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2017-06-26 Joerg Baldin_200

Island – Urlaub im Land der echten Kerle

Heute fliegt keiner mehr! Das war mein erster Gedanke, der mir durch den Kopf schoss, als ich früh morgens am Flughafen von Rejkavik in meinem Hotelzimmer aufgewacht bin. Die ganze Nacht schepperte mein Fenster. Heftiger Sturm und Schnee machten die Nacht ungemütlich.

Heute fliegt keiner mehr! Das war mein erster Gedanke, der mir durch den Kopf schoss, als ich früh morgens am Flughafen von Rejkavik in meinem Hotelzimmer aufgewacht bin. Die ganze Nacht schepperte mein Fenster. Heftiger Sturm und Schnee machten die Nacht ungemütlich. Und es gab so viel Schnee, dass ich mir am Vorabend noch nicht mal sicher war, das der Bus mich von der “Blue Lagoon” überhaupt zum Hotel bringen konnte. Island zeigte sich von der besten Seite.

Dank Fußball steht Island oben auf der Wunschliste

Island steht bei vielen Deutschen ganz oben auf der Liste der Länder, die noch bereits werden sollen. Dank Fußball-EM ist dieser Wunsch weiter verbreitet worden. Echte Kerle und die unverwechselbare Natur machen die Insel so interessant. Island ist das Land der Geysire und der heißen Quellen.

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Island empfängt mich grau-weiß. Die Insel besteht aus Lavagestein mit Moosbewuchs und ganz wenigen Bäumen. (Fotos: Jörg Baldin)

Den ersten Isländer, den ich am Flughafen getroffen habe, war unser Guide Arthur Bollason, ein blonder Hüne mit perfekter deutscher Aussprache. Er ist genau der Typ Mann, den man sich als Isländer vorstellt: Groß und blond. Isländer, erklärte Arthur unserer Gruppe, neigen dazu, viele Geschichten zu erzählen. Und wie sich später herausstellte, war er offensichtlich der König der Isländer. Ein Reiseführer, wie er besser nicht hätte sein können: Schriftsteller, Autor, Journalist, Bote am Präsidialamt. Glaubt man seinen Erzählungen, wurden viele seiner Schüler berühmte isländische Persönlichkeiten, denn nach dem Abitur beim “Deutschen Akademischen Austauschdienst” war Arthur in Island auch als Lehrer am Gymnasium und als Lehrbeauftragter an der Universität tätig.

Seine Mutter war Fotomodell, sein Vater Chef von Icelandair, der nationalen Fluglinie, die neben Flugzeugen auch viel Hotels besitzt. Er ist auf der Insel bekannt, wie ein bunter Hund und Arthur kennt viele. Island ist klein. Selbst Politiker wie Willy Brandt, Kurt Waldheim, Otto Schily und Daniel Cohn-Bendit waren vor seinen Interviews für das isländische Radio nicht sicher.

Björn spricht generell nicht viel

Den zweiten Isländer, den wir auf unserer Reise treffen, ist Björn Kjartansson. Auch ein „richtiger“ Isländer, der das historische Bad „Gamla Laugin“ in einem Jahr wieder zum Leben erweckt hat. Seit 1891 baden die Isländer in dieser heißen Lagune, die von mehreren kleineren Geysiren umgeben ist. Björn spricht generell nicht viel, arbeitet dafür umso mehr. Für mich, so viel vorweg, ist das die schönste heiße Quelle, die wir auf Island besucht haben. Ein unglaublich tolles Gefühl, in Eiseskälte in die Badehose zu schlüpfen, um dann stundenlang in 40 Grad kaltem Wasser zu sitzen. Und Björn war mir auch irgendwie sympathisch, denn als wir am nächsten Morgen zum Fotostopp an seiner „Secret Lagoon“ erneut hielten, standen sieben Dosen Bier auf dem Tisch. Frühstück à la Island eben…

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Eine heiße Quelle in der Nähe der “Gamla Laugin”. Hier sollteman nicht drin baden, das Wasser ist über 100 Grad heiß.


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„Gamla Laugin“

Die „Secret Lagoon“ liegt in dem kleinen Dorf Fludir, das rund zwei Stunden von Reykjavik entfernt ist. Wer – wie wir – am Abend nach Fludir kommt, könnte den Eindruck gewinnen, dass die Haupteinnahmequelle der Anbau von Hanff ist, Große, hell beleuchtete Gewächshäuser empfangen uns. Strom und Heizung gehört zu den Dingen, die hier auf der Insel so gut wie nichts kosten. Beides wird aus der Erdwärme gewonnen und von der gibt’s hier reichlich. Überall qualmt es aus der Erde. Und so nutzen die Isländer diese Möglichkeit, um möglichst viel Gemüse in den Gewächshäusern anzubauen.

Nadelstiche prasselten auf mein Gesicht ein

Am nächsten Morgen geht’s ganz früh weiter. Unser Ziel ist Gullfoss, ein riesiger Wasserfall. Eine der Sehenswürdigkeiten, so Arthur, den jeder Islandbesucher gesehen haben muss. Auch bei minus zehn Grad. Und so rutschen wir mehr oder weniger den spiegelglatten Weg zum Wasserfall entlang, der wirklich sehenswert ist. Und wenn es nur die Kälte gewesen wäre, ich hätte mir die Natur dort ganz sicher noch länger angesehen, aber der Sturm peitsche in mein Gesicht und es fühlte sich so an, als wenn tausend kleine Nadelstiche über mich einprasselten. Arthur hingegen lächelte, als wäre heute der schönste Sommertag. Isländer eben…

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Der Gulfoss ist ein riesiger Wasserfall in Island. Er besteht aus zwei Stufen, von denen die erste 11 Meter und die zweite 21 Meter hoch ist.

Von Gullfoss aus fahren wir zum nächsten Highlight, den Geysiren. Sie sind die Namensgeber der Springquellen auf der ganzen Welt. Auch hierzu kann Arthur die wildesten Geschichten erzählen. Von einer dänischen Königin zum Beispiel, die zu Besuch auf der Insel war, und der Geysir auf einmal nicht mehr „explodieren“ wollte. Erst als die Delegation die Geysire verlassen hatte, schossen die Wasserfontänen wieder aus der Erde. Wer, wie ich, allerdings ein riesiges Naturschauspiel mit spektakulären Ausbrüchen erwartet, wird sich wundern. Der Schwall kommt mit einem leichten Knall aus der Erde, das Wasser spritzt etwa drei Meter hoch und nach wenigen Sekunden ist das Spektakel vorbei. Was bleibt ist viel Dampf und der Geruch von Schwefel, der überall auf der Insel zu riechen ist. Schwefel, so Arthur, sei das Lebenselixier der Isländer.

Das älteste Parlament der Welt stammt aus Island

Der Nachmittag steht ganz im Zeichen isländischer Geschichte. Wir sind in Thingvellier, dem alten historischen Thingplatz der Wikinger. Hier treffen die eurasische und die amerikanische Kontinentalplatte aufeinander. Einmal jährlich hielten die Einheimischen während zwei Wochen im Juni eine traditionelle gesetzgebende Versammlung ab. Es handelt sich damit um eines der ältesten Parlamente der Welt, das bis ins Jahr 1798 Bestand hatte.

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Bei Thingvellir treffen die eurasische und die amerikanische Kontinentalplatte aufeinander.


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Hier enstand das älteste Parlament der Welt. Am Thingplatz trafen sich die Wikinger einmal im jahr, um zwei Wochen lang über Recht und Gesetzt zu sprechen.

Abends gehen wir in Reykjavik ins Restaurant Laekjarbrekka in der Nähe des Hafens und des Parlament. Natürlich speisen wir im Präsidentenzimmer. Und Arthur, der als kleiner Junge Bote des Präsidenten war, kann zu allen Portraits ehemaliger Staatsoberhäupter der Insel unzählige Geschichten erzählen.

Der nächste Tag gehört der Hauptstadt von Island. Reykjavik ist eine kleine Hafenstadt und gleichzeitig die am nördlichsten gelegene Hauptstadt der Welt. Hier wohnen rund 120.000 Einwohner, also knapp ein Drittel aller Inselbewohner. Die Stadt selbst lebt von den vielen kleinen Geschäften, von den Pubs und dem Hafen. Wir besuchen das „Harpa“, ein modernes Musik- und Konferenzgebäude sowie das größte Walmuseum der Welt, das kurz danach für die Öffentlichkeit geöffnet wurde. Arthur zeigt uns auch eine kleine Wurstbude, bei der einst US-Präsident Bill Clinton eine Currywurst verspeiste. Seitdem gibt es in der Bude eine Clinton-Wurst und die Schlange vor dem Laden wurde immer länger.

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Wer hat’s erfunden? An dieser Bude in Reykjavik soll einst Bill Clinton eine Currywurst verspeist haben.


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Reykjavik lebt von der Lage am Wasser. In der Hauptstadt von Island leben rund ein Drittel der Inselbewohner.

In Reykjavik gibt’s die Bill Clinton-Wurst

Wer Island besucht, der darf auf keinen Fall die weltberühmte Blaue Lagune verpassen, die in der Nähe von Reykjavik in Richtung Flughafen Keflavik liegt. Auch wir machen einen Halt dort und wechseln warme Kleidung gegen Badehose. Die „Blue Lagoon“ verdankt ihrem Namen dem blauen Wasser. In der Nähe des Sees liegt ein Kraftwerk, aus dem Kühlwasser auf das umliegende Lavafeld geleitet wird und dort einen Salzwassersee in der typisch blau-weißen Farbe bildet. Das Wasser im Thermalbad hat eine Temperatur von bis zu 42 Grad und hilft anerkanntermaßen gegen Schuppenflechte und andere Hautkrankheiten. Rund 750.000 Besucher kommen jedes Jahr zur „Blue Lagoon“. Unser Besuch wird – wie eingangs erwähnt – von einem eisigen Sturm begleitet, der den Körper in zwei Klimazonen aufteilt. Während der Teil unter Wasser angenehm gewärmt wird, wird der Kopf samt Haare schockgefroren. Da hilft auch meine Taktik, den Kopf nicht unter Wasser zu nehmen, gar nichts. Der Dampf des warmen Wasser macht meine Haare nass und damit zur Eisskulpturenzone.

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Die weltberühmte Blaue Lagune von oben gesehen. Das blaue Wasser entsteht durch Kieselalgen und ist sehr gut für kranke Haut.

Nach knapp zwei Stunden geht’s weiter in Richtung Flughafen. Inzwischen liegen zehn Zentimeter Neuschnee auf der Straße und der Bus muss aufgrund des Schneesturms mit der schlechten Sicht in der Nacht kämpfen. „Die fliegen morgen früh nie“, sagte ich zu Arthur, der allerdings nur müde lächelte. „Das sind die Piloten von Icelandair gewohnt“, so der Guide. „Für die macht es erst richtig Spaß, wenn denen der kalte Wind ums Cockpit fliegt.“ Offensichtlich sollte er Recht behalten. Isländer eben…

Tipps & Informationen

island urlaubIsland ist der flächenmäßig zweitgrößte Inselstaat Europas (nach dem Vereinigten Königreich). Die Hauptinsel ist die größte Vulkaninsel der Erde und befindet sich knapp südlich des nördlichen Polarkreises. (Quelle: Wikipedia)

Anreise: Icelandair fliegt ganzjährig von einigen Flughäfen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Besonders interessant ist das Stopover-Angebot bei Flügen nach Kanada oder in die USA. Fluggäste von Icelandair können bis zu sieben Tage ohne Aufpreis auf der Insel bleiben.

Unterkünfte: In Fludir das Hotel “Fludir”, in Reykjavik das Hotel “Reykjavik Marina”, das einem Schiff nachempfunden wurde sowie in der Nähe des Flughafens das Hotel “Keflavik”.

Warme Quellen: Das historische Bad “Gamla Laugin” in Fludir ist ein nettes renoviertes Thermalbad, das 1891 erbaut und im letzten Jahr restauriert wurde. Um das Bad herum gibt es zahlreiche heiße Quellen, darunter einen Geysir. “Fontana” ist ein Wellnesszentrum am Seeufer von Laugarvatn mit heißen Quellen direkt am Wasser. Die weltberühmte “Blue Lagoon” darf bei keinem Besuch in Island fehlen.

Hinweis in eigener Sache: Die Reise für diesen Beitrag wurde zum Teil unterstützt von Veranstaltern, Hotels, Fluglinien und/oder Tourismus-Agenturen. Wir legen sehr großen Wert auf eine unabhängige und neutrale Berichterstattung, daher sind die Meinungen, Eindrücke und Erfahrungen der jeweiligen Autoren ihre eigenen.
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Two Nights in Lukta – Camping Deluxe in Polen

Die Sonne scheint durch mein Fenster, draußen zwitschern die Vögel und ich werde das Gefühl nicht los, dass es noch sehr früh ist. Ich bin zu Gast in Polen und verbringe meine erste Nacht in einem großen Zelt mit Kaminofen, antiken Möbeln und einem eigenen Bad. Glamping ist das Zauberwort und steht für “glamourous camping”, also Zelten mit Luxus-Touch. Es ist 4:45 Uhr und ich freue mich über die Morgendämmerung.

Die Sonne scheint durch mein Fenster, draußen zwitschern die Vögel und ich werde das Gefühl nicht los, dass es noch sehr früh ist. Ich bin zu Gast in Polen und verbringe meine erste Nacht in einem großen Zelt mit Kaminofen, antiken Möbeln und einem eigenen Bad. Glamping ist das Zauberwort und steht für “glamourous camping”, also Zelten mit Luxus-Touch. Es ist 4:45 Uhr und ich freue mich über die Morgendämmerung.

Camping in Luxus-Zelten

Vorreiter fürs Zelten in Luxus-Unterkünften, wie sollte es anders sein, ist die USA. Selbst Hollywood-Stars wie George Clooney oder Kate Moss haben sich als Glamping-Fans geoutet und die große Welle der Camping-Fans in Luxuszelten schwappt nun auch immer mehr nach Europa.

Glamping Polen

So sehen die Luxus-Zelte aus: Alte Bundeswehr-Zelte, die mit Doppelbett, Kaminofen, Hängematte und Dusche und WC mit fließend warmem Wasser luxuriös ausgestattet wurden. Dazu kommt eine kleine Terrasse, die einen Blick auf die Natur bietet. Und davon gibt’s da sehr viel. (Fotos: Glendoria / Titelbild: Fotolia.de)

Das „Glendoria Mini Resorts SPA & Glamping“ liegt in der Nähe der polnischen Kleinstadt Lukta in Ermland-Masuren, umgeben von einer unglaublich schönen Landschaft, die knapp eine Stunde von Danzig entfernt liegt. Es hat zwar ein wenig gedauert, bis der Fahrer das abgelegene Gelände gefunden hat, aber es hat sich gelohnt. Die Eigentümer Artur und Kristina, leidenschaftliche Segler und ehemalige Manager aus Warschau, haben das 50 Hektar große Gelände mit viel Gespür fürs Design angelegt. Die Zelte stehen weit genug auseinander, so dass der Nachbar nicht stört und der Blick in die Natur erhalten bleibt.

Es gibt als “Zentrum” eine 300 Quadratmeter große Scheune, quasi die Lounge des Resorts, die sehr liebevoll mit vielen Dingen aus aller Welt dekoriert wurde. So steht dort eine alte Espressomaschine aus Italien, ein Bronzeadler. Es gibt dort eine kleine Bücherei, eine alte Drechselmaschine oder auch diverse alte Sessel, auf denen es sich sehr gemütlich entspannen lässt. Neben den Luxus-Zelten, die aus den Beständen der Bundeswehr gekauft wurden, verfügt das Resorts noch über einige Zimmer im Nebengebäude des Stalls. Alle Räume sind einem eigenen Thema gewidmet und ebenfalls sehr liebevoll dekoriert.

Zwei Nächte sind leider viel zu kurz

Ich bin leider nur zwei Nächte dort. Viel zu kurz, um alle Details zu entdecken, die sich die beiden Eigentümer ausgedacht haben. Der kleine Pool mit Blick auf die Natur etwa oder das frisch gebaute Jacuzzi unter freiem Himmel, das neue Massage-Haus nur mit Dach und unverbautem Blick auf die Wiese und den Wald. Wer lange genug wartet, sieht den einen oder anderen Storch durch die Felder waten, die hier in Ermland-Masuren sehr oft zu finden sind.

