Kategorie: Europa

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Lachsangeln in der Skjern Au in Dänemark

Angeln ist für manche Menschen das langweiligste Hobby der Welt. Andere suchen beim Angeln die Ruhe, die Entspannung, die Nähe zur Natur und die Befriedigung des männlichen Jagdinstinktes. Für mich ist es ein unglaublich schöner Ausgleich zum stressigen Leben. Aus diesem Grund bin ich mit zwei Freunden nach Dänemark gefahren, um dort einen der schönsten Fische zu fangen, den Lachs.

Angeln ist für manche Menschen das langweiligste Hobby der Welt. Andere suchen beim Angeln die Ruhe, Entspannung, die Nähe zur Natur und die Befriedigung des männlichen Jagdinstinktes. Für mich ist es ein unglaublich schöner Ausgleich zum stressigen Leben. Aus diesem Grund bin ich mit zwei Freunden nach Dänemark gefahren, um dort einen der schönsten Fische zu fangen, den Lachs.

Die Skjern Au ist ein großer Fluss in Dänemark, der für sein Lachsvorkommen sehr berühmt ist. Der Fluss ist zugleich auch das wasserreichste Fließgewässersystem des Landes. Hier konnte sich durch intensive und langjährige Anstrengungen zur Renaturierung und Wiederherstellung der Wasserqualität Dänemarks ältester Lachsstamm erhalten. Um den Lachs- und Meerforellenbestand zu erhalten, wurden Lachskontingente ins Leben gerufen, die uns später noch zum Verhängnis wurden.

Tageskarten und weitere Scheine sind wichtig

Wer an der Skjern Au angeln will, macht zuerst eins: Er muss tief in die Tasche greifen. Gleich drei Angelscheine (Fischereischein Dänemark, Tageskarten für Skjern Au, Lachskontingentkarte) muss der Angler in einem dänischen Angelgeschäft erwerben. Der Preis dafür kann sich sehen lassen. Umgerechnet 30€ kostet das Fischen mit einer Rute pro Tag. Dazu kommen eventuell noch Kunstköder wie Fliegen oder die fangsicheren „Spinner mit Kondom“, wie der Angelladenbesitzer Kostas uns den Spinner erklärt hat. Eine „Blinker“ mit rotierendem Metallblatt in Silber oder Bronze und der Kern mit einem grellen Gummiüberzug (gelb, rot, organge) verkleidet. Herkömmliche Spinner oder Blinker funktionieren nicht problemlos in der Skjern Au. Das Gewässer hat eine sehr starke Fließgeschwindigkeit und normale Kunstköder würden mit dem geringen Gewicht schnell an die Oberfläche kommen. Deshalb hat man diese „Kondomspinner“ entwickelt, die im Kern so um die 20 Gramm wiegen und damit Skjern-tauglich sind. Mit 7€ / Stück auch nicht gerade billig, aber das ist eine andere Geschichte.

Angelfreunde müssen windfest sein

Will man erfolgreich fischen, muss man in Dänemark noch etwas berücksichtigen. Und ich will es mal mit den Worten unseres dänischen Vermieters erklären: „Wir haben hier 14 Tage starken Wind im Jahr, den Rest stürmt es!“ Und er sollte bis auf ein paar Stunden recht behalten. Bekleidet wie ein Yeti und gefühlt wie ein Sumo-Ringer – mit Wathose, langer Unterhose, Jogginghose, dickem Schal, zwei Mützen, zwei dicken Pullovern, regen- und winddichter Jacke – steht der Skjern-Angler am Flussrand und wartet auf den Biss der Lachse.

Da wir ja schlaue Kerlchen sind, haben wir uns gleich für den ersten Tag einen Angelguide gemietet. Heine stammt aus Skjern und kennt den Fluss wie seine rechte Westentasche. Und gleich der erste Angelplatz hat es in sich: Wir müssen, um zum Fluss zu kommen, durch hüfttiefes Wasser gehen. Wer nicht aufpasst, rutscht aus.

In rund 100 Meter Abstand platziert uns der Guide auseinander. Nach drei Würfen geht man drei Schritte flussabwärts und versucht erneut sein Glück. Angeln am Fluss ist anders, als fischen am Weiher. Die Herausforderung ist dabei immer wieder gegen den Wind und die starke Strömung anzukämpfen. Durch den vielen Regen der vergangenen Wochen ist die Uferböschung aufgeweicht und rutschig. Ein Sturz in den Fluss hätte fatale Folgen. Durch die viele Kleidung und die Wathose, die voll Wasser laufen würde, hätte man kaum eine Chance aus dem Fluss zu klettern. Die starke Strömung würde auch ihren Teil dazu beitragen und den Angler wie ein Korken mitziehen. Aber, alles ist gut gegangen.

Der erste Fisch lässt lange auf sich warten. Aber immerhin kommt der Fang irgendwann. Sascha winkt und ruft den Guide, der seine ganze Erfahrung am Fluss ausspielen kann. Mit einem gezielten Griff schnappt sich Heine den Schwanz des Lachses und zieht den Fisch an Land. Und der hat ein gutes Format: 85 cm werden gemessen, und damit heißt es auch gleich wieder Abschied nehmen.

„Catch & Release“ heißt die Zauberformel. Fangen und wieder freilassen, wenn der Fisch nicht ins Kontingent passt oder die Mindestmaße nicht erfüllt. Das Jahreskontingent für Lachse ab einer Länge von 75cm ist bereits voll und so muss Sascha ungläubig den Lachs wieder schwimmen lassen. Damit den Fischen nichts passiert, darf auch nur mit Haken ohne Widerhaken geangelt werden. Noch schnell ein Foto von dem großen Fisch und weg ist er wieder. In dem Rahmen stelle ich mir die Frage, warum man 30€ / Tag bezahlen muss und den Fang dann wieder schwimmen lassen darf?

Überhaupt ist Sascha das Glückskind heute, denn er ist es auch, der den zweiten Lachs an der Angel hat. Doch Glück im Unglück für den Fisch. Auch dieser entspricht nicht ganz der Quote, ist mit rund 55cm länge zu klein (Mindestmaß ist 60cm), Foto und ab in die Skjern Au. 5 cm mehr und wir hätten einen leckeren Fisch mit nach Hause gebracht. So bleibt uns nur die Erinnerung an den Fluss, an den Sturm, an einen wundervollen Sonnenuntergang, an zwei tolle Lachse und an das leere Portemonnaie – und an den „Salon Ogge“, aber das ist ein anderes Thema. Das Leben eines Anglers kann so gemein sein…

Infos zum Angeln in der Skjern Au

Angelfreunde benötigen für das Angeln in der Skjern Au einen Fischereischein für Dänemark, Tageskarten für die Skjern Au und Lachskontingentkarte, die alle im Angelfachgeschäft gekauft werden können.

Das Video zum Lachsangeln in Dänemark

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Hexen vor der Haustüre

Wie spanisch ist eigentlich Galicien? Auf diese Frage bekommt man meist nur die orakelhafte Antwort: Sehr spanisch, nur anders. Das macht uns neugierig, den nordwestlichen Teil der iberischen Halbinsel, seine sprudelnden Heilquellen und das berühmte Pilgerziel zu entdecken.

Wie spanisch ist eigentlich Galicien? Auf diese Frage bekommt man meist nur die orakelhafte Antwort: Sehr spanisch, nur anders. Das macht uns neugierig, den nordwestlichen Teil der iberischen Halbinsel, seine sprudelnden Heilquellen und das berühmte Pilgerziel zu entdecken.

Nicht wie im übrigen Spanien lacht hier die Sonne immer vom blauen Himmel und statt Flamenco Musik, lieben die Galicier den Dudelsack. Von September bis Mai ist der Regenschirm das wichtigste Utensil. Doch dafür grünt und blüht es überall. Wälder mit Eukalyptusbäumen nehmen 30 Prozent des spanischen Waldbestandes ein. Und rund 8.000 verschiedene Kameliensorten blühen und gedeihen prächtig vor allem in den Wintermonaten. Unser Guide Tommi Alvarellos Laine, gebürtiger Galicier, ist von seiner Heimat voll und ganz überzeugt. „Von hier stammen berühmte Männer wie Fidel Castro, Francisco Franco und der Politiker Mariano Rajoy, ist sogar in der galizischen Hauptstadt Santiago di Campostela geboren“, zählt er auf.

„Unser Land ist eigentlich ein Paradies,“ fährt er fort. „Wir haben rund 1.300 km Küste. Neben 800 km Steilküste sind 300 km Strand“. Nicht zu vergessen die fjordähnlichen Meeresarme, die sogenannten Rias, sind ganz etwas Besonderes. Sie dringen tief ins Land ein und prägen die Küstenlandschaft zum Atlantik, machen sie abwechslungsreich mit einer Menge Kur-, Thalasso oder Spa-Hotels, die diese besondere geographische Formation nutzen. Das ist auch der Grund, warum das galizische Thermalangebot in Spanien unbestritten auf Platz eins liegt. Vom bescheidenen Kurbad, bis zur topmodernen Gesundheitsbehandlung inklusive Wellness, Beauty und landestypischer Kulinarik, kann man wählen. Wir testen mal das Angebot und lassen uns auf der Insel la Toja überraschen. Dort empfängt uns eine ganz besondere Atmosphäre.

Aalglattes Wasser des Riasfjords umgibt das moderne Kurhotel Eurostars. Ein besonderer Hingucker ist die kleine nahegelegene Kirche zum Hl. Sebastian, deren Fassade ganz und gar mit Muscheln verziert ist. Feinen Duft verströmt das traditionsreiche Seifengeschäft, wo man aus einem breiten Sortiment für jeden Zweck ein ganz besonderes Seifenstück wählen kann. Wirkungsvoll bei dermatologischen Problemen, so sagt man uns, sei eine schwarze Seife, die nur auf Insel la Toja hergestellt werde.

Heilbaden im Freien

In Ourense, eine Stadt im Landesinneren, mit einer bemerkenswerten, historischen Altstadt und bedeutenden Kathedrale mit ausdrucksvollem Skulpturenschmuck und goldgefasster Apsis, sprudelt das Heilwasser sogar direkt heiß aus den alten Brunnen von As Burgas, die bereits die Römer benutzten. Denn zu dieser Zeit war Ourense sehr begehrt, da man im Fluss Mino Gold schürfen konnte. Noch heute besitzt die Regierungsstadt von Galicien ihre eigene Thermalzone in der Stadtmitte, wo schwefelhaltiges Mineralwasser kostenfrei für Jedermann zugänglich ist. Wir staunen nicht schlecht, als wir mitten in der Stadt Damen und Herren im Badeanzug im dampfenden Schwefelbad erblicken.

Eine ähnliche, öffentliche Anlage, die Termas de Outariz, sind die Flussbäder am Mino. Bis zu 180 Personen können hier maximal zwei Stunden für ca. 6,00 Euro baden, entspannen und die herrlich grüne Flusslandschaft genießen. Das von 67 Grad auf Körperwärme herunter gekühlte Wasser ist besonders heilsam bei Hautproblemen und hohem Blutdruck.

„Das Bad mit all seinen zusätzlichen Angeboten, wie japanische Onzen oder einem Calidarium ist ganzjährig geöffnet,“ so die Geschäftsführerin Sandra Sanjiao. „Zwischen 9,00 Euro und 40,00 Euro kosten die Anwendungen. Obwohl Outariz kein Kurort ist, haben wir nur diplomierte Masseure, was unsere Gäste vornehmlich aus Galicien, Asturien und Madrid sehr schätzen“.

Speicher aus Granit

Abgesehen von den heilsamen Badeoasen, mal luxuriös und mal rustikal, ist der Besuch der kleinen, typischen galizischen Orte ein unbedingtes Muss. Hier findet man ganz eigenwillige Bauten, besondere Plätze und alte, bäuerliche Traditionen. Wir besuchen Combarro, der Fischerort liegt direkt am Meer, wo uns Tommi auch die Getreidespeicher, die Hórreos, zeigt. Wie kleine Kapellen mit einem Steinkreuz im Giebel sind diese rechteckigen Granithäuser einst von den Vorfahren auf Stelzen gebaut worden. Eine Holzverkleidung mit schmalen Schlitzen sorgt für den Luftaustausch, damit das gelagerte Getreide, Mais oder Fisch trocken bleibt und nicht verdirbt.

Mäuse und sonstige Nagetiere und Schädlinge hatten somit auch keine Chance an das Erntegut heranzukommen. Im typisch galizische Ort mit Häusern aus Granitstein führt unser Weg durch schmale Gassen, die es dort sicher schon vor 200 Jahren gab. Vor mancher Haustüre steht eine „Meigas“, die gute galizische Hexe, die seit Generationen besonders für das Glück und die Gesundheit der Frauen sorgt.

Pontevedra hingegen, Hauptstadt des portugiesischen Jakobweges, präsentiert eher den urbanen galizischen Stil. Während des 15. Und 16. Jahrhunderts war sie der Haupthafen von Galicien. Silberschmiede kreierten zur Zeit der spanischen Renaissance den sogenannten plateresken Stil. Ein bedeutendes Beispiel dafür zeigt die Fassade der Basilika Santa Maria Major. Wie eine filigrane Silberarbeit sind die Darstellungen zu Ehren der Fischer und der Schifffahrt gearbeitet. Die Altstadt von Pontevedra kann mit einer Opernkulisse verglichen werden. Kleine Plätze arrangieren sich lauschig aneinander. Säulen tragen Balkone, die als Veranden mit Fenstern verkleidet sind. Die etwas verspielte Architektur wird aber dennoch gehalten von dem massiven Mauerwerk aus Granit, das dazu einen stabilen Akzent setzt.

Kandierte Veilchen zur Pastete

Auf dem Hauptplatz von Pontevedra, im Restaurant Eirado da Lena herrscht bereits reges Treiben. Es ist Mittagszeit und die Plätze draußen sind schon alle besetzt. Doch der gut gelaunte Chefkoch persönlich, Inaki Brental, macht uns drinnen im Gastraum einen Tisch frei. Er ist in der Welt der Kulinarik in Spanien schon lange kein Unbekannter mehr. Mit einem Begrüßungsschluck vom typischen Albarinho, dem galizischen Weißwein von der Rias Baixas, dazu selbstgebackenem Weißbrot mit Salz und Olivennöl, bekommen wir Appetit auf seine Kochkünste. Es folgen kleine Portionen mit Leckereien vom Tintenfisch, serviert auf einem Granitstein, gefolgt von Taschenmessermuscheln mit Mango und Algenblume.

Mit weißen Bohnen und Hummer in Tomatensoße und Gänseleberpastete mit Vanille, verziert mit kandierten Veilchen setzt er die Geschmackslatte schon ziemlich hoch. Eine Käseauswahl von Ziege, Schaf und Kuh, danach noch ein fluffiges Dessert von Maracujaschaum und Waldfrüchten beschließt die köstliche mediterrane, galizische Speisefolge mit raffinierten Geschmackskombinationen.

Und das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss – in unserem Fall ist es die berühmte Pilger- und galizische Hauptstadt Santiago de Compostela, die den Schlusspunkt unserer Reise setzt. Bei strömenden Regen bahnen wir uns auf alten, holprigen Quadersteinen durch die Pilgerschar einen Weg zur Kathedrale, die ab dem Jahr 1075 auf Überresten von Gebäuden früherer Epochen erbaut wurde. „Hier befindet sich das Grab des Hl. Jakobus“, erklärt Tommi“, „nach den vielen verschiedenen Stilepochen dominiert heute der Barock, den wir sowohl außen an der Fassade, wie auch im Inneren sehen können“. Hier glänzt und glitzert es in Gold und Silber von den Altären, den Decken und den Wänden.

Im riesigen 96 m langen Hauptschiff, dem 20 m hohen Kirchenraum erkennen wir auch das berühmte, überdimensionale „Botafumeiro“ (Weihrauchfass), das bei Beginn der Messe und zu den Andachten in einem großen Bogen von zwei Messdienern hin- und hergeschwungen wird. Pilger aus aller Welt haben bereits in der Kathedrale Platz genommen, um bei der Hl. Messe dabeizusein. Denn jetzt und hier ist das Ziel ihrer langen, mühsamen Reise erreicht.

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung.  | Titelfoto by Fotolia.de #155544667

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Zum Sonnenuntergang nach Santorin

Die Ägäis, das tiefblaue Meer, das die griechische und türkische Küste umspült, war Schauplatz dramatischer Mythologie. Vor allem auf den zahlreichen Inseln, mal bewohnt mal menschenleer, haben sich antike Tragödien abgespielt, wurden Götter und Heilige verehrt und Könige grausam gemordet. Dennoch zieht die sagenumwobene Welt der Ägäis heute wie vor tausenden von Jahren die Menschen an. Das azurblaue Wasser, das unvergleichlich helle Licht und vor allem die Beständigkeit der Winde schaffen die Voraussetzungen für einen regen Schiffsverkehr zu den Inseln.

Die Ägäis, das tiefblaue Meer, das die griechische und türkische Küste umspült, war Schauplatz dramatischer Mythologie. Vor allem auf den zahlreichen Inseln, mal bewohnt mal menschenleer, haben sich antike Tragödien abgespielt, wurden Götter und Heilige verehrt und Könige grausam gemordet. Dennoch zieht die sagenumwobene Welt der Ägäis heute wie vor tausenden von Jahren die Menschen an. Das azurblaue Wasser, das unvergleichlich helle Licht und vor allem die Beständigkeit der Winde schaffen die Voraussetzungen für einen regen Schiffsverkehr zu den Inseln.

Gerade kleinere Schiffe, wie die Celestyal Olympia mit 720 Kabinen bieten eine dreitägige Kreuzfahrt in der Ägäis mit allem Drum und Dran. Von der Kabine, all inclusive, Unterhaltungsprogramm, Fitness und Massagen kann man es sich zwischen den Landausflügen gut gehen lassen.

Kurs auf die sagenumwobenen Inselwelten in der Ägäis

Doch im Mittelpunkt stehen die Besichtigungen. Zweimal am Tag wird aus- und eingeschifft, was dank der professionellen Hilfe des Schiffspersonals reibungslos verläuft. Mit der Partyinsel Mykonos, wo jährlich zwei Mio. Touristen Urlaub machen, beginnt das Ausflugsprogramm. Auf einem Inselrundgang vorbei an den chicen Boutiquen und Cafés sind neben den gepflegten Sandstränden auch die berühmten Windmühlen auf den Anhöhen der Insel nicht zu übersehen. Vom starken Wind dort oben wurden sie schon vor rund 400 Jahren angetrieben, wodurch das Mehl gemahlen werden konnte.

Wer sich für ihre Geschichte interessiert kann das Mühlenmuseum besuchen. Sehenswert sind auch die typischen, strahlend weißen Häuser und Villen. Mit den Flachdächern, kleinen Balkonen und Erker erinnert die Architektur an den Orient.

