Die Königin der Donau

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So ungefähr müssen sich damals die ungarischen Stämme aus dem Osten gefühlt haben, als sie entlang der Donau kamen und ein Platz zum Besiedeln für ihr Volk suchten. Sie fanden auf der einen Seite ein flaches Land und nannten dieses „Pest“, die anderen auf der anderen Seite bevorzugten Hügel und Berge und nannten ihr Land „Buda“. Budapest war geboren…

Das war der Ursprung von Budapest, einer der wohl beeindruckendsten Städte unserer Zeit. Die Metropole an der Donau hat in den letzten Jahren ihren ganz eigenen Charme entwickelt. Zwischen Tradition und Trend gibt es viel zu entdecken: Jugendstilbauten, Badepaläste, Boulevards, traditionsreiche Kaffeehäuser, angesagte Bars und Kneipen oder moderne Geschäftsviertel.

Riverride ist der einzige „richtige“ Bus in Europa, der schwimmen kann.

Seit dem Mittelalter war „Buda“ das Heim des königlichen Palastes, dagegen entwickelte sich „Pest“ erst im 19. Jahrhundert. Nach der Vereinigung der zwei Städte wurde die Weltstadt, das „Paris des Ostens“ geboren. Höhepunkt der Aktivitäten war die Budapester Millenniumsausstellung 1896, eine aus Anlass der Millenniumsfeiern der magyarischen Landnahme durchgeführte Landesausstellung. Sie war 1896 geöffnet und zog etwa 5,2 Millionen Besucher an. Das Ausstellungsgelände wurde durch die Budapester Metro (Földalatti Vasút) erschlossen, die erste U-Bahn auf dem europäischen Festland wurde gebaut.

Wer die ungarische Hauptstadt Budapest allerdings nur auf Gulasch, Paprika oder die österreichische Kaiserin Sissi reduziert, sollte seine Meinung mit einem Kurztrip an die Donau auffrischen. Obwohl einem die Kaiserin in Budapest immer wieder begegnet: So wurden nach ihr eine Donau-Brücke (Erzsébet híd), ein Platz (Erzsébet tér), ein Stadtteil (Erzsébetváros), ein Aussichtsturm (Erzsébet-kilátó) und ein Abschnitt der Ringstraße (Erzsébet körút) auf der Pester Seite benannt. Sehenswert auch die Matthiaskirche in der am 8. Juni 1867 Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth zu König und Königin von Ungarn gekrönt wurden.

Das Széchenyi-Thermalbad in Budapest wurde 1913 erbaut und ist heute eines der größten Badekomplexe Europas.

Budapest glänzt mit alten Gebäuden

Überhaupt glänzt Budapest mit wundervollen alten Gebäuden, die der Stadt eine geheimnisvolle Atmosphäre verleihen. Allen voran auch das Széchenyi-Thermalbad, das als eines der größten und attraktivsten Thermalbäder Europas gilt und zudem das erste der jetzt insgesamt zehn Budapester Heilbäder ist, die alle von heißen Quellen mit besonders mineralreichem Wasser gespeist werden. Der monumentale, repräsentative Bau entstand im Jahr 1913 zunächst als exklusives Heilbad, bevor es 1927 durch ein Schwimmbad und ein Strandbad erweitert wurde. Seit den 60er Jahren gehört zum Széchenyi-Thermalbad auch ein ambulantes Krankenhaus. Nach einem Umbau im Jahr 1999 entwickelte es sich zu einem modernen Erlebnisbad. Das heiße Quellwasser des Széchenyi-Thermalbads stammt vom St. Stephansbrunnen und unterstützt vor allem die Heilung von degenerativen Gelenkerkrankungen.

Seit den 90iger Jahren herrscht in Ungarn die Demokratie und seitdem öffnet sich auch Budapest immer weiter für Touristen, die vor allem aus Deutschland und Österreich kommen. Daher fehlt es auch nicht an großen Einkaufzentren, die – manchmal zum Leidwesen der sehenswerten Architektur – aus eckigen Glaskästen bestehen. Und auch der Spagat zwischen traditionellen Restaurants, Cafes oder Bars gelingt in Budapest sehr gut.

Budapest - Jörg Pasemann mit Ronald Reagan
Budapest – Jörg Pasemann mit Ronald Reagan als Bronzefigur.

So sind die weltberühmten Ruinenkneipen, einst illegale Kneipen in jüdischen Wohnhäusern, angesagte Treffpunkte für Einheimische und Touristen. Laut einem großen Reiseführer befindet sich auch die beste Bar der Welt, das A38, in Budapest. Auf dem schwimmenden Boot auf der Donau treffen sich Studenten und VIP zum gemeinsamen Getränk mit unglaublichem Ausblick auf den felsigen Gellértberg mit der beleuchteten Freiheitsstatue und der Zitadelle. Ein Geheimtipp in Sachen Essen ist ein kleines Bistro in der Budapester Innenstadt. Das „mak“ bietet das beste Rinderfilet der Welt.

Hinweis: Der Autor wurde zu dieser Reise eingeladen.

Jörg Baldin
Jörg Baldinhttps://www.breitengrad53.de
Jörg Baldin ist der Gründer und Chefredakteur von breitengrad53.de. 2011 hat er seine Leidenschaft zum Beruf gemacht und dieses Reisemagazin zum ersten Mal online gestellt. Jörg ist als Weltenbummler überall in der Welt zu Hause und liebt die Natur, das Meer und schöne Sonnenuntergänge am Strand.

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