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Europa

EuropaEuropa ist ein Erdteil, der sich über das westliche Fünftel der eurasischen Landmasse erstreckt. Obwohl es geographisch gesehen ein Subkontinent ist, der mit Asien zusammen den Kontinent Eurasien bildet, wird es historisch und kulturell begründet meist als eigenständiger Kontinent betrachtet. Dies verweist darauf, dass sich der Begriff „Europa“ nicht in der geographischen Definition erschöpft, sondern sich auch auf historische, kulturelle, politische, wirtschaftliche, rechtliche, ideelle Aspekte bezieht. (Quelle: Wikipedia)

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Im Herbst mit Wohnmobil und Kindern in Dänemark

Sie rennen über diesen ellenlangen Strand und stoßen dabei Freudenschreie aus. Der Wind rauscht durch ihre Haare. Im Gepäck haben meine Söhne Muscheln und alte Netze – nicht zu vergessen das Treibholz. “Ja”, sagt der Große, „Mama, das brauche ich alles. Damit möchte ich etwas Schönes basteln!“. Mein kleiner Sohn ruft: „Ich will da hinten ans Wasser. Mama, können wir Angeln gehen?“ Die Sonne wärmt uns. Es ist ein goldener Oktobertag in unseren Wohnmobilferien in Dänemark. Unser mobiles Urlaubsheim wartet direkt hinter den Dünen auf uns.

Sie rennen über diesen ellenlangen Strand und stoßen dabei Freudenschreie aus. Der Wind rauscht durch ihre Haare. Im Gepäck haben meine Söhne Muscheln und alte Netze – nicht zu vergessen das Treibholz. “Ja”, sagt der Große, „Mama, das brauche ich alles. Damit möchte ich etwas Schönes basteln!“. Mein kleiner Sohn ruft: „Ich will da hinten ans Wasser. Mama, können wir Angeln gehen?“ Die Sonne wärmt uns. Es ist ein goldener Oktobertag in unseren Wohnmobilferien in Dänemark. Unser mobiles Urlaubsheim wartet direkt hinter den Dünen auf uns.

 

Gleich nach der Grenze öffnet sich der Horizont

Meine beiden Söhne (6 und 10 Jahre alt) und ich haben lange auf diesen Moment hingefiebert. Unsere ersten Ferien zusammen im Wohnmobil. Unser zuhause für die nächsten zwei Wochen ist bereits abgeholt und gepackt. Fahrräder, das Surfboard und auch das Skateboard – alles muss irgendwie mit. Ob wir das alles brauchen werden, stellt sich später noch heraus. Über die A7 cruisen wir ganz entspannt von Kiel in Richtung dänische Grenze. Das ist der erste Dänemark-Moment, denn nach der Grenze öffnet sich der weite Horizont zum ersten Mal. Jetzt heißt es abschalten und in Urlaubsgeschwindigkeit weiterreisen.

Wohnmobilurlaub in Dänemark

Børsmose Camping – Ankommen in purer Natur

Nur drei Autostunden entfernt von Kiel biegen wir auf eine kleine Straße. Eichenwälder fliegen an uns vorbei und nur wenige andere Autos sind zu sehen. Das fühlt sich nach Erholung an. Den Tipp hierher zu fahren haben wir von einem dänischen Freund bekommen. Am Horizont sehen wir die Dünen und das Meer näherkommen – die raue Westküste Dänemarks. Der erste Tag bedeutet für uns „Ankommen“. Inmitten der üppigen Dünenlandschaft fügt sich der Campingplatz harmonisch in die Umgebung ein. Naturcamping und dänische Entspanntheit treffen hier aufeinander. Trotz der Herbstferien sind kaum andere Besucher da. Wir genießen die Ruhe und die Natur. Die nächsten Tage verbringen wir mit langen Strandspaziergängen, entdecken Tiere, sammeln Muscheln oder rennen einfach um die Wette. Die Zeit fließt hier vorbei. Abends werden wir mit den schönsten Sonnenuntergängen und sternklaren Nächten belohnt.

Mit dem Traktor auf die Insel Mandø zur Seehundsafari

Vom Campingplatz in Børsmose aus starten wir unsere Aktivitäten. Am zweiten Tag besuchen wir das Wattenmeerzentrum in Ribe. Das Gebiet gehört, wie auch das Great Barrier Reef in Australien, zum UNESCO Weltkulturerbe, erklärt uns der Guide vom Vadehavscentret. Die Natur bietet hier besonders für Vögel ein reichhaltiges Nahrungsangebot.

 

Nach einer kurzen Einführung geht es für uns und 40 andere Teilnehmer mit den Traktoren auf die kleine Insel Mandø. Die 7,63 km² große Insel liegt zwischen den beiden Inseln Rømø und Fanø und gehört zu den dänischen Wattenmeerinseln. Bei strahlendem Sonnenschein starten wir von dort unsere Wattwanderung – barfuss mitten im Oktober. Wir beobachten Muscheln, die sich eingraben und mein Sohn klärt mich darüber auf, dass Seesterne nicht länger als 10 Sekunden außerhalb des Wassers sein dürfen. Und wir suchen nach Wattwürmern. Am Ziel der Wanderung stehen wir vor einem sehr breiten Priel. Auf der anderen Seite liegen Robben und Seehunde in sicherer Entfernung faul in der Sonne. Mit Teleskopen beobachten wir die Kolonie.

 

Nach vier Stunden kehren wir zurück und haben nun noch Zeit das Wattenmeerzentrum zu entdecken. Nicht nur architektonisch ist das Gebäude ein echter Hingucker, auch tolle Experimente laden zum Zeitvertreib ein. Sehr anschauliche und interaktive Stationen bringen selbst den Kleinsten Flora und Fauna näher.

Legoland – Das Muss für alle Familien

Den Abend verbringen wir auf unserem Naturcampingplatz und nach dem Abendessen im Wohnmobil stimmt unser Familienrat mit einer eindeutigen 2:1 Mehrheit ab, dass wir am nächsten Morgen direkt nach Legoland aufbrechen werden. Mit dem Wohnmobil geht es nach Billund. Obwohl ich Chaos und Hektik auf den Straßen erwarte, läuft alles ganz entspannt ab. Selbst das Wohnmobil lässt sich problemlos auf den Parkplatz manövrieren. Besucher haben hier auch die Möglichkeit, direkt in der Nähe des Legolandes, die Nacht auf einem Campingplatz zu verbringen, um so den Tag voll auszunutzen.

 

Schon auf dem Weg vom Parkplatz entdecken die Jungs viel Interssantes: „Das ist ja die Freiheitsstatue“ und „schau mal da eine Achterbahn!“ höre ich sie rufen. Es ist einfach schön, die zwei so aufgeregt zu sehen. Im Legoland starten wir unsere Tour direkt im Miniaturland. Liebevoll gestaltete Situationen entführen uns alle in andere Welten und Länder. Immer wieder gibt es etwas Neues zu sehen und zu entdecken: Boote werden in Schleusen gehoben, ein Hubschrauber macht Geräusche oder Windkraftanlagen drehen sich. Später probieren wir unter lautem Juchzen und Schreien alle Wasserbahnen aus, kämpfen in der Ninjago World gegen unsere Widersacher, trauen uns in große Höhen und lassen uns im Kreis herumwirbeln.

Nystrup Camping – Freundlich und familiär

Vom Legoland führt uns unsere Reise weiter nach Nordjütland. Ich telefoniere mit June – sie ist mit Ihrem Mann zusammen die Inhaberin von Nystrup Camping. Auf meine Frage, ob wir auch noch spät anreisen können, sagt sie mir am Telefon: “Alles kein Problem. Solange meine Kerze abends brennt, lasse ich Euch rein.“. So werden wir in der Dunkelheit freundlich in Empfang genommen. June erzählt noch kurz, dass sie aus Schweden zurückgekommen sei, um diesen Platz zu kaufen. Ihre halbe Kindheit hat sie hier verbracht und sie liebt das Licht an diesem wunderschönen Ort. Sie konnte einfach nicht anders als diesen Platz zu kaufen. Und das spürt man auch als Gast, mit wieviel Liebe und Leidenschaft der Platz geführt wird.

 

Am nächsten Tag entdecken wir die Umgebung. Ein kleiner Spielplatz lädt die Kinder ein, neue Freunde zu treffen. Deutsch, Englisch, Dänisch – oder mit Händen und Füßen – Sprache ist hier zweitrangig. Mit den Tretautos entdecken sie zusammen den großen Platz und können auch so weite Distanzen überbrücken. Selbst zwei kleine Ziegen und eine Minigolf-Anlage gehören hier dazu. Ich bin besonders begeistert, dass es morgens frische Brötchen gibt und der Shop fast rund um die Uhr geöffnet hat – das Rundum-Sorglos-Paket. Abends genießen wir Ausflüge direkt an das fünf Minuten entfernte Meer. Es ist nicht weit. Und ich stelle fest, dass ich schon vor 15 Jahren genau hier Zeit verbracht habe. Meine Reise in die Vergangenheit.

Agger – Auf Tuchfühlung mit den Robben

Von Nystrup geht es für uns in einem Tagesausflug zu einer Robbensafari nach Agger. Jacob – unser Guide – wartet schon am Steg auf uns. Eigentlich war er bei der Armee, erzählt er, hat später dann Netze hier im Ort gewebt, bis er anfing als Guide für Touristen zu arbeiten. An diesem Morgen sind wir seine einzigen Gäste. Zu viert geht es raus in das Naturschutzgebiet, in die einzigartige Natur an der Mündung des Limfjordes. Wir sind ganz alleine dort. Jacob macht den Motor aus und wir treiben in Richtung Sandbank. Dann plötzlich sehen wir den ersten grauen Rücken und vorwitzig schaut eine Kegelrobbe nach uns. Vor allem die Kinder sind begeistert. Nach und nach gesellen sich noch weitere Robben zu uns und beäugen uns neugierig. Wer sind hier eigentlich die Schaulustigen? Am Ende unserer einstündigen Tour wird mir das Erlebnis als eine der wunderbarsten Erfahrungen auf meinen Reisen in Erinnerung bleiben.

Surfkurs in Klitmøller – Cold Hawaii ist nichts für Frostbeulen

Mit dem Rad fahren wir vom Nystrup Camping am nächsten Tag direkt nach Klitmøller. Nicht ohne Grund finden hier jedes Jahr die Surfweltmeisterschaften statt. Gute Wellen, viel Wind – überall ist der Wassersport präsent. Mein Sohn möchte surfen – also wellenreiten – ausprobieren. Um 10 Uhr startet der Kurs bei Westwind. Wir werden kurz eingewiesen und auch ich soll mir einen Neoprenanzug anziehen. Unser Surfguide erzählt, dass es oft besser ist, wenn die Eltern die Kinder ein wenig unterstützen. Ok. Dann los!

Die Bretter werden direkt auf den Strand getragen und der Lehrer erklärt kurz die Wellen und Strömungen. Er zeigt meinem Sohn den „Takeoff“ oder besser “Wie steht man auf dem Brett auf?”. Nach einigen Versuchen geht es auch direkt ins Wasser. Mutig paddelt mein Großer den Wellen entgegen und wird schon im nächsten Moment vom Instructor zurück in die Welle geschoben. Er steht auf und surft seine erste Welle des Tages. Strahlen in seinem Gesicht. Dieser Welle folgen an diesem Tag noch viele weitere. Perfekte kleine Wellen machen alles zu einem Riesenspaß für den kleinen Anfänger. Und wenn es kalt wird, wärmt er sich in dem kleinen Saunafass am Strand wieder auf.

Nørre Vorupør – Fischerboote und Pizza

Diesen Ort sollte man auf keinen Fall verpassen, wenn man sich in Nordjütland umschaut. Besonders charmant sind die Fischerboote am Hafen. Der Ort hat sich, wie viele Orte an der Westküste Dänemarks, in den letzten zehn Jahren weiterentwickelt. Nicht verpassen sollte man den frischen Fisch aus der ortsansässigen Fischräucherei. Aber auch die Pizzeria bietet leckers Essen in nettem Ambiente.

Hanstholm – Geschichte zum Erleben

Den Tag unserer Rückreise nutzen wir, um Hanstholm einen Besuch abzustatten. Zu Beginn besuchen wir den Leuchtturm von dem wir den wunderbaren Ausblick auf die Küste genießen. Später führt uns die Reise in das Bunkermuseum. Ein wichtiger Ausflugsort, um den Kindern die dänisch-deutsche Geschichte etwas näher zu bringen.

 

Die sehr modern anmutende Ausstellung versetzt uns zurück in die Zeit der deutschen Besatzung während des zweiten Weltkrieges. Hier werden anschaulich die alten Zeiten aufgearbeitet und auch die Bunkeranlage darf betreten werden. Eine Fahrt mit dem Munitionszug über das weitläufige Gelände finden die Kinder heute spaßig, auch wenn mir der geschichtliche Hintergrund Respekt einflößt. In Summe eine sehr gelungene Ausstellung, die auch für Kinder sehr geeignet ist.

Tipps & Informationen

DaenemarkDänemark ist ein Land und souveräner Staat im nördlichen Europa und eine parlamentarische Monarchie. Dänemark wird zusammen mit den Färöern, die wie das Mutterland geographisch zu Nordeuropa gehören, und Grönland, das zu Nordamerika zählt, offiziell Königreich Dänemark genannt. (Quelle: Wikipedia)

Unterkunft für Wohnmobile: Børsmose Camping an der Westküste mit Traumstrand mit Naturcampingplatz direkt hinter den Dünen |Nystrup Camping Klitmøller in Nordjütland mit der Nähe zum Meer und Spaß mit der ganzen Familie

Aktivitäten für die ganze Familie

Hinweis in eigener Sache: Die Reise für diesen Beitrag wurde zum Teil unterstützt von Veranstaltern, Hotels, Fluglinien und/oder Tourismus-Agenturen. Wir legen sehr großen Wert auf eine unabhängige und neutrale Berichterstattung, daher sind die Meinungen, Eindrücke und Erfahrungen der jeweiligen Autoren ihre eigenen.
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Island – Urlaub im Land der echten Kerle

Heute fliegt keiner mehr! Das war mein erster Gedanke, der mir durch den Kopf schoss, als ich früh morgens am Flughafen von Rejkavik in meinem Hotelzimmer aufgewacht bin. Die ganze Nacht schepperte mein Fenster. Heftiger Sturm und Schnee machten die Nacht ungemütlich.

