Kategorie: Griechenland

Griechenland – Traumziele erreichen mit einer Fernreise, mit Reisen nach Europa und in alle Welt. Immer noch nicht sicher, wohin der nächste Urlaub gehen soll? Im Reisemagazin breitengrad53.de gibt’s die besten Urlaubstipps und Reportagen über Traumreisen, Kreuzfahrten und Urlaubsziele. Die besten Angebote gibt’s hier…

Zum Sonnenuntergang nach Santorin

Die Ägäis, das tiefblaue Meer, das die griechische und türkische Küste umspült, war Schauplatz dramatischer Mythologie. Vor allem auf den zahlreichen Inseln, mal bewohnt mal menschenleer, haben sich antike Tragödien abgespielt, wurden Götter und Heilige verehrt und Könige grausam gemordet. Dennoch zieht die sagenumwobene Welt der Ägäis heute wie vor tausenden von Jahren die Menschen an. Das azurblaue Wasser, das unvergleichlich helle Licht und vor allem die Beständigkeit der Winde schaffen die Voraussetzungen für einen regen Schiffsverkehr zu den Inseln.

Die Ägäis, das tiefblaue Meer, das die griechische und türkische Küste umspült, war Schauplatz dramatischer Mythologie. Vor allem auf den zahlreichen Inseln, mal bewohnt mal menschenleer, haben sich antike Tragödien abgespielt, wurden Götter und Heilige verehrt und Könige grausam gemordet. Dennoch zieht die sagenumwobene Welt der Ägäis heute wie vor tausenden von Jahren die Menschen an. Das azurblaue Wasser, das unvergleichlich helle Licht und vor allem die Beständigkeit der Winde schaffen die Voraussetzungen für einen regen Schiffsverkehr zu den Inseln.

Gerade kleinere Schiffe, wie die Celestyal Olympia mit 720 Kabinen bieten eine dreitägige Kreuzfahrt in der Ägäis mit allem Drum und Dran. Von der Kabine, all inclusive, Unterhaltungsprogramm, Fitness und Massagen kann man es sich zwischen den Landausflügen gut gehen lassen.

Kurs auf die sagenumwobenen Inselwelten in der Ägäis

Doch im Mittelpunkt stehen die Besichtigungen. Zweimal am Tag wird aus- und eingeschifft, was dank der professionellen Hilfe des Schiffspersonals reibungslos verläuft. Mit der Partyinsel Mykonos, wo jährlich zwei Mio. Touristen Urlaub machen, beginnt das Ausflugsprogramm. Auf einem Inselrundgang vorbei an den chicen Boutiquen und Cafés sind neben den gepflegten Sandstränden auch die berühmten Windmühlen auf den Anhöhen der Insel nicht zu übersehen. Vom starken Wind dort oben wurden sie schon vor rund 400 Jahren angetrieben, wodurch das Mehl gemahlen werden konnte.

Wer sich für ihre Geschichte interessiert kann das Mühlenmuseum besuchen. Sehenswert sind auch die typischen, strahlend weißen Häuser und Villen. Mit den Flachdächern, kleinen Balkonen und Erker erinnert die Architektur an den Orient.

Antike Bibliothek

Auf dieser Inselhopping Tour wird wie im Bilderbuch umgeblättert. Denn nur ein paar Stunden später geht die Celestyal an der türkischen Ägäis in Kusadasi vor Anker. Das antike Ephesus steht auf dem Besichtigungsprogramm. Einst galt es als größte und bedeutendste, griechische Stadt in Kleinasien. Erdbeben und witterungsbedingte Schäden haben der Architektur stark zugesetzt. Aber heute, akribisch restauriert und wiederhergestellt, erinnern die Tempel, Theater und Wohnhäuser an die Römerzeit des 2. Jh. n. Chr.

Höhepunkt, 1908 bei Ausgrabungen entdeckt, ist die Celsus-Bibliothek. Perfekt restauriert, ist sie heute das musikalische Mekka für berühmte Orchester, Pianisten und Opernsänger, die vor der antiken Kulisse ihr Repertoire präsentieren.

Zwischendurch während der Ruhepausen an Bord heißt es entweder mit einem Cocktail in der Hand den Wellen zuzusehen, oder, wer sich angemeldet hat, dem Kapitän des Schiffes, einen Besuch abzustatten.

Kapitän Stathis Romeos, der seit 40 Jahren hinter dem Steuerrad steht, ist  zusammen mit seiner Crew von fünf Offizieren und 20 Helfern  verantwortlich für den richtigen Kurs. Ruhig, aber bestimmt gibt er nur wenige Befehle und bleibt im Hintergrund. Aber seine Ruhe und Erfahrung wirken überzeugend, dass der Kurs auf der Celestyal Olympia stets gehalten wird.

