Reisen & Kreuzfahrten

Autor: Susanne Müller

Blauwale an Steuerbord!

Die Ankunft mit dem Flugzeug in Reykjavik ist ernüchternd. Unter uns dehnt sich eine schwarze Geröllwüste ohne Baum und Strauch. Es ist Juni, und das Thermometer zeigt bescheidene 7 Grad…

Die Ankunft mit dem Flugzeug in Reykjavik ist ernüchternd. Unter uns dehnt sich eine schwarze Geröllwüste ohne Baum und Strauch. Es ist Juni, und das Thermometer zeigt bescheidene 7 Grad Celsius bei bedecktem Himmel. Sommerferien stellt man sich anders vor. Im Hafen von Reykjavik wartet unser Zuhause für die nächsten zehn Tage: die „Ocean Diamond“. Das Expeditionsschiff von Iceland ProCruises bricht heute Abend zu seiner Island-Umrundung auf. Alle sind gespannt, als es losgeht.

Ankunft in Island

Der Tag war lang, das Essen gut und mit den zwei Stunden Zeitverschiebung eingerechnet wäre es jetzt immerhin schon Mitternacht in Deutschland. Zeit, um ins Bett zu gehen. Aber wie soll man schlafen, wenn die Sonne noch immer hell in die Kabine scheint? Wenn Papageientaucher waagerecht eine Hand breit übers Meer fliegen? Wenn schneebedeckte Berge mit den weißen Schönwetterwolken eines hellblauen Himmels zusammenstoßen? – Als die „Ocean Diamond“ Islands Hauptstadt verlässt, wissen ihre Passagiere noch nicht, was sie dort alles zurücklassen. Den Lärm der Stadt, die Sensationsnachrichten der Welt, die Zwänge des Alltags. Was sie erwartet? – Die zeitlose Schönheit einer wilden Natur.

MS Ocean Diamond - Susanne Mueller - Reiseblog Breitengrad53-

Jules Vernes Gletscherberg

„Soft Expedition“ nennt Ann-Cathrin Bröcker vom Veranstalter Iceland ProCruises die Reise mit einem Augenzwinkern. Immerhin ist kein „wet landing“ vorgesehen, also keine Anlandung bei der man sich garantiert nasse Füße holt. Das Publikum auf der
„Ocean Diamond“ unterscheidet sich allerdings in mancher Weise von der „normalen“ Kreuzfahrt-Klientel. Schon bei der Anreise tragen etliche Passagiere Trekking-Klamotten, Wanderschuhe, Rucksäcke. Ein Amerikaner nutzt die letzten zehn Minuten vor dem Aufbruch zur Gletscherwanderung, um im Flur vor der Lobby noch ein paar Stretchingübungen zu machen. Highheels, Kleidchen, Discoabend? – Fehlanzeige.

Der erste Ausflug führt auf die Snæfellsnes-Halbinsel. Vom Hafen Stykkishólmur aus fahren wir durch eine archaische Landschaft. Über viele Kilometer hinweg begegnet uns kein einziger Mensch. Dafür jede Menge Möwen und Seeschwalben, Schafe und Islandpferde. Manchmal taucht vor einem blau glitzernden Fjord eine kleine, halboffene Hütte auf. „Dort wird Fisch getrocknet, wie zum Beispiel unser berühmter Gammelhai“, erklärt Arndís Halla vom Expeditionsteam des Schiffes.

Island: Das Land der Sagen und Legenden

Arndís, die zugleich Reiseleiterin und Opernsängerin ist und viele Jahre lang in Deutschland lebte, zeigt uns nicht nur die Gletscher, Vulkane und Wasserfälle ihrer Heimat. Sie kennt auch die Sagen und Legenden Islands, mit denen sie als Kind aufwuchs. Während wir durch das karge Land kurven, erzählt sie von den Menschen, die hier vor hundert Jahren lebten und die für ihre übernatürlichen Kräfte bekannt waren. Vom Bárður, einem der ersten Siedler, in dessen Adern Trollblut geflossen sei. Und während wir uns dem Gletscher Snæfellsjökull nähern, der auf einem 700.000 Jahre alten Vulkan thront, erfahren wir, dass dies eines der Hauptenergiefelder der Erde sei. Jules Verne erklärte den Gletscher gar zum Tor zu einer unterirdischen Welt, nachzulesen in seinem Roman „Reise zum Mittelpunkt der Erde“. Noch heute werden dem Berg magische Kräfte nachgesagt. Ufos seien dort gelandet, meinen gar manche. Zumindest aber überragt der 1146 Meter hohe Gipfel eine wilde Landschaft, die einem den Atem verschlägt.

Obwohl es längst Sommer ist, kann sich der Winter in den Westfjorden noch nicht so recht loseisen. Vom Hafen Ísafjördur aus fahren die Kreuzfahrer durch gewaltige Tafelberge aus Basalt. Der Schnee liegt meterhoch neben der Straße. Kein Wunder, dass sich die wenigen Menschen in dieser einsamen Gegend noch heute die Geschichten von Magie und Hexerei erzählen. Im ältesten Teil Islands hat sich die Landschaft seit Jahrhunderten nicht verändert. Wer möchte bestreiten, dass hinter den Felsen nicht magische Wesen kauern und hinab zu den Fjorden schauen?

