Costa Kreuzfahrten

Traumreisen mit Costa Kreuzfahrten. Entdecken Sie auf einer Kreuzfahrt Ziele wie z.B. Norwegen, Baltikum, Spanien, Griechenland, Seychellen, Mauritius, Dominikanische Republik, Bahamas oder Dubai. Die besten Reiseberichte lesen Sie bei uns!



Im Land der Trolle

Eines sollten Sie bei einer Kreuzfahrt mit der „Costa Magica“ ins norwegische Fjordland getrost vergessen: Hektik und Alltagslärm. Denn auf einer der landschaftlich schönsten Seereisen der Welt spielt die Natur die Hauptrolle. Auch das Kalorienzählen sollte tunlichst bis nach der Reise vertagt werden: Eine leckere Küche in vier verschiedenen Restaurants und zehn Bars sorgen für italienische Lebensfreude an Bord.

Eines sollten Sie bei einer Kreuzfahrt mit der „Costa Magica“ ins norwegische Fjordland getrost vergessen: Hektik und Alltagslärm. Denn auf einer der landschaftlich schönsten Seereisen der Welt spielt die Natur die Hauptrolle. Auch das Kalorienzählen sollte tunlichst bis nach der Reise vertagt werden: Eine leckere Küche in vier verschiedenen Restaurants und zehn Bars sorgen für italienische Lebensfreude an Bord. Selbst die Anreise nach Bremerhaven, das von Costa 2017 erstmals angelaufen wurde, ist entspannt, weil es ausreichend Parkplätze und eine gute Zuganbindung gibt. Im nächsten Jahr kommt Costa zurück, diesmal mit der „Mediterranea“.

Neuer Heimathafen

Für den jungen Brasilianer Yuri Paess ist es „wie eine Rückkehr nach Hause“,  als die „Costa Magica“ zum ersten Mal in  Bremerhaven anlegt, um von dort auf  Norwegen-Kreuzfahrt zu gehen. Der Blick auf Klimahaus und Columbus Cruise Center erinnert den 21-jährigen, der an der Rezeption arbeitet, an seine Zeit als  Austauschschüler. Eine Premiere ist es für die Reederei und die Stadt Bremerhaven: Erstmals gehen 2017 dort deutsche Gäste und einige Franzosen an Bord eines Costa-Schiffes.

Stop in Amsterdam

Doch zunächst führt die Fahrt nach Amsterdam, wo weitere Passagiere  an Bord kommenden. Holländer, Italiener, Franzosen und Engländer: Das Publikum auf der „Costa Magica“ ist international, die Anreise nach Amsterdam eine ganz spezielle: Als der Ozeanriese die  Schleuse des „Nordzeekanals“  passiert, ist das Millimeterarbeit. Zwischen Schiffsrumpf  und Mauer passt nur eine Handbreit. In Amsterdam liegt die „Costa Magica“ nur zehn Gehminuten vom Zentrum entfernt. Ein Besuch des Blumenmarktes und des van-Gogh-Museums sind ein absolutes Muss. Auf keinen Fall versäumen sollte man eine Grachten-Fahrt, denn vom Wasser aus erschließt sich die holländische Geschichte am besten: Die Häuser der einst reichen Kaufleute sind mit eindrucksvollen Dachgiebeln verziert.

Bergen: Tor zu den Fjorden

Nach einem erholsamen Seetag läuft die „Costa Magica“ in Bergen, Norwegens Tor zu den Fjorden, ein. www.fjordnorway.com Mehrfach abgebrannt und immer wieder aufgebaut, hat die Handelsstadt aus dem 13. Jahrhundert nichts von ihrem Charme verloren. Im Weltkulturerbe Bryggen mit seinen bunten Holzhäuschen gibt es viele kleine Geschäfte und (Kunst-)Handwerksbetriebe. Die Standseilbahn gegenüber dem Fischmarkt bringt Besucher in wenigen Minuten auf den Fløyen (320 Meter), einer von sieben Bergen, die die Stadt umgeben. Ein Park Mit Troll-Skulpturen hat auf Kinder und Erwachsene eine magische Anziehungskraft und inspiriert zu lustigen Selfies. Der Panoramablick über Stadt und Fjord ist atemberaubend.

