Hamburg von oben – ein anderer Blick auf die Hansestadt

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Der Blick von oben auf die Welt ist keine natürliche Perspektive für uns Menschen. Und vielleicht faszinieren uns diese Anblicke gerade deshalb so sehr und ziehen uns in ihren Bann. Auch wenn ich große Höhen nicht besonders angenehm empfinde, so suche ich auf Reisen doch immer den höchsten Punkt, den ich finden kann. Das World Trade Center in New York, der Bitexco Financial Tower in Saigon, die Klippen der Niagara Fälle oder der Grand Canyon Skywalk sind nur einige Höhen, die ich „erklimmt“ habe. Erst dann eröffnet sich mir ein Ort erst richtig.

Selbstverständlich geht es mir auch in Hamburg immer so, wenn ich in der Stadt bin. Deswegen habe ich einmal drei „luftige Orte“ in der Hansestadt zusammengetragen, die übrigens alle an einem Tag besuchbar sind. Und zwar klimaneutral zu Fuß (es kommen ca. 10-12 Kilometer Wanderung zusammen). Als Add-on gibt es einen Ort, der (hoffentlich) bald wieder einen atemberaubenden Blick über Hamburg ermöglicht.

Nächtlicher Blick auf Radisson Hotel und FernsehturmDas höchste Hotel der Stadt: Das Radisson Blu

Das eindrucksvolle 27-stöckige Hotel bietet mit 118 Metern Höhe einen atemberaubenden Ausblick auf die Binnen- und Außenalster, mit ihren zahlreichen weißen Segelbooten. Auch wenn ich in Hamburg eher die Elber der Alster vorziehe – bei diesem Blick komme ich doch ins Nachdenken. Und spätestens der Blick aus dem Fenster meines Zimmers, bei dem die Morgensonne meine Nase kitzelt, lässt mich meine Entscheidung zumindest noch mal überdenken. Und das Dank dem höchsten Hotel Hamburgs, welches übrigens seit 2010 unter Denkmalschutz steht.

Durch die zentrale Lage (direkt neben der Messe) bietet sich das Radisson Blu perfekt für einen Aufenthalt in Hamburg an: Direkt nebenan schlägt Hamburgs grünes Herz „Planten un Blomen“, eine weitreichende Parkanlage. Durchwandert man diese von einem Ende zum anderen, trifft man auf zwei Hamburger Extreme: auf der einen Seite das alternative Schanzenviertel mit zahlreichen Restaurants, Cafés und Kneipen, auf der anderen Seite der glamouröse Jungfernstieg mit Ladengeschäften der teuersten Marken der Welt. Auch nicht weit entfernt ist der Michel, ein Wahrzeichen in der historischen Altstadt: Meine nächste Station, beim Rundgang „Hamburg von oben“.

Blick auf den Hamburger MichelEin Muss: der Hamburger Michel

Bis es die Elbphilharmonie gab, war er „das“ Wahrzeichen von Hamburg. Der Michel – oder genauer gesagt die evangelische Hauptkirche St. Michaelis. Für touristische Besucher und Hamburger gleichermaßen ist der Michel ein echter Publikumsmagnet. Er ist zentral gelegen und von fast allen anderen touristischen Highlights fußläufig erreichbar. Auch wenn mit dem Namen die ganze Barockkirche bezeichnet wird, meinen die meisten, wenn sie vom Michel reden, den 132 Meter hohen Turm der Kirche, der die meisten Gebäude der Innenstadt überragt und aus vielen Blickwinkeln zu sehen ist. Wer sich die 452 Stufen des Turms hochgekämpft hat (ich hab den Fahrstuhl benutzt), den erwartet ein fantastischer Rundumblick über Hamburg und insbesondere auf den Hamburger Hafen. Für mich ist klar: Ein echter Hamburger muss auf jeden Fall in seinem Leben einmal auf dem Michel gewesen sein. Alle anderen auch.

Blick aus der Skyline 20up BarAuf einen Drink in luftiger Höhe – 20 Stockwerke hoch

Nach einem langen Tag, wenn die Füße vom vielen gehen schmerzen, gibt es nichts Schöneres als einen leckeren Drink. Ich persönlich bevorzuge dann einen Gin Tonic. Eine reichhaltige Auswahl hat man in der Skyline Bar 20 Up – direkt zwischen Reeperbahn und Elbe gelegen. Im 20. Stockwerk des Empire Riverside Hotels in gut 90 Metern Höhe hat man durch die sieben Meter hohen Panoramafenster einen einzigartigen Blick auf den Hamburger Hafen und die Elbe. Weintrinkern mit Hang zu luftigen Höhen sei übrigens die „Weinbar 26“ im 26. Stockwerk des Radisson Blu empfohlen.

Blick auf den FernsehturmBald wieder da: Der Blick von Hamburgs höchstem Gebäude

Das höchste Gebäude der Stadt ist mit rund 280 Metern der Hamburger Fernsehturm, der in der Hansestadt auch den Spitznamen „Tele-Michel“ trägt. Bis 2001 war es noch möglich die Aussichtsplattform und das Dreh-Restaurant zu besuchen. Seitdem kann man leider nur zu ihm auf- aber nicht von ihm herabschauen. Das soll sich ändern: Die Pläne zur Wiedereröffnung werden immer konkreter, ab 2023 – so der Plan – soll er wieder zugänglich gemacht und einen weiteren atemberaubenden Blick von oben liefern.


Hinweis in eigener Sache: Die Reise für diesen Beitrag wurde zum Teil unterstützt von Veranstaltern, Hotels, Fluglinien und/oder Tourismus-Agenturen. Wir legen sehr großen Wert auf eine unabhängige und neutrale Berichterstattung, daher sind die Meinungen, Eindrücke und Erfahrungen der jeweiligen Autoren ihre eigenen.

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