Kategorie: Kroatien

Kroatien – Traumziele erreichen mit einer Fernreise, mit Reisen nach Europa und in alle Welt. Immer noch nicht sicher, wohin der nächste Urlaub gehen soll? Im Reisemagazin breitengrad53.de gibt’s die besten Urlaubstipps und Reportagen über Traumreisen, Kreuzfahrten und Urlaubsziele. Die besten Angebote gibt’s hier…

Inselhopping in Kroatien

Tourismus hat in Kroatien schon seit Ende des 19. Jahrhunderts eine lange Tradition, seit einigen Jahren erfährt er eine großartige Renaissance. Türkisblaues, klares Wasser und flache Kiesel-/Sandstrände machen die Kvarner Bucht zu einem beliebten Ziel für Familien. Wer dem Rummel am Strand entgehen will, findet im Inselhüpfen mit einem Motorsegler von I.D. Riva Tours eine abwechslungsreiche Alternative.

Tourismus hat in Kroatien schon seit Ende des 19. Jahrhunderts eine lange Tradition, seit einigen Jahren erfährt er eine großartige Renaissance. Türkisblaues, klares Wasser und flache Kiesel-/Sandstrände machen die Kvarner Bucht zu einem beliebten Ziel für Familien. Wer dem Rummel am Strand entgehen will, findet im Inselhüpfen mit einem Motorsegler von I.D. Riva Tours eine abwechslungsreiche Alternative. Die Entdeckung der vielen Gesichter von Kroatiens märchenhafter Inselwelt lässt sich auf einer Kreuzfahrt in Kroatien mit einem Tauch- und Badeurlaub auf kongeniale Weise verbinden. Mit einem Mini-Cruiser wie der „M/Y Vita“ hat man das schwimmende Hotel stets dabei.

Badespaß für Jung und Alt bei einer Kreuzfahrt in Kroatien

Kapitän Silvio Vukovic (54) kennt  das Segelrevier an der kroatischen Adriaküste wie seine Westentasche. Der große, dunkelhaarige Mann mit den strahlenden Augen liebt und lebt seinen Job, den er seit über 30 Jahren macht – früher auf der „MS Mirabela“, einem Motorsegler,  und seit 2014 auf der „M/Y Vita“, die nach seinen und den Vorstellungen seiner Gäste gebaut wurde.

Silvio Vukovic ist nicht nur Kapitän, sondern auch Eigner der 37-Meter-Yacht, die mit 18 klimatisierten Kabinen Platz für 38 Gäste bietet.  Auch die Söhne Branimir und Petar packen fleißig mit an, wenn es heißt, in einer Bucht den Anker auszuwerfen und mit der Leine ans gegenüberliegende Ufer zu schwimmen, um das Schiff sicher zu vertäuen. Danach werden die beiden Badeleitern am Heck ins Wasser gelassen. Erwachsene und Kinder stehen dann gleichermaßen in den Startlöchern, um sich bei 38 Grad Lufttemperatur ins kristallklare, türkisblaue Wasser der Adria zu stürzen. Mit knapp fünf Jahren sind die Zwillinge Emilia und Konstantin aus Passau die jüngsten, Annelie (78) und Bodo (80) aus München die ältesten Passagiere.

Männer werden wieder zu Kindern im Wettkampf um den weitesten „Köpper“ über eine Schwimmnudel. Sie haben ebenso ihren Spaß daran wie die ganz Kleinen und älteren Jugendlichen. Neueste Schnorchel-Masken werden zur Erprobung ausgetauscht, über Seeigel, Seegurken und Fischschwärme wird gefachsimpelt. In der familiären Atmosphäre an Bord werden auch die Gäste, die für sieben Tage an Bord bleiben, schnell zu einer großen Familie auf Zeit.

Festival-Stadt Rijeka

Begonnen hat unsere Reise durch die Kvarner Bucht – eine Melange aus Inseln, Küste und Gebirge – im Hafen von Rijeka, der drittgrößten Stadt Kroatiens, die für ihre Altstadt, ihr Nachtleben, ihren Karneval und ihre zahlreichen Festivals bekannt ist. Wer der Sommerhitze der Küste einmal entfliehen will, ist in kürzester Zeit in einem Wald und in den Bergen im Ucka-Gebirge, im Platak-Gebirge oder auf der Hochbene Gorski mit ihren Nationalparks.

Sonnabendmittag heißt es in Rijeka Leinen los, und die „M/Y Vita“ bringt uns zwei Stunden später in die erste einsame Badebucht. Die große Hitze tangiert uns nicht, denn auf dem Wasser weht immer ein leichter Fahrtwind und das Sonnendeck  mit den bequemen  Rattan-Liegen ist durch ein leicht transparentes Dach geschützt. Mit einem kühlen Drink lässt sich auch die größte Hitze gut ertragen. Der erste Seetag endet am Abend im Hafen der rummeligen Insel Krk. In einer Konoba (kleines Restaurant) genießen wir frische Meeresfrüchte und kroatischen Wein.

