Australien

Australien – Traumziele erreichen mit einer Fernreise nach Australien. Hier finden Sie Tipps für die nächste Reise nach Down Under. Günstige Frühbucher Angebote für den nächsten Urlaub gibt’s hier!



Hoch hinaus in Surfers Paradise

Ich habe einen fantastischen Überblick vom 20. Stock meines Hotelzimmers in Surfers Paradise in Australien. Links und rechts Küste soweit das Auge reicht. Vor mir schaut gerade die Sonne über…

Ich habe einen fantastischen Überblick vom 20. Stock meines Hotelzimmers in Surfers Paradise in Australien. Links und rechts Küste soweit das Auge reicht. Vor mir schaut gerade die Sonne über den Horizont. Wellen laufen lautstark und mit viel Schaum auf den beigen Sandstrand auf. In der Ferne versucht ein Surfer sein Board mit schnellen Armbewegungen auf Geschwindigkeit zu bringen, um mit einem kurzen Satz aufs Brett zu springen und die perfekte Welle zu surfen.

Eine geglückte Morning Session an einem Strand, den man in dieser Form eher selten irgendwo anders auf der Welt finden wird.  Es ist aber auch der Strand von Surfers Paradise, dem lebendigen Ort mit einer beeindruckenden Skyline und sehr vielen Möglichkeiten, seine Zeit nicht auf einem Surfbrett oder am Strand zu verbringen.

Gold Coast - Surfers Paradise - Australien - Joerg Pasemann (13 von 21)

Surfers Paradise bietet Gegensätze, wie kaum eine andere Stadt auf dieser Welt. Auf der einen Seite der Straße findet man tatsächlich ein Paradies: Klares, türkises Wasser mit den Wellen, die Surfer brauchen, um glücklich zu sein. Ein breiter, beiger Strand mit Sand, der sich durch die Fußzehen drängt und dabei quietscht, weil er so fein ist. Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge, die Gänsehaut produzieren, weil sie so schön sind. Und natürlich gibt es Sonne im Überfluss. Wer dem Ort einst den Namen gab, der muss genau dieses Paradies vorgefunden haben.

Ein Deutscher baute das erste Hotel in Surfers Paradise

Ausgerechnet ein Deutscher hat 1889 damit angefangen, auf der anderen Seite das erste Hotel zu eröffnen. Johann Meyer baute in Elston, wie der Ort früher hieß, das „Main Beach Hotel“. Durch den späteren Ausbau verschiedener Brücken und Straßen kamen immer mehr Touristen und Investoren nach Elston, und so wurde aus dem einstigen Paradies ein lebendiger Ort, der seit 1933 den Namen Surfers Paradise trägt.

Und so gilt die Stadt an der Gold Coast heute als Australiens heimliche Hauptstadt der Unterhaltung. Und das nicht ohne Grund: Zahlreiche Attraktionen sind in den letzten Jahren in der Stadt entstanden, die neben dem eher langweiligen Treiben am paradiesischem Strand auf der einen Straßenseite für Abwechslung auf der anderen Seite sorgen. Von dem quirligen Nachtleben ganz zu schweigen. Viele Backpacker machen auf der Durchreise gerne halt in Surfers Paradise, um nach dem anstrengendem  Work & Travel endlich mal wieder die Sau rauszulassen.

Atemberaubender Ausblick aus 270 Metern Höhe

Sicherlich das markanteste Gebäude an der Gold Coast ist der Q1 Tower, der erst 2005 gebaut wurde. Es handelt sich hierbei um eines der höchsten Wohngebäude der Welt, das gleichzeitig mit den schnellsten Aufzügen Australiens ausgestattet ist. Mit 9 Metern pro Sekunde schrauben sich die zehn Aufzüge bis ans obere Ende des Gebäudes. Wer lieber zu Fuß geht, kann sich auf 1.330 Treppen freuen, um die 230 Meter bis zur 78. Etage zu erklimmen. Dort befindet sich ein Café und eine Lounge, von der man einen fantastischen Ausblick hat.

Wer es noch höher mag, der muss die letzten 40 Meter ohnehin zu Fuß gehen: Abgesichert mit professioneller Kletterausrüstung, einem speziellen Anzug sowie zwei Gurten, die bis zu 5 Tonnen aushalten. „Skypoint Climb“ heißt das Abenteuer und verspricht neben jeder Menge Adrenalin einen atemberaubenden Ausblick aus 270 Metern Höhe über Surfers Paradise und die gesamte Gold Coast.

I belive i can fly – Abheben mit iFly

Ein weiteres Highlight in Surfers Paradise heißt „iFly“. Es handelt sich dabei um Indoor Skydiving, quasi Fallschirmspringen ohne Fallschirm. In einer Art gläsernem Tunnel wird ein bis zu 286 km/h schneller Luftstrom erzeugt, mit dem ein realer Fallschirmsprung simuliert werden kann. Doch bevor man sich in den Schwebezustand begibt, bedarf es einiger Vorbereitung. So wird einem zuerst erklärt, mit welcher Körperhaltung man als Anfänger in den Tunnel kommen sollte: Kinn nach oben, Arme nach vorne ausgebreitet, Knie leicht angezogen. Wer mit Unterstützung der „Fluglehrer“ tatsächlich zum Schweben kommt, kann sich auf ein unglaubliches Gefühl freuen. Gesteuert wird mit den Händen, vor uns zurück geht’s mit den Beinen. Als Kleidung dient ein Overall, ein Helm inklusive Ohrstöpseln und eine Schutzbrille, die die Augen vor dem starken Wind schützt.


