Asien

Asien – Traumziele erreichen mit einer Fernreise, mit Reisen nach Thailand, China oder in alle Welt. Immer noch nicht sicher, wohin der nächste Urlaub gehen soll? Bei uns gibt’s die besten Urlaubstipps und Reportagen über Traumreisen und Kreuzfahrten. Zu den Frühbucher Angeboten



Penang in all seinen Facetten erleben

Schwüle Hitze gepaart mit den zahlreichen Düften der Straßenhändler erfüllen die Nacht in George Town. Der Abend bricht langsam an. Ich lasse mich von einer Rikscha, oder wie man hier sagt „Trishaw“, wie man sie nur noch in Penang oder in Malakka findet, durch die zum Teil verwinkelten Gassen der Stadt fahren.

Schwüle Hitze gepaart mit den zahlreichen Düften der Straßenhändler erfüllen die Nacht in George Town. Der Abend bricht langsam an. Ich lasse mich von einer Rikscha, oder wie man hier sagt „Trishaw“, wie man sie nur noch in Penang oder in Malakka findet, durch die zum Teil verwinkelten Gassen der Stadt fahren. Langsam bahnen wir uns den Weg, vorbei an den Autos, den zahlreichen zum Teil historischen Häusern und an den Menschen, die am Straßenrand stehen.

Mischung aus Tradition und Moderne

Eine Mischung aus Tradition und Moderne liegt über George Town, der Hauptstadt, der knapp 290 qm großen Insel Malaysias.  Wer durch die Straßen geht, sollte stets aufmerksam sein. An jeder Ecke findet man interessante Gebäude, unzählige Malereien, Kunst, die den Charme dieser Stadt ausmacht, kleine Geschäfte und Restaurants. Ein buntes Treiben.

Die Einflüsse der langen britischen Herrschaft sind hier in jedem Winkel sichtbar. Seit 1957 ist die Insel wieder unabhängig und gehört seit 1963 zu Malaysia. Seit 2008 gehört George Town zudem zum UNESCO Weltkulturerbe.

 

Mehr als 1,5 Million Einwohner, davon 55 % Chinesische Malaysier, knapp 20 % Inder und der verbleibende Rest sind Male, wohnen auf Penang. Eine interessante Mischung, die sich auch in der kulinarischen Vielfalt widerspiegelt.

Wer nach Penang reist, sollte sich bewusst sein – Essen gibt es hier im Überfluss. Chinesische, indische und malaysische Einflüsse verwandeln das kulinarische Angebot in ein wahres Food-Paradies. Doch aufgepasst – Was für uns „scharf“ ist, scheint für den ein oder anderen Bewohner von Penang „eher mild“ zu sein. So gab es des Öfteren ein schelmisches Lächeln, als ich wild mit der Hand vor meinem Mund fächernd das nächste Glas Wasser bestellte. Man lernt eben nie aus :)

Street Food in Penang

Penang ist definitiv eine Reise wert und ideal für ein Stop-Over während einer Rundreise durch Malaysia geeignet. 2-3 Tage sollte man schon einplanen. Wir haben uns mal ein wenig genauer umgeschaut und Euch unsere Highlights – unsere „Must See“ Sehenswürdigkeiten – zusammengefasst.

Penang Hill

Der Penang Hill ist ein absolutes Must-See auf eurer Reise durch Penang. Plant jedoch genug Zeit ein – den es gibt hier viel zu entdecken.



Mit einer Bahn fährt man in nur ein paar Minuten direkt hinauf auf den höchsten Punkt des Penang Hill, auch Bukit Bendera auf Malaysisch genannt. Der Berg liegt nur ein paar Kilometer entfernt von George Town und ist mit seinen knapp 830 Metern der höchste Berg der Insel.

 

Plant genug Wartezeit am Ticketschalter ein. An manchen Tagen kann es hier ein wenig hektisch zugehen. Oben angekommen werdet ihr dafür mit einem traumhaften Blick belohnt. Ihr werdet schnell merken – es gibt zahlreiche Bildmotive! Die Stadt liegt Euch zu Füßen.

Restaurants, kleine Food-Buden und Souvenir Shops laden zum Verweilen ein. Genießt die Zeit und die Aussicht und lasst Euch von der Schönheit Malaysias verzaubern.

The Habitat

Nach einem Stop auf dem Penang Hill ist es eigentlich unumgänglich einen Ausflug in das „The Habitat“ zu unternehmen.

 

Seit April 2017 könnt ihr hier die wunderbare Natur Malaysias entdecken. Natur pur! Wer das Gelände in all seinen Facetten erleben möchte, sollte auf jeden Fall eine Tour mit einem Guide machen. Er macht Euch auf die Besonderheiten dieser Landschaft aufmerksam wie z.B. Tiere, besondere Pflanzen oder versteckte Vögel.

 

Wer dann genau hinschaut, kann ohne weiteres Spinnen, Affen, Schlangen usw. entdecken. Ein lehrreicher Ausflug – Gänsehaut mit eingeschlossen. Zudem gibt es auf dem Gelände große Schaukeln, Klettermöglichkeiten und eine lange Dschungelbrücke. Der Treetop Walk bietet einen besonders eindrucksvollen 360°-Rundblick über Penang. Absolut lohnenswert.

Peranakan Mansion

Die Peranakan Mansion ist eine um 1890 erbaute Villa im Herzen von George Town. Hier wird man schlagartig in die alten Zeiten, die an die chinesischen Straits Settlement in Penang erinnern, zurückversetzt.

 

Das Stadthaus ist der ehemalige Wohnsitz und Arbeitsplatz des chinesischen Kapitäns Chung Keng Kwee. Er war ein Hakka, ein Zinnminenbesitzer und Anführer des Geheimbundes Hai San. In dem Gebäude findet ihr mehr als eine Fülle an Antiquitäten und Sammlerstücken. Sehr imposant und vor allem lehrreich. Schlendert in aller Ruhe durch die Gänge und Räume und lasst Euch in alte Zeiten entführen.

Tempel und Kirchen – Religion allgegenwärtig

Tempel und Kirchen, sowie zahlreiche unterschiedliche Religionen sind in Malaysia allgegenwärtig. Alle leben miteinander und scheinen sich dabei sehr wohl zu fühlen. Interessant ist z.B. auch in Malaysia die Feiertagsregelung und die dazugehörigen Urlaubstage. Malaysia gilt als das Land mit den meisten Feiertagen – Hier feiern nämlich alle Religionen, alle Feiertage gemeinsam. Egal ob Muslim, Hindu oder Christ – alle Feiertage, aller Religionen werden als Anlass dazu genommen, sich eine kleine Auszeit zu gönnen. Nachahmenswert!



 

Ich persönlich nehme mir auf meinen Reisen stets genügend Zeit, um unterschiedliche Religionen kennenzulernen. Einfach mal in einen Hindu Tempel einkehren und die Menschen dabei beobachten, wie sie mit ihrer Religion umgehen. Solche Momente können spannend und zudem enorm lehrreich sein. Wer also durch Malaysia, und wie in diesem Fall durch Penang schlendert, sollte es sich auf keinen Fall entgehen lassen die zahlreichen Tempel und Kirchen zu besuchen.

Street Art in Penang

Garantiert hat der ein oder andere schonmal von der Street Art in Penang gehört oder gar schon eines der Werke in Magazinen oder Zeitungen entdeckt. Wer nach Penang reist, sollte sich auf jeden Fall genügend Zeit für die wunderbare Street Art in George Town nehmen. In den vergangenen Jahren hat sich George Town zu einem Zentrum für Street Art in Südostasien entwickelt.

 

2012 hat der litauische Künstler Ernest Zacharevic mit den wunderbaren Malereien begonnen und jährlich werden es mehr. Hinter jedem Gebäude, in jeder Gasse und selbst an unerwarteten Stellen kannst du die Werke finden. Manche Malereien laden sogar dazu ein, selbst Teil des Kunstwerks zu werden.

 

Wer sich alle Werke in aller Ruhe anschauen möchte – hier die aktuelle Google Maps Karte :) Viel Spaß!

Strassenkarte Google Maps mit allen Strassenmalereien 

Trishwa Tour

Eine Triswha Tour sollten sie sich auf keinen Fall in Penang entgehen lassen. In Malaysia gibt es nur noch in Penang und in Malacca die Möglichkeit mit solch einem Gefährt die Gegend zu erkunden. In Penang sind die Trishwas noch dezent und zurückhaltend. Nicht so in Malacca. Hier ähneln Sie eher einer Disco-Rikscha. Wer´s mag!?

 

Der ideale Zeitpunkt für solch eine Tour – wenn es langsam dunkel wird in den Straßen und Gassen der Stadt. Dann erwacht das Leben in George Town in seiner voller Pracht. Bunte Lichter erleuchten die Straßen, die Bars und Food-Stände präsentieren sich in phantasievollen Farben, um auf sich aufmerksam zu machen, die Menschen tummeln sich in der Abendhitze.

Während einer Triswha Tour haben sie genug Zeit sich einen guten Überblick über George Town und seine Bewohner zu machen. Fotos zu machen stellt hier überhaupt kein Problem dar. In moderater Geschwindigkeit fahren sie durch die Straßen und kommen nicht selten an Orte, die für Autos und Busse nur schwer zugänglich sind.

 

Fragen Sie einfach in ihrem Hotel nach einer Trishwa Tour. Falls diese in ihrem Hotel nicht arrangiert werden kann, werden Sie auf den Straßen von Penang garantiert einen der noch verbliebenen 200 Trishwa Fahrer antreffen.

Mit dem Zug unterwegs:

Wer Penang als Ausgangsort für seine Rundreise durch Malaysia nutzen möchte kann für die weitere Reise z.B. nach Kuala Lumpur den Zug nehmen. Eine günstige Alternative – vor allem für Backpacker! Jedoch sollte man das Ticket schon im Vorfeld online erwerben. Viele Züge sind nämlich schon Tage im Voraus komplett ausgebucht.

Die malaysische Bahngesellschaft KTMB fährt von Butterworth in nur 6 Stunden nach Kuala Lumpur. Alle Züge haben Air Condition und Schlafwagen.

Flug nach Penang:

Qatar Airways bietet seit dem 06.02.2018 die Möglichkeit von Frankfurt aus über Doha direkt nach Penang zu fliegen. Wer Qatar Airways kennt weiß – hier steht Qualität im Vordergrund. Wir durften auf unserem Flug nach Penang die Business Class von Qatar Airways genießen. Eine wundervolle Art nach Malaysia zu reisen. Der Service und vor allem das Essen an Bord sind allein 5-Sterne würdig. Wunderbar erholt kann man sich dann in das bunte Treiben von Penang begeben.

