Kategorie: Island

Island – Traumziele erreichen mit einer Fernreise, mit Reisen nach Europa und in alle Welt. Immer noch nicht sicher, wohin der nächste Urlaub gehen soll? Im Reisemagazin breitengrad53.de gibt’s die besten Urlaubstipps und Reportagen über Traumreisen, Kreuzfahrten und Urlaubsziele. Die besten Angebote gibt’s hier…

Blauwale an Steuerbord!

Die Ankunft mit dem Flugzeug in Reykjavik ist ernüchternd. Unter uns dehnt sich eine schwarze Geröllwüste ohne Baum und Strauch. Es ist Juni, und das Thermometer zeigt bescheidene 7 Grad…

Die Ankunft mit dem Flugzeug in Reykjavik ist ernüchternd. Unter uns dehnt sich eine schwarze Geröllwüste ohne Baum und Strauch. Es ist Juni, und das Thermometer zeigt bescheidene 7 Grad Celsius bei bedecktem Himmel. Sommerferien stellt man sich anders vor. Im Hafen von Reykjavik wartet unser Zuhause für die nächsten zehn Tage: die „Ocean Diamond“. Das Expeditionsschiff von Iceland ProCruises bricht heute Abend zu seiner Island-Umrundung auf. Alle sind gespannt, als es losgeht.

Ankunft in Island

Der Tag war lang, das Essen gut und mit den zwei Stunden Zeitverschiebung eingerechnet wäre es jetzt immerhin schon Mitternacht in Deutschland. Zeit, um ins Bett zu gehen. Aber wie soll man schlafen, wenn die Sonne noch immer hell in die Kabine scheint? Wenn Papageientaucher waagerecht eine Hand breit übers Meer fliegen? Wenn schneebedeckte Berge mit den weißen Schönwetterwolken eines hellblauen Himmels zusammenstoßen? – Als die „Ocean Diamond“ Islands Hauptstadt verlässt, wissen ihre Passagiere noch nicht, was sie dort alles zurücklassen. Den Lärm der Stadt, die Sensationsnachrichten der Welt, die Zwänge des Alltags. Was sie erwartet? – Die zeitlose Schönheit einer wilden Natur.

MS Ocean Diamond - Susanne Mueller - Reiseblog Breitengrad53-

Jules Vernes Gletscherberg

„Soft Expedition“ nennt Ann-Cathrin Bröcker vom Veranstalter Iceland ProCruises die Reise mit einem Augenzwinkern. Immerhin ist kein „wet landing“ vorgesehen, also keine Anlandung bei der man sich garantiert nasse Füße holt. Das Publikum auf der
„Ocean Diamond“ unterscheidet sich allerdings in mancher Weise von der „normalen“ Kreuzfahrt-Klientel. Schon bei der Anreise tragen etliche Passagiere Trekking-Klamotten, Wanderschuhe, Rucksäcke. Ein Amerikaner nutzt die letzten zehn Minuten vor dem Aufbruch zur Gletscherwanderung, um im Flur vor der Lobby noch ein paar Stretchingübungen zu machen. Highheels, Kleidchen, Discoabend? – Fehlanzeige.

Der erste Ausflug führt auf die Snæfellsnes-Halbinsel. Vom Hafen Stykkishólmur aus fahren wir durch eine archaische Landschaft. Über viele Kilometer hinweg begegnet uns kein einziger Mensch. Dafür jede Menge Möwen und Seeschwalben, Schafe und Islandpferde. Manchmal taucht vor einem blau glitzernden Fjord eine kleine, halboffene Hütte auf. „Dort wird Fisch getrocknet, wie zum Beispiel unser berühmter Gammelhai“, erklärt Arndís Halla vom Expeditionsteam des Schiffes.

Island: Das Land der Sagen und Legenden

Arndís, die zugleich Reiseleiterin und Opernsängerin ist und viele Jahre lang in Deutschland lebte, zeigt uns nicht nur die Gletscher, Vulkane und Wasserfälle ihrer Heimat. Sie kennt auch die Sagen und Legenden Islands, mit denen sie als Kind aufwuchs. Während wir durch das karge Land kurven, erzählt sie von den Menschen, die hier vor hundert Jahren lebten und die für ihre übernatürlichen Kräfte bekannt waren. Vom Bárður, einem der ersten Siedler, in dessen Adern Trollblut geflossen sei. Und während wir uns dem Gletscher Snæfellsjökull nähern, der auf einem 700.000 Jahre alten Vulkan thront, erfahren wir, dass dies eines der Hauptenergiefelder der Erde sei. Jules Verne erklärte den Gletscher gar zum Tor zu einer unterirdischen Welt, nachzulesen in seinem Roman „Reise zum Mittelpunkt der Erde“. Noch heute werden dem Berg magische Kräfte nachgesagt. Ufos seien dort gelandet, meinen gar manche. Zumindest aber überragt der 1146 Meter hohe Gipfel eine wilde Landschaft, die einem den Atem verschlägt.