Heute fliegt keiner mehr! Das war mein erster Gedanke, der mir durch den Kopf schoss, als ich früh morgens am Flughafen von Rejkavik in meinem Hotelzimmer aufgewacht bin. Die ganze Nacht schepperte mein Fenster. Heftiger Sturm und Schnee machten die Nacht ungemütlich. Und es gab so viel Schnee, dass ich mir am Vorabend noch nicht mal sicher war, das der Bus mich von der “Blue Lagoon” überhaupt zum Hotel bringen konnte. Island zeigte sich von der besten Seite.

Dank Fußball steht Island oben auf der Wunschliste

Island steht bei vielen Deutschen ganz oben auf der Liste der Länder, die noch bereits werden sollen. Dank Fußball-EM ist dieser Wunsch weiter verbreitet worden. Echte Kerle und die unverwechselbare Natur machen die Insel so interessant. Island ist das Land der Geysire und der heißen Quellen.

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Island empfängt mich grau-weiß. Die Insel besteht aus Lavagestein mit Moosbewuchs und ganz wenigen Bäumen. (Fotos: Jörg Baldin)

Den ersten Isländer, den ich am Flughafen getroffen habe, war unser Guide Arthur Bollason, ein blonder Hüne mit perfekter deutscher Aussprache. Er ist genau der Typ Mann, den man sich als Isländer vorstellt: Groß und blond. Isländer, erklärte Arthur unserer Gruppe, neigen dazu, viele Geschichten zu erzählen. Und wie sich später herausstellte, war er offensichtlich der König der Isländer. Ein Reiseführer, wie er besser nicht hätte sein können: Schriftsteller, Autor, Journalist, Bote am Präsidialamt. Glaubt man seinen Erzählungen, wurden viele seiner Schüler berühmte isländische Persönlichkeiten, denn nach dem Abitur beim “Deutschen Akademischen Austauschdienst” war Arthur in Island auch als Lehrer am Gymnasium und als Lehrbeauftragter an der Universität tätig.

Seine Mutter war Fotomodell, sein Vater Chef von Icelandair, der nationalen Fluglinie, die neben Flugzeugen auch viel Hotels besitzt. Er ist auf der Insel bekannt, wie ein bunter Hund und Arthur kennt viele. Island ist klein. Selbst Politiker wie Willy Brandt, Kurt Waldheim, Otto Schily und Daniel Cohn-Bendit waren vor seinen Interviews für das isländische Radio nicht sicher.

Björn spricht generell nicht viel

Den zweiten Isländer, den wir auf unserer Reise treffen, ist Björn Kjartansson. Auch ein „richtiger“ Isländer, der das historische Bad „Gamla Laugin“ in einem Jahr wieder zum Leben erweckt hat. Seit 1891 baden die Isländer in dieser heißen Lagune, die von mehreren kleineren Geysiren umgeben ist. Björn spricht generell nicht viel, arbeitet dafür umso mehr. Für mich, so viel vorweg, ist das die schönste heiße Quelle, die wir auf Island besucht haben. Ein unglaublich tolles Gefühl, in Eiseskälte in die Badehose zu schlüpfen, um dann stundenlang in 40 Grad kaltem Wasser zu sitzen. Und Björn war mir auch irgendwie sympathisch, denn als wir am nächsten Morgen zum Fotostopp an seiner „Secret Lagoon“ erneut hielten, standen sieben Dosen Bier auf dem Tisch. Frühstück à la Island eben…

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Eine heiße Quelle in der Nähe der “Gamla Laugin”. Hier sollteman nicht drin baden, das Wasser ist über 100 Grad heiß.


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„Gamla Laugin“

Die „Secret Lagoon“ liegt in dem kleinen Dorf Fludir, das rund zwei Stunden von Reykjavik entfernt ist. Wer – wie wir – am Abend nach Fludir kommt, könnte den Eindruck gewinnen, dass die Haupteinnahmequelle der Anbau von Hanff ist, Große, hell beleuchtete Gewächshäuser empfangen uns. Strom und Heizung gehört zu den Dingen, die hier auf der Insel so gut wie nichts kosten. Beides wird aus der Erdwärme gewonnen und von der gibt’s hier reichlich. Überall qualmt es aus der Erde. Und so nutzen die Isländer diese Möglichkeit, um möglichst viel Gemüse in den Gewächshäusern anzubauen.

Nadelstiche prasselten auf mein Gesicht ein

Am nächsten Morgen geht’s ganz früh weiter. Unser Ziel ist Gullfoss, ein riesiger Wasserfall. Eine der Sehenswürdigkeiten, so Arthur, den jeder Islandbesucher gesehen haben muss. Auch bei minus zehn Grad. Und so rutschen wir mehr oder weniger den spiegelglatten Weg zum Wasserfall entlang, der wirklich sehenswert ist. Und wenn es nur die Kälte gewesen wäre, ich hätte mir die Natur dort ganz sicher noch länger angesehen, aber der Sturm peitsche in mein Gesicht und es fühlte sich so an, als wenn tausend kleine Nadelstiche über mich einprasselten. Arthur hingegen lächelte, als wäre heute der schönste Sommertag. Isländer eben…

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Der Gulfoss ist ein riesiger Wasserfall in Island. Er besteht aus zwei Stufen, von denen die erste 11 Meter und die zweite 21 Meter hoch ist.

Von Gullfoss aus fahren wir zum nächsten Highlight, den Geysiren. Sie sind die Namensgeber der Springquellen auf der ganzen Welt. Auch hierzu kann Arthur die wildesten Geschichten erzählen. Von einer dänischen Königin zum Beispiel, die zu Besuch auf der Insel war, und der Geysir auf einmal nicht mehr „explodieren“ wollte. Erst als die Delegation die Geysire verlassen hatte, schossen die Wasserfontänen wieder aus der Erde. Wer, wie ich, allerdings ein riesiges Naturschauspiel mit spektakulären Ausbrüchen erwartet, wird sich wundern. Der Schwall kommt mit einem leichten Knall aus der Erde, das Wasser spritzt etwa drei Meter hoch und nach wenigen Sekunden ist das Spektakel vorbei. Was bleibt ist viel Dampf und der Geruch von Schwefel, der überall auf der Insel zu riechen ist. Schwefel, so Arthur, sei das Lebenselixier der Isländer.

Das älteste Parlament der Welt stammt aus Island

Der Nachmittag steht ganz im Zeichen isländischer Geschichte. Wir sind in Thingvellier, dem alten historischen Thingplatz der Wikinger. Hier treffen die eurasische und die amerikanische Kontinentalplatte aufeinander. Einmal jährlich hielten die Einheimischen während zwei Wochen im Juni eine traditionelle gesetzgebende Versammlung ab. Es handelt sich damit um eines der ältesten Parlamente der Welt, das bis ins Jahr 1798 Bestand hatte.

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Bei Thingvellir treffen die eurasische und die amerikanische Kontinentalplatte aufeinander.


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Hier enstand das älteste Parlament der Welt. Am Thingplatz trafen sich die Wikinger einmal im jahr, um zwei Wochen lang über Recht und Gesetzt zu sprechen.

Abends gehen wir in Reykjavik ins Restaurant Laekjarbrekka in der Nähe des Hafens und des Parlament. Natürlich speisen wir im Präsidentenzimmer. Und Arthur, der als kleiner Junge Bote des Präsidenten war, kann zu allen Portraits ehemaliger Staatsoberhäupter der Insel unzählige Geschichten erzählen.

Der nächste Tag gehört der Hauptstadt von Island. Reykjavik ist eine kleine Hafenstadt und gleichzeitig die am nördlichsten gelegene Hauptstadt der Welt. Hier wohnen rund 120.000 Einwohner, also knapp ein Drittel aller Inselbewohner. Die Stadt selbst lebt von den vielen kleinen Geschäften, von den Pubs und dem Hafen. Wir besuchen das „Harpa“, ein modernes Musik- und Konferenzgebäude sowie das größte Walmuseum der Welt, das kurz danach für die Öffentlichkeit geöffnet wurde. Arthur zeigt uns auch eine kleine Wurstbude, bei der einst US-Präsident Bill Clinton eine Currywurst verspeiste. Seitdem gibt es in der Bude eine Clinton-Wurst und die Schlange vor dem Laden wurde immer länger.

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Wer hat’s erfunden? An dieser Bude in Reykjavik soll einst Bill Clinton eine Currywurst verspeist haben.


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Reykjavik lebt von der Lage am Wasser. In der Hauptstadt von Island leben rund ein Drittel der Inselbewohner.

In Reykjavik gibt’s die Bill Clinton-Wurst

Wer Island besucht, der darf auf keinen Fall die weltberühmte Blaue Lagune verpassen, die in der Nähe von Reykjavik in Richtung Flughafen Keflavik liegt. Auch wir machen einen Halt dort und wechseln warme Kleidung gegen Badehose. Die „Blue Lagoon“ verdankt ihrem Namen dem blauen Wasser. In der Nähe des Sees liegt ein Kraftwerk, aus dem Kühlwasser auf das umliegende Lavafeld geleitet wird und dort einen Salzwassersee in der typisch blau-weißen Farbe bildet. Das Wasser im Thermalbad hat eine Temperatur von bis zu 42 Grad und hilft anerkanntermaßen gegen Schuppenflechte und andere Hautkrankheiten. Rund 750.000 Besucher kommen jedes Jahr zur „Blue Lagoon“. Unser Besuch wird – wie eingangs erwähnt – von einem eisigen Sturm begleitet, der den Körper in zwei Klimazonen aufteilt. Während der Teil unter Wasser angenehm gewärmt wird, wird der Kopf samt Haare schockgefroren. Da hilft auch meine Taktik, den Kopf nicht unter Wasser zu nehmen, gar nichts. Der Dampf des warmen Wasser macht meine Haare nass und damit zur Eisskulpturenzone.

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Die weltberühmte Blaue Lagune von oben gesehen. Das blaue Wasser entsteht durch Kieselalgen und ist sehr gut für kranke Haut.

Nach knapp zwei Stunden geht’s weiter in Richtung Flughafen. Inzwischen liegen zehn Zentimeter Neuschnee auf der Straße und der Bus muss aufgrund des Schneesturms mit der schlechten Sicht in der Nacht kämpfen. „Die fliegen morgen früh nie“, sagte ich zu Arthur, der allerdings nur müde lächelte. „Das sind die Piloten von Icelandair gewohnt“, so der Guide. „Für die macht es erst richtig Spaß, wenn denen der kalte Wind ums Cockpit fliegt.“ Offensichtlich sollte er Recht behalten. Isländer eben…

Tipps & Informationen

island urlaubIsland ist der flächenmäßig zweitgrößte Inselstaat Europas (nach dem Vereinigten Königreich). Die Hauptinsel ist die größte Vulkaninsel der Erde und befindet sich knapp südlich des nördlichen Polarkreises. (Quelle: Wikipedia)

Anreise: Icelandair fliegt ganzjährig von einigen Flughäfen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Besonders interessant ist das Stopover-Angebot bei Flügen nach Kanada oder in die USA. Fluggäste von Icelandair können bis zu sieben Tage ohne Aufpreis auf der Insel bleiben.

Unterkünfte: In Fludir das Hotel “Fludir”, in Reykjavik das Hotel “Reykjavik Marina”, das einem Schiff nachempfunden wurde sowie in der Nähe des Flughafens das Hotel “Keflavik”.

Warme Quellen: Das historische Bad “Gamla Laugin” in Fludir ist ein nettes renoviertes Thermalbad, das 1891 erbaut und im letzten Jahr restauriert wurde. Um das Bad herum gibt es zahlreiche heiße Quellen, darunter einen Geysir. “Fontana” ist ein Wellnesszentrum am Seeufer von Laugarvatn mit heißen Quellen direkt am Wasser. Die weltberühmte “Blue Lagoon” darf bei keinem Besuch in Island fehlen.

Hinweis in eigener Sache: Die Reise für diesen Beitrag wurde zum Teil unterstützt von Veranstaltern, Hotels, Fluglinien und/oder Tourismus-Agenturen. Wir legen sehr großen Wert auf eine unabhängige und neutrale Berichterstattung, daher sind die Meinungen, Eindrücke und Erfahrungen der jeweiligen Autoren ihre eigenen.
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Two Nights in Lukta – Camping Deluxe in Polen

Die Sonne scheint durch mein Fenster, draußen zwitschern die Vögel und ich werde das Gefühl nicht los, dass es noch sehr früh ist. Ich bin zu Gast in Polen und verbringe meine erste Nacht in einem großen Zelt mit Kaminofen, antiken Möbeln und einem eigenen Bad. Glamping ist das Zauberwort und steht für “glamourous camping”, also Zelten mit Luxus-Touch. Es ist 4:45 Uhr und ich freue mich über die Morgendämmerung.

Die Sonne scheint durch mein Fenster, draußen zwitschern die Vögel und ich werde das Gefühl nicht los, dass es noch sehr früh ist. Ich bin zu Gast in Polen und verbringe meine erste Nacht in einem großen Zelt mit Kaminofen, antiken Möbeln und einem eigenen Bad. Glamping ist das Zauberwort und steht für “glamourous camping”, also Zelten mit Luxus-Touch. Es ist 4:45 Uhr und ich freue mich über die Morgendämmerung.

Camping in Luxus-Zelten

Vorreiter fürs Zelten in Luxus-Unterkünften, wie sollte es anders sein, ist die USA. Selbst Hollywood-Stars wie George Clooney oder Kate Moss haben sich als Glamping-Fans geoutet und die große Welle der Camping-Fans in Luxuszelten schwappt nun auch immer mehr nach Europa.