Unterkunft in Penang:

Das im vergangenen November komplett renovierte Jen Hotel in Penang liegt in unmittelbarer Nähe zu allen Sehenswürdigkeiten, im Herzen von George Town. Hier ist einfach alles stimmig – Essen, Unterkunft und vor allem die Lage.

Das Video zur Reise

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung von Tourism Malaysia und Qatar Airways.

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Lady in White – Mit der „Star Clipper“ in Thailand

Für die einen ist es die Erfüllung eines Kindheitstraums, für die anderen ein großer Wunsch auf der „Löffelliste“: eine Reise mit einem Großsegler. Die Reederei Star Clippers betreibt gleich drei Passagier-Segelschiffe, die Tradition und Komfort auf einzigartige Weise verbinden. Ich durfte jetzt an Bord der „Star Clipper“ durch Thailands Inselwelt segeln.

Für die einen ist es die Erfüllung eines Kindheitstraums, für die anderen ein großer Wunsch auf der „Löffelliste“: eine Reise mit einem Großsegler. Die Reederei Star Clippers betreibt gleich drei Passagier-Segelschiffe, die Tradition und Komfort auf einzigartige Weise verbinden. Ich durfte jetzt an Bord der „Star Clipper“ durch Thailands Inselwelt segeln.

 

Meine Nachbarin zur Linken wischt sich leicht verschämt eine Träne aus den Augen, als beim Auslaufen die Segel gehisst werden. Aus dem Lautsprecher schallt Conquest Of Paradise (Die Eroberung des Paradieses; Vangelis 1492). Fünf Jahre ist es her, dass ich mit der „Star Clipper“ in der Karibik unterwegs war. Dieses Mal bin ich in der Bucht von Patong auf Phuket (Thailand ) an Bord der Viermast-Barkentine gegangen. Die elegante Lady mit ihren weißen Segeln und dem Bugsprietnetz fasziniert mich noch immer.

Star Clipper Thailand - Liane Ehlers - 2astarDas Herz des Großseglers ist die Tropical Bar, wo sich Passagiere aus aller Welt treffen. Schon zur Begrüßung hat Kapitän Yuriy Slastenin angekündigt, dass wir, wann immer es möglich ist, segeln werden. Sanft gleitet der Viermaster nach einem orangeroten Sonnenuntergang über leichte Wellen in die Dunkelheit der Nacht. Die Lichter von Patongs Skyline verschwinden schon bald in der Ferne. Die Schwüle des Festlands weicht einer angenehmen, leichten Brise.

Weil nur 68 Passagiere an Bord sind (maximal 170), hat die Szene viel Privatsphäre. Dieses fast private Feeling zu ermöglichen, war auch die Intention von Eigner und Reeder Mikael Krafft, als er vor 26  Jahren mit der „Star Flyer“ seinen ersten Großsegler in Auftrag gab.Es folgten das Schwesterschiff „Star Clipper“ und der Fünfmaster „Royal Clipper“, das zurzeit größte Segelschiff der Welt für 227 Passagiere. Allerdings wird der Nachbau der „Preußen“ diesen Titel nicht mehr lange beanspruchen können, denn  auf einer kroatischen  Werft in Split befindet sich ein noch größeres, die „Flying Clipper“, im Bau. Sie ist ein Nachbau der „France“, das größte Vollmast-Segelschiff, das je gebaut wurde.

Viele Frühaufsteher

Am nächsten Morgen nähern wir uns der Ko Butang Inselgruppe im Tarutaro Marine National Park. Unsere Route führt durch die Andamanensee. Mit zarten Pinktönen taucht die Sonne um 6.15 Uhr aus dem  Meer auf und wandelt sich langsam in ein Orangegelb. Auf dem Sonnendeck treffe ich ein gutes Dutzend Frühaufsteher, die sich das Schauspiel dieses grandiosen Sonnenaufgangs auch nicht entgehen lassen wollen. Die friedliche Stille wird nur durch das leichte  Knarren der Seilwinde durchbrochen, als die Crew die Rahsegel setzt. Für Tom (64) – ein Kalifornier, der schon zum dritten Mal an Bord ist – „hat der Moment etwas Magisches“. Ein Kaffee vom Earlybird- Frühstücksbuffet macht den Start in den Tag perfekt.



Nach einer nassen Anlandung mit dem Tenderboot gehört der Strand am Nachmittag uns und einem Affenpärchen, das sich aber vertreiben lässt. Cruise-Direktor Peter hatte uns vor den Affen, die alles  stehlen, gewarnt. Aber die Crew passt auf.  Im Indischen Ozean ist es so warm wie in einer Badewanne. Beim Schnorcheln am Korallenriff gibt es bunte Fischschwärme zu sehen, doch leider auch  Plastikmüll im Meer. Das Equipment haben wir für die ganze Woche kostenlos an Bord ausgeliehen. Stand-up-Paddeln, Kajakfahren und Wasserskilaufen sind ebenfalls inkludiert. Mit den Tenderbooten, die halbstündlich verkehren, geht‘s nach einem entspannten Strand- und Schnorcheltag zurück zur „Star Clipper“. Wie jeden Abend holt die Crew zur Melodie von „Conquest Of Paradise“ den Anker ein.

Klettern ins Krähennest

„Vergessen Sie alles, was Sie je über Kreuzfahrten gehört haben“, fordert Kreuzfahrtdirektor Peter Kisner. Das Urgestein ist bereits seit 1995 an Bord der Starclippers-Schiffe und dienstältester Offizier der  Reederei. „Hier gibt es kein Casino und keine Tanzshows. Das wollen wir auch nicht haben. Wir machen eher eine Expeditionsreise. Dafür dürfen Sie zu fast jeder Zeit auf die Brücke, ans Steuerrad, ins Bugsprietnetz oder ins Krähennest. Auch den Maschinenraum können Sie in Begleitung besichtigen. Wir möchten Ihnen etwas vom Großseglertum nahe bringen“, erklärt Kisner.

Malaysias Erbe

Beim Segelsetzen fassen die Gäste mit an, als die Star Clippers Kurs auf Penang, das ehemalige Georgetown (Malaysia) nimmt. Am nächsten Morgen blicken wir bei Sonnenaufgang auf die Skyline der zweitgrößten malaysischen Großstadt. Der einzige Hafen, in dem wir anlegen. Große Container-Schiffe kommen uns entgegen. Das historische Zentrum ist nah. Dort gibt es viele Häuser und Geschäfte aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Ihre Architektur wird auch als „Straits Electric“ bezeichnet und ist eine Mischung aus europäischem, arabischem, chinesischem, indischem und malaysischem Einfluss. Penang war die erste britische Niederlassung in Malaysia, bis heute gibt es dort eine große englische Enklave.

Für uns steht ein Ausflug zur Orang-Utan-Aufzuchtstation auf dem Programm. Es ist wie in einem Zoo, nur  sind wir hinter Gittern – in einem überdachten Käfiggang – und die Affen  draußen auf  der kleinen Insel.  Interessant am Festland ist der Besuch einer industriellen Köhlerhütte. In mehreren meterhohen Iglus wird dort Holzkohle aus Mangrovenholz hergestellt. „Die beste der Welt“, wie unser Guide Chua Knee Sin erklärt, „und ein wichtiges Exportprodukt Malaysias.“



Zurück an Bord gibt es wie jeden Spätnachmittag ein Minibuffet für hungrige Heimkehrer und einen Vortrag von Kreuzfahrtdirektor Peter zu Themen rund ums Schiff und die Geschichte des Großseglertums. Wir erfahren u.a. etwas über die Entwicklung der Clipper-Schiffe und dass fast alles Wasser an Bord aus Salzwasser aufbereitet wird.

Nach dem Dinner ist allabendlich Tropical Bar angesagt, wo Jerby mit seinem Keyboard für Unterhaltung sorgt. Wer es ruhiger mag, geht eine Etage höher aufs Sonnendeck und genießt den Blick in den Sternenhimmel und die Segel. Am liebsten würde ich auf der Liege  übernachten, aber ein paar Regentropfen vertreiben mich in meine Kabine.

Erster Marine Nationalpark

Star Clipper Thailand - Liane Ehlers - 12star

Alle Fotos (c) Liane Ehlers

Der große Regen und das Gewitter kommen in der Nacht. Die Monsunzeit beginnt. Als wir am nächsten Morgen Ko Adang ansteuern, sind die Hügel von Wolken verhangen, es schüttet aus Kübeln. Erst mittags klart es auf, und wir können übersetzen. Das Barbecue am Strand muss leider ausfallen, es findet auf Deck statt. Ko Adang gehört zum Tarutao-Nationalpark, bestehend aus einem Archipel von 51 Inseln. Der erste Marine Nationalpark Thailands ist nach wie vor eine der schönsten Küstenregionen. Vermutlich, weil er nur schwer zu erreichen ist. Wasserfälle, verschlungene Flussläufe und eine Vielzahl geschützter Tiere gibt es dort. Die Anlandung ist nass, wie jedes Mal.

Prinzessin als Schutzherrin

Star Clipper Thailand - Liane Ehlers - 16star

Nach dem Segelsetzen am Abend nehmen wir Kurs auf Ko Rok Nok. Die Insel gehört zur Lanta Gruppe und ist seit 1990 Nationalpark. Die thailändische Prinzessin Kayana hatte in den 1990er Jahren dafür gesorgt, dass die maritimen Parks zum Schutze der Natur eingerichtet wurden. Über jeden wacht ein Ranger. „Die ,Star Clipper‘ wurde durch die  Prinzessin sozusagen zur königlichen Yacht. Bis heute ist sie das einzige kommerzielle Schiff, das in Nationalparkgewässer einfahren und dort ankern darf“, erzählt uns Kreuzfahrtdirektor Peter Kisner.

Ko Rok Nok empfängt uns mit smaragdgrünem Wasser, einem gelb-weißem Strand und einer üppigen Vegetation. Der Gewitterregen vom Vormittag hat der Sonne Platz gemacht. Abends ist Captains Dinner angesagt, und nach der Crew-Show an der Tropical Bar tanzen die Gäste begeistert mit.