Wer die horizontale Lage ein Meter über dem Boden geschafft hat, der durchlebt ein Wechselbad der Gefühle: Konzentriert, möglichst nicht gegen die Tunnelwände zu stoßen und glücklich. Immerhin hat man nicht nur das Gefühl, dass man fliegt. Man fliegt tatsächlich. Ohne Hilfsmittel. Nur mit der Luft, die einem brutal ins Gesicht bläst. Nach einer Minute ist der Zauber vorbei und man lechzt danach, möglichst schnell wieder dieses Fluggefühl zu bekommen. Großartig.

Gold Coast - Surfers Paradise - Australien - Joerg Pasemann (10 von 21)

(c) all Images by Joerg Pasemann

 

Hinweis: Der Autor wurde von Tourism Australia auf diese Reise eingeladen!

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Mit der Iceberg direkt ins Paradies

Die Gischt spritzt über die Reeling, der Vollmond zieht Steuerbord an uns vorbei und der Wind spannt die Segel voll aus, die “Iceberg” ist an diesem späten Abend voll in ihrem Element. Seit neun Uhr ist die zwölfköpfige Gast-Besatzung sowie die Crew an Bord dieses umfunktionierten Rennschiffes, das zweimal in der Woche für zwei Tage die Whitsundays umsegelt, an Bord.

Die Gischt spritzt über die Reeling, der Vollmond zieht Steuerbord an uns vorbei und der Wind spannt die Segel. Die “Iceberg” ist an diesem späten Abend voll in ihrem Element. Seit neun Uhr ist die zwölfköpfige Gast-Besatzung sowie die Crew an Bord dieses umfunktionierten Rennschiffes, das zweimal pro Woche für zwei Tage die Whitsundays am Great Barrier Reef umsegelt.

Die Inselgruppe gehört zu den Naturweltwundern und ist das schönste Segelrevier in Australien. Ausgangspunkt für die Segeltörns ist der kleine Ort Airlie Beach in Queensland, ein absolutes Muss für alle Australien-Reisenden. “Iceberg, anyone Iceberg?” Die raue Stimme von Jessie durchbricht die morgendliche Ruhe am Hafen von Airlie Beach. Dort am Sammelpunkt herrscht ruhiges, aber reges Treiben denn der große Hafen der kleinen Stadt ist der Ausgangspunkt fast aller Segeltouren um die Whitsundays.

Jessie umgibt ein Hauch von Jack Sparrow, dem berühmten Piraten aus dem Film “Fluch der Karibik”. Er gehört zur zweiköpfigen Crew dieses rund 16m langen Segelschiffs und ist an Bord das Mädchen für alles. Nachdem er alle Passagiere namentlich aufgerufen und mit seiner markanten Stimme begrüßt hat, heißt es Sachen packen und ab an Bord. Mehr als das Notwendige dürfen die Gäste nicht mitnehmen, schließlich ist dort nicht viel Platz und so müssen sich sogar mehrere “Gastsegler” eine Kajüte teilen. Wer etwas mehr zahlt hat ein Doppelzimmer, aber nicht unbedingt mehr Platz.

Bevor es aufs Schiff geht, werden alle Schuhe eingesammelt und in einen Sack getan. “Sand”, so Jessie, “ist an Bord verboten!” Endlich sieht man auch das zweite Crewmitglied. Der Skipper heißt Tristan und ist gleichzeitig Eigentümer dieses Schiffes. Nachdem alle Kojen zugeordnet worden sind, heißt es “Leinen los!” und ab geht es in Richtung “Hamilton Island”.

Sailing - Segeln Whitsundays - Iceberg - Joerg Pasemann-2-3

Tristan and Jassie at work. (All pictures by Joerg Pasemann)

Kurz nach dem Auslaufen werden die Segel gesetzt

Jessie takelt inzwischen alle Segel auf und sucht sich einen Passagier zur Hilfe, denn schließlich heißt es hier nicht nur mitsegeln sondern auch mithelfen. Nachdem die Hafenausfahrt passiert ist, werden alle Segel gehisst und langsam legt sich das bullige Schiff auf die Seite. Während der Skipper das riesige Steuerrad bedient, wischt sich Jessie den ersten Schweiß von der Stirn, die schwerste Arbeit ist getan.

Tristan nennt sich selbst einen ambitionierten Segler. “Ich segele solange ich Segeln kann, erst dann wird der Motor angeworfen”, erklärt er den Gästen, die in der Sonne braten. Wichtigstes Gebot sei jedoch, so der Skipper, sich genügend vor Sonne zu schützen und sich regelmäßig einzucremen. “Die Sonne ist hier nicht zu unterschätzen”, so Tris, wie ihn die Gäste bald alle nennen, weiter.

Langsam nimmt die “Iceberg” an Fahrt zu

Langsam nimmt die “Iceberg” an Fahrt zu. Der Wind hat gedreht und bringt das Schiff zum ersten Mal richtig in Schräglage. Während die einen unter Deck in der Koje liegen, genießt die Mehrzahl das Gefühl des Segelns an Bord. Hamilton Island, die größte aller Inseln der Whitsundays, ist gegen 15 Uhr erreicht. “We are late”, so der Kapitän und so wird das Mittagessen, von Jessie, Smutje, Steuermann und Leichtmatrose zugleich, zubereitet, bei voller Fahrt serviert. “Ich versuche das Boot waagerecht zu halten, damit das Essen nicht vom Teller rutscht”, so der Skipper, was ihm jedoch nur schwer gelingt.

