Alle Artikel von Jörg Baldin

2017-06-26 Joerg Baldin_200Jörg Baldin ist der Gründer und Chefredakteur von breitengrad53.de. 2011 hat er seine Leidenschaft zum Beruf gemacht und dieses Reisemagazin zum ersten Mal online gestellt. Jörg ist als Weltenbummler überall in der Welt zu Hause und liebt die Natur, das Meer und schöne Sonnenuntergänge am Strand.

Was tun bei Übelkeit? Akupressur hilft!

Die Sonne strahlt mir warm ins Gesicht, das Segelboot legt sich durch die frische Brise in der Karibik leicht auf die Seite. Wasser spritzt über die Reling und mir wird schlecht. Während meine Freunde sichtlich Spaß an der Segeltour um die Leward-Islands haben, kämpfe ich mit der Übelkeit. Doch was tun?

Die Sonne strahlt mir warm ins Gesicht, das Segelboot legt sich durch die frische Brise in der Karibik leicht auf die Seite. Wasser spritzt über die Reling und mir wird schlecht. Während meine Freunde sichtlich Spaß an der Segeltour um die Leward-Islands haben, kämpfe ich mit der Übelkeit. Doch was tun?

[WERBUNG] Tabletten gegen Übelkeit hat niemand mit und frische Luft hilft mir im Moment auch nicht. Da fällt mir ein Trick aus der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) ein. Mit Hilfe von Akupressur kann man in relativ kurzer Zeit die Übelkeit verschwinden lassen. Akupressur ist ein Heilverfahren, das vor allem bei der TCM oder im japanischen Shiatsu angewandt wird. Mit Daumen, Handballen, Ellbogen, Knie oder Fuß wird an definierten Stellen Druck auf den Körper ausgeübt. So auch gegen Übelkeit.

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Das Segelschiff legt sich bei Wind auf die Seite. Viele haben dann mit Übelkeit zu kämpfen. Das Akupressur-Armband von Sea Band hilft. (Fotos: Jörg Baldin / Sea Band)

Skipper hat Hilfe an Bord

Als ich dem Skipper davon erzähle, holt er ein Akupressur-Armband aus der Bootsschublade und gibt mir das zum Testen. Die Anwendung des Sea-Band ist erstaunlich einfach. Man legt die mittleren drei Finger auf die Innenseite des Handgelenks. Der Druckpunkt P6, auch „Nei-Kuan-Punkt“ genannt, befindet sich unter dem Zeigefinger zwischen den beiden mittleren Sehnen. Das Sea-Band hat einen „Knopf“ an der Innenseite, der genau diesen Druck auf den „Nei-Kuan-Punkt“ ausübt. Damit die gewünschte Wirksamkeit eintritt, muss das Band an beiden Handgelenken nach dem gleichen Verfahren angelegt werden. Und, was soll ich sagen? Nach wenigen Minuten ging es mir besser und die Übelkeit war nach 30 Minuten komplett verschwunden.

Warum hilft Akupressur überhaupt?

Doch warum hilft die Akupressur in diesem Fall überhaupt? Für die traditionelle chinesische Medizin ist rebellierendes Magen-Qi Schuld an Übelkeit und Erbrechen, das sich im Normalfall abwärts bewegt. Tritt eine Störung auf, so steigt das Magen-Qi auf und zu den möglichen Symptomen gehört auch Übelkeit. Der Druckpunkt 6 – „Nei-Kuan-Punkt“ – wirkt durch Stimulation mit dem Daumen oder dem Akupressur-Band harmonisierend auf Verdauung und Magen ein. Auch geht man davon aus, dass er die Bewegung des Chi im Brustraum, die Regulierung des Blutflusses sowie die Beruhigung der Psyche umfasst. Die Übelkeit verschwindet.

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Das Akupressur-Armband von Sea Band wird einfach an beiden Armen ums Handgelenk gelegt. Nach wenigen Minuten tritt Besserung ein.

Der „Nei-Kuan-Punkt“ hilft auch bei Schwangerschaft oder Chemotherapie

Das National Institutes of Health (NIH) aus den USA hat 1997 bereits erforscht, dass Akupunktur Erbrechen und Übelkeit nach Operationen, im Zusammenhang mit Chemotherapie und offenbar auch in der Schwangerschaft wirkungsvoll lindern kann. Aber auch die Behandlung von Brustschmerzen, Regelschmerzen, prämenstrueller Depression und Schlaflosigkeit sowie gegen Sodbrennen, Schluckauf und saures Aufstoßen kann der „Nei-Kuan-Punkt“ helfen.

Sea-Band als Akupressur-Armband

Das Akupressur-Armband von Sea-Band wurde aus einem elastischem und weichem Gewebe hergestellt und passt sich jedem Armumfang an. Da es einen gewissen Druck auf den Akupressur-Punkt ausüben muss, ist es erforderlich, dass die Bänder eng am Arm anliegen. Wer das als unangenehm empfindet, sollte die Bänder eine Zeitlang wieder abnehmen und später erneut anlegen.

Die Akupressur-Armbänder gibt es für Erwachsene in grau oder schwarz, für Schwangere in rosa und auch für Kinder (in blau). Die Bänder lassen sich leicht auswaschen und sind deshalb auch mehrfach verwendbar.

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Hinweis: Kooperationsartikel!

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Zypern – Traumurlaub auf der geteilten Insel

Zypern? Viele Deutsche kennen die Mittelmeer-Insel nur vom ESC (Eurovision Song Contest). Erstaunlich, denn die Insel bietet neben 340 Sonnentagen und badewannenwarmes Wasser in der Hauptreisezeit durchaus Traumurlaubspotenzial. Knapp 200.000 Urlauber kamen in 2017 aus Deutschland auf die geteilte Insel, die gerade im Hinblick auf die politische Situation in der Türkei eine echte Alternative darstellt.

Zypern? Viele Deutsche kennen die Mittelmeer-Insel nur vom ESC (Eurovision Song Contest). Erstaunlich, denn die Insel bietet neben 340 Sonnentagen und badewannenwarmes Wasser in der Hauptreisezeit durchaus Traumurlaubspotenzial. Knapp 200.000 Urlauber kamen in 2017 aus Deutschland auf die geteilte Insel, die gerade im Hinblick auf die politische Situation in der Türkei eine echte Alternative darstellt.