Dynjandi heißt der schönste Wasserfall dieser Region. Wir klettern von der Talsohle den steilen Berg zu ihm hinauf, keuchen Stufe um Stufe auf den teils glitschigen Felsen empor, während das Rauschen uns lauter und lauter entgegenschallt. Regenbogen leuchten über den stürzenden Wassermassen, ein feiner Sprühnebel benetzt unsere Haut. Der Ausblick von Dynjandi hinab ins Tal entschädigt für alle Mühe. Still genießen wir ein Gefühl grenzenloser Freiheit.

Am Abend verlässt die „Ocean Diamond“ Ísafjörður. Die Expeditionsleiter Örvar, Arndis und und Thóra, alle drei sind ausgebildete Opernsänger, tragen alte isländische Balladen vor. Laut Tagesprogramm geht die Sonne um Mitternacht unter und gleichzeitig wieder auf. Das Einschlafen fällt wieder mal schwer.

Akureyri im Norden Islands fordert Sitzfleisch voraus. Weil wir möglichst viel von der Gegend sehen wollen, entscheiden wir uns für den „Diamond Circle“ und sind elf Stunden mit dem Bus unterwegs. Wir bewundern den Wasserfall Dettifoss und fühlen uns angesichts der grauen Schluchten in die „Herr der Ringe“-Filme versetzt. Am Myvatn, dem Mückensee, ragt im Hintergrund der größte Explosionskrater der Welt auf. Der Gestank nach faulen Eiern verfolgt uns nur ein paar Kilometer weiter an den heißen Schwefelquellen des noch aktiven Vulkans Námafjall.

Wie bei Hitchcock…

Auf Flatey, der flachen Insel, deren Bewohner 1967 aufs Festland zogen, leben heute nur noch Vögel. Viele Vögel. 35 unterschiedliche Spezies brüten auf der winzigen Insel im Nordatlantik. Wir fahren mit den bordeigenen Zodiacs hin, Wanderschuhe an den Füßen und eingehüllt in warme Windjacken. „Wenn Sie von einer Seeschwalbe angegriffen werden, halten Sie den Arm hoch. Dann tut es weniger weh“, rät Hermann vom Expeditionsteam. Die meisten lachen. Diejenigen, die besorgt gucken, beruhigt Hermann: „Die Vögel hauen dann ab.“ Sein Tipp ist tatsächlich Gold wert, denn nur wenig später schwirren Hunderte von Seeschwalben über meinem Kopf. Eine von ihnen scheint meine Anwesenheit überhaupt nicht zu schätzen. Verständlich in Anbetracht ihres nahen Brutplatzes. Wie in Hitchcocks „Die Vögel“ stürzt sich die Seeschwalbe mit einem heiseren Schrei auf meinen Kopf. In letzter Sekunde reiße ich den Arm hoch und kann dem Angriff entkommen. Allerdings saust die Seeschwalbe noch ein paar Mal im Sturzflug auf mich hinab, bis ich mich weit genug von ihrem Brutplatz entfernt habe. Da sind mir die friedfertigen und lustig aussehenden Papageientaucher ein paar hundert Meter weiter doch entschieden sympathischer.

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Mit dem Zodiack auf dem Weg zum Whale Watching. Fotos: Susanne Müller

MS Ocean Diamond: Whale-Watching vom Sonnendeck

Am Nachmittag fahren wir in die Skálfandi-Bucht und halten Ausschau nach Walen und Delfinen. Wir brauchen nicht lange zu warten. Kaum haben wir uns mit Kameras und Ferngläsern an Deck positioniert, sehen wir vor uns schon eine gut neun Meter hohe Fontäne aus dem Wasser aufschießen. „Buckelwale auf zwei Uhr!“ brüllt Hermann aufgeregt in sein Walkie-Talkie. Nur ein paar Minuten später verschwindet die Fluke eines weiteren Meeressäugers in den Tiefen des Ozeans. „Blauwale an Steuerbord!“, ertönt es aus den Lautsprechern. Alles rennt auf die rechte Schiffsseite und sieht gerade noch wie zwei mächtige Leiber aus den Wellen auftauchen. Sie schwimmen höchstens hundert Meter von unserer „Ocean Diamond“ entfernt. Keiner kann sich der Faszination dieser Tiere entziehen, deren Herz allein schon so groß ist wie ein VW-Käfer und auf deren Zunge eine komplette Fußballmannschaft Platz hätte. Wir fühlen uns wie Mitwirkende einer Naturdoku, als wir gut zweieinhalb Stunden durch den spiegelglatten Fjord dümpeln und dabei so viele Wale entdecken, dass wir sie schon gar nicht mehr zählen können. Kaum haben wir die Wale hinter uns gelassen, ruft uns eine Durchsage in die Clublounge. Es gibt einen Schnaps umsonst! Schließlich fahren wir genau um 18 Uhr über den nördlichen Polarkreis, und das ist selbstverständlich ein guter Grund, um gemeinsam „Prost“ zu sagen.