Wallfahrtsort Patmos

Der nächste Hafen auf der Route heißt Patmos, wo sich das Kloster des Heiligen Johannes aus dem Jahr 1088 befindet. Berühmt und als Heiligtum der griechisch-orthodoxen Kirche verehrt, ist die Johannes Grotte, wo der Evangelist aufgrund seiner Visionen die Apokalypse, das letzte Buch des Neuen Testaments verfasste. Holzgeschnitzte Ikonen und Fresken zeigen wie Johannes, der auf Patmos in Verbannung lebte, seine Eingebungen erhielt. Der Blick von den Klostermauern herab auf die kleinen Inseln rundum Patmos strahlt erhabene Ruhe aus. Hier auf der sogenannten heiligen Insel herrscht nur an Ostern große Betriebsamkeit, wenn die Wallfahrer in Scharen zum Heiligtum pilgern.

Auf Kreta ist das ganze Jahr Saison

Im Gegensatz dazu ist auf Kreta das ganze Jahr Saison. Der Palast von Knossos, in dem sich die grausame Sage um das Monster Minotaurus abspielte, übt nach wie vor eine besondere Magie auf die Besucher aus.  Hinzukommt, dass die minoische Kultur, datiert um 2600 v. Chr., als Frühgeschichte der europäischen Kultur zählt.

Guide Irini verweist noch auf ein anderes Kapitel griechischer Geschichte aus der Neuzeit. Auf einer Anhöhe von Heraklion befindet sich die Grabstätte von Nicos Kazantzakis, dem Autor unter anderem des Alexis Sorbas. Als Sohn der Insel Kreta 1883 geboren, wird er heute noch verehrt. “Ich fürchte nichts – Ich hoffe nichts- Ich bin frei” so seine Grabinschrift” spricht vielen Griechen aus der Seele.

Originalrezept für Zaziki

Bevor es auf die Insel Santorin geht, wird eine Lunchpause an Bord eingelegt und der Athener Vasili Ronnliotis, Chefkoch an Bord, stellt sich und seine Crew vor. Ohne Ruhetag zaubert sie für 25 Nationalitäten die Gerichte aus der Küche. “Ich mache das seit vier Jahren hier auf diesem Schiff, nachdem ich in Hotels und Restaurants am Festland gelernt habe”, erklärt er. Seine Mannschaft, die auf 300 Küchenquadratmeter arbeitet, besteht aus 74 Mitarbeitern. Über 1600 Portionen werden tagtäglich zubereitet und serviert. Ronnliotis kocht am liebsten mediterran und lobt dabei auch das gute griechische Öl und den würzigen Käse.

Und dann lässt er sich noch überreden, sein Zaziki-Rezept zu verraten: “Ein halbes Kilo griechischen Joghurt, geschälte Gurken ohne Kerne dünn schneiden, mit Öl, Salz, Knoblauch und Dill verrühren. Dazu kommt ein Schuss Ouzo und für eine Nacht wird das originale Zaziki dann in den Kühlschrank gestellt”.

Letzte Sonnenstrahlen auf Santorin

Die Insel Santorin im Süden der Kykladen, wird vom Schiff aus mit Tenderbooten erreicht. Schon bei der Anfahrt begeistert die außergewöhnliche Lage der ringförmig angeordneten Inselorte. Wie auf den Felsenkamm geklebt, liegen die Häuser auf dem Vulkankrater, der gefüllt mit Meereswasser die skurrile Ansicht prägt.

Der Ort Oia ist neben seiner speziellen Häuserarchitektur mit gerundeten Dächern, der Aussichtspunkt für gigantische Sonnenuntergänge. Noch strahlte das helle Ägäislicht auf das bunte Dorf Oia. Doch wenn die Sonne untergeht und ihr goldenes Licht in die Ägäis ergießt, dann versinken Zeit und Raum und es bleibt Natur pur.

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung

Keine Kommentare zu Zum Sonnenuntergang nach Santorin

Kykladen-Hüpfen mit den „Siedlern von Catan“

Griechenland ist ein reiches Land. Reich an gastfreundlichen Menschen, an pittoresken Dörfern, herrlichen Stränden und kristallenem Meerwasser, an Kirchen, Tempeln, Statuen und Amphitheatern. Und an Inseln. Griechenland verfügt laut Wikipedia…

Griechenland ist ein reiches Land. Reich an gastfreundlichen Menschen, an pittoresken Dörfern, herrlichen Stränden und kristallenem Meerwasser, an Kirchen, Tempeln, Statuen und Amphitheatern. Und an Inseln. Griechenland verfügt laut Wikipedia über 3.054 Inseln, von denen 87 bewohnt sind. Europarekord. Auf neun davon sind wir gehüpft – als „Siedler“.

