Autor: Jutta Lemcke

Glitzerwelt Katar: Ideal für den Stopover

„Unsere Türme sind die schönsten am Arabischen Golf“, erklärt Tourguide Saif selbstbewusst und weist auf die schimmernde Skyline jenseits der Bucht von Doha. Da blinkert der Tornado-Tower wie mit einem Netz blauer Lichter überzogen. Daneben glänzt golden der Burj Qatar, der wegen seiner Form hinter vorgehaltener Hand „Kondom-Tower“ genannt wird.

„Unsere Türme sind die schönsten am Arabischen Golf“, erklärt Tourguide Saif selbstbewusst und weist auf die schimmernde Skyline jenseits der Bucht von Doha. Da blinkert der Tornado-Tower wie mit einem Netz blauer Lichter überzogen. Daneben glänzt golden der Burj Qatar, der wegen seiner Form hinter vorgehaltener Hand „Kondom-Tower“ genannt wird.

Doch nicht die Türme allein machen Katar zu einem lohnenswerten Kurztrip-Ziel. Das Emirat am Golf zeigt eine außergewöhnliche Kunstszene, lädt zum Paddeln in den Mangrovenwäldern und bietet den stimmungsvollsten Souk der Region. Ob für ein paar Stunden, einen Tag oder einen Wochenendtrip: Das Emirat mit den reichen Erdöl- und Erdgasvorkommen lockt mit Highlights und Geheimtipps.

Skyline an der West Bay

Ein Maler hätte die Skyline von Doha nicht besser in Szene setzen können. Wer sich mit der hölzernen Dhau über die Bucht von Doha nähert, genießt den besten Blick auf diese perfekte Komposition aus glitzernden Türmen. Sofort ins Auge fällt der Burj Qatar – mit 242 Metern nicht der höchste, aber der eindrucksvollste Wolkenkratzer. Die Außenhaut zeigt ein filigranes Muster und leuchtet in der Dunkelheit golden.  Nur der Beiname des Bauwerk von Jean Nouvel ist den Katari ein wenig peinlich: Kondom-Tower. Etwas außerhalb lockt „The Torch“, der Fackel-Turm. Das mit 300 Metern höchste Gebäude in Katar wurde als Wahrzeichen des Asian Games von 2006 gebaut und beherbergt heute ein 5-Sterne-Hotel und das Restaurant „Three Sixty“, ein Drehrestaurant, das einen einzigartigen Blick über Doha bietet.

Souk im alten Stil

Souks gibt es im arabischen Raum überall, doch nur wenige geben sich so stilvoll wie der Souq Waqif in der Altstadt von Doha. Schon seit Jahrhunderten feilschten Händler an dieser Stelle um Gold, Kamele und Gewürze. Der heutige Souk zeigt traditionelle Lehmhäuser und ist doch neu. Er wurde nach einem Großbrand 2003 wieder aufgebaut. Neben dem Gold-Souk und dem Falken-Souk finden sich viele kleine Shops für traditionelle Stoffe, gehämmerte Lampen, Parfüm und das beliebte „Oud“, ein Duftöl aus dem Harz des Adlerholzbaums. Zentraler Treffpunkt des Souks ist die alte Polizeistation, in der die Ordnungshüter auch heute noch Uniformen aus den 1940er-Jahren tragen. Besondere Tipps: das persische Restaurant Kebab Al Tayeb und das Asheerej, ein traditionelles Lokal mit arabischer Küche.

Museum mit Gesichtsschleier

Ein architektonischer Geniestreich ist das „MIA – Museum of Islamic Art“. Das sandfarbene Gebäude des Starchitekten I.M. Pei erinnert an eine arabisch gekleidete Frau mit Gesichtsschleier. Die eigentliche Schönheit des Bauwerks zeigt sich im Inneren. Eine weitläufige, spiralförmige Treppe führt bis unters Dach und erlaubt Blicke ins lichtdurchflutete Atrium. Wer dort im Café sitzt, genießt eine wunderbare Aussicht auf die Wolkenkratzer-Skyline Dohas. Die Ausstellung lässt Kunstfreunde frohlocken, denn das MIA zeigt eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen islamischer Kunst. Keramiken, Textilien, Waffen und Dokumente werden in großzügig gestalteten und raffiniert ausgeleuchteten Ausstellungsräumen wie kostbare Schätze präsentiert. Nicht verpassen: den tollen Blick auf Doha von der Außenterrasse des MIA.

