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Sommer, Sonne, warmes Wasser, leckerer Rum – Einen Tag lang war ich mit Reiseleiter Jessie in der Dominikanischen Republik unterwegs. Er hat mir sein Land auf seine Art und Weise gezeigt und erklärt, warum er die Insel so liebt.

Nach dem Besuch der Playa El Macao und der kleinen Kokosnussölfarm ging unsere Tour mit dem Van weiter zu einer Grundschule. Viele Schulen in der Dominikanischen Republik werden von den großen Hotels finanziert, die sich in den letzten Jahren hier niedergelassen haben. „Es gibt die Möglichkeit morgens, mittags oder abends zur Schule zu gehen“, sagt Jessie. Er selbst sei abends zur Schule gegangen, um tagsüber noch auf der Farm zu helfen. Schule ist freiwillig und viele ärmere Familien, die hier Landwirtschaft betreiben sind auf jede helfende Hand angewiesen. „So können Kinder tagsüber auf dem Land helfen und abends noch zur Schule gehen.“

Gesamtschule auf Dominikanisch

Alle Schüler tragen einheitliche Uniformen, um die unterschiedlichen finanziellen Situationen nicht auf den ersten Blick erkennbar zu machen. Die Klasse besteht aus Schülern mehrerer Stufen. Hier sitzt also jung und alt zusammen in der Klasse. Gesamtschule auf Dominikanisch.

Überhaupt sei das Leben innerhalb eines Dorfes sehr sozial. „Ist die Mutter in der Familie krank, kocht eine andere Familie einfach essen mit. Liegt jemand im Krankenhaus, kommen viele Dorfbewohner ins Krankenhaus, um den Kranken zu besuchen. Niemand wird hier alleine gelassen.“ Das Leben einer Familie findet vor dem Haus statt. Privatsphäre, so wie wir das in Deutschland kennen, gibt es in der Dominikanischen Republik nicht.

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Familie auf Dominikanisch

Nachdem wir die Schule wieder verlassen haben, fahren wir zu einer typischen dominikanischen Familie. Naja, ich würde sagen, fast typisch. Das Haus ist gelb angestrichen und macht einen sehr gepflegten Eindruck, was es damit komplett untypisch macht. Hier zeigt uns Jessie, wie die – eher wohlhabenden – Familien in diesem Land leben. Es gibt Schlafräume, teilweise ohne Tür. Es gibt ein winziges Wohnzimmer mit einem kleinen Farbfernseher. „Derzeit kaufen sich alle Satellitenanlagen“, sagt Jessie. „Die kosten hier knapp 40 Dollar. Für viele Familien sei das der erste Schritt in Richtung Zivilisation.“ In einer offenen Küche brodelt das Essen auf dem Feuer. Jessie zeigt uns, wie hier Kakao und Kaffee angebaut und verarbeitet wird.
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Letzter Punkt unserer Landpartie ist, wie soll es anders auf dieser Insel sein – ein Strand, diesmal in der Nähe von Uverto Alto. Wieder einer, der nicht in der Hand einer Hotelkette ist. Jessie zieht zum x-ten Mal die Flasche Rum aus dem Kofferraum, schenkt nach und zeigt uns mit einer einfachen Geste den Weg zum Wasser. Wir sind die einzigen Besucher, obwohl hier vereinzelt Häuser stehen. Nach dem langen Tag im Auto kommt mir die Abkühlung gerade recht. Ob man das bei 25 Grad Wassertemperatur so nennen kann? Also Badehose an, Flachköpper ins Wasser und genießen.

Reiseblogger Jörg Baldin am Strand in der Dominikanischen Republik

Weitere Texte über meine Reise in die Dominikanische Republik findet Ihr hier…

Gesichter der Dominikanischen Republik
Dominikanische Republik: Der Santo Libre und ich
Bilder aus der Dominikanischen Republik

Hinweis: Ich wurde von TUI Deutschland auf diese Reise eingeladen. Herzlichen Dank!