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Die erste Nacht im Zelt ist abenteuerlich, sicherlich gerade für die, die sonst nicht auf dem Campingplatz ihren Urlaub verbringen. Der Mond zeigt mir den Weg von der Lounge bis zur Unterkunft. Das Zelt betrete ich durch eine Tür, das Geräusch des typischen Reißverschlusses beim öffnen des Zeltes entfällt. Wer Camping de Luxe hat, der muss auch nicht auf Knien ins Zelt robben. Die 10-Mann-Zelte der Bundeswehr sind so groß, dass selbst ich mit meinen 1,92 Metern Größe entspannt im Innenraum stehen kann. Wie es im Zelt so üblich ist, haben sich einige Mücken, Wespen oder Fliegen angesammelt. Aber auch dafür ist gesorgt. Das geräumige Doppelbett ist mit einem Moskitonetz überspannt, so dass selbst das nicht beim Schlafen stören dürfte.

Ungewohnte Geräusche beim Einschlafen

Wenn ich jetzt nicht aufgrund der langen Reise so müde wäre, würde ich glatt den kleinen Kaminofen im Zelt anmachen. Aber erstmal heißt es Licht aus. Alles ist ruhig. Fast alles… Der Wind fängt sich in den Stoffwänden und sorgt für ungewohnte Geräusche. Genauso das Knarzen des Holzes, mit dem das Zelt ausgestattet wurde. Draußen sorgen einige Tiere für unbekannte Töne. Trotzdem schlafe ich in der frischen, kalten Luft entspannt ein. Ein kurzer Blick noch auf die Uhr. Es ist gerade mal kurz nach 21 Uhr. So müssen sich die Menschen früher gefühlt haben, die mit dem Lauf der Sonne ins Bett gegangen sind und genauso wieder geweckt wurden. Und so sollte es am nächsten Morgen auch bei mir sein. Um 4:45 Uhr wecken mich zwei Vögel, die offenbar genau auf meinem Zelt sitzen. Es war eine ruhige Nacht und ich habe super geschlafen.

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Der Blick in die Natur entschädigt für alles

Wer Glamping macht, der kann auf den Fernseher im Raum gerne verzichten. Der Blick in die Natur entschädigt für alles. Ich setze mich auf meine kleine Terrasse vor meinem Zelt und genieße die Ruhe und die schöne Atmosphäre am frühen Morgen. Nebelschwaden wandern über die Wiesen, in der Ferne bellt ein Hund und zwei Störche sind – nur 20 Meter von mir entfernt – auf der Suche nach Nahrung. Pferde laufen an mir vorbei.

Auch Glamping ist Camping

Fazit: Auch Glamping ist Camping, wenn auch in der Luxusversion. Trotzdem sollte man sich darauf einstellen, dass die Nächte kalt werden können. Auch der kleine Ofen im Zelt schafft es nicht, die eindringende Kälte zu verscheuchen, sorgt allerdings für eine tolle Atmosphäre. Ansonsten gehört das Gemeinschaftsklo und die schmuddelige Dusche der Vergangenheit an. Alle Zelte verfügen über eine eigene Toilette und eine Dusche.

Hinweis in eigener Sache: Die Reise für diesen Beitrag wurde zum Teil unterstützt von Veranstaltern, Hotels, Fluglinien und/oder Tourismus-Agenturen. Wir legen sehr großen Wert auf eine unabhängige und neutrale Berichterstattung, daher sind die Meinungen, Eindrücke und Erfahrungen der jeweiligen Autoren ihre eigenen.
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Beim Glockenspiel fallen die Touristen in Ekstase

Ganz langsam bewegen sich die Zeiger der riesigen Uhr vorwärts und hunderte Schaulustige blicken gebannt auf die Zwölf. Zu jeder vollen Stunde tanzen der astronomischen Uhr einige Figuren auf dem Kopf herum. Ich stehe vor dem Prager Rathaus und falle, wie alle anderen Touristen um mich herum, nahezu in Ekstase, als das Glockenspiel beginnt.

Ganz langsam bewegen sich die Zeiger der riesigen Uhr vorwärts und hunderte Schaulustige blicken gebannt auf die Zwölf. Zu jeder vollen Stunde tanzen der astronomischen Uhr einige Figuren auf dem Kopf herum. Ich stehe vor dem Prager Rathaus und falle, wie alle anderen Touristen um mich herum, nahezu in Ekstase, als das Glockenspiel beginnt.

Das Altstädter Rathaus darf bei keinem Besuch in der tschechischen Hauptstadt fehlen. Etwa 45 Sekunden lang kreisen die zwölf Apostelfiguren zu jeder vollen Stunde über der Uhr. Die Musik aus einem Glockenspiel und die tanzenden Apostel lassen die Unmengen von wartenden Touristen nahezu in Ekstase verfallen. Die Astronomische Uhr soll seit knapp 600 Jahren zeigen, ob die Sterne günstig stehen. Die Kalenderscheiben sind von den vier größten Gefahren der Menschheit um das Jahr 1410 umzingelt und zeigen den Tod mit einer Sanduhr, die Eitelkeit mit einem Spiegelbild, einen Türken, der mit Krieg droht sowie den Geizhals, der mit einem vollen Geldbeutel schüttelt.

 

Wer einmal in Prag war, der wird diese Stadt lieben. In der Hauptstadt der Tschechischen Republik wohnen heute rund 1,2 Millionen Menschen. Doch das ist für die Atmosphäre nicht ausschlaggebend. Egal wo man geht oder steht, es weht immer ein Hauch Multi-Kulti durch Prag. Unzählige Touristen mit Reiseführern sorgen für volle Gassen und Plätze. Von überall her klingt Straßenmusik. Es wird viel gelacht und viel gestaunt, denn Prag hat auch kulturell eine Menge zu bieten.

Moldau trennte Prag in zwei Teile

Top-Spot der goldenen Stadt ist sicherlich die Karlsbrücke, die die beiden Stadtteile Altstadt und Kleinseite von Prag verbindet. Die Moldau, ein Nebenfluss der Elbe, hat die beiden Teile über 400 Jahre voneinander getrennt. Erst seit rund 650 Jahren gibt es diese beindruckende Brücke, die mit 520 Metern Länge der Treffpunkt vieler Touristen in Prag ist. Sie gehörte zum Krönungsweg der böhmischen Könige. Heute schlendern dort tausende Urlauber am Tag über die Brücke und werden von zahlreichen Künstlern dazu animiert, sich portraitieren zu lassen. Die Jazz-Gruppe „Bridge Band“ sorgt für die musikalische Umrahmung in einem wunderschönen Panorama: Auf der einen Seite das Stadtzentrum von Prag, auf der anderen Seite das nächste Highlight der Stadt, die Prager Burg.

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Die Karlsbrücke ist beliebter Treffpunkt vieler Touristen. (Foto: Jörg Baldin)

Die Prager Burg (Hradschin) ist das größte geschlossene Burgareal der Welt und beinhaltet unter anderem den St.-Veits-Dom, die Basilika St. Georg oder das weltberühmte Goldmachergässchen, in dem Franz Kafka 1916 für einige Monate lebte. Wer auf den rund 70 Meter hohen Hügel hinauf will, muss Kondition mitbringen. Aber der Weg zur Burg lohnt sich auf jeden Fall. Wer die Karlsbrücke hinter sich gelassen hat, für den beginnt der Aufstieg, der zwar nicht steil ist, sich aber durch viele kleine Gassen und Straßen hinzieht. Während auf der Prager Burg bis 1918 böhmische Fürsten und Könige wohnten, ist sie heute offizielle Residenz des Präsidenten der Tschechischen Republik.

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Die Prager Burg (Hradschin) auf dem Berg.

Nichts für große Menschen

Runter geht man am besten durch das Goldmachergässchen. Der Eintritt (100 Kronen) lohnt sich, denn die winzigen Häuser spiegeln das Leben in der Zeit um Franz Kafka wider, der dort gelebt hat. Damals müssen die Menschen deutlich kleiner gewesen sein. Bei vielen größeren Besuchern hören die Türen schon an der Schulter auf, so klein waren die Eingänge von damals. Ansonsten wird in der Gasse eindrucksvoll gezeigt, wie die Wohnungen der Prager aussahen. Natürlich dürfen kleine Boutiquen und Souvenirshops im Gässchen nicht fehlen.

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Steile Rolltreppen führen in das U-Bahn-Netz von Prag.

Wieder an der Moldau angekommen, sollten sich die Gäste auf den Weg zurück zum Altstädter Rathaus machen. Dabei unbedingt am jüdischen Friedhof vorbei. Der eindrucksvolle Friedhof entstand aus reiner Platznot. Weil Gräber – wie heute – nicht nach einigen Jahren „aufgelöst“ wurden, haben die Prager einfach Erde aufgeschüttet. Heute liegen hier die Toten in bis zu neun Schichten übereinander. Allerdings hat die letzte Beerdigung auf diesem Friedhof im Mai 1787 stattgefunden. Insgesamt sollen hier heute etwa 200.000 Gräber errichtet worden sein.

Prag ist für Städtetouristen absolut sehenswert. Es gibt in der Stadt zahlreiche Hotels oder Unterkünfte verschiedenster Preisklassen und ist sowohl mit dem Zug, mit der Bahn oder per Auto sehr gut zu erreichen. Außerdem verfügt die Stadt über ein hervorragendes U-Bahn- und S-Bahn-Netz, so dass viele Plätze bequem erreicht werden können. Die Preise in der Stadt sind moderat, und auch wenn der Euro noch kein offizielles Zahlungsmittel ist, kann in nahezu allen Läden mit Euro bezahlt werden.

Hinweis in eigener Sache: Die Reise für diesen Beitrag wurde zum Teil unterstützt von Veranstaltern, Hotels, Fluglinien und/oder Tourismus-Agenturen. Wir legen sehr großen Wert auf eine unabhängige und neutrale Berichterstattung, daher sind die Meinungen, Eindrücke und Erfahrungen der jeweiligen Autoren ihre eigenen. Titelbild: Fotolia.de/Noppasinw
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Kur 2.0 – Geheimrezept für totale Entspannung

Tief einatmen und wieder ausatmen – Die ruhigen Anweisungen von Therapeutin Luzia Skala passen in das Waldstück bei Marienbad in der Tschechischen Republik, wie das Vogelgezwitscher und das Rauschen der Bäume. Mehr hören wir nicht! Ich stehe mit zwei anderen Teilnehmern im Wald und versuche mich gedanklich von der Welt “draußen” zu lösen. Für drei Stunden bin ich – ohne Handy und störende Einflüsse von außen – Waldbaden. Ganz ohne Wasser, aber dafür mit ganz viel Natur.

Tief einatmen und wieder ausatmen – Die ruhigen Anweisungen von Therapeutin Luzia Skala passen in das Waldstück bei Marienbad in der Tschechischen Republik, wie das Vogelgezwitscher und das Rauschen der Bäume. Mehr hören wir nicht! Ich stehe mit zwei anderen Teilnehmern im Wald und versuche mich gedanklich von der Welt “draußen” zu lösen. Für drei Stunden bin ich – ohne Handy und störende Einflüsse von außen – Waldbaden. Ganz ohne Wasser, aber dafür mit ganz viel Natur.

Die Kur ist unmodern geworden

Es gibt Begriffe, die klingen so alt, dass sie eigentlich keiner im Alter unter 70 Jahren mehr aussprechen will. Kur ist so ein Begriff. Was früher als eine Art Allheilmittel und Jungbrunnen in vielen Orten angeboten und auch praktiziert wurde, ist in der heutigen digitalen Welt unmodern geworden. Obwohl es gerade jetzt viele Menschen gibt, die so eine Kur sehr gut gebrauchen könnten. Eine Kur soll „sowohl der Vorsorge als auch der Stärkung einer (geschwächten) Gesundheit oder der Unterstützung der Genesung bei Krankheiten und Leiden verschiedener Art dienen.“ So steht es in den einschlägigen Ratgebern.

 

Das weiß auch Reinhard Wall, der General Manager des Hotels “Falkensteiner Gran Med Spa” in Marienbad. Das Hotel ist ein klassisches Kurhotel mit einem medizinischen Bereich, einer eigenen Quelle und auch allem anderen, was ein gutes Kurhotel so braucht. Doch Wall hat eine Vision: „Wir wollen unsere traditionellen Kuranwendungen mit hoher Entspannungswirkung mit den neuesten therapeutischen Erkenntnissen der Naturheilung kombinieren“, sagt der Hotelmanager. „Unser Haus hat dafür die besten Voraussetzungen.“

Deshalb hat Reinhard Wall mit seinem Team das Programm „Durchatmen & Auftanken“ entwickelt. Eine Art „Anti Stress Woche“ für überarbeitete Menschen über 50 mit Burn-Out Signalen. Und aus diesem Grund bin ich da. Wenn auch nur für eine verkürzte Version der Therapiewoche. Wir sollen innerhalb von drei Tagen die meisten Anwendungen bekommen und trotzdem ein Einsetzen von Entspannung merken.

„Passives Entspannen hat keinen bleibenden therapeutischen Effekt.“

Zuerst folgt eine Einweisung in die „Anti Stress Woche“ und ein Appell von Therapeutin Luzia. „Als Teilnehmer sollte man sich auf diese Art der Entschleunigung einlassen“ sagt sie. Und Wall fügt hinzu: „Passives Entspannen hat keinen bleibenden therapeutischen Effekt.“ Dennoch sollte das Programm nie als belastend empfunden werden. Jeder habe jederzeit die Möglichkeit, die eine oder andere Übung auszulassen. Spaß und Erholung stehen an erster Stelle.

Und zur Kontrolle, ob der erholende Effekt auch wirklich eintritt, bekomme ich einen technischen Helfer an meine Seite. Den Vitalmonitor. Ein Brustgurt, der gekoppelt mit der App meines Smartphones, genaue Daten meines körperlichen Zustands ans Licht bringt. Idealerweise zeigt die App am Ende, dass ich erholt bin. Noch besser wäre es, ich würde es selbst merken.

Ein Bad im Wasser der Alexandra-Quelle

Meine erste Anwendung ist ein Bad im Wasser der hauseigenen Alexandra-Quelle, die einen sehr hohen Anteil an freiem Kohlendioxid und Eisen hat und die Durchblutung fördert. In der Wanne sieht die leicht bräunliche Flüssigkeit etwas merkwürdig aus, liefert aber, wenn man drin liegt, ein sehr angenehmes Prickeln auf der Haut. Nach 20 Minuten ist es leider vorbei und man kann sich weitere zehn Minuten in Decken eingewickelt auf einem Liegestuhl entspannen. Das Bad im Wasser der Alexandra-Quelle ist sehr angenehm und der erste Schritt in Richtung Erholung. Übrigens: Als Trinkkur ist die Alexandra-Quelle auch geeignet. Dazu gibt es im Hotel eine Zapfstation, bei der man sich jederzeit Wasser holen kann. Schmeckt sehr salzig und sieht etwas trübe aus, soll aber gut für die Verdauung sein.

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Ein Bad im Wasser der Alexandra-Quelle wirkt sehr entspannend. (Foto: Falkensteiner Hotel)

Bioenergetische Übungen lösen Blockaden

Bevor der nächste Tag mit bioenergetischen Übungen startet, steht die erste Morgenmessung mit dem Vitalmonitor an. In rund drei Minuten, bei der die App einem genau sagt, wie man zu atmen hat, holt der Brustgurt alle möglichen Informationen aus meinem Körper heraus. Bereits nach dem ersten Tag habe ich einen Regenerationsstatus von 63 Prozent und auch mein Stressfaktor liegt bei 32 Prozent – also „relaxt“ – im guten Bereich. Eine wichtige Messung ist auch die Herzraten-Variabilität. Die liegt bei 36 msek. Hier gilt, je größer der Wert, umso besser. Da ist also noch Verbesserungspotenzial. Auch beim biologischen Alter: 45,8.

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Viel Dehnung und viele Atemübungen versprechen die bioenergetischen Übungen nach Dr. Alexander Lowen. (Foto: Falkensteiner Hotel)

Die bioenergetischen Übungen wurden nach den Forschungen von Dr. Alexander Lowen entwickelt. Sein Ansatz ist, das Energie zu Bewegung, zu Gefühlen und somit zum Denken führt. Wird diese Energie blockiert, führt das zu geminderten Bewegungen, Gefühlen und zu falschen Denkprozessen. Mit den bioenergetischen Übungen sollen genau diese Blockaden gelöst werden, die Energie kann wieder fließen. Soweit die Theorie. Therapeut Daniel Fajkus begrüßt uns bei strahlendem Sonnenschein auf der Terrasse im Garten und führt uns mit vielen Erklärungen der einzelnen Übungen durch die 30 Minuten Sport am Morgen. Es wird viel gedehnt und vor allem viel geatmet.

