Reisen & Kreuzfahrten

Autor: Torben Knye

Interview mit Sternekoch Tim Raue: “Ohne mein Kopfkissen reise ich nicht!”

Reisen gehört für Tim Raue zum Alltag. Rund ein Drittel des Jahres ist der Berliner Sternekoch „auf Achse“ – meist in beruflicher Mission. Mit zwei Michelin-Sternen sowie 19 Gault-Millau-Punkten ist sein asiatisch-inspiriertes Restaurant „Tim Raue“ eine echte kulinarische Institution. Erst kürzlich wurde das Restaurant erneut unter die Top 50-Restaurants der Welt gewählt.

Reisen gehört für Tim Raue zum Alltag. Rund ein Drittel des Jahres ist der Berliner Sternekoch „auf Achse“ – meist in beruflicher Mission. Mit zwei Michelin-Sternen sowie 19 Gault-Millau-Punkten ist sein asiatisch inspiriertes Restaurant „Tim Raue“ eine echte kulinarische Institution. Erst kürzlich wurde das Restaurant erneut unter die Top 50-Restaurants der Welt gewählt.

Kein Wunder also, dass Tim Raue einer der besten Köche der Welt ist, gefragtes TV-Gesicht und erfolgreicher Geschäftsmann. Unser Autor Torben Knye konnte den vielbeschäftigten Koch für ein Interview gewinnen.  

breitengrad53: Warum reisen Sie gern?

Tim Raue: Ehrlicherweise bin ich froh, wenn ich zuhause sein kann. Im letzten Jahr hatte ich über 150 Reisetage. Und so schön wie es ist, die Welt zu sehen, neue Kulturen und Menschen kennen zu lernen, so wichtig empfinde ich es, einen Platz zu haben, an den man zurückkehren kann. Ich glaube, dass das auch einer der Gründe ist, warum Kreuzfahrten so gut funktionieren. Man hat für 14 Tage ein Basislager an Bord, von dem aus man jedes Mal zu neuen Erkundungen aufbrechen kann. Und abends ist man wieder in den eigenen vier Wänden.

breitengrad53: Sie sind großer Asien-Fan: Was mögen Sie besonders an dieser Kultur? 

Raue: Ich beschreibe es mal etwas differenzierter, als Asien zu pauschalisieren: die Liebenswürdigkeit der Thais und ihre hocharomatische Küche mit Süße, Säure und Schärfe sind für mich elementar. Die Jahrtausendalte und von ihnen selbst hochverehrte Geschichte der Chinesen, im speziellen die Kantonesen in Hongkong, schätze ich genauso wie ihren steten Drang zur Expansion, die Welt bereisen zu wollen, neues kennen zu lernen und doch auf ihren Traditionen zu beharren. Bei den Japanern ist dieser schon manchmal zwingender Perfektionismus beeindruckend und ihre Liebe zu einzigartigen Gärten, ihre Zurückhaltung und dass sie im Gegensatz zu uns Deutschen niemals öffentliche Empörung zeigen würden.

breitengrad53: Wie haben ihre Reisen ihr Leben beeinflusst? 

Raue: Ich sehe mich selbst als globalen Menschen. Ich war auf jedem Kontinent, habe hunderte von Städten gesehen und unzählige Menschen kennengelernt. Ich bin sehr dankbar dafür, denn dadurch habe ich die Orte, an denen ich lebe, noch mehr schätzen gelernt und andere gefunden, die ich nur zu gerne wieder besuchen möchte.

breitengrad53: Was ist ihr absolutes Lieblingsziel? 

Raue: Ich bin ein Großstadtkind, ein waschechter Berliner, und mag Städte, die wie meine Heimatstadt sind. Singapur & Hongkong, aber auch Inseln wie Phuket. Sie vermitteln mir, dass es eine Grenze gibt und das brauche ich.

Interview mit Sternekoch Tim Raue

Singapur gehört zu den Lieblingsstädten von Sternekoch Tim Raue.

breitengrad53: Sternekoch und TV Star: Ist es noch möglich „privat“ unterwegs zu sein? 

Raue: Das Fernsehen macht das kaum noch möglich. Ich nehme mich selber allerdings nicht besonders ernst und wichtig und bin immer wieder erstaunt, dass ich erkannt werde. Bei freundlicher Nachfrage bin ich dann auch immer für Fotos und Selfies zu haben.

breitengrad53: Ihre Biografie ist geprägt von schwierigen Verhältnissen. In ihrem Buch „My Way“ heißt es dazu: „Aus der Berliner Gosse zum Sternekoch“. Wie genießen Sie die finanzielle Freiheit, die Sie heute haben in Punkto Reisen? 

