Surfen auf Bali

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Urlaub im November - Reisezeit November

Es ist 14 Uhr Ortszeit, leicht streicht der Wind über meine Haut und ich liege im Schatten eines im balinesischen Stil gebauten Lounge-Bereiches. Jemand schlurft in Flipflops entspannt über die Holzterrasse. Um mich herum verraten die Pflanzen, dass es hier länger als sechs Monate im Jahr warm und sonnig sein muss, und um die Idylle perfekt werden zu lassen, hat der Gärtner die Blüten der Frangipani-Bäume am Rande der Freiluftdusche aufgereiht. Ich befinde mich 16 Flugstunden von Deutschland entfernt im „Green Room Canggu“ auf Bali und lasse meine letzte Woche Revue passieren.

Green Room - Blick aus meinem Zimmer

Green Room – Blick aus meinem Zimmer.

Ich wollte wissen, ob es noch geht. Ob ich nach sechs Jahren Surf-Abstinenz noch fähig bin eine Welle zu surfen. Für dieses abenteuerliche Vorhaben lag nichts näher, als mir die Hilfe von echten Profis zu suchen. Ohne Anreisestress ging es am Mittwoch direkt nach meiner Landung in Denpasar per Shuttle ins Surfcamp nach Canggu. „Du surfst, wir machen den Rest!“ – Das Motto galt nicht nur für diesen Abend – es sollte mich den gesamten Urlaub begleiten.

In den letzten sieben Tagen bin ich so oft gesurft, wie sonst nur im Urlaub in Australien. Jeden Tag gab es hier perfekte Wellen, und wie die meisten “Surfhungrigen” habe ich die vom Camp angebotenen Surfeinheiten am Vor- und Nachmittag ausgenutzt. Meine Tage starteten meistens viel zu früh, dafür aber lecker mit einem kräftigen Frühstück bestehend aus Toast, Omelette, Früchten und Nasi-Goreng. Vom Camp aus fahren täglich drei bis vier Shuttles mit erfahrenen Surfguides, die die Campbewohner je nach Können an die passenden Spots bringen und im Wasser mit hilfreichen Tipps zur Seite stehen. Reef, Beachbreak, Felsen, große oder kleine Wellen, Tubes oder entspannte Wellenberge – täglich entdeckte ich auf meinen „Surfaris“ neue Strände und lernte jeden Tag ein Stückchen mehr Bali kennen.  Zwischen den Rufen meiner Surfguides wie „Go-Go-Go!“, „No-No-No!“ oder „Paddle harder! Paddle faster!“  habe ich mich innerhalb der letzten sieben Tage um eine “Können-Stufe” verbessert. Der Take-Off klappt inzwischen wieder sicher, und ich traue mich in größere Wellen. Breites und glückliches Grinsen gibts hier zum Nulltarif. Danke Rido, Danke Muklas – Ihr seid die besten Guides der Welt!

Nach jeder Surfsession gibt es ein lebendiges Wiedersehen in der Lounge im „Green Room“. Hier werden alle Erfahrungen geteilt, Tipps ausgetauscht und neue Bekanntschaften geknüpft. Woher kommst Du? Wer bist Du? Wie lange bleibst Du?  Weltenbummler treffen auf erholungssuchende  Zwei-Wochen-Urlauber oder auf Bali-Dauergäste und Aussteiger. Eine Leidenschaft aber teilen alle – das Surfen! Manchmal kommt ein Guide in die Lounge und lässt alle wissen, wer heute im Wasser „On Fire“ war und besonders gut gesurft ist. Der positiven Stimmung kann sich niemand entziehen – happy Bali, happy People. Manchmal greift jemand in die Saiten der Campgitarre und spielt Songs von Bob Marley oder Jack Johnson.

Am Wochenende ist frei, zumindest was das Surfen mit Guide angeht. Das nutzen die meisten von uns, um eine Tour in das echte Bali zu planen – fernab der Touristenhochburgen Kuta oder Seminyak. Jede Menge Tipps hatte unsere Camp-Chefin Koni parat. Unkompliziert durften wir sogar einen der Camp-Busse nutzen und den Fahrer gab es für supergünstige 100.000 Rupiahs (8 Euro für 8 Stunden!) dazu.

Nach einer vielfältigen, spannenden und trotzdem sehr erholsamen ersten Woche sitze ich nun hier im balinesichen Stil gebauten Loungebereiches des Camps. Während jemand in Flipflops vorbeischlurft, tue ich das, was vor mir schon sehr viele Campbewohner getan haben – ich habe verlängert. Ich surfe – und die machen den Rest!

Unser Tipp: Rundreisen

Bali hat aber noch viel mehr zu bieten, als nur Tauchen, Wellenreiten oder Baden: einzigartige Vulkan-Landschaften, traumhafte Strände und Buchten, Tempel und Zeremonien. Mit einer Rundreise, wie sie zum Beispiel von Dertour angeboten wird, wird die „Insel der Götter“ intensiver erlebt.

Reiseinfos

Geld im Urlaub

Die Währung auf Bali sind Indonesische Rupiah. Die meisten Geschäfte akzeptieren Kreditkarten. Wer die Abhebegebühren umgehen möchte, für den lohnt sich die Anschaffung einer kostenlosen Kreditkarte. Mehr Tipps zur Zahlung im Urlaub gibt es auf unserer Service-Seite: Geld im Urlaub.


Reiseführer & Weiterführende Informationen

Eine Auswahl an Reiseführern für Bali finden Sie hier.

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Greta Pasemann