Glamping Polen

So sehen die Luxus-Zelte aus: Alte Bundeswehr-Zelte, die mit Doppelbett, Kaminofen, Hängematte und Dusche und WC mit fließend warmem Wasser luxuriös ausgestattet wurden. Dazu kommt eine kleine Terrasse, die einen Blick auf die Natur bietet. Und davon gibt’s da sehr viel. (Fotos: Glendoria / Titelbild: Fotolia.de)

Das „Glendoria Mini Resorts SPA & Glamping“ liegt in der Nähe der polnischen Kleinstadt Lukta in Ermland-Masuren, umgeben von einer unglaublich schönen Landschaft, die knapp eine Stunde von Danzig entfernt liegt. Es hat zwar ein wenig gedauert, bis der Fahrer das abgelegene Gelände gefunden hat, aber es hat sich gelohnt. Die Eigentümer Artur und Kristina, leidenschaftliche Segler und ehemalige Manager aus Warschau, haben das 50 Hektar große Gelände mit viel Gespür fürs Design angelegt. Die Zelte stehen weit genug auseinander, so dass der Nachbar nicht stört und der Blick in die Natur erhalten bleibt.

Es gibt als “Zentrum” eine 300 Quadratmeter große Scheune, quasi die Lounge des Resorts, die sehr liebevoll mit vielen Dingen aus aller Welt dekoriert wurde. So steht dort eine alte Espressomaschine aus Italien, ein Bronzeadler. Es gibt dort eine kleine Bücherei, eine alte Drechselmaschine oder auch diverse alte Sessel, auf denen es sich sehr gemütlich entspannen lässt. Neben den Luxus-Zelten, die aus den Beständen der Bundeswehr gekauft wurden, verfügt das Resorts noch über einige Zimmer im Nebengebäude des Stalls. Alle Räume sind einem eigenen Thema gewidmet und ebenfalls sehr liebevoll dekoriert.

Zwei Nächte sind leider viel zu kurz

Ich bin leider nur zwei Nächte dort. Viel zu kurz, um alle Details zu entdecken, die sich die beiden Eigentümer ausgedacht haben. Der kleine Pool mit Blick auf die Natur etwa oder das frisch gebaute Jacuzzi unter freiem Himmel, das neue Massage-Haus nur mit Dach und unverbautem Blick auf die Wiese und den Wald. Wer lange genug wartet, sieht den einen oder anderen Storch durch die Felder waten, die hier in Ermland-Masuren sehr oft zu finden sind.

Glamping in Polen 2

Die erste Nacht im Zelt ist abenteuerlich, sicherlich gerade für die, die sonst nicht auf dem Campingplatz ihren Urlaub verbringen. Der Mond zeigt mir den Weg von der Lounge bis zur Unterkunft. Das Zelt betrete ich durch eine Tür, das Geräusch des typischen Reißverschlusses beim öffnen des Zeltes entfällt. Wer Camping de Luxe hat, der muss auch nicht auf Knien ins Zelt robben. Die 10-Mann-Zelte der Bundeswehr sind so groß, dass selbst ich mit meinen 1,92 Metern Größe entspannt im Innenraum stehen kann. Wie es im Zelt so üblich ist, haben sich einige Mücken, Wespen oder Fliegen angesammelt. Aber auch dafür ist gesorgt. Das geräumige Doppelbett ist mit einem Moskitonetz überspannt, so dass selbst das nicht beim Schlafen stören dürfte.

Ungewohnte Geräusche beim Einschlafen

Wenn ich jetzt nicht aufgrund der langen Reise so müde wäre, würde ich glatt den kleinen Kaminofen im Zelt anmachen. Aber erstmal heißt es Licht aus. Alles ist ruhig. Fast alles… Der Wind fängt sich in den Stoffwänden und sorgt für ungewohnte Geräusche. Genauso das Knarzen des Holzes, mit dem das Zelt ausgestattet wurde. Draußen sorgen einige Tiere für unbekannte Töne. Trotzdem schlafe ich in der frischen, kalten Luft entspannt ein. Ein kurzer Blick noch auf die Uhr. Es ist gerade mal kurz nach 21 Uhr. So müssen sich die Menschen früher gefühlt haben, die mit dem Lauf der Sonne ins Bett gegangen sind und genauso wieder geweckt wurden. Und so sollte es am nächsten Morgen auch bei mir sein. Um 4:45 Uhr wecken mich zwei Vögel, die offenbar genau auf meinem Zelt sitzen. Es war eine ruhige Nacht und ich habe super geschlafen.

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Der Blick in die Natur entschädigt für alles

Wer Glamping macht, der kann auf den Fernseher im Raum gerne verzichten. Der Blick in die Natur entschädigt für alles. Ich setze mich auf meine kleine Terrasse vor meinem Zelt und genieße die Ruhe und die schöne Atmosphäre am frühen Morgen. Nebelschwaden wandern über die Wiesen, in der Ferne bellt ein Hund und zwei Störche sind – nur 20 Meter von mir entfernt – auf der Suche nach Nahrung. Pferde laufen an mir vorbei.

Auch Glamping ist Camping

Fazit: Auch Glamping ist Camping, wenn auch in der Luxusversion. Trotzdem sollte man sich darauf einstellen, dass die Nächte kalt werden können. Auch der kleine Ofen im Zelt schafft es nicht, die eindringende Kälte zu verscheuchen, sorgt allerdings für eine tolle Atmosphäre. Ansonsten gehört das Gemeinschaftsklo und die schmuddelige Dusche der Vergangenheit an. Alle Zelte verfügen über eine eigene Toilette und eine Dusche.

Hinweis in eigener Sache: Die Reise für diesen Beitrag wurde zum Teil unterstützt von Veranstaltern, Hotels, Fluglinien und/oder Tourismus-Agenturen. Wir legen sehr großen Wert auf eine unabhängige und neutrale Berichterstattung, daher sind die Meinungen, Eindrücke und Erfahrungen der jeweiligen Autoren ihre eigenen.
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Beim Glockenspiel fallen die Touristen in Ekstase

Ganz langsam bewegen sich die Zeiger der riesigen Uhr vorwärts und hunderte Schaulustige blicken gebannt auf die Zwölf. Zu jeder vollen Stunde tanzen der astronomischen Uhr einige Figuren auf dem Kopf herum. Ich stehe vor dem Prager Rathaus und falle, wie alle anderen Touristen um mich herum, nahezu in Ekstase, als das Glockenspiel beginnt.

Ganz langsam bewegen sich die Zeiger der riesigen Uhr vorwärts und hunderte Schaulustige blicken gebannt auf die Zwölf. Zu jeder vollen Stunde tanzen der astronomischen Uhr einige Figuren auf dem Kopf herum. Ich stehe vor dem Prager Rathaus und falle, wie alle anderen Touristen um mich herum, nahezu in Ekstase, als das Glockenspiel beginnt.

Das Altstädter Rathaus darf bei keinem Besuch in der tschechischen Hauptstadt fehlen. Etwa 45 Sekunden lang kreisen die zwölf Apostelfiguren zu jeder vollen Stunde über der Uhr. Die Musik aus einem Glockenspiel und die tanzenden Apostel lassen die Unmengen von wartenden Touristen nahezu in Ekstase verfallen. Die Astronomische Uhr soll seit knapp 600 Jahren zeigen, ob die Sterne günstig stehen. Die Kalenderscheiben sind von den vier größten Gefahren der Menschheit um das Jahr 1410 umzingelt und zeigen den Tod mit einer Sanduhr, die Eitelkeit mit einem Spiegelbild, einen Türken, der mit Krieg droht sowie den Geizhals, der mit einem vollen Geldbeutel schüttelt.

 

Wer einmal in Prag war, der wird diese Stadt lieben. In der Hauptstadt der Tschechischen Republik wohnen heute rund 1,2 Millionen Menschen. Doch das ist für die Atmosphäre nicht ausschlaggebend. Egal wo man geht oder steht, es weht immer ein Hauch Multi-Kulti durch Prag. Unzählige Touristen mit Reiseführern sorgen für volle Gassen und Plätze. Von überall her klingt Straßenmusik. Es wird viel gelacht und viel gestaunt, denn Prag hat auch kulturell eine Menge zu bieten.

Moldau trennte Prag in zwei Teile

Top-Spot der goldenen Stadt ist sicherlich die Karlsbrücke, die die beiden Stadtteile Altstadt und Kleinseite von Prag verbindet. Die Moldau, ein Nebenfluss der Elbe, hat die beiden Teile über 400 Jahre voneinander getrennt. Erst seit rund 650 Jahren gibt es diese beindruckende Brücke, die mit 520 Metern Länge der Treffpunkt vieler Touristen in Prag ist. Sie gehörte zum Krönungsweg der böhmischen Könige. Heute schlendern dort tausende Urlauber am Tag über die Brücke und werden von zahlreichen Künstlern dazu animiert, sich portraitieren zu lassen. Die Jazz-Gruppe „Bridge Band“ sorgt für die musikalische Umrahmung in einem wunderschönen Panorama: Auf der einen Seite das Stadtzentrum von Prag, auf der anderen Seite das nächste Highlight der Stadt, die Prager Burg.

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Die Karlsbrücke ist beliebter Treffpunkt vieler Touristen. (Foto: Jörg Baldin)

Die Prager Burg (Hradschin) ist das größte geschlossene Burgareal der Welt und beinhaltet unter anderem den St.-Veits-Dom, die Basilika St. Georg oder das weltberühmte Goldmachergässchen, in dem Franz Kafka 1916 für einige Monate lebte. Wer auf den rund 70 Meter hohen Hügel hinauf will, muss Kondition mitbringen. Aber der Weg zur Burg lohnt sich auf jeden Fall. Wer die Karlsbrücke hinter sich gelassen hat, für den beginnt der Aufstieg, der zwar nicht steil ist, sich aber durch viele kleine Gassen und Straßen hinzieht. Während auf der Prager Burg bis 1918 böhmische Fürsten und Könige wohnten, ist sie heute offizielle Residenz des Präsidenten der Tschechischen Republik.

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Die Prager Burg (Hradschin) auf dem Berg.

Nichts für große Menschen

Runter geht man am besten durch das Goldmachergässchen. Der Eintritt (100 Kronen) lohnt sich, denn die winzigen Häuser spiegeln das Leben in der Zeit um Franz Kafka wider, der dort gelebt hat. Damals müssen die Menschen deutlich kleiner gewesen sein. Bei vielen größeren Besuchern hören die Türen schon an der Schulter auf, so klein waren die Eingänge von damals. Ansonsten wird in der Gasse eindrucksvoll gezeigt, wie die Wohnungen der Prager aussahen. Natürlich dürfen kleine Boutiquen und Souvenirshops im Gässchen nicht fehlen.

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Steile Rolltreppen führen in das U-Bahn-Netz von Prag.

Wieder an der Moldau angekommen, sollten sich die Gäste auf den Weg zurück zum Altstädter Rathaus machen. Dabei unbedingt am jüdischen Friedhof vorbei. Der eindrucksvolle Friedhof entstand aus reiner Platznot. Weil Gräber – wie heute – nicht nach einigen Jahren „aufgelöst“ wurden, haben die Prager einfach Erde aufgeschüttet. Heute liegen hier die Toten in bis zu neun Schichten übereinander. Allerdings hat die letzte Beerdigung auf diesem Friedhof im Mai 1787 stattgefunden. Insgesamt sollen hier heute etwa 200.000 Gräber errichtet worden sein.

Prag ist für Städtetouristen absolut sehenswert. Es gibt in der Stadt zahlreiche Hotels oder Unterkünfte verschiedenster Preisklassen und ist sowohl mit dem Zug, mit der Bahn oder per Auto sehr gut zu erreichen. Außerdem verfügt die Stadt über ein hervorragendes U-Bahn- und S-Bahn-Netz, so dass viele Plätze bequem erreicht werden können. Die Preise in der Stadt sind moderat, und auch wenn der Euro noch kein offizielles Zahlungsmittel ist, kann in nahezu allen Läden mit Euro bezahlt werden.

Hinweis in eigener Sache: Die Reise für diesen Beitrag wurde zum Teil unterstützt von Veranstaltern, Hotels, Fluglinien und/oder Tourismus-Agenturen. Wir legen sehr großen Wert auf eine unabhängige und neutrale Berichterstattung, daher sind die Meinungen, Eindrücke und Erfahrungen der jeweiligen Autoren ihre eigenen. Titelbild: Fotolia.de/Noppasinw
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Kur 2.0 – Geheimrezept für totale Entspannung

Tief einatmen und wieder ausatmen – Die ruhigen Anweisungen von Therapeutin Luzia Skala passen in das Waldstück bei Marienbad in der Tschechischen Republik, wie das Vogelgezwitscher und das Rauschen der Bäume. Mehr hören wir nicht! Ich stehe mit zwei anderen Teilnehmern im Wald und versuche mich gedanklich von der Welt “draußen” zu lösen. Für drei Stunden bin ich – ohne Handy und störende Einflüsse von außen – Waldbaden. Ganz ohne Wasser, aber dafür mit ganz viel Natur.

Tief einatmen und wieder ausatmen – Die ruhigen Anweisungen von Therapeutin Luzia Skala passen in das Waldstück bei Marienbad in der Tschechischen Republik, wie das Vogelgezwitscher und das Rauschen der Bäume. Mehr hören wir nicht! Ich stehe mit zwei anderen Teilnehmern im Wald und versuche mich gedanklich von der Welt “draußen” zu lösen. Für drei Stunden bin ich – ohne Handy und störende Einflüsse von außen – Waldbaden. Ganz ohne Wasser, aber dafür mit ganz viel Natur.

