Kategorie: Großbritannien

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“Hitlers Inselwahn” auf Jersey

Jersey ist ein Urlaubsziel für Inselsüchtige. Wind, weiße Sandstrände, ein azurblaues Meer, mal tosend im Nordwesten oder sanft und spiegelglatt in den kleinen Buchten und Häfen. Der Golfstrom begünstigt die…

Jersey ist ein Urlaubsziel für Inselsüchtige. Wind, weiße Sandstrände, ein azurblaues Meer, mal tosend im Nordwesten oder sanft und spiegelglatt in den kleinen Buchten und Häfen. Der Golfstrom begünstigt die üppige Vegetation, die von Palmen bis zum Weinbau reicht. Aber es gibt noch die anderer, weniger bekannte Seite: Bunker und Wachtürme, Relikte aus dem Zweiten Weltkrieg. Mit Schauspieler John Nettles (TV-„Inspector Barnaby“) war Liane Ehlers auf den Spuren  von „Hitlers Inselwahn“ auf Jersey unterwegs.

St. Aubin –  Seine stahlblauen Augen blitzen. In Jeans, blauem Hemd und weißen Turnschuhen sitzt er mir bei einem Pint of „Liberation Ale“ (Befreiungsbier) im Pub „Old Courthouse“ in St. Aubin gegenüber – John Nettles (73), der beim deutschen TV-Publikum als „Inspector Barnaby“ bekannt und beliebt ist, mag die Insel sehr. Während der zwölfjährigen Dreharbeiten zur TV-Serie „Jim Bergerac ermittelt“ hat der Schauspieler in den 1980er/-90er-Jahren dort sogar gelebt. Dabei ist der studierte Historiker auch mit der dunklen Seite der Inselgeschichte in Berührung gekommen.

Nie wieder Inspector Barnaby

John Nettles hat 2012 „Inspector Barnaby“ ade gesagt, um sich einer dreiteiligen TV-Dokumentation über die Besatzungszeit von 1940 bis 1945 zuzuwenden. Dem folgte nach jahrelanger Recherche das Buch über „Hitlers Inselwahn“, das 2013 unter dem englischen Titel „Jewels & Jackboots“ erschien, und seit Oktober 2015  auch auf Deutsch im Handel ist. Ins Fernsehen will der Schauspieler nicht mehr zurückkehren, „höchstens mit Dokumentarfilmen“, erklärt er und frozzelt mit trockenem, englischen Humor: „Tom Barnaby hat den Sexappeal eines wandelnden Verhütungsmittels.“

Der bekennende Arsenal-Fan („Arsenal-Fan sein ist ein lebenslanger, langsamer Nervenzusammenbruch“), möchte weg vom „Barnaby“-Image, freut sich aber dennoch, wenn man ihn erkennt. Selbst die Queen schaut „Midsomer Murders“, sagt er über die Königin, die er viele Male getroffen hat. „Und Angela Merkel auch“, habe er gehört.

In Zukunft will John Nettles nur noch Doku-Filme drehen, Bücher schreiben und sich um die kleine Operngruppe in seiner Heimat Cornwall kümmern.  Dort besitzt der Schauspieler ein Anwesen, „weit weg von London“, mit acht geretteten Pferden, zwei irischen Eseln, Hennen, Gänsen und jede Menge anderem Viehzeug.

Traumhaft schöne Landschaft

Nach Jersey kommt der Nettles  mehrmals im Jahr.  Für ihn gibt es drei gute Gründe, um dort Urlaub zu machen: „Eine traumhaft schöne Landschaft, eine exzellente Küche und ganz viel Geschichte.“ Außerdem sind es starke Familienbande, die ihn dort hinziehen – seine Tochter Emma und ihre Familie leben auf der Insel.

Besonders die Geschichte fasziniert den Historiker Nettles. „Eines Tages stand ich in den 1990er-Jahren während der Dreharbeiten zu ,Jim Bergerac‘ auf einem dieser Bunker und fragte mich ,wo stehe ich hier eigentlich?'”, erinnert er sich. Wohl nirgendwo sonst gibt es so viele Bunker und Burgen auf so wenigen Quadratkilometern wie auf der britischen Kanalinsel im Golf von St. Malo, direkt vor Frankreichs Haustür. Nettles liegt die Aufarbeitung dieses  dunklen Kapitels deutsch-englischer Geschichte sehr am Herzen.  Von den Deutschen besetzt, von der englischen Regierung verraten, so fühlten sich die Insulaner während der Besatzung, die nach fünf langen Jahren erst am 9. Mai 1945 enden sollte.