Tosende Wasserfälle

Wir fahren weiter nach Norden, ab jetzt wird es nachts nicht mehr dunkel. Grün bewaldete oder schroffe Felswände, schneebedeckte Berggipfel und  wilde Wasserfälle bestimmen das Landschaftsbild. Tief hängen die Wolken über den Bergen, als am nächsten Morgen in Hellesylt etliche Passagiere für eine Überlandtour ausgebootet werden. Die Fahrt durch das tiefblaue Wasser des Geiranger-Fjords ist wie eine Fahrt durch ein wildromantisches Gemälde. Berge, Gletscher und Wasserfälle – unter anderem die berühmten „Sieben Schwestern“ -, die sich aus 300 Metern senkrecht in die Tiefe stürzen, passieren wir.

Am späten Vormittag erreicht die „Costa Magica“ Geiranger. Wie von Zauberhand reißt der Himmel auf. Im Hafen angekommen, lohnt sich ein Blick auf den Fjord von oben. Langsam schlängelt sich der Bus über die steilen Berghänge. Von der Adlerkehre oder dem 1.500 Meter hohen Berg Dalsnibba mit dem „Geiranger Skywalk“, ein garantiert luftiges Erlebnis in 1500 Metern, hat man spektakuläre Ausblicke auf die Berglandschaft und den Geirangerfjord. Empfehlenswert ist auch eine Bootsfahrt vorbei an den berühmten Wasserfällen. Dort zeigt sich die Natur von ihrer ungezähmten und schönsten Seite.

Königliche Sportfischer

In der Gemeinde Åndalsnes  überrascht  uns am nächsten Tag nicht nur ein architektonisch interessantes Tourismus-Center mit einem phantastischen Drei-D-Kino, sondern auch die Raumabahn, die durch eine der wildesten Landschaften führt, die Westnorwegen zu bieten hat. Die kleine Hafenstadt am Ufer des Raumaflusses ist berühmt für ihre Lachse. Jedes Jahr zieht sie begeisterte Sportfischer aus der ganzen Welt an. Regelmäßig erhält die Stadt sogar königlichen Besuch: Den englischen Royals  – allen voran Prinz Charles – haben es die riesigen Lachse des Rauma angetan. Das Dorf ist außerdem Ausgangspunkt für Wanderungen zum Trollstigen. Viele der Gebirgsgipfel haben Namen von Trollen, die der Sage nach zu Stein erstarrten, als die Sonne sie traf

Spektakuläre Flåmbahn

Am Aurlandsfjord liegt der 450-Seelen-Ort Flåm. Klein, aber weltberühmt, weil dort die spektakuläre Flåmbahn beginnt, die sich mit der Bergenbahn fortsetzt. Die Flåmbahn gehört zu den steilsten Bahnstrecken der Welt auf Normalspur. Die einstündige Zugfahrt nach Myrdal führt durch 20 Tunnel, vorbei an imposanten Wasserfällen, steil abfallenden Felswänden und beeindruckenden Landschaften.

127 Seemeilen weiter südlich liegt Stavanger, die letzte Station, bevor die Heimreise beginnt. Bekanntestes Bauwerk ist der Dom am Marktplatz, mit dessen Errichtung bereits 1125 begonnen wurde. Ganz großes Landschafts-Kino gibt es zum Abschluss unserer  Nordlandreise noch einmal im Großraum Stavanger. Auf Boot und Bus folgt eine Wanderung zum Preikestolen, die allerdings nicht für Fußkranke geeignet ist: 330 Höhenmeter müssen bis zur berühmten Felsenplattform überwunden werden. Stavanger selbst ist eine Stadt zum Shoppen und Norwegens erste Adresse für kulinarische Genüsse und Kultur.

