Reisen & Kreuzfahrten

TUI Cruises – Mein Schiff

Kreuzfahrten mit der Mein Schiff. Machen Sie eine Kreuzfahrt mit der Mein Schiff 1, der Mein Schiff 2, 3, 4, 5 oder der Mein Schiff 6 auf dem Mittelmeer, in der Karibik, auf den Kanaren oder nach Dubai & Co.! Die besten Reiseberichte für Kreuzfahrten mit Mein Schiff lesen Sie bei uns!


Per Tenderboot nach Bornholm

Die Mein Schiff 6 liegt im Hafen von Kiel. Leichter Nebel liegt über der Förde und lässt die anderen Boote wie Geisterschiffe erscheinen. Aus der Ferne hört man ein Horn, dass man wie ein Signal deuten könnte. Die Mein Schiff 6 geht auf die zweite Fahrt seit seiner Indienststellung und ist das sechste Mitglied der Flotte von TUI Cruises. Die Ziele dieser Kreuzfahrt: Danzig und Bornholm.

Die Mein Schiff 6 liegt im Hafen von Kiel. Leichter Nebel liegt über der Förde und lässt die anderen Boote wie Geisterschiffe erscheinen. Aus der Ferne hört man ein Horn, dass man wie ein Signal deuten könnte. Die Mein Schiff 6 geht auf die zweite Fahrt seit seiner Indienststellung und ist das sechste Mitglied der Flotte von TUI Cruises. Die Ziele dieser Kreuzfahrt: Danzig und Bornholm.

Der Kapitän der Mein Schiff 6 ist längst ein gewohntes Gesicht im Hafen von Kiel. Kjell Holm aus Finnland hat auch auf dem neuen Schiff das Kommando auf der Brücke. Als erster Kapitän bracht Holm bereits die Mein Schiff 1 auf den Weg. Jetzt also auch die Mein Schiff 6.

Gekonnt steuert der Kapitän das riesige Schiff aus dem Kieler Hafen, vorbei am U-Boot-Ehrenmal in Laboe und den Stränden von Kalifornien und Brasilien auf die offene Ostsee. Nächster Hafen: Danzig. Wie jedes Mal, wenn ein Schiff der „Mein Schiff“-Flotte im Hafen ablegt, erklingt die Auslaufhymne „Große Freiheit“, die zusammen mit dem mächtigen Signalhorn der Mein Schiff 6 bei vielen Gästen Gänsehaut verursacht.



Die kurze Route nach Polen und Dänemark hat es durchaus in sich, sowohl für die Gäste als auch für die Crew. Sie beinhaltet alle wesentlichen Merkmale einer Kreuzfahrt: Seetag, Hafentag und Tendern. Eine gute Möglichkeit, die Funktionen des Schiffs noch vor der offiziellen Taufe auf Herz und Nieren zu prüfen, denn diese Kurzkreuzfahrt findet im Rahmen der „Vorfreudefahrten“ statt, die durch die vorzeitige Fertigstellung des Schiffs ermöglicht werden. So gehören die rund 2.000 Passagiere auf der Mein Schiff 6 bei dieser Tour zu den ersten Gästen überhaupt und sind somit auch für die Crew eine Art Test.

Seetag auf der Mein Schiff 6

Der Seetag auf einem Kreuzfahrtschiff eignet sich hervorragend dazu, das gesamte Schiff zu erkunden. Und so nutzen auch die Gäste dieser Kreuzfahrt den großzügigen SPA & Meer Bereich, die Shops in den Einkaufspassagen oder einen Liegestuhl auf einem der knapp 17.895 qm offenen Decks. Auch wenn das Wetter etwas kühl ist, die Sonne scheint und ausgestattet mit einer Decke genießen echte Kreuzfahrtfans jeden Sonnenstrahl an Deck. Wer lieber Sport machen möchte, kommt auf der Mein Schiff 6 an diesem Tag auch nicht zu kurz. In dem Bereich „Sport & Gesundheit“ werden Kurse zum Thema „Indoor Cycling“,  „TRX“, „Pilates“ oder „Jumping Fitness“ angeboten. Die Gäste, die sich einfach nur unterhalten lassen möchten, können sich einen Vortrag zum Thema „Swarovski-Kristalle“ anhören, beim Bingo mitmachen oder am Abend ins große Theater des Schiffs gehen und sich die Abendshow ansehen. Bekommt man zwischendurch Hunger, so kann man im Rahmen des Premium-All-Inklusive-Angebots in eines der hervorragenden Restaurants gehen und sich dort kulinarisch verwöhnen lassen. Essen und Trinken inklusive.

Im Hafen von Danzig

Der erste und einzige Hafen dieser kurzen Kreuzfahrt mit der Mein Schiff 6 ist Danzig. Nachdem Kapitän Kjell Holm den Kreuzfahrtriesen am Pier festgemacht hat, können die Passagiere das Boot verlassen. Die, die Ausflüge gebucht haben, werden mit Bussen in die Stadt gebracht, die anderen erkunden Danzig auf eigene Faust. Die Altstadt ist eine der größten historischen Zentren Europas, die nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg nahezu komplett wieder aufgebaut wurde. Und so erahnen die Besucher von Danzig, wie die Stadt im Mittelalter ausgesehen haben muss. Es gibt keinen zentralen Marktplatz sondern eine breite Fußgängerzone (Dlugi Targ – der lange Markt), die vom Targ Weglowy (Kohleplatz) zu den zahlreichen Kanälen der Stadt führt. Winzige Gassen, die von der Fußgängerzone abgehen, sind gesäumt mit teils kleinen Gebäuden, in denen die Keller der Gebäude der Hafenstadt als Lagerräume genutzt wurden.

