idealer Ort zum Sein. Auch verhungern muss ich hier nicht. Zwei Restaurants sorgen mit einer spannenden Fusionküche aus Miami, Marokko und Melbourne für Abhilfe. Tag und Nacht werden leckere Snacks, Salate und Sushi serviert. Die Klassiker sind der „Puro Burger“ und das Kobe-Beef-Carpaccio, das absolutes Suchtpotential in sich trägt. Zudem gibt es sündige Desserts und Smoothies zum Niederknien. Am Nachbartisch stapeln sich die gegrillten Lobster und der Champagner fließt. Ein bisschen Wahres liegt eben in jedem Klischee.

Einsamkeit vor spektakulärer Naturszenerie

Bevor es zum Flughafen zurück geht, will ich das pure Andalusien noch mal auf mich wirken lassen. José, der mich auch wieder vom Hotel abholt, weiß dafür den perfekten Ort. Eine gute Stunde vom beschaulichen Fischerort Estepona entfernt, liegt oberhalb von Zahara de la Sierra ein maurisches Kastell. Statt Chillout-Rhythmen der Luxus der Stille. Nur ein paar Menschen haben sich hierher, in die Provinz von Cadiz, verirrt. Einsamkeit vor spektakulärer Naturszenerie. Wie ein Adlerhorst klebt das schneeweiße Dorf am Hang. In allen Blaustufen ergießt sich der See unter mir, frische Bergluft in 500 Metern Höhe und eine malerische Komposition aus dem leuchtenden Gelb des Ginsters, dem satten Grün der Ölbäume und den bizarren Strukturen der Feigenkakteen öffnen alle Sinne. Ziegen blöken in der Nähe, ein Glöckchen rasselt, ich höre den Flügelschlag eines Adlers. Ein Hirte kommt mit seinem Maultier vorbei. Chillout auf andalusische Art. Egal ob im „Purobeach“ am Strand, oder hier ein paar Tage wirken Wunder gegen aufkommenden Herbstblues.

Infos Purobeach: Daybeds, je nach Lage und Saison zwischen 25 und 50 Euro. „Nomad Beds“ für bis zu 4 Personen zwischen 70 und 250 Euro. Im Preis inklusive sind Handtücher, frische Früchte, ein Smoothie, Wasser und After Sun Lotion. Einem Selfie-Post auf den Liegen steht nichts im Wege: WiFi ist in allen Purobeach-Clubs kostenlos.

[mappress mapid=”59″]

Hinweis: Die Reise fand auf freundliche Einladung des Purobeach und des Kemoinski Hotel Bahia Estepona statt.

Keine Kommentare zu Von einer die auszog, das Chillen zu lernen

Lagerfelds Laufsteg und eine Burg, die lacht

Eine Reisebeschreibung ist in erster Linie für den Beschreiber charakteristisch, nicht für die Reise – heißt es bei Kurt Tucholsky. Österreichs „Schlosshotels & Herrenhäuser“, die 2015 ihren 50-jährigen Zusammenschluss feiern,…

Eine Reisebeschreibung ist in erster Linie für den Beschreiber charakteristisch, nicht für die Reise – heißt es bei Kurt Tucholsky. Österreichs „Schlosshotels & Herrenhäuser“, die 2015 ihren 50-jährigen Zusammenschluss feiern, sind ein Füllhorn und kein Pauschalangebot. Ihr stilvolles Ambiente hätte dem wortgewaltigen Publizisten vermutlich gefallen – nicht zuletzt, weil jede Herberge ihre eigene, ganz besondere Geschichte hat.

Ob nobles Schlosshotel, Landhaus, kleines Boutique-Hotel, mittelalterliche Burg oder alteingesessenes Weingut, fast alle sind familiengeführt – das älteste bereits in der siebenten Generation. Vor allem aber leiten die Gastgeber ihre Häuser aus Leidenschaft und Freude am Erbe und Beruf.

50 Jahre „The Sound of Music“

Salzburg_Liane_Ehlers-6757

Die Felsenreitschule: Durch diese Gänge flüchtete die singende Trapp-Familie vor 50 Jahren im Film „Sound of Music“ in die Freiheit. Bilder: Liane Ehlers

Unsere Reise beginnt in Salzburg, „Die Bühne der Welt“, wie ein geschicktes Salzburg-Marketing die Mozart-Stadt bezeichnet. In der Tat ist Salzburg nicht nur Weltkulturerbe und Stadt der Festspiele, sondern auch des Films. 50 Jahre nach der Premiere des mit fünf Oscars ausgezeichneten Musicals „The Sound of Music“ ist die touristische Anziehungskraft im Jubiläumsjahr 2015 noch immer ungebrochen. 300 000 Amerikaner kamen bisher jährlich, um sich die Kulissen, in denen Flucht und Leben der singenden Trapp-Familie gedreht wurden, anzuschauen. Die Zahl der Set-Touristen steigt sogar, seit Lady Gaga bei der Oscar-Gala 2014 vor einem Milliarden-TV-Publikum ein fünfminütiges Medley der bekanntesten Songs gesungen hat.

Schloss Leopoldskron: Drehort und Modenschau

Einer der originalen Drehorte von „Sound of Music“ war das im 18. Jahrhundert erbaute Schloss Leopoldskron, Geburtsort der Salzburger Festspiele und erst seit 2014 ein öffentliches Schlosshotel. Dennoch dürfen die meisten Touristen das Schloss nur von der gegenüberliegenden Seite des Weihers betrachten, das Gittertor bleibt geschlossen und die sieben Hektar große Parkanlage den Hotelgästen vorbehalten, die die Privatsphäre zu schätzen wissen.

Eine Ausnahme bilden da nur die Sommerabende von „Shakespeare im Park“, das als Stationen-Drama mit Picknick-Möglichkeiten angelegt ist. Ab Mai bis September wird das Schauspiel mit Elfen und Feen bei gutem Wetter in bester Max-Reinhardt-Tradition von Landestheater und Schlosshotel angeboten. Theater-Impresario Max Reinhardt, Gründer der Salzburger Festspiele, war der vorletzte Besitzer. Er hatte das Anwesen 1918 gekauft, um es über Jahre zu restaurieren und zu einem internationalen Treffpunkt der Kunst- und Kulturszene zu machen, bis er 1938 wegen des Naziregimes in die Vereinigten Staaten emigrierte.

Stardesigner Karl Lagerfeld präsentierte hier seine ModeDie Liste der Vorbesitzer ist lang, sie reicht vom Erbauer Fürsterzbischof Leopold Anton Freiherr von Firmian bis zu König Ludwig I. von Bayern, der dort 1853 im Familienkreis eine Verlobungsfeier für Sissi mit Kaiser Franz Josef von Österreich veranstaltete. Seit 1947 gehört das Rokoko-Juwel der US-Stiftung „Salzburg Global Seminar“, die das hohe Gittertor bis vor gut einem Jahr nur für spezielle Tagungen und hochrangige Gäste wie Hillary Clinton und Kofi Annan öffnete. Seit den umfangreichen Renovierungsarbeiten stehen im Meierhof 55 Zimmer und zwölf Suiten im Schloss zur Verfügung, das oftmals exklusive Kulisse für Events ist.

Erst im November wurde Leopoldskron noch einmal geadelt: durch „König Karl“. Stardesigner Karl Lagerfeld hatte das Schloss für die Präsentation der Chanel-Show mit Alpenfolklore ausgewählt. Keine Haute Couture mit Einzelanfertigungen, aber eine hochwertige „Métiers D’Art“-Kollektion mit „Ready-To-Wear“-Entwürfen für diesen Spätsommer. Bei den Locations bezieht sich Lagerfeld stets auf die Biografie der legendären Modeschöpferin. Die Uniformjacke eines Liftboys in einem Salzburger Luxus-Hotel soll die Grande Dame der Modewelt zur typischen Chanel-Jacke inspiriert haben.

„Vier Wochen vor dem Termin waren Spezialisten angerückt. Chanel hatte das ganze Anwesen gemietet, und alles wurde nach Karl Lagerfelds Vorstellungen hergerichtet“, erzählt Generalmanager Daniel Szelényi (38), der Max Reinhardts Refugium zu einem Hotel umgestaltet hat. „Das Gittertor musste grün gestrichen werden, und die bodenlangen Fenstervorhänge wurden extra in Paris angefertigt. Sogar die Feuermelder an der Decke wurden mit einer Blumenrosette verkleidet“, berichtet Szelényi. „Es gab im Vertrag zwar die Auflage zum Rückbau, aber alles, was uns gut gefallen hat, haben wir behalten“, sagt der 38-Jährige mit einem Augenzwinkern und zeigt auf Vorhänge, Blumenrosetten und Kerzen im Kamin.

Öko-Wohlfühlhotel in der Altstadt

 

 

Salzburg_Liane_Ehlers-04

Oase der Ruhe: Innenhofgarten und Dachterrassen-Spa des Boutique-Hotels Auersperg. Bilder: Liane Ehlers

Ein Refugium der ganz anderen Art ist das Boutique-Hotel Auersperg an der Auersperger Straße. Nur ein paar Geh-Minuten von Salzburgs Weltkulturerbe Altstadt entfernt, bietet das Stadthotel mit seinem zauberhaften Garten im Innenhof und dem Dachterrassen-Spa eine Oase der Ruhe. „1900 erbaut, war es zunächst Privathaus und Familienwohnsitz“, erzählt Hotelchefin Bettina Wiesinger. Nach dem frühen Tod des Großvaters begann seine Witwe, eine Mutter von vier kleinen Kindern, mit der Vermietung von Zimmern. Seit drei Generationen befindet es sich jetzt im Familienbesitz.

Über die Jahre wurden das Stammhaus und die nebenan gelegene Villa zu einem Vier-Sterne-Hotel. Ehemann Mark, von Beruf Architekt, hat Bettinas Visionen von einem „Öko-Wohlfühlhotel“ umgesetzt, die Zimmer sind mit Liebe zum Detail stilsicher in einem Mix von klassisch bis modern eingerichtet sind. Der Tag startet mit einen Frühstücksbuffet, auf dem alles bio ist, und der Gugelhupf aus Vollkornzutaten ist einmalig gut.

