Reiseblogger werden ist nicht schwer…

Reiseblogger werden ist nicht schwer…

Reiseblogger Jörg Baldin führt Tagebuch.… Reiseblogger sein dagegen sehr – Ein bisschen abgeändert hört sich das Gedicht von Wilhelm Busch doch auch für meine Zunft plausibel an, oder? Ich möchte ab heute eine neue Rubrik in meinem Blog installieren, in der ich euch ungeschminkt, brutal ehrlich und geraderaus berichte: Das Tagebuch eines Reisebloggers.

Was soll der Blödsinn werden sich viele denken? Ein Blog an sich ist doch schon ein Tagebuch und davon gibt es genauso viele wie Sand am Meer. Wer reist und seine Eindrücke online stellt ist Reiseblogger, basta! Tja, Reiseblogger werden ist nicht schwer. Jetzt gibt es aber solche und solche. Einige nutzen das Reisetagebuch wirklich nur als privates „Logbuch“ einer privaten Reise. Hier haben Familie und Freunde eine Möglichkeit, sich über den Verlauf der Reise zu informieren und dient später allen nochmal als Lektüre. Strich drunter…

Jetzt gibt es aber auch die, die das Reisebloggen beruflich machen. So wie ich und viele andere mit mir. Das sind die „professionellen“ Reiseblogger, die täglich mehrere Stunden damit verbringen, Termine und Reisen zu koordinieren, Texte zu schreiben, Bilder rauszusuchen, sich mit dem CMS (Content Management System) rumzuärgern und eventuell auch Videos zu schneiden. Hier erlebt man jeden Tag viele interessante und teilweise komische Dinge, insbesondere wenn eMails von Social-Media-Agenturen reinkommen, die mir ein Angebot machen wollen, dass ich nicht ablehnen kann.

Zudem steigt offensichtlich der Druck in der Branche. Nachdem Anfang des Jahres alle froh waren, dass Reiseblogger in Deutschland jetzt auch mal beachtet und anerkannt werden – ITB Berlin 2012 sei Dank – ist es nun an der Zeit, die Ellenbogen rauszuholen, um sich den Platz in der Community zu sichern und die dicken „Möhren“ zu ergattern, die einem die Agenturen vor die Nase hängen. Während die Qualität der Reiseblogs in der Vergangenheit eher an zweiter Stelle stand, erwarten nun viele Leser mindestens die Qualität von seriösen Print- und Reisemagazinen wie GEO oder Merian. Ungeachtet davon, dass solche Magazine einen Vorlauf von Monaten haben und Reiseblogger oft schnell agieren oder reagieren müssen, ist auch diese Situation durchaus eine Herausforderung für alle. Auch hier gibt es viel zu berichten.

Also, für alle die es interessiert: Ab Montag gibt’s hier quasi die Daily-Reiseblogger-Soap auf BREITENGRAD53. Ich freue mich drauf…

Text & Foto: Jörg Baldin

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