Enttäuschter James Bond

Der nächste Morgen bringt uns in eine andere Welt. Das Wasser in der flachen Bucht Ao Phang Nga ist spiegelglatt. Ähnlich wie in der vietnamesischen Halong Bucht ragen  steile Kalkfelsen, die von einer wilden, tropischen Vegetation überwuchert sind, aus dem Meer. Dunkle Höhlen und Grotten mit herabhängenden Stalaktiten machen das Ko Hong Archipel, eine kleine Inselgruppe zwischen Krabi und der nördlichen Phang  Nga Bucht,  zu einem der schönsten tropischen Inselparadiese der Welt. Für Ausflügler gibt es mit dem Speedboot zum James Bond Felsen, am dem Roger Moore „Der Mann mit dem goldenen Colt“ (1974) gedreht hat.

„Als Roger Moore mit seiner schwedischen Ehefrau Christina Tholstrup  und der königlichen Familie an Bord war, besuchte er  von der Star Clippers aus den berühmtesten Felsen der Filmgeschichte“, erzählt Kreuzfahrtdirektor Peter Kisner. Aber dort habe ihn niemand erkannt. Der Schauspieler sei darüber wohl ein wenig enttäuscht gewesen.

Absoluter Höhepunkt der Reise ist die Tour rund ums Schiff.  Mit dem  Zodiak (Schlauchboot) steuert Kisner uns durch die Felsenwelt von Ko Hong. Die Insel verdankt ihren Namen der großen Lagune (The Hole), die durch ein Felsentor nur bei Hochwasser über ein flaches Riff hinweg erreichbar ist. Kapitän Yuriy Slastenin hat zur Freude der Gäste alle Segel setzen lassen. Die Crew grüßt vom Bugsprietmast. Die  Fotomotive sind atemberaubend.

Chinesische Invasion

Der schönste aller Strände erwartet uns am siebenten Tag auf Ko Similan. Die Similan Inseln bestehen aus neun durchnummerierten, unbewohnten Eilanden. Sie haben einen schneeweißen Sandstrand und dschungelbedeckte Hügel. Das Wasser ist so klar, dass Taucher bis zu 25 Meter weit die tropische Unterwasserwelt mit ihren Korallenbänken sehen können. Zwischen 11 und 15 Uhr sollte man die Insel allerdings besser meiden. In dieser Zeit kann es zu einer „chinesischen Invasion“ durch Touristen aus dem Reich der Mitte kommen. Danach ist sie  wieder zauberhaft und ruhig.

Ein letztes Mal auf dieser Reise werden um 18 Uhr die Segel gesetzt. Die „Star Clipper“ nimmt Kurs auf Phuket, von dort geht sie nach Singapur und Bali. Dieser Sonnenuntergang ist der schönste aller Abende, und diesmal kommen zum Abschied auch mir die Tränen.   

Reiseinformationen in Kürze

Termine und Preise

Die „Star Clipper“ segelt 2019 noch zweimal auf der identischen südlichen Route jeweils sieben Tage entlang der Küsten von Thailand und Malaysia (6.-13.4. und 20.-27.4.2019). Sieben Nächte inkl. Vollverpflegung an Bord und Wassersportaktivitäten, Doppel-Außenkabine ab 2195 Euro/Person. Die „Star Clipper“ hat 18 verschiedene Asienrouten im Programm. Im Mai und Oktober 2019 steuert sie erstmals das Sultanat Brunei an. Buchungen unter: www.star-clippers.de

Schiffsdaten

Die „Star Clipper“ hat 84 komfortable Kabinen, zwei Swimmingpools, ein elegantes Restaurant, Tropical Bar und Bibliothek. Länge 115,5 Meter/ 170 Passagiere/ 74 Besatzungsmitglieder, 16 Segel und 3365 qm Segelfläche.

Routen

Die drei Star Clippers-Schiffe fahren auf Routen in der Karibik, Panama-Kanal, Atlantik-Überquerungen, Asien und Mittelmeer. Informationen unter Tel.: 00800/78272547 (gebührenfrei).

Hoteltipp

Wer bei der weiten Anreise vorab oder danach ein paar Tage im Hotel verbringen möchte: Stadthotel Nap Patong (zentral, fünf Minuten zum Strand, nahe Einschiffung) oder Strandhotel Renaissance Phuket Resort & Spa (20 Minuten bis zum Flughafen).

Reiseliteratur

„Thailand“, Renate Lose, Dumont, 416 S., 24,99 Euro

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Hangzhou – Zwischen Legenden und Traditionen

China stand schon lange auf meiner Reise-To-Do-Liste. Für viele kein typisches Reiseziel. Doch was treibt jemanden dazu, das Reich der Mitte zu erkunden? In meinem Fall die Neugierde Land und Leute kennenzulernen, landestypische Gegebenheiten zu erkunden und eventuell mit einigen Vorurteilen aufzuräumen. Erstes Ziel meiner Reise – Hangzhou!

China stand schon lange auf meiner Reise-To-Do-Liste. Für viele kein typisches Reiseziel. Doch was treibt jemanden dazu, das Reich der Mitte zu erkunden? In meinem Fall die Neugierde Land und Leute kennenzulernen, landestypische Gegebenheiten zu erkunden und eventuell mit einigen Vorurteilen aufzuräumen. Erstes Ziel meiner Reise – Hangzhou!

Von der Sonne geweckt zu werden entpuppt sich an meinem ersten Morgen in Hangzhou als unmöglich. Der Nebel hängt tief über der Hauptstadt der chinesischen Provinz Zheijang, und verdeckt komplett die Sonne, die es auch mit größter Anstrengung nicht schafft, sich ihren Weg zu bahnen.

Ich schaue hinaus aus meinem Hotelzimmer auf die zahlreichen Dächer und Strassen der pulsierenden Stadt, mit seinen mehr als 9 Millionen Einwohnern. Wie kleine bunte Ameisen bahnen sie sich ihren Weg. Bei der Masse an Menschen, Mofas und Co. müsste man nun einen ohrenbetäubenden Lärm vermuten – doch dem ist nicht so. Die meisten Mofas sind mit einem Elektromotor ausgerüstet. Perfekt für die Geräuschkulisse – gefährlich für alle Verkehrsteilnehmer und Fußgänger. Besonders in der Nacht. Da kann es schon mal vorkommen, das plötzlich aus dem Nichts ein Mofa an Dir vorbeirast.

Hangzhou liegt knapp 190 km süd-südwestlich von Shanghai und wurde einst von Marco Polo höchstpersönlich als „schönste Stadt der Welt“ bezeichnet. Ob dem wirklich so ist – wir werden sehen. Ich lasse mich überraschen.

Der Westsee

Die wohl berühmteste und beliebteste Sehenswürdigkeit in Hangzhou ist der Westsee. Ein knapp 6 qkm großer See, der an drei Seiten von Hügeln umschlossen ist. Ich entschließe mich dazu, eine Bootstour zu machen. Auch wenn die Bootstour bei Sonnenschein garantiert malerischer gewesen wäre, unterstreicht der heutige Nebel die magische und verwunschene Stimmung des Sees, der schon in der Vergangenheit zahlreiche Dichter und Maler der chinesischen Geschichte inspiriert hat. Eine der wohl berühmtesten Legenden ist die „Legende der weißen Schlange“. Der Westsee gehört seit 2011 zum UNESCO Weltkulturerbe.

Grüne Idylle außerhalb des Großstadttrubels

Entlang des Sees gibt es zahlreiche Gärten, Pagoden und Tempel. So z.B. den Lingyin Tempel, ein zen-buddihistischer Tempel. Im 10Jhr. erbaut wurde die Anlage aufgrund von Plünderungen mehr als 16 mal neu aufgebaut. Das heutige Gebäude ist eine moderne Restauration der späteren Qing-Architektur. Wer den Tempel betreten möchte, muss zuerst an den Feilai Feng Grotten vorbei.

Mehr als 400 in Stein gemeißelte oder zum Teil aufgestellte Skulpturen sind hier inmitten der wunderbaren Natur zu finden. Ein überwältigender Anblick. Der Duft von Weihrauch und Räucherstäbchen kommt uns entgegen. Menschenmassen bahnen sich ihren Weg durch die einzelnen Tempelgebäude. Ein Ort an dem sich die Menschen gerne zurückziehen, um zu beten und Kraft zu tanken. Grüne Idylle außerhalb des Großstadttrubels.

Drachenbaumtee aus Hangzhou

Ein weiteres Highlight in Hangzhou, und besonders für Teeliebhaber ein Muss, der Ausflug zu den wohl berühmtesten Teeplantagen Chinas. Die Meixu Teeplantage im Meijiawu Hangzhou beherbergt den berühmtesten grünen Tee, den Drachenbaumtee, den China zu bieten hat. Wer mag, kann den Arbeitern auf den Feldern zusehen, wie sie sorgfältig nur die obersten drei Blättchen für die weitere Verarbeitung abschneiden. Eine präzise und zeitintensive Arbeit.

XiXi Wetland Park – auf den Spuren der chinesischen Geschichte

Wer sich noch intensiver mit der Geschichte von Hangzhou befassen möchte,und die wunderbare Natur erleben will, sollte auf jeden Fall den Xixi Wetland Park, den ersten und einzigen Feuchtgebiet-Park in China besuchen. Hier kann man inmitten eines ca. 11,5 Quadratkilometer großen Geländes z.B. eine Bootstour auf den insgesamt 6 durch den Park fließenden Flüssen machen, vorbei an historischen Gebäuden und Sehenswürdigkeiten. Fernab vom Großstadttrubel.

Farbenfrohes Hangzhou

Nach so viel Kultur und Natur entschließe ich mich, abends durch Hangzhou zu schlendern. Wie vermutet scheinen die großen Städte in China niemals zu schlafen. Die Innenstadt ist hell erleuchtet. Egal ob durch die bunten Lichtinstallationen die die großen Wolkenkratzer schmücken oder durch die zusätzlichen Lichter, die entlang der Strassen, im Park oder auch auf den Schiffen in den buntesten Farben schillern.

Egal wohin man schaut, tummeln sich die Menschen auf den Strassen oder in den Parks. Meist für einen kleinen Plausch mit Freunden oder auch zum allabendlichen Tanz auf dem Vorplatz. In China keine seltene Begebenheit. Abends kommen die Menschen aus ihren zum Teil kleinen Wohnungen heraus um die verbleibenden abendlichen Stunden zu genießen. Tai-Chi im Park, entweder allein oder mit Freunden, ein kleiner Spaziergang durch die Parkanlage oder gar ein Shoppingtrip durch die zahlreichen Geschäfte. Hangzhou pulsiert, egal ob bei Tag oder Nacht.

