Penang, eine Stadt mit Tradition.

Inder, Chinesen, Araber, Portugiesen, Niederländer und zuletzt auch die Briten – sie alle haben die Insel Penang vor der Westküste Malaysias durch ihre Anwesenheit über die Jahrzehnte geprägt. Chinesische Clanhäuser, buddhistische Tempel, Moscheen, Kirchen, belebte „night markets“ (mit dem besten Essen in Südostasien) und eine aufstrebende Kunstszene, all das macht Penang zu einer einzigartigen Destination, die man bei einem Aufenthalt in Südostasien nicht auslassen sollte.

Egal wie man nach Penang reist, mit dem Bus oder per Auto, die Anfahrt von Butterworth über die Penang Bridge und den Golf von Malakka ist recht spektakulär. Penang heißt nicht nur die Insel, sondern auch die Region, zu der auch noch die Insel Seberang Perai und ein Küstenstreifen der malaiischen Halbinsel gehört. Die Hauptstadt der Insel Penang, Georgetown, bietet jede Menge Übernachtungsmöglichkleiten in allen Preisklassen, vom Backpacker Hostel bis hin zu luxuriösen Hotels.

Das Zentrum der 400.000 Einwohnerstadt ist leicht zu Fuß zu erkunden. Bei einem Rundgang durch Penang sticht das bunte Gemisch an Religionen und Ethnien ins Auge. Wenn man den Spaziergang zum Beispiel an der Strandpromenade beginnt, am Padang Kota Lama, dem Park gleich neben dem Rathaus, dann sieht man auch schon das aus dem 18. Jahrhundert stammende Fort Cornwallis. Für 3 malaiische Ringit kann man sich das Fort von innen ansehen und mehr über die britische Kolonialherrschaft in Penang erfahren. Der Kong Hock Keon Tempel ist ein taoistischer Tempel, der Guanyin gewidmet ist, und ebenso beeindruckt wie der chinesisch-buddhistische Kek-Lok-Si Tempel. Die Bevölkerung Penangs ist zu 44.6% muslimisch, zu 35.6% buddhistisch. Weiter gibt es in Penang ungefähr 8.7%  Hindus, 5,1% Christen und 4,6% Taoisten.

Kulinarische Köstlichkeiten

Direkt an der Strandpromenade befindet sich auch einer der vielen „night markets“. Im Gegensatz zum „Red garden night market“ direkt im Zentrum von Penang ist dieser aber vorwiegend von Einheimischen besucht und nicht nur aufgrund des köstlichen Essens zu empfehlen. Penang und die Hauptstadt Georgetown sind tatsächlich weit über Malaysias Landesgrenzen für die kulinarischen Köstlichkeiten berühmt. Jede der vertretenen Kulturen in der Stadt hat ihre eigenen Köstlichkeiten mitgebracht und so kann man in Georgetown Leckerbissen aus Indien, China, Thailand und eben Malaysia an jeder Straßenecke genießen. Im Januar gibt es drei große Feste, bei denen auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommt: Das Hindu-Fest Thaipusam mit großer Prozession, die Feierlichkeiten zum Ende des Fastenmonats Ramadan und das zweiwöchige chinesische Neujahrsfest.

Penang, eine Stadt mit Tradition.Kunst und Kultur in Georgetown

In Penang spielt sich das Leben auf der Straße ab. Das Penang World Music Festival (vom 30. März bis zum 1.April) ist neben dem jährlichen George Town Festival (vom 15. Juni bis zum 15 Juli) eines der kulturellen Highlights. Einen ganzen  Monat lang finden neben Ausstellungen auch Lesungen lokaler und internationale Künstler statt. Und auch wenn man außerhalb der Festivalzeit durch die Straßen von Georgetown schlendert, fallen die zahlreichen kleinen Galerien auf, wie die Unique Penang Art Gallery.

In und um Georgetown

Außerdem ist Georgetown ein toller Ausgangspunkt für Ausflüge, wie zum Beispiel einen Besuch am Penang Hill, den man zu Fuß oder auch per Seilbahn erreichen kann. An sonnigen Tagen bietet sich ein unglaublicher Ausblick. Wer zu Fuß unterwegs ist, kommt auch an den botanischen Gärten von Penang am Fuße des Penang Hill vorbei. Von dort dauert es mit dem Taxi ungefähr 25 Minuten bis man wieder in Zentrum von Georgetown angekommen ist.

Weiterreise

Von Georgetown gibt es gute Verbindungen innerhalb von Malaysia aber auch nach Thailand. Kula Lumpur beispielsweise ist mit dem Nachtbus in gut 5 Stunden zu erreichen, Khota Baru an der Ostküste ist 7 Fahrstunden von Penang entfernt. Auch Busverbindungen an die thailändische Grenze und dann weiter an verschiedene Destinationen in Thailand kann man von Georgetown aus bestens organisieren.