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Afrika

Flagge Afrikanische UnionAfrika ist einer der Kontinente der Erde. Seine Fläche von 30,2 Millionen km² entspricht etwa 22 % der gesamten Landfläche des Planeten, er hat eine Bevölkerung von circa 1,3 Milliarden Menschen (2017). Damit ist er sowohl nach Ausdehnung wie nach Bevölkerung der zweitgrößte Erdteil nach Asien. Nahezu alle afrikanischen Staaten sind Mitglied der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union. (Wikipedia)

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Wilde Küste Mosambik – Geheimtipp für Afrika-Kenner

Sonnenstrahlen brechen durch die Krone des Wasserbeeren-Baums. Perlhühner flitzen über Pisten, die hier aus Sand und nicht aus roter Erde bestehen, wie sonst in Afrika. Einzigartig ist die Kombination von Safari und Strand im Süden Mosambiks. Das 678 Quadratkilometer große Meeresreservat von Ponta do Ouro und das tausend Quadratkilometer große Maputo Special Reserve Naturschutzgebiet bilden eine Einheit. Kaum haben wir das Jurassic-Park-ähnliche Eingangstor des Reservats passiert, sehen wir am Piti See Flusspferde gähnen und Störche mit gelben Schnäbeln über grüne Grasinselchen staksen.

Sonnenstrahlen brechen durch die Krone des Wasserbeeren-Baums. Perlhühner flitzen über Pisten, die hier aus Sand und nicht aus roter Erde bestehen, wie sonst in Afrika. Einzigartig ist die Kombination von Safari und Strand im Süden Mosambiks. Das 678 Quadratkilometer große Meeresreservat von Ponta do Ouro und das tausend Quadratkilometer große Maputo Special Reserve Naturschutzgebiet bilden eine Einheit. Kaum haben wir das Jurassic-Park-ähnliche Eingangstor des Reservats passiert, sehen wir am Piti See Flusspferde gähnen und Störche mit gelben Schnäbeln über grüne Grasinselchen staksen.

Safari und Strand auf Tuchfühlung

 

Beim Safari-Picknick erzählt unser Guide Lorenzo Paco von einem Hippo, das sich verirrte zwischen Park und Strand, nicht mehr zurückfand und im Salzwasser verendete. „Wir fanden seinen toten Körper beim Tauchen“, erinnert sich der 39-Jährige. Ein trauriger Unfall. Dabei will das Maputo Reservat gerade ein Zufluchtsort für wilde Tiere sein, darunter 500 wieder angesiedelte Elefanten und über 400 Schmetterlingsarten; Rhinos und Buffalos sollen folgen. Ein Brutkasten der Natur in einer Region, wo Impalas und Gnus viele Bürgerkriegsjahre hindurch eher im Kochtopf landeten. Wohl kaum irgendwo auf der Welt liegen Beach und Busch so dicht beieinander wie im Süden Mosambiks. Alles wirkt noch ursprünglich, die wilden Strände sind menschenleer.

Unter den Top 10 Afrikas: White Pearl Luxusresort am Ponta Mamoli Strand

 

Eben noch sah das Meer aus wie auf Sylt in der Nebensaison. Starke Brandung, ein einsamer Strand, von hohen Dünen umsäumt. Ich schaue von meiner privaten Holzterrasse auf die schäumenden Wellen. Tropischer Busch umgibt meinen Strandbungalow, der wie ein Baumhaus auf Stelzen über der Dünenlandschaft steht: Die Stelzen und hölzernen Gangways sind mir sehr recht; wer weiß, was hier so alles in dem Dickicht kreucht und fleucht? Mosambik ist nichts für Angsthasen. Aber auf der Suche nach dem perfekten Strand kommt meine Neuentdeckung dem Traum ziemlich nahe. Experten haben den Ponta Mamoli Strand südlich von Mosambiks Hauptstadt Maputo kürzlich unter die Top-10-Strände Afrikas gewählt.

Ein erstes Luxus-Hotelresort, das „White Pearl“ mit 21 Beachhäusern im lässigen Ibiza-Stil, thront über dem Meer. Originell und stylish die Einrichtung: ein Ohrensessel auf Sand statt „Weinkeller“, ganz in Weiß gehalten mein Luxusbungalow. Ich liege in der Wanne und schaue direkt aufs Meer, mein Morgenbad nehme ich in meinem eigenen kleinen Pool auf der Terrasse. Das Hotel gehört einem Geschäftsmann aus Mosambik, einem Pionier, der sein von einem langen Bürgerkrieg geschütteltes Land nach vorn bringen will. Bei ihm können Urlauber auf gemütlichen „Boudersperden“ – südafrikanisch für Farmpferde – am Strand ausreiten, im afrikanischen Winter von Juli bis November Buckelwale vorbei ziehen sehen und unser Guide Lorenz, den wir schon von den Hippos kennen, veranstaltet „artgerechtes Schwimmen mit Delfinen“.

Ozean-Aktivistin: „Drei Stunden täglich im Meer“

 

Ich treffe Tessa Hempson, den neuen Superstar der Meere. Die attraktive 38-jährige Meeresbiologin und Ozean-Aktivistin aus Südafrika füllt Kinosäle für 1200 Menschen wie jüngst im Hamburger Cinemaxx am Dammtor, wenn sie im Rahmen der „Ocean Film Tour 2018“ gegen Plastikmüll und für intakte Korallenriffe eintritt. Hempson’s Arbeitsplatz liegt vor Mosambik und Tansania in den – in allen psychodelischen Farben – leuchtenden Mutterriffen. Sie erklärt mir zum Auftakt, was ein Mutterriff überhaupt ist: „Bei ihrer spektakulären Korallenblüte entlassen die Mitterriffe Samen ins Meer, der wiederum winzige Meereslebewesen und damit die großen Riffhaie, Dugongs, Buckelwale und Grüne Meeresschildkröten anlockt.“ Die Korallen-Mikroteilchen, den die Tiere ausscheiden, wird als Sand angespült. Mutterriffe sind also der Nährboden für ein intaktes Meer.

Angst macht der Südafrikanerin jedoch, was andere als wirtschaftliche Chance für das arme Mosambik sehen: riesige Offshore-Erdgas- und Ölfunde sowie eine geplante Gaspipeline im Ozean. „Eine große Gefahr für die zerbrechliche Flora im Indischen Ozean“, warnt die Meeresbiologin. Da hilft nur persönlicher Einsatz: Drei Stunden täglich ist Tessa im Meer und kontrolliert die Riffe, danach sammeln wir zusammen mit Cordelia Masher, Direktorin des White Pearl Resorts, beim Strandspaziergang Müll ein und sind schockiert: Sogar am einsamen Ponta Mamoli Strand wird bereits Plastik angeschwemmt! Dass sich in Afrika gerade die Luxushotellerie wie White Pearl und die Safari-Kette andBeyond zunehmend für den Umweltschutz einsetzt, ist kein Zufall. Anspruchsvolle Klientel legt auf Naturschutz großen Wert, zerstört die Umgebung aber auch weniger als Massentourismus, Für Expertin Tessa Hempson ein gutes Zeichen: „Die Natur braucht eine starke Lobby.“

Swinger Club unter Wasser

 

Endlich: Heute wollen wir Delfine beobachten. Lorenzo Paco und seine Helfer lassen das Gummiboot zu Wasser, ein sieben Meter langer Brummer, mit Haltegurten. „Stemmt die Füße gegen den Boden und halten euch gut an der Kordel fest“, mahnt der 39-jährige Tauchlehrer uns sechs Urlauber, als sich das Boot über die Wellenkämme schiebt. Dahinter plötzlich Ruhe. Wärme. Der Wind lässt nach. Sylt ist weit weg. Vor Mosambiks Küste wartet eins der ältesten Korallenriffe der Welt auf Schnorchler und Taucher. Und eine tierische Überraschung.

Vieles wird, zu Recht, gegen menschliche Interaktionen mit Delfinen vorgebracht: Doch vor Mosambik sitzen die Tierschützer selbst mit im Boot: “Nie den Delfin berühren. Die Bakterien der Hände hinterlassen lebenslange Spuren“, warnt Lorenzo Paco und stellt klare Verhaltensregeln auf: „Ihr schwimmt nicht auf die Delfine zu, sondern wartet allenfalls, ob sie es selbst tun.“

Und ob sie es tun! Wir sind kaum ins Wasser geglitten, wenige hundert Meter vom Strand entfernt, wo gigantische Korallenriffe durch Schnorchelbrillen sichtbar werden, da nähert sich, tanzend und spielend, ein ganzes Knäuel hellgrau glänzender Körper. Menschengröße haben sie etwa, zeigen die bekannten, langen Plattnasen und entblößen ihre Zahnreihen. Und noch mehr sieht der Taucher, traut erst seinen Augen kaum: Sind da Delfin-Männchen und Weibchen etwa in Paarungsstimmung? Der Fünfer-Club schmust und tummelt sich , zum Knoten verwoben, ständig die Positionen wechselnd. Plötzlich schießt einer der Anführer auf die Menschentaucher zu, die halb ängstlich, halb diskret, flink rückwärts paddelnd das Weite suchen. „Es waren fünf Große Tümmler“, sagt Paco lachend, als wir im Boot die Tauchmasken abstreifen. „Vier Männchen und ein Weibchen. Delfine sind neben Menschen und Schweinen die einzigen Lebewesen, die aus reinem Spaß und nicht der Fortpflanzung wegen Sex haben.“ Fotos hat keiner gemacht; unsere Handys waren bei dem wilden Ritt wasserfest verstaut…

Der Süden Mosambiks: Surfer-Paradies im Nirgendwo

 

Mosambik grenzt an Südafrika. Eine abenteuerliche Tagesreise mit Fähre und Allrad-Jeep war der Trip in den Süden bisher, bald soll er in neunzig Minuten zu schaffen sein – 110 Kilometer Küstenstraße von der Hauptstadt Maputo bis an die Grenze zu Südafrika. Überall herrscht Aufbruchsstimmung, Cowboy-Flair im Süden Afrikas. Wochenendhäuser, Kneipen und Bed & Breakfast’s sprießen rechts und links der neuen Trasse. Keineswegs nur Luxus-Hotels, sondern im Gegenteil eher Budget-Pensionen. Dazwischen verfallen von den ehemaligen portugiesischen Kolonialherren verlassene Bungalows: Die Kolonialzeit ist hier noch keine 50 Jahre vorbei.