Antike Bibliothek

Auf dieser Inselhopping Tour wird wie im Bilderbuch umgeblättert. Denn nur ein paar Stunden später geht die Celestyal an der türkischen Ägäis in Kusadasi vor Anker. Das antike Ephesus steht auf dem Besichtigungsprogramm. Einst galt es als größte und bedeutendste, griechische Stadt in Kleinasien. Erdbeben und witterungsbedingte Schäden haben der Architektur stark zugesetzt. Aber heute, akribisch restauriert und wiederhergestellt, erinnern die Tempel, Theater und Wohnhäuser an die Römerzeit des 2. Jh. n. Chr.

Höhepunkt, 1908 bei Ausgrabungen entdeckt, ist die Celsus-Bibliothek. Perfekt restauriert, ist sie heute das musikalische Mekka für berühmte Orchester, Pianisten und Opernsänger, die vor der antiken Kulisse ihr Repertoire präsentieren.

Zwischendurch während der Ruhepausen an Bord heißt es entweder mit einem Cocktail in der Hand den Wellen zuzusehen, oder, wer sich angemeldet hat, dem Kapitän des Schiffes, einen Besuch abzustatten.

Kapitän Stathis Romeos, der seit 40 Jahren hinter dem Steuerrad steht, ist  zusammen mit seiner Crew von fünf Offizieren und 20 Helfern  verantwortlich für den richtigen Kurs. Ruhig, aber bestimmt gibt er nur wenige Befehle und bleibt im Hintergrund. Aber seine Ruhe und Erfahrung wirken überzeugend, dass der Kurs auf der Celestyal Olympia stets gehalten wird.

Wallfahrtsort Patmos

Der nächste Hafen auf der Route heißt Patmos, wo sich das Kloster des Heiligen Johannes aus dem Jahr 1088 befindet. Berühmt und als Heiligtum der griechisch-orthodoxen Kirche verehrt, ist die Johannes Grotte, wo der Evangelist aufgrund seiner Visionen die Apokalypse, das letzte Buch des Neuen Testaments verfasste. Holzgeschnitzte Ikonen und Fresken zeigen wie Johannes, der auf Patmos in Verbannung lebte, seine Eingebungen erhielt. Der Blick von den Klostermauern herab auf die kleinen Inseln rundum Patmos strahlt erhabene Ruhe aus. Hier auf der sogenannten heiligen Insel herrscht nur an Ostern große Betriebsamkeit, wenn die Wallfahrer in Scharen zum Heiligtum pilgern.

Auf Kreta ist das ganze Jahr Saison

Im Gegensatz dazu ist auf Kreta das ganze Jahr Saison. Der Palast von Knossos, in dem sich die grausame Sage um das Monster Minotaurus abspielte, übt nach wie vor eine besondere Magie auf die Besucher aus.  Hinzukommt, dass die minoische Kultur, datiert um 2600 v. Chr., als Frühgeschichte der europäischen Kultur zählt.

Guide Irini verweist noch auf ein anderes Kapitel griechischer Geschichte aus der Neuzeit. Auf einer Anhöhe von Heraklion befindet sich die Grabstätte von Nicos Kazantzakis, dem Autor unter anderem des Alexis Sorbas. Als Sohn der Insel Kreta 1883 geboren, wird er heute noch verehrt. “Ich fürchte nichts – Ich hoffe nichts- Ich bin frei” so seine Grabinschrift” spricht vielen Griechen aus der Seele.

Originalrezept für Zaziki

Bevor es auf die Insel Santorin geht, wird eine Lunchpause an Bord eingelegt und der Athener Vasili Ronnliotis, Chefkoch an Bord, stellt sich und seine Crew vor. Ohne Ruhetag zaubert sie für 25 Nationalitäten die Gerichte aus der Küche. “Ich mache das seit vier Jahren hier auf diesem Schiff, nachdem ich in Hotels und Restaurants am Festland gelernt habe”, erklärt er. Seine Mannschaft, die auf 300 Küchenquadratmeter arbeitet, besteht aus 74 Mitarbeitern. Über 1600 Portionen werden tagtäglich zubereitet und serviert. Ronnliotis kocht am liebsten mediterran und lobt dabei auch das gute griechische Öl und den würzigen Käse.

Und dann lässt er sich noch überreden, sein Zaziki-Rezept zu verraten: “Ein halbes Kilo griechischen Joghurt, geschälte Gurken ohne Kerne dünn schneiden, mit Öl, Salz, Knoblauch und Dill verrühren. Dazu kommt ein Schuss Ouzo und für eine Nacht wird das originale Zaziki dann in den Kühlschrank gestellt”.

Letzte Sonnenstrahlen auf Santorin

Die Insel Santorin im Süden der Kykladen, wird vom Schiff aus mit Tenderbooten erreicht. Schon bei der Anfahrt begeistert die außergewöhnliche Lage der ringförmig angeordneten Inselorte. Wie auf den Felsenkamm geklebt, liegen die Häuser auf dem Vulkankrater, der gefüllt mit Meereswasser die skurrile Ansicht prägt.

Der Ort Oia ist neben seiner speziellen Häuserarchitektur mit gerundeten Dächern, der Aussichtspunkt für gigantische Sonnenuntergänge. Noch strahlte das helle Ägäislicht auf das bunte Dorf Oia. Doch wenn die Sonne untergeht und ihr goldenes Licht in die Ägäis ergießt, dann versinken Zeit und Raum und es bleibt Natur pur.

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung

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Skifahren beim “Geist von Spiez”

Skischuhe – Ich frage mich jedes Mal, warum sich die Menschheit in diese engen Plastikschalen, in denen man keine Bewegungsfreiheit hat und einem die Füße wegen der unnormalen Haltung absterben, überhaupt reinquetscht? Die Antwort weiß ich, als ich den Kampf mit den Schnallen der Schuhe gewonnen habe: Schnee, Berge – zum ersten Mal überhaupt bin ich zum Skifahren in der Schweiz.

Skischuhe – Ich frage mich jedes Mal, warum sich die Menschheit in diese engen Plastikschalen, in denen man keine Bewegungsfreiheit hat und einem die Füße wegen der unnormalen Haltung absterben, überhaupt reinquetscht? Die Antwort weiß ich, als ich den Kampf mit den Schnallen der Schuhe gewonnen habe: Schnee, Berge – zum ersten Mal überhaupt bin ich zum Skifahren in der Schweiz.

Als ich meine Reise in Kiel mit der Bahn starte, hätte ich auch im ICE sitzen bleiben können. Mein Ziel ist auch das Ziel des Zuges: Zürich. Ich steige allerdings in Hamburg aus der Bahn wieder aus und nehme den Flieger. Doch bis nach Interlaken im Berner Oberland fliegt die Lufthansa nicht und so steige ich in Zürich erneut in einen Zug und verbringe die restliche Zeit bis zum Zielort auf den Schienen.

Interlaken ist eine kleine Stadt (ca. 6.000 Einwohner) im Kanton Bern zwischen dem Thunersee und Brienzersee. Der Name kommt aus dem lateinischen «Inter Lacus», was soviel wie „zwischen den Seen“ bedeutet. Interlaken lebt vom Tourismus. Rund 6.000 Gästebetten und fast 60 Hotels sprechen da eine deutliche Sprache. Kein Wunder also, dass viele Hoteliers in der jetzigen Zeit von schwierigen Verhältnissen sprechen. Der Wegfall des Mindestkurses für den Schweizer Franken hat den Urlaub in der Schweiz für Gäste aus den Euro-Ländern noch teurer gemacht, als er ohnehin schon war.

Skifahren

Blauer Himmel in Interlaken. Im Hintergrund ist das Bergpanorama zu sehen. Hier ist ein Paradies zum Skifahren (Fotos: Jörg Baldin)

Deshalb will die Urlaubsregion im Berner Oberland mit noch mehr Qualität und Vielfalt beweisen, dass sich ein Urlaub in der Schweiz trotz der hohen Kosten auf jeden Fall lohnt. Ein gelungenes Beispiel dafür wurde mitten in der Stadt errichtet. „Ice Magic“ heißt eine Schlittschuhanlage, die mit mehreren Eisfeldern, einer Schlittschuh-Straße (400 m lang) und einer Anlage für Eisstockschießen für ein besonderes Schlittschuherlebnis sorgt. Und wer nach dem Schlittschuhlaufen hungrig wird, kann sich an einem der Markstände an der Bahn stärken oder im Iglu-Zelt zünftig zu Abend essen.

Ice Magic Interlaken

Eine richtig gute Schlittschuhanlage: Ice Magic.

Wer hier Skifahren will, kommt am Skibus nicht vorbei

Wer in Interlaken wohnt und skifahren möchte, der kommt am Skibus nicht vorbei. Die kostenlosen Busse fahren täglich zu den anliegenden Skiregionen. Urlauber sollten ihre Autos besser am Hotel stehen lassen, denn die Straßen bis zur Station der Bergbahnen haben es teilweise in sich. Ich fahre allerdings mit dem Zug zu meiner ersten Abfahrt. Von Interlaken geht’s nach Grindelwald zum Skigebiet „Kleine Scheidegg-Männlichen“. Hier wird mir zum ersten Mal bewusst, wo genau ich mich eigentlich befinde, denn die Zahnradbahn fährt an einem der berühmtesten Berge der Welt entlang, dem Eiger. Die Eigernordwand gehörte lange Zeit zu den schwierigsten Strecken der Welt. 52 Menschen starben insgesamt beim Versuch, die Wand zu durchsteigen. Einer der toten Bergsteiger wird noch immer vermisst. Doch nicht nur der Eiger bildet hier ein prächtiges Panorama, auch der Mönch und die Jungfrau liegen an diesem Skigebiet.

Grindelwald

Aus dem Zug in die Zahnradbahn. Wer ins Skigebit “Kleine Scheidegg-Männlichen” will, muss hier in die Zahnradbahn umsteigen.

Kleine Scheidegg

Nebel versperrt die Sicht auf den Eiger. Startpunkt für viele Skifahrer ist der Bahnhof “Kleine Scheidegg”.

Die Skipisten sind für alle Skifahrer – Anfänger oder Profi – geeignet. Einzig und alleine die Skilifte könnten komfortabler sein. Sitzheizungen oder Windschutz gibt es nicht, wären aber nützlich, weil der Wind gerne über die kahlen Schneefelder weht und man auf den teils langen Auffahrten schnell auskühlt. Aber die langen Wartezeiten an den Liften entfallen und die sehr gut präparierten Pisten und die Landschaft entschädigen dieses kleine Manko.

Fondue in allen Variationen

Nach dem langen Skitag geht’s abends ins Restaurant des „Hotel Alpenblick“ in Wilderswil. Auf dem Menu steht, wie sollte es für Schweiz Urlauber anders sein, Fondue. Was der Finne mit seiner Sauna, ist der Schweizer mit seinem Fondue. Alles was essbar ist, wird entweder in Brühe oder in Käse getunkt. Dazu gibt es ein leckeres Glas Rotwein und Brot. Für mich ist der Abend damit gerettet, denn ich mag das gemütliche Essen und lecker ist es auch…

Huette Axalp

Eine gemütliche Hütte an der Bergstation der Axalp.

Das Skigebiet am nächsten Tag ist wieder mit dem Bus zu erreichen. Heute geht’s auf einen richtigen Familienberg. Die Axalp oberhalb von Brienz verfügt über eine Sesselbahn und drei Schlepplifte und gehört mit rund 15 Pistenkilometern zu den kleineren Skigebieten im Berner Oberland. Auch diese Pisten sind hervorragend präpariert und mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden gespickt. Das kleine Skigebiet ist hervorragend für Familien geeignet. Zudem bietet der Berg einen atemberaubenden Blick auf den Brienzer See und die Brienz selbst. Wer zu Mittag zünftig essen gehen möchte, sollte ins „Restaurant Hilten“ einkehren, das etwas abseits der Pisten liegt aber mit Skiern gut erreicht werden kann.

Abends steht Kultur auf meinem Programm: Fußball-Kultur. Ich bin zu Besuch im „Hotel Belvédère“ in Spiez. Hier wurde der „Geist von Spiez“ geboren, denn die Fußball-Weltmeister von 1954 haben in diesem Haus gewohnt. Das „Wunder von Bern“ hat hier den Ursprung und deshalb erinnern viele Dinge an die Weltmeister von 1954. So auch einige Namen der Speisen, die das sehr gute Restaurant im Haus anbietet. Ich habe mich für „Der Ball ist rund und das Spiel dauert 90 Minuten“ entschieden. Auch dieses weltberühmte Zitat von Sepp Herberger soll hier im Hotel entstanden sein.

Bilderbuch Fußball-WM

Eine absolute Rarität: Ein Sammelalbum aus den 50er Jahren mit allen Bildern von der Weltmeisterelf.

[toggle title=”Buchungen”]Wer seinen Urlaub in der Schweiz über Reiseveranstalter gebucht hat, kann sich freuen. TUI zum Beispiel hat bis zum Ende der kommenden Sommersaison feste Preise mit den Hotels der Destinationen abgestimmt und fängt so Kurschwankungen ab. Dennoch empfiehlt Mario Köpers von TUI Deutschland: „Möglichst viele Nebenleistungen in die Buchung mit aufnehmen, denn die Nebenkosten werden teurer.“ Zudem bietet TUI eine Schneegarantie an, bei der bei Schneemangel kostenlos ein späterer Zeitraum oder ein anderes Urlaubsziel gebucht werden kann. Weitere Infos unter www.tui.com[/toggle]

[toggle title=”Unterkunft”]Das „Lindner Grand Hotel Beau Rivage“ in Interlaken liegt nur wenige Minuten vom Bahnhof entfernt und bietet neben großzügigen Zimmern vor allem eine gute Küche und einen großen Wellnessbereich mit Schwimmbad an. Das 5-Sterne-Grandhotel wurde 1874 erbaut. Weitere Infos unter www.lindnerhotels.ch [/toggle]

Hinweis: Der Autor wurde zu dieser Reise eingeladen.

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Abenteuer Strandsand

Weit und breit kein Mensch zu sehen. Spritzwasser macht die Scheibe meines Land Rovers nahezu undurchsichtig, dennoch gebe ich Gas. Jetzt ist kein guter Moment im Sand stecken zu bleiben. Ich trete weiter auf das Gaspedal. Der Motor dreht hoch, die Reifen fressen sich in den nassen Sand der Nordsee und treiben den Discovery Sport weiter nach vorn. So macht das Fahren am Strand der Insel Rømø richtig Spaß. Und mit diesem Wagen bleibt man ohnehin nirgends stecken. Zumindest nicht in Dänemark.

Weit und breit kein Mensch zu sehen. Spritzwasser macht die Scheibe meines Land Rovers nahezu undurchsichtig, dennoch gebe ich Gas. Jetzt ist kein guter Moment im Sand stecken zu bleiben. Ich trete weiter auf das Gaspedal. Der Motor dreht hoch, die Reifen fressen sich in den nassen Sand der Nordsee und treiben den Discovery Sport weiter nach vorn. So macht das Fahren am Strand der Insel Rømø richtig Spaß. Und mit diesem Wagen bleibt man ohnehin nirgends stecken. Zumindest nicht in Dänemark.

LandRover Discovery Sport - Romo - Jörg Baldin-5070

Rømø liegt drei Kilometer nördlich von Sylt und ist vor allem wegen des kilometerbreiten befahrbaren Sandstrandes ein beliebtes Ferienziel, vor allem für Surfer und Familien mit Kindern. (Fotos: Janina Baldin)

Meinen Kindern auf dem Rücksitz scheint es zu gefallen. Immer und immer wieder fordern sie mich auf, durch die tiefen Pfützen am breiten Strand der Nordsee zu fahren. Wo andere Fahrzeuge längst im Schlamm versagen, fährt der Land Rover Discovery Sport wie auf Schienen. Egal ob Straße, weicher Sand, nasser Sand oder Wiese – der Wagen ist auf allen Untergründen zuhause.

Zum zweiten Mal sind wir auf der Insel Rømø

Zum zweiten Mal sind wir im Urlaub auf der Insel Rømø. Und wieder haben wir einen Land Rover dabei, der sich sehr gut in die Landschaft von Dänemark einfügt. Und in unseren Urlaubsablauf. Das Gepäck für fünf Personen passt locker in den geräumigen Kofferraum des Geländewagens und auf der Straße macht das Fahren mit dem Auto ohnehin viel Spaß. Motor, Getriebe und Fahrwerk sind optimal für die längere Fahrt abgestimmt.

Und so führt die Fahrt von Kiel über Flensburg auf die Insel Rømø, die über einen längeren Damm, dem Rømødæmningen, mit dem Auto vom Festland erreichbar ist. Die Insel ist nur knapp 129 km² groß und hat kaum mehr als 590 Einwohner. Rømø ist die südlichste dänische Wattenmeerinsel. Sie liegt drei Kilometer nördlich von Sylt und ist vor allem wegen des kilometerbreiten befahrbaren Sandstrandes ein beliebtes Ferienziel, vor allem für Surfer und Familien mit Kindern.

LandRover Discovery Sport - Romo - Jörg Baldin-5048

Havneby ist der größte Ort von Rømø

Havneby, im Süden der Insel, ist der größte Ort von Rømø. Dort ist auch der Fährhafen der Insel, der mit der Rømø-Sylt-Linie die einzige Alternative für Besuche auf Sylt ist, die nicht über den Hindenburgdamm führt. Zwei große Strände bilden den Mittelpunkt der vielen Urlauber, die nach Rømø kommen. Neben dem Sonderstrand ist vor allem der Lakolk Strand ein beliebtes Ziel. Der über 700 Meter breite, feine Sandstrand darf mit dem Fahrzeug befahren werden. Aus diesem Grund sind dort, vor allem in den Sommermonaten, viele Urlauber mit Kindern zu finden, die die Weite des Strandes für einen entspannten Familienurlaub nutzen.

Hinweis: Der Land Rover Discovery Sport wurde uns zur Verfügung gestellt.

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One (K)night in Malta

Es könnte eine Kulisse für einen James Bond-Film sein. Das war mein erster Gedanke, als ich auf dem höchsten Punkt Vallettas spazieren ging. Mein Blick wanderte auf die Hafeneinfahrt, aufs Fort St. Elmo und die vielen Dächer der Stadt. Ein beeindruckender Ausblick aufs Meer und den Hafen. Die Idee hatten vor mir auch viele andere Regisseure, denn Malta hat sich in den letzten Jahren zu einer wahren Hochburg der Filmindustrie aus Hollywood gemausert. So auch Ian Flemming, denn mit “Casino Royale” wurde hier der erste Bond-Film mit Daniel Craig gedreht.