Stopover in Katar - Jutta Lemcke (11 von 18)

Paddeltrip durch die Mangroven

Wer dem städtischen Leben Katars entfliehen möchte, kann bei einem Paddeltrip der Natur ganz nahe kommen. Ausgerüstet mit Schwimmwesten geht es in stabilen Kajaks erst über die türkisschimmernde Lagune und dann in die Mangrovenwälder von Al Thakira nördlich der Stadt Al Khor. Die üppig grüne Vegetation bietet dem Auge einen erholsamen Gegensatz zu der faszinierenden, aber kargen Wüstenlandschaft des Emirats. Die knorrigen Mangroven, deren Holz seit jeher als Deckenbalken in den Lehmhäusern genutzt wird, bieten Flamingos, Reihern und einer Vielzahl kleiner, laut zwitschernder Vögel einen Lebensraum. Paddelkenntnisse sind übrigens nicht nötig: Die Lagune ist flach wie eine Badewanne, so dass Aussteigen während der Fahrt durchaus erlaubt ist.

Tradition trifft Technik

Die verschachtelten Lehmgebäude der Msheireb-Museen laden in vergangene Zeiten ein – und bieten dennoch den Luxus modernster Technik. Die Klimaanlage summt leise, es stehen eisgekühlte Getränke bereit und die Beamer projizieren 3-D-Animationen auf die Leinwände. Verschleierte Frauen huschen als Schattenrisse über die Wände und Gipsfiguren zeigen die Mühsal früherer Arbeiter. Vier historische Gebäude werden genutzt, um Erbe und Kultur Katars zu präsentieren. Besonders spannend ist das Company House, das die Entwicklung des Emirats vom Wüstenland zum superreichen Ölstaat anschaulich dokumentiert. Verantwortlich für den Museen-Komplex ist übrigens eine Frau: Her Highness Sheikha Moza Bint Nasser, Mutter des derzeitigen Emirs von Katar und für ihren großen Einfluss auf Politik und Wirtschaft des Landes bekannt.

Pool für Pferde

Wer denkt, die Katari fahren entweder Ferrari oder reiten auf Kamelen, liegt falsch. Im Emirat am Golf spielen Pferde eine bedeutende Rolle. Den edlen Vierbeiner hat das Land eine luxuriöse Heimstatt gebaut: das Al Shaqab. Das Gestüt beherbergt rund 1000 Araberpferde – gut 100 gehören dem Emir persönlich. In Al Shaqab wird gezüchtet, medizinisch versorgt und für Pferderennen trainiert. Bei allem genießen die teuren Tiere 5-Sterne-Luxus. Gipfel des Komforts: ein Schwimmbad für die vierbeinigen Araber.

Weitere Informationen

Anreise: Qatar Airways bietet Flüge nach Doha und ist die richtige Wahl für einen Stopover in Katar (www.qatarairways.com).

Unterkunft: Eine stilvolle Unterkunft bieten die Souq Waqif Boutique Hotels. Die neun Häuser sind zum Teil in alten Souk-Gebäuden untergebracht. Sie bieten Luxus und traditionelles Ambiente mitten im Souk (www.swbh.com). Wer an der West Bay und damit direkt im Wolkenkratzer-Viertel wohnen möchte, kann das Intercontinental Doha – The City wählen. Intercontinental bietet auch, wie viele der anderen Hotelketten, ein Strandhotel mit großem Pool (www.intercontinental.com).