Die “Perlen von Hellas”

Jeder, der einmal die „Perlen von Hellas“ besucht hat, per Fähre, Segel- oder Motorboot, hat seine Lieblingsinsel. Wir auch. Dazu am Ende mehr. Wir – drei Männer aus Deutschland zwischen 45 und 60 Jahren – haben die „MS Galileo“, einen 48 Meter langen Dreimast-Motorsegler als schwimmende Pension gewählt, um acht Tage durchs Ägäische Meer zu schippern. Immer dabei haben wir die Insel „Catan“. Sie ist Teil des berühmten Brettspiels „Die Siedler von Catan“, bei dem die Spieler eine Insel aus wertvollen Rohstoffen erobern, Straßen anlegen und neue Siedlungen bauen müssen, aus denen schließlich Städte werden. Der Clou des Spiels ist der Tauschhandel. Von manchen Rohstoffen besitzt man reichlich, andere sind knapp. Erz gegen Wolle, Ziegel gegen Holz – getauscht wird nach den aktuellen Bauvorhaben. Wir wollen auf jeder Kykladen-Insel,die wir betreten, mindestens eine Partie zu spielen. Und an Bord der Galileo natürlich. Und vor der Abreise im Hafen von Athen. Und nach der Rückkehr natürlich. Wir schaffen es: 17 Mal bauen wir Catan auf, 17 Mal sagt einer von uns scheinbar staunend „Gib Dir mal diese Insel!“ Und 17 Mal muss (darf) der Sieger der Partie vor den Augen der Mitspieler ins Meer springen. Nicht einfach so. Nein. Mit einer Arschbombe.

kykladen-juergen-hoffmann-reiseblog-breitengrad53-6156

1. Der 7-Tage-Törn der „Galieo“ von und nach Piräus führt zu neun Schönheiten des Ägäischen Meeres: Poros, Poliegos, Folegandros, Santorin, Paros, Delos, Mykonos, Syros und Kythnos.

Vorschrift: Safety Drill

Empfangen werden wir auf der Galileo – wie von nun an jeden Tag bei der Rückkehr von einem Ausflug – mit einem kühlen Drink. Die Lounge auf dem Hauptdeck mit großen Fenstern ist in warmen Farben stilvoll eingerichtet, viel Holz, Messing und Teppiche. Auch die Kabinen auf dem Ober- und Unterdeck – sämtlich Außenkabinen – strahlen geschmackvolle Gemütlichkeit aus. Hier werden wir uns eine Woche wohlfühlen. Beeindruckend ist das große Sonnendeck mit Liegestühlen unter den Segeln. Vor dem Ablegen unseres Motorseglers werden wir in Sicherheitsfragen instruiert. Safety Drill. Vorschrift.

kykladen-juergen-hoffmann-reiseblog-breitengrad53-6153

1. Zwischen den Insel-Stopps ist Zeit zum Relaxen auf dem herrlichen Sonnendeck der „Galileo“

Das sauberste Wasser des Mittelmeeres

Was uns von der ersten Minute an Bord klar wird: Dieser Törn ist nichts für sehr junge Leute: Alles wirkt gediegen, ja, luxuriös, aber eben gedacht für Passagiere jenseits der 45. Die Ansprache, Einrichtung, die Musik, das Essen. Und tatsächlich dürfte das Durchschnittsalter unserer 31-köpfigen Gruppe, die sich mehrheitlich aus Briten, Amerikanern und Australiern zusammensetzt, bei weit über 50 liegen. Der Älteste, Peter aus London, ist 84 – und einer der interessantesten Mitreisenden. Er hat in der Normandie gegen die Deutschen gekämpft. Da war er 14. Irgendwann während der Reise nimmt Peter uns Drei beiseite und sagt: „Ich bin beeindruckt von Euch. Was Ihr Deutschen seit einigen Jahren macht, ist großartig.“ Was Peter meint: die Rolle Deutschlands bei der Rettung Griechenlands und der Rettung unzähliger geflüchteter und in Europa gestrandeter Menschen.

kykladen-juergen-hoffmann-reiseblog-breitengrad53-6078

1. Paros (165 km² groß) liegt westlich von Naxos und ist eine der grünsten Inseln der Kykladen. In der Altstadt von Parikia, der Hafenstadt des Eilandes, befindet sich die berühmte Marktstraße mit unzähligen kleinen Läden, von der viele stille Gässchen abgehen, die zum Verlaufen einladen.

Am ersten Abend erreichen wir Poros.Die Insel, nur 31 nautische Meilen von Piräus entfernt direkt vor den Peloponnes, ist grün und ideal für einen abendlichen Bummel entlang der Hafenbars und Cafés, deren Tische und Stühle vor der Tür zum Bleiben einladen. Ein schöner erster Eindruck von den Kykladen.

Über Nacht fährt unser Motorsegler nach Poliegos. Hier gehen wir in einer bezaubernden Bucht vor Anker. Badestopp. Direkt von der Galieo springen wir ins Meer. Das Wasser ist Anfang Juni noch kühl, aber herrlich klar. Das Meer in der Ägäis gilt als das eines der saubersten des gesamten Mittelmeers. Es folgt Folegandros. Wir finden gleich im Hafen ein für die Kykladen typisches Restaurant: Weiß getünchte Wände, blaue Fensterläden, Holztische mit weißen Tischdecken und eine Küche, in der wir persönlich die Fische aussuchen, die wir 15 Minuten später lecker zubereitet auf den Tellern vor uns liegen haben. Nach dem Essen bauen wir unsere eigene Insel auf: Catan. Das erste Spiel auf einer Kykladen-Insel. Ein zweites folgt, auch Wein und Ouzo. Natürlich.

