Die Geschichte Zentralamerikas wurde von zahlreichen Kriegen, Okkupationsbewegungen aus Asien und Europa und vielen Naturkatastrophen geprägt. Im Folgenden zeige ich Euch einige der wichtigsten Denkmäler, die für jeden Urlauber und Reiselustigen an oberster Stelle stehen sollten, wenn man in Costa Rica, Belize, Guatemala und Co besucht.  

Steinkugeln in Costa Rica

Steinkugeln, Costa Rica

Diese geheimnisvollen Kugeln, die von den Einheimischen Las Bolas genannt werden, stammen aus der Diquís-Kultur, die in Costa Rica von circa 700 u.Z. bis 1530 u.Z. existierte. Die landesweit bekannten Kugeln sind an verschiedenen Orten in Costa Rica zu finden und von zahlreichen Mythen umrankt, so zum Beispiel, dass sie aus Atlantis kamen.

Nohmul in Belize

Nohmul, Belize

Nohmul wurde um 900 n. Chr. entdeckt und war für Touristen nie zugänglich. Vor Kurzem wurde dieses bemerkenswerte Denkmal von Arbeitern mit Bulldozern abgetragen, um die Steine beim Straßenbau zu verwenden. John Morris, Associate Director of Research beim Archäologischen Institut Belize: „Das Archäologische Institut wird diese Gelgneheit nutzen, um eine nationale Kampagne mit dem Ziel des Erhalts und Schutzes der Nationaldenkmäler zu starten.“

Tikal, Guatemala

Tikal, Guatemala

Das von der UNESCO anerkannte Weltkulturerbe Tikal, das aus dem 4. Jahrhundert v.Chr. stammt, ist eine der größten archäoligischen Stätten der Maya-Kultur und birgt eine Vielzahl von Tempeln, Skulpturen, Grabmälern und Statuen.

Copán-Ruinen, Honduras

Copán-Ruinen, Honduras

Die Copán-Ruinen sind eine beliebte Touristenattraktion und ziehen vor allem jene Reisenden an, die sich für Maya-Architektur, -Skulpturen und die berühmte Hieroglyphentreppe (siehe Abbildung oben) interessieren. Die Umgebung der Copán-Ruinen ist eines der wichtigsten Forschungsgebiete Zentralamerikas.

Brüllaffenstatue, Copán, Honduras

Brüllaffenstatue, Copán, Honduras

Brüllaffen hatten in der Maya-Kultur große Bedeutung, denn sie wurden als Götter betrachtet. Diese gut erhaltene Statue in Copán ist eines der besten Beispiele. Der amerikanische Forschungsreisende John Lloyd Stephens beschrieb sie so: „Ernst und feierlich, als laste eine emotionelle Verletzung auf seiner Seele, als wache er über die geweihte Erde.“

Tazumal, Chalchuapa, El Salvador

Tazumal, Chalchuapa, El Salvador

Die Direktübersetzung von Tazumal, einer der bedeutendsten und am besten erhaltenen Ruinenstätten Zentralamerikas, lautet „die Pyramide (bzw. der Ort), an dem die Opfer verbrannt werden“. Es wird geschätzt, dass hier bereits 5000 v. Chr. Siedlungen existierten. Zahlreiche Artefakte wurden hier entdeckt, wie z.B. eine lebensgroße Statue von Xipe Totec, einem Nahuatl-Gott.

Maskentempel, Lamanai, Belize

Maskentempel, Lamanai, Belize

Der Maya-Tempel von Lamanai ist mit zahlreichen Masken bedeckt, die viele Charakteristika mit der Ikonographie der Olmeken gemeinsam haben. Eine im Jahr 2011 von Archäologen entdeckte Wand wies identische Masken auf – ein für die Architektur der Maya typisches Merkmal.

Compañía de Jesús, Panama City, Panama

Compañía de Jesús, Panama City, Panama

Das um 1741 erbaute Gebäude wurde als religiöse Schule, Kirche und Universität genutzt, verfiel aber nach einem Feuer im Jahr 1781 und einem Erdbeben im Jahr 1882 zusehends. 1983 begann man mit den Renovierungsarbeiten, um es letztlich wieder für die Bevölkerung zugänglich machen zu können. Kein Austauschstudent, der in Panama Spanisch lernt, sollte sich diesen Anblick entgehen lassen.

Olmeken-Kolossalköpfe, Guatemala (und Mexiko)

Olmeken-Kolossalköpfe, Guatemala (und Mexiko)

Diese beeindruckenden Statuen stammen aus der olmekischen Kultur Mesoamerikas. Die 17 bekannten Köpfe enstanden um 900 v.Chr., wenn nicht sogar früher. Die meisten befinden sich im heutigen Mexiko – in Tabasco und Veracruz. Ein Exemplar ist in Zentralamerika zu finden (in Takalik Abaj, Guatemala).

Fotos: hfr