Burg Oberranna: Wohnen wie die Ritter

Salzburg_Liane_Ehlers-405

Burg Oberranna: Charmante Burgherrin, Lydia Nemetz

Eine Reise in eine andere Welt beginnt in Mühldorf mit dem Besuch der geschichtsträchtigen Burg Oberranna in einem Seitental der Wachau. An der massiven Eisentür der um 1000 erbauten märchenhaften Ritterburg empfängt uns mit strahlendem Lächeln Lydia Nemetz (61), die das Vier-Sterne-Hotel seit 1984 führt. Auch sie legt bei der Jause in der Burgschänke und beim Frühstück im Rittersaal Wert auf Bio-Produkte, Selbstgemachtes und Weine aus der Region.

„Der Anfang war schaurig“, erinnert sie sich. 1981 hatte die Familie die von Burggraben und Ringmauern umgebene Burg gekauft, ohne zu wissen, was sie damit anfangen wollte. Zunächst einmal mussten jedoch neun Container a 19 Tonnen Abfall abgefahren werden, ohne den späteren Bauschutt. „Wir sind nicht reich genug, um einfach nur eine Burg haben zu können. Und so ein Haus braucht eine Funktion, damit es lebt. Das sieht man auch ganz deutlich im Herbst, wenn die Burg schlafen geht, und wie sie im Frühling lacht, wenn sie geputzt und zu neuem Leben erweckt wird“, strahlt die Hausherrin.

 

Der friedlichste Ort der Welt

„Da wir touristisch vorbelastet waren, und schon ein Hotel hatten, haben wir uns zu einem etwas anderen Hotel entschlossen.“ In den zwölf stilvoll eingerichteten Zimmern gibt es Kochnischen, „damit auch Familien mit kleineren Kindern sich dort wohlfühlen“, erklärt die Mutter von drei Töchtern. Außerdem besitzt die Burganlage eine große Kirche aus dem 12. Jahrhundert, in der Gottesdienste und Hochzeiten stattfinden können, sowie eine beeindruckende Krypta. Für Lydia Nemetz ist ihre Burg „der friedlichsten Ort der Welt“. Das schönste Kompliment, das ihr je ein Gast gemacht habe war, dass er „in unserem Familienbetrieb zur Familie gehört“, freut sich die charmante Burgherrin.

[toggle title=”Informationen”]Der kostenlose Schlosshotelführer „Schlosshotels & Herrenhäuser“ kann bestellt werden unter Tel: +43 (0) 62 45 / 90 123. Rund 90 Häuser gehören dem Verbund an. E-Mail: [email protected], www.schlosshotels.co.at – Infos über Niederösterreich unter Tel.  +43 2713 / 300 60 24, [email protected], www.donau.com[/toggle]

[toggle title=”Weitere sehenswerte Häuser”]

Romantikhotel Gmachl Elixhausen, Dorfstrasse 14,
5161 Elixhausen, Tel. +43 662 480212, Ansprechpartner: Familie Hirnböck-Gmachl; [email protected], www.gmachl.com

Hotel Schloss Leopoldskron, Leopoldskronstraße 56-58, 5020 Salzburg, Tel. +43 662 83983-0, Ansprechpartner: Daniel Szelényi (Direktor), Karin Schiller (Marketing); [email protected], www.schloss-leopoldskron.com

Heritage Hotel Hallstatt, Landungsplatz 101, 4830 Hallstatt
Tel. +43 6134 200 36 0, Ansprechpartnerin: Sabine Geiger (Direktorin); [email protected], www.hotel-hallstatt.com

Hotel Landhaus Koller, Paßgschüttstrasse 353, 4824 Gosau am Dachstein, Tel. +43 6136 8841, Ansprechpartner: Manuela und Gottfried Koller, [email protected], www.hotel-koller.com

Weingut Holzapfel/Prandtauerhof, Prandtauerplatz 36, 3610 Joching, Ansprechpartner: Barbara & Karl Holzapfel, Tel. +43 2715 2310, [email protected], www.holzapfel.at

Barock-Landhof Burkhardt, Kremser Straße 19, 3620 Spitz an der Donau, Tel. + 43 27 13 23 56, Ansprechpartner: Dr. Michael und Gisela Burkhardt, [email protected] , www.burkhardt.at

Renaissancehotel Raffelsberger Hof, Nr. 54, 3610 Weissenkirchen, Tel. +43 2715 2201, Ansprechpartnerin: Claudia Anton-Krupp, [email protected], www.raffelsbergerhof.at

Weingut FJ GRITSCH Mauritiushof, Kirchenplatz 13, 3620 Spitz, Tel.: +43 (0) 2713 2450, Ansprechpartner: Franz-Josef und Maria Theresia Gritsch; [email protected], www.mauritiushof.at;

Hotel Richard Löwenherz, Dürnstein 8, 3601 Dürnstein, Tel. +43 2711 222, Ansprechpartnerin: Franziska Thiery, [email protected], www.richardloewenherz.at

Hotel Altstadt Vienna, Kirchengasse 41, 1070 Wien, Tel. +43 1 522 66 66, Ansprechpartner: Otto Wiesenthal (Besitzer), Philipp Patzel (Geschäftsführer), [email protected], www.altstadt.at

[/toggle]

Das

[mappress mapid=”52″]

Hinweis: Die Autorin wurde von A.R.T. und „Schlosshotels & Herrenhäuser“ zu der Reise eingeladen.

Keine Kommentare zu Lagerfelds Laufsteg und eine Burg, die lacht

Tour Royal mit dem Märchenschiff

Die Ostsee mit ihren vielen Anrainerstaaten ist vom Frühjahr bis in den Spätsommer eines der beliebtesten Kreuzfahrtziele der Deutschen, liegen die touristischen Highlights doch dicht beieinander. Neben den großen Fähren…

Die Ostsee mit ihren vielen Anrainerstaaten ist vom Frühjahr bis in den Spätsommer eines der beliebtesten Kreuzfahrtziele der Deutschen, liegen die touristischen Highlights doch dicht beieinander. Neben den großen Fähren nach Skandinavien, St. Petersburg und ins Baltikum sind dann auch zahlreiche Luxusliner verschiedener Reedereien auf der „Ostseeautobahn“ unterwegs. Kopenhagen, Stockholm, Tallinn und St. Petersburg sind unsere Stationen auf der einwöchigen Fahrt mit der „Costa Favolosa”, deren Sommerhafen in diesem Jahr erstmals Warnemünde ist.

Atrium Costa Fabulosa

Eine Märchenwelt: das Atrium der „Costa Favolosa“ im gotischen Stil mit strahlenden Rhomben und Panorama-Aufzügen, Bilder: Liane Ehlers

Italienische Lebensart

Wenn man auf einem „Costa“-Schiff reist, fährt immer auch ein Stück Italien mit. La Dolce Vita ist ein bisschen bunter, ein bisschen fröhlicher, ein bisschen eleganter. Italienisches Design und originale Kunstwerke machen die „Favolosa“ zum „Märchenschloss auf hoher See“. Jeden Abend werden im Hauptrestaurant Spezialitäten einer anderen italienischen Region als mehrgängiges Menu angeboten. Die Gäste auf dieser Kreuzfahrt sind international, ein Drittel Deutsche – darunter viele Familien, denn Kinder bis zu 18 Jahren in der Kabine der Eltern fahren kostenfrei (bis aufs Serviceentgelt). Und damit Eltern Ausflüge ohne den Nachwuchs genießen können, bietet der farbenfrohe Squok-Kinder-Club auch während der Liegezeit liebevolle Betreuung.

So unterschiedlich wie die Gäste, so unterschiedlich sind auch die historischen Städte, in denen die „Costa Favolosa“ anlegt. In Warnemünde, dem gemütlichen Rostocker Vorort mit maritimem Flair, gehen wir bei strahlendem Sonnenschein an Bord. Zum abendlichen Auslaufen erklingt Andrea Bocellis Version von „Time to Say Goodbye“, das uns ab jetzt begleiten wird.

Royal Copenhagen

Kopenhagens Kanäle

Beliebt bei Einheimischen und Touristen: Eine Fahrt auf Kopenhagens Kanälen

Bereits am nächsten Morgen legt die „Costa Favolosa“ in Kopenhagen – Hauptstadt der Radfahrer und der ältesten Monarchie Europas – an. „Dank der Leihfahrräder, die an zahlreichen Stationen bereitstehen, kommen ca. vier bis fünf Fahrräder auf jeden Einwohner“, erzählt Eva Diekmann von ShowMeCopenhagen über die Radfahrerstadt mit den alten Kanälen, königlichen Schlössern und tausend Gesichtern, die ein wenig an Amsterdam erinnert.

Kopenhagens meistbesuchte Attraktion ist wohl das Tivoli, aber bei einem Tagestrip nicht zu schaffen, wenn man noch anderes sehen möchte. Die Metropole ist auch die Stadt von Hans-Christian Andersen und der „Kleinen Meerjungfrau“, Symbol einer unglücklichen Liebe und vieler ungeweinter Tränen. Dabei sind die Dänen, denen wir in den stylischen neuen Markthallen der Stadt begegnen, gutgelaunt, fröhlich und „die glücklichsten Menschen der Welt“, wie sie von sich behaupten. Vor allem, wenn sie ein köstliches Smørrebrød verspeisen, das es in vielfältiger Auswahl gibt.

Pfingst-Karneval lässt keinen kalt

Wir erkunden die Altstadt mit Eva zu Fuß und glauben, uns in Rio de Janeiro zu befinden, denn durch die Straßen nahe dem 35 Meter hohen „Runden Turm“, hallen laute Samba-Klänge. „Es ist Pfingst-Karneval“, erklärt Eva den Umzug der leicht bekleideten Tänzerinnen. Von oben haben wir einen wunderbaren 360-Grad-Blick über alle Sehenswürdigkeiten. Früher fuhren im „Runden Turm“ – wie in einem Parkhaus – königliche Kutschen die von dicken Mauern umgebene Auffahrt hoch, heute brauchen Touristen zu Fuß einen langen Atem.