Lieber Paros oder Syros als Santorin oder Mykonos

Nächster Stop ist Santorin. Die berühmte Vulkaninsel ist schon im Juni überlaufen. Zu viele Touristen, zu viele Busse, zu viele Nepp-Verkäufer, zu hohe Preise. Wir flüchten nach einem kurzen Ausflug mit dem Sea-Taxi nach Olia in ein Lokal am schwarzen Sandstrand von Kamari, das von einem freundlichen Griechen geführt wird, der in Düsseldorf Deutsch gelernt hat. Überhaupt: Die Griechen sind unglaublich herzlich, offen und zuvorkommend. Große Gastfreundschaft. Ein Beispiel: Als wir in ein Café gehen, um die Besitzerin zu bitten, uns ein Taxi zu bestellen, lädt sie uns nicht nur zu einem Orangensaft ein, sondern führt auch noch mehrere Telefonate, um uns einen Beach-Club nennen zu können, in dem wir essen und siedlern können. Die Griechen machen – jedenfalls in der Tourismus-Wirtschaft – nicht viel verkehrt. Im Gegenteil.

Paros ist der nächste Anlaufpunkt. Die Inselhauptstadt Parikia hat mich schon vor 25 Jahren bei meinem ersten Besuch fasziniert – und heute noch immer. Die kleinen Gässchen und Läden sind einfach zauberhaft, in den Cafés umschmeichelt leise Musik die Hörmuscheln – im Frühsommer 2016 erlebt hier Barry White seine Renaissance – und die Wirte geben sich trotz der 7.000-jährigen Geschichte des Eilands noch Mühe, jedem hereinkommenden das Gefühl zu vermitteln, er sei der allerwichtigste Gast. Paros ist grün und bunt, Bougainville-Sträucher liefern lila, rosa und rote Farbkleckse. Und Paros hat tolle Strände, zum Beispiel den Golden Beach im Süd-Osten. Es ist d e r Surfer-Strand schlechthin wegen der idealen Winde, die durch die Schneise zwischen Paros und Naxos kommen.

kykladen-juergen-hoffmann-reiseblog-breitengrad53-5951

1. Die fünf Insel-Rohstoffe der „Siedler von Catan“ waren an allen Stränden, in allen Restaurants und auf dem Schiff immer dabei – der Ouzo auch. (Fotos: Jürgen Hoffmann)

Für die meisten Reisenden in unserer Gruppe war am Ende der Tour Paros die schönste der Kykladen-Inseln. Nach einem Ausflug zu den Ausgrabungen von Delos – auf der Insel leben weniger als zwei Dutzend Menschen, Archäologen und Sicherheitskräfte – legen wir in Mykonos an. Eine Party-Hochburg. Wir allerdings beschränken uns auf einen Nachmittag an einem Strand, eine Fischplatte und eine Partie Siedler von Catan. Weil ich einen Wein zu viel trinke, verliere ich das Spiel durch einen dummen Fehler kurz vor Schluss: Ich glaube, die längste Handelsstraße zu haben, übersehe aber, dass sie eine Lücke aufweist. Eine bittere Niederlage. Die versuche ich zu vergessen, indem ich heute Nacht an Deck schlafe. Der herrliche Sternenhimmel ist die wunderbarste Decke. Die wärmt aber leider nicht. So flüchte ich gegen 2 Uhr nachts fröstelnd unter Deck – und Daunendecke.

„Gib Dir mal die Inseln der Kykladen!“

Für mich liegt mindestens gleichauf Syros:Schon der erste Eindruck, der des kleinen Hafens Ermopouli (Titelfoto), ist umwerfend. Pittoreske Hotels, kleine Restaurants und Bars, viele mit so coolem Interior ausgestattet, dass sich die Designer Ibizas und Madrids hier Anregungen holen könnten, das Apollon-Theater und der Local market mit Gemüse, Oliven, Getreide und Wein der Insel, der Augen und Nase sinnliche Vergnügen bereitet. Syros ist mit 84 Quadratkilometer eine der kleinsten Inseln der Kykladen, aber einer ihrer größten Juwelen.

Nach einem letzten Badestopp vor Kythnos fahren wir vorbei an Kap Sounion mit dem berühmten Poseidon-Tempel, der hoch über uns auf dem Felsen thront, und erreichen am späten Nachmittag wieder Marina Zea im Hafen von Piräus. Eine letzte Nacht an Bord, dann suchen wir uns gegen Mittag eine Hafen-Kneipe, um unsere 17. und letzte Partie auf dieser Reise zu spielen. Gib Dir mal diese Insel – und die der Kykladen!

