Hapag-Lloyd Cruises

Auf einer Kreuzfahrt mit Hapag-Lloyd Cruises erreichen Sie Ihre Traumziele. Immer noch nicht sicher, wohin Ihre nächste Kreuzfahrt gehen soll? Unsere Reiseredaktion war auf den besten Kreuzfahrtschiffen der Welt und berichtet über die MS Europa und die MS Europa 2.



New York: Eine Stadt, die niemals schläft

“Ich möchte aufwachen in einer Stadt, die niemals schläft” – Schon Frank Sinatra besang in seinem Lied “New York, New York” das, was ich spürte, bevor ich überhaupt einen Fuß auf den Boden dieser riesigen Metropole in den USA gesetzt hatte.

Ich möchte aufwachen in einer Stadt, die niemals schläft – Schon Frank Sinatra besang in seinem Lied “New York, New York” das, was ich spürte, bevor ich überhaupt einen Fuß auf den Boden dieser riesigen Metropole in den USA gesetzt hatte. Während die “Europa 2” gemächlich den Hudson River in Richtung “Pier 90” fuhr und die Skyline von New York immer konkreter wurde, umso mehr hatte ich das Gefühl, das sich Adrenalin in meinen Adern breit machte. Empire State Building, Rockefeller Center, Times Square, Manhattan – Alles was ich bisher nur aus diversen Hollywoodfilmen kannte, war zum Greifen nah. Sehen konnte ich es schon und auch spüren.

Die Amerikaner haben schon einen besonderen Humor. Vor allem, wenn es um die Einreise ins Land geht. Die Einreisekontrolle in New York war so ein Fall. Alle Gäste mussten das Schiff verlassen, durch eine Ausweiskontrolle, Reisepass und ESTA vorlegen und dann in einer großen Halle am Pier warten, bis der letzte Gast die “Europa 2” verlassen hat. Dann durften alle wieder an Bord und wir konnten die Expedition New York starten.

„I want to wake up in that city that doesn’t sleep“

Hundert Dinge gingen mir durch den Kopf, als ich auf der 12th Avenue am Manhattan Cruise Terminal stand. Mein erster Gedanke: Die Taxis sehen tatsächlich so aus wie im Film. Aber das die Wagen im Inneren so eng sind, hätte ich dann doch nicht gedacht. Während eine Plexiglasscheibe den Fahrer schützt, flimmern hunderte Werbebotschaften über einen Bildschirm im Fond des Taxis. Werbung wohin das Auge reicht.

Als erstes geht’s zum Rockefeller Center

Mein erstes Ziel war das Rockefeller Center, das etwa ein Kilometer vom Schiff entfernt ist. Zu Fuß braucht man dafür vielleicht eine halbe Stunde. Mit dem Auto in New York etwas länger. In dieser Stadt scheint jeder mit dem Auto ins Zentrum zu fahren, um dann in langen Schlangen in Schritttempo voranzukommen. Ein Wahnsinn!

Rockefeller Center bei Nacht

Rockefeller Center bei Nacht.

Und weil jedem Fahrer während der Wartezeit langweilig ist, wird fleißig gehupt. Hupen scheint eine Art Volkssport der New Yorker zu sein. Vielleicht ein Grund, weshalb die Stadt auch nie schlafen kann.

Das Rockefeller Center liegt an der Rockefeller Plaza, in der Nähe der berühmten 5th Avenue. Hier ist auch das weltberühmte Schwarz-Weiß-Bild entstanden, auf dem Bauarbeiter während der Mittagspause in schwindelerregender Höhe auf einer Stahlstange sitzen, eingereiht von Wolkenkratzern in der Nachbarschaft. Und genau in diese Höhe habe ich mich auch begeben. Allerdings bin ich die 70 Stockwerke ganz bequem mit einem Turbo-Aufzug hoch gefahren. Auf dem „Top Of The Rock“ können die Besucher auf mehr als 16.700 Quadratmetern und auf drei Etagen den einzigartigen Ausblick auf die Stadt genießen. Für mich ein Schlüsselerlebnis bei dem Besuch der Metropole, denn mehr als auf New York aus 260 Metern Höhe bei Sonnenuntergang zu blicken, geht nun wirklich nicht. Zumal die Plattform eine nahezu ungehinderte Sicht auf die vielen Wolkenkratzer und Sehenswürdigkeiten bietet, darunter das Empire State Building oder den Central Park.