Video über die Reise nach Hangzhou

Hinweis: Die Reise fand auf Einladung statt.

 

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Die Gärten von Suzhou

Unzählige Wasserstrassen, verwinkelte kleine Gassen, farbenfrohe Seide und blühende Gärten so weit das Auge reicht. Das würde ich wohl sagen, wenn man mich nach der Kurzfassung meiner Eindrücke aus Suzhou fragen würde. Für all diejenigen, die lieber die Langfassung lesen möchte – Voilá!

Unzählige Wasserstrassen, verwinkelte kleine Gassen, farbenfrohe Seide und blühende Gärten so weit das Auge reicht. Das würde ich wohl sagen, wenn man mich nach der Kurzfassung meiner Eindrücke aus Suzhou fragen würde. Für all diejenigen, die lieber die Langfassung lesen möchten – Voilá! Die Gärten von Suzhou.

Venedig des Ostens

Suzhou oder wie die Chinesen selbst sagen „Venedig des Ostens“, ist eine von zahlreichen Kanälen durchzogene Stadt. Kleine Gondeln ziehen auf den verschlungenen Wasserwegen entlang der kleinen Häuser. Hier und da kann man einen kleinen Blick in das Innere der Häuser erhaschen.

Neben den vielen Wasserwegen ist Suzhou für seine Gartenbaukunst berühmt. So ist es eigentlich unumgänglich den ein oder anderen Garten auch mal ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen.

Garten des Bescheidenen Beamten

Der wohl Schönste ist der Garten des Bescheidenen Beamten. Dieser, ca. 50.000 Quadratmeter große Garten, gehörte dem im Jahr 1513 aus dem Dienst des Kaisers entlassenen Beamten Wang. Eine verworrene Geschichte. Heutzutage kann man diesen und fünf weitere klassische Gärten, die seit 1997 zum UNESCO Weltkulturerbe gehören, in Suzhou besuchen. Die Gärten gleichen einem Labyrinth, die Wege sind verwinkelt und geheimnisvoll. Ein architektonisches Meisterwerk, das perfekt mit der umliegenden Natur verschmilzt. Ein Ort, an dem man locker einen kompletten Tag verbringen kann.

Heimat der Seide

Suzhou gilt als das Zentrum der Seidenproduktion in China. Unter anderem wurden die meisten hochwertigen Seidentexturen für die kaiserliche Familie in Suzhou hergestellt. Wer Seide liebt, muss unbedingt einen Besuch im Suzhou Seidenmuseum einplanen. Auf mehr als 10.000 qkm kann man hier alles über die Seideproduktion und die dazugehörige Geschichte erfahren. Das 1991 eröffnete Museum zeigt eindrucksvoll die einzelnen Schritte, von der Seidenraupen-Aufzucht bis hin zur Seidenweberei.

Wenn man Glück hat, kann man auch einen kleinen Blick in die Webzimmer erhaschen. Mit ruhiger Hand sitzen hier die Damen, umringt von Seidenfäden in den schönsten Farben, an wahren Kunstwerken.

Der Tigerhügel von Suzhou

Ein weiteres Highlight und auf jeden Fall ein Besuch wert ist der Tigerhügel mit dem angrenzenden Yunyan Tempel im Nordwesten der Altstadt von Suzhou. Der Tigerhügel ist eine Fundgrube für Kulturinteressierte. Zahlreiche Tempel, Klöster und Ahnentempel sind auf dem Gelände verstreut und geben eindrucksvoll einen Blick auf die mehr als 2500 Jahre alte Geschichte der Stadt wieder.

Die siebengeschossige Pagode des Yunyan Tempels ragt knapp 50 Meter in die Höhe, wobei sie leicht zur Seite gekippt aussieht. Beeindruckend und doch ein wenig Angst einflößend. Angrenzend an die Pagode kann man durch einen wunderbaren Garten mit zahlreichen Bonsai Bäumen spazieren. Manch einer davon ist ein Vermögen wert und wird von den Bonsai Gärtnern mit viel Liebe gepflegt. Mein Fazit: Suzhou hat mich mehr als begeistert. Eine wunderbare Stadt mit einer Fülle an Kultur und Natur.

Die Gärten von Suzhou im Video

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung

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Jeder Blick ist ein Blick auf eine Postkarte

Jeder Blick ist ein Blick auf eine Postkarte. Jeder Schritt ist ein Schritt durchs Paradies. Das Wasser sieht aus, als hätte jemand einen Tuschkasten genommen und vermischt, so unglaublich schön ist die Farbe. Die Malediven erfüllen irgendwie alle Klischees, die ein Urlaubsparadies so erfüllen kann.

Jeder Blick ist ein Blick auf eine Postkarte. Jeder Schritt ist ein Schritt durchs Paradies. Das Wasser sieht aus, als hätte jemand einen Tuschkasten genommen und vermischt, so unglaublich schön ist die Farbe. Die Malediven erfüllen irgendwie alle Klischees, die ein Urlaubsparadies so erfüllen kann.

Urlaub auf den Malediven

Am zwei Kilometer langen Sandstrand vom Atmosphere Kanifushi Malediven sind nur Gäste des Resort. Ungestörte Erholung ist bei einem Urlaub auf den Malediven garantiert. (Fotos: Jörg Baldin)

Ein Urlaub auf den Malediven ist auf jeden Fall etwas Besonderes. Schon beim Anflug auf Malé, der Hauptstadt der Malediven, sieht man warum: Überall sind kleine Inselgruppen zu sehen, die wie Bojen auf der Wasseroberfläche schwimmen. Über 1.190 Inseln zählen zu den Malediven, die etwa 450 Kilometer südwestlich im Indischen Ozean liegen.

Mein Ziel dieser Reise ist eine Insel im Lhaviyani-Atoll, die erst seit einigen Jahren bewohnbar ist: Kanifushi. Dort liegt das neue Hotel „Atmosphere Kanifushi Maledives“, das erst am 15. Dezember 2013 eröffnet wurde. Über drei Jahre hat es gedauert, um aus der unbewohnten Insel ein 5-Sterne-Resort zu machen.

Der Transfer von Malé nach Kanifushi findet mit einem Wasserflugzeug statt. In knapp 35 Minuten Flugzeit landet man im 133 Kilometer entfernten Kanifushi und hat aus der Luft einen hervorragenden Blick auf die vielen Atolle der Malediven. Und auf die unbeschreiblichen glitzernden türkisfarbenen Farben der Lagunen.

Erst mal gelandet steigt man aus dem Flieger ins Paradies. 26 bis 30 Grad Luft- und ähnliche Wassertemperaturen, gemischt mit frischer Seeluft, glänzendem, weißen Strandsand und jeder Menge Gastfreundlichkeit machen es einem leicht, die Malediven von der ersten Sekunde an zu mögen.

Sonnenuntergang Kanifushi

Sehr schöner Blick beim Sunset Cruising. Rechts ist die Insel Kanifushi zu sehen.

Hier wird das Dhoni noch mit dem Fuß gesteuert

Gleich am ersten Tag geht’s raus mit dem Schiff zum Sunset Cruising. Die Schiffe, sogenannte Dhoni, sind etwas gewöhnungsbedürftig. Hier gibt’s kein Steuerrad, hier hängt das Steuer noch am Heck des Schiffes und gesteuert wird mit dem Fuß. Kein Scherz! Allerdings kann man sich ganz oben auf das Dach legen, muss nur bei starkem Wellengang darauf achten, nicht vom schaukelnden Boot ins Wasser zu rollen. Die Reeling dort ist nicht mehr als 20 Zentimeter hoch.

Besonders der Ausflug auf die Picknickinsel Dhidhdhoo wird sich in mein Gedächtnis brennen. Nicht weil die Anreise mit dem Dhoni aufgrund des hohen Wellengangs sehr abenteuerlich war und alle Passagiere die letzten 30 Meter schwimmen mussten, sondern weil das Picknick auf einer Art Floß vom Schiff an Land transportiert wurde. Genauso wie die Gäste, die nicht schwimmen konnten. Aber auch die Insel selbst war sehr sehenswert, im positiven und im negativen Sinn. Auf der einen Seite gab es dort wirklich paradiesische Blickwinkel. Aber, und das kann ich hier auch leider nicht verschweigen, gab es auf dieser unbewohnten Insel Berge von abgeschwemmten Plastikmüll. Leider ist Müll ein großes Problem der Malediven.

Strand Picknick Dhidhdhoo

Solche Motive gibt es auf der unbewohnten Picknickinsel Dhidhdhoo zu sehen.

Transport Picknick Dhidhdhoo

Atemberaubende Transporttechnik von Picknickutensilien und Gepäck der Passagiere. Trotz starkem Wellengang ist nur ein Rucksack ins Wasser gefallen.

Muell Picknick Dhidhdhoo

Die Kehrseite der Zivilisation: Tonnen von angeschwemmtem Müll liegen überall verteilt auf der unbewohnten Insel Dhidhdhoo.

Was kann man sonst noch machen auf den Malediven? Schlafen, sonnen, essen, sich erholen oder tauchen. Die Inselgruppe zählt zu den beliebtesten Tauchspots der Welt und auch ich habe dort nach vielen Jahren mein Tauchcomeback gewagt. Je nach Wind- und Wellenlage gibt es in der Nähe von Kanifushi einige Riffe, die sich sehr gut zum Tauchen eignen. Oder eine Fahrt mit dem Dhoni auf eine der Nachbarinseln. Hier gibt’s einige Souvenirläden zu sehen, aber man bekommt auch einen kleinen Einblick, wie die Einheimischen auf den Inseln leben, die nicht komplett vom Tourismus belegt sind.

LKW Insel Malediven

Hier hätte der deutsche TÜV längst den Zeigefinger gehoben: Ein LKW, der auf den Malediven noch seinen Dienst verrichtet.

Wasserstation_Insel Malediven

Trinkwasser ist auf den Malediven ein knappes Gut. Hier sitzt ein Einwohner an Trinkwassertanks und füllt leere Plastikflaschen auf.

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung

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Das Lächeln macht den Unterschied

Schon das Lächeln macht den Unterschied aus. Ich steige in ein Flugzeug und habe einen zwölf Stunden Flug vor mir. Mein Platz ist dieses Mal in der Business Class. Deshalb…

Schon das Lächeln macht den Unterschied aus. Ich steige in ein Flugzeug und habe einen zwölf Stunden Flug vor mir. Mein Platz ist dieses Mal in der Business Class. Deshalb weiß ich, dass ich in Laos ausgeruht und entspannt ankomme. Doch nicht nur ich habe ein Lächeln im Gesicht, auch die Stewardessen lächeln. Ich fliege mit Singapore Airlines, der besten Airline der Welt. Und meine gute Laune habe ich nicht ohne Grund.

