Kategorie: Mexiko

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Fantasiewelt inmitten von Mexikos Regenwald

Wer durch Mexiko reist und entlang des kleinen aber unscheinbaren Örtchens Xilitla fährt, sollte unbedingt einen kleinen Stopp einbauen. Grund dafür ist eine Attraktion, die eigentlich nicht in Worte zu…

Wer durch Mexiko reist und entlang des kleinen aber unscheinbaren Örtchens Xilitla fährt, sollte unbedingt einen kleinen Stopp einbauen. Grund dafür ist eine Attraktion, die eigentlich nicht in Worte zu fassen ist. Der Skulpturenpark von Edward James.

Las Pozas – eine Traumwelt inmitten von Mexikos Regenwald

Nur diejenigen die jemals in Las Pozas waren können mir zustimmen. Einzigartig, atemberaubend und unbeschreiblich. Das sind die Worte, die man im Nachhinein für diesen Ort nutzen wird. Es ist ein Ort, eine Traumwelt fernab von jeder Realität.

Umgeben von mystischen Symbolen und Zeichen inmitten einer einzigartigen Natur. Eigentlich eine kleine Traumwelt, in die es sich lohnt abzutauchen. Einen konkreten Weg gibt es hier nicht, auch wenn die einzelnen Treppen einen Weg vorgeben, suchen sich die Besucher ihren individuellen Weg. Und es wird der Richtige sein. Das garantiere ich Ihnen.

Egal ob sie bis an die Spitze der Türme klettern oder den Weg am Rande der Wasserfälle nutzen – sie allein geben den Weg vor. Inspiriert von der Umgebung und den Geräuschen der Natur stellt sich schon nach kurzer Zeit ein unglaublich besänftigtes Gefühl ein.

Der Künstler Edward James und seine Vision

Edward James hat hier ein kleines Paradies geschaffen. Er, der einzige Sohn von Evelyn Sorbes, einer prominenten schottischen Dame, war ein britischer Multimillionär, Kunstsammler und Landschaftskünstler. Er galt als Exzentriker. In der Zeit von 1964 bis 1984 errichtete er im mexikanischen Regenwald sein Lebenswerk „Las Pozas“ dass jedoch nie fertiggestellt werden konnte. Nach seinem Tod am 2.Dezember 1984 schienen die Arbeiten stillzustehen. Zurückgeblieben ist ein einzigartiges Kunstwerk. Werke die aus einer anderen Welt stammen könnten. Treppen die in den Himmel ragen, Skulpturen, die vom Regenwald überwucherten sind sowie unwirklich aussehende Betonstrukturen.

Der Garten Eden Mexikos

Umgeben von der tropischen Natur wirken die Skulpturen im ersten Moment wie ein verwunschener Garten Eden. Die Idee einen Skulpturenpark im mexikanischen Regenwald, knapp 5 km von Xilitla zu errichten kam Edward James, nachdem seine dortige Orchideenzucht 1962 einer Frostperiode zum Opfer fiel. Er beschäftiggte insgesamt mehrere hundert Männer, sowie mehrere Millionen Dollar um seinen Traum zu realisieren.

Er wollte seinen Blumen ein Denkmal setzen und sie als Betonskulpturen für die Ewigkeit festhalten. Der surrealistische Park ist teilweise von den Bildern Max Ernsts, dem auch ein Bauwerk gewidmet ist, sowie von Antoni Gaudi inspiriert.

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung

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Hinab in die Unterwelt der Maya

Treffpunkt 8 Uhr. „Ausgeschlafen? Gut gefrühstückt?“, will Reiseleiterin Anja von den Mitgliedern der kleinen Gruppe von abenteuerbereiten Touristen wissen, die sich pünktlich am Hoteleingang eingefunden hat. „Na klar“, kommt es…