Obwohl es längst Sommer ist, kann sich der Winter in den Westfjorden noch nicht so recht loseisen. Vom Hafen Ísafjördur aus fahren die Kreuzfahrer durch gewaltige Tafelberge aus Basalt. Der Schnee liegt meterhoch neben der Straße. Kein Wunder, dass sich die wenigen Menschen in dieser einsamen Gegend noch heute die Geschichten von Magie und Hexerei erzählen. Im ältesten Teil Islands hat sich die Landschaft seit Jahrhunderten nicht verändert. Wer möchte bestreiten, dass hinter den Felsen nicht magische Wesen kauern und hinab zu den Fjorden schauen?

Dynjandi heißt der schönste Wasserfall dieser Region. Wir klettern von der Talsohle den steilen Berg zu ihm hinauf, keuchen Stufe um Stufe auf den teils glitschigen Felsen empor, während das Rauschen uns lauter und lauter entgegenschallt. Regenbogen leuchten über den stürzenden Wassermassen, ein feiner Sprühnebel benetzt unsere Haut. Der Ausblick von Dynjandi hinab ins Tal entschädigt für alle Mühe. Still genießen wir ein Gefühl grenzenloser Freiheit.

Am Abend verlässt die „Ocean Diamond“ Ísafjörður. Die Expeditionsleiter Örvar, Arndis und und Thóra, alle drei sind ausgebildete Opernsänger, tragen alte isländische Balladen vor. Laut Tagesprogramm geht die Sonne um Mitternacht unter und gleichzeitig wieder auf. Das Einschlafen fällt wieder mal schwer.

Akureyri im Norden Islands fordert Sitzfleisch voraus. Weil wir möglichst viel von der Gegend sehen wollen, entscheiden wir uns für den „Diamond Circle“ und sind elf Stunden mit dem Bus unterwegs. Wir bewundern den Wasserfall Dettifoss und fühlen uns angesichts der grauen Schluchten in die „Herr der Ringe“-Filme versetzt. Am Myvatn, dem Mückensee, ragt im Hintergrund der größte Explosionskrater der Welt auf. Der Gestank nach faulen Eiern verfolgt uns nur ein paar Kilometer weiter an den heißen Schwefelquellen des noch aktiven Vulkans Námafjall.

Wie bei Hitchcock…

Auf Flatey, der flachen Insel, deren Bewohner 1967 aufs Festland zogen, leben heute nur noch Vögel. Viele Vögel. 35 unterschiedliche Spezies brüten auf der winzigen Insel im Nordatlantik. Wir fahren mit den bordeigenen Zodiacs hin, Wanderschuhe an den Füßen und eingehüllt in warme Windjacken. „Wenn Sie von einer Seeschwalbe angegriffen werden, halten Sie den Arm hoch. Dann tut es weniger weh“, rät Hermann vom Expeditionsteam. Die meisten lachen. Diejenigen, die besorgt gucken, beruhigt Hermann: „Die Vögel hauen dann ab.“ Sein Tipp ist tatsächlich Gold wert, denn nur wenig später schwirren Hunderte von Seeschwalben über meinem Kopf. Eine von ihnen scheint meine Anwesenheit überhaupt nicht zu schätzen. Verständlich in Anbetracht ihres nahen Brutplatzes. Wie in Hitchcocks „Die Vögel“ stürzt sich die Seeschwalbe mit einem heiseren Schrei auf meinen Kopf. In letzter Sekunde reiße ich den Arm hoch und kann dem Angriff entkommen. Allerdings saust die Seeschwalbe noch ein paar Mal im Sturzflug auf mich hinab, bis ich mich weit genug von ihrem Brutplatz entfernt habe. Da sind mir die friedfertigen und lustig aussehenden Papageientaucher ein paar hundert Meter weiter doch entschieden sympathischer.

MS Ocean Diamond - Susanne Mueller - Reiseblog Breitengrad53-2-2

Mit dem Zodiack auf dem Weg zum Whale Watching. Fotos: Susanne Müller

MS Ocean Diamond: Whale-Watching vom Sonnendeck

Am Nachmittag fahren wir in die Skálfandi-Bucht und halten Ausschau nach Walen und Delfinen. Wir brauchen nicht lange zu warten. Kaum haben wir uns mit Kameras und Ferngläsern an Deck positioniert, sehen wir vor uns schon eine gut neun Meter hohe Fontäne aus dem Wasser aufschießen. „Buckelwale auf zwei Uhr!“ brüllt Hermann aufgeregt in sein Walkie-Talkie. Nur ein paar Minuten später verschwindet die Fluke eines weiteren Meeressäugers in den Tiefen des Ozeans. „Blauwale an Steuerbord!“, ertönt es aus den Lautsprechern. Alles rennt auf die rechte Schiffsseite und sieht gerade noch wie zwei mächtige Leiber aus den Wellen auftauchen. Sie schwimmen höchstens hundert Meter von unserer „Ocean Diamond“ entfernt. Keiner kann sich der Faszination dieser Tiere entziehen, deren Herz allein schon so groß ist wie ein VW-Käfer und auf deren Zunge eine komplette Fußballmannschaft Platz hätte. Wir fühlen uns wie Mitwirkende einer Naturdoku, als wir gut zweieinhalb Stunden durch den spiegelglatten Fjord dümpeln und dabei so viele Wale entdecken, dass wir sie schon gar nicht mehr zählen können. Kaum haben wir die Wale hinter uns gelassen, ruft uns eine Durchsage in die Clublounge. Es gibt einen Schnaps umsonst! Schließlich fahren wir genau um 18 Uhr über den nördlichen Polarkreis, und das ist selbstverständlich ein guter Grund, um gemeinsam „Prost“ zu sagen.