Weitere Reiseinformationen für die Kykladen

Bezahlen in Griechenland

Griechenland gehört zur Euro-Zone, daher kann mit Euro bezahlt werden. In den meisten Restaurants und Geschäften werden die gängigen Kreditkarten akzeptiert. Benötigen Sie eine Kreditkarte, mit der Sie auch auf Mauritius kostenlos Geld beziehen können, finden Sie auf unserer Seite Geld im Urlaub eine Übersicht über kostenlose Kreditkarten.


Reiseführer für Kykladen

Es gibt zahlreiche Reiseführer über Binz. Eine Auswahl an Reiseführern für die Kykladen finden Sie hier.

Hinweis: Ttelbild (c) Fotolia.de/sea and sun

Keine Kommentare zu Kykladen-Hüpfen mit den „Siedlern von Catan“

Agios Georgios Pagi – kristallklares Wasser

Mit kräftigen Zügen schwimme ich durch das türkise Wasser – kristallklar und angenehm warm umschließt mich an diesem Morgen das Meer in unserer Bucht. Am heutigen Morgen konnte ich nicht…

Mit kräftigen Zügen schwimme ich durch das türkise Wasser – kristallklar und angenehm warm umschließt mich an diesem Morgen das Meer in unserer Bucht. Am heutigen Morgen konnte ich nicht anders, als ein einfach mein Handtuch zu schnappen um sofort ins erfrischende Nass zu springen. Am endlosen Sandstrand der Bucht Agios Georgios Pagi suche ich vergebens nach Menschenansammlungen oder den üblichen Anzeichen von Massentourismus. Dieser erste Tag auf der Insel Korfu lädt mich zu einer entspannten Urlaubswoche ein.

Die Grüne Insel Korfu

Nicht ohne Grund ist Korfu auch als grüne Insel bekannt. Durch das mediterran ausgeglichene Klima entdecke ich auf Korfu eine vielfältige Pflanzenwelt. Der Geruch von Zypressen steigt mir in die Nase und auch Olivenbäume sind hier allgegenwärtig. Rund um die Bucht finde ich kleine Zypressen und Olivenhaine mit jahrhundertealten Bäumen. Die Inhaberin unserer Lieblingstaverne erzählt mir, dass über die Hälfte der Insel mit Olivenbäumen bepflanzt ist – Olivenöl ist eines der wichtigsten Produkte, das von der Insel stammt und sich weltweit großer Beliebtheit erfreut. Auch Orchideen sind hier zuhause und gedeihen das gesamte Jahr.

Traumstrand Agios Georgios Pagi

Bucht von Agios Georgias Pagi

Bucht von Agios Georgias Pagi

Unsere traumhafte Bucht liegt im Nordwesten der Insel Korfu. Umschlossen von zwei Hügeln liegt sie direkt am Mittelmeer. Die europäische Umweltbehörde hat das Wasser in der Bucht Agios Georgios Pagi für seine perfekte Wasserqualität ausgezeichnet. Wenn das so ist, dann kann ja nichts mehr schief gehen, denke ich mir und entdecke bei einem Spaziergang am drei-kilometer-langen Sandstrand die Umgebung. Hier kann ich Tauch-, Segel- oder Paragliding-Kurse buchen. Auch Mountainbikes könnte ich hier leihen – vielleicht später. Ich lege mich mit meinem Buch unter eines der Schirmchen an der Bucht und genieße einen herrlichen Vormittag am Strand. Zur Mittagszeit gönne ich mir ein Glas Weinschorle in der Beachlounge direkt am Strand.

Agios Georgios wurde 2010 in die neu gegründete Großgemeinde Korfu integriert. Hier leben etwa fünftausend Menschen, die in erster Linie vom Tourismus und der Landwirtschaft leben. In den Supermärkten der Umgebung finden wir leckerste Lebensmittel – biologischer Anbau wird hier groß geschrieben. Für das erste Abendessen hole ich aus dem Supermarkt um die Ecke unseres kleinen Appartements frisches Obst und Gemüse, Schinken, einen leckeren Wein und natürlich Oliven. Wir machen uns auf unserem Balkon gemütlich und genießen den Sonnenuntergang bei entspannten Gesprächen und einem leckeren Essen.

Haus Vistonia in Agios Georgias Pari

Unsere Unterkunft direkt am Meer

“kafé ellinikó” im kleinen Ort Makrades

Gestärkt und erholt wollen wir in den nächsten Tagen die Umgebung erkunden. In näherer Entfernung ist das Honigtal zu erreichen und die beiden kleinen Dörfer Afionas und Makrades stehen auf unserem Ausflugsplan. Wir bummeln durch die Gassen der beiden Städtchen und genießen das Nichtstun in einem kleinen Cafés bei griechischem Mokka dem „kafé ellinikó“. Hier lernen wir, dass wir bei griechischem Kaffee gleich den gewünschten Süßegrad mit angeben müssen. Das Wasser wird hier zusammen mit dem Kaffeepulver und dem Zucker aufgekocht. Abends finden wir uns in einer der vielen netten Tavernen ein und essen köstliches „bekri mezé“, einen typischen Schweinegulasch und Sardellen „marídes“. Daran komme ich nie vorbei.