Zauberhaftes Rab

Mit dem Frühstück um 8 Uhr läuft die „M/Y Vita“ am nächsten Morgen aus, um an diesem Seetag zweimal in einer Badebucht Halt zu machen. Es ist früher Abend, als wir den Hafen von Rab erreichen. Die Altstadt mit ihren Bauten aus der Frühromanik und  den vier Glockentürmen gleicht einem Viermaster. Der höchste Glockenturm misst 26 Meter und gehört zur ehemaligen Kathedrale der heiligen Maria zur Himmelfahrt. Seinen Zwillingsbruder werden wir in Zadar entdecken, das wir auf unserer siebentägigen Tour ebenfalls besuchen.

Im 2000 Jahre alten Rab bringt uns Guide Janna die Geschichte und die Sehenswürdigkeiten der durch die Venezianer geprägten Stadt näher, die auf der gleichnamigen Insel liegt. Zu ungewöhnlicher Berühmtheit gelangte Rab 1936, als der britische Ex-König Edward bei einem Besuch mit seiner Geliebten Wallis Simpson auf der Liebesinsel einen Nacktbadestrand eröffnete. FKK kam allerdings erst zu Titos Zeiten so richtig in Mode, genießt aber bis heute in Kroatien einen hohen Stellenwert.

Gute Stimmung an Bord

Die Stimmung an Bord ist blendend. Es kommt keine Langeweile auf, die größeren Kinder spielen mit den kleinen Puzzle oder ein Ratespiel, wenn sie nicht gerade im azurblauen Wasser der Adria  herumtoben.  Ein kleines, engagiertes Team schmeißt den Laden an Bord, und jeden Morgen um 8 Uhr läutet die Glocke zum Frühstücksbuffet, um 12.30 Uhr noch einmal zum Mittagessen. Dazwischen gibt es Obst nach Lust und Laune bis wir die nächste geschützte Badebucht anlaufen.

Täglich zaubert der Koch in der kleinen Kombüse erstaunlich leckere Drei-Gänge-Menüs, die von den Kellnern Kruno und Gloria an schön gedeckten Tischen serviert werden. Die beiden sorgen auch für den Getränkenachschub von der Bar, die sich zwischen klimatisiertem Salon und überdachtem Outdoor-Restaurant befindet. Jeden Abend liegt das Schiff in einem anderen Hafen, und die Gäste können die Städtchen und die landestypische Küche in einer Konoba entdecken. Neben Rab und Krk haben wir Gelegenheit, reizvolle Städtchen wie Cres, Sali oder Mali Losinj zu erkunden.

Kornati-Nationalpark

Zu den Höhepunkten der Reise, die auch in Rijeka endet, gehört sicherlich die Durchquerung des Nationalparks Kornati, mit 147 Inseln die größte und dichteste Inselansammlung im Adriatischen Meer. Schon Nobelpreisträger George Bernhard Shaw schrieb: „Am letzten Schöpfungstag wollte Gott sein Werk krönen, so schuf er aus Tränen, Sternen und Atem die Kornaten.“

Reiseinfos in Kürze zur Kreuzfahrt in Kroatien

Anreise: Mit dem Auto oder Zug. Direktflüge ab Hamburg und Düsseldorf (ca. 1.15 Std.) nach Krk-Rijeka gibt es mit Germanwings. Der Transfer nach Rijeka dauert je nach Verkehrslage ca. 30 bis 40 Minuten. Die Ein- und Ausschiffung erfolgt immer sonnabends von 11 bis 13 Uhr. Pkws können ab 9 Uhr für diese Woche in einer Tiefgarage untergestellt werden.

Veranstalter: Die „MY Vita“ gehört zur I.D. Riva-Flotte und ist das neueste und komfortabelste Schiff von Riva Tours. Die Saison dauert  von April bis Oktober. Gebucht werden können diese und ähnliche  Kreuzfahrten – auch in Verbindung mit Radfahren und Wandern – in Reisebüros, bei I.D. Riva Tours, Neuhauser Str.27, 80331 München, Tel. 089/2311000 oder im Internet. www.idriva.de Preise: Badefahrten für 7 Tage inkl. 5 Tage HP, 2 Tage VP, Captains-Dinner und Ausflügen kosten pro Person im September von € 369,- bis € 799,-Euro.

Hotel-Tipps: Luxus beim Vorübernachten bietet das 4-Sterneplus-Hotel „Kvarner Palace“ www.kvarnerpalace.info

in Crikvenica mit einen Blick auf die Kvarner Bucht und die umliegende Inselwelt, es ist in 30 Minuten zu erreichen. – Das „Botel Marina“ www.botel-marina.com/de/botel st ein Hostel, es liegt im Zentrum von Rijeka, nur wenige Gehminuten vom Riva-Tours-Anleger entfernt.

