Südamerika

Südamerika – Traumziele erreichen mit einer Fernreise, mit Reisen nach Brasilien, Peru oder in alle Welt. Immer noch nicht sicher, wohin der nächste Urlaub gehen soll? Bei uns gibt’s die besten Urlaubstipps und Reportagen über Traumreisen und Kreuzfahrten. Zu den Frühbucher Angeboten



Die drei besten Spots von Rio de Janeiro

An der Copacabana und am Wörthersee, starke Männer sind nie passé. An der Copacabana und am Schotterteich, bei Muskeln werden alle Mädchen weich“ – Es gibt unzählige Lieder, die immer wieder ein Ziel beschreiben: Rio de Janeiro. Ich bin ein Kind der 80ziger Jahre und spontan fällt mir genau diese Zeile der Gruppe „Erste Allgemeine Verunsicherung“ ein, wenn ich an Rio de Janeiro in Brasilien denken muss.

„An der Copacabana und am Wörthersee, starke Männer sind nie passé. An der Copacabana und am Schotterteich, bei Muskeln werden alle Mädchen weich“ – Es gibt unzählige Lieder, die immer wieder ein Ziel beschreiben: Rio de Janeiro. Ich bin ein Kind der 80ziger Jahre und spontan fällt mir genau diese Zeile der Gruppe „Erste Allgemeine Verunsicherung“ ein, wenn ich an Rio de Janeiro in Brasilien denken muss. Aber, es gibt in der Stadt noch viele andere interessante Dinge zu sehen und deshalb stelle ich Euch heute meine Top 3 in Rio de Janeiro vor.

Top 1 – Der Zuckerhut

Wer Rio besucht, der sollte auf jeden Fall den 395 Meter hohen Berg „erklimmen“, der die Form eines Zuckerhutes und deshalb auch seinen Namen hat. Besucher können den Gipfel ganz bequem mit der Seilbahn (genannt O Bondinho) erreichen, die vollverglast einen fantastischen Blick auf die die Guanabara-Bucht mit dem Stadtviertel Botafogo und Flamengo bietet. Auch zu sehen sind die Strände Praia Vermelha, Leme und eben diese weltberühmte Copacabana, die man alle vom Gipfel des Zuckerhuts sehen kann.

Top 2 – Cristo Redentor

50 Jahre lang war diese monumentale Christusstatue die größte ihrer Art auf der Welt, ehe die Polen 2010 in Świebodzin die Statue von Christus König von Świebodzin errichtet haben. Trotzdem ist Cristo Redentor ein absolutes Highlight bei einem Besuch in Rio de Janeiro. Die 30 Meter hohe Statue auf auf dem Berg Corcovado wurde 1931 eingeweiht und blickt auf den Zuckerhut. Im Inneren der Stahlbetonstatue befindet sich eine Kapelle, in der 150 Personen Platz haben. Warum sich ein Besuch der Statue lohnt? Am 7. Juli 2007 wurde der Cristo Redentor in Portugal zu einem der „Neuen Sieben Weltwunder“ gewählt.

Top 3 – Copacabana

Und natürlich darf die vielbesungene Copacabana nicht fehlen, wenn man die Top 3 von Rio de Janeiro aufzählt. Weniger bekannt ist, dass es sich bei der Copacabana eigentlich um einen Stadtteil in der Zona Sul handelt, der zwischen Atlantik und Favelas liegt. Wenn Touristen allerdings von der Copacabana sprechen, meinen sie den vier Kilometer langen Sandstrand, der vor allem in den 30er und 40er berühmt geworden ist. In seiner Blütezeit war er ein Inbegriff für die “Reichen und Schönen”, die den Stadtteil und den Strand zu einem mondänen Badeort gemacht haben. Es entstanden vornehme Hotels, Restaurants und Nachtclubs, in denen sich die damaligen VIPs gerne gezeigt haben. Der etwa vier Kilometer lange Strand wird im Volksmund auch „Princesinha do Mar“ (Kleine Meerprinzessin) genannt.

