Irland

Irland – Traumziele erreichen mit einer Fernreise, mit Reisen nach Thailand, China oder in alle Welt. Immer noch nicht sicher, wohin der nächste Urlaub gehen soll? Bei uns gibt’s die besten Urlaubstipps und Reportagen über Traumreisen und Kreuzfahrten. Zu den Frühbucher Angeboten



Die Natur ist der beste Künstler

Gute Geschichten erzählt und hört man auf der grünen Insel immer gern. Sie sind oft märchenhaft und handeln nicht selten von Feen, Hexen und natürlich von grün gekleideten Kobolden. An diesem sagenhaften Abschnitt der nordirischen Küste haben aber Riesen die entscheidende Rolle gespielt. Und sie haben im wahrsten Sinne des Wortes Spuren hinterlassen. Aber das ist lange her.

Gute Geschichten erzählt und hört man auf der grünen Insel immer gern. Sie sind oft märchenhaft und handeln nicht selten von Feen, Hexen und natürlich von grün gekleideten Kobolden. An diesem sagenhaften Abschnitt der nordirischen Küste haben aber Riesen die entscheidende Rolle gespielt. Und sie haben im wahrsten Sinne des Wortes Spuren hinterlassen. Aber das ist lange her.

Giants Causeway - Urlaub in Irland - Wilfried Geiselhart (1 von 14)

Was für ein Fotomotiv! Die unzähligen urzeitlichen Basaltsäulen am Giants Causeway. Bild: Geiselhart

Zurück zur Gegenwart. Der Morgen dieses frühlingshaften Tages beginnt für die deutschen Urlauber mit einem ausgiebigen Frühstück im B&B Guesthouse im Atlantikstädtchen Port Stewart. „Freut euch, heute ist nicht nur ein sonniger Tag. Heute ist auch das Licht ganz außergewöhnlich, das macht euren Ausflug zum Giants Causeway garantiert unvergesslich“, hatte der freundliche Besitzer beim Auschecken prophezeit. Und tatsächlich: Die Finger nicht ständig am Fotoapparat zu lassen, fällt angesichts der fast unwirklich schönen Motive nicht leicht. Was sieht man hier? Sind das unzählige sechseckige Steinpfeiler, die eine durchdacht angeordnete Formation erbeben? Eine Art natürliche Kunst-Performance? Zusammengezählt rund 40 000 aus erkalteter Lava entstandene Basaltsäulen, die nicht umsonst zum Unesco-Weltkulturerbe gehören.

Am „Giants Causeway“ kommt man aus dem Staunen nicht heraus

Sieht so der Beginn von allem aus? „Als sich die Welt aus einem formlosen Chaos erhob, muss dieses Stückchen davon erhalten bleiben sein.“ So empfand der Schriftsteller W. M. Thackeray seinen Besuch beim „Giants Causeway“ im Jahr 1842. Seitdem ist viel Zeit vergangen. Doch auch heute mag man als Urlauber ähnliche Gefühle haben, wenn man diesem sagenumwobenen Abschnitt der nordirischen Küste fast ehrfürchtig gegenübersteht. Ein Ort, er auch im 21. Jahrhundert zum Anlass vielfältiger Inspirationen werden kann. In jedem Fall ein Ort, an dem es sich lohnt, ihn auf sich wirken zu lassen und genügend Zeit eingeplant zu haben.

Die Geschichte dieser urzeitlich anmutenden Felsformation begann vor 60 Millionen Jahre. Schon damals gab es einen Klimawandel. Erde, Feuer, Wasser und Luft – alle Urgewalten vereinigten sich, um diese faszinierende Landschaft in Causeway zu formen und auch ein ungewöhnliches Farbenspiel zu ermöglichen. An einigen Stellen ist die rote Lateritschicht des Mutterbodens bis zu 15 Meter dick und sieht aus wie die Füllung eines überdimensionalen Basaltkuchens.

Ein Riese lebte an der nordirischen Küste

Alles wissenschaftlich erklärbar? Oder ist doch Magie im Spiel. Der „Giants Causeway“ – übersetzt der „Damm des Riesens“ – hätte jedenfalls nicht seinen Namen, wenn sich um ihn nicht jede Menge Sagen und Mythen ranken würden. Eine davon dreht sich um den bereits erwähnten Riesen. „Hier kommt Finn McCool ins Spiel“, erklärt Guide Ian auf dem Rundweg, der am Besucherzentrum beginnt.  „Finn war ein Jäger und Krieger aus der irischen Mythologie. Und er war ein Riese, der hier an der nordirischen Küste ein recht ruhiges Leben mit seiner Familie führte.“

Doch habe es eben auch Rivalen gegeben, wie zum Beispiel den schottischen Widersacher Benandonner, der noch viel schwerer und riesiger als Finn gewesen sei. „Also blieb nur eine List, um sich des Gegners für immer zu entledigen – dank Finns klugen Frau“, weiß Ian. Sie erkannte nämlich die Gefahr, steckte ihren Mann in Babykleider, verpasste ihm einen Schnuller und legte ihn in ein gigantisches Kinderbettchen. Als der Koloss aus Schottland das Riesenbaby sah und sich gleichzeitig vorstellte, welches Ausmaß sein Vater haben müsste, flüchtete er kurzerhand zurück nach Schottland und riss in seiner Panik alles nieder, was ihm im Wege stand. Über das Resultat darf man heute noch staunen.

Giants Causeway - Urlaub in Irland - Wilfried Geiselhart (12 von 14)

Keine Höhenangst zu haben, ist auf der Carrick-a-Rede-Hängebrücke von Vorteil.