Eingepackt in eine Grüntonerde-Packung

Nach dem Sport steht wieder ein passiver Therapieansatz auf dem Programm: Grüntonerde-Packung mit Kaolin Maske. Die Grüntonerde ist eine sehr feine Tonerde, die direkt auf die Haut aufgetragen wird. Sie hat eine konzentrierte Menge an Mineralstoffen und Spurenelementen sowie ein hohes energetisches Potenzial und somit eine stark entgiftende Wirkung. Nachdem die angenehm warme Tonerde auf den nackten Körper aufgetragen wurde, wird man in einer Art Folie eingewickelt und warm zugedeckt. Nachdem der Boden meiner Liege abgesenkt wurde, treibe ich – auf dem Rücken liegend – im warmen Wasser, was einen zusätzlichen Erholungseffekt nach sich zieht. Die Kaolin Maske im Gesicht besteht aus Porzellanerde und ist ebenfalls sehr angenehm und beruhigend.

Waldbaden – Ganz trocken, dafür sehr emotional

Nach dem Mittagessen geht’s zum Waldbaden. Zugegebenermaßen musste ich erst im Internet suchen, was genau das ist. Das Ergebnis: Mit Wasser hat es nichts zu tun, es sei denn, es regnet. In Japan existiert diese Form der Entspannungstherapie bereits seit 45 Jahren und ist auch dort entwickelt worden. Ziel ist es, sich durch den spürbaren Kontakt mit der Natur, körperlich zu entspannen. Fernab von Smartphone und stressenden Störgeräuschen. Wir gehen mit Luzia in den Wald, der direkt am Hotel grenzt. Die ersten 15 Minuten erzählt man sich in Zweier-Gruppen von den Erlebnissen und Gedanken, die man mit einem Wald verbindet. Je tiefer wir in den Wald gehen, umso mehr verschwindet der Alltag.

 

Luzia und Daniel, die beiden Therapeuten im „Falkensteiner Hotel Gran MedSpa Marienbad“, wurden für das Waldbaden von Martin Kiem, dem führenden Experten für diese Therapie in Europa, ausgebildet. Und man merkt Luiza an, dass sie die Arbeit mit der Natur und den Menschen besonders mag. Ihre Stimme ist leise, passt sich der Atmosphäre im Wald an. Die drei Stunden, die wir im Wald verbringen, werden mit Übungen ausgefüllt, die einem den Wald und die Natur näherbringen und den Stress vergessen machen. Ohne körperliche Anstrengung aber mit erhöhter Achtsamkeit lernen wir die natürlichen und beruhigenden Signale des Waldes mit wirklich allen Sinnen auf sich wirken zu lassen. Eine entspannende und zugleich bewegende Zeit für alle Teilnehmer. Für mich teilweise sogar sehr emotional.

Eingeölt wie eine Sardine

Den Abschluss des Tages bildet eine holistische Ganzkörpermassage. Bei dieser Art der Massage werden bestimmte Viralpunkte stimuliert, die das Nervensystem beruhigen und wohltuende Gelassenheit hervorrufen sollen. Wer bei dieser Massage an die altbekannten Thai- oder Sportmassagen denkt, liegt falsch. Nach den knapp 50 Minuten fühle ich mich zwar eingeölt wie eine Sardine, aber total entspannt. Die Massage löst verspannte Muskulatur auf angenehme Weise und bewirkt eine erhöhte Sättigung des Gewebes mit Sauerstoff. Außerdem wird der Lymphfluss gefördert und wirkt dadurch auch entschlackend.

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Beruhigt das Nervensystem: Die holistische Ganzkörpermassage. (Foto: Falkensteiner Hotel)

Als Jungsbrunnen aus dem Schlaf erwacht

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Die App zeigt bei einer Zwischenmessung an: Die Erholung setzt schon nach einigen Anwendungen ein.

Am letzten Tag war ich morgens besonders gespannt auf die Messung mit dem Vitalmonitor, denn der Tag davor war gespickt mit allen möglichen Entspannungstherapien und Anti-Stress-Übungen. Und es funktioniert scheinbar tatsächlich. Mein technischer Überwachungsapparat meldet: Regenerationsstatus: 100%, Stress: 0%, Herzraten-Variabilität: 47 msek. Und sogar mein biologisches Alter schrumpft auf 38,7 Jahre. Grund genug für die App, mir den Status “Jungbrunnen” zu verleihen. Und so fühle ich mich auch für den Moment.

Nach dem Frühstück startet die Wassertherapie. Ai Chi ist eine Mischung aus Qigong und Tai Chi Chuan, die im Wasser ausgeführt für Erholung, Entspannung und körperliche Kräftigung sorgen soll. Während wir bis zu den Schultern im Wasser stehen, zeigt uns Therapeutin Luzia am Rand des Therapiebeckens die Anti-Stress-Bewegungen, die sich vor allem durch rhythmische Atemübungen und langsame Bewegungen zusammensetzen. Das Wasser hilft dabei, die Balance zu halten.

Trockenes CO2-Bad als letzte Anwendung

Die letzte Anwendung für uns ist gleichzeitig eine sehr spezielle und ein Marienbader Kurklassiker. Das trockene CO2-Bad steigert die Durchblutung, wirkt entzündungshemmend und verbessert die Funktion der Nieren. Aber auch die Produktion der Sexualhormone wird stimuliert. Und damit das Gas richtig wirken kann, werde ich in einen CO2-Anzug gesteckt. Der sieht aus wie ein blauer Müllsack und riecht auch so. Die Mitarbeiterin hilft mir dabei, den Sack bis über den Bauch zu ziehen, um diesen dann mit einem Gummi luftdicht zu verschließen. Danach lässt sie CO2-Gas in den Sack fließen, bis man fühlt wie ein aufgeblasener Luftballon. Zum Schluss kommt noch eine Maske aus Vlies über das Gesicht, die extrem erfrischend wirkt und der Gesichtshaut viel Feuchtigkeit spendet. 20 Minuten dauert die Anwendung.

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Umgeben von CO2 mit Vlies-Maske im Gesicht. (Foto: Falkensteiner Hotel)

Kur 2.0 – Natur und Kur als Geheimrezept für Entspannung

Fazit: Die gute alte Kur und auch die Technik behalten am Ende Recht. Auch nach nur knapp drei Tagen fühle ich mich körperlich erholt. Meine Haut fühlt sich besser und jünger an und auch mein Geist scheint befreiter vom Alltagsstress und den Sorgen zu sein. Ob meine Frau mich bei der Rückkehr überhaupt wiedererkennt? Immerhin bin ich als fast 50jähriger in Hamburg losgefahren und komme nun als knapp 39jähriger aus Marienbad zurück.

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Hinweis in eigener Sache: Die Reise für diesen Beitrag wurde zum Teil unterstützt von Veranstaltern, Hotels, Fluglinien und/oder Tourismus-Agenturen. Wir legen sehr großen Wert auf eine unabhängige und neutrale Berichterstattung, daher sind die Meinungen, Eindrücke und Erfahrungen der jeweiligen Autoren ihre eigenen.
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Die besten kostenlosen Kreditkarten auf Reisen

Der Urlaub steht vor der Tür und damit auch – wie jedes Mal – die Frage nach dem Geld in der Reisekasse. Damit der Urlaub ganz entspannt verlebt werden kann, lohnt es sich, im Vorfeld einige Gedanken zum Geld zu machen. Denn nicht nur Flug und Hotel sollen bezahlt werden, auch die Frage nach dem Bargeld im Urlaub sollte man gedanklich durchspielen. Nicht, dass im Urlaub auf der Suche nach dem passenden Zahlungsmittel Stress entsteht. Wir zeigen Euch die besten kostenlosen Kreditkarten.

Der Urlaub steht vor der Tür und damit auch – wie jedes Mal – die Frage nach dem Geld in der Reisekasse. Damit der Urlaub ganz entspannt verlebt werden kann, lohnt es sich, im Vorfeld einige Gedanken zum Geld zu machen. Denn nicht nur Flug und Hotel sollen bezahlt werden, auch die Frage nach dem Bargeld im Urlaub sollte man gedanklich durchspielen. Nicht, dass im Urlaub auf der Suche nach dem passenden Zahlungsmittel Stress entsteht.

Auf unseren Reisen haben unsere Autoren von breitengrad53.de viele Erfahrungen mit unterschiedlichen Zahlungsmitteln im Ausland gemacht. Diese Erfahrungen möchten wir in diesem Artikel teilen und die wichtigsten Fragen zum Thema Geld im Urlaub und die besten kostenlose Kreditkarte auf Reisen beantworten. Viel Spaß beim Lesen!

Folgende Fragen zur Reisekasse werden oft an uns herangetragen

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  • “Welches ist die beste kostenlose Kreditkarte auf Reisen?”
  • “Kann ich im Urlaubsland mit meiner EC Karte ganz entspannt an den dortigen EC Automaten Bargeld abheben?”
  • “Was kostet die Abhebung am EC Automaten? Oder wie komme ich sonst an Bargeld im Urlaub?”
  • “Lohnt es sich Kreditkarten mitzunehmen, und wenn ja, welche Kreditkarten haben die besten Konditionen?”
  • “Macht es in der heutigen Zeit noch Sinn Travelerchecks mitzunehmen? Und wieviel Bargeld sollte ich zur Sicherheit einpacken?”

Der Traumurlaub kann schnell zum Alptraum werden, wenn man sich im Vorfeld nicht ausreichend über die Zahlungsmöglichkeiten im Reiseland informiert. Manche Kreditkarten werden zur Kostenfalle, weil Auslandsgebühren fällig werden und reißen damit ein Loch in die Reisekasse. Und ohne Kreditkarte geht in manchen Ländern gar nichts: Hotels, Mietwagenverleiher und Airlines benötigen die Kreditkarte oft als Sicherheit und akzeptieren diese als einziges Zahlungmittel. Dann ohne Kreditkarte zu zahlen wird mehr als schwierig. Deshalb empfehlen wir unseren Lesern sich eine kostenlose Kreditkarte ohne Auslandseinsatzgebühr anzuschaffen. Damit lässt sich das Geld im Urlaub ganz entspannt abheben. Aus unserer Sicht die drei besten Kreditkarten sind die von der DKB, von der Comdirect und die von der ICS. Wer sich schnell und unkompliziert informieren möchte schaut sich die Kreditkarten im Überblick an. Allen anderen wünschen wir viel Spaß beim Lesen aller Hintergrundinformationen zum Thema “Geld im Urlaub”.

Reicht meine normale EC-Karte, um damit Geld im Urlaub abzuheben?

Diese Frage müssen wir mit jein beantworten. Sicherlich ist die EC – Karte in Ländern der EU und in westlich entwickelten Ländern ein geeignetes Zahlungsmittel im Urlaub. Dennoch ist die EC Karte – im Gegensatz zur Kreditkarte – nicht uneingeschränkt weltweit einsetzbar. Auch wenn die EC Karte am gewählten Reiseziel als Zahlungsmittel akzeptiert wird, so entstehen Kosten in Form von Auslandseinsatzgebühren. Die Summe der Gebühren kann schnell ein Loch in die Reisekasse reißen. Je nach Bank muss man hier allerdings unterscheiden.

Einige Banken haben Kooperationspartner im Ausland, so dass man auch mit der EC Karte am EC Geldautomaten Geld holen kann. Einige erheben dafür hohe Gebühren, bei anderen wiederum ist dies kostenlos. Mit der EC Karte der Deutschen Bank kann man beispielsweise während seines USA Urlaubs gebührenfrei Bargeld an den EC Geldautomaten der Bank of America Bargeld abeheben. Das ist dann allerdings auf diese Automaten beschränkt und nur mit der EC Maestro Karte möglich. Um dafür ein Gespür zu entwickeln, haben wir hier noch einmal die unterschiedlichen Bedingungen nach Ländern aufgeführt. Dennoch eignet sich die EC Karte als ergänzendes Zahlungsmittel auf Reisen, sie gilt auch international als zuverlässig. Ich persönlich bin jahrelang nur mit einer EC – Karte im Gepäck gereist. Allerdings war dies nur möglich, da immer jemand dabei war, der über eine Kreditkarte verfügte. Inzwischen besitze ich zwei Kreditkarten und bin überrascht wie viel entspannter das Reisen und Geld im Urlaub abheben damit geworden ist.

Überblick Kreditkarten – Gesamtbetrag zurückzahlen oder bequeme Teilzahlungsmöglichkeit?

Januar | Februar | März | April | Mai | Juni | Juli | August | September | Oktober | November | Dezember

Warum mit einer Kreditkarte im Urlaub vieles einfacher wird

Inzwischen bin ich überzeugt davon, dass die Kreditkarte im Urlaub das komfortabelste Zahlungsmittel ist. Weltweit kann man damit im Ausland Geld abheben und hat sein Geld immer dabei. Und nicht nur, um Geld im Urlaub zu haben, ist die Karte ein gutes Zahlungsmittel – auch zuhause entspannt die Kredtikarte viele Situationen im Zahlungsverkehr. Wie zu Beginn bereits erwähnt, ist eine Kreditkarte auch zur Buchung von Flügen, Unterkünften, Hotels oder Mietwagen unerlässlich. Die Vorteile einer solchen Karte liegen auf der Hand:

  • Kreditkarten zur Buchung von Urlaub, Hotel und Flug nutzen
  • Die Kaution für den Mietwagen oder Motorroller über Kreditkarten hinterlegen
  • Das Geld im Urlaub kostenlos abheben und hohe Gebühren bei Wechselstuben sparen
  • Unterwegs bei Ausflügen oder beim Shoppen einfach bargeldlos mit Kreditkarte zahlen
  • Eine Kreditkarte für die Welt – ganz einfach weltweit damit bezahlen

Achtung: Auch wenn es bequem erscheint, die Kreditkarten der Hausbank sind nicht automatisch die Besten, um damit im Urlaub und auf Reisen zu bezahlen. Auch wenn diese Karte in Deutschland ein gutes Zahlungsmittel ist, kann es im Ausland trotzdem bedeuten, dass hohe Auslandgebühren anfallen. Von vielen Kreditkarten-Anbietern wird eine Transaktionsgebühr berechnet, sobald man die Kreditkarte im Ausland nutzt. Anders als bei EC – Karten wird bei vielen Kreditkarten zusätzlich zur Abhebegebühr ein prozentualer Anteil des abgehobenen Betrages berechnet. Das können zwischen 1 bis 4 Prozent sein. Außerhalb der EU kann dies noch teurer werden, denn manche Banken erheben zusätzliche Gebühren das sogenannte Auslandseinsatzentgelt. Um nicht in diese Kostenfalle zu tappen lohnt sich die Anschaffung einer Reise – Kreditkarte. Damit kann man weltweit gebührenfrei Geld in der jeweiligen Landeswährung abheben. Diese Karten gibt es als Debit- oder Prepaid-Karten.

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Mit diesen kostenlosen Kreditkarten gibt es gebührenfrei Geld im Urlaub

Unsere Erfahrung bei Reisen zeigt, dass besonders VISA Kreditkarten in der ganzen Welt am besten akzeptiert werden. Mit VISA Kreditkarten ist das gebührenfreie Abheben von Geld in Landeswährung möglich. Dabei gibt es aus unserer Sicht zwei ganz klare Favoriten unter den Kreditkarten. Die kostenlose Kerditkarte der DKB ermöglicht das kostenlose Geld abheben, weltweit. Die VISA Kreditkarte wird in Kombination mit einem kostenlosen Girokonto angeboten. Dafür muss man nicht die Bank wechseln. Zwei oder drei Girokonten sind in der heutigen Zeit keine Seltenheit. Nach dem Urlaub kann man immer noch entscheiden, ob man das Konto als Reisekonto behält oder ob man mit seinem Konto auch die Bank wechselt.

Eine weitere kostenlose Kreditkarte ist die der Comdirect Bank. Auch hier gibt es die Kreditkarte in Kombination mit einem kostenlosen Giro-Konto. Geld im Urlaub abheben ist auch bei dieser VISA – Kreditarte kostenlos. Es lohnt zusätzlich auf Aktionsangebote der Banken zu schauen. Die Comdirect-Bank bietet phasenweise beispielsweise 100 Aktivitätsbonus bei Abschluss eines Antrags mit an.