Tipp: Wer kostengünstig nach Brasilien fliegen will, kann das mit der Airline „LAN“ machen, die von Frankfurt nach Rio de Janeiro fliegt. Na dann, viel Spaß: „At the Copa, Copacabana, the hottest spot north of Havana. Music and passion were always the fashion. At the Copa, they fell in love.“ (Text aus dem Lied “Copacabana” von Barry Manilow)

Kooperationsartikel

 

Keine Kommentare zu Die drei besten Spots von Rio de Janeiro

Lima: Vier Plätze, die man sehen muss

Lima liegt am Río Rímac an den zentralperuanischen Anden und ist mit rund acht Millionen Einwohnern die größte Stadt in Peru. Die Stadt hat viele Facetten: laute, ruhige, gemütliche und…

Lima liegt am Río Rímac an den zentralperuanischen Anden und ist mit rund acht Millionen Einwohnern die größte Stadt in Peru. Die Stadt hat viele Facetten: laute, ruhige, gemütliche und vor allem hektische. Wir haben die vier Plätze der Stadt gefunden, die ein Besucher sich auf jeden Fall ansehen muss.

Museo Larko

Das „Museo Larco“ ist eine wunderschön gestaltete Anlage im Herzen von Lima. Es bietet viele Ausstellungen zur Geschichte und zur Kultur Perus, die einen hervorragenden Überblick über die verschiedenen Epochen des Landes bieten. Gerade zu Beginn einer Reise durch Peru bietet sich ein Besuch als Einstieg an. Viele der Ausstellungsstücke und Informationstafeln sind auch in Deutsch beschrieben.

Plaza San Martin

Der Plaza San Martin ist umgeben von vielen beeindruckenden Strukturen. In der steht Mitte des Platzes steht das Monument von José de San Martin, der ein südamerikanischer Unabhängigkeitskämüfer war. Der Plaza ist mit vielen Bäumen, Brunnen und Sitzgelegenheiten versehen, von denen man wunderbar die umliegenden weißen neo-klassischen Gebäude des frühen 20. Jahrhundert bewundern kann.

Parque de la Reserva

Der „Parque de la Reserva“ in Lima ist gut zu erreichen. Der Wasserpark verfügt über verschiedene Wasserspiele, unter anderem ist dort die größte Wasserfontäne der Welt u finden. Auch Fontänen, die mit einer Lasershow angestrahlt und mit Musik untermalt sind, sind dort zu finden. Jeder Brunnen hat ein eigenes Thema. Wer sich das Wasserspektakel ansehen will, sollte bei Einbruch der Dämmerung in den park gehen.

Kathedrale von Lima

In der Kathedrale von Lima (s. Foto oben) sollte jeder Besucher mal drin gewesen sein. Die Kathedrale von Lima ist ein Monumentalbau, der auch für südamerikanische Verhältnisse seinesgleichen sucht. Sehr beeindruckend sind vor allem die Holzschnitzereien am Altar. Die Kathedrale ist für viele Besucher nach wie vor einer der schönsten Orte in Lima. Einziger Wehrmutstropfen: Der Besuch der Kathedrale kostet Eintritt. Übrigens ist eine Anreise nach Südamerika problemlos mit LANCHILE möglich.

Das

[mappress mapid=”32″]

Kooperationsartikel / Foto: jacek_kadaj (Fotolia)

Keine Kommentare zu Lima: Vier Plätze, die man sehen muss

Eisverhältnisse bestimmen Programm der Kreuzfahrt

Eine Reise mit der „MS Fram“ in die Antarktis ist keine normale Kreuzfahrt. Es ist eine „kleine Expedition“ auf den Spuren von Roald Amundsen. Die Wetter- und Eisverhältnisse bestimmen das…

Eine Reise mit der „MS Fram“ in die Antarktis ist keine normale Kreuzfahrt. Es ist eine „kleine Expedition“ auf den Spuren von Roald Amundsen. Die Wetter- und Eisverhältnisse bestimmen das Programm. Zweiter Teil der Kreuzfahrt von Liane Ehlers.