Treffpunkt 8 Uhr. „Ausgeschlafen? Gut gefrühstückt?“, will Reiseleiterin Anja von den Mitgliedern der kleinen Gruppe von abenteuerbereiten Touristen wissen, die sich pünktlich am Hoteleingang eingefunden hat. „Na klar“, kommt es wie aus einem Munde zurück. Alle freuen sich auf einen Tag, der verspricht, etwas anders zu verlaufen. Ein bisschen sportlich soll es werden, hoffentlich spannend und auch ein wenig mystisch. Und ein Tag, an dem die Sonne ausnahmsweise mal nicht die Hauptrolle spielen wird. Ein Urlaub an der mexikanischen Karibikküste muss sich schließlich nicht nur auf das Relaxen an den Traumküsten von Playa del Carmen und das Eintauchen in die auch in den Wintermonaten nie unter 25 Grad sinkenden Meeresfluten beschränken.

Reiseblog - Mexiko - Rio Secreto - Brigitte Geiselhart-3

Das Ziel heißt „Rio Secreto“. Der geheime Fluss also, der bis 2007 der Öffentlichkeit verschlossen war. Zunächst aber gilt es während einer knapp halbstündigen Fahrt im Kleinbus auf der Küstenstraße Riviera Maya, die Nase ein wenig in den Wind zu halten und die Aussicht auf Felder und üppige Vegetation zu genießen. Anja erzählt derweil davon, dass es sich beim Rio Secreto um sogenannte „Cenoten“, mit Wasser gefüllte Höhlen handelt, die in der Regel von professionellen Tauchern erkundet werden, und Teil eines riesigen Netzes ist, das aus insgesamt 580 Kilometern unterirdischer Flüsse besteht. Ein Naturphänomen, das große Bedeutung für die Kultur der Maya hatte. Hört sich schon mal sehr aufregend an.

Einfahrt ins Naturreservat. Auf unwegsamem Gelände geht es etwa sieben Kilometer durch den dschungelhaften Mangrovenwald. „Ihr seht unglaublich viele Orchideen und unzählige Schmetterlinge. Man darf aber auch nicht vergessen, dass in diesem Areal auch große Raubkatzen wie Jaguar und Puma leben, Tapire, Brüll- und Klammeraffen – und 48 verschiedene Schlangenarten. Gerade im Frühjahr, wenn das Laub noch am Boden liegt, ist es sehr gefährlich, hier durchzulaufen“, erzählt Anja ohne mit der Wimper zu zucken. Gut zu wissen. Das Zusammentreffen mit der „Zigarettenschlange“, nach deren Biss man im dümmsten Fall nur noch eine Zigarettenlänge zu leben habe, erspart man sich doch gerne.

Erst duschen, dann rein in den Rio Secreto

Jetzt aber raus aus dem Bus und rein in die Neoprenanzüge. Aber vorher erstmal duschen. Makeup, Sonnencremes und die Überreste von Mückensprays sind im Rio Secreto aus nachvollziehbaren Gründen nämlich unerwünscht. Die siebenköpfige Gruppe wird von Guide Nico schon erwartet. Ein Münchner, der auf der Halbinsel Yucatan seinen beruflichen Traum zu leben scheint. Spezielle Schuhe, ein Helm mit Stirnlampe, eine Schwimmweste – o.k. Aber außerdem noch ein stabiler Stock? Ist hier jemand fußkrank? Muss das wirklich sein? „Den braucht ihr, um auf dem unebenen und nassen Gelände den nötigen Halt zu haben, aber auch dafür, um die Wassertiefe für den nächsten Schritt abschätzen zu können“, sagt Nico. Verstanden. Ein kleiner Fußmarsch. Komisch, aber nach den vorhin von Anja gehörten mahnenden Worten ist der Blick wie selbstverständlich auf den Boden gerichtet. „Übrigens habe ich den schönsten Beruf der Welt“, kommt Nico währenddessen ein wenig ins Schwärmen. „Wenn man die Natur, das Ökosystem und ganz besonders das unterirdische Labyrinth, das ihr gleich durchwandern dürft, liebt, dann ist man hier genau an der richtigen Adresse.“