Weltberühmte Eisbahn in New York

Am Fuße des Rockefeller Center befindet sich im Winter auch die weltberühmte Eisbahn, die schon in vielen Hollywood-Filmen als Kulisse gedient hat. Wer denkt, hier eine große Bahn anzutreffen, irrt gewaltig. Eher klein, dafür aber mit sehr vielen Schlittschuhläufern gefüllt, die während der Weihnachtszeit oftmals mit Weihnachtsmannmützen ausgestattet sind.

Blick vom Rockefeller Center _1

Postkartenmotiv: Viele Besucher nutzen die Aussichtsplattform des Rockefeller Center, um unvergessliche Aufnahmen der Stadt zu machen. (Fotos: Jörg Baldin)

Mein Weg führt mich weiter auf die 5th Avenue, der Top-Einkaufsstraße in New York. Auch hier wimmelte es nur so von Menschen, die offensichtlich alle auf der Suche nach dem passenden Weihnachtsgeschenk waren. Natürlich durfte hier ein Besuch beim wahrscheinlich bekanntesten Kaufhaus der Stadt nicht fehlen: „Saks Fifth Avenue“. Prall gefüllt mit Weihnachts-Deko innen und einer Weihnachts-Lasershow draußen und auch hier Menschenmassen, die auf der einen Seite ins Kaufhaus strömten und auf der anderen Seite wieder raus, vollgepackt mit Einkaufstüten.

Kaufhaus Saks in New York

Auch das Kaufhaus “Saks” in New York ist zur Weihnachtszeit reichlich dekoriert.

Etwa einen Kilometer weiter kommt man auf den Times Square, einer weiteren weltberühmten Straße der Stadt. Hier findet man knapp 40 Theater, die MTV-Studios und das Verlagsgebäude “One Times Square”, in dem sich auch die New York Times befindet. Jedes Jahr zu Sylvester versammeln sich um die eine Million Menschen, um zu sehen, wie der Times Square Ball 60 Sekunden vor Mitternacht unter dem ohrenbetäubendem Countdown des Publikums herabgelassen wird.

Mein Tag endet schließlich in einer der bekanntesten Roof-Top-Bars der Stadt, dem „The Roof“ im legendären Viceroy Hotel in Manhattan bei einem Glas Caipirinha. Morgen geht’s auf die Brooklyn Bridge, nach Soho, zum High-Line und ins “Baltazar Restaurant”. „I want to wake up in that city that doesn’t sleep“ – Ich glaube, ich gehe jetzt erst mal schlafen..

Times Square

Superhelden als Fotograf: Auf dem Times Square in New York ist alles möglich.

Wichtige Reiseinformationen

Einreise

Für die Einreise in die USA ist eine Reisegenehmigung erforderlich. Das ESTA wird online beantragt und in der Regel erhält man innerhalb weniger Stunden die Bestätigung. Dieser Antrag muss bei der Einreise mitgenommen werden.

Anreise

Die Anreise per Schiff ist mit Abstand die beste Lösung, um nach New York zu kommen. Man fährt ganz gemütlich an der Freiheitsstatue vorbei und kann schon von weitem die Skyline von New York erkennen.

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung!

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Leger übers Meer mit der Europa 2

Schwüle Luft hat sich wie eine Glocke über Barcelona gelegt. Blitze zucken über den Himmel, der Verkehr der spanischen Metropole hinterlässt ein Summen im Ohr. Doch alles ist vergessen in jenem Moment, als man die helle, klimatisierte Empfangshalle der „Europa 2“ betritt. Zur Begrüßung gibt’s ein Glas Champagner.