Es könnte eine Kulisse für einen James Bond-Film sein. Das war mein erster Gedanke, als ich auf dem höchsten Punkt Vallettas spazieren ging. Mein Blick wanderte auf die Hafeneinfahrt, aufs Fort St. Elmo und die vielen Dächer der Stadt. Ein beeindruckender Ausblick aufs Meer und den Hafen. Die Idee hatten vor mir auch viele andere Regisseure, denn Malta hat sich in den letzten Jahren zu einer wahren Hochburg der Filmindustrie aus Hollywood gemausert. So auch Ian Flemming, denn mit “Casino Royale” wurde hier der erste Bond-Film mit Daniel Craig gedreht.

Malta - Urlaub auf Malta - Joerg Baldin P1050387

Toller Blick auf den Hafen und die Stadt Valletta. (Alle Fotos by Jörg Baldin

Die nahezu unbeschädigten Festungsmauern, die engen Gassen und die städtische Architektur haben dazu geführt, das Valletta von der UNESCO als Weltkulturerbe eingestuft wurde. Und so entstanden hier in den letzten Jahren zahlreiche Filme für Hollywood. Allen voran der Film „Popeye – Der Seemann mit dem harten Schlag“, der im Jahr 1980 auf Malta gedreht wurde und dafür extra eine Fischerdorf-Kulisse aufgebaut wurde. Der Film floppte, aber „Popeye Village“ dient nach wie vor als Touristenattraktion. Die bekanntesten Produktionen auf der Insel sind „Gladiator“ oder die Fernsehserie „Games of Thrones“. Beide wurden hauptsächlich in der ehemaligen Hauptstadt Mdina gedreht.

Grand Master Palace – Sitz des Präsidenten

Eines der ältesten Bauwerke in Valletta ist der Grand Master Palace, der von 1569 bis 1575 errichtet worden ist und heute noch als Sitz des Parlaments und als Präsidentensitz dient. Weite Teile des Gebäudes sind zugänglich. Hier kann der Besucher in die Vergangenheit der Insel eintauchen, die vor allem durch das Vermächtnis der Ritter von Malta geprägt wurde. 250 Jahre haben die „Knights of Malta“ über die Insel geherrscht und noch heute ziert das achteckige Malteser Kreuz die Flagge des Landes.

Dem Ritterorden ist es zu verdanken, das am größten Naturhafen Europas – dem „Grand Harbour“ – 19 Lagerräume errichtet wurden. Großmeister Manuel Pinto de Fonseca hatte den Bau der Häuser vor 250 Jahren in Auftrag gegeben, die vor allem zum Warenumschlag genutzt wurden. Sie symbolisieren noch heute die Blütezeit des Malteserordens. Nach dem Bau eines großen Kreuzfahrtterminals und der Renovierung der einzelnen Häuser, findet man heute an der „Valletta Waterfront“ zahlreiche Cafés und Restaurants.

Nicht ohne Grund wurde Valletta aufgrund der vielen kulturellen Möglichkeiten als europäische Kulturhauptstadt 2018 ausgewählt. Zahlreiche Veranstaltungen, wie z.B. das Fireworks Festival, das Malta International Jazz Festival, die Isle of MTV, die Kulturnacht „Notte Bianca“, Theater- und Opernaufführungen sowie religiöse Patronatsfeste finden auf Malta statt.

Mdina hat nur knapp 230 Einwohner

Von der ganzen Insel aus zu erkennen ist Mdina, die ehemalige Hauptstadt von Malta. Mdina liegt auf einem 185 Meter hohen Ausläufer des Dingli-Plateaus und ist ein ganz besonderer, fast magischer Ort. Hier wohnen nur knapp mehr als 230 Einwohner, doch tagsüber schlendern tausende Touristen durch die Stadt oder lassen sich vereinzelt mit Pferdekutschen durch die engen Gassen fahren. Autos sind tabu. Die „stille Stadt“, wie Mdina auch genannt wird, wird zudem von den Palästen und Kirchen geprägt, die im typischen hellbraunen Kalkstein erreicht wurden. Da es in der Stadt nur wenige Restaurants und nur ein Hotel gibt, ist der Ort abends menschenleer.

Der „kleinste Strand der Welt“ ist auf Comino

Von Mdina nach Comino geht’s mit dem Boot. Der „kleinste Strand der Welt“, der auf einer kleinen Insel liegt, befindet sich zwischen Malta und der Schwesterinsel Gozo. Comino diente ebenfalls schon als Filmkulisse. Hier wurden Filme wie „Troja“ oder „Swept Away“ von Guy Ritchie gedreht, bei dem Madonna im türkisfarbenen Wasser der „blauen Lagune“ gebadet hat. Der Sandstrand ist maximal 30 Meter breit, der Rest ist Fels und Stein. Wer sich hier entspannt bräunen will, muss wohl oder übel einen Liegestuhl mieten, von denen es genug auf der kleinen Insel gibt. Malta und Gozo sind, bedingt durch die Lage im südlichen Mittelmeer, mediterran. Hier sind die Sommer heiß und trocken, der Winter mild.

Hinweis: Kooperationsartikel

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Bibione – Zwischen Meer, Natur und viel Sport

Bibione ist eine charmante, venezianische Badeortschaft; modern und elegant, nahe der Region Friaul. Jedes Jahr wird Bibione von tausenden von Touristen aus ganz Europa heimgesucht, da hier ein ganz nebst entspannender Badeurlaub auch Aktivurlaub zu verbringen ist. Die einmalige Landschaft mit den faszinierenden Lagunen Valgrande und Marano sowie unzählige, internationale Sportveranstaltungen sind die Zutaten für einen vielversprechenden Urlaub an der Adria.

Bibione ist eine charmante, venezianische Badeortschaft; modern und elegant, nahe der Region Friaul. Jedes Jahr wird Bibione von tausenden von Touristen aus ganz Europa heimgesucht, da hier ein ganz nebst entspannender Badeurlaub auch Aktivurlaub zu verbringen ist. Die einmalige Landschaft mit den faszinierenden Lagunen Valgrande und Marano sowie unzählige, internationale Sportveranstaltungen sind die Zutaten für einen vielversprechenden Urlaub an der Adria. Im Sommer aber auch im Rest des Jahres wird Bibione zu einem beliebten Zielort, denn im Ort steht das renommierte Thermal- und Kurbad „Bibione Thermae“.

Bibione: Was kann man im Ort unternehmen?

Der Küstenabschnitt von Bibione ist die perfekte Spiel- und Sport-Bühne für Gross und Klein. Beeindruckend ist der große und tadellos organisierte Sandstrand „Bibione Beach“ mit hervorragenden Dienstleistungen am Strand. Für Urlauber, die lieber einen engen Kontakt zur Natur wünschen, ist der Strandabschnitt im Osten mit seinem dichten Pinienwald und charakteristischen Felsenriffen perfekt. Die Strandabschnitte können einfach dank der langen Radwege erreicht werden, die bis zum Leuchtturm führen. Bibione ist zudem zu einem Eldorado für Nordic Walking Fans geworden, da grenzenlose Routen am Strand zu begehen sind. Am charmanten Hafen Porto Baseleghe trifft man sich gerne zu einem Aperitif bei Sonnenuntergang, und begeisterte Seeleute können sich hier ein Boot mieten, um einmalige Bootstouren durch die Lagune und auf Hochsee zu machen.

Die Lagune von Bibione

Valgrande ist ein zauberhafter Ort und befindet sich im Rücken von Bibione. Ein Fischergebiet mit einer enormen, ökologischen Bedeutung, welches daher zum regionalen Schutzgebiet erklärt wurde. Die unzähligen Pfade können zu Fuß oder mit dem Fahrrad , zu Pferd und die Kanäle mit Booten begangen werden. In den dichten Schilfgebieten, Wäldern und am Rande der vielen Teiche sind unzählige Tierarten zu beobachten, die in diesem einmaligen und unberührten Wasser- und Landgebiet ihr perfektes Habitat gefunden haben.

Die Thermen

In fast 500 m Tiefe entspringt eine fluorierte Natriumbicarbonat-Wasserquelle, die im modernen und eleganten Thermalbadehaus von Bibione gesammelt wird. Bibione Thermae begeistert vor allem auch durch seine Lage direkt am Strand und umgeben vom typischen, mediterranen Pinienwald. Hier kann man sich unzähligen Kurbehandlungen hingeben, die in diesem einmaligen Kontext noch wohltuender sind. Nebst traditionellen Behandlungen wie Inhalationen, Schlammpackungen und Badekuren werden auch spezielle Physiotherapie- und Rehabilitationsprogramme angeboten. Wer hingegen Körper und Geist regenerieren möchte, kann in die einmalige SPA eintauchen und sich von Kopf bis Fuß verwöhnen lassen.

Bibione: Wo übernachten?

Um Bibione und all seine Vorzüge voll genießen zu können, empfiehlt es sich eine Ferienwohnung zu mieten. Die elegante Residence Serenissima, die nur 50 m vom Strand und wenige Schritte vom Thermalbadehaus entfernt liegt, ist die ideale Lösung! Der moderne und raffinierte Komplex bietet Zwei- und Dreizimmerwohnungen und viele Dienstleistungen. Die Wohnungen sind komplett ausgestattet mit großer Küche, Bettwäsche, Frottiertücher und auf Wunsch auch mit wöchentlichem Reinigungsdienst. Dazu gibt’s auch Wifi und gratis Fahrräder und einen tollen Swimmingpool für Kinder und Erwachsene. Die Residence hat auch eine Zapfsäule für Elektroautos installiert!

Urlaub an der Adria – Was gibt’s in der Umgebung?

Bibione liegt auf halbem Weg zwischen Venedig und Triest, zwei tolle Städte, die man unbedingt besuchen sollte! Für Weinliebhaber ist die Weinstrasse Lison Pramaggiore oder die bekanntere des Prosecco von Conegliano Valdobbiadene ein absolutes Muss!

Hinweis: Kooperationsartikel – Fotos: hfr

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Fliegen im Dreivierteltakt

Mein Kurztrip nach Wien ist eine Reise in die Vergangenheit und die Moderne. Im Flieger von Austrian Airlines erklingt zu Begrüßung, Österreichs heimliche Nationalhymne, der Donauwalzer von Johann Strauss, der in diesem Jahr 150. Jubiläum feiert. Beim Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker erwartet mich nicht nur Klassik, sondern auch Filmmusik von John Williams aus dem Harry-Potter-Film.

Mein Kurztrip nach Wien ist eine Reise in die Vergangenheit und die Moderne. Im Flieger von Austrian Airlines erklingt zu Begrüßung, Österreichs heimliche Nationalhymne, der Donauwalzer von Johann Strauss, der in diesem Jahr 150. Jubiläum feiert. Beim Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker erwartet mich nicht nur Klassik, sondern auch Filmmusik von John Williams aus dem Harry-Potter-Film.

Wien lebt nicht nur von der Kultur und der Musik, Wien ist Musik: ob im Opernhaus oder in den Räumen des Musikvereins. Das Sommer-Highlight ist das eintrittsfreie  Sommernachtskonzert der Wiener  Philharmoniker  in den Barockgärten von Schloss Schönbrunn, zu dem jährlich 100.000 Musikliebhaber kommen.

Junge Musikszene und urbane Stadtoasen

Auch wenn klassische Musik und Dreivierteltakt in der Donaumetropole noch immer die größte Rolle spielen, so hat sich doch Jenseits von Musikverein und Opernhaus eine junge Musikszene etabliert. Sei es in den berühmten Kaffeehäusern, im  Musical-Theater, im Jazzclub „Porgy & Bess“ – dem besten der Stadt – oder in Wiens hipper Nachtclub-Szene im Dinner Club Albertinaplatz, einer ehemaligen U-Bahn-Station. Urbane Stadtoasen und Kulinarik aus aller Welt gibt es am Donaukanal, der direkt in die Wiener Altstadt führt. Die ehemals grauen Kanalmauern sind mit Graffitis besprüht und bieten Platz für trendige Lokale, Bars und Sandstrände wie der Strandbar Urania. In  Szene-Clubs wie Flex oder Grelle Forelle strömt abends das junge  Party-Publikum. Aber auch beim Heurigen im „Mayer am Pfarrplatz“ in Heiligenstadt trifft man viele junge Leute.

Der Chef-Concierge und die Promis

Mein Hotel, das „Imperial“ am Kärntner Ring, gehört zu den angesehensten der Stadt. Das historische Palais aus dem 19. Jahrhundert ist seit jeher Treffpunkt der feinen Gesellschaft. Der ehemalige Chef-Concierge Michael  Moser  brennt noch immer für seinen  Beruf, und das obwohl er im (Un-)Ruhestand ist. Fast 30 Jahre hat Moser die Prominenten dieser Welt begrüßt, beim Erfüllen ausgefallener Wünsche oder auch nur bei der Beschaffung einer Opernkarte geholfen. Darunter waren u.a.   Herbert von Karajan, Altbundeskanzler  Helmut Kohl, Michael Jackson, Sir Elton John, Madonna, Karl Lagerfeld, die Rolling Stones, Lady Gaga und  Phil Collins. Vom Hotel bis zum Opernhaus sind es zu Fuß nur fünf Minuten, bis zum Konzertsaal des Wiener Musikvereins, in dem u.a. jedes Jahr das Neujahrskonzert stattfindet, nur ein paar Schritte.

Schloss Schönnbrunn in Rot und Blau

Wien 02a - sightseeing wien - Liane Ehlers

Unter Leitung von Christoph Eschenbach erklingen unter dem Motto „Märchen und Mythen“ Werke von Dvořák, Tschaikowsky, Rachmaninow, Strawinsky,  Humperdinck und John Williams, der durch seine Filmmusik zu „Harry Potter“ bekannt ist.  Ganz im Rhythmus der Musik wird die Schlossfassade  mit rotem, blauem oder orangem  Scheinwerferlicht kunstvoll illuminiert. Die Solistin des Abends, Starsopranistin  Renée Fleming,  treffen wir gegen Mitternacht noch in der Hotellobby des „Imperial“. Wie so viele   andere   berühmte Künstler ist auch die US-Amerikanerin  Stammgast.

Über Stardirigent Riccardo Muti erzählt Michael Moser in einer kleinen Anekdote zum Neujahrskonzert 2000, wie er zum Frühstück die Treppe herunter an die Rezeption gekommen sei und ihn gefragt habe: „Muss ich da hingehen…?“ Woraufhin er geantwortet habe: „Maestro, wenn Sie 50 Millionen  Menschen nicht warten lassen wollen, ja. Sonst können Sie gerne hier bleiben und mit mir plaudern.“  Muti wird 2018 zum fünften Mal nach Wien kommen, um  das Neujahrskonzert zu dirigieren.

Michael Jackson und der Airbag

Natürlich geht bei den Gästen Diskretion über alles,  aber da gibt es dennoch diese lustige Geschichte über Michael Jackson, der ein Schloss kaufen und Burgen besichtigen wollt – selbstverständlich unerkannt. Concierge Michale Moser vermittelte ihm eine Fahrt im Privatwagen eines gut beleibten Kochs. Michael Jackson sprang zu ihm in den kleinen, quietsch-orangen Opel, der vor dem Eingang wartete, schaute ihm auf den Bauch, und fragte: „Hast Du einen Airbag eingebaut?“ Nach einigen Stunden kehrte Jackson unerkannt zurück.

Grund zum Feiern gibt  es 2017/18 in der Donaumetropole  reichlich: Kaiserin Maria Theresia – die größten Reformerin ihrer Zeit – wäre 300 Jahre alt geworden, die 1498 gegründeten Wiener Sängerknaben feiern Jubiläum, die Wiener Philharmoniker bestehen 175 Jahre, und der Donauwalzer von Johann Strauss – Österreichs inoffizielle Nationalhymne – erlebte vor 150 Jahren am 15. Februar 1867 seine Uraufführung.  Er darf bei keinem der 450 Bälle, die jedes Jahr in Wien stattfinden, fehlen.

Alles über die Strauss-Dynastie

Seit zwei Jahren gibt es in der Müllergasse 3  ein liebevoll gestaltetes Strauss-Museum www.strauss-museum.at , das vom Kulturverein Wiener Blut betrieben wird. Dort erfährt man nicht nur etwas über den Walzerkönig,  sondern auch über die  ganze Strauss-Dynastie.   Als Freiberufler gehörten die Brüder Johann Sohn, Josef und Eduard schon damals zu den Großverdienern ihrer Zeit. Johann Strauss Sohn bekam für fünf Konzerte in New York und Boston auf heute umgerechnet zwei Millionen Dollar. Besucht man das Museum, sollte man sich als Gruppe unbedingt für einen Vortrag von Professor Helmut Reichenbauer, Präsident des Vereins, anmelden – ein musikalisches Geschichtserlebnis erster Klasse!

Üben für den Wiener Opernball

Bei 450 Bällen im Jahr wird auch viel getanzt. Die beliebteste Tanzschule ist „Elmayer“ https://elmayer.at/, vom Großvater des heutigen Besitzers in einer ehemaligen Reithalle 1919 im Palais Pallavicini gegründet. Bereits in der dritten Generation führt Thomas Schäfer-Elmayer das Unternehmen. Neuem gegenüber aufgeschlossen, wird dennoch die Alt-Wiener Tradition vermittelt. Studenten aus aller Welt lernen dort ebenso Wiener Walzer wie die Debütanten/innen des Wiener Opernballs. Und wer mal unverhofft in Wien zu einem Ball muss, findet das passende Leih-Kleid oder den Smoking bei „Flossmann“  http://www.flossmann.at/ in der Riemergasse 11.

Reiseinformationen in Kürze zum Sightseeing Wien

Anreise:  Mit Auto, Bahn oder Flugzeug. Lufthansa fliegt z.B.  Bremen über München. Vom Flughafen Wien-Schwechat geht’s mit der  S 7 nach Wien-Mitte. Von dort gibt es eine U-Bahn-Anbindung, 23 Min. Fahrtzeit, Ticket 2,40/1,30 Euro. Nur wenig schneller mit 16 Minuten ist der City Airport Train (CAT), 11 Euro, Kinder bis 14 Jahre frei.

Tipp: Preisgünstig erleben kann man Wien mit der „Vienna City Card“ für 24, 48 oder 72 Stunden ab 13,90 Euro. Man kann sie online kaufen oder bei Ankunft bei der Tourist-Info am Flughafen, Hauptbahnhof oder Albertinerplatz. – Stehplatzkarten in der Staatsoper gibt es während der Spielzeit schon ab drei Euro.