Ausritt mit Islandpferden

Wale, Vögel, Feuer und Eis – für Pferdeliebhaber gerät alles zur Nebensache, wenn sie die Herden von Islandpferden sehen und das Getrappel der Hufe hören. In den Ostfjorden ist es endlich soweit. In Husey erkunden wir die Welt vom Pferderücken aus. Mein Isländer heißt Morgenstern und ist ein Fuchs mit blonder Mähne, die üppig nach rechts und links auf den Hals wippt. In einer kleinen Gruppe reiten wir vom Stall aus über eine mit Moosen und Flechten bewachsene Ebene bis hinunter zum Fluss. Jede Menge Vögel begleiten uns auf unserem Ritt. Leider auch Skuas. Das sind die Großen Raubmöwen, die fast zwei Kilo Gewicht auf die Waage bringen. Wir traben durch ihr Brutgebiet, was die Vögel nicht so lustig finden. Sie stürzen sich mit einer Geschwindigkeit von bis zu 80 Stundenkilometer auf uns nieder und drehen erst wenige Zentimeter vor unseren von Reithelmen geschützten Köpfen ab. Ein Ausritt mit Adrenalinkick.

Letzteren dürfte am folgenden Morgen auch unser norwegischer Kapitän Knut Hanssen verspüren. Der kleine Hafen von Höfn liegt in einem Flußdelta, das von Gletscherzuflüssen gespeist wird. Erst kürzlich hat sich eine Sandbank inmitten der Einfahrt gebildet. Viel Können und Fingerspitzengefühl sind gefordert, um überhaupt in den Hafen von Höfn zu kommen. Doch der Kapitän der „Ocean Diamond“ meistert diese Aufgabe mit Bravour. Vom kleinen Fischerdorf aus steuern wir Vatnajökull an, den größten Gletscher Europas. Mit einem Amphibienfahrzeug gleiten wir durch die Gletscherlagune Jökulsárlón, staunen über bizarre Eisgebilde, stöbern Seehunde auf und halten einen dicken Eisbrocken in den Händen. „Dieses Eis ist 1000 Jahre alt!“, sagt der Bootsführer und zerhackt es in kleine Stücke, damit wir es probieren können. „Das reinste Wasser, das ihr jemals gekostet habt!“, verspricht er.

Auf dem Vulkan

Fast hat die „Ocean Diamond“ Island nun schon umrundet. Am letzten Tag vor unserer Ankunft in Reykjavik besuchen wir Heimaey, die einzige besiedelte Insel der Westmännerinseln. 1973 bestimmte sie die Nachrichtensendungen in aller Welt. Um zwei Uhr nachts brach der Vulkan Eldfell aus. Glühende Lava überzog das Land. Mit Fischerbooten retteten sich die Menschen aufs Meer, viele verloren alles außer ihr Leben. Das Vulkanmuseum Eldheimar erinnert mit Filmen, Augenzeugenberichten und einem ausgegrabenen Wohnhaus an die Katastrophe. Beim Spaziergang zurück zum Schiff beschleicht mich ein mulmiges Gefühl. Ich laufe über Straßen, unter denen Häuser und das Schwimmbad des Ortes verschüttet liegen. Manchmal schaut noch der Schornstein eines Bungalows aus der erkalteten Lava hervor.

Die „Soft Expedition“ der „Ocean Diamond“ endet da, wo sie begonnen hat: in Reykjavik. Zum Abschluss besuchen wir noch schnell die „Must sees“ der Umgebung: den alle sechs Minuten ausbrechenden Geysir Strokkur und den berühmten „goldenen“ Wasserfall Gullfoss. Doch nach all den Naturwundern, die wir nahezu ohne Menschenauflauf in all ihrer stillen Schönheit bewunderten, erscheint es uns seltsam, Gullfoss und die Geysire mit Tausenden von Touristen zu teilen.

Es ist der 21. Juni, Mittsommernacht. Zum letzten Mal erleben wir eine Nacht, in der es nicht dunkel wird. Dann bringt uns der Bus zum Flughafen. Wieder erblicken wir rechts und links der Straße nur schwarze Lavaerde und Geröll. Doch jetzt sehen wir Island mit ganz anderen Augen. Der Kreis hat sich geschlossen.