Raue: Fast alle meine Reisen sind beruflich, das heißt ich fliege an den Ort, weil ich dort koche. Von daher ist das nicht zum Spaß, sondern harte Arbeit. Ich versuche in der Kürze der Zeit vor Ort das ein oder andere zu sehen, aber oft geht es am Veranstaltungstag morgens hin und am nächsten Morgen wieder zurück. Die schönste Zeit sind in dem Zusammenhang die Besuche in meinen vier „Hanami by Tim Raue“ Restaurants auf der Mein Schiff-Flotte. Da suche ich mir dann schon Routen aus, bei denen ich tagsüber an Land gehen kann, um neue Orte zu erkunden.

breitengrad53: Oft wird von „kulinarischen Reisen“ gesprochen. Wie gehören Reisen und Essen für Sie zusammen?

Raue: Das eine impliziert das andere. Ich gehe immer in eine schlichte lokale Bude und das beste Restaurant vor Ort, und meist suche ich noch nach Imbissen, die lokales Fast Food anbieten.

Interview mit Sternekoch Tim Raue

“Ich gehe immer in eine schlichte lokale Bude und das beste Restaurant vor Ort, und meist suche ich noch nach Imbissen, die lokales Fast Food anbieten”, sagt Starkoch Tim Raue.

breitengrad53: Als Mitstreiter in der Sendung „Kitchen Impossible“ kommen Sie weit rum und erleben die verrücktesten kulinarischen Geschichten. Was ist besonders hängengeblieben? Positiv und negativ.

Raue: Fernsehen ist nicht mit der Realität zu vergleichen, es geht dabei um Spaß und Entertainment für den Zuschauer. Für mich ist das die härteste Arbeit überhaupt. Denn Kochen ist mein Job, Fernsehen ist meine Herausforderung. Ich bin kein Schauspieler, kann mir keinen Text merken und tauge nicht dazu, Ansagen zu bekommen. Deswegen ist Kitchen Impossible das beste Format für mich. Ich kann dort, ebenso wie Tim Mälzer, so sein wie ich bin und machen was ich will.

Tim Raue, bitte ergänzen Sie:

breitengrad53: Berge oder Meer? Und warum?
Raue: Meer und warm, am liebsten 25-28 Grad, im Wasser zu planschen entspannt mich. Kalt und hoch mag ich gar nicht.

breitengrad53: Mein letztes Reiseziel war
Raue: In den letzten zehn Tagen war ich in meinem Restaurant „Spices by Tim Raue“ im Sylter A-Rosa Hotel, zum Fotoshooting für eine ASA Porzellan Kampagne auf Sizilien und zur Verleihung der 50 besten Restaurants in Bilbao. Dazwischen in Berlin, Düsseldorf und Offenburg. Da kommt keine Langeweile auf….

breitengrad53: Wohin ich gerne noch einmal reisen und würde und warum
Raue: Immer wieder dahin wo ich grandioses Essen und einzigartige Weine bekomme, das sind sicher über 50 Ziele weltweit…Bar Masa in NYC, Lung King Heen in Hongkong, Newton Hawker Center in Singapur, White Rabbit in Moskau, schwarzer Adler in Oberbergen, Test Kitchen in Kapstadt, Pulker´s Heuriger in der Wachau, Rekondo in San Sebastian, und und und….

Reiseblog BREITENGRAD53 Eine Wirtschaftsmetropole, die niemals schläft 3

Asiatische Küche in Hongkong

breitengrad53: Natur oder Wellnesshotel?
Raue: Ich würde es mit Wellness probieren, generell aber am liebsten am Strand.

breitengrad53: Was sollte jeder in seinem Leben einmal gesehen haben?
Raue: Ich liebe die Ruhe an Orten, die weit ab von unserer digitalen Welt sind. Das kann schon ein Weinberg im Badischen sein, von dem aus man einen so schönen Blick hat, das man nicht mehr auf das Display seines Mobiltelefon schaut. Oder ein wilder Strand auf Malle. Die Weite des Meeres vom Balkon der Mein Schiff, und die Gelassenheit eines Orangenhains auf Sizilien begeistern mich.

breitengrad53: Was gehört unbedingt ins Reisegepäck?
Raue: Ohne mein Kopfkissen reise ich nicht mehr. Und in meinem Weekender habe ich einen Mikrokosmos erschaffen. Mit Badehose, Schlafsachen, Unterhose & Socken sowie einem medizinisch-kosmetischen und einem Technik-Beutel kann ich überall drei bis fünf Tage überstehen.