Wer trotzdem kein weiteres Girokonto haben möchte, der ist mit der kostenlosen VISA Karte von ICS gut beraten. Auch hier kann man weitweit kostenlos Geld abheben. Die Abrechnung der Visa Karte erfolgt über das bestehende Girokonto und es ist sogar möglich per Ratenzahlung die ausgegebenen Beträge zurückzuzahlen.

TIPP für Inlandsreisende: Wer im Inland Urlaub macht oder auch als Geschäftsreisender im eigenen Land unterwegs ist, der macht sich häufig zu wenig Gedanken über die Zahlung im Inland. Auch hierzulande wird beim Abheben von Bargeld am bankfremden Geldautomaten eine Gebühr fällig. Mit den kostenlosen Reisekreditkarten entfällt diese Gebühr. Deshalb eignen sich kostenlose Kreditkarten auch als Zahlungsmittel im eigenen Land.


Beim Abheben von Geld im Urlaub zusätzliche Fremdgebühren vermeiden

Seit dem 01.06.2016 ist Tatsache, dass die Banken zwar keine eigenen Gebühren berechnen, allerdings muss man Gebühren, die ggf. an den Automaten im Ausland entstehen seit diesem Tag selbst tragen. DKB und Comdirect waren die letzten Banken in Deutschland, die Fremdgebühren erstattet haben. Andere Banken haben schon früher die Erstattung von Gebühren eingestellt. Während einige Sparkassen und Filialbanken gerade Gebühren erhöhen oder einführen, streichen Direktbanken nun also eine Erstattung. Trotz dieser Veränderung ist das DKB Cash Konto von der DKB immer noch eine gute Wahl, um das Abheben von Geld im Urlaub günstig zu gestalten. Die Frage ist nun, wie man die Fremdgebühren im Ausland am Besten reduziert?

  • Man sollte im Urlaub im Ausland eher selten, dafür allerdings hohe Beträge abheben. Damit reduziert man die fixen Fremdgebühren.
  • Ein anderer Weg kann sein, dass man zum Geld abheben unterschiedliche Geldautomaten ausprobiert. Unterschiedliche Geldautomaten heißt auch unterschiedliche Fremdgebühren. Einige Geldautomaten berechnen keine Fremdgebühr.

Arten von Kreditkarten

Je nach Bedarf gibt es unterschiedliche Formen von Kreditkarten. Grundsätzlich unterscheidet man vier Arten von Kreditkarten. Einmal die Charge Kreditkarten, Revolving Kreditkarten, Guthaben Kreditkarten und die Debit Kreditkarten:

  • Charge – Kreditkarten: Charge Kreditkarten sind in Deutschland die bekanntesten Kreditkarten. Um eine Charge Kreditkarte zu erhalten ist eine Bonitätsprüfung und eine positive Schufa-Auskunft notwendig. Je nach Bonität erhält man einen Kreditrahmen über den man als Kreditkarten Inhaber frei verfügen kann. Die Abrechnung der gemachten Umsätze erfolgt einmal im Monat. Dabei wird das Konto der Kreditkarte über das Girokonto ausgeglichen.
  • Revolving – Kreditkarten: Revolving Kreditkarten sind in Deutschland ebenfalls verbreitet. Die Abrechnung erfolgt hier auch monatlich, der Inhaber der Kreditkarte hat allerdings die Möglichkeit eine Ratenzahlung zu tätigen.
  • Prepaid – Kreditkarten: Für den Erwerb einer Prepaid Kreditkarte oder auch Guthaben Kreditkarte ist keine Schufa-Prüfung notwendig. Da hier dem Inhaber anders als bei Charge Kreditkarte und Revolving Kreditkarte kein Kredit gewährt wird, ist keine Bonitätsprüfung notwendig. Der Kreditkarten Inhaber lädt seine Kreditkarte auf indem er einen Betrag in gewünschter Höhe überweist. Ist das Guthaben der Kreditkarte aufgebraucht, kann keine Zahlungen mehr ausgeführt werden. Diese Kreditkarten eignen sich vor allen Dingen für Personen, die keine andere Kreditkarte mehr erhalten (aufgrund Schufa-Einträgen) oder auch für Jugendliche.
  • Debit – Kreditkarten: Bei den Debit Kreditkarten handelt es sich nicht um eine Kreditkarte im eigentlichen Sinn, da die Ausgaben mit dieser Kreditkarte direkt das Girokonto belasten. In Deutschland sind die bekanntesten Debit Kreditkarten die Girocard (als Maestro-Card, Cirrus von MasterCard) oder V PAY (bzw. VISA Electron ober VISA Plus von VISA).

Unterscheidet man die Kreditkarten nach Eigenschaften, dann kann man die Kreditkarten wie folgt einordnen.

  • Kostenlose Kreditkarten : Für diese Karten man keine Jahresgebühr bezahlen. Die Gebühren für Abhebungen von Bargeld sind kostenlos oder sehr gering. Dafür gibt es keine Zusatzleistungen wie z.b. eine Reiserücktrittsversicherung.
  • Gold oder Platin Kreditkarten: Diese Kreditkarten beinhalten oft exclusive Zusatzleistungen. wie z.B. Versicherungsschutz, Bonusprogramme oder den Zutritt zu Flughafen-Lounges. Da sie oft sehr teuer sind, lohnen sich diese Kreditkarten vor allen Dingen für Geschäftsreisende oder Vielflieger.

Geld im Urlaub durch Reisechecks – Auslaufmodell oder sinnvoll?

Im Vergleich EC Karte, Bargeld oder und Kreditkarte sind Reisechecks auf Reisen ins Ausland nicht mehr so gut geeignet. Weltweit werden deutlich weniger Reiseschecks als Zahlungsmittel genutzt und finden sich nicht mehr in jeder Reisekasse. Teilweise werden sie in einigen Ländern nicht mehr anerkannt. Für die Reise in solchen Ländern ist es sinnvoller z.B. eine kostenlose Kreditkarte von der DKB für die Reise anzuschaffen. Einen Vorteil hat die Nutzung eines Reiseschecks: Bei Verlust wird der Wert umgehend ersetzt. Damit sehen wir den Reisescheck als zusätzliches Zahlungsmittel für die Reisekasse im Ausland sehen. Wir bei breitengrad53.de verzichten auf die Mitnahme von Reisechecks auf unseren Reisen. Besser ist es aus unserer Sicht neben der kostenlosen Kreditkarte etwas Bargeld ins Ausland mitzunehmen.

Soll ich in den Urlaub Bargeld mitnehmen?

Ist es sinnvoll Bargeld in die Reisekasse zu stecken, bzw. Bargeld zuvor in Landeswährung umzutauschen und auf die Reise ins Ausland mitzunehmen? Diese Frage wird uns oft gestellt. Die Mitnahme von Bargeld ins Ausland stellt ein Sicherheitsrisiko dar. Unter diesem Aspekt ist Bargeld aus unserer Sicht kein empfehlenswertes Zahlungsmittel auf Reisen. Trotzdem kann es sinnvoll sein Bargeld mitzunehmen. Der Transport zum Hotel, Trinkgeld für den Fahrer oder die ersten Snacks und Getränke im Reiseland können mit dem Bargeld sofort bezahlt werden. Manchmal ist nicht sofort die EC Zahlung möglich und auch kein Geldautomat in der Nähe. Aus unserer Sicht macht es in vielen Ländern Sinn, vorhandenes Bargeld in Euro mitzunehmen und am Ankunftsflughafen zu tauschen, da hier der Wechselkurs deutlich besser ist als zuhause bei der eigenen Bank. Wir empfehlen das Bargeld nie in einem Betrag zu verstecken, um die Reisekasse zu sichern. Lieber kleinere Summen an unterschiedlichen Plätzen platzieren. Gibt es einen Safe im Hotel, dann sollte man diesen nutzen, um sein Bargeld aufzubewahren. Das Bargeld unterwegs, sollte stets am Körper getragen werden.

Nicht in allen Ländern sind Geldautomaten flächendeckend erreichbar. In einigen Dritte-Welt Ländern ist Bargeld in Landeswährung das einzig akzeptierte Zahlungsmittel. Hier sollte man sich vor der Reise in ländlichere Gebiete mit Bargeld eindecken. Am besten mit der kostenlosen Kreditkarte, an einem Geldautomaten einer größeren Stadt. Generell sollte Bargeld auf Reisen eher in geringer Menge in der Reisekasse sein

Geld im Urlaub abheben – nach Ländern

Ägypten

In Ägypten zahlt man mit Ägyptischen Pfund. In Ägypten sollte man das mitgenommene Bargeld in Kairo direkt am Flughafen tauschen oder später unterwegs eine der Wechselstuben aufsuchen, um dort Euro in Ägyptische Pfund zu tauschen. Die Scheine sollten in Ordnung sein, da sie hin und wieder abgelehnt werden. Besitzt man eine Kreditkarte, sollte man sich im Vorfeld über die anfallenden Gebühren informieren und anderenfalls, um Geld im Urlaub abzuheben, eine kostenlose Reisekreditkarte anschaffen. Generell werden in Ägypten Visa und Mastercard Kreditkarten anerkannt.

Angola

Die Landeswährung von Angola ist der Kwanza. US Dollar werden teilweise auch als Zahlungsmittel akzeptiert. In Angola ist es üblich, dass mit Bargeld gezahlt wird. Weder mit Kreditkarten noch Travellerschecks kommt man hier weiter. Nur einige internationale Hotels akzeptieren die Kreditkartenzahlung. Um Bargeld im Land vorrätig zu haben macht es Sinn US Dollar mit einzuführen und vor Ort bei Banken und auf der Straße bei entsprechenden Händlern zu tauschen.

Argentinien

Der Argentinische Peso ist die Landeswährung in Argentinien. Außerdem ist es teilweise möglich mit US Dollar zu zahlen. Neben dem Tauschhandel auf der Straße (nicht zwingend zu empfehlen) kann man sein Geld bei den offiziellen Banken tauschen. Hier sind die Wechselkurse allerdings nicht sehr günstig. Auch wenn man mit US Dollar zahlen möchte muss man in den Läden damit rechnen zuviel zu zahlen. Und selbst für die Abhebung mit einer Kreditkarte berechnen die Banken vor Ort eine Gebühr, die zusätzlich zur Gebühr der Hausbank in Deutschland hinzu kommt. Um wenigstens die Gebühr in Deutschland zu sparen, empfehlen wir die Anschaffung einer kostenlosen Kreditkarte für das Ausland. Zusätzlich lohnt sich eine zweite Kreditkarte, da die Abhebungsverträge pro Kreditkarte oft auf einen bestimmten Betrag limitiert sind.

Australien

In Australien zahlt man mit dem Australischen Dollar. Es lohnt sich die Dollar in Australien umzutauschen, denn sort ist es meistens günstiger als bei der eigenen Bank in Deutschland. In Australien ist es verhältnismäßig einfach Geld am Geldautomaten abzuheben. Flächendeckend findet man die Automaten und kann im Zweifel schnell an einen gelangen. Die Zahlung von Einkäufen, Mietwagen und Co. ist in Australien recht einfach, mit Visa oder Mastercard kann man fast überall zahlen. Üblich sind hier bis zu 2 Prozent Gebühren, die auf den Betrag erhoben werden. Bargeld mit der EC Karte oder der kostenlosen Kreditkarte abzuheben ist hier die bessere Lösung. Die Deutsche Bank bietet hier sogar eine EC Karte an mit der man in Australien kostenlos Geld an den Automaten der Westpac abheben kann.

Bangladesh

In Bangladesh zahlt man mit Taka. Empfehlenswert ist es seine Taka gleich bei der Ankunft in Dhaka in einer Wechselstube zu tauschen, um entsprechendes Bargeld in der Tasche zu haben. Wer es noch entspannter mag, der hebt sein Geld einfach direkt am Flughafen oder in den Großstädten bei einem der Geldautomaten bei der Dutsch-Bangla Bank, Pubali Banl, BRAC Bak oder Standard Charterd Bank ab. In Bangladesh sollte man in jedem Fall auf die Visa-Karte setzen, da nicht jede Mastercard anerkannt wird. Außerdem sollte man darauf achten, dass die Hausbank keine Gebühren für die Geldabhebung im Ausland verlangt. Gute Karten bieten die DKB und Comdirect an.

Belgien

Die Landeswährung in Belgien ist genau wie in Deutschland der Euro. Das macht die Reise nach Belgien sehr entspannt. Geld braucht nicht gewechselt werden. Geldautomaten sind in Belgien ausreichend vorhanden und mit allen gängigen Karten: Visa, Master, EC und Vpay bekommt man Geld im Urlaub in Belgien. Fremdgebühren für das Abheben von Geld gibt es hier nicht. Die einzigen Kosten, die entsehen können sind die, die die eigenen Bank in Deutschland festgelegt hat. Bis zu 5 Euro pro Abhebung können das sein. Am besten beschafft man sich eine kostenlose Kreditkarte mit der man kostenlos Bargeld abheben kann. Die bargeldlose Zahlung der Einkäufe ist gebührenfrei. Mit Kreditkarte oder EC Karte kann man in Einkaufsmärkten entspannt mit EC Karte zahlen.

Bhutan

Die offizielle Währung in Bhutan ist der Ngultrum. Im Land wird mit Bargeld gezahlt, weshalb es unbedingt notwendig ist direkt am Flughafen Euros in Bargeld zu tauschen. Nur wenige Hotels bieten die Zahlung mit Kreditkarte an. Dafür kommt man in Bhutan mit Travellerschecks weiter.

Bolivien

Der Boliviano ist die Landeswährung Boliviens. Zusätzlich kann man in Bolivien auch mit US Dollor zahlen. In Boliven empfielt es sich Bargeld dabeizuhaben. Dabei lohnt es sich statt Euro lieber US Dollar mitzunehmen, da hier der Wechselkurs besser ist. Entweder führt man US Dollar zum Tauschen in Wechselstuben oder bei den Händlern auf der Straße mit. Zur eigenen Sicherheit sollte man bei den Straßenhändlern nur kleinere Summen tauschen. Ich empfehle den Bargeldbedarf gleich am Flughafen abzuheben. Sowohl Kreditkarten Visa und Mastercard als auch die Maestro Karte funktionieren hier. Auch in Großstädten findet man die Geldautomaten. Um die Gebühren zu sparen lohnt es sich über eine kostenlose Reise Kreditkarte nachzudenken bei der Abhebungen im Ausland kostenlos sind. Im ländlichen Raum sollte man auf jeden Fall Bargeld dabeihaben.

Botswana

Die offizielle Währung in Botswana ist der Pula. Auch US Dollar werden in Botswana akzeptiert. Wenn man in Botswana einreist muss man angeben wieviel Geld man mit ins Land hereinbringt. Genausoviel Geld darf man bei der Ausreise wieder mitnehmen. In Botswana ist es nicht zwingend notwendig Pulas zu tauschen, da sich große Teile der Reise im Vorfeld bezahlen lässt. Sollte man doch Geld benötigen, dann ist es vor Ort in den großen Städten möglich mit einer Visa Karte Bargeld abzuheben oder in den Wechselstuben Bargeld zu tauschen. Am besten besorgt man sich im Vorfeld eine kostenlose Kreditkarte, um die Auslandgebühren zu umgehen. Nach wie vor erheben hier einige Banke hohe Gebühren, die nicht sein müssen.

Brasilien

Offizielle Landeswährung in Brasilien ist der Brasilianische Real. Sobald man gelandet ist, kann man am Flughafen seine mitgebrachten Euros in die Landeswährung tauschen. Wer sich besser fühlt und die Sicherheit braucht, der kann auch bei den Banken in Deutschland Brasilianische Reals eintauschen und gleich mitnehmen. Oder für den Bargeldbedarf US Dollar einpacken, um diese vor Ort zu tauschen. Grundsätzlich ist man in Brasilien gut beraten sowohl Bargeld als auch Kreditkarte dabei zu haben. Hier lohnt es sich über eine Kreditkarte ohne Auslandsgebühren nachzudenken. Vor Ort hebt man seinen Geldbedarf einfach bei einem der Geldautomaten in Brasilien ab – das ist deutlich günstiger vom Wechselkurs. In Ballungscentren findet man die Geldautomaten flächendeckend. Visa, Mastercard und Maestro Karte werden hier anerkannt – allerdings ist nicht jeder Geldautomat für internationale Karten ausgelegt. Am besten beraten ist man mit der Citibank Brasil oder HSBC, die zusätzlich sicherer sein sollen als andere Banken.