Reiseinformationen in Kürze

Anreise: Nach Bremerhaven mit Zug oder Auto, dort gibt es reichlich Parkplätze. Am Bahnhof fahren bei An- und Abreise für Kreuzfahrtgäste kostenlose Shuttlebusse zum Terminal. 2017 läuft Costa bis Anfang September Bremerhaven an. 2018 wird die „Costa Mediterranea“ 14mal am Columbus Kai festmachen, das erste Mal am 12. Mai, von dort geht es für eine Woche zu Europas Metropolen. Insgesamt siebenmal geht die „Mediterranea“ 2018 auf die Fjordland-Tour, das erste Mal am 9. Juni.

Währung: Norwegische Kronen.

Warnhinweis: Auf Märkten und in Supermärkten wird Walsalami verkauft, oft als Geschenkpackung zusammen mit Rentier- und Elchsalami. In Norwegen sind Verkauf und Verzehr legal, die Einfuhr in die EU ist allerdings strafbar.

Tipps: Ausflüge auf eigene Faust:  Amsterdam:  Eine Stunde Grachten-Rundfahrt gibt es für 11 Euro bei „Reedery P. Kooy“. Bergen mit der 24-Stunden-Bergen Card erkunden  (ca. 25,93 Euro). Es gibt sie in der Touristen-Info beim Fischmarkt. Geiranger: Fahrt mit dem Panorama-Bus (ca. 22 Euro) und mit dem Boot (ab 230 Kronen/ca. 24,85 Euro). Bahnfahrten auf eigene Faust sollten vorab übers Internet gebucht werden, weil sie schnell ausverkauft sind.

Literatur: Norwegen – Das Fjordland, Marie Helen Banck, Dumont, 292 S.,17,90 Euro

Mehr Infos unter: www.costakreuzfahrten.de und www.fjordnorway.com

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung

 

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Tour Royal mit dem Märchenschiff

Die Ostsee mit ihren vielen Anrainerstaaten ist vom Frühjahr bis in den Spätsommer eines der beliebtesten Kreuzfahrtziele der Deutschen, liegen die touristischen Highlights doch dicht beieinander. Neben den großen Fähren…

Die Ostsee mit ihren vielen Anrainerstaaten ist vom Frühjahr bis in den Spätsommer eines der beliebtesten Kreuzfahrtziele der Deutschen, liegen die touristischen Highlights doch dicht beieinander. Neben den großen Fähren nach Skandinavien, St. Petersburg und ins Baltikum sind dann auch zahlreiche Luxusliner verschiedener Reedereien auf der „Ostseeautobahn“ unterwegs. Kopenhagen, Stockholm, Tallinn und St. Petersburg sind unsere Stationen auf der einwöchigen Fahrt mit der „Costa Favolosa”, deren Sommerhafen in diesem Jahr erstmals Warnemünde ist.

Atrium Costa Fabulosa

Eine Märchenwelt: das Atrium der „Costa Favolosa“ im gotischen Stil mit strahlenden Rhomben und Panorama-Aufzügen, Bilder: Liane Ehlers

Italienische Lebensart

Wenn man auf einem „Costa“-Schiff reist, fährt immer auch ein Stück Italien mit. La Dolce Vita ist ein bisschen bunter, ein bisschen fröhlicher, ein bisschen eleganter. Italienisches Design und originale Kunstwerke machen die „Favolosa“ zum „Märchenschloss auf hoher See“. Jeden Abend werden im Hauptrestaurant Spezialitäten einer anderen italienischen Region als mehrgängiges Menu angeboten. Die Gäste auf dieser Kreuzfahrt sind international, ein Drittel Deutsche – darunter viele Familien, denn Kinder bis zu 18 Jahren in der Kabine der Eltern fahren kostenfrei (bis aufs Serviceentgelt). Und damit Eltern Ausflüge ohne den Nachwuchs genießen können, bietet der farbenfrohe Squok-Kinder-Club auch während der Liegezeit liebevolle Betreuung.