Unser kulinarischer Berlin Tipp:

Ein Besuch in Tim Raues Restaurant lohnt sich! Hier lernen Sie ganz neue Geschmacksdimensionen kennen.  Im Restaurant TIM RAUE erwartet Sie eine asiatisch inspirierte Küche, die als Verbindung der japanischen Produktperfektion, der thailändischen Aromatik und der chinesischen Küchenphilosophie beschrieben werden kann.  Ganz wichtig dabei: Reservieren Sie sich rechtzeitig einen Tisch, denn das Restaurant ist oft ausgebucht. Guten Appetit!

Hinweis: Werbung, da Marken- oder Ortsnennung

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Interview mit Sternekoch Johan Lafer: “Meine Neugier treibt mich an!”

Johann Lafer ist immer auf Achse. Heute in Hamburg zur Produktion einer TV Sendung, morgen in seinem Restaurant Stromburg und übermorgen im Flieger, um für sein Magazin “Lafer” neue Orte und kulinarische Highlights zu entdecken. Reisen gehört für den Spitzenkoch zum Alltag. Von Zeit zu Zeit ist er auch als Gastkoch auf einem Kreuzfahrtschiff unterwegs.

Johann Lafer ist immer auf Achse. Heute in Hamburg zur Produktion einer TV Sendung, morgen in seinem Restaurant Stromburg und übermorgen im Flieger, um für sein Magazin “Lafer” neue Orte und kulinarische Highlights zu entdecken. Reisen gehört für den Spitzenkoch zum Alltag. Von Zeit zu Zeit ist er auch als Gastkoch auf einem Kreuzfahrtschiff unterwegs. Hier hat ihn auch Autor Torben Knye getroffen und die Chance genutzt, ihn zum Thema Reisen zu interviewen.

Zur Person Johan Lafer

Johan Lafer (Jahrgang 1957, verheiratet, 2 Kinder) wurde in der Steiermark geboren und absolvierte eine Koch-Lehre in Graz. Seine erste Station nach dem Bundesheer in Österreich war das Berliner Hotel Schweizer Hof. Es folgten das Le Canard in Hamburg sowie die Schweizer Stuben in Wertheim und das Münchner Restaurant Aubergine von Eckart Witzigmann. Lafer hat seit Jahren einen Micheln Stern für sein eigenes Restaurant auf der Stromburg im Hunsrück.

Interview mit Johan Lafer (2 von 3)

Autor Torben Knye (links) im Interview mit Starkoch Johan Lafer. (Fotos: TK)

breitengrad53: Johan Lafer, warum reisen Sie gern?

Johan Lafer: Immer nur zu Hause zu sein, ist auf Dauer langweilig. Reisen öffnet den eigenen Horizont. Andere Länder und Städte zu sehen sowie neue (Essens-)Kulturen kennenzulernen – das verschafft mir neue Inspiration. Gerade für mich als Koch ist es sehr wichtig und bereichernd immer neue Anreize zu bekommen, um neue Gerichte zu entwickeln.

breitengrad53: Wohin reisen Sie besonders gern?

Lafer: Malaysia ist mein Lieblingsreiseland. Ich liebe die Natur, die Inseln und Strände, aber vor allem die Märkte und Garküchen. Mit meinem Freund und Chefkoch Wai Look Chow erkunde ich mit dem Moped die Gegend und mache immer wieder neue kulinarische Entdeckungen.

“Geschmack ist ein weltweit verbindendes Element”

breitengrad53: Man spricht oft von „kulinarischen Reisen“. Warum gehören Essen und Reisen zusammen?

Lafer: Ich glaube, dass der Geschmack ein weltweit verbindendes Element ist. Beim Reisen in fremde Länder werden die Sinne geschult, über die Nase und den Gaumen und auch über das Berühren seltener Früchte und Gemüse nähern wir uns dem Fremden. Das inspiriert auf der einen Seite und lädt ein, sich in fremde Kulturen einzufühlen.

breitengrad53: Reisen und arbeiten – schließt sich das aus?