Urlaub auf Zypern - Joerg Baldin (15 von 15)

Zypern bietet neben 340 Sonnentagen und badewannenwarmes Wasser in der Hauptreisezeit durchaus Traumurlaubspotenzial. (Fotos: Jörg Baldin)

Zypern ist seit 1974 eine geteilte Insel

Die drittgrößte Insel im Mittelmeer (nach Sizilien und Sardinien) blickt auf eine unruhige Vergangenheit zurück. Erst 1960 erlangte die Insel seine Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreicht. Noch heute betreiben die Briten eine hochmoderne Radaranlage auf dem höchsten Berg der Insel, dem Mount Olympos. Zudem herrscht auf der ganzen Insel Linksverkehr, ein Relikt aus der britischen Kolonialzeit, die von 1878 bis 1960 andauerte.

Seit 1974 hat die Türkei das Land besetzt und hat die Insel geteilt. Im Norden, in der Türkischen Republik Nordzypern, leben die türkischen Invasoren. Diese Republik wird nur von der Türkei selbst anerkannt. Der Süden gehört zur Republik Zypern, die seit 2004 zur Europäischen Union gehört und in dem seit 2008 auch der Euro als Zahlungsmittel dient. Die Hauptstadt der Republik Zypern ist die geteilte Stadt Nikosia, deren Nordteil als Hauptstadt des nicht anerkannten Staates der Türken gilt. Der Grenzübergang ist 24 Stunden geöffnet und kann problemlos mit einem deutschen Personalausweis überquert werden.

Zypern ist bekannt für die sehr gute Küche

Zypern ist bekannt für die sehr gute Küche und für erlesene Weine. Der Weinanbau findet nahezu ausschließlich im Süden der Insel statt. In Höhen zwischen 240 und 1.500 Metern des Troodos-Gebirges mit Kalk- und teils Vulkangestein wächst der Wein in einer mehrere Tausend Jahre alte, ununterbrochene Tradition, der sich in den letzten Jahren von riesigen Mengen billigen Weinen für den Ostblock oder Traubenkonzentrat für Großbritannien in die Produktion von erlesenen, hochwertigen Weinen verändert hat. Wie man im Winzerdorf Vasa Koilaniou (Fotos oben) sehr gut sehen kann.

Aphrodite ist hier aus dem Meer entstiegen

Aber auch als Baderegion kann sich die Insel sehen lassen. Mehr als 600 Kilometer Strand bietet Zypern seinen Urlaubern. Selbst die Liebesgöttin Aphrodite ist der Sage nach im Südosten der Insel aus dem saphirblauen Meer entstiegen sein. Der schönste Badestrand soll die Pissouri Bay sein, die zwischen Limassol und Paphos liegt. Wer hier am Strand liegt, kann sich auf ganz feinen Sand und ruhiges Meer freuen. Überhaupt gibt es laut EU-Kommission rund um Zypern das sauberste Wasser.

Weitere Infos zum Urlaub auf Zypern

Unterkunft

Das Hotel “Atlantica Mare Village” liegt ruhig, direkt am hoteleigenen Natursandstrand auf der östlichen Spitze Zyperns, mit herrlichem Blick auf „Cap Greco“. Das Stadtzentrum Ayia Napas liegt ca. 4 km entfernt und bietet diverse Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten.

Hinweis: Die Reise fand auf Einladung statt

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Auf Sightseeing in Europa mit der AIDAperla

Eintauchen in eine andere Welt, den Luxus eines Hotels genießen und dabei jeden Morgen in einem anderen Land und in einer anderen Stadt aufwachen. Nur eine Kreuzfahrt kann all das bieten. Vielleicht auch ein Grund, warum der Kreuzfahrtmarkt so boomt. Auch wir machen uns auf den Weg zum Hamburger Hafen. Die AIDAperla ist längst da. Das neueste Schiff der Reederei AIDA Cruises startet in dieser Saison regelmäßig von Hamburg.

Eintauchen in eine andere Welt, den Luxus eines Hotels genießen und dabei jeden Morgen in einem anderen Land und in einer anderen Stadt aufwachen. Nur eine Kreuzfahrt kann all das bieten. Vielleicht auch ein Grund, warum der Kreuzfahrtmarkt so boomt. Auch wir machen uns auf den Weg zum Hamburger Hafen. Die AIDAperla ist längst da. Das neueste Schiff der Reederei AIDA Cruises startet in dieser Saison regelmäßig von Hamburg. Die Kreuzfahrt „Metropolen mit AIDAperla“ ist aber nicht nur eine Tour zu großen Städten, es ist mit den Zielen Southampton, Le Havre, Zeebrügge, Hamburg und Rotterdam auch eine Zeitreise in die Geschichte der Seefahrt und der Häfen.

Gegen 19 Uhr lässt Kapitän Jens Janauscheck die Leinen lösen, nachdem das gewaltige Schiffshorn den Hamburger Hafen zum Vibrieren bringt und die Auslaufmusik „Orinoco Flow“ erklingt. Die AIDAperla zieht bei schönstem Sonnenschein ihre Bahn auf der Elbe in Richtung Nordsee. Auf dem Programm der 7-tägigen Reise stehen Besuche in Großbritannien, Frankreich, Belgien und den Niederlanden an.

 

Der erste Tag auf dem Schiff ist ein Seetag

Der erste Tag auf dem Schiff ist ein Seetag. Zeit, um die AIDAperla ausgiebig zu erkunden und absolut notwendig, denn es dauert ein wenig, um sich auf dem Schiff mit 18 Decks zurecht zu finden. Insgesamt 14 Cafés und Bars sowie zwölf Restaurants beherrbergt die AIDAperla. Dazu gehören fünf Buffet-Restaurants, drei Spezialitäten-Restaurants sowie vier A-la-carte-Restaurants.



Die AIDAperla erreicht Southampton gegen neun Uhr

Zurück zur Reiseroute. Unseren ersten Hafen, Southampton, erreichen wir gegen neun Uhr. Die AIDAperla macht am QE2 Cruise Terminal, Berth 38, fest. „Wir liegen heute mit der AIDAperla genau gegenüber des Piers, von dem aus die Titanic vor 106 Jahren in Southampton in See stach“, sagt Kapitän Janauscheck über die Lautsprecheranlage des Schiffs. Sein Kollege Edward John Smith gab dort am 10. April 1912 den Befehl, die Leinen der Titanic zu lösen.