30 Meter tiefe Carrick-a-Rede-Hängebrücke

Staunen darf man an entlang der etwa 200 Kilometer lange Causeway Coastal Route zwischen Belfast und Portrush so über einiges. Natürlich auch über die Carrick-a-Rede-Hängebrücke, die eine 30 Meter tiefe und 20 Meter breite Schlucht zwischen der Küste und einer kleinen Insel überspannt. Wie zu hören ist, sollen Lachsfischer die erste Seilbrücke hier aufgehängt haben, um zu den besseren Fangplätzen der Insel vorzudringen. Wie auch immer: Wer keine Höhenangst hat, darf sich wie ein kleiner Indiana Jones vorkommen und ist für dieses Abenteuer bestens gerüstet.

Ruhiger und beschaulicher aber nicht weniger windig geht es rund um den Mussenden Tempel zu, den Frederick Augustus Hervey – der 4. Earl of Bristol – Ende der 18. Jahrhunderts auf der Landspitze hoch über dem Meer bei Castlerock erbauen ließ. Auf dem knapp einstündigen Rundweg lassen sich fantastische Blicke auf menschenleere kilometerlange Sandstrände erhaschen. Dass es sich auf diesem imposanten Kleinod gut leben ließ, das mag man gerne glauben. So gut, dass der überaus lebenslustige und sinnenfreudige Earl – der als auch der „britische Casanova“ in die Geschichte einging – angeblich in Folge eines „allzu guten Lebens“ das zeitliche segnete.

 

Der Tag endet in Derry, einer Kleinstadt, die viel zu bieten hat. Viel Geschichte und Kultur und vor allem eine die Altstadt komplett umschließende Stadtmauer, von der aus das Umfeld in allen Himmelsrichtungen erschließt. Allerdings war Derry auch der Schauplatz des „Bloody Sunday“, jenes denkwürdigen 30. Januar 1972, als britische Soldaten ohne Warnung das Feuer auf Demonstranten eröffneten. Und gerade hier wird deutlich, welch schwierige Zeiten Nordirland hinter sich gebracht hat. Auch das ist nicht zu vergessen, wenn man im Jahr 2018 dieses wunderschöne Land bereist.

Weitere Infos zum Urlaub in Irland

Irland Information (Tourism Ireland), Gutleutstraße 32, 60329 Frankfurt , Telefon: 069 – 6680 0950, Fax: 069 – 9231 8588, e-Mail: [email protected], www.ireland.com

Carrick-a-Rede Rope Bridge, www.nationaltrust.org.uk/carrick-a-rede

Mussenden, www.nationaltrust.org.uk/downhillestate

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Nicht ausgewandert, innerhalb Europas umgezogen

Naturverbunden. Bodenständig. Ein Wiesentaler und ein echter Schwarzwälder eben. Und ein Journalist, der sein Handwerk von der Pike auf gelernt hat. So könnte man Markus Bäuchle charakterisieren. In Schopfheim ist…

Naturverbunden. Bodenständig. Ein Wiesentaler und ein echter Schwarzwälder eben. Und ein Journalist, der sein Handwerk von der Pike auf gelernt hat. So könnte man Markus Bäuchle charakterisieren. In Schopfheim ist er aufgewachsen, hat bei der Lokalzeitung „Markgräfler Tagblatt“ volontiert, in Heidelberg studiert, Ende der 1980er auch eine Zeit lang die Kreisredaktion des Oberbadischen Verlagshauses Jaumann in Lörrach geleitet. Als Reisejournalist war er später viel unterwegs, hat seinen Wohnort oft gewechselt. Doch dann änderte sich sein Lebensplan.

Herbst 2016. Treffen mit Markus Bäuchle. Im Südwesten Irlands, im Städtchen Glengarriff in der Region Cork. Hier wohnt er, zusammen mit seiner Frau Eliane Zimmermann und zwei Söhnen. 1999 hat sich das Ehepaar entschlossen, den Lebensmittelpunkt zu wechseln. Von „Auswandern“ oder „Zelte abbrechen“ will Bäuchle in diesem Zusammenhang aber nichts hören. „Wir sind innerhalb Europas umgezogen. Das ist alles“, sagt der 57-Jährige. „Was kann ich tun, um die Arbeiten nicht mehr zu machen, die ich eigentlich nicht machen will? Und was, um nicht mehr soviel reisen zu müssen?“ Diese Fragen habe er sich damals gestellt – und die Antworten an diesem idyllischen Fleckchen Erde auf der grünen Insel gefunden. In der Zeit des New Economy hat er von Irland aus eine Online-Redaktion geleitet. Und dann war die Lust an journalistischen Aktivitäten plötzlich ganz weg. „Ich hatte einfach zu lange über die falschen Dinge geschrieben“, sagt er heute. Fast acht Jahre lang gönnte sich Markus Bäuchle eine Schreibpause – der Spaß kam schließlich mit einem eigenen Irland-Magazin zurück.

