Die MS Oosterdam hält in Wellington, der Stadt mit den vielen Gesichtern: Für die einen, ist es die coolste kleine Hauptstadt der Welt, mit einer lebhaften Kneipen-, Kunst- und Kulturszene. Für die anderen ist es ein „heiliger Ort“, denn Regisseur Sir Peter Jackson hat in der Stadt die ersten Szenen zu „Herr der Ringe“ gedreht und mit den „Weta Cave Studios“ Hollywood-Flair nach Neuseeland gebracht. Seitdem kommen zigtausende Touristen zur Mitte von Mittelerde, um Drehorte, Studios und Mini-Museum zu besichtigen.

Te Papa – Alle unsere Schätze

Alles über Neuseelands Geschichte erfahren Besucher im „Te Papa“-Nationalmuseum. „Te Papa“ bedeutet „Alle unsere Schätze“. Das imposante Gebäude am Hafen ist mehr als ein Museum, es ist eine Mischung aus historischen Schätzen und zeitgenössischer Kunst. Sein Zauber beruht auf der einzigartigen bikulturellen Partnerschaft, die die Maori als tangata whenua (Ureinwohner des Landes) anerkennt und ehrt. Interaktive Ausstellungen auf sechs Ebenen führen durch Neuseelands Flora und Fauna, Wohn- und Lebenskultur der Maori, das Zeitalter der Entdecker und ein „Erdbeben-Haus“.

Mike the Guide

Mike the Guide zeigt eine berühmte Szene aus „Herr der Ringe“, die in Wellington gedreht wurde. (Fotos: Ehlers)

Mit der MS Osterdam auf den Spuren von „Herr der Ringe“

In Wellington treffen wir „Mike the Guide“. Der 37-Jährige ist bekennender „Herr der Ringe“-Fan und ein wandelndes Lexikon auf diesem Gebiet. Noch heute ist er stolz darauf, im ersten Film einen Ork, genauer gesagt einen Uruk-hai, gespielt zu haben. „Sechs Drehtage und dann war ich zwölf Sekunden im Film zu sehen“, erzählt er lachend, als er uns in seinem silbernen 500er Mercedes durch die Straßen der Reichen und Schönen zum Mount Victoria (197 Meter), dem Panoramablick von Wellington, chauffiert.

„Hier stehen Villen, die eine Million Dollar kosten, und davor Autos für tausend Dollar, weil die Straßen so eng sind, dass ein Crash nur eine Frage der Zeit ist“, frotzelt Mike. Wellington, das eingebettet zwischen zwei Weinbauregionen liegt, ist nicht nur Film- und Hauptstadt, sondern auch die Stadt der Cable Cars. Es gibt nicht nur die große rote Bahn, die Besucher zum Botanischen Garten, Lady Norwoods Rose Garden und zum Carter Observatorium hinauf bringt, sondern über 400 kleine private. Weil die Häuser wie Adlernester in den Berg gebaut sind, kann man sie oft nur so erreichen.

Gollum und Co. lassen grüßen

Im Weta Cave-Shop: Gollum und Co. lassen grüßen.

Blick hinter die Kulissen

Auf dem Rückweg besuchen wir den Ort, an dem die ersten Szenen zu „Herr der Ringe“ gedreht wurden. Während der Fahrt zum ehemaligen „Chocolate Fish Cafe´“ (heute „Scorch-o-Rama“), dem Treffpunkt von Stars und Filmcrew in den Drehpausen, kommen wir auch an Peter Jacksons Haus am Scorching Bay vorbei. Ein Besuch im Multimedia-Mini-Museum „Weta Cave“ mit Souvenir-Shop erlaubt uns einen Blick hinter die Kulissen von „Weta Workshop“.

Er raubt uns die Film-Illusionen: Rüstungen, Schwerter, Kettenhemden und Super-Waffen – alles nur aus Plastik. „Unter einer 60-Kilo-Ritterrüstung aus Metall würde jeder Darsteller schnell zusammenbrechen“, erklärt unser Guide.

Neuseeländer feiern den Waitangi Day

Neuseeländer feiern den Waitangi Day.

Feiern am Waitangi-Day

Zurück in der City lenken laute Musik und schrill geschminkte Menschen in bunten Kostümen unsere Schritte in den Waitangi Park. Der 6. Februar ist „Waitangi Day“, ein Gedenk- und nationaler Feiertag. Am 6. Februar 1840 setzten in Waitangi auf der Bay of Islands 43 Maori-Häuptlinge ihre Unterschrift oder ihr „moko“ – das der Gesichtstätowierung nachempfundene Häuptlingssiegel – unter einen vom späteren britischen Gouverneur William Hobsen vorgelegten Vertrag, den „Treaty of Waitangi“. Fünf Monate später wurde Neuseeland Kronkolonie. Doch der englische und der maori-Vertrag hatten nicht denselben Inhalt. Die Briten hatten die Maori gelinkt. Erst ab 1975 arbeitete das Waitangi-Tribunal das gegen die Maori begangene koloniale Unrecht der Vergangenheit auf.

[tabs][tab title=Anreise]Flugverbindungen nach Sydney und Neuseeland gibt es von Deutschland aus über zahlreiche internationale Drehkreuze u.a. mit Air New Zealand, Singapore Airlines oder Emirates. Mehr Infos über Neuseeland unter: www.newzealand.com[/tab] [tab title=Schiff und Reederei]Die MS Oosterdam ist ein klassisch-elegantes Kreuzfahrtschiff. Passagierkapazität: 1.916; Besatzung: 817. Sie verfügt über elf Passagierdecks. Bordsprache ist Englisch, aber es gibt Mitarbeiter an der Rezeption, die Deutsch sprechen und eine Speisekarte auf Deutsch. Holland America Line ist eine der großen Kreuzfahrtgesellschaften mit europäischen Wurzeln, deren Geschichte bis ins vorletzte Jahrhundert zurück reicht. Zur Flotte gehören 15 Premiumschiffe mittlerer Größe, die unter niederländischer Flagge fahren. Bei den Readers Choice Awards 2012 des renommierten „Porthole Cruise Magazins“ wurde Holland America Line in acht Kategorien ausgezeichnet, darunter „Beste Alaska-Routen“, „Beste Landausflüge“ und „Beste Privatinsel für Half Moon Cay“. Weitere Infos unter: www.hollandamerica.com[/tab] [tab title=Hilfreiche Tipps]Reiseführer „Sydney“ mit City-Map von Dumont und „Reise-Handbuch Neuseeland“ von Dumont[/tab][/tabs]
>> Hier geht's zu den besten Angeboten für Kreuzfahrten inkl. Flug