Einige Passagiere der AIDAperla bleiben an Bord, gehen in die Stadt oder bleiben im Hafen, den pro Jahr mehr als 200 Kreuzfahrtschiffe anlaufen. Unter ihnen auch die berühmte Queen Mary 2, die in Southampton ihren Heimathafen hat. Wir haben den Landausflug “London auf eigene Faust” gebucht und machen uns mit dem Bus auf den Weg nach London. Die Busfahrt dauert etwas mehr als zwei Stunden.


Metropolen ab Hamburg 1 mit AIDAperla
Juni bis Oktober 2018
7 Tage ab/bis Hamburg
ab 599 €* p. P.
An- und Abreise mit der Bahn ab 94 €** p. P.

* AIDA VARIO Preis pro Person bei 2er-Belegung (Innenkabine), limitiertes Kontingent
** 2. Klasse ohne BahnCard im Streckennetz der Deutschen Bahn


London ist mit acht Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt Europas. Insgesamt werden in der Stadt mehr als 300 Sprachen gesprochen. Es gibt über 40 Universitäten, vier UNESCO-Weltkulturerbe-Stätten, acht königliche Parks, die älteste U-Bahn und einige der besten Museen und Kunstgalerien der Welt. Eine lange Liste, wenn man nur vier Stunden Zeit hat, die riesige Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Wir gehen vorbei am Wellington Arch in Richtung Buckingham Palace.

Das Wellington Arch wurde ursprünglich als Eingang zum Buckingham Palace erbaut. Von dort aus geht’s mit der U-Bahn zum Picadilly Circus. Zur Freude der Kinder, die sich dort vor allem den riesigen Lego-Store anschauen. Leider zeigt sich London mit dem Wetter bei unserem Besuch sehr authentisch: Nieselregen und 10 Grad. Zu kalt, um draußen den Trubel der Großstadt in einem Café zu beobachten. Und vier Stunden sind für so eine Stadt wahrlich viel zu kurz.

 

Um 21 Uhr müssen alle Passagiere wieder an Bord sein, denn Kapitän Jens Janauscheck bringt die AIDAperla auf Kurs Frankreich. Rund 114 Seemeilen oder 211 Kilometer ist Le Havre von Southampton weg, eine weitere Hafenstadt mit viel Geschichte auf der Route dieser Kreuzfahrt.

Muscheln essen am Strand von Le Havre

Le Havre wurde 1940 im Zweiten Weltkrieg von deutschen Truppen besetzt und der Hafen wurde zu einer Festung umgebaut. Rund 40.000 Soldaten waren hier stationiert und erst im September 1944, nach der Landung der Alliierten in der Normandie, konnten die Franzosen die Stadt wieder zurückerobern. Knapp eine Woche davor wurde die Stadt allerdings durch massive Bombenangriffe komplett zerstört.

aida bewertungen bord cruises deck eur hamburg kabine kreuzfahrten minuten position preis reise reisen rotterdam schiffe service aidaDer Stadtkern von Le Havre wurde nach dem Krieg wieder aufgebaut. Vor allem der Architekt Auguste Perret entwarf mit seinem Team die heute charakteristischen langen Straßenachsen und die breiten Boulevards. Die großen Mehrfamilienhäuser erinnern ein wenig an ostdeutsche Plattenbauarchitektur. Der Stadtkern wurde 2005 in das UNESCO-Welterbe aufgenommen.

Wer nach dem Stadtbummel noch etwas Erholung braucht, der kann am Strand von Le Havre eines der vielen kleinen Strandrestaurants besuchen, die in nur wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen sind. Mein Tipp: Muscheln probieren. Gegen 20 Uhr verlässt die AIDAperla den Quai Roger Meunier in Le Havre. Das nächste Ziel ist Zeebrügge in Belgien.

Schokolade und Waffeln in Belgien genießen

Der Hafen von Zeebrügge ist nach Antwerpen der zweitgrößte Hafen Belgiens. Die Stadt ist vor allem wegen der Schokolade bekannt, die Brügge den Namen „Welthauptstadt der Schokolade“ gebracht hat. Von Zeebrügge kann man mit dem Taxi für 50 € nach Brügge fahren oder einen der zahlreichen Ausflüge der AIDA nutzen. Dort angekommen empfängt ein riesiger Marktplatz die Besucher. Das mittelalterliche Stadtzentrum mit dem großen Burgplatz und der Heilig-Blut-Basilika gleicht einem Ameisenhaufen. Neben Pferdekutschen, die die vielen Touristen durch die Stadt fahren, gibt es jede Menge Reisegruppen, die sich die sehenswerte Stadt anschauen. Gemütlich wird es bei einer Grachtenfahrt, auf der die Stadt aus einer anderen Perspektive besichtigt werden kann. Nicht entgehen lassen sollte man sich die, neben der Schokolade, ebenfalls weltberühmten Pommes Frites.

Rotterdam ist Europas größter Seehafen

Ein richtiges Highlight der Reise ist Rotterdam. Die holländische Stadt, die oft im Schatten von Amsterdam steht, muss sich keinesfalls verstecken. Die AIDAperla macht am Pier „Holland Amerikakade“ fest. Das Schiff wird über Nacht hier liegen bleiben und erst am kommenden Morgen zur letzten Fahrt zurück nach Hamburg in See stechen.

Rotterdam ist mit 134.000 Schiffen, die hier jährlich festmachen, Europas größter Seehafen. Waren aus aller Welt werden hier umgeschlagen. Und auch der Stadtkern von Rotterdam kann sich sehen lassen. Ein Besuch in der Markthalle lohnt sich auf jeden Fall. Vom Pier bringt ein kostenloses Shuttle die Gäste in die Nähe der Markthalle, die ein einzigartiges Design in der Form eines riesigen Flugzeughangars hat. Im Inneren sind zahlreiche Geschäfte, Cafés und Restaurants zu finden. Die Wände und die Decke der Markthalle sind dekoriert mit riesigen bunten Tafeln, die Obst und Gemüse zeigen.

Den Hafen mit einem Wassertaxi erkunden

Gleich gegenüber sind die weltberühmten Kubushäuser, auch Würfelwohnungen genannt, zu sehen. Die würfelförmigen Häuser sind um 45 Grad geneigt und auf einen sechseckigen Kegel gestellte. Die Häuser haben im Inneren keine geraden Wände. Jedes einzelne dieser Häuser stellt einen Baum dar. Alle 38 Würfelhäuser zusammen ergeben einen Wald.



