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Jeder Blick ist ein Blick auf eine Postkarte

Jeder Blick ist ein Blick auf eine Postkarte. Jeder Schritt ist ein Schritt durchs Paradies. Das Wasser sieht aus, als hätte jemand einen Tuschkasten genommen und vermischt, so unglaublich schön ist die Farbe. Die Malediven erfüllen irgendwie alle Klischees, die ein Urlaubsparadies so erfüllen kann.

Jeder Blick ist ein Blick auf eine Postkarte. Jeder Schritt ist ein Schritt durchs Paradies. Das Wasser sieht aus, als hätte jemand einen Tuschkasten genommen und vermischt, so unglaublich schön ist die Farbe. Die Malediven erfüllen irgendwie alle Klischees, die ein Urlaubsparadies so erfüllen kann.

Urlaub auf den Malediven

Am zwei Kilometer langen Sandstrand vom Atmosphere Kanifushi Malediven sind nur Gäste des Resort. Ungestörte Erholung ist bei einem Urlaub auf den Malediven garantiert. (Fotos: Jörg Baldin)

Ein Urlaub auf den Malediven ist auf jeden Fall etwas Besonderes. Schon beim Anflug auf Malé, der Hauptstadt der Malediven, sieht man warum: Überall sind kleine Inselgruppen zu sehen, die wie Bojen auf der Wasseroberfläche schwimmen. Über 1.190 Inseln zählen zu den Malediven, die etwa 450 Kilometer südwestlich im Indischen Ozean liegen.

Mein Ziel dieser Reise ist eine Insel im Lhaviyani-Atoll, die erst seit einigen Jahren bewohnbar ist: Kanifushi. Dort liegt das neue Hotel „Atmosphere Kanifushi Maledives“, das erst am 15. Dezember 2013 eröffnet wurde. Über drei Jahre hat es gedauert, um aus der unbewohnten Insel ein 5-Sterne-Resort zu machen.

Der Transfer von Malé nach Kanifushi findet mit einem Wasserflugzeug statt. In knapp 35 Minuten Flugzeit landet man im 133 Kilometer entfernten Kanifushi und hat aus der Luft einen hervorragenden Blick auf die vielen Atolle der Malediven. Und auf die unbeschreiblichen glitzernden türkisfarbenen Farben der Lagunen.

Erst mal gelandet steigt man aus dem Flieger ins Paradies. 26 bis 30 Grad Luft- und ähnliche Wassertemperaturen, gemischt mit frischer Seeluft, glänzendem, weißen Strandsand und jeder Menge Gastfreundlichkeit machen es einem leicht, die Malediven von der ersten Sekunde an zu mögen.

Sonnenuntergang Kanifushi

Sehr schöner Blick beim Sunset Cruising. Rechts ist die Insel Kanifushi zu sehen.

Hier wird das Dhoni noch mit dem Fuß gesteuert

Gleich am ersten Tag geht’s raus mit dem Schiff zum Sunset Cruising. Die Schiffe, sogenannte Dhoni, sind etwas gewöhnungsbedürftig. Hier gibt’s kein Steuerrad, hier hängt das Steuer noch am Heck des Schiffes und gesteuert wird mit dem Fuß. Kein Scherz! Allerdings kann man sich ganz oben auf das Dach legen, muss nur bei starkem Wellengang darauf achten, nicht vom schaukelnden Boot ins Wasser zu rollen. Die Reeling dort ist nicht mehr als 20 Zentimeter hoch.

Besonders der Ausflug auf die Picknickinsel Dhidhdhoo wird sich in mein Gedächtnis brennen. Nicht weil die Anreise mit dem Dhoni aufgrund des hohen Wellengangs sehr abenteuerlich war und alle Passagiere die letzten 30 Meter schwimmen mussten, sondern weil das Picknick auf einer Art Floß vom Schiff an Land transportiert wurde. Genauso wie die Gäste, die nicht schwimmen konnten. Aber auch die Insel selbst war sehr sehenswert, im positiven und im negativen Sinn. Auf der einen Seite gab es dort wirklich paradiesische Blickwinkel. Aber, und das kann ich hier auch leider nicht verschweigen, gab es auf dieser unbewohnten Insel Berge von abgeschwemmten Plastikmüll. Leider ist Müll ein großes Problem der Malediven.