Vor Ort: Ein engagiertes Unternehmen für Aktivitäten vor Ort ist Middle East Adventures (E-Mail: [email protected])

Auskünfte: Ausführliche Informationen zu Geschichte, Sehenswürdigkeiten und aktuellen kulturellen Events finden sich auf der offiziellen Website von Qatar Tourism (www.qatar-tourism.com).

Hinweis: Die Reise fand auf Einladung statt.

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Kapstadt: Eine Liebe fürs Leben

Verwöhnt von der Sonne, umarmt von zwei Meeren: Kapstadt wird nicht von ungefähr immer wieder zum attraktivsten Ende der Welt gekürt. Mit Superlativen sollte man vorsichtig sein – doch „Mothercity“ ist schon von Natur aus mit verschwenderischer Schönheit ausgestattet. Dazu wirbt Kapstadt mit einer kunterbunten Kulturszene und lockt mit sprühender Lebenslust.

Verwöhnt von der Sonne, umarmt von zwei Meeren: Kapstadt wird nicht von ungefähr immer wieder zum attraktivsten Ende der Welt gekürt. Mit Superlativen sollte man vorsichtig sein – doch „Mothercity“ ist schon von Natur aus mit verschwenderischer Schönheit ausgestattet. Dazu wirbt Kapstadt mit einer kunterbunten Kulturszene und lockt mit sprühender Lebenslust.

Traumhafte Buchten, klarer Himmel, blühende Gärten und die idyllischen Winelands direkt vor der Haustür: Das alleine würde reichen, um sich in diese Stadt zu verlieben. Doch zusätzlich, wie ein  dickes Sahnehäubchen obendrauf, stemmt sich auch noch der Tafelberg rund 1000 Meter in die Höhe und thront wie ein Fanal über der 3-Millionen-Metropole. Dieser steinerne Koloss am Ende des Kontinents zeigt jeden Tag ein neues Gesicht – mal wolkenverhangen und düster, dann im Abendlicht schimmernd wie eine Fata Morgana, dann wieder strahlend und klar. Dann scheint er zu locken, kommt hoch und schaut euch die Stadt zu meinen Füßen an. Wer nur kurz in Kapstadt ist, sollte den Berg immer im Auge behalten. Sobald der Wind das „Tischtuch“ weggefegt hat und sich der launische Koloss wolkenlos zeigt, heißt es: Ab in die Seilbahn und hoch. Der Ausblick ist grandios. Wie auf einem Wimmelbild schmiegt sich das Häusermeer rund um den Tafelberg und den kleineren Lion’s Head. Das Stadion zur Fußballweltmeisterschaft 2010, die dem Land einen ordentlichen Entwicklungsschub verpasst hat, ist als kleines Rund in der Tiefe auszumachen.

In der Ferne schimmert Robben Island

In der Ferne schimmert Robben Island, die Gefangeneninsel, auf der Freiheitskämpfer und Nationalheld Nelson Mandela 18 Jahre inhaftiert war. Gut erkennbar ist auch die Victoria & Alfred Waterfront mit den edlen Hotels, schicken Malls und trendigen Restaurants. Nicht weit entfernt blinkert es in allen Regenbogenfarben: Hier liegt das Bo-Kaap-Viertel mit den farbenfrohen Häusern und verwinkelten Gassen, in dem die muslimische Gemeinde ihr Zuhause hat. Eingerahmt ist diese Szene von kleinen Buchten, die sich an der Küste aneinanderreihen und den glitzernden Wellen des Atlantischen Ozeans, der am Horizont mit dem strahlend blauen Himmel verschmilzt. Wer oben auf dem Tafelberg steht, kommt schnell zu dem Schluss, dass es eine Lebensaufgabe ist, diese Stadt vollständig auszukosten. Wer kürzer bleibt, muss sich der Qual der Wahl stellen.