Business Class Singapore Airlines IMG_20170929_220222_218(1)

In der Business Class von Singapore Airlines hat man am Start der Langstreckenflüge gut lachen. (Fotos: HFR)

Mein Ziel ist Vientiane in Laos. Ich fliege die 8.854 Kilometer von Düsseldorf aus. Von der pulsierenden Metropole in Nordrhein-Westfalen in die Demokratische Volksrepublik Laos. Ein Unterschied, wie er nicht größer sein kann. Doch zuerst kann ich die Business Class von Singapore Airlines genießen, denn der erste Flug geht von Düsseldorf nach Singapore. Die 12.45 Stunden Flugzeit sind fast zu kurz, um die ganzen Annehmlichkeiten der Business Class zu genießen. Und schon das Lächeln macht den Unterschied aus.

86 cm breite Plätze

Und auch der Platz. Die Sitze sind 86 cm breit. Bequeme Polster, Lederbezug und ausreichend Stauraum zur Aufbewahrung meiner persönlichen Gegenstände, wie zum Beispiel Smartphone, findet der Passagier vor. Das Beste, gerade auf Langstreckenflügen: Der Sitz kann zum Schlafen vollständig in ein flaches Bett verwandelt werden. Bettwäsche, Bettdecke und Kissen inklusive.  Wer möchte, der lässt sich den Sitz von den SIA-Girls in ein bequemes, flaches Bett umwandeln.

Wer keine Lust auf schlafen hat oder nicht müde ist, kann mit „Krisworld“ auf einem 15,4-Zoll-LCD-Bildschirm auf eine beeindruckende Auswahl an über 1.000 Unterhaltungsoptionen – Filme, Fernsehsendungen, Musik, Spiele und Anwendungen mit Noise-Cancelling-Kopfhörern von Bose zurückgreifen.

Essen wird in Unterdruckkabine getestet

Auch das Essen an Bord von Singapore Airlines ist beeindruckend. Der Clou: Die Chefköche der Airline bringen alle Gerichte in eine Unterdruckkabine, wo die Bordmenüs unter simulierten Flugzeug-Bedingungen getestet werden. Hier wird solange gekocht, bis das Gericht auch auf 10.000 Meter Höhe vorzüglich schmeckt. Und das tut es. Vor allem in Verbindung mit einem Getränk aus der gut sortierten Bar an Bord des Flugzeuges, Champagner natürlich inbegriffen.

Mein Flug nach Laos ist schnell vergangen. Ich habe mir viele Filme aus dem Bordprogramm angesehen, sehr gut gegessen und getrunken und einige Stunden geschlafen. Selten war die Anreise nach Asien so entspannt wie dieses Mal.

Hinweis: Die Reise nach Laos mit Singapore Airline erfolgte auf Einladung

 

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Aschenputtel in Thailands Osten

Chanthaburi wird auf der Durchreise zu Ferieninseln wie Koh Chang oft links liegen gelassen. Zu Unrecht, die Stadt ist ein kleines Juwel. Sogar sprichwörtlich: Chanthaburi ist Hochburg für den Edelsteinhandel. Und abends funkeln die Lichter im Ausgehviertel am Flussufer.

Chanthaburi wird auf der Durchreise zu Ferieninseln wie Koh Chang oft links liegen gelassen. Zu Unrecht, die Stadt ist ein kleines Juwel. Sogar sprichwörtlich: Chanthaburi ist Hochburg für den Edelsteinhandel. Und abends funkeln die Lichter im Ausgehviertel am Flussufer.

Eigentlich waren wir an diesem Sonntagmorgen mit Warawan verabredet. Es ist 10 Uhr und der Alte Markt in Chanthaburi in der Nähe des Flusses ist bereits in vollem Gange. Doch Warawan lässt uns warten.

Gemütlicher Straßenmarkt am Wochenende

Jeden Samstag und Sonntag findet im alten Teil der 50000-Einwohner-Provinzhauptstadt im Osten Thailands ein gemütlicher Straßenmarkt statt. Genauer gesagt auf der Sukhapiban Road, auch: Chanthaboon Waterfront. Sie verläuft parallel zum Chanthaburi River. Es gibt Obst und Gemüse, allerlei Süßigkeiten, Eisshakes und traditionelle Gerichte. Aus großen Pötten dampfen Currys, Reis- oder Nudeleintöpfe.

Außerdem gibt es viele Motive für Fotografen. Freundliche Gesichter, interessante Charakterköpfe, die meistens gerne für ein Porträt posieren. Am Vortag war mir Warawan wegen ihres Antlitzes aufgefallen. Ein Gesicht wie gemalt und von würdevollem Ausdruck. Wir verabredeten uns für den darauffolgenden Morgen. Denn sie wollte sich für die Fotos etwas herausputzen.

2.000 Euro bei der Lotterie gewonnen

Während wir auf Warawan warten, unterhalten wir uns mit Pook, ihrer Freundin und Standnachbarin. Sie verrät uns den Grund des Zuspätkommens: Am Vorabend habe Warawan den Hauptgewinn in einer Lotterie gewonnen. 70.000 Baht, etwas weniger als 2.000 Euro. „Sie steht heute bestimmt später auf“, sagt Pook, die an ihrem kleinen Straßenstand Mangos verkauft. Um uns die Wartezeit zu versüßen, schält sie eine Mango und füttert uns ganz mütterlich mit den süßen Schnitzen. Sie will dafür kein Geld entgegennehmen, der Besuch von europäischen Touristen sei ihr eine Ehre. Touristisch gesehen ist Chanthaburi ein Mauerblümchen, zumindest wenn es um westliche Besucher geht.

Nach einer Weile kommt Warawan, die Markt-Schönheit. Die inoffizielle Miss Sukhapiban Road. Beschwerlich entsteigt sie einem Fahrzeug. Mühsam hievt sie die Töpfe von der Ladefläche. Miss Sukhapiban Road ist immerhin schon 75. Gestenreich erzählt sie von ihrer Kindheit, wie sie mit sieben Jahren die Schule verlassen musste, um auf Märkten zu verkaufen. Sie erzählt von ihrem unredlichen Ehemann, der sie betrog und beklaute, und wie sie als Grazie in den sechziger Jahren eine Nebenrolle in einer Liebesschnulze bekam. „Ich hätte viel mehr aus meinem Leben machen können, wenn ich die Chancen bekommen hätte“, seufzt sie. Es blieb ein Dasein als Aschenputtel, mittlerweile in die Jahre gekommen und doch noch immer mit einer anziehenden Aura.

Chanthaburi ist ein unentdecktes Juwel

Mit dieser Geschichte steht Warawan stellvertretend für die ganze Stadt: Chanthaburi ist ein unentdecktes Juwel, das Aschenputtel in Thailands Osten. Eine sehr alte Stadt mit bewegter Geschichte, im 9. Jahrhundert von den Khmer gegründet. Es gibt chinesische, kambodschanische und vietnamesische Einflüsse. Der augenfälligste ist die Kathedrale, die auf katholische Flüchtlinge aus dem Vietnam zurückgeht. Das gotische Gotteshaus wirkt fast unwirklich in einem Land, das nicht zuletzt wegen seiner buddhistischen Tempel bekannt ist.

Urlaub in Thailand - Katholische Kirche Chanthaburi, Foto Martin Cyris

Die Kathedrale steht am südlichen Ufer des Chanthaburi River. Doch das Leben spielt sich vor allem gegenüber ab, auf der Sukhapiban Road. Eine kleine, quirlige Meile, eigentlich wie geschaffen für Städte- und Rucksacktouristen. Mit modernen Boutiquehotels, sehenswerten Museen, romantischen Restaurants mit lauschigen Candle-Light-Tischen am Flussufer, Bierkneipen mit Live-Musik und Kaffeehäusern, wie sie auch in Berlin oder London stehen könnten. Vieles davon in restaurierten Altbauten untergebracht.

Über allem wacht König Bhumibol

Im C.A.P. („Coffee and People“) wird thailändisches Gebäck und europäischer Kaffee serviert. Eine kichernde Schar chinesischer Touristinnen kann sich nicht entscheiden: Cappuccino oder doch lieber Latte Macchiato mit Vanilleflavour? Über allem wacht König Bhumibol, in Form einer neongelben Pop-Art-Fotografie. Ein ungewöhnlicher Anblick im traditionsbewussten Thailand.

Ungewöhnlich auch, womit die Kaffeebohnen von Hand gemahlen werden: Mit einer echten KYM-Kaffeemühle aus deutscher Nachkriegsproduktion. Kaum ein Haushalt in Wirtschaftswunderdeutschland, in dem diese würfelförmigen Mühlen fehlten. Der Besitzer im C.A.P. ist überaus stolz auf sie und lächelt damit in die Kamera.

Nebenan verkaufen zwei Schwestern, Lek und Meaow, selbstgemachten Kuchen. Das Stück für rund 50 Cent. Die Geschäfte laufen prächtig. Kein Wunder, die kunterbunten Farben scheinen die Kundschaft anzulocken wie die Fliegen. Und natürlich der süße Zuckerguss.

Chanthaburi liebt es zuckrig

Ohnehin lieben es die Bewohner von Chanthaburi außerordentlich zuckrig. Zucker landet fast überall, ob in thailändischem Curry oder in Spaghetti Carbonara. Etwa im Restaurant Yindee, das mit seinen ausladenden Bäumen und der funkelnden Beleuchtung eine ideale Adresse für ein entspanntes Dinner ist.

Am Nebentisch verstummen die Gespräche. Getuschel. Eine Gruppe junger Männer beäugt uns, als hätten sie Außerirdische erblickt. Westliche Touristen sind wie erwähnt eine Minderheit. Plötzlich steht einer auf, fasst seinen ganzen Mut zusammen und stellt sich vor. Er sei Seemann auf Landgang und würde mit seinen Freunden, bei denen gerade Ebbe im Geldbeutel sei, einen Teil seinen Lohns verzechen. Als Zeichen der Gastfreundschaft reicht er eine Tüte Popcorn herüber. Selbstverständlich nicht gesalzen, sondern gezuckert.