Strand Picknick Dhidhdhoo

Solche Motive gibt es auf der unbewohnten Picknickinsel Dhidhdhoo zu sehen.

Transport Picknick Dhidhdhoo

Atemberaubende Transporttechnik von Picknickutensilien und Gepäck der Passagiere. Trotz starkem Wellengang ist nur ein Rucksack ins Wasser gefallen.

Muell Picknick Dhidhdhoo

Die Kehrseite der Zivilisation: Tonnen von angeschwemmtem Müll liegen überall verteilt auf der unbewohnten Insel Dhidhdhoo.

Was kann man sonst noch machen auf den Malediven? Schlafen, sonnen, essen, sich erholen oder tauchen. Die Inselgruppe zählt zu den beliebtesten Tauchspots der Welt und auch ich habe dort nach vielen Jahren mein Tauchcomeback gewagt. Je nach Wind- und Wellenlage gibt es in der Nähe von Kanifushi einige Riffe, die sich sehr gut zum Tauchen eignen. Oder eine Fahrt mit dem Dhoni auf eine der Nachbarinseln. Hier gibt’s einige Souvenirläden zu sehen, aber man bekommt auch einen kleinen Einblick, wie die Einheimischen auf den Inseln leben, die nicht komplett vom Tourismus belegt sind.

LKW Insel Malediven

Hier hätte der deutsche TÜV längst den Zeigefinger gehoben: Ein LKW, der auf den Malediven noch seinen Dienst verrichtet.

Wasserstation_Insel Malediven

Trinkwasser ist auf den Malediven ein knappes Gut. Hier sitzt ein Einwohner an Trinkwassertanks und füllt leere Plastikflaschen auf.

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung

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Im Rocky Mountaineer durch die Berge Kanadas

Blick nach links, Blick nach rechts – alles was mein Auge sieht, ist gelb-blau. Vor mir, auf dem Spezial-Bahnhof in Vancouver, steht der riesige Rocky Mountaineer. Über 750 Passagiere in mehr als 50 Waggons machen sich in ein paar Minuten auf den Weg in die Rocky Mountains, gezogen von zwei kräftigen Diesel-Loks. Ich sitze in Wagen Nummer 6, Platz 2 und bin sehr neugierig, was mich in den nächsten Tagen erwartet. Mein Zielbahnhof ist Banff in Alberta. Es geht mit dem Zug durch die Rocky Mountains.

Blick nach links, Blick nach rechts – alles was mein Auge sieht, ist gelb-blau. Vor mir, auf dem Spezial-Bahnhof in Vancouver, steht der riesige Rocky Mountaineer. Über 750 Passagiere in mehr als 50 Waggons machen sich in ein paar Minuten auf den Weg in die Rocky Mountains, gezogen von zwei kräftigen Diesel-Loks. Ich sitze in Wagen Nummer 6, Platz 2 und bin sehr neugierig, was mich in den nächsten Tagen erwartet. Mein Zielbahnhof ist Banff in Alberta. Es geht mit dem Zug durch die Rocky Mountains.

Bevor sich der Zug in Bewegung setzt, werde ich mit dem Bus aus dem Fairmond-Hotel abgeholt. Der Check-In für diesen Teil meiner Reise findet bereits in der Lobby statt. Meine Koffer sehe ich erst im nächsten Hotelzimmer wieder. Um das Gepäck kümmern sich bis zum Ende der Reise die Mitarbeiter von Rocky Mountaineer.