Schwüle Luft hat sich wie eine Glocke über Barcelona gelegt. Blitze zucken über den Himmel, der Verkehr der spanischen Metropole hinterlässt ein Summen im Ohr. Doch alles ist vergessen in jenem Moment, als man die helle, klimatisierte Empfangshalle der „Europa 2“ betritt. Zur Begrüßung gibt’s ein Glas Champagner, ein herzliches Lächeln und das Gefühl, das jetzt alles gut wird. Trotzdem sind an diesem Anreisetag alle noch ziemlich gespannt: Wie mag sich so ein Urlaub auf dem Luxusschiff von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten gestalten? Und was für Leute fahren da überhaupt mit?

Das ist tatsächlich die erste Überraschung: 80 Kinder tollen über das Schiff, soviel wie nie zuvor. Sie haben Sommerferien und sind zusammen mit ihren Eltern hier und manchmal auch mit den Großeltern. Den familiären Anhang sehen einige während der Reise aber nur selten. Denn Freundschaften werden schnell geknüpft, und etliche Nannys sind von früh bis spät damit beschäftigt, die Kleinen zu bespaßen.

Dann gibt es die Paare, jung und älter an Jahren, und ein paar Alleinreisende. Die typischen Kreuzfahrer? Eher nicht. Hier sind einige gut verdienende Menschen unterwegs, um sich eine Woche lang etwas richtig Schönes zu gönnen. Sie buchen die Massagen im Spa, reservieren einen Tisch im Tarragon und streifen durch die mondänen Häfen dieser Reise: St. Tropez, Portofino, Calvi, Portoferreiro – um nur einige zu nennen. Viele Gäste waren natürlich auch schon mit andern Schiffen unterwegs, sind Hapag Lloyd-Fans, und einfach neugierig, wie es auf der „Europa 2“ ist.

Die Traditionsbewussten kehren wohl auf ihre „alte Europa“ zurück. Dort, wo sie ihren festen Platz am Tisch haben, das Kapitänsdinner, Schlips und Anzug zum Essen. Wer im Urlaub aber lieber Shorts und Poloshirt (die meisten natürlich mit Designerlabel) trägt, der geht auf die „Europa 2“. „Die `Europa` ist das Grandhotel, die `Europa 2` das chillige Resort“, erklärt Cruisedirektor Uwe Mannweiler. Er findet die Namenswahl des neuen Schiffes eher unglücklich. Schließlich sei es doch nun alles andere als eine Neuauflage der „Europa“, sondern ein ganz anderes Schiff mit einem ganz anderen Konzept.

Es lebe das Legere

Seit Jahren ist Gisela Stammgast auf der EuropaDas hat auch Gisela aus Bonn inzwischen festgestellt. Die 80-Jährige geht auf Kreuzfahrt seitdem sie 19 ist und hat in ihrem Leben wohl schon mehr Häfen gesehen, als mancher Kapitän. Seit Jahren ist sie Stammgast auf der „Europa“. „Da kennt mich jeder. Ich bin diejenige, die immer am meisten Ausflüge mitmacht“, schmunzelt sie und streicht ihre topmodische Bluse glatt. In Zukunft wird die „Europa“-Crew jedoch auf sie verzichten müssen. Gisela wechselt aufs neue Schiff. „Das Legere gefällt mir doch irgendwie besser. Und meine ganzen langen Abendkleider habe ich sowieso schon weggegeben.“

Neben den langjährigen Kreuzfahrt-Fans treffen sich abends zum Sonnenuntergang an der Sansibar aber auch Menschen, die bisher nicht im Traum auf die Idee gekommen wären, eine Schiffsreise zu buchen. Nicht mit einem Schiff mit Massentourismus. Oder einem mit kleinen, altmodischen Kabinen. „Wir haben irgendwo gelesen, dass es hier sehr viel Platz für die Gäste gibt. Das war uns wichtig“, sagt der Unternehmensberater, der im Urlaub sonst lieber mit einem Porsche-Oldtimer von einem Boutique-Hotel zum nächsten saust. Bei seiner Premiere auf der „Europa 2“ machen seine Frau und er bereits die nächste Tour auf dem Hapag-Lloyd-Schiff fest.