Gegen 16 Uhr erreichen wir unseren ersten Ankerplatz. Pause zum Schnorcheln ist angesagt, denn die Inselgruppe gehört zum Great Barrier Reef und ist daher hervorragend zum Tauchen und zum Schnorcheln geeignet. Nach rund einer Stunde wechseln wir die Bucht und ankern an einem weiteren Platz. Wer will kann auch hier Maske und Schnorchel aufsetzen und das Riff bewundern.

Es wird später und die Dämmerung setzt ein. Jetzt heißt es Kurs auf “Turtle Bay” nehmen, unserem Ziel und Schlafplatz des heutigen Tages. Bei Vollmond und unter halben Segeln zieht die “Iceberg” ihre Bahn durch das Wasser und erreicht gegen 20.30 Uhr die Bucht, die vom Wind geschützt, eine ruhiges Nachtlager verspricht.

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Die Bar am Ende der Welt

Der Mann auf dem Quad zieht eine Staubwolke wie eine Herde Büffel hinter sich her. Nachdem er sein Gefährt mit einer filmreifen Vollbremsung zum Stehen gebracht hat, steigt er lässig…

Der Mann auf dem Quad zieht eine Staubwolke wie eine Herde Büffel hinter sich her. Nachdem er sein Gefährt mit einer filmreifen Vollbremsung zum Stehen gebracht hat, steigt er lässig vom Motorrad, mustert seine neuen Gäste, tippt sich kurz an den Cowboyhut und bringt im breitesten australischen Dialekt ein kaum verständliches „G’day“ über die Lippen. Wow! Steve Price, der Besitzer der Asses Ears Wilderness Lodge, sieht tatsächlich genauso aus wie man sich Crocodile Dundee vorstellt, seitdem Paul Hogan den Job als Krokodilsfänger an den Nagel gehängt hat.

Stahlblaue Augen funkeln uns aus einem braungebrannten, wettergegerbten Gesicht entgegen. „Wie wär’s mit einem Bier?“, fragt Steve, der zum Glück bemerkt hat, dass uns allen schon die Zunge aus dem Hals hängt. Bei Temperaturen von gut 36 Grad im Schatten kein Wunder. Unsere kleine Gruppe von Rucksacktouristen und Individualurlaubern könnte es glatt mit den drei Australian Sheperds aufnehmen, die inzwischen um uns herum hecheln. Also schmeißen wir nur kurz unsere Klamotten in die Hütten, die Steve an Touristen vermietet, und finden uns schnell an seiner gut sortierten Bar ein.

Grampians sind drei Stunden von Melbourne entfernt

Steves Refugium liegt in den Grampians, drei Autostunden von Melbourne entfernt. Der 167.000 Hektar große Nationalpark gilt als Paradies für Naturfans, Wanderer, Kletterer, Mountainbiker, Fotografen und Tierliebhaber. Wälder, Felsen und Wasserfälle soweit das Auge reicht. „Ich bin seit 35 Jahren mit meiner Familie hier“, erzählt uns Steve. „Vorher bin ich ein bisschen durch Europa und Asien getravelt, hab in Kanada und Neuseeland gelebt.“

Und wie kommt man dann zu dieser Lodge in the middle of nowhere, fragen wir entgeistert. Steve zuckt mit den Schultern. „Ich hab das Land bei einer Auktion gekauft. Aus Versehen. Als ich es gesehen habe, wollte ich es gleich wieder loswerden, schließlich gab es hier keinen Schnee wie in Kanada, und irgendwie war es mir auch viel zu heiß. Tja, und dann bin ich doch geblieben.“

Der Australier zählt zu den Tourismus-Pionieren in den Grampians. Er startete mit Übernachtungen für einheimische Urlauber, Rucksacktouristen und Schulklassen, bot geführte Wanderungen und Tierbeobachtungen an. Inzwischen besitzt er ein eigenes Rollfeld für kleine Flugzeuge, einen Fuhrpark an Quads, und die Urlauber kommen mittlerweile aus der ganzen Welt. „Mein nächster Nachbar wohnt etwa vier Kilometer entfernt von mir. Der lebt zusammen mit 3000 Schafen.“ Steve schüttelt grinsend den Kopf. „Da sind mir die Urlauber doch lieber. Ich mag es, nette Leute kennenzulernen!“

“Feuerbrunst rollte auf uns zu”

Etwas zu erzählen gibt es immer. Die ganze Familie Price – sechs Kinder gehören dazu – scheint das Abenteuer im Blut zu liegen. Steves aus England stammende Frau trainiert Rennpferde, einer seiner Söhne nutzte seinen Europa-Trip dazu, im spanischen Pamplona als Stierläufer mitzurennen. „Gib niemals auf!“, scheint das Motto dieser Familie zu lauten. Dieser unbezwingbare Wille – und etwas Glück – bewahrten sie auch davor, im Jahre 2014 alles zu verlieren. „Es war der 3. Januar und ich schaute gerade die Australian Open im Fernsehen, als die Feuerbrunst auf uns zurollte“, erzählt Steve und zeigt uns Fotos, auf denen seine Lodge von riesigen, schwarzen Rauchwolken umgeben ist. „Das Feuer hat uns überrollt wie in einem Bruce Willis-Film, aber wir haben es geschafft, es uns vom Hals zu halten. Wir konnten alle Gebäude retten“, erzählt er stolz und nimmt noch einen Schluck von seinem Bier. Erst nach Stunden können wir uns von Steves spannenden Geschichten losreißen. Draußen zirpen die Grillen, die Nacht ist warm. Über uns funkelt ein Sternenhimmel von einzigartiger Schönheit. Das Kreuz des Südens leuchtet uns den Weg zu den Hütten. „Stolpert nicht über die Kängurus!“, warnt uns Steve noch, bevor er seine kleine Bar am Ende der Welt schließt.