Mit dem Shuttlebus geht’s dann auch zurück zum Schiff. Wer noch keine Lust hat, zurück an Bord zu gehen, der kann den Hafen mit einem Wassertaxi erkunden oder noch auf einen Drink in das wahrscheinlich berühmteste Hotel in Rotterdam gehen, das nur wenige Schritte vom Liegeplatz der AIDAperla entfernt ist. Das Gebäude des Hotels “New York” diente in der Vergangenheit als Hauptsitz der Holland – America Line und stammt aus den Jahren 1901 bis 1917, damals noch eine Unterkunft für Amerika-Emigranten.

Die letzte Etappe der Tour ist 320 Seemeilen lang und führt zurück nach Hamburg. Bis dahin ist aber noch genug Zeit, das hervorragende Entertainmentprogramm der AIDAperla zu besuchen und am Ende der Kreuzfahrt im Beachclub auf Deck 15 den Urlaub ausklingen zu lassen. Die sehr gute Liveband „Correcto“ hilft dabei mit der richtigen Musik.

 

Hinweis: Die Reise fand auf Einladung statt.

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Aufgepäppelt und poliert in Summerland

Unter meinen Schuhen knirscht der Sand. Links und rechts von mir stehen halb zugedeckte, komplett mit einer weißen Staubschicht bedeckte alte Autos. In den grauen Regalen stapeln sich alte Spiegel, Radkappen, überdimensionierte Radios und zerrissene Sitzpolster. Die Luft ist geschwängert mit Benzin, altem Öl und frischer Farbe. Ich fühle mich zurückversetzt in die Zeit von Elvis, Rock’n Roll und Oldsmobil.

Unter meinen Schuhen knirscht der Sand. Links und rechts von mir stehen halb zugedeckte, komplett mit einer weißen Staubschicht bedeckte alte Autos. In den grauen Regalen stapeln sich alte Spiegel, Radkappen, überdimensionierte Radios und zerrissene Sitzpolster. Die Luft ist geschwängert mit Benzin, altem Öl und frischer Farbe. Ich fühle mich zurückversetzt in die Zeit von Elvis, Rock’n Roll und Oldsmobil. Keine Spur von moderner Technik, kein Fahrspur-Assistent, keine geschönten Abgaswerte: Was aus diesen Oldtimern rauskommt, ist der pure Sound der 50er und 60er-Jahre. Und den hört man in Kanada noch sehr oft.

Für Fans von alten Autos der Marken Ford, Lincoln, Oldsmobile oder Plymouth ist Summerland in British Columbia in Kanada ein Paradies. Versteckt in einer alten Fabrikhalle, abseits der Hauptstraße, befindet sich die Oldtimersammlung von Garnet Nixdorf, einem 81 Jahre altem Kanadier, der über 100 dieser alten Fahrzeuge besitzt. Rund 80 davon stehen in Summerland bei „Nixdorf Classic Cars“, der Rest verteilt in der ganzen Welt. Und die Bandbreite ist groß: Autos von 1936 bis 1970 sind in der Halle für 20 kanadische Dollar Eintritt zu besichtigen.

Das zerlegte Auto muss ein Oldtimer sein

Kanada - Summerland - BC - Joerg Baldin (19 von 29)

Rick Schertner (64) weiß, wie Oldtimer wieder zusammengesetzt werden.

Hinter einer vergilbten Folie, die als Schutz vor einem Durchgang in eine weitere Halle hängt, steht ein zerlegtes, rotes Auto. Der Motor liegt vollkommen frei und funkelt teilweise mit neuen lackierten Bestandteilen. Die Karosserie wurde frisch lackiert und unterscheidet sich durch ihre runde Formen von den heutigen Autos. Auch das muss ein Oldtimer sein. Damals haben sich die Ingenieure beim Bau der Fahrzeuge noch mit wunderschönen Formen und nicht mit Strömungswerten auseinandergesetzt. Der Begriff “Strömungswiderstandskoeffizient” oder “cw-Wert” wurde erst in den 80er Jahren zum wichtigsten Wert der Automobilhersteller.

Vor dem Auto an einer Werkbank aus Holz steht Rick Schertner. Der 64-jährige Kanadier aus Penticton in Okanagan ist derjenige, der die Autos wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt. Mit ölverschmierten Händen und schmutzigem Overall schraubt er jedes Teil wieder da an, wo es ursprünglich hingehört. Viele Autos, die hier stehen, waren in einem sehr schlechten Zustand, bevor sie in Ricks Obhut kamen, sei es durch Unfall oder einfach nur durch Rost. Was es an Ersatzteilen nicht mehr gibt, wird entweder selbst hergestellt oder von anderen Modellen passend gemacht. Rick kann das. Er ist seit seiner Jugend dabei, Autos zu reparieren. Seine erste Frage, als er hört, dass ich aus Deutschland komme, handelt natürlich von dem Autothema dieser Tage: „Was ist eigentlich mit Volkswagen los?“, und schüttelt dabei fassunglos den Kopf.

Er selbst habe in seinen jungen Jahren insgesamt drei VW Käfer gefahren. Bei seinem letzten “Volkswagen” hat er den 34 PS-Motor gegen einen 150 PS-Motor aus einem amerikanischen Wagen getauscht und musste dabei einige Änderungen an Karosserie und Motorhaube vornehmen. „Aber der Wagen hat richtig Spaß gemacht“, sagt Rick. Seine Augen leuchten, als er von dem alten  „Beetle“ spricht. Alle aus seiner Familie haben irgendwann mal einen Volkswagen gefahren.

Für den Chevrolet benötigt Rick acht Monate

Für den roten Chevrolet aus dem Jahr 1960, der komplett zerlegt wurde und nun von Rick Stück für Stück wieder montiert wird, benötigt er rund acht Monate und es wird wohl sein letztes Fahrzeug sein. „Im Mai gehe ich in Rente“, so der Kanadier. „Dann habe ich mehr Zeit dafür mit den Autos zu fahren anstatt sie auseinanderzunehmen oder wieder zusammen zu schrauben.“ Bis dahin kann Rick sich aus dem Fundus der Werkstatt bedienen, die so aussieht, als sei die Zeit irgendwann zwischen 1950 und 1960 stehen geblieben. Zu der Zeit gehören auch die „Black and Decker 11/16 Super Service Calve Refacer“, einer Art Schleifmaschine aus den frühen 60er Jahren oder die drei Musikboxen, die man mit 25ct Stücken füttert, um dann dem Klang und dem Rauschen der Schallplatten zu folgen, die noch mechanisch vom Plattenarm der Anlage aufgelegt wird. Auch das war das Gefühl der 60er Jahre.