Mit dem Tenderboot nach Bornholm

Gegen 19 Uhr heißt es „Leinen los“ und die Mein Schiff 6 nimmt Kurs auf die dänische Insel Bornholm, auf der rund 40.000 Einwohner leben. Die Insel hat nur einen kleinen Hafen, der keinen Platz für das große Schiff bietet und so lässt der Kapitän die Tenderboote zu Wasser, mit denen die Passagiere an Land gebracht werden. Die Mein Schiff 6 hält seine Position auf dem Meer mittels einer Technologie, bei der kein Anker runtergelassen werden muss. Auf den Tenderbooten haben rund 300 Passagiere Platz und so nimmt das Tendern der knapp 2.000 Gäste an Bord einige Zeit in Anspruch.

Bornholm selbst ist eine beschauliche Insel, auf der die Uhren gefühlt langsamer ticken. Der Tourismus hat sich auf der Insel in der Nachkriegszeit nur langsam entwickelt, bietet aber zahlreiche Wander- und Radwege. Am Strand von Dueodde im Süden der Insel, findet man einen der feinsten Sände der Ostsee. Auch das Golfspielen, Klettern oder Reiten sind auf Bornholm möglich. Kunst- und Kulturliebhaber finden Bornholms Kunstmuseum sowie das naturwissenschaftliche Museum Natur Bornholm. Die Hafenstadt Rønne, zu der auch die Tenderboote fahren, verfügt über ein kleines Zentrum, das man ganz entspannt zu Fuß erkunden kann. Um 17 Uhr bringt das letzte Tenderboot die restlichen Gäste wieder an Bord und die Mein Schiff 6 nimmt Kurs auf den Heimathafen Kiel.

Was ist neu auf der Mein Schiff 6?

Auf den ersten Blick gibt es nicht viel Neues bei dem jüngsten Mitglied der Flotte. Das Schiff ist baugleich mit der 4 und 5 und wurde nur in einigen Punkten verändert. So wurde die Sportarena erstmals überdacht, damit diese auch bei schlechterem Wetter genutzt werden kann. Die Sonnendecks sind mit Strandkörben ausgestattet und im Innenraum wurden einige farbliche Akzente verändert. Die Disco „Abtanzbar“ verwandelt sich tagesüber in einen Escape-Room. Dort gilt es kniffelige Fragen innerhalb von einer Stunde zu lösen, um die Tür zu öffnen. Ein Trend aus den Großstädten, der erstmals auf einem Kreuzfahrtschiff umgesetzt wurde.

Mein Reisetagebuch von der Mein Schiff 6 als Video

Hinweis: Die Reise mit der Mein Schiff 6 erfolgte auf Einladung

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Bunt und schrill auf hoher See

unt, schrill und extrem… mit exakt diesen Gedanken mache ich mich auf nach Palma de Mallorca. Von hier aus startet die erste offizielle deutsche Rainbow Cruise mit dem Ziel das Mittelmeer in den kommenden Tagen so richtig aufzuwühlen. Flaggen in schillernden Farben geben den Kurs der nächsten Tage an und an der Bar stehen die gekühlten Prosecco und Champagnerflaschen in Massen bereit. Und als ob nicht schon genug Magie über Palma liegen würde, schillert ein bunter Regenbogen über der Mein Schiff 2.

Bunt, schrill und extrem… mit exakt diesen Gedanken mache ich mich auf nach Palma de Mallorca. Von hier aus startet die erste offizielle deutsche Rainbow Cruise mit dem Ziel das Mittelmeer in den kommenden Tagen so richtig aufzuwühlen. Flaggen in schillernden Farben geben den Kurs der nächsten Tage an und an der Bar stehen die gekühlten Prosecco und Champagnerflaschen in Massen bereit. Und als ob nicht schon genug Magie über Palma liegen würde, schillert ein bunter Regenbogen über der Mein Schiff 2. Ein perfekter Start für eine der wohl skurrilsten Kreuzfahrten.

 

Die ersten Gäste trudeln so langsam ein und versprühen eine besonders herzliche Atmosphäre. Wie soll es anders auch sein, werden sie gebührend von Melli Magic sowie Mataina, den wohl schillerndsten “Matrösen” begrüßt.  “Na hast Du heute schon geschluckt?” Uuups…ok. Ich glaube exakt in diesem Moment weiß ich was ich die nächsten Tage zu erwarten habe. Offene und absolut exotische Menschen die Lust am Leben haben und nunmal kein Blatt vor den Mund nehmen. Ich bekomme direkt meinen ersten Schnaps in die Hand gedrückt mit den Worten – “Hau runter das Zeug…” Gesagt, getan. Ich genehmige mir meinen ersten Schluck und gehe grinsend zum Aufzug. Was für ein Empfang.

 

Die LGBT (Lesbian, Gay, Bisexual und Transgender) hat ab sofort mit der Rainbow Cruise ihre erst eigene deutschsprachige Kreuzfahrt und zelebriert sie mit Künstlern wie Conchita Wurst, DJ Westbam oder auch Elke Winter. Große Namen, die in der Szene gefeiert werden. Normal wird diese Kreuzfahrt garantiert nicht – das steht schonmal fest. Warum sollte sie auch?! TUIcruises hat in der Vergangenheit schon so einige Themenkreuzfahrten wie z.b. die Full Metal Cruise oder eben auch die Schallwellencruise gestartet. Allesamt sehr erfolgreich und gezielt an eine Community gerichtet. Wer hier mitfährt weiß, worauf er oder sie sich einläßt. Die Rainbow Cruise war schon lange hinfällig und somit auch von zahlreichen LGBT Anhängern sehnsüchtig erwartet.