Ausritt mit Islandpferden

Wale, Vögel, Feuer und Eis – für Pferdeliebhaber gerät alles zur Nebensache, wenn sie die Herden von Islandpferden sehen und das Getrappel der Hufe hören. In den Ostfjorden ist es endlich soweit. In Husey erkunden wir die Welt vom Pferderücken aus. Mein Isländer heißt Morgenstern und ist ein Fuchs mit blonder Mähne, die üppig nach rechts und links auf den Hals wippt. In einer kleinen Gruppe reiten wir vom Stall aus über eine mit Moosen und Flechten bewachsene Ebene bis hinunter zum Fluss. Jede Menge Vögel begleiten uns auf unserem Ritt. Leider auch Skuas. Das sind die Großen Raubmöwen, die fast zwei Kilo Gewicht auf die Waage bringen. Wir traben durch ihr Brutgebiet, was die Vögel nicht so lustig finden. Sie stürzen sich mit einer Geschwindigkeit von bis zu 80 Stundenkilometer auf uns nieder und drehen erst wenige Zentimeter vor unseren von Reithelmen geschützten Köpfen ab. Ein Ausritt mit Adrenalinkick.

Letzteren dürfte am folgenden Morgen auch unser norwegischer Kapitän Knut Hanssen verspüren. Der kleine Hafen von Höfn liegt in einem Flußdelta, das von Gletscherzuflüssen gespeist wird. Erst kürzlich hat sich eine Sandbank inmitten der Einfahrt gebildet. Viel Können und Fingerspitzengefühl sind gefordert, um überhaupt in den Hafen von Höfn zu kommen. Doch der Kapitän der „Ocean Diamond“ meistert diese Aufgabe mit Bravour. Vom kleinen Fischerdorf aus steuern wir Vatnajökull an, den größten Gletscher Europas. Mit einem Amphibienfahrzeug gleiten wir durch die Gletscherlagune Jökulsárlón, staunen über bizarre Eisgebilde, stöbern Seehunde auf und halten einen dicken Eisbrocken in den Händen. „Dieses Eis ist 1000 Jahre alt!“, sagt der Bootsführer und zerhackt es in kleine Stücke, damit wir es probieren können. „Das reinste Wasser, das ihr jemals gekostet habt!“, verspricht er.

Auf dem Vulkan

Fast hat die „Ocean Diamond“ Island nun schon umrundet. Am letzten Tag vor unserer Ankunft in Reykjavik besuchen wir Heimaey, die einzige besiedelte Insel der Westmännerinseln. 1973 bestimmte sie die Nachrichtensendungen in aller Welt. Um zwei Uhr nachts brach der Vulkan Eldfell aus. Glühende Lava überzog das Land. Mit Fischerbooten retteten sich die Menschen aufs Meer, viele verloren alles außer ihr Leben. Das Vulkanmuseum Eldheimar erinnert mit Filmen, Augenzeugenberichten und einem ausgegrabenen Wohnhaus an die Katastrophe. Beim Spaziergang zurück zum Schiff beschleicht mich ein mulmiges Gefühl. Ich laufe über Straßen, unter denen Häuser und das Schwimmbad des Ortes verschüttet liegen. Manchmal schaut noch der Schornstein eines Bungalows aus der erkalteten Lava hervor.

Die „Soft Expedition“ der „Ocean Diamond“ endet da, wo sie begonnen hat: in Reykjavik. Zum Abschluss besuchen wir noch schnell die „Must sees“ der Umgebung: den alle sechs Minuten ausbrechenden Geysir Strokkur und den berühmten „goldenen“ Wasserfall Gullfoss. Doch nach all den Naturwundern, die wir nahezu ohne Menschenauflauf in all ihrer stillen Schönheit bewunderten, erscheint es uns seltsam, Gullfoss und die Geysire mit Tausenden von Touristen zu teilen.

Es ist der 21. Juni, Mittsommernacht. Zum letzten Mal erleben wir eine Nacht, in der es nicht dunkel wird. Dann bringt uns der Bus zum Flughafen. Wieder erblicken wir rechts und links der Straße nur schwarze Lavaerde und Geröll. Doch jetzt sehen wir Island mit ganz anderen Augen. Der Kreis hat sich geschlossen.