So unterschiedlich wie die Gäste, so unterschiedlich sind auch die historischen Städte, in denen die „Costa Favolosa“ anlegt. In Warnemünde, dem gemütlichen Rostocker Vorort mit maritimem Flair, gehen wir bei strahlendem Sonnenschein an Bord. Zum abendlichen Auslaufen erklingt Andrea Bocellis Version von „Time to Say Goodbye“, das uns ab jetzt begleiten wird.

Royal Copenhagen

Kopenhagens Kanäle

Beliebt bei Einheimischen und Touristen: Eine Fahrt auf Kopenhagens Kanälen

Bereits am nächsten Morgen legt die „Costa Favolosa“ in Kopenhagen – Hauptstadt der Radfahrer und der ältesten Monarchie Europas – an. „Dank der Leihfahrräder, die an zahlreichen Stationen bereitstehen, kommen ca. vier bis fünf Fahrräder auf jeden Einwohner“, erzählt Eva Diekmann von ShowMeCopenhagen über die Radfahrerstadt mit den alten Kanälen, königlichen Schlössern und tausend Gesichtern, die ein wenig an Amsterdam erinnert.

Kopenhagens meistbesuchte Attraktion ist wohl das Tivoli, aber bei einem Tagestrip nicht zu schaffen, wenn man noch anderes sehen möchte. Die Metropole ist auch die Stadt von Hans-Christian Andersen und der „Kleinen Meerjungfrau“, Symbol einer unglücklichen Liebe und vieler ungeweinter Tränen. Dabei sind die Dänen, denen wir in den stylischen neuen Markthallen der Stadt begegnen, gutgelaunt, fröhlich und „die glücklichsten Menschen der Welt“, wie sie von sich behaupten. Vor allem, wenn sie ein köstliches Smørrebrød verspeisen, das es in vielfältiger Auswahl gibt.

Pfingst-Karneval lässt keinen kalt

Wir erkunden die Altstadt mit Eva zu Fuß und glauben, uns in Rio de Janeiro zu befinden, denn durch die Straßen nahe dem 35 Meter hohen „Runden Turm“, hallen laute Samba-Klänge. „Es ist Pfingst-Karneval“, erklärt Eva den Umzug der leicht bekleideten Tänzerinnen. Von oben haben wir einen wunderbaren 360-Grad-Blick über alle Sehenswürdigkeiten. Früher fuhren im „Runden Turm“ – wie in einem Parkhaus – königliche Kutschen die von dicken Mauern umgebene Auffahrt hoch, heute brauchen Touristen zu Fuß einen langen Atem.

Ein weiterer beliebter Treffpunkt ist der Storchenbrunnen in der Altstadt, nahe dem sehenswerten Royal Copenhagen-Haus, eines der ältesten und schönsten Gebäude der Stadt mit prächtiger Fassade, Stufengiebel und einem Cafe´ im obersten Stockwerk, dort werden Kaffee und Kuchen auf königlichem Porzellan serviert.

Königliche Hochzeit

Nach einem entspannten Seetag auf der „Costa Favolosa“ mit kurzem Schlaf und einem atemberaubenden Blick auf die schwedische Schärenlandschaft im nächtlichen, samtweichen Sommerlicht des Nordens folgt das nächste königliche Ziel: Stockholm. Seit Monaten steht die Metropole durch die Hochzeit von Schwedens Prinz Carl Philip mit der Bürgerlichen Sofia Hellqvist im Blickpunkt der Weltöffentlichkeit.

Mit ihrem historischen Stadtkern Gamla, verwinkelten Gassen, bunten Bürgerhäusern, Designer-Läden und dem im italienischen Barock erbauten Schloss gilt die grüne Stadt, die auf 14 Inseln errichtet wurde, als eine der attraktivsten Hauptstädte der Welt. Eintrittsfrei royale Luft schnuppern können wir in der prachtvollen Schlosskirche von 1754, dem Ort der jüngsten königlichen Hochzeit.