Kunst, Kitsch und Kulinarik

Die Victoria & Alfred Waterfront ist schon seit Jahren eine der Hauptattraktionen für Touristen. Das elegant aufgemöbelte ehemalige Werftgelände mit vielen historischen Gebäuden beherbergt heute edle Hotels, moderne Shopping-Malls und rund 50 Restaurants und Bars. Dazu gibt es Kinos, Kunstmärkte und das Two Oceans Aquarium. Neues Highlight ist seit September 2017 das Zeitz MOCAA Museum für zeitgenössische afrikanische Kunst. Ein nicht mehr genutztes Getreide-Silo wurde entkernt und um einen Glasaufbau erweitert. Darin untergebracht ist die Kunstsammlung von Ex-PUMA-Chef Jochen Zeitz, der auch Mitnamensgeber des neuen Kulturtempels ist. Unbedingt ansehen – vor allem die Architektur ist spektakulär! In den oberen Etagen ist das Silo Hotel untergebracht, das eine tolle Rooftop-Bar bietet.

Bo-Kaap-Viertel: Kunterbunte Idylle

Das Bo-Kaap-Viertel ist eine idyllische Oase downtown Kapstadt. Hier wohnt in kunterbunten Häuschen die muslimische Gemeinde der Stadt. Es sind die Nachfahren der im 17. und 18. Jahrhundert aus Südostasien ans Kap verschleppten Sklaven. Das malerische Bo-Kaap mit den verwinkelten Gassen und farbenfrohen Häuserzeilen ist beliebtes Postkartenmotiv und gilt als Must-see für Touristen. Tipp: Einige der geführten Touren bieten den Besuch bei einer einheimischen  Familie an, die zu diesem Anlass kapmalaiische Leckereien auftischt. Wem die indisch inspirierten Köstlichkeiten schmecken, kann auch einen Kochkurs buchen.

Hier trifft sich die Szene: Long Street, Woodstock, Observatory

Wer das junge Herz Kapstadt schlagen hören möchte, schlendert am besten die Long Street entlang, bewundert die viktorianischen Häuser, stöbert in Trödel- und Antiquitätengeschäften und genießt seinen Espresso in einem stylischen Café. Eine kleine, aber spannende Szene hat sich auch an der oberen Bree Street angesiedelt. Die alternative Gemeinde trifft man allerdings vor allem in den Stadtvierteln Woodstock und Observatory. Galerien, Bio-Shops, Street-Art und Backpacker-Hostels bestimmen hier das Bild.

Historischer Rundgang: Weg in die Freiheit

Wer das heutige Südafrika verstehen möchte, muss in die Vergangenheit blicken. An kaum einem Ort geht das besser als in Kapstadt. Ein historischer Rundgang zeigt das kulturelle und historische Herz der Metropole. Die Geschichte der Stadt begann im Company’s Garden. Hier baute im 17. Jahrhundert die The Dutch East India Company Obst und Gemüse an, um die Schiffe auf ihrem Weg nach Asien mit dringend benötigter Frischware zu versorgen. Bei der Tour durch Kapstadts Zentrum trifft man auf all die großen Namen der Geschichte wie Jan Smuts, Cecil John Rhodes und natürlich Nelson Mandela. Alle haben sie ihre Spuren in Kapstadt hinterlassen. Im Abstand von nicht einmal hundert Metern hatten drei Friedensnobelpreisträger ihre Wirkungsstätte: Frederik de Klerk und Mandela im Parlamentsgebäude und Erzbischof Desmond Tutu in der St. George’s Anglican Cathedral gleich nebenan.

Camps Bay: Leben am Meer

Seapoint, Fresnaye, Bantry Bay und schließlich Camps Bay – wie an einer Perlenkette aufgezogen reihen sich die beliebten Stadtviertel mit Meerblick  an der Atlantikküste entlang. Vor allem in der Vorzeigebucht Camps Bay, das auch mit dem Hop-on-Hop-off-Bus erreichbar ist, treffen sich die Betuchten und Schönen und lassen mit Blick aufs Meer den Tag vorbeiziehen. Wer in Kapstadt den Easy-way of-life genießen möchte, ist hier richtig. Den schöneren Blick auf die Stadt und den Tafelberg hat man allerdings von Norden aus, etwa vom Milnerton Beach, von Big Bay oder Bloubergstrand.