Reiseliteratur: „Kroatien“, Hubert Beyerle, Dumont, 440 S., 24,99 Euro

Mehr zu Kroatien findet man auf http://www.visit-croatia.eu/de/

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung

Keine Kommentare zu Inselhopping in Kroatien

Kaiser Franz-Josef reloaded

Das kroatische Opatija, das zu Zeiten der k.u.k.-Monarchie noch Abbazia hieß und zu Österreich-Ungarn gehörte, bietet Urlaub auf hohem Niveau. Viel Geld wurde in die Renovierung der Villen aus der Gründerzeit gesteckt. Auch im Heilbad Crikvenica wurde kräftig investiert. Es hat sich gelohnt, der Tourismus an der Kvarner Bucht boomt wie nie.

Das kroatische Opatija, das zu Zeiten der k.u.k.-Monarchie noch Abbazia hieß und zu Österreich-Ungarn gehörte, bietet Urlaub auf hohem Niveau. Viel Geld wurde in die Renovierung der Villen aus der Gründerzeit gesteckt. Auch im Heilbad Crikvenica wurde kräftig investiert. Es hat sich gelohnt, der Tourismus an der Kvarner Bucht boomt wie nie.

Mit dem Flieger ab Hamburg dauert die Anreise nur eindreiviertel Stunden. Der Ausblick auf die azurblaue Adria ist grandios, bevor die Eurowings-Maschine auf dem kleinen Flughafen Rijeka-Krk landet. Der Urlaub in Kroatien kann beginnen. Kaiser Franz-Josef hatte nicht zu viel versprochen, als er – damals noch mit dem Luxus-Zug – seine Sisi zum ersten Mal nach Abbazia, dem heutigen Opatija, brachte. Das schöne Ambiente und das mediterrane Klima am Rande des Ucka-Gebirges ließen keine Wünsche offen.

Jugendstil-Villen prägen Stadtbild

In der kurzen  Epoche zwischen Mitte des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts prägte der Habsburger Adel die Kvarner Bucht nachhaltig. Doch nicht nur Aristokraten, auch Künstler und die Bourgeoisie kurten damals im Winter an der altösterreichischen Riviera. Noch heute atmet man in Abbazia auf Schritt und Tritt k.u.k.-Atmosphäre.

In keinem anderen der einst mondänen Seebäder sind so viele Prachtbauten  erhalten geblieben wie in Opatija, nur wenige  verfallen wegen ungeklärter Eigentümerverhältnisse leider immer noch. Mehr als 30 Villen im Jugendstil und im Historismus prägen das Stadtbild des 12.000-Einwohner-Ortes. Fast jede hat ihre ganz eigene Geschichte. Seit einigen Jahren kehrt der Glanz der Habsburger zurück. Mit viel Geld wurden die „alten Kästen“ renoviert, um sie auf ein hohes  Niveau zu bringen.

Sauna mit „Kaiserin Sisi“

Ein gutes Beispiel dafür ist das Vier-Sterne-Plus-Hotel Miramar, das  jetzt einer österreichischen Hotelier-Familie gehört. Als Herzstück des Miramar-Resorts thront die 1890 erbaute, fast zur Ruine verkommene und 2004 kernsanierte Villa Neptun direkt über der Kaiser-Franz-Josef-Promenade am Meer. Rund um die Villa Neptun gruppieren sich  in einem mediterranen Park fünf weitere Gäste-Villen. Das einstige Traumschloss der Gräfin Laura Henckel-Donnersmark war ein beliebtes Ziel prominenter Gäste, die zwar zentral, aber abseits der Massen residieren wollten.

Das abwechslungsreiche Unterhaltungsprogramm für erwachsene Gäste, das exquisite Essen von Küchenchef Arthur Berger und der große Spa-Bereich – mit drei Schwimmbädern und mehreren Saunen – sorgen dafür, dass das Miramar zehn Monate im Jahr gut besucht ist. Da wundert es mich nicht, in der Sauna auf „Kaiserin Sisi“ zu treffen. Wo sonst könnte die österreichische Staatsmeisterin im Saunaaufguss, Liane Murlasits, einen Sisi-Aufguss mit vier verschiedenen Düften und Musik passender zelebrieren als dort.