„Pinguine und Robben haben immer Vorfahrt, Anfassen verboten, mindestens fünf Meter Abstand halten, den vom Expeditionsteam mit roten Fähnchen abgesteckten Pfaden folgen, nicht füttern und von Land nichts mitnehmen außer Fotos“, so lauten die goldenen Verhaltensregeln für Antarktis-Besucher, die Corinna Skrindo, stellvertretende Expeditionsleiterin auf der „MS Fram“, uns ans Herz legt. Wer dem Briefing fernbleibt, darf nicht mit den Polarcirkel-Booten (Zodiacs) an Land.

Begonnen hat unsere Reise ans Ende der Welt in Ushuaia, der südlichsten Stadt der Erde. Das Publikum ist ebenso international wie die Mannschaft, die Borddurchsagen erfolgen in mehreren Sprachen. Eine Nacht auf der „MS Fram“ durch den geschützten Beagel-Kanal und ein turbulenter Tag mit Windstärke 11 in der Drakepassage, die zu den sturmreichsten Wasserstraßen gehört, liegen hinter uns. Jetzt zeigt sie sich bei strahlendem Sonnenschein von ihrer freundlichen Seite, und wir können uns endlich in den Liegesesseln des Panorama-Salons auf Deck 7 entspannt zurücklehnen.

Wasserfeste Kleidung ist Pflicht

Dafür, dass am zweiten See-Tag keine Langeweile aufkommt, sorgt schon die Crew: Alle Passagiere müssen vor der ersten Anlandung ihre Rucksäcke mit Staubsaugern von Keimen befreien. Im Lagerraum können sie sich die passenden Leih-Gummistiefel aussuchen, sofern sie keine eigenen dabei haben. Wasserfeste Kleidung, Gummistiefel und Rettungsweste sind Pflicht, denn es handelt sich um „nasse Anlandungen“, wie Corinna erklärt. „Und zieht euch in drei Schichten warme Wäsche an. Eine Anlandung kann auch mal sieben statt zwei Stunden dauern. Das Wetter in der Antarktis ist unberechenbar“, warnt sie.

Treibeis im Antarktischen Sund

Nah am Schiff: Treibeis im Antarktischen Sund

Wie für jede Kreuzfahrt, gibt es auch für die „MS Fram“ eine geplante Route. Aber weil Sicherheit oberste Priorität hat, legt der Kapitän den Kurs erst während der Reise fest. Wetter-, Wind- und Eisbedingungen bestimmen das Programm. Schon bei den ersten beiden geplanten Anlandungen muss „Plan B“ in Kraft treten, und es wird nicht das letzte Mal sein. Dichtes Treibeis macht Brown Bluff und Hope Bay mit der argentinischen Esperanza-Station unerreichbar. Stattdessen läuft Kapitän Arild Hårvik Kinnes Cove auf Joinville Island an.

Wir landen mit den Zodiacs an. Immer acht Leute in einem Boot, nie mehr als 100 auf einmal an Land. Auf dem felsigen Hügel befindet sich eine der größten Adéliepinguin-Kolonien. Schützend steht ein Elternteil über dem Küken, füttert den flauschigen Nachwuchs. Ständig erklingen Trompetenrufe. Es riecht nach Guano, doch wir sind so verzaubert von dieser unberührten Tierwelt, dass wir den Geruch schon bald nicht mehr wahrnehmen.

Tiere haben keine Angst vor Menschen

Weil die Antarktis ein Naturreservat ist, in dem nicht gejagt werden darf, haben die Tiere keine Angst vor Menschen. Mit den Flügeln wackelnd und mühsam die Balance haltend, hüpfen sie auf dem „Pinguin-Highway“ den schneebedeckten Hügel Richtung Meer hinunter. Mit seinen hellroten Füßchen landet einer der kleinen Kerle in schwarzem Frack und weißer Weste direkt vor meinen keimfreien Gummistiefeln. Neugierig betrachtet er uns, bevor er sich mit seinen Artgenossen ins Südpolarmeer stürzt.