Beim Urlaub im Ferienappartement findet jeder seine individuelle Freiheit. Entweder wird selbst gekocht oder man nutzt die vielfältigen Angebote der Umgebung. Ohne Stress und Hektik des Alltags kann man sich einfach treiben lassen. Schöne Unterkünfte gibt es hier: Ferienwohnung Korfu.

© alle Bilder: Spyridon Konstantis

Keine Kommentare zu Agios Georgios Pagi – kristallklares Wasser

Rhodos: Geheimtipp mitten in der Eurokrise

[dropcapss]H[/dropcapss]ier riecht es gut! Ein bisschen nach Tannen und nach Kräutern der Provence.” Meine ersten Worte auf der Insel Rhodos kurz nach der Landung auf dem Flughafen Diagoras lassen meinen…

[dropcapss]H[/dropcapss]ier riecht es gut! Ein bisschen nach Tannen und nach Kräutern der Provence.” Meine ersten Worte auf der Insel Rhodos kurz nach der Landung auf dem Flughafen Diagoras lassen meinen Gastgeber schmunzeln: “Das sagt fast jeder, der das erste Mal hier ist. Rhodos hat ein eigenes Aroma. Würzig, frisch, mit einer Prise Salz.”

Lahania - Blick aufs Meer

Sehnsuchtsort Lahania im Süden der Insel mit Blick aufs Meer

Beitrag von Anja SteinbuchGeorg Petras ist ein Sohn der Insel. Der Deutsch-Grieche ist zwar in Stuttgart aufgewachsen, aber sein Herz schlägt hier auf diesem Eiland, das einst der Sonnengott Helios als Geschenk aus den Händen Zeus’ erhielt. 300 Sonnentage im Jahr versprechen Petras und die Reiseveranstalter. Flink brausen wir in knapp 20 Minuten vom Flughafen ins Hotel nach Rhodos-Stadt. Hier wohnt die Hälfte der Insulaner – im Norden des knapp 90 Kilometer langen und 45 Kilometer breiten Eilands. Geschäftiges Treiben auf den Straßen, volle Taxistände, erleuchtete Geschäfte, Restaurants und Cafés sind gut besucht. Auf meine Frage nach der Krise antwortet Petras: “Auf Rhodos hat die Wirtschaftskrise nur wenige wirklich hart getroffen. Weder Tourismus noch Immobilienmarkt haben massive Einbrüche erlitten, als 2010 der Staatsbankrott ausgerufen wurde.”

“Ola kala!” Das heißt soviel wie “alles in Ordnung”. Ja wirklich?

Der Beweis: Mitten in der Rezession hat Petras ein Büro des Maklerunternehmens Engel & Völkers in Rhodos Stadt eröffnet und sich als Franchisenehmer finanziell ins Zeug gelegt. “Viele haben mich damals für verrückt erklärt”, erinnert sich Petras. 2012 kam dann die Regierungskrise, Neuwahlen, Unsicherheit. Keiner wollte Häuser kaufen. Heute klingelt sein Telefon Sturm. Ein Ehepaar aus Süddeutschland bezieht gerade ein Ferienhaus im Süden der Insel. Ein Möbeldesigner aus England hat im Januar eine Villa in Lindos für drei Millionen Euro gekauft. Die Geschäfte laufen gut im Frühjahr 2014. “Das liegt an den gesunden Strukturen auf der Insel”, erklärt Petras. Fast alle Hotels sind in Besitz von griechischen Familien, das heißt, das Geld bleibt hier und der Immobilienmarkt ist nicht durch Investment-Blasen wie in Spanien zerstört worden.

Im Hotel Mediterranean mit Strand- und Meerblick spricht man Griechisch, Englisch und Hebräisch. Zwischen vielen griechischen Gästen sitzen ein paar wetterfest gekleidete Deutsche neben einer Reihe israelischer Familiengesellschaften im Frühstücksraum. Draußen peitschen schäumend Wellen an den weißen Strand. Die israelischen Charterflieger sind die ersten, die im Frühjahr auf Rhodos landen. Dann kommen die Engländer und ab Ostern auch die Deutschen. Von allen großen Flughäfen kann man dann direkt auf die Insel fliegen. In vier Stunden ist man von Deutschland aus da.

Ein Sonnenaufgang weckt mich am ersten Morgen

Ein Sonnenaufgang wie von Helios geschaffen, weckt mich am ersten Morgen. Sieben Uhr – und im Meer plantschen…. Engländer. Sie schwimmen bei 16 Grad Wassertemperatur. Die Luft ist ähnlich warm und weich und würzig. So richtig zum tief einatmen.