Urlaub unter Gleichgesinnten

Einfach mal nicht darüber nachdenken müssen wie man auf andere wirkt, sondern einfach nur das Leben genießen. Keine Hemmungen haben und eventuell sogar andere Menschen ohne Berührungsängste kennenlernen.  Nachdem ich meine Kabine bezogen habe, geht es direkt rauf aufs Pooldeck. Hier empfangen mich zahlreiche strahlende Gesichter. Allesamt Männer. Ich habe es nicht anders erwartet. Insgesamt sind von den 1700 Passagieren nur 350 Frauen an Bord. Die Schwulenbewegung hält definitiv bei dieser Kreuzfahrt das Zepter in der Hand und gibt garantiert auch den Ton an. Schallendes Gelächter dringt von den unterschiedlichen Seiten an mich heran.  Hier wird nichts versteckt. Es wird Händchen gehalten, geküsst und einfach nur gelebt. Ohne Scham, ohne Angst. Entspannung auf den Gesichtern, sogar Freude ist spürbar. Inmitten dieser Szenerie kommen Inge und Mechtild auf mich zu. Beide gestandene Ü60. Wir kommen ins Gespräch und schnell wird klar, auf dieser Kreuzfahrt sind auch andere Exoten. Z.B. Frauen mit gescheiterten Ehen, die einfach keinen Bock auf neue Beziehungen haben. Warum nicht! Einfach nur Spaß haben ohne jegliche Hintergedanken oder wie Inge es perfekt beschreibt “ohne Angst haben zu müssen begrapscht zu werden.” Perfekt! Das hat TUICruises wohl nicht gedacht.

 

Der erste Abend und somit auch die erste Party steht mir bevor. Gloria Viagra – die Schirmherrin dieser Kreuzfahrt – empfängt ihre Gäste auf der Theaterbühne und wird gebührend von der Community gefeiert. Keck, charmant und manchmal auch ein wenig unterhalb der Gürtellinie – aber in dieser illustren Gesellschaft stört es keinen. Ganz im Gegenteil. Doch was auf normalen Kreuzfahrten schon zur Routine geworden ist gerät hier in ein ganz anderes Licht. Da gerät auch der Hotel Manager bei seiner Offiziersvorstellung erst nach seiner Namensverkündung ein wenig ins Schwanken. “Achim Kock” hätte wohl eher einen Künstlernamen für diese Fahrt gebraucht. Die Community ist absolut aufmerksam und bejubelt den Held der Stunde mit grandiosem Applaus. Genau diese ein wenig prickeren und doch so witzigen Momente sind genau das was diesen Reiz dieser Kreuzfahrt ausmacht. Die Stimmung des Publikums schwappt auf die Crew über. Locker und herzlich wird nicht nur einmal darauf hingewiesen, wie sehr sich die Crew auf diese Fahrt gefreut hat.

 

Nach einem grandiosen Start und einer tollen Poolparty bis in die frühen Morgenstunden geht es für mich ab ins Bettchen. In meiner Kabine angekommen erwarten mich dann noch ganz besondere Geschenke. Neben der täglichen Ration Schoki gibt es bei dieser Kreuzfahrt noch ein anderes Betthuperfl. Kondome, Handschellen sowie Gleitgel stehen parat. Ich grinse und weiß nun endgültig – eine normale Kreuzfahrt wird dies garantiert nicht.

Buntes Potpourri für die LGBT Community

Direkt nach dem Aufstehen wird klar – Barcelona scheint uns heute nicht mit Sonne verwöhnen zu wollen. Egal – es gibt an Bord genügend Möglichkeiten sich zu entspannen und das Schmuddelwetter komplett zu vergessen. TUIcruises hat das Angebot gezielt auf die Rainbow Cruise angepasst und bietet täglich zahlreiche Workshops sowie Veranstaltungen für die LGBT Community an Bord an. So gibt es z.B. an zwei Abenden jeweils nur für Männer sowie nur für Frauen eine exklusive Saunanacht. Weiterhin gibt es den Damensalon, wo sich alle Frauen an Bord einfach mal näher kennenlernen können. Bei nur 350 Frauen an Bord keine schlechte Idee. Idealerweise ist sogar das Filmprogramm auf der Kabine komplett auf die Community eingestellt. Ein buntes Potpourri aus Filmen, die sich mit der LGBT Thematik auseinandersetzen. Perfekt!  Insgesamt bietet das täglich wechselnde Programm ein Highlight nach dem anderen und sorgt für jede Menge Fun und Action.

 

Elke Winter z.B. steht für Entertainment par excellence und zählt zu der Creme de la creme der deutschen Travestiebranche. Sie erobert das Publikum in dem restlos belegten Theater. Jubelschreie und lang anhaltender Applaus erfüllen den Raum. Die Menge tobt. Und genau das unterscheidet wohl dieses Publikum von jedem regulären Kreuzfahrt-Publikum. Die Passagiere feiern sich und ihre Stars und genießen wirklich jeden Moment. Standing Ovations – keine Seltenheit. Egal ob für DJ Rony Golding, DJ Westbam, Sven Ratzke, Tim Fischer oder Kay Ray.  Die Künstler an Bord genießen die Aufmerksamkeit und belohnen ihre Gäste mit wahrlich grandiosen Vorstellungen.

Das absolute Highlight ist natürlich der Auftritt von Conchita Wurst. Die ESC Gewinnerin aus dem 2014 wird schon sehnlichst von ihrer Fangemeinde erwartet. Was niemand ahnt. Schon 1 Tag vor ihrem Auftritt mischt sich die zierliche Künstlerin inkognito unter die Gäste und genießt die besondere Atmosphäre an Bord. “Absolut Besonders und lang erwartet” so die Worte Conchitas, als ich sie über die Stimmung an Bord befrage. Genau das ist es. Denn neben den zahlreichen schwulen und lesbischen Passagieren gibt es auch Familien, Singles und Heteros, die diese besondere Stimmung genießen.