Die Kur ist unmodern geworden

Es gibt Begriffe, die klingen so alt, dass sie eigentlich keiner im Alter unter 70 Jahren mehr aussprechen will. Kur ist so ein Begriff. Was früher als eine Art Allheilmittel und Jungbrunnen in vielen Orten angeboten und auch praktiziert wurde, ist in der heutigen digitalen Welt unmodern geworden. Obwohl es gerade jetzt viele Menschen gibt, die so eine Kur sehr gut gebrauchen könnten. Eine Kur soll „sowohl der Vorsorge als auch der Stärkung einer (geschwächten) Gesundheit oder der Unterstützung der Genesung bei Krankheiten und Leiden verschiedener Art dienen.“ So steht es in den einschlägigen Ratgebern.

 

Das weiß auch Reinhard Wall, der General Manager des Hotels “Falkensteiner Gran Med Spa” in Marienbad. Das Hotel ist ein klassisches Kurhotel mit einem medizinischen Bereich, einer eigenen Quelle und auch allem anderen, was ein gutes Kurhotel so braucht. Doch Wall hat eine Vision: „Wir wollen unsere traditionellen Kuranwendungen mit hoher Entspannungswirkung mit den neuesten therapeutischen Erkenntnissen der Naturheilung kombinieren“, sagt der Hotelmanager. „Unser Haus hat dafür die besten Voraussetzungen.“

Deshalb hat Reinhard Wall mit seinem Team das Programm „Durchatmen & Auftanken“ entwickelt. Eine Art „Anti Stress Woche“ für überarbeitete Menschen über 50 mit Burn-Out Signalen. Und aus diesem Grund bin ich da. Wenn auch nur für eine verkürzte Version der Therapiewoche. Wir sollen innerhalb von drei Tagen die meisten Anwendungen bekommen und trotzdem ein Einsetzen von Entspannung merken.

„Passives Entspannen hat keinen bleibenden therapeutischen Effekt.“

Zuerst folgt eine Einweisung in die „Anti Stress Woche“ und ein Appell von Therapeutin Luzia. „Als Teilnehmer sollte man sich auf diese Art der Entschleunigung einlassen“ sagt sie. Und Wall fügt hinzu: „Passives Entspannen hat keinen bleibenden therapeutischen Effekt.“ Dennoch sollte das Programm nie als belastend empfunden werden. Jeder habe jederzeit die Möglichkeit, die eine oder andere Übung auszulassen. Spaß und Erholung stehen an erster Stelle.

Und zur Kontrolle, ob der erholende Effekt auch wirklich eintritt, bekomme ich einen technischen Helfer an meine Seite. Den Vitalmonitor. Ein Brustgurt, der gekoppelt mit der App meines Smartphones, genaue Daten meines körperlichen Zustands ans Licht bringt. Idealerweise zeigt die App am Ende, dass ich erholt bin. Noch besser wäre es, ich würde es selbst merken.

Ein Bad im Wasser der Alexandra-Quelle

Meine erste Anwendung ist ein Bad im Wasser der hauseigenen Alexandra-Quelle, die einen sehr hohen Anteil an freiem Kohlendioxid und Eisen hat und die Durchblutung fördert. In der Wanne sieht die leicht bräunliche Flüssigkeit etwas merkwürdig aus, liefert aber, wenn man drin liegt, ein sehr angenehmes Prickeln auf der Haut. Nach 20 Minuten ist es leider vorbei und man kann sich weitere zehn Minuten in Decken eingewickelt auf einem Liegestuhl entspannen. Das Bad im Wasser der Alexandra-Quelle ist sehr angenehm und der erste Schritt in Richtung Erholung. Übrigens: Als Trinkkur ist die Alexandra-Quelle auch geeignet. Dazu gibt es im Hotel eine Zapfstation, bei der man sich jederzeit Wasser holen kann. Schmeckt sehr salzig und sieht etwas trübe aus, soll aber gut für die Verdauung sein.

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Ein Bad im Wasser der Alexandra-Quelle wirkt sehr entspannend. (Foto: Falkensteiner Hotel)

Bioenergetische Übungen lösen Blockaden

Bevor der nächste Tag mit bioenergetischen Übungen startet, steht die erste Morgenmessung mit dem Vitalmonitor an. In rund drei Minuten, bei der die App einem genau sagt, wie man zu atmen hat, holt der Brustgurt alle möglichen Informationen aus meinem Körper heraus. Bereits nach dem ersten Tag habe ich einen Regenerationsstatus von 63 Prozent und auch mein Stressfaktor liegt bei 32 Prozent – also „relaxt“ – im guten Bereich. Eine wichtige Messung ist auch die Herzraten-Variabilität. Die liegt bei 36 msek. Hier gilt, je größer der Wert, umso besser. Da ist also noch Verbesserungspotenzial. Auch beim biologischen Alter: 45,8.

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Viel Dehnung und viele Atemübungen versprechen die bioenergetischen Übungen nach Dr. Alexander Lowen. (Foto: Falkensteiner Hotel)

Die bioenergetischen Übungen wurden nach den Forschungen von Dr. Alexander Lowen entwickelt. Sein Ansatz ist, das Energie zu Bewegung, zu Gefühlen und somit zum Denken führt. Wird diese Energie blockiert, führt das zu geminderten Bewegungen, Gefühlen und zu falschen Denkprozessen. Mit den bioenergetischen Übungen sollen genau diese Blockaden gelöst werden, die Energie kann wieder fließen. Soweit die Theorie. Therapeut Daniel Fajkus begrüßt uns bei strahlendem Sonnenschein auf der Terrasse im Garten und führt uns mit vielen Erklärungen der einzelnen Übungen durch die 30 Minuten Sport am Morgen. Es wird viel gedehnt und vor allem viel geatmet.

Eingepackt in eine Grüntonerde-Packung

Nach dem Sport steht wieder ein passiver Therapieansatz auf dem Programm: Grüntonerde-Packung mit Kaolin Maske. Die Grüntonerde ist eine sehr feine Tonerde, die direkt auf die Haut aufgetragen wird. Sie hat eine konzentrierte Menge an Mineralstoffen und Spurenelementen sowie ein hohes energetisches Potenzial und somit eine stark entgiftende Wirkung. Nachdem die angenehm warme Tonerde auf den nackten Körper aufgetragen wurde, wird man in einer Art Folie eingewickelt und warm zugedeckt. Nachdem der Boden meiner Liege abgesenkt wurde, treibe ich – auf dem Rücken liegend – im warmen Wasser, was einen zusätzlichen Erholungseffekt nach sich zieht. Die Kaolin Maske im Gesicht besteht aus Porzellanerde und ist ebenfalls sehr angenehm und beruhigend.

Waldbaden – Ganz trocken, dafür sehr emotional

Nach dem Mittagessen geht’s zum Waldbaden. Zugegebenermaßen musste ich erst im Internet suchen, was genau das ist. Das Ergebnis: Mit Wasser hat es nichts zu tun, es sei denn, es regnet. In Japan existiert diese Form der Entspannungstherapie bereits seit 45 Jahren und ist auch dort entwickelt worden. Ziel ist es, sich durch den spürbaren Kontakt mit der Natur, körperlich zu entspannen. Fernab von Smartphone und stressenden Störgeräuschen. Wir gehen mit Luzia in den Wald, der direkt am Hotel grenzt. Die ersten 15 Minuten erzählt man sich in Zweier-Gruppen von den Erlebnissen und Gedanken, die man mit einem Wald verbindet. Je tiefer wir in den Wald gehen, umso mehr verschwindet der Alltag.

 

Luzia und Daniel, die beiden Therapeuten im „Falkensteiner Hotel Gran MedSpa Marienbad“, wurden für das Waldbaden von Martin Kiem, dem führenden Experten für diese Therapie in Europa, ausgebildet. Und man merkt Luiza an, dass sie die Arbeit mit der Natur und den Menschen besonders mag. Ihre Stimme ist leise, passt sich der Atmosphäre im Wald an. Die drei Stunden, die wir im Wald verbringen, werden mit Übungen ausgefüllt, die einem den Wald und die Natur näherbringen und den Stress vergessen machen. Ohne körperliche Anstrengung aber mit erhöhter Achtsamkeit lernen wir die natürlichen und beruhigenden Signale des Waldes mit wirklich allen Sinnen auf sich wirken zu lassen. Eine entspannende und zugleich bewegende Zeit für alle Teilnehmer. Für mich teilweise sogar sehr emotional.

Eingeölt wie eine Sardine

Den Abschluss des Tages bildet eine holistische Ganzkörpermassage. Bei dieser Art der Massage werden bestimmte Viralpunkte stimuliert, die das Nervensystem beruhigen und wohltuende Gelassenheit hervorrufen sollen. Wer bei dieser Massage an die altbekannten Thai- oder Sportmassagen denkt, liegt falsch. Nach den knapp 50 Minuten fühle ich mich zwar eingeölt wie eine Sardine, aber total entspannt. Die Massage löst verspannte Muskulatur auf angenehme Weise und bewirkt eine erhöhte Sättigung des Gewebes mit Sauerstoff. Außerdem wird der Lymphfluss gefördert und wirkt dadurch auch entschlackend.

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Beruhigt das Nervensystem: Die holistische Ganzkörpermassage. (Foto: Falkensteiner Hotel)

Als Jungsbrunnen aus dem Schlaf erwacht

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Die App zeigt bei einer Zwischenmessung an: Die Erholung setzt schon nach einigen Anwendungen ein.

Am letzten Tag war ich morgens besonders gespannt auf die Messung mit dem Vitalmonitor, denn der Tag davor war gespickt mit allen möglichen Entspannungstherapien und Anti-Stress-Übungen. Und es funktioniert scheinbar tatsächlich. Mein technischer Überwachungsapparat meldet: Regenerationsstatus: 100%, Stress: 0%, Herzraten-Variabilität: 47 msek. Und sogar mein biologisches Alter schrumpft auf 38,7 Jahre. Grund genug für die App, mir den Status “Jungbrunnen” zu verleihen. Und so fühle ich mich auch für den Moment.

Nach dem Frühstück startet die Wassertherapie. Ai Chi ist eine Mischung aus Qigong und Tai Chi Chuan, die im Wasser ausgeführt für Erholung, Entspannung und körperliche Kräftigung sorgen soll. Während wir bis zu den Schultern im Wasser stehen, zeigt uns Therapeutin Luzia am Rand des Therapiebeckens die Anti-Stress-Bewegungen, die sich vor allem durch rhythmische Atemübungen und langsame Bewegungen zusammensetzen. Das Wasser hilft dabei, die Balance zu halten.

Trockenes CO2-Bad als letzte Anwendung

Die letzte Anwendung für uns ist gleichzeitig eine sehr spezielle und ein Marienbader Kurklassiker. Das trockene CO2-Bad steigert die Durchblutung, wirkt entzündungshemmend und verbessert die Funktion der Nieren. Aber auch die Produktion der Sexualhormone wird stimuliert. Und damit das Gas richtig wirken kann, werde ich in einen CO2-Anzug gesteckt. Der sieht aus wie ein blauer Müllsack und riecht auch so. Die Mitarbeiterin hilft mir dabei, den Sack bis über den Bauch zu ziehen, um diesen dann mit einem Gummi luftdicht zu verschließen. Danach lässt sie CO2-Gas in den Sack fließen, bis man fühlt wie ein aufgeblasener Luftballon. Zum Schluss kommt noch eine Maske aus Vlies über das Gesicht, die extrem erfrischend wirkt und der Gesichtshaut viel Feuchtigkeit spendet. 20 Minuten dauert die Anwendung.

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Umgeben von CO2 mit Vlies-Maske im Gesicht. (Foto: Falkensteiner Hotel)

Kur 2.0 – Natur und Kur als Geheimrezept für Entspannung

Fazit: Die gute alte Kur und auch die Technik behalten am Ende Recht. Auch nach nur knapp drei Tagen fühle ich mich körperlich erholt. Meine Haut fühlt sich besser und jünger an und auch mein Geist scheint befreiter vom Alltagsstress und den Sorgen zu sein. Ob meine Frau mich bei der Rückkehr überhaupt wiedererkennt? Immerhin bin ich als fast 50jähriger in Hamburg losgefahren und komme nun als knapp 39jähriger aus Marienbad zurück.

Weitere Infos

Der Paketpreis „Durchatmen & Auftanken“ wird vom “Falkensteiner Hotel Gran Med Spa” ab 1.347 € für 6 Tage und 7 Nächte im Einzelzimmer Superior, mit erweiterter Halbpension (inklusive leichtem Mittagssnack) angeboten. Preise für andere Zimmerkategorien bzw Doppelzimmer auf Anfrage. Weitere Infos gibt es auf der Webseite vom Falkensteiner Hotel.

Hinweis in eigener Sache: Die Reise für diesen Beitrag wurde zum Teil unterstützt von Veranstaltern, Hotels, Fluglinien und/oder Tourismus-Agenturen. Wir legen sehr großen Wert auf eine unabhängige und neutrale Berichterstattung, daher sind die Meinungen, Eindrücke und Erfahrungen der jeweiligen Autoren ihre eigenen.
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Die beste Finca der Welt

Es gibt viele Hotel-Oscars: 10 Best Hotels in the World, die „Gold-Liste“, Hideaway des Jahres, Most Outstanding Luxury Place und wie sie alle heißen. Die Finca Cortesin spielt überall mit. Das luxuriöse Landgut bei Marbella unter deutscher Leitung darf sich „Beste Finca der Welt“ nennen. Was hat die Finca Cortesin, was andere nicht haben? Wir haben uns mal ganz genau dort umgeschaut.

