Sydneys Herz schlägt am Circular Quay, denn dort laufen alle Verkehrsstränge von Australiens heimlicher Hauptstadt zusammen. Nur ein paar Schritte weiter, am Overseas Passenger Terminal gegenüber von Sydneys berühmtem Opernhaus, wird die „MS Oosterdam“ festmachen, um 1.700 neue Passagiere an Bord zu nehmen. Sie wird für 14 Tage unser schwimmendes Hotel mit perfektem Service und gastronomischer Vielfalt sein. Bis wir erstmals neuseeländischen Boden betreten können, liegen noch zwei beeindruckende Tage in Sydney und drei erholsame Seetage auf der „MS Oosterdam“ von Holland America Line vor uns.

Sydney ist ein kosmopolitisches Eingangstor zu Neuseeland, das man auf keinen Fall links liegen lassen sollte. Nach 25 Stunden Anreise – mit Zwischenlandung in Dubai – bin ich meinem Traum vom anderen Ende der Erde bis auf 1.000 Seemeilen näher gekommen. Der Anblick der grünen Metropole lässt den zweiten Teil des Fluges in einer „Sardinendose“ (A380 von Quantas) mit wenig Beinfreiheit schnell vergessen.

Watsons Bay

Natur pur: die wilde Küste an Watsons Bay. Der Ort hat sich den Charme eines Fischerdorfs bewahrt.

300 Sonnentage im Jahr

300 Sonnentage im Jahr soll Sydney laut Reiseführer haben, doch bei unserer Ankunft regnet es in Strömen – beileibe kein Grund zum Trübsal blasen. Der Sommerregen verleiht dem Grün der zahlreichen Parks einen besonders farbintensiven Glanz. „Dancing in the rain“ bekommt in Sydney eine ganz neue Dimension, wenn man sieht, wie fröhlich und gelassen Einheimische und Touristen mit Flip Flops an den Füßen durch die nassen Straßen laufen.

Um unser 38-Dollar-Tagesticket für Bus/Bahn nicht verfallen zu lassen, nehmen wir an der William Street gegenüber dem „Australien Museum“ den nächstbesten Linien-Bus. Die 324 ist ein echter Glücksgriff. Sie bringt uns durch illustre Villenvororte mit Herrensitzen aus georgianischer und viktorianischer Zeit zur Watsons Bay, wo die Sonne scheint.

Charmantes Fischerdorf mit Skyline-Blick

Der kleine Vorort hat sich den Charme eines Fischerdorfs bewahrt. Wegen seiner wilden Klippenlandschaft im Sydney Harbour National Park und seiner guten Seafood-Restaurants ist der Stadtteil ein beliebtes Ausflugsziel. Von dort hat man bei gutem Wetter einen grandiosen Blick auf Sydneys Skyline und die Harbour Bridge.

Sightseeing in Sydney

Vom „hop on hop off“- Doppeldecker hat man einen guten Blick auf Sydneys Sehenswürdigkeiten. (Bilder: Ehlers)

Am nächsten Morgen strahlt die Sonne. Die offenen roten „hop on hop off“- Doppeldecker-Busse, die gestern noch fast leer durch die Straßen sausten, sind voll besetzt. Sie sind die günstigste Möglichkeit für eine Sightseeing-Tour im Schnelldurchgang. Eine Rundfahrt dauert etwa 90 Minuten, aus- und einsteigen ist an jeder Station möglich. Das Tagesticket für 40 Dollar gibt es beim Busfahrer, und es gilt sowohl für die innerstädtische rote als auch für die blaue Vorort-Route. Durch die südöstlichen Nobel-Bezirke wie Rose Bay und Double Bay geht es zum berühmten Bondi Beach. Das Paradies für Surfer ist der Inbegriff australischer Strandkultur und ein absolutes Muss für Sydney-Besucher.

Spaziergang über die Harbour Bridge

Am Ende der Touren bleibt noch die Qual der Wahl, welche der unzähligen Sehenswürdigkeiten man genauer unter die Lupe nehmen möchte. Wir entscheiden uns für einen Besuch des Towers mit 360-Grad-Panoramablick auf die Stadt und einen Spaziergang über die Sydney Harbour Bridge mit Blick auf Opernhaus und Kreuzfahrt-Terminal. Beim Abendessen im Biergarten von Sydneys zweitältesten Pub, dem „Orient Hotel“ in der George Street 8, genießen wir den Blick auf den Hafen – gefangen von diesem unbeschreiblichen Duft von Freiheit und Abenteuer. Dort wird am nächsten Morgen die „MS Oosterdam“ anlegen, die uns nach Neuseeland bringt.

Sydney Harbour Bridge

Die Sydney Harbour Bridge bei Nacht: Im Vordergrund das Overseas Passenger Terminal.

[tabs][tab title=”Anreise”]Flugverbindungen nach Sydney und Neuseeland gibt es von Deutschland aus über zahlreiche internationale Drehkreuze u.a. mit Air New Zealand, Singapore Airlines oder Emirates. Mehr Infos über Neuseeland unter: www.newzealand.com[/tab] [tab title=”Schiff und Reederei”]Die „MS Oosterdam“ ist ein klassisch-elegantes Kreuzfahrtschiff. Passagierkapazität: 1.916; Besatzung: 817. Sie verfügt über elf Passagierdecks. Bordsprache ist Englisch, aber es gibt Mitarbeiter an der Rezeption, die Deutsch sprechen. Holland America Line ist eine der großen Kreuzfahrtgesellschaften mit europäischen Wurzeln, deren Geschichte bis ins vorletzte Jahrhundert zurück reicht. Zur Flotte gehören 15 Premiumschiffe mittlerer Größe, die unter niederländischer Flagge fahren. Bei den Readers Choice Awards 2012 des renommierten „Porthole Cruise Magazins“ wurde Holland America Line in acht Kategorien ausgezeichnet, darunter „Beste Alaska-Routen“, „Beste Landausflüge“ und „Beste Privatinsel für Half Moon Cay“. Weitere Infos unter: www.hollandamerica.com[/tab] [tab title=”Hilfreiche Tipps”]Reiseführer „Sydney“ mit City-Map von Dumont und Reise-Handbuch Neuseeland von Dumont.[/tab[/tabs]


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