Tallinn – ein mittelalterliches Schmuckstück

Königlich geht es am nächsten Tag in Tallinn weiter. Auch wenn es in Estland keine Monarchie gibt, so haben doch dänische Könige und russische Zaren wie Peter der Große und Katharina II. in der ehemaligen Hansestadt ihre Spuren hinterlassen. Vom Schiffsanleger zum Zentrum sind es zu Fuß nur zehn Minuten, und wir können schon von weitem die Stadtmauer mit ihren imposanten Türmen sehen.

Ein Spaziergang durch die malerischen Gassen der Altstadt bis zur Aussichtsplattform Patkuli auf dem Domberg entpuppt sich als visueller Glücksgriff in ein mittelalterliches Schatzkästchen. Handwerker und Künstler bieten in zauberhaften kleinen Werkstätten und Läden ihre Ware zu günstigen Preisen an. Die russisch-orthodoxe Alexander-Newski-Kathedrale auf dem Domberg mit ihren Zwiebeltürmen, die an die St. Petersburger Blutskirche erinnert, gehört zu den spektakulärsten Gebäuden der Hauptstadt.

Goldene Kuppeln im Zarenreich

Die Krönung kommt zum Schluss: St. Petersburg mit seinen vergoldeten Kuppeln, Schlössern und Kirchen –, Schaufenster des Zarenreichs, Unesco-Weltkulturerbe und Aushängeschild für den Glanz vergangener Zeiten. Seit Putin und Medwedjew, beide aus St. Petersburg gebürtig, abwechselnd an der Macht sind, fließt das Geld für Renovierungsarbeiten nicht mehr nur nach Moskau, sondern auch in die ehemals royale Hauptstadt an der Newa-Mündung.

Nur zwölf Stunden in St. Petersburg zur Verfügung zu haben, erfordert eine schwere Entscheidung. Um 7 Uhr morgens geht es mit einem gebuchten „Costa“-Ausflug nach Puschkin zum Katharinenpalast mit Bernsteinzimmer, der Sommerresidenz der Zaren; ab mittags mit Anastasiya Komarets von „Petersburg-hautnah“, ins historische Zentrum. Die Eremitage mit ihren unglaublichen 2,8 Millionen Kunstschätzen von innen anschauen, das dauert Tage, oder lieber das meiste doch nur von außen betrachten? Wir müssen wiederkommen, um die Eremitage in Ruhe zu besuchen! Das meint auch Nastja (22), die perfekt Deutsch spricht und uns die Metropole in ihrem ganzen Facettenreichtum erspüren lässt: zu Fuß und mit der U-Bahn mit ihren kunstvoll gestalteten Bahnhöfen, so wie wir es uns gewünscht haben.

Im Newskij Prospekt pulsiert das Leben. Der 4,5 Kilometer lange Boulevard besticht durch Aussichten auf Wasserstraßen, aufwendig renovierte Adelspaläste und schöne Cafe´s. Eins erinnert an den Literaten Alexander Puschkin (1799-1837), der dort regelmäßig verkehrte.

Auf keinen Fall versäumen sollte man einen Besuch der ältesten Buchhandlung „Dom Knigi“, direkt gegenüber der Kasaner-Kathedrale (eine typisch russisch-orthodoxe Kirche), des ältesten Feinkostgeschäfts mit Cafe´ und des historischen „Belmond Grand Hotel Europe“, Newski Prospekt/Ecke Mikhailovkaya Ulitsa 1/7. Kein anderes Hotel in St. Petersburg spiegelt die wechselvolle Geschichte der Stadt und den Glanz der Zarenzeit so wider wie dieses. 1824/25 erbaut, war es im Laufe der Jahrhunderte Hotel, Waisenhaus, Krankenhaus und wieder Hotel. Die Gästeliste liest sich wie ein „Who ist Who der Weltgeschichte“: Queen Elizabeth II., Bill Clinton, Jacque Chirac, Michael Douglas und Elton John und andere. Die mehr als 300 Zimmer und Suiten sind zum Teil mit antikem Interieur ausgestattet.