Kirstenbosch: Grüne Oase

Kapstadt bietet Attraktionen für alle Wünsche: Neben Meer, Bergen, Kultur und Lifestyle kommen auch Natur- und Gartenfans nicht zu kurz. Hauptanziehungspunkt ist der Kirstenbosch National Botanical Garden – eine vor mehr als einhundert Jahren angelegte Parkanlage mit einheimischen Gewächsen  wie Heidekräutern, Palmfarnen und Sukkulenten. Eine wunderbare Idylle, die vor allem am Wochenende von Captonians mit riesigen Picknickkörben aufgesucht wird. Tipp: Im Sommer hier unbedingt die Freiluftkonzerte besuchen!

Spektakulär: Zum Kap der Guten Hoffnung

Wer Kapstadt besucht, wird sich eine Fahrt zum Kap der Guten Hoffnung nicht entgehen lassen. Auf dem Chapman’s Peak Drive, einer spektakulären Küstenstraße, geht es gen Süden. Links erhebt sich das Tafelbergmassiv, rechts glitzert der Ozean in der Tiefe. Das Ziel dieses Ausflugs ist Cap Point, ein 250 Meter hohes Kliff, das auf der Spitze einen Leuchtturm trägt. Das half den früheren Seefahrer allerdings nicht immer: Vor dem Kliff liegen zahlreiche Schiffswracks auf Grund. Auf dem Rückweg geht es meist zum Boulders Beach bei Simonstown mit einer großen Population possierlicher Afrikanischer Pinguine.

Bilderbuchidylle: Auf in die Winelands

Vor den Toren Kapstadt warten die viel gepriesenen Winelands. Im Dreieck der Weinorte Stellenbosch, Paarl und Franschhoek wachsen die edlen Trauben. Rund 300 Weingüter sind hier ansässig und laden in historischem Ambiente zu Weinverkostungen, kulinarischen Events und Übernachtungen ein. Viele der Weingüter blicken auf eine lange Vergangenheit zurück und schmücken sich mit perfekt restaurierten Herrenhäusern im kapholländischen Stil. Die kürzeste Weinroute ist übrigens nur 30 Autominuten von Kapstadts Zentrum entfernt. Am Südhang des Tafelbergs findet sich das historische Gut Groot Constantia mit einem pittoresken Herrenhaus, in dem ein Museum untergebracht ist.

Weitere Informationen

Hinweis: Derzeit herrscht in Kapstadt Wasserknappheit. Die Bevölkerung ist angehalten, nicht mehr als 50 Liter am Tag zu verbrauchen. Mit Beginn der Regenzeit im Mai könnte sich die Lage entspannen, falls genug Niederschläge niedergehen. Wer eine Reise plant, sollte sich über die aktuelle Lage informieren.

Empfehlenswerte Unterkünfte: Das Sea Five ist ein sympathisches Boutiquehotel mit schönem Blick in Camps Bay (www.seafive.co.za). Restaurants und die Strandpromenade sind zu Fuß erreichbar. Für betuchte Gäste bietet sich die Zehn-Zimmer-Villa Ellerman House in Bantry Bay an. Hier findet sich auch die größte Privatsammlung südafrikanischer Kunst (www.ellerman.co.za). Das Belmond Mount Nelson strahlt historisches Ambiente aus und bietet den stilvollsten High-Tea am Kap (www.belmond.com).