Auswandern in Europa - Markus Baeuchle - Brigitte Geiselhart - Reiseblog Breitengrad53-1

Wandern und Natur sind seine großen Leidenschaften: Markus Bäuchle auf der vor Glengarriff gelegenen Garinish Island – im Hintergrund sein „Hausberg“ Sugarloaf Mountain. (Fotos: Geiselhart)

Ich war immer auf der Suche nach der Natur

„Eigentlich bin ich ein echtes Landei geblieben. Und ich war immer auf der Suche nach der Natur“, wird Markus Bäuchle ein wenig nachdenklich. „Dort, wo ich als Kind im Wiesental gespielt habe, gibt’s heute Gewerbegebiete und eine Umgehungsstraße. Hier im Südwesten Irlands kann ich tagelang gehen, ohne zerstörerische Eingriffe in die Natur zu sehen. Vielleicht gefällt’s mir gerade deswegen hier so gut.“ Mittlerweile hat er seine „Wanderlust“ zu seinem Hauptberuf gemacht. Der gleichnamige Reiseveranstalter, den er mit seiner Frau vor einigen Jahren gegründet hat, läuft gut. Das Angebotsspektrum ist breit gefächert, sehr individuell gestaltet und reicht von klassischen Wanderferien über Besuche der Küsteninseln bis hin zu Touren durch die schönsten Gärten der Gegend. An diesem Morgen bringt das Ehepaar Bäuchle-Zimmermann sechs Touristen aus dem Frankenland die Schönheiten der vor Glengarriff gelegenen „Garinish Island“ – die wegen ihrer Blütenpracht und ihres fast subtropischen Klimas gerne auch mit der Bodenseeinsel Mainau verglichen wird – nahe. „Hi Markus, how are you“ heißt es beim freundschaftlichen Gespräch mit dem Kapitän der kleinen Fähre oder bei anderen Treffen mit Einheimischen. Man kennt sich, man versteht sich, man plaudert gerne miteinander. Dass Markus Bäuchle sich angenommen und integriert fühlt, daran lässt er keinen Zweifel. „Iren und Deutsche kommen in der Regel gut miteinander klar. Wir Deutschen neigen allerdings schon dazu, die Iren zu romantisieren“, sagt er. „Aber auch hier gibt es Probleme genug. Auch hier wird gehobelt, auch hier fallen Späne – nur wird manches halt etwas freundlicher verpackt.“

Der irische Winter steht vor der Tür. Es wird ruhig, sehr ruhig. Zeit, um die neue Saison gut vorzubereiten. Aber auch Zeit, um aufs Neue zu sich zu finden. „Ich liebe auch den irischen Winter – wenn es nicht gerade wie im vergangenen Jahr vier Monate lang regnet und stürmt“, sagt Markus Bäuchle schmunzelnd. Das mit der Einsamkeit könne freilich schon so eine Sache sein, gibt er gerne zu. Wenn man mit sich selber nicht auskomme, sei man verloren. Umso wertvoller sei eine gute Beziehung. Denn: „Es gibt kaum Abwechslung im Winter. Man kann sich nicht groß ausweichen.“ Mal Urlaub machen? Nicht nötig. „Ich rede mir seit 16 Jahren ein, dass ich hier im Urlaub bin“, sagt er. „Das ist frommer Selbstbetrug, aber es funktioniert.“

“Ich bin hier mehr daheim als zuhause”

„Heimat“ ist für Markus Bäuchle ein sehr komplexer Begriff. „Ich bin hier mehr daheim als zuhause“, umschreibt er die Tatsache, dass er in Glengarriff mit sich, seiner Familie und seiner Umwelt im Reinen ist. Mit „Black Pudding“ zum Frühstück kann er sich allerdings nicht anfreunden. Mit der ewigen Toast-Esserei auch nicht. Deswegen wird gutes Brot auch immer wieder mal selber gebacken. Sauerkrautsaft vermisst er übrigens – und auch guten deutschen Wein. Aber der Schwarzwald ist ja nicht aus der Welt und Schopfheim schon gar nicht. Die regelmäßigen Kontakte nach Deutschland und die Besuche bei seinen Eltern, seiner Schwester und seinen Freunden gehören für Markus Bäuchle zur Selbstverständlichkeit. Schließlich ist er ja nicht ausgewandert, sondern nur innerhalb Europas umgezogen.

Auswandern in Europa - Markus Baeuchle - Brigitte Geiselhart - Reiseblog Breitengrad53-3

„Eine gute Beziehung ist gerade in der Einsamkeit wertvoll.“ Markus Bäuchle mit seiner Ehefrau Eliane Zimmermann.

Vom Journalisten zum Reiseveranstalter

Markus Bäuchle ist in Schopfheim in der Nähe der deutsch-schweizerischen Grenze geboren und aufgewachsen. Nach seinem Abitur am Theodor-Heuss-Gymnasium schlug er eine journalistische Laufbahn ein. Er volontierte in den Redaktionen Schopfheim und Weil des Markgräfler Tagblatts und arbeitete während seines sozialwissenschaftlichen Studiums in Heidelberg als Freier Journalist. Danach arbeitete er in verantwortlicher Position für mehrere Zeitungen, unter anderem auch für Fachzeitschriften aus der Tourismus- und Finanzbranche. Anfang des neuen Jahrtausends zog er mit seiner Familie in den Südwesten Irlands um. Er gründete den Reiseveranstalter „Wanderlust“ und produziert zudem das Internet-Magazin Irlandnews.com mit Nachrichten und Tipps aus Irland (www.irlandnews.com). Im Sommer 2015 erschien die dritte Auflage seines Buches „Irland. Ein Länderporträt“. Zusammen mit seiner Frau Eliane Zimmermann veröffentlichte er im Jahr 2015 das Buch „111 Gründe, Irland zu lieben“. Markus Bäuchle ist 57 Jahre alt und hat drei Söhne.