Lafer: Jein. Einerseits braucht man sicherlich auch mal Urlaub, wo man alles andere hinter sich lässt und einfach die Akkus auflädt. Andererseits gehört Arbeit und das Vergnügen für mich oft zusammen. Wenn ich zum Beispiel auf einem Kreuzfahrtschiff als Gastkoch unterwegs bin, lasse ich es mir nicht nehmen, auch meine Freizeit zu genießen. Zum Beispiel liege ich gern mal zwei Stunden am Pool, entspanne auf dem Sonnendeck, gehe in das Fitnessstudio oder sitze an der Bar. Aber in erster Linie ist Reisen für mich auch immer Inspiration, meine Neugier treibt mich an.

breitengrad53: Dann ist es ja sehr praktisch, dass Sie für ihr Printmagazin „Lafer“ viel unterwegs sind?

Lafer: Natürlich! Für die Reportagen und Geschichten reise ich um die halbe Welt und entdecke kulinarische Geschichten, die wirklich außergewöhnlich sind. Von der Olivenernte über die Trüffel-„Jagd“ bis hin zu Streifzügen über asiatische Märkte ist einiges dabei.  So bringt die Arbeit doppelt Spaß.

Steiermark und Malaysia ziehen Lafer immer wieder an

breitengrad53: Sie sprechen von außergewöhnlichen Erlebnissen. Gibt es ein Reiseerlebnis, an welches Sie sich besonders gern erinnern?

Lafer: Da fällt mir die Entscheidung wirklich schwer, es gibt viele Orte, an denen ich Menschen getroffen habe, die mich sehr berührt haben. Ob das die Pflücker bei der Olivenernte in der Toskana oder die Weinbauern an der Nahe waren… Es gibt zwei Orte, an die es mich immer wieder zieht: meine Heimat Steiermark und Malaysia.

breitengrad53: Und welches würden Sie lieber vergessen?

Lafer: Ich bin begeistert über die Gastfreundschaft, die ich überall auf der Welt erleben durfte, daher wäre es sehr unhöflich, hier über vermeintlich nicht so schöne kulinarische Erlebnisse zu berichten. Nur so viel, der Genuss von Schafsaugen hat mich mal eine Nacht wach gehalten …

Johan Lafer, bitte ergänzen Sie…

breitengrad53: Berge oder Meer? Und warum?

Lafer: Beides – Meer im Sommer, die Berge im Winter

breitengrad53: Mein letztes Reiseziel war…

Lafer: San Sebastian für eine Reportage in meinem Magazin

breitengrad53: Wohin ich gerne noch einmal reisen und würde und warum…

Lafer: Immer wieder in die Steiermark, weil es meine Heimat ist.

breitengrad53: Natur oder Wellnesshotel?

Lafer: Unbedingt Natur!

breitengrad53: Was sollte jeder in seinem Leben einmal gesehen haben?

Lafer: Das Meer und die Berge – egal wo.

Johan Lafer – Das Journal für den guten Geschmack

Interview mit Johan Lafer (3 von 3)Das Magazin lädt ein in die Welt von Johann Lafers. Es nimmt Leserinnen und Leser mit auf neue, inspirierende und spannende Reisen in die kreative, sich stets erneuernde Welt des guten Geschmacks. Mit ca. 40 exquisiten, saisonal abgestimmten und vom Chef selbst kommentierten Rezepten bietet es ein verführerisches, integriertes Kochbuch und wird damit zum Sammlerobjekt. Jede Ausgabe erhält zusätzlich ein inhaltliches Leitmotiv. Johann Lafer präsentiert sich authentisch und zeitgemäß – überraschend, überzeugend, sympathisch. Für 2018 sind vier Ausgaben geplant (Jahreszeiten-Verlag, Hamburg, im Handel für 5,- Euro).

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Der Tatonka Travel Trolley M im Test

Wer viel reist, weiß, dass qualitativ hochwertige Gepäckstücke immens wichtig sind. Wenn man ständig unterwegs ist, dann ist nämlich nichts nerviger als die kleinen Mängel: schwergängige Kofferrollen, klemmende Teleskop-Griffe oder…

Wer viel reist, weiß, dass qualitativ hochwertige Gepäckstücke immens wichtig sind. Wenn man ständig unterwegs ist, dann ist nämlich nichts nerviger als die kleinen Mängel: schwergängige Kofferrollen, klemmende Teleskop-Griffe oder auch die schlechte Verarbeitung von Nähten, die zu aufgeplatzten Koffern auf dem Gepäckrollband am Flughafen führen, machen die Reise zu einer Tortur.