 

Grampians bieten Natur und Kultur

In den Grampians entdecken Australien-Urlauber endlose Wälder, skurrile Felsen, Wasserfälle (z.B. die MacKenzie Falls) und weite Ausblicke. Man kann aber auch die Kultur der Aborigines erfahren, so gibt es z.B. einige Höhlenmalereien im Nationalpark. Wer mehr über die Aborigines wissen möchte, sollte das „Brambuk National Park and Cultural Centre“ in Halls Gap besuchen. Mit fünf Känguru- und Wallaby-Arten bieten die Grampians die größte Vielfalt dieser Spezies im australischen Bundesstaat Victoria. Außerdem gibt es jede Menge Koalas, Emus, Opossums und sogar die seltenen Schnabeltiere. Mehr Infos zu Steves Lodge Allgemeine Infos zu Victoria (auf Deutsch): http://de.visitmelbourne.com/

[alert style=”grey”]Lesetipp: Ein geheimnisvoller Stein der Aborigines, magische Träume, ein altes Familiengeheimnis und eine neue Liebe: Der Reise-Roman „Der Stein der Schildkröte“ von Susan de Winter vereint dies alles und macht Lust darauf, die Koffer zu packen und nach Australien zu fliegen. Die Schauplätze des neuen Buches befinden sich in Victoria und werden im Anhang näher beschrieben. „Sehr kurzweilig geschriebener Reise- und Lebensroman. Die Erzählerin schafft es perfekt, tolle Landschafts- mit witzigen Situationsbeschreibungen zu kombinieren.“ (Leser-Meinung, 16 Rezensionen/5,0 Sterne). Hier geht es direkt zum Buch „Der Stein der Schildkröte“ [/alert]

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Die Ostküste Australiens mit dem Countrylink entdecken

Die „Central-Station“ in Sydney liegt in der morgendlichen Sonne auf einem Hügel in der Innenstadt und ist der Ausgangspunkt für eine abenteuervolle Reise mit dem Zug nach Byron Bay. Mit…

Die „Central-Station“ in Sydney liegt in der morgendlichen Sonne auf einem Hügel in der Innenstadt und ist der Ausgangspunkt für eine abenteuervolle Reise mit dem Zug nach Byron Bay. Mit dem „Countrylink“ geht es entlang der Ostküste und führt knapp 13 Stunden lang durch eindrucksvolle Landschaften Australiens. Gegenden, die mit dem Auto kaum zu erreichen sind. Eine ungewöhnliche Reise beginnt…

Um 7.15 Uhr morgens startet der „Countrylink XPT“ die Fahrt in Richtung Gold Coast. Vorher heißt es allerdings Gepäck einchecken. Bis 30 Minuten vor Abfahrt muss das Gepäck am „Luggage-Check-In“ auf dem Bahnhof abgegeben werden. Die Mitarbeiter dort strahlen selbst zu der frühen Uhrzeit Ruhe aus und nehmen das Gepäck der Reisenden gelassen entgegen. Die Ticketreservierung nimmt man am besten rechtzeitig online vor. So spart man sich den Stress am Schalter und erhält auch gleich seine Sitzplätze zugewiesen. Anders als in Deutschland kostet dies kein Cent mehr, und man hat die Auswahl zwischen „Economy-“ und „First Class-Sitzen“.

 Countrylink-Australien

Komfortable Sitze. (Fotos: Jörg Pasemann)

An Bord befindet sich auch ein Bistro, in dem es leckeres Frühstück und den ein oder anderen Snack gibt. Untypisch für Australien: Auch Bier ist erhältlich, für New South Wales allerdings nur in der leichten Version. Ansonsten herrscht absolutes Alkoholverbot im Zug, was der Schaffner auch gleich zu Beginn der Fahrt durchsagt. Missbrauch wird mit Strafe von 200$ geahndet.

Der Countrylink fährt 850 Kilometer mit Tempo 80

Die Diesellok stampft mühevoll die rund 850 Kilometer lange Strecke entlang. Mit rund 80km/h ist die Fahrt relativ langsam, bedeutet aber eine gemütliche Sightseeing-Tour durch die traumhafte und abwechslungsreiche Landschaft Australiens. Vereinzelt sind Kühe oder Pferde auf Wiesen zu sehen, Menschen sieht man zumindest außerhalb der Ortschaften so gut wie nie. Erst hier wird dem Besucher erst klar, wie grün Australien, zumindest in diesem Gebiet, ist. Der Zug schlängelt sich weiter durch saftige grüne Wiesen und entlang an großen abgelegenen Seen.