Der Bus fährt mich und viele andere Gäste zum Bahnhof des Rocky Mountaineer, der extra für diesen Zug gebaut worden ist. Der Hauptbahnhof von Vancouver ist zu klein für den extrem langen Zug und vor allem viel zu klein für die 750 Passagiere, die hier einsteigen sollen. Die große Halle wird mit Klaviermusik geflutet. In der Mitte des Raumes spielt ein älterer Herr an einem Flügel Musik aus aller Welt. Für die Gäste gibt’s Kaffee und Souvenirs. Offensichtlich eine weitere Einnahmequelle des Unternehmens, denn viele Leute stehen an den Ständen und kaufen auch später im Zug Merchandisingartikel verschiedenster Art.

Start des Rocky Mountaineer in Vancouver

Dudelsackmusik anstatt Pausengong – Boarding des Rocky Mountaineers wird musikalisch gestartet.

Die gesamte Situation vor der Abfahrt erinnert mich irgendwie an den Film „16 Uhr 50 ab Paddington“ mit Miss Marple. Vor allem, als der Moment des Einsteigens kommt. Ein Dudelsackspieler im Kilt steht an den Ausgangstüren und bläst mächtig in sein Instrument. Es heißt Abschied nehmen. Tschüss Vancouver, ich tauche ein in die Welt des Rocky Mountaineer.

Die „Königsklasse“ ist die Kategorie „GoldLeaf“

Der Zug hat drei verschiedene Kategorien, die gebucht werden können. Die RedLeaf ist ein Waggon, so wie wir ihn aus dem IC kennen. Gemütliche Sitze und fast der selbe Ausblick, den die Gäste aus dem SilverLeaf genießen können. Allerdings müssen sich die RedLeaf-Gäste selbst um ihr Gepäck kümmern. Im SilverLeaf gibt’s Panoramafenster, die fast bis an die Decke reichen. Die „Königsklasse“ ist aber die Kategorie GoldLeaf. Schon alleine wegen der Doppelstockwaggons, in denen unten der Restaurantbereich und oben die Sitze der Passagiere sind und die so den fast immer freien Blick über die Büsche seitlich der Strecke genießen können. Ich finde, ein großer Vorteil gegenüber den beiden anderen Klassen, den nicht selten führt die Strecke lange Zeit an Büschen entlang.

Während wir das weite Land sehen können, sehen die anderen Gäste Äste, Büsche, Wald. Eine Kostprobe davon bekommen wir während der Essenszeiten im Bordrestaurant. An Bord des Rocky Mountaineer gibt es Frühstück und Mittag in je zwei Gruppen. Das Essen ist vorzüglich. Dafür sorgt ein Küchenteam, das für zwei Waggons zuständig ist. Überhaupt mangelt es an Personal an Bord nicht. Für unseren Wagen sind im oberen Deck fünf Mitarbeiter zuständig, die einen mit Getränken und Snacks versorgen. Immer wieder erklären sie die „Points of Interests“, die besonders interessanten Punkte an der Strecke.

Nahe Kamloops

Nur ein Besipiel für die raumhaft schönen Landschaften auf der Strecke zwischen Vancouver und Banff.

Lachs soweit das Auge reicht

Und von den POI’s gibt es jede Menge auf dem Weg nach Banff. Der lange Zug schlängelt sich recht langsam an Flüssen und Wiesen entlang in Richtung Rocky Mountains. Was mir als passioniertem Angler gleich auffällt: Lachs, soweit das Auge reicht. Die Lachse wandern Flussaufwärts, um dort zu laichen und dann zu sterben. „In diesem Jahr war die Lachwanderung besonders intensiv“, weiß Jeff Pelletier vom Rocky Mountaineer. „Zeitweise war gar kein Wasser mehr zu sehen, so viele rote Lachsrücken leuchteten aus dem Wasser.“ Für mich von der Ostsee unvorstellbar, allerdings sehe ich vom Zug aus so viele Lachse, das ich mir das am Ende doch sehr gut vorstellen kann. Schade, dass ich meine Angel nicht im Gepäck habe. Der Fraser River ist aufgrund seiner reichen Lachsbestände in der ganzen Welt bekannt und beheimatet – inklusive seiner Nebenflüsse – mehr Lachse als alle anderen Flusssysteme der Welt. Schätzungsweise zehn Millionen Lachse kehren jährlich zum Laichen in das System des Frasers zurück.