Weitere Infos zu Reisen nach Island

Beste Reisezeit Island: Die besten Reisemonate sind Juni, Juli und August. Aber auch in dieser Zeit wird es meist nicht wärmer als maximal 15 Grad Celsius, deswegen: unbedingt warme Kleidung mitnehmen. Icelandair fliegt ganzjährig direkt ab Frankfurt, München und Zürich, saisonal auch ab Hamburg und Genf nach Island. Die Währung auf Island ist die isländische „Króna“, allerdings kann wirklich überall ebenso mit Kreditkarte bezahlt werden. Wer mit der Fähre anreisen möchte: von April bis Oktober verkehrt die „Norröna“ von Smyril Line wöchentlich zwischen dem dänischen Hirtshals und Seyðisfjörður. In den Häfen gibt es fast überall kostenloses WLAN in den Cafés. Infos über die Kreuzfahrt: www.icelandprocruises.de , mehr Infos: www.visiticeland.com

Lese-Tipp für Island-Fans: Drei Wünsche im Wind: Wer davon träumt, die wilde Insel im Nordatlantik zu bereisen, der muss dieses Buch lesen: „Drei Wünsche im Wind“ von Susan de Winter. Das Buch ist mehr als ein Island-Roman. Es ist eine Liebeserklärung an Island, eine magische Story von unerklärlichen Dingen und eine sehr romantische Erzählung… Auf einem Reiterhof in Island lernt Sabrina den New Yorker Fotografen Scott kennen und verliebt sich in ihn. Doch er verschweigt ihr den wahren Grund für seine Reise auf die Atlantikinsel. Ein dunkles Geheimnis aus seiner Vergangenheit lässt ihn nicht los.

Das im April 2016 erschienene Taschenbuch „Drei Wünsche im Wind“ hat 204 Seiten. Bisher ausschließlich 5 Sterne-Bewertungen. Eine Leserin schreibt: “… Eine spannende Geschichte, die mich von der ersten Seite an in den Bann gezogen hat. Man kann nicht aufhören zu lesen und möchte unbedingt wissen, wie es weiter geht. Dabei wird einem Island so nahe gebracht, dass man am liebsten sofort den Koffer packen möchte…. Ich liebe Bücher, die neben der Handlung auch noch das Land und die Natur so genial beschreiben.“

Hier geht es direkt zum Buch Drei Wünsche im Wind

Geld im Urlaub: Gesetzliches Zahlungsmittel in Island ist die Isländische Krone (ISK). Geld kann an jedem Bankschalter in Island gewechselt werden. Die meisten Geschäfte akzeptieren EC- und Kreditkarten. Geldautomaten stehen fast überall zur Verfügung. Mehr Tipps zur Zahlung im Ausland im Urlaub gibt es auf unserer Service-Seite: Geld im Urlaub.

Hinweis: Die Reise fand auf Einladung statt!

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Halldór Laxness: Ein Mann wie Island

Und dann das Fernglas, natürlich ist es da, wo es immer war, auf dem Fenstersims. Für Halldór Laxness war das Fernglas immer ganz wichtig. Jeden Tag, wenn er zuhause war,…

Und dann das Fernglas, natürlich ist es da, wo es immer war, auf dem Fenstersims. Für Halldór Laxness war das Fernglas immer ganz wichtig. Jeden Tag, wenn er zuhause war, stand er hier in seinem Wohnzimmer im ersten Stock und schaute hindurch und hinaus. Richtung Westen, über den Garten mit dem kleinen Pool und dem Pferdedenkmal hinaus in die große Weite des Mosfellstals, das bei guter Sicht weit hinten, nur ganz knapp vor dem Horizont, noch auf den Nordatlantik trifft.

Sicher, die Gegend zwischen den Bergen links und rechts sah jeden Tag gleich aus, karg, einsam, schroff, und doch entdeckte Halldór Laxness immer wieder eine neue Kleinigkeit, die ihn zum Nachdenken brachte. Einen Busch, einen Baum, einen Stein. Das reichte oft schon, als Inspiration für eine neue Erzählung, eine kleine Geschichte oder einen großen Roman.

Genau 60 Jahre sind vergangen, seit er 1955 den Literaturnobelpreis erhielt, als einziger Isländer bislang. Halldór Laxness, den sie in seiner Heimat heute noch als wichtigsten Autoren des Landes verehren – ein Mensch, der selbst aber mit all seinen Wendungen und Wandlungen doch so widersprüchlich war. Ein Mann, dessen Leben man sich hier nähern kann, im Laxness-Museum Gljúfrasteinn, seinem alten Wohnhaus im Südwesten Islands. An einem einsamen Ort, wo man sich am Ende der Welt fühlt. Und manchmal noch ein wenig dahinter.

Wie innig sich die Isländer ihren Schriftstellern verschrieben haben, das sieht man alleine bei einem Bummel durch Reykjavik, das 2011 von der Unesco als erst fünfte Stadt weltweit offiziell zur Literaturstadt ernannt wurde. Die Läden, in denen sich die meisten Einheimischen tummeln, das sind die Buchhandlungen in der Austurstræti und der Skólavörðustígur, den beiden Einkaufsstraßen der Hauptstadt, mit ihren Lesecafés und Schmökerecken. Freie Plätze an einem Samstagnachmittag, ein Glücksfall.