Eselspinguin-Kolonie auf Cuverville Island

Eselspinguin-Kolonie auf Cuverville Island

Cuverville Island, das eine der größten Eselspinguin-Kolonien beherbergt, ist unser nächstes Ziel. Doch zuvor müssen wir durch den Antarktischen Sund, die berühmte „Straße der Eisberge“. Bis die „MS Fram“ am frühen Abend schließlich den Weg durchs Packeis in die Bransfieldstraße findet, fahren wir gut drei Stunden im Kreis. Sich übereinander schiebende Eisschollen und lautes Knirschen lassen mich erschauern. „Das ist ganz normal“, beruhigt uns Expeditionsleiterin Karin Strand. Die „MS Fram“ hat Eisklasse 1A/1B und ist speziell für polare Expeditionsreisen gebaut. Haushohe Eisberge schimmern im abendlichen Sonnenlicht.

Das ständige An- und Ausziehen von mehreren Kleidungschichten, Gummistiefeln und Schwimmweste wird ebenso schnell zur Routine wie der sichere Seemanns-Griff beim Ausbooten. Die Mannschaft ist immer freundlich und hilfsbereit, und das Expeditionsteam, das regelmäßig Vorträge hält, ist stets für jede Frage offen. Die Gäste sind gut gelaunt und in freudiger Erwartung auf grandiose Landschaften und unberührte Natur. Krabbenfresser-Robben auf Eisschollen schwimmen am Schiff vorbei. Der Ruf „Wale“ verbreitet sich jedes Mal wie ein Lauffeuer. Dann greifen die meisten zur warmen Jacke und Kamera und eilen nach draußen an den Bug. Andere entspannen in der Sauna oder in einem der beiden Whirlpools auf dem Außendeck.

Half Moon Island: Seelöwen schlafen am Strand

Half Moon Island: Seelöwen schlafen am Strand

Zwei Seelöwen entspannen sich bei null Grad

62 Grad Süd, Half Moon Island: Eingemummelt in Zwiebel-Look und wasserfester Kleidung – das Wetter könnte jeden Moment umschlagen – klettern wir bei erstaunlich milden Null Grad Celsius den Hügel hinauf und geraten ins Schwitzen. Am Strand, wo ein altes Holzboot vor sich hin rottet, liegen zwei Seelöwen, die uns keines Blickes würdigen. Tausende Zügelpinguine, die zu den kleinsten der Antarktis gehören, ziehen auf dem Hügel ihre Jungen auf.

Mit Neko Harbour, 64 Grad Süd, das nach einem Walfangschiff benannt wurde, betreten wir zum ersten Mal antarktisches Festland. Das Panorama der malerischen Andvord-Bucht, die von allen Seiten von Bergen und Gletschern umgeben ist, ist atemberaubend. Wie ein Begrüßungskomitee stehen die kleinen Eselspinguine am Kiesstrand.

Port Lockroy

Port Lockroy: Die ehemalige britische Forschungsstation ist heute das südlichste Postamt der Welt.

Durch den Neumayerkanal, der zu den schönsten Landschaften der Antarktischen Halbinsel gehört, fahren wir nach Port Lockroy. Die ehemalige britische Forschungsstation beherbergt seit Jahren neben dem südlichsten Postamt der Welt auch einen Souvenirshop und ein Museum. Von November bis März dauert die Saison. Vier junge Frauen kümmern sich im arktischen Sommer 2013/14 darum.

Bevor wir uns auf den Rückweg nach Ushuaia machen können, nimmt die „MS Fram“ im Neumayerkanal noch zwei verletzte Segler an Bord, wie Kapitän Arild Hårvik über Lautsprecher informiert. Dann geht es an Kap Hoorn vorbei zurück in die Zivilisation.