Empfehlenswerte Weingüter: Boschendal mit großem Park und Museum (www.boschendal.com); Holden Manz, ein kleines, feines Weingut mit herzlichem Service (www.holdenmanz.com); Babylonstoren, eine idyllische Anlage mit großem Bauerngarten (www.babylonstoren.com)

Weitere Tipps:

Führung durchs Bo-Kaap mit Toufiek Mustapha: Yusuf Tours, www.yusuftours.com, [email protected], [email protected],  +27 73 8999 381

Auskünfte: Deutschsprachige Informationen zum Reiseland Südafrika sind erhältlich unter www.dein-suedafrika.de oder der kostenfreien Service-Nummer 0800/1189118.

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Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung

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Art-déco-Mekka Miami: Feel the Sunshine

Wer in Miami Beach durch die Straßen schlendert, fühlt sich wie einer der obercoolen Rauschgiftfahndern Sonny Crocket und Ricardo Tubbs. In der Kultserie Miami Vice rasten die beiden Glamour-Boys mit ihren Luxusschlitten durch die Straßen Miamis oder preschten mit schnellen Jachten durch die Biscayne Bay – im Hintergrund immer die bonbonbunte Art-déco-Kulisse von Miami Beach. Die beiden smarten Jungs in ihren pastellfarbenen Sakkos und Lederslippern jagen zwar schon lange keine knallharten Gangster mehr, doch der lässig-coole Lebensstil à la Miami Vice ist immer noch präsent.

Wer in Miami Beach durch die Straßen schlendert, fühlt sich wie einer der obercoolen Rauschgiftfahndern Sonny Crocket und Ricardo Tubbs. In der Kultserie Miami Vice rasten die beiden Glamour-Boys mit ihren Luxusschlitten durch die Straßen Miamis oder preschten mit schnellen Jachten durch die Biscayne Bay – im Hintergrund immer die bonbonbunte Art-déco-Kulisse von Miami Beach. Die beiden smarten Jungs in ihren pastellfarbenen Sakkos und Lederslippern jagen zwar schon lange keine knallharten Gangster mehr, doch der lässig-coole Lebensstil à la Miami Vice ist immer noch präsent.

Vor allem ist Miami Beach in den USA nach wie vor das Mekka für Art-déco-Fans, die aus aller Welt kommen, um einmal im Leben den berühmten Ocean Drive mit seinen reliefverzierten Häusern in Erdbeerrot, Mintgrün und Sonnengelb entlangzubummeln.

Miami Beach ist Mekka für Art-déco-Fans

Wer dieses Baudesign der 1930er-Jahre liebt, sollte es sich nicht nehmen lassen, in einem stilechten Haus zu nächtigen. Ein Schmuckstück ist das Como Metropolitan Miami Beach Hotel in einem Gebäude von Albert Anis, der als einer der führenden Art-déco-Architekten Miamis gilt. Mit tropischen Farben und fröhlicher Ornamentik verlieh er dem ursprünglich aus Frankreich stammenden Art-déco eine exotische Note. Im Como-Hotel an der Collins Avenue, das 2014 komplett renoviert wurde, sind viele liebenswerte Details aus den 1930er-Jahren wie der Terrazzo-Boden und die mit Glaskugeln verzierten Galeriegeländer erhalten geblieben. Aufgefrischt wurde das immerhin schon fast 100 Jahre alte Art-déco-Design durch moderne Stilelemente, ausgefeilte Technik und charmante Details – eine reizvolle Mischung für einen stilvollen Aufenthalt.

Miami Beach - Jutta Lemcke - DSCF3349_korr

Alle Fotos by Jutta Lemcke

Wer sich in das lässige, unprätentiöse Beachlife-Design des Como-Hotels verliebt hat, wird auch gerne an den Ocean Drive fahren, um diese Vorzeigestraße des Art-déco zu erkunden. Hier reiht sich ein bonbonbuntes Haus an das nächste, es locken Hotels, angesagte Restaurants und stylische Bars. Oldtimer cruisen mit offenem Verdeck durch die Gassen und selbstverliebte Schönheiten zeigen ihre modellierten Bodys in schrillen Outfits. Mit einem Cocktail in der Hand genießen die Müßiggänger die Sonne und lassen den Tag an sich vorbeiziehen. Entlang der Strandpromenade finden sich eingezäunte Plätze mit Reckstangen und allerlei anderem Gerät – nicht etwa für Kinder zum Spielen, sondern für Bodybuilder, die dort versuchen, ihre sowieso ideal geformten Körper noch weiter zu perfektionieren.