Zeitzeugen in den Jersey War-Tunnels

Nettles lässt in seinem Buch  „Hitlers Inselwahn“ Zeitzeugen zu Wort kommen, beleuchtet  die oft heiklen, zwischenmenschlichen Aspekte der Okkupation, den komplexen Fall der Kollaboration sowie das traurige Schicksal von Juden und Zwangsarbeitern. Am Ende des Krieges gab es auf Jersey 300 Bunker und 2000 Kinder mit deutschen Vätern. Gut nachvollziehen lassen sich die damaligen Ereignisse unter anderem in den „Jersey War Tunnels“, ein Anti-Kriegs-Museum, das mittlerweile zu den meistbesuchten Touristen-Attraktionen der Insel gehört. Während der deutschen Besatzungszeit wurde der kilometerlange Tunnelkomplex H08 als Lazarett gebaut, kam aber nie zum Einsatz, weil die Alliierten beim D-Day 1944 und auch später die Kanalinseln umgingen.  

Nach dem Krieg stellte sich die Frage: Was tun mit all diesen Bunkern  und Wachturmanlagen? Abreißen war zu gefährlich und teuer.  Die Jerseyaner fanden für zahlreiche Anlagen eine kreative Lösung. Tony Pike (52) von der „Channel Island Occupation Society“, ist einer von vielen Freiwilligen, die seit Ende der 1970er-Jahre    Bunkeranlagen  aufgeräumt und restauriert haben. Auf einer viereinhalbstündigen Führung bringen sie den Besuchern Jerseys Geschichte nahe.

Mit Tony besichtigen wir im Nordwesten auf dem Hochplateau von Les Landes die Ruine Groznes Castles (14. Jahrhundert), die unvollendete Batterie Moltke und besteigen den „Marine Peilstand 3“-Tower, ein Teil von Hitlers Atlantikwall-System. Die Aussicht aus 15 Metern Höhe durch die Bunkerscharten aufs azurblaue, wilde  Meer  und die steile Felsenküste ist atemberaubend. In Richtung Westen geht der Blick über Dünenwanderwege und leuchtend gelbe Ginsterfelder bis zum Leuchtturm La Corbiere, Jerseys  eigentliches Wahrzeichen. Von dort wandert er weiter bis zum  nächsten Wachturm, dem „Radio Tower“.

Bunkeranlage als Ferienwohnung

„Von einem Turm aus konnte man immer den nächsten sehen“, erklärt Tony Pike. Im „Radio Tower“  befindet  sich heute eine komfortable Ferienwohnung, die vom „Jersey Heritage Trust“  vermietet wird.  Der 360-Grad-Blick von Penthouse des Turms  auf die St. Quen’s Bucht mit ihrem feinen weißen Sandstrand  ist einmalig. Insgesamt 15 historisch interessante Bauwerke wurden im Lauf der Jahre restauriert und als Feriendomizile eingerichtet.

Auch die Batterie Lothringen  in St. Brélade mit Blick auf St.-Aubin-Bucht, Elizabeth Castle und die Häfen von Saint Helier ist heute zu besichtigen. Erst 2014 eröffnet wurde „The Wetland Interpretation Centre“, eine sehenswerte Ausstellung und Beobachtungsstation der artenreichen Tierwelt im Dünengebiet von Les Mielles. Durch einen Tunnel gelangt man in den Ausstellungsraum.

Austernzucht und Hummer

Besondere Gaumenfreuden bietet „Faulkners Fisheries“, das Sean Faulkner (62) 1980 in einem ehemaligen Bunker der Besatzer eingerichtet hat. Austern, Hummer und Königskrabben hält Faulkner dort in Becken mit bestem Atlantikwasser. Schon als Kind hatte ihn der Bunker  fasziniert. Als Erwachsener setzte er 1980 seine Träume in die Tat um und machte aus dem Bunker ein Fischgeschäft mit Outdoor-Restaurant. Bei strahlendem Sonnenschein und schönster Aussicht serviert uns der Chef persönlich nicht nur Austern vom Feinsten, sondern auch eine interessante Geschichte. John Nettles kannte diese Location noch nicht, ihm gefällt das Ambiente und das vorzügliche Essen. Er werde auf jeden Fall wiederkommen, verspricht der Autor und Schauspieler.