Urlaub in Kroatien: Treffpunkt der Reichen und Schönen 

„Lungomare“ nennen die Einheimischen die Flaniermeile entlang der Felsenküste, die um die Jahrhundertwende gebaut wurde. Der zwölf Kilometer lange Weg mit Blick aufs türkisblaue Meer verbindet die fünf idyllischen Küstenorte Volosko, Opatija, Ičići, Ika und Lovran. 1996 wurde er als Hommage an die Blütezeit unter den Habsburgern offiziell nach dem österreichischen Kaiser „Promenade Franz Josef I.“ benannt. Trotz deutlicher Spuren einer wenig romantischen politischen Ära in den darauf folgenden Jahrzehnten hat der „Lungomare“ nicht an Reiz verloren, er gilt noch immer als eine der schönsten Meerespromenaden der Welt.

Begonnen hatte Abbazias Karriere als Winterkurort der Reichen und Schönen mit der Villa Angiolina, die in den Park Angiolina eingebettet liegt.  1844  hatte der Reeder Iginio Scarpa die eher schmucklose Villa in ein hübsches Sommerschlösschen verwandelt. Er lud namhafte Freunde ein, und immer mehr Prominente kamen  in den Ort – 1860 auch die österreichische Kaiserin Maria Anna. Jetzt befindet sich in der Villa Angiolina das Stadtmuseum mit einer Touristeninformation. Im Park Angiolina haben seit 1855 mehr als 150 Pflanzen aus aller Welt eine neue Heimat gefunden – darunter auch die Kamelie, Wahrzeichen Opatijas, die die Stadt im Frühjahr in ein rosa Blütenmeer taucht.

Das vermutlich älteste Hotel in Abbazia ist das Hotel Kvarner (früher  Quarnero), das ursprünglich ein Lungensanatorium war. 1884 nach einem Brand als Luxushotel wiedereröffnet, ist der Kristallsaal ist bis heute ein glanzvoller Treffpunkt der Stadt. Die Villa Amalia wurde 1890  als Dependance des Hotel Quarnero eigens „für die besseren Gäste“ errichtet, zu denen die deutsche Kaiserfamilie ebenso zählte, wie die berühmte amerikanische Tänzerin Isadora Duncan und der Schriftsteller Thomas Bernhard.

Obwohl der Tourismus in Opatija mehr denn je boomt, sind „von den 28 Hotels 23 im Winter geschlossen“, hat mir Fahrer Ivo schon auf dem Transfer vom Flughafen KrK erzählt. Neue Hotels in der Kvarner Bucht und in Opatija werden jetzt mit einem größeren Spa- und Freizeitbereich für Familien mit Kindern gebaut, um so die Saison zu verlängern.

K.u.k.-Atmosphäre im Kvarner Palace

Einem Bruder-Zwist verdankt der 45 Kilometer entfernte einstige Fischerort Crikvenica seine Entwicklung zum Luftkurort:  Weil er sich mit seinem Bruder, dem Kaiser Franz-Josef, zerstritten hatte und nicht mehr nach Abbazia wollte, erwarb Erzherzog Joseph Karl Ludwig 1897 das damalige Hotel „Erzherzog Joseph“, das heutige Vier-Sterne-Plus-Hotel Kvarner Palace. www.kvarnerpalace.info  Nach mehrmaligem Besitzerwechsel und einer Komplettrenovierung vor drei Jahren befindet sich das oben am Berg gelegene Jugendstil-Gebäude mit der hohen Renaissance-Fassade jetzt wieder in österreichischer Hand.  Vom Restaurant auf der Hotelterrasse hat man einen traumhaften Blick auf die vorgelagerte Inselwelt von Krk.

Wegen seiner Architektur gehört dieses  Bauwerk  zu den schönsten der Adriaküste. Bereits beim ersten Betreten fühlt man sich in eine andere Welt zurückversetzt. Kaum ein anderes Hotel vermittelt von außen und innen so viel  k.u.k.-Atmosphäre wie die 1895 erbaute Villa. Erzherzog Josef Karl Ludwig hätte sicher seine Freude daran gehabt. Er glaubte an die Zukunft von Crikvenica und ließ das Dorf zum Heilbad ausbauen. Bis heute ist Crikvenica für einen Urlaub in Kroatien mit seinen langen Sandstränden für Familien mit Kindern ein beliebtes Ferienziel.

Opatija 121- Liane Ehlers-Opatija-Kroatien

Reise-Infos in Kürze

Anreise:  Mit dem Auto oder Zug über Wien. Direktflüge von Hamburg und Köln (1.45 Std) nach Rijeka-Krk mit Germanwings. Der Transfer bis Opatija dauert ca. 40 Minuten, der nach Crikvenica ebenfalls. Möglich ist auch eine Anreise von norddeutschen Städten über die Flughäfen Triest und Pula mit Weiterreise im Leihwagen oder Shuttle.