Termine: Das nächste eintrittsfreie Sommernachtskonzert Schönbrunn findet am 31. Mai 2018 statt. Dirigent: Valery Gergiev; Yefim Bronfman, Klavier. www.sommernachtskonzert.at

Reiseliteratur: Dumont Direkt Reiseführer Wien, Anita Ericson, 120 S., 11,99 Euro

Mehr Infos unter: https://www.wien.info/de

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung

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Elf Tage on the Road

Die Idee war im Winter geboren worden: Wollen wir im nächsten Sommer nicht mal eine Woche oder zwei mit einem Caravan von Frankfurt am Main aus Richtung Südeuropa fahren? Was der Vater, 61 Jahre alt, da seinem Sohn, 19 Jahre jung, vorschlug war eine Idee, die dieser seit Jahren mit sich herumgetragen hatte. Unabhängig von Hotels, kein ständiges Ein- und Auspacken von Koffern, frei fast wie ein Vogel durch mehrere Regionen zu reisen, bleiben, wo es einem gefällt, und weiterfahren, wenn einen der Hafer sticht. Der Sohn schlägt ein. Es geht los. Der Urlaub mit dem Wohnmobil startet am 21. August.

Die Idee war im Winter geboren worden: Wollen wir im nächsten Sommer nicht mal eine Woche oder zwei mit einem Caravan von Frankfurt am Main aus Richtung Südeuropa fahren? Was der Vater, 61 Jahre alt, da seinem Sohn, 19 Jahre jung, vorschlug war eine Idee, die dieser seit Jahren mit sich herumgetragen hatte. Unabhängig von Hotels, kein ständiges Ein- und Auspacken von Koffern, frei fast wie ein Vogel durch mehrere Regionen zu reisen, bleiben, wo es einem gefällt, und weiterfahren, wenn einen der Hafer sticht. Der Sohn schlägt ein. Es geht los. Der Urlaub mit dem Wohnmobil startet am 21. August.

Bei McRent in Friedberg, etwa 35 Kilometer nördlich von Frankfurt, empfängt man uns freundlich. Wir stehen vor einem „Dethleffs T 6611“, Comfort Standard. Sieht toll aus. Dass Vater und Sohn Caravaning-Anfänger sind, merkt der Assistent der Vermietungsfirma sofort. Wir stellen Fragen, bei denen er innerlich mit den Augen rollt. Er nimmt sich Zeit für uns, erklärt geduldig alle wichtigen Details, etwa wie Heizung und Warmwasserversorgung funktionieren, wie wir die TV-Empfangsschüssel auf dem Dach ausrichten und unsere mitgebrachten Fahrräder in der „Mini-Garage“ im hinteren Teil des Wohnmobils während der Fahrt befestigen müssen. Etwa eineinhalb Stunden dauert die Einführung. Dann rollen wir vom Platz. Vorsichtig. So ein sieben Meter langer 3,49-Tonner will mit Fingerspitzengefühl bewegt werden. Das geht selbst beim ersten Mal besser als gedacht. Allerdings müssen wir nach knapp zehn Kilometer schon wieder umkehren: Das GPS funktioniert nicht. Das hätten wir besser bei der Übergabe testen sollen. Zurück in Friedberg braucht der McRent-Mitarbeiter nur ein paar Minuten. „Nun läufst“, sagt er und wünscht uns einen schönen Urlaub.

Urlaub mit dem Wohnmobil - Jürgen Hoffmann (1 von 1)

Der Vitra-Campus in Weil am Rhein An dem seit 1981 entstandenen Ensemble von Bauten haben die Architekten Frank Gehry, Zaha Hadid, Tadao Ando, Àlvaro Siza und Herzog & de Meuron mitgewirkt. Der Vitra Campus ist sowohl authentischer Produktionsort als auch Experimentierfeld für Architektur und Design. Er lädt Besucher aus aller Welt zum Verweilen ein.

Auf den ersten 100 Kilometern wurden wir dreimal angehupt

Wir fahren Richtung Baden-Württemberg. Als wir auf den ersten 100 Kilometern Autobahn dreimal angehupt werden, merke ich, dass ich kontinuierlich auf der zweiten oder dritten Spur fahre – mit 130 km/h. Upps. Das ist die Macht der Gewohnheit eines Sportwagenfahrers. In den kommenden Tagen wird mir das immer wieder passieren. Ärgerlich – vor allem für die anderen Straßenverkehrsteilnehmer. Entschuldigung.

Am ersten Abend unserer Tour kurz vor 21 Uhr finden wir am Ortsrand von Wollbach-Egerten im Landkreis Lörrach den Wohnmobilstellplatz Kreiterhof Weinschenke. Er liegt an einem Bauernhof und bietet auf Schotteruntergrund Platz für drei Wohnmobile. Eines hat sich schon hierher verirrt. Der Platz ist weder beleuchtet noch bewacht. Den sollte man aus allen Stellplatz-Verzeichnissen streichen. Wir sind froh, als wir am nächsten Morgen diesen Ort wieder verlassen. An unserem ersten Caravaning-Tag haben wir zwei Dinge gelernt: Nicht auf der Autobahn links fahren und nicht zu spät abends anreisen! Sowohl Stellplätze als auch Campingplätze lassen sich oft nur schwer finden, wenn es dunkel ist.

In Basel wird ausprobiert und provoziert

Am 22. August haben wir eine Verabredung auf dem Vitra Campus in Weil am Rhein. Hier hat der Schweizer Möbelhersteller ein einzigartiges Ensemble zeitgenössischer Architektur errichtet. Die Bauten so renommierter Architekten wie Frank Gehry, Tadao Ando und Zaha Hadid haben das Produktionsgelände zu einem Magneten für Design– und Architekturliebhaber gemacht. Im Vitra Design Museum bewundern wir rund 400 Objekte des modernen Möbeldesigns von 1800 bis heute. Und wir verfolgen – mit einem Latte Macchiato in der Hand – die handwerkliche Vollendung unseres Eames Lounge Chair, den wir vier Wochen vorher bestellt hatten. Bei seiner „Geburt“ dabei gewesen zu sein, macht ihn für uns zu einem ganz besonderen Stuhl. Mit dem Fahrrad überqueren wir die deutsch-schweizer-Grenze und rollen am Rhein entlang nach Basel. Hier stehen kleine Holzbuden, an denen man zu saftigen Preisen Bier (6 Franken) oder Flammkuchen (22 Franken) bekommt. Basel hat eine tolle Altstadt, viele Museen, vor allem das Rathaus muss man anschauen und natürlich das Münster. Die Atmosphäre ist relaxed. Es gibt unzählige Cafés, einige versprühen ein Flair zwischen Bohemian Lifestyle und Pariser Bistroatmosphäre. Und Basel ist alternativ. Es wird ausprobiert und provoziert. Das liegt auch daran, dass Basel fast ein Synonym für Kunst ist. Dazu tragen die weltbekannte „Art Basel“ und die drei grossen Museen bei: die Fondation Beyeler, das Museum Tinguely und das Kunstmuseum Basel.

Urlaub mit dem Wohnmobil - Jürgen Hoffmann (7 von 7)

Richtig Spaß macht eine Caravan-Tour, wenn man sein Fahrrad dabei hat. Auf diese Weise lassen sich auch Städte wie Mailand oder Verona erobern ohne dass einem die Füße qualmen.

Ob Basel schöner ist als Bern? Oder umgekehrt? Auf jeden Fall ist der Campingplatz „Eichholz“ an der Aare die Nummer Eins. Er hat von Mitte April bis Ende September geöffnet. Zu zweit mit Reisemobil inklusive Kurtaxe zahlen wir 35 Franken für eine Nacht. Schon die Toplage direkt am Fluss in Bern macht Eichholz aber auch zu einem einmaligen Ort. Kaum aus dem Caravan oder Zelt raus, gelangt man in wenigen Schritten an den Strand. Zudem ist der Platz sauber und verfügt über einen herrlichen Biergarten. Im Sommer ist Eichholz ein beliebtes Ziel auch von einheimischen Sonnenhungrigen und ein viel genutzter Einstiegsort für einen Aareschwumm zurück in die Stadt Bern. Was das ist? Ein Volkssport. Und ein Erlebnis! Sich in das kalte, tiefblaue und saubere Flusswasser der Aare zu stürzen, die von den Alpen den Weg nach Bern findet – ganz Mutige springen von einer der Brücken – und sich Richtung Stadt treiben zu lassen, gehört zu den unvergesslichen Highlights jedes Aufenthalts in Bern. Spaß macht uns auch, vom Campingplatz aus Richtung Innenstadt zu radeln, uns mit der Cable Car hoch in die schöne Altstadt hieven zu lassen und am späten Nachmittag wieder herunter zu rollen. Lässig. Aber Vorsicht: Die Schweizer gelten gemeinhin als langsam, sind aber rasante Radfahrer. Zweimal komme ich gerade noch „mit meinem Leben davon“, als mich Einheimische fast über den Haufen fahren.

Die Schweiz ist wunderschön, aber extrem teuer

Unsere Lehren des zweiten und dritten Tages: Die Schweiz ist wunderschön, aber extrem teuer. Basel und Bern sind zwei Städte, in denen man – selbst als gebürtiger Hamburger – gerne leben möchte. Und Städte, in deren City man mit einem langen Caravan nicht fahren sollte. Viel besser: Wohnmobil vor der Stadt stehen lassen und mit Fahrrad losradeln!

Urlaub mit dem Wohnmobil - Jürgen Hoffmann (5 von 7)

Locarno liegt am Nordufer des Lago Maggiore und am Ostrand des Maggia-Deltas.

Aus den ersten Erfahrungen gelernt, fahren wir am vierten Tag frühzeitig Richtung Lago Maggiore. Am Nachmittag sind wir auf dem Campingplatz „Miralago“ am Nordufer des herrlichen Sees. Die Preise pro Caravan-Platz, Person und Nacht liegen zwischen 26 („A Tutti-Frutti“) und 55 Franken („E Dolce Vita“). Wir schließen unseren Caravan an den Stromkasten an, holen unsere Räder raus und fahren gemütlich sieben Kilometer am See entlang nach Locarno, dem nach Lugano zweitgrößtem Ort im Schweizer Kanton Tessin. Locarno hat durchschnittlich 2.300 Sonnenstunden im Jahr und ist die wärmste Stadt der Schweiz. Hier gedeihen Palmen und Zitronenbäume und verleihen der Stadt ihren besonderen Charme. Jedes Jahr im Sommer findet in Locarno ein Filmfestival statt.

Mode hat Mailand weltberühmt gemacht. Auch der Dom der Stadt, die Scala und die 1867 eröffnete Viktor-Emanuel-Galerie ziehen Jahr für Jahr Millionen Touristen an. Fahrradfahren macht in Mailand wenig Spaß und ist gefährlich. Der Straßenverkehr ist hektisch und in vielen der hübschen Gassen liegen als Pflaster noch die etwa 90 bis 1,20 Zentimeter langen Steinplatten aus längst vergangenen Jahrhunderten. Auf dem Weg mit dem Wohnmobil Richtung Osten, Richtung Gardasee und Verona, tun wir „Caravaning-Ersttäter“ endlich etwas gegen das ständige Geklapper des Geschirrs in unserer Küche: Wir legen Haushaltspapier und Handtücher zwischen die Teller und Tassen aus Porzellan, tauschen die metallenen Messer und Gabeln in der Schublade gegen Plastik-Besteck aus. Die Lehre aus den letzten Tagen: Während einer Fahrt mit einem Wohnmobil muss alles, aber wirklich alles sorgfältig verstaut werden – und zwar so, dass nichts umfallen, nichts klappern oder von irgendwo herabstürzen kann.

Sonntagmorgen geht es nach Verona

Auf dem Weg in die Provinzhauptstadt an der Etsch rufen wir beim einzigen Campingplatz an, der relativ nahe dem Zentrum ist. Camping Castel San Pietro ist voll. Das hätten wir uns eigentlich denken können, denn heute Abend wird in der Arena de Verona zum letzten Mal in diesem Jahr „Aida“ gegeben. Wir finden einen Stellplatz, der für etwa 30 Fahrzeuge gedacht ist. Der liegt zentral, ist sauber und seine Bäume links und rechts bieten etwas Schatten. Das ist bei 36 Grad Celsius hilfreich. Auf unserer Fahrradtour durch die engen Altstadtgassen kommen wir zur Antica Botega del Vino in der Seitenstraße Vicolo Scudo di Francia 3. Hierher komme ich seit vier Jahrzehnten. Ich liebe dieses kleine, von außen unscheinbare, innen sensationelle Lokal mit seinem gewachsenen Ambiente. Hier muss man rein, am besten zwei Stunden vor Opernbeginn. Wir trinken ein Glas Wein, genießen kleine Häppchen und lauschen – Jimi Hendrix. Es ist unfassbar: In diesem pittoresken Schmuckkästen mit Wänden voller Weinflaschen und lateinischen Sprüchen an der Holzdecke – „Il vino è ispiratore del genio e dell’arte“ („Wein ist die Inspiration von Genie und Kunst”) – läuft eine CD mit „All along the Watchtower“ des 1970 gestorbenen E-Gitarren-Genies. Und dieselben Musikliebhaber, die gleich Verdis „Aida“ genießen wollen, lächeln angesichts dieses „Vorspiels“ in sich hinein. Großartig.

Die Arena und die „Aida“-Inszenierung unter freiem Himmel begeistern auch einen 19-Jährigen. Es ist zwar nicht seine Musik – eher ist es die von Hendrix – aber die gewaltigen Chöre in Verbindung mit zig-tausendfachem Kerzenlicht sorgen für Gänsehaut. Dabei vergisst man die extrem hohen Preise für die Tickets. Es gibt sieben Kategorien: Die wahren Opern-Fans sitzen natürlich direkt vor der Bühne im Innenraum („Poltronissime Gold“ und „Poltronissime“) und zahlen dafür ab 150 Euro aufwärts. Die günstigsten Plätze sind die auf den Steinstufen. Dort bringt man sich am besten ein Kissen mit. Eine Kleiderordnung gibt es für die Arena nicht (mehr).

Urlaub mit dem Wohnmobil - Jürgen Hoffmann (6 von 7)

Die Porta Verona, der wichtigste Zugang in die pentagonale Festungsstadt Peschiera del Garda

Mit dem Fahrrad durch Verona

Wir radeln nach der Vorstellung noch einmal durch die wunderschön illuminierte Altstadt, trinken auf dem Marktplatz noch einen Gin Tonic und fallen um 2.30 Uhr nachts müde in unsere zwei Wohnmobil-Betten. Der nächste Morgen beginnt mit zwei unangenehmen Überraschungen: Unsere Wasserpumpe ist defekt. Weder aus dem Hahn im Badezimmer noch aus dem in der Küche kommt ein Tropfen. Und auch die Toilettenspülung geht nicht. Und dann haben auch noch nachts Kriminelle versucht, in ein Wohnmobil, das neben uns steht, einzubrechen. Ohne Erfolg. Doch das Schloss ist beschädigt. Bei uns sitzt der Schreck tief. An eine solche Gefahr hatten wir noch gar nicht gedacht. Unsere Nachbarn, offenbar Caravan-Profis, geben sich dagegen gelassen. Solche Versuche gebe es immer mal wieder – aber nur, wenn die Besitzer nicht im Fahrzeug sind. Na, dann…

Um die Wasserpumpe reparieren lassen zu können, sollen wir, so rät uns bei unserem Anruf in Friedberg eine Mitarbeiterin der Verleihfirma, zur nächstgelegenen Lizenz-Werkstatt fahren. Die ist 82 Kilometer entfernt. Zu uns kommen würde ein Service-Techniker nicht. Wir machen uns auf den Weg, doch die Werkstatt hat geschlossen. Siesta. Was tun? Wir beschließen, auf einen Campingplatz an den Gardasee zu fahren, auf dem wir duschen, uns die Zähne putzen und die Toilette benutzen können. „Campeggio Gasparina“ heißt der Platz am Südostufer des Sees zwischen Bardolino und Pelschiera del Garda. Er verfügt über einen großen Pool und einer Bar direkt am See. Wir leeren unsere Caravan-Toilette, nehmen frisches Wasser auf – auch in der Hoffnung, die Pumpe könnte wieder anspringen. Tut sie nicht. Ansonsten sind wir mit dem Mietfahrzeug sehr zufrieden. Es fährt sich gut, Geräte und Instrumente funktionieren einwandfrei, wenn wir die Markise ausfahren und unsere Campingstühle und den Tisch vor den Wagen stellen, fühlen wir uns fast wie Zuhause. Die Betten sind in Ordnung, der Fernseher läuft, wenn wir nicht gerade unter einem Baum parken – was man auf Campingplätzen fast immer macht. Apropos: Die Plätze, die wir kennenlernen, sind Abbilder des Europäischen Parlaments: Die Kfz-Kennzeichen belegen, dass Caravaning grenzüberschreitend boomt. Neben Fahrzeugen aus Deutschland und den Niederlanden stehen britische, belgische, polnische und kroatische Camper.

Am neunten Tag unserer Reise checken wir in Gasparina aus. 67 Euro für zwei Nächte sind okay. Als ich frage, bis zu welcher Uhrzeit wir den Platz verlassen haben müssen, sagt mir der freundliche Betreiber, das sei egal, man sei momentan ja nicht ausgebucht. Cool. Langsam gondeln wir mit unserem Dethleffs die Ostseite des Gardasees hoch Richtung Norden, halten, schauen, genießen die Weite des Sees, die gegenüberliegenden Berge und bewundern die Windsurfer, die in Riva del Garda zu hunderten auf dem Wasser sind.

Der Urlaub mit dem Wohnmobil geht zu Ende

Nach einem Tag und einer Nacht im Camping-Park Steiner bei Bozen treibt es uns zurück nach Deutschland. Heidelberg ist unsere letzte Station. Der Campingplatz Heidelberg-Neckartal sieht im Vergleich zu den Schweizer Plätzen eher alternativ aus, die sanitären Anlagen sind veraltet, aber sauber. Zwei Vorteile hat er: Wir stehen mit unserem Fahrzeug direkt am Neckar, ein herrlicher Ausblick. Und direkt vor dem Platz gibt es eine Bushaltestelle, von der aus die Linie 35 Richtung Altstadt fährt. Wir steigen an der Alten Brücke aus. Von hieraus lässt sich Heidelberg am besten zu Fuß erobern. Das Faszinierende an der ehemaligen kurpfälzischen Residenzstadt und heutigen Studentenmetropole: In den Kleidern einer alten, einst sicherlich eleganten Dame kommt ein junges, attraktives und ungemein lebendiges Mädchen daher. Die Diskrepanz ist Heidelbergs Trumpf. Wir bummeln durch die malerischen Gassen. Rund 900 Objekte in der Altstadt sind denkmalgeschützt, 437 stammen aus dem 18. Jahrhundert, 22 Objekte sogar aus dem 17. Jahrhundert. Was in der “Stadt der Romantik” auffällt ist – die Kneipendichte. Wir gehen ihr auf den Grund. In der Unteren Straße stürzen wir ab, in der holzgetäfelten Kultkneipe „Destille“ und gegenüber in der Spelunke „Betreutes Trinken“, dessen Wirt Michael Markert trotz Einser-Jura-Examen sein Glück hinterm Tresen gefunden hat.