Hells Gate Fraser River

Die schmalste Stelle im Fraser River und spektakulär: Hells Gate

Während der Rocky Mountaineer durch Fraser Valley in Richtung Kamloops fährt, passieren wir die Fraser River Swing Bridge (erbaut 1904). Diese Brücke reicht von New Westminster bis in die Stadt Surrey. Stahl, wohin das Auge reicht. Die Brücke erinnert mich irgendwie an einen liegenden Eiffelturm. Es geht weiter vorbei an Fort Langley, Fraser Valley, Harrison River Bridge und Hell’s Gate. Hier ist die engste Stelle (33,5 Meter) des Fraser River, durch die über 909.000.000 Liter Wasser pro Minute fließen. Wer Lust hat, kann sich den ganzen Spaß von oben ansehen. Schweizer haben dort eine Gondel errichtet, die 152 Meter tief in den Abgrund zur anderen Seite der Schlucht führt. Den Namen hat diese Stelle 1808 von Simon Fraser erhalten, der den Fluss lange erforscht hat.

Bruecke ueber Fraser River

Viele Brücken führen über den Fraser River.

Canyon über Fraser River

Brücke über den Fraser River

Mit dem Rocky Mountaineer vorbei am „Last Spike“

Der Rocky Mountaineer stampft immer weiter in Richtung Kamloops und wird an der nächsten historischen Stelle langsamer. Wir sind beim „Last Spike of the CN Rail“ angekommen. Hier soll der letzte Nagel der CN-Strecke am 23. Januar 1915 von der Canadian Pacific Railway in den Boden getrieben worden sein. Aus dem Zug sieht man den Nagel allerdings nicht. Der müsste nach so langer zeit eigentlich auch längst verrostet sein. Rund 40 Meilen weiter wird der Thompson River breiter und verwandelt sich in den Kamloops Lake. Wir sind am Ziel des heutigen Tages angekommen.

Einfahrt Rocky Mountaineer in Kamloops

Hier wird der Thompson River breiter und verwandelt sich in den Kamloops Lake. Wir sind am Ziel des heutigen Tages angekommen: Kamloops. (Fotos: Jörg Baldin)

In Kamloops schlagen wir unser Nachtlager auf. Die Kleinstadt diente den Secwepemc- oder Shuswap-Indianern für Jahrtausende als Handelszentrum. 1812 errichtete die Pacific Fur Company an der Stelle, an der North Thompson und South Thompson River zusammenfließen ein Pelzhandelsposten. 1821 entstand das erste Fort. Die Stadt selbst lernen wir nicht kennen, da der Bus uns direkt vor unserem Hotel rauslässt und – zumindest bei mir – der Jetlag langsam zuschlägt. Neun Stunden Zeitverschiebung sind für meinen Biorhytmus zu viel und nach einem kurzen Abendessen verschlägt es mich ins Bett. Morgen früh um 6:30 Uhr steht der Bus wieder vor der Tür und bringt uns zum Zug, der am zweiten Tag dann endlich in die Rocky Mountains eintaucht und weitere atemberaubende Ausblicke verspricht.

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung

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Snowmass – Aspen’s kleine Schwester

Snowmass ist die „kleine Schwester“ von Aspen, denn Snowmass Village liegt knapp zehn Meilen von Aspen entfernt und besteht zum großen Teil aus einigen Hotels, Privathäusern und vereinzelten kleinen Shopping-Malls. Großer Pluspunkt des Ortes: Ski out – Ski in, also Ski vor dem Hotel anziehen und los. Zu Gast an einem Ort, an dem Skifahren richtig viel Spaß macht.

Snowmass ist die „kleine Schwester“ von Aspen, denn Snowmass Village liegt knapp zehn Meilen von Aspen entfernt und besteht zum großen Teil aus einigen Hotels, Privathäusern und vereinzelten kleinen Shopping-Malls. Großer Pluspunkt des Ortes: Ski out – Ski in, also Ski vor dem Hotel anziehen und los. Zu Gast an einem Ort, an dem Skifahren richtig viel Spaß macht.