Ausflüge: Von Opatija aus gibt es viele Ausflugmöglichkeiten, etwa ins Wanderparadies des Ucka-Gebirges (1400m), zu den nahe gelegenen Inseln Krk und Cres und zu den Plitvicer Seen. Aber auch Radfahrer, Surfer und Kulturinteressierte kommen auf ihre Kosten. Leinen los heißt es mit der „Tornado Blue“, dem 1899 als Fischerboot erbauten Holzschiff für zwölf Personen. Liliana Stipanic bietet auch Kochkurse auf See mit Spezialiäten der Fischerfamilien an.

Übernachtung: Das Hotel „Miramar“ in Opatija hat von Mitte März bis Anfang Januar geöffnet. Das
Hotel Kvarner Palace in Crikvenica www.kvarnerpalace.info  hat von Mitte März bis Ende Oktober geöffnet.

Reiseliteratur: „Istrien – Kvarner Bucht“, Daniela Schetar, Dumont, 120 S., 9,99 Euro.

Hinweis: Die Reise fand auf Einladung statt.

Keine Kommentare zu Kaiser Franz-Josef reloaded

Dubrovnik, die „Perle der Adria“

Es ist die drittgrößte Handelsflotte des Mittelmeeres: 5.000 Matrosen befahren auf 160 Schiffen die Meere. Der Schiffbau hat die Republik, die von rund 70 Konsulaten in aller Welt vertreten wird,…

Es ist die drittgrößte Handelsflotte des Mittelmeeres: 5.000 Matrosen befahren auf 160 Schiffen die Meere. Der Schiffbau hat die Republik, die von rund 70 Konsulaten in aller Welt vertreten wird, reich gemacht. Die Kaufleute verkaufen Salz und exportieren Silber aus Bosnien und Serbien. Aus Angst vor räuberischen Venezianern und Türken mauern sich die Einwohner in ihrem Hafen ein. Die steinerne Burg der Festung Sveti Ivan gibt ihnen Sicherheit.

Ein halbes Jahrtausend ist es her, dass Dubrovnik die „Perle der Adria“ war. Zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert erlebte die Metropole, damals als Republik Ragusa bekannt, ihre erste Blütezeit. Sie war eine der wichtigsten Handelszentren in der Region. Diese Hochzeit endete 1667 nach einem verheerenden Erdbeben, das die Wirtschaft des „stolzen Schönen“ am südlichen Ende Kroatiens nachhaltig schädigte. Mit der Aufnahme der Altstadt Dubrovniks in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes 1979 rückte sie erstmals wieder in den Fokus der breiten Öffentlichkeit, durch ihre Belagerung und Bombardierung durch die Jugoslawische Volksarmee während des Kroatienkrieges Anfang der 90er Jahre ein zweites Mal. Die Wiederentdeckung der Stadt durch die Tourismusindustrie in den Jahren danach und schließlich der Beitritt Kroatiens zur EU 2013 haben der dalmatische Metropole am Wasser mehr Leben zurückgegeben, als diese an schönen Sommertagen vertragen kann.

„Dubrovnik wird von Feriengästen regelrecht besetzt”„Dubrovnik wird von Feriengästen regelrecht besetzt”, klagt Djuro Capor, der sich in einer Bürgerinitiative gegen die tägliche Urlauber-Invasion engagiert. Hunderte Busse umkreisen zwischen Juni und September Tag für Tag die autofreie Altstadt, zwischen 25.000 und 30.000 Touristen drängen sich vom frühen Morgen bis Mitternacht durch deren Gassen. So mancher Fremder zahlt extra dafür, dass er auf den 1.940 Meter langen und bis zu sechs Meter breiten Stadtmauern von Dubrovnik spazieren gehen darf. Die größten Wellen an Feriengästen ergießen sich aus den Kreuzfahrtschiffen, die Dubrovnik in immer kürzeren Intervallen anlaufen.

Dubrovnik-0060

Die kroatische Adriaküste zählt zu den saubersten Gewässern im gesamten Mittelmeerraum.

Wir sind im Mai hierhergekommen. Und wir erleben eine zauberhafte Reise in die Vergangenheit – nicht nur in der Altstadt Dubrovniks, sondern entlang der gesamten Küste Richtung Süden bis zur Grenze zu Montenegro. Diese Region wird auf einer Breite von etwa drei Kilometern durch die zu Bosnien und Herzegowina gehörende Gemeinde Neum vom übrigen Kroatien getrennt. Elf Kilometer südlich von Dubrovnik liegt Mlini – ein glänzender Edelstein im schmalen kroatischen Gürtel entlang des Meeres. Uns fällt zuerst die üppige mediterrane Vegetation auf. Mlini hat flache Stein- und Steinstrände, Blumengärten und Promenaden, Hotels, Villen und Ferienhäuser. Der Name Mlini kommt von den Mühlen, die in der Vergangenheit benutzt wurden um das Wasser aus dem Fluß Zavrelje zu heben. Wir springen ins Meer. Es ist jetzt noch kühl, vielleicht 19, 20 Grad, aber klar und herrlich erfrischend. Die kroatische Adriaküste zählt zu den saubersten Gewässern im gesamten Mittelmeerraum.