Dementsprechend war mein Anspruch hoch, als ich mich kürzlich auf die Suche nach einem neuen Koffer machte. Bei 30-40 beruflichen Reisetagen im Jahr war für mich Qualität oberste Priorität, preislich sollte es die Mittelklasse sein. Zudem sollte der Koffer als Handgepäck bei Flügen zulässig sein.

Meine Wahl fiel auf den Tatonka Travel Trolley M, den ich in diesem Beitrag vorstellen und durchleuchten möchte. Der Koffer wurde mir dabei freundlicherweise vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

Der Tatonka Travel Trolley M im Überblick

Mit 60 Litern Volumen bietet der Rollkoffer von Tatonka viel Platz für das Gepäck. Die Qualität der verarbeiteten Materialien ist hervorragend. Das Polyestermaterial ist robust, flexibel, farbbeständig und durch die besondere Beschichtung komplett wasserundurchlässig. Man merkt hier deutlich, dass Tatonka als qualitativer hochwertiger Outdoorhersteller weiß, wie man widerstandsfähige Materialien einsetzt.

IMG_0950 - Tatonka Travel Trolley M - Torben Knye

Der Tatonka Travel Trolley M im Test (Fotos: Torben Knye – Titelfoto: Fotolia/117489524)

Das stabile und leicht laufende Rollensystem macht den Koffer auch vollbepackt leicht beweglich. Schade ist nur, dass die Rollen nicht auch quer fahren, was in den engen Gängen von Bahn und Flugzeug ein großer Vorteil wäre. Der arretierbare Teleskop-Griff ist komfortabel und ohne Probleme ausziehbar.

Auch bei den Zugriffsmöglichkeiten hat der Hersteller mitgedacht: Neben dem Hauptfach verfügt der Tatonka Travel Trolley M über ein großes, unterteiltes Frontfach, das sowohl von innen als auch von außen zugänglich ist. Mit einem schnellen Griff hat man hier zum Beispiel Zugang zu Reiseunterlagen oder Laptop.

Ausstattung (so wie vom Hersteller beschrieben):

  • Kompressionsriemen im Hauptfach
  • Drei robuste, gepolsterte Handgriffe
  • Abschließbare Reißverschlussschieber
  • Stabiler Nr.10-Zweiwegereißverschluss
  • Rollensystem mit Teleskopgriff
  • Leise PU-Rollen
  • Schlüsselhalter
  • Hauptfach mit Netzabdeckung
  • Reißverschluss-Fronttasche
  • Großes, unterteiltes Reißverschluss-Frontfach von innen und außen zugänglich
  • Inklusive multifunktionalem Gurtband zur Fixierung des Handgepäcks am Teleskopgriff oder als Kompressionsriemen einsetzbar
  • Namensschild

Mein Fazit zum Test

Drei Monate intensives Testen liegt hinter mir. Ob mit der Bahn, per Auto oder im Flugzeug – fast alle Reisearten hat der Trolley von Tatonka mit mir mitgemacht. Und sich bewährt – so viel sei schon mal gesagt.

Vor dem Test habe ich lange überlegt, was für eine Art Trolley für mich die richtige ist. Bisher hatte ich einen Hartschalenkoffer. In diesem Fall habe ich mich bei dem Koffer extra gegen einen diese Art von Reisegepäck entschieden. Denn bei dem Gegenstück ist man beim Packen des Koffers wesentlich flexibler, da das softe Material „mitarbeitet“ und so der Platz bzw. das Volumen deutlich besser nutzbar ist.

Das kann aber auch zum Verhängnis werden, da man so die Kontrolle über die Maße des Gepäckstückes verliert. Schnell geht der Koffer dann nicht mehr als Handgepäck im Flieger durch. Hier ist auch die Achillesverse des getesteten Koffers zu finden. Laut Herstellerangaben liegen seine Abmessungen im leeren Zustand bei 55 x 36 x 24 cm und damit eigentlich innerhalb der von der IATA (Internationale Luftverkehrs-Vereinigung) empfohlenen Maximalgröße von  56 cm × 45 cm × 25 cm. Allerdings haben die meisten inneuropäischen Fluglinien ganz individuelle Größenangaben, was den Koffer am Check-In leider oft „durchfallen“ lässt. Denn meist sind in der Tiefe nur 20 cm erlaubt, was den Tatonka Travel Trolley M dann somit das ein oder andere Mal als Handgepäck disqualifiziert.