Nach dieser letzten Nacht in unserem geliehenen Caravan, der uns – bis auf seine Wasserpumpe – elf Tage lang treue Dienste geleistet hat, fahren wir zurück an den Main.

Fazit: Unsere erste Tour mit einem Wohnmobil durch mehrere Länder und über diverse Campingplätze wird nicht die letzte sein. Vor allem die Kombination mit Fahrrädern hat sich als ideal herausgestellt. Längere Strecken fahren und schlafen im Caravan, Städte wie Bern, Locarno oder Verona mit dem Fahrrad erkunden – eine ideale Art zu reisen.

Hinweis: Die Reise fand auf Einladung statt.

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Sich wie Tom Sawyer und Huck Finn fühlen

Mit Kindheitsträumen ist das so eine Sache. Die meisten erfüllen sich nie. Wer hat sich nicht schon mal gewünscht, wie Tom Sawyer und Huck Finn auf einem selbstgebauten Floß den großen Fluss hinunterzuschippern und dabei so manches einmalige Abenteuer zu erleben. Unerfüllbar? Von wegen.

Mit Kindheitsträumen ist das so eine Sache. Die meisten erfüllen sich nie. Wer hat sich nicht schon mal gewünscht, wie Tom Sawyer und Huck Finn auf einem selbstgebauten Floß den großen Fluss hinunterzuschippern und dabei so manches einmalige Abenteuer zu erleben. Unerfüllbar? Von wegen.

Geht sogar relativ einfach. Man muss auch nicht nach Übersee reisen und es muss auch nicht der Mississippi sein. „Ol‘ man river“ darf man auch aus voller Kehle singen, wenn man in der mittelschwedischen Region Värmland auf dem mächtig langen Kläralven unterwegs ist. Und es gibt die Chance, für einen oder mehrere Tage zu einem echten Helden zu werden.

Flossfahrt Värmland - Wilfried Geiselhart - Värmland 13 Breitengrad53

Die Floßfahrt in Schweden startet bei „Ulvsby Hergard“ in Sunne. (Fotos: Wilfried Geiselhart)

Die schwedische Flagge steht stramm im Wind

Der Morgen eines aufregenden Tages beginnt zunächst einmal ganz beschaulich. Am Frühstückstisch von „Ulvsby Hergard“ in Sunne. Der Blick richtet sich auf den wenige Meter entfernten See Fryken und auf das herrlich nostalgische Saunahäuschen, in dem sich die deutschen Urlauber am Vorabend einige urig-entspannende Stunden gegönnt und nach ordentlichem Schwitzen die perfekte Abkühlung direkt im erfrischend kühlen Seewasser gefunden haben. Was heute ein Hotelbetrieb mit echter Gourmetküche ist, war in früheren Jahrhunderten ein Herrenhaus, dessen Ursprünge bis ins 16. Jahrhundert zurückgehen. 1649 hat die schwedische Königin Christina hier schon ihre Finger im Spiel gehabt. 200 Jahre später hatte Sheriff Anders Wahlstrand an gleicher Stelle seinen Sitz inklusive zugehörigem Gefängnis. Er soll sogar als Romanvorlage für Selma Lagerlöfs berühmte „Gösta Berlings Saga“ gedient haben. Fast zu schön um wahr zu sein, dass beim Gedanken an die Literaturnobelpreisträgerin wie bestellt ein Schwarm von Nils Holgerssons Wildgänsen an diesem wunderschönen Morgen vorbeifliegen. Die schwedische Flagge steht stramm im Wind. Gut gefrühstückt? Also raus aus der Komfortzone.

Der Vänern-See, das größte Binnengewässer in Westeuropa

Der Klarälven fließt träge durch die Landschaft im schwedischen Värmland. Von Norwegen kommend mündet er nach 478 Kilometern in Karlstad in den Vänern-See, das größte Binnengewässer in Westeuropa. Noch bis ins Jahr 1991 wurde auf dem Klarälven Flößerei betrieben und Unmengen von Baumstämmen nach Süden transportiert. Die potentiellen Flößer von heute müssen zunächst einmal etwas über den Bau und die Steuerung des eigenhändig zu bauenden Floßes erfahren. Guide Jan ist genau der richtige, um die nötigen Tipps zu geben. Eines wird schnell klar: Kräftiges Zupacken ist nicht nur erwünscht, sondern unbedingt erforderlich. Aber lange „Watstiefel“ aus Neopren, die bis zu den Schenkeln reichen und – fast wie Strapse – am Gürtel der Hose befestigt werden – muss das denn wirklich sein?

Drei und sechs Meter lange, auch unterschiedlich dicke Baumstämme lagern am Flussufer. Jede Menge Seile und sonstiges Equipment. Das Floß soll später mal aus drei Lagen á 3×6 Metern bestehen, die mittels besagter Seile und fachmännischen Knoten zusammengezurrt werden – und insgesamt mehr als zwei Tonnen wiegen. Auf der obersten Plattform ist aus Stangen und einer Plane ein Zelt zu erstellen – als Sonnen- und Regenschutz während der Fahrt. Das Ganze erfordert krassen Körpereinsatz und dauert im Normalfall für zwei bis vier Erwachsene sicher locker einen halben oder ganzen Tag. Mit professioneller Hilfe geht’s schneller – Jan und seinen Kollegen sei Dank. Dass es für den eigentlichen Bau des Floßes in knietiefes Wasser geht, daran kommt mal als abenteuerlicher Tourist aber nicht vorbei. Erfüllen die Watstiefel aus Neopren doch noch ihren Zweck.

 

Erst pinkeln, dann paddeln

„Hey Guys. Ready to Start?“ Logo. Aber nicht vergessen, vorher noch zu pinkeln. Kräftiges Abstoßen mit einer überlangen Stange durch Jan, redlich bemühtes Paddeln durch den Rest der Besatzung und schon entfernt sich das stattlich anzusehende Floß mit seinen zwei Kajaks im Schlepptau vom Ufer. „Der Klarälven fließt ganz gemütlich dahin. Ihr könnt euch ihm anvertrauen und müsst nicht ständig rudern oder steuern“, wird Jan fast ein wenig philosophisch. Gut so. Die Entspannungsphase kann also beginnen. Durchschnaufen und genießen. Vor allem die Schönheit der Natur und die fast unbeschreibliche Stille, Kein Wunder, dass dieses ökotouristische Abenteuer von National Geographics in die List der „50 Tours of a Lifetime“ aufgenommen wurde. „Wisst ihr, zu uns kommen die unterschiedlichsten Leute aller Altersklassen“, kommt Jan ins Plaudern. „Familien mit Kindern, Erwachsenengruppen – auch Firmen, die eine Floßfahrt als Teamfindungsseminar nutzen. Hier geht es um Vertrauen und Selbstvertrauen. Um den Einklang mit der Natur und ums Runterkommen vom Stress des Alltags. Und um das Gefühl, am Ende des Tages etwas geleistet und geschafft zu haben, dass man sich vielleicht gar nicht zugetraut hat. Viele unserer Gäste entscheiden sich für Mehrtagestouren, um 50 Kilometer, vielleicht sogar bis zu 100 Kilometer auf dem Fluss zu bewältigen. Geschlafen wird auf dem Floß, in Zelten am Ufer oder in Hütten – je nach Geschmack und Abenteuerbereitschaft. Das schwedische Jedermannsrecht erlaubt das Übernachten in der Natur praktisch überall. Und glaubt mir: abends am Lagerfeuer schmeckt der selbst gefangene Fisch am allerbesten.“

Es gilt, diverse Strudel zu umschiffen

Es geht voran, in gemächlichem Tempo von zwei bis drei Stundenkilometern. Gelegentlich auftauchende Hindernisse wie Sandbänke oder herabhängende Äste im ufernahen Bereich sind allerdings nicht zu unterschätzen. Das Steuern des schwerfälligen Floßes ist recht mühsam und erfordert gegebenfalls vorausschauendes Denken und Eingreifen. Auch diverse Strudel sind zu umschiffen, wenn man sich nicht längere Zeit nur im Kreis drehen will. Ein kleiner Ausflug mit einem der mitfahrenden Kanus sorgt für Abwechslung und für perfekte Fotomotive. Der Fluss gibt den Takt vor und die Landschaft zieht langsam vorüber. Fünf, sechs Stunden auf dem Floß vergehen wie im Flug. Gut, dass Jan auch für warmen Kaffee und ein leckeres Picknick gesorgt hat. Spannend wird aber das Anlegemanöver, das gut und rechtzeitig vorbereitet sein will. Jan ist der Boss. Er weiß, was zu tun ist und er gibt die richtigen Kommandos. Und er ist dafür verantwortlich, dass sich seine Gäste auch diesmal wieder keine nassen Füße holen. Der Endpunkt Gunnerud ist erreicht. Komisch, aber irgendwie fühlt man sich wirklich wie ein kleiner, nein sogar wie ein großer Held.

Flossfahrt Värmland - Wilfried Geiselhart - Värmland 10 Breitengrad53

Gegessen wird im Kuhstall

Zwei Stunden später ist Relaxen angesagt – im Hotel Sahlströmsgarden am Stadtrand von Torsby, das auch auf eine hundert Jahre lange Geschichte zurückblicken kann und im Speziellen durch seine künstlerische Ausstrahlung überzeugt. Diniert wird hier übrigens in der wunderbar rustikalen Atmosphäre eines ehemaligen Kuhstalls. Doch zuvor geht’s wieder ins Warme, wieder in eine urige Saunahütte. Wieder er Sprung ins eiskalte Wasser – diesmal in den Sirsjön See. Und die Überlegung, sich beim nächsten Mal doch den ultimativen Kick und die komplette Siebentagestour auf dem Kläralven zu geben. Könnte anstrengend werden, aber auch irre romantisch und erholsam. Vielleicht, wer weiß.

Morgen geht’s in die Region Dalarna. Unweit von der Stadt Särna betreibt ein deutsches Ehepaar einen eigenen Elch- und Huskypark. Auch das verspricht neue spannende Eindrücke. Aber das ist eine andere Geschichte aus Mittelschweden.

Weitere Infos zur Reise nach Värmland

Värmland: Das Land der Seen und Wälder

Große Gewässer und Naturattraktionen prägen die Region Värmland in Mittelschweden: Hier gibt es 11 000 Seen. Schwedens längster Fluss Klarälv fließt mitten durch die Provinz, bevor er in der Nähe von Karlstad in den Vänern mündet. Er ist der größte See Westeuropas und ideales Urlaubsgebiet für Wassersportler. Die Region, hat aber nicht nur Wasser, sondern auch jede Menge Platz zu bieten. Auf einer Fläche von mehr als 19 000 Quadratkilometern leben rund 320 000 Menschen – also gerade einmal 17 Personen pro Quadratkilometer. Die von der schwedischen Schriftstellerin Selma Lagerlöf beschriebenen blauen Berge sind hier ebenso zu finden wie die einsamen, schneebedeckten Wälder des Malers Gustaf Fjaestad.

Dalarna – das Herz Schwedens

Die Provinz Dalarna liegt in Mittelschweden und grenzt im Westen an Norwegen und die schwedischen Gebirge. Hier dreht sich vieles um Tiere, um Natur und die Farbe Rot – und das nicht nur deswegen, weil das berühmte Dalapferd allgegenwärtig zu sein scheint und man sich an den dunklen Wäldern, den glitzernden Seen und den schnuckeligen roten Holzhäuschen nicht satt sehen kann. Fröhliche Schweden, die in Volkstracht an Mittsommer um den Maibaum herumtanzen, auch das gehört zu Dalarna, ebenso wie der berühmte Wasalauf, bei dem sich jährlich rund 15 000 Skilangläufer auf der 90 Kilometer langen Strecke zwischen Sälen und Mora tummeln. Auf einer Fläche von rund 30 000 Quadratkilometern wohnen in Dalarna etwa 280 000 Einwohner, was einer Bevölkerungsdichte von neun Personen je Quadratkilometer entspricht. Die Provinzhauptstadt ist Falun.

Anreise nach Värmland

Zum Beispiel in knapp drei Stunden mit dem Flugzeug von Frankfurt nach Karlstad – zweimal täglich mit bmi regional.

Weitere Informationen

www.visitvarmland.se/en

www.visitdalarna.se/de

www.vildmark.se/de

HInweis: Die Reise erfolgte auf Einladung

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Inselhopping in Kroatien

Tourismus hat in Kroatien schon seit Ende des 19. Jahrhunderts eine lange Tradition, seit einigen Jahren erfährt er eine großartige Renaissance. Türkisblaues, klares Wasser und flache Kiesel-/Sandstrände machen die Kvarner Bucht zu einem beliebten Ziel für Familien. Wer dem Rummel am Strand entgehen will, findet im Inselhüpfen mit einem Motorsegler von I.D. Riva Tours eine abwechslungsreiche Alternative.

Tourismus hat in Kroatien schon seit Ende des 19. Jahrhunderts eine lange Tradition, seit einigen Jahren erfährt er eine großartige Renaissance. Türkisblaues, klares Wasser und flache Kiesel-/Sandstrände machen die Kvarner Bucht zu einem beliebten Ziel für Familien. Wer dem Rummel am Strand entgehen will, findet im Inselhüpfen mit einem Motorsegler von I.D. Riva Tours eine abwechslungsreiche Alternative. Die Entdeckung der vielen Gesichter von Kroatiens märchenhafter Inselwelt lässt sich auf einer Kreuzfahrt in Kroatien mit einem Tauch- und Badeurlaub auf kongeniale Weise verbinden. Mit einem Mini-Cruiser wie der „M/Y Vita“ hat man das schwimmende Hotel stets dabei.

Badespaß für Jung und Alt bei einer Kreuzfahrt in Kroatien

Kapitän Silvio Vukovic (54) kennt  das Segelrevier an der kroatischen Adriaküste wie seine Westentasche. Der große, dunkelhaarige Mann mit den strahlenden Augen liebt und lebt seinen Job, den er seit über 30 Jahren macht – früher auf der „MS Mirabela“, einem Motorsegler,  und seit 2014 auf der „M/Y Vita“, die nach seinen und den Vorstellungen seiner Gäste gebaut wurde.

Silvio Vukovic ist nicht nur Kapitän, sondern auch Eigner der 37-Meter-Yacht, die mit 18 klimatisierten Kabinen Platz für 38 Gäste bietet.  Auch die Söhne Branimir und Petar packen fleißig mit an, wenn es heißt, in einer Bucht den Anker auszuwerfen und mit der Leine ans gegenüberliegende Ufer zu schwimmen, um das Schiff sicher zu vertäuen. Danach werden die beiden Badeleitern am Heck ins Wasser gelassen. Erwachsene und Kinder stehen dann gleichermaßen in den Startlöchern, um sich bei 38 Grad Lufttemperatur ins kristallklare, türkisblaue Wasser der Adria zu stürzen. Mit knapp fünf Jahren sind die Zwillinge Emilia und Konstantin aus Passau die jüngsten, Annelie (78) und Bodo (80) aus München die ältesten Passagiere.

Männer werden wieder zu Kindern im Wettkampf um den weitesten „Köpper“ über eine Schwimmnudel. Sie haben ebenso ihren Spaß daran wie die ganz Kleinen und älteren Jugendlichen. Neueste Schnorchel-Masken werden zur Erprobung ausgetauscht, über Seeigel, Seegurken und Fischschwärme wird gefachsimpelt. In der familiären Atmosphäre an Bord werden auch die Gäste, die für sieben Tage an Bord bleiben, schnell zu einer großen Familie auf Zeit.

Festival-Stadt Rijeka

Begonnen hat unsere Reise durch die Kvarner Bucht – eine Melange aus Inseln, Küste und Gebirge – im Hafen von Rijeka, der drittgrößten Stadt Kroatiens, die für ihre Altstadt, ihr Nachtleben, ihren Karneval und ihre zahlreichen Festivals bekannt ist. Wer der Sommerhitze der Küste einmal entfliehen will, ist in kürzester Zeit in einem Wald und in den Bergen im Ucka-Gebirge, im Platak-Gebirge oder auf der Hochbene Gorski mit ihren Nationalparks.

Sonnabendmittag heißt es in Rijeka Leinen los, und die „M/Y Vita“ bringt uns zwei Stunden später in die erste einsame Badebucht. Die große Hitze tangiert uns nicht, denn auf dem Wasser weht immer ein leichter Fahrtwind und das Sonnendeck  mit den bequemen  Rattan-Liegen ist durch ein leicht transparentes Dach geschützt. Mit einem kühlen Drink lässt sich auch die größte Hitze gut ertragen. Der erste Seetag endet am Abend im Hafen der rummeligen Insel Krk. In einer Konoba (kleines Restaurant) genießen wir frische Meeresfrüchte und kroatischen Wein.

Zauberhaftes Rab

Mit dem Frühstück um 8 Uhr läuft die „M/Y Vita“ am nächsten Morgen aus, um an diesem Seetag zweimal in einer Badebucht Halt zu machen. Es ist früher Abend, als wir den Hafen von Rab erreichen. Die Altstadt mit ihren Bauten aus der Frühromanik und  den vier Glockentürmen gleicht einem Viermaster. Der höchste Glockenturm misst 26 Meter und gehört zur ehemaligen Kathedrale der heiligen Maria zur Himmelfahrt. Seinen Zwillingsbruder werden wir in Zadar entdecken, das wir auf unserer siebentägigen Tour ebenfalls besuchen.

Im 2000 Jahre alten Rab bringt uns Guide Janna die Geschichte und die Sehenswürdigkeiten der durch die Venezianer geprägten Stadt näher, die auf der gleichnamigen Insel liegt. Zu ungewöhnlicher Berühmtheit gelangte Rab 1936, als der britische Ex-König Edward bei einem Besuch mit seiner Geliebten Wallis Simpson auf der Liebesinsel einen Nacktbadestrand eröffnete. FKK kam allerdings erst zu Titos Zeiten so richtig in Mode, genießt aber bis heute in Kroatien einen hohen Stellenwert.

Gute Stimmung an Bord

Die Stimmung an Bord ist blendend. Es kommt keine Langeweile auf, die größeren Kinder spielen mit den kleinen Puzzle oder ein Ratespiel, wenn sie nicht gerade im azurblauen Wasser der Adria  herumtoben.  Ein kleines, engagiertes Team schmeißt den Laden an Bord, und jeden Morgen um 8 Uhr läutet die Glocke zum Frühstücksbuffet, um 12.30 Uhr noch einmal zum Mittagessen. Dazwischen gibt es Obst nach Lust und Laune bis wir die nächste geschützte Badebucht anlaufen.