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Beste Bedingungen zum Skifahren in Snowmass, Colorado. Nur der Wind weht kräftig. (Fotos: Jörg Baldin. Titelbild: Fotolia.de/ #94226189)

Snowmass bietet für Bretterfans leichte Hänge oder Abfahrten, auf die sich nur geübte Skifahrer wagen sollten und die bis auf fast 4.000 Höhenmeter raufgehen. Da wird die Luft auf dem Berg ganz schön dünn… Für mich war es das beste Skigebiet, dass ich in der Region Aspen/Snowmass kennengelernt und besucht habe. Leere und sehr gut präparierte Pisten können die Besucher der Region erwarten.

Ich hatte das Glück, dass in der Nacht zuvor Neuschnee gefallen ist, und ich bei strahlendem Sonnenschein die Abfahrten genießen konnte. Dennoch ein Tipp für alle Besucher: Mütze und Schal nicht vergessen. Der Wind peitscht einem ziemlich stark an den Bergspitzen um die Ohren. Was dann folgte, war ein Skitag, der nicht mehr zu toppen ist: Pulverschnee, Sonnenschein und vollkommen leere Pisten. Genial.

Nach dem erfolgreichen Tag auf der Piste kann ich als Après Ski-Bar die „Ranger Bar“ vor dem Hotel „The Westin“ empfehlen. Hier gibt es belgisches Bier und gemütliches Ambiente. Für mich die beste Bar in Snowmass, in der es zudem auch das leckerste Bier gibt.

Tipp
Erwähnenswert ist auch die Region „Elk Camp“ und die dortigen Aktivitäten. Regelmäßig findet dort am Freitagabend eine Veranstaltung statt, bei der Livemusik, eine Feuershow und ganz viel Aktivitäten für Kinder angeboten werden.

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung!

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Skifahren beim „Geist von Spiez“

Skischuhe – Ich frage mich jedes Mal, warum sich die Menschheit in diese engen Plastikschalen, in denen man keine Bewegungsfreiheit hat und einem die Füße wegen der unnormalen Haltung absterben, überhaupt reinquetscht? Die Antwort weiß ich, als ich den Kampf mit den Schnallen der Schuhe gewonnen habe: Schnee, Berge – zum ersten Mal überhaupt bin ich zum Skifahren in der Schweiz.

Skischuhe – Ich frage mich jedes Mal, warum sich die Menschheit in diese engen Plastikschalen, in denen man keine Bewegungsfreiheit hat und einem die Füße wegen der unnormalen Haltung absterben, überhaupt reinquetscht? Die Antwort weiß ich, als ich den Kampf mit den Schnallen der Schuhe gewonnen habe: Schnee, Berge – zum ersten Mal überhaupt bin ich zum Skifahren in der Schweiz.

Als ich meine Reise in Kiel mit der Bahn starte, hätte ich auch im ICE sitzen bleiben können. Mein Ziel ist auch das Ziel des Zuges: Zürich. Ich steige allerdings in Hamburg aus der Bahn wieder aus und nehme den Flieger. Doch bis nach Interlaken im Berner Oberland fliegt die Lufthansa nicht und so steige ich in Zürich erneut in einen Zug und verbringe die restliche Zeit bis zum Zielort auf den Schienen.

Interlaken ist eine kleine Stadt (ca. 6.000 Einwohner) im Kanton Bern zwischen dem Thunersee und Brienzersee. Der Name kommt aus dem lateinischen «Inter Lacus», was soviel wie „zwischen den Seen“ bedeutet. Interlaken lebt vom Tourismus. Rund 6.000 Gästebetten und fast 60 Hotels sprechen da eine deutliche Sprache. Kein Wunder also, dass viele Hoteliers in der jetzigen Zeit von schwierigen Verhältnissen sprechen. Der Wegfall des Mindestkurses für den Schweizer Franken hat den Urlaub in der Schweiz für Gäste aus den Euro-Ländern noch teurer gemacht, als er ohnehin schon war.