Insgesamt ist der Tatonka Travel Trolley M aber ein wirklich überzeugendes Gepäckstück: robust, optisch ansprechend, geräumig und mit einer guten Aufteilung. Er ist ein idealer Koffer für kurze Reisen bis zu einer Woche (zumindest für mich als mitteleuropäischen Durchschnittsmann ;-)). Für Geschäftsreisende, die nur ein bis zwei Tage unterwegs sind, würde ich etwas Kleineres empfehlen. Dann kann man auch sicher sein, dass der Koffer als Handgepäck im Flieger durchgeht.

Der Koffer kann direkt bei Tatonka im Onlineshop unter www.tatonka.de für 180 € kaufen. Es macht Sinn z.B. bei Amazon nach dem Tatonka Travel Trolley M zu suchen. Hier beträgt der Preis nur rund 160 €. Es gibt ihn übrigens auch in der etwas größeren Variante Tatonka Travel Trolley L mit rund 80 Liter Volumen.

Hinweis: Kooperationsartikel

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Alster oder Elbe? Eine Hamburger Glaubensfrage

Elbe oder Alster? Was sich so profan anhört, mutiert für viele Hamburger zu einer echten Frage der Ehre und die Antwort zu einem echten Glaubensbekenntnis. Was ist einem lieber? Möwen oder…

Elbe oder Alster? Was sich so profan anhört, mutiert für viele Hamburger zu einer echten Frage der Ehre und die Antwort zu einem echten Glaubensbekenntnis. Was ist einem lieber? Möwen oder Schwäne? Strandperle oder Alex? Containerriese und Kreuzfahrtschiffe oder doch lieber weiße Flotte? Als Hamburger muss man sich entscheiden oder zumindest kommt es einem so vor. Denn ständig soll man sich bekennen. Nun gut. Ich persönlich tendiere eindeutig zur Elbe, der Hauptschlagader Hamburgs.

Wenn ich Besuch bekomme, dann ist die Elbe für mich als „Einheimischer“ immer die erste Anlaufstelle, wenn es um die Frage geht „Was muss man in Hamburg gesehen haben?“. Ein Hamburg-Besuch ohne Stippvisite im Hamburger Hafen – undenkbar. Was man dabei auf keinen Fall verpassen sollte…

Unter der Elbe

Urlaub in Hamburg - Torben Knye --7Rund 24 Meter in die Tiefe und gut 425 Meter geradeaus bringen einen auf die andere Seite der Elbe und damit zu einem Blick auf den Hamburger Hafen, den man so normalerweise nicht kennt. Seit 1911 kann man durch den Alten Elbtunnel auf die andere Elbseite gelangen – zu Fuß, per Fahrrad oder auch mit dem Auto. Einen leichten Gelbstich hat es hier unten, wenn das Neonlicht von der gelb gekachelten Röhre reflektiert wird. Ein bisschen wie von einer anderen Welt.

Kein Wunder also, dass der Alte Elbtunnel bei Hobbyfotografen und –filmern so beliebt ist. Vom hochkarätigen Haute Couture Mode-Shooting bis zum privaten Pornodreh – der Tunnel hat schon so einiges gesehen. Ständig ist hier unten etwas los. Werft-Schichtarbeiter auf dem Weg zur Arbeit, Touristen und Hamburger nutzen diesen kurzen und praktischen Weg nach „drüben“, wo einem die Landungsbrücken und der Schiffsverkehr praktisch zu Füßen liegen.

Tipp: Für Kinder ist ein Spaziergang oder eine Radtour durch den Alten Elbtunnel das größte. Na ja, eigentlich ist es der Blick auf die Elbe und der Verkehr auf dieser – stundenlang „Schiffe gucken“ vor atemberaubender Kulisse wie die Landungsbrücken. Ein Traum! Infos und Öffnungszeiten

Auf der Elbe

Wer Hamburg besucht, sollte auf der Elbe geschippert sein. Nur so bekommt man wirklich ein Gefühl für den Hamburger Hafen. Bei einer Hafenrundfahrt kann man tief in den Industriehafen eintauchen und Kräne, Werften und Containerriesen ganz von der Nähe entdecken. Mit viel Witz, Erfahrung und Authentizität erzählen die Barkassen-Kapitäne lustige, traurige und spannende Geschichten vom Hamburger Hafen, den Menschen und Schicksalen hinter den Kulissen des „Tor zur Welt“. So nah wie hier kommt man den Schiffen nie. Und leckeres Astra-Bier gibt es an Bord auch. Und: Wenn man hier eine große Hafenrundfahrt bucht, bekommt man auch wirklich das, was man erwartet. Unsere Empfehlung: Eine Fahrt mit der „Seuten Deern“ von Barkassen Meyer.