Weitere Infos zu Reisen nach Island

Beste Reisezeit Island: Die besten Reisemonate sind Juni, Juli und August. Aber auch in dieser Zeit wird es meist nicht wärmer als maximal 15 Grad Celsius, deswegen: unbedingt warme Kleidung mitnehmen. Icelandair fliegt ganzjährig direkt ab Frankfurt, München und Zürich, saisonal auch ab Hamburg und Genf nach Island. Die Währung auf Island ist die isländische „Króna“, allerdings kann wirklich überall ebenso mit Kreditkarte bezahlt werden. Wer mit der Fähre anreisen möchte: von April bis Oktober verkehrt die „Norröna“ von Smyril Line wöchentlich zwischen dem dänischen Hirtshals und Seyðisfjörður. In den Häfen gibt es fast überall kostenloses WLAN in den Cafés. Infos über die Kreuzfahrt: www.icelandprocruises.de , mehr Infos: www.visiticeland.com

Lese-Tipp für Island-Fans: Drei Wünsche im Wind: Wer davon träumt, die wilde Insel im Nordatlantik zu bereisen, der muss dieses Buch lesen: „Drei Wünsche im Wind“ von Susan de Winter. Das Buch ist mehr als ein Island-Roman. Es ist eine Liebeserklärung an Island, eine magische Story von unerklärlichen Dingen und eine sehr romantische Erzählung… Auf einem Reiterhof in Island lernt Sabrina den New Yorker Fotografen Scott kennen und verliebt sich in ihn. Doch er verschweigt ihr den wahren Grund für seine Reise auf die Atlantikinsel. Ein dunkles Geheimnis aus seiner Vergangenheit lässt ihn nicht los.

Das im April 2016 erschienene Taschenbuch „Drei Wünsche im Wind“ hat 204 Seiten. Bisher ausschließlich 5 Sterne-Bewertungen. Eine Leserin schreibt: “… Eine spannende Geschichte, die mich von der ersten Seite an in den Bann gezogen hat. Man kann nicht aufhören zu lesen und möchte unbedingt wissen, wie es weiter geht. Dabei wird einem Island so nahe gebracht, dass man am liebsten sofort den Koffer packen möchte…. Ich liebe Bücher, die neben der Handlung auch noch das Land und die Natur so genial beschreiben.“

Hier geht es direkt zum Buch Drei Wünsche im Wind

Geld im Urlaub: Gesetzliches Zahlungsmittel in Island ist die Isländische Krone (ISK). Geld kann an jedem Bankschalter in Island gewechselt werden. Die meisten Geschäfte akzeptieren EC- und Kreditkarten. Geldautomaten stehen fast überall zur Verfügung. Mehr Tipps zur Zahlung im Ausland im Urlaub gibt es auf unserer Service-Seite: Geld im Urlaub.

Hinweis: Die Reise fand auf Einladung statt!

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Die Bar am Ende der Welt

Der Mann auf dem Quad zieht eine Staubwolke wie eine Herde Büffel hinter sich her. Nachdem er sein Gefährt mit einer filmreifen Vollbremsung zum Stehen gebracht hat, steigt er lässig…

Der Mann auf dem Quad zieht eine Staubwolke wie eine Herde Büffel hinter sich her. Nachdem er sein Gefährt mit einer filmreifen Vollbremsung zum Stehen gebracht hat, steigt er lässig vom Motorrad, mustert seine neuen Gäste, tippt sich kurz an den Cowboyhut und bringt im breitesten australischen Dialekt ein kaum verständliches „G’day“ über die Lippen. Wow! Steve Price, der Besitzer der Asses Ears Wilderness Lodge, sieht tatsächlich genauso aus wie man sich Crocodile Dundee vorstellt, seitdem Paul Hogan den Job als Krokodilsfänger an den Nagel gehängt hat.

Stahlblaue Augen funkeln uns aus einem braungebrannten, wettergegerbten Gesicht entgegen. „Wie wär’s mit einem Bier?“, fragt Steve, der zum Glück bemerkt hat, dass uns allen schon die Zunge aus dem Hals hängt. Bei Temperaturen von gut 36 Grad im Schatten kein Wunder. Unsere kleine Gruppe von Rucksacktouristen und Individualurlaubern könnte es glatt mit den drei Australian Sheperds aufnehmen, die inzwischen um uns herum hecheln. Also schmeißen wir nur kurz unsere Klamotten in die Hütten, die Steve an Touristen vermietet, und finden uns schnell an seiner gut sortierten Bar ein.

Grampians sind drei Stunden von Melbourne entfernt

Steves Refugium liegt in den Grampians, drei Autostunden von Melbourne entfernt. Der 167.000 Hektar große Nationalpark gilt als Paradies für Naturfans, Wanderer, Kletterer, Mountainbiker, Fotografen und Tierliebhaber. Wälder, Felsen und Wasserfälle soweit das Auge reicht. „Ich bin seit 35 Jahren mit meiner Familie hier“, erzählt uns Steve. „Vorher bin ich ein bisschen durch Europa und Asien getravelt, hab in Kanada und Neuseeland gelebt.“

Und wie kommt man dann zu dieser Lodge in the middle of nowhere, fragen wir entgeistert. Steve zuckt mit den Schultern. „Ich hab das Land bei einer Auktion gekauft. Aus Versehen. Als ich es gesehen habe, wollte ich es gleich wieder loswerden, schließlich gab es hier keinen Schnee wie in Kanada, und irgendwie war es mir auch viel zu heiß. Tja, und dann bin ich doch geblieben.“