Ein weiterer beliebter Treffpunkt ist der Storchenbrunnen in der Altstadt, nahe dem sehenswerten Royal Copenhagen-Haus, eines der ältesten und schönsten Gebäude der Stadt mit prächtiger Fassade, Stufengiebel und einem Cafe´ im obersten Stockwerk, dort werden Kaffee und Kuchen auf königlichem Porzellan serviert.

Königliche Hochzeit

Nach einem entspannten Seetag auf der „Costa Favolosa“ mit kurzem Schlaf und einem atemberaubenden Blick auf die schwedische Schärenlandschaft im nächtlichen, samtweichen Sommerlicht des Nordens folgt das nächste königliche Ziel: Stockholm. Seit Monaten steht die Metropole durch die Hochzeit von Schwedens Prinz Carl Philip mit der Bürgerlichen Sofia Hellqvist im Blickpunkt der Weltöffentlichkeit.

Mit ihrem historischen Stadtkern Gamla, verwinkelten Gassen, bunten Bürgerhäusern, Designer-Läden und dem im italienischen Barock erbauten Schloss gilt die grüne Stadt, die auf 14 Inseln errichtet wurde, als eine der attraktivsten Hauptstädte der Welt. Eintrittsfrei royale Luft schnuppern können wir in der prachtvollen Schlosskirche von 1754, dem Ort der jüngsten königlichen Hochzeit.

Tallinn – ein mittelalterliches Schmuckstück

Königlich geht es am nächsten Tag in Tallinn weiter. Auch wenn es in Estland keine Monarchie gibt, so haben doch dänische Könige und russische Zaren wie Peter der Große und Katharina II. in der ehemaligen Hansestadt ihre Spuren hinterlassen. Vom Schiffsanleger zum Zentrum sind es zu Fuß nur zehn Minuten, und wir können schon von weitem die Stadtmauer mit ihren imposanten Türmen sehen.

Ein Spaziergang durch die malerischen Gassen der Altstadt bis zur Aussichtsplattform Patkuli auf dem Domberg entpuppt sich als visueller Glücksgriff in ein mittelalterliches Schatzkästchen. Handwerker und Künstler bieten in zauberhaften kleinen Werkstätten und Läden ihre Ware zu günstigen Preisen an. Die russisch-orthodoxe Alexander-Newski-Kathedrale auf dem Domberg mit ihren Zwiebeltürmen, die an die St. Petersburger Blutskirche erinnert, gehört zu den spektakulärsten Gebäuden der Hauptstadt.

Goldene Kuppeln im Zarenreich

Die Krönung kommt zum Schluss: St. Petersburg mit seinen vergoldeten Kuppeln, Schlössern und Kirchen –, Schaufenster des Zarenreichs, Unesco-Weltkulturerbe und Aushängeschild für den Glanz vergangener Zeiten. Seit Putin und Medwedjew, beide aus St. Petersburg gebürtig, abwechselnd an der Macht sind, fließt das Geld für Renovierungsarbeiten nicht mehr nur nach Moskau, sondern auch in die ehemals royale Hauptstadt an der Newa-Mündung.

Nur zwölf Stunden in St. Petersburg zur Verfügung zu haben, erfordert eine schwere Entscheidung. Um 7 Uhr morgens geht es mit einem gebuchten „Costa“-Ausflug nach Puschkin zum Katharinenpalast mit Bernsteinzimmer, der Sommerresidenz der Zaren; ab mittags mit Anastasiya Komarets von „Petersburg-hautnah“, ins historische Zentrum. Die Eremitage mit ihren unglaublichen 2,8 Millionen Kunstschätzen von innen anschauen, das dauert Tage, oder lieber das meiste doch nur von außen betrachten? Wir müssen wiederkommen, um die Eremitage in Ruhe zu besuchen! Das meint auch Nastja (22), die perfekt Deutsch spricht und uns die Metropole in ihrem ganzen Facettenreichtum erspüren lässt: zu Fuß und mit der U-Bahn mit ihren kunstvoll gestalteten Bahnhöfen, so wie wir es uns gewünscht haben.

Im Newskij Prospekt pulsiert das Leben. Der 4,5 Kilometer lange Boulevard besticht durch Aussichten auf Wasserstraßen, aufwendig renovierte Adelspaläste und schöne Cafe´s. Eins erinnert an den Literaten Alexander Puschkin (1799-1837), der dort regelmäßig verkehrte.

Auf keinen Fall versäumen sollte man einen Besuch der ältesten Buchhandlung „Dom Knigi“, direkt gegenüber der Kasaner-Kathedrale (eine typisch russisch-orthodoxe Kirche), des ältesten Feinkostgeschäfts mit Cafe´ und des historischen „Belmond Grand Hotel Europe“, Newski Prospekt/Ecke Mikhailovkaya Ulitsa 1/7. Kein anderes Hotel in St. Petersburg spiegelt die wechselvolle Geschichte der Stadt und den Glanz der Zarenzeit so wider wie dieses. 1824/25 erbaut, war es im Laufe der Jahrhunderte Hotel, Waisenhaus, Krankenhaus und wieder Hotel. Die Gästeliste liest sich wie ein „Who ist Who der Weltgeschichte“: Queen Elizabeth II., Bill Clinton, Jacque Chirac, Michael Douglas und Elton John und andere. Die mehr als 300 Zimmer und Suiten sind zum Teil mit antikem Interieur ausgestattet.

Romanow-Suite

Jede Suite trägt einen berühmten Namen: Blick in die Romanow-Suite

Die Lokalitäten stehen auch Nicht-Hotelgästen offen. Im Mezzanine Cafe´ gibt es feinste hauseigene Patisserie, die Lobby & Piano Bar sind mittags und abends Treffpunkt der St. Petersburger Gesellschaft auf einen Aperitif. Im prachtvollen Art-Nouveau-Restaurant „L’Europe“ findet zum Dinner jeden Freitag eine Tschaikowsky-Nacht mit einem Pas de deux aus „Schwanensee“ statt. – St. Petersburg, wir müssen wiederkommen . . .

[toggle title=”Reiseinformationen in Kürze”]Die „Costa Favolosa“ wird noch bis September 2015 von Warnemünde aus auf zwei verschiedenen Routen jeweils wöchentlich nach Norwegen und ins Baltikum unterwegs sein. Die „Costa Pacifica“ läuft bis September ab Kiel die Metropolen des Nordens an, und das Slow Cruise Schiff „Costa neoRomantica“ geht bis September ab Hamburg Richtung Nordkap und Lofoten auf Kreuzfahrt. Bordsprache ist Englisch, es gibt aber deutsche Ansprechpartner. Borddurchsagen und Speisekarten gibt es auch auf Deutsch. „Costa Favolosa“: 3800 Passagiere, 1110 Mann Besatzung, 1508 Kabinen, davon 91 mit direktem Zugang zum Spa, 466 mit privatem Balkon, 122 Suiten mit privatem Balkon und 12 Suiten mit direktem Zugang zum Spa. Fünf Restaurants, 13 Bars, vier Swimmingpools und fünf Whirpools, eine Wasserrutsche mit Märchenpark für die Kleinen, Fitness und Wellness auf 6000 Quadratmetern Samsara-Spa für die Großen, Tanz- und Kochkurse, internationale Shows im dreigeschossigen Theatersaal, Grand-Prix-Rennnwagen-Simulator, Disco, Kasino, 4D-Kino, PlayStation Erlebniswelt und Squok Kinder-Club. www.costakreuzfahrten.de[/toggle]
[toggle title=”Visa”]Für über „Costa“ gebuchte Gruppen-Ausflüge ist in St. Petersburg kein Visum erforderlich, wer sich jedoch individuell in St. Petersburg frei bewegen will, sollte es rechtzeitig in Deutschland beantragen. Wer über „Petersburg-hautnah“ im Internet einen Ausflug bucht, für den erledigt die Agentur nach Absprache alle Formalitäten. Der Pass sollte noch sechs Monate gültig sein.[/toggle]
[toggle title=”Reiseliteratur-Tipp”]„Ostseekreuzfahrt“ mit 23 Cityplänen und Koordinaten-Angaben für den separaten Faltplan, 144 S., Dumont, 12,99 Euro. [/toggle]

Hinweis: Die Autorin wurde freundlicherweise zu dieser Kreutfahrt von Costa Kreuzfahrten eingeladen.

Keine Kommentare zu Tour Royal mit dem Märchenschiff

Norwegen – Nicht träumen, selbst entdecken!

Norwegen gehört landschaftlich mit absoluter Sicherheit zu den schönsten Ländern der Welt: Umwerfende Fjord-Landschaften, weite Fjells sowie das magische Licht der Mitternachtssonne. Die Bilder, die aus dem hohen Norden kommen,…

Norwegen gehört landschaftlich mit absoluter Sicherheit zu den schönsten Ländern der Welt: Umwerfende Fjord-Landschaften, weite Fjells sowie das magische Licht der Mitternachtssonne. Die Bilder, die aus dem hohen Norden kommen, lassen Naturfreunde nicht mehr los. Wer bisher noch nicht in Norwegen war, der kann am besten mit den Fährschiffen von DFDS Seaways reisen: Einfach in Kopenhagen an Bord gehen und von Oslo aus einige der schönsten Ziele im Norden entdecken!

Kaum ein Land hält so vielfältige Eindrücke bereit wie das Königreich Norwegen. Im Süden glitzern die Schären vor der Küste und an der Westküste haben Fjorde die Landschaft geprägt. Bis ins Landesinnere reichen die Meeresarme, mal ausgestreckt wie der mächtige Sognefjord, mal schmal zwischen steilen Felswänden versteckt wie der Nærøyfjord. Der wurde sogar zum UNESCO Welterbe gekürt. Und was wäre Norwegen ohne die taghellen Sommernächte? Jenseits des Polarkreises sorgt die Mitternachtssonne für helle Nächte. Am Nordkap scheint die Mitternachtssonne sogar von Mitte Mai bis Ende Juli. Ein Erlebnis der besonderen Art.