Der Surfertreff Ponta do Ouro ist ein ausgeflipptes Grenzstädtchen auf Mosambiker Seite. Der allseits beliebte Drink „R & R“, Rum mit Raspberry, fließt an Strandkiosken mit Namen wie „The Drunken Clam“ schon vormittags. Afrikanische Krämerläden, Surfstationen. Jungkoch Roelof Bekker aus Südafrika bruzzelt Krabbencurrys für umgerechnet sechs Euro im „Sapphire Sands“-Strandlokal. Er ist sich sicher: „Die neue Straße wird für eine riesige touristische Entwicklung sorgen.“ Pattaya, Jamaica, Bali: ich kann mich kaum entscheiden, an was mich der lebhafte Hippie-Surfer-Ort erinnert. Von allem was hat dieser viel von Südafrikanern frequentierte Geheimtipp, und mittendrin eine zuckersüße portugiesische Bäckerei.

Mosambik: weißer Fleck auf der Urlaubslandkarte…

 

Mosambik: Die relative Unberührtheit des Landes an der Südostküste Afrikas, das eine bittere Bürgerkriegsgeschichte hinter sich hat, macht es zu einem Geheimtipp selbst für Afrika-Kenner. 2800 Kilometer wilde, aber im Gegensatz zu Südafrika ganzjährig warme Küste, Koralleninseln, grenzüberschreitende Safariparks und portugiesisches Kolonialerbe in der Hauptstadt – das bietet der afrikanische Staat, der 500 Jahre zu Portugal gehörte, bevor er als letzte Nation des schwarzen Kontinents 1975 nach der „Nelkenrevolution“ in Portugal seine Unabhängigkeit erlangte.

Dass jetzt auch der bislang unberührte Süden Mosambiks kurz vor der Erschließung steht – bisher ein weißer Fleck auf der Urlaubslandkarte – hängt mit einer Mega-Brücke zusammen: 725 Millionen Dollar hat die Catembe Brücke gekostet, die größte Hängebrücke Afrikas. Mit roten Stahlhängern ähnlich der Golden Gate Brücke von San Francisco, finanziert und erstellt von China, soll sie nach vierjähriger Bauzeit noch in diesem Jahr eröffnet werden. Bei ihrem Afrika-Rundreise sah sich jüngst auch Kanzlerin Merkel die Brücke an. Ich darf sogar im Hubschrauber darüber fliegen – mit Blick auf die Bauarbeiten und das wasserreiche Delta von Maputo. Mit der Erschließung des Südens macht sich Mosambik in gewisser Weise selbst Konkurrenz. Bisher lagen die touristischen Highlights des langgestreckten Landes mit 28 Millionen Einwohnern eher im Norden, etwa die historische Sklaveninsel und frühere Hauptstadt llha de Mocambique, auf der Welteneroberer Vaso da Gama 1498 eintraf. Gefragt ist auch der Inseltraum Bazaruto Archipel, ein nobles Lieblingsziel der englischen Prinzen William und Harry. Mosambik grenzt im Norden an Tansania und im Süden an Südafrika.

 Maputo: Pasteis de Nata und gefallene Engel

 

Die Hauptstadt Maputo mit ihren Art-Deco-Schätzen, ihren modernistischen, teils vergesellschafteten Hochhäusern und ihrem Afro-Polit-Graffiti ist eine Schönheit auf den zweiten Blick. Das Lebensgefühl weniger afrikanisch als lateinamerikanisch. Portugiesisch ist Amtssprache; Pasteis de Nata, die beliebten portugiesischen Sahneküchlein gibt’s in jeder Bäckerei; Marrabenta heißt der Rhythmus, der in Musik-Kneipen gespielt wird.

Im portugiesischen Fort sehe ich eine bizarre Sammlung von Kolonialzeugen, Reiterstatuen und Bronzekanonen. Auf den Spuren des berühmten Architekten Pancho Guedes, der als Siebenjähriger nach Mosambik kam und dort mehr als 500 richtungsweisende Bauten entwarf, bewundere ich Villen wie die „Casa Simoes Ferreira“, 1968 für ein höheres Töchterchen namens Maria Theresa designt, die spätere Gattin des Ketchup-Millionärs Heinz. Überhaupt ist Maputo für Architektur-Fans eine Schatzkammer, etwa der 1916 fertig gestellte Prachtbahnhof, in dem heute eine Galerie sitzt. Im skurrilen Eisenhaus „Casa de Ferro“, gebaut aus Resten des Eiffelturms, schwitzen Beamte eines Ministeriums nahe des Botanischen Gartens. Im Tropengrün, mit typisch luftdurchlässiger Architektur zeigt sich die Universität, Sitz einer der schönsten Kunstsammlungen Maputos. Galerien und Co-Working Spaces wie das von zwei Frauen geleitete „Neto 16“ liegen im Villen-Stadtteil Sommerschield. Im „Riu’s“, einer Kneipe, die genau so auch in Lissabon stehen könnte, serviert der Besitzer Portwein, Suppe und ein kaltes portugiesisches Bier gegenüber dem Stripclub, den Schriftseller Henning Mankell in seinen „Erinnerungen an einen schmutzigen Engel“ beschrieb.

Henning Mankell und die Seele Afrikas

 

Der 2015 verstorbene Schriftsteller Henning Mankell, Wallander-Autor, hatte sich in Maputo verliebt, betrieb in der Innenstadt 29 Jahre lange das „Teatro Avenida“. Die Bühne steht noch, auch das Kassenhäuschen und die kleine, terracottafarben gestrichene Afro-Bar im Foyer. Mein Stadtführer Walter Tembe, selbst ein Architekt, bringt mich hin. Ein Thneatermann, der sich als Alberto vorstellt, sagt über den weltberühmten Autor: “Es wird schwer sein ohne ihn. Er hat die Seele Afrikas verstanden.“ Die Seele der Millionenstadt Maputo erkundet man am besten zu Fuß, „Maputo a Pe“ heißen die hervorragenden geführten Touren des Tourismus-Amts. Ich streife gemeinsam mit Walter Tembe durch Straßen, die sich Avenida Friedrich Engels oder Ho-Chi-Min nennen – Überbleibsel des Kalten Krieges auf afrikanischem Boden.

Vieles ist verwittert, in die Jahre gekommen. Kaum was im Laden, aber alles auf der Straße, scheint die Devise: Überall stehen Straßenverkäufer. Nur noch zwei Prozent der Stadtbewohner sind weiß, 1970 gehörte den Kolonialisten die Stadt praktisch allein. Für die Fülle illustrer Tropen-Architektur, gebaut von 1930 bis 1970, die es so nur in Mosambik und Angola gibt, hat Stadtführer Tembe eine Erklärung: „Die Portugiesen dachten wohl, sie blieben für immer.“ Im Garten des französisch-mosambikanischen Kulturzentrum mitten in der City gibt’s eine schicke Wohnboutique „Machamba“, frische Baguettes und Salate – und Kriegskunst, aus Landminen kreierte Skulpturen. Man spürt den Schmerz Mosambiks noch. Doch als ich mit Walter Tembe die Treppen zur 1944 erbauten weißen Kathedrale „Nossa Senhora da Conceicao“ neben dem düsteren Rathaus hochlaufe, sehen wir draußen über dem Meer, mit blitzroten Verstrebungen, das Zeichen des Aufbruchs: Die nagelneue Hängebrücke von Maputo funkelt im Sonnenlicht.

Tipps & Informationen

Mosambik lageEinreise: Ein Visum für Mosambik wird neuerdings auch nach der Ankunft am Flughafen ausgestellt, ca 50 Euro.

Flüge: Zum Beispiel mit South African Airways von Deutschland über Johannesburg ab 899 Euro, über Krüger-Safaripark ab 925 Euro, jeweils hin- und zurück.

Beste Reisezeit: Mosambik kann ganzjährig bereist werden. Die Temperatur liegt tagsüber selten unter 20 Grad. Im afrikanischen Herbst (April/Mai) und Frühjahr (September) sind die Wetterbedingungen am moderatesten. Der Norden Mosambik ist generell heißer als der Süden. Wärmste, aber auch regenreichste Zeit: Oktober bis März.

Stadtführungen: Maputo a Pe, Maputo zu Fuß. Da 15 000 Mosambikaner in den 80er Jahren in der DDR studiert haben, werden auch Touren in Deutsch angeboten, ab ca 35 Euro.

Reiseliteratur: Die Afrika-Romane Henning Mankells, z.B. „Tea-Bag“. Einen sehr guten Reiseführer hat der ehemalige deutsche Botschafter Philipp Schauer verfasst, mit vielen Spaziergängen durch Maputo. Erhältlich im Tourismusbüro, Rua Henrique de Sousa, Maputo.

Infos: Mosambik Tourismus

Hinweis in eigener Sache: Die Reise für diesen Beitrag wurde zum Teil unterstützt von Veranstaltern, Hotels, Fluglinien und/oder Tourismus-Agenturen. Wir legen sehr großen Wert auf eine unabhängige und neutrale Berichterstattung, daher sind die Meinungen, Eindrücke und Erfahrungen der jeweiligen Autoren ihre eigenen.
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Wellness und Erholung auf Mauritius

Der Wind wiegt die Palmen in sanftem Rhythmus. Ich schaue hinaus auf das sich vor mir erstreckende Meer. Salzige Luft umgibt mich. Ich atme tief ein und aus und merke, wie mein Körper immer mehr zu Ruhe kommt. Die Anspannung der letzten Tage lässt nach. Zeit für mich. Zeit um meine Batterien aufzutanken und um neue Kraft zu tanken. Genau das werde ich in den kommenden Tagen hier auf Mauritius machen.

Der Wind wiegt die Palmen in sanftem Rhythmus. Ich schaue hinaus auf das sich vor mir erstreckende Meer. Salzige Luft umgibt mich. Ich atme tief ein und aus und merke, wie mein Körper immer mehr zu Ruhe kommt. Die Anspannung der letzten Tage lässt nach. Zeit für mich. Zeit um meine Batterien aufzutanken. Genau das werde ich in den kommenden Tagen hier auf Mauritius machen.