Chile

Offizielle Währung in Chile ist der Chilenische Peso. In Chile kann man bei Banken oder auch in Wechselstuben Geld tauschen, allerdings sollte man beachten, dass diese nicht überall verfügbar sind. Bevor man sich also auf den Weg in ländlichere Regionen macht, sollte man sich entsprechend mit Bargeld ausstatten. Meine Empfehlung: Gleich am Flughafen in Santiago Geld abheben! Hier muss man allerdings mit Fremdabhebegebühren einiger Chilenischer Banken rechnen. Bei der Banco del Estado und die Scotia Bank Chile ist dies kostenlos. Akzeptiert werden Visa, Master und Maestro Karten. Um dann auch die Gebühren der eigenen Bank zu umgehen, lohnt es sich eine Reise – Kreditkarte von der DKB oder Comdirekt Bank anzuschaffen. Hier werden keine Gebühren für Auslandsabhebungen fällig.

China

In China zahlt man mit Yuan. Wer möchte kann bereits in China seine Euros am Flughafen in Yuan tauschen. Der Kurs ist überall in China fast gleich. Insofern macht es keinen Unterschied wo man in China sein Geld tauscht. Zusätzlich lohnt es sich auf jeden Fall eine Kreditkarte ohne Auslandsgebühren anzuschaffen. Damit bekommt man in allen größeren Städten bei der Citibank China, Industrial and Commercial Bank of China sowei bei der Bank of China Bargeld. Diese akzeptieren sowohl Visa als auch Mastercard.

Costa Rica

Die Landeswährung in Costa Rica sind die Colones. Meine Erfahrung in Costa Rica ist, dass es sich lohnt direkt am Flughafen mit der kostenlosen Kreditkarte erstes Bargeld abzuheben. Auch gilt, dass es günstiger ist, sich das Geld im Inland zu beschaffen und nicht im Vorfeld bei der Bank in Deutschland. Die Verbeitung von Geldautomaten ist in Costa Rica zwar ganz gut, allerdings in Ausnahmen nicht flächendeckend gewährleistet. Gerade wenn man in ländlichen Regionen unterwegs ist. Insorfern lohnt es sich einen Vorrat an Bargeld dabei zu haben. Mitgenommene Euro kann man bei der Banco de Costa Rica, der Banco Nacional de Costa Rica bei privaten Banken z.B. Scotiabank Costa Rica oder BAC Costa Rica tauschen. Mit der Visa oder Mastercard Kreditkarte kann man in Costa Rica Geld abheben. In den großen Städten findet man ausreichen Geldautomaten, die die Kreditkarten akzeptieren.

Curacao

Auf Curacao bezahlt man mit den Antillischen Gulden. Um an diese zu gelangen lohnt es sich eine Kreditkarte mitzunehmen mit der man an den Geldautomaten auf Curacao einfach Bargeld abhebt. Visa und Mastercard werden hier akzeptiert. Man sollte darauf achten, dass durch die Nutzung der Kreditkarte keine Auslandsabhebegebühren entstehen. Dies kann man im Vorfeld mit der eigenen Bank in Deutschland klären. Die DKB oder Comdirekt Bank bieten diese kostenlose Kredtitkarten an, mit denen man im Ausland gebührenfrei Geld abheben kann. Man kann nach Curacau aber auch bereits in Deutschland gewechseltes Geld mitnehmen oder man tauscht seine Euros vor Ort bei einer Bank in Antillische Gulden oder in US Dollar um. In der Regel kommt man auch mit dieser Währung weiter.

Dänemark

Die Landeswährung in Dänemark ist die dänische Krone. In einigen Touristenorten kann man auch mit Euros zahlen, bekommt das Wechselgeld dann in dänischen Kronen zurück. Aus meiner Sicht ist es für eine Reise nach Dänemark nicht notwendig im Vorfeld Dänische Kronen einzutauschen, denn in Dänemark kann man mit EC Karte oder Kreditkarte entspannt bargeldlos zahlen. Wer möchte kann natürlich trotzdem in Dänemark in Wechselstuben oder Banken problemlos Geld tauschen. Für diejenigen, die sich mit Bargeld in der Tasche besser fühlen, bieten deutsche Banken ebenfalls den Umtausch an – meist mit Voranmeldung. Alternativ kann man mit der Mastercard, Visa und die Vpay – oder Maestro Karten in Dänemark an den Geldautomaten Geld abheben. Das ist dann deutlich entspannter und bedarf keiner großen Vorbereitung. Wer bei bei seiner Hausbank zu hohe Gebühren zahlen müsste, der sollte über die Anschaffung einer kostenlosen Kreditkarte in nachdenken. Damit werden Abhebungen in Dänemark kostenlos.

Dominikanischen Republik

Die Landeswährung in der Dominikanischen Republik ist der Peso aber auch US Dollar werden als Zahlungsmittel akzeptiert. Wer Geld tauschen möchte kann dies nur direkt vor Ort in den Wechselstuben der Hotels, in Einkaufszentren und am Flughafen. Man sollte immer nur soviele Peso tauschen wie man tatsächlich braucht, da der Rücktausch oft nur zu deutlich schlechteren Kursen möglich ist. Die andere Alternative ist das Geld an einem der zahlreichen Geldautomaten abzuheben. Je nach eigener Hausbank kann dies allerding mit hohen Gebühren einhergehen. Die sinnvollere Möglichkeit ist die Anschaffung einer Reise-Kreditkarte mit der man im Ausland gebührenfrei Geld abheben kann. Visa oder Masterkarten werden in der Dominikanischen Republik akzeptiert.

Ecuador

In Equador bezahlt man heute in US Dollar. Für Equador empfehle ich:

  1. In Deutschland US Dollar zu tauschen und direkt mitzunehmen
  2. US Dollar mit Visa, Master oder Maestro Karte direkt in Ecuador am Geldautomaten abzuheben (Vpay Girokarten funktionieren nicht)

Direkt am Flughafen oder in den größeren Städten wie Quito, Santo Domingo oder Guayaqui gibt es Geldautomaten. Equador ist ein Land wo sich zwei Kreditkarten lohnen, denn entweder findet man hier Automaten, die die Mastercard akzeptieren (Banco del Pacifico) oder Automaten, die die Visacard (Banco de Guayaquil) akzeptieren. Am besten darauf achten, dass die Kreditkarte keine Auslandsabhebegebühren verursacht. DKB oder Comdirekt bieten diese Karten an und machen meiner Erfahrung nach sehr viel Sinn.

El Salvador

In El Salvador zahlt man seit 2001 mit US Dollar. Da sich in El Salvador in allen größeren Städten Bankautomaten sind, ist es nicht zwingend notwendig größerer Bargeldvorräte mitzunehmen. Wobei sich ein kleiner Betrag natürlich immer lohnt. Diesen tauscht man entweder in Deutschland bei der eigenen Bank oder vor Ort. Sinnvoll dagegen ist die Mitnahme einer Kreditkarte. Es werden Visa und Mastercard akzeptiert. Wer bereits eine Kreditkarte besitzt, sollte vorher prüfen, ob die Bank in Deutschland Gebühren für das Abheben im Ausland erhebt. Falls das so sein sollte, lohnt es sich eine neue Kreditkarte anzuschaffen, bei der diese Gebühren nicht erhoben werden. DKB und Comdirekt bieten eine solche Kredtitkarte an.

England

Das Zahlungsmittel in England sind Pfund Sterling. Aus meiner Sicht ist es nicht notwendig bei einer Reise nach England im Vorwege Geld zu tauschen. Wer dies allerdings möchte, kann das bei seiner Hausbank erledigen. In England gibt es ein gut ausgebautes Netz an Geldoutomaten, so dass man selbst mit der Maestro-Karte vor Ort Geld abheben kann. Allerdings kann das mit hohen gebühren der Hausbank einhergehen. Das sollte man vor Abreise direkt mit der eigenen Bank klären. Um die Gebühren zu umgehen, lohnt sich die Anschaffung einer Reise-Kreditkarte, die von vielen Direktbanken kostenlos angeboten wird. Bei einigen Anbietern entfallen die Auslandsabhebegebühren.

Estland

In Estland zahlt man genau wie in Deutschland mit dem Euro. Das macht es sehr bequem nach Estland zu reisen.Außerdem ist die Dichte an Geldautomaten in Estland sehr hoch und das Geldabheben ist ein Kinderspiel. Deshalb würde ich neben einer überschaubaren Menge Bargeld eher dazu tendieren das Geld in Estland direkt abzuheben. Visa, Mastercard, Maestro und Vpay Karten funtionieren hier alle. Bei den meisten Banken fallen keine Fremdabhebegebühren an. Einzig die Gebühren ihrer Hausbank in Deutschland können ein Loch in die Reisekasse reißen. Deshalb gilt es im Vorfeld zu klären, wie hoch die Gebühren ausfallen. Ich empfehle im Zweifel immer eine kostenlose Kreditkarte der DKB und der Comdirect Bank. Hier entfallen Gebühren für das Geldabeben im Ausland. In den Geschäften kann man direkt bargeldlos mit EC- oder Kreditkarte zahlen – ganz ohne Gebühren.

Finnland

In Finland zahlt man wie in Deutschland mit dem Euro. Das macht die Reiseplanung schon im Vorfeld sehr entspannt. Am besten hebt man bei Ankunft am Flughafen in Helsinki einen Bargeld-Betrag ab. Visa, Mastercard, Maestro und Vpay Karten funtionieren hier alle. Bei den meisten Banken fallen keine Fremdabhebegebühren an. Nur die Gebühren der Hausbank in Deutschland sollte man im Vorfeld abklären. Um hohe Gebühren zu vermeiden lohnt sich die Anschaffung einer kostenlosen Kreditkarte, die keine Auslandsabhebegebühren verursacht. DKB und Comdirect Bank bieten diese an. In den Geschäften zahlt man einfach bargeldlos mit EC-Karte – ganz ohne Gebühren.

Frankreich

In Frankreich zahlt man wie in Deutschland mit dem Euro. Das macht die Reiseplanung sehr entspannt, denn man braucht sich über das Geld wechseln keine Gedanken zu machen. Am besten hebt man bei Ankunft am Flughafen z.B. in Paris das gewünschte Bargeld ab. Visa, Mastercard, Maestro und Vpay Karten funtionieren hier alle. Fremdabhebegebühren fallen bei den Banken nicht an. Nur die Gebühren der Hausbank in Deutschland sollte man im Vorfeld abklären. Um hohe Gebühren zu vermeiden lohnt sich die Anschaffung einer kostenlosen Kreditkarte, die keine Auslandsabhebegebühren verursacht. DKB und Comdirect Bank bieten diese an. Auch das Abheben von BArgeld mit EC-Karte ist je nach Bank kostenfrei. Beispielsweise hat die Deutsche Bank eine Kooperation mit BNP Paribas. Die Targobank kooperiert mit Credit Mutuel und der CIC Bank. In den Geschäften zahlt man einfach bargeldlos mit EC-Karte – ganz ohne Gebühren.

Georgien

In Georgien zahlt man mit georgischen Lari. Da es in Georgien besonders in ländlichen Regionen vorkommen kann, dass keine Geldautomaten verfügbar sind, empfielt es sich Bargeld mitzunehmen oder abzuheben. Euro und US Dollar kann man in den Wechselstuben in Georgien umtauschen. Da es hier aber manchmal zu Schummeleien in den Wechselstuben kommt, empfehle ich direkt nach der Ankunft in einer größeren Stadt wie Tiflis oder am Flughafen Bargeld am Automaten abzuheben. Visa, Master und Maestro Karten werden akzeptiert. Bei den meisten Banken fallen keine Gebühren an. Allerdings sollte man sich im Vorfeld vergewissern, dass auch die Hausbank in Deutschland keine Abhebegebühren verlangt. Wer ganz sicher sein möchte, beantragt spätestens 3-4 Wochen vor Urlaubsbeginn eine kostenlose Kreditkarte bei der DKB oder Comdirektbank. Hier entfallen Abhebegebühren.

Griechenland

In Griechenland zahlt man wie in Deutschland mit dem Euro. Das macht die Reiseplanung sehr entspannt, denn man braucht sich über das Geld wechseln keine Gedanken zu machen. Am besten hebt man bei Ankunft am Flughafen z.B. in Athen das gewünschte Bargeld ab. Visa, Mastercard, Maestro und Vpay Karten funtionieren hier alle. Fremdabhebegebühren fallen bei den Banken nicht an. Nur die Gebühren der Hausbank in Deutschland sollte man im Vorfeld abklären. Um hohe Gebühren zu vermeiden lohnt sich die Anschaffung einer kostenlosen Kreditkarte, die keine Auslandsabhebegebühren verursacht. DKB und Comdirect Bank bieten diese an. Auch das Abheben von Bargeld mit EC-Karte ist je nach Bank kostenfrei.

Guatemala

In Guatemala zahlt man entweder mit Guatemala Quetzal oder in touristischen Regionen mit dem US Dollar. Empfehlenswert ist das Geld entweder gleich am Flughafen einzutauschen oder mit Visa und Mastercard am Geldautomaten in Guatemala Geld abzuheben. Um hohe Abhebegebühren zu vermeiden, lohnt es sich eine Kreditkarte mitzunehmen, bei der keine Auslandsabhebegebühren berechnet werden. Einige Banken in Deutschland, wie z.B. die DKB oder die Comdirect Bank bieten diese kostenlos an.

Honduras

Offizielles Zahlungsmittel in Honduras ist der Honduranische Lempira. Wer Bargeld benötigt sollte US Dollar für den Umtausch mitnehmen – in kleineren Banknoten. Allerdings ist die Mitnahme von großen Bargeldmengen grundsätzlich nicht notwendig. In Honduras hat sich das Netz an Geldautomaten in den letzten Jahren sehr gut weiterentwickelt, so dass man nicht nur in absoluten Großstädten Geldautomaten findet. Hier werden Visa und Mastercard akzeptiert. Wer gebührenfrei in Honduras Geld abheben möchte, der sollte sich über eine kostenlose Reisekreditkarte informieren, denn damit reist es sich sehr bequem durch Honduras.

Indien

In Indien wird mit der indischen Rupie gezahlt. In Indien selbst kann man die Rupien in Banken und Wechselstuben eintauschen. Wobei die Wechselstuben häufig bessere Kurse anbieten. Hier sollte man die Quittung aufheben, da diese für den Rücktausch benötigt wird. Wer nach Indien Reisechecks mitnimmt, der sollte diese in US-Dollar ausstellen lassen. Der einfachste Weg in Indien an Bargeld zu gelangen ist meiner Meinung nach die Abhebung an einem der vielen Geldautomaten entweder mit EC oder Kreditkarte. Aufgrund hoher Auslandsabhebegebühren ist es sinnvoll eine kostenlose Kreditkarte anzuschaffen bei der keine Auslandsgebühren anfallen. Diese erfeuen sich immer größer werdenenden Beliebtheit unter Reisenden.

Indonesien

In Indonesien wird mit der Rupiah bezahlt. Meine Erfahrung auf Bali war, dass man am entspanntesten mit einer Kreditkarte im Gepäck reist. Theoretisch ist es auch möglich Bargeld einzuführen, um auch die Einreisegebühren am Flughafen davon zu bezahlen. Allerdings können diese Gebühren ebenfalls mit einer Kreditkarte beglichen werden. Eine EC Karte in Indonesien zu nutzen macht meiner Meinung nach weniger Sinn. Da die Abhebebeträge begrenzt sind, ist man während des Urlaubs gezwungen öfter Geld zu holen. Und das kann mit den Gebühren einer EC-Karte sehr schnell, sehr teuer werden. Die Anschaffung einer kostenlosen Kreditkarte für die Reise lohnt sich für Indonesien auf jeden Fall. Es entfallen die Auslandsabhebegebühren. Zusätzlich sollte man sich überlegen eine zweite Kreditkarte zuzulegen. Gerade auf reisen kann es passieren, dass eine Kreditkarte kaputt geht oder nicht anerkannt wird. Mit einer zweiten Karte ist man immer auf der sicheren Seite.

Irland

In Irland zahlt man sowohl mit Pfund Sterling (Britische Pfund) und auch mit Euro. Gerade in Nordirland ist das Pfund die akzeptierte Währung. Um dort zahlen zu können benötigt man britische Pfund. Diese kann man vor Ort in Banken und Wechselstuben und Banken eintauschen. Außerhalb von Nordirland ist auch die Zahlung mit EC-Karte, mit Maestro- oder Cirrus-Symbol möglich – sogar gebührenfrei. Wer sich in Nordirland befindet, der muss damit rechnen, dass die Hausbank Gebühren erhebt. Auf der sicheren Seite ist man hier mit einer kostenlosen Kreditkarte, die keine Auslandsabhebegebühren verursacht. Wenn noch 3-4 Wochen Zeit bis zum Urlaub sind, dann lohnt sich die Beantragung jetzt noch.