Der Australier zählt zu den Tourismus-Pionieren in den Grampians. Er startete mit Übernachtungen für einheimische Urlauber, Rucksacktouristen und Schulklassen, bot geführte Wanderungen und Tierbeobachtungen an. Inzwischen besitzt er ein eigenes Rollfeld für kleine Flugzeuge, einen Fuhrpark an Quads, und die Urlauber kommen mittlerweile aus der ganzen Welt. „Mein nächster Nachbar wohnt etwa vier Kilometer entfernt von mir. Der lebt zusammen mit 3000 Schafen.“ Steve schüttelt grinsend den Kopf. „Da sind mir die Urlauber doch lieber. Ich mag es, nette Leute kennenzulernen!“

“Feuerbrunst rollte auf uns zu”

Etwas zu erzählen gibt es immer. Die ganze Familie Price – sechs Kinder gehören dazu – scheint das Abenteuer im Blut zu liegen. Steves aus England stammende Frau trainiert Rennpferde, einer seiner Söhne nutzte seinen Europa-Trip dazu, im spanischen Pamplona als Stierläufer mitzurennen. „Gib niemals auf!“, scheint das Motto dieser Familie zu lauten. Dieser unbezwingbare Wille – und etwas Glück – bewahrten sie auch davor, im Jahre 2014 alles zu verlieren. „Es war der 3. Januar und ich schaute gerade die Australian Open im Fernsehen, als die Feuerbrunst auf uns zurollte“, erzählt Steve und zeigt uns Fotos, auf denen seine Lodge von riesigen, schwarzen Rauchwolken umgeben ist. „Das Feuer hat uns überrollt wie in einem Bruce Willis-Film, aber wir haben es geschafft, es uns vom Hals zu halten. Wir konnten alle Gebäude retten“, erzählt er stolz und nimmt noch einen Schluck von seinem Bier. Erst nach Stunden können wir uns von Steves spannenden Geschichten losreißen. Draußen zirpen die Grillen, die Nacht ist warm. Über uns funkelt ein Sternenhimmel von einzigartiger Schönheit. Das Kreuz des Südens leuchtet uns den Weg zu den Hütten. „Stolpert nicht über die Kängurus!“, warnt uns Steve noch, bevor er seine kleine Bar am Ende der Welt schließt.

 

Grampians bieten Natur und Kultur

In den Grampians entdecken Australien-Urlauber endlose Wälder, skurrile Felsen, Wasserfälle (z.B. die MacKenzie Falls) und weite Ausblicke. Man kann aber auch die Kultur der Aborigines erfahren, so gibt es z.B. einige Höhlenmalereien im Nationalpark. Wer mehr über die Aborigines wissen möchte, sollte das „Brambuk National Park and Cultural Centre“ in Halls Gap besuchen. Mit fünf Känguru- und Wallaby-Arten bieten die Grampians die größte Vielfalt dieser Spezies im australischen Bundesstaat Victoria. Außerdem gibt es jede Menge Koalas, Emus, Opossums und sogar die seltenen Schnabeltiere. Mehr Infos zu Steves Lodge Allgemeine Infos zu Victoria (auf Deutsch): http://de.visitmelbourne.com/

[alert style=”grey”]Lesetipp: Ein geheimnisvoller Stein der Aborigines, magische Träume, ein altes Familiengeheimnis und eine neue Liebe: Der Reise-Roman „Der Stein der Schildkröte“ von Susan de Winter vereint dies alles und macht Lust darauf, die Koffer zu packen und nach Australien zu fliegen. Die Schauplätze des neuen Buches befinden sich in Victoria und werden im Anhang näher beschrieben. „Sehr kurzweilig geschriebener Reise- und Lebensroman. Die Erzählerin schafft es perfekt, tolle Landschafts- mit witzigen Situationsbeschreibungen zu kombinieren.“ (Leser-Meinung, 16 Rezensionen/5,0 Sterne). Hier geht es direkt zum Buch „Der Stein der Schildkröte“ [/alert]

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Leger übers Meer mit der Europa 2

Schwüle Luft hat sich wie eine Glocke über Barcelona gelegt. Blitze zucken über den Himmel, der Verkehr der spanischen Metropole hinterlässt ein Summen im Ohr. Doch alles ist vergessen in jenem Moment, als man die helle, klimatisierte Empfangshalle der „Europa 2“ betritt. Zur Begrüßung gibt’s ein Glas Champagner.

Schwüle Luft hat sich wie eine Glocke über Barcelona gelegt. Blitze zucken über den Himmel, der Verkehr der spanischen Metropole hinterlässt ein Summen im Ohr. Doch alles ist vergessen in jenem Moment, als man die helle, klimatisierte Empfangshalle der „Europa 2“ betritt. Zur Begrüßung gibt’s ein Glas Champagner, ein herzliches Lächeln und das Gefühl, das jetzt alles gut wird. Trotzdem sind an diesem Anreisetag alle noch ziemlich gespannt: Wie mag sich so ein Urlaub auf dem Luxusschiff von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten gestalten? Und was für Leute fahren da überhaupt mit?