Es gibt viele Hotel-Oscars: 10 Best Hotels in the World, die „Gold-Liste“, Hideaway des Jahres, Most Outstanding Luxury Place und wie sie alle heißen. Die Finca Cortesin spielt überall mit. Das luxuriöse Landgut bei Marbella unter deutscher Leitung darf sich „Beste Finca der Welt“ nennen. Was hat die Finca Cortesin, was andere nicht haben? Wir haben uns mal ganz genau dort umgeschaut

Erster Trumpf: Lage, Lage, Lage

 

Vögel zwitschern, Rosenduft liegt in der Luft, hinter grünen Hügeln blitzt das Mittelmeer auf. Ich bin auf dem Land und doch am Meer. Zwischen Marbella und Gibraltar, an der andalusischen Costa del Sol, der zu Recht ein gewisser Rummelfaktor zugesprochen wird – aber hier ist es gaaaaanz ruhig. Traumhaft ruhig. Ich stehe vor dem „Cortijo“, dem Haupthaus, der Finca Cortesin; üppige Geranien ranken vor weißen Gemäuern. Wo gibt es das schon, Finca-Atmosphäre und Beach-Gefühl in einem? Bis zum Finca-eigenen Beach-Club am Strand von Cesares hinunter sind’s nur 1,5 Kilometer, die schafft man auch zu Fuß. Das Ganze eingebettet in einen mega-gepflegten 18-Loch-Golfplatz, wo schon mehrfach die legendären Volvo-Weltmeisterschaften stattfanden. Trotzdem ist sich Golftrainer Ricardo nicht zu schade, mir als Anfängerin ein Training zu geben; Eimer voller Bälle warten auf meinen Abschlag.

Im Auto brauchen wir nur zwanzig Minuten bis zur munteren Nachbarin Marbella mit ihren weißen Gassen, wo sich schon die Windsors und Obamas vergnügten und gerade ein Comeback mit jüngerem, „Normal“-Publikum eingeläutet wird. Auch das Sherry-Paradies Jerez de La Frontera liegt weniger als eine Autostunde entfernt von der Finca Cortesin. Michelle Obamas Foto steht in einigen Schaufenstern Marbellas; die Leute lieben sie hier. Ich höre diskrete Jauchzer wohlerzogener Kinder, die sich den Pool des berühmten Marbella Clubs stürzen, 1947 von Alfonso von Hohenlohe im Auftrag seines Vaters Maximilian von Hohenlohe gebaut. Lebemann Alfonso (der Ex von Ira von Fürstenberg) hat das Promi-Konzept Marbella quasi erfunden; eine Büste erinnert an den 2003 Verstorbenen. In der Altstadt lockt die weiß-gelb getünchte „La Encarnacion“ Brautpaare aus aller Welt; ein fröhlicher Schneider, der ebenfalls Andrea heißt, bestickt eine Schürze mit meinem Namen. Marbella ist lockerer als gedacht

Die 3 Geheimnisse der Finca Cortesin

Fackeln schimmern im Abendlicht, Romantik XXL. Was macht die Finca Cortesin so speziell, dass Reiseexperten von Condé Nast sie zum schönsten Landgut Spaniens und der besten Finca der Welt kürten? Das Raumwunder des 5-Sterne-Anwesens ist überall spürbar: in den üppig gepflegten Gärten wie an den riesigen, aber dennoch lauschigen vier Salzwasserpools, einer davon innen. Mein Urteil nach ein paar Tagen Die Finca hat drei Geheimnisse – Privatsphäre, Understatement UND ein Mega-Angebot: „Unser Luxus ist die Herzlichkeit, bloß keine Arroganz“, sagt mir der deutsche Generalmanager René Zimmer beim Spaziergang über das rund 215 Hektar Quadratmeter große Landgut – viel, viel Platz für Urlauber in 67 Suiten und sechs Villen. Mal gibt man sich rustikal, mal pompös, irgendwie passt alles zusammen.

 

Ich schnuppere an manikürten Spalieren rosafarbener Pompón Villa de Paris. Alles ist nicht nur tipp-top, sondern wirkt wie ein privater Familiensitz – allerdings mit Freizeitfaktor wie ein großes Hotel: Drei Restaurants, japanische Sterneküche, die Kunst-Galerie Javier López, in der auch angesagte Blattmotive gezeigt werden. Dazu kommt eine fast Zen-gleiche Konzentration auf die individuellen Anliegen des Gastes. Ein Pärchen sitzt am Brunnen im Klostergang – ungestört. Hier bin ich keine Nummer, aber werde auch nicht künstlich herum hofiert. Man behandelt mich eher wie ein gute alte Freundin – alles geht, nichts muss.

Zwischen Orient-Lounge und Klostergang


Englische Blumentapeten und Vorhänge im gleichen Muster.
Eine der Alhambra nachempfundene Veranda mit Orientkissen. Ein klösterlicher wirkender Kreuzgang. Natursteinböden. Antiquitäten aus ganz Europa, zusammen getragen von Innenarchitekt Pinto Coelho. Eine Bar wie ein feiner Pub, wo britischer Humor, spanische Gelassenheit und deutsche Neugier eine fröhliche Symbiose eingehen. Was ein überladener Mix sein könnte, ist auf der Finca Cortesin in Architektur und Design geschmackssicherer kombiniert. 2009 wurde das Anwesen von einer Geschäftsfamilie aus Madrid im palastähnlichen, andalusischen Stil gebaut: ein Neubau mit der Seele eines traditionellen Anwesens. Finca heißt „ländliches Anwesen“ auf Deutsch; ob einfach oder schick ist dem Besitzer überlassen. Zimmer gibt’s auf der Finca Cortesin erst gar nicht, sondern ausschließlich lichtdurchflutete, Schnickschnack-freie Suiten mit Terrassen oder Garten, 50 bis 180 Quadratmeter groß, in denen Sisalteppiche auf Steinböden liegen. Mein Reich besteht aus 2 großen, hellen Räumen (80 qm), mit einem fast ebenso großen Marmorbad und Ankleidezimmer – letzteres mit einer weiß-karierten Biedermeier-Bank, was sonst, damit ich entspannt meine Riemchen-Sandalen schließen kann. Es sind, bei allem Luxus, solche Kleinigkeiten, die Reisende glücklich machen.

Endlich mal: ein Spa ohne Allüren!

 

Kennen Sie das Gefühl, im viel zu weiten Hotelbademantel einen Spa zu betreten und unter den prüfenden Blicken des Personals praktisch zur Salzsäure zu erstarren? Nothing like that auf der Finca Cortesin. Unterkühlt geht’s hier nur in der zur Sauna gehörenden Schneegrotte zu, der einzigen Spaniens übrigens. Im Eingang sind Herrenshorts wie Kunst ausgestellt. Clever: Welcher Mann braucht keine neue Badehose? Die Devise der unprätentiösen Spa-Chefin Anna Gutierrez aus Granada: „Immer entspannt bleiben.“ Sie war vorher Chefin im Six Senses Spa in der Dominikanischen Republik und erklärt mir: “Bei uns ist nichts standardisiert.“ Eine Handvoll Spitzentherapeuten aus aller Welt darf, ja soll, eigenen Stil zelebrieren. Ayurveda-Masseuse Tarifa Mahajamege, 40, aus Sri Lanka, ist ein Urgestein, keine weichgespülte Beauty Puppe. Ich höre sie kräftig atmen bei der Behandlung. Es gibt u.a. Tata Harper-Produkte, die hippe Öko-Kosmetik aus den USA.

“Mein Liebling ist die Drei-Bäder-Lösung”

Mein Liebling ist die Drei-Bäder-Lösung. Ein Bereich für Frauen, einer für männliche Gäste und einmal Unisex, jeweils mit komplettem Sauna-Dampfbad-Set, alles in hellem Holz. Die Krönung des derzeit wohl angesagtesten Wellnesspalast der Costa del Sol ist der 25-Meter-Indoorpool in einem verspielt-gläsernen Gewächshaus mit sechs Metern Deckenhöhe – was für ein Kontrapunkt zu den leider oft üblichen Spa-Verliesen im Basement der Luxushotellerie! Ich schwimme wie ein Weltmeister, das salzige Wasser scheint mich schneller über die Bahnen zu tragen.

Einmal Lobster-Paella mit Champagner, bitte!

 

Wenn echte Feinschmecker nicht meckern, muss es gut sein. 75 Sorten Champagner, Lobster-Paella & Austernsülze. Das Küchenwunder der Finca hat Küchenchef Lutz Bösing aus Aachen zu verantworten. „Ich bin kein Freund von Fusion“, erzählt mir der bodenständige Bösing, der seit 30 Jahren in Spanien kocht: „Jede Spezialität muss für sich wirken.“ Auf der Finca Cortesin gibt es 3 Top-Restaurants, das italienische Don Giovanni, das spanische El Jardin de Lutz und Kabuki Raw, geleitet vom jungen baskischen Chef Luis Olarro, der dafür seinen ersten Michelin-Stern mit 28 Jahren einkassierte. Mal im Haupthaus, mal in Nebengebäuden untergebracht, bummelt man voller Neugier und Appetit von einem zum anderen und kann Dinge essen, die man noch nie im Leben probiert hat.

Gambas-Ceviche und Rinderravioli mit Nüssen etwa, beim Italiener Farmspiegeleier mit Trüffel, beim Japaner wechselndem Champagner zu jedem fein getunten Gang mit exotischen Leckerbissen wie Aprikosen-Meerasche in Tempura oder einer 24 Stunden geschmorten Wagyu-Rippe. Doch glücklich machte mich auch eine Kleinigkeit beim Frühstück (selbstverständlich nicht als Büffet sondern à la Carte serviert): Joghurt-Mousse, ein seidenweicher Traum. Ich brauchte es nur einmal zu erwähnen, genauso wie meine Liebe zu den knackigen Mini-Sardinen, schon fand ich abends ein handgeschriebenes Rezept von Lutz auf dem Kopfkissen. Soviel sei verraten: für die Joghurt-Mousse Gelatine, Mineralwasser und einen Siphon benutzen. Und die Sardinen werden besonders knusprig, wenn man sie vor dem Panieren durch Essig zieht.

„Wir führen nicht einmal ein Gästebuch“

 

Illustre Gästenamen könnte man aufzählen. Deutsche Adels-Gesichter, die mir bekannt vorkommen, sehe ich schon beim Frühstück auf der Sonnenterrasse, beschattet von knorrigen Olivenbäumen, aber auch den Kleinunternehmer mit Gattin aus Detmold und eine spanische Großfamilie aus dem nahen Barcelona. „Doch wir führen nicht einmal ein Gästebuch“, betont der deutsche Generalmanager René Zimmer; Diskretion ist Ehrensache. Der 46-Jährige, der bereits im Grand Hotel von St. Petersburg und im edlen La Residencia von Mallorca tätig war, wurde mehrfach unter die 10 besten deutschen Hoteliers im Ausland gewählt. Der schlanke Bautzener führt das spanische 5-Sterne-Landgut mit entspannter Hand – zumindest wirkt es so nach außen. Die Gäste, so erzählt er mir, kämen aus aller Welt, von den britischen Inseln, ein knappes Drittel aus Deutschland und aus Spanien und Amerika. Ein Drittel kommt zum Golfen. Und es bleibt ungesagt, aber es ist klar: Wenn ein Mann gut essen, die Frau relaxen und vielleicht in Marbella shoppen will, beide ihre Ruhe haben wollen und der gemeinsame Nenner lässiger Luxus ist – dann könnte das märchenhafte Landgut der absolut perfekte Urlaubsort sein.

Was hatte ich auszusetzen an der „Besten Finca der Welt“? Eigentlich nichts, außer natürlich, dass ein Besuch nicht vom Taschengeld zu bezahlen ist. Sterneküche, Perfektion und Liebe zum Detail haben nun mal ihren Preis. Aber eins ist auch klar: Es gibt bezahlbaren und unbezahlbaren Luxus – und letzterer kann natürlich auch ein Glas Wein und Oliven mit dem Liebsten auf der einfachsten Finca der Welt sein…

Tipps & Informationen

Finca Cortesina lageAnreise: Auf einem Areal von 215 Hektar im Süden Spaniens zwischen Marbella und Sotogrande liegt die Finca Cortesin, ein 5-Sterne-Landhotel mit Golf & Spa, sowie eigenem Strand mit Beachclub. Vom Flughafen Malaga ist sie in ca 50 Minuten zu erreichen

Saison: Die Finca Cortesin ist ganzjährig geöffnet, geschlossen nur vom 8.-21. Januar 2019.

Spa: Für Fincagäste frei, Tagespass für externe Besucher 100 Euro, mit einer Wellness-Behandlung 35 Euro. Massagen 50 Min. ab ca 150 Euro

Preise: Mit Hin- und Rückflug nach Malaga, Privattransfers vom Flughafen zur Finca und zurück, drei Übernachtungen in einer Junior Suite / Frühstück beispielsweise ab 1.375 Euro pro Person über airtours. Ansonsten liegen die Preise ab 585 Euro pro Nacht und Suite (für zwei Personen mit Frühstück) bis 8.800 Euro pro Nacht für die teuerste Villa

Restaurants: Im italienischen „Don Giovanni“ der Finca Cortesin Vorspeisen ab 11 Euro, Pasta ca 15 – 30 Euro, Hauptspeisen ca 25 – 35 Euro. Im spanischen El Jardin de Lutz Vorspeisen um 25 Euro, Hauptspeise ca 35 – 45 Euro. – Im „Kabuki Raw“ mit einem Michelin-Stern Menü ab 140 Euro.

Hinweis in eigener Sache: Die Reise für diesen Beitrag wurde zum Teil unterstützt von Veranstaltern, Hotels, Fluglinien und/oder Tourismus-Agenturen. Wir legen sehr großen Wert auf eine unabhängige und neutrale Berichterstattung, daher sind die Meinungen, Eindrücke und Erfahrungen der jeweiligen Autoren ihre eigenen.
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Rom ganz ohne Petersdom und Trevibrunnen

Rom ist bekanntlich eine der grandiosesten Städte, die man als kultur- und lifestyleverliebter Mensch besuchen kann. Doch die Stadt auf sieben Hügeln birgt auch einige Touristenfallen. Hier kommen die Dos and Don’ts für individuelle Rom-Entdecker.

Rom ist bekanntlich eine der grandiosesten Städte, die man als kultur- und lifestyleverliebter Mensch besuchen kann. Doch die Stadt auf sieben Hügeln birgt auch einige Touristenfallen. Hier kommen die Dos and Don’ts für individuelle Rom-Entdecker.