Dann ist der Eingang erreicht. Nochmals kurze Einweisung in die Gerätschaften und auf das, was man erwarten darf. Das Berühren der jahrtausendealten Stalagmiten und Stalaktiten ist in jedem Fall verboten. „Ihr seid auch gut beraten, immer in meiner Nähe zu bleiben. In diesem Labyrinth mit seinen vielen Verästelungen hat der ungeübte Besucher trotz einiger Markierungen keine Chance, sich allein zurecht zu finden“, erklärt Nico und fügt augenzwinkernd hinzu: „Ich habe auf dieser Tour zwar noch nie jemand verloren – aber man weiß ja nie.“ Also Augen auf und auch auf den Schutz der Gruppe vertrauen.



Ohne Helmlampen geht bald nichts mehr

Es geht abwärts. Es geht in die Unterwelt der Maya. Ein stufenartiger Abstieg und schnell befindet man sich rund zehn Meter unter der Erde. Der Untergrund ist zunächst trocken, später leicht matschig. Dann steht man im Wasser – erst knöchel-, dann knietief. Das Oberlicht wird spärlicher, verschwindet ganz. Ohne Helmlampen geht bald gar nichts mehr. Ein wenig innehalten tut gut. Kein Blick ist wie der andere. Unbeschreiblich schöne Tropfsteinformen von oben oder von unten. Eine bizarre unterirdische Felsenlandschaft. Fossilien an den Wänden zeugen von einer Geschichte, die in vielem noch unerforscht ist. Übergänge von einer Höhle in die andere. Schmale Pfade. Es gilt, jeden Schritt bewusst zu setzen. „Vorsicht, nicht den Kopf anstoßen.“ Auch Kratzer an Armen und Beinen kann man sich hier leicht holen. Nach oben, nach unten, kreuz und quer. Jetzt reicht das Wasser bis zu den Schultern. Schwimmen im kristallklaren, etwa 24 Grad warmen Wasser, das stark kalkhaltig ist und sich dennoch auf der Haut angenehm weich anfühlt. Ein phantastisches, sinnliches Erlebnis.

Reiseblog - Mexiko - Rio Secreto - Brigitte Geiselhart-7

Mal sind die Durchgänge schmal, mal sehr niedrig, mal ist gebücktes Gehen angesagt, mal klettern, mal durchs Wasser waten. Der anfangs fast verschmähte Stock leistet jetzt gute Dienste. An Felsenwänden erkennt man schlafende Fledermäuse und sieht ein paar kleine Fische, auch so etwas wie Glühwürmchen. Andere Menschen? Fehlanzeige. Jetzt machen alle ihre Stirnlampen aus. Eine unglaubliche Stille und eine mystische Dunkelheit, die man so noch nicht erlebt hat. Verharren und sich bewusstwerden, dass man sich an heiligen, unantastbaren Orten befindet. Nur ein paar Minuten und doch Momente für die Ewigkeit, so scheint es.

Gut zwei Stunden sind vorbei. Fast zu schnell. Rund zwei Kilometer sind durchwandert und durchschwommen. Rückkehr ins Irdische und Oberirdische, Rückkehr zum Licht der Sonne. Ein Ausflug, der alles gehalten hat, was man sich versprechen durfte. Mehr als das. Er wird nachwirken, versprochen.

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[toggle title=”Rio Secreto”]Der „Rio Secreto“ umfasst das größte Unterwasser-Flusssystem auf der Halbinsel Yucatan. Es wurde mit dem „World Travel Award“ – dem „Oscar“ der Tourismusindustrie – ausgezeichnet. Es handelt sich hierbei um ein Naturphänomen, das im Laufe der Jahrtausende gewachsen ist und große Bedeutung für die Kultur der Maya hatte. Tägliche Führungen – auch in deutscher Sprache – in kleinen Gruppen. Anfahrt über Playa del Carmen, etwa sechs Kilometer auf dem Highway 307, der Küstenstraße Riviera Maya, entlang. Direktflüge nach Cancun ab mehreren deutschen Flughäfen möglich.[/toggle]

Hinweis: Wir danken dem Reiseveranstalter Alltours für die freundliche Einladung!