Hinweis: Die Reise fand auf Einladung statt. Der Artikel ist bereits 2015 erschienen und wurde neu überarbeitet.

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Nachtzug nach Prag

Ruckelnde Betten, klappernde Türen, Stimmen auf dem Flur. Die Fahrt mit einem Nachtzug hat immer etwas von Abenteuer. Jörg Baldin ist mit dem Nachtzug nach Prag gefahren und berichtet – ausgestattet mit seiner Kamera – über das ungewöhnliche Abenteuer. Von Kiel aus ging es über Hannover, Dresden bis nach Prag.

Ruckelnde Betten, klappernde Türen, Stimmen auf dem Flur. Die Fahrt mit einem Nachtzug hat immer etwas von Abenteuer. Jörg Baldin ist mit dem Nachtzug nach Prag gefahren und berichtet – ausgestattet mit seiner Kamera – über das ungewöhnliche Abenteuer. Von Kiel aus ging es über Hannover, Dresden bis nach Prag.

Mit dem Nachtzug nach Prag

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Speedboot oder Seqway? Mallorca lässt sich vielseitig erkunden

Eine besondere Art die wunderschöne Stadt Palma de Mallorca auf Mallorca zu erkunden ist mit dem Seqway. Jörg Baldin nimmt Sie mit auf die Stadtführung auf zwei Rädern und zeigt zudem, dass man auf Mallorca auch richtig gut wandern kann. Im zweiten Video geht’s mit dem 500PS Speedboot aufs Wasser.

Eine besondere Art die wunderschöne Stadt Palma de Mallorca auf Mallorca zu erkunden ist mit dem Seqway. Jörg Baldin nimmt Sie mit auf die Stadtführung auf zwei Rädern und zeigt zudem, dass man auf Mallorca auch richtig gut wandern kann. Im zweiten Video geht’s mit dem 500PS Speedboot aufs Wasser.

Palma de Mallorca mit dem Seqway erkunden

Per 500PS Speedboot an Mallorcas Küsten cruisen

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Sightseeing in Barcelona

Sightseeing in einer der schönsten Städte der Welt: Barcelona. Jörg Baldin ist mit dem GoCart in der spanischen Metropole unterwegs. Bei dieser Art der Stadtrundfahrt braucht man gute Nerven oder wie er, einen einheimischen Fahrer, der das kleine Gefährt sicher durch die Straßen lotst.

Sightseeing in einer der schönsten Städte der Welt: Barcelona. Jörg Baldin ist mit dem GoCart in der spanischen Metropole unterwegs. Bei dieser Art der Stadtrundfahrt braucht man gute Nerven oder wie er, einen einheimischen Fahrer, der das kleine Gefährt sicher durch die Straßen lotst.

Sightseeing in Barcelona – Teil 1

Sightseeing in Barcelona – Teil 2

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Lachsangeln in der Skjern Au in Dänemark

Angeln ist für manche Menschen das langweiligste Hobby der Welt. Andere suchen beim Angeln die Ruhe, die Entspannung, die Nähe zur Natur und die Befriedigung des männlichen Jagdinstinktes. Für mich ist es ein unglaublich schöner Ausgleich zum stressigen Leben. Aus diesem Grund bin ich mit zwei Freunden nach Dänemark gefahren, um dort einen der schönsten Fische zu fangen, den Lachs.

Angeln ist für manche Menschen das langweiligste Hobby der Welt. Andere suchen beim Angeln die Ruhe, Entspannung, die Nähe zur Natur und die Befriedigung des männlichen Jagdinstinktes. Für mich ist es ein unglaublich schöner Ausgleich zum stressigen Leben. Aus diesem Grund bin ich mit zwei Freunden nach Dänemark gefahren, um dort einen der schönsten Fische zu fangen, den Lachs.

Die Skjern Au ist ein großer Fluss in Dänemark, der für sein Lachsvorkommen sehr berühmt ist. Der Fluss ist zugleich auch das wasserreichste Fließgewässersystem des Landes. Hier konnte sich durch intensive und langjährige Anstrengungen zur Renaturierung und Wiederherstellung der Wasserqualität Dänemarks ältester Lachsstamm erhalten. Um den Lachs- und Meerforellenbestand zu erhalten, wurden Lachskontingente ins Leben gerufen, die uns später noch zum Verhängnis wurden.

Tageskarten und weitere Scheine sind wichtig

Wer an der Skjern Au angeln will, macht zuerst eins: Er muss tief in die Tasche greifen. Gleich drei Angelscheine (Fischereischein Dänemark, Tageskarten für Skjern Au, Lachskontingentkarte) muss der Angler in einem dänischen Angelgeschäft erwerben. Der Preis dafür kann sich sehen lassen. Umgerechnet 30€ kostet das Fischen mit einer Rute pro Tag. Dazu kommen eventuell noch Kunstköder wie Fliegen oder die fangsicheren „Spinner mit Kondom“, wie der Angelladenbesitzer Kostas uns den Spinner erklärt hat. Eine „Blinker“ mit rotierendem Metallblatt in Silber oder Bronze und der Kern mit einem grellen Gummiüberzug (gelb, rot, organge) verkleidet. Herkömmliche Spinner oder Blinker funktionieren nicht problemlos in der Skjern Au. Das Gewässer hat eine sehr starke Fließgeschwindigkeit und normale Kunstköder würden mit dem geringen Gewicht schnell an die Oberfläche kommen. Deshalb hat man diese „Kondomspinner“ entwickelt, die im Kern so um die 20 Gramm wiegen und damit Skjern-tauglich sind. Mit 7€ / Stück auch nicht gerade billig, aber das ist eine andere Geschichte.