Täglich zaubert der Koch in der kleinen Kombüse erstaunlich leckere Drei-Gänge-Menüs, die von den Kellnern Kruno und Gloria an schön gedeckten Tischen serviert werden. Die beiden sorgen auch für den Getränkenachschub von der Bar, die sich zwischen klimatisiertem Salon und überdachtem Outdoor-Restaurant befindet. Jeden Abend liegt das Schiff in einem anderen Hafen, und die Gäste können die Städtchen und die landestypische Küche in einer Konoba entdecken. Neben Rab und Krk haben wir Gelegenheit, reizvolle Städtchen wie Cres, Sali oder Mali Losinj zu erkunden.

Kornati-Nationalpark

Zu den Höhepunkten der Reise, die auch in Rijeka endet, gehört sicherlich die Durchquerung des Nationalparks Kornati, mit 147 Inseln die größte und dichteste Inselansammlung im Adriatischen Meer. Schon Nobelpreisträger George Bernhard Shaw schrieb: „Am letzten Schöpfungstag wollte Gott sein Werk krönen, so schuf er aus Tränen, Sternen und Atem die Kornaten.“

Reiseinfos in Kürze zur Kreuzfahrt in Kroatien

Anreise: Mit dem Auto oder Zug. Direktflüge ab Hamburg und Düsseldorf (ca. 1.15 Std.) nach Krk-Rijeka gibt es mit Germanwings. Der Transfer nach Rijeka dauert je nach Verkehrslage ca. 30 bis 40 Minuten. Die Ein- und Ausschiffung erfolgt immer sonnabends von 11 bis 13 Uhr. Pkws können ab 9 Uhr für diese Woche in einer Tiefgarage untergestellt werden.

Veranstalter: Die „MY Vita“ gehört zur I.D. Riva-Flotte und ist das neueste und komfortabelste Schiff von Riva Tours. Die Saison dauert  von April bis Oktober. Gebucht werden können diese und ähnliche  Kreuzfahrten – auch in Verbindung mit Radfahren und Wandern – in Reisebüros, bei I.D. Riva Tours, Neuhauser Str.27, 80331 München, Tel. 089/2311000 oder im Internet. www.idriva.de Preise: Badefahrten für 7 Tage inkl. 5 Tage HP, 2 Tage VP, Captains-Dinner und Ausflügen kosten pro Person im September von € 369,- bis € 799,-Euro.

Hotel-Tipps: Luxus beim Vorübernachten bietet das 4-Sterneplus-Hotel „Kvarner Palace“ www.kvarnerpalace.info

in Crikvenica mit einen Blick auf die Kvarner Bucht und die umliegende Inselwelt, es ist in 30 Minuten zu erreichen. – Das „Botel Marina“ www.botel-marina.com/de/botel st ein Hostel, es liegt im Zentrum von Rijeka, nur wenige Gehminuten vom Riva-Tours-Anleger entfernt.

Reiseliteratur: „Kroatien“, Hubert Beyerle, Dumont, 440 S., 24,99 Euro

Mehr zu Kroatien findet man auf http://www.visit-croatia.eu/de/

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung

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Fahrt ins Blaue

Sein blaues Wunder kann man im Norden von Sardinien erleben: der La-Maddalena-Archipel gilt als die Inselgruppe mit dem klarsten Wasser in Europa. Das Meer schimmert in allen Blautönen. Und eine Strandbar lockt nicht nur zur blauen Stunde.

Sein blaues Wunder kann man im Norden von Sardinien erleben: der La-Maddalena-Archipel gilt als die Inselgruppe mit dem klarsten Wasser in Europa. Das Meer schimmert in allen Blautönen. Und eine Strandbar lockt nicht nur zur blauen Stunde.

Es ist ein warmer Spätsommernachmitttag in Sardinien, der Strand wartet. Erwartungsvoll stapft ein Pärchen durch den Sand, die Vorfreude auf eine nasse Erfrischung ist von ihren Augen abzulesen. Die werden fast tellergroß größer, als sie das kühle Nass erblicken. Besser gesagt, dessen Farben: gelblich, bräunlich, rötlich wabert es. Jedenfalls alles anderes als türkisblau. Chemieunfall? Abwasserskandal? Nein, was da so farbenfroh im Glas schimmert, heißt Cocktail Sardo und gehört zu einem Strandbesuch im Norden Sardiniens wie Badehose und Bikini. Wenn Paolo in der Bar Li Caracòli den Drink mixt, kann das kristallklare Wasser im Hintergrund erstmal warten.

Urlaub auf Sardinien - Martin Cyris - Aussichtspunkt im Norden, Foto Martin Cyris

Aussichtspunkt im Norden. (Foto: Martin Cyris)

Urlaub auf Sardinien fast wie in der Karibik

Paolo Sardo ist Barkeeper und steht schon so lange hinter der Theke des Caracòli wie es die Bar gibt. Also seit über 30 Jahren. Vor ein paar Jahren hat er seinen Cocktail kreiert, bestehend aus sardischem Bier (namens Ichnusa), Limonensaft und Myrtenlikör. Der mirto rosso ist eine äußerst aromatische und sehr typische Spirituose Sardiniens. Sie verleiht dem Cocktail Sardo seine rötliche Farbe. „Das Rot steht für das Herz Sardiniens“, erklärt Paolo. Das hoffentlich nicht in die Hose rutscht – entsprechend dem Myrtenlikör, der sich unten im Glas absetzt und für das Farbenspiel sorgt.

Besuchern dürfte aber eher das Herz aufgehen. Denn das Li Caracòli liegt an einem der schönsten Strände von Sardinien. Puderweicher, heller Sand, türkisblaues Wasser – fast wie in der Karibik. Die von Wind und Wasser geformten Felsen wiederum erinnern an die Seychellen. Fehlen nur noch die Palmen. Stattdessen sorgen landestypische Pinien und Kiefern für etwas Schatten. Ein mediterraner Duft von Rosmarin und Lorbeer liegt in der Luft.

Inselwelt mit dem klarsten Wasser in Europa

Und dazu dieses Meeresblau. In allen erdenklichen Blautönen leuchtet das Wasser. Dank des kongenialen Zusammenspiels des Sonnenlichts mit den wechselnden Meerestiefen an der Nordküste Sardiniens. Im La-Maddalena-Archipel hat der blaue Planet seinen Namen jedenfalls mehr als verdient. Selbstredend, dass hier die blaue Flagge weht, das Zeichen für gute Wasserqualität zum Baden. Damit das so bleibt, wurde der Archipel mit seinen rund 60 Inseln und Inselchen zum Nationalpark erklärt. Es gilt als die Inselwelt mit dem klarsten Wasser in Europa.

Den Tourismus an diesem Idyll von Strand haben ausgerechnet deutsche Studenten aus Frankfurt entfacht. In den sechziger Jahren war das. Einen Sommer lang blieben sie, auf Vermittlung der Studentenvertretung. Die landestypische Kultur sollten sie kennenlernen. Man erzählt sich, dass sie vor allem der Weinkultur Sardiniens näher kamen.

Spiaggia dei Tedeschi – Strand der Deutschen

Von der spartanischen Genügsamkeit dieser Ära – die Aussteiger auf Zeit wohnten in provisorischen Bauwagen – ist freilich nicht mehr viel übrig. Entlang der Küste haben sich Luxushotels- und Resorts ausgebreitet, etwa die Fünf-Sterne-Resorts Valle dell’Erica oder Capo d’Orso. Die beide aber immerhin konsequent sardische Architektur aufgreifen, lokale Traditionen pflegen und den Touristen nahe bringen und sich, so gut es eben geht, harmonisch ins Gelände fügen. Und dennoch hat sich der Geist jener Tage in der beschaulichen Gegend verewigt. Denn unter den Einheimischen wird der Abschnitt zwischen Santa Teresa und Palau auch heute noch nach den ersten offiziellen Touristen benannt: Spiaggia dei Tedeschi – Strand der Deutschen.

In den sechziger Jahren war Paolo Sardo noch ein junger Knabe. Doch der Kontakt mit diesen müßgiggängerischen Studenten scheint einen positiven Eindruck hinterlassen zu haben. „Ich liebe die Deutschen, sie sind in meinem Herzen“, beteuert er ruhig. Ohne Hände und ohne Füße und ohne Pathos in der Stimme, entgegen der üblichen italienischen Gepflogenheiten. „Wir Sarden sind ein sehr spezielles Volk“, sagt Paolo. Bodenständiger, ungekünstelter, pragmatischer, vielleicht auch ehrlicher. Den Korsen wird eine ähnliche Mentalität nachgesagt. Korsika liegt in Sichtweite und den Sarden mehr als das italienische Festland. „Mit den Korsen verbindet uns vieles, vielleicht auch die Heimatliebe“, sagt Paolo.

Paradies für Schnorchler und Taucher

Ehrlich ist auf jeden Fall das Urlaubserlebnis – dank des geschützten Archipels, das sich vor den Urlaubern ausbreitet. Vorbei die Zeiten, als Millionärs- und Diplomatensprösslinge von der berühmten Costa Smeralda herüberkamen und mit ihren Motorbooten und Jetskis die empfindliche Meeresfauna und -flora aufschreckten – und mit ihnen Ruhe suchende Urlauber. Gegner der Naturschutzmaßnahmen fürchteten einen Einbruch der Übernachtungszahlen. Doch die düsteren Szenarien blieben aus, der Tourismus auf konstantem Niveau. Dafür erholten sich die Bestände der Meeresbewohner, etwa Delfine und Meeresschildkröten, Seesterne, Korallen und Seeanemonen. Ein Paradies für Schnorchler und Taucher.

An der Nordküste ist es ruhig und überschaubar geblieben, wie eh und je. Auch dank der gestrengen Wasserwacht, die den Maddalena-Archipel im Auge behält und die strengen Umweltauflagen für Schiffe und Boote. Damit das Wasser nicht irgendwann die Farbe von Paolos Cocktail annimmt. Es gibt strikte Nutzungs- und Zonenpläne. Bei Zuwiderhandlungen drohen harte Strafen. Das Ankern vor einigen kleineren Inseln ist verboten, um die wertvollen Seegrasbestände zu schützen. Und auch der Zutritt zum eigenartigsten Strand des Archipels ist tabu: der Spiaggia Rosa ist einzig und allein der Tierwelt vorbehalten. Seine rosa Farbe erhält er durch abgestorbene Kleinlebewesen. Kein Problem, es gibt unzählige andere Buchten und Strände, an den das Baden im kristallklaren Wasser erlaubt ist. Und auf einem sind wir sogar, zumindest dem Namen nach, ganz unter uns: auf dem Spiaggia dei Tedeschi.
www.delphinahotels.de

Informationen zum Urlaub auf Sardinien

Anreise

Nach Cagliari z. B. mit Eurowings, Easy Jet oder Lufthansa von verschiedenen deutschen Städten.

Essen & Trinken

Das Ristorante Li Ciusoni oberhalb des Spiaggia dei Tedeschi hat sich nach einer typischen sardischen Pasta benannt. Die Ciusoni werden von Signora Chicca – der Schwägerin des Besitzers – einzeln und per Hand in einem alten Brotkorb geformt, den sie von ihrer Großmutter geerbt hat. Nur noch wenige beherrschen das Handwerk der Herstellung. Außerdem gibt es viele weitere traditionelle Gerichte, gegrillt wird nach Art der Vorfahren, über offenem Feuer.

Wem der Sinn nach einer Pizza steht, geht in Santa Teresa am besten in die Pizzeria Azzurra, die sich mitten in der beschaulichen Kleinstadt mit ihrer grandiosen Lage befindet.

Übernachten

Das Fünf-Sterne-Resort Valle dell’Erica bietet auch erschwingliche HP-Pakete, vor allem in der Nebensaison. Weitläufige, gediegene Anlage ohne Schickeria-Schnickschnack dafür mit viel sardischem Charme und herzlichen Mitarbeitern, www.delphinahotels.de

Baden

Natürlich am Strand der Deutschen, dem Spiaggia dei Tedeschi.

Allgemeine Informationen

www.sardegnaturismo.it

Hinweis: Die Reise wurde unterstützt von Delphina Hotels & Resorts

 

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Im Land der Trolle

Eines sollten Sie bei einer Kreuzfahrt mit der „Costa Magica“ ins norwegische Fjordland getrost vergessen: Hektik und Alltagslärm. Denn auf einer der landschaftlich schönsten Seereisen der Welt spielt die Natur die Hauptrolle. Auch das Kalorienzählen sollte tunlichst bis nach der Reise vertagt werden: Eine leckere Küche in vier verschiedenen Restaurants und zehn Bars sorgen für italienische Lebensfreude an Bord.

Eines sollten Sie bei einer Kreuzfahrt mit der „Costa Magica“ ins norwegische Fjordland getrost vergessen: Hektik und Alltagslärm. Denn auf einer der landschaftlich schönsten Seereisen der Welt spielt die Natur die Hauptrolle. Auch das Kalorienzählen sollte tunlichst bis nach der Reise vertagt werden: Eine leckere Küche in vier verschiedenen Restaurants und zehn Bars sorgen für italienische Lebensfreude an Bord. Selbst die Anreise nach Bremerhaven, das von Costa 2017 erstmals angelaufen wurde, ist entspannt, weil es ausreichend Parkplätze und eine gute Zuganbindung gibt. Im nächsten Jahr kommt Costa zurück, diesmal mit der „Mediterranea“.

Neuer Heimathafen

Für den jungen Brasilianer Yuri Paess ist es „wie eine Rückkehr nach Hause“,  als die „Costa Magica“ zum ersten Mal in  Bremerhaven anlegt, um von dort auf  Norwegen-Kreuzfahrt zu gehen. Der Blick auf Klimahaus und Columbus Cruise Center erinnert den 21-jährigen, der an der Rezeption arbeitet, an seine Zeit als  Austauschschüler. Eine Premiere ist es für die Reederei und die Stadt Bremerhaven: Erstmals gehen 2017 dort deutsche Gäste und einige Franzosen an Bord eines Costa-Schiffes.

Stop in Amsterdam

Doch zunächst führt die Fahrt nach Amsterdam, wo weitere Passagiere  an Bord kommenden. Holländer, Italiener, Franzosen und Engländer: Das Publikum auf der „Costa Magica“ ist international, die Anreise nach Amsterdam eine ganz spezielle: Als der Ozeanriese die  Schleuse des „Nordzeekanals“  passiert, ist das Millimeterarbeit. Zwischen Schiffsrumpf  und Mauer passt nur eine Handbreit. In Amsterdam liegt die „Costa Magica“ nur zehn Gehminuten vom Zentrum entfernt. Ein Besuch des Blumenmarktes und des van-Gogh-Museums sind ein absolutes Muss. Auf keinen Fall versäumen sollte man eine Grachten-Fahrt, denn vom Wasser aus erschließt sich die holländische Geschichte am besten: Die Häuser der einst reichen Kaufleute sind mit eindrucksvollen Dachgiebeln verziert.

Bergen: Tor zu den Fjorden

Nach einem erholsamen Seetag läuft die „Costa Magica“ in Bergen, Norwegens Tor zu den Fjorden, ein. www.fjordnorway.com Mehrfach abgebrannt und immer wieder aufgebaut, hat die Handelsstadt aus dem 13. Jahrhundert nichts von ihrem Charme verloren. Im Weltkulturerbe Bryggen mit seinen bunten Holzhäuschen gibt es viele kleine Geschäfte und (Kunst-)Handwerksbetriebe. Die Standseilbahn gegenüber dem Fischmarkt bringt Besucher in wenigen Minuten auf den Fløyen (320 Meter), einer von sieben Bergen, die die Stadt umgeben. Ein Park Mit Troll-Skulpturen hat auf Kinder und Erwachsene eine magische Anziehungskraft und inspiriert zu lustigen Selfies. Der Panoramablick über Stadt und Fjord ist atemberaubend.

Tosende Wasserfälle

Wir fahren weiter nach Norden, ab jetzt wird es nachts nicht mehr dunkel. Grün bewaldete oder schroffe Felswände, schneebedeckte Berggipfel und  wilde Wasserfälle bestimmen das Landschaftsbild. Tief hängen die Wolken über den Bergen, als am nächsten Morgen in Hellesylt etliche Passagiere für eine Überlandtour ausgebootet werden. Die Fahrt durch das tiefblaue Wasser des Geiranger-Fjords ist wie eine Fahrt durch ein wildromantisches Gemälde. Berge, Gletscher und Wasserfälle – unter anderem die berühmten „Sieben Schwestern“ -, die sich aus 300 Metern senkrecht in die Tiefe stürzen, passieren wir.

Am späten Vormittag erreicht die „Costa Magica“ Geiranger. Wie von Zauberhand reißt der Himmel auf. Im Hafen angekommen, lohnt sich ein Blick auf den Fjord von oben. Langsam schlängelt sich der Bus über die steilen Berghänge. Von der Adlerkehre oder dem 1.500 Meter hohen Berg Dalsnibba mit dem „Geiranger Skywalk“, ein garantiert luftiges Erlebnis in 1500 Metern, hat man spektakuläre Ausblicke auf die Berglandschaft und den Geirangerfjord. Empfehlenswert ist auch eine Bootsfahrt vorbei an den berühmten Wasserfällen. Dort zeigt sich die Natur von ihrer ungezähmten und schönsten Seite.

Königliche Sportfischer

In der Gemeinde Åndalsnes  überrascht  uns am nächsten Tag nicht nur ein architektonisch interessantes Tourismus-Center mit einem phantastischen Drei-D-Kino, sondern auch die Raumabahn, die durch eine der wildesten Landschaften führt, die Westnorwegen zu bieten hat. Die kleine Hafenstadt am Ufer des Raumaflusses ist berühmt für ihre Lachse. Jedes Jahr zieht sie begeisterte Sportfischer aus der ganzen Welt an. Regelmäßig erhält die Stadt sogar königlichen Besuch: Den englischen Royals  – allen voran Prinz Charles – haben es die riesigen Lachse des Rauma angetan. Das Dorf ist außerdem Ausgangspunkt für Wanderungen zum Trollstigen. Viele der Gebirgsgipfel haben Namen von Trollen, die der Sage nach zu Stein erstarrten, als die Sonne sie traf

Spektakuläre Flåmbahn

Am Aurlandsfjord liegt der 450-Seelen-Ort Flåm. Klein, aber weltberühmt, weil dort die spektakuläre Flåmbahn beginnt, die sich mit der Bergenbahn fortsetzt. Die Flåmbahn gehört zu den steilsten Bahnstrecken der Welt auf Normalspur. Die einstündige Zugfahrt nach Myrdal führt durch 20 Tunnel, vorbei an imposanten Wasserfällen, steil abfallenden Felswänden und beeindruckenden Landschaften.