Romanow-Suite

Jede Suite trägt einen berühmten Namen: Blick in die Romanow-Suite

Die Lokalitäten stehen auch Nicht-Hotelgästen offen. Im Mezzanine Cafe´ gibt es feinste hauseigene Patisserie, die Lobby & Piano Bar sind mittags und abends Treffpunkt der St. Petersburger Gesellschaft auf einen Aperitif. Im prachtvollen Art-Nouveau-Restaurant „L’Europe“ findet zum Dinner jeden Freitag eine Tschaikowsky-Nacht mit einem Pas de deux aus „Schwanensee“ statt. – St. Petersburg, wir müssen wiederkommen . . .

[toggle title=”Reiseinformationen in Kürze”]Die „Costa Favolosa“ wird noch bis September 2015 von Warnemünde aus auf zwei verschiedenen Routen jeweils wöchentlich nach Norwegen und ins Baltikum unterwegs sein. Die „Costa Pacifica“ läuft bis September ab Kiel die Metropolen des Nordens an, und das Slow Cruise Schiff „Costa neoRomantica“ geht bis September ab Hamburg Richtung Nordkap und Lofoten auf Kreuzfahrt. Bordsprache ist Englisch, es gibt aber deutsche Ansprechpartner. Borddurchsagen und Speisekarten gibt es auch auf Deutsch. „Costa Favolosa“: 3800 Passagiere, 1110 Mann Besatzung, 1508 Kabinen, davon 91 mit direktem Zugang zum Spa, 466 mit privatem Balkon, 122 Suiten mit privatem Balkon und 12 Suiten mit direktem Zugang zum Spa. Fünf Restaurants, 13 Bars, vier Swimmingpools und fünf Whirpools, eine Wasserrutsche mit Märchenpark für die Kleinen, Fitness und Wellness auf 6000 Quadratmetern Samsara-Spa für die Großen, Tanz- und Kochkurse, internationale Shows im dreigeschossigen Theatersaal, Grand-Prix-Rennnwagen-Simulator, Disco, Kasino, 4D-Kino, PlayStation Erlebniswelt und Squok Kinder-Club. www.costakreuzfahrten.de[/toggle]
[toggle title=”Visa”]Für über „Costa“ gebuchte Gruppen-Ausflüge ist in St. Petersburg kein Visum erforderlich, wer sich jedoch individuell in St. Petersburg frei bewegen will, sollte es rechtzeitig in Deutschland beantragen. Wer über „Petersburg-hautnah“ im Internet einen Ausflug bucht, für den erledigt die Agentur nach Absprache alle Formalitäten. Der Pass sollte noch sechs Monate gültig sein.[/toggle]
[toggle title=”Reiseliteratur-Tipp”]„Ostseekreuzfahrt“ mit 23 Cityplänen und Koordinaten-Angaben für den separaten Faltplan, 144 S., Dumont, 12,99 Euro. [/toggle]

Hinweis: Die Autorin wurde freundlicherweise zu dieser Kreutfahrt von Costa Kreuzfahrten eingeladen.

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Costa neoRomantica: Die Langsamkeit neu entdecken

Mit „Slow-Cruise“ und „Slow-Food“ will die italienische Costa-Reederei zurück zu den Kreuzfahrtursprüngen: Statt Trubel mehr Luxus und private Atmosphäre auf kleineren Schiffen (unter 800 Kabinen). Noch läuft nicht alles perfekt,…

Mit „Slow-Cruise“ und „Slow-Food“ will die italienische Costa-Reederei zurück zu den Kreuzfahrtursprüngen: Statt Trubel mehr Luxus und private Atmosphäre auf kleineren Schiffen (unter 800 Kabinen). Noch läuft nicht alles perfekt, und nicht allen Gästen hat sich das Konzept bisher erschlossen, aber der Weg klingt vielversprechen. Ich habe das „neo-Konzept“ auf der „Costa neoRomantica“ auf dem Weg von Rom nach Athen ausprobiert.