Das ist tatsächlich die erste Überraschung: 80 Kinder tollen über das Schiff, soviel wie nie zuvor. Sie haben Sommerferien und sind zusammen mit ihren Eltern hier und manchmal auch mit den Großeltern. Den familiären Anhang sehen einige während der Reise aber nur selten. Denn Freundschaften werden schnell geknüpft, und etliche Nannys sind von früh bis spät damit beschäftigt, die Kleinen zu bespaßen.

 

Dann gibt es die Paare, jung und älter an Jahren, und ein paar Alleinreisende. Die typischen Kreuzfahrer? Eher nicht. Hier sind einige gut verdienende Menschen unterwegs, um sich eine Woche lang etwas richtig Schönes zu gönnen. Sie buchen die Massagen im Spa, reservieren einen Tisch im Tarragon und streifen durch die mondänen Häfen dieser Reise: St. Tropez, Portofino, Calvi, Portoferreiro – um nur einige zu nennen. Viele Gäste waren natürlich auch schon mit andern Schiffen unterwegs, sind Hapag Lloyd-Fans, und einfach neugierig, wie es auf der „Europa 2“ ist.

 

Die Traditionsbewussten kehren wohl auf ihre „alte Europa“ zurück. Dort, wo sie ihren festen Platz am Tisch haben, das Kapitänsdinner, Schlips und Anzug zum Essen. Wer im Urlaub aber lieber Shorts und Poloshirt (die meisten natürlich mit Designerlabel) trägt, der geht auf die „Europa 2“. „Die `Europa` ist das Grandhotel, die `Europa 2` das chillige Resort“, erklärt Cruisedirektor Uwe Mannweiler. Er findet die Namenswahl des neuen Schiffes eher unglücklich. Schließlich sei es doch nun alles andere als eine Neuauflage der „Europa“, sondern ein ganz anderes Schiff mit einem ganz anderen Konzept.

Es lebe das Legere

Seit Jahren ist Gisela Stammgast auf der EuropaDas hat auch Gisela aus Bonn inzwischen festgestellt. Die 80-Jährige geht auf Kreuzfahrt seitdem sie 19 ist und hat in ihrem Leben wohl schon mehr Häfen gesehen, als mancher Kapitän. Seit Jahren ist sie Stammgast auf der „Europa“. „Da kennt mich jeder. Ich bin diejenige, die immer am meisten Ausflüge mitmacht“, schmunzelt sie und streicht ihre topmodische Bluse glatt. In Zukunft wird die „Europa“-Crew jedoch auf sie verzichten müssen. Gisela wechselt aufs neue Schiff. „Das Legere gefällt mir doch irgendwie besser. Und meine ganzen langen Abendkleider habe ich sowieso schon weggegeben.“

 

Neben den langjährigen Kreuzfahrt-Fans treffen sich abends zum Sonnenuntergang an der Sansibar aber auch Menschen, die bisher nicht im Traum auf die Idee gekommen wären, eine Schiffsreise zu buchen. Nicht mit einem Schiff mit Massentourismus. Oder einem mit kleinen, altmodischen Kabinen. „Wir haben irgendwo gelesen, dass es hier sehr viel Platz für die Gäste gibt. Das war uns wichtig“, sagt der Unternehmensberater, der im Urlaub sonst lieber mit einem Porsche-Oldtimer von einem Boutique-Hotel zum nächsten saust. Bei seiner Premiere auf der „Europa 2“ machen seine Frau und er bereits die nächste Tour auf dem Hapag-Lloyd-Schiff fest.

Gefragt: der Butler-Service

Eine Woche lang im Luxus baden – dazu gehört für manche Gäste auch, die Dienste eines Butlers in Anspruch zu nehmen. Es ist Sonntagnachmittag, wir halten auf Korsika zu, die Sonne scheint auf den Balkon, und es klingelt an der Tür. Butler Ricco bringt einen Nachmittagssnack vorbei. Frischkäse mit Sellerie. Er betreut acht Suiten und liest den Gästen nahezu jeden Wunsch von den Augen ab. „Wenn Sie irgendetwas reservieren möchten, brauchen Sie nicht extra zur Rezeption gehen. Drücken Sie einfach den Butlerknopf“, sagt Ricco Regener. Er stellt abends noch eine Wasserflasche und ein Duftspray fürs Kissen aufs Nachtschränkchen, füllt die Minibar auf, wechselt die Orchideenblüte neben dem Waschbecken aus und bringt – falls gewünscht – morgens das Frühstück auf die Suite.

Früher mal hat Ricco Regener in der Gastronomie gearbeitet. Dann war er Hoteldirektor in Österreich. Mit 40 kam die Midlife-Krise. Da reiste der gebürtige Berliner ein Jahr lang durch die Welt und landete schließlich in der Butler-Akademie in Südafrika. Jetzt darf er sich Personal Manager nennen und ist glücklich mit der Aufgabe seine Gäste zu umsorgen. „Nachdem ich die Welt schon zweimal auf dem Landwege umrundet habe, werde ich sie jetzt nochmal auf dem Seewege erkunden“, freut sich Regener über seinen ersten Job auf einem Kreuzfahrtschiff.