 

Ich mische mich immer wieder unter die Menge und finde stets interessante Personen an Bord. Da wäre z.B. ein älteres Pärchen aus dem Rheinland. Sie geschätzte 70, Er locker 5 Jahre älter. Beide genießen die Nachmittagssonne am Pooldeck und schauen den feiernden Passagieren zu, wie sie bei lauter DJ-Musik ihre Hüften kreisen lassen und die Sonne im Whirlpool genießen.  Auf meine Frage ob es Ihnen gefallen würde strahlen beide über beide Ohren. “Na sicher, es ist doch toll zu sehen, wie die Menschen Spaß haben. Auch wenn wir unsere Hüften nicht mehr so schwingen können”. Ich grinse. Auf meine Nachfrage ob sie die Dichte der LGBT Gemeinde nicht ein wenig überrumpeln würde kommt die wohl schönste Antwort, die ich in diesem Moment garantiert nicht erwartet hätte. Der ca. 75 jährige Mann schaut mich selig an und sagt nur “Wir sind doch alle nur Menschen”. Besser hätte man es nicht sagen können.  Genau das ist es, was diese Kreuzfahrt ausmacht. Akzeptanz, Toleranz und Spaß.

Conchita Wurst in concert

Es ist Halbzeit auf der Rainbow Cruise. Tag 4 beginnt und verwöhnt die Passagiere mit einem lang ersehnten Event. Der Auftritt von Conchita Wurst wird mein absolutes Highlight. Schon knapp 1 Stunde vor dem Konzert reihen sich die Menschen vor den Theatertüren. Die Anspannung der wartenden Gäste ist zum Greifen nah. Um 21.30 Uhr geht es dann endlich los. Ein Konzert der Superlative. Akustik auf höchstem Niveau mit einer Stimme, die ihresgleichen sucht. Conchita reist die Menge mit sich. Vergessen der Gedanke, dass wir uns gerade auf hoher See befinden. Absolut irre und auch für Conchita eine Premiere. Es ist ihre erste Kreuzfahrt. Umso schöner ist der Empfang, der sich ihr hier bietet.

 

Nach dem Konzert gibt es Autogramme für die Fans. Die angedachten 30 Min. werden schnell über Bord geworfen und verwandeln sich in knapp 2 Stunden. Ohne jeglichen Stress und vollkommen glücklich nimmt sie sich Zeit für jeden ihrer Fans. Ein Star ganz ohne Starallüren. Danach geht es direkt zur „Matrösenparty“ mit Gloria Viagra in die Schaubar. Wie auch die Tage zuvor feiert die LGBT Community bis spät in die Nacht – egal in welcher Location. Die Himmel und Meer Lounge, die Schaubar sowie das Pooldeck werden regelrecht eingenommen. Die Stimmung ist mitreißend und so ertappe auch ich mich dabei, wie ich eines Nachts erst um 4.30 Uhr den Weg in meine Kabine finde. Uuppps.

Was bei der Full Metal Cruise das Bier so ist der Genuss von Champagner, Prosecco und Gin Tonic bei der Rainbow Cruise schon im Vorfeld klar gewesen. Hier ist die Logistik gefragt, die – wenn man die Gäste befragt – eine grandiose Leistung hingelegt hat. Insgesamt hatten die Bars 5x so viel Umsatz wie auf einer normalen Reise. Doch wer glaubt das hier nur die Inklusivleistungen mehr als üblich genutzt wurden – der irrt. Die Passagiere haben die exklusiven Restaurants doppelt so oft besucht, wie es auf einer herkömmlichen Reise üblich ist. Auch der Champagnerverbrauch – der an Bord zu den nicht inkludierten Getränken gehört – wurde mit 400 Flaschen fast dreimal so viel wie üblich getrunken.  Tja, wer hätte das gedacht.

Glückliche Gäste – perfektes Erlebnis

Und genau das kann man wohl als Gesamtresümee sagen. TUIcruises hat mit der Rainbow Cruise definitiv eine Lücke innerhalb der Eventkreuzfahrten geschlossen und somit viele neue und vor allem glückliche Gäste gewonnen.  Der Trend zur Offenheit und Toleranz ist genau der Weg, der die Richtung angibt. So werden wir wohl auch in Zukunft eine Neuauflage der Rainbow Cruise erleben. Und wenn ich mir eine kleine persönliche Meinung erlauben darf – ich habe schon etliche Kreuzfahrten miterlebt – doch ich kann guten Gewissens behaupten, dass ich noch nie eine solch grandiose Stimmung auf einem Kreuzfahrtschiff erlebt habe. Gratulation dafür und ich freue mich jetzt schon auf die kommende Rainbow Cruise!

Hinweis: Die Reise fand auf Einladung statt.

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Mein Schiff 5: Und wieder muss ich weinen!

Und wieder muss ich weinen! Jedes Mal! Immer wenn die lauten Töne des Signalhornes meinen Körper zum Beben bringen und die Auslaufhymne „Große Freiheit“ erklingt, laufen mir Tränen über meine…

Und wieder muss ich weinen! Jedes Mal! Immer wenn die lauten Töne des Signalhornes meinen Körper zum Beben bringen und die Auslaufhymne „Große Freiheit“ erklingt, laufen mir Tränen über meine Wangen. Und ich kann nichts dagegen machen. Jetzt auch wieder nicht. Die Mein Schiff 5 verlässt den Hafen von Monaco und ich stehe an der Reling und fange an zu heulen. Mein Start zur Kreuzfahrt mit der Mein Schiff 5.

Kreuzfahrt mit der Mein Schiff 5 - Joerg Pasemann - Reiseblog Breitengrad53-0182

Die Kreuzfahrt mit der Mein Schiff 5 startet im Hafen von Monaco. (Alle Fotos: Jörg Baldin)

Vor mir liegt eine Woche Mittelmeer: Monaco, La Seyne, Barcelona, Valencia, Palma de Mallorca. Entspannen, Sonnenbaden, Wellness, es mir richtig gut gehen lassen. Auf der „Mein Schiff 5“, die ich bereits von einer Ostseekreuzfahrt kenne, gar kein Problem.