Dubrovnik-0114

An den Stränden von Dubrovnik.

Hier ist es sauber – im Wasser und an Land

Wir fahren weiter nach Cavtat – eine Landzunge, auf der man sich wie in Italien fühlt, am Gardasee, in Salo, oder an der italienischen Adria, in Rimini. Aber hier ist es sauberer als dort – im Wasser und an Land. Keine leere Tüte oder Dose, kein Papier, keine Zigarettenkippe liegt auf der wunderschönen Promenade entlang des kleinen Hafens. „Fast so sauber wie in der Schweiz“, sagt ein Münchener Urlauber lächelnd zu seinem Begleiter. Liebevoll angelegte Blumenbeete, weiße Decken auf den Tischen der Terrassen der Restaurants vor historischen Häusern, die sorgfältig und mit „feinem Pinsel“ restauriert wurden, machen die 2.000-Einwohner-Verwaltungssitz der Kommune Konavle zu einem zauberhaften Ferienort. Auch in vielen anderen Dörfern an den meist steinigen Buchten entlang der Küste und auf den nur wenige hundert Meter vorgelagerten Inseln spürt man, dass die Kroaten sich um Feriengäste bemühen, kein Wunder, trägt der Tourismus doch weit mehr als die Hälfte zum Bruttoinlandsprodukt des Staates bei. Abseits der beliebten Pfade jedoch stößt man auch in Dalmatien auf Bauruinen, noch nicht ganz abgerissene oder noch nicht ganz fertiggestellte Gebäude, auf Müllhalden und löchrige Straßen.

Dubrovnik-0103

Vom Boot aus ins Wasser springen, tauchen, schnorcheln – Urlaub pur an den Stränden vor Dubrovnik. (Fotos: Jürgen Hoffmann)

Einen Tag reservieren wir für einen Ausflug in die Inselwelt vor Dubrovnik. Wir fahren mit einem Fischerboot zur Insel Kolocep – im traumhaft schönen Hafen Donje Celo muss man eine Pause machen – und weiter zum Eiland Lopud, das eine der schönsten Badestrände Kroatiens besitzt, vor dem im Sommer jeden Tag bis zu 100 Yachten, Ausflugsdampfer und kleine Speedboote Anker werfen. Vom Boot aus ins Wasser springen, tauchen, schnorcheln – Urlaub pur. In den blauen Himmel schauen, Freiheit fühlen. Am Abend dann eine gemischte Fischplatte am Strand „Copacabana“ auf der Halbinsel Lapad. Nicht puderfeiner Sand wie in Brasilien empfängt uns hier, sondern ein Kiesstrand mit betonierter Liegefläche. Als Entschädigung nehmen wir die schöne Aussicht auf die Inseln Daksa und Elafiten auf einer Seite und auf die halbhängende Brücke, die einzigartig in der Welt ist, auf der anderen Seite.

Dass in dieser Region vor kaum 25 Jahren Krieg herrschte, Bomben flogen und Häuser brannten – kaum vorstellbar. Heute wird im malerischen Dubrovnik nur noch zum Spaß und vor allem zum Geldverdienen gekämpft: Wenn das Filmteam des US-Fernsehsenders HBO eine neue Folge der Serie „Game of Thrones“ dreht, weht auf der historischen Stadtmauer die Flagge des Hauses Baratheon, werden im ehemaligen Kloster auf der Insel Lokrum neue Ränke geschmiedet und lernt im Botanischen Garten des Dorfes Trsteno der “Königsmörder” Jaime Lannister sein Schwert mit der linken Hand zu führen. Dann erleben die Einwohner von Dubrovnik wieder einmal eine Zeitreise ins Mittelalter.

Das

[mappress mapid=”40″]

(Titelfoto: aarstudio / fotolia.de)

Keine Kommentare zu Dubrovnik, die „Perle der Adria“

Winnetou lebt: Auf den Spuren eines Kino-Helden

Über 150 Kilometer Wanderwege durchziehen den Nationalpark Paklenica, der für seine wunderschönen Canyons und ausgezeichneten Kletterouten bekannt ist. Wir ziehen es vor, mit Jeeps die über 1400 Meter Höhenunterschied zu…

Über 150 Kilometer Wanderwege durchziehen den Nationalpark Paklenica, der für seine wunderschönen Canyons und ausgezeichneten Kletterouten bekannt ist. Wir ziehen es vor, mit Jeeps die über 1400 Meter Höhenunterschied zu überwinden, um zu einigen Drehorten der Winnetou-Filme zu gelangen.