Angelfreunde müssen windfest sein

Will man erfolgreich fischen, muss man in Dänemark noch etwas berücksichtigen. Und ich will es mal mit den Worten unseres dänischen Vermieters erklären: „Wir haben hier 14 Tage starken Wind im Jahr, den Rest stürmt es!“ Und er sollte bis auf ein paar Stunden recht behalten. Bekleidet wie ein Yeti und gefühlt wie ein Sumo-Ringer – mit Wathose, langer Unterhose, Jogginghose, dickem Schal, zwei Mützen, zwei dicken Pullovern, regen- und winddichter Jacke – steht der Skjern-Angler am Flussrand und wartet auf den Biss der Lachse.

Da wir ja schlaue Kerlchen sind, haben wir uns gleich für den ersten Tag einen Angelguide gemietet. Heine stammt aus Skjern und kennt den Fluss wie seine rechte Westentasche. Und gleich der erste Angelplatz hat es in sich: Wir müssen, um zum Fluss zu kommen, durch hüfttiefes Wasser gehen. Wer nicht aufpasst, rutscht aus.

In rund 100 Meter Abstand platziert uns der Guide auseinander. Nach drei Würfen geht man drei Schritte flussabwärts und versucht erneut sein Glück. Angeln am Fluss ist anders, als fischen am Weiher. Die Herausforderung ist dabei immer wieder gegen den Wind und die starke Strömung anzukämpfen. Durch den vielen Regen der vergangenen Wochen ist die Uferböschung aufgeweicht und rutschig. Ein Sturz in den Fluss hätte fatale Folgen. Durch die viele Kleidung und die Wathose, die voll Wasser laufen würde, hätte man kaum eine Chance aus dem Fluss zu klettern. Die starke Strömung würde auch ihren Teil dazu beitragen und den Angler wie ein Korken mitziehen. Aber, alles ist gut gegangen.

Der erste Fisch lässt lange auf sich warten. Aber immerhin kommt der Fang irgendwann. Sascha winkt und ruft den Guide, der seine ganze Erfahrung am Fluss ausspielen kann. Mit einem gezielten Griff schnappt sich Heine den Schwanz des Lachses und zieht den Fisch an Land. Und der hat ein gutes Format: 85 cm werden gemessen, und damit heißt es auch gleich wieder Abschied nehmen.

„Catch & Release“ heißt die Zauberformel. Fangen und wieder freilassen, wenn der Fisch nicht ins Kontingent passt oder die Mindestmaße nicht erfüllt. Das Jahreskontingent für Lachse ab einer Länge von 75cm ist bereits voll und so muss Sascha ungläubig den Lachs wieder schwimmen lassen. Damit den Fischen nichts passiert, darf auch nur mit Haken ohne Widerhaken geangelt werden. Noch schnell ein Foto von dem großen Fisch und weg ist er wieder. In dem Rahmen stelle ich mir die Frage, warum man 30€ / Tag bezahlen muss und den Fang dann wieder schwimmen lassen darf?

Überhaupt ist Sascha das Glückskind heute, denn er ist es auch, der den zweiten Lachs an der Angel hat. Doch Glück im Unglück für den Fisch. Auch dieser entspricht nicht ganz der Quote, ist mit rund 55cm länge zu klein (Mindestmaß ist 60cm), Foto und ab in die Skjern Au. 5 cm mehr und wir hätten einen leckeren Fisch mit nach Hause gebracht. So bleibt uns nur die Erinnerung an den Fluss, an den Sturm, an einen wundervollen Sonnenuntergang, an zwei tolle Lachse und an das leere Portemonnaie – und an den „Salon Ogge“, aber das ist ein anderes Thema. Das Leben eines Anglers kann so gemein sein…

Infos zum Angeln in der Skjern Au

Angelfreunde benötigen für das Angeln in der Skjern Au einen Fischereischein für Dänemark, Tageskarten für die Skjern Au und Lachskontingentkarte, die alle im Angelfachgeschäft gekauft werden können.

Das Video zum Lachsangeln in Dänemark

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Jeder Blick ist ein Blick auf eine Postkarte

Jeder Blick ist ein Blick auf eine Postkarte. Jeder Schritt ist ein Schritt durchs Paradies. Das Wasser sieht aus, als hätte jemand einen Tuschkasten genommen und vermischt, so unglaublich schön ist die Farbe. Die Malediven erfüllen irgendwie alle Klischees, die ein Urlaubsparadies so erfüllen kann.

Jeder Blick ist ein Blick auf eine Postkarte. Jeder Schritt ist ein Schritt durchs Paradies. Das Wasser sieht aus, als hätte jemand einen Tuschkasten genommen und vermischt, so unglaublich schön ist die Farbe. Die Malediven erfüllen irgendwie alle Klischees, die ein Urlaubsparadies so erfüllen kann.

Urlaub auf den Malediven

Am zwei Kilometer langen Sandstrand vom Atmosphere Kanifushi Malediven sind nur Gäste des Resort. Ungestörte Erholung ist bei einem Urlaub auf den Malediven garantiert. (Fotos: Jörg Baldin)

Ein Urlaub auf den Malediven ist auf jeden Fall etwas Besonderes. Schon beim Anflug auf Malé, der Hauptstadt der Malediven, sieht man warum: Überall sind kleine Inselgruppen zu sehen, die wie Bojen auf der Wasseroberfläche schwimmen. Über 1.190 Inseln zählen zu den Malediven, die etwa 450 Kilometer südwestlich im Indischen Ozean liegen.

Mein Ziel dieser Reise ist eine Insel im Lhaviyani-Atoll, die erst seit einigen Jahren bewohnbar ist: Kanifushi. Dort liegt das neue Hotel „Atmosphere Kanifushi Maledives“, das erst am 15. Dezember 2013 eröffnet wurde. Über drei Jahre hat es gedauert, um aus der unbewohnten Insel ein 5-Sterne-Resort zu machen.

Der Transfer von Malé nach Kanifushi findet mit einem Wasserflugzeug statt. In knapp 35 Minuten Flugzeit landet man im 133 Kilometer entfernten Kanifushi und hat aus der Luft einen hervorragenden Blick auf die vielen Atolle der Malediven. Und auf die unbeschreiblichen glitzernden türkisfarbenen Farben der Lagunen.

Erst mal gelandet steigt man aus dem Flieger ins Paradies. 26 bis 30 Grad Luft- und ähnliche Wassertemperaturen, gemischt mit frischer Seeluft, glänzendem, weißen Strandsand und jeder Menge Gastfreundlichkeit machen es einem leicht, die Malediven von der ersten Sekunde an zu mögen.