Hinter uns weint eine junge Frau, die sich mit ihrer Freundin gestritten hat. Ein älterer Herr aus Australien setzt sich zu ihr, versucht sie zu trösten. Auch das ist Australien. Die Bewohner sind freundlich, hilfsbereit und immer offen für alles um sie herum. Da nicht nur Alkohol sondern auch das Rauchen auf der Fahrt verboten ist, treffen sich alle Raucher bei den gelegentlichen Halten auf dem Bahnhof und unterhalten sich. Wenn Zeit dazu bleibt! Denn länger als drei Minuten bleiben wir auf keinem Bahnhof stehen und so kann es schon vorkommen, dass nur Zeit für zwei, drei Züge an der Zigarette bleibt. Nach vier Stunden erreichen wir Taree, „Gateway to the Holiday Coast“, wie das Bahnhofsschild verrät. Die Stadt dient den Farmen aus Manning Vally, einem großen fruchtbaren Gebiet rund um den Ort, als Einkaufszentrum. Ein Fluss schlängelt sich auf der weiteren Strecke entlang der Schiene an uns vorbei und begleitet uns mehrere Kilometer weit. Immer wieder überqueren wir Täler auf urig aussehenden stählernen Brücken. Langsam geht es bergauf. Die blau-silberne Lok zieht die sechs Waggons ruhig den Anstieg nach oben. Ein letztes Mal überqueren wir den Fluss, dann sieht man nur noch Wald. Handys funktionieren hier in dieser Gegend schon lange nicht mehr, man fühlt sich von der Außenwelt abgeschnitten. Draußen scheint es mucksmäuschenstill zu sein, drinnen hört man nur leise die Klimaanlage rauschen.

Nach knapp acht Stunden erreichen wir Macksville und damit wieder die Küste. Inzwischen haben sich die überwiegend jungen Raucher auf ihren gelegentlichen Rauchtreffs angefreundet und teilen ihr Leid, die Zigaretten nach kurzen Zügen wieder ausmachen zu müssen. Die Zugverbindung von Sydney zur Gold Coast wird auch von vielen jungen Backpackern genutzt, da diese Strecke für rund 95$ relativ günstig aber dennoch komfortabel ist.

Das saftige Grün der Wiesen und Wälder wirkt inzwischen nicht mehr so saftig. Kein Wunder, denn hier ist es schon deutlich wärmer als in der Region um Sydney, und je mehr wir in Richtung Norden fahren, scheint die Sonne erbarmungslos auf den Zug herab. Gegen 16 Uhr erreichet der Countrylink das beschauliche Hafenstädtchen Coffs Harbour. Hier lebt die Bevölkerung nicht nur vom Tourismus sondern auch vom Bananenanbau, wie ein großer Stahbetonbau, die „Big Banana“ mitten im Ort plastisch verrät. Um 1880 wurden hier die ersten Bananen angebaut, aber erst als um 1910 der Ort einen Bahnanschluss bekam, wurde damit auch Geld verdient.

Kurz vor Sonnenuntergang schauen uns die Kängurus an

Kurz vor Sonnenuntergang gegen 17.40 Uhr sehen wir die ersten kleinen Kängurus an der Fahrtstrecke, bevor wir pünktlich um 18.30 Uhr den Endbahnhof Casino erreichen. Von hier aus fahren „Coaches“ – moderne Reisebusse – zu den unterschiedlichen Orten und befördern die Gäste zu ihren Endstationen. Ein langer Tag für die Backpacker, die erst einen langen Flug hinter sich haben und dann noch diese Bahnfahrt machen müssen, um ans Ziel zu kommen. Es gibt keine Schienen mehr, um an die Küstenorte zu gelangen. Wieder ist alles perfekt organisiert, die Koffer werden von den Zugbegleitern zu den jeweiligen Bussen gebracht und auch hier sind Sitze bereits reserviert. Vom „Countrylink XPT“ heißt es nun Abschied nehmen. Wer Naturliebhaber ist und Zug fahren mag, für den ist die Tour von Sydney nach Casino ein echtes Erlebnis. Für alle anderen eine Tour durch die unterschiedlichste Gegenden Australiens. Gegen 20.10 Uhr erreichen wir Byron Bay, ein eindrucksvoller Tag geht zu Ende.

[alert style=”blue”]Die staatliche Bahngesellschaft in Australien heißt Countrylink (www.countrylink.nsw.gov) und fährt die meisten großen Bahnhöfe des Landes an. Ist kein Bahnhof vorhanden werden sogenannte „Coaches“, moderne Reisebusse, eingesetzt. Tickets müssen vor Antritt der Reise gebucht werden. Dies ist online, telefonisch (Telef. 13 22 32) oder direkt am Bahnschalter möglich. Tickets gibt es für die 1. Klasse und in der Economy Class.[/alert]

Titelfoto: Fotolia/Pavel Losevsky

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Heiße Wüste und kühler Ozean

Australien hat mehr zu bieten als Backpacking und Sydney: Der australische Westen wird oft unterschätzt, fasst aber die ganze Bandbreite des Kontinents zusammen: Von der Wüste bis in den Ozean…

Australien hat mehr zu bieten als Backpacking und Sydney: Der australische Westen wird oft unterschätzt, fasst aber die ganze Bandbreite des Kontinents zusammen: Von der Wüste bis in den Ozean sind es nur wenige Schritte. Und wer sich traut und etwas Glück hat, trifft im Meer auf den größten Fisch der Welt: den Walhai.

Australien_Katja Wille--Sunset Shark bay

Sonnenuntergang an der Shark Bay an Australiens Westküste.

Von Katja Wille

Eins, zwei, drei – weiter zählen die Aborigines, wie die australischen Ureinwohner genannt werden, nicht. Für weitere Zahlen haben sie schlichtweg keine Wörter; alles, was über drei hinausgeht, ist einfach „viele“. Was man sich als pünktlicher, durchorganisierter Deutscher (und damit meine ich nicht mich) kaum vorstellen kann, scheint im heißen australischen Busch gut zu funktionieren. So erklärt es mir zumindest Darren Capewell (45), Capes genannt, ein echter Aborigine, der in seiner Heimat Shark Bay (eine Meeresbucht 826 Kilometer von Perth entfernt und Teil des UNESCO-Welterbes) an der westaustralischen Küste Touren durch den Busch anbietet.