Tipps für die Reise auf Jersey

[tabs][tab title=Anreise]Non-Stop-Flüge in der Saison wöchentlich sonnabends: mit Airberlin ab Hannover und Düsseldorf, mit Eurowings ab Düsseldorf. Auf der Insel herrscht Linksverkehr. Am Flughafen kann man Leihwagen mieten. Der Sommerfahrplan der Busse ist gut auf Touristen abgestimmt. www.liberytbus.je[/tab] [tab title=Freizeit]Der zweithöchste Tidenhub weltweit mit bis zu zwölf Metern lässt die Insel zweimal täglich um fast das Doppelte wachsen. Die Strände werden unendlich, Forts und Leuchttürme sind zu Fuß erreichbar. Angler, Kajakfahrer, Kletterer, Golfer, Segler, Surfer und Wanderer finden viele Angebote.[/tab] [tab title=Buch]„Hitlers Inselwahn“ – Die britischen Kanalinseln unter deutscher Besetzung 1940-1945, John Nettles, 394 S., Übersetzung: Kalterina Latifi, Jakob Brüssermann, Osburg Verlag, 24 Euro. John Nettles ist auf Lesereise auf Englisch: Dienstag, 7. Juni, Lehmanns Media GmbH, Grimmaische Str. 10, 04109 Leipzig; Donnerstag, 9. Juni 2016, 20 Uhr, Buchhandlung Markus, Gütersloh, externe Location. | Reiseliteratur: „Kanalinseln“, 120 S. mit Faltplan, Dumont, 9,99 Euro[/tab] [tab title=Geld im Urlaub]Jersey gehört zu England. Die offizielle Währung in England sind Pfund Sterling. Wenn man nach England reist ist es nicht zwingend notwenidig im Vorfeld Geld abzuheben und dies mitzubringen. Wer dies allerdings möchte, kann das bei seiner Hausbank erledigen. In England gibt es ein gut ausgebautes Netz an Geldoutomaten, so dass man selbst mit der Maestro-Karte vor Ort Geld abheben kann. Man sollte im Vorfeld mit seiner Hausbank klären in welcher Höhe Gebühren anfallen, damit diese kein Loch in die Reisekasse reißen. Wer Gebühren umgehen möchte, für den lohnt sich die Anschaffung einer Reise-Kreditkarte. Auf unserer Seite Geld im Urlaub geben wir viele Hintergründe und Informationen zur Zahlung im Ausland.[/tab] [/tabs]

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Höchste Eisenbahn für den Hogwarts – Express

Auf Bahnsteig Neundreiviertel herrscht dicke Luft. Dicke Rauchschwaden ziehen durch die riesige Bahnhofshalle, die Lokomotive lässt mächtig Dampf ab. Das scharlachrote Ungetüm, es zischt und pfeift und keucht, als wollte…

Auf Bahnsteig Neundreiviertel herrscht dicke Luft. Dicke Rauchschwaden ziehen durch die riesige Bahnhofshalle, die Lokomotive lässt mächtig Dampf ab. Das scharlachrote Ungetüm, es zischt und pfeift und keucht, als wollte es sich anstrengen, jeden Moment seine 75 Tonnen und die drei Waggons dahinter in Bewegung zu setzen. Die große schwere Bahnhofsuhr an der Mauer steht ja auch schon auf elf Uhr, laut Fahrplan Zeit zur Abfahrt.

Eigentlich höchste Eisenbahn für den Hogwarts-Express. Allein die Passagiere fehlen noch. Harry, Hermine, Ron. Und all die anderen mitreisenden Zauberschüler, die mit diesem Zug vom Londoner Bahnhof King’s Cross zu Schuljahresbeginn immer nach Hogwarts fahren, in ihr Internat in den schottischen Highlands. Aber die jungen Potters, Grangers und Weasleys, sie werden natürlich nie mehr hierher kommen. Dafür täglich tausende Besucher der Harry-Potter-Studiotour in Leavesden im Nordwesten Londons – dort, wo der original Hogwarts-Express nun ab 19. März als allerneueste Attraktion lockt, auf Plattform 9 ¾.