Hier werden Muskeln trainiert, von denen der Normalsterbliche noch nicht einmal weiß, dass sie existieren. Zuschauer sind übrigens durchaus willkommen, schließlich geht es in Miami Beach vor allem ums eins: Sehen und Gesehen werden. Doch keine Bange, selbst wer selber lange kein Fitnessstudio mehr von innen gesehen hat, wird wie selbstverständlich in diese lässige Gemeinde aufgenommen und kann am Strand oder am Ocean Drive den easy way of life genießen.

Sahnestücke des Art-déco zwischen 5th und 14th Street

Die Sahnestücke des Art-déco finden sich zwischen 5th und 14th Street. Wie wäre es also mit einem Eistee vor dem Colony Hotel oder einem Snack im News Café, das als Stammkneipe der Berühmtheiten gilt und deshalb regelmäßig von Touristen auf Promisuche aufgesucht wird? Kubanisches Flair bieten das Larios on the Beach oder das Mango’s Tropical Café. Der Vorteil: Alles liegt dicht beisammen, so dass beim Bummeln jede Menge Zeit bleibt, um eine Pause einzulegen und dem Treiben zuzuschauen. Wer genug hat, schlendert hinüber zum Lummus Park oder gleich an den Strand mit den originellen quietschbunten Life-Guard-Hütten und lässt sich das herrlich warme Golfstromwasser um die Füße plätschern. Ein toller Tipp für alle Fußmüden: Miami Beach lässt sich wunderbar mit dem Fahrrad erkunden. Überall finden sich City-Bike-Stationen, an denen per Kreditkarte Zweiräder ausgeliehen werden können. Die Rückgabe ist ganz unkompliziert an irgendeiner anderen Station ganz nach Lust und Laune möglich – das garantiert volle Flexibilität und ermöglicht eine sehr entspannte Art, auf Entdeckungstour zu gehen. Wer architektonisch tiefer eintauchen und mehr über die Art-déco-Fassaden erfahren möchte, kann eine der 90-minütigen Führungen buchen, die vom Art Deco District Welcome Center organisiert werden. Oder er leiht sich dort einen Audioguide und macht sich auf eigene Faust auf einen Streifzug zu den circa 800 Art-déco-Gebäuden in South Beach.

Vergnügungssüchtige aus Miami stürzen sich ins Nachtleben

Am Abend wandelt sich das Bild in South Beach. Dann kommen Vergnügungssüchtige über die Bucht aus Downtown Miami und stürzen sich ins Nachtleben, das hier bunt, schrill und auch ein wenig snobby ist. Viele starten mit einem Cocktail auf einer Rooftop-Bar in die Nacht. Eine der beliebtesten ist die C-Level Rooftop-Bar direkt am Ocean Drive auf dem Dach des Hotels The Clevelander. Ebenfalls eine Top-Adresse ist The 1 Rooftop in der 18. Etage des 1 Hotel. Hier warten ein Wahnsinnsblick, leckere Cocktails und einer der schönsten Pools in Miami. Als Dresscode für die Rooftop-Bars gilt übrigens „Miami-chic“ – das bedeutet, dass man mit lässig-schicker Kleidung goldrichtig liegt – easy way of living also auch in puncto Styling.

Weitere Informationen zur Reise nach Miami Beach

Übernachten: Como Metropolitan Miami Beach, 2445 Collins Ave, Miami Beach, Florida. Stilvolles Art-déco-Haus mit 74 Zimmern, direkt am Strand und zentral zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gelegen.

Art déco: Erste Anlaufstelle ist das Art Deco Welcome Center direkt am Ocean Drive, 1001 Ocean Drive, Miami Beach, Florida

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung

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