Kunst-Spaziergang

Jeweils für ein paar Wochen im Jahr ist Carola Persiehl mit der „Europa 2“ unterwegs. Die Galeristin aus Hamburg gehörte zum Team, das die Kunstwerke fürs Schiff ausgesucht hat. 890 Originale verteilen sich auf die verschiedenen Decks. An vielen rennen die Gäste vorbei, ohne sie groß zu beachten. Wer Carola Persiehl auf ihrem Kunst-Spaziergang begleitet, erfährt die Geschichten hinter den Bildern und Skulpturen. Im Vorraum des asiatischen Restaurants Elements stehen sie ganz unschuldig: die Vasen der Chinesin Lei Xue. Sie spielt mit Konventionen, malte Bugs Bunny eingerahmt von Blumengirlanden auf die traditionellen, chinesischen Vasen. Hingucker sind die s/w-Portraits von Mathias Bothor, einem der gefragtesten Portraitfotografen Deutschlands. Auf der „Europa 2“ hängen Leonhard Cohen und Kenzaburo Oe. Beide gehören zu Bothors Serie ‚berühmte Persönlichkeiten mit geschlossenen Augen‘. Die endlose Traumlandschaft der fliegenden Schmetterlinge stammt von Georg Küttinger. Und es gibt sogar einen echten „Gerhard Richter“ an Bord. Das Bild des bekanntesten deutschen Künstlers befindet sich gegenüber vom Ausflugsbüro, meist steht ein Fahrrad darunter. Alle paar Wochen wechselt die Ausstellung in der Kunstgalerie an Bord. Carola Persiehl oder einer ihrer Kollegen eröffnen dann die Vernissagen und plaudern mit den Gästen über die Kunst.

Kulinarische Weltreise

 

Ein Thema, über das alle auf dem Schiff gerne reden, ist das Essen. Die Restaurants an Bord laden zur kulinarischen Weltreise ein. Allesamt sind sie zuzahlungsfrei, allerdings sollte man in den Spezialitäten-Restaurants frühzeitig einen Tisch reservieren. Jedes besitzt seine eigene Note, schlichte Eleganz trägt zum Luxusgefühl bei. An weiß eingedeckten Tischen unter maigrünen Kronleuchtern speisen die Gäste im Serenissima. Hier kommen Italiens Spezialitäten auf den Teller. Ein paar Schritte weiter bietet das Tarragon im lässigen Bistrostil französische Küche. Fernöstliches Ambiente stimmt im Elements auf Asiens kulinarische Verlockungen ein. Eine Fülle exotischer Aromen regen hier den Gaumen an. Kunstvoll bereitet der Sushi-Meister im Sakura seine Spezialitäten vor, für einige Reisende der ultimative Tipp an Bord. Jederzeit ohne Reservierung bekommen Kreuzfahrer einen Tisch im großen Restaurant Weltmeere und im Yachtclub. Letzterer war auf unserer Sommerreise im Mittelmeer die angesagte Location. Schließlich gibt es schlechtere Möglichkeiten seinen Abend zu verbringen, als beim Sonnenuntergang draußen zu sitzen, einen Chardonnay zu trinken und sich an der Grillstation ein perfektes Steak zubereiten zu lassen.

Kurse für Hobbyköche

Wer gern gut isst, liebt oft auch das Kochen. Deswegen wundert es nicht, dass die Workshops wechselnder „Genusshandwerker“ wie Chocolatiers, Eis-Experten oder Gewürz-Profis auf der „Europa 2“ so beliebt sind. Ebenso wie die Kochkurse. Sous Chef Stefan Sköries aus Schwerin begrüßt auf jeder Reise maximal acht Schüler in seiner Miele Kochschule auf Deck 9. Die Themen variieren nach Fahrtgebiet. In Asien wird gezeigt, wie Sushi gelingt, in Indien steht Curry auf dem Speiseplan. Heute im Mittelmeer wird Thunfisch mit Kapernbutter und Pak Choy zubereitet. Zum Nachtisch zergeht eine Creme Brûlée auf der Zunge. „Wir kochen Dinge, die man auch zu Hause problemlos nachkochen kann. Alles andere wäre Quatsch“, sagt Sköries. Er begrüßt bei seinen Kinder-Kochkursen manchmal bis zu 20 Nachwuchsköche am Herd. Was es dann gibt? – Pizza! Nachdem alle geschnippelt und gerührt, probiert und gewürzt haben, wird gemeinsam gegessen. Zum Schluss bekommt jeder das Rezept und eine Schürze von der „Europa 2“. Mit der lässt sich zu Hause Eindruck schinden.