Halldór Laxness Gljúfrasteinn

Der Ort, in dem der einzige Literaturnobelpreisträger Islands gewohnt hat: Gljúfrasteinn.

Island, also nicht nur das Land der Trolle und der Vulkane, der Gletscher und Geysire. Sondern eben auch das Land des Halldór Laxness und vieler anderer Dichter, deren Geschichte keiner besser kennt als Arthúr Björgvin Bollason. Bollason ist 64, viele Jahre lebte er in Freiburg, Frankfurt, München, er arbeitete als Lehrer, Journalist und Deutschland-Korrespondent für das isländische Fernsehen und schrieb selbst viele Bücher. Eines davon handelt von einer Reise durch seine Heimat, auf den Spuren von Autoren und Literaten. Der Isländer sei ein Menschenschlag, der gerne Geschichten hört, aber auch gerne erzählt, sagt Bollason einmal während der gemeinsamen Fahrt zum Laxness-Haus durch den Süden Islands, wo es vorbei geht an dampfenden Quellen, hell erleuchteten Gewächshäusern und dem tosenden Gulfoss, dem bekanntesten Wasserfall des Landes.

Und wie ein Wasserfall redet auch Bollason, ein Schwall an Wortkaskaden.

Anekdoten, Episoden, Schmonzetten. Von einem halb erblindeten Scharfrichter berichtet er, der sich im 17. Jahrhundert bei der Hinrichtung eines Delinquenten so stümperhaft anstellte, dass er bis zur erfolgreich vollzogenen Enthauptung 36 Schläge brauchte und die Isländer schon damals ihrem Ruf als weltgrößte Dilettanten gerecht worden seien. So wie nun vor knapp sieben Jahren bei der katastrophalen Finanzkrise 2008.

Ob die Henker oder Banker, alles Versager.

Oder von dem ganz eigenen Humor seiner Landsleute, den auch Ronald Reagan nicht verstand, 1986. Reagan traf sich hier damals mit Michael Gorbatschow, der Gipfel von Reykjavik gilt heute als der entscheidende Wendepunkt im Kalten Krieg. Unter Begleitung von Staatspräsidentin Vigdís Finnbogadóttir unternahmen beide in einer freien Stunde einen Ausflug zum Thingvellir, dem Nationalpark mit der großen Grabenbruchzone zwischen amerikanischer und eurasischer Kontinentalplatte, als die Erste Frau Islands im Scherz zu Reagan sagte: „Jedes Jahr schieben sich die Platten mehr auseinander. Irgendwann müssen sich die Isländer entscheiden, ob sie zu Moskau oder Washington gehören wollen.“ Abends, viele Stunden später beim Staatsbankett, habe Reagan dann beunruhigt bei Finnbogadóttir nachgefragt: „Und wann, denken Sie, wird die Entscheidung fallen?“

Halldór Laxness hatte sich schon früh entschieden. Sein Haus Gljúfrasteinn, eine halbe Auto-Stunde vom Thingvellir entfernt, liegt im Westen auf der amerikanischen Seite. Und doch wandte er sich Moskau zu.

Halldór Laxness, geboren 1902, gestorben 1998, ein Leben im 20. Jahrhundert. in jungen Jahren reiste er viel durch Europa, in einem Kloster in Luxemburg konvertierte er zum Katholizismus. Dann, in den Dreißiger Jahren ging er nach Hollywood, in der naiven Überzeugung, seinen Roman „Salka Valka“ zu verfilmen, doch das Projekt scheiterte, was wollte Hollywood schon mit einem Isländer. Amerika enttäuschte ihn, mehr noch erschütterte ihn aber der Gegensatz zwischen Reich und Arm. Laxness wurde zum SozialistenLaxness wurde zum Sozialisten, bereiste die Sowjetunion, und als er sich 1945 zurück in seiner Heimat wieder in Gljúfrasteinn niederließ, wetterte er in seinem Roman „Atomstation“ mit Vehemenz gegen die Pläne der US-Amerikaner, die auf dem gerade von Dänemark unabhängig gewordenen Island für 99 Jahre einen Militärstützpunkt errichten wollten.

1955 dann der Literaturnobelpreis, in einer Zeit, in der sich seine Bücher schon wieder weniger als sozialistische Pamphlete lasen, sondern mehr als eine detaillierte und bildhafte Beschreibung der isländischen Gesellschaft. Es ging nicht mehr um das weltpolitische Universum, sondern um den heimischen Mikrokosmos, und doch blieb er immer auf der Seite der Schwachen, als ein literarischer Kämpfer für die Gerechtigkeit.

Halldór Laxness_pool

Ein Pool, der nie kalt wird. Dank der heißen Quellen ist auch der Pool am Haus von Halldor Laxness immer warm. (Fotos: Florian Kinast)

Immer öfters weilte Laxness mit den Jahren zuhause, spazierte alleine oder mit seiner Frau Audur Sveinsdóttir auf Wanderwegen durch die verlassene Landschaft des Mosfellstals, die Gegend seiner Kindheit, oder viele Kilometer entlang des Kaldakvísl, einem kleinen Gebirgsbach, der direkt am Haus vorbei plätschert. Immer mit einem Zettel in der Hand und einem Bleistift. Inspirationen sind unberechenbar, sie können jeden Moment vorbeikommen, da ist es gut, etwas zum Schreiben dabei zu haben. Als Halldór Laxness mit 96 Jahren starb, hinterließ er das Haus, in dem er ein halbes Jahrhundert lebte, wirkte und durchs Fernglas schaute.