Mix aus Wellness und Sport – Wellness Bliss

Ich bin ehrlich. Diese Form des Urlaubs habe ich bisher noch nicht praktiziert. Normalerweise wurde im Urlaub stets ausgiebig geschlemmt, lange geschlafen und genossen. Sport und Wellness standen da nie an erster Stelle. Ein perfekter Zeitpunkt also die alten Gewohnheiten einfach mal über Bord zu werfen und Neues ausprobieren. Zeit genug hätte ich ja um nicht nur Geist und Seele, sondern auch den Körper „gesund“ zu verwöhnen. Ein Experiment, auf das ich mich gerne einlasse.


TUI.com

Schon der Empfang im Heritage Le Telfair lässt erahnen, wie meine kommende Woche aussehen wird. Matthieau Gossart, der Osteophat vor Ort, lädt direkt am Tag meiner Anreise zum Gespräch. Er nimmt sich Zeit und kann schon nach wenigen Fragen meine Schwachstellen erkennen, die es gilt, in den nächsten Tagen ein wenig näher zu bearbeiten und idealerweise auszumerzen.

 

Ein Mix aus Wellness und Sport, Erholung und Entspannung sollen dabei helfen meine Kraftzellen erneut mit Energie zu füllen. Ob es aufgeht – wir werden sehen. Nach meinem Gespräch mit Matthieau geht es am Nachmittag dann auch schon zur ersten Anwendung der anvisierten Wellness-Woche. Ein Jet-Lag Treatment steht auf dem Plan. Ich will nicht zuviel vorgreifen – Massagen hatte ich wirklich schon einige in meinem Leben – und das an den unterschiedlichsten Orten der Welt. Aber was mich hier erwartet, übertrifft meine kühnsten Vorstellungen.

Chakren, Farben und Co.

Zu Beginn meiner Behandlung darf ich mir eine Farbe aussuchen. Insgesamt stehen 7 Farben zur Auswahl. Diese sind an die 7 Charken des Körpers angelehnt. Ich entscheide mich für Violett. Das Crown Chakra. In einer kurzen Einführung wird mir erklärt, welche Bedeutung diese Farbe für mich hat und wie sie sich innerhalb der Behandlung wiederfindet.

 

Beim Betreten des Raumes wird dann schnell klar, was Poojah, meine Masseurin in der kurzen Einführung gemeint hat. Dezentes Lila Licht umhüllt den kompletten Raum. Passend zu der Farbe duftet es nach Lavendel und im Hintergrund ertönt sanfte Musik. Eine tolle Kombi. Ich lege mich auf meine Liege und schließe die Augen. Poojah legt liebevoll ein Handtuch um meinen Körper. Wohlig warm und bequem.

Meine Wellness-Oase 🙂

Ich schieße meine Augen. Das Öl tropft langsam auf meinen Kopf. Der Duft von Lavendel und einem Hauch von Pfefferminze erfüllt den Raum. Ich spüre, wie Poojah langsam mit ihren Fingern das Öl auf meinem Kopf verteilt, gefolgt von einer Kopfmassage, wie ich sie noch nie zuvor erlebt habe. Die Anspannung in meinem Körper lässt nach. Ein wohliges Gefühl. Mit gekonnten Griffen ist nun mein Nacken als nächstes dran. Gezielt greift sie genau die Stellen an, die mich schon während meines Fluges geärgert haben. Ich atme langsam ein und aus. Leichtigkeit erfüllt meinen Körper. Die Stimme in meinem Kopf sagt leise – Bitte nicht aufhören! Immer und immer wieder.

Nach 45 Minuten erklingt eine sanfte Stimme aus dem Hintergrund. „Madame – everthing´s right? How are you feeling?“ Ich öffne meine Augen und ein Lächeln zeichnet sich auf meinen Lippen ab. Mehr als ein „Wonderful“ bringe ich nicht heraus. Ich schließe wieder meine Augen und genieße den Moment. Es scheint, als hätte mir jemand während der Behandlung den Stecker gezogen. Von Unruhe oder Druck der letzten Tage keine Spur. Direkt am ersten Tag? Ich hätte es nicht vermutet.

Das neue Heritage Le Telfair

Die erste Nacht im Paradies war absolut erholsam. Ich strecke mich ausgiebig in meinem großen und vor allem extrem gemütlichen Bett und lasse den gestrigen Tag nochmal Revue passieren. Sonne, Meer, Entspannung und Verwöhntreatments. Die Woche hat wirklich sehr gut angefangen 🙂

 

Langsam öffne ich die Terrasentür meines Zimmers – oder besser gesagt meiner Suite. Seid der Renovierung im vergangenen Jahr sind nämlich alle Zimmerkategorien in Suiten umgewandelt worden. Groß, lichtdurchflutet und mit dem passenden Mobiliar ausgestattet strahlen sie eine wunderbare Ruhe aus. Der Ausblick – paradiesisch. Eingebettet in die sich an der Südküste von Mauritius befindliche Natur sind die kleinen Häuser, in denen jeweils 8 solcher Suiten vorzufinden sind, eine einzige Ruheoase. Der Blick aus den überdimensionalen Terrasentüren führt auf ein sattes Grün. Palmen, Bäume, saftiges Gras und vereinzelt Blüten bieten eine traumhafte Kulisse.

Auf in die nächste Runde

Der nächste Punkt auf meinem Wellness-Plan ist Yoga. Bis genau zu diesem Zeitpunkt war Yoga stets ein Fremdwort für mich. Im ersten Moment scheint meine Skepsis mehr als spürbar. Doch ich versuche es mir nicht anmerken zu lassen. Der Osteopath muss sich ja etwas bei der Erstellung meines individuellen Wellness-Plan gedacht haben 🙂 

Ganze 1 1/2 Stunde lang drehe und wende ich mich. Jeder Muskel ist spürbar und auch die schon längst vergessenen erwachen erneut aus ihrem Koma. Langsam und mit ganz viel Gefühl. Hier steht nicht das Tempo im Vordergrund. Jeder entscheidet, wie weit er geht und gehen mag. Sport ganz nach meinem Geschmack. 

 

Rama mein Yoga Lehrer strahlt über das ganze Gesicht während er mir einfach und absolut verständlich die Vorteile des Yoga für meinen Körper erklärt. Sehr interessant – und eigentlich auch ganz einfach zu Hause nachzumachen. Perfekt! 

 

Dankbar, erleichtert und sogar ein wenig stolz verbringe ich den Rest meines Tages damit meine Seele baumeln zu lassen. Ich genieße das Meer, die Sonne und die wunderbare Kulisse, die mich umgibt. Die Ruhe und Entspannung in meinem Körper breitet sich immer mehr aus. Ein schönes Gefühl, das sich in den folgenden Tagen immer mehr verstärkt – Dank der täglich wechselnden Anwendungen und sportlichen Aktivitäten. Neben Yoga und Massagen erhalten ich zusätzlich die Möglichkeit, in den kommenden Tagen Einblicke in Pilates sowie Reiki zu bekommen. Vor allem die Reiki Sitzung hinterlässt ihre Spuren.

Neben dem täglich wechselnden, speziell auf mich ausgelegten Sportprogramm darf ich zusätzlich aus einer Vielzahl an weiteren sportlichen Aktivitäten wählen. Egal ob an Land oder im Wasser. Bis zu 10 unterschiedliche Aktivitäten werden täglich angeboten. Die meisten davon wie z.B. Schnorcheln, Windsurfen, Kayak, Wasserski uvm. sind inkludiert. Hier kommt wirklich jeder auf seine Kosten.

 

Eine wichtige Info für Golfer – Der angrenzende Golfplatz – vier mal in Folge zum besten Golfplatz des indischen Ozeans gekürt, sowie Ausrichter des berühmten AfrAsia Bank Mauritius Open-Turiniers, bei dem mehr als 150 Golfprofis aus aller Welt ihr Können unter Beweis stellen – steht allen Hotelgästen kostenfrei und unbegrenzt zu Verfügung. Zudem erhalten Sie bevorzugten Zugang zu den anderen 18-Loch Golfplätzen in der Region. (Tamarina Golf Club und Paradis Golf Club)

Allround-Wellness-Talent

Das neue Wellness Konzept – das Wellness Bliss – ist ein Allround Talent. Neben der täglichen Portion Sport, die in Abstimmung mit dem Osteopathen individuell auf den Gast abgestimmt wird sorgen zahlreiche inkludierte Verwöhntreatments für ein in sich stimmiges Komplett Programm für Körper und Seele.

Was innerhalb eines ausgiebigen Wellness Programms nicht fehlen darf, ist natürlich der Genuss. Und genießen können Sie im Heritage Le Telfair wirklich mit allen Sinnen. Gezielt auf das Wohlbefinden der Gäste ausgerichtet gibt es im Heritage Le Telfair eine große Auswahl an frischen Speisen. Angefangen bei dem üppigen Frühstücksbuffet im Annabella´ s, über die Lunch Variationen in den einzelnen Restaurants bis hin zum exklusiven Dinner. Geschmacklich stets ein Volltreffer. Glauben Sie mir – ich habe so einiges in dieser Woche gekostet 🙂 Besonders hervorzuheben ist die Vielzahl an frischem Obst und Gemüse, und nicht zu vergessen der fangfrische Fisch. Ein Muss!

Das die Kulinarik gerade hier bis zur Perfektion gelebt wird ist garantiert auf die Menschen im Hintergrund zurückzuführen, die das Hotel zu dem gemacht haben, was es heute ist. Ein Treffpunkt für Gourmets. Michel Fredric, der Hotel Manager hat einst für und mit Paul Bocuse gearbeitet. Aber auch Jaques Charles, der COO der Heritage Resorts, lenkt durch seine mehr als 30 jährige Berufserfahrung innerhalb der Tourismusindustrie, das Hotel in die richtigen Bahnen.

Kulinarik für Gourmets – ein kleiner Überblick

Anabella ´s – Buffett Restaurant

 

Hier können Sie das Frühstück, das Mittag sowie das Abendessen genießen. Morgens wählen Sie aus einem reichhaltigen Buffet. Obst, Eierspeisen, Süßspeisen uvm. – alles gibt es in Hülle und Fülle. Besonders schön ist das Ambiente. Wer mag sitzt auf der Außenterrasse mit Blick auf den Pool.

Cavendish Bar & Lounge

 

In entspannter Piano Atmosphäre einen lokalen Rum kosten oder einfach den Tag genießen. Wer mag kann zudem in der Zeit von 12 Uhr – 17 Uhr eine Kleinigkeit verkosten. Die Bar hat jeden Tag von 10.30 Uhr  bis Mitternacht geöffnet.