Rom/Kalamata – Viele Kreuzfahrer kommen bei Dimitris Kouvelakis in Messene wohl nicht vorbei, denn der Hafen von Kalamata, der 45 Auto-Minuten entfernt liegt, befindet sich abseits der üblichen Mittelmeerrouten. Die „Costa neoRomantica“, die mit 789 Kabinen zu den kleineren schwimmenden Hotels gehört, „ist in diesem Jahr das erste Kreuzfahrtschiff, das hier anlegt“, erzählt Fremdenführerin Helena, die aus Athen extra auf den Peleponnes angereist ist.

Dimitris Kouvelakis strahlt als wir seinen kleinen Kramladen an der Durchgangsstraße oberhalb der antiken Stadt Messene betreten. Dort scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Manche Preisschilder haben schon Patina angesetzt. Zwischen Souvenirs für Touristen und ein paar schönen Antiquitäten finden sich auch Lebensmittel für den täglichen Bedarf, zum Beispiel Feigen und Olivenöl in Blechkanistern.

Olivenöl aus Kalamata

Die Gegend um Kalamata ist berühmt für ihr hervorragendes Olivenöl. Der Mittsechziger öffnet eine kleine Blechflasche und taucht einen Zahnstocher hinein, um uns probieren zu lassen. Einfach köstlich! Der Kauf fällt leicht. Mit der typisch griechischen Gastfreundschaft holt der grauhaarige Mann eine Zwei-Liter-Flasche selbstgebrannten Tsipouro, so heißt der griechische Trester, aus dem Hinterzimmer, schenkt uns in Mini-Plastikbechern ein und bietet uns Brot an. Beim zweiten Tsipouro müssen wir passen wir.

Costa neoRomantica

Wenig bekanntes Ziel: Die antike Stadt Messene ist von Kalamata aus in einer Dreiviertelstunde erreichbar.

Durch eine abwechslungsreiche Hügellandschaft mit Feigenbäumen und uralten Olivenhainen geht es zurück zur „Costa neoRomantica“. Das Kreuzfahrtschiff liegt fast im Herzen von Kalamata, direkt an einer belebten Promenade der 70.000-Einwohner-Stadt. Dort haben wir noch reichlich Zeit für einen City- und Strandbesuch.

Kalamata ist eines der neuen Ziele auf der Route „Meisterwerke der Antike“, die von Savona bis Athen durchs östliche Mittelmeer führt, und dem jüngsten Marketing-Konzept von Costa-Kreuzfahrten geschuldet. Mit der „neoCollection“ setzt die Reederei neben dem Massenmarkt mit 3.000 und mehr Passagieren seit kurzem auf ein Nischen-Produkt: „Slow Cruise“ und „Slow Food“ sollen den Genuss des Reisens im langsameren Rhythmus auf kleineren Schiffen erlebbar machen.

Costa-Club-Mitglied und 13-maliger Wiederholer

Ein deutscher Gast in den Sechzigern, „Costa-Club-Mitglied und 13-maliger Wiederholer“, wie der Mann aus Celle stolz berichtet, vermisst den großen Theatersaal auf der „Costa neoRomantica“, ist mit den anderen Neuerungen „aber sehr zufrieden“. Vor allem lobt er das Essen und die „Enoteca“ mit über 120 Weinen, in der Sommelier Nunzio für 20 Euro wundervolle Weinproben mit den dazu passenden Käsesorten zelebriert. Wer sich lieber allein durch die Weine durchprobieren möchte, kann auch das. Wie bei einem Bankautomaten schiebt man seine Bordkarte in einen Automaten, drückt beim entsprechenden Wein auf einen Knopf, und schon fließt der Rebensaft ins Glas. Abgerechnet wird bei Abreise über die Bordkarte.