Urlaub in Norwegen

Norwegen gehört landschaftlich zu den schönsten Ländern der Welt. (Foto: © Sverre Hjørnevik / www.fjordnorway.com)

So entspannt wie das Leben in Norwegen ist, so angenehm ist auch die Anreise. Mit den DFDS Seaways Fähren CROWN SEAWAYS und PEARL SEAWAYS geht’s ganz entspannt in den hohen Norden. Ob mit oder ohne eigenes Fahrzeug – auf der Überfahrt vom Kopenhagen nach Oslo erleben die Gäste alle Annehmlichkeiten einer Seereise. Neben der Fährüberfahrt von Kopenhagen nach Oslo bietet DFDS Seaways auch eine interessante Rundreise durch Norwegen an. Die Reise „Im Land der Fjorde“ verbindet die Höhepunkte Norwegens miteinander. In 11 Tagen geht es von Oslo nach Lillehammer, Geiranger über den spektakulären Bergpass nach Trollstigen und Vossestrand bevor es wieder auf die Fähre in Richtung Kopenhagen geht.

 

[toggle title=”Weitere Infos”]www.visitnorway.com/aufgeweckt www.dfdsseaways.de/partner/innovation_norway[/toggle]

Kooperationsartikel

Keine Kommentare zu Norwegen – Nicht träumen, selbst entdecken!

Mauritius: Alles in Zucker – oder was?

Nach Mauritius willst Du? Da gibt es doch nur Zuckerrohrfelder und Luxushotels“, sagt eine Freundin, als ich ihr erzähle, dass ich zum dritten Mal auf die von Vulkanismus geprägte Insel…

Nach Mauritius willst Du? Da gibt es doch nur Zuckerrohrfelder und Luxushotels“, sagt eine Freundin, als ich ihr erzähle, dass ich zum dritten Mal auf die von Vulkanismus geprägte Insel vor Afrikas Ostküste fliege. Sicherlich ist die Zuckerindustrie auch heute noch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, aber die „Perle im Indischen Ozean“ hat weitaus mehr zu bieten.

Kite-Lagune von Le Morne

Die Kite-Lagune von Le Morne ist Kult. Bilder: Liane Ehlers

Wind- und Kitesurfern ist Le Morne schon lange ein Begriff, gehört die Bucht doch zu den angesagtesten Spots der Welt. Ideal für Anfänger ist das smaragdgrüne, knietiefe Flachwasser in der Kite-Lagune, eine Herausforderung ­– selbst für Könner – ist der berühmte Hardcore-Wavespot „One Eye“.

Tauchschule Mauritius

Für Anfänger und Fortgeschrittene: die „Club Mistral“-Tauch- und Surfschulen am Le Morne Brabant

Zwei „Club Mistral“-Stationen mit Tauch-, Surfer- und Kite-Surfer-Schule auf dem Gelände eines neu eröffneten RIU-Resorts bieten Urlaubern die Möglichkeit, diese und andere Wassersportarten, wie z.B. Stand Up Paddling zu erlernen. Wegen der Nähe des Korallenriffs sind Badeschuhe allerdings für jeden Wassersportler empfehlenswert.

Unser Urlaubsdomizil liegt im tiefen Südwesten, eine Autostunde vom Flughafen entfernt, auf der zerklüfteten Halbinsel Le Morne, die mit ihrer exotischen Flora und Fauna zu den schönsten und außergewöhnlichsten Regionen auf Mauritius gehört. Neben zwei anspruchsvollen Golfplätzen gibt es dort auch einige Luxus-Ferienanlagen.

Blick von einem Pool des RIU-Resorts

Traumhaft: Blick von einem Pool des RIU-Resorts auf den Indischen Ozean

Vier-Sterne-Haus mit 24-Stunden-All-Inclusive

Ganz am Ende der idyllischen Bucht, dort, wo keine Straße mehr weiter führt, hat die RIU-Hotelgruppe nach umfangreichen Renovierungsarbeiten im Februar ein Vier-Sterne-Resort eröffnet: Das Adults-only-Haus „RIU Le Morne“, sowie das „RIU Coral“ und das „RIU Creole“, in denen Familien mit Kindern herzlich willkommen sind. Ungewöhnlich für Mauritius‘ Luxus-Hotellerie ist das 24-Stunden-All-Inclusiv-Angebot. Damit will das Management den Urlaub auf der exotischen Insel auch für Familien attraktiv und kalkulierbar machen. Die dreigeschossigen Häuser mit ihren reetgedeckten Dächern fügen sich harmonisch ins tropische Landschaftsbild. Schon seit jeher gilt auf Mauritius, dass kein Haus höher sein darf als die höchste Palme. Dank dieser rigiden Regel sind der kleinen Insel in Äquatornähe viele Bausünden erspart geblieben.

Le Morne Brabant – Schicksalsberg der Sklaven

Atemberaubend ist der Blick auf die schroffen, steil abfallenden Wände des Le Morne Brabant (556 m). Seit 2008 gehört der Tafelberg zum Weltkulturerbe der UNESCO. Der ehemalige Zufluchtsort der afrikanischen Sklaven, die den französischen Kolonialherren und der Knochenarbeit auf den Zuckerrohrfeldern entflohen waren, spielt bis heute eine historisch bedeutsame Rolle. Drei bis vier Stunden dauert die geführte Wanderung zum Gipfelkreuz, das an die Familien erinnert, die sie sich am 1. Februar 1835 in den kollektiven Tod stürzten. Auslöser für die Tragödie war ein sprachliches Missverständnis – die Sklaven hatten die sich nähernden Engländer, die ihnen die Botschaft vom Ende der Sklaverei überbringen wollten, nicht verstanden.

Grand Bassin

Grand Bassin: der heiliger See der Hindus mit Shiva-Statue

Rundflug mit dem Helikopter

Die ganze Schönheit der „Perle im Indischen Ozean“ offenbart sich erst aus der Vogelperspektive bei einem Hubschrauber-Rundflug. Aus dem kleinen rot-weißen Helikopter von Air Mauritius blicken wir auf endlose Tee- und Zuckerrohrplantagen, Grand Bassin – den heiligen See der Hindus, die siebenfarbige Erde von Chamarel und vulkanische Berglandschaften, wo Wasserfälle in die Tiefe donnern. Fast nahtlos – wie Perlen an einer Schnur – umschließt der Korallengürtel die ganze Insel und schützt so Schwimmer vor Haien.

Silberweiß glänzende Wellen brechen sich am Riff im tiefen Blau des Indischen Ozeans. Türkisfarbene Lagunen und einsame Buchten mit hellen Korallensandstränden sind von einem dunkelgrünen Dschungel umgeben, in dem sich schicke Luxus-Hotelanalagen verstecken, deren Ausmaße nur aus der Luft erkennbar sind. Zum Greifen nah fliegen wir an bizarren Berggipfeln vorbei, bevor unser Pilot uns am Flughafen wieder absetzt. Es muss wohl ein Tag wie dieser gewesen sein, an dem Mark Twain, der von den Einheimischen und in fast jedem Reiseführer gern zitiert wird, geschrieben hat: „Erst gab es Mauritius, und dann hat Gott nach seinem Vorbild das Paradies erschaffen, aber es ist nur eine Kopie.“

Katamaran-Fahrten Mauritius

Bei halb- oder ganztägigen Katamaran-Fahrten entlang der Westküste kann auf dem Boot auch gegrillt werden.

Schwimmen mit Delfinen

Wer schon immer davon geträumt hat, Delfine in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten oder mit ihnen zu schwimmen, kann das bei einer Katamaran-Tour oder bei einer Fahrt mit einem der kleinen Schnellboote tun. Die starten nach Sonnenaufgang in der Black-River-Bucht, die an den Black-River-Nationalpark angrenzt. Schwimmflossen und Schnorchel-Ausrüstung gibt es an Bord. Und dann heißt es nur noch: ab ins Meer und mit Flipper schwimmen. Ein ganzes Rudel von 50 bis 60 Tieren ist am diesem Morgen zur Nahrungssuche in die geschützte Bucht gekommen. Die Tiere lassen sich von den Booten und Schnorchlern, die zu Dutzenden im Wasser unterwegs sind, nicht stören. Sie gleiten hinter, vor, neben und unter uns. Unter Wasser hört man ständig Pfeiftöne der kommunikativen Meeressäuger, die sich so verständigen. Erst gegen Mittag schwimmen die Tiere ins offene Meer hinaus.

[toggle title=”Anreise“]Mauritius liegt elfeinhalb Flugstunden von Deutschland entfernt. Condor fliegt ab Frankfurt direkt, Emirates über Dubai, Air Mauritius über Paris. Für die Einreise muss der Reisepass noch mindestens sechs Monate gültig sein. Offizielle Landessprache ist Englisch, die Mauritier sprechen Creole und Französisch. [/toggle]

[toggle title=”Ausflugstipps“]Besuchen sollten Mauritius-Urlauber im Norden Cap Malheureux, Grand Baie, die Hauptstadt Port Louis, die Villa Eureka am Fuß der Moka-Berge und „Pamplemousses Gardens“, der für seine prächtigen exotischen Pflanzen und Riesen-Seerosenblätter berühmt ist. Ein Besuch lohnt sich auch im „L‘Aventure du Sucre“, das einzige Museum auf Mauritius, das sich der Geschichte des Zuckers widmet. Den Charme der Kolonialzeit erleben kann, wer sich auf der Tee-Route nach Saint Aubin begibt. Eine Teeprobe im Chalet von Bois Cherie gehört dazu. Ein Tagesausflug in den Süden führt zur Siebenfarbigen Erde, zum Wasserfall von Chamarel und zum Grand Bassin, dem heiligen See der Hindus, wo im Februar/März das größte Hindu-Fest außerhalb Indiens stattfindet. [/toggle]

[toggle title=”Weitere Infos“]Weitere Infos finden Sie auf folgenden Seiten…

[/toggle]

Das Ziel dieser Reise

[mappress mapid=”19″]

Hinweis: Die Autorin wurde zu dieser Reise von der RIU-Hotelgruppe und Mauritius Tourism Promotion Authority (MTPA) eingeladen

Keine Kommentare zu Mauritius: Alles in Zucker – oder was?