Erst mal ins Hanami von Tim Raue

Das Schiff legt pünktlich um 19 Uhr in Monaco ab und nimmt Kurs auf Frankreich. Nach der obligatorischen Seenotrettungsübung steht ein Essen im Restaurant „Hanami“ an. Tim Raue, mit zwei Sternen des Guide Michelin ausgezeichnet, hat authentische, fernöstliche Küche mit chinesischen und japanischen Einflüssen an Bord gebracht: Sushi- und Sashimi-Variationen, gedämpfter Zander mit Lauch, Ingwer und Sojasud, Wasabi-Garnelen oder japanische Thunfischpizza. Klingt nicht nur lecker, schmeckt auch gut.

 

Zum Nachtisch geht’s in „Schmankerl“, dem österreichischen Restaurant an Bord. Wer deftige Küche mag, der ist hier genau richtig. Den kulinarischen Höhepunkt der gesamten Tour lerne ich hier gleich am ersten Tag kennen: Kaiserschmarrn. Ohne Zweifel, es ist der Beste, den ich je gegessen habe. Fluffig, leichter Ei-Geschmack mit goldbrauner Farbe und ein bisschen karamellisiert.



Dieser Kaiserschmarrn hat sehr hohes Suchtpotential und so bin ich dieser Sucht auch meiner restlichen Kreuzfahrt verfallen. Jeden Abend lande ich bei dieser Kreuzfahrt im „Schmankerl“ und lass mir diesen Gaumenschmaus zubereiten. Das genaue Rezept hat mir die Küche des „Schmankerl“ nicht verraten. Wer jedoch geglaubt hat, dass ein Österreicher am Herd steht und die Nachspeise zubereitet, hat sich geirrt. Zwar ist der Chefkoch Rupert Kien aus Österreich, doch der Koch, der die Speise so lecker zubereitet, kommt von den Philippinen.

In La Seyne wartet ein Fahrrad auf mich

Und diese zusätzlichen Kalorien sollen am nächsten Tag wieder verbrannt werden. In La Seyne wartet ein Fahrrad auf mich. Rund 30 Kilometer stehen auf dem Programm, das morgens startet und durch die hügelige französische Gegend führt. Okay, es ist ein eBike. Und mit dem macht es unheimlich viel Spaß, die Berge zu erklimmen. Einfach Gang einlegen und lostrampeln.

Im Mittelalter wurde das ursprüngliche kleine Dorf im Süden Frankreichs unter Ludwig XIV. in den Ausbau des Kriegshafens Toulon mit einbezogen. Die Einwohnerzahl stieg und neue Forts entstanden. Selbst Napoléon Bonaparte ließ ein zusätzliches Fort im Jahr 1811 (das heutige „Fort Napoléon“) erbauen. Und so kann man beim Ausflug mit dem Rad einige dieser alten Bauwerke sehen. Wirklich sehr empfehlenswert.

Küche für 2.500 Passagiere bei der Kreuzfahrt mit der Mein Schiff 5

Wieder an Bord der „Mein Schiff 5“ geht’s zuerst in die Küche des Ozeanriesen. Auf fast einem ganzen Deck befindet sich eine riesige Bordküche, die die meisten Restaurants auf dem Schiff mit Essen beliefert. Wie die Ameisen sorgt in weiß gekleidetes Küchenpersonal für das leibliche Wohl an Bord. Auch die riesigen Lagerräume, die teilweise 14 Tage lang alles aufnehmen müssen, was über 2.500 Passagiere und das Personal verzehren, deuten auf eine umfangreiche Logistik hin, die die verantwortlichen Offiziere des Schiffs meistern müssen. In der Regel wird das Proviant aus Europa in Containern in die jeweiligen Häfen gebracht, in denen dann die “Mein Schiff 5” seine Lager wieder füllt.

 

Gegen 18 Uhr geht’s weiter in Richtung Barcelona. Zu der spanischen Stadt ist eigentlich schon alles geschrieben und gesagt worden. Sie ist eine meiner Lieblingsstädte: Park Guell, Sagrada Familia, La Barceloneta, La Rambla – Es gibt so viele Sehenswürdigkeiten in der zweitgrößten Stadt Spaniens, dass ein Tag zu wenig ist. Vielleicht auch ein Grund, warum unser Schiff zwei Tage im Hafen der Hauptstadt von Katalonien liegt. Während die Crew die Leinen los macht, ertönt das Signalhorn, die Ablegehymne erklingt durch die Lautsprecher und ich fange wieder an zu heulen. Die „Mein Schiff 5“ nimmt Kurs auf Valencia, der nächsten Stadt auf der Route nach Palma de Mallorca.

Valencia gilt als kleine Schwester von Barcelona

Valencia gilt als kleine Schwester von Barcelona und braucht sich überhaupt nicht zu verstecken. Sie hat eine ähnlich schöne Altstadt wie Barcelona, einige wunderbare Jugendstil-Gebäude und demselben Hafenflair. Sehenswert ist vor allem das Flussbett des Río Turia, das wegen ständiger Überschwemmungen trockengelegt gelegt wurde und sich zu einer Art Naherholungsgebiet und Freizeitparadies entwickelt hat. Die Grünanlagen ziehen sich fast sieben Kilometer durch die Stadt bis zum Hafen. Gegen 18 Uhr legt das Schiff ab und nach einem Abendessen in der „Osterria“ auf der „Mein Schiff 5“ nimmt Kapitän Kjell Holm Kurs auf den Zielhafen Palma de Mallorca.

Insider-Tipps für die Kreuzfahrt mit der Mein Schiff 5

TUI Cruises / Mein Schiff 5

Die Mein Schiff 5 ist das fünfte Schiff von TUI Cruises. Viele Angebote für eine Kreuzfahrt mit der Mein Schiff 5 gibt es auf der Seite von TUI Cruises. Viele interessante Informationen zu den Schiffen, zur Crew und über die einzelnen fahrten finden Sie auf dem Blog von TUI Cruises.


Reiseführer

Eine Auswahl an Reiseführern für Monaco finden Sie hier. Wer weitere Informationen & Tipps zu Barcelona findet die in dem Marco Polo Reiseführer.