Costa neoRomantica

Ein Stück Italien auf See: echter Pizza-Holzofen. Fotos: Liane Ehlers

Manchem Gast ist allerdings gar nicht bewusst, dass er sich auf einer „Slow -Cruise-Reise“ befindet und was das eigentlich bedeutet: unbekanntere Ziele, langsamer fahren und längere Liegezeiten in den Häfen (12, 15 oder 48 Stunden). Die Langsamkeit neu entdecken, so lautet die Devise. Ausflüge in kleineren Gruppen. Mit dieser Form des Reisens will Costa zurück zu den Kreuzfahrtursprüngen. Zielgruppe sind Paare und kleine Freundeskreise.
Neu auf den „Slow-Cruise-Reisen“ ist auch das Gastronomie-Konzept, das auf der italienischen „Slow-Food-Bewegung“ basiert: Gegen kulinarische Beliebigkeit soll helfen, dass nur in den Topf kommt, was in der Ziel-Region wächst. Auf der Speisekarte sind diese Gerichte durch Mini-Schmetterlinge gekennzeichnet. Ein Angebot, aber kein Muss. Der Pizza-Holzofen mit echtem Feuer bringt ein Stück Italien auf die „Costa neoRomantica“.

Dafür, dass das neo-Konzept keine Eintagsfliege bleibt, soll auch die auf vier Jahre angelegte Kooperation mit der noblen Gastronomie-Universität in Pollenzo garantieren, an der renommierte Spitzenköche und Winzer lehren. Und dann sind da noch die abendlichen Tischzeiten zwischen 18.30 und 22.30 Uhr: Man kommt, wenn man Hunger hat; wählt den Tisch, den man möchte; mit Leuten, die man mag – alles ganz entspannt. Wer dann vielleicht doch mal warten muss? Dem hilft ein Pieper, der den Gast von der Bar zum Essen ruft, wenn der Tisch frei ist.

Statt großer Show-Bühne ist auf der „Costa neoRomantica“ feines Entertainment auf vielen Ebenen angesagt. Die Geräuschkulisse ist gedämpft, die Musikfarbe angenehm. Ein Fitness-Studio im Bug mit Blick aufs Meer und ein großes Samsara-Spa helfen Stressgeplagten bei der Entspannung. Für jüngere Kinder gibt es einen kleinen Squok-Club; für Teenager sind größere Schiffe allerdings die bessere Wahl.

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[tabs-header-group open=”one” active=”yes”] Die Reederei [/tabs-header-group]
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Zur Costa Flotte gehören 15 Schiffe. Die „neoCollection“ umfasst die drei älteren, komplett umgebauten Schiffe: „Costa neoRomantica“ (789 Kabinen), „Costa neoRiviera“ (624 Kabinen) und ab Januar die „Costa neoClassica“ (654 Kabinen). Sie steuern auch kleine, unbekanntere Häfen an. Die Liegezeiten betragen bis zu zwei Tagen.

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Am 20. Mai 2015 wir die „Costa neoRomantica“ den Hamburger Hafen erstmals im Slow-Cruise-Tempo verlassen. Die Routen führen u.a. zur Mitternachtssonne über den Polarkreis hinaus zu den Lofoten, ans Nordkap oder von Amsterdam ins Baltikum mit zwei Tagen Liegezeit in St. Petersburg. Die „Costa neoRiviera“ ist u.a. rund um Afrika, im Indischen Ozean und zu den schönsten Mittelmeerinseln unterwegs. Die „Costa neoClassica“ läuft mit Mauritius, La Reunion, Madagaskar und Mahe´ Traumziele für Hochzeitsreisende an.

Mehr Infos unter: www.costakreuzfahrten.de

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Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung von Costa-Kreuzfahrten.

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