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Schnell frühstücken? Pustekuchen

Der morgendliche, noch nicht ganz frische Blick aus dem Schlafzimmerfenster im ersten Stock dieses Hauses im malerischen Spanish Point in Milltown Malbay verheißt Gutes. Die Luft ist klar. Der orkanartige…

Der morgendliche, noch nicht ganz frische Blick aus dem Schlafzimmerfenster im ersten Stock dieses Hauses im malerischen Spanish Point in Milltown Malbay verheißt Gutes. Die Luft ist klar. Der orkanartige Sturm von gestern hat sich gelegt. Das Wetter an der südwestlichen Küste Irlands ist eben immer für Überraschungen gut. Satte 17 Grad und nur geringe Bewölkung sind vorausgesagt.  Für irische Verhältnisse also ein Urlaubstag wie aus dem Bilderbuch. Heute stehen die berühmten Cliffs of Moher auf dem Reiseprogramm. Spektakuläre Aussichten dürften also garantiert sein. Noch schnell frühstücken, und dann kann’s losgehen.

Bed and Breakfast Irland – Schnell frühstücken? Pustekuchen

Schnell frühstücken? Pustekuchen. Im „Berrylodge B&B“ in Irlandnimmt man sich ausgiebig Zeit für die erste Mahlzeit des Tages. Und sie wird von der Chefin des Hauses persönlich zubereitet. „Welcome, I am Rita“, hatte sie sich am Vorabend den frisch eingetroffenen Urlaubern vorgestellt, sie über die steile Treppe in eins der insgesamt fünf Gästezimmer im Obergeschoss geführt, freundlich geplaudert und auch die Uhrzeit fürs Frühstück am nächsten Tag abgefragt. „Is 8.30 o.k?“ Na gut, warum nicht. Ein wenig ausschlafen kann ja nicht schaden, hatten sich die beiden Deutschen gedacht, die im Urlaub normalerweise nicht früh genug aus den Federn kommen können.

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Schön gelegen: Das Berrylodge B&B in Spanish Point Milltown Malbay. (Fotos: Geiselhart)

Heimelig ist es, das Frühstückszimmer im Erdgeschoss. Dieser Raum lädt dazu ein, es sich in den nostalgischen Sesseln so richtig bequem zu machen. Atmosphäre irgendwie wie in einem Wohnzimmer aus längst vergangener Zeit. In der Vitrine ein paar Bilder von Freunden oder Verwandten. Der frisch gepresste Orangensaft steht schon auf dem Tisch. Natürlich auch Butter und die unvermeidliche Orangenmarmelade. „Coffee? Tea? Toast white or brown?“, fragt Rita mit ansteckend guter Laune. Vielleicht auch Milch und ein paar gesunde Cerealien? Gerne. Aber das ist alles nur Vorgeplänkel. Das traditionelle „Full Irish Breakfast“ ist mehr, viel mehr. Und es wird selbstverständlich per Karte geordert. Während der Tischnachbar über alle Backen strahlt, als er Räucherlachs satt und Rühreier serviert bekommt, hat sich seine Ehefrau für herrlich duftende Pancakes mit jeder Menge Sirup und frischem Obst entschieden. Lecker – und ans Mittagessen denkt in den nächsten paar Stunden auch niemand mehr. „Die perfekte Location, um die Clare Coast zu erkunden. Vor allem aber die Herzlichkeit und das phantastische Frühstück haben uns begeistert.“ Diesem Eintrag aus dem Gästebuch des Hauses schließt man sich gerne an, bevor es heißt, den nächsten Abschnitt der Reise in Angriff zu nehmen.

Eccles Hotel blickt auf 250-jährige Geschichte zurück

Nicht dass es in Irland keine Hotels gäbe, die erwähnenswert wären. Auch im Südwesten, und damit weit abseits der Metropole Dublin. Das Eccles Hotel in Glengarriff blickt auf eine mehr als 250-jährige Geschichte zurück – und erinnert mit seiner imposanten Außenfassade, aber auch mit seinem morbiden Charme fast an das Berghotel Sanatorium Schatzalp aus der Zauberberg-Verfilmung nach der literarischen Vorlage von Thomas Mann. Es ist aber auch der ideale Ausgangspunkt für eine Wanderung auf den „Sugarloaf Mountain” oder einen Ausflug zum weißen Sandstrand von Barleycove Beach. In Glengarriff trifft man auch auf Markus Bäuchle, einen gebürtigen Schwarzwälder, der hier vor 16 Jahren sesshaft geworden ist. Er sei in seinem früheren Leben – bedingt durch seinen Beruf als Journalist – viel zu oft umgezogen, habe in vielen Großstädten gewohnt und sei dennoch ein „Landei“ geblieben, sagt der 57-Jährige. Mittlerweile hat er seine eigene „Wanderlust“ zu seinem Hauptberuf gemacht. Der gleichnamige Reiseveranstalter, den er mit seiner Frau vor einigen Jahren gegründet hat, läuft gut. Das Angebotsspektrum ist breit gefächert, sehr individuell gestaltet und reicht von klassischen Wanderferien über Besuche der Küsteninseln bis hin zu Touren durch die schönsten Gärten der Gegend.