Le Palmier

 

Das Beachrestaurant des Heritage Le Telfair. Egal ob zum Mittag oder in den Abendstunden – das Ambiente ist einzigartig. In unmittelbarer Nähe zum Meer können Sie ihren fangfrischen Fisch, frische Pizza oder einen knackigen Salat genießen.

Ginja ´s

Das asiatische Restaurant mit einem traumhaften Blick auf den täglichen Sonneuntergang. Ideal für einen Aperetif

 

Das Ginja´s ist ein Muss für alle Gourmet Fans der asiatischen Küche. Sushi, Satays, Dim Sum und Co. Das Restaurant befindet sich in unmittelbarer Nähe des Strandes. Mein Tipp: Der schönste Ort den Sonnenuntergang zu genießen. Idealerweise mit einem Aperitif 🙂

C Beach Club

 

Der C Beach Club steht morgens den Gästen der Heritage Villas zu Verfügung. Mittags und Abends erwartet Sie hier eine moderne Küche. An bestimmten Abenden genießen Sie zudem ein vielfältiges inseltypisches Speisenbuffet mit Unterhaltungsprogramm.

Le Château

Feine elegante Küche mit speziellen Arrangemets des französischen Sternekochs David Toutain

 

Das “Le Château” hat die wohl größte Veränderung im Rahmen der Renovierungsarbeiten erfahren. Im unteren Bereich können Gäste, egal ob aus dem Hotel oder von der Insel, Sterneküche genießen. Gourmets kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten. Der französische Sternekoch David Toutain hat eigens für das Restaurant einzelne Arrangements zusammengestellt. Ein Genuss – nicht nur für den Gaumen.

Gäste des Heritage kommen zudem in den Genuss exklusiv die Nacht in dem Château zu verbringen. Die obere Etage ist komplett ausgebaut worden und ähnelt einer Anwesen aus alter Zeit. Paare erhalten hier für einen Zuschlag von knapp 150 Euro pro Person ein exklusives Dinner, die Übernachtung sowie ein exklusives Frühstück.

Mein Tipp: Wer die kulinarische Vielfalt des Heritage Le Telfair in vollen Zügen genießen möchte sollte zu seinem Aufenthalt das Gourmet-Bliss Package wählen. Dies ist eine Art All-inklusive Paket mit dem der Gast nicht nur die Restaurants im Heritage Le Telfair sondern auch im angrenzenden Schwesternhotel, dem Heritage Awali, genießen kann. Insgesamt stehen dem Gast hier 12 Restaurants und 8 Bars zu Verfügung.

Eintauchen in die Natur – Frederica Naturreservat

Ein weiteres Highlight liegt in unmittelbarer Nähe des Hotels. Das knapp 1300 Hektar große Naturschutzgebiet das “Frederica Naturreservat” . Hier können Gäste die heimische Flora und Fauna sowie zahlreiche Tiere hautnah erleben. Gegen eine geringe Gebühr werden hier mehrmals täglich Wanderungen, Quadtouren oder Jeep-Safaris, stets unter der Leitung des geschulten Personals angeboten. Im Rahmen des Wellness-Bliss Konzepts finden in dem Reservat auch Wanderungen statt.

Mein Fazit

Langsam aber stetig neigt sich meine Woche dem Ende zu.  Ich entscheide mich, meinen letzten Abend bis zur letzten Minute zu genießen. Die Sonne geht langsam unter. Während ich am Strand entlang schlendere, taucht die untergehende Sonne den Himmel in die schönsten Farben. In der Nähe des Ginja´s entscheide ich mich ein wenig auf einem der Stühle niederzulassen, um diesen Moment zu genießen. Wie sich herausstellt, der wohl schönste Ort den Sonnenuntergang zu genießen. Ich bestelle mir einen Cocktail, grabe meine Füße in den feinen Sand und lasse die Woche Revue passieren. 

Die beste Sicht auf den Sonnenuntergang – Ginja´s

Was mich besonders fasziniert hat, war die Ruhe und Entspannung, die ich wirklich vom ersten Tag an gespürht habe. Meist muss man erst nach der Anreise ein bis zwei Tage vergehen lassen, um das Hotel und das Meer in vollen Zügen zu genießen. Dies war in diesem Fall nicht notwendig. Irgendwie wurde mir, wie schon bereits erwähnt, direkt am ersten Tag der Stecker gezogen. Vielleicht war es die Kombi aus Sport und Treatments sowie die wunderbare Kulisse, die ich wirklich tagtäglich in mich aufgesogen habe. Zudem fand ich es sehr positiv stets einen Ansprechpartner in meiner Nähe zu wissen.

Matthieau Gossart hat gemeinsam mit seinem Team wirklich wunderbare Arbeit geleistet. Es war kein 0815 – Wellness Programm sondern ein wirklich auf mich und meine Bedürfnisse entwickelter Plan. Besonders imposant fand ich die Reiki Sitzung, die mir im wahrsten Sinne des Wortes die Augen geöffnet hat. Kurz – Das Wellness Bliss Programm sowie die Leitung durch Matthieau Gossart, unterstreichen den exzellenten Ruf des Heritage Le Telfair. Eine wunderbare Kombination, die durch ihre Individualität garantiert noch Wellen schlagen wird. Insgesamt war es ein wirklich gelungener Aufenthalt, den ich so in der Form, jederzeit noch mal wiederholen würde.

 

Das Video zur Reise ins Heritage Le Telfair

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung.

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Kapstadt: Eine Liebe fürs Leben

Verwöhnt von der Sonne, umarmt von zwei Meeren: Kapstadt wird nicht von ungefähr immer wieder zum attraktivsten Ende der Welt gekürt. Mit Superlativen sollte man vorsichtig sein – doch „Mothercity“ ist schon von Natur aus mit verschwenderischer Schönheit ausgestattet. Dazu wirbt Kapstadt mit einer kunterbunten Kulturszene und lockt mit sprühender Lebenslust.

Verwöhnt von der Sonne, umarmt von zwei Meeren: Kapstadt wird nicht von ungefähr immer wieder zum attraktivsten Ende der Welt gekürt. Mit Superlativen sollte man vorsichtig sein – doch „Mothercity“ ist schon von Natur aus mit verschwenderischer Schönheit ausgestattet. Dazu wirbt Kapstadt mit einer kunterbunten Kulturszene und lockt mit sprühender Lebenslust.

Traumhafte Buchten, klarer Himmel, blühende Gärten und die idyllischen Winelands direkt vor der Haustür: Das alleine würde reichen, um sich in diese Stadt zu verlieben. Doch zusätzlich, wie ein  dickes Sahnehäubchen obendrauf, stemmt sich auch noch der Tafelberg rund 1000 Meter in die Höhe und thront wie ein Fanal über der 3-Millionen-Metropole. Dieser steinerne Koloss am Ende des Kontinents zeigt jeden Tag ein neues Gesicht – mal wolkenverhangen und düster, dann im Abendlicht schimmernd wie eine Fata Morgana, dann wieder strahlend und klar. Dann scheint er zu locken, kommt hoch und schaut euch die Stadt zu meinen Füßen an. Wer nur kurz in Kapstadt ist, sollte den Berg immer im Auge behalten. Sobald der Wind das „Tischtuch“ weggefegt hat und sich der launische Koloss wolkenlos zeigt, heißt es: Ab in die Seilbahn und hoch. Der Ausblick ist grandios. Wie auf einem Wimmelbild schmiegt sich das Häusermeer rund um den Tafelberg und den kleineren Lion’s Head. Das Stadion zur Fußballweltmeisterschaft 2010, die dem Land einen ordentlichen Entwicklungsschub verpasst hat, ist als kleines Rund in der Tiefe auszumachen.

In der Ferne schimmert Robben Island

In der Ferne schimmert Robben Island, die Gefangeneninsel, auf der Freiheitskämpfer und Nationalheld Nelson Mandela 18 Jahre inhaftiert war. Gut erkennbar ist auch die Victoria & Alfred Waterfront mit den edlen Hotels, schicken Malls und trendigen Restaurants. Nicht weit entfernt blinkert es in allen Regenbogenfarben: Hier liegt das Bo-Kaap-Viertel mit den farbenfrohen Häusern und verwinkelten Gassen, in dem die muslimische Gemeinde ihr Zuhause hat. Eingerahmt ist diese Szene von kleinen Buchten, die sich an der Küste aneinanderreihen und den glitzernden Wellen des Atlantischen Ozeans, der am Horizont mit dem strahlend blauen Himmel verschmilzt. Wer oben auf dem Tafelberg steht, kommt schnell zu dem Schluss, dass es eine Lebensaufgabe ist, diese Stadt vollständig auszukosten. Wer kürzer bleibt, muss sich der Qual der Wahl stellen.

Kunst, Kitsch und Kulinarik

Die Victoria & Alfred Waterfront ist schon seit Jahren eine der Hauptattraktionen für Touristen. Das elegant aufgemöbelte ehemalige Werftgelände mit vielen historischen Gebäuden beherbergt heute edle Hotels, moderne Shopping-Malls und rund 50 Restaurants und Bars. Dazu gibt es Kinos, Kunstmärkte und das Two Oceans Aquarium. Neues Highlight ist seit September 2017 das Zeitz MOCAA Museum für zeitgenössische afrikanische Kunst. Ein nicht mehr genutztes Getreide-Silo wurde entkernt und um einen Glasaufbau erweitert. Darin untergebracht ist die Kunstsammlung von Ex-PUMA-Chef Jochen Zeitz, der auch Mitnamensgeber des neuen Kulturtempels ist. Unbedingt ansehen – vor allem die Architektur ist spektakulär! In den oberen Etagen ist das Silo Hotel untergebracht, das eine tolle Rooftop-Bar bietet.

Bo-Kaap-Viertel: Kunterbunte Idylle

Das Bo-Kaap-Viertel ist eine idyllische Oase downtown Kapstadt. Hier wohnt in kunterbunten Häuschen die muslimische Gemeinde der Stadt. Es sind die Nachfahren der im 17. und 18. Jahrhundert aus Südostasien ans Kap verschleppten Sklaven. Das malerische Bo-Kaap mit den verwinkelten Gassen und farbenfrohen Häuserzeilen ist beliebtes Postkartenmotiv und gilt als Must-see für Touristen. Tipp: Einige der geführten Touren bieten den Besuch bei einer einheimischen  Familie an, die zu diesem Anlass kapmalaiische Leckereien auftischt. Wem die indisch inspirierten Köstlichkeiten schmecken, kann auch einen Kochkurs buchen.