Haus auf Rhodos für 50 Cent

Ein Haus auf Rhodos für 50 Cent

Mein erster Stadtrundgang führt mich zum Hafen. Hier soll der Koloss von Rhodos – eine 300 Meter hohe Bronzestatue in der Antike gestanden haben, bis ein Erdbeben das Abbild Helios’ straucheln lies. Historiker bezweifeln das inzwischen und vermuten den einstigen Standort der kolossalen Standbildes eher weiter oben in der Altstadt. Zwei viel zu kleine Hirsche, das Wahrzeichen der Insel, zieren heute auf zwei mächtigen Säulen die Hafeneinfahrt. Hier legen in der Saison die Kreuzfahrer an. Wenn man vom Mandraki-Hafen aus in die Altstadt (UNESCO Weltkulturerbe) geht, stößt man ziemlich schnell auf der rechten Seite auf die Ritterstraße. Im 14. und 15. Jahrhundert hatten die Ordensritter zu beiden Seiten der Gasse die Herbergen für die einzelnen Landsmannschaften. Mehrere der Häuser tragen noch die steinernen Wappen der Landsmannschaften und der verschiedenen Großmeister. In dieser Gasse befindet sich außerdem das Ordenshospital. Hinter dem zweiten Bogen, der die Gasse überspannt, endet die Ritterstraße und man befindet sich auf dem Kleoboulos-Platz. Zur rechten Seite befindet sich dann der Durchgang zum Großmeisterpalast. Dieses Gebäude wurde von den Italienern während der Besatzungszeit vollständig neu aufgebaut, da der ursprüngliche Bau aus dem 14. Jahrhundert einer gewaltigen Explosion im Jahre 1856 zum Opfer fiel (ein vergessenes Pulvermagazin flog in die Luft). Über 800 Menschen kamen dabei ums Leben. Die Außenmauern entsprechen noch dem mittelalterlichen Stil, innen wurde aber nicht viel Wert auf einen originalgetreuen Nachbau gelegt. Ein Besuch lohnt trotzdem, denn es gibt viele Bodenmosaike (hauptsächlich von der Insel Kos) zu bewundern.

Eine griechisch-orthodoxe Hochzeit empfängt mich auf dem Kirchenvorplatz

Der Palast ist in der Vorsaison geschlossen, aber die Großmeisterliche Kirche an der Strandpromenade ist offen. Lautes Hupen empfängt mich auf dem Kirchenvorplatz. Eine Hochzeit. Eine griechisch-orthodoxe Hochzeit. Das Gotteshaus hat alle Schleusen geöffnet und flutet seine Insassen mit Kronleuchtern, Ikonen, Gold, Brokat und funkelnden Gemälden. Ein Pater empfängt die Hochzeitsgesellschaft mit sakralen Gesängen und Gebeten. Mehr als 100 Menschen haben sich versammelt, um dem Spektakel beizuwohnen. Ein Kamerateam mit Licht und Mikrofon dokumentiert das Geschehen vor dem Altar. Nach einer knappen Stunde frage ich meinen Nachbarn im Gang, wie lange das wohl noch so geht. “Eine halbe Stunde brauchen die noch”, sagt mir der Freund des Bräutigams. Es sei heute nur die kleine Feier geplant für Familie und engste Freunde. Was machen die Griechen dann für die Maxi-Version?

Hochzeit auf Rhodos

Hochzeit auf Rhodos

Berauscht von der opulenten Andacht stärke ich mit im Koykos. Das heißt Kuckuck und ist der Name einer Taverne im Zentrum von Rhodos Stadt – ein Lokal das immer voll ist. Sogar in der Vorsaison. Traditionelle griechische Fleisch- und Fischgerichte sowie Gebäck und guter Kaffee sind die Spezialitäten des Restaurants, das nebenbei eine kleine Ausstellung der Telekommunikation zeigt. Steckverbindungen und alte mechanische Telefone zieren den Empfangsbereich. Draußen prangt eine überdimensionale Kuckucksuhr. “In den Bergen im Landesinneren der Insel ist es wie in Tirol”, sagte mir ein Griechenlandfan vor meiner Reise und ich lächelte damals nur ungläubig: “Klar, Tirol mitten in der Ägäis.” Doch tatsächlich eröffnet sich jenseits der kilometerlangen Strände ein Gebirge bis in die 1000er Grenze. Serpentinenstraßen führen zu urigen Ausflugslokalen und Gebirgsbäche plätschern eifrig. Sie versorgen Rhodos und zwei Nachbarinseln mit Trinkwasser.

Rhodos ist mit 1.400 Quadratmetern die viertgrößte Insel Griechenlands

Rhodos ist mit 1.400 Quadratmetern die viertgrößte Insel Griechenlands und Hauptinsel der griechischen Inselgruppe Dodekanes in der Südost-Ägäis. Nach der Volkszählung von 2011 hatte die Insel 115.490 Einwohner, davon fast die Hälfte in der Stadt Rhodos, dem Hauptort und touristischen Zentrum im Norden der Insel. Schätzungen zufolge kommen auf das Jahr verteilt zwei Millionen Touristen auf die Insel.