Höhepunkt ist der berühmte „Black Pudding“

Zurück zu den so landestypischen und doch so unterschiedlichen Bed&Breakfast Pensionen – sie sind vielleicht die beste Möglichkeit, irische Gastfreundschaft zu erleben. Nur fünf Minuten Fußweg sind es vom luxuriösen „Portmagee Heights B&B“ zum Zentrum des kleinen Fischerdorfes. Und weil an diesem Morgen der unglaublich dichte Nebel eine Überfahrt zur sagenumwobenen, zwölf Kilometer von der Küste entfernten ehemaligen Mönchsinsel „Skellig Michael“ unmöglich macht, hat sich jemand, der zuhause nie im Traum daran denken würde, sich zum Frühstück etwas Deftiges einzuverleiben, für ein ganz besonderes Wagnis entschieden. Heute muss schon am frühen Morgen ein richtiges Menü her: Spiegeleier, eine Art von Rinderwürstchen, Kartoffelecken, Tomaten, Pilze – und als ultimativer Höhepunkt der berühmte „Black Pudding“. Keine Süßspeise, sondern im Grunde nicht mehr und nicht weniger als gebackenes Schweineblut, das aufgrund seiner Form eben auch an Pudding erinnern könnte. Laut Wikipedia übrigens ein „Blutwursterzeugnis mit Getreideanteil“. Nicht unbedingt was für jeden Tag, aber es schmeckt. Erstaunlich gut sogar. Dass das Mittagessen zum wiederholten Mal ausfällt, müsste eigentlich nicht extra erwähnt werden.

Eier in allen Varianten gehören zu den Favoriten

Dass die Frühstücksgewohnheiten auch in Irland unterschiedlich sein können, davon kann man sich im Summerhill B&B im Städtchen Castletownbere ein Bild machen. Dort liegt nämlich bereits abends im Eingangsbereich des modernen Hauses die Speisekarte für den nächsten Morgen aus – mit der Bitte, das Menü der Wahl einzutragen. Beim Blick auf die Liste wird klar: Eier in allen Varianten gehören offenbar zu den Favoriten, gebratener Speck natürlich auch. Dicke Bohnen und der bereits erwähnte Black Pudding sowieso. Warum also nicht ein wenig aus der Reihe tanzen und einen original „Porridge“ bestellen? Punkt 8.30 Uhr wird der von Cornelius O’Sullivan frisch gekochte Haferbrei mit Beeren serviert – auch eine gute Wahl.

Nach spannenden und erlebnisreichen Tagen geht’s mit dem Mietwagen zurück nach Dublin, bevor der Rückflug nach Deutschland angetreten wird. Es bleibt genügend Zeit, sich um etwas anderes als immer nur ums Essen zu kümmern: ums Trinken. Genauer gesagt ums Guinness. Aber auch das irische Nationalgetränk will richtig gezapft werden, bevor es stilsicher genossen werden kann. Das lernt man zum Beispiel im „Guinness Storehouse“. Aber das ist eine andere typisch irische Geschichte.

Weitere Reiseinformationen zu Irland

Anreise: Aus Deutschland wird Irland direkt angeflogen von Aer Lingus, Lufthansa, Ryanair und Germanwings. Reiseveranstalter und Fluggesellschaften bieten günstige Fly&Drive-Angebote an. Eine direkte Fährverbindung besteht mit Irish Ferries von Cherbourg nach Rosslare und Dublin, über Großbritannien gibt es unterschiedliche Routen.

Einreise: Für deutsche Urlauber genüg ein gültiger Personalausweis.

Währung: In der Republik Irland gilt der Euro als Währung, in Nordirland das Pfund Sterling. Benötigen Sie eine Kreditkarte, mit der Sie auch in Irland kostenlos Geld beziehen können, finden Sie auf unserer Seite Geld im Urlaub eine Übersicht über kostenlose Kreditkarten.

Klima: Bedingt durch den Golfstrom herrscht das ganze Jahr hindurch ein mildes, ausgeglichenes Klima. Die Temperaturen steigen selten unter 0 oder über 25 Grad, Schnee und Frost kennt man auf der grünen Insel kaum.

Beste Reisezeit: April bis Oktober, wobei es im Juli und August häufiger regnen kann. Mai/Juni und Sept/Okt sind relativ beständig.

Unterkünfte: Irland bietet alle Unterkünfte für jedes Budget von Campingplätzen über Jugendherbergen, Privatpensionen (B&B), Herrenhäusern, Hotels bis zu 5 Sternen und luxuriösen Schlosshotels. Hier finden Sie eine Auswahl an Unterkünften in Irland.

Aktivitäten: Wandern, Rad fahren, Golfen (über 400 Plätze), Angeln, Reiten und Bootsurlaub gehören zu den beliebtesten Aktivitäten in Irland sowie kulturelle Ausflüge und Besuche von Gärten, die wegen ihrer üppigen und exotischen Flora sehenswert sind.

Reiseführer: Hier finden Sie eine Auswahl an Reiseführern für Irland

Weitere Infos: Alle Informationen über die Insel Irland: www.ireland.com

Hinweis: Die Reise wurde unterstützt von Tourism Ireland.

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Iren ist menschlich oder die Suche nach dem Spirit of Belfast

Wie Sie die nordirische Metropole in nur drei Tagen kennenlernen? Sie könnten zum Beispiel das pompöse Rathaus, die City Hall, und auch das als „Must-See“ hoch gelobte Titanic-Museum ansteuern. Müssen…

Wie Sie die nordirische Metropole in nur drei Tagen kennenlernen? Sie könnten zum Beispiel das pompöse Rathaus, die City Hall, und auch das als „Must-See“ hoch gelobte Titanic-Museum ansteuern. Müssen Sie aber nicht. Streunen Sie lieber durch die Straßen und die Pubs von Belfast, denn hier warten die wirklich spannenden Geschichten.