Capes Zuhause zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass es der einzige Ort Australiens ist, in dem die Wüste direkt ins Meer übergeht. Ihm ist seine Heimat und der Umgang mit der Natur sehr wichtig – das merkt man an seinen leidenschaftlichen Erzählungen, denen ich stundenlang lauschen könnte. Selten habe ich jemanden erlebt, der so lebendig von seiner Kultur erzählt. Aber bei Capes geht es nicht nur ums Zuhören: Ob Camping, Kayak fahren im Indischen Ozean, fischen nach alter Tradition oder das Spielen des Didgeridoos – Capes Touren sind sowohl für Kinder als auch auf Senioren zugeschnitten. „Ich biete diese Touren nicht an, um damit reich zu werden“, sagt Capes. „Ich möchte den Leuten die Natur näher bringen und sie auf eine Reise mitnehmen, die auch meine Vorfahren gemacht haben.“

Das Eden-Projekt schützt die einheimische Tierwelt

Wir streifen mit Capes durch den Francois-Peron Nationalpark (rund 525 Quadratkilometer groß) in Shark Bay. Um hier voranzukommen, braucht man ein Fahrzeug mit All-Rad-Antrieb – die Straßen sind nicht geteert. Unterwegs steigen wir öfters aus, deuten Spuren im Sand (meistens Kängurus oder Emus), probieren essbare Pflanzen (die „native flax“ etwa schmeckt leicht nussig) und wir lernen einiges über die Natur Westaustraliens. Ich wurde stutzig, dass uns so viele „Achtung, Gift“-Schilder begegneten – Capes hatte die Erklärung für uns. Ausgelegte Giftköder sollen den Bestand der eingeschleppten Arten, vorallem wilde Katzen und Füchse, verringern. Diese fressen zum Beispiel die kleinen Bilbies (Kaninchennasenbeutler), von denen es in Australien kaum noch welche gibt. Das ausgelegte Gift wird aus einheimischen Pflanzen gewonnen, das bedeutet, australische Tiere können es fressen, merken aber nichts davon. Gleichzeitig werden bedrohte Arten, wie Bilbies, nachgezüchtet und ausgesetzt.

Capes Prinzip für den Umgang mit der Natur ist einfach (trotzdem habe ich das Gefühl, dass ich es mir öfter ins Gedächtnis rufen muss): „Wir nehmen uns, was wir brauchen – nicht, was wir wollen.“ Der Erhalt der natürlichen Flora und Fauna seiner Heimat ist ihm wichtig, er engagiert er sich ebenfalls für das Projekt Eden und möchte mit seiner Tour besonders zwei Dinge lehren – „Respekt für Natur, Respekt für Kultur.“

Auge in Auge mit einem Riesen in Australien

Nur wenige Schritte trennen die Wüste von Shark Bay vom Indischen Ozean. Dort setzt sich die Artenvielfalt Australiens fort: 28 verschiedene Haiarten sind in der Bucht heimisch, außerdem kann man mit etwas Glück die selten gewordenen Dugongs (auch: Gabelschwanzseekuh) beobachten. Der Bestand vor Australien ist der größte dieser scheuen Tiere. Weniger scheu sind die Delfine: In Monkey Mia, dem Zentrum des Delfintourimus in Shark Bay, kommen jeden Morgen einige Delfine an den Strand, um sich von Rangern der Naturschutzbehörde füttern zu lassen. Ein tolles Schauspiel, bei dem man den niedlichen Tieren besonders nahe kommt. Die Gewässer vor der westaustralischen Küste, insbesondere das 250 Kilometer lange Ningaloo Reef, sind aber auch – zumindest zeitweise – die Heimat des größten Fischs der Welt. Von April bis Ende Juli ist der Walhai hier unterwegs und man kann das friedliche Tier ganz aus der Nähe beobachten und sogar neben ihm schwimmen.

Ganz im Ernst: Australien beheimatet viele tolle, aber auch viele giftige Tiere. Spinnen oder Schlangen an Land, Quallen, Seeschlangen oder Steinfische im Meer. Etwas mulmig war mir schon, durch den Busch zu streifen oder im Ozean zu baden. Aber egal ob ich mit Capes oder der erfahrenen Crew vom Exmouth Diving Center unterwegs war, wenn man sich an die Anleitung dieser Experten hält, kann nichts passieren. Und hätte ich mich nicht ins Wasser getraut, hätte ich den schönsten Moment meines Lebens verpasst.

