Kurs auf die Inselwelten in der Ägäis
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Noch sind wir in Athen der quirrligen Stadt am Mittelmeer, die auch in ihrer jüngeren Geschichte einige Kämpfe um Freiheit und Gleichheit ausgetragen hat. Heute schmücken sie klassizistische Gebäude ganz im Stil der Antike. Und die Plaka im Herzen von Athen bietet auf engsten Raum ein reichhaltiges Angebot an bunten Souvenirs, fantasievollen Folklorekleider und Kunsthandwerk. Der Trödelmarkt von Monastiraki ist eine wahre Fundgrube für alle, die auf Second Hand Schnäppchen stehen, wenn sie ein bisschen ausgefallen sind und schon etwas Patina angesetzt haben.

Zum Abendessen sitzen wir im Restaurant „The Zillers“. Im 19. Jahrhundert, so erfahren wir, hat der Architekt aus Radebeul nicht nur das Restaurantgebäude konzipiert, sondern war nach den griechischen Freiheitskämpfen gegen die Osmanen Mitgestalter der Stadt Athen. Von unserer Dachterrasse aus können wir die Lichter der Plaka sehen und die Akropolis, das antike Wahrzeichen von Athen, grüßt im hellen Lichterschein herüber.

Die Celestyal Olympia startet ab Piräus

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Willkommen an Bord heißt es tagsdrauf. Die 720 Schiffskabinen sind bereits von den Passagieren bezogen. Die Celestyal Olympia legt ab vom Hafen Piräus und es geht hinaus in die Ägäis, dem tiefblauen Meer mit seinen zahlreichen Inseln, mal bewohnt, mal menschenleer. Sie ist Schauplatz dramatischer Mythologie gewesen, die wie vor tausenden von Jahren noch heute Wirkung zeigt und uns so manche Lebensweisheit vermittelt. Das azurblaue Wasser, das unvergleichlich helle Licht und vor allem die Beständigkeit der Winde schaffen die Voraussetzungen für einen regen Schiffsverkehr zu den Inseln, den Orten, wo einst die Götter wohnten.

Nur drei Tage dauert diese Schiffsreise. Im Mittelpunkt stehen die zahlreichen Besichtigungen. Zweimal am Tag wird aus- und eingeschifft, was dank der professionellen Hilfe des Schiffspersonals reibungslos verläuft. Es sind gerade die kleineren Schiffe, wie die Celestyal Olympia die eine perfekte, dreitägige Kreuzfahrt mit allem Drum und Dran bieten können. Ihre Wendigkeit lässt sie mühelos auch in kleine Inselhäfen vor Anker gehen. Dennoch fehlt es nicht an Komfort. Von der Kabine, dem All Inclusive Angebot, Unterhaltungsprogramm, Shows und Livemusik, Fitness und Massagen kann man es sich zwischen den Landausflügen gut gehen lassen.

Ob Buffet oder Restaurant, die Bordküche sorgt für vorzügliches Speisen. Über 1600 Portionen feiner Salatvorspeisen, schmackhafter Fleisch- oder Gemüsegerichte oder Desserts werden tagtäglich zubereitet und serviert. Und die Grillspezialitäten abends an Deck unter freiem Himmel schmecken besonders lecker. Die Süßspeisen werden besonders kreativ und fein zubereitet. Angefangen von Baklava, Eisspezialitäten, Früchte und Cremes findet wohl jeder etwas nach seinem Geschmack.

Inselrundgang auf der Partyinsel Mykonos

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Mit der luxuriösen Partyinsel Mykonos, wo jährlich zwei Mio. Touristen Urlaub machen, beginnt das Ausflugsprogramm. Auf einem Inselrundgang vorbei an den chicen Boutiquen und Cafés sind neben den gepflegten Sandstränden auch die berühmten Windmühlen auf den Anhöhen der Insel nicht zu übersehen. Von der starken Brise dort oben wurden sie schon vor rund 400 Jahren angetrieben, wodurch das Mehl gemahlen werden konnte.

Celestyal-Olympia-Ägäis-2429Wer sich für ihre Geschichte interessiert findet im Mühlenmuseum nebenan interessante Informationen. Sehenswert sind auch die typischen, strahlend weißen Häuser und Villen. Mit den Flachdächern, kleinen Balkonen und Erker erinnert die Architektur an den Orient.

Antike Bibliothek in Kusadasi

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Auf dieser Inselhopping Tour wird wie im Bilderbuch umgeblättert. Denn nur ein paar Stunden später geht die Celestyal an der türkischen Ägäis in Kusadasi vor Anker. Das antike Ephesus steht auf dem Besichtigungsprogramm. Einst galt es als größte und bedeutendste, griechische Stadt in Kleinasien. Erdbeben und witterungsbedingte Schäden haben der Architektur stark zugesetzt. Aber heute, akribisch restauriert und wiederhergestellt erinnern die Tempel, Theater und Wohnhäuser an die Römerzeit des 2. Jh. n. Chr. Ein archäologischer Höhepunkt, 1908 bei Ausgrabungen entdeckt, ist die Celsus-Bibliothek. Perfekt restauriert, ist sie heute das musikalische Mekka für berühmte Orchester, Pianisten und Opernsänger, die vor der antiken Kulisse ihr Repertoire präsentieren.