Island

In Island zahlt man mit isländischen Kronen. Sich im Vorfeld mit isländischen Kronen einzudecken halte ich für nicht notwendig. Es ist relativ schwierig und teuer diese vor dem Urlaub zu beschaffen. Einfacher hingegen ist es, direkt bei Ankunft am Flughafen einern ersten Vorrat an isländischen Kronen zuzulegen. Mastercard, Visa und Vpay– oder Maestro-Girokarten werden hier akzeptiert. Island ist ein Land bei dem die inländischen Banken beim Abheben eine Fremdabhebegebühr von etwa einem Euro berechnen. Zusätzlich kommen noch die Gebühren der eigenen Bank hinzu. Um diese Gebühren wenigstens zu vermeiden, lohnt es sich eine Kreditkarte anzuschaffen, die ohne Auslandsabhebegebühren auskommt. Viele Anbieter bieten diese Karten kostenlos, ohne Grundgebühren an.

Italien

Die einstige italienische Währung Lira wurde 2002 durch den Euro ersetzt. Das vereinfacht die Reiseplanung, denn man braucht sich über das Geld wechseln keine Gedanken zu machen. Am besten hebt man bei Ankunft am Flughafen z.B. in Rom das gewünschte Bargeld ab. Visa, Mastercard, Maestro und Vpay Karten funtionieren hier alle. Fremdabhebegebühren fallen bei den Banken nicht an. Nur die Gebühren der Hausbank in Deutschland sollte man im Vorfeld abklären. Um hohe Gebühren zu vermeiden lohnt sich die Anschaffung einer kostenlosen Kreditkarte, die keine Auslandsabhebegebühren verursacht. Einige Direktbanken bieten diese an.

Kambodscha

In Kambodscha zahlt man im ländlicheren Raum mit Riel oder vielfach auch mit US Dollar. In der Regel ist es einfach sich auch mit US Dollar durch Kambodscha zu bewegen. In Kambodscha gibt es in allen größeren Städten z.B. Phnom Penh, Siem Reap oder Sihanoukville, Geldautomaten an denen man sich mit Bargeld versorgen kann. Mit Visa oder MAstercard kommt man in Kambodscha sehr gut zurecht. Dabei sollte man nur darauf achten, dass man bei der eigenen Bank keine Gebühren für Auslandsabhebungen zahlen muss. Dies geht am besten mit einer kostenlosen Reise-Kreditkarte. Außerdem sollte man darauf achten, dass die Bank im Landesinneren keine zusätzlichen Gebühren verlant. Bisher ist dies nur noch bei der Canadia Bank und Union Commercial Bank der Fall.

Kanada

Die Landeswährung in Kanada ist der kanadische Dollar. Wer bei einer solchen Reise gern Bargeld dabei hat, kann in deutschen Banken Euros in kanadische Dollar eintauschen. Aber auch in den Wechselstuben in Kanada ist dies möglich – diese bieten oft fairere Kurse als die Banken an. Noch entspannter ist es in Kanada am Geldautomaten Geld abzuheben. Die Abdeckung mit Geldautomaten ist in den Ballungsräumen und Großstädten von Kanada sehr gut. Anerkannt werden Kreditkarten und Maestrokarten. V-Pay Karten werden in Kanada nicht anerkannt. Es lohnt sich im Vorfeld einmal die Gebührentabelle der eigenen Bank anzuschauen, um Zusatzkosten beim Geldabheben mit Ec- oder Kreditkarte zu vermeiden. Auf der sicheren Seite ist man mit einer kostenlosen Reise – Kreditkarte. Wer in Kanada vorhat in entlegene Gebiete zu reisen, der sollte sich vorher am Flughafen mit Bargeld eindecken, da Geldautomaten dann nicht mehr so einfach zu finden sind.

Kuba

Die Landeswährung in Kuba sind Kubanische Peso. Allerdings zahlen in dieser Währung auf Kuba nur die Einheimischen. Das ist eine Besonderheit auf Kuba. Touristen zahlen mit dem Peso convertible, der an den US Dollar gebunden ist. Manchmal ist es während der Reise in Kuba etwas schwieriger an Geld zu kommen. Deshalb macht es Sinn direkt am Flughafen mit seiner kostenlosen Kreditkarte Geld abzuheben, um entsprechend Bargeld in der Tasche zu haben. Wenn man Euros eintauscht muss man mit einer zusätzlichen Steuer rechnen. Um wenigstens die Abhebegebühren bei der eigenen Bank zu sparen, lohnt es sich deshalb eine kostenlose Reise – Kreditkarte anzuschaffen. Dabei ist besonders die Kreditkarte der DKB für Kuba geeignet. Diese funktioniert auf Kuba gut.

Laos

In Laos zahlt man mit Kip. Aber auch mit der thailändischen Währung Baht und dem US Dollar kann man hier zahlen. Bei den lokalen Läden werden in der Regel nur Kip akzeptiert. Wie in vielen Anderen Ländern ist es günstiger die Kip vor Ort zu tauschen. Dafür nimmt man am besten Euros und US Dollar mit nach Laos, da nicht in allen Wechselstuben Euros akzeptiert werden. Die Abdeckung mit Geldautomaten ist in Laos nicht überall gegeben. Automaten, die Kreditkarten akzeptieren gibt es nur in Vientiane. Bei der BCEL Bank kann man bis zu 700.000 Kip ( etwa 65 Euro) auf einen Schlag abheben. Die BCEL Bank erhebt dafür Fremdgebühren – etwa 3 Prozent auf den Auszahlungsbetrag. Damit nicht noch Gebühren von der heimischen Bank hinzukommen, sollte man sich im Vorfeld dort informieren und ggf. eine kostenlose Reise – Kreditkarte bei der DKB oder comdirekt Bank anfordern. Damit werden die Auslandsabhebungen kostenlos.

Mexiko

Die offizielle Währung in Mexiko ist der mexikanische Peso. Sowohl mit den mexikanischen Pesos als auch mit US Dollar kann man im Urlaub in Mexiko bezahlen. Meistens ist es günstiger bei der einheimischen Währung zu bleiben. In Mexiko bekommt man den besten Wechselkurs am Geldautomaten. Mastercard, Visa und Maestrokarten werden hier aktzeptiert. Vpay-Karten kann man in Mexiko nicht verwenden. Achtung: In Mexiko sollte man beim Geldabheben besonders auf Sicherheit achten. In jedem Fall sollte man seine PIN bei der Eingabe verdecken. Geldautamaten sind in Mexiko flächendeckend vorhanden. Ob HSBC und Banco Santander oder die Scotiabank und Banamex – diese findet man überall. Mit Fremdabhebegebühren bei den mexikanischen Banken muss man hier auf jeden Fall rechnen. Um wenigstens die Gebühren zuhause bei der eigenen Bank zu sparen, lohnt es sich über eine kostenlose Kreditkarte nachzudenken.

Neuseeland

Die offizielle Währung in Neuseeland ist der Neuseeland Dollar. Es lohnt sich die Dollar in Neuselland umzutauschen, denn sort ist es meistens günstiger als bei der eigenen Bank in Deutschland. Hier wird eine pauschale Gebühr verlangt. Aber in Neuseeland ist es sehr einfach Geld am Geldautomaten abzuheben. Maestro Karten und Kreditkarten werden hier akzeptiert. Flächendeckend findet man die Automaten und kann im Zweifel schnell an einen gelangen. Bargeld mit der EC Karte oder der kostenlosen Kreditkarte abzuheben ist hier die beste Lösung. Die Deutsche Bank bietet hier sogar eine EC Karte an mit der man in Neuseeland kostenlos Geld an den Automaten der Westpac abheben kann.

Niederlanden

Die Landeswährung in den Niederlanden ist genau wie in Deutschland der Euro. Das macht die Reise in unser Nachbarland sehr entspannt. Geld braucht nicht gewechselt werden. Geldautomaten sind in den Niederlanden ausreichend vorhanden und mit allen gängigen Karten: Visa, Master, EC und Vpay bekommt man Geld im Urlaub in den Niederlanden. Fremdgebühren für das Abheben von Geld gibt es hier nicht. Die einzigen Kosten, die entsehen können sind die, die die eigenen Bank in Deutschland festgelegt hat. Bis zu 5 Euro pro Abhebung können das sein. Die Zahlung der Einkäufe ist kostenlos. Mit Kreditkarte oder EC Karte kann man in Einkaufsmärkten einfach zahlen. Am besten beschafft man sich eine kostenlose Kreditkarte mit der man kostenlos Bargeld abheben kann. Die Einkäufe zahlt man am besten mit der eigenen EC Karte.

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Mit dem Wohnmobil nach Kroatien

Lasst uns doch mit einem Wohnmobil nach Kroatien fahren! Die Idee für den nächsten Urlaub in den Ferien war schnell gefunden. Und auch das Ziel, obwohl wir ursprünglich in die Toskana wollten. Doch Italien schien uns in den Sommerferien zu überlaufen. Und Kroatien gilt immer noch als Geheimtipp: Tolle Natur, günstige Preise, gutes Wetter. Also Wohnmobil beladen, einsteigen und los. Eine Fahrt ins Blaue beginnt, bei der nur das Ziel feststeht.

Lasst uns doch mit einem Wohnmobil nach Kroatien fahren! Die Idee für den nächsten Urlaub in den Ferien war schnell gefunden. Und auch das Ziel, obwohl wir ursprünglich in die Toskana wollten. Doch Italien schien uns in den Sommerferien zu überlaufen. Und Kroatien gilt immer noch als Geheimtipp: Tolle Natur, günstige Preise, gutes Wetter. Also Wohnmobil beladen, einsteigen und los. Eine Fahrt ins Blaue beginnt, bei der nur das Ziel feststeht.

7,5 Meter lang – Unser rollendes Hotelzimmer

Doch zunächst müssen wir unser Wohnmobil beziehen. Der 7,5 Meter lange Riese hat gerade mal 20 Kilometer auf dem Tacho, als wir den TUI-Camper in Lüneburg in Empfang nehmen. Er bietet Platz für vier Personen. Ein Doppelbett im Fond des Fahrzeugs und ein Doppelbett in der Mitte, das via Elektromotor bis unter das Fahrzeugdach gefahren werden kann und so keinen Platz im Wagen wegnimmt. Ansonsten hat der IXEO Time IT 726G alles, was ein fahrendes Hotelzimmer braucht: Küche, Bad, Dusche und eine Sitzecke für vier Personen mit Esstisch und Blick auf einen Flat-TV.

mit dem wohnmobil nach kroatien - Joerg Baldin - Mosel (1 von 5)

Der TUI-Camper war unser fahrendes Hotelzimmer. Mit dem Wohnmobil nach Kroatien in 14 Tagen. (Fotos: Jörg Baldin)

Die Reise startet am Samstagmorgen. Das erste Ziel? Unbekannt. Wir fahren in Richtung Mosel und suchen uns dort einen Campingplatz. Extra dafür habe ich mir eine App auf meinem Smartphone installiert, die die meisten Campingplätze auf unserer Tour kennt. Eine gute Idee, wie sich im Verlauf der Reise herausstellt. Mit dem „Bären-Camp“ in Bullay an der Mosel steht unser erster Ziel, etwa 570 Kilometer von Hamburg entfernt, fest. Auf der mehr als acht Stunden dauernden Fahrt lernen wir vor allem die Maße des Wohnmobils kennen, denn auf der Stecke vorbei an Bremen, Münster, Osnabrück, Köln und am Nürburg-Ring sind es vor allem die engen Baustellen der A1, die einem noch das Fürchten lernen.

Nach acht Stunden erreichen wir die Mosel

Nach etwa acht Stunden Fahrtzeit haben wir die Mosel erreicht. Der kleine Ort Bullay empfängt uns mit strahlendem Sonnenschein und die Mosel mit spiegelglatter Wasseroberfläche. Fast zu schön für Deutschland, könnte man denken. Beinahe schon kitschig. Der Campingplatz, wie wir im Laufe unserer Tour erfahren, ist recht klein und sehr ruhig. Unser Stellplatz liegt direkt am Fluss. Relativ schnell ist das Wohnmobil in Parkposition gebracht, Markise rausgekurbelt, Tische und Stühle sowie Gasgrill und –flasche aus dem hinteren Stauraum geholt und die Fahrräder vom Gepäckträger genommen.

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mit dem wohnmobil nach kroatien - Joerg Baldin - Mosel (1 von 5)

Der TUI Camper auf unserer Reise war vom Typ Family-Standard und ausgestattet mit allem, was man für eine Reise mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern benötigt. Die Vermietung erfolgte über McRent in Brietlingen / Lüneburg.

Ein Camper mit dem TUI Optimalpaket bei dem TUI-Qualitätspartner McRent kostet für eine Woche ab EUR 735.

Das Optimalpaket beinhaltet:

  • Vollkaskoschutz mit Erstattung der Selbstbeteiligung
  • Haftpflichtversicherung mit mind. 7,5 Mio. € Deckungssumme
  • Unbegrenzte Kilometer
  • Bereitstellungsgebühr
  • Fahrzeugausstattung
  • Campingtisch und -stühle

Buchbar über TUI Camper

Noch viel wichtiger ist der Stromanschluss, der mittels einer Kabeltrommel und den entsprechenden Adaptern ein Kinderspiel ist. Routinearbeiten eines Campers nach erfolgreicher Ankunft auf dem Campingplatz. Was heute noch sehr lange dauert, wird im Laufe des Urlaubs perfektioniert. Und weil es so schön ist, wird auch die Satellitenschüssel ausgefahren, die sich von ganz alleine den richtigen Satelliten sucht, damit wir auch den Fernseher im Camper ausprobieren können. Camper-Herz, was willst Du mehr?

 

Am nächsten Tag wird nach einem fabelhaften Frühstück an der Mosel alles wieder im Wohnmobil verstaut. Unser nächstes Ziel soll der Bodensee sein. Wieder fahren wir einfach los, ohne zu wissen, wo genau wir die nächste Nacht verbringen. Dennoch haben wir eine Änderung in unserem Reiseplan. Anstatt der einen Nacht mit anschließender Weiterfahrt haben wir uns für eine weitere Übernachtung am Bodensee entschieden. Was bringt einem eine schöne Tour durch Deutschland, wenn man alles nur von der Autobahn aus sieht? Und der Bodensee, der immerhin drei Länder berührt, ist immer eine Reise wert. So kommen wir mit Hilfe der App an einem schönen Campingplatz am Bodensee an, der leider belegt ist. Ein Platz weiter haben wir Glück.

Bäume sind der natürliche Feind für Wohnmobile

Wir finden ein Platz für zwei Nächte auf dem Campinglatz Schloß-Kirchberg in der Nähe von Hagnau und können unseren Camper wieder in Parkposition bringen. Allerdings ohne TV-Empfang, denn ein Baum stört die Verbindung zum Satelliten. Ein immer wiederkehrendes Problem für Camper, wie wir den Rest der Reise erfahren werden. Bäume sind der natürliche Feind für Wohnmobile und Wohnwagen. Ein weiterer Feind sind Straßen. Nach der ersten ruhigen Nacht an der Mosel ist dieser Stellplatz in unmittelbarer Nähe einer vielbefahrenen Straße, die so laut ist, dass die beiden Camper neben uns nach der ersten Nacht die Flucht antreten und weiter nach Österreich fahren. Wir nicht, wir bleiben!

Nachdem am Stellplatz alles klar ist, folgt der lang ersehnte Sprung in den Bodensee und danach ein neues Familienritual: Der Gasgrill wird angefeuert und mit Thüringer Bratwurst belegt. Abendessen auf einem Campingplatz.

 

Unseren Tag am Bodensee verbringen wir zunächst mit einer Bootsfahrt in Richtung Mainau. Die Blumeninsel ist zu dieser Jahreszeit das Ziel vieler Urlauber. Mein letzter Besuch von Mainau war 1987, seitdem ist viel passiert. Auch wenn ich mich nur noch schemenhaft an die Insel erinnern kann. Mainau ist die drittgrößte Insel im Bodensee und seit 1974 in adligem Besitz. Graf Lennart Bernadotte hat die Insel gekauft und in die extra gegründeten „Lennart-Bernadotte-Stiftung“ überführt. Auch heute noch wohnt der Graf mit seiner Frau Sandra Gräfin Bernadotte auf der Insel. Bei gefühlt 40 Grad im Schatten ist ein Spaziergang mit zwei Kindern sehr mühsam und endet abrupt an dem 100 Quadratmeter großen Mainauer Kinderland „Wasserwelt“ mit vielen Wasserbecken und eben viel Wasser. Viele Eltern wussten das und haben für die Kinder Wechselkleidung mitgenommen. Wir nicht! Was auch bei diesen Temperaturen nicht schlimm war.