Eine weitaus größere Rolle als Zuckerkristalle spielen in Chanthaburi allerdings ganz andere Körner: nämlich Edelsteine. Es gibt unzählige kleine Edelsteinschleifereien, unweit der Sukhapiban Road findet täglich eine Edelsteinauktion statt. Angeblich kommen 70 bis 80 Prozent aller Saphire und Rubine aus Chanthaburi. Die Ressourcen sind zwar weitgehend erschöpft, doch die Steine werden hauptsächlich aus Afrika gekauft und in der Stadt weiterverarbeitet. Laien sollten allerdings Vorsicht walten lassen. Man berichtet, dass unkundigen Käufern auf der Straßenauktion gelegentlich Fälschungen untergejubelt werden.

Region lebt vom Verkauf von Edelsteinen

Wer auf Nummer Sicher gehen will, begibt sich lieber ins Chanthaburi Gem and Jewelry Center. Neben einem opulenten Verkaufsraum für allerlei Klunker und Hochkaräter gibt es dort auch ein Info-Center. „50000 Arbeiter in der Provinz Chanthaburi leben von der Edelsteinindustrie“, erzählt Prakob Boonchuaysream, Vize-Präsident der im Jewelry-Center ansässigen Edelsteinhandelsorganisation. Die Region lebe zu einem großen Teil vom Verkauf der Edelsteine. Dieser Wirtschaftszweig belege allerdings nur noch Platz zwei im Ranking. Hinter der Agrarindustrie. Die überaus grüne Provinz gilt als Obst- und Gemüsegarten Thailands.

Zwei Tatsachen, die wohl nur wenigen Thailand-Urlaubern bekannt sein dürften. Chanthaburi ist in der Regel höchstens Zwischenstation auf dem Weg nach Trat. Von dort geht es für viele Touristen entweder weiter über die Grenze nach Kambodscha oder per Fähre auf die nahen Urlaubsinseln: Koh Chang und Koh Kood mit ihren paradiesischen Stränden.

„Wir hoffen, dass die Regierung den Flughafen ausbauen lässt“, sagt Prakob Boonchuaysream. Um es für Touristen einfacher zu machen, in die östliche Region zu gelangen. Außerdem sei ein Hochgeschwindigkeitszug von Bangkok nach Chanthaburi in Planung, der die Strecke in rund einer Stunde schaffen würde. Eine Busfahrt von der Hauptstadt in den Osten dauert derzeit etwa vier Stunden. „Chanthaburi wird dennoch ein ruhiges Plätzchen bleiben“, ist sich Prakob sicher, „wir wollen kein zweites Pattaya werden.“ Die Kommune habe vorgesorgt: Bauwerke über sieben Stockwerke werden nicht genehmigt. Und 70 Prozent der gesamten Provinz müssen per Gesetz unverbaut bleiben. Damit die Provinz grün und die Natur erhalten bleibt. Zu bestaunen etwa im nahegelegenen Nationalpark Nam Tok Phlio.

Und damit Chanthaburi seinen Status als Geheimtipp und verstecktes Juwel behält. Nicht unbedingt das schlechteste Argument für authentische Urlaubserlebnisse.

Weitere Infos für den Urlaub in Thailand

Anreise:

Per Direktflug nach Pattaya. Oder ab Bangkok mit Thai Airways oder Bangkok Airways zum Flughafen von Trat. Von beiden Flughäfen gibt es Transferbusse nach Chanthaburi.

Übernachten:

Das künstlerisch gestaltete Tamajun Hotel direkt auf der Sukhapiban Road beschreibt sein Intérieur treffend als „hip and tropical Thai style“, www.tamajunhotel.com

Ein traditionelles, geschichtsträchtiges Haus, ebenfalls an der Waterfront, ist das holzvertäfelte Baan Luang, mit einer noblen, eleganten Atmosphäre, www.baanluangrajamaltri.com

Etwa zehn Gehminuten von der Altstadt steht das Chanthaburi Center Hotel mit modernen und klimatisierten Zimmern, die zudem viel Platz bieten, denn das Hotel diente früher als Krankenhaus, www.chanthaburicenter.com

Essen und Trinken:

Traditionelle Gerichte aus der Region Chanthaburi und Eastern Thai Food werden im Chanthorn Phochana aufgetischt, etwa Soft Shell Crabs oder ein spezielles Curry mit unreifen Durian-Früchten. Nahe der Altstadt gibt es zudem viele Stände mit dem obligatorischen Street Food.

Für einen Kaffee empfiehlt sich das C.A.P. auf der Sukhapiban Road oder das auf der Maharaj Road gelegene Latte Coffee House mit kolonialem Ambiente und entspannenden Rattan-Möbeln.

Edelsteine:

Das Chanthaburi Gem and Jewelry Center befindet sich im neuen Teil Chanthaburis, auf der Maharaj Road, www.cga.or.th

Ausflüge:

Tagestrips, etwa in den Nationalpark Nam Tok Phlio bieten lokale Agenturen an. Die Landschaft rund um Chanthaburi ist sehr sehenswert und naturbelassen, es werden zudem lokale Märkte angesteuert sowie das Chanthaburi Fisherman Village, wo es fangfrischen Fisch und Meeresfrüchte gibt.

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung

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Das Geheimnis der 40 Eisenstufen

Ziplining in Laos. Das war das Ziel der zwei Tage im Dschungel. Nachdem der erste Tag mit einigen Herausforderungen müde aber erfolgreich und glücklich beendet wurde und die Teilnehmer der Tour die Nacht im Dschungel im Baumhaus verbracht hatten, waren alle gespannt auf den zweiten Tag im Bolaven-Plateau.

Ziplining in Laos. Das war das Ziel der zwei Tage im Dschungel. Nachdem der erste Tag mit einigen Herausforderungen müde aber erfolgreich und glücklich beendet wurde und die Teilnehmer der Tour die Nacht im Dschungel im Baumhaus verbracht hatten, waren alle gespannt auf den zweiten Tag im Bolaven Plateau.

Die Nacht im Baumhaus war unruhig. Während die Teilnehmer sich am ersten Tag noch Gedanken über die Geräusche im Urwald gemacht hatten, beherrschte das Rauschen des Wasserfalls die Stille der Nacht. Tiere waren nicht zu hören. Und so hatten einige Teilnehmer einen eher unruhigen Schlaf. Vor allem auch, weil im Dorf immer wieder von „40 Eisenstufen“ auf dem Rückweg gesprochen wurde. Niemand konnte sich ein Reim daraus machen, was genau damit gemeint war.

Zipline Laos - Jörg Baldin (4 von 14)

Nach dem Frühstück brach eine Gruppe der Teilnehmer zum zweiten Teil der Ziplinig-Tour auf. Die anderen nutzen die Zeit zur Regeneration. Insgesamt 16 Ziplines standen heute auf dem Programm. Die längste war 450 Meter lang und bot, wie die meisten anderen Ziplines auch, einen fantastischen Blick auf den Regenwald und die Wasserfälle. Immerhin kam für einige Minuten die Sonne raus, der Regen hatte am Morgen eine Pause eingelegt. Nach knapp 1,5 Stunden hatten wir die Strecke bewältigt. Traumhafte Landschaften, wahnsinnig hohe Bäume, Wasserfälle, wackelige Brücken und Seile – Der Ziplinig-Parcours ist ein Spielplatz für große Kinder. Spaß, Spannung, Nervenkitzel und Adrenalin in einer Landschaft, die kaum mit Worten zu beschreiben ist. Um am Ende wieder ins Dorf zu kommen, galt es erneut, rund 45 Minuten bergauf durch den Urwald zu laufen. Müde und erschöpft erreichten wir kurz vor dem Mittag das Camp. Zeit, um erneut ein Bad im Wasserfall zu nehmen.

Die Wettervorhersage sagte Regen voraus

Leider dauerte die Erholungsphase nicht sehr lang, denn unser Guide machte Druck. Die Wettervorhersage sagte nichts Gutes voraus. Unmittelbar nach dem Mittag brach die Gruppe zum Rückweg in die Zivilisation auf. Was genau die Teilnehmer erwartete, vermochte noch niemand zu erahnen. Ehrlich gesagt blieb keine Zeit, sich darum Gedanken zu machen, denn mit dem Aufbruch aus dem Baumhaus-Dorf setze auch pünktlich der Regen wieder ein.

Beschwerlich zog die Gruppe durch den dichten Dschungel. Immer weiter ging es bergauf über Stock, Stein und rutschigem, roten Boden. Die zwischenzeitlich getrocknete Kleidung war nun komplett durchnässt, der Himmel zeigte kein Erbarmen und auch die Füße fingen langsam an zu schmerzen. Vom Rücken mal ganz abgesehen. Die wenigsten Teilnehmer der Gruppe waren geübt, mit Rucksack mehrere Stunden bergauf gewandert. Niemand hatte mehr Lust weiter zu gehen. Es gab sogar erste Stimmen, die „sowas nicht nochmal machen“ würden.. Und es gab nur diesen einen Weg zurück.

Das Geheimnis der 40 Eisenstufen

Nach gut einer Stunde lüftete sich dann das Geheimnis der „40 Eisenstufen“. Wir erreichten eine große Felswand. Ungläubig starrten alle Teilnehmer auf das, was sie da sahen. In einer Reihe um diesen Felsen waren kleiner Eisenschlaufen in die Wand gebohrt worden. Parallel dazu verlief eine Sicherungsleine. „Nur die ersten fünf Meter nach oben sind etwas anstrengend“, erklärte unser Guide der immer noch erstarrten Gruppe. „Danach wird es leichter.“ Man müsse von Stufe zu Stufe klettern und dabei die Sicherungsleine mit sich ziehen.

Panik machte sich bei den Teilnehmern breit. Alle waren nass und übermüdet. Und jetzt sollen wir eine halbe Stunde in der Felswand hängen, unter der nichts weiter ist als Abgrund? Und wäre das nicht schon schlimm genug, machte der Regen die Eisenstufen rutschig für die Hände und Füße. Einige der Gruppe fingen an zu weinen. Aber niemand beschwerte sich. Alle wussten, dass es keinen anderen Weg zurück gab. Ein bewegender Moment. Dieser Urwald lies uns alle über uns hinauswachsen.