Was blieb, war ein beeindruckendes Museum, am Rande zwischen Thingvellir nach Reykjavik. Mit Erinnerungsstücken wie der imposanten Standuhr in der Eingangshalle, über die Laxness einmal schrieb, die Sekunden würden hier nicht wie hektisch emsig herumkrabbelnde Käfer vergehen sondern in aller Gemächlichkeit wie Kühe, die nur so schnell gehen würden wie sie müssten. Mit dem großen Flügel, auf dem er regelmäßig spielte, auf dem es heute noch jeden Sonntag Klavier-Konzerte gibt. Mit dem winzigen und witzigen Globus inmitten der prall gefüllten Buchregale, auf dem Island als riesige Insel allein von einem winzigen Blau umgeben auf einem kleinen Weltmeer schwimmt. Und mit dem schmucken Jaguar vor der Tür, dem weißen Luxus-Auto Modell „Mark 2“ mit dem 3,4-Liter-Motor, den die Museumsbetreiber im Winter dann immer in der Garage parken.

Der alte Sozialist mit dem Luxusauto also

Als man mit Arthúr Bollason auf der Schnellstraße 36 durchs Mosfellstal nach Reykjavik zurückfährt, bleibt von Halldór Laxness das Bild eines Mannes voller Gegensätze. Irgendwie schien er doch wohl sehr zerrissen. Zerklüftet wie seine Heimat. Oft gärend wie der Boden, brodelnd wie die Vulkane. So wechselhaft wie das Wetter hier.

Ein Mann wie Island.

[toggle title=”Laxness Museum“]Gljúfrasteinn, Laxness Museum, 270 Mosfellsbaer, Island.
Telefon +354 5868066.
www.gljufrasteinn.is/de[/toggle]

[toggle title=”Öffnungszeiten“]Sommer (1. Juni bis 31. August)
Täglich von 9.00 – 17.00 Uhr.
Winter (1. September bis 31. Mai)
An allen Wochentagen außer Montags von 10-17 Uhr.[/toggle]

[toggle title=”Eintrittspreis“]Eintrittspreis: 800 Kronen (ca. fünf Euro)
Kinder unter 18 Jahre: Eintritt frei[/toggle]

[toggle title=”Anreise“]Nach Island kommen Sie unter anderem mit Icelandair, täglich ab Frankfurt, mehrmals wöchentlich Direktflüge ab Hamburg, München. Aktuelle Angebote: Vier Tage Kurzurlaub inklusive Flug und Hotel mit Frühstück ab 349 Euro. Weitere Infos unter www.icelandair.de[/toggle]
Das

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Hinweis: Der Autor wurde von Icelandair auf diese Reise eingeladen

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Island – Im Land der Geysire und der heißen Quellen

Die fliegen heute nicht mehr! Das war mein erster Gedanke, der mir durch den Kopf schoss, als ich früh morgens am Flughafen in meinem Hotelzimmer aufgewacht bin. Die ganze Nacht…

Die fliegen heute nicht mehr! Das war mein erster Gedanke, der mir durch den Kopf schoss, als ich früh morgens am Flughafen in meinem Hotelzimmer aufgewacht bin. Die ganze Nacht schepperte mein Fenster. Der, der angeklopft hatte, war der Sturm. Und der kam noch nicht mal alleine. Er brachte jede Menge Schnee mit. So viel Schnee, dass ich mir am Vorabend noch nicht mal sicher war, das der Bus mich von der “Blue Lagoon” überhaupt zum Hotel bringen konnte. Island zeigte sich von der besten Seite.

Island stand bei mir ganz oben auf der Liste, der Länder, die ich unbedingt noch bereisen wollte. Gleich nach Norwegen, Neuseeland und noch vor Schottland. Irgendwie habe ich mir die Natur dieser Länder ähnlich vorgestellt. Gewaltige Landschaften, die auf ihre Art einzigartig sind. Und so trat ich meine Reise nach Island voller Vorfreude an. Vor allem, weil das Thema der Reise mit viel Wasser zu tun hat. Warmes Wasser. Island ist schließlich das Land der Geysire und der heißen Quellen.