Von Angela Koch

Porridge mit Whiskey – schon zum Frühstück. So wird es hier im „Europa Hotel“ serviert. Natürlich habe ich eine Vorstellung von den Iren, sorry, den Nordiren, doch dass sie schon Whiskey zum Frühstück zu sich nehmen, hätte ich trotz meiner Klischeebilder im Kopf nicht gedacht! Das muss ich natürlich sofort probieren: Überraschend würzig schmeckt die ungewöhnliche Mischung und ist ein perfekter, vermutlich typisch nordirischer Auftakt in den Tag. Und das bei bestem Sommerwetter.

Direkt gegenüber meiner 4-Sterne-Herberge, liegt der Crown Liquor Saloon“. Eine bunte Mischung junger und alter Menschen stehen in der Trinkhalle, sitzen an der Bar oder in kleinen Separées. Die Kneipe ist voll – und das schon zur Mittagszeit. Bunte Glasfenster und kunstvolle Fliesenmosaike auf dem Boden geben diesem Raum einen fast schon kathedralen Charakter. Hier soll auch schon der große deutsche Schriftsteller Heinrich Böll tief ins Whiskey-Glas geschaut haben. Er war angetan von den kleinen Nischen überall in der Kneipe, die er als „Einzelsäuferkojen“ titulierte und in seinen „Irischen Tagebüchern“ verewigte. An der Bar komme ich mit Petra in Gespräch. Seit 20 Jahren lebt die Ex-Stuttgarterin bereits in Belfast. Des Landes, der Leute und der Liebe wegen. Sie erzählt mir vom Spirit of Belfast. Während sie erzählt, malt sie mit ihrem Zeigefinger kleine Kreise in die Luft. Jeder Belfaster mache das so, sagt sie, wenn es um den sogenannten Spirit – den Geist der Stadt und der Menschen geht. Ein Whiskey und zwei Soda später will Petra es mir zeigen: „The Thing“, „Das Ding“, wie sie es nennt.

Das Sahnestückchen von Belfast

Ganz Belfast scheint draußen zu sein, um ein freies Fleckchen Grün zu ergattern. Schon bei 25 Grad wird es den Menschen in Belfast zu warm und Schüler bekommen hitzefrei. Ein paar Straßen weiter steht es: Das Ding! Auf dem Boden befestigte Stahlringe, die unmerklich miteinander verbunden sind und in der Luft zu schweben scheinen, so, wie Petra es mit ihrem Finger in die Luft gemalt hat. Mitten in der turbulenten Einkaufszone am Arthur Square dominiert die rund drei Meter hohe Skulptur den Platz. Drumherum sitzen die Menschen aus aller Welt und schlecken ihr Eis. Einige Betrachter sehen darin nur ein Denkmal. Doch für die meisten Belfaster steckt viel mehr darin. Langsam kann ich mir vorstellen, dass sich die Nordiren so sehen wie die Skulptur: Bodenständig und gleichzeitig verknüpft mit der schwebenden Leichtigkeit.

Ich bummele alleine weiter und lasse mich einfach durch die „Entries“ treiben, enge Gassen, die an großen Plätzen und vielen urigen Pubs sowie schicken Restaurants vorbei führen, und die an jeder Ecke für eine Überraschung sorgen. Die Stadt, die nur etwas größer ist als Gelsenkirchen, lässt sich prima zu Fuß erkunden. Über die Oxford Street führt mich der Weg zum Custom House Square. Auf dem großzügigen Platz stehen mindestens tausend Menschen, klein und groß, alle bunt durcheinander gewürfelt. Über ihrer Kleidung tragen alle ein durchsichtiges Plastikcape und in jeder Hand einen Plastikteller, auf dem Sahne aufgetürmt ist. Hier findet gleich der „weltweit größte Vanillepuddingkampf“, der „World’s largest Custard Pie Fight“, statt. Dass der Vanillepudding allerdings durch Sprühsahne ersetzt wird, spielt keine Rolle. Der Startschuss fällt: Die Sahne landet bei den Teilnehmern direkt, platsch, im Gesicht. Und nicht nur da: Innerhalb kürzester Zeit ist hier alles weiß und rutschig. Einen Platz im Guiness-Buch der Rekorde haben sich die verrückten Belfaster mit dieser Sahneschlacht auf jeden Fall verdient. Und einen kleinen in meinem Herzen dazu.

The Bell of Belfast

Mitten auf der High-Street steht die Albert Clock, „The Bell“, die große Turmuhr. Bereits vor langer Zeit muss der Untergrund ziemlich nachgegeben haben, so dass das  Bauwerk Schlagseite bekam. Die Belfaster lieben die Legende, die Turmuhr habe sich schamvoll zur Seite geneigt, weil damals so viele Prostituierte, vorbei an der Albert Clock, in die Hafenkneipen gingen. Noch heute machen sich junge Mädchen einen Spaß daraus und hüpfen vor der Turmuhr in die Höhe – sozusagen als Erinnerung an die sogenannten „leichten Mädchen“ – aber der Turm zeigt sich seit Jahrzehnten ungerührt und nimmt den Spaß mit seiner Schrägheit hin. Ich kehre in das “Muriels” ein, einer Institution unter den Hafenlokalen. Dieser Pub ist eher Wohnzimmer denn Kneipe, eher Bühne denn Restaurant. Die bunten Büstenhalter, die von der niedrigen Decke hängen, erinnern an die Zeiten, als die meisten Gäste wegen des horizontalen Gewerbes hierher kamen. In diesem gemütlichen Pub könnte man auch einen Agatha-Christie-Remake drehen. Ich zwänge mich durch das volle Lokal bis zur Bar. Die Belfaster gelten als redselig und sehr großzügig, wovon mich Malcom auch gleich an Ort und Stelle überzeugen kann. Der ehemalige Werftangestellte lächelt mich an und lädt mich zum Bier ein. Mit „Slainte“, was „Slaughntcher“ ausgesprochen wird, prostet er mir auf gut Gälisch zu. Es meint „auf dein Wohl“. Das nehme ich persönlich, genieße das süffige Bier und ziehe weiter. So langsam bekomme ich eine Ahnung, was es mit dem Spirit of Belfast so auf sich hat.