[stextbox id=”info” caption=”Infos zur Reise”]

Das  Schiff: Die „MS Fram“ ist das jüngste Schiff der Hurtigruten Flotte und wurde 2007 mit der Eisklasse 1A/1B speziell für polare Expeditionsreisen gebaut. 127 Kabinen, darunter einige Suiten, bieten Platz für insgesamt 318 Gäste. Polarcirkel-Boote (Zodiacs) ermöglichen auch sichere Anlandungen in normalerweise unzugänglichen Gebieten. Das Tragen von wasserdichter Kleidung, Rettungswesten und Gummistiefeln ist bei Anlandungen Pflicht.

Vorträge: Das Expeditionsteam an Bord besteht aus Wissenschaftlern, die während der Reise in regelmäßigen Abständen Vorträge zu Themenbereichen wie  Biologie, Geologie und Geschichte anbieten.

Reisezeit: Der antarktische Sommer ist kurz. Er dauert von Ende November bis Anfang Februar.

Anreise: Lufthansa fliegt täglich ab Frankfurt nach Buenos Aires. Von dort geht es mit LAN weiter nach Ushuaia.

[/stextbox]

Alle Berichte zur Reise von Liane Ehlers:

Vom Hochsommer ins ewige Eis
Eisverhältnisse bestimmen Programm der Kreuzfahrt

Alle Fotos: (C) Liane Ehlers

Hinweis: Diese Reise wurde unterstützt von Hurtigruten und NH-Hotels. Vielen Dank!

2 Kommentare zu Eisverhältnisse bestimmen Programm der Kreuzfahrt

Vom Hochsommer ins ewige Eis

Eine Expeditions-Reise mit der „MS Fram“ in die Antarktis beginnt für die meisten Hurtigruten-Gäste in Buenos Aires. Von dort geht es mit LAN Airlines nach Ushuaia, der südlichsten Stadt der…

Eine Expeditions-Reise mit der „MS Fram“ in die Antarktis beginnt für die meisten Hurtigruten-Gäste in Buenos Aires. Von dort geht es mit LAN Airlines nach Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt. Zehn Tage im ewigen Eis wird das Schiff mein Zuhause  sein.

Buenos Aires: 38 Grad Celsius am Neujahrstag. Das Jahr 2014 beginnt heiß. Die Straßenreinigung hat mich geweckt, weil sie Millionen von Papierschnipseln einsaugt, die die Argentinier zu Silvester aus den Fenstern  geworfen haben. Ein alter Brauch besagt, dass damit auch der Ballast des vergangenen Jahres abgeworfen wird.

Ich wohne im „NH City- und Tower-Hotel“, Bolivar 160, mitten im Centrum, nicht weit entfernt von Bankenviertel, dem legendären Teatro Colón, Plaza de Mayo und Calle Florida, der Haupteinkaufsstraße. Dort sind nur die schönen  Deckenmalereien des Einkaufszentrums „Galerias Pacifico“ wirklich sehenswert, die Preise bewegen sich im oberen Segment.

Buenos Aires ist sehr europäisch geprägt

Die meisten Attraktionen der Millionen-Metropole liegen in der Altstadt und sind gut zu Fuß erreichbar. Die Orientierung fällt nicht schwer, weil die Straßen Schachbrettmuster-artig verlaufen. Beim Bummeln lohnt ein Blick nach oben  zu den Häuserfronten. Buenos Aires ist sehr europäisch geprägt. Viele Bauten stammen aus der Kolonialzeit um 1900: wunderschöne Skulpturen, Paläste, Kirchen und Museen.

Der Obelisk, das Wahrzeichen der Stadt, ist nicht zu verfehlen. Selbst am Silvesterabend, wo in Buenos Aires die meisten Restaurants und Cafe´s geschlossen haben, herrscht hier Betrieb – zum Glück! Argentinier feiern nämlich den Jahreswechsel vor allem in der Familie. Busse und Taxen rasen durch die Straßen. Polizisten an fast jeder Straßenecke vermitteln ein Gefühl von Sicherheit.