Geld im Urlaub

Die Währung in allen Ländern dieser Kreuzfahrt ist Euro (€). Die meisten Geschäfte akzeptieren Kreditkarten und EC-Karte als Zahlunsgmittel. Wer die Abhebegebühren auf Reisen umgehen möchte, für den lohnt sich die Anschaffung einer kostenlosen Kreditkarte. Mehr Tipps zur Zahlung im Urlaub gibt es auf unserer Service-Seite: Geld im Urlaub.

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Schwerelos glücklich – Flying Pilates auf hoher See

Ein wenig mulmig ist mir ja schon. Nein, nicht vom Seegang. Die Mein Schiff 3 schippert gerade gemütlich im Mittelmeer Richtung Mykonos. Die Sonne scheint und eine leichte Brise weht…

Ein wenig mulmig ist mir ja schon. Nein, nicht vom Seegang. Die Mein Schiff 3 schippert gerade gemütlich im Mittelmeer Richtung Mykonos. Die Sonne scheint und eine leichte Brise weht mir um die Nase. Nein, mulmig ist mir heute aus einem ganz anderen Grund. Flying Pilates!

“Flying Pilates“ – Fliegen und das auf hoher See

Ich betrete den Fitnessbereich der Mein Schiff 3. Hier erwartet mich gleich ein Sportkurs der ganz besonderen Art. „Flying Pilates“ – Fliegen und das auf hoher See – was für eine grandiose Kombination. Was mich erwartet – kein Ahnung. Noch nie zuvor in meinem Leben habe ich mich in ein Tuch gewickelt von der Decke hängen lassen – Ganz davon abgesehen Fitnessübungen an solchen Tüchern vollbracht. Neugierig betrachte ich die Bilder die Sonja Ehrlich in vollendeter Eleganz zeigen, wie sie von der Decke hängt. Sieht eigentlich gar nicht so schwer aus, irgendwie sogar spielerisch. Und das soll meine Muskeln trainieren? Ich bin gespannt. Sonja Ehrlich, Gründerin und Trainerin von Flying Pilates, erwartet mich schon und empfängt mich mit einem bezaubernden Lächeln, das mir schon die erste Angst nimmt.

Flying Pilates seit 2012

2012 hat die zierliche Hamburger Pilates – und Personal Trainerin Flying Pilates gegründet. Eher aus einem Zufall heraus – doch rückblickend war ihr Weg mit so vielen interessanten Zufällen versehen das man wohl eher von Schicksal ausgehen muss. Denn wie sagt man so schön – Zufälle gibt es nicht…

 

Bei den über 150 Übungen die Sonja Ehrlich in den vergangenen Jahren entwickelt hat wird der Körper multidimensional trainiert, während die Muskulatur unterschiedlichster Muskelgruppen in einem einzigartigen Zusammenspiel gefordert wird. Der Körper offenbart ungeahnte Fähigkeiten bei maximalem Energieverbrauch.

Doch genug der Theorie – ran an die Praxis. Ich ziehe meine Schuhe aus und trete an mein Tuch, das locker und leicht von der Decke hängt. Erwähnen sollte man wohl genau an diesem Punkt – bitte daheim keine Bettlaken oder Ähnliches aus dem Schrank nehmen und mit einem Nagel an der Decke befestigen. Sieht bestimmt nett aus – erfüllt jedoch ganz und gar nicht den Zweck. Das Tuch, das für Flying Pilates genutzt wird, ist eine bestimmte Lycrafaser die bis zu zwei Tonnen aushält.

Ich stelle mich also an das Tuch und merke, wie nervös ich werde. Doch ein Glück ist Sonja direkt neben mir – mit ihrer unbeschwerten und heiteren Art lenkt Sie mich perfekt von meinen Gedanken ab und zeigt mir auch schon direkt die erste Übung. Ich halte das Tuch mit beiden Händen fest, etwa Schulterbreit ist mein Griff, und wie Sonja so schön sagt: “Stell Dir vor du würdest eine Eisenstange mit beiden Händen nach oben drücken”.

 

Somit hat man dann auch schon eine Spannung im Tuch aufgebaut, die sich auch über die kommenden Übungen durchzieht. Ich lehne mich mit dieser Spannung nach vorne und strecke meinen Rücken – Wirbel für Wirbel rolle ich ihn auf und aktiviere dabei mein “Powerhouse” – wie es so schön im Pilates Chargon genannt wird. Stets die Hände am Tuch. Eine angenehme Spannung und Dehnung wird spürbar. Während der kompletten Stunde werde ich stets daran erinnert immer meine Körpermitte zu aktivieren. Das sorgt für eine schöne Körperhaltung und beugt Rückenschmerzen vor. Zahlreiche Elemente basieren auf dem regulären und klassischen Pilates. So auch die Länge der Übungen. Somit verharrt man nicht 10-15 sek in jeder Übung – sondern nur so lang, wie es einem auch gut tut.

“Ein leichtes Glucksen entweicht meinen Lippen”

Ich halte das Tuch mit beiden Händen fest und stelle mich auf meine Zehenspitzen. Langsam lasse ich mich nach vorne kippen, das Tuch stets fest im Griff im Bereich meiner Hüfte. Ich lasse mich langsam nach vorne fallen und merke das meine anfängliche Skepsis immer mehr meiner immer größer werdenden Euphorie weicht. Ein leichtes Glucksen entweicht meinen Lippen. Ich hänge kopfüber und merke, wie gut es mir tut. Einfach mal alles hängen lassen. Meine Schultern, mein Rücken entspannen sich zunehmend. Doch das allein war nicht die komplette Übung. Der kniffeligste Part kommt noch. Ich bewege mich langsam kopfüber mit den Händen Step by Step nach hinten – dabei strecke ich meine Beine in die Höhe. Hört sich komisch an – ist es auch –  tut jedoch verdammt gut. Ich spüre eine angenehme Schwerelosigkeit gepaart mit einem Glücksgefühl, das ich schon längst vergessen hatte – wie damals in Kindertagen wenn man sich ohne nachzudenken an der Turnstange rückwärts hat fallen lassen, um einen Umschwung zu machen.