 

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Must-see in Mexiko: Die Mayastadt Chichén Itzá

In Ägypten die Pyramiden, in Indien das Taj Mahal – jedes Land hat Sehenswürdigkeiten, um die man beim besten Willen nicht herumkommt. In Mexiko ist das die Mayastadt Chichén Itzá….

In Ägypten die Pyramiden, in Indien das Taj Mahal – jedes Land hat Sehenswürdigkeiten, um die man beim besten Willen nicht herumkommt. In Mexiko ist das die Mayastadt Chichén Itzá. Auch Traveler, die auf individuellen Pfaden unterwegs sind und touristische Hotspots lieber großräumig umfahren, dürfen sich dieses monumentale Weltkulturerbe nicht entgehen lassen.  

Die Mayastadt auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán ist eine der bedeutendsten archäologischen Ausgrabungsstätten der Welt. In ihrer Hochblüte zwischen dem 8. Und 11. Jahrhundert vor Christus muss sie ein bedeutendes Machtzentrum gewesen sein. Ihre für die späte Mayazeit typische Architektur hat sich eine Vielzahl von anderen Stilen einverleibt, von der Bauweise der Puuc bis zu den Tolteken – eine einzigartige kulturelle Mischung, die den Archäologen noch heute Rätsel aufgibt. Mit einer beeindruckenden Fläche von über 1500 Hektar ist die Stadt zudem der größte Maya-Fundort von Yucatàn. Die wichtigsten Bauwerke der Stadt sind inzwischen dem sich alles einverleibendem Dschungel wieder entrissen und gewissenhaft restauriert worden – vor allem natürlich die große, berühmte Pyramide von Kukulkán.

Chichén Itzá in Mexiko

Der Aufstieg auf die Pyramiden der Maya ist mühsam, lohnt sich aber für den Blick über die Landschaft. (Foto: Jörg Pasemann)

Das Geheimnis der Pyramide von Kukulkán

Die 24 Meter hohe Stufenpyramide ist das Wahrzeichen von Chichén Itzá. Das Bauwerk ist eine wahre architektonische Meisterleistung und zeugt vom außerordentlich hohen Wissensstand der Mayakultur. Denn die Pyramide ist ein steingewordener Jahreskalender, in ihren Proportionen in perfektem Einklang mit komplizierten astrologischen Berechnungen. Jede ihrer vier Treppenseiten hat 91 Stufen, abgeschlossen von einer finalen Plattform: 4 x 91 + 1 = 365, eine Stufe also für jeden Tag des Jahres. Zweimal im Jahr lässt sich zum Äquinoktium (auch Tagundnachtgleiche genannt) ein beeindruckendes Spektakel besichtigen, das Tausende Zuschauer in die Mayastadt lockt. Am späten Nachmittag des 20./21. März und des 22./23. September erscheint der Schatten einer Schlangen an der Pyramide von Kulkukán, die die Treppen herunterzukriechen scheint, um ihren riesigen Kopf auf die unterste Stufe der Pyramide zu legen. Ein Schauspiel, das von den Baumeistern perfekt berechnet wurde.

Tempel des Krieges und heilige Brunnen

Von der Pyramide aus, die im Gegensatz zu vielen anderen Maya-Pyramiden besichtigt und erklettert werden darf, hat man einen fantastischen Ausblick über die Anlagen. In nordöstlicher Richtung, am Ende der ebenfalls imposanten Gruppe der 1.000 Säulen, kann man den Tempel der Krieger (Templo de los Guerreros), sehen. Er gehört zu den schönsten Beispielen Maya-Toltekischer Architektur und ist dem Morgensterntempel von Tulá nachempfunden; übertrifft diesen aber noch an Baukunst. Der Eingang wird von zwei großen Schlangensäulen flankiert, seine Außenwände sind mit kriegerischen Maskenreliefs geschmückt: Ganz im toltekischen Stil zeigen sie Adler und Kämpfer, die Menschenherzen verschlingen.