„Unsere Straßen sind schon sehr, sehr alt“

„Unsere Straßen sind schon sehr, sehr alt“, entschuldigt sich Fabrizio, der mit seinem grau melierten Lockenkopf und dem klassischen Profil wie die lebendige Version einer antiken Statue daherkommt. Mit schnellen Handbewegungen und charmantem Grinsen rückt er den kleinen Bistrotisch zurecht, der auf dem römischen Holpersteinpflaster beständig hin- und herklappert und den Café in den dickwandigen Tassen wie auf hoher See zum Schwappen bringt.

 

Ja, Roms Straßen mit den blank polierten Sanpietrini-Steinen sind tatsächlich alt – vieles in der ewigen Stadt ist alt, sehr alt sogar. Einiges ist deshalb von unschätzbarem Wert.  Anderes zeigt diese unverwechselbare charmante Patina, die diese Stadt so liebenswert macht und die Scharen von Touristen anzieht, die all die ikonischen Hinterlassenschaften der Antike, Renaissance und des Barocks bewundern wollen und es gleichzeitig genießen, sich beschwingt wie die Römer durch die Tage treiben zu lassen.

 

Die gute Nachricht: Es ist kinderleicht, den Touristenströmen zu entgehen, denn Rom bietet eine derartige Fülle an weltweit gefeierten Attraktionen, dass viele grandiose Sehenswürdigkeiten in die zweite Reihe rücken und schon fast ein Nischendasein führen. Ein paar Gassen jenseits der ganz großen Touristenshow, im Stadtviertel nebenan oder am Abend, wenn die Reisegruppen abgezogen sind, zeigt die Stadt wie eh und je ihren Zauber.

Ein Leben reicht wohl nicht aus, um all die geheimen Ecken, versteckten Plätze, Cafés und Restaurants zu entdecken, die Rom zu bieten hat. Doch ein paar Ratschläge kann man schon beherzigen, wenn man Rom jenseits der touristischen Schwergewichte erleben möchte. Wo sollte man wohnen, wo den Café oder die Pasta einnehmen, welche Stadtteile besuchen und von welchem Hügel den Sonnenuntergang bewundern? Prego! Hier geht’s zu den Tipps für entdeckungsfreudige Individualisten.  

Trastevere – Genießer wohnen „jenseits des Tiber“

Ganz klar: Am besten wohnt man in Rom in Trastevere, diesem fast dörflichen, mittelalterlich-malerischen Viertel mit den kleinen Gassen, unzähligen Restaurants, coolen Bars und kleinen Shops. Vom Mini-Antiquariat bis zur hippen Boutique. 

 

Von Großstadt-Hektik keine Spur. Wer hier lebt, ist Genießer. Morgens schlappen die Römer zum Brötchen holen, mittags genehmigen sie sich ihre Pasta samt kühlem Weißwein in einem Straßenbistro und abends warten sie geduldig vor den angesagten Restaurants, bis irgendwo ein Minitischchen frei wird. Wer Rom wie die Einheimischen erleben möchte, ist hier goldrichtig. Nur die großen Plätze wie den Piazza Santa Maria sollte man meiden, wenn man nicht in einem überteuerten Touristenladen landen möchte. Besser man schaut nach einer versteckten Gasse. Dort sind die Atmosphäre perfekt, die Antipasti, Filetti und Spaghetti hervorragend und die Preise moderat.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, geht schon tagsüber vorbei und reserviert einen Tisch. Für die Übernachtung kann man sich eine Airbnb-Unterkunft suchen, dann ist man mittendrin. Auch logistisch liegt Trastevere, was übrigens „jenseits des Tiber“ bedeutet, ideal. Das historische Zentrum ist zu Fuß gut erreichbar. Oder man fährt für kleines Geld mit der Straßenbahn der Linie 8 zum Piazza Venezia beziehungsweise nimmt ein Taxi, was ebenfalls preislich akzeptabel ist. Aber Achtung: Nur mit eingeschaltetem Taxameter fahren oder den Preis vorher ausmachen. Wie in vielen Metropolen sind auch in Rom Halsabschneider unterwegs.

Sonnenuntergang – am schönsten vom Hügel

In Rom scheint es mehr Verliebte zu geben als anderswo auf der Welt. Überall schlendern Pärchen eng umschlungen durch die Gassen und sitzen Händchen haltend auf Brückengeländern oder Brunnenmauern. Noch größer wird die Verliebtenquote in den romantischen Abendstunden, die man am besten auf einem Hügel verbringt.

 

Den schönsten Sonnenuntergang erlebt man auf dem Monte Pincio, den man von der Piazza del Popolo über einen imposanten Treppenaufgang erklimmen kann. Der Blick auf den Platz mit dem Obelisken, auf den Tiber und den Petersdom ist grandios. Von dort kann man auf einem Höhenweg zur Villa Medici schlendern und erreicht wenig später die Kirche Trinità die Monti oberhalb der Spanischen Treppe. Der bevorzugte Sonnenuntergangshügel der Einheimischen ist der Aventin. 

 

Hier wandelt man durch einen Orangengarten, lauscht Jazzmusikern und schaut gebannt auf die Stadt, die sich langsam golden färbt. Wer in Trastevere wohnt, hat es nicht weit zum Gianicolo, der ebenfalls einen atemberaubenden Blick auf Rom bietet. Wer die Treppen auf den Hügel geschafft hat, wird nicht nur mit einer fantastischen Kulisse belohnt, sondern fühlt sich beim Anblick des mächtigen Brunnens geradewegs in den Sorrentino-Film „La Grand Bellezza“ hineinversetzt, dessen Eröffnungsszene hier gedreht wurde. Wenn in den Wintermonaten die Sonne früher untergeht, kann man auch zur Terrazza Caffarelli auf dem Kapitol pilgern. Das Café auf der Dachterrasse steht auch Gästen offen, die nicht Museumsbesucher sind, und bietet das volle Panorama auf die Ewige Stadt. Aber Achtung: Das Café schließt um 19 Uhr.

Testaccio – Foodtour im „Normalo“-Viertel

Das Stadtviertel Trastevere trotzt den Touristen und hat sich seinen Charme bewahrt. Wer es allerdings noch authentischer möchte, sollte einen Ausflug ins benachbarte Testaccio unternehmen. Nur wenige Touristen verirren sich in das ruhige und unaufgeregte ehemalige Arbeiterviertel, das mittlerweile gerne von Künstlern, Filmleuten und Designern als Wohn- und Arbeitsstätte gewählt wird.



Vor allem ist das Stadtviertel interessant für das, was man heute allgemein als „Foodtour“ bezeichnet. Einige spezialisierte Anbieter bieten solche kulinarische Spaziergänge an, doch lassen sie sich auch wunderbar auf eigene Faust unternehmen. Starten sollte man unbedingt in der Pasticceria Barberini an der Via Marmorata. 

 

Livrierte Kellner wuseln hinter dem Tresen in dem winzigen Café, häufen Minitörtchen auf die Teller und lassen wie am Fließband Espresso aus der Maschine strömen. Die Überraschung ist die Kundschaft: Hier finden sich die Normalos des Viertels ein – vom Familienvater mit Kleinkind auf dem Arm über Freundinnen, die sich zu einem Schwätzchen treffen, bis zu Jugendlichen, die sich ebenfalls gerne eines der köstlichen Küchlein genehmigen. 

 

Gleich neben dem Barberini wartet ein weiterer Gourmettipp: das Volpetti, ein Feinkostladen, der über und über mit Köstlichkeiten gefüllt ist. Um die Ecke ist die Taverna Volpetti, in der dicke Schinken unter der Decke hängen und deren Wände mit Weinregalen dekoriert sind. Hier lässt sich – zu sehr moderaten Preisen – vom Feinsten schlemmen und genießen.

Als Geheimtipp in Testaccio wird, ganz zu Recht, Trapizzino gehandelt. Genau genommen handelt es sich um ein Take-away, aber einen der besonderen Art. Raffiniert gewürzte Füllungen aus Fleisch, Gemüse und Sauce werden in knusprigen Brotecken serviert. Wer möchte, erhält einen Ständer für die Spezialsandwiches und kann diesen ins Lokal nebenan mitnehmen.

 

Für den Nachtisch kann man dann noch zum Angel’s House auf ein Eis gehen. Mango, Apfel, Feige? Dort gibt’s alles, lecker dekoriert und freundlich serviert. Hier noch ein Kunsttipp für Testaccio: Einen ungewöhnlichen Blick auf antike Kunst bietet das Centrale Montemartini an der Via Ostiense. 400 römische Statuen werden im ehemaligen Elektrizitätswerk ausgestellt und können inmitten von Dampfturbinen aus ganz ungewöhnlicher Perspektive betrachtet werden.

Kunst mal anders – berühmte Gemälde an versteckten Orten

Selbst Kunstbanausen reizt es zuweilen, einmal eines der ganz großen Werke zu bestaunen, ein Gemälde von Michelangelo etwa oder eines von Botticelli oder Raffael. Klar kann man versuchen, ein Zeitfenster in der Sixtinischen Kapelle zu ergattern und sich umdrängt von Menschen dem Kunstgenuss hingeben. Doch in Rom geht das auch viel einfacher und ganz stressfrei.

 

Ein wunderbarer Tipp ist ein Besuch der Villa Farnesina in der Via della Lungara in Trastevere. Ein reicher toskanischer Bankier ließ sie bauen und mit kostbaren Wandgemälden bestücken. Nur wenige Besucher wandeln durch die Hallen, so dass man die Gemälde von Raffael und seinen Mitstreiter ganz für sich hat. Einer der ganz großen Malernamen ist auch Caravaggio, ein von Legenden umrankter Künstler des Frühbarocks.

 

Drei mächtige Gemälde des Italieners sind in einer Kapelle der Kirche San Luigi dei Francesi nahe des Piazza Navona zu sehen. Allerdings sollte man 1-Euro-Stücke bereithalten, denn nur gegen Geld wird die Kapelle beleuchtet. Wer ungestört von Menschenmassen eines der zarten harmonischen Gemälde von Raffael studieren möchte, kann das in der Kirche Santa Maria della Pace machen. Im Kreuzgang nebenan lädt übrigens ein verstecktes Café zu einer kunstsinnigen Pause ein.

Überlebenstipps – so geht es ohne Stress durch Rom

Städtereisen sind anstrengend, vor allem wenn sie in große Metropolen mit hohem Sightseeing-Faktor wie Rom führen. Um die Tage in Rom entspannt zu genießen, sollte man einige Tipps beachten.

Schuhwerk: Bequeme Schuhe sind beim Sightseeing sowieso Pflicht. Doch in Rom sollte man auf Stöckelschuhe auch dann verzichten, wenn die Wege kurz sind. Viele Straßen sind mit Kopfsteinpflaster bestückt, so dass hohe Hacken das Gehen quasi unmöglich machen. Auch die ansonsten schick gestylten Römerinnen setzen auf flache Schuhe.

Koffer: Leichtes Gepäck ist immer ein guter Tipp auf Reisen. Doch auch dieser Grundsatz sollte für Rom besonders beachtet werden. Viele Orte und Häuser sind nicht mit dem Fahrzeug erreichbar, weil die Zufahrten gesperrt sind oder Treppen überwunden werden müssen. Schwere Koffer sind in diesen Fällen überaus lästig. Auch Rollkoffer helfen nur bedingt, da das Kopfsteinpflaster das Ziehen erheblich erschwert.

Wasser: Teures Flaschenwasser muss man in Rom nicht kaufen. Überall finden sich Brunnen, die sogenannten „Nasoni“, aus denen es fleißig sprudelt. Die Gratis-App „I Nasoni di Roma“ fürs iPhone zeigt alle Standorte. In etlichen Waschräumen wird der Wasserhahn übrigens mit einem Fußhebel in Gang gesetzt. Also erst einmal nach unten schauen, wenn sich kein geeigneter Knopf findet. 

Nepp: Die überwiegende Zahl der Restaurants in Rom ist kulinarisch auf der Höhe, hat einen netten Service und ist nicht zu teuer. Trotzdem sollte man auf die Speisekarte schauen, bevor man sich setzt. Vor allem an touristisch belebten Plätzen gibt es schwarze Schafe, die die üblichen Preise gut und gerne verdoppeln, ohne Qualität zu bieten. Gleiches gilt für Taxifahrer. Es empfiehlt sich, nur mit Taxameter zu fahren, vor allem wenn man Distanzen und Preise nicht kennt. Fahrkarten für Busse und Straßenbahnen gibt es übrigens am Kiosk. Aber Achtung: Am Sonntag sind diese in der Regel geschlossen.

Hinweis: Werbung, da Orts- & Markennennung. Die Reise erfolgte auf Einladung

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Mit dem Wohnmobil nach Kroatien

Lasst uns doch mit einem Wohnmobil nach Kroatien fahren! Die Idee für den nächsten Urlaub in den Ferien war schnell gefunden. Und auch das Ziel, obwohl wir ursprünglich in die Toskana wollten. Doch Italien schien uns in den Sommerferien zu überlaufen. Und Kroatien gilt immer noch als Geheimtipp: Tolle Natur, günstige Preise, gutes Wetter. Also Wohnmobil beladen, einsteigen und los. Eine Fahrt ins Blaue beginnt, bei der nur das Ziel feststeht.

Lasst uns doch mit einem Wohnmobil nach Kroatien fahren! Die Idee für den nächsten Urlaub in den Ferien war schnell gefunden. Und auch das Ziel, obwohl wir ursprünglich in die Toskana wollten. Doch Italien schien uns in den Sommerferien zu überlaufen. Und Kroatien gilt immer noch als Geheimtipp: Tolle Natur, günstige Preise, gutes Wetter. Also Wohnmobil beladen, einsteigen und los. Eine Fahrt ins Blaue beginnt, bei der nur das Ziel feststeht.