Sonnenuntergang Kanifushi

Sehr schöner Blick beim Sunset Cruising. Rechts ist die Insel Kanifushi zu sehen.

Hier wird das Dhoni noch mit dem Fuß gesteuert

Gleich am ersten Tag geht’s raus mit dem Schiff zum Sunset Cruising. Die Schiffe, sogenannte Dhoni, sind etwas gewöhnungsbedürftig. Hier gibt’s kein Steuerrad, hier hängt das Steuer noch am Heck des Schiffes und gesteuert wird mit dem Fuß. Kein Scherz! Allerdings kann man sich ganz oben auf das Dach legen, muss nur bei starkem Wellengang darauf achten, nicht vom schaukelnden Boot ins Wasser zu rollen. Die Reeling dort ist nicht mehr als 20 Zentimeter hoch.

Besonders der Ausflug auf die Picknickinsel Dhidhdhoo wird sich in mein Gedächtnis brennen. Nicht weil die Anreise mit dem Dhoni aufgrund des hohen Wellengangs sehr abenteuerlich war und alle Passagiere die letzten 30 Meter schwimmen mussten, sondern weil das Picknick auf einer Art Floß vom Schiff an Land transportiert wurde. Genauso wie die Gäste, die nicht schwimmen konnten. Aber auch die Insel selbst war sehr sehenswert, im positiven und im negativen Sinn. Auf der einen Seite gab es dort wirklich paradiesische Blickwinkel. Aber, und das kann ich hier auch leider nicht verschweigen, gab es auf dieser unbewohnten Insel Berge von abgeschwemmten Plastikmüll. Leider ist Müll ein großes Problem der Malediven.

Strand Picknick Dhidhdhoo

Solche Motive gibt es auf der unbewohnten Picknickinsel Dhidhdhoo zu sehen.

Transport Picknick Dhidhdhoo

Atemberaubende Transporttechnik von Picknickutensilien und Gepäck der Passagiere. Trotz starkem Wellengang ist nur ein Rucksack ins Wasser gefallen.

Muell Picknick Dhidhdhoo

Die Kehrseite der Zivilisation: Tonnen von angeschwemmtem Müll liegen überall verteilt auf der unbewohnten Insel Dhidhdhoo.

Was kann man sonst noch machen auf den Malediven? Schlafen, sonnen, essen, sich erholen oder tauchen. Die Inselgruppe zählt zu den beliebtesten Tauchspots der Welt und auch ich habe dort nach vielen Jahren mein Tauchcomeback gewagt. Je nach Wind- und Wellenlage gibt es in der Nähe von Kanifushi einige Riffe, die sich sehr gut zum Tauchen eignen. Oder eine Fahrt mit dem Dhoni auf eine der Nachbarinseln. Hier gibt’s einige Souvenirläden zu sehen, aber man bekommt auch einen kleinen Einblick, wie die Einheimischen auf den Inseln leben, die nicht komplett vom Tourismus belegt sind.

LKW Insel Malediven

Hier hätte der deutsche TÜV längst den Zeigefinger gehoben: Ein LKW, der auf den Malediven noch seinen Dienst verrichtet.

Wasserstation_Insel Malediven

Trinkwasser ist auf den Malediven ein knappes Gut. Hier sitzt ein Einwohner an Trinkwassertanks und füllt leere Plastikflaschen auf.

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung

5 Kommentare zu Jeder Blick ist ein Blick auf eine Postkarte

Im Rocky Mountaineer durch die Berge Kanadas

Blick nach links, Blick nach rechts – alles was mein Auge sieht, ist gelb-blau. Vor mir, auf dem Spezial-Bahnhof in Vancouver, steht der riesige Rocky Mountaineer. Über 750 Passagiere in mehr als 50 Waggons machen sich in ein paar Minuten auf den Weg in die Rocky Mountains, gezogen von zwei kräftigen Diesel-Loks. Ich sitze in Wagen Nummer 6, Platz 2 und bin sehr neugierig, was mich in den nächsten Tagen erwartet. Mein Zielbahnhof ist Banff in Alberta. Es geht mit dem Zug durch die Rocky Mountains.

Blick nach links, Blick nach rechts – alles was mein Auge sieht, ist gelb-blau. Vor mir, auf dem Spezial-Bahnhof in Vancouver, steht der riesige Rocky Mountaineer. Über 750 Passagiere in mehr als 50 Waggons machen sich in ein paar Minuten auf den Weg in die Rocky Mountains, gezogen von zwei kräftigen Diesel-Loks. Ich sitze in Wagen Nummer 6, Platz 2 und bin sehr neugierig, was mich in den nächsten Tagen erwartet. Mein Zielbahnhof ist Banff in Alberta. Es geht mit dem Zug durch die Rocky Mountains.

Bevor sich der Zug in Bewegung setzt, werde ich mit dem Bus aus dem Fairmond-Hotel abgeholt. Der Check-In für diesen Teil meiner Reise findet bereits in der Lobby statt. Meine Koffer sehe ich erst im nächsten Hotelzimmer wieder. Um das Gepäck kümmern sich bis zum Ende der Reise die Mitarbeiter von Rocky Mountaineer.

Der Bus fährt mich und viele andere Gäste zum Bahnhof des Rocky Mountaineer, der extra für diesen Zug gebaut worden ist. Der Hauptbahnhof von Vancouver ist zu klein für den extrem langen Zug und vor allem viel zu klein für die 750 Passagiere, die hier einsteigen sollen. Die große Halle wird mit Klaviermusik geflutet. In der Mitte des Raumes spielt ein älterer Herr an einem Flügel Musik aus aller Welt. Für die Gäste gibt’s Kaffee und Souvenirs. Offensichtlich eine weitere Einnahmequelle des Unternehmens, denn viele Leute stehen an den Ständen und kaufen auch später im Zug Merchandisingartikel verschiedenster Art.

Start des Rocky Mountaineer in Vancouver

Dudelsackmusik anstatt Pausengong – Boarding des Rocky Mountaineers wird musikalisch gestartet.