Im Norden der Pyramide liegt der Cenote Sagrado, der heilige Brunnen. Die gewaltige Überdachung des Brunnens ist nicht mehr erhalten, dennoch ist der Brunnen mit 55 Metern Durchmesser und 50 Metern Tiefe (der Wasserspiegel liegt bei etwa 20 Metern) auch heute noch eine eindrucksvolle religiöse Stätte der Mayakultur. Wie man inzwischen weiß, wurden in den Cenoten zahlreiche rituelle Opfergaben erbracht. Eine archäologische Untersuchung des Brunnens brachte über tausend Fundstücke zutage, darunter Gold, Jade und kunstvolle Keramiken, aber auch über 50 menschliche Skelette.

Weitere erwähnenswerte Sehenswürdigkeiten in Chichén Itzá sind der große, von acht Meter hohen Mauern umgebene Ballspielplatz, der ein Spielfeld von einer Größe von 168 mal 38 Metern umfasst, sowie die zahlreichen religiösen Anlagen wie den Tempel des Jaguars und das Grab des Hohepriesters. Wer einen Überblick mit weiteren Informationen zu Geschichte und Architektur von Chichén Itzá (und zu den mehr als 6.000 weiteren Maya-Ausgrabungsstätten!) in deutscher Sprache sucht, wird auf der Webseite mayakultur.de fündig.

Tipps und Anreise

Das Gelände von Chichén Itzá liegt etwa 90 Kilometer östlich von Mérida. Von Playa del Carmen oder Cancún aus ist sie in einem Tagesauflug zu erreichen, die Fahrt über die Autopiste dauert von dort etwa 2 Stunden. Es empfiehlt sich allerdings, die Reise früh anzutreten. Zum einen, da das „Must Seen“ natürlich viele Reisende auf der Liste haben und es schon ab zehn Uhr teilweise recht voll werden kann. Auf jeden Fall macht es einen merklichen Unterscheid, zu welcher Jahreszeit man reist, und es lohnt sich, nach Reiseangeboten außerhalb der Saison Ausschau zu halten – der Unterschied ist enorm.

Der andere Grund für einen Besuch am frühen Morgen ist schlicht das feuchte tropische Klima, das zu beachten ist. Um die Mittagszeit kann einem in der drückenden Hitze schnell einmal die Entdeckerlaune abhandenkommen und hinterher ärgert man sich dann, nicht alles gesehen zu haben, was man sich vorgenommen hat. Um die 91 Stufen der Pyramide von Kukulkán zu erklimmen, ist schon bei moderaten Temperaturen eine gute Kondition gefragt. Und diese sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Wenn man erst den Blick von oben über das beeindruckende Gelände der versunkenen Mayastadt schweifen lässt, wird man feststellen, dass Chichén Itzá die Reise wert ist.

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Hinweis: Titelfoto by nikla / fotolia.de

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Historische Stätten in Zentralamerika

Die Geschichte Zentralamerikas wurde von zahlreichen Kriegen, Okkupationsbewegungen aus Asien und Europa und vielen Naturkatastrophen geprägt. Im Folgenden zeige ich Euch einige der wichtigsten Denkmäler, die für jeden Urlauber und…

Die Geschichte Zentralamerikas wurde von zahlreichen Kriegen, Okkupationsbewegungen aus Asien und Europa und vielen Naturkatastrophen geprägt. Im Folgenden zeige ich Euch einige der wichtigsten Denkmäler, die für jeden Urlauber und Reiselustigen an oberster Stelle stehen sollten, wenn man in Costa Rica, Belize, Guatemala und Co besucht.  

Steinkugeln in Costa Rica

Steinkugeln, Costa Rica

Diese geheimnisvollen Kugeln, die von den Einheimischen Las Bolas genannt werden, stammen aus der Diquís-Kultur, die in Costa Rica von circa 700 u.Z. bis 1530 u.Z. existierte. Die landesweit bekannten Kugeln sind an verschiedenen Orten in Costa Rica zu finden und von zahlreichen Mythen umrankt, so zum Beispiel, dass sie aus Atlantis kamen.