Gefragt: der Butler-Service

Eine Woche lang im Luxus baden – dazu gehört für manche Gäste auch, die Dienste eines Butlers in Anspruch zu nehmen. Es ist Sonntagnachmittag, wir halten auf Korsika zu, die Sonne scheint auf den Balkon, und es klingelt an der Tür. Butler Ricco bringt einen Nachmittagssnack vorbei. Frischkäse mit Sellerie. Er betreut acht Suiten und liest den Gästen nahezu jeden Wunsch von den Augen ab. „Wenn Sie irgendetwas reservieren möchten, brauchen Sie nicht extra zur Rezeption gehen. Drücken Sie einfach den Butlerknopf“, sagt Ricco Regener. Er stellt abends noch eine Wasserflasche und ein Duftspray fürs Kissen aufs Nachtschränkchen, füllt die Minibar auf, wechselt die Orchideenblüte neben dem Waschbecken aus und bringt – falls gewünscht – morgens das Frühstück auf die Suite.

Früher mal hat Ricco Regener in der Gastronomie gearbeitet. Dann war er Hoteldirektor in Österreich. Mit 40 kam die Midlife-Krise. Da reiste der gebürtige Berliner ein Jahr lang durch die Welt und landete schließlich in der Butler-Akademie in Südafrika. Jetzt darf er sich Personal Manager nennen und ist glücklich mit der Aufgabe seine Gäste zu umsorgen. „Nachdem ich die Welt schon zweimal auf dem Landwege umrundet habe, werde ich sie jetzt nochmal auf dem Seewege erkunden“, freut sich Regener über seinen ersten Job auf einem Kreuzfahrtschiff.

Kunst-Spaziergang

Jeweils für ein paar Wochen im Jahr ist Carola Persiehl mit der „Europa 2“ unterwegs. Die Galeristin aus Hamburg gehörte zum Team, das die Kunstwerke fürs Schiff ausgesucht hat. 890 Originale verteilen sich auf die verschiedenen Decks. An vielen rennen die Gäste vorbei, ohne sie groß zu beachten. Wer Carola Persiehl auf ihrem Kunst-Spaziergang begleitet, erfährt die Geschichten hinter den Bildern und Skulpturen. Im Vorraum des asiatischen Restaurants Elements stehen sie ganz unschuldig: die Vasen der Chinesin Lei Xue. Sie spielt mit Konventionen, malte Bugs Bunny eingerahmt von Blumengirlanden auf die traditionellen, chinesischen Vasen. Hingucker sind die s/w-Portraits von Mathias Bothor, einem der gefragtesten Portraitfotografen Deutschlands. Auf der „Europa 2“ hängen Leonhard Cohen und Kenzaburo Oe. Beide gehören zu Bothors Serie ‚berühmte Persönlichkeiten mit geschlossenen Augen‘. Die endlose Traumlandschaft der fliegenden Schmetterlinge stammt von Georg Küttinger. Und es gibt sogar einen echten „Gerhard Richter“ an Bord. Das Bild des bekanntesten deutschen Künstlers befindet sich gegenüber vom Ausflugsbüro, meist steht ein Fahrrad darunter. Alle paar Wochen wechselt die Ausstellung in der Kunstgalerie an Bord. Carola Persiehl oder einer ihrer Kollegen eröffnen dann die Vernissagen und plaudern mit den Gästen über die Kunst.

Kulinarische Weltreise

Ein Thema, über das alle auf dem Schiff gerne reden, ist das Essen. Die Restaurants an Bord laden zur kulinarischen Weltreise ein. Allesamt sind sie zuzahlungsfrei, allerdings sollte man in den Spezialitäten-Restaurants frühzeitig einen Tisch reservieren. Jedes besitzt seine eigene Note, schlichte Eleganz trägt zum Luxusgefühl bei. An weiß eingedeckten Tischen unter maigrünen Kronleuchtern speisen die Gäste im Serenissima. Hier kommen Italiens Spezialitäten auf den Teller. Ein paar Schritte weiter bietet das Tarragon im lässigen Bistrostil französische Küche. Fernöstliches Ambiente stimmt im Elements auf Asiens kulinarische Verlockungen ein. Eine Fülle exotischer Aromen regen hier den Gaumen an. Kunstvoll bereitet der Sushi-Meister im Sakura seine Spezialitäten vor, für einige Reisende der ultimative Tipp an Bord. Jederzeit ohne Reservierung bekommen Kreuzfahrer einen Tisch im großen Restaurant Weltmeere und im Yachtclub. Letzterer war auf unserer Sommerreise im Mittelmeer die angesagte Location. Schließlich gibt es schlechtere Möglichkeiten seinen Abend zu verbringen, als beim Sonnenuntergang draußen zu sitzen, einen Chardonnay zu trinken und sich an der Grillstation ein perfektes Steak zubereiten zu lassen.