7,5 Meter lang – Unser rollendes Hotelzimmer

Doch zunächst müssen wir unser Wohnmobil beziehen. Der 7,5 Meter lange Riese hat gerade mal 20 Kilometer auf dem Tacho, als wir den TUI-Camper in Lüneburg in Empfang nehmen. Er bietet Platz für vier Personen. Ein Doppelbett im Fond des Fahrzeugs und ein Doppelbett in der Mitte, das via Elektromotor bis unter das Fahrzeugdach gefahren werden kann und so keinen Platz im Wagen wegnimmt. Ansonsten hat der IXEO Time IT 726G alles, was ein fahrendes Hotelzimmer braucht: Küche, Bad, Dusche und eine Sitzecke für vier Personen mit Esstisch und Blick auf einen Flat-TV.

mit dem wohnmobil nach kroatien - Joerg Baldin - Mosel (1 von 5)

Der TUI-Camper war unser fahrendes Hotelzimmer. Mit dem Wohnmobil nach Kroatien in 14 Tagen. (Fotos: Jörg Baldin)

Die Reise startet am Samstagmorgen. Das erste Ziel? Unbekannt. Wir fahren in Richtung Mosel und suchen uns dort einen Campingplatz. Extra dafür habe ich mir eine App auf meinem Smartphone installiert, die die meisten Campingplätze auf unserer Tour kennt. Eine gute Idee, wie sich im Verlauf der Reise herausstellt. Mit dem „Bären-Camp“ in Bullay an der Mosel steht unser erster Ziel, etwa 570 Kilometer von Hamburg entfernt, fest. Auf der mehr als acht Stunden dauernden Fahrt lernen wir vor allem die Maße des Wohnmobils kennen, denn auf der Stecke vorbei an Bremen, Münster, Osnabrück, Köln und am Nürburg-Ring sind es vor allem die engen Baustellen der A1, die einem noch das Fürchten lernen.

Nach acht Stunden erreichen wir die Mosel

Nach etwa acht Stunden Fahrtzeit haben wir die Mosel erreicht. Der kleine Ort Bullay empfängt uns mit strahlendem Sonnenschein und die Mosel mit spiegelglatter Wasseroberfläche. Fast zu schön für Deutschland, könnte man denken. Beinahe schon kitschig. Der Campingplatz, wie wir im Laufe unserer Tour erfahren, ist recht klein und sehr ruhig. Unser Stellplatz liegt direkt am Fluss. Relativ schnell ist das Wohnmobil in Parkposition gebracht, Markise rausgekurbelt, Tische und Stühle sowie Gasgrill und –flasche aus dem hinteren Stauraum geholt und die Fahrräder vom Gepäckträger genommen.

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mit dem wohnmobil nach kroatien - Joerg Baldin - Mosel (1 von 5)

Der TUI Camper auf unserer Reise war vom Typ Family-Standard und ausgestattet mit allem, was man für eine Reise mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern benötigt. Die Vermietung erfolgte über McRent in Brietlingen / Lüneburg.

Ein Camper mit dem TUI Optimalpaket bei dem TUI-Qualitätspartner McRent kostet für eine Woche ab EUR 735.

Das Optimalpaket beinhaltet:

  • Vollkaskoschutz mit Erstattung der Selbstbeteiligung
  • Haftpflichtversicherung mit mind. 7,5 Mio. € Deckungssumme
  • Unbegrenzte Kilometer
  • Bereitstellungsgebühr
  • Fahrzeugausstattung
  • Campingtisch und -stühle

Buchbar über TUI Camper

Noch viel wichtiger ist der Stromanschluss, der mittels einer Kabeltrommel und den entsprechenden Adaptern ein Kinderspiel ist. Routinearbeiten eines Campers nach erfolgreicher Ankunft auf dem Campingplatz. Was heute noch sehr lange dauert, wird im Laufe des Urlaubs perfektioniert. Und weil es so schön ist, wird auch die Satellitenschüssel ausgefahren, die sich von ganz alleine den richtigen Satelliten sucht, damit wir auch den Fernseher im Camper ausprobieren können. Camper-Herz, was willst Du mehr?

 

Am nächsten Tag wird nach einem fabelhaften Frühstück an der Mosel alles wieder im Wohnmobil verstaut. Unser nächstes Ziel soll der Bodensee sein. Wieder fahren wir einfach los, ohne zu wissen, wo genau wir die nächste Nacht verbringen. Dennoch haben wir eine Änderung in unserem Reiseplan. Anstatt der einen Nacht mit anschließender Weiterfahrt haben wir uns für eine weitere Übernachtung am Bodensee entschieden. Was bringt einem eine schöne Tour durch Deutschland, wenn man alles nur von der Autobahn aus sieht? Und der Bodensee, der immerhin drei Länder berührt, ist immer eine Reise wert. So kommen wir mit Hilfe der App an einem schönen Campingplatz am Bodensee an, der leider belegt ist. Ein Platz weiter haben wir Glück.

Bäume sind der natürliche Feind für Wohnmobile

Wir finden ein Platz für zwei Nächte auf dem Campinglatz Schloß-Kirchberg in der Nähe von Hagnau und können unseren Camper wieder in Parkposition bringen. Allerdings ohne TV-Empfang, denn ein Baum stört die Verbindung zum Satelliten. Ein immer wiederkehrendes Problem für Camper, wie wir den Rest der Reise erfahren werden. Bäume sind der natürliche Feind für Wohnmobile und Wohnwagen. Ein weiterer Feind sind Straßen. Nach der ersten ruhigen Nacht an der Mosel ist dieser Stellplatz in unmittelbarer Nähe einer vielbefahrenen Straße, die so laut ist, dass die beiden Camper neben uns nach der ersten Nacht die Flucht antreten und weiter nach Österreich fahren. Wir nicht, wir bleiben!

Nachdem am Stellplatz alles klar ist, folgt der lang ersehnte Sprung in den Bodensee und danach ein neues Familienritual: Der Gasgrill wird angefeuert und mit Thüringer Bratwurst belegt. Abendessen auf einem Campingplatz.

 

Unseren Tag am Bodensee verbringen wir zunächst mit einer Bootsfahrt in Richtung Mainau. Die Blumeninsel ist zu dieser Jahreszeit das Ziel vieler Urlauber. Mein letzter Besuch von Mainau war 1987, seitdem ist viel passiert. Auch wenn ich mich nur noch schemenhaft an die Insel erinnern kann. Mainau ist die drittgrößte Insel im Bodensee und seit 1974 in adligem Besitz. Graf Lennart Bernadotte hat die Insel gekauft und in die extra gegründeten „Lennart-Bernadotte-Stiftung“ überführt. Auch heute noch wohnt der Graf mit seiner Frau Sandra Gräfin Bernadotte auf der Insel. Bei gefühlt 40 Grad im Schatten ist ein Spaziergang mit zwei Kindern sehr mühsam und endet abrupt an dem 100 Quadratmeter großen Mainauer Kinderland „Wasserwelt“ mit vielen Wasserbecken und eben viel Wasser. Viele Eltern wussten das und haben für die Kinder Wechselkleidung mitgenommen. Wir nicht! Was auch bei diesen Temperaturen nicht schlimm war.

Nur mühsam bekommen wir die Jungs von der Wasserwelt weg, denn wer auf der Insel ist, sollte sich auf jeden Fall das Schmetterlingshaus anschauen. Mit rund 1.000 Quadratmeter ist das Haus das zweitgrößte seiner Art in Deutschland. Im Inneren des Hauses herrscht bei 26 Grad und etwa 80 bis 90 Prozent Luftfeuchtigkeit eine tropische Umgebung mit Wasserfällen, exotischen Gewächsen und Blumen. 700 bis 1.000 bunte Falter aus bis zu 80 verschiedenen Schmetterlingsarten fliegen je nach Jahreszeit in dem Schmetterlingshaus, vor allem südamerikanischer Herkunft, frei zwischen den Besuchern durch die Tropenlandschaft umher.

Unwetter in Österreich verändert unsere Tourenplanung

Von Hagnau am Bodensee sollte es eigentlich über Österreich weiter nach Kroatien gehen. Das Wetter machte und allerdings einen Strich durch die Rechnung. Unwetter in den Bergen. Wir planen unsere Tour um, verkürzen damit allerdings auch die Zeit in Kroatien. Wir fahren über die Schweiz und Italien nach Krk und machen aus unserem Wohnmobilurlaub eine Europatour.

Vom Bodensee in die Schweiz ist es nur ein kurzer Weg. Unser Ziel ist der Luganer See, an dem wir wieder zwei Übernachtungen planen. Nach der Grenze wird in der Schweiz erstmal eine Vignette für 40 Euro fällig, egal wie lange man im Land bleibt. Am Ende kleben drei solcher Vignetten an der Windschutzscheibe: Schweiz, Österreich und Slowenien. Italien kassiert die Maut auf der Autobahn ab.

In Lugano mit der Standseilbahn auf den Monte Brè

Unser Campingplatz „La Palma“ in Lugano liegt direkt am Luganer See. Wir haben einen perfekten Stellplatz unmittelbar am See mit freiem Blick aufs Wasser. Der Platz selbst ist schon etwas in die Jahre gekommen, dafür wird „La Palma“ der teuerste Campingplatz unserer Reise werden. Nachdem wir den Camper in Position gebracht haben, sind die Kinder längst im Wasser verschwunden. Natürlich wird der Grill wieder gestartet und mit Blick auf die Berge und den See im Sonnenuntergang fehlt zum perfekten Bild nur noch ein Motorboot mit Wasserskiläufer. Camping kann so schön kitschig sein.

Den Tag in Lugano nutzen wir zum Sightseeing. Die Stadt liegt wunderschön am See und mit der Touristenkarte vom Campingplatz können wir die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos nutzen. Das gilt nicht für die Standseilbahn, die auf den Monte Brè führt. Wer dort allerdings hochfährt, bekommt einen wundervollen Blick auf die Bucht von Lugano und die Walliser und Berner Alpen. Auf dem Gipfel (925 Meter hoch) befinden sich eine Aussichtsplattform mit Café sowie eine Marienkapelle, die eine Madonnenstatue enthält.

 

Happy Hour und Poolparties on Lignano Sabbiadoro

Von Lugano nach Krk sind es noch etwa 600 Kilometer, die mit dem Wohnmobil nur mit großer Anstrengung in einer Tour zu fahren sind. Also entschließen wir uns noch zu einem Übernachtungs-Stopp in Italien. Das Ziel ist Lignano Sabbiadoro. Lignano erstreckt sich in Form einer Halbinsel über die nordöstliche Hälfte des Tagliamento-Deltas zwischen der Lagune von Marano und der offenen Adria. Der Campinplatz gleicht einem Clubhotel ohne Hotel. Animation wohin das Auge reicht. Der Platz selbst ist sehr groß. Wir finden aber einen ruhigen und schattigen Stellplatz, bauen den Camper um und fahren mit den Rädern an die Adriaküste, die zu Fuß etwa zehn Minuten entfernt ist.

 

Schon auf dem Weg zum Strand wird uns klar, dass dieser Badeort alles andere als beschaulich ist. Überall Restaurants und Bars, die mit möglichst lauter Musik Gäste anwerben. Happy-Hour hier, Poolparty da. Der Sandstrand ist ein Meer aus Liegen und Sonnenschirmen. Da wir erst gegen 18 Uhr am Strand sind, will ich mir gar nicht vorstellen, wie es hier tagsüber aussieht. Das Meer ist schön warm, etwas wellig und für uns nach der Tour eine willkommene Erfrischung.

mit dem wohnmobil nach kroatien - Joerg Baldin - Krk Kroatien (1 von 12)

Mittagspause in Slowenien: Spanferkel gehört dazu. Extrem lecker!

Am nächsten Morgen brechen wir nach dem Frühstück auf und haben noch etwa 200 Kilometer vor uns. Mit dem Camper geht’s zurück auf die Autobahn. Wir durchfahren die Slowakei und nach rund drei Stunden Fahrtzeit erreichen wir endlich Kroatien.

Endlich Krk – Endlich Kroatien

Die Insel Krk in Kroatien ist die größte Insel in der Adria und liegt in der Kvarner Bucht, südöstlich von Rijeka. Sie ist seit 1980 durch die riesige Krk-Brücke mit dem Festland verbunden. Durch die Nähe zu Süddeutschland, Österreich und Oberitalien ist Krk ein beliebtes Urlaubsziel, in dem viele Kroaten deutsch sprechen. Aber auch Urlauber aus Ungarn, Tschechien oder Rumänien machen Urlaub auf der Insel.

 

Unser Campingplatz ist Kamp Njivice, der am gleichnamigen Ort Njivice liegt und in zehn Minuten zu Fuß erreicht werden kann. Wir haben Glück, denn wir bekommen den einzigen freien Platz für die nächsten zwei Tage, danach müssen wir nochmal das Wohnmobil auf dem Platz umstellen.

Der Strand am Kamp Njivice ist sehr schön. Glasklares Wasser, das man vor allem wegen der vielen Seeigel und dem steinigen Untergrund nicht ohne Badeschuhe betreten sollte. Und auch der kleine Ort lädt zum Besuch ein. An dem kleinen Hafen findet man nette Restaurants und Bars und von dort aus hat man einen herrlichen Ausblick auf das Festland, an dem abends die Sonne untergeht.

mit dem wohnmobil nach kroatien - Joerg Baldin - Krk Kroatien (2 von 12)

Sonnenuntergang am Strand von Njivice.

Nach vier Nächten in Kroatien treten wir die Heimreise an, die diesmal nur durch eine Übernachtung in der Nähe von Bamberg unterbrochen wird. Am Ende der Reise haben wir mit dem Wohnmobil 3.400 Kilometer zurückgelegt und viele Stunden auf der Straße verbracht. Unser Fazit: Viel gesehen, viel Spaß gehabt, viel gebadet. So sehen doch perfekte Sommerferien aus…

mit dem wohnmobil nach kroatien - Joerg Baldin - bamberg (1 von 1)

Der Campingplatz in der Nähe von Bamberg war die letzte Station auf der Reise mit dem Wohnmobil nach Kroatien.