Island Landschaft

Island empfängt mich grau-weiß. Die Insel besteht aus Lavagestein mit Moosbewuchs und ganz wenigen Bäumen. (Fotos: Jörg Pasemann)

Den ersten Isländer, den ich am Flughafen getroffen habe, war unser Guide Arthur Bollason, ein blonder Hüne mit perfekter deutscher Aussprache. Er war genau der Typ Mann, den ich mir als Isländer vorgestellt hatte: Groß und blond. Isländer, erklärte Arthur unserer Gruppe, neigen dazu, viele Geschichten zu erzählen. Und wie sich später herausstellte, war er offensichtlich der König der Isländer. “Arthur ist groß und blond – Isländer eben”Ein Reiseführer, wie er besser nicht hätte sein können: Schriftsteller, Autor, Journalist, Bote am Präsidialamt. Glaubt man seinen Erzählungen, wurden viele seiner Schüler berühmte isländische Persönlichkeiten, denn nach dem Abitur beim “Deutschen Akademischen Austauschdienst” war Arthur in Island auch als Lehrer am Gymnasium und als Lehrbeauftragter an der Universität tätig. Seine Mutter war Fotomodell, sein Vater Chef von Icelandair, der nationalen Fluglinie, die neben Flugzeugen auch viel Hotels besitzt. Er ist auf der Insel bekannt, wie ein bunter Hund und Arthur kennt alle. Island ist klein. Selbst Politiker wie Willy Brandt, Kurt Waldheim, Otto Schily und Daniel Cohn-Bendit waren vor seinen Interviews für das isländische Radio nicht sicher.

Björn spricht generell nicht viel

Den zweiten Isländer, den ich getroffen habe, war Björn Kjartansson. Auch ein „richtiger“ Isländer, der das historische Bad „Gamla Laugin“ in einem Jahr wieder zum Leben erweckt hat. Seit 1891 baden die Isländer in dieser heißen Lagune, die von mehreren kleineren Geysiren umgeben ist. Björn spricht generell nicht viel, arbeitet dafür umso mehr. Für mich, so viel vorweg, war das die schönste heiße Quelle, die wir auf Island besucht haben. Ein unglaublich tolles Gefühl, in Eiseskälte in die Badehose zu schlüpfen, um dann stundenlang in 40 Grad kaltem Wasser zu sitzen. Und Björn war mir auch irgendwie sympathisch, denn als wir am nächsten Morgen zum Fotostopp an seiner „Secret Lagoon“ erneut hielten, standen sieben Dosen Bier auf dem Tisch. Frühstück à la Island eben…

Die „Secret Lagoon“ liegt in dem kleinen Dorf Fludir, das rund zwei Stunden von Reykjavik entfernt ist. Wer – wie wir – am Abend nach Fludir kommt, könnte den Eindruck gewinnen, dass die Haupteinnahmequelle der Anbau von Hanff ist, Große, hell beleuchtete Gewächshäuser empfangen uns. Strom und heizen gehört zu den Dingen, die hier auf der Insel so gut wie nichts kosten. Beides wird aus der Erdwärme gewonnen und von der gibt’s hier ja reichlich. Überall qualmt es hier aus der Erde. Und so nutzen die Isländer diese Möglichkeit, um möglichst viel Gemüse in den Gewächshäusern anzubauen.

Nadelstiche prasselten auf mein Gesicht ein

Am nächsten Morgen geht’s ganz früh weiter. Unser Ziel ist Gullfoss, ein riesiger Wasserfall. Eine der Sehenswürdigkeiten, so Arthur, den jeder Islandbesucher gesehen haben muss. Auch bei minus 10 Grad. Und so rutschen wir mehr oder weniger den spiegelglatten Weg zum Wasserfall entlang, der wirklich sehenswert ist. Und wenn es nur die Kälte gewesen wäre, ich hätte mir die Natur dort ganz sicher noch länger angesehen, aber der Sturm peitsche in mein Gesicht und es fühlte sich so an, als wenn tausend kleine Nadelstiche über mich einprasselten. Arthur hingegen lächelte, als wäre heute der schönste Sommertag. Isländer eben…

Von Gullfoss aus fahren wir zum nächsten Highlight, den Geysiren. Sie sind die Namensgeber der Springquellen auf der ganzen Welt. Auch hierzu kann Arthur die wildesten Geschichten erzählen. Von einer dänischen Königin zum Beispiel, die zu Besuch auf der Insel war, und der Geysir auf einmal nicht mehr „explodieren“ wollte. Erst als die Delegation die Geysire verlassen hatte, schossen die Wasserfontänen wieder aus der Erde. Wer, wie ich, allerdings ein riesiges Naturschauspiel mit spektakulären Ausbrüchen erwartet, wird sich wundern. Der Schwall kommt mit einem leichten Knall aus der Erde, das Wasser spritzt etwa drei Meter hoch und nach wenigen Sekunden ist das Spektakel vorbei. Was bleibt ist viel Dampf und der Geruch von Schwefel, der überall auf der Insel zu riechen ist. Schwefel, so Arthur, sei das Lebenselixier der Isländer.

Das älteste Parlament der Welt stammt aus Island

Der Nachmittag steht ganz im Zeichen isländischer Geschichte. Wir sind in Thingvellier, dem alten historischen Thingplatz der Wikinger. Hier treffen die eurasische und die amerikanische Kontinentalplatte aufeinander. Einmal jährlich hielten die Einheimischen während zwei Wochen im Juni eine traditionelle gesetzgebende Versammlung ab. Es handelt sich damit um eines der ältesten Parlamente der Welt, das bis ins Jahr 1798 Bestand hatte.