Augen auf: Fallstricke bei Airbnb und Co.

SERVICE – 27.02.15 – Es muss nicht immer ein Hotel oder eine Ferienwohnung sein: Viele Reisende steigen lieber in privaten Unterkünften ab. Gebucht wird über das Internet, in nur wenigen Minuten….

Foto: Wimdu

Foto: Wimdu

SERVICE – 27.02.15 – Es muss nicht immer ein Hotel oder eine Ferienwohnung sein: Viele Reisende steigen lieber in privaten Unterkünften ab. Gebucht wird über das Internet, in nur wenigen Minuten. Aber es gibt einige Fallstricke, die man beachten sollte.

Teilen und tauschen, dieser Trend hat sich auch beim Urlaub durchgesetzt: Vielen Touristen sind Hotels zu teuer und zu unpersönlich. Und Schlafsäle in Hostels und Jugendherbergen bieten wenig Privatsphäre. Dem Bedarf nach einer Alternative kommen die Vermittler von Privatunterkünften entgegen.

Gastgeber und Urlauber müssen sich auf den Seiten der Portale registrieren und ein Profil hinterlegen. Je schöner die Bilder der Unterkunft und je genauer die Beschreibung, umso begehrter sind die Objekte. Nach dem Aufenthalt können die Nutzer detailliert bewerten, wie ihnen die Unterkunft gefallen hat. Auch persönliche Kommentare sind möglich. Gleichzeitig kann der Gastgeber das Verhalten seiner Besucher beurteilen. «Wichtig ist, auf diese guten Bewertungen zu achten», sagt Axel Willmann, Reiserechtsexperte aus Brühl bei Köln.

Airbnb, Wimdu oder 9Flats: So heißen die Unternehmen, die weltweit Wohnungen, Villen, Boote, Baumhäuser und sogar Schlösser vermitteln. Generell sind die Portale nur Vermittler. Bezahlt wird bei der Buchung, das Geld wird aber erst 24 Stunden nach dem Einchecken an den Vermieter überwiesen – das soll die Sicherheit geben, dass alles so ist wie erwartet. Die Vermittler garantieren, dass sie bei der Bereitstellung einer Ersatzunterkunft helfen, wenn der Gast mit der gebuchten Bleibe unzufrieden ist oder sie nicht der Beschreibung entspricht. Es kann nicht sein, dass ein Gastgeber die gebuchte Wohnung nicht zur Verfügung stellen will. «Jede Buchung ist eine vertragliche Vereinbarung, an die sich Gast und Gastgeber halten müssen», erklärt Wimdu-Sprecherin Rebecca Pendleton.

Bei schmutziger Wohnung hilft nur aufräumen

Findet man allerdings eine schmutzige Wohnung vor, «hilft oft faktisch nur aufräumen – oder sich kommunikativ mit dem Vermieter auseinanderzusetzen», sagt Rechtsanwalt Willmann. «Eventuelle Gewährleistungsansprüche oder Minderungsrechte bestehen nur gegenüber dem Vermieter.» Die Durchsetzung kann sich vor allem schwierig gestalten, wenn man eine Unterkunft im Ausland gebucht hat: «Dann ist schon die erste Frage, welches Mietrecht Anwendung findet.»

Wer als Gast etwas kaputtmacht, kann den Schaden seiner Haftpflichtversicherung melden. Am besten dokumentiert man vorher und hinterher mit Fotos den Zustand der Unterkunft. Airbnb bietet aber eine Garantie, die Schäden von bis zu 700 000 Euro abdecken soll. 9flats und Wimdu bieten Versicherungen, die bis zu 500 000 Euro an Erstattung in Aussicht stellen.

Etwas anders funktioniert das Prinzip Haustausch: Dabei handelt es sich um einen seit vielen Jahren etablierten Weg, fremde Orte zu erkunden. Zahlreiche Plattformen bieten Haustausch-Partner an, etwa Haustauschferien, Haustausch, Intervac Homeexchange – oder Homelink.

Bei letzterem Anbieter zahlt der Nutzer 140 Euro Jahresbeitrag. Der Haustausch-Vermittler ist seit 1977 als eingetragener Verein tätig. «Man kann im Jahr so viel verreisen, wie man möchte», sagt Vorsitzender Manfred Lypold. Enthalten ist eine Tausch- und Rücktrittsgarantie. Ein Tauschvertrag regelt Rechte und Pflichten der Teilnehmer. Weltweit machen 13 500 Familien beim Haustausch über Homelink mit, in Deutschland sind es rund 1100.

Keine Kommentare zu Augen auf: Fallstricke bei Airbnb und Co.

„Nordisch by nature“ trifft auf „California feeling“

Was für eine Weite. Welch’ ein magischer Platz! Diskret liegt das Hideaway zwischen den Feriendörfern „Weissenhäuser Strand“ und Hohwacht eingebettet.  Das 75 Hektar große Parkähnliche Areal, mit Feldern, Wiesen, Wäldern…

Was für eine Weite. Welch’ ein magischer Platz! Diskret liegt das Hideaway zwischen den Feriendörfern „Weissenhäuser Strand“ und Hohwacht eingebettet.  Das 75 Hektar große Parkähnliche Areal, mit Feldern, Wiesen, Wäldern und einem knapp drei Kilometer langem Sandstrand, ist einer der Orte, die einem schon bei Ankunft den Atem stocken lassen. (Fast) zu schön, um wahr zu sein. In mehreren Bau-Schritten entsteht hier ein luxuriöses Dorf, das für Deutschland einzigartig ist. Das „Weissenhaus Grand Village Resort & SPA am Meer“, an der Ostseeküste Schleswig Holsteins, ist wohl eines der ambitioniertesten Hotel-Großprojekte der letzten Jahre überhaupt. Rund 70 Millionen Euro steckte  der unkonventionelle Selfmade-Millionär und Ex-AOL-Chef Jan-Eric Büttner bis dato in das über 400 Jahre alte Dorf und verwandelt es schrittweise in ein 5*****plus-Luxus-Resort.

Weissenhaus Grand Village Resort & SPA am Meer

Rund 70 Millionen Euro steckte der unkonventionelle Selfmade-Millionär und Ex-AOL-Chef Jan-Eric Büttner bis dato in das über 400 Jahre alte Dorf und verwandelt es schrittweise in ein 5*****plus-Luxus-Resort.             (Fotos: Weissenhaus Grand Village Resort)

Erst vor Kurzem wurden die Suiten im weißen Schloss eröffnet, das mit den drei Dutzend weiteren, historischen Gebäuden im Gutshausstil, viel Platz für eine illustre Gästeschar bietet. Derzeit treffen rund 160 Angestellte, auf maximal 120 Gäste. Doch der wahre Luxus für verwöhnte Großstadtseelen liegt in der puren Natur und der Ursprünglichkeit dieses Ortes. Eine dörfliche Idylle, in der die Gäste sich auf Kopfstein gepflasterten Wegen zurück versetzt fühlen, in eine längst vergangene Zeit. Natürlich ohne dabei auf all’ die  Annehmlichkeiten zu verzichten, die ein edles Haus der Luxusklasse so bietet. In vergangenen Jahrhunderten wurden an solchen Orten fulminante Sommerfeste voller Lebensfreude abgehalten, man feierte am Hofe sich selbst- und das pralle Leben. Diese Kultur soll in naher Zukunft im „Weissenhaus“ wieder aufblühen.

Um das neue Prunkstück der deutschen Luxushotellerie zu beleben, sind für die Zukunft erlesene Events geplant. Die Veranstaltungen werden Jedermann, bei Kauf eines Tickets, zugänglich sein. Goodie für die Hotelgäste: Der Besuch der Events ist im Zimmerpreis enthalten und somit Teil des „Weissenhaus“-Gesamterlebens.  Lesungen, Theateraufführungen, hochkarätige Klassik- und Jazzkonzerte sind geplant, aber auch Modernes, wie etwa ein Auftritt der Hamburger Band „Revolverheld“ oder Chill-out in der „Beach Lounge“, mit internationalen DJ’s. Im Sommer bietet das 400-Plätze zählende Amphitheater die perfekte Location, in den kühleren Jahreszeiten  die „Reetscheune“, mit aufwendiger Glaskonstruktion, durch die in der ehemaligen Pferdscheune das Reetdach von innen illuminiert wird.

Die meisten Häuser sind aus dem 17. Jahrhundert

Torhaus in Weissenhaus

Aufwendig restauriert – Das Torhaus von hinten.

Die meisten der Häuser auf dem weitläufigen Gutsgelände sind, genau wie die Reetdachscheune, aus dem frühen 17. Jahrhundert. Das weiße Schloss, brannte im Jahr 1896 bis auf die Grundmauern nieder und wurde danach im Stil des Neo-Barock wieder aufgebaut. Es diente lange Zeit als Eventlocation für Hochzeiten, bis Büttner es mit der Umsetzung seiner ehrgeizigen Pläne wach küsste. Liebevoll und bis ins kleinste Detail werden die Gutshäuser rund herum nun nach und nach restauriert.