Zug nach Hogwarts startet auf Gleis 9 ¾

Es trifft sich ganz gut, dass die Macher der Filmstudios der Potter-Fangemeinde nun die alte schwere Dampflok mit ihren drei Waggons präsentieren, denn in einem Zug geschah schließlich auch der Urknall dieses Zauber-Universums, vor genau einem Vierteljahrhundert: Im Sommer 1990, als die damals 25-jährige Joanne K. Rowling mitten während einer Bahnfahrt von Manchester nach London die Figur des Harry Potter erfand, und beschloss, über die Abenteuer des jungen Magiers mit seinen Freunden und seinen Feinden genau sieben Buchbände zu schreiben.

Hogwarts Express (1)

Bereit zur Abfahrt: der Hogwarts-Express mit den voll beladenen Gepäckwagen der Zauberschüler auf Bahnsteig 9 3/4. Fotos: Florian Kinast

Dass sie damit die Welt verzaubern und Literatur-Geschichte schreiben würde, das ahnte sie nicht. Ihre Bücher veröffentlichte Rowling zwischen 1997 und 2007, bis heute verkauften sie sich rund 500 Millionen Mal. Die Filme, die weltweit rund 7,7 Milliarden Dollar einspielten sollten, entstanden dann ab dem Jahr 2000 hier in Leavesden, in den riesigen Hangars eines ausrangierten Flugzeugwerks, das 1994 zu einem Filmstudio umfunktioniert worden war, und das auch heute noch für Film- und TV-Produktionen genutzt wird, seit der Eröffnung der Studio-Tour 2012 aber vor allem ein Mekka für alle Fans ist, ein magisches Mausoleum. Wallfahrtsort, Kultstätte, das Stonehenge der Jünger Potters.

Mehr als eine Millionen Menschen kamen bisher nach Hogwarts

Mehr als eine Million Menschen schoben sich bislang durch die Große Halle, den Speise- und Festsaal von Hogwarts mit den unheimlichen steinernen Fabelwesen links und rechts an den Wänden, schlenderten vorbei am Arbeitszimmer von Albus Dumbledore, dem Oberoberweisen unter all den oberweisen Magiern, warfen einen Blick in die Hütte des Halbriesen Hagrid, dem etwas schlichten, aber gutmütigen Hausmeister von Hogwarts, klopften an der Tür am Privet Drive 4, wo Harry unter den Schikanen von Onkel Vernon, Tante Petunia und ihrem missratenen Sohn Dudley immer die Sommerferien verbringen musste, bummelten durch die Winkelgasse, vorbei an der Gringotts Bank und dem Ollivander, dem Fachgeschäft für Zauberstäbe schlechthin – oder ließen Erinnerungsfotos von sich schießen, auf einem Zauberbesen über der Themse oder im hellblauen Ford Anglia, mit dem Harry und Ron in Band Zwei über halb Britannien schwebten.

Hogwarts Express (8)

Neue Attraktion der Filmtour: Ab 19. März ist Harry Potters Zug in den Warner Bros. Studios in Leavesden zu sehen.

 

Und nun, nun also dürfen die Besucher endlich auch auf Bahnsteig 9 ¾. Zum Hogwarts-Express, über den Mark Williams sagt: „An impressive beast. Like a red dragon.“ Ein beeindruckendes Ungeheuer. Wie ein roter Drache.

Mark Williams ist ein bekannter englischer Schauspieler, derzeit spielt er gerade im Fernsehen Father Brown, den Priester und Hobby-Kriminaler. In den Potter-Filmen aber schlüpfte Williams in die Rolle des Arthur Weasley, dem Vater von Harrys besten Kumpel Ron und dessen sechs Geschwister Bill, Charlie, Percy, Fred, George und Ginny.

Williams wirkt ein wenig wehmütig, bei der Rückkehr in die Filmstudios von Leavesden, zur Vorstellung des Hogwarts-Zugs. Dass er diese neun Jahre am Set um nichts in der Welt missen möchte, sagt er, und wie sie, die Schauspieler der Weasley-Family, seit Jahren planen, sich an Weihnachten einmal zu einer großen Wiedersehens-Party zu treffen, aber sie es bis heute noch nicht auf die Reihe brachten. Vor allem aber erzählt Mark Williams von der langen Historie dieser so imposanten Maschine neben ihm, auf Gleis Nine and Three-Quarters.

Hogwarts Express (9)

Bitte Platz zu nehmen: Im Eiltempo rauschen auf einer Leinwand die grünen Wiesen und Hügel Englands hinter den Fenstern der Eisenbahnabteile vorbei.