Hier trifft sich die Szene: Long Street, Woodstock, Observatory

Wer das junge Herz Kapstadt schlagen hören möchte, schlendert am besten die Long Street entlang, bewundert die viktorianischen Häuser, stöbert in Trödel- und Antiquitätengeschäften und genießt seinen Espresso in einem stylischen Café. Eine kleine, aber spannende Szene hat sich auch an der oberen Bree Street angesiedelt. Die alternative Gemeinde trifft man allerdings vor allem in den Stadtvierteln Woodstock und Observatory. Galerien, Bio-Shops, Street-Art und Backpacker-Hostels bestimmen hier das Bild.

Historischer Rundgang: Weg in die Freiheit

Wer das heutige Südafrika verstehen möchte, muss in die Vergangenheit blicken. An kaum einem Ort geht das besser als in Kapstadt. Ein historischer Rundgang zeigt das kulturelle und historische Herz der Metropole. Die Geschichte der Stadt begann im Company’s Garden. Hier baute im 17. Jahrhundert die The Dutch East India Company Obst und Gemüse an, um die Schiffe auf ihrem Weg nach Asien mit dringend benötigter Frischware zu versorgen. Bei der Tour durch Kapstadts Zentrum trifft man auf all die großen Namen der Geschichte wie Jan Smuts, Cecil John Rhodes und natürlich Nelson Mandela. Alle haben sie ihre Spuren in Kapstadt hinterlassen. Im Abstand von nicht einmal hundert Metern hatten drei Friedensnobelpreisträger ihre Wirkungsstätte: Frederik de Klerk und Mandela im Parlamentsgebäude und Erzbischof Desmond Tutu in der St. George’s Anglican Cathedral gleich nebenan.

Camps Bay: Leben am Meer

Seapoint, Fresnaye, Bantry Bay und schließlich Camps Bay – wie an einer Perlenkette aufgezogen reihen sich die beliebten Stadtviertel mit Meerblick  an der Atlantikküste entlang. Vor allem in der Vorzeigebucht Camps Bay, das auch mit dem Hop-on-Hop-off-Bus erreichbar ist, treffen sich die Betuchten und Schönen und lassen mit Blick aufs Meer den Tag vorbeiziehen. Wer in Kapstadt den Easy-way of-life genießen möchte, ist hier richtig. Den schöneren Blick auf die Stadt und den Tafelberg hat man allerdings von Norden aus, etwa vom Milnerton Beach, von Big Bay oder Bloubergstrand.

Kirstenbosch: Grüne Oase

Kapstadt bietet Attraktionen für alle Wünsche: Neben Meer, Bergen, Kultur und Lifestyle kommen auch Natur- und Gartenfans nicht zu kurz. Hauptanziehungspunkt ist der Kirstenbosch National Botanical Garden – eine vor mehr als einhundert Jahren angelegte Parkanlage mit einheimischen Gewächsen  wie Heidekräutern, Palmfarnen und Sukkulenten. Eine wunderbare Idylle, die vor allem am Wochenende von Captonians mit riesigen Picknickkörben aufgesucht wird. Tipp: Im Sommer hier unbedingt die Freiluftkonzerte besuchen!

Spektakulär: Zum Kap der Guten Hoffnung

Wer Kapstadt besucht, wird sich eine Fahrt zum Kap der Guten Hoffnung nicht entgehen lassen. Auf dem Chapman’s Peak Drive, einer spektakulären Küstenstraße, geht es gen Süden. Links erhebt sich das Tafelbergmassiv, rechts glitzert der Ozean in der Tiefe. Das Ziel dieses Ausflugs ist Cap Point, ein 250 Meter hohes Kliff, das auf der Spitze einen Leuchtturm trägt. Das half den früheren Seefahrer allerdings nicht immer: Vor dem Kliff liegen zahlreiche Schiffswracks auf Grund. Auf dem Rückweg geht es meist zum Boulders Beach bei Simonstown mit einer großen Population possierlicher Afrikanischer Pinguine.

Bilderbuchidylle: Auf in die Winelands

Vor den Toren Kapstadt warten die viel gepriesenen Winelands. Im Dreieck der Weinorte Stellenbosch, Paarl und Franschhoek wachsen die edlen Trauben. Rund 300 Weingüter sind hier ansässig und laden in historischem Ambiente zu Weinverkostungen, kulinarischen Events und Übernachtungen ein. Viele der Weingüter blicken auf eine lange Vergangenheit zurück und schmücken sich mit perfekt restaurierten Herrenhäusern im kapholländischen Stil. Die kürzeste Weinroute ist übrigens nur 30 Autominuten von Kapstadts Zentrum entfernt. Am Südhang des Tafelbergs findet sich das historische Gut Groot Constantia mit einem pittoresken Herrenhaus, in dem ein Museum untergebracht ist.

Weitere Informationen

Hinweis: Derzeit herrscht in Kapstadt Wasserknappheit. Die Bevölkerung ist angehalten, nicht mehr als 50 Liter am Tag zu verbrauchen. Mit Beginn der Regenzeit im Mai könnte sich die Lage entspannen, falls genug Niederschläge niedergehen. Wer eine Reise plant, sollte sich über die aktuelle Lage informieren.

Empfehlenswerte Unterkünfte: Das Sea Five ist ein sympathisches Boutiquehotel mit schönem Blick in Camps Bay (www.seafive.co.za). Restaurants und die Strandpromenade sind zu Fuß erreichbar. Für betuchte Gäste bietet sich die Zehn-Zimmer-Villa Ellerman House in Bantry Bay an. Hier findet sich auch die größte Privatsammlung südafrikanischer Kunst (www.ellerman.co.za). Das Belmond Mount Nelson strahlt historisches Ambiente aus und bietet den stilvollsten High-Tea am Kap (www.belmond.com).

Empfehlenswerte Weingüter: Boschendal mit großem Park und Museum (www.boschendal.com); Holden Manz, ein kleines, feines Weingut mit herzlichem Service (www.holdenmanz.com); Babylonstoren, eine idyllische Anlage mit großem Bauerngarten (www.babylonstoren.com)

Weitere Tipps:

Führung durchs Bo-Kaap mit Toufiek Mustapha: Yusuf Tours, www.yusuftours.com, toufiek@yusuftours.com, toufiekm@gmail.com,  +27 73 8999 381

Auskünfte: Deutschsprachige Informationen zum Reiseland Südafrika sind erhältlich unter www.dein-suedafrika.de oder der kostenfreien Service-Nummer 0800/1189118.

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Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung

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Souks, Tee und Sonne

Abflug: Hamburg 9.45 Uhr, 3 Grad, grau und Regen, Ankunft: Marrakesch 15.30 Uhr 18 Grad, hell und Sonne. Manchmal ist es so einfach, den Winter-Blues hinter sich zu lassen. Mit dem Flieger vom Airport Helmut Schmidt in Fuhlsbüttel über Zürich in die marokkanische Königsstadt – das ist im Dezember, Januar oder Februar eine sehr gute Option, um ein paar Tage Urlaub für die Augen und die Seele zu machen.

Abflug: Hamburg 9.45 Uhr, 3 Grad, grau und Regen, Ankunft: Marrakesch 15.30 Uhr 18 Grad, hell und Sonne. Manchmal ist es so einfach, den Winter-Blues hinter sich zu lassen. Mit dem Flieger vom Airport Helmut Schmidt in Fuhlsbüttel über Zürich in die marokkanische Königsstadt – das ist im Dezember, Januar oder Februar eine sehr gute Option, um ein paar Tage Urlaub für die Augen und die Seele zu machen.

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Sie sind laut, bunt und würzig – die Märkte in der Medina. (Fotos: Jürgen Hoffmann)

Aufzeichnungen nach einer Reise nach Marrakesch hat 1954 schon Elias Canetti gemacht. „Die Stimmen von Marrakesch“ hat er seinen Bericht genannt – er hat mich während meiner fünf Tage in der Stadt begleitet. Wie Canetti bin ich morgens, mittags und abends durch die arabischen und jüdischen Viertel der Medina gestreift, habe Händler und Gaukler auf den Märkten beobachtet, orientalische Gewürze gerochen, feine Tücher betastet und das bis an die Schmerzgrenze laute Stimmengewirr und Moped-Geknatter in den engen Gassen ertragen. Und ich bin – anders als mein Schriftstellerkollege vor sechs Jahrzehnten – auf die ruhige Dachterrassen schicker Cafés und Restaurants gestiegen, Oasen über dem lauten Trubel des  quirligen Durcheinanders unten, und in herrliche Gartenanlagen mit Pools eleganter Hotels geflüchtet.

Marrakesch ist Orient pur

Der Reihe nach: Marrakesch ist Orient pur. Wer die ganz besondere Atmosphäre dieser Stadt aufsaugen will, muss zu Fuß los. Er sollte sich durch die Medina, die Altstadt, die seit 1985 zum Weltkulturerbe der Unesco gehört und von einer 20 Kilometer langen Mauer umschlossen ist, treiben lassen – und am besten sich verlaufen. In den verwunschenen Winkeln des Labyrinths aus kleinen Gassen nämlich liegt der Zauber des Ortes. Hier, wo es weder Straßenschilder noch Hausnummern gibt, werden Leder-Schuhe, -Taschen und -Gürtel wie vor 100 Jahren hergestellt, buntgefärbte Stoffe an Schilfstangen zum Trocknen aufgehängt, Teppiche inmitten eines lauten Durcheinanders versteigert und in den Gassen der Eisenschmieden – wegen des rhythmischen Lärms kaum zu verfehlen – Schlösser und Lampen produziert. Vom Weg abkommen, gehört für mich zu den schönsten Erlebnissen in Marrakesch.