Kurse für Hobbyköche

Wer gern gut isst, liebt oft auch das Kochen. Deswegen wundert es nicht, dass die Workshops wechselnder „Genusshandwerker“ wie Chocolatiers, Eis-Experten oder Gewürz-Profis auf der „Europa 2“ so beliebt sind. Ebenso wie die Kochkurse. Sous Chef Stefan Sköries aus Schwerin begrüßt auf jeder Reise maximal acht Schüler in seiner Miele Kochschule auf Deck 9. Die Themen variieren nach Fahrtgebiet. In Asien wird gezeigt, wie Sushi gelingt, in Indien steht Curry auf dem Speiseplan. Heute im Mittelmeer wird Thunfisch mit Kapernbutter und Pak Choy zubereitet. Zum Nachtisch zergeht eine Creme Brûlée auf der Zunge. „Wir kochen Dinge, die man auch zu Hause problemlos nachkochen kann. Alles andere wäre Quatsch“, sagt Sköries. Er begrüßt bei seinen Kinder-Kochkursen manchmal bis zu 20 Nachwuchsköche am Herd. Was es dann gibt? – Pizza! Nachdem alle geschnippelt und gerührt, probiert und gewürzt haben, wird gemeinsam gegessen. Zum Schluss bekommt jeder das Rezept und eine Schürze von der „Europa 2“. Mit der lässt sich zu Hause Eindruck schinden.

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Sous Chef Stefan Sköries bei einem Kochkurs. (Fotos: Susanne Müller)

Shows der besonderen Art

Wie’s mit der Abendunterhaltung aussieht? – Anders als auf vielen anderen Schiffen. Mit einer bunten Folkloreshow würde man die anspruchsvollen Reisenden auf der „Europa 2“ wohl kaum aus ihren Sesseln hervorlocken. Die Gastkünstler an Bord sind oft sehr bekannt und treffen mal den einen, mal den anderen Geschmack. Doch wenn eine der eigens für dieses Schiff entworfene Productionshow angesagt ist, dann trinken alle schnell ihren Cocktail aus und eilen zum Theater. „Water“ heißt eine dieser Shows, die ohne Worte auskommt, und daher ideal für ein internationales Publikum geeignet ist. „Water“ verwandelt die Bühne in eine surreale Badelandschaft. Unglaublich, was die Weltklasse-Artisten mit einer einfachen Badewanne so alles anfangen können! Keiner, der die witzige Collage aus Artistik, Gesang und Licht-Effekten gesehen hat, verpasst die zweite Show dieser Art: „Air“ wird noch in der gleichen Woche präsentiert.

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Zum Absacker nach dem Entertainment ziehen sich die Raucher auf eine Zigarre ins Herrenzimmer zurück. Live-Musik unterhält im Jazzclub. Und richtig gute Stimmung herrscht in der Sansibar. Loungemusik, Lachen, Gesprächsfetzen wehen übers Meer. Gin Tonic, Aperol Spritz, Champagner, ein paar Snacks werden draußen unterm sternenübersäten Nachthimmel serviert. Die Stimmung ist lässig. Wer möchte, findet Anschluss. Nicht selten trifft man Menschen mit ähnlicher Lebensphilosophie direkt am Nebentisch. Dennoch ist die „Europa 2“ alles andere als ein Party-Schiff.

