New York: Eine Stadt, die niemals schläft

Die "Europa 2" zum ersten Mal in New York

New York: Eine Stadt, die niemals schläft

IIch möchte aufwachen in einer Stadt, die niemals schläft – Schon Frank Sinatra besang in seinem Lied “New York, New York” das, was ich spürte, bevor ich überhaupt einen Fuß auf den Boden dieser riesigen Metropole in den USA gesetzt hatte. Während die “Europa 2” gemächlich den Hudson River in Richtung “Pier 90” fuhr und die Skyline von New York immer konkreter wurde, umso mehr hatte ich das Gefühl, das sich Adrenalin in meinen Adern breit machte. Empire State Building, Rockefeller Center, Times Square, Manhattan – Alles was ich bisher nur aus diversen Hollywoodfilmen kannte, war zum Greifen nah. Sehen konnte ich es schon und auch spüren.

Die Amerikaner haben schon einen besonderen Humor. Vor allem, wenn es um die Einreise ins Land geht. Die Einreisekontrolle in New York war so ein Fall. Alle Gäste mussten das Schiff verlassen, durch eine Ausweiskontrolle, Reisepass und ESTA vorlegen und dann in einer großen Halle am Pier warten, bis der letzte Gast die “Europa 2” verlassen hat. Dann durften alle wieder an Bord und wir konnten die Expedition New York starten.

„I want to wake up in that city that doesn’t sleep“

Hundert Dinge gingen mir durch den Kopf, als ich auf der 12th Avenue am Manhattan Cruise Terminal stand. Mein erster Gedanke: Die Taxis sehen tatsächlich so aus wie im Film. Aber das die Wagen im Inneren so eng sind, hätte ich dann doch nicht gedacht. Während eine Plexiglasscheibe den Fahrer schützt, flimmern hunderte Werbebotschaften über einen Bildschirm im Fond des Taxis. Werbung wohin das Auge reicht.

Mein erstes Ziel war das Rockefeller Center, das etwa ein Kilometer vom Schiff entfernt ist. Zu Fuß braucht man dafür vielleicht eine halbe Stunde. Mit dem Auto in New York etwas länger. In dieser Stadt scheint jeder mit dem Auto ins Zentrum zu fahren, um dann in langen Schlangen in Schritttempo voranzukommen. Ein Wahnsinn!

Rockefeller Center bei Nacht

Rockefeller Center bei Nacht.

Und weil jedem Fahrer während der Wartezeit langweilig ist, wird fleißig gehupt. Hupen scheint eine Art Volkssport der New Yorker zu sein. Vielleicht ein Grund, weshalb die Stadt auch nie schlafen kann.

Das Rockefeller Center liegt an der Rockefeller Plaza, in der Nähe der berühmten 5th Avenue. Hier ist auch das weltberühmte Schwarz-Weiß-Bild entstanden, auf dem Bauarbeiter während der Mittagspause in schwindelerregender Höhe auf einer Stahlstange sitzen, eingereiht von Wolkenkratzern in der Nachbarschaft. Und genau in diese Höhe habe ich mich auch begeben. Allerdings bin ich die 70 Stockwerke ganz bequem mit einem Turbo-Aufzug hoch gefahren. Auf dem „Top Of The Rock“ können die Besucher auf mehr als 16.700 Quadratmetern und auf drei Etagen den einzigartigen Ausblick auf die Stadt genießen. Für mich ein Schlüsselerlebnis bei dem Besuch der Metropole, denn mehr als auf New York aus 260 Metern Höhe bei Sonnenuntergang zu blicken, geht nun wirklich nicht. Zumal die Plattform eine nahezu ungehinderte Sicht auf die vielen Wolkenkratzer und Sehenswürdigkeiten bietet, darunter das Empire State Building oder den Central Park.

Weltberühmte Eisbahn in New York

Am Fuße des Rockefeller Center befindet sich im Winter auch die weltberühmte Eisbahn, die schon in vielen Hollywood-Filmen als Kulisse gedient hat. Wer denkt, hier eine große Bahn anzutreffen, irrt gewaltig. Eher klein, dafür aber mit sehr vielen Schlittschuhläufern gefüllt, die während der Weihnachtszeit oftmals mit Weihnachtsmannmützen ausgestattet sind.

Blick vom Rockefeller Center _1

Postkartenmotiv: Viele Besucher nutzen die Aussichtsplattform des Rockefeller Center, um unvergessliche Aufnahmen der Stadt zu machen. (Fotos: Jörg Pasemann)

Mein Weg führt mich weiter auf die 5th Avenue, der Top-Einkaufsstraße in New York. Auch hier wimmelte es nur so von Menschen, die offensichtlich alle auf der Suche nach dem passenden Weihnachtsgeschenk waren. Natürlich durfte hier ein Besuch beim wahrscheinlich bekanntesten Kaufhaus der Stadt nicht fehlen: „Saks Fifth Avenue“. Prall gefüllt mit Weihnachts-Deko innen und einer Weihnachts-Lasershow draußen und auch hier Menschenmassen, die auf der einen Seite ins Kaufhaus strömten und auf der anderen Seite wieder raus, vollgepackt mit Einkaufstüten.

Kaufhaus Saks in New York

Auch das Kaufhaus “Saks” in New York ist zur Weihnachtszeit reichlich dekoriert.

Etwa einen Kilometer weiter kommt man auf den Times Square, einer weiteren weltberühmten Straße der Stadt. Hier findet man knapp 40 Theater, die MTV-Studios und das Verlagsgebäude “One Times Square”, in dem sich auch die New York Times befindet. Jedes Jahr zu Sylvester versammeln sich um die eine Million Menschen, um zu sehen, wie der Times Square Ball 60 Sekunden vor Mitternacht unter dem ohrenbetäubendem Countdown des Publikums herabgelassen wird.

Mein Tag endet schließlich in einer der bekanntesten Roof-Top-Bars der Stadt, dem „The Roof“ im legendären Viceroy Hotel in Manhattan bei einem Glas Caipirinha. Morgen geht’s auf die Brooklyn Bridge, nach Soho, zum High-Line und ins “Baltazar Restaurant”. „I want to wake up in that city that doesn’t sleep“ – Ich glaube, ich gehe jetzt erst mal schlafen..

Times Square

Superhelden als Fotograf: Auf dem Times Square in New York ist alles möglich.

Wichtige Reiseinformationen

Einreise
Für die Einreise in die USA ist eine Reisegenehmigung erforderlich. Das ESTA wird online beantragt und in der Regel erhält man innerhalb weniger Stunden die Bestätigung. Dieser Antrag muss bei der Einreise mitgenommen werden.
Anreise
Die Anreise per Schiff ist mit Abstand die beste Lösung, um nach New York zu kommen. Man fährt ganz gemütlich an der Freiheitsstatue vorbei und kann schon von weitem die Skyline von New York erkennen. Die “Europa 2” fährt im März/April 2015 wieder nach New York.

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Hinweis: Der Autor wurde von Hapag-Lloyd-Kreuzfahrten auf diese Reise eingeladen. Herzlichen Dank!

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