Als Visionär Jan-Eric Büttner das Gelände 2005 von der Grafenfamilie Platen-Hallermundt für 7 Millionen Euro erstand, war es ziemlich verfallen, doch die Magie des besonderen Ortes, den der neue Schlossherr schon als Kind häufig mit seinen Eltern besuchte,  gab den Ausschlag für seinen Kaufentschluss. In Zukunft, so seine Vision, soll das „Weissenhaus“ auf der internationalen Liste der „100 Plätze die man im Leben gesehen haben muss“, auf jeden Fall seinen festen Rang haben. Ein verwegener Gedanke? Keineswegs! Das lässig-edle Resort, laut Büttner „ein Ort fernab spießiger Konventionen“,  hat in seiner Einzigartigkeit gute Chancen, aufgenommen zu werden. Absolute Exklusivität und Intimität ist gewährleistet- und das zum Glück ganz ohne Zäune! „Promispotting“ wie etwa im „Grandhotel Heiligendamm“ wird es hier nicht geben, denn das „Weissenhaus“ bietet allein durch seine weitläufige Gutsstruktur Privatsphäre auf ganz natürlichem Wege. So ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis sich der neue Top-Spot im Norden, zu einem echten „place to be“ entwickelt, der auch auf internationaler Ebene ganz weit oben mitspielen könnte.

Kostenfreier Strandkorb und Strandsauna inklusive

Die derzeit bereits fertig gestellten 43 Zimmer und Suiten, die auf das Schloss und verschiedene, mit vielen behördlichen Auflagen nach strengstem Denkmalschutz bereits sanierte Gebäude verteilt sind, sind an den Wochenenden schon jetzt lange im Voraus ausgebucht. Denkmalgerecht wurden die einzelnen Gebäude renoviert. Marode Wände wurden mit Original-Backsteinen wieder aufgebaut, Dächer neu gedeckt, Fenster und Türen nach historischem Vorbild angefertigt. Gern bezahlen die Hotelgäste dafür Zimmerpreise, die ab 350 Euro aufwärts beginnen. Darin enthalten ist die sog. „Weissenhaus Pauschale“,mit diversen Inklusivleistungen, wie Frühstück, kostenfreier Strandkorb, Strandsauna, freier Eintritt ins SPA, kostenlose Minibar, WLAN & Sky TV, freier Eintritt zu Konzerten & Theater und Parkplatznutzung. Das rechnet sich doch dann schon wieder. Ihren Preis wert sind die Beherbergungen allemal.

Wohnbeispiel Weissenhaus

So sieht der Wohnbereich einer Suite in der Deichkate aus, viel Platz und ganz edel mit Kamin.

Wohnbeispiel Weissenhaus

Die derzeit bereits fertig gestellten 43 Zimmer und Suiten, die auf das Schloss und verschiedene, mit vielen behördlichen Auflagen nach strengstem Denkmalschutz bereits sanierte Gebäude verteilt sind, sind an den Wochenenden schon jetzt lange im Voraus ausgebucht.

Seit drei Wochen sind auch die 17 Schloss-Suiten zu bewohnen. Jedes der Zimmer ist individuell designt, alles vom Feinsten, im klassischen Neo-Barock-Stil und sanften Farbtönen gehalten. Besondere Highlights sind die Fernseher in den Bädern, frei stehende Badewannen, eine eigene Sauna auf dem Zimmer oder offene Kamine. Wer in der 100qm großen, gräflichen Suite wohnt, genießt den freien Blick von den Balkonen, bis hinunter zum Meer und kann vom Zimmer aus die Galloway-Rinder auf der Weide betrachten.

Ein Touch California-Feeling ist unverkennbar

Die geräumigen Zimmer, Suiten und Familienapartments in den umliegenden Gutsgebäuden, sind im edlen Landhausstil arrangiert. Im Beach-Cottage, mit direktem Strandzugang und in Gutsgebäuden wie der „Meierei“, der alten „Schmiede“  oder dem „Torhaus“, unterstreichen  viele weiße und blaue Akzente das nordisch-maritime Flair. Ein Touch California-Feeling ist unverkennbar und natürlich vom Geschmack des in  Kalifornien lebenden Hausherrn Büttner geprägt.

Das 1.500 qm große SPA, die „Schlosstherme“ wurde erst vor Kurzem eröffnet. Zehn Behandlungsräume (hier plattdeutsch „Anwennruum“ genannt), ein Hamam, 3 Saunen, eine „Schneekammer“ („Schneefük“), in der erhitzte Saunagänger erfrischende Abkühlung finden, ein Innenpool und ein 20 Meter langes Außenbecken, warten auf ihre verwöhnten Kunden. Das vielfältige Treatment-Programm bietet Wellness und Entspannung nach den fünf Elementen an. Spezielle Bernsteinpeelings oder Bodywraps für das heimische Kräuter aus dem eigens angelegten Kräutergarten verwendet werden, stehen auf dem Behandlungsplan.

Schlosstherme

Das 1.500 qm große SPA, die „Schlosstherme“ wurde erst vor Kurzem eröffnet und bietet einen Innenpool und ein 20 Meter langes Außenbecken.

Das SPA wird für die Hotelgäste 24 Stunden täglich geöffnet sein und ist durch einen „Erlebnistunnel“ mit dem Schlossgebäude verbunden, der in Zukunft kunstvoll illuminiert wird und den Transfer von Zeit und Raum symbolisieren soll. Wer nicht chillen will, darf aktiv sein.Das Angebot ist riesig. Auf dem Gelände werden verschiedenste Aktivitäten wie Yoga, Pilates, Standup-Paddling und Kitesurfen angeboten. Passionierte Reiter können in Zukunft auch ihre Lieblingspferde mitbringen, ein Golfplatz ist ganz in der Nähe und eine Kinderbetreuung im ehemaligen Gärtnerhaus sorgt dafür, dass die Eltern der kleinen Gäste sich auch mal ganz entspannt zurücklehnen können.

Die Atmosphäre ist edel, aber unkonventionell und leger

„Lässige Souveränität“  ist die Philosophie des Hauses. Gäste und Personal begegnen sich auf Augenhöhe, was eine ungezwungene, entspannte Atmosphäre schaffen soll. Die Räumlichkeiten tragen typisch plattdeutsche Begriffe wie „Peerstall“ und eine Gesichtsbehandlung in der Schlosstherme“ nennt sich dann auch schon mal „Opdoon – Entfalten“ oder „Besünners“- besonders, für eine Spezialbehandlung. Für einige Ankömmlinge, die den manchmal etwas angestaubten Stil traditioneller Grandhotels schätzen, könnte das eine spannende Gradwanderung sein. Die Atmosphäre ist edel, aber unkonventionell und leger und lässt sich wohl am ehesten mit luxuriösen Insel-Hideaways vergleichen, die ihre Gäste nicht starren und verstaubten Regeln unterwerfen, sondern sie einfach sein lassen – und dass im herkömmlichen Gebrauch des Wortes. Der Fokus liegt auf Entspannung und Entschleunigung. Wer hier eincheckt, für den soll der Alltag draußen bleiben und alle Sinne für das Schöne geöffnet werden.

Bootshaus - Ausblick Vogelnest

Das „Bootshaus“, direkt am Strand, wurde bereits im Jahre 2012 eröffnet und hat sich längst als lohnendes Ausflugsziel herum gesprochen.

Natürlich ist auch zu Genüge für das leibliche Wohl gesorgt. Das „Bootshaus“, direkt am Strand, wurde bereits im Jahre 2012 eröffnet und hat sich längst  als lohnendes Ausflugsziel herum gesprochen. Serviert wird  Fusion-Küche unter dem Motto „California Cuisine made in Holstein“.  In diesem lässigen Ambiente wird auch das Frühstücksbüffet eingenommen.  Zuckerschnuten  zieht es ins kleine rote Zelt, unweit der Steilküste. Im „Erdbeercafe“ gibt es alles rund um die süße Frucht und gleich nebenan lockt das Strandbistro „Alte Liebe“ mit Gourmet-Currywurst.  Eine „Strand-Bar“ mit gemütlichen Loungemöbeln und Sonnensegeln, lädt zum chillen ein. Das Cafe der „Schlosstherme“ setzt auf vegetarisch inspirierte leichte Gerichte und wer die regionale, rustikalere Küche sucht, wird ab Herbst diesen Jahres im „Peerstall“ fündig. Lukullisches Flaggschiff des Hauses ist das Gourmet-Restaurant „Courtier“, benannt nach Jaques Courtier, dem Schlachtenmaler der Romantik, dessen imposante großflächige Bilder die hohen Wände des Restaurants zieren. Mit dem eigens für das „Weissenhaus“ entwickelten Gourmetkonzept, hat Küchenchef Dehn und seine Crew, die Ambition einen Michelin-Stern zu erkochen. Seine raffinierte Melange aus lokalen Produkten, kombiniert mit Einflüssen aus aller Welt, hat ihn immerhin schon jetzt 15 Gault Millau-Hauben eingebracht und erfüllt höchste kulinarische Ansprüche. Der Stern kann kommen…

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung des „Weissenhaus – Grand Village & SPA Resort

1 Kommentar zu „Nordisch by nature“ trifft auf „California feeling“

Winnetou lebt: Auf den Spuren eines Kino-Helden

Über 150 Kilometer Wanderwege durchziehen den Nationalpark Paklenica, der für seine wunderschönen Canyons und ausgezeichneten Kletterouten bekannt ist. Wir ziehen es vor, mit Jeeps die über 1400 Meter Höhenunterschied zu…

Über 150 Kilometer Wanderwege durchziehen den Nationalpark Paklenica, der für seine wunderschönen Canyons und ausgezeichneten Kletterouten bekannt ist. Wir ziehen es vor, mit Jeeps die über 1400 Meter Höhenunterschied zu überwinden, um zu einigen Drehorten der Winnetou-Filme zu gelangen.

Starigrad/Paklenica – Bei der Jeep-Fahrt durch den kroatischen Nationalpark werden Jugenderinnerungen wach. Noch nie war ich Winnetou (Pierre Brice), dem Schwarm meiner Jungend, so nah. Seit etwa zehn Jahren hat Kroatien den Winnetou-Tourismus so richtig entdeckt. Tausende Fans kommen jedes Jahr – manche sogar für zwei Wochen -, nur um an den Film-Drehorten auf den Spuren ihres Idols zu wandeln. Die meisten sind über 50.