Anja Steinbuch auf Rhodos

Anja Steinbuch in Lahania

Die Landschaft von Rhodos ist insbesondere im Inneren sehr gebirgig. Die höchsten Erhebungen sind der Attavyros mit 1215 Meter über dem Meer sowie der Akramitis mit 825 Meter über dem Meer. Die bis an die Küsten reichenden Berge fallen meist steil zum Meer ab. Der Süd- und Nordteil der Insel sind deutlich flacher. Das Südende der Insel geht in die Halbinsel Prasonisi über.

Der nächste Tag führt mich gen Süden. Das Dorf Koskinou ist nur fünf Kilometer von Rhodos Stadt entfernt, liegt leicht erhöht und eröffnet einige malerische Blicke auf das Meer. Yiorgros Stavridis hat hier mit seiner holländischen Frau ein paar hübsche Stadthäuser saniert, restauriert und vermietet sie an Deutsche und Skandinavier. “Hauptsächlich Stammgäste kommen hierher und suchen Ruhe und die Geborgenheit in einem griechischen Dorf”, erzählt Stavridis. Seine Häuser sind für diesen Sommer bereits ausgebucht.

Über Faliraki dem so genannten Ballermann von Rhodos, der allerdings sehr gemäßigt scheint, geht es über Lardos, wo übrigens Hans.W Geisendörfer, der Erfinder der Fernsehserie Lindenstraße, seit 30 Jahren mit seiner Familie lebt, geht es über Lindos, die unverwechselbaren Schönheit an der Akropolis, über Pefkos und Vlicha, wo die Schönen und Reichen urlauben, nach Lahania. Hier haben sich viele deutsche Auswanderer niedergelassen. Viele Künstler leben hier. Maler schätzen das Licht, die Farben. Alles ist intensiver als auf dem Festland.

Mein Ziel ist ein Ort zu dem es keine Straßenschilder gibt, von wo aus man einen Blick über den ganzen Süden der Insel hat. Auch einen Namen hat dieser Ort noch nicht. Ein Ehepaar aus Süddeutschland hat das im traditionellen Stil errichtete Anwesen einer Engländerin abgekauft und pflanzt hier Olivenbäume. Ein echter Platz an der Sonne. Der Süden der Insel ist ein Surferparadies. Wind- und Kitesurfing ist hier Pflichtprogramm

Der Süden der Insel ist ein Surferparadies

Hafeneinfahrt von Rhodos. Hier soll der Koloss von Rhodos gestanden haben.

Mit dem Auto geht es zurück gen Norden nach Rhodos-Stadt. Eine Stunde Schnellstraße und ich stehe wieder vor der Stadtmauer. Im Ta Kioupia stärke ich mich am Kamin mit traditionellen Köstlichkeiten wie Lamm mit Oregano gegrillt und köstlichem Pitabrot und gutem Wein. Viel frischer Salat mit Oliven darf nicht fehlen.  Das Lokal wird in zweiter Generation geführt und ist ein echter Geheimtipp. Gäste sind meist Einheimische nur wenige Touristen finden die Menekleous Straße 22 im Herzen der Altstadt. Ein Wochenende auf Rhodos ist Urlaub für Geist und Sinne – für alle? Marianna Minou verkauft am Hafen Lebensmittel, Kräuter und Souvenirs. Wir kommen ins Gespräch. Sie hat drei Jobs. Ihr Mann hat das Geschäft von seinem Vater übernommen. Dann kam die Krise. Von ihrem Schulleiterinnengehalt konnte sie die Familie nicht mehr ernähren. Sie nahm Lehraufträge an der Uni an. Am Wochenende hilft sie ihrem Mann im Laden, damit er sich nachmittags hinlegen kann. Morgens früh ist er auf dem Großmarkt. Das hört sich anstrengend an. “Viele Geschäfte in der Stadt sind leer”, erzählt Minou. Das war vor der Krise anders. “Hohe Steuern und niedrige Löhne zwingen viele in die Knie.” Doch in Rhodos soll es wieder aufwärts gehen: Die Marina soll bald fertig werden, und Segler und Yachtbesitzer anlocken. Kreuzfahrer bringen schubweise Touristenscharen. Die Bürokratie, zum Beispiel, um ein Geschäft zu eröffnen, wurde abgebaut. Die Grunderwerbssteuer von zehn auf drei Prozent gesenkt. Das macht Immobilienkäufe günstiger.

Am Flughafen werden die Ryanair-Schilder in Position gebracht. Massentourismus ist für Rhodos keine Lösung, aber ein Weg, um eine Marke zu werden, ein Sehnsuchtsort mit Aroma wie Sylt, Mallorca, oder Tirol – von allem etwas.

Keine Kommentare zu Rhodos: Geheimtipp mitten in der Eurokrise

Type on the field below and hit Enter/Return to search