Parcours wurde nicht für große Europäer gebaut

Und so stiegen die ersten Teilnehmer, mit der Unterstützung der Guides, in die Wand. Wäre nicht der Wasserfall und der Regen da gewesen, man hätte eine Stecknadel fallen hören, so angespannt war die Situation. Ich war als dritter Teilnehmer dran. Schon bald wurde mir klar, dass der Parcours nicht für schwere Europäer mit einer Körpergröße jenseits der 1,90 Meter gebaut worden ist. Zum Vergleich: Unser Guide wog 40 Kilo, ich knapp über 100 Kilo. Und so war zunächst meine größte Sorge, ob diese Eisenschlaufen auch mein Gewicht halten würden. Schritt für Schritt versuchte ich mühsam die Felswand zu erklimmen. Die Schlaufen hielten.

Die zweite Herausforderung war der Abstand der Eisenstufen. Mit langem Arm hing ich am ersten Teil der Wand. Unter mir der Abgrund, über mir ein Felsvorsprung, von dem das Regenwasser ab- und mir direkt ins Gesicht lief. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals etwas Anstrengenderes gemacht habe. Und wenn, war das nicht an einer Felswand, im Regen, im Dschungel von Laos.


Die Business-Class von Singapore Airlines – Das Lächeln macht den Unerschied


Der Parcours schlängelte sich um den Felsen herum. Mehrfach musste das Führungsseil umgesetzt werden, mehrfach war man kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Immer weiter ging es den Felsen hoch und immer mühsamer wurde der Weg. Nach knapp 30 Minuten war dann endlich das rettende Ziel erreicht. Wieder flossen Tränen bei einigen Teilnehmern, allerdings diesmal nicht aus Angst, sondern vor Stolz. Jeder hat seine Panik überwunden. Jeder ist in diese Wand gestiegen und alle haben es geschafft. Ein tolles Gefühl. Wir alle wurden zu einer Gruppe und jeder ist sich selbst ein großes Stück nähergekommen. Adrenalin floss in unseren Adern. Ein unbeschreibliches Gefühl.

Zipline Laos - Jörg Baldin (13 von 14)

Endlich am Ziel angekommen. Nach stundenlangen Wanderungen durch den Urwald und klettern an der Felswand belohnt der Ausblick von der Plattform des Wasserfalls, der von hier über 100 Meter in die Tiefe fällt. (Fotos: Jörg Baldin)

Jeder ist sich selbst ein Stück nähergekommen

Was sollte uns jetzt noch stoppen. Voller Energie ging es weiter durch den Urwald. Bergauf durch die dichten Bambussträuche. Dann nach etwa 1,5 Stunden erreichten wir das erste Reisfeld. Wir hatten den Urwald besiegt. Allerdings folgte jetzt die Stunde der Blutegel. Jeder Teilnehmer hatte mit den kleinen Tierchen zu tun. „Wir müssen schneller gehen, dann springen sie einen nicht an“, riet uns unser Guide. Doch nach den anstrengenden Tagen war das leichter gesagt als getan. Doch was sollte uns jetzt noch, nach diesen unbeschreiblichen Erlebnissen, stoppen? Und so kamen einige mit blutigen Beinen müde, nass, erschöpft aber überglücklich in dem Dorf an, an dem die Tour gestartet war. Wir hatten den Urwald besiegt und wir alle hatten uns selbst besiegt. Wer kann das schon von sich behaupten?

Am Stahlseil hängend durch den Dschungel (Tag 1)

Weitere Informationen zur Reise nach Laos

Rundreise

9-tägige Dertour-Privatreise „Facettenreiches Laos“ ab Luang Prabang / bis Vientiane, im klimatisierten PKW, inkl.Chauffeur, Inlandsflügen, Übernachtungen/DZ, Verpflegung, örtliche deutsch/englisch sprechende Reiseleitung, ab 1.595 EUR pro Person.

Aktiv-Ausflug im Dong Hua Sao Nationalpark inkl. 1 Übernachtung im Baumhaus, Vollpension, Trekking, Wandern und Ziplining, pro Person 359 EUR. Sehr anspruchsvolle Strecke.

Buchungen und weitere Informationen in jedem Reisebüro mit Dertour-Programmen oder unter www.dertour.de

Anreise nach Laos

Mit Singapore Airlines kostet ein Flug ab Frankfurt nach Laos ab 829 EUR inkl. aller Steuern, Gebühren und Kerosinzuschläge. Bei einem Zwischenstopp in Singapur erhalten Singapore Airlines-Passagiere einen Shopping-Gutschein über umgerechnet 15 EUR, der auf dem Flughafen eingelöst werden kann. Weitere Infos unter www.singaporeair.com und www.silkair.com

Hinweis: Die Reise fand auf Einladung statt.

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Am Stahlseil hängend durch den Dschungel

Jetzt stehe ich mit meinen nassen Schuhen auf zwei Metallschlaufen, die jemand vor mir in diese Felswand irgendwo im Regenwald von Laos gehauen hat. Mein Leben hängt an einem Haken von meinem Klettergurt, der an einem Führungsseil aus Stahl eingeklinkt ist. Unter mir klafft ein 150 Meter tiefer Abgrund. Adrenalin fließt durch meine Adern. Meine Nerven sind nicht so dick, wie die Stahlseile, an denen ich hänge. Ich zweifel, hadere, resigniere und bin am Ende der zweitägigen Tour doch der glücklichste Mensch der Welt.

Ich spüre den kräftigen Herzschlag in meiner Halsschlagader, die nassen Hände brennen, mein Rücken schmerzt, die Kleidung ist durchnässt und von oben tropft mir der Regen ins Gesicht. Ich kann mich an komfortablere Situationen in meinem Leben erinnern. Jetzt stehe ich mit meinen nassen Schuhen auf zwei Metallschlaufen, die jemand vor mir in diese Felswand irgendwo im Regenwald von Laos gehauen hat. Mein Leben hängt an einem Haken von meinem Klettergurt, der an einem Führungsseil aus Stahl eingeklinkt ist. Unter mir klafft ein 150 Meter tiefer Abgrund. Adrenalin fließt durch meine Adern. Meine Nerven sind nicht so dick, wie die Stahlseile, an denen ich hänge. Ich zweifel, hadere, resigniere und bin am Ende der zweitägigen Tour doch der glücklichste Mensch der Welt.

Rückblick: Von Pakxe, der drittgrößten Stadt in Laos, sind wir mit dem Bus knapp zwei Stunden nach Ban Nongluang gefahren. Dort starte unsere Expedition zum rund 1.300 Meter hohen Bolaven, einem vor Millionen Jahren erloschenen Vulkan im Dong Hua Sao Nationalpark in Laos. Die Fläche erstreckt sich auf über 1.100 Quadratkilometern. Eine Hälfte davon ist bergig mit sehr steilen Hängen, die sich bis zum Rand des Bolaven Plateaus auf bis zu 1.000 Metern Höhe und bis zu den Gipfeln in der Nähe des Plateaulands auf bis zu 1.300 Metern Höhe erstrecken. Die andere Hälfte ist Tiefland mit grünen Hügeln und kleineren Erhebungen

Ziplining in Laos - Jörg Baldin (2 von 15)

Blick auf das Tiefland des Dong Hua Sao Nationalparks in Laos mit grünen Hügeln und kleineren Erhebungen. (Fotos: Jörg Baldin // Video: Nina Maurischkat)

Es geht stundenlang durch den dichten Urwald

Unser Ziel ist ein kleines Dorf im Talbecken des Naturschutzgebietes, das unmittelbar an einem großen Wasserfall liegt. Ausgestattet mit Klettergeschirr, einer Führungsschiene für das Ziplining und einem Rucksack mit der notwendigen Ausstattung für die nächsten zwei Tage, geht es zu Fuß durch Kaffeeplantagen in den Urwald von Laos. Während die ersten drei Kilometer noch über mehr oder weniger befestigte Wege führen, muss man vor allem im Wald aufpassen, wo man hintritt. Der Weg windet sich, wird teilweise ziemlich steil und rutschig. Die Landschaft um uns herum ist wunderschön. Es geht vorbei an Schluchten und großen Wasserfällen. Die Wolken, die über den riesigen Bäumen schweben, geben dem Anblick fast etwas Mystisches.

Gegen Mittag erreichen wir einen Wasserfall, an dem wir in einer Schutzhütte von unseren Guides das Essen serviert bekommen. Gegessen wird mit den Händen. Die Tischdecke besteht aus riesigen Blättern. Auf den Tisch kommt typisches Essen aus Laos: Sticky Rice mit viel Gemüse, Hühnchen und Fisch. Uns allen wird erstmals klar, dass wir die Zivilisation für die nächsten Tage verlassen haben. Genau jetzt beginnt das Abenteuer. Und leider auch der Regen, der uns bis zum Schluss treu begleiten wird.

Der Regen macht die Bretter der Hängebrücke rutschig

Nach dem Essen geht’s zum ersten Mal über eine Hängebrücke. Der Regen macht die Bretter der Brücken rutschig. Wackelig ist es sowieso. Und wahrscheinlich muss man sich auch erst an das Gefühl gewöhnen, das einem zwei Seile mit jeweils einem Karabinerhaken Sicherheit geben sollen. Diese werden in eine Führungsleine eingeklinkt, die dafür sorgt, dass man nicht bis zu 200 Meter in die Tiefe fällt. So hoch schwebt man auf dieser Tour über den Bäumen, Wasserfällen oder Flüssen.

Um ins Dschungel-Dorf zu kommen, muss man von hier aus rund zehn Ziplines nehmen. Die längste “Abfahrt” ist über 100 Meter lang. Der Anblick ist atemberaubend. Immer wieder „fliegen“ wir an dem riesigen Kamet-Wasserfall vorbei. Das Wasser fällt mehr als 100 Meter tief in ein relativ enges, dicht bewaldetes Talbecken. Einer nach dem anderen wird von den Guides in die Seile eingeklinkt und auf die großartige Reise geschickt. Der fantastische Anblick von Natur und Wasserfall macht sprachlos. Der beschwerliche Marsch auf dem rutschigen Untergrund, der nervige Regen und die ständige, notwendige Konzentration für jeden Fußtritt macht auch müde. Zudem kommt noch, dass die Teilnehmer von einigen Plattformen an den Baumkronen in die Tiefe abgeseilt werden müssen.

Ziplining in Laos: Der Urwald lässt alle über sich hinauswachsen.

Nach etwa fünf Stunden erreicht die Gruppe endlich das Dorf. Fast alle haben den anspruchsvollen Weg bis hierher unbeschadet überstanden. Die Teilnehmer der Gruppe sind müde und erschöpft. Doch bei fast allen stellt sich ein Glücksgefühl ein. Wir befinden uns auf einer Art Selbstfindungstrip. Der Urwald lässt alle über sich hinauswachsen und macht stolz.