Kroatien-Winnetou 176

Blick vom Plateau auf den tief eingeschnittenen Canyon des Flusses Zrmanja. Hier wurden Winnetou und Old Shatterhand Blutsbrüder.

Vom Paklenica-Motel, wo in den 60er-Jahren die Filmstars wohnten und wo sich seit 2009 ein Winnetou-Museum befindet, starten wir. Vor zwei Jahren hat Winnetou-Darsteller Pierre Brice mit seiner Frau Hella dort vorbei geschaut, 2013 kam Marie Versini (Nscho-tschi, Winnetous Schwester) zu Besuch und diesem Jahr Hollywood-Ikone Elke Sommer (sie spielte die weibliche Hauptrolle in „Unter Geiern“). Stolz zeigt uns Museumsführer Zvonimir Cubelic (38) das Original-Schlafzimmer von Karin Dor (Ribanna, Winnetous große Liebe). Über 40 Jahre nach Abschluss der Dreharbeiten ist Zvonimir eigentlich die „Generation nach Winnetou“, aber er kennt alle elf Filme der Serie, sieben wurden in dieser Region gedreht.

Kroatien-Winnetou 154

Mit dem Jeep auf steilen Straßen unterwegs

Endlich erreichen wir den Kult-Ort

Nachdem Zvonimir uns noch einmal Martin Böttchers berühmte Winnetou-Melodie von seinem Handy vorgespielt hat, geht es in fünf Jeeps über Schotterpisten und scharfe Haarnadelkurven zügig bergauf zu den Drehorten. Marin Marasovic, Chef-Guide und Besitzer einer Foto-Safari-Agentur, gibt das Tempo vor. Immer wieder halten wir für einen Fotostopp mit wunderbaren Ausblicken auf eine atemberaubende Berglandschaft, Küste und Meer, treffen auf wilde Pferde und werden in einer Koba mit einem landestypischen Mittagessen verwöhnt.

Dann endlich erreichen wir den Kult-Ort. Es ist wohl eines der berühmtesten Bilder der Winnetou-Filme, wenn nicht gar der deutschen Filmgeschichte: Der schroffe Felsen des Velebit-Massivs im Paklenica Nationalpark (Dalmatien), vor dem sich die Blutsbrüder Winnetou und Old Shatterhand (Lex Barker) in „Winnetou III“ gleich zu Anfang des Films die Hand reichen.

Kroatien-Winnetou 167

Der Kult-Ort: Marin Marasovic hält zum Vergleich ein Buch mit dem berühmten Bild in die Höhe.

Marin Marasovic hält zum Vergleich ein Buch mit dem berühmten Bild in die Höhe. Kein Teilnehmer der Jeep-Tour will sich dieses Foto-Motiv entgehen lassen. Auf der Wiese, am Fuß des Kraters vor dem Felsen, wo die traurige Szene des Sterbens von Nscho-tschi in den Armen von Old Shatterhand gedreht wurde, sind noch Überreste der steinernen Gräber von Apatschen-Häuptling Intschu-tschuna (Winnetous Vater) und Nscho-tschi zu sehen. Allerdings haben Touristen einige Steine mitgehen lassen. Auch das legendäre Filmplakat für „Winnetou I“ wurde dort aufgenommen. Weiße und Indianer haben sich in der Region viele blutige (Film-)Kämpfe geliefert.

Minen-Warnschilder aus dem Krieg stehen am Straßenrand

Der Rückweg ist weniger steil, die Straße etwas komfortabler. Gelegentlich sehen wir am Straßenrand Minen-Warnschilder für die angrenzenden Zonen. Auch wenn der Krieg gegen Serbien in den 90er-Jahren schon eine Weile zurückliegt, noch sind nicht alle Gebiete komplett geräumt. „50 Männer aus der Region sind hier gefallen“, erzählt Marin Marasovic, als wir an einer kleinen Kapelle anhalten. Die Kroaten blicken optimistisch in die Zukunft, vor allem in die touristische, aber die echten Kriegswunden werden noch länger brauchen, bevor sie ganz verheilt sind.

[tabs slidertype=”top tabs”] [tabcontainer] [tabtext]Anreise[/tabtext] [tabtext]Hotel[/tabtext] [tabtext]Ausflüge[/tabtext] [tabtext]Weitere Infos[/tabtext] [/tabcontainer] [tabcontent] [tab]Germanwings fliegt von verschiedenen Flughäfen in Deutschland nach Zadar. Vom Flughafen bis zum Falkensteiner Hotel & Spa Iadera sind es nur 23 Kilometer.[/tab] [tab]Das Fünf-Sterne-Haus Falkensteiner Hotel & Spa Iadera liegt an der Spitze der privaten Halbinsel Punta Skala, nur 12 km von Zadar entfernt am Meer. Der große Wellness-, Beauty- und Fitnessbereich mit mehr als 6.000 m² und das Acquapura Spa bieten eine hervorragende Möglichkeit zur Entspannung. Das Hotel ist Mitglied von The Leading Hotels of the World.[/tab] [tab]Die Fahrtzeit bis zum Nationalpark Paklenica dauert etwa 40 Minuten, die Fahrt nach Zadar ca. 15 Minuten. In der Stadt aus dem 14. Jahrhundert haben Byzantiner, Griechen und Römer ihre bis heute sichtbaren Spuren hinterlassen. Zadar liegt in unmittelbarer Nähe von sechs Nationalparks. Vor der Zadars Küste erstreckt sich das blaue Meer der Adria mit über tausend kleinen Inseln.[/tab] [tab]www.visitzadar.net

www.tzzadar.hr

www.falkensteiner.com

www.rivijera-paklenica.hr

www.hotel-rajna.com[/tab] [/tabcontent] [/tabs]

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung von TUI, Kroatischem Fremdenverkehrsamt und Falkensteiner Hotel & Spa Iadera.

2 Kommentare zu Winnetou lebt: Auf den Spuren eines Kino-Helden

Suchtgefahr in Brüssel

Wer sich auf den Weg nach Brüssel macht, der denkt zuerst meist an die leckere belgische Schokolade oder das würzige belgische Bier. Das kommt nicht von ungefähr… Denn gleich nach…

Wer sich auf den Weg nach Brüssel macht, der denkt zuerst meist an die leckere belgische Schokolade oder das würzige belgische Bier. Das kommt nicht von ungefähr… Denn gleich nach dem Atomium, das man auf jeden Fall einmal gesehen haben sollte, sind die kulinarischen Delikatessen in Brüssel etwas ganz Besonderes.

Um die beste Schokolade zu probieren, sollte man beim “Place de Sablon” vorbeischauen. Dort wird jede Naschkatze fündig und Achtung: es herrscht wirklich Suchtgefahr. Um dies jedoch mit weiteren Delikatessen zu vervollständigen, ist der “Grand-Place” ein Muss, denn hier findet man erstklassige Cafés, Salons oder Teestuben mit Käsespezialitäten, Fischhäppchen und Backwaren. Unterwegs zu den Delikatessengeschäften, kann man gleich das wunderbare Rathaus besichtigen und die gut erhaltenen Zunfthäuser, die aus dem 17. Jahrhundert stammen. Kosten Sie auf alle Fälle eine der über 800 Sorten Bier. Es lohnt sich allemal.

Brüssel bietet jedoch auch etwas für Geschichtsbegeisterte. Die architektonischen Schmuckstücke des “Fin de Siècle” im Marollenviertel, die Kathedrale “Saint Michel”, das “Manneken Pis” und der Triumphbogen im Jubelpark – alles Sehenswürdigkeiten, die in keinem Reiseplan fehlen sollten. Am Flughafen können Sie ein Thrifty Leihwagen buchen und diese ganzen Plätze bequem mit dem Auto abfahren, denn sie sind in ganz Brüssel verstreut und es gibt auch außerhalb der Stadt einiges zu sehen. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist es zwar möglich, aber es benötigt etwas mehr Organisation.

Es gibt in Brüssel auch ein riesiges Kulturangebot. Also auf keinen Fall die Museen und Theater in der Stadt vergessen. Unter anderem sind hier das Comicmuseum und die Autowelt zu finden. Auch das königliche Kunstmuseum bietet einen Einblick in die Kunstgeschichte von Brüssel. Besuchen Sie eine Vorstellung im Opernhaus “Monnaie-Theater” oder sehen Sie sich das jüdische Museum von Belgien an. Diese Stätten gehören zu den meist besuchten Orten in Brüssel. Sie können sich gerne auch in den Buchläden in Brüssel umsehen, in denen zahlreiche Bücher über Brüssel in der Vergangenheit und Gegenwart zu finden sind. Günstige Reiseführer helfen genau die Stätten zu finden, die von Interesse sind. Die Bücher gibt es dort in mehreren Sprachen, natürlich auch auf Deutsch.

Wenn Sie Ihren Besuch in Brüssel planen, sollten Sie sich bereits Zuhause einen kleinen Plan zusammenstellen und ihn dann vor Ort vervollständigen. Das mindert den Besuch dieser Stadt nicht, denn auch wenn Sie schon von den Köstlichkeiten gehört und Bilder von den Sehenswürdigkeiten gesehen haben, ist dies sicherlich nicht mit dem eigenen Erlebnis der Europäischen Hauptstadt zu vergleichen. Eine Dosis an Überraschung hat Brüssel für jeden Besucher parat. Lassen auch Sie sich angenehm von dieser Weltstadt überraschen.