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Datteln, Feigen und unzählige Gewürze auf den Souks sind eine Ferienreise für Augen und Gaumen

Ohne Führer Souks von Marrakesch erkunden

Angst? Die muss man hier nicht haben – wenn man nicht gerade mit seiner 3.000-Euro-Gucci-Tasche oder seiner 5.000-Euro-Rolex-Uhr herumwedelt. Die Souks von Marrakesch lassen sich auf eigene Faust auch ohne Führer gefahrlos erkunden. Wenn man von einem Einheimischen angesprochen wird, will er meistens nur helfen – ohne dass er dafür ein Bakschisch erwartet. Ausnahmen bestätigen die Regel. Einmal hielt ein junger Mann nachdem er uns zum Palais Bahia geführt hatte die Hand auf. Mit 20 Dirham, umgerechnet etwa 1,80 Euro, waren ihm aber nicht genug, frech forderte er mehr. Wir gaben ihm schließlich 40 Dirham.

Viel Aufregendes in Marrakesch verbirgt sich hinter hohen Mauern. Paradiesische Innenhöfe, farbenprächtige Gärten, sprudelnde Rosenbecken sind der Gegenpol zur Reizüberflutung auf den Straßen. Eines der schönsten Beispiele ist der „Jardin Majorelle“ in der Neustadt Guèlize, den der französische Designer Yves Saint Lauren vor 40 Jahren kaufte und restaurierte. Er inspirierte ihn, war sein Rückzugsort, wurde nach seinem Tod seine letzte Ruhestätte. Tausende Besucher bewundern hier Jahr für Jahr rund 300 verschiedene Pflanzenarten aus allen fünf Kontinenten. Im Garten-Cafe Bousafsaf lässt sich wunderbar verweilen – gerade in den Monaten Oktober bis April, wenn es tagsüber obwohl die Sonne acht Stunden scheint nur zwischen 18 und 27 Grad C warm ist (Juli/August 36 bis 40 Grad C). Tipp: Wer nicht eine oder zwei Stunden in der Warteschlange stehen möchte, sollte früh morgens kommen, der Garten wird um 8 Uhr geöffnet.

Zäune – Tradition in Marokko

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Hinter hohen Mauern verstecken sich herrliche Gärten und Pools

Eingemauert und eingezäunt sind auch die meisten Nobel-Hotels der Stadt. Das hat weniger etwas mit der Sicherheit zu tun, sondern ist vielmehr Tradition in Marokko. Die Herrschenden und Wohlhabenden haben sich seit jeher zurückgezogen, wohnten auch vor 100 Jahren schon außerhalb der Medina. Heute reihen sich etwa in Guèlize prächtige Luxushotels, stylische Riads und Clubs aneinander. Legendär ist das “La Mamounia” direkt an der Mauer der Medina. In dieser altehrwürdigen 5-Sterne Prachtherberge auf einem ehemaligen königlichen Anwesen aus dem 12. Jahrhundert residierten schon Churchill, Mick Jagger und viele andere Prominente. Die Pool-Landschaft und der Garten sind ein Traum, das Mittags-und Abend-Buffet auch. Das hat seinen Preis: Die Übernachtungspreise beginnen bei etwa 400 Euro. Noch teurer ist das “Royal Mansour” nur ein paar Schritte weiter. Eigentümer: der marokkanische König. Hier residieren Gäste nicht in Doppelzimmern oder Suiten, sondern in prächtigen Riads. Die mehrstöckigen Häuser mit den offenen Innenhöfen haben einen eigenen Pool auf dem Dach. Wer nicht ganz so tief in die Tasche greifen, aber trotzdem luxuriös wohnen und speisen möchte, sollte das „Four Seasons Resort“ gegenüber den Menara-Gärten ins Auge fassen. Das im orientalischen Stil gebaute Hotel (Übernachtungspreise: ab 300 Euro) ist eingebettet in einen 16 Hektar großen Garten. Wenn man nach Sonnenuntergang durch die beleuchteten Arkaden, Innenhöfe mit Brunnen flaniert, unter Olivenbäumen oder Palmen oder am 35 Meter langen Swimmingpool sitzt, erinnert man sich an die morgenländischen Erzählungen „Tausendundeine Nacht“. Elias Canetti war hier nicht – bedauerlich für ihn.

urlaub in marokko

Abends wird im Garten des „Four Seasons Resort“ in Marrakesch der Traum vom 1001 Nacht (fast) wahr. (Foto: Four Seasons)

Letzter Tipp: Whisky Marocain

Letzter Tipp: Marrakesch ist eine faszinierende Stadt mit viele aufregenden Facetten. Den besten Eindruck bekommt man von ihr, wenn man sich in einem Café auf dem Place des Epices oder dem Place des Ferblantiers einen Tee bestellt und das Treiben genießt. Der süße Tee wird von den Marokkanern Whisky Marocain“ genannt, denn er hat die gleiche Farbe, wird in Massen konsumiert, und wer diesen Namen nennt, erntet freundliche Lacher.

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Mit Ranger Delicious auf wilder Fährte

Um fünf Uhr früh ist es im Wildreservat Gondwana, knapp 140 km von Kapstadt, noch bitterlich kalt. Obwohl der November in Südafrika bekanntlich den Frühling bringt. Ziehen wir unsere Skiunterwäsche unter die Jeans an und schlüpfen in dicke Wollpullis. Aber die Vorfreude und Neugierde auf die bevorstehende Pirschfahrt mit Ranger Delicious aus Simbabwe macht alles wieder wett.

Um fünf Uhr früh ist es im Wildreservat Gondwana, knapp 140 km von Kapstadt, noch bitterlich kalt. Obwohl der November in Südafrika bekanntlich den Frühling bringt. Ziehen wir unsere Skiunterwäsche unter die Jeans an und schlüpfen in dicke Wollpullis. Aber die Vorfreude und Neugierde auf die bevorstehende Pirschfahrt mit Ranger Delicious aus Simbabwe macht alles wieder wett.

Da hören wir schon das herzliche Lachen des Rangers, der uns zu so früher Stunde in die Wildnis entführt. „Das Areal umfasst 11.500 Hektar und wir sind zwölf Ranger, die sich um die Tiere kümmern und mit den Gästen die Fahrten unternehmen“, erklärt Delicious auf Englisch. Der 48-jährige Simbabweaner begann mit 24 Jahren als Ranger zu arbeiten. „Es gefällt mir, mit Leuten zusammen zu sein und ich liebe die authentische Natur mit ihren wilden Tieren“, sagt er während er geschickt den behäbigen Land Rover über holprige Wege lenkt.

Abenteuerliche Pirschfahrt durch den Busch von Gondwana

Mit seinem ganz besonderem Gespür weiß er genau, wo sich jetzt um diese Uhrzeit zum Beispiel die Elefanten aufhalten. Wenn es knackt im Gehölz und es tüchtig schaukelt, dann hat der Wildnisprofi die richtige Fährte gewählt. Es dauert nicht lange und im Licht der fahlen Morgensonne steht nur ein paar Meter vor uns eine Elefantenmama und ihr Junges tippelt tapsig hinterdrein. Von diesen behäbigen Tieren kann man Ruhe lernen.

„Löwen hingegen sind nicht ganz so einfach anzutreffen. Sie lassen sich gerne bitten“, so seine Erfahrung. Auf abschüssigen Wegen durchs Gestrüpp fährt er mit dem Jeep ganz gefühlvoll, bis zwei Löwenweibchen mit einer Schar kleiner Babies uns direkt vor die Kühlerhaube laufen. „Sie sind stolz auf ihren Nachwuchs“, kommentiert der Ranger ihren koketten Auftritt. Ganz ohne Scheu, verspielt und putzig trotten sie umher, immer in Tuchfühlung mit den Müttern.

Ganz plötzlich bremst Delicous. Vor uns steht unübersehbar ein monströses, männliches Nashorn, das angriffslustig mit kleinen, zugekniffenen Augen auf die Stoßstange des Jeeps zusteuert. „Hakuna Mutata (kein Problem)“, brummt der Ranger. Er kennt das hitzige Temperament des Nashorns. Es beschützt sein trächtiges Weibchen und versteht gar keinen Spaß, wenn man seine Kreise stört.

Langsam bricht die Dämmerung an. Die Stimmen im Busch werden immer deutlicher. Schwere, dunkle Wolken ziehen auf. Hell erleuchtet hingegen sind einige Wasserstellen. „Dort befinden sich Nashörner. Sie werden streng bewacht, denn in Asien gilt das gemahlene Horn als potenzfördernd und wird dort wie Gold gehandelt. Das lockt kriminelle Wilderer an“, so Delicous, der uns bevor es ganz dunkel wird, unter freiem Himmel einen Picknick bereitet. Staunend erleben wir den Untergang der Sonne und das Aufgehen des Vollmondes, der auf der anderen Seite der Horizontlinie sichtbar wird. Unvergessliche Momente, inszeniert von der Natur.

Soziales und touristische Projekt in “Grootbos”

Im großen Wald, auf Afrikaans „Grootbos“ genannt, oberhalb Hermanus, wo sich die Wale tummeln, wird Natur auf ganz andere Weise präsentiert. Eingebettet zwischen Bergen und Meer liegt das ausgedehnte Naturparadies mit seinen 2.500 ha. Darin wachsen und gedeihen über 765 autochtone Pflanzenarten, die je nach Jahreszeit blühen. Die Geschichte von Grootbos begann 1991 mit 123 Hektar als die Familie Lutzeyer das Land als Farm nutzte. Dann wurde es zum B&B, bis Michael Lutzeyer den Grund mit seinen heutigen Ausmaßen für den nachhaltigen Tourismus öffnete und daraus eine moderne Eco-Lodge machte. „Tourismus im Dienst der Natur“ ist mein Motto“, meint der quirrlige Besitzer. Das Land umfasst sieben Farmen und steht unter Naturschutz. „Als Grootbos Stiftung folgen wir einem gemeinnützigen Programm, beschäftigen 150 Vollzeitangestellte, von denen etwa 80 Prozent aus ortsnahen Gemeinden stammen“, erläutert Lutzeyer. Somit schützt das touristische Projekt die Natur und dient zugleich der Armutsbekämpfung im Land. Für den kulinarischen Genuss bietet das Panoramarestaurant eine Gourmetküche mit erlesenen Weinen und einem fantastischen Rundblick bis zur Walker Bay ans Meer.