Skifahren

Blauer Himmel in Interlaken. Im Hintergrund ist das Bergpanorama zu sehen. Hier ist ein Paradies zum Skifahren (Fotos: Jörg Baldin)

Deshalb will die Urlaubsregion im Berner Oberland mit noch mehr Qualität und Vielfalt beweisen, dass sich ein Urlaub in der Schweiz trotz der hohen Kosten auf jeden Fall lohnt. Ein gelungenes Beispiel dafür wurde mitten in der Stadt errichtet. „Ice Magic“ heißt eine Schlittschuhanlage, die mit mehreren Eisfeldern, einer Schlittschuh-Straße (400 m lang) und einer Anlage für Eisstockschießen für ein besonderes Schlittschuherlebnis sorgt. Und wer nach dem Schlittschuhlaufen hungrig wird, kann sich an einem der Markstände an der Bahn stärken oder im Iglu-Zelt zünftig zu Abend essen.

Ice Magic Interlaken

Eine richtig gute Schlittschuhanlage: Ice Magic.

Wer hier Skifahren will, kommt am Skibus nicht vorbei

Wer in Interlaken wohnt und skifahren möchte, der kommt am Skibus nicht vorbei. Die kostenlosen Busse fahren täglich zu den anliegenden Skiregionen. Urlauber sollten ihre Autos besser am Hotel stehen lassen, denn die Straßen bis zur Station der Bergbahnen haben es teilweise in sich. Ich fahre allerdings mit dem Zug zu meiner ersten Abfahrt. Von Interlaken geht’s nach Grindelwald zum Skigebiet „Kleine Scheidegg-Männlichen“. Hier wird mir zum ersten Mal bewusst, wo genau ich mich eigentlich befinde, denn die Zahnradbahn fährt an einem der berühmtesten Berge der Welt entlang, dem Eiger. Die Eigernordwand gehörte lange Zeit zu den schwierigsten Strecken der Welt. 52 Menschen starben insgesamt beim Versuch, die Wand zu durchsteigen. Einer der toten Bergsteiger wird noch immer vermisst. Doch nicht nur der Eiger bildet hier ein prächtiges Panorama, auch der Mönch und die Jungfrau liegen an diesem Skigebiet.

Grindelwald

Aus dem Zug in die Zahnradbahn. Wer ins Skigebit „Kleine Scheidegg-Männlichen“ will, muss hier in die Zahnradbahn umsteigen.

Kleine Scheidegg

Nebel versperrt die Sicht auf den Eiger. Startpunkt für viele Skifahrer ist der Bahnhof „Kleine Scheidegg“.

Die Skipisten sind für alle Skifahrer – Anfänger oder Profi – geeignet. Einzig und alleine die Skilifte könnten komfortabler sein. Sitzheizungen oder Windschutz gibt es nicht, wären aber nützlich, weil der Wind gerne über die kahlen Schneefelder weht und man auf den teils langen Auffahrten schnell auskühlt. Aber die langen Wartezeiten an den Liften entfallen und die sehr gut präparierten Pisten und die Landschaft entschädigen dieses kleine Manko.

Fondue in allen Variationen

Nach dem langen Skitag geht’s abends ins Restaurant des „Hotel Alpenblick“ in Wilderswil. Auf dem Menu steht, wie sollte es für Schweiz Urlauber anders sein, Fondue. Was der Finne mit seiner Sauna, ist der Schweizer mit seinem Fondue. Alles was essbar ist, wird entweder in Brühe oder in Käse getunkt. Dazu gibt es ein leckeres Glas Rotwein und Brot. Für mich ist der Abend damit gerettet, denn ich mag das gemütliche Essen und lecker ist es auch…

Huette Axalp

Eine gemütliche Hütte an der Bergstation der Axalp.