Hinweis in eigener Sache: Die Reise für diesen Beitrag wurde zum Teil unterstützt von Veranstaltern, Hotels, Fluglinien und/oder Tourismus-Agenturen. Wir legen sehr großen Wert auf eine unabhängige und neutrale Berichterstattung, daher sind die Meinungen, Eindrücke und Erfahrungen der jeweiligen Autoren ihre eigenen.
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Wie Tarzan und Jane

Johnny Weissmüller war echt klasse. Nicht nur als Schwimm-Olympiasieger – auch auf der Kinoleinwand. „Ich Tarzan. Du Jane?“ An seinen Abenteuern konnte man sich als Kind nicht sattsehen. Jetzt aber ist die Gelegenheit da. Einmal für ein paar Stunden selbst zu Tarzan zu werden. Nicht im afrikanischen Dschungel, aber im fränkischen Fichtelgebirge. Am Ochsenkopf kann man sich in schwindelerregender Höhe von Baum zum Baum schwingen. Nicht an Lianen, aber an Stahlseilen. Und man darf als Mann auf die Bewunderung seiner Jane hoffen.

Johnny Weissmüller war echt klasse. Nicht nur als Schwimm-Olympiasieger – auch auf der Kinoleinwand. „Ich Tarzan. Du Jane?“ An seinen Abenteuern konnte man sich als Kind nicht sattsehen. Jetzt aber ist die Gelegenheit da. Einmal für ein paar Stunden selbst zu Tarzan zu werden. Nicht im afrikanischen Dschungel, aber im fränkischen Fichtelgebirge. Am Ochsenkopf kann man sich in schwindelerregender Höhe von Baum zum Baum schwingen. Nicht an Lianen, aber an Stahlseilen. Und man darf als Mann auf die Bewunderung seiner Jane hoffen.

Eine wärmende Jacke? „Nicht nötig“, sagt Andreas Munder, der die sechsköpfige Gruppe zusammen mit Guide Gerd im Ortsteil Fleckl in Warmensteinach am „Bullheadhouse“ begrüßt. Hier ist die Talstation an der Südseite des Ochsenkopfs. „Oben am Gipfel sind es satte 16 Grad. Euch wird garantiert schnell warm“, ergänzt der Geschäftsführer der Tourismus & Marketing GmbH Ochsenkopf mit andeutungsvollem Lächeln. Wie Recht der Mann haben sollte, wird sich später schnell herausstellen. Es geht darum, den „Zipline-Park“ mit Erfolg zu meistern, sich auf drei spannende Stunden – und auf jede Menge Adrenalin zu freuen. Doch zunächst geht’s einmal rein in den Sessellift – und hoch zum Gipfel.

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Fotos: Wilfried Geiselhart

Ochsenkopf ist zweithöchster Berg des Fichtelgebirges

Der sagenumwobene Ochsenkopf ist mit 1.024 Metern der zweithöchste Berg des Fichtelgebirges. Der benachbarte Schneeberg ist mit 1.053 Metern geringfügig höher. Nur gut 20 Kilometer von der oberfränkischen Regierungsstadt Bayreuth entfernt, zieht der Ochsenkopf  im Sommer wie im Winter viele Besucher an, gerade auch weil hier schon seit fast 50 Jahren vom Norden wie vom Süden Sessellifte auf den Berg führen, der in früheren Jahrhunderten als  „der Hohe Vichtelberg“ oder auch Fichtelberg bekannt war. Erstmals wird der Name Ochsenkopf 1495 in Bergwerksakten genannt, als Lorenz von Ploben aus Nürnberg das Bergwerk auf dem Fichtelberge „bei dem Ochsenkopf“ zu Lehen erhält. Das in Fels eingemeißelte Stierhaupt auf dem Berggipfel ist noch heute zu sehen.

Wandern ist im Fichtelgebirge viel, aber nicht alles: Beim Urlaub am Ochsenkopf kann man auch zum erfolgreichen Abseiler werden

In dessen unmittelbarer Nähe soll ein inzwischen eingestürzter Stolleneingang, das so genannte Schneeloch, gelegen haben. Bis heute ist die Herkunft des Namens jedoch nicht eindeutig geklärt. Der Tierkopf könnte der Überlieferung nach ein Symbol für den slawischen Gott Radegast sein, der vielleicht auf dem Berg geopfert wurde. Eine andere Sage wiederum erzählt, dass früher an den Hängen des Berges Ochsen und Kühe weideten. Ein hiesiger Bauer soll einst einen Ochsen verloren und erst Jahre später dessen abgenagten Schädel gefunden haben. Zur Erinnerung soll dann das Bild in den Stein geschlagen worden sein. Am wahrscheinlichsten erscheint die Theorie, dass der Tierkopf ein Zeichen der Alchemisten ist, die dem Planeten Merkur Quecksilber zuordneten. Schließlich wurde in den Bergwerken am Ochsenkopf schon im 15. Jahrhundert Gold, Silber, Zinn, Eisen, aber auch Quecksilber abgebaut. Wie auch immer: Es gilt als sicher, dass das Ochsenkopfbildnis in der Felsgruppe am Schneeloch ausschlaggebend für den heutigen Bergnamen war.

Tarzan lässt grüßen

Zurück zur Gegenwart. Und zurück zu den modernen Abenteurern des 21. Jahrhunderts, die sich heute einer ganz speziellen Herausforderung stellen. Nein, das Herz rutscht (noch) nicht in die Hose. Aber etwas Anspannung ist schon vorhanden angesichts der Tatsache, dass man sich mit Seilrollen an dünnen Stahlseilen in ungeahnte Tiefen stürzen will. Immerhin soll es sich um 16 Teilstrecken handeln, die bis zu 300 Meter lang sind. Immerhin soll man sich später immer wieder an recht überschaubar großen Baumplattformen und auf etwa 20 Meter Höhe befinden. Und immerhin sollen zahlreiche exotische Abseilaktionen verlangt werden. Tarzan lässt also grüßen. Aber das wurde ja bereits gesagt.

Keine Panik. Zuerst das Equipment mit den nötigen Gurten am Körper anpassen. Alles gut verzurren. Guide Gerd hat alles im Griff. Und er erklärt detailliert das gut ausgefeilte Sicherheitskonzept. Man sichert sich also mit zwei Haken, wobei der eine nur zu öffnen ist, wenn der andere verriegelt ist. Wird der eine Haken entriegelt, ist der andere automatisch verschlossen. Das leuchtet ein. Will aber geübt werden. Genauso wie das Einhängen der Seilrolle. Gut, dass es einen Übungshang uns eine kleine Teststrecke gibt. „Learning by doing“ ist die Devise. Na also, geht doch. Noch eins ist wichtig: Einer für alle, alle für einen. Großes Musketier-Ehrenwort. Bevor der Vordermann oder die Vorderfrau sich auf die nächste Etappe macht, klopft er oder sie kräftig auf das Stahlseil – als Startsignal für den Nächsten. Und man wartet auf dessen Ankunft, gibt gegebenenfalls Hilfestellung. Schließlich ist auf der vielleicht einen Quadratmeter großen Holzplattform locker Platz für zwei Leute. Sollte man aus irgendwelchen Gründen in Schwierigkeiten geraten, dann gibt’s unterwegs kaum übersehbare rote Signalpfeifen. Und notfalls ist ja immer noch Gerd da.

Erste Fahrt geglückt – erste Landung auch

Geht’s endlich los? Aber ja. Nach unten schauen? Muss nicht unbedingt sein. Es gilt, die Konzentration hoch zu halten. Schließlich will Tarzan seiner Jane in nichts nachstehen. Wäre ja noch schöner. Haken eins entriegeln und einhängen. Jetzt Haken zwei entriegeln und ebenfalls einhängen. Haken eins ist damit wieder automatisch verriegelt. Die Seilrolle auf das Stahlseil. Beide Haken darauf einhängen. Daran denken, während der Fahrt zur Stabilisierung beide Hände auf der Rolle zu lassen. Und nach gut zwei Drittel der Strecke ein wenig bremsen, indem man mit einer behandschuhten Hand gefühlvoll auf das Stahlseil hinter der Rolle drückt. Erste Fahrt geglückt. Erste Landung auch. Schade, man hätte die legendären Tarzan-Schrei vorher besser üben sollen. Rasant geht es weiter. Beim nächsten Mal darf man sich zur nächsten Station abseilen. Rückwärts, bei Bedarf immer wieder die Beine am Baumstamm leicht abstoßen.

Die einzelnen Wegstrecken werden länger. Das Tempo höher. Das mit dem Bremsen will noch nicht in gewünschter Weise klappen. Und so kommt es, wie es kommen muss. Die Landung scheitert, es geht wieder rückwärts – um anschließend in der Mitte der Strecke zum Stillstand zu kommen. Was nun? Eine rote Pfeife suchen? Gerd um Hilfe bitten? Blödsinn. Selbst ist der Mann. Mit ein paar Muckis und der nötigen Armkraft ist es kein Problem, sich schlappe hundert Meter bis zur Plattform zu ziehen. Also kann es weiter gehen und weiter und weiter. Und es wird immer wärmer. Andreas Munder war mit seiner Vorhersage, keine Jacke zu benötigen, wohl doch auf dem richtigen Dampfer.

Nach zweieinhalb Stunden ist die Talstation erreicht

Komisch, aber jetzt läuft alles wie am Schnürchen. Als ob man nie etwas anderes gemacht hätte. Was, schon vorbei? Nach zweieinhalb Stunden ist die Talstation wieder erreicht. Irgendwie fühlt man sich größer als vorher. Zufriedenes Abklatschen mit allen anderen Teammitgliedern, natürlich auch mit Gerd – und vor allem mit Jane. „Ich bin stolz auf dich. Eigentlich hätte ich nicht gedacht, dass du das so problemlos packst“, sagt sie mit großen Augen.

Weitere zwei Stunden später: Jeglicher Stress ist von Tarzan und Jane abgefallen. Sie entspannen sich im wunderschönen Wellness-Bereich des Landhauses Preißinger und genießen im Ruheraum der Sauna den beschaulichen Blick über die Dächer von Warmensteinach. Beim anschließenden Abendessen schmecken die fränkischen Spezialitäten des Hauses noch besser als sonst. Und das Bier der regionalen Brauerei sowieso. Natürlich sucht Tarzan das Gespräch mit dem Wirt und der Wirtin, um von seinen Heldentaten zu schwärmen. Und er spricht davon, dass es morgen auf die Nordseite des Ochsenkopfs geht, um es auf dem „Alpine Coaster“, einer neuen, schienengeführten Sommerrodelbahn, richtig krachen zu lassen. Das könnte Riesenspaß machen, weiß Tarzan. Aber auch der vom Landhaus leicht zu erreichende „Jägersteig“ will noch erwandert werden. Nicht zu vergessen die bereits fest eingeplante Mountainbike-Radtour. Sie führt vom Gipfel des Ochsenkopfs zu den Quellen von Weißmain und Naab, rund um den Fichtelsee bis zum Naturmoorbad. „Ich habe sicherheitshalber E-Bikes geordert“, sagt Tarzan zu Jane, der ein erleichtertes Lächeln um die Mundwinkel zu huschen scheint. Gut so, schließlich müssen die strapazierten Muskeln zwischendurch auch mal geschont werden.

Tipp der Reiseredaktion

Handyhülle selbst gestalten

Wer solche Abenteuer auf Reisen macht, der möchte auch die wichtigsten Momente auf einem Bild festhalten. Deshalb ist es wichtig, das Smartphone mit der richtigen Smartphonehülle zu versehen, um mögliche Schäden am Handy zu vermeiden. Dafür gibt es unzählige Anbieter, die für die verschiedensten Smartphonetypen Hüllen anbieten. Ein besonderen Service bietet das niederländische Unternehmen GoCustomized. Hier kann man seine Handyhüllen selbst gestalten. Einfach auf der Webseite, wie in meinem Fall, Huawei Hülle selbst gestalten auswählen, Bild hochladen fertig. Wer möchte, der kann auch noch einen Text auf die Hülle schreiben. Nach zwei Werktagen lag die neue Smartphonehülle mit dem individuellen Design im Briefkasten.

Hinweis in eigener Sache: Die Reise für diesen Beitrag wurde zum Teil unterstützt von Veranstaltern, Hotels, Fluglinien und/oder Tourismus-Agenturen. Wir legen sehr großen Wert auf eine unabhängige und neutrale Berichterstattung, daher sind die Meinungen, Eindrücke und Erfahrungen der jeweiligen Autoren ihre eigenen.
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Piraten in Sicht

Kleine und große Piraten ahoi und klar zum Entern – seit ein paar Wochen treiben wilde Seeräuber im Legoland Deutschland in der Nähe von Günzburg ihr Unwesen und haben es sich sogar richtig gemütlich gemacht. Natürlich wie es sich gehört in einem eigenen Piratenhotel samt Anlegestelle für das große Piratenschiff.

Kleine und große Piraten ahoi und klar zum Entern – seit ein paar Wochen treiben wilde Seeräuber im Legoland Deutschland in der Nähe von Günzburg ihr Unwesen und haben es sich sogar richtig gemütlich gemacht. Natürlich wie es sich gehört in einem eigenen Piratenhotel samt Anlegestelle für das große Piratenschiff.

Wer das Legoland kennt weiß, hier ist alles bis ins kleinste Detail durchdacht. Das Feriendorf, in unmittelbarer Nähe des Freizeitparks, ist in den vergangenen Jahren rasant gewachsen. Angefangen hat alles vor ein paar Jahren mit einzelnen Themenhäusern. Mit der Zeit wuchs die Nachfrage und komplette Hotels, samt Restaurants und Cafés wurden gebaut. Nun gibt es seit diesem Jahr ein neues Themenhotel. Ganz im Stil der fruchteinflössenden Piraten.

Pirateninsel und Co.

Ich finde es immer wieder beeindruckend wie es Lego schafft, in kürzester Zeit eine eigene Themenwelt au