Die Insel Dominica war heute das Ziel der Star Clipper, die die gesamte Nacht tapfer gegen die hohen Wellen des Atlantiks angekämpft hat. Vormittags gab es Besuch vom 5-Master Royal Clipper und nachmittags hieß es für mich: ab durch den Regenwald. Gestern hätte ich also vormittags Sonnencreme und nachmittags Gummistiefel gebraucht. Ich hatte beides nicht! Das Ergebnis: Sonnenbrand im Gesicht und komplett durchnässte Klamotten.

2013-02-17 Star Clipper2

Wieder war die Nacht für mich um 4 Uhr morgens zu Ende. Aufgewacht vom leisen Motorengeräusch des Schiffes ging ich aufs Deck, um in aller Ruhe einen Kaffee zu trinken. Draußen regnete es Bindfäden und das Schiff tanzte auf dem Meer wie eine leere Plastikflasche, denn wir hatten unser Ziel schon erreicht. Irgendwo am dem Atlantik warteten wir auf große Schwesterschiff, die Royal Clipper. Gegen zehn Uhr hieß es dann „Schiff in Sicht“. Das Schiff mit den 5 hohen Masten war am Horizont gesichtet worden und die Crew bereitete die Star Clipper nun auf ein richtiges Spektakel vor. Geplant war ein Rennen über 10 Seemeilen der beiden Schiffe, ehe es dann vor der Insel Dominica vor Anker ging.

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Es war auch einer dieser Momente, der wirklich atemberaubend war. Beide Schiffe hatten alle Segel gesetzt und fuhren teilweise richtig eng nebeneinander her. Unser Schiff hatte bei der Fahrt so viel Schräglage, dass die Küche das Essen nicht richtig vorbereiten konnte, und es am Ende nur Sandwich gab. Den Passagieren und den Gästen war das allerdings egal, denn diesen Anblick bekommt man wahrscheinlich sehr selten im Leben. Und so war es am Ende die Star Clipper, die das Rennen gewonnen hat. Wahrscheinlich lag das auch an der kleinen Bordkanone, mit der die Royal Clipper zwei Mal mit einem lauten Knall symbolisch abgeschossen wurde. Richtig toll…

Auch toll aber irgendwie anders ist dann der Nachmittag verlaufen. Während vormittags beim Rennen mit der Royal Clipper die Sonne erbarmungslos auf mich schien, gab’s am Nachmittag auch was von oben: Regen. Auch wenn hier im Moment Trockenzeit herrscht, so schüttete es die ganze Tour, und ich wurde komplett nass. Mir hatte niemand gesagt, dass ich Gummistiefel mitbringen sollte. Der Wasserfall an sich war nicht so der Hit, aber der Weg dorthin erinnerte ganz stark ans Dschungelcamp. Durch Flüsse, durch matschige Wege, über Stock und Stein mussten wir klettern, bis wir dann irgendwann komplett am Wasserfall standen. Naja, wenigstens war es warmer Regen.

Das Schiff blieb in der Bucht von Dominica liegen, da auf hoher See Sturm angesagt worden ist, und ich bin gespannt, was mich morgen erwartet.

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Nett auch der Hafen der Insel. Hier ein paar Eindrücke…

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