DSC05231 - Urlaub in Suedafrika - Eva Mayring

Auf der längsten Weinstraße der Welt

In Stellenbosch, nach Kapstadt die zweit älteste Stadt in Südafrika, gegründet 1679, stehen noch heute historische Gebäude im barocken, kapholländischen Stil. Sie verleihen dem Mekka des südafrikanischen Weinlandes eine ganz besondere Note. Da Stellenbosch mit der längsten Weinstraße der Welt insgesamt 157 Weingüter und 21 Weinrouten besitzt, entscheiden wir uns für Delheim, wo die charmante Managerin Nora Sperling-Thiel das traditionsreichen Weingut leitet. Nach 20 Jahren der Kultivierung des Anbaus werden heute erstklassige Rotweine, wie der Pinotage und Shiraz geerntet. „Für die jungen Damen gibt es jetzt die Cup Cake Verkostung. Statt Käse oder Oliven reichen wir Muffins, dazu passt perfekt unser Roséwein” so Nora. Wer dann im lauschigen Weingarten  z.B. ein frisches Fischfilet  oder ein zartes Springbocksteak genießen möchte, der folgt ebenfalls dem kreativen Konzept von Nora, kulinarischen Genuss, in angenehmen Ambiente mit Delheim Weinen charmant zu kombinieren.

Babylonstoren im Stil einer alten Farm

Nur knappe 60 km von Kapstadt entfernt in einer felsigen Wüstenregion liegt das Farmhotel Babylonstoren, das im Stil einer alten Farm nachgebaut wurde. Wie ein magischer Ort liegt das Anwesen mit seinen grünen Gartenanlagen in bunter Blütenpracht. Gewächshäuser, Bäckerei, Charcuterie, Molkerei und Weinkeller sind eine perfekte Kombination und ergänzen sich zum produktiven Ganzen.

Fantasievolle Biorezepte, köstliche Salate, Gemüse und schmackhafte Fleisch-,  Fisch-, und Vegangerichte beweisen die qualitätvolle Herstellung und Zubereitung. Wer sich hier einquartiert, wird mit einem vollen Wellnessprogramm verwöhnt und findet fern ab vom Lärm der Stadt Ruhe zum Relaxen.

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Weingut Lanzerac im kapholländischen Stil (Fotos: Eva-Maria Mayring)

Besuch im Spitzenweingut “Lanzerac”

Das stilvolle Hotel Lanzerac mit 300jähriger Geschichte lädt eher zum Träumen ein. Denn in der antike Umgebung mit großem offenem Kamin, Bibliothek und gemütlichen Sofas da schmeckt der Aperitiv vor dem Dinner besonders gut. Zudem zählt Lanzerac auch zu den Spitzenweingütern, was man bei Verkostungen sehr wohl feststellen kann. Savignon Blanc, Chardonnay und der Pinotage sind besonders beliebt und harmonieren hervorragend zur Springbocklende und Shiitake Pilzen.

In Kapstadt an der der Waterfront pulsiert das Leben

In Kapstadt, der sogenannten Mother City, da zeigt sich Südafrika in den schillernsten Farben. Es wird getanzt, gesungen und Besucher aus der ganzen Welt genießen die lockere, fröhliche Atmosphäre, während die vier Friedensnobelpreisträger, John Luthuli, Desmond Tutu, Frederik Willem de Klerk und Nelson Mandela, in Bronze gegossen an die schweren Zeiten der Apartheid erinnern. Sogar dem berühmten Herzchirurgen Christiaan Barnard ist im „Herzmuseum“ des Groote Schuur Hospitals eine Ausstellung gewidmet.

Rund um die Sundowner Zeit wird es im Hafenviertel etwas ruhiger und wir beobachten, wie eine dicke Wolkendecke den 52 km langen, 16 km und 1087 km hohen Tafelberg aus Quarzsandstein wie ein Daunenbett umhüllt. Die Kapstädter sagen dann, die Tafel sei gedeckt. Und im “Den Anker” an der Waterfront treffen die ersten Gäste ein, um bei einem Glas Pinotage den Untergang der Sonne zu genießen.

Doch dann schlägt die Stunde für eine Whisky-Verkostung in der “Bascule Bar” des Cape Grace Hotels an der Waterfront. Hier lagert die größte Whisky-Sammlung in der südlichen Hemisphäre. Das Sortiment umfasst mehr als 500 Sorten (Single Malts und Blends) aus Schottland, Irland, USA und Kanada. Mit etwas Schokolade, Roquefort oder Lachs als Snacks zwischendurch wird der Geschmack für die erlesenen Tropfen sensibilisiert. Nyika Wellington, der Whisky Sommelier, wählt die Sorten und offeriert sie dann den Gästen. “Wir haben sogar einen 50 Jahre alten Glenfiddich”, so Wellington und Anne, die Barmanagerin präsentiert ihn stolz. (Von 10.00 bis 23.00 Uhr geöffnet.)

Am Wochenende ist der Harbour Market in Haut Bay, Stadtteil von Kapstadt, ein beliebter Treffpunkt für jung und alt. Hier herrscht ein buntes Durcheinander und eifrig wird gegrillt, Riesentapas und Wraps frisch zubereitet und zu heißen Rhythmen gibt’s Wein- und Bier.

Die Kloof Street wartet mit tollen Restaurants und coolen Bars auf.

Wer eher die hippen Lokale bevorzugt, der wird sicher in der Kloof Street fündig. Ein Aperitif in der Gin Bar “Mother’s Ruin” (219 Bree St. Cape Town) ist schon mal ein guter Einstieg. Tom kennt sich perfekt aus mit den 140 Gin Sorten und auch seine Cocktails mit allerlei Kräutern schmecken nach mehr.

Das “Kloof Street House” (30 Kloof St. Gardens, Cape Town) ist eine imposante Dinneradresse. Ob im dschungelartigen Garten oder in den viktorianisch gestylten Innenräumen, die kreative Küche vermag mit köstlichen Kombinationen den Gast zu überraschen. Bei Straußenfilet mit Gorgonzola oder Hühnchen mit Mint Cous Cous wirkt die extravagante Umgebung noch reizvoller.

Das “Black Sheep Restaurant” ist trendig mit sehr guter Küche. Frische Zutaten, leckere Dressings und feines Lamm, Beefburger oder Thunfisch macht Appetit.

Weitere Informationen zum Urlaub in Südafrika

South African Airways fliegt regelmäßig von Deutschland nach Südafrika.

South African Tourism hält auf der Webseite www.dein-suedafrika.de zahlreiche Informationen zum Urlaub in Südafrika bereit.

HInweis: Die Reise fand teilweise auf Einladung statt.

 

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Abtauchen mit der Sea Star

Es ist heiß, windig und sehr wellig. Für viele Gäste auf der Cat Cocos-Fähre von Praslin nach Mahé zu wellig. Zwischen lachenden Einheimischen mit Bier in der Hand und Asiaten mit grünen Gesichtern und Spucktüten lasse ich mir die Gischt ins Gesicht spritzen und genieße die Seeluft und das salzige Wasser auf meinem Gesicht. Die nächsten Tage sind wir auf der Sea Star, einem Segelschiff von Silhouette Cruises mit Platz für knapp 20 Personen. Da ist es gut, seefest zu sein.

Es ist heiß, windig und sehr wellig. Für viele Gäste auf der Cat Cocos-Fähre von Praslin nach Mahé zu wellig. Zwischen lachenden Einheimischen mit Bier in der Hand, gibt es einige Gäste mit grünen Gesichtern und Spucktüten in der Hand. Ich lasse mir die Gischt ins Gesicht spritzen und genieße die Seeluft und das salzige Wasser auf meiner Haut. Die nächsten Tage sind wir auf der Sea Star, einem Segelschiff von Silhouette Cruises mit Platz für knapp 20 Personen. Da ist es gut, seefest zu sein.

Treffpunkt ist der Inter Island Quay im Hafen von Victoria, der Hauptstadt von Mahé. Die vier Schiffe der kleinen Reederei sind vom Terminal der Fähre gut zu sehen und in nur fünf Minuten zu Fuß zu erreichen. Am Pier herrscht reges Treiben, denn drei Schiffe laufen heute aus. Unser Schiff ist die Sea Star, eine 40 Meter lange Yacht mit drei Masten und fünf Bermuda Segeln. Das Schiff verfügt über neun Gästekabinen. Im Inneren des Segelschiffs befindet sich eine Bar sowie ein Raum, der bei schlechtem Wetter fürs Essen genutzt wird. Alles voll klimatisiert. Am Achterdeck befindet sich eine Sitzecke, die überdacht ist. Hier findet das Bordleben statt.

Das Motto dieser Segeltour ist Tauchen

Das Motto dieser Segeltour ist Tauchen, denn von den 14 Gästen haben zwölf ein Tauchpaket gebucht. Zehn davon kommen aus St. Petersburg. Eine russische Tauchgruppe, die – wie sich später herausstellt – schon an vielen Plätzen der Welt getaucht sind. An Bord befinden sich deshalb auch zwei Tauchlehrer, die die Gruppen bei den Tauchgängen begleiten. Neben den russischen Gästen ist noch ein französisches Paar an Bord, die ebenfalls zum Tauchen auf die Seychellen gekommen ist. Ein Glück, das wir auch Taucher sind und für einige Tauchgänge unter Wasser gehen werden. Die Seychellen sind ein großartiges Tauchrevier mit einer Unterwasserwelt aus Granitfelsen, Korallen und jeder Menge bunter Fische. Wir haben während unserer Tauchgänge sogar Haie, Rochen und Schildkröten gesehen.

 

Nach dem die Sea Star beladen ist und alle Gäste an Bord sind, geht’s auch schon los. Gegen Nachmittag verlässt das Schiff den Hafen von Victoria und nimmt Kurs auf unseren ersten Liegeplatz. Nur knapp eine Stunde dauert die Tour, bis der junge Kapitän Chihep aus Kairo den Anker fallen lässt. Wir sind immer noch in Sichtweite von Mahé, der größten Insel der Seychellen. Die Tauchlehrer nutzen die Zeit, um das Equipment fertig zu machen. Nur wenig später verschwindet die erste Gruppe im Wasser. Ein Anblick, den uns die gesamte Tour begleiten wird, denn bis zu drei Tauchgänge am Tag müssen absolviert werden. Da bleibt für die Truppe aus St. Petersburg nur wenig Zeit zur Erholung. Aber das ist für die Taucher, die zwischen 30 und 55 Jahre alt sind, auch nicht das Ziel dieser Reise.