Das Skigebiet am nächsten Tag ist wieder mit dem Bus zu erreichen. Heute geht’s auf einen richtigen Familienberg. Die Axalp oberhalb von Brienz verfügt über eine Sesselbahn und drei Schlepplifte und gehört mit rund 15 Pistenkilometern zu den kleineren Skigebieten im Berner Oberland. Auch diese Pisten sind hervorragend präpariert und mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden gespickt. Das kleine Skigebiet ist hervorragend für Familien geeignet. Zudem bietet der Berg einen atemberaubenden Blick auf den Brienzer See und die Brienz selbst. Wer zu Mittag zünftig essen gehen möchte, sollte ins „Restaurant Hilten“ einkehren, das etwas abseits der Pisten liegt aber mit Skiern gut erreicht werden kann.

Abends steht Kultur auf meinem Programm: Fußball-Kultur. Ich bin zu Besuch im „Hotel Belvédère“ in Spiez. Hier wurde der „Geist von Spiez“ geboren, denn die Fußball-Weltmeister von 1954 haben in diesem Haus gewohnt. Das „Wunder von Bern“ hat hier den Ursprung und deshalb erinnern viele Dinge an die Weltmeister von 1954. So auch einige Namen der Speisen, die das sehr gute Restaurant im Haus anbietet. Ich habe mich für „Der Ball ist rund und das Spiel dauert 90 Minuten“ entschieden. Auch dieses weltberühmte Zitat von Sepp Herberger soll hier im Hotel entstanden sein.

Bilderbuch Fußball-WM

Eine absolute Rarität: Ein Sammelalbum aus den 50er Jahren mit allen Bildern von der Weltmeisterelf.

Buchungen
Wer seinen Urlaub in der Schweiz über Reiseveranstalter gebucht hat, kann sich freuen. TUI zum Beispiel hat bis zum Ende der kommenden Sommersaison feste Preise mit den Hotels der Destinationen abgestimmt und fängt so Kurschwankungen ab. Dennoch empfiehlt Mario Köpers von TUI Deutschland: „Möglichst viele Nebenleistungen in die Buchung mit aufnehmen, denn die Nebenkosten werden teurer.“ Zudem bietet TUI eine Schneegarantie an, bei der bei Schneemangel kostenlos ein späterer Zeitraum oder ein anderes Urlaubsziel gebucht werden kann. Weitere Infos unter www.tui.com
Unterkunft
Das „Lindner Grand Hotel Beau Rivage“ in Interlaken liegt nur wenige Minuten vom Bahnhof entfernt und bietet neben großzügigen Zimmern vor allem eine gute Küche und einen großen Wellnessbereich mit Schwimmbad an. Das 5-Sterne-Grandhotel wurde 1874 erbaut. Weitere Infos unter www.lindnerhotels.ch

Hinweis: Der Autor wurde zu dieser Reise eingeladen.

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Das Lächeln macht den Unterschied

Schon das Lächeln macht den Unterschied aus. Ich steige in ein Flugzeug und habe einen zwölf Stunden Flug vor mir. Mein Platz ist dieses Mal in der Business Class. Deshalb…

Schon das Lächeln macht den Unterschied aus. Ich steige in ein Flugzeug und habe einen zwölf Stunden Flug vor mir. Mein Platz ist dieses Mal in der Business Class. Deshalb weiß ich, dass ich in Laos ausgeruht und entspannt ankomme. Doch nicht nur ich habe ein Lächeln im Gesicht, auch die Stewardessen lächeln. Ich fliege mit Singapore Airlines, der besten Airline der Welt. Und meine gute Laune habe ich nicht ohne Grund.

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In der Business Class von Singapore Airlines hat man am Start der Langstreckenflüge gut lachen. (Fotos: HFR)

Mein Ziel ist Vientiane in Laos. Ich fliege die 8.854 Kilometer von Düsseldorf aus. Von der pulsierenden Metropole in Nordrhein-Westfalen in die Demokratische Volksrepublik Laos. Ein Unterschied, wie er nicht größer sein kann. Doch zuerst kann ich die Business Class von Singapore Airlines genießen, denn der erste Flug geht von Düsseldorf nach Singapore. Die 12.45 Stunden Flugzeit sind fast zu kurz, um die ganzen Annehmlichkeiten der Business Class zu genießen. Und schon das Lächeln macht den Unterschied aus.