 

Der Express ins Zauberinternat ist nämlich in der Tat ein Zug der guten alten Schule. Die Dampflok mit dem Namen „Olton Hall“, eine eiserne Legende auf Schienen, erbaut im Frühjahr 1937 in den Eisenbahnwerken von Swindon, Grafschaft Wiltshire, für die „Great Western Railway“. Eine bewegte Zeit in Britannien, König Edward VIII. dankt gerade der Liebe zu einer geschiedenen Amerikanerin wegen ab, sein Nachfolger wird George VI., der Vater der heutigen Queen Elizabeth, und Neville Chamberlain zieht als neuer Premierminister in die Downing Street ein.

Zweieinhalb Jahrzehnte lang rattert die „Olton Hall“ mit der Seriennummer 5972 durchs Land, durch die Wirren des Kriegs und die schwere Zeit danach, aber als sich England gerade auf die Swinging Sixties einstimmt, wird sie ausrangiert, nach ihrer letzten offiziellen Dienstfahrt im Jahre 1963 hat es sich ausgedampft.

Bei einigen Nostalgiefahrten heizt man ihr noch manchmal ein, ansonsten steht sie im nationalen Eisenbahn Museum in York herum – bis die Produzenten der Potter-Filme im Jahr 2000 auf der Suche nach einem geeigneten Zug für den Hogwarts-Express auf die gute alte „Olton Hall“ stoßen. Und so erlebt das alte Eisen ein unverhofftes Comeback, wird sie für die sieben Filme neu lackiert und frisch herausgeputzt.

Hogwarts Express (2)

Das Zugschild in der nachgebauten Mauer des Bahnhofs King’s Cross: Auch in die Filmstudios nach Leavesden kommt man am besten mit dem Zug.

 

Dazu gibt es ab 2004 private Fan-Fahrten im Hogwarts Express, manchmal sieht man den Zug zu besonderen Veranstaltungen wie eigens ausgerufenen Zauberwochenenden. Dann, 2014, macht die „Olton Hall“ ihre letzte eigene Reise, von Manchester nach York. Nach Leavesden fährt sie nicht mehr selbst, diese Strapaze wird ihr erspart. Dorthin wird sie gebracht, bequem auf einem Tieflader.

Insgesamt auf rund 1,6 Millionen Schienen-Kilometer kommt sie in ihren 78 Jahren, 40 Mal also fährt sie um die Welt. Und sieben Mal nach Hogwarts. Der rote Drache hat seinen Ruhestand nun verdient, auch wenn es sicher überhaupt nicht ruhig sein wird, nach der Eröffnung am 19. März wird hier viel Bahnhof sein. Aber zumindest fahren muss sie nicht mehr, ein bisschen pfeifen und zischen, so tun als ob, das reicht schon. Die „Olton Hall“ hat’s geschafft aufs finale Abstellgleis.

Leavesden ist für den Hogwarts-Express jetzt Endstation.

[toggle title=”Weitere Informationen”]Auf den Spuren von Harry Potter: Die Warner Bros. Studio Tour in Leavesden liegt 32 Kilometer nordwestlich vom Zentrum Londons. Anreise am besten mit dem Zug von London Euston bis Watford Junction, von dort verkehren Shuttle-Busse. Eintrittspreise: Erwachsene 33 Pfund (rund 45 Euro), Kinder 25,50 Pfund (35 Euro). Gruppenticket: Zwei Erwachsene und zwei Kinder 101 Pfund (139 Euro). Tickets müssen zuvor online reserviert werden. Bestellungen und weitere Infos unter www.wbstudiotour.co.uk/de/[/toggle]

Hinweis: Der Autor wurde von Uschi Liebl PR zu dieser Reise eingeladen. In diesem Zusammenhang wird auf die Leitlinie der journalistischen Unabhängigkeit bei BREITENGRAD53 hingewiesen.