Kreolisches Essen aus einer winzigen Küche

Anders als bei uns und den beiden Franzosen, die „nur“ acht Tauchgänge in der Woche gebucht haben. Wir nutzen die Liegezeiten, um uns auf das Sonnendeck am Bug zu legen und um zu entspannen. Der Koch, der in einer winzigen Küche für das Essen an Bord sorgt, zeigt uns den großen Jobfish, den es am Abend zu essen gibt. Da dieser noch gefroren ist, hängt der Fisch an einer langen Leine im warmen Meerwasser, um aufzutauen. Kreolische Küche begleitet und die gesamte Woche. Dazu gibt es Obst und zum Kaffee Kekse. Inzwischen sind die Taucher zurück an Bord und berichten über das, was sie unter Wasser gesehen haben. Gegen 18:30 Uhr wird die Schiffsglocke geläutet. Das Zeichen an Bord, dass das Essen angerichtet ist.

Die erste Nacht in der Kabine ist ruhig. Das Schiff liegt still in der Bucht auf dem Wasser. Nur das Holz knarrt recht laut, wenn jemand über den Flur geht. Um 6:30 Uhr wache ich von dem Knarren auf. Die Tauchgruppe macht sich für den ersten Tauchgang fertig. Um 7 Uhr, so die Info vom Tauchlehrer, geht’s in die beiden Beiboote zum ersten Tauchspot. Ich stehe mit auf uns schaue mir das Treiben an Bord an, genehmige mir derweil einen Kaffee, der im Reisepreis enthalten ist. Alle weiteren Getränke (außer Wasser und Tee) müssen bezahlt werden. Frühstück gibt’s, wenn die Gruppe vom Tauchen zurück ist.

 

Nachdem das morgendliche Ritual an Bord beendet ist, lichtet der Kapitän den Anker und nimmt Kurs auf die Insel Praslin. Die Überfahrt dauert etwa vier Stunden und wird, nach Aussage der Crew, sehr wellig werden. Zu meiner Freude setzt der Kapitän ein großes Segel. Es wird leider das einzige Mal auf der gesamten Tour sein, auf der gesegelt wird.

Nachts liegen wir vor Anker bei Praslin

Am späten Nachmittag erreichen wir unseren Liegeplatz, an dem wir die Nacht ankern werden. Es ist eine Bucht der Insel Praslin, in der wir auch die kommenden Nächte verbringen werden. Die Wetterlage, so der Kapitän, lässt keine andere Möglichkeit zu. Wir und auch die anderen Gäste, hätten gerne auch mal andere Buchten der fantastischen Inselwelt gesehen. Nachdem der Anker im Wasser ist, kommen die Taucher wieder zum Zug. Inzwischen ist sowas wie Routine zu spüren. Neben den drei bisherigen Tauchgängen der letzten Stunden folgen noch zehn weitere in den nächsten Tagen.

Der nächste Tag bringt uns auf die Insel Curieuse, eine weitgehend unbewohnte Insel, auf der eine Aufzuchtstation für Riesenschildkröten zu finden ist. Die Sea Star ankert auf der anderen Seite der Insel, so dass wir einen ausgedehnten Spaziergang durch die Mangrovenwälder der Insel machen können. Curieuse ist neben Praslin die einzige Insel, auf der die Seychellenpalme Coco de Mer endemisch beheimatet ist. Am größten Strand der Insel befindet sich auch das Haus der ehemaligen Leprastration. Die Insel diente im 19. Jahrhundert auch als Aussätzigenlager für Leprakranke.

Das Paradies heißt Grande Soeur

Morgens geht’s weiter in Richtung Grande Soeur und Petite Soeur. Die beiden Schwesterinseln sind unbewohnt und die Insel darf auch nur zu bestimmten Zeiten betreten werden. Hier sieht es aus, wie im Paradies. Weißer Strandsand, Palmen und kaum Menschen. Traumhaft! Wie für die meisten Inseln, muss man für das Betreten eine Gebühr bezahlen. Die Marine Conservation Fee beträgt etwa 182 Euro und beinhaltet auch die Gebühren der Nationalreservate der Seychellen sowie die Eintrittsgelder und Anlandungsgebühren. Am Nachmittag lichtet Kapitän Chihep den Anker und nimmt Kurs auf Coco Island, eine kleine Granitinsel, die eine fantastische Unterwasserwelt bietet.

Coco de Mer mit Zertifikat für 350€

Den vorletzten Tag verbringen wir vormittags auf der Insel Aride, einem Naturreservat, das über mehr Vogelarten verfügt, als jede andere Insel der Seychellen. Hier gibt es fünf endemische Vogelarten und drei Arten mit der weltweit größten Population. Nachmittags geht’s zurück zur Insel Praslin. Unser Ziel ist das berühmte „Vallee de Mai“, das von der UNSECO zum Weltnaturerbe ernannt worden ist. Hier ist die riesige Kokosnuss Coco de Mer heimisch und der Black Parrot, der nur auf dieser Insel vorkommt. Bei einer Führung durch den Nationalpark erfahren wir, dass die Kokosnuss über 35 Jahre braucht, um Früchte zu tragen und dass diese Pflanzen nur hier und auf der Insel Curieuse wachsen. Versuche, die Kokosnuss auf anderen Inseln anzupflanzen sind gescheitert. Und so dürfen diese großen Nüsse auch nur mit Zertifikat außer Landes gebracht werden. Wer die Coco de Mer als Souvenir mit nach Hause nehmen möchte, muss tief in die Tasche greifen. Rund 350€ kostet ein Exemplar mit Zertifikat.

 

Zurück in unserer nächtlichen Bucht bei Praslin findet heute ein Nachttauchgang statt. Für viele Taucher ein besonderes Erlebnis, denn nachts sind oftmals andere Fische zu sehen. Und so werden die Taucher mit Taschenlampen ausgestattet und mit den Booten zum Tauchplatz gebracht. „Tiefer als acht Meter geht’s nicht“, berichtet einer der beiden Tauchlehrer. Leider, so die Taucher später, war die Sicht nicht gut und so wurden nur wenige Fische gesichtet.

Den letzten Tag verbringen wir auf La Dique

Der letzte Tag steht ganz im Zeichen der Insel La Dique, eine der schönsten Inseln der Seychellen. Die Sea Star ankert weit weg vom Ufer und die Boote bringen uns an Land. Hier gibt es den Anse Source d’Argent, einer der meist fotografierten Strände der Welt. Er bietet durch die eindrucksvollen Granitformationen einen atemberaubenden Anblick. Da wir vor der Tour ein paar Tage auf der Insel verbracht haben, entscheiden wir uns zusammen mit dem französischen Paar per Taxi an den Strand Anse Marron zu fahren.

 

Von La Dique geht es direkt zurück nach Mahé. Diesmal ist die lange Überfahrt nicht so wellig und wir verbringen die letzte Nacht an Bord im Ste. Anne Marine Park ehe es am nächsten Morgen gegen halb neun am Inter Isand Quai wieder von Bord geht.

Weitere Infos zur Tauchreise mit Silhouette Cruises

Silhouette Cruises, gegründet 1997, bietet Kreuzfahrten auf zwei modernen und zwei historischen Segelschiffen (Baujahre 1915/1920) durch die Inselwelt der Seychellen an. Die Kombination aus der Romantik von Kreuzfahrten unter Segeln sowie der Vielfalt aus Natur und Kultur der Inselgruppe der Seychellen sorgt für einen gleichermaßen entspannten als auch abwechslungsreichen Urlaub. Die Routen und die Atmosphäre an Bord der modernen »Sea Star« und »Sea Bird« sowie auf den historischen Seglern »Sea Shell« und »Sea Pearl« sprechen verschiedene Zielgruppen gleichermaßen an. Weitere Infos gibts unter http://www.seychelles-cruises.com/

Hinweis in eigener Sache: Die Reise für diesen Beitrag wurde zum Teil unterstützt von Veranstaltern, Hotels, Fluglinien und/oder Tourismus-Agenturen. Wir legen sehr großen Wert auf eine unabhängige und neutrale Berichterstattung, daher sind die Meinungen, Eindrücke und Erfahrungen der jeweiligen Autoren ihre eigenen.
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Inseln mit Ausblick im Land der “Coco de Mer”

Es wackelt. Sehr sogar. Das Boot rollt auf den Wellen und deshalb haben sich die meisten Passagiere irgendwo sicheren Halt gesucht. Die Fahrt dauert knapp 40 Minuten und das ältere,…

Es wackelt. Sehr sogar. Das Boot rollt auf den Wellen und deshalb haben sich die meisten Passagiere irgendwo sicheren Halt gesucht. Die Fahrt dauert knapp 40 Minuten und das ältere, weiße Boot, das überall chinesische Schriftzüge hat und ganz offensichtlich vorher auf chinesischen Gewässern unterwegs war, pflügt durch die Wellen. Unser Ziel ist die Insel Silhouette Island. Eine der Inseln mit Ausblick im Land der “Coco de Mer”. Hier gibt es jede Menge Natur, zwei Dörfer, eine Lodge und ein Hotel.

Silhouette ist die drittgrößte Insel (20 qkm) der Seychellen und liegt nordwestlich von Mahé, der Hauptinsel der Seychellen, von wo aus unser Boot gestartet ist. Die Insel ist wenig erschlossen, es gibt dort keine Straßen oder Autos. Lediglich die Fahrzeuge des Hotels fahren innerhalb der Hotelanlage, die das Gepäck der Gäste zu den unterschiedlichsten Unterkünften bringen. Der Mont Plaisir ist der höchste Berg der Insel, der immerhin 752 Meter hoch ist. Auf Silhouette Island leben etwa 150 Einwohner in zwei Dörfern. Eins davon ist La Passe, der Hauptort der Insel an der Nordostküste.

Villen mit Strandpanorama oder eigenem Pool im Garten

Dort legt unser Boot an. Einige der Hotel-Mitarbeiter des „Hilton Seychelles Labriz Resort & Spa“ haben sich am Steg versammelt und winken uns zur Begrüßung zu. Das weiße Boot, das zur Hilton-Hotelgruppe gehört, und nur zweimal am Tag die Insel an- und abfährt, ist mit etwa 20 neuen Gästen belegt. Nach der offiziellen Begrüßung werden die Urlauber zu den Bungalows des Hotels gefahren, die entweder in unmittelbarer Lage direkt am Strand oder in zweiter Reihe liegen. Die am Strand haben das Wasser direkt vor der Terrasse, die anderen einen eigenen Pool hinten im „Garten“, mit Blick auf den angrenzenden Urwald.