Starigrad/Paklenica – Bei der Jeep-Fahrt durch den kroatischen Nationalpark werden Jugenderinnerungen wach. Noch nie war ich Winnetou (Pierre Brice), dem Schwarm meiner Jungend, so nah. Seit etwa zehn Jahren hat Kroatien den Winnetou-Tourismus so richtig entdeckt. Tausende Fans kommen jedes Jahr – manche sogar für zwei Wochen -, nur um an den Film-Drehorten auf den Spuren ihres Idols zu wandeln. Die meisten sind über 50.

Kroatien-Winnetou 176

Blick vom Plateau auf den tief eingeschnittenen Canyon des Flusses Zrmanja. Hier wurden Winnetou und Old Shatterhand Blutsbrüder.

Vom Paklenica-Motel, wo in den 60er-Jahren die Filmstars wohnten und wo sich seit 2009 ein Winnetou-Museum befindet, starten wir. Vor zwei Jahren hat Winnetou-Darsteller Pierre Brice mit seiner Frau Hella dort vorbei geschaut, 2013 kam Marie Versini (Nscho-tschi, Winnetous Schwester) zu Besuch und diesem Jahr Hollywood-Ikone Elke Sommer (sie spielte die weibliche Hauptrolle in „Unter Geiern“). Stolz zeigt uns Museumsführer Zvonimir Cubelic (38) das Original-Schlafzimmer von Karin Dor (Ribanna, Winnetous große Liebe). Über 40 Jahre nach Abschluss der Dreharbeiten ist Zvonimir eigentlich die „Generation nach Winnetou“, aber er kennt alle elf Filme der Serie, sieben wurden in dieser Region gedreht.

Kroatien-Winnetou 154

Mit dem Jeep auf steilen Straßen unterwegs

Endlich erreichen wir den Kult-Ort

Nachdem Zvonimir uns noch einmal Martin Böttchers berühmte Winnetou-Melodie von seinem Handy vorgespielt hat, geht es in fünf Jeeps über Schotterpisten und scharfe Haarnadelkurven zügig bergauf zu den Drehorten. Marin Marasovic, Chef-Guide und Besitzer einer Foto-Safari-Agentur, gibt das Tempo vor. Immer wieder halten wir für einen Fotostopp mit wunderbaren Ausblicken auf eine atemberaubende Berglandschaft, Küste und Meer, treffen auf wilde Pferde und werden in einer Koba mit einem landestypischen Mittagessen verwöhnt.

Dann endlich erreichen wir den Kult-Ort. Es ist wohl eines der berühmtesten Bilder der Winnetou-Filme, wenn nicht gar der deutschen Filmgeschichte: Der schroffe Felsen des Velebit-Massivs im Paklenica Nationalpark (Dalmatien), vor dem sich die Blutsbrüder Winnetou und Old Shatterhand (Lex Barker) in „Winnetou III“ gleich zu Anfang des Films die Hand reichen.

Kroatien-Winnetou 167

Der Kult-Ort: Marin Marasovic hält zum Vergleich ein Buch mit dem berühmten Bild in die Höhe.

Marin Marasovic hält zum Vergleich ein Buch mit dem berühmten Bild in die Höhe. Kein Teilnehmer der Jeep-Tour will sich dieses Foto-Motiv entgehen lassen. Auf der Wiese, am Fuß des Kraters vor dem Felsen, wo die traurige Szene des Sterbens von Nscho-tschi in den Armen von Old Shatterhand gedreht wurde, sind noch Überreste der steinernen Gräber von Apatschen-Häuptling Intschu-tschuna (Winnetous Vater) und Nscho-tschi zu sehen. Allerdings haben Touristen einige Steine mitgehen lassen. Auch das legendäre Filmplakat für „Winnetou I“ wurde dort aufgenommen. Weiße und Indianer haben sich in der Region viele blutige (Film-)Kämpfe geliefert.

Minen-Warnschilder aus dem Krieg stehen am Straßenrand

Der Rückweg ist weniger steil, die Straße etwas komfortabler. Gelegentlich sehen wir am Straßenrand Minen-Warnschilder für die angrenzenden Zonen. Auch wenn der Krieg gegen Serbien in den 90er-Jahren schon eine Weile zurückliegt, noch sind nicht alle Gebiete komplett geräumt. „50 Männer aus der Region sind hier gefallen“, erzählt Marin Marasovic, als wir an einer kleinen Kapelle anhalten. Die Kroaten blicken optimistisch in die Zukunft, vor allem in die touristische, aber die echten Kriegswunden werden noch länger brauchen, bevor sie ganz verheilt sind.