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Sous Chef Stefan Sköries bei einem Kochkurs. (Fotos: Susanne Müller)

Shows der besonderen Art

Wie’s mit der Abendunterhaltung aussieht? – Anders als auf vielen anderen Schiffen. Mit einer bunten Folkloreshow würde man die anspruchsvollen Reisenden auf der „Europa 2“ wohl kaum aus ihren Sesseln hervorlocken. Die Gastkünstler an Bord sind oft sehr bekannt und treffen mal den einen, mal den anderen Geschmack. Doch wenn eine der eigens für dieses Schiff entworfene Productionshow angesagt ist, dann trinken alle schnell ihren Cocktail aus und eilen zum Theater. „Water“ heißt eine dieser Shows, die ohne Worte auskommt, und daher ideal für ein internationales Publikum geeignet ist. „Water“ verwandelt die Bühne in eine surreale Badelandschaft. Unglaublich, was die Weltklasse-Artisten mit einer einfachen Badewanne so alles anfangen können! Keiner, der die witzige Collage aus Artistik, Gesang und Licht-Effekten gesehen hat, verpasst die zweite Show dieser Art: „Air“ wird noch in der gleichen Woche präsentiert.

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Zum Absacker nach dem Entertainment ziehen sich die Raucher auf eine Zigarre ins Herrenzimmer zurück. Live-Musik unterhält im Jazzclub. Und richtig gute Stimmung herrscht in der Sansibar. Loungemusik, Lachen, Gesprächsfetzen wehen übers Meer. Gin Tonic, Aperol Spritz, Champagner, ein paar Snacks werden draußen unterm sternenübersäten Nachthimmel serviert. Die Stimmung ist lässig. Wer möchte, findet Anschluss. Nicht selten trifft man Menschen mit ähnlicher Lebensphilosophie direkt am Nebentisch. Dennoch ist die „Europa 2“ alles andere als ein Party-Schiff.

Ausflüge für Genießer

Die Kreuzfahrer wollen auf ihrer Wochentour so einiges erleben. Fremde Häfen kennenlernen, aber nicht auf die übliche Tour, rein in den Bus, raus aus dem Bus. Stattdessen erfahren sie die Toskana bei einer Radtour durch Lucca oder baden im exklusiven Forte dei Marmi im Ligurischen Meer. Sie knattern mit dem Quad über Elba. Düsen mit Segways durch Rom. Oder Sie begeben sich auf eine Genießer-Tour im kleinen Kreis, so wie die Österreicherin Gertraud. Die begeisterte Hobby-Köchin fährt in Portofino mit ein paar Gleichgesinnten ins Hotel Splendido. Die berühmte Luxus-Herberge thront auf einem Felsen hoch über dem wohl teuersten Fischerdorf der Welt. Schon Winston Churchill, Lauren Bacall und Humphrey Bogart genossen den Panoramablick. Richard Burton machte Elizabeth Taylor hier einen Heiratsantrag. Und was tun die Gäste der „Europa 2“ an diesem legendären Ort? – Sie testen Olivenöle. Natürlich gibt es dazu einen guten Vino, knuspriges Weißbrot, selbstgemachte Pasta. „Das war einfach fantastisch!“, strahlt Gertraud nach ihrer Rückkehr. „Portofino ist ja schon schön, aber dieser Feinschmecker-Ausflug hat dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt!“

 

Etwas Besonderes hat sich die Crew auch für den letzten Tag vor dem Ende der Kreuzfahrt einfallen lassen. Spätnachmittags auf Elba trudeln die Gäste nach und nach wieder auf dem Schiff ein. Dort warten schon die bordeigenen Zodiacs darauf, jeden, der möchte, auf eine kleine Spritztour mitzunehmen. Letzte Gelegenheit, ein paar Fotos von der „Europa 2“ zu schießen. Da werden die Badesachen schnell auf die Suiten gebracht, mit Schwimmwesten im kleinen Motorboot Platz genommen und los geht’s. Pfeilschnell schießt das Zodiac über die Wellen und lässt den kleinen Hafen hinter sich. Wir kurven um eine winzige Felseninsel und stoßen auf ein zweites Zodiac der „Europa 2“, das samt einigen gutgelaunten Crewmitgliedern im Wasser dümpelt. Überraschung! Discomusik macht Laune, eiskalter Champagner wechselt von Boot zu Boot. Die Stimmung wird immer besser, und zurück will eigentlich keiner. Nach Hause schon gar nicht…

Weitere Infos zur Europa 2

Kein anderes Kreuzfahrtschiff bietet so viel Platz pro Passagier wie die „Europa 2“. Es gibt ausschließlich Suiten mit Veranda und einer Mindestgröße von 28 qm. In den Suiten ab 42 qm steht ein Butler zu Diensten. Auf durchschnittlich 450 Gäste kommen 370 Crewmitglieder, also ein Verhältnis von 1:1,2. Achtzig Prozent der ausgesprochen freundlichen Mitarbeiter sind deutschsprachig, stammen aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Kinder bis einschließlich elf Jahre fahren kostenlos in der Suite ihrer Eltern oder anderer voll zahlender Begleitpersonen mit.

Hinweis: Susanne Müller ist Chefredakteurin des Ganzjahres-Kreuzfahrtmagazins Welcome Aboard und wurde von Hapag Lloyd Cruises zu dieser Reise eingeladen.

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