Nohmul in Belize

Nohmul, Belize

Nohmul wurde um 900 n. Chr. entdeckt und war für Touristen nie zugänglich. Vor Kurzem wurde dieses bemerkenswerte Denkmal von Arbeitern mit Bulldozern abgetragen, um die Steine beim Straßenbau zu verwenden. John Morris, Associate Director of Research beim Archäologischen Institut Belize: „Das Archäologische Institut wird diese Gelgneheit nutzen, um eine nationale Kampagne mit dem Ziel des Erhalts und Schutzes der Nationaldenkmäler zu starten.“

Tikal, Guatemala

Tikal, Guatemala

Das von der UNESCO anerkannte Weltkulturerbe Tikal, das aus dem 4. Jahrhundert v.Chr. stammt, ist eine der größten archäoligischen Stätten der Maya-Kultur und birgt eine Vielzahl von Tempeln, Skulpturen, Grabmälern und Statuen.

Copán-Ruinen, Honduras

Copán-Ruinen, Honduras

Die Copán-Ruinen sind eine beliebte Touristenattraktion und ziehen vor allem jene Reisenden an, die sich für Maya-Architektur, -Skulpturen und die berühmte Hieroglyphentreppe (siehe Abbildung oben) interessieren. Die Umgebung der Copán-Ruinen ist eines der wichtigsten Forschungsgebiete Zentralamerikas.

Brüllaffenstatue, Copán, Honduras

Brüllaffenstatue, Copán, Honduras

Brüllaffen hatten in der Maya-Kultur große Bedeutung, denn sie wurden als Götter betrachtet. Diese gut erhaltene Statue in Copán ist eines der besten Beispiele. Der amerikanische Forschungsreisende John Lloyd Stephens beschrieb sie so: „Ernst und feierlich, als laste eine emotionelle Verletzung auf seiner Seele, als wache er über die geweihte Erde.“

Tazumal, Chalchuapa, El Salvador

Tazumal, Chalchuapa, El Salvador

Die Direktübersetzung von Tazumal, einer der bedeutendsten und am besten erhaltenen Ruinenstätten Zentralamerikas, lautet „die Pyramide (bzw. der Ort), an dem die Opfer verbrannt werden“. Es wird geschätzt, dass hier bereits 5000 v. Chr. Siedlungen existierten. Zahlreiche Artefakte wurden hier entdeckt, wie z.B. eine lebensgroße Statue von Xipe Totec, einem Nahuatl-Gott.

Maskentempel, Lamanai, Belize

Maskentempel, Lamanai, Belize

Der Maya-Tempel von Lamanai ist mit zahlreichen Masken bedeckt, die viele Charakteristika mit der Ikonographie der Olmeken gemeinsam haben. Eine im Jahr 2011 von Archäologen entdeckte Wand wies identische Masken auf – ein für die Architektur der Maya typisches Merkmal.

Compañía de Jesús, Panama City, Panama

Compañía de Jesús, Panama City, Panama

Das um 1741 erbaute Gebäude wurde als religiöse Schule, Kirche und Universität genutzt, verfiel aber nach einem Feuer im Jahr 1781 und einem Erdbeben im Jahr 1882 zusehends. 1983 begann man mit den Renovierungsarbeiten, um es letztlich wieder für die Bevölkerung zugänglich machen zu können. Kein Austauschstudent, der in Panama Spanisch lernt, sollte sich diesen Anblick entgehen lassen.

Olmeken-Kolossalköpfe, Guatemala (und Mexiko)

Olmeken-Kolossalköpfe, Guatemala (und Mexiko)

Diese beeindruckenden Statuen stammen aus der olmekischen Kultur Mesoamerikas. Die 17 bekannten Köpfe enstanden um 900 v.Chr., wenn nicht sogar früher. Die meisten befinden sich im heutigen Mexiko – in Tabasco und Veracruz. Ein Exemplar ist in Zentralamerika zu finden (in Takalik Abaj, Guatemala).

Fotos: hfr

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