“Schließlich tauchen wilde Tiere nicht sofort dort auf, wo man sie haben möchte”Um einem Walhai zu begegnen, fahren wir nach Exmouth (684 Kilometer von Shark Bay entfernt) wo man den größten Fisch auch Ende Juli noch beobachten kann. So richtig glauben konnte es keiner von uns: schließlich tauchen wilde Tiere nicht sofort dort auf, wo man sie haben möchte. Doch kaum waren wir auf dem Boot, der „Mahi Mahi“ vom Exmouth Diving Center, kommt auch schon die Durchsage, dass die „Spotter“ in den Flugzeugen, die für uns auf der Suche nach Walhaien sind, auch schon welche gesichtet haben. Schnell rein in den Neoprenanzug, Taucherbrille, Schnorchel und Flossen parat und das Adrenalin rauscht durch den Körper. Da sind wir nun, mitten im Ozean, und sollen gleich ins Wasser, um mit einem Walhai zu schwimmen – Wahnsinn. Nico, unser Guide, gibt das Startsignal und wir springen mit ihm ins Wasser, das mit 22 Grad schon recht kühl ist – das merke ich aber erst später. Ich schwimme so schnell ich kann Nico hinterher, halte immer Ausschau in die Ferne – wo ist er denn nun, dieser Fisch? Bis ich einen Blick nach rechts riskiere und dort ist er – auf Armlänge, direkt neben mir und unter der Wasseroberfläche, gleitet er majestätisch dahin. Ich bin sprachlos (aber unter Wasser merkt das sowieso niemand). Etwas erschrocken schwimme ich ein Stück zurück, aber der Walhai lässt sich gar nicht von mir stören. Mit offenem Mund gleitet er dahin, filtert Plankton aus dem Wasser und scheint mich gar nicht wahrzunehmen. Gut 7 Meter ist er lang, ein beeindruckendes Tier, das Maul so breit wie die abgeflachte Schnauze. Das Adrenalin ist weg und zurück bleibt nur das pure Glücksgefühl, diesem Tier so nah zu sein.

Nachdem ich in Westaustralien an Land und auf dem Wasser so viele Abenteuer erlebt habe, bin ich mir sicher, dass ich wiederkomme. Als hätten die Aborigines es geahnt, dass man sich von ihrem Land nicht trennen kann: in ihrer Sprache gibt es kein Wort für „Lebewohl“. Zur Verabschiedung heißt es immer: „Auf Wiedersehen, bis zum nächsten Mal.“

Das

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Hinweis: Die Autorin wurde von Tourism Western Australia zu dieser Reise eingeladen.

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Sydney – Der Duft von Freiheit und Abenteuer

Sydneys Herz schlägt am Circular Quay, denn dort laufen alle Verkehrsstränge von Australiens heimlicher Hauptstadt zusammen. Nur ein paar Schritte weiter, am Overseas Passenger Terminal gegenüber von Sydneys berühmtem Opernhaus, wird die „MS Oosterdam“ festmachen, um 1.700 neue Passagiere an Bord zu neh

Sydneys Herz schlägt am Circular Quay, denn dort laufen alle Verkehrsstränge von Australiens heimlicher Hauptstadt zusammen. Nur ein paar Schritte weiter, am Overseas Passenger Terminal gegenüber von Sydneys berühmtem Opernhaus, wird die „MS Oosterdam“ festmachen, um 1.700 neue Passagiere an Bord zu nehmen. Sie wird für 14 Tage unser schwimmendes Hotel mit perfektem Service und gastronomischer Vielfalt sein. Bis wir erstmals neuseeländischen Boden betreten können, liegen noch zwei beeindruckende Tage in Sydney und drei erholsame Seetage auf der „MS Oosterdam“ von Holland America Line vor uns.

Sydney ist ein kosmopolitisches Eingangstor zu Neuseeland, das man auf keinen Fall links liegen lassen sollte. Nach 25 Stunden Anreise – mit Zwischenlandung in Dubai – bin ich meinem Traum vom anderen Ende der Erde bis auf 1.000 Seemeilen näher gekommen. Der Anblick der grünen Metropole lässt den zweiten Teil des Fluges in einer „Sardinendose“ (A380 von Quantas) mit wenig Beinfreiheit schnell vergessen.

Watsons Bay

Natur pur: die wilde Küste an Watsons Bay. Der Ort hat sich den Charme eines Fischerdorfs bewahrt.

300 Sonnentage im Jahr

300 Sonnentage im Jahr soll Sydney laut Reiseführer haben, doch bei unserer Ankunft regnet es in Strömen – beileibe kein Grund zum Trübsal blasen. Der Sommerregen verleiht dem Grün der zahlreichen Parks einen besonders farbintensiven Glanz. „Dancing in the rain“ bekommt in Sydney eine ganz neue Dimension, wenn man sieht, wie fröhlich und gelassen Einheimische und Touristen mit Flip Flops an den Füßen durch die nassen Straßen laufen.

Um unser 38-Dollar-Tagesticket für Bus/Bahn nicht verfallen zu lassen, nehmen wir an der William Street gegenüber dem „Australien Museum“ den nächstbesten Linien-Bus. Die 324 ist ein echter Glücksgriff. Sie bringt uns durch illustre Villenvororte mit Herrensitzen aus georgianischer und viktorianischer Zeit zur Watsons Bay, wo die Sonne scheint.

Charmantes Fischerdorf mit Skyline-Blick

Der kleine Vorort hat sich den Charme eines Fischerdorfs bewahrt. Wegen seiner wilden Klippenlandschaft im Sydney Harbour National Park und seiner guten Seafood-Restaurants ist der Stadtteil ein beliebtes Ausflugsziel. Von dort hat man bei gutem Wetter einen grandiosen Blick auf Sydneys Skyline und die Harbour Bridge.

Sightseeing in Sydney

Vom „hop on hop off“- Doppeldecker hat man einen guten Blick auf Sydneys Sehenswürdigkeiten. (Bilder: Ehlers)

Am nächsten Morgen strahlt die Sonne. Die offenen roten „hop on hop off“- Doppeldecker-Busse, die gestern noch fast leer durch die Straßen sausten, sind voll besetzt. Sie sind die günstigste Möglichkeit für eine Sightseeing-Tour im Schnelldurchgang. Eine Rundfahrt dauert etwa 90 Minuten, aus- und einsteigen ist an jeder Station möglich. Das Tagesticket für 40 Dollar gibt es beim Busfahrer, und es gilt sowohl für die innerstädtische rote als auch für die blaue Vorort-Route. Durch die südöstlichen Nobel-Bezirke wie Rose Bay und Double Bay geht es zum berühmten Bondi Beach. Das Paradies für Surfer ist der Inbegriff australischer Strandkultur und ein absolutes Muss für Sydney-Besucher.