Ausflüge für Genießer

Die Kreuzfahrer wollen auf ihrer Wochentour so einiges erleben. Fremde Häfen kennenlernen, aber nicht auf die übliche Tour, rein in den Bus, raus aus dem Bus. Stattdessen erfahren sie die Toskana bei einer Radtour durch Lucca oder baden im exklusiven Forte dei Marmi im Ligurischen Meer. Sie knattern mit dem Quad über Elba. Düsen mit Segways durch Rom. Oder Sie begeben sich auf eine Genießer-Tour im kleinen Kreis, so wie die Österreicherin Gertraud. Die begeisterte Hobby-Köchin fährt in Portofino mit ein paar Gleichgesinnten ins Hotel Splendido. Die berühmte Luxus-Herberge thront auf einem Felsen hoch über dem wohl teuersten Fischerdorf der Welt. Schon Winston Churchill, Lauren Bacall und Humphrey Bogart genossen den Panoramablick. Richard Burton machte Elizabeth Taylor hier einen Heiratsantrag. Und was tun die Gäste der „Europa 2“ an diesem legendären Ort? – Sie testen Olivenöle. Natürlich gibt es dazu einen guten Vino, knuspriges Weißbrot, selbstgemachte Pasta. „Das war einfach fantastisch!“, strahlt Gertraud nach ihrer Rückkehr. „Portofino ist ja schon schön, aber dieser Feinschmecker-Ausflug hat dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt!“

Etwas Besonderes hat sich die Crew auch für den letzten Tag vor dem Ende der Kreuzfahrt einfallen lassen. Spätnachmittags auf Elba trudeln die Gäste nach und nach wieder auf dem Schiff ein. Dort warten schon die bordeigenen Zodiacs darauf, jeden, der möchte, auf eine kleine Spritztour mitzunehmen. Letzte Gelegenheit, ein paar Fotos von der „Europa 2“ zu schießen. Da werden die Badesachen schnell auf die Suiten gebracht, mit Schwimmwesten im kleinen Motorboot Platz genommen und los geht’s. Pfeilschnell schießt das Zodiac über die Wellen und lässt den kleinen Hafen hinter sich. Wir kurven um eine winzige Felseninsel und stoßen auf ein zweites Zodiac der „Europa 2“, das samt einigen gutgelaunten Crewmitgliedern im Wasser dümpelt. Überraschung! Discomusik macht Laune, eiskalter Champagner wechselt von Boot zu Boot. Die Stimmung wird immer besser, und zurück will eigentlich keiner. Nach Hause schon gar nicht…

Weitere Infos zur Europa 2

Kein anderes Kreuzfahrtschiff bietet so viel Platz pro Passagier wie die „Europa 2“. Es gibt ausschließlich Suiten mit Veranda und einer Mindestgröße von 28 qm. In den Suiten ab 42 qm steht ein Butler zu Diensten. Auf durchschnittlich 450 Gäste kommen 370 Crewmitglieder, also ein Verhältnis von 1:1,2. Achtzig Prozent der ausgesprochen freundlichen Mitarbeiter sind deutschsprachig, stammen aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Kinder bis einschließlich elf Jahre fahren kostenlos in der Suite ihrer Eltern oder anderer voll zahlender Begleitpersonen mit.

Hinweis: Susanne Müller ist Chefredakteurin des Ganzjahres-Kreuzfahrtmagazins Welcome Aboard und wurde von Hapag Lloyd zu dieser Reise eingeladen.

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First Kiss mit Pier 90

Schon von Weitem sieht man die imposante Silhouette von New York. Auf der Brücke der Europa 2 herrscht inzwischen organisierte Hektik. Zwei Lotsen haben das Kommando des Luxusschiffes übernommen und geben Kapitän Ulf Wolter Befehle, wie schnell und wo lang er das Schiff auf dem Hudson River steuern soll. Die Europa 2 kommt das erste Mal nach New York.

Schon von Weitem sieht man die imposante Silhouette von New York. Auf der Brücke der Europa 2 herrscht inzwischen organisierte Hektik. Zwei Lotsen haben das Kommando des Luxusschiffes übernommen und geben Kapitän Ulf Wolter Befehle, wie schnell und wo lang er das Schiff auf dem Hudson River steuern soll. Die Europa 2 kommt das erste Mal nach New York.