An der Elbe

Wenn man im Sommer in Hamburg ist, sollte ein Besuch des Elbstrands nicht auf der To Do-Liste fehlen. Wem es zu weit bis zum Nord- oder Ostseestrand ist, ist hier genau richtig. Spazieren gehen, in der Sonne liegen und Schiffe gucken (sie merken schon, Hamburger machen das ständig – und nicht nur im Sommer) oder ein kühles Bierchen in der Strandperle, Hamburgs erstem und originalem Beachclub, genießen – was kann entspannter sein?! Wie man am besten dorthin kommt?

Urlaub in Hamburg - Torben Knye --4

Natürlich stilecht mit der 62er Hafenfähre, die wie Busse und Bahnen zum öffentlichen Nahverkehr gehört. Kleine Hafenrundfahrt inklusive. Und bei wem die Zeit nicht reicht, sollte zumindest auf ein kurzes Getränk in einen der Beach Clubs an der Hafenkante einkehren. Es lohnt sich. Beim leckeren Kaltgetränk kann man von hier aus nämlich – sie ahnen es – perfekt Schiffe gucken. Unbedingt bei der Strandperle reinschauen.

Übrigens: seit diesem Winter gibt es direkt an der Elbe eine neue Attraktion, das neue „Wahrzeichen“ der Stadt. Vielleicht haben Sie ja schon davon gehört. Die Rede ist natürlich von der Elbphilharmonie, einer der modernsten Konzerthäuser der Welt. Das markante Gebäude ist schon nach kurzer Zeit ein weltweit beliebtes Fotomotiv, aber auch der Blick von der Aussichtsplattform (oder Plaza) der Elbphilharmonie hat es in sich. Er gehört sicher zu einem der schönsten Elbe-abwärts-Blicke in Hamburg. Versprochen!

Natürlich gibt es in Hamburg noch viel mehr zu sehen und zu erleben – auch abseits der Elbe. Viele Informationen und Tipps bietet dabei die Website von Hamburg Tourismus unter www.hamburg-tourism.de

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Glücklich macht, was schmeckt

New York ist eine der schönsten und lebendigsten Städte der Welt. Und meine absolute Lieblingsstadt. Sie setzt Maßstäbe in Kunst, Kultur, Sport oder Musik. Aber auch kulinarisch hat “The Big…

New York ist eine der schönsten und lebendigsten Städte der Welt. Und meine absolute Lieblingsstadt. Sie setzt Maßstäbe in Kunst, Kultur, Sport oder Musik. Aber auch kulinarisch hat “The Big Apple” einiges zu bieten. Die Stadt ist auch hier ein echter Schmelztiegel. Ob zum Beispiel italienisch, chinesisch, japanisch oder der typische New Yorker Hot Dog am Straßenwagen – die Auswahl ist schier unendlich. Glücklich macht, was schmeckt. Und muss nicht immer die große, teure Küche sein. New York ist vor allem bekannt für das gute Fast Food, welches oft „Organic“ ist, also mit Biozutaten hergestellt wird.

Immer wenn ich in New York bin, sind kulinarische Streifzüge deshalb für mich ein echtes Muss. Inspirationen liefern mir dabei vor allem die zahlreichen New Yorker Stadtmagazine, wie das Time Out Magazin und natürlich auch viele spannende Blogs. Ich könnte jetzt Dutzende tolle Restaurants aufzählen, deswegen ist mir die Auswahl auch sehr schwer gefallen, mich auf drei zu beschränken. Ich hab es trotzdem versucht.

Essen in New York - Torben Knye - Reiseblog Breitengrad53.de --3

Alle Fotos: Torben Knye

Essen in New York: Katz’s Delicatessen

Ein “Must Eat”, wenn man in New York is(s)t. Ohne einen Besuch bei Katz’s ist für mich ein New York Aufenthalt nicht komplett. Das Essen ist fantastisch: das koschere Essen ist einfach und trotzdem sehr lecker. Seit fast 130 Jahren haben sich das Angebot und die Rezepte des jüdischen Delis nicht geändert. Und der Erfolg gibt den Besitzern Recht. Man sollte unbedingt eines der leckeren Sandwiches bestellen. Meine Favoriten sind die Truthahn- oder Pastrami-Varianten im leckeren Roggensandwich.