Die gesamte Situation vor der Abfahrt erinnert mich irgendwie an den Film „16 Uhr 50 ab Paddington“ mit Miss Marple. Vor allem, als der Moment des Einsteigens kommt. Ein Dudelsackspieler im Kilt steht an den Ausgangstüren und bläst mächtig in sein Instrument. Es heißt Abschied nehmen. Tschüss Vancouver, ich tauche ein in die Welt des Rocky Mountaineer.

Die „Königsklasse“ ist die Kategorie “GoldLeaf”

Der Zug hat drei verschiedene Kategorien, die gebucht werden können. Die RedLeaf ist ein Waggon, so wie wir ihn aus dem IC kennen. Gemütliche Sitze und fast der selbe Ausblick, den die Gäste aus dem SilverLeaf genießen können. Allerdings müssen sich die RedLeaf-Gäste selbst um ihr Gepäck kümmern. Im SilverLeaf gibt’s Panoramafenster, die fast bis an die Decke reichen. Die „Königsklasse“ ist aber die Kategorie GoldLeaf. Schon alleine wegen der Doppelstockwaggons, in denen unten der Restaurantbereich und oben die Sitze der Passagiere sind und die so den fast immer freien Blick über die Büsche seitlich der Strecke genießen können. Ich finde, ein großer Vorteil gegenüber den beiden anderen Klassen, den nicht selten führt die Strecke lange Zeit an Büschen entlang.

Während wir das weite Land sehen können, sehen die anderen Gäste Äste, Büsche, Wald. Eine Kostprobe davon bekommen wir während der Essenszeiten im Bordrestaurant. An Bord des Rocky Mountaineer gibt es Frühstück und Mittag in je zwei Gruppen. Das Essen ist vorzüglich. Dafür sorgt ein Küchenteam, das für zwei Waggons zuständig ist. Überhaupt mangelt es an Personal an Bord nicht. Für unseren Wagen sind im oberen Deck fünf Mitarbeiter zuständig, die einen mit Getränken und Snacks versorgen. Immer wieder erklären sie die „Points of Interests“, die besonders interessanten Punkte an der Strecke.

Nahe Kamloops

Nur ein Besipiel für die raumhaft schönen Landschaften auf der Strecke zwischen Vancouver und Banff.

Lachs soweit das Auge reicht

Und von den POI’s gibt es jede Menge auf dem Weg nach Banff. Der lange Zug schlängelt sich recht langsam an Flüssen und Wiesen entlang in Richtung Rocky Mountains. Was mir als passioniertem Angler gleich auffällt: Lachs, soweit das Auge reicht. Die Lachse wandern Flussaufwärts, um dort zu laichen und dann zu sterben. „In diesem Jahr war die Lachwanderung besonders intensiv“, weiß Jeff Pelletier vom Rocky Mountaineer. „Zeitweise war gar kein Wasser mehr zu sehen, so viele rote Lachsrücken leuchteten aus dem Wasser.“ Für mich von der Ostsee unvorstellbar, allerdings sehe ich vom Zug aus so viele Lachse, das ich mir das am Ende doch sehr gut vorstellen kann. Schade, dass ich meine Angel nicht im Gepäck habe. Der Fraser River ist aufgrund seiner reichen Lachsbestände in der ganzen Welt bekannt und beheimatet – inklusive seiner Nebenflüsse – mehr Lachse als alle anderen Flusssysteme der Welt. Schätzungsweise zehn Millionen Lachse kehren jährlich zum Laichen in das System des Frasers zurück.

Hells Gate Fraser River

Die schmalste Stelle im Fraser River und spektakulär: Hells Gate

Während der Rocky Mountaineer durch Fraser Valley in Richtung Kamloops fährt, passieren wir die Fraser River Swing Bridge (erbaut 1904). Diese Brücke reicht von New Westminster bis in die Stadt Surrey. Stahl, wohin das Auge reicht. Die Brücke erinnert mich irgendwie an einen liegenden Eiffelturm. Es geht weiter vorbei an Fort Langley, Fraser Valley, Harrison River Bridge und Hell’s Gate. Hier ist die engste Stelle (33,5 Meter) des Fraser River, durch die über 909.000.000 Liter Wasser pro Minute fließen. Wer Lust hat, kann sich den ganzen Spaß von oben ansehen. Schweizer haben dort eine Gondel errichtet, die 152 Meter tief in den Abgrund zur anderen Seite der Schlucht führt. Den Namen hat diese Stelle 1808 von Simon Fraser erhalten, der den Fluss lange erforscht hat.

Bruecke ueber Fraser River

Viele Brücken führen über den Fraser River.

Canyon über Fraser River

Brücke über den Fraser River

Mit dem Rocky Mountaineer vorbei am “Last Spike”

Der Rocky Mountaineer stampft immer weiter in Richtung Kamloops und wird an der nächsten historischen Stelle langsamer. Wir sind beim „Last Spike of the CN Rail“ angekommen. Hier soll der letzte Nagel der CN-Strecke am 23. Januar 1915 von der Canadian Pacific Railway in den Boden getrieben worden sein. Aus dem Zug sieht man den Nagel allerdings nicht. Der müsste nach so langer zeit eigentlich auch längst verrostet sein. Rund 40 Meilen weiter wird der Thompson River breiter und verwandelt sich in den Kamloops Lake. Wir sind am Ziel des heutigen Tages angekommen.

Einfahrt Rocky Mountaineer in Kamloops

Hier wird der Thompson River breiter und verwandelt sich in den Kamloops Lake. Wir sind am Ziel des heutigen Tages angekommen: Kamloops. (Fotos: Jörg Baldin)

In Kamloops schlagen wir unser Nachtlager auf. Die Kleinstadt diente den Secwepemc- oder Shuswap-Indianern für Jahrtausende als Handelszentrum. 1812 errichtete die Pacific Fur Company an der Stelle, an der North Thompson und South Thompson River zusammenfließen ein Pelzhandelsposten. 1821 entstand das erste Fort. Die Stadt selbst lernen wir nicht kennen, da der Bus uns direkt vor unserem Hotel rauslässt und – zumindest bei mir – der Jetlag langsam zuschlägt. Neun Stunden Zeitverschiebung sind für meinen Biorhytmus zu viel und nach einem kurzen Abendessen verschlägt es mich ins Bett. Morgen früh um 6:30 Uhr steht der Bus wieder vor der Tür und bringt uns zum Zug, der am zweiten Tag dann endlich in die Rocky Mountains eintaucht und weitere atemberaubende Ausblicke verspricht.

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung

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