Skyline von New York

Skyline von New York

Bereits weit vor der Insel Long Island kommen zwei US-Lotsen an Bord, um die Europa 2 unbeschädigt an den Pier 90 auf dem Hudson River zu manövrieren. Knapp eine Stunde später steigt ein weiterer Lotse dazu, der nur für das „Einparken“ des Schiffes zuständig ist. Je näher wir an den Manhattan Cruise Terminal herankommen, umso mehr steigt die Spannung auf der Brücke und auch unter den rund 400 Passagieren, die auf dieser Route an Bord sind und bindfadenartig an der Reeling stehen. Keiner an Bord will den Erstanlauf der Europa 2 in New York verpassen.

Kapitän Ulf Wolter hat selbst das Steuer übernommen. Auch für ihn ist dieses erste Rendezvous seines Schiffes mit der Metropole etwas ganz besonderes. Und so gibt er in regelmäßigen Abständen Position und Geschwindigkeit des Schiffes an die beiden US-Lotsen weiter, die auf der Brücke ganz vorne am Fenster stehen und mit Fernglas und Laptop den sichersten Weg durch den Hudson River finden.

Europa 2 vor der Skyline von New York

Die Europa 2 vor der Skyline von New York.

Links Freiheitsstatue, rechts Skyline

Auf der rechten Seite (Steuerbord) baut sich langsam die imposante Skyline von New York auf, die gerade von der Seeseite aus einen atemberaubenden Anblick bietet. Links (Backbord) empfängt uns die Freiheitsstatue, die jeder aus diversen Hollywood-Filmen kennt. Auf dem Hudson River herrscht um 11 Uhr reges Treiben. Unzählige Fährboote kreuzen unseren Weg. Die Luft ist vollgepackt mit Helikoptern, die in unterschiedlichsten Missionen (Polizei, TV, Shuttle etc.) über der Stadt kreisen. Für mich schwebt ein leichtes Brummen über dem „Big Apple“. Die Straßen, die Schiffe, die U-Bahn, die Menschen, selbst die Hubschrauber wirken wie Adern, die immer wieder Adrenalin in den Kreislauf von New York pumpen. Die Metropole lebt. Nirgends auf der Welt hab ich bisher dieses Gefühl gehabt.

Freiheitsstatue New York

Das Wahrzeichen von New York: Die Freiheitsstatue am Rande des Hudson Rivers.

Hudson River, Sullenberger und Flug 1549

„Wo war die Stelle, auf der das Flugzeug auf dem Fluss gelandet ist?“, will ein Offizier der Europa 2 von den Lotsen wissen. Einer der beiden zeigt mit dem Finger auf eine Stelle, etwa 100 Meter vor uns. „Genau da hat Pilot Sullenberger das Flugzeug aufs Wasser gesetzt“, erklärt der Lotse. „Eine unglaubliche Leistung“, fügt der Jüngere kopfschüttelnd dazu. Gemeint ist der US-Airways-Flug 1549, der am 15. Januar 2009 wenige Minuten nach dem Start aufgrund von Problemen mit den Triebwerken auf dem Hudson River mit einer Notwasserung endete. Alle 150 Passagiere und die fünf Besatzungsmitglieder überlebten damals das Unglück. Sullenberger ist seitdem ein Held in den USA.



Das war es dann aber auch schon mit den lockeren Gesprächen auf der Brücke, denn der dritte US-Lotse betritt die Kommandozentrale. Er wird das Schiff rückwärts an den Pier 90 am Manhattan Cruise Terminal lenken. „Und das Manöver hat es wirklich in sich“, erklärt Kapitän Wolter. „Der Hudson River hat eine sehr starke Strömung und wenn das Schiff mit der Seite von der Strömung erfasst wird, kann man es kaum noch lenken und eine Kollision mit dem Pier wäre sehr wahrscheinlich.“ Und so macht sich der Lotse konzentriert ans Werk. Wer will schon für einen Schaden an einem 5-Sterne-Luxusliner verantwortlich sein?

Für alle ein spannender Moment: Die Europa 2 parkt rückwärts am Pier 90 ein. Kapitän Uwe Wolter diskutiert mit dem US-Lotsen und Offizier.