Nur zwei Straßenecken weiter liegt das Cathedral Quarter, das ehemalige Armenviertel der Stadt, das sich durch billige Mieten und zugezogene Kreative zum In-Viertel mit vielen Szene-Lokalen gemausert hat. So wie das „Made in Belfast“, dass gerade neu eröffnet hat. Ein lässig eingerichtetes Restaurant mit graffitiähnlichen Fliesenmalereien an den Wänden, die von hiesigen, jungen Künstlern stammen. Der 28-Jährige Restaurantmanager Chris setzt auf saisonale und regionale Produkte. Unerwartetes zu bieten, heißt sein Programm. Ein Konzept, das gut ankommt, vor allem bei jungen Leuten. Und Belfast ist eine junge Stadt, denn die unter 30-Jährigen machen mittlerweile gut die Hälfte der Bevölkerung aus.

Ich gewinne den Eindruck, dass viele junge Belfaster mit der jüngeren Geschichte, dem Bürgerkrieg, so gar nichts mehr zu tun haben wollen. Chris spricht von dem „Move“, der „Bewegung“, die von den „Troubles“, dem „Nordirlandkonflikt“, wegführt. Er wolle mit allen Menschen in seinem Viertel zusammen wohnen, und da spiele es keine Rolle, was man ist: Katholik oder Protestant. Arm oder reich. Oder in welcher Straße man wohnt.

Die namenlosen Straßen von Belfast  

Das sieht man in den traditionellen Arbeitervierteln im Westen von Belfast sicherlich anders. Hier existieren sie noch, die Mauern auf den Straßen und in den Köpfen. Die steinernen Grenzlinien mit ihren bunten, propagandistischen Malereien, „Murals“ genannt, trennen seit fast einem halben Jahrhundert die ehemals verfeindeten protestantischen und katholischen Wohngebiete. Und das nach rund 20 Jahren, nachdem die Waffen niedergelegt und der Friedensvertrag unterzeichnet wurde.

Mir fällt dazu das Lied „Where the streets have no name“ von U2 ein. Darin beklagt der aus Irland stammende Leadsänger Bono die Ungerechtigkeit, dass man in Belfast die Religionszugehörigkeit und Einkommensgruppe von Menschen allein an den Straßen, in denen sie wohnen, ablesen kann. Dabei haben alle Iren und Nordiren eine Gemeinsamkeit – sie haben alle den besonderen Spirit in sich. Damit irrte auch der Ire nicht: Der Song über das Belfast der namenlosen Straßen ging in den 80-er Jahren als Friedens-Botschaft um die Welt. Sicher wird diese spannende Stadt noch Zeit brauchen, um zusammen zu wachsen. Doch der positive Geist der Stadt, der „Spirit of Belfast“ ist überall zu spüren. Und ab jetzt ist er auch immer bei mir.

[mappress mapid=”44″] Hinweis: Wir danken der KLM und Tourism Ireland für die freundliche Unterstützung der Reise. 

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Drei Dinge, die Du bei einer Reise nach Irland nicht verpassen darfst

Irland übt seit jeher eine gewaltige Anziehungskraft auf Reisende aus. Kein Wunder, denn die Insel hat eine Menge zu bieten. Einige Dinge davon solltest Du auf gar keinen Fall verpassen….

Bucht von Donegal / Irland

Irland übt seit jeher eine gewaltige Anziehungskraft auf Reisende aus. Kein Wunder, denn die Insel hat eine Menge zu bieten. Einige Dinge davon solltest Du auf gar keinen Fall verpassen. Welche das sind, erfährst Du gleich. Komm mit, auf eine Reise über die grünen Ebenen Irlands und begib Dich auf eine unvergessliche Entdeckungstour!

Bier und andere Genüsse

Lust auf einen gemütlichen Abend in einem irischen Pub? Gute Idee! Nirgendwo ist es so leicht, mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen. In Irland ist es ganz normal, sich regelmäßig in den Schankstuben zu versammeln, um die Ereignisse des vergangenen Tages zu besprechen und in einer gemütlichen Runde den Abend zu genießen.

Dabei darf natürlich eines nicht fehlen: Bier. Irisches Bier. Wer meint, dass man ein Guinness ja auch in Deutschland trinken könnte, weil der Geschmack derselbe sei, irrt sich gewaltig. Frisch vom Fass gezapft, bei optimaler Temperatur ausgeschenkt und in Gesellschaft irischer Landsleute schmeckt Guinness einfach vollkommen anders und viel besser, als aus der Flasche. Oder kurz: „Guinness doesn’t travel well“.

Auch zu empfehlen: irischer Whiskey. Bekannte Sorten, wie „Tullamore Dew“, verhalfen den irischen Brennereien zu Weltruhm. In einigen stillgelegten Destillerien erzählen Whiskey-Experten heute die Geschichte des köstlichen Gebräus und seiner irischen Tradition.