Spaziergang über die Harbour Bridge

Am Ende der Touren bleibt noch die Qual der Wahl, welche der unzähligen Sehenswürdigkeiten man genauer unter die Lupe nehmen möchte. Wir entscheiden uns für einen Besuch des Towers mit 360-Grad-Panoramablick auf die Stadt und einen Spaziergang über die Sydney Harbour Bridge mit Blick auf Opernhaus und Kreuzfahrt-Terminal. Beim Abendessen im Biergarten von Sydneys zweitältesten Pub, dem „Orient Hotel“ in der George Street 8, genießen wir den Blick auf den Hafen – gefangen von diesem unbeschreiblichen Duft von Freiheit und Abenteuer. Dort wird am nächsten Morgen die „MS Oosterdam“ anlegen, die uns nach Neuseeland bringt.

Sydney Harbour Bridge

Die Sydney Harbour Bridge bei Nacht: Im Vordergrund das Overseas Passenger Terminal.

[tabs][tab title=”Anreise”]Flugverbindungen nach Sydney und Neuseeland gibt es von Deutschland aus über zahlreiche internationale Drehkreuze u.a. mit Air New Zealand, Singapore Airlines oder Emirates. Mehr Infos über Neuseeland unter: www.newzealand.com[/tab] [tab title=”Schiff und Reederei”]Die „MS Oosterdam“ ist ein klassisch-elegantes Kreuzfahrtschiff. Passagierkapazität: 1.916; Besatzung: 817. Sie verfügt über elf Passagierdecks. Bordsprache ist Englisch, aber es gibt Mitarbeiter an der Rezeption, die Deutsch sprechen. Holland America Line ist eine der großen Kreuzfahrtgesellschaften mit europäischen Wurzeln, deren Geschichte bis ins vorletzte Jahrhundert zurück reicht. Zur Flotte gehören 15 Premiumschiffe mittlerer Größe, die unter niederländischer Flagge fahren. Bei den Readers Choice Awards 2012 des renommierten „Porthole Cruise Magazins“ wurde Holland America Line in acht Kategorien ausgezeichnet, darunter „Beste Alaska-Routen“, „Beste Landausflüge“ und „Beste Privatinsel für Half Moon Cay“. Weitere Infos unter: www.hollandamerica.com[/tab] [tab title=”Hilfreiche Tipps”]Reiseführer „Sydney“ mit City-Map von Dumont und Reise-Handbuch Neuseeland von Dumont.[/tab[/tabs]


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1 Kommentar zu Sydney – Der Duft von Freiheit und Abenteuer

Top 3: Australiens Perlen an der Ostküste

Byron Bay Der Duft der Freiheit liegt in der Luft, wenn man in Byron Bay ankommt. Coole Surfer, Weltenbummler, Globetrotter und jede Menge Musiker treffen sich in Byron Bay in…

Byron Bay

Der Duft der Freiheit liegt in der Luft, wenn man in Byron Bay ankommt. Coole Surfer, Weltenbummler, Globetrotter und jede Menge Musiker treffen sich in Byron Bay in entspannter Atmosphäre und trinken abends im „Railways“ ein Bier (oder zwei). In der urigen Kneipe wird jeden Abend Musik gespielt, live und unplugged. Tagsüber treffen sich alle am Strand, an dem bei gutem Wetter hunderte von Surfern auf die perfekte Welle warten. Der Byron Beach wurde vom Magazin Forbes zum sexiesten Beach der Welt gekürt und das nicht ohne Grund. Für mich einer meiner schönsten Orte in Australien, weil uns auf dem Spaziergang zum „Lighthouse“ mehrere Wale in sicherer Entfernung begleitet haben.

Noosa

Noosa ist magnetisch. Wen Noosa einmal in seiner Gewalt hat, den lässt der Ort nicht wieder los. Geteilt durch viele Flüsse und umgeben von Wasser, sprüht dieser kleine Ort nur so vor Lebensfreude. Im angrenzenden Park haben wir Koalas in freier Wildbahn gesehen, Delphine haben uns beim Wellenreiten begleitet und große Rochen haben uns beim Angeln angesehen (zum Glück nicht angebissen). Dazu eines der beeindruckendsten Campkitchen auf dem Campingplatz in der Mitte der Stadt, das direkt am Wasser liegt, lassen Noosa für mich zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Für mich damit der schönste Ort an der Ostküste dieses wundervollen Kontinents.

Bowen

Der Film „Australia“ hat Bowen weltberühmt gemacht. Wir waren fünf Tage an der „Horseshow Bay“, eine abgelegene Bucht bei Bowen, die uns viele traumhafte Momente beschert hat. Wir haben unter freiem Himmel und Vollmond übernachtet, waren überwältigt von der Ruhe und dem Licht bei Sonnenuntergang, den man wunderbar von den großen Felsen an der Küste beobachten konnte. Die Bilder von diesen unbeschreiblichen Orten haben wir in einem Fotobuch, wie sie z.B. Prentu.de anbietet, zusammengefasst. Nie in meinem Leben habe ich einen erholsameren Ort auf der Welt entdeckt, wie diesen…

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