Für alle ein spannender Moment: Die Europa 2 parkt rückwärts am Pier 90 ein. Kapitän Uwe Wolter (re.) diskutiert mit dem US-Lotsen (mi.) und einem Offizier seiner Crew.

Gänsehautfeeling bei Kapitän Wolter

Die kurzen, knappen Befehle des Lotsen setzt Kapitän Wolter sofort und präzise um. Immer im Kontakt mit einer Offizierin der Europa 2, die am Heck des Schiffes steht und der Brücke per Funk die Lage des Schiffes und die Entfernung zum Anleger meldet. Ganz langsam kommt das Schiff zum Stehen und fängt genauso langsam an sich rückwärts zu bewegen. Sehr behutsam dreht das Heck Steuerbord in Richtung Pier 90. Nach vielen spannenden Minuten lockern sich die Gesichtszüge von Kapitän und Lotse, die Europa 2 hat problemlos am Pier festgemacht. „Gänsehautfeeling“, freut sich Wolter über den gelungenen Erstanlauf in New York.

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung

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Mit der Europa 2 von Bermuda nach New York

Freunde von mir waren schon auf dem Schiff, erzählte mir gestern ein Bekannter und meinte: „Danach hat man nur ein Problem, man will auf kein anderes Schiff mehr!“ Gemeint ist…

Freunde von mir waren schon auf dem Schiff, erzählte mir gestern ein Bekannter und meinte: „Danach hat man nur ein Problem, man will auf kein anderes Schiff mehr!“ Gemeint ist die “Europa 2”, derzeit wohl eines der besten Kreuzfahrtschiffe der Welt. Ich gehe in Hamilton auf der Insel Bermuda an Bord und werde mit dem Schiff nach New York fahren.

Ich war noch niemals in New York – Kaum zu glauben, aber die USA sind für mich noch ein relativ unbeschriebenes Blatt. Außer zum Skilaufen in Aspen hat mich das Land bisher nicht groß gelockt. Aber ich liebe Häfen und ich liebe Schiffe. Und deshalb freue ich mich sehr auf die Zeit mit der Europa 2, die zum ersten Mal den Hafen von New York anläuft. Derzeit befindet sich das Schiff noch auf der Transatlantiküberquerung.

europa 2 aus helikopter

(Fotos: © Hapag-Lloyd Kreuzfahrten GmbH)

Meine Reise startet allerdings auf einer Insel, deren Name sicher jeder schon gehört hat: Bermuda. Die Inselgruppe im Atlantik ist Namensgeber für das Bermudadreieck und die Bermuda-Shorts. Letztere kann ich allerdings getrost zuhause lassen, auch wenn die Temperatur im Moment bei 18 Grad liegen soll.



Die “Europa 2” ist 2013 in See gestochen

Die “Europa 2” von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten hatte am 11. Mai 2013 ihre Jungfernfahrt von Hamburg nach Barcelona und ist mit der Auszeichnung “5-Sterne-plus” dekoriert. Das Schiff verfügt über 251 Kabinen, bei denen es sich ausschließlich um Suiten mit separatem Wohn- und Schlafbereich handelt. Außerdem gibt es sieben Restaurants, sechs Bars und eine exklusive Kochschule. Highlight – wie ich finde – ist aber auch ein 620 Quadratmeter großer SPA-Bereich mit einer großzügigen Saunalandschaft. Ich werde alles testen…

skyline new york

Die Brooklyn-Bridge vor der Skyline von New York. (Foto: Newyork.de/Ulrike Graeff)

New York ist die dichteste und dynamischste Stadt der Welt

New York… Viele meiner Bekannten haben mir immer erzählt, dass New York zur Weihnachtszeit am schönsten sein soll. Ich bin drei Tage in New York. Auf meiner Liste stehen: Manhattan, Rockefeller Center, Times Square, Broadway, Brooklyn, Brooklyn-Bridge, Soho und High Line. Ich bin sehr gespannt auf die Stadt, von der Mick Jagger einst sagte: “New York ist die dichteste und dynamischste Stadt der Welt.”

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung!

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