Schafe und Wiesen

Irland ist das Land der Schafe. Obwohl sich das goldene Zeitalter der weißen Wollträger langsam dem Ende neigt und die Anzahl der Schafhirten beständig sinkt, gibt es in Irland immer noch deutlich mehr Schafe als Menschen.

Sie begegnen einem auf den weiten grünen Wiesen der irischen Insel. Schier endlose Ebenen und Hügellandschaften prägen das Bild im Landesinneren. Die höchste Erhebung, der Berg Carrauntoohil, ist gerade einmal 1041 Meter hoch. Durchzogen wird das flache, mit leichten Hügeln gesäumte Land von zahlreichen Flüssen und Seen.

Berichten

Am schönsten sind Urlaubserlebnisse, wenn man sie mit anderen teilen kann. Diejenigen, die zuhause geblieben sind, wollen natürlich regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht werden. Zum Beispiel per Postkarte. Doch jeder, der schon einmal versucht hat, feinsinnige Landschaftsbeschreibungen auf dem winzigen Papprechteck unterzubringen, weiß, dass eine Postkarte oft nicht ausreicht. Viel besser ist da schon ein Anruf. Dafür braucht man natürlich einen sehr guten Anbieter, damit man günstig telefonieren kann.

Ansonsten würden die astronomischen Kosten Dir schließlich auch schnell die Lust am Erzählen verderben. Nun gibt es inzwischen glücklicherweise Anbieter, die exakt auf die Bedürfnisse von Reisenden zugeschnittene Tarife anbieten. Dazu musst Du – beziehungsweise derjenige, der Dich von Deutschland aus anrufen möchte, während Du im Urlaub bist – nichts weiter tun, als Dir eine der günstigen Prepaid Karten direkt über das Internet zu besorgen.

Foto: La-Liana  / pixelio.de

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Irland – einfach sagenhaft

Wusstet ihr, dass Irland auf eine über 5000 Kilometer lange Küste stolz sein darf? Dass kein einziger Ort auf der Insel mehr als 112 Kilometer vom Meer entfernt liegt? Dass…

Wusstet ihr, dass Irland auf eine über 5000 Kilometer lange Küste stolz sein darf? Dass kein einziger Ort auf der Insel mehr als 112 Kilometer vom Meer entfernt liegt? Dass es im Tiefland tausende von Seen, zahlreiche Flüsse und Torfmoore gibt? Dass es in Dublin ein Leprechaun Museum gibt, das übrigens weltweit das erste seiner Art ist, und in dem sich alles um die kleinen irischen Kobolde dreht? Dass sich die Iren in den Pubs nicht nur treffen, um zu trinken, sondern auch um zu singen, zu tanzen und zu debattieren?

Sprachreisen nach Irland

Es ist kein Klischee, dass die Iren das Pub als ihr zweites Wohnzimmer bezeichnen. Das habe ich am eigenen Leibe erfahren. Im Pub kann man ungezwungen und super einfach mit den Iren ins Gespräch kommen. Die finden es völlig normal, nach der Arbeit erst einmal ins Pub zu gehen und dann erst nach Hause. In Dublin gibt es 775 Pubs und im Rest von Irland 10 244! Das macht eine Pub-Dichte von 317 Einwohnern pro Pub. The Stag’s Head in Dublin ist eines meiner persönlichen Lieblingspubs, weil es einfach beeindruckend ist (wenn auch etwas touristisch). Im viktorianischen Stil gehalten erstreckt es sich über mehrere Etagen – von der Bühne im Keller, über die Bierhalle im Erdgeschoss bis hin zum gemütlichen ersten Stock. Die gemütlichsten Pubs findet man allerdings in den kleinen Ortschaften und es gibt in Irland wirklich keine, in der es kein Pub gäbe.

Neben der lebhaften Metropole Dublin kann ich den Nordosten besonders empfehlen, eine Gegend, die von Touristen noch nicht gut entdeckt ist und deshalb besonders „authentisch irisch“. Blacklion, an der Grenze zur britischen Provinz Nordirland, ist DER Ausgangspunkt für Wanderungen zu den zahlreichen Seen der Gegend. Der Cavan Way ist eine 25 Kilometer lange Route, die durch atemberaubende Landschaft führt. Obwohl Blacklion nur 166 Einwohner zählt, gibt es im Dorf ein Gourmet-Restaurant, das MacNean House & Bistro (soll toll sein, ich habe dort meiner Geldbörse zu Liebe allerdings nicht gegessen). Ein weiterer Ort, den ich ganz besonders liebe, ist der Glencar-Wasserfall. Unweit von Blacklion (etwas 30 Autominuten) befindet der 15 Meter hohe Wasserfall mit einem kleinen See, der den Dichter William Bulter Yeats zu dem Gedicht “The Stolen Child” inspiriert haben soll.

Mein erster Aufenthalt in Irland war übrigens eine Sprachreise mit ESL. Unter dem Motto Englisch lernen in Irland und der Hoffnung auf bessere Erfolge in den Englisch Klassenarbeiten entsandten mich meine Eltern für drei Wochen auf die grüne Insel. Was als ein wenig beliebter Sprachaufenthalt begann, sollte schließlich die erste und folgenreiche Begegnung mit meiner Urlaubsdestination Nummer 1 werden.

Foto: Flickr / martie1swart

Hinweis: Dieser Artikel wurde unterstützt von ESL-Sprachreisen.

2 Kommentare zu Irland – einfach sagenhaft

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