Abends gehen wir in Reykjavik ins Restaurant Laekjarbrekka in der Nähe des Hafens und des Parlament. Natürlich speisen wir im Präsidentenzimmer. Und Arthur, der als kleiner Junge Bote des Präsidenten war, kann zu allen Portraits ehemaliger Staatsoberhäupter der Insel unzählige Geschichten erzählen.

Der nächste Tag gehört der Hauptstadt von Island. Reykjavik ist eine kleine Hafenstadt und gleichzeitig die am nördlichsten gelegene Hauptstadt der Welt. Hier wohnen rund 120.000 Einwohner, also knapp ein Drittel aller Inselbewohner. Die Stadt selbst lebt von den vielen kleinen Geschäften, von den Pubs und dem Hafen. Wir besuchen das „Harpa“, ein modernes Musik- und Konferenzgebäude sowie das größte Walmuseum der Welt, das kurz danach für die Öffentlichkeit geöffnet wurde. Arthur zeigt uns auch eine kleine Wurstbude, bei der einst US-Präsident Bill Clinton eine Currywurst verspeiste. Seitdem gibt es in der Bude eine Clinton-Wurst und die Schlange vor dem Laden wurde immer länger.

In Reykjavik gibt’s die Bill Clinton-Wurst

Wer Island besucht, der darf auf keinen Fall die weltberühmte Blaue Lagune verpassen, die in der Nähe von Reykjavik in Richtung Flughafen Keflavik liegt. Auch wir machen einen Halt dort und wechseln warme Kleidung gegen Badehose. Die „Blue Lagoon“ verdankt ihrem Namen dem blauen Wasser. In der Nähe des Sees liegt ein Kraftwerk, aus dem Kühlwasser auf das umliegende Lavafeld geleitet wird und dort einen Salzwassersee in der typisch blau-weißen Farbe bildet. Das Wasser im Thermalbad hat eine Temperatur von bis zu 42 Grad und hilft anerkanntermaßen gegen Schuppenflechte und andere Hautkrankheiten. Rund 750.000 Besucher kommen jedes Jahr zur „Blue Lagoon“. Unser Besuch wird – wie eingangs erwähnt – von einem eisigen Sturm begleitet, der den Körper in zwei Klimazonen aufteilt. Während der Teil unter Wasser angenehm gewärmt wird, wird der Kopf samt Haare schockgefroren. Da hilft auch meine Taktik, den Kopf nicht unter Wasser zu nehmen, gar nichts. Der Dampf des warmen Wasser macht meine Haare nass und damit zur Eisskulpturenzone.

Blue Lagoon

Die weltberühmte Blaue Lagune von oben gesehen. Das blaue Wasser entsteht durch Kieselalgen und ist sehr gut für kranke Haut.

Nach knapp zwei Stunden geht’s weiter in Richtung Flughafen. Inzwischen liegen zehn Zentimeter Neuschnee auf der Straße und der Bus muss aufgrund des Schneesturms mit der schlechten Sicht in der Nacht kämpfen. „Die fliegen morgen früh nie“, sagte ich zu Arthur, der allerdings nur müde lächelte. „Das sind die Piloten von Icelandair gewohnt“, so der Guide. „Für die macht es erst richtig Spaß, wenn denen der kalte Wind ums Cockpit fliegt.“ Offensichtlich sollte er Recht behalten. Isländer eben…

[toggle title=”Über Island”]Island ist der flächenmäßig zweitgrößte Inselstaat Europas (nach dem Vereinigten Königreich). Die Hauptinsel ist die größte Vulkaninsel der Erde und befindet sich knapp südlich des nördlichen Polarkreises. (Quelle: Wikipedia) [/toggle]

[toggle title=”Anreise”]Icelandair fliegt ganzjährig ab Frankfurt, München und Zürich sowie im Sommer zusätzlich ab Hamburg und Genf. Kurzreisen sind ab 349 Euro buchbar. Besonders interessant ist das Stopover-Angebot bei Flügen nach Kanada oder in die USA. Fluggäste von Icelandair können bis zu sieben Tage ohne Aufpreis auf der Insel bleiben. [/toggle]

[toggle title=”Unterkünfte”]In Fludir das Hotel “Fludir”, in Reykjavik das Hotel “Reykjavik Marina”, das einem Schiff nachempfunden wurde sowie in der Nähe des Flughafens das Hotel “Keflavik”. [/toggle]

[toggle title=”Warme Quellen”]Das historische Bad “Gamla Laugin” in Fludir ist ein nettes renoviertes Thermalbad, das 1891 erbaut wurde und im letzten Jahr restauriert. Um das Bad herum gibt es zahlreiche heiße Quellen, darunter einen Geysir. “Fontana” ist ein Wellnesszentrum am Seeufer von Laugarvatn mit heißen Quellen direkt am Wasser. Die weltberühmte “Blue Lagoon” darf bei keinem Besuch in Island fehlen.[/toggle]

 Das

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Hinweis: Der Autor wurde von Icelandair auf diese Reise eingeladen

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