Neben den Sandwiches sind die sogenannten ‘Cutter’ die Stars des Ladens. Das sind die Männer, die die verschiedenen Fleisch- und Wurstsorten für die Sandwiches schneiden. Es hilft übrigens, wenn man gleich bei der Bestellung dem Cutter einen Dollar in einen der auf der Theke stehenden Plastikbecher steckt. Dann bekommt nämlich eine besonders großzügige Portion.

Achja: Die gastronomische Institution in der Lower Eastside ist übrigens der Ort, wo die Orgasmus-Szene von “Harry und Sally” gedreht wurde. Man kann sich auch genau an den Tisch sitzen, wo die beiden gesessen haben :-).

Mehr über Katz’s Delicatessen findet ihr unter: www.katzsdelicatessen.com

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Fette Sau – Bier, Fleisch und Barbecue

Geräuchertes Fleisch, leckerer Kartoffelsalat, knusprige Pommes und dazu köstliches New Yorker Craft Beer – das ist das Wohlfühlrezept der “Fetten Sau”. Das schräge, leicht schrabbelige Hinterhof-Garagen-Restaurant liegt in Williamsburg, dem angesagtesten Teil von Brooklyn. Hier geht es ganz einfach um Bier, Fleisch und Barbecue. So wie Männer es lieben. Gezahlt wird nach Gewicht des ausgesuchten Essens. Eine wirkliche Offenbarung sind übrigens die Baked Beans, die eigentlich Bacon oder BBQ Sauce Beans heißen müssten, den genau diese beiden Geschmäcker dominieren die leckere Beilage. Schon beim Schreiben läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Die Zutaten werden, so wie die hippen New Yorker es lieben, von Lieferanten aus der Gegend bezogen. Das Fleisch hat entweder Bio-Qualität oder kommt von kleinen, natürlich betriebenen Farmen. Deswegen ändert sich fast täglich das Fleischangebot, da dieses in kleinen verfügbaren Mengen eingekauft wird.

Essen in New York - Torben Knye - Reiseblog Breitengrad53.de --7

Dazu gönnt man sich eines oder mehrere der leckeren New Yorker Biere aus den Microbreweries aus der Nachbarschaft. Besonders empfehlenswert ist dabei das Brooklyn Lager, welches mittlerweile auch bei uns im Edeka zu kaufen gibt. Für mich immer eine willkommene Erinnerung an New York. Das Bier fließt in der fetten Sau direkt von  der abgefahrenen Bierzapfanlage in Einmachgläser in verschiedenen Größen. Statt normalen Griffen ist die Anlage mit Küchengeräten wie Messern oder Kellen als Griffersatz ausgestattet. Abgerundet wird das Essen mit einem der zahlreichen amerikanischen Whiskeys, die auf der Karte stehen. Standardmarken wie Jim Beam sucht man dabei übrigens vergeblich. Augenmerk wird auf ganz besondere Craft Whiskys aus ganz Amerika gelegt.

Mehr Infos: www.fettesaubbq.com

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Ellens Stardust Diner – Erlebnisgastronomie pur

Gute Burger bekommt man in New York in vielen Restaurants. Und wer Burger liebt, wird auch das Ellens Stardust Diner lieben. In diesem typischen Diner mitten auf dem Broadway bekommt man nicht nur sensationelle Burger gebraten, sondern auch Erlebnisgastronomie pur geboten. Fast alle KellnerInnen haben eine Theater- oder/und Gesangsausbildung und das bekommt man während des Essens lautstark, hochprofessionell und mit viel Spaß präsentiert. Von Musicalsongs über Lieder aus den Sixties und Seventies bis zu aktuellen Hits – die Bedienungen wissen genau wie sie ihre erstklassigen Stimmen einzusetzen haben. Das wird auch dadurch bestätigt, dass viele der singenden Kellner sogar direkt von den Musical-Shows um die Ecke abgeworben wurden. Heute noch in Ellens Stardust, morgen schon auf den Brettern, die die Welt bedeuten – mitten auf dem Broadway.

 

Meine Burger/Sandwich-Empfehlungen

  • Be Bop a Lula Burger mit American Cheese, Bacon, Karamellisierten Zwiebeln & sautierten Pilzen
  • Captain Video Sandwich mit gegrillter Hähnchenbrust, Bacon, Guacamole, Salsa, Jack Cheese auf einem Brioche Brötchen. Dazu geriffelte Pommes.

Dazu passt eine eiskalte Vanilla Coke (Vincent Vega lässt grüßen) oder einer der sensationellen Milkshakes.

Mehr Infos: www.ellensstardustdiner.com

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