Die Endorphine tanzen lustig in meinem Körper auf und ab. Während der nächsten Übungen plaudere ich ein wenig mit Sonja über ihren mutigen Schritt vor 4 Jahren in die Selbständigkeit zu wechseln und diese Sportart ins Leben zu rufen. Wie ich erfahre entstand die Idee während einer Aerial Yoga Stunde. Doch im Gegensatz zu Aerial Yoga finden ihre Übungen nicht nur in der Luft, sondern auch stehend oder liegend am Boden statt. Stets das Tuch im Mittelpunkt.

Flying Pilates ist dynamischer, kraftvoller. Ein sogenanntes funktionelles Ganzkörpertraining – während beim Aerial Yoga das Tuch nur die Haltung unterstützt. Wie ich erfahre, hilft Flying Pilates sogar dabei Dysbalancen und Verspannungen im Körper zu verringern oder sogar ganz zu beseitigen. Also nichts wie ran an meine nächste Herausforderung.

Aus Tuch wird Schaukel

Ich falte das Tuch zu einer Art Schaukel, indem ich die Tuchenden zusammenlege. Dann versuche ich mich langsam in die frisch gebaute Schaukel zu setzen – natürlich stets mit der aktivierten Körpermitte.  Sieht vielleicht einfach aus – ist es aber ganz und gar nicht. Gerade für mich, denn ich zappel wie ein Fisch hin und her.

Doch nach ein paar Versuchen gelingt es mir doch und ich schwinge fröhlich hin und her. Nun soll ich mich noch nach hinten legen. Wie bitte? Wie soll das denn gehen? frage ich mich. Die Angst überkommt mich erneut und ich merke, wie ich mich widerwillig nach hinten lege. Sonja merkt meine Anspannung und kommt mir direkt zur Hilfe.

 

Das Tuch wird dich halten – keine Sorge. Lass dich einfach nach hinten gleiten. Du wirst merken – es fühlt sich toll an“. Ich vertraue Sonjas Worten und lasse mich nach hinten fallen. Und wirklich – das Tuch umhüllt mich und gibt mir einen ungewohnten Schutz. Während ich nun in dem Tuch liege hebe ich nach und nach meine Beine abwechselnd in die Höhe – und genau in diesem Moment merke ich, wie intensiv jede einzelne Faser meines Körpers und meine Muskeln arbeiten. Ein ungewohntes Ziehen an Stellen, die ich vorher nicht einmal wahrgenommen habe, macht sich breit. Unglaublich.

Nach ein paar Übungen in dieser Position begebe ich mich wieder auf den Boden und bin spürbar atemlos. Die von Sonja Ehrlich ausgearbeiteten Übungen haben es wirklich in sich. Während der noch kommenden Übungen ist Sonja stets an meiner Seite und unterstützt mich Neuling, gibt mir Tipps und erzählt mir Wissenswertes über meinen Körper und wie er auf die Übungen reagiert.Auf einmal schaue ich auf die Uhr – 60 Minuten Workout der besonderen Art liegen hinter mir. Unglaublich, wie schnell die Zeit – im wahrsten Sinne des Wortes – verflogen ist. Und das Beste daran: Es hat unglaublich viel Spaß gemacht.

Garantiert werde ich morgen Muskelkater an mir unbekannten Stellen verspüren – doch das macht mir nichts! Ich glaube ich, habe noch nie auf so unbeschwerte und lustige Art und Weise meine Fitness trainiert.

Zum Abschluss gibt’s ein schwereloses Nickerchen

Zum krönenden Abschluss und für viele das absolute Highlight der Flying Pilates Stunde gibt es nun einen Flying Nap! Ein schwereloses Nickerchen. Ich kuschle mich in das Tuch, mache meine Augen zu und schwinge langsam hin und her – passend zu den Wellen, die draußen gegen das Schiff brechen und lasse mich ins Land der Träume entführen.

Weitere Infos zu Flying Pilates

Weitere Infos zu Flying Pilates erhalten Sie unter: www.flying-pilates.de

Hinweis: Die Reise fand auf Einladung statt.

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St Petersburg – Stadt der vielen Paläste

Sankt Petersburg, Leningrad, Petrograd und wieder St Petersburg – Die ehemalige russische Hauptstadt am Fluß Newa hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Das zeigen auch die 2.300 Paläste, Prunkbauten und…

Sankt Petersburg, Leningrad, Petrograd und wieder St Petersburg – Die ehemalige russische Hauptstadt am Fluß Newa hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Das zeigen auch die 2.300 Paläste, Prunkbauten und Schlösser. Viele davon eindrucksvoll mit goldenen Dächern und Ornamenten verziert. Schuld daran sind vor allem zwei Frauen aus dem 17. Jahrhundert: Kaiserin Elisabeth und Katharina „die Große“ ließen einige der Bauten für ihre Liebhaber bauen. Eine Reise mit der Mein Schiff 4 in die Vergangenheit Russlands und in eine Stadt, die sich auf die Fußball WM 2018 vorbereitet.

Sankt Petersburg ist das Kreuzfahrtziel der Superlative in der Ostsee. Bis zu zehn Ozeanriesen können in dem modernen Hafen gleichzeitig festmachen, aus dem man eindrucksvoll das fast fertige Stadion der Fußball WM 2018 sieht, die „Gazprom-Arena“. Um die Anzahl der Gäste in den Griff zu bekommen, werden in den nächsten Jahren weitere Anlegeplätze für noch mehr Schiffe gebaut. Bis zu zehn Kreuzfahrtschiffe liegen im HafenNimmt man einen Durchschnitt von 2.000 Passagieren pro Schiff, müssen pro Tag 20.000 Besucher in die Stadt und durch die Touristenattraktionen geführt werden. Ein lukratives Geschäft, vor allem für die Busunternehmen, die die Besucher vom Schiff abholen. Eine Erkundung von Sankt Petersburg auf eigene Faust ist schwierig, da man als EU-Bürger ein russisches Visum benötigt, das relativ aufwendig zu beantragen und mit knapp 80 Euro zu teuer für die beiden Tage ist, die das Schiff im Hafen liegt. Wer ein Ausflugsprogramm auf dem Schiff bucht, darf auch ohne gültiges Visum das Land betreten.