Kooperationsartikel

Foto: © zozifoto – Fotolia.com

Keine Kommentare zu Suchtgefahr in Brüssel

Top 3: Australiens Perlen an der Ostküste

Byron Bay Der Duft der Freiheit liegt in der Luft, wenn man in Byron Bay ankommt. Coole Surfer, Weltenbummler, Globetrotter und jede Menge Musiker treffen sich in Byron Bay in…

Byron Bay

Der Duft der Freiheit liegt in der Luft, wenn man in Byron Bay ankommt. Coole Surfer, Weltenbummler, Globetrotter und jede Menge Musiker treffen sich in Byron Bay in entspannter Atmosphäre und trinken abends im „Railways“ ein Bier (oder zwei). In der urigen Kneipe wird jeden Abend Musik gespielt, live und unplugged. Tagsüber treffen sich alle am Strand, an dem bei gutem Wetter hunderte von Surfern auf die perfekte Welle warten. Der Byron Beach wurde vom Magazin Forbes zum sexiesten Beach der Welt gekürt und das nicht ohne Grund. Für mich einer meiner schönsten Orte in Australien, weil uns auf dem Spaziergang zum „Lighthouse“ mehrere Wale in sicherer Entfernung begleitet haben.

Noosa

Noosa ist magnetisch. Wen Noosa einmal in seiner Gewalt hat, den lässt der Ort nicht wieder los. Geteilt durch viele Flüsse und umgeben von Wasser, sprüht dieser kleine Ort nur so vor Lebensfreude. Im angrenzenden Park haben wir Koalas in freier Wildbahn gesehen, Delphine haben uns beim Wellenreiten begleitet und große Rochen haben uns beim Angeln angesehen (zum Glück nicht angebissen). Dazu eines der beeindruckendsten Campkitchen auf dem Campingplatz in der Mitte der Stadt, das direkt am Wasser liegt, lassen Noosa für mich zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Für mich damit der schönste Ort an der Ostküste dieses wundervollen Kontinents.

Bowen

Der Film „Australia“ hat Bowen weltberühmt gemacht. Wir waren fünf Tage an der „Horseshow Bay“, eine abgelegene Bucht bei Bowen, die uns viele traumhafte Momente beschert hat. Wir haben unter freiem Himmel und Vollmond übernachtet, waren überwältigt von der Ruhe und dem Licht bei Sonnenuntergang, den man wunderbar von den großen Felsen an der Küste beobachten konnte. Die Bilder von diesen unbeschreiblichen Orten haben wir in einem Fotobuch, wie sie z.B. Prentu.de anbietet, zusammengefasst. Nie in meinem Leben habe ich einen erholsameren Ort auf der Welt entdeckt, wie diesen…

Kooperationsartikel

Keine Kommentare zu Top 3: Australiens Perlen an der Ostküste

Aruba: Wieder einer dieser Morgen, der nie enden soll

Ich stehe kurz nach Sonnenaufgang an einem wunderschönen Morgen barfuß im weißen Sand. Unglaublich schöne Farben leuchten mir ins Gesicht.  Es ist einer dieser Morgen, der niemals enden soll. Ich…

Ich stehe kurz nach Sonnenaufgang an einem wunderschönen Morgen barfuß im weißen Sand. Unglaublich schöne Farben leuchten mir ins Gesicht.  Es ist einer dieser Morgen, der niemals enden soll. Ich bin auf der karibischen Insel Aruba und träume vom Paradies, von Sonne und von badewannenwarmen, türkisfarbenem Wasser. Für einen Moment ist der Traum real geworden.

„Bonbini“ ruft uns Jonathan Boekhoudt, unser Guide für die nächsten Tage, am Flughafen von Aruba zu. Auf Papiamento heißt das „Willkommen“. Die offizielle Sprache der Insel ist eine Mischung aus Holländisch, Spanisch, Portugiesisch und noch einigen anderen afrikanischen und südamerikanischen Sprachen. Neben Papiamento ist auch Holländisch eine offizielle Sprache von Aruba, schließlich gehört die Insel seit 1636 zum Königreich der Niederlande.

Wer jetzt allerdings denkt, die Insel steht voller Wohnwagen und alle laufen mit orangefarbenem Hemd oder Holzbotten durch die Straßen liegt vollkommen falsch. Zwar hört man an vielen Ecken durchaus die Sprache unserer Nachbarn, dennoch ist Aruba eine Insel mit einem ganz eigenen Charakter. Aruba hat so viel mit Holland zu tun, wie ein Fahrrad mit einem Fußball. Zu groß ist der Einfluss der vielen verschiedenen Einwohnern. Offiziell spricht man von 79 unterschiedlichen Nationen, die auf Aruba derzeit leben. Sichtbar wird diese Multikulti vor allem in der Haupstadt Oranjestad. Die Stadt ist wegen ihrer einzigartiken Architektur bekannt, die einen holländisch-karibischen Flair verbreitet. Überall sieht man bunte und reich verzierte Gebäude.

Bunte Häuser in Oranjestad

Bunte Häuser im Zentrum der Hauptstadt Oranjestad.

Jonathan ist auf Aruba geboren. Er kennt jede Ecke aus dem Effeff. Stolz zeigt er uns die wunderbaren Strände der Insel, die immer wieder von den Urlaubern zu den besten Stränden der Welt gewählt werden.

Allen voran der Eagle Beach, ein Traum eines weißen Strandes mit dem wohl berühmtesten Motiv der Insel: Zwei landestypische Fofoti-Bäume, die vom starken Passatwind wie frisiert aussehen. Erholung und Baden sind somit die typischen Beschäftigungen der Urlauber, die die Insel in der Karibik besuchen. Und sonst?

Es gibt unzählige Möglichkeiten auf Aruba aktiv zu sein. Golfen, Wandern, Klettern und vor allem jede Menge Wassersport sind auf der Insel möglich. Ich bin mit einem großen Katamaran aufs Meer gefahren, um gleich drei Schnorchel-Punkte zu testen. Rund um Aruba gibt es unzählige solcher Spots, bei denen sich es wirklich lohnt Brille, Schnorchel und Flossen anzuziehen und durchs 25 Grad warme Wasser zu gleiten. Die Unterwasserwelt ist voll von farbenfrohen Fischen und einigen Schiffswracks, die auch für Taucher richtig interessant sein können.

Jörg Baldin beim Schnorcheln auf Aruba

Jörg Baldin auf dem Sprung vom Katamaran ins Wasser. (Foto: Bärbel Dähling)

So liegt die Pedernales, ein gesunkener Tanker, in elf Metern Tiefe vor der Küste. Der Tanker ist von einem deutschem U-Boot im 2. Weltkrieg versenkt worden. Aber auch das Wrack der „SS California“ liegt vor Aruba. Es ist ein Schiff mit makabrer Geschichte und ähnlichem Ende. Die „SS California“ überhörte 1912 die Hilferufe der „RMS Titanic“ und sank ein paar Jahre später selbst. Viele Wracks sind vom Ufer aus erreichbar. Einfacher ist es natürlich mit einem Schiff. So sind auch wir mit dem riesigen Katamaran an einem der Wracks geankert und ins Wasser gesprungen.

Wer lieber auf als unter dem Wasser ist, für den empfiehlt sich die niederländische Antilleninsel als Surf, Kitesurf oder Paragliding-Paradies. Der stete Passatwind sorgt für das notwendige Lüftchen.

Sonnenuntergang auf Aruba

Traumhafter Sonnenuntergang am Strand von Aruba.

Carribean Sea Jazzfestival 2013 auf Aruba

Carribean Sea Jazzfestival 2013 auf Aruba

Wenn’s dunkel wird, wacht Aruba auf. Jonathan lädt uns zum Essen ein und zeigt zwei wirklich sehenswerteste Orte. Wo sonst als in der Karibik kann man hochwertige Küche barfuß am Strand und in kurzärmligen Hemden genießen? Oder gar Haute cuisine in einem Restaurant auf Holzstelzen auf dem Meer erleben? Alles ist möglich auf dieser Insel.

Einmal im Jahr findet das „Carribean Sea Jazz Festival“ auf der Insel statt, bei dem hochkarätige Musiker auftreten und Jazzklänge mit karibischer Musik vermischen. In diesem Jahr startete der Eröffnungstag leider mit Starkregen und Gewitter. Während die Arubianer den seltenen warmen Regen genießen und einfach ungestört weiter zu den karibischen Klängen tanzten, suchte ich Schutz unter einem Zelt und staunte über die tollen Blitze über der Karibik. Schließlich müssen die 60 Zentimeter Regen, die durchschnittlich pro Jahr auf dieser Insel fallen, ja irgendwann kommen. Im Jahr 2013 war es am 4. Oktober um 21:43 Uhr. Da schüttelte selbst Jonathan ungläubig den Kopf, schaute kurz in den Himmel und tanzte weiter. Auch das ist Aruba…

Tunnel am Meer auf Aruba Strand auf Aruba Schnorcheln auf Aruba Entspannung am Pool

Infos zur Reise

Unterkunft

Klein aber fein ist das Hotel “The Mill“, unmittelbar an einer holländischen Windmühle gelegen und etwa zehn Minuten vom Strand entfernt. Die Zimmer sind super, ansonsten ist das Hotel eher einfach. Wer es etwas etwas komfortabler, größer und idealerweise mit direktem Golfplatz und Meer vor der Tür haben möchte, kann sich im Hotel “Divi Resorts” einquartieren.

Essen

Aruba bietet traumhafte Plätze fürs Abendessen. Getestet und für gut befunden: “Passion’s on the Beach” – Hochwertige Küche, die barfuß am Strand des Eagle Beachs in angemessener Atmosphäre gegessen werden kann. Fast noch besser fand ich das “Pincho’s Grill and Bar” – Ein Restaurant auf dem Wasser. Tolle Küche, noch bessere Atmosphäre.

Anreise

KLM fliegt täglich von Amsterdam nach Aruba.

Weitere Artikel zur Reise nach Aruba

Aruba, Jamaica ooo I wanna take you

Aruba: Wieder einer dieser Morgen, der nie enden soll

Bilder von Aruba

Hinweis: Ich wurde von Aruba Tourism Authority und noble kommunikation GmbH auf diese Reise eingeladen.

 

8 Kommentare zu Aruba: Wieder einer dieser Morgen, der nie enden soll

Im unteren Feld den Suchbegriff eingeben und Enter drücken