Wusstet ihr, dass Irland auf eine über 5000 Kilometer lange Küste stolz sein darf? Dass kein einziger Ort auf der Insel mehr als 112 Kilometer vom Meer entfernt liegt? Dass es im Tiefland tausende von Seen, zahlreiche Flüsse und Torfmoore gibt? Dass es in Dublin ein Leprechaun Museum gibt, das übrigens weltweit das erste seiner Art ist, und in dem sich alles um die kleinen irischen Kobolde dreht? Dass sich die Iren in den Pubs nicht nur treffen, um zu trinken, sondern auch um zu singen, zu tanzen und zu debattieren?

Sprachreisen nach Irland

Es ist kein Klischee, dass die Iren das Pub als ihr zweites Wohnzimmer bezeichnen. Das habe ich am eigenen Leibe erfahren. Im Pub kann man ungezwungen und super einfach mit den Iren ins Gespräch kommen. Die finden es völlig normal, nach der Arbeit erst einmal ins Pub zu gehen und dann erst nach Hause. In Dublin gibt es 775 Pubs und im Rest von Irland 10 244! Das macht eine Pub-Dichte von 317 Einwohnern pro Pub. The Stag’s Head in Dublin ist eines meiner persönlichen Lieblingspubs, weil es einfach beeindruckend ist (wenn auch etwas touristisch). Im viktorianischen Stil gehalten erstreckt es sich über mehrere Etagen – von der Bühne im Keller, über die Bierhalle im Erdgeschoss bis hin zum gemütlichen ersten Stock. Die gemütlichsten Pubs findet man allerdings in den kleinen Ortschaften und es gibt in Irland wirklich keine, in der es kein Pub gäbe.

Neben der lebhaften Metropole Dublin kann ich den Nordosten besonders empfehlen, eine Gegend, die von Touristen noch nicht gut entdeckt ist und deshalb besonders „authentisch irisch“. Blacklion, an der Grenze zur britischen Provinz Nordirland, ist DER Ausgangspunkt für Wanderungen zu den zahlreichen Seen der Gegend. Der Cavan Way ist eine 25 Kilometer lange Route, die durch atemberaubende Landschaft führt. Obwohl Blacklion nur 166 Einwohner zählt, gibt es im Dorf ein Gourmet-Restaurant, das MacNean House & Bistro (soll toll sein, ich habe dort meiner Geldbörse zu Liebe allerdings nicht gegessen). Ein weiterer Ort, den ich ganz besonders liebe, ist der Glencar-Wasserfall. Unweit von Blacklion (etwas 30 Autominuten) befindet der 15 Meter hohe Wasserfall mit einem kleinen See, der den Dichter William Bulter Yeats zu dem Gedicht “The Stolen Child” inspiriert haben soll.

Mein erster Aufenthalt in Irland war übrigens eine Sprachreise mit ESL. Unter dem Motto Englisch lernen in Irland und der Hoffnung auf bessere Erfolge in den Englisch Klassenarbeiten entsandten mich meine Eltern für drei Wochen auf die grüne Insel. Was als ein wenig beliebter Sprachaufenthalt begann, sollte schließlich die erste und folgenreiche Begegnung mit meiner Urlaubsdestination Nummer 1 werden.

Foto: Flickr / martie1swart

Hinweis: Dieser Artikel wurde unterstützt von ESL-Sprachreisen.