[tabs slidertype=”top tabs”] [tabcontainer] [tabtext]Anreise[/tabtext] [tabtext]Hotel[/tabtext] [tabtext]Ausflüge[/tabtext] [tabtext]Weitere Infos[/tabtext] [/tabcontainer] [tabcontent] [tab]Germanwings fliegt von verschiedenen Flughäfen in Deutschland nach Zadar. Vom Flughafen bis zum Falkensteiner Hotel & Spa Iadera sind es nur 23 Kilometer.[/tab] [tab]Das Fünf-Sterne-Haus Falkensteiner Hotel & Spa Iadera liegt an der Spitze der privaten Halbinsel Punta Skala, nur 12 km von Zadar entfernt am Meer. Der große Wellness-, Beauty- und Fitnessbereich mit mehr als 6.000 m² und das Acquapura Spa bieten eine hervorragende Möglichkeit zur Entspannung. Das Hotel ist Mitglied von The Leading Hotels of the World.[/tab] [tab]Die Fahrtzeit bis zum Nationalpark Paklenica dauert etwa 40 Minuten, die Fahrt nach Zadar ca. 15 Minuten. In der Stadt aus dem 14. Jahrhundert haben Byzantiner, Griechen und Römer ihre bis heute sichtbaren Spuren hinterlassen. Zadar liegt in unmittelbarer Nähe von sechs Nationalparks. Vor der Zadars Küste erstreckt sich das blaue Meer der Adria mit über tausend kleinen Inseln.[/tab] [tab]www.visitzadar.net

www.tzzadar.hr

www.falkensteiner.com

www.rivijera-paklenica.hr

www.hotel-rajna.com[/tab] [/tabcontent] [/tabs]

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung von TUI, Kroatischem Fremdenverkehrsamt und Falkensteiner Hotel & Spa Iadera.

2 Kommentare zu Winnetou lebt: Auf den Spuren eines Kino-Helden

Mein Olivenbäumchen steht auf „Krk“ in Kroatien

Wer sich gerade fragt, was dieser Name wohl zu bedeuten hat, steht damit sicher nicht alleine. Man könnte meinen, dass es sich bei „Krk“ um eine besondere Bodenmischung handelt, aber…

Wer sich gerade fragt, was dieser Name wohl zu bedeuten hat, steht damit sicher nicht alleine. Man könnte meinen, dass es sich bei „Krk“ um eine besondere Bodenmischung handelt, aber weit gefehlt. „Krk“ befindet sich im mediterranen Kroatien und es handelt sich hierbei um eine sehr hübsche Insel. Sie ist bekannt für ihren Sonnenreichtum und deshalb wundert es mich auch gar nicht, dass ich dort vor neunzehn Jahren mein Lieblings-Olivenbäumchen gefunden habe.

Kroatien

Alles fing am ersten Samstag im September 1994 an.
Denn das war das Datum an dem meine Eltern mich und meinen Bruder samt Gebäck verluden und wir vier uns gemeinsam auf dem Weg in unseren ersten großen Familienurlaub in den sonnigen Süden machten. Entsprechend aufgeregt waren wir alle. Angekommen am Treffpunkt zur Busabfahrt, bezogen wir auch ziemlich bald neben einer bunten Mischung aus Eltern, Kindern und Rentnern unsere Plätze für die nächsten Stunden. Eine Zwischenübernachtung später und zweiundsechzig Wiederholungen der Klassiker „Weiße Rosen aus Athen“  und  „Schön war die Zeit“ erreichten wir leicht übernächtig aber glücklich unser Ziel „Krk“.

Schon bei Aussteigen schlug uns die laue Sommerluft entgegen. Der Geruch der Pinienwälder machte sich breit und zauberte ein glückliches Lächeln auf unsere Gesichter. Unsere günstige private Ferienwohnungen in Kroatien lag perfekt, einen Katzensprung vom kristallklaren Wasser der Adria entfernt. Nur ein kleines Pinienwäldchen trennte uns vom Wasser. So machten wir uns auch direkt nach dem Einchecken auf den Weg zu unserem ersten Spaziergang. Zwischen den teils sehr schroffen Felswänden und Plateaus genossen wir den Anblick der Fischer bei der Arbeit. Zum ersten Mal in meinem Leben sah ich einen kleinen Hai und nicht nur das. Denn auf dem Rückweg von der blauen Adria begegnete ich dem ersten wildwachsenden Olivenbäumchen meines Lebens. In freier Natur! Bis heute hat mich dieser kurze Moment so nachhaltig beeindruckt, dass das Olivenbäumchen für mich nach wie vor als Synonym für meine Liebe zum Reisen steht. Und ich finde: Jeder sollte ein Olivenbäumchen haben! Hoffentlich führt meins mich wieder nach Kroatien.

Foto: Roger Mladek  / pixelio.de

3 Kommentare zu Mein Olivenbäumchen steht auf „Krk“ in Kroatien

Type on the field below and hit Enter/Return to search