Das Dorf befindet sich am Fuße des Kamet-Wasserfalls. Vereinzelt sind die Baumhäuser in rund zehn Metern Höhe zu sehen, die seitlich offen sind. Die meisten Häuser sind nur über Ziplines zu erreichen. Bretterwege führen zum „Dorfzentrum“. Dort befindet sich eine kleine Küche und ein überdachter Bereich in dem gegessen wird. Von hier aus sind die Duschen und die Toiletten zu erreichen. Ein kleines Feuer lodert in der Ecke, auf dem Teewasser und Kaffee gekocht wird. Es riecht nach Rauch. Lautes Donnern des Wasserfalls erfüllt die Gegend.

Ein Bad im Wasserfall entspannt die müden Muskeln

Das Dorf könnte eine Renovierung gut gebrauchen. Der Weg zur Badestelle am Wasserfall ist gefährlich. Kaputte Bretter und Treppen machen die kurze Strecke bis zur Badestelle fast unmöglich. Trotzdem gehen einige zum Baden an den Wasserfall. Das Bad im kalten Wasser entspannt die müden Muskeln und sorgt erneut für Glückgefühle.


Die Business-Class von Singapore Airlines – Das Lächeln macht den Unerschied


Gegen 18:30 Uhr gibt es Abendbrot. Der Koch zaubert leckere laotische Gerichte auf den Tisch. Dazu gibt es Kaffee, Tee oder heimisches Bier. Die Teilnehmer erzählen sich von den Erlebnissen des Tages oder spielen Karten am Tisch. Um 21:30 Uhr geht im ganzen Dorf das Licht aus. Der Strom kommt aus Aggregaten. Um neun Uhr holt der Guide uns ab und bringt uns zu den Baumhäusern. Bis zu fünf Personen können in einem Haus schlafen. Alle Baumhäuser haben eine Toilette und ein Waschbecken. Im Dunkeln „zippen“ wir uns zum Haus und bereiten uns auf die Nacht vor. Die Betten sind mit Schlafsäcken und Moskitonetzen ausgestattet und erstaunlich bequem. Pünktlich um halb zehn wird es dunkel und nur noch das laute Donnern des Wasserfalls ist zu hören.

Am Ende des Tages sind alle Teilnehmer stolz und glücklich

Tag 2 verspricht viel Regen, 16 weitere Ziplines, stundenlange Wanderungen bergauf auf rutschigem Geröll, Blutegel und fassungslose Gesichter vor einer Steilwand, die von allen durchnässten und übermüdeten Teilnehmern viel Überwindung, Mut und Kraft abverlangt. Am Ende der Tour werden alle Teilnehmer stolz und glücklich sein. Aber davon ahnt in dieser Nacht niemand etwas.

Das Geheimnis der 40 Eisenstufen im Regenwald (Tag 2)

Weitere Informationen zur Reise nach Laos

Rundreise

9-tägige Dertour-Privatreise „Facettenreiches Laos“ ab Luang Prabang / bis Vientiane, im klimatisierten PKW, inkl.Chauffeur, Inlandsflügen, Übernachtungen/DZ, Verpflegung, örtliche deutsch/englisch sprechende Reiseleitung, ab 1.595 EUR pro Person.

Aktiv-Ausflug im Dong Hua Sao Nationalpark inkl. 1 Übernachtung im Baumhaus, Vollpension, Trekking, Wandern und Ziplining, pro Person 359 EUR. Sehr anspruchsvolle Strecke.

Buchungen und weitere Informationen in jedem Reisebüro mit Dertour-Programmen oder unter www.dertour.de

Anreise nach Laos

Mit Singapore Airlines kostet ein Flug ab Frankfurt nach Laos ab 829 EUR inkl. aller Steuern, Gebühren und Kerosinzuschläge. Bei einem Zwischenstopp in Singapur erhalten Singapore Airlines-Passagiere einen Shopping-Gutschein über umgerechnet 15 EUR, der auf dem Flughafen eingelöst werden kann. Weitere Infos unter www.singaporeair.com und www.silkair.com

Hinweis: Die Reise fand auf Einladung statt.

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Merlions leuchtende Löwenstadt

Das mit dem Kaugummiverbot und den blitzblanken Straßen gilt zwar noch immer in Singapur, doch die quirlige Tropenstadt hat sich in den letzten Jahren ganz schön verjüngt. Die erste Nacht in der asiatischen Metropole zwischen Malaysia und Indonesien, wer denkt da schon an Schlafen, wenn eine Bootstour auf dem Singapur River eine Glitzerwelt bei Nacht verspricht.

Das mit dem Kaugummiverbot und den blitzblanken Straßen gilt zwar noch immer in Singapur, doch die quirlige Tropenstadt hat sich in den letzten Jahren ganz schön verjüngt. Die erste Nacht in der asiatischen Metropole zwischen Malaysia und Indonesien, wer denkt da schon an Schlafen, wenn eine Bootstour auf dem Singapur River eine Glitzerwelt bei Nacht verspricht.

Reisen nach Singapur - Eva-Maria Mayring - IMG_0945

Welch’ ein Glück, dass Tan Khey Cheow, der singapurische Guide ortskundig durch die sehr lebendige City führt. In Windeseile winkt er im 2.500 qm großen Merlion Park ein Riverboat herbei und zu später Stunde geht es durch die bunte Glitzerwelt. Rundherum sind die Wolkenkratzer und Bars taghell erleuchtet und aus den voll besetzten Restaurants tönt fröhliches Gelächter. Hoch und höher ragt die extravagante Architektur in den schwarzblauen Nachthimmel. Sie dominiert, belebt mit ihrer modernen Lichttechnik die Skyline der Stadt und kreiert eine einzigartige Atmosphäre von Luxus, Lebensfreude und Vitalität.

Was heute im hellen Glanz erstrahlt, war nicht immer so prachtvoll. Die Vorzeigemetropole hat ihre Eigenständigkeit als kultureller Schmelztiegel und florierende Handelsoase über die Jahrhunderte schwer erkämpft. Aber auch indem man mit den vielen verschiedenen Ethnien und ihren politischen Gegensätzlichkeiten tolerant und geschickt politisch verhandelt hat, stabilisierte die Marktlage und förderte das Anwachsen zum zweitgrößten Finanzmarktes im asiatischen. Doch so manch liebgewonnene Tradition, wie die 1000-jährige Kunst des Teetrinkens wird in Singapur auch heute gepflegt.

Skywalk über Pflanzenparadies

Dass zwischen den hypermodernen Hochhausschluchten und den rassanten, vielspurigen Autobahnen die Natur nicht zu kurz kommt, bietet die Stadt eine Menge Grünzonen in allen Facetten. Sie lockern ganz unterschiedlich das Stadtbild enorm auf und sorgen nicht zuletzt für eine Verbesserung der Luft. Im Fort Canning Park zum Beispiel gedeihen auf 210 qkm mitten in der Stadt 100 verschiedenen Pflanzenarten. Einst befand sich hier der erste Gouverneurssitz, den auch Sir Stamford Raffles bewohnte. Auf dem hügeligen, Rasenterrain ragen gigantische Tropenbäume in den Himmel. Tan zeigt einen tropischen Regenbaum und den sogenannten Kanonenbaum, dessen Früchte tatsächlich wie Kanonenkugeln aussehen.

Eine weitere “grüne Hölle” mit dem Namen “Gardens by the Bay” erstreckt sich im Marina Bereich. Mit einer Fläche von 54 ha ist dies der größte botanische Garten der Welt. Künstliche Supertrees überragen mit 30 m das Gelände. Fast endlos erscheinen die riesigen Gewächshäuser mit Pflanzen aus allen vier Klimazonen der Welt. Zu bestaunen sind Baumgiganten, edle Orchideen und seltene Kakteen. Während sich im “Flower Dome” die mediterranen Bougainvillea, Jasmin oder Orleander duftend und bunt präsentieren, rauscht im “Cloud Forest” ein 35 m hoher Wasserfall nach unten und im sogenannten Nebelwald wachsen subtropische Pflanzen in Hülle und Fülle. Über einen Skywalk und Hängebrücken kann man das Pflanzenparadies akribisch entdecken und in der feucht, tropischen Luft kommt so richtiges Dschungelgefühl auf.

Schlemmermarkt Lau Pa Sat

In Singapur excellente und hochpreisige Lokale zu finden ist nicht schwer. Doch Tan offeriert den Besuchern einen typisch singapurischen Markt, wo all die Spezialitäten frisch gekocht oder gegrillt zubereitet werden und sich auch die Einheimischen gerne treffen. Es ist der Lau Pa Sat Festival Market. Eine offene gusseiserne Halle aus dem letzten Jahrhundert liegt inmitten des Bankenviertels. Wenn es dunkel wird strömen die Besucher aus den angrenzenden Vierteln an die Grillstände, um sich zum Beispiel zehn cross geröstete Satéspieße mit Garnelen oder Rindfleisch zu holen. Dazu gibt der Küchenchef eine scharfe, dunkle Soße dazu.

Lau Pa Sat unter freiem Himmel oder in der luftigen Halle wird meistens mit der ganzen Familie besucht. Man schätzt die preisgünstigen und pikanten Mahlzeiten und die angenehmen, nächtlichen Temperaturen.

Bevor es ins zentral gelegene Stadthotel Pan Pacific geht, führt Tan die Gruppe zum speienden Merlion am Singapur River. Halb Löwe, halb Fisch gab er der Stadt ihren Namen, denn Singa-pura heißt Löwenstadt. Mit einer Höhe von 8.60 m und 70 Tonnen schwer ist er das berühmte Wahrzeichen von Singapur, das für Glück und Reichtum steht, solange die Wasserfontäne sprüht.

Weitere Infos über Reisen nach Singapur

Anreise mit den Fluglinien: Emirates, Lufthansa und Qatar Airways

Unterkunft: Hotel Pan Pacific Singapore

Trips: Singapore Zoo ist sogar nachts eine riesen Attraktion mit 2.800 Tieren von asiatischen Elephanten, Oran Utans bis Riesenschildkröten. // Cocktail Bar Smoke & Mirrors bietet einen grandiosen Panoramablick über Singapur kombiniert mit exotischen Drinks.

Literatur: “Singapur – Merian momente”, Eberhard Homann, Claudia Homann, 160 S. 14.99 Euro.

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