127 Seemeilen weiter südlich liegt Stavanger, die letzte Station, bevor die Heimreise beginnt. Bekanntestes Bauwerk ist der Dom am Marktplatz, mit dessen Errichtung bereits 1125 begonnen wurde. Ganz großes Landschafts-Kino gibt es zum Abschluss unserer  Nordlandreise noch einmal im Großraum Stavanger. Auf Boot und Bus folgt eine Wanderung zum Preikestolen, die allerdings nicht für Fußkranke geeignet ist: 330 Höhenmeter müssen bis zur berühmten Felsenplattform überwunden werden. Stavanger selbst ist eine Stadt zum Shoppen und Norwegens erste Adresse für kulinarische Genüsse und Kultur.

Reiseinformationen in Kürze

Anreise: Nach Bremerhaven mit Zug oder Auto, dort gibt es reichlich Parkplätze. Am Bahnhof fahren bei An- und Abreise für Kreuzfahrtgäste kostenlose Shuttlebusse zum Terminal. 2017 läuft Costa bis Anfang September Bremerhaven an. 2018 wird die „Costa Mediterranea“ 14mal am Columbus Kai festmachen, das erste Mal am 12. Mai, von dort geht es für eine Woche zu Europas Metropolen. Insgesamt siebenmal geht die „Mediterranea“ 2018 auf die Fjordland-Tour, das erste Mal am 9. Juni.

Währung: Norwegische Kronen.

Warnhinweis: Auf Märkten und in Supermärkten wird Walsalami verkauft, oft als Geschenkpackung zusammen mit Rentier- und Elchsalami. In Norwegen sind Verkauf und Verzehr legal, die Einfuhr in die EU ist allerdings strafbar.

Tipps: Ausflüge auf eigene Faust:  Amsterdam:  Eine Stunde Grachten-Rundfahrt gibt es für 11 Euro bei „Reedery P. Kooy“. Bergen mit der 24-Stunden-Bergen Card erkunden  (ca. 25,93 Euro). Es gibt sie in der Touristen-Info beim Fischmarkt. Geiranger: Fahrt mit dem Panorama-Bus (ca. 22 Euro) und mit dem Boot (ab 230 Kronen/ca. 24,85 Euro). Bahnfahrten auf eigene Faust sollten vorab übers Internet gebucht werden, weil sie schnell ausverkauft sind.

Literatur: Norwegen – Das Fjordland, Marie Helen Banck, Dumont, 292 S.,17,90 Euro

Mehr Infos unter: www.costakreuzfahrten.de und www.fjordnorway.com

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung

 

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Entschleunigung auf der Oder

Die Oder, Deutschlands fünftlängster Strom, ist anders als Rhein und Elbe für viele noch immer eine Wasserader, mit der sie fremdeln. Vermutlich liegt es daran, dass der deutsch-polnische Grenzfluss fast ein halbes Jahrhundert nicht zugänglich war. Dabei hat die 866 Kilometer lange Wasserader, von der 717 Kilometer schiffbar sind, viel zu bieten: jede Menge Kultur und Geschichte, eine zauberhafte Wasserlandschaft mit vielen Nebenarmen, wo Schwarzstörche und Seeadler zu Hause sind. Ich gehe in Stralsund an Bord und auf Entdeckungstour.

Die Oder, Deutschlands fünftlängster Strom, ist anders als Rhein und Elbe für viele noch immer eine Wasserader, mit der sie fremdeln. Vermutlich liegt es daran, dass der deutsch-polnische Grenzfluss fast ein halbes Jahrhundert nicht zugänglich war. Dabei hat die 866  Kilometer  lange Wasserader,  von der 717 Kilometer schiffbar sind, viel zu bieten: jede Menge Kultur und Geschichte,  eine zauberhafte Wasserlandschaft mit vielen Nebenarmen, wo Schwarzstörche und Seeadler zu Hause sind. Ich gehe in Stralsund an Bord und auf Entdeckungstour mit einer Flusskreuzfahrt.

Stralsund –  Das Klappern der Hufe von Nora und Mireille  auf dem Asphalt   der  „A20“ von Hiddensee hat etwas  fast Einschläferndes. Nur die laute, alles durchdringende Stimme  von Kutscher  Fredi, der den Planwagen lenkt,  reißt uns aus  der  morgendlichen Lethargie. Um 8 Uhr haben wir die „Katharina von Bora“, die für eine Woche unser schwimmendes Hotel sein wird,  verlassen, um die autofreie Insel zu erkunden. 1000 Menschen leben hier, hinzu kommen 4000 Gäste-Betten in der Sommersaison. Die Natur und die endlosen Strände spielen die Hauptrolle. Zu den Hauptsehenswürdigkeiten der Insel gehört das Sommerhaus von Gerhart Hauptmann, der auf dem kleinen Friedhof neben der Kirche begraben liegt. Bis um 10 Uhr die erste Fähre mit Tagesgästen ankommt, herrscht noch  himmlische  Ruhe, doch da sind wir längst  wieder fort.

Begonnen hat unsere achttägige Reise am Vortag in Stralsund, Weltkulturerbe und für seine Altstadt mit norddeutscher Backsteingotik berühmt.  Seit das futuristische Ozeaneum 2008 eröffnet hat, kommen jährlich fast eine halbe Million Besucher. Vis-à-vis der 1933  gebauten „Gorch Fock I“ sind wir an Bord der „Katharina von Bora“, die ja eigentlich ein Flusskreuzfahrtschiff ist, gegangen. „Aber wir können auch Meer, zumindest in der flachen Boddenlandschaft bis nach Rügen und im Stettiner Haff“, sagt Kapitän Joachim Schramm (57).

Seit einem Jahr hat er auf der 17 Jahre alten, eleganten Lady das Kommando. Die Ausstattung  im Art-Deco-Stil in Restaurant,   Salon und  Kabine ist hochwertig. Sogar im Bad sind Lampen und Fliesen  Art-Deco. Der Geschmack des verstorbenen Reeders  Peter Deilmann, der auch das Traumschiff „Deutschland“ bauen ließ, ist unverkennbar. Noch vor dem Konkurs der Deilmann-Reederei wurde die „Katharina von Bora“ verkauft. Zurzeit fährt sie unter Schweizer Flagge für den Veranstalter Nicko Cruises auf  Elbe und Oder.

 

Rügens Kreidefelsen

Das Fischerdorf  Lauterbach  am Greifwalder Bodden auf  Rügen ist unser nächstes Ziel. Als Fürst Wilhelm Malte zu Putbus  im 19. Jahrhundert auf Rügen den Bädertourismus einführte,  konnte er mit einer derartigen Entwicklung nicht rechnen. Sicherlich hätte er sonst die wundervollen Alleen mit ihren  Eichen und Buchen, die sternförmig auf die Residenzstadt Putbus  zulaufen,  erheblich breiter bauen lassen. Für die Kutschen der  vornehmen  Gesellschaft waren sie mit ihren Baumkronen auf den Wegen zum Strand die perfekten Schattenspender.

Binz und Sellin mit ihrer Bäderarchitektur haben sich seit der Wende bis auf wenige Bausünden  zu wahren Schmuckstücken entwickelt. Die Seebrücke von Sellin ist eine feine Dame in Weiß. Die architektonischen  Scheußlichkeiten  von Prora am weißen Sandstrand – acht insgesamt 4,5 Kilometer lange Blöcke für 20.000 Urlauber, von  Hitlers Kraft durch Freude errichtet – wandeln allmählich ihr Gesicht.

Rügens Kreidefelsen, die bereits im 18. Jahrhundert durch Caspar David Friedrichs Gemälde berühmt wurden, haben sich durch Abbrüche verändert, ziehen jedoch zigtausende Besucher an. Der sagenumwobene Königsstuhl ist  mit 118 Metern die höchste Erhebung. Statt Kutschen fahren heute Busse und der „Rasende Roland“, eine fast 100 Jahre alte Dampfschmalspurbahn, verbindet Lauterbach über Putbus und Binz mit Göhren.

Von Lauterbach fahren wir nach Greifswald, das im 13. Jahrhundert rund um das Kloster Eldena von Kaufleuten und Handwerkern gegründet wurde und mit der 1456 gegründeten Universität eine der ältesten Deutschlands besitzt.  Der Romantiker Caspar  David Friedrich, der dort geboren wurde, hat die Ruine  von Eldena ebenso wie die  Kreidefelsen von Rügen viele Male in Öl festgehalten.

Usedoms Kaiserbäder

Peenemünde auf Usedom (Usedom = Menschen an der Mündung) ist unser nächstes Ziel. Der erste Blick aus dem Kabinenfenster fällt auf ein U-Boot aus dem Zweiten Weltkrieg, das heute Museum ist. Wie ein Sandwich liegt die Zweiländer-Insel (Deutschland/Polen), auf der es auf deutscher Seite zehn Seebäder und acht Reha-Kliniken gibt, zwischen Ostsee und Peene. An ihrer schmalsten Stelle ist sie nur 300 Meter breit.  Seit 1999 hat die gesamte Insel den Status eines Naturparks, weshalb es auch keine Windräder gibt.

In den berühmten Kaiserbädern Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck ist die weiße Bäderarchitektur – vorne eine elegante Mischung aus aller Welt und hinten „egal“ – noch im Original erhalten und liebevoll restauriert worden. Die Apotheke des Meeres aus Aerosol und Sonne hatte schon zu Kaiser Wilhelms Zeiten die vornehme Gesellschaft nach Usedom gelockt. Nur ging man damals nicht baden, sondern flanieren. „Sehen und gesehen werden“ war das Motto, weshalb die Promenade mit 13 Kilometern auch die längste Europas ist.

Über die Peene geht’s ins Stettiner Haff und in die Oder nach Stettin im polnischen Westpommern. Historisch  ist die Stadt hoch  interessant, doch optisch wenig ansprechend. Nur mit einem guten Guide wie Bogdan (54) erschließen sich dem touristischen Auge die Sehenswürdigkeiten der ehemals deutschen, im Krieg fast völlig zerstörten City, in der „tausende Häuserfassaden sich seit Jahrzehnten nach einer Maurerkelle sehnen“, wie Bogdan treffend bemerkt. Kirchen und öffentliche Gebäude sind allerdings schön restauriert worden.

Flusskreuzfahrt Oder - Liane Ehlers - 31 Schiffshebewerk

Schiffshebewerk Niederfinow

Gemächlich mäandert die „Katharina von“ Bora über Oder und Oder- Havel-Kanal  bis zum    76 Jahre alten  Schiffshebewerk Niederfinow,  das 36 Meter Höhenunterschied  überwinden hilft.  150.000 Besucher jährlich lassen sich von diesem Wunderwerk der Technik faszinieren. Direkt nebenan entsteht das neue Schiffshebewerk Niederfinow, 54 Meter hoch und 133 Meter lang,  mit dem auch moderne große Motorgüterschiffe  ihre Landung Richtung Ostsee bringen können. Von Niederfinow fahren wir über den Oder-Finow-Kanal  durch die Mark Brandenburg  zur    fast mystischen Klosterruine Chorin,  ein Beispiel norddeutscher Backsteingotik.

Endstation der Flusskreuzfahrt ist Potsdam, wo die „Katharina von Bora“ nur zehn Gehminuten vom Zentrum entfernt liegt. Früher wohnten in der Residenzstadt von Friedrich dem Großen Ufa-Stars wie Asta Nielsen und Marlene Dietrich, heute Prominente wie Günther Jauch und Wolfgang Joop. Durch Millionen-Spenden reicher Privatleute für Denkmalschutz hat Potsdam relativ schnell zu seinem alten Glanz zurückgefunden. Selbst die Häuser im ehemaligen Sperrgebiet des sowjetischen KGB-Hauptquartiers wurden zu schmucken Einfamilienhäusern  umgestaltet – bis auf eins. Mit seinem mausgrauen DDR-Charme soll es auch in Zukunft als Mahnmal an die Vergangenheit erinnern.

Reiseinfos zur Flusskreuzfahrt Oder in Kürze

Das Schiff: Die „Katharina von Bora“ ist 83 Meter lang und 9,5 Meter breit. Sie kann 80 Passagiere aufnehmen. Alle Kabinen sind Außenkabinen und stil­voll eingerichtet. Auf dem Oberdeck sind alle Kabinen mit großen, bis zum Boden reichenden Panoramafenstern zum Öffnen ausgestattet (französischer Balkon). Die Hauptdeck-Kabinen haben nicht zu öffnende Fenster. Tagsüber ist das Sonnendeck ein beliebter Treffpunkt.

Reiseliteratur: „Ostseeküste – Mecklenburg-Vorpommerns“, Claudia Banck, Dumont, 296 S.

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung von Nicko Cruises.

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Mit der “Heureka” ab durch die Schleuse

Da liegt sie vor mir, die “Heureka”. Rund zwölf Meter lang und gut vier Meter breit. Das Schiff ist unser Domizil in den nächsten Tagen. Und schon während der Beladung mit Lebensmittel, Bekleidung und Getränken wächst in mir die Angst. Immerhin müssen wir auf unserer Tour über einige Flüsse und Seen in Brandenburg durch mehrere Schleusen. Die sind eng, das Schiff ist groß. Und ich habe keinen Bootsführerschein. Den benötigt man für dieses Schiff in Brandenburg auch nicht. Jeder kann sich so ein Boot mieten in Brandenburg und Berlin. Es reicht eine intensive Einweisung in Theorie in Praxis aus.

Da liegt sie vor mir, die “Heureka”. Rund zwölf Meter lang und gut vier Meter breit. Das Schiff ist unser Domizil in den nächsten Tagen. Und schon während der Beladung mit Lebensmittel, Bekleidung und Getränken wächst in mir die Angst. Immerhin müssen wir auf unserer Tour über einige Flüsse und Seen in Brandenburg durch mehrere Schleusen. Die sind eng, das Schiff ist groß. Und ich habe keinen Bootsführerschein. Den benötigt man für dieses Schiff in Brandenburg auch nicht. Jeder kann sich so ein Boot mieten in Brandenburg und Berlin. Es reicht eine intensive Einweisung in Theorie in Praxis aus.

Boot mieten in Brandenburg - Joerg Baldin - 07_2017-2-2

Die “Heureka” ist ein knapp zwölf Meter langes Schiff, das führerscheinfrei auf den Kanälen in Brandenburg gemietet werden kann. Ideal für einen Urlaub mit der Familie. (Fotos: Jörg Baldin)

Doch zunächst einmal müssen wir bei der Übergabe auf der Werft von Kuhnle-Tours warten. Grund ist das typische Sommerwetter 2017 in Brandenburg und Berlin. Der Himmel hat seine Pforte geöffnet und es schüttet wie aus Eimern. Zeit, um alle Dinge an Bord gut zu verstauen. Auch im Inneren bietet unser Schiff vom Typ Kormoran ausreichend Platz für vier Personen. Die beiden Jungs haben eine eigene Kabine und ein eigenes Bad. Und auch die zweite Kabine verfügt über ein Bad. An Bord sind zudem noch eine Küche mit vier Gas-Kochplatten, Waschbecken, Kühlschrank und viel Stauraum. Vier Treppenstufen höher ist der Aufenthalts- oder Essraum mit Blick aufs Wasser, in dem sich auch das Steuerrad und die Bedientafel, quasi die Brücke des Schiffes, befindet.

Jeder kann sich so ein Boot mieten in Brandenburg

Nach gut einer Stunde Wartezeit und einer ersten Besprechung der Bootscrew inklusive Bootsregeln für die Kinder und Ernennung eines ersten Offiziers als rechte Hand des Kapitäns kann die Einweisung durch den Mitarbeiter von Kuhnle-Tours endlich starten. Die ist erforderlich, weil ich keinen Bootsführerschein besitze. Dennoch kann sich jeder so ein Boot mieten in Brandenburg. Grundsätzlich bin ich schon oft mit einem Motorboot auf der Ostsee gefahren, nur eben nicht mit so einem großen Schiff und schon gar nicht durch schmale Schleusen. Umso wichtiger ist es, dass eine zweite erwachsene Person mit an Bord ist, um die An- und Ablegemanöver mit dem großen Boot zu meistern.

Bei der Einweisung muss ich mich zuerst mit der elektrischen Anlage auseinandersetzen: Tiefenmesser, alle möglichen Pumpen, Anker- und Positionsleuchten, Radio und die Innenraum- und Außenbeleuchtung werden hier an- oder ausgeschaltet. Außerdem ist hier eine Anzeige, in welcher Position sich das Ruder gerade befindet. Eine sehr nützliche Anzeige, wie sich im Verlauf der Reise oft herausstellt. Auch das hydraulische Bugstrahlruder, mit dem das Schiff vorne, also am Bug, leicht nach links oder rechts manövriert wird, wird von hier aus bedient. Die für mich beste Bedienfunktion, gerade bei der Einfahrt in die enge Schleusen. Und natürlich das Steuerrad. Die wichtigsten Funktionen inklusive einem zweiten Steuerrad findet man auch am Oberdeck, von dem man auch den besten Überblick hat. Nur wenige Male mussten wir aufgrund schlechten Wetters das Schiff von innen aus fahren.

Warten bis die Ampel der Schleuse auf grün springt

Nach der Theorie geht’s endlich los. Inzwischen hat auch der Regen aufgehört und die ersten drei Kilometer begleitet uns der Mitarbeiter – als Lotse – noch auf dem Schiff, zeigt mir, wie das An- und Ablegen funktioniert. Eine sehr wichtige Übung, wie sich später herausstellt. Wir fahren zuerst im Dahme-Kanal in Richtung Königs Wusterhausen, vorbei an großen Prachtvillen und entlang von Industriegebieten, die vor allem früher an dem Kanal angesiedelt waren. Nach etwa 45 Minuten erreichen wir die erste Schleuse „Neue Mühle“ und wir müssen warten. Befehl vom Lotsen: “Anlegen, festmachen, warten bis die Ampel der Schleuse auf grün umspringt und die Schiffe aus der Schleuse fahren.”

Sobald das passiert ist, fahren zuerst die großen Schiffe rein. Wir dürfen also immer zuerst in die Schleuse, denn größere Schiffe begegnen uns so gut wie nie. Auch nicht die zahlreichen Hausboote, die sich wie Ameisen den Weg durch die Kanäle bahnen, sind meistens kleinere Schiffe. Nach uns folgen die kleineren Boote. In der Schleuse darf das Schiff nicht festgebunden werden. Es gibt Stangen in den Schleusenmauer, um die die Leinen gelegt und dann von Hand gehalten werden. Durch den oft mehrere Meter großen Höhenunterschied würde beim Festbinden entweder die Leine reißen oder – noch schlimmer – das Schiff Schaden nehmen. Auf unserer Tour geht alles gut, nach der dritten Schleuse kommt schon so etwas wie Routine auf.