Friedhof in Recoleta

Letzte Ruhestätte reicher und berühmter Familien: der Friedhof in Recoleta

Am Neujahrstag hat zumindest der von hohen Mauern umgebene Friedhof der Reichen in Recoleta geöffnet. Dort hat Evita Peron ihre letzte Ruhestätte gefunden. Da, wo sich die Menschen bei kaum erträglicher Hitze drängeln, befindet sich das Familiengrab der Duartes. Das Mausoleum ist klein und bescheiden im Vergleich zu anderen.

In vielen Lokalen wird Tango getanzt

Abends pulsiert im historischen Stadtviertel San Telmo das Leben. Dann wird in vielen Lokalen Tango getanzt. San Telmo hat seinen ganz eigenen morbiden Charme und ist vor  allem wegen des Flohmarkts am Sonntag und seiner Antiquitätenhändler bekannt. Die Markthallen, die auch schon bessere Zeiten gesehen haben,  bieten alles für den täglichen Bedarf, die Antiquariate ein buntes Bild der Kolonial-Geschichte.

Die Markthalle im historische Stadtviertel San Telmo

In die Jahre gekommen: Die Markthalle im historische Stadtviertel San Telmo.

Am nächsten Vormittag regnet es. Mit einem Radio-Taxi, so heißen hier die Funktaxis mit Taxameter,  fahre ich vom Hotel für 50 Pesos (ca. 5 Euro) nach La Boca, dem italienisch geprägten Stadtviertel am alten Hafen.  Tangomusik und -tänzer bestimmen das Straßenbild mit den bunten Holz- und Wellblechhäuschen. Es gibt reichlich Kitsch und Kunsthandwerk. Fußballheld  Diego Maradona und Papst Franziskus sind allgegenwärtig, allerdings nur als lebensgroße Pappfiguren. Ein Touristen-Viertel, aber trotzdem sehenswert.

Tango Tänzer in La Boca

Touristen-Ziel: La Boca mit seinen bunten Häuschen und Tangotänzern

Die Buslinie 64 bringt mich von La Boca für vier Pesos (ca. 40 Cent) zum Hotel zurück – fast bis vor die Haustür. Und ein unbekannter, freundlicher argentinischer Tango-Tänzer rettet mich vor dem Rauswurf, weil er für mich bezahlt, als ich nicht genügend Ein-Peso-Münzen habe, die ein unbarmherziger Automat verlangt. Merke: Kein Busfahrer kann jemals Geld wechseln!

MS Fram im Hafen Ushuaia

Ausgangspunkt für Kreuzfahrten in die Antarktis: Im Hafen von Ushuaia liegt die „MS Fram“.

Im Hafen wartet schon die MS Fram auf mich

Ein hervorragendes Filetsteak in der Vinoteca „Aldo‘s“, nur fünf Minuten vom Hotel entfernt, und ein guter argentinischer Rotwein versüßen den Abschied von  Buenos Aires. Der frühmorgendliche Flug nach Ushuaia dauert vier Stunden und ist entspannt, der Landeanflug spektakulär. Die schneebedeckten Anden scheinen zum Greifen nah. Im Hafen wartet die „MS Fram“ auf mich. Zehn Tage wird sie im ewigen Eis mein Zuhause sein.

Alle Berichte zur Reise von Liane Ehlers:

Vom Hochsommer ins ewige Eis
Eisverhältnisse bestimmen Programm der Kreuzfahrt

Alle Fotos: (C) Liane Ehlers

Hinweis: Diese Reise wurde unterstützt von Hurtigruten und NH-Hotels. Vielen Dank!

3 Kommentare zu Vom Hochsommer ins ewige Eis

Im unteren Feld den Suchbegriff eingeben und Enter drücken