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Die fünf “Must-Do’s” in London

Wer jetzt an Big Ben, Buckingham Palace und die Tower Bridge denkt, den muss ich leider enttäuschen. Diese großartige Metropole hat einfach so viel mehr zu bieten als die klassischen…

London Towerbridge

Wer jetzt an Big Ben, Buckingham Palace und die Tower Bridge denkt, den muss ich leider enttäuschen. Diese großartige Metropole hat einfach so viel mehr zu bieten als die klassischen Sehenswürdigkeiten. Neben einer einzigartigen Atmosphäre, die London ausstrahlt, gehören zu den Must-Do’s unter anderem folgende 5 Kandidaten:

Die wohl günstigste Sightseeing-Tour

Eine Busrundfahrt ist eine der entspanntesten Möglichkeiten, einen Überblick über eine so riesige Stadt wie London zu erhalten. Die Buslinie 24 fährt dich für ein reguläres Einzelticket vorbei an den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel Big Ben, Trafalgar Square, Westminster Abbey, Downing Street, Camden und noch weiter bis nach Hamstead Heath. Der Bus fährt rund um die Uhr von der Victoria Station los. Das Beste daran: Du fährst nicht nur günstig, sondern auch „undercover“- denn als Tourist wirst du so nicht sofort erkannt.

Tate Modern: Nicht nur für Kunstbegeisterte

Defintiv nicht nur für Kunstliebhaber ist dieses einzigartige (und größte!) Museum für moderne und zeitgenössische Kunst ein Must-Do. Alleine der Weg von der St. Paul’s Cathedral über die Millenium Bridge zur ehemaligen Bankside Power Station ist ein Erlebnis. Die Architektur des massiven Gebäude ist mehr als beeindruckend und die Kunstausstellungen natürlich von herausragender Qualität. Einige der Austellungen sind sogar kostenfrei. Empfehlenswert sind auch die Führungen oder das Buchen einer Führung. Ob Frida Kahlo, Mark Rothko, Martin Kippenberger oder Kandinsky- hier fehlt keiner der namenhaftesten Künstler. Vom Restaurant in der obersten Etage hat man ürigens einen tollen Blick auf die Stadt!

Flanieren und Shoppen auf dem Portobello Market

Zugegeben- der Portobello Market ist sicherlich keine Geheimtipp. Immerhin zählt er zu den bekanntesten Straßenmärkten der Welt. Doch nicht nur für Touristen, sondern auch für Einehmische ist er eine beliebte Anlaufstelle für originelle Schnäppchen und wertvolle Antiquitäten. Auch Vintage-Fans kommen hier auf ihre Kosten. Für Shopping-Muffel ist die wunderschöne und typisch englische Archtiektur der anliegenden Häuschen sicherlich ein toller Ausgleich. Auch die urigen Pubs und Restaurants entlang der kleinen Straßen sorgen bei Bedarf für Stärkung. Die Portobello Road verläuft direkt durch den berühmten Stadtteil Notting Hill.

Bunt, Bunter, Shoreditch

Ein dreifacher Einfluss hat Shoreditch zu dem gemacht, was es heute ist: ein einzigartiger, außergewöhnlicher und extrem bunter Stadtteil Londons. Im Osten die Brick Lane, Londons geliebte Curry-Meile, wo viele indische Einflüsse zu finden sind. Im Westen die schicken Hochhäuser der Liverpool Street, die zusammen mit gehobenen Hotels eine der reicheren Ecken Londons darstellen. Mittendrin ist dann der Spitalfield Market- bewohnt von der Arbeiterklasse und Heimat der Cockney Music Tradtion. Das Ergebnis ist eine Nachbarschaft mit trendigen Bars, hippen Clubs, günstigen bengalesischen Restaurants, wo Hipsters mit ihren selbstgemachten Klamotten flanieren und traditionelle Metzgereien mit Delikatessen-Läden unter einem Dach wirtschaften.

Auszeit im St. James’s Park

Jeder London-Besucher braucht früher oder später eine kleine Pause zum Ausspannen. Dazu sind die Londoner Parks besonders gut geeignet. Ein Highlight ist jedoch der St. James’s Park. Er ist nicht nur wunderschön angelegt, sondern auch direkt im Zentrum gelegen und damit einfach zu erreichen. Hier hat man nicht nur einen tollen Blick auf den Buckingham Palace und London Eye, sondern kann auch in alle Ruhe die vielen Gänse, Schwäne und Enten beobachten. An dem Klischee des schlechten Wetters ist übrigens gar nicht so viel dran. Sonnige und milde Tage besonders im Herbst und Frühjahr in London sind keine Seltenheit!

Wer es jetzt nicht mehr erwarten kann, einen Städtetrip nach London zu planen findet hier noch eine passene Unterkunft. Bei flatsharing-Portalen wie beispielsweise 9flats kann man Unterkünfte von Einheimischen mieten und somit günstig und zentral unterkommen.

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