Mein erster Weg von der Mein Schiff 4 führt zum wohl bekanntesten Gebäude der Region, dem Katharinenpalast. Das 300 Meter lange, blau-weiße Gebäude mit den fünf goldenen Kuppeln der Palastkirche und riesigem Park war einst die Sommerresidenz der russischen Zaren und wurde im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört. Bis 1942 war dort auch das legendäre Bernsteinzimmer untergebracht, dass seit Ende des zweiten Weltkriegs als verschollen gilt. Mühsam wurde anhand von Fotos eine originalgetreue Kopie erstellt und im Rahmen des 300-jährigen Stadtjubiläums von St Petersburg im Mai 2003 durch den damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder und den russischen Präsidenten Wladimir Putin der Öffentlichkeit übergeben. Sehenswert auch der Ballsaal und die vielen gold-glänzenden Räume innerhalb des Gebäudes.

 

Für mich fast noch eindrucksvoller ist der Palast von Peterhof, etwa 30 Kilometer von St. Petersburg entfernt. In der Gartenanlage stehen vier Kaskaden und 144 Fontänen, die ausschließlich von Wasser mit natürlichem Gefälle gespeist werden. Eine große Meisterleistung, wenn man sich die großen Fontänen mit über 20 Meter hohen Wassersäulen ansieht. Besonders sehenswert ist die Große Kaskade vor dem Großen Palast. Auch der Peterhof hat eine schmerzhafte Vergangenheit hinter sich. Der Komplex wurde im Zweiten Weltkrieg von der deutschen Besatzungsmacht fast vollständig zerstört und geplündert. Einige Kunstwerke konnten von den Museumsmitarbeitern gerettet werden. Teilweise wurden die großen Skulpturen im Garten vergraben. Einige wurden nachgebaut, viele gelten heute noch als verschollen.

 

Auch in St. Petersburg selbst gibt es viele eindrucksvolle Bauten. So zum Beispiel die Blutskirche, die auch Auferstehungskirche genannt wird. Die Kathedrale ist das einzige Bauwerk der Stadt, die sich nicht an den italienischen und klassizistischen westlichen Baustilen orientiert. Als Vorbild diente die Moskauer Basilius-Kathedrale. Sie wurde zum Andenken an Alexander II. erbaut, der genau an der Stelle einem Attentat zum Opfer fiel.

Isaakkirche ist die größte Kirche in St Petersburg

Auffällig auch die Isaakskathedrale, die größte Kirche St. Petersburgs und eine der größten sakralen Kuppelbauten der Welt. In dem Gebäude haben über 10.000 Menschen Platz. Um die Kirche vor den Angriffen im Zweiten Weltkrieg zu schützen, wurde die goldene Kuppel mit Tarnfarbe überstrichen. Dennoch hatte das Gebäude nach dem Krieg erhebliche Schäden erlitten, wurde aber nicht vollständig zerstört.

 

Für die Fülle der Sehenswürdigkeiten reichen zwei Tage Aufenthalt nicht aus. Vor allem nicht, wenn man sich die Gebäude auch noch von innen ansehen möchte. Schon gar nicht, wenn mehrere Kreuzfahrtschiffe im Hafen liegen, die alle ähnliche Ausflugsprogramme anbieten. Wer Pech hat, der kann schon beim Eintritt in den Katharinenpalast bis zu drei Stunden warten, bevor er überhaupt Zugang erhält. Und so ist es auch bei allen anderen Attraktionen, die wir besucht haben. Unzählige Busse stehen teilweise in mehreren Reihen, um die Gäste für ein Foto aus- und wieder einsteigen zu lassen.

Und auch die Maßnahmen für die Fußball WM 2018 sind in St. Petersburg sichtbar. Der Bau der „Gazprom-Arena“, der rund eine Milliarde Euro kostet, nimmt Formen an. Das Stadion wurde 2017 eingeweiht. Brücken über die Newa werden erreichtet, damit die Besucherströme von der Autobahn direkt zum Stadion geleitet werden können und natürlich zum Hafen, der ja auch noch weiter ausgebaut wird.

Mein Schiff 4

Die Mein Schiff 4 ist das jüngste Kreuzfahrtschiff der Flotte von TUI Cruises. Am 5. Juni 2015 wurde das Schiff in Kiel von Schwimmstar Franziska van Almsick getauft. Die Mein Schiff 4 bietet Platz für 2.506 Passagiere und gehört derzeit zu den modernsten Kreuzfahrtschiffen der Welt. Die Route “Ostsee Baltikum mit Helsinki” beinhaltet die Städte Kiel, Helsinki, Sankt Petersburg, Tallin und Stockholm. Weitere Infos zur Reise finden Sie unter http://tuicruises.com.

Visum

Wer Sankt Petersburg auf eigene Faust erkunden möchte, benötigt als EU-Bürger ein Visum, das relativ kompliziert zu beantragen ist. Die Anträge müssen direkt bei den russischen Botschaften gestellt werden. Man benötigt neben dem Reisepass eine Reisebestätigung oder offizielle Einladung, die man später dem Antrag für ein Visum beilegen muss. Wer z.B. in einem Hotel übernachtet, bekommt nach der Buchung üblicherweise eine Reisebestätigung zugesandt. Wer Ausflüge über die „Mein Schiff 4“ bucht, der benötigt kein Visum.

Hinweis: Die Reise fand auf Einladung statt.

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