Zwischendurch während der Ruhepausen an Bord heißt es relaxen, einen Espresso zu trinken oder mit einem Cocktail in der Hand den Wellen zuzusehen. Während die Passagiere stressfrei genießen können, liegt alle Verantwortung in Händen des Kapitäns Stathis Romeos, der seit 40 Jahren hinter dem Steuerrad steht. Zusammen mit seiner Crew von fünf Offizieren und 20 Helfern sorgt er für den richtigen Kurs. Ruhig, aber bestimmt gibt er nur wenige Befehle und bleibt im Hintergrund. Seiner Erfahrung ist es zu verdanken, dass die Celestyal Olympia von allen Fahrten wieder sicher zurückgekehrt ist.

Wallfahrtsort Patmos

Kloster Patmos Celestyal OlympiaDer nächste Hafen auf der Route heißt Patmos, wo sich das Kloster des Heiligen Johannes aus dem Jahr 1088 befindet. Berühmt und als Heiligtum der griechisch-orthodoxen Kirche verehrt, ist die Johannes Grotte, wo der Evangelist aufgrund seiner Visionen die Apokalypse, das letzte Buch des Neuen Testaments verfasste. Holzgeschnitzte Ikonen und Fresken zeigen wie Johannes, der auf Patmos in Verbannung lebte, seine Eingebungen erhielt. Der Blick von den Klostermauern herab auf die kleinen Inseln rundum Patmos strahlt erhabene Ruhe aus. Hier auf der sogenannten heiligen Insel herrscht nur an Ostern große Betriebsamkeit, wenn die Wallfahrer in Scharen zum Heiligtum pilgern.

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Im Gegensatz dazu ist auf Kreta das ganze Jahr Saison. Der Palast von Knossos, in dem sich die grausame Sage um das Monster Minotaurus abspielte, übt nach wie vor eine besondere Magie auf die Besucher aus. Hinzukommt, dass die minoische Kultur, datiert um 2600 v. Chr., als Frühgeschichte der europäischen Kultur zählt.
Unser Guide verweist noch auf ein anderes Kapitel griechischer Geschichte aus der Neuzeit. Auf einer Anhöhe von Heraklion befindet sich die Grabstätte von Nicos Kazantzakis, dem Autor unter anderem des Alexis Sorbas. Als Sohn der Insel Kreta 1883 geboren, wird er heute noch verehrt. „Ich fürchte nichts – Ich hoffe nichts- Ich bin frei“ so seine Grabinschrift“ spricht vielen Griechen aus der Seele.

Letzte Sonnenstrahlen auf Santorin

Wie gut, dass wir die Insel Santorin im Süden der Kykladen bereits erlebt haben. Denn aufgrund des zu starken Wellengangs ist die Landung im vorgelagerten Vulkankrater, der Caldera, diesmal nicht möglich. Kapitän Romeos hat sich die Entscheidung, mit der Celestyal Olympia zu wenden, nicht leicht gemacht. Doch auf der Rückfahrt erkennen wir an den Schaumkronen der Wellen, dass bei diesem Seegang das Umsteigen auf die Tenderboote nicht möglich gewesen wäre. Gerade auf dem Meer ist „Savety First“ besonders wichtig.

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Also lassen wir den Krater, gefüllt mit Meereswasser und mit seinen am Felsenkamm geklebten Häusern hinter uns und erinnern uns an den gigantischen Sonnenuntergang auf Santorin. Noch erstrahlte das helle Ägäislicht auf die weißen Häuser, Treppen und Gassen. Doch wenn die Sonne untergeht und ihr goldenes Licht in die Ägäis ergießt, dann versinken Zeit und Raum und es bleibt Natur pur.

Information zur Reise mit der Celestyal Olympia

Celestyal Olympia: Weitere Infos zu Reisen mit Celestyal Cruises gibt’s auf der Webseite oder per eMail an [email protected]

Restaurant in Athen: „The Zillers“: https://thezillersathenshotel.com/

Das Hotel in Athen „Elia Ermou“ ist nur einen Katzensprung von den wichtigsten Sehenswürdigkeiten
der Stadt entfernt. https://www.eliaermouhotel.com/

Das neue Akropolis Museum präsentiert und verwahrt von der Archaik bis zur Spätantike ausschließlich Fundstücke und Objekte der Akropolis von Athen und hat rund 5 Mio. Besucher im Jahr. Das heutige Gebäude am Fuß der Akropolis wurde von Bernard Tschumi und Michalis Fotiadis entworfen und am 20. Juni 2009 eröffnet. Weitere Infos


Hinweis in eigener Sache: Die Reise für diesen Beitrag wurde zum Teil unterstützt von Veranstaltern, Hotels, Fluglinien und/oder Tourismus-Agenturen. Wir legen sehr großen Wert auf eine unabhängige und neutrale Berichterstattung, daher sind die Meinungen, Eindrücke und Erfahrungen der jeweiligen Autoren ihre eigenen.
Eva-Maria Mayring
In München ist Eva-Maria Mayring zu Hause, hat dort Kunstgeschichte, Philosophie und Theaterwissenschaft studiert und als Redakteurin bei Zeitschriften- und Zeitungsverlagen gearbeitet. Seit vielen Jahren ist sie als freie Journalistin tätig mit den Schwerpunkten Reise, Architektur, Gastronomie und Kulinarik.

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