Wohin soll es gehen – Australien, Asien oder Afrika? Kein Reiseland war mir zu fern und kein Abenteuer groß genug. Mit dem Surfbrett durch die Wellen gleiten, über Riffe, Steine, mit Delphinen und Haien in einem Gewässer schwimmen. Mit Flipflops einen Berg auf Madeira besteigen oder mit Bauchschmerzen auf Bali den „Balibelly“ kurieren – das gehörte auf meinen Reisen dazu. Oft war ich bereits unterwegs als mir das ein oder andere Detail der fehlenden Reisevorbereitung auffiel. Hier fehlte eine Impfung, dort eine Kreditkarte oder eine Auslandreisekrankenversicherung. Kein Problem!

Ich war Studentin und auf mich allein gestellt. Keine Verpflichtungen, keine Ängste. Was fehlte, wurde einfach improvisiert und auf das Glück vertraut. Nette und hilfsbereite Menschen kreuzten meinen Weg und machten diese Momente sogar noch besonders. Von einem älteren Ehepaar wurde mir bei einem Kaffee in ihrer Wohnung Sydney erklärt, während ich auf den Reifenservice wartete, an einem einsamen Campingplatz wartete ich sieben Tage, bis endlich mein Geld aus Deutschland überwiesen wurde und ich die Weiterreise antreten konnte. In der Regel lief alles glatt.

All diese Erlebnisse in meinem Alter zwischen 20 und 30 möchte ich nicht missen und doch hat sich in den letzten acht Jahren etwas verändert. Inzwischen habe ich zwei wundervolle Kinder – meine Reiselust ist geblieben. Unsere Familienurlaube verlaufen inzwischen etwas „organisierter“ und die Sicherheit und Gesundheit der Familie nimmt heute in der Reisevorbereitung etwas mehr Raum ein.

Angstfrei die Welt erkunden

Natürlich übertreiben wir es nicht. Abenteuer, neue Eindrücke und Erlebnisse, andere Kulturen und Menschen, all das sollen auch meine Kinder kennenlernen. Angstfrei die Welt erkunden und in Kontakt mit neuen Themen kommen – das wünsche ich mir für die zwei Jungs. Als Eltern soll man auch loslassen und trotzdem die Basis an Sicherheit für einen geschützten Rahmen schaffen. Deshalb sind wir inzwischen recht routiniert unsere Reise-Vorbereitungen als Familie zu treffen. Für uns zusammenfassend können wir sagen, dass wir bei den Reisen mit den Kids immer eine Krankenversicherung hatten. Seit wir unseren Wien-Urlaub spontan wegen Krankheit eines Sohnes absagen mussten und auf Kosten in Höhe von 600 Euro sitzen geblieben sind, ist noch die Reiserücktrittsversicherung dazugekommen. Sonst sind aus meiner Sicht wirklich essentiell nur noch die Kreditkarte und vollständige Reiseunterlagen (Tickets, Pässe, Ausweise, Visum) mit Dokumentenkopien, falls diese verloren gehen oder entwendet werden) Alles andere kann zur Not vor Ort gekauft werden. Hin und wieder empfiehlt sich noch die Mitnahme eines Sicherheitssitzes für die Kinder und auch eine gut organisierte Reiseapotheke hat sich bei uns ebenfalls als sinnvoll herausgestellt.

Unsere persönliche Urlaubscheckliste der WICHTIGEN Dinge:

Geld

  • Kreditkarte
  • EC-Karte
  • Etwas Bargeld

Versicherungen

  • Auslandsreisekrankenversicherung
  • Reiserücktrittsversicherung

Reiseunterlagen

  • Visum
  • Ausweis und Reisepass noch gültig (mind. 6 Monate)
  • Auslandsführerschein
  • Tauchschein

TIPP: Alle Dokumente entweder kopieren oder ein Foto mit dem Handy machen und mitnehmen.

Gesundheit

  • Impfschutz/ Impfpass
  • Reisapotheke vollständig?

Technik (für den Reiseblogger unverzichtbar)

  • Handydatenpaket fürs Ausland aufstocken oder lokale Datenkarte vor Ort kaufen
  • Kamera aufladen, Ladekabel und Ersatzkarten (Akkus mitnehmen)
  • Notebook
  • Steckdosenadapter, Dreifachsteckdose

Da jeder Mensch andere Bedürfnisse an Sicherheit hat, empfehle ich Jedem, sich vorher eingehend Gedanken zum Urlaub zu machen. Was möchte man machen? Braucht man ein Auto? Wie gefährlich sind die Aktivitäten und möchte man sich und seine Familie absichern?

Infografik "Sicher im Urlaub"

 Kooperationsartikel