Nur mühsam bekommen wir die Jungs von der Wasserwelt weg, denn wer auf der Insel ist, sollte sich auf jeden Fall das Schmetterlingshaus anschauen. Mit rund 1.000 Quadratmeter ist das Haus das zweitgrößte seiner Art in Deutschland. Im Inneren des Hauses herrscht bei 26 Grad und etwa 80 bis 90 Prozent Luftfeuchtigkeit eine tropische Umgebung mit Wasserfällen, exotischen Gewächsen und Blumen. 700 bis 1.000 bunte Falter aus bis zu 80 verschiedenen Schmetterlingsarten fliegen je nach Jahreszeit in dem Schmetterlingshaus, vor allem südamerikanischer Herkunft, frei zwischen den Besuchern durch die Tropenlandschaft umher.

Unwetter in Österreich verändert unsere Tourenplanung

Von Hagnau am Bodensee sollte es eigentlich über Österreich weiter nach Kroatien gehen. Das Wetter machte und allerdings einen Strich durch die Rechnung. Unwetter in den Bergen. Wir planen unsere Tour um, verkürzen damit allerdings auch die Zeit in Kroatien. Wir fahren über die Schweiz und Italien nach Krk und machen aus unserem Wohnmobilurlaub eine Europatour.

Vom Bodensee in die Schweiz ist es nur ein kurzer Weg. Unser Ziel ist der Luganer See, an dem wir wieder zwei Übernachtungen planen. Nach der Grenze wird in der Schweiz erstmal eine Vignette für 40 Euro fällig, egal wie lange man im Land bleibt. Am Ende kleben drei solcher Vignetten an der Windschutzscheibe: Schweiz, Österreich und Slowenien. Italien kassiert die Maut auf der Autobahn ab.

In Lugano mit der Standseilbahn auf den Monte Brè

Unser Campingplatz „La Palma“ in Lugano liegt direkt am Luganer See. Wir haben einen perfekten Stellplatz unmittelbar am See mit freiem Blick aufs Wasser. Der Platz selbst ist schon etwas in die Jahre gekommen, dafür wird „La Palma“ der teuerste Campingplatz unserer Reise werden. Nachdem wir den Camper in Position gebracht haben, sind die Kinder längst im Wasser verschwunden. Natürlich wird der Grill wieder gestartet und mit Blick auf die Berge und den See im Sonnenuntergang fehlt zum perfekten Bild nur noch ein Motorboot mit Wasserskiläufer. Camping kann so schön kitschig sein.

Den Tag in Lugano nutzen wir zum Sightseeing. Die Stadt liegt wunderschön am See und mit der Touristenkarte vom Campingplatz können wir die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos nutzen. Das gilt nicht für die Standseilbahn, die auf den Monte Brè führt. Wer dort allerdings hochfährt, bekommt einen wundervollen Blick auf die Bucht von Lugano und die Walliser und Berner Alpen. Auf dem Gipfel (925 Meter hoch) befinden sich eine Aussichtsplattform mit Café sowie eine Marienkapelle, die eine Madonnenstatue enthält.

 

Happy Hour und Poolparties on Lignano Sabbiadoro

Von Lugano nach Krk sind es noch etwa 600 Kilometer, die mit dem Wohnmobil nur mit großer Anstrengung in einer Tour zu fahren sind. Also entschließen wir uns noch zu einem Übernachtungs-Stopp in Italien. Das Ziel ist Lignano Sabbiadoro. Lignano erstreckt sich in Form einer Halbinsel über die nordöstliche Hälfte des Tagliamento-Deltas zwischen der Lagune von Marano und der offenen Adria. Der Campinplatz gleicht einem Clubhotel ohne Hotel. Animation wohin das Auge reicht. Der Platz selbst ist sehr groß. Wir finden aber einen ruhigen und schattigen Stellplatz, bauen den Camper um und fahren mit den Rädern an die Adriaküste, die zu Fuß etwa zehn Minuten entfernt ist.

 

Schon auf dem Weg zum Strand wird uns klar, dass dieser Badeort alles andere als beschaulich ist. Überall Restaurants und Bars, die mit möglichst lauter Musik Gäste anwerben. Happy-Hour hier, Poolparty da. Der Sandstrand ist ein Meer aus Liegen und Sonnenschirmen. Da wir erst gegen 18 Uhr am Strand sind, will ich mir gar nicht vorstellen, wie es hier tagsüber aussieht. Das Meer ist schön warm, etwas wellig und für uns nach der Tour eine willkommene Erfrischung.

mit dem wohnmobil nach kroatien - Joerg Baldin - Krk Kroatien (1 von 12)

Mittagspause in Slowenien: Spanferkel gehört dazu. Extrem lecker!

Am nächsten Morgen brechen wir nach dem Frühstück auf und haben noch etwa 200 Kilometer vor uns. Mit dem Camper geht’s zurück auf die Autobahn. Wir durchfahren die Slowakei und nach rund drei Stunden Fahrtzeit erreichen wir endlich Kroatien.

Endlich Krk – Endlich Kroatien

Die Insel Krk in Kroatien ist die größte Insel in der Adria und liegt in der Kvarner Bucht, südöstlich von Rijeka. Sie ist seit 1980 durch die riesige Krk-Brücke mit dem Festland verbunden. Durch die Nähe zu Süddeutschland, Österreich und Oberitalien ist Krk ein beliebtes Urlaubsziel, in dem viele Kroaten deutsch sprechen. Aber auch Urlauber aus Ungarn, Tschechien oder Rumänien machen Urlaub auf der Insel.

 

Unser Campingplatz ist Kamp Njivice, der am gleichnamigen Ort Njivice liegt und in zehn Minuten zu Fuß erreicht werden kann. Wir haben Glück, denn wir bekommen den einzigen freien Platz für die nächsten zwei Tage, danach müssen wir nochmal das Wohnmobil auf dem Platz umstellen.

Der Strand am Kamp Njivice ist sehr schön. Glasklares Wasser, das man vor allem wegen der vielen Seeigel und dem steinigen Untergrund nicht ohne Badeschuhe betreten sollte. Und auch der kleine Ort lädt zum Besuch ein. An dem kleinen Hafen findet man nette Restaurants und Bars und von dort aus hat man einen herrlichen Ausblick auf das Festland, an dem abends die Sonne untergeht.

mit dem wohnmobil nach kroatien - Joerg Baldin - Krk Kroatien (2 von 12)

Sonnenuntergang am Strand von Njivice.

Nach vier Nächten in Kroatien treten wir die Heimreise an, die diesmal nur durch eine Übernachtung in der Nähe von Bamberg unterbrochen wird. Am Ende der Reise haben wir mit dem Wohnmobil 3.400 Kilometer zurückgelegt und viele Stunden auf der Straße verbracht. Unser Fazit: Viel gesehen, viel Spaß gehabt, viel gebadet. So sehen doch perfekte Sommerferien aus…

mit dem wohnmobil nach kroatien - Joerg Baldin - bamberg (1 von 1)

Der Campingplatz in der Nähe von Bamberg war die letzte Station auf der Reise mit dem Wohnmobil nach Kroatien.

Hinweis in eigener Sache: Die Reise für diesen Beitrag wurde zum Teil unterstützt von Veranstaltern, Hotels, Fluglinien und/oder Tourismus-Agenturen. Wir legen sehr großen Wert auf eine unabhängige und neutrale Berichterstattung, daher sind die Meinungen, Eindrücke und Erfahrungen der jeweiligen Autoren ihre eigenen.
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Was tun bei Übelkeit? Akupressur hilft!

Die Sonne strahlt mir warm ins Gesicht, das Segelboot legt sich durch die frische Brise in der Karibik leicht auf die Seite. Wasser spritzt über die Reling und mir wird schlecht. Während meine Freunde sichtlich Spaß an der Segeltour um die Leward-Islands haben, kämpfe ich mit der Übelkeit. Doch was tun?

Die Sonne strahlt mir warm ins Gesicht, das Segelboot legt sich durch die frische Brise in der Karibik leicht auf die Seite. Wasser spritzt über die Reling und mir wird schlecht. Während meine Freunde sichtlich Spaß an der Segeltour um die Leward-Islands haben, kämpfe ich mit der Übelkeit. Doch was tun?

[WERBUNG] Tabletten gegen Übelkeit hat niemand mit und frische Luft hilft mir im Moment auch nicht. Da fällt mir ein Trick aus der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) ein. Mit Hilfe von Akupressur kann man in relativ kurzer Zeit die Übelkeit verschwinden lassen. Akupressur ist ein Heilverfahren, das vor allem bei der TCM oder im japanischen Shiatsu angewandt wird. Mit Daumen, Handballen, Ellbogen, Knie oder Fuß wird an definierten Stellen Druck auf den Körper ausgeübt. So auch gegen Übelkeit.

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Das Segelschiff legt sich bei Wind auf die Seite. Viele haben dann mit Übelkeit zu kämpfen. Das Akupressur-Armband von Sea Band hilft. (Fotos: Jörg Baldin / Sea Band)

Skipper hat Hilfe an Bord

Als ich dem Skipper davon erzähle, holt er ein Akupressur-Armband aus der Bootsschublade und gibt mir das zum Testen. Die Anwendung des Sea-Band ist erstaunlich einfach. Man legt die mittleren drei Finger auf die Innenseite des Handgelenks. Der Druckpunkt P6, auch „Nei-Kuan-Punkt“ genannt, befindet sich unter dem Zeigefinger zwischen den beiden mittleren Sehnen. Das Sea-Band hat einen „Knopf“ an der Innenseite, der genau diesen Druck auf den „Nei-Kuan-Punkt“ ausübt. Damit die gewünschte Wirksamkeit eintritt, muss das Band an beiden Handgelenken nach dem gleichen Verfahren angelegt werden. Und, was soll ich sagen? Nach wenigen Minuten ging es mir besser und die Übelkeit war nach 30 Minuten komplett verschwunden.

Warum hilft Akupressur überhaupt?

Doch warum hilft die Akupressur in diesem Fall überhaupt? Für die traditionelle chinesische Medizin ist rebellierendes Magen-Qi Schuld an Übelkeit und Erbrechen, das sich im Normalfall abwärts bewegt. Tritt eine Störung auf, so steigt das Magen-Qi auf und zu den möglichen Symptomen gehört auch Übelkeit. Der Druckpunkt 6 – „Nei-Kuan-Punkt“ – wirkt durch Stimulation mit dem Daumen oder dem Akupressur-Band harmonisierend auf Verdauung und Magen ein. Auch geht man davon aus, dass er die Bewegung des Chi im Brustraum, die Regulierung des Blutflusses sowie die Beruhigung der Psyche umfasst. Die Übelkeit verschwindet.

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Das Akupressur-Armband von Sea Band wird einfach an beiden Armen ums Handgelenk gelegt. Nach wenigen Minuten tritt Besserung ein.

Der „Nei-Kuan-Punkt“ hilft auch bei Schwangerschaft oder Chemotherapie

Das National Institutes of Health (NIH) aus den USA hat 1997 bereits erforscht, dass Akupunktur Erbrechen und Übelkeit nach Operationen, im Zusammenhang mit Chemotherapie und offenbar auch in der Schwangerschaft wirkungsvoll lindern kann. Aber auch die Behandlung von Brustschmerzen, Regelschmerzen, prämenstrueller Depression und Schlaflosigkeit sowie gegen Sodbrennen, Schluckauf und saures Aufstoßen kann der „Nei-Kuan-Punkt“ helfen.

Sea-Band als Akupressur-Armband

Das Akupressur-Armband von Sea-Band wurde aus einem elastischem und weichem Gewebe hergestellt und passt sich jedem Armumfang an. Da es einen gewissen Druck auf den Akupressur-Punkt ausüben muss, ist es erforderlich, dass die Bänder eng am Arm anliegen. Wer das als unangenehm empfindet, sollte die Bänder eine Zeitlang wieder abnehmen und später erneut anlegen.

Die Akupressur-Armbänder gibt es für Erwachsene in grau oder schwarz, für Schwangere in rosa und auch für Kinder (in blau). Die Bänder lassen sich leicht auswaschen und sind deshalb auch mehrfach verwendbar.

Sea Band - Akupressur Armband - Reiseuebelkeit - Joerg Baldin-3573

Hinweis: Kooperationsartikel!

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Zypern – Traumurlaub auf der geteilten Insel

Zypern? Viele Deutsche kennen die Mittelmeer-Insel nur vom ESC (Eurovision Song Contest). Erstaunlich, denn die Insel bietet neben 340 Sonnentagen und badewannenwarmes Wasser in der Hauptreisezeit durchaus Traumurlaubspotenzial. Knapp 200.000 Urlauber kamen in 2017 aus Deutschland auf die geteilte Insel, die gerade im Hinblick auf die politische Situation in der Türkei eine echte Alternative darstellt.

Zypern? Viele Deutsche kennen die Mittelmeer-Insel nur vom ESC (Eurovision Song Contest). Erstaunlich, denn die Insel bietet neben 340 Sonnentagen und badewannenwarmes Wasser in der Hauptreisezeit durchaus Traumurlaubspotenzial. Knapp 200.000 Urlauber kamen in 2017 aus Deutschland auf die geteilte Insel, die gerade im Hinblick auf die politische Situation in der Türkei eine echte Alternative darstellt.

Urlaub auf Zypern - Joerg Baldin (15 von 15)

Zypern bietet neben 340 Sonnentagen und badewannenwarmes Wasser in der Hauptreisezeit durchaus Traumurlaubspotenzial. (Fotos: Jörg Baldin)

Zypern ist seit 1974 eine geteilte Insel

Die drittgrößte Insel im Mittelmeer (nach Sizilien und Sardinien) blickt auf eine unruhige Vergangenheit zurück. Erst 1960 erlangte die Insel seine Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreicht. Noch heute betreiben die Briten eine hochmoderne Radaranlage auf dem höchsten Berg der Insel, dem Mount Olympos. Zudem herrscht auf der ganzen Insel Linksverkehr, ein Relikt aus der britischen Kolonialzeit, die von 1878 bis 1960 andauerte.

Seit 1974 hat die Türkei das Land besetzt und hat die Insel geteilt. Im Norden, in der Türkischen Republik Nordzypern, leben die türkischen Invasoren. Diese Republik wird nur von der Türkei selbst anerkannt. Der Süden gehört zur Republik Zypern, die seit 2004 zur Europäischen Union gehört und in dem seit 2008 auch der Euro als Zahlungsmittel dient. Die Hauptstadt der Republik Zypern ist die geteilte Stadt Nikosia, deren Nordteil als Hauptstadt des nicht anerkannten Staates der Türken gilt. Der Grenzübergang ist 24 Stunden geöffnet und kann problemlos mit einem deutschen Personalausweis überquert werden.

Zypern ist bekannt für die sehr gute Küche

Zypern ist bekannt für die sehr gute Küche und für erlesene Weine. Der Weinanbau findet nahezu ausschließlich im Süden der Insel statt. In Höhen zwischen 240 und 1.500 Metern des Troodos-Gebirges mit Kalk- und teils Vulkangestein wächst der Wein in einer mehrere Tausend Jahre alte, ununterbrochene Tradition, der sich in den letzten Jahren von riesigen Mengen billigen Weinen für den Ostblock oder Traubenkonzentrat für Großbritannien in die Produktion von erlesenen, hochwertigen Weinen verändert hat. Wie man im Winzerdorf Vasa Koilaniou (Fotos oben) sehr gut sehen kann.

Aphrodite ist hier aus dem Meer entstiegen

Aber auch als Baderegion kann sich die Insel sehen lassen. Mehr als 600 Kilometer Strand bietet Zypern seinen Urlaubern. Selbst die Liebesgöttin Aphrodite ist der Sage nach im Südosten der Insel aus dem saphirblauen Meer entstiegen sein. Der schönste Badestrand soll die Pissouri Bay sein, die zwischen Limassol und Paphos liegt. Wer hier am Strand liegt, kann sich auf ganz feinen Sand und ruhiges Meer freuen. Überhaupt gibt es laut EU-Kommission rund um Zypern das sauberste Wasser.