Mit 10 km/h ist das Schiff recht flott unterwegs

Nach der Schleuse suchen wir uns unseren ersten Rastplatz. Wir machen an einer Brücke für Fahrtgastschiffe fest, die an diesem Tag nicht genutzt wird und bei der wir in Ruhe anlegen üben kann. Der „Lotse“ geht hier von Bord und von nun an bin ich der Kapitän der „Heureka“. Nur die typische Kapitänsmütze fehlt. Die Fahrt geht nach dem Abendbrot weiter auf der Dahme in Richtung Bad Saarow, dem Ziel dieser Tour. Wir fahren durch den Krüpelsee und ankern an unserem ersten Schlafplatz bei Bindow in einer Kurve des Kanals und genießen die Ruhe auf dem Wasser. Selbst die Jungs sind fasziniert von dem Leben auf dem Wasser und schlafen tief und fest in der ersten Nacht.

Am nächsten Morgen geht’s nach dem Frühstück weiter. Nachdem der Anker gelichtet wurde, steuere ich die „Heureka“ in den Dolgensee. Mit rund zehn Stundenkilometern bewegt sich das Schiff recht flott auf dem Wasser. Die Kinder beobachten die anderen Boote oder die vielen Tiere, die wir im Laufe der Tour zu sehen bekommen. Darunter sind Kormorane, Haubentaucher oder auch Störche, die auf den Feldern nach Nahrung suchen. Wir passieren den Langer See, auf dem wir die Dahme verlassen und Kurs in Richtung Wolziger See nehmen. Hier wird der erste Badestopp eingelegt. Das Schiff verfügt über eine kleine Badeplattform am Heck, die das Ein- und Aussteigen für die Passagiere sehr einfach macht. Wer nicht badet, kann sich auf dem Sonnendeck ausruhen oder die Angel auswerfen.

Erste Schleuse, die wir als Crew alleine meistern müssen

Nach einiger Zeit geht’s weiter in Richtung Storkower Gewässer. Der Storkower Kanal ist landschaftlich sehr schön und nahezu unbebaut. Es gibt viel zu sehen für die Kinder, die an Bord meistens mit einer Schwimmweste unterwegs sind. Ab und zu dürfen die Jungs unter Aufsicht die “Heureka” selbst steuern.

In Kummersdorf kommt die erste Schleuse, die wir als Crew alleine meistern müssen. Sie ist von 1746 und wird von einem Schleusenwärter betreut. Nachdem wir kurz vor der Schleuse eine Kaffeepause eingelegt haben, manövriere ich das Schiff in die Einfahrt. Hinter uns folgt ein Hausboot. Und mit den beiden Booten ist die Schleuse voll.

Es geht weiter den Storkower Kanal entlang an Philadelphia in den Großen Storkower See, in dem wir die zweite Nacht ankern. In guter Gesellschaft, wie sich später herausstellt, denn zahlreiche Hausboote haben sich ebenfalls in die flachen und windstillen Bereiche des Sees zurückgezogen, um einen ruhigen Ankerplatz zu finden. Hier wird abends der Grill auf dem Sonnendeck angemacht und wir genießen die ruhige See und den romantischen Sonnenuntergang. Bis spät in den Abend versuchen wir Fische zu angeln oder spielen Uno.

Die “Heureka” ist groß, lässt sich aber gut steuern

Am nächsten Morgen führt uns die Fahrt weiter durch den Storkower See zur nächsten Schleuse, die diesmal ohne Schleusenwärter arbeitet. Die Bootsführer müssen an einem blauen Hebel in der Schleuse drehen und warten, bis die Schleuse mit der Berg- oder Talfahrt beginnt. Die Steuerung dieser automatischen Schleusenanlagen erfolgt aus einer Zentrale des Wasser- und Schifffahrtsstraßenamt Berlin (WSA). Wieder heißt es warten, bis die Boote aus der Schleuse kommen. Und wieder ist Millimeterarbeit angesagt, denn auch wenn die Schleuse relativ neu ist, die „Heureka“ ist breit, lässt sich aber gut steuern.

Nach etwa zehn Minuten ist der Vorgang beendet. Nach der Schleuse kommt die größte Herausforderung auf der Hintour. Direkt hinter der Schleuse führt eine Klappbrücke über den Kanal, die ebenfalls auf Anforderung beim WSA hochfährt. Der Kanal ist an dieser Stelle sehr eng und ausgerechnet hier wartet ein Schwesterschiff der „Heureka“ auf die Schleusung in Richtung Berlin. Links eine Steinmauer, rechts ein Schiff. Ich weiß in dem Augenblick nicht, was bei einer Kollision schlimmer wäre. Mit Hilfe des Bugstrahlruders und meiner inzwischen zweitägigen Erfahrung als Kapitän, schaffe ich es irgendwie an beidem ohne Schaden vorbei zu kommen, um dann in den letzten großen See zu fahren, dem Scharmützelsee.

An den nächsten beiden Tagen geht’s auf dem gleichen Weg zurück nach Zeuthen. Ein tolles Abenteuer für die Familie endet in der Haupstadt wieder mit Regen und Gewitter. Die Tour machen wir sicher noch einmal, dann aber mit Kapitänsmütze. Gerne auch in einem der Hausboote, die ausgestattet mit Lagerfeuer und Kaminofen in den letzten Jahren die Kanäle um Berlin erobert haben. Auf der “Heureka” fühlt man sich wie ein Kapitän, auf den Hausbooten wie Tom Sawyer und Huckleberry Finn. Oh, wie schön ist Brandenburg!

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Das ist die “Heureka” – Daten und Zahlen

Die “Heureka” ist ein Hausboote der Kormoran-Baureihe 1150. Sie sind aus Stahl und wurden von Kuhnle-Tours speziell für den Charterbetrieb entwickelt. Sie sind leicht zu manövrieren und bieten allen Komfort unter Deck. Ein großer Salon (1,95 m hoch) mit komfortabler Sitzecke, bis zu vier Kabinen, auf dem Achterdeck eine ca. 20 qm große Terrassen mit Tisch und Stühlen. Die zusätzliche Sonnenplattform auf dem Dach und eine geräumige Badeplattform runden das Angebot des Schiffes ab.

Weitere Daten:

  • Betten: 8
  • Kabinen: 2
  • Maße: 11,40 x 3,90 x 0,75 m
  • Hydraulisches Bugstrahlruder (in Querrichtung arbeitende Schrauben): Bedienung erfolgt vom Außen- oder vom Innensteuerstand; Vorteil: Schaltet sich bei längeren Manövern nicht wegen Überhitzung aus
  • Warmwasserheizung (Das Boot bleibt auch warm, wenn der Motor aus ist)
  • 12-Volt-Kfz-Steckdose für Mobiltelefone oder andere Geräte
  • Innen- und Außenfahrstand mit Echolot (nur in Deutschland) und Betriebsanzeigen (im Revier Bodden zusätzlich mit GPS-Gerät)
  • Buganker mit Winsch
  • Zweiter Anker mit Leine (Deutschland und Polen)
  • Durchfahrtshöhe etwa 2,85 m, der Tiefgang 0,75 m.
  • Das Achterdeck und die Seitendecks mittschiffs sind durch eine stabile, dreistufige Reling gesichert, die Gangbords im Bugbereich sind mit einer Anti-Rutschkante versehen.
  • Dieselmotor unter Salon schallisoliert
  • Wassertank 1000 l, Schmutzwassertank 1400 l, Dieseltank 530 l

Hinweis: Das Schiff wurde uns von der Firma “Kuhnle-Tours” für diese Reise zur Verfügung gestellt.

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Kaiser Franz-Josef reloaded

Das kroatische Opatija, das zu Zeiten der k.u.k.-Monarchie noch Abbazia hieß und zu Österreich-Ungarn gehörte, bietet Urlaub auf hohem Niveau. Viel Geld wurde in die Renovierung der Villen aus der Gründerzeit gesteckt. Auch im Heilbad Crikvenica wurde kräftig investiert. Es hat sich gelohnt, der Tourismus an der Kvarner Bucht boomt wie nie.

Das kroatische Opatija, das zu Zeiten der k.u.k.-Monarchie noch Abbazia hieß und zu Österreich-Ungarn gehörte, bietet Urlaub auf hohem Niveau. Viel Geld wurde in die Renovierung der Villen aus der Gründerzeit gesteckt. Auch im Heilbad Crikvenica wurde kräftig investiert. Es hat sich gelohnt, der Tourismus an der Kvarner Bucht boomt wie nie.

Mit dem Flieger ab Hamburg dauert die Anreise nur eindreiviertel Stunden. Der Ausblick auf die azurblaue Adria ist grandios, bevor die Eurowings-Maschine auf dem kleinen Flughafen Rijeka-Krk landet. Der Urlaub in Kroatien kann beginnen. Kaiser Franz-Josef hatte nicht zu viel versprochen, als er – damals noch mit dem Luxus-Zug – seine Sisi zum ersten Mal nach Abbazia, dem heutigen Opatija, brachte. Das schöne Ambiente und das mediterrane Klima am Rande des Ucka-Gebirges ließen keine Wünsche offen.

Jugendstil-Villen prägen Stadtbild

In der kurzen  Epoche zwischen Mitte des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts prägte der Habsburger Adel die Kvarner Bucht nachhaltig. Doch nicht nur Aristokraten, auch Künstler und die Bourgeoisie kurten damals im Winter an der altösterreichischen Riviera. Noch heute atmet man in Abbazia auf Schritt und Tritt k.u.k.-Atmosphäre.

In keinem anderen der einst mondänen Seebäder sind so viele Prachtbauten  erhalten geblieben wie in Opatija, nur wenige  verfallen wegen ungeklärter Eigentümerverhältnisse leider immer noch. Mehr als 30 Villen im Jugendstil und im Historismus prägen das Stadtbild des 12.000-Einwohner-Ortes. Fast jede hat ihre ganz eigene Geschichte. Seit einigen Jahren kehrt der Glanz der Habsburger zurück. Mit viel Geld wurden die „alten Kästen“ renoviert, um sie auf ein hohes  Niveau zu bringen.

Sauna mit „Kaiserin Sisi“

Ein gutes Beispiel dafür ist das Vier-Sterne-Plus-Hotel Miramar, das  jetzt einer österreichischen Hotelier-Familie gehört. Als Herzstück des Miramar-Resorts thront die 1890 erbaute, fast zur Ruine verkommene und 2004 kernsanierte Villa Neptun direkt über der Kaiser-Franz-Josef-Promenade am Meer. Rund um die Villa Neptun gruppieren sich  in einem mediterranen Park fünf weitere Gäste-Villen. Das einstige Traumschloss der Gräfin Laura Henckel-Donnersmark war ein beliebtes Ziel prominenter Gäste, die zwar zentral, aber abseits der Massen residieren wollten.

Das abwechslungsreiche Unterhaltungsprogramm für erwachsene Gäste, das exquisite Essen von Küchenchef Arthur Berger und der große Spa-Bereich – mit drei Schwimmbädern und mehreren Saunen – sorgen dafür, dass das Miramar zehn Monate im Jahr gut besucht ist. Da wundert es mich nicht, in der Sauna auf „Kaiserin Sisi“ zu treffen. Wo sonst könnte die österreichische Staatsmeisterin im Saunaaufguss, Liane Murlasits, einen Sisi-Aufguss mit vier verschiedenen Düften und Musik passender zelebrieren als dort.

Urlaub in Kroatien: Treffpunkt der Reichen und Schönen 

„Lungomare“ nennen die Einheimischen die Flaniermeile entlang der Felsenküste, die um die Jahrhundertwende gebaut wurde. Der zwölf Kilometer lange Weg mit Blick aufs türkisblaue Meer verbindet die fünf idyllischen Küstenorte Volosko, Opatija, Ičići, Ika und Lovran. 1996 wurde er als Hommage an die Blütezeit unter den Habsburgern offiziell nach dem österreichischen Kaiser „Promenade Franz Josef I.“ benannt. Trotz deutlicher Spuren einer wenig romantischen politischen Ära in den darauf folgenden Jahrzehnten hat der „Lungomare“ nicht an Reiz verloren, er gilt noch immer als eine der schönsten Meerespromenaden der Welt.

Begonnen hatte Abbazias Karriere als Winterkurort der Reichen und Schönen mit der Villa Angiolina, die in den Park Angiolina eingebettet liegt.  1844  hatte der Reeder Iginio Scarpa die eher schmucklose Villa in ein hübsches Sommerschlösschen verwandelt. Er lud namhafte Freunde ein, und immer mehr Prominente kamen  in den Ort – 1860 auch die österreichische Kaiserin Maria Anna. Jetzt befindet sich in der Villa Angiolina das Stadtmuseum mit einer Touristeninformation. Im Park Angiolina haben seit 1855 mehr als 150 Pflanzen aus aller Welt eine neue Heimat gefunden – darunter auch die Kamelie, Wahrzeichen Opatijas, die die Stadt im Frühjahr in ein rosa Blütenmeer taucht.

Das vermutlich älteste Hotel in Abbazia ist das Hotel Kvarner (früher  Quarnero), das ursprünglich ein Lungensanatorium war. 1884 nach einem Brand als Luxushotel wiedereröffnet, ist der Kristallsaal ist bis heute ein glanzvoller Treffpunkt der Stadt. Die Villa Amalia wurde 1890  als Dependance des Hotel Quarnero eigens „für die besseren Gäste“ errichtet, zu denen die deutsche Kaiserfamilie ebenso zählte, wie die berühmte amerikanische Tänzerin Isadora Duncan und der Schriftsteller Thomas Bernhard.

Obwohl der Tourismus in Opatija mehr denn je boomt, sind „von den 28 Hotels 23 im Winter geschlossen“, hat mir Fahrer Ivo schon auf dem Transfer vom Flughafen KrK erzählt. Neue Hotels in der Kvarner Bucht und in Opatija werden jetzt mit einem größeren Spa- und Freizeitbereich für Familien mit Kindern gebaut, um so die Saison zu verlängern.

K.u.k.-Atmosphäre im Kvarner Palace

Einem Bruder-Zwist verdankt der 45 Kilometer entfernte einstige Fischerort Crikvenica seine Entwicklung zum Luftkurort:  Weil er sich mit seinem Bruder, dem Kaiser Franz-Josef, zerstritten hatte und nicht mehr nach Abbazia wollte, erwarb Erzherzog Joseph Karl Ludwig 1897 das damalige Hotel „Erzherzog Joseph“, das heutige Vier-Sterne-Plus-Hotel Kvarner Palace. www.kvarnerpalace.info  Nach mehrmaligem Besitzerwechsel und einer Komplettrenovierung vor drei Jahren befindet sich das oben am Berg gelegene Jugendstil-Gebäude mit der hohen Renaissance-Fassade jetzt wieder in österreichischer Hand.  Vom Restaurant auf der Hotelterrasse hat man einen traumhaften Blick auf die vorgelagerte Inselwelt von Krk.

Wegen seiner Architektur gehört dieses  Bauwerk  zu den schönsten der Adriaküste. Bereits beim ersten Betreten fühlt man sich in eine andere Welt zurückversetzt. Kaum ein anderes Hotel vermittelt von außen und innen so viel  k.u.k.-Atmosphäre wie die 1895 erbaute Villa. Erzherzog Josef Karl Ludwig hätte sicher seine Freude daran gehabt. Er glaubte an die Zukunft von Crikvenica und ließ das Dorf zum Heilbad ausbauen. Bis heute ist Crikvenica für einen Urlaub in Kroatien mit seinen langen Sandstränden für Familien mit Kindern ein beliebtes Ferienziel.

Opatija 121- Liane Ehlers-Opatija-Kroatien

Reise-Infos in Kürze

Anreise:  Mit dem Auto oder Zug über Wien. Direktflüge von Hamburg und Köln (1.45 Std) nach Rijeka-Krk mit Germanwings. Der Transfer bis Opatija dauert ca. 40 Minuten, der nach Crikvenica ebenfalls. Möglich ist auch eine Anreise von norddeutschen Städten über die Flughäfen Triest und Pula mit Weiterreise im Leihwagen oder Shuttle.

Ausflüge: Von Opatija aus gibt es viele Ausflugmöglichkeiten, etwa ins Wanderparadies des Ucka-Gebirges (1400m), zu den nahe gelegenen Inseln Krk und Cres und zu den Plitvicer Seen. Aber auch Radfahrer, Surfer und Kulturinteressierte kommen auf ihre Kosten. Leinen los heißt es mit der „Tornado Blue“, dem 1899 als Fischerboot erbauten Holzschiff für zwölf Personen. Liliana Stipanic bietet auch Kochkurse auf See mit Spezialiäten der Fischerfamilien an.

Übernachtung: Das Hotel „Miramar“ in Opatija hat von Mitte März bis Anfang Januar geöffnet. Das
Hotel Kvarner Palace in Crikvenica www.kvarnerpalace.info  hat von Mitte März bis Ende Oktober geöffnet.

Reiseliteratur: „Istrien – Kvarner Bucht“, Daniela Schetar, Dumont, 120 S., 9,99 Euro.

Hinweis: Die Reise fand auf Einladung statt.

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Auf die Steine, fertig, los!

Bunte Steine, wohin man schaut und mittendrin zahlreiche glückliche Gesichter. Gar nicht so schwer zu erraten, wo wir uns hier befinden. Das Legoland in Günzburg, knapp 120 Kilometer vor München, ist seit nunmehr 15 Jahren das Highlight aller LEGO Fans. Egal ob groß oder klein.

Bunte Steine, wohin man schaut und mittendrin zahlreiche glückliche Gesichter. Gar nicht so schwer zu erraten, wo wir uns hier befinden. Das Legoland in Günzburg, knapp 120 Kilometer vor München, ist seit nunmehr 15 Jahren das Highlight aller LEGO Fans. Egal ob groß oder klein.

In den vergangenen Jahren hat sich der ursprüngliche Themenpark zu einer eigenen Urlaubsdestination gemausert. Neben den zahlreichen Tagesgästen nimmt die Zahl der Kurzurlauber kontinulierlich von Jahr zu Jahr zu. Auf genau diesen Trend hat LEGOLAND Deutschland reagiert und mit dem LEGOLAND Feriendorf eine eigene wunderbare Welt in unmittelbarer Nähe des Themenparks geschaffen. Vor knapp 4 Jahren haben wir das Legoland samt Feriendorf für uns entdeckt. Seitdem vergeht kein Jahr, in dem wir uns nicht ins bunte Getümmel werfen und wild drauflos bauen.

Legoland Deutschland

 

Langeweile? Hier existiert dieses Wort nicht. Action und Spaß sind rund um die Uhr garantiert. Egal ob im Park oder im angrenzenden Feriendorf.

Die Spannung im Auto steigt auf den letzten Kilometern. Kurz vor der Auffahrt ins Legoland ragt ein riesengroßer Legostein in den Himmel und weist uns den Weg ins bunte Paradies.
Ich blicke in meinen Rückspiegel und beobachte die Kids auf der Rückbank. Leuchtende Kinderaugen, rote Wangen. Freudestrahlend werden die Pläne der nächsten Tage durchgesprochen. „Sollen wir zuerst zur Kartbahn, oder doch lieber zum Hochseilgarten?“