Hamburg meine Perle, du wunderschöne Stadt, du bist mein zu Haus, du bist mein Leben, bist die Stadt auf die ich kann – So, wie Lotto King Karl in der „Fußball-Hymne des HSV“ seine Stadt besingt, habe ich Hamburg noch nicht gesehen. Auch wenn die Stadt nur etwa eine Stunde von Kiel entfernt liegt, und auch, wenn ich selbst über sechs Jahre dort gearbeitet habe. Hamburg und ich, wir haben uns bisher gekannt aber nicht geliebt. Ob sich das bei meinem letzten Besuch geändert hat? Ein Selbstversuch…

Ja, klar! Ich liebe Städte, die am Wasser liegen: Barcelona, Sydney, Lissabon, selbst Kiel und ja, ich mag auch den Hamburger Hafen. Die Elbschiffe, die Containerhäfen, die riesigen Docks, diese ganze Hafenatmosphäre und das rege Treiben dort sind einfach fantastisch. Und deshalb führte mich mein erster Weg, nachdem ich das „Hamburg Marriott Hotel“ am Gänsemarkt bezogen habe, mit der S-Bahn zum Hafen. Viele Bilder erinnerten mich an meinen früheren Arbeitsweg. Damals bin ich auch vom Hauptbahnhof mit der S-Bahn nach St. Pauli gefahren, wo mein Büro lwar. Für viele, die die Stadt zum ersten Mal besuchen, ein echter Tipp: Kauft eine Hamburg-Card (ab 9.50 €). Damit kann man nicht nur die S-Bahn, U-Bahn und die Busse der Stadt benutzen. Man kann auch von den Landungsbrücken mit dem Schiff weiterfahren. Die Hafenfähren gehören zum HVV (Hamburger Verkehrsverbund) und können mit der Card kostenlos genutzt werden.

Die Sonne lädt zu einer Schiffstour ein

Und genau das habe ich auch vor. Ein sonniger Herbsttag lädt zu einer kleinen Schiffstour auf der Elbe ein. Also ab an die Landungsbrücken, rauf auf den Kahn und Leinen los in Richtung Finkenwerder oder zum Elbstrand. Auf halber Strecke entscheide ich mich allerdings auszusteigen. Das schiefe Gebäude am Rand der Elbe und direkt neben dem „Hamburg Cruise Center Altona“ kenne ich aus diversen Filmen. “Dockland” heißt es. Gefühlte 500 Treppenstufen später, hat man auf dem Gebäude einen wunderschönen Ausblick auf den Hafen und die Elbphilharmonie. Das Jahrtausendbauwerk und die größte Baukatastrophe Hamburgs. Wenn aber die Kräne irgendwann mal vom Haus verschwunden sein sollten, reiht sich das Bauwerk ganz sicher in die Reihe der Oper in Sydney oder der Freiheitsstatue in New York ein.

Blick vom Dockland Hamburg

Das 25 Meter hohe “Dockland” bietet einen tollen Blick auf den gesamten Hafen von Hamburg.

Vor dem Cruise Center befinden sich kleine rote Häuserreihen, in denen viele Fischhändler und inzwischen auch schon einige Agenturen zu finden sind. Hier strömt einem der Geruch von frischem Fisch durch die Nase. Wer bei dem Gedanken Hunger bekommet, für den habe ich ein Tipp: Das italienische Restaurant „Lust auf Italien“ nicht verpassen. Ich war früher oft in der Mittagspause dort essen und die Nudelgerichte sind wirklich super. Das Flair ist urig: Gäste sitzen auf Bänken ohne Tischtücher und bestellt wird alles am Tresen.

Große Elbstraße ist sehenswert

Weiter geht’s zu Fuß die Große Elbstraße zurück in Richtung Stadt. Diese Straße ist sehenswert und berühmt. Viele Filme wurden hier gedreht. Am Wochenende findet früh morgens der weltbekannte Fischmarkt statt. Jeden Sonntag kommen etwa 70.000 Besucher. In der renovierten Markthalle am Anfang der Straße kann zu Live-Musik getanzt werden.

StrandPauli Hamburg

Strandfeeling mit Hochhäusern im Hintergrund. StrandPauli ist einer von den Strandbars, die an der Elbe aufgemacht haben.

Kurz vor den Landungsbrücken wird es komisch karibisch. Eine Insel mitten in der Stadt? StrandPauli, aufgebaut wie eine Insel mit viel Strandsand, ausgestattet mit Liegestühlen, Bänken und jeder Menge rostiger Details. Im Sommer müssen sich hier die Massen tummeln und auch heute, an diesem schönen Herbsttag, ist es relativ voll. Trotzdem ist es schön, den großen Pötten auf der Elbe hinterherzuschauen. Wenn es das Wetter zulässt lohnt es sich, hier ein paar Stunden zu verweilen.

Ruhe scheint ein Fremdwort zu sein

Für mich geht’s über den großen Rathausmarkt zurück ins Hotel. Das „Hamburg Marriott Hotel“ liegt direkt am Gänsemarkt, ganz nah am Jungfernstieg, an der Alster und an all den tollen Einkaufsstraßen in Hamburg. Ausgestattet mit einem Schwimmbad, einer Sauna und einem großzügigen Spa-Bereich kann man sich von den Strapazen des Tages ausruhen. Mein Zimmer ist geräumig und ich blicke direkt auf den Gänsemarkt, an dem gerade eine Demonstrationszug vorbei zieht. Auf dem Markt selbst findet eine Art Flohmarkt statt. Hamburg ist quirlig, Ruhe scheint für die Hanseaten ein Fremdwort zu sein. Ich vergleiche das gerne mit Wien: Die Stadt ist auch groß und trotzdem scheinen die Uhren da langsamer zu gehen. Meine Ruhephase finde ich heute in der Sauna des Hotels. Bewaffnet mit Bademantel und Latschen heißt es auch für mich schwitzen und erholen für das Spätprogramm.

Hamburger Rathaus

Das Hamburger Rathaus wurde 1897 durch verschiedene Baumeister im historistischen Stil der Neorenaissance errichtet. Heute ist es der Sitz der Landesregierung und des Senats der Hansestadt Hamburg.

Turm vom Hamburger Rathaus

Der Turm vom Hamburger Rathaus hat eine Höhe von 112 Metern.

Den Abend lass ich, anders als andere Besucher, nicht auf der Reeperbahn ausklingen. Mein Ziel ist die „Motte e.V.“, ein kleines Veranstaltungszentrum im Herzen von Altona. Die Band „Mama said“ gibt dort heute ihr Abschiedskonzert, bevor sie sich nach 13 Jahren auflöst. Mit einer großen Portion alternativen Rock geht’s für mich gegen 23 Uhr mit der S-Bahn zurück zum Hotel.

Hamburg meine Perle, du wunderschöne Stadt?

Teilweise gebe ich dem Lotto ja Recht, es gibt wirklich schöne Ecken in Hamburg. Der Hafen mit seinem besonderen Charme gehört für mich definitiv dazu. Genauso wie das Schanzenviertel und die Hafencity. Bald komme ich wieder und dann bekommen auch die anderen Ecken Hamburgs ihre Chance. Versprochen!

 Hinweis: Der Autor wurde vom Hamburg Marriott Hotel zu dieser Reise eingeladen.