Weitere Infos zum Urlaub auf Zypern

Unterkunft

Das Hotel “Atlantica Mare Village” liegt ruhig, direkt am hoteleigenen Natursandstrand auf der östlichen Spitze Zyperns, mit herrlichem Blick auf „Cap Greco“. Das Stadtzentrum Ayia Napas liegt ca. 4 km entfernt und bietet diverse Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten.

Hinweis: Die Reise fand auf Einladung statt

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Auf Sightseeing in Europa mit der AIDAperla

Eintauchen in eine andere Welt, den Luxus eines Hotels genießen und dabei jeden Morgen in einem anderen Land und in einer anderen Stadt aufwachen. Nur eine Kreuzfahrt kann all das bieten. Vielleicht auch ein Grund, warum der Kreuzfahrtmarkt so boomt. Auch wir machen uns auf den Weg zum Hamburger Hafen. Die AIDAperla ist längst da. Das neueste Schiff der Reederei AIDA Cruises startet in dieser Saison regelmäßig von Hamburg.

Eintauchen in eine andere Welt, den Luxus eines Hotels genießen und dabei jeden Morgen in einem anderen Land und in einer anderen Stadt aufwachen. Nur eine Kreuzfahrt kann all das bieten. Vielleicht auch ein Grund, warum der Kreuzfahrtmarkt so boomt. Auch wir machen uns auf den Weg zum Hamburger Hafen. Die AIDAperla ist längst da. Das neueste Schiff der Reederei AIDA Cruises startet in dieser Saison regelmäßig von Hamburg. Die Kreuzfahrt „Metropolen mit AIDAperla“ ist aber nicht nur eine Tour zu großen Städten, es ist mit den Zielen Southampton, Le Havre, Zeebrügge, Hamburg und Rotterdam auch eine Zeitreise in die Geschichte der Seefahrt und der Häfen.

Gegen 19 Uhr lässt Kapitän Jens Janauscheck die Leinen lösen, nachdem das gewaltige Schiffshorn den Hamburger Hafen zum Vibrieren bringt und die Auslaufmusik „Orinoco Flow“ erklingt. Die AIDAperla zieht bei schönstem Sonnenschein ihre Bahn auf der Elbe in Richtung Nordsee. Auf dem Programm der 7-tägigen Reise stehen Besuche in Großbritannien, Frankreich, Belgien und den Niederlanden an.

 

Der erste Tag auf dem Schiff ist ein Seetag

Der erste Tag auf dem Schiff ist ein Seetag. Zeit, um die AIDAperla ausgiebig zu erkunden und absolut notwendig, denn es dauert ein wenig, um sich auf dem Schiff mit 18 Decks zurecht zu finden. Insgesamt 14 Cafés und Bars sowie zwölf Restaurants beherrbergt die AIDAperla. Dazu gehören fünf Buffet-Restaurants, drei Spezialitäten-Restaurants sowie vier A-la-carte-Restaurants.



Die AIDAperla erreicht Southampton gegen neun Uhr

Zurück zur Reiseroute. Unseren ersten Hafen, Southampton, erreichen wir gegen neun Uhr. Die AIDAperla macht am QE2 Cruise Terminal, Berth 38, fest. „Wir liegen heute mit der AIDAperla genau gegenüber des Piers, von dem aus die Titanic vor 106 Jahren in Southampton in See stach“, sagt Kapitän Janauscheck über die Lautsprecheranlage des Schiffs. Sein Kollege Edward John Smith gab dort am 10. April 1912 den Befehl, die Leinen der Titanic zu lösen.

Einige Passagiere der AIDAperla bleiben an Bord, gehen in die Stadt oder bleiben im Hafen, den pro Jahr mehr als 200 Kreuzfahrtschiffe anlaufen. Unter ihnen auch die berühmte Queen Mary 2, die in Southampton ihren Heimathafen hat. Wir haben den Landausflug “London auf eigene Faust” gebucht und machen uns mit dem Bus auf den Weg nach London. Die Busfahrt dauert etwas mehr als zwei Stunden.


Metropolen ab Hamburg 1 mit AIDAperla
Juni bis Oktober 2018
7 Tage ab/bis Hamburg
ab 599 €* p. P.
An- und Abreise mit der Bahn ab 94 €** p. P.

* AIDA VARIO Preis pro Person bei 2er-Belegung (Innenkabine), limitiertes Kontingent
** 2. Klasse ohne BahnCard im Streckennetz der Deutschen Bahn


London ist mit acht Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt Europas. Insgesamt werden in der Stadt mehr als 300 Sprachen gesprochen. Es gibt über 40 Universitäten, vier UNESCO-Weltkulturerbe-Stätten, acht königliche Parks, die älteste U-Bahn und einige der besten Museen und Kunstgalerien der Welt. Eine lange Liste, wenn man nur vier Stunden Zeit hat, die riesige Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Wir gehen vorbei am Wellington Arch in Richtung Buckingham Palace.

Das Wellington Arch wurde ursprünglich als Eingang zum Buckingham Palace erbaut. Von dort aus geht’s mit der U-Bahn zum Picadilly Circus. Zur Freude der Kinder, die sich dort vor allem den riesigen Lego-Store anschauen. Leider zeigt sich London mit dem Wetter bei unserem Besuch sehr authentisch: Nieselregen und 10 Grad. Zu kalt, um draußen den Trubel der Großstadt in einem Café zu beobachten. Und vier Stunden sind für so eine Stadt wahrlich viel zu kurz.

 

Um 21 Uhr müssen alle Passagiere wieder an Bord sein, denn Kapitän Jens Janauscheck bringt die AIDAperla auf Kurs Frankreich. Rund 114 Seemeilen oder 211 Kilometer ist Le Havre von Southampton weg, eine weitere Hafenstadt mit viel Geschichte auf der Route dieser Kreuzfahrt.

Muscheln essen am Strand von Le Havre

Le Havre wurde 1940 im Zweiten Weltkrieg von deutschen Truppen besetzt und der Hafen wurde zu einer Festung umgebaut. Rund 40.000 Soldaten waren hier stationiert und erst im September 1944, nach der Landung der Alliierten in der Normandie, konnten die Franzosen die Stadt wieder zurückerobern. Knapp eine Woche davor wurde die Stadt allerdings durch massive Bombenangriffe komplett zerstört.

aida bewertungen bord cruises deck eur hamburg kabine kreuzfahrten minuten position preis reise reisen rotterdam schiffe service aidaDer Stadtkern von Le Havre wurde nach dem Krieg wieder aufgebaut. Vor allem der Architekt Auguste Perret entwarf mit seinem Team die heute charakteristischen langen Straßenachsen und die breiten Boulevards. Die großen Mehrfamilienhäuser erinnern ein wenig an ostdeutsche Plattenbauarchitektur. Der Stadtkern wurde 2005 in das UNESCO-Welterbe aufgenommen.

Wer nach dem Stadtbummel noch etwas Erholung braucht, der kann am Strand von Le Havre eines der vielen kleinen Strandrestaurants besuchen, die in nur wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen sind. Mein Tipp: Muscheln probieren. Gegen 20 Uhr verlässt die AIDAperla den Quai Roger Meunier in Le Havre. Das nächste Ziel ist Zeebrügge in Belgien.

Schokolade und Waffeln in Belgien genießen

Der Hafen von Zeebrügge ist nach Antwerpen der zweitgrößte Hafen Belgiens. Die Stadt ist vor allem wegen der Schokolade bekannt, die Brügge den Namen „Welthauptstadt der Schokolade“ gebracht hat. Von Zeebrügge kann man mit dem Taxi für 50 € nach Brügge fahren oder einen der zahlreichen Ausflüge der AIDA nutzen. Dort angekommen empfängt ein riesiger Marktplatz die Besucher. Das mittelalterliche Stadtzentrum mit dem großen Burgplatz und der Heilig-Blut-Basilika gleicht einem Ameisenhaufen. Neben Pferdekutschen, die die vielen Touristen durch die Stadt fahren, gibt es jede Menge Reisegruppen, die sich die sehenswerte Stadt anschauen. Gemütlich wird es bei einer Grachtenfahrt, auf der die Stadt aus einer anderen Perspektive besichtigt werden kann. Nicht entgehen lassen sollte man sich die, neben der Schokolade, ebenfalls weltberühmten Pommes Frites.

Rotterdam ist Europas größter Seehafen

Ein richtiges Highlight der Reise ist Rotterdam. Die holländische Stadt, die oft im Schatten von Amsterdam steht, muss sich keinesfalls verstecken. Die AIDAperla macht am Pier „Holland Amerikakade“ fest. Das Schiff wird über Nacht hier liegen bleiben und erst am kommenden Morgen zur letzten Fahrt zurück nach Hamburg in See stechen.

Rotterdam ist mit 134.000 Schiffen, die hier jährlich festmachen, Europas größter Seehafen. Waren aus aller Welt werden hier umgeschlagen. Und auch der Stadtkern von Rotterdam kann sich sehen lassen. Ein Besuch in der Markthalle lohnt sich auf jeden Fall. Vom Pier bringt ein kostenloses Shuttle die Gäste in die Nähe der Markthalle, die ein einzigartiges Design in der Form eines riesigen Flugzeughangars hat. Im Inneren sind zahlreiche Geschäfte, Cafés und Restaurants zu finden. Die Wände und die Decke der Markthalle sind dekoriert mit riesigen bunten Tafeln, die Obst und Gemüse zeigen.

Den Hafen mit einem Wassertaxi erkunden

Gleich gegenüber sind die weltberühmten Kubushäuser, auch Würfelwohnungen genannt, zu sehen. Die würfelförmigen Häuser sind um 45 Grad geneigt und auf einen sechseckigen Kegel gestellte. Die Häuser haben im Inneren keine geraden Wände. Jedes einzelne dieser Häuser stellt einen Baum dar. Alle 38 Würfelhäuser zusammen ergeben einen Wald.



Mit dem Shuttlebus geht’s dann auch zurück zum Schiff. Wer noch keine Lust hat, zurück an Bord zu gehen, der kann den Hafen mit einem Wassertaxi erkunden oder noch auf einen Drink in das wahrscheinlich berühmteste Hotel in Rotterdam gehen, das nur wenige Schritte vom Liegeplatz der AIDAperla entfernt ist. Das Gebäude des Hotels “New York” diente in der Vergangenheit als Hauptsitz der Holland – America Line und stammt aus den Jahren 1901 bis 1917, damals noch eine Unterkunft für Amerika-Emigranten.

Die letzte Etappe der Tour ist 320 Seemeilen lang und führt zurück nach Hamburg. Bis dahin ist aber noch genug Zeit, das hervorragende Entertainmentprogramm der AIDAperla zu besuchen und am Ende der Kreuzfahrt im Beachclub auf Deck 15 den Urlaub ausklingen zu lassen. Die sehr gute Liveband „Correcto“ hilft dabei mit der richtigen Musik.

 

Hinweis: Die Reise fand auf Einladung statt.

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Aufgepäppelt und poliert in Summerland

Unter meinen Schuhen knirscht der Sand. Links und rechts von mir stehen halb zugedeckte, komplett mit einer weißen Staubschicht bedeckte alte Autos. In den grauen Regalen stapeln sich alte Spiegel, Radkappen, überdimensionierte Radios und zerrissene Sitzpolster. Die Luft ist geschwängert mit Benzin, altem Öl und frischer Farbe. Ich fühle mich zurückversetzt in die Zeit von Elvis, Rock’n Roll und Oldsmobil.

Unter meinen Schuhen knirscht der Sand. Links und rechts von mir stehen halb zugedeckte, komplett mit einer weißen Staubschicht bedeckte alte Autos. In den grauen Regalen stapeln sich alte Spiegel, Radkappen, überdimensionierte Radios und zerrissene Sitzpolster. Die Luft ist geschwängert mit Benzin, altem Öl und frischer Farbe. Ich fühle mich zurückversetzt in die Zeit von Elvis, Rock’n Roll und Oldsmobil. Keine Spur von moderner Technik, kein Fahrspur-Assistent, keine geschönten Abgaswerte: Was aus diesen Oldtimern rauskommt, ist der pure Sound der 50er und 60er-Jahre. Und den hört man in Kanada noch sehr oft.

Für Fans von alten Autos der Marken Ford, Lincoln, Oldsmobile oder Plymouth ist Summerland in British Columbia in Kanada ein Paradies. Versteckt in einer alten Fabrikhalle, abseits der Hauptstraße, befindet sich die Oldtimersammlung von Garnet Nixdorf, einem 81 Jahre altem Kanadier, der über 100 dieser alten Fahrzeuge besitzt. Rund 80 davon stehen in Summerland bei „Nixdorf Classic Cars“, der Rest verteilt in der ganzen Welt. Und die Bandbreite ist groß: Autos von 1936 bis 1970 sind in der Halle für 20 kanadische Dollar Eintritt zu besichtigen.

Das zerlegte Auto muss ein Oldtimer sein

Kanada - Summerland - BC - Joerg Baldin (19 von 29)

Rick Schertner (64) weiß, wie Oldtimer wieder zusammengesetzt werden.

Hinter einer vergilbten Folie, die als Schutz vor einem Durchgang in eine weitere Halle hängt, steht ein zerlegtes, rotes Auto. Der Motor liegt vollkommen frei und funkelt teilweise mit neuen lackierten Bestandteilen. Die Karosserie wurde frisch lackiert und unterscheidet sich durch ihre runde Formen von den heutigen Autos. Auch das muss ein Oldtimer sein. Damals haben sich die Ingenieure beim Bau der Fahrzeuge noch mit wunderschönen Formen und nicht mit Strömungswerten auseinandergesetzt. Der Begriff “Strömungswiderstandskoeffizient” oder “cw-Wert” wurde erst in den 80er Jahren zum wichtigsten Wert der Automobilhersteller.

Vor dem Auto an einer Werkbank aus Holz steht Rick Schertner. Der 64-jährige Kanadier aus Penticton in Okanagan ist derjenige, der die Autos wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt. Mit ölverschmierten Händen und schmutzigem Overall schraubt er jedes Teil wieder da an, wo es ursprünglich hingehört. Viele Autos, die hier stehen, waren in einem sehr schlechten Zustand, bevor sie in Ricks Obhut kamen, sei es durch Unfall oder einfach nur durch Rost. Was es an Ersatzteilen nicht mehr gibt, wird entweder selbst hergestellt oder von anderen Modellen passend gemacht. Rick kann das. Er ist seit seiner Jugend dabei, Autos zu reparieren. Seine erste Frage, als er hört, dass ich aus Deutschland komme, handelt natürlich von dem Autothema dieser Tage: „Was ist eigentlich mit Volkswagen los?“, und schüttelt dabei fassunglos den Kopf.

Er selbst habe in seinen jungen Jahren insgesamt drei VW Käfer gefahren. Bei seinem letzten “Volkswagen” hat er den 34 PS-Motor gegen einen 150 PS-Motor aus einem amerikanischen Wagen getauscht und musste dabei einige Änderungen an Karosserie und Motorhaube vornehmen. „Aber der Wagen hat richtig Spaß gemacht“, sagt Rick. Seine Augen leuchten, als er von dem alten  „Beetle“ spricht. Alle aus seiner Familie haben irgendwann mal einen Volkswagen gefahren.

Für den Chevrolet benötigt Rick acht Monate

Für den roten Chevrolet aus dem Jahr 1960, der komplett zerlegt wurde und nun von Rick Stück für Stück wieder montiert wird, benötigt er rund acht Monate und es wird wohl sein letztes Fahrzeug sein. „Im Mai gehe ich in Rente“, so der Kanadier. „Dann habe ich mehr Zeit dafür mit den Autos zu fahren anstatt sie auseinanderzunehmen oder wieder zusammen zu schrauben.“ Bis dahin kann Rick sich aus dem Fundus der Werkstatt bedienen, die so aussieht, als sei die Zeit irgendwann zwischen 1950 und 1960 stehen geblieben. Zu der Zeit gehören auch die „Black and Decker 11/16 Super Service Calve Refacer“, einer Art Schleifmaschine aus den frühen 60er Jahren oder die drei Musikboxen, die man mit 25ct Stücken füttert, um dann dem Klang und dem Rauschen der Schallplatten zu folgen, die noch mechanisch vom Plattenarm der Anlage aufgelegt wird. Auch das war das Gefühl der 60er Jahre.

Hinweis: Die Reise fand auf Einladung statt. Der Artikel ist bereits 2015 erschienen und wurde neu überarbeitet.

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