86 cm breite Plätze

Und auch der Platz. Die Sitze sind 86 cm breit. Bequeme Polster, Lederbezug und ausreichend Stauraum zur Aufbewahrung meiner persönlichen Gegenstände, wie zum Beispiel Smartphone, findet der Passagier vor. Das Beste, gerade auf Langstreckenflügen: Der Sitz kann zum Schlafen vollständig in ein flaches Bett verwandelt werden. Bettwäsche, Bettdecke und Kissen inklusive.  Wer möchte, der lässt sich den Sitz von den SIA-Girls in ein bequemes, flaches Bett umwandeln.

Wer keine Lust auf schlafen hat oder nicht müde ist, kann mit „Krisworld“ auf einem 15,4-Zoll-LCD-Bildschirm auf eine beeindruckende Auswahl an über 1.000 Unterhaltungsoptionen – Filme, Fernsehsendungen, Musik, Spiele und Anwendungen mit Noise-Cancelling-Kopfhörern von Bose zurückgreifen.

Essen wird in Unterdruckkabine getestet

Auch das Essen an Bord von Singapore Airlines ist beeindruckend. Der Clou: Die Chefköche der Airline bringen alle Gerichte in eine Unterdruckkabine, wo die Bordmenüs unter simulierten Flugzeug-Bedingungen getestet werden. Hier wird solange gekocht, bis das Gericht auch auf 10.000 Meter Höhe vorzüglich schmeckt. Und das tut es. Vor allem in Verbindung mit einem Getränk aus der gut sortierten Bar an Bord des Flugzeuges, Champagner natürlich inbegriffen.

Mein Flug nach Laos ist schnell vergangen. Ich habe mir viele Filme aus dem Bordprogramm angesehen, sehr gut gegessen und getrunken und einige Stunden geschlafen. Selten war die Anreise nach Asien so entspannt wie dieses Mal.

Hinweis: Die Reise nach Laos mit Singapore Airline erfolgte auf Einladung

 

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Abenteuer Strandsand

Weit und breit kein Mensch zu sehen. Spritzwasser macht die Scheibe meines Land Rovers nahezu undurchsichtig, dennoch gebe ich Gas. Jetzt ist kein guter Moment im Sand stecken zu bleiben. Ich trete weiter auf das Gaspedal. Der Motor dreht hoch, die Reifen fressen sich in den nassen Sand der Nordsee und treiben den Discovery Sport weiter nach vorn. So macht das Fahren am Strand der Insel Rømø richtig Spaß. Und mit diesem Wagen bleibt man ohnehin nirgends stecken. Zumindest nicht in Dänemark.

Weit und breit kein Mensch zu sehen. Spritzwasser macht die Scheibe meines Land Rovers nahezu undurchsichtig, dennoch gebe ich Gas. Jetzt ist kein guter Moment im Sand stecken zu bleiben. Ich trete weiter auf das Gaspedal. Der Motor dreht hoch, die Reifen fressen sich in den nassen Sand der Nordsee und treiben den Discovery Sport weiter nach vorn. So macht das Fahren am Strand der Insel Rømø richtig Spaß. Und mit diesem Wagen bleibt man ohnehin nirgends stecken. Zumindest nicht in Dänemark.

LandRover Discovery Sport - Romo - Jörg Baldin-5070

Rømø liegt drei Kilometer nördlich von Sylt und ist vor allem wegen des kilometerbreiten befahrbaren Sandstrandes ein beliebtes Ferienziel, vor allem für Surfer und Familien mit Kindern. (Fotos: Janina Baldin)

Meinen Kindern auf dem Rücksitz scheint es zu gefallen. Immer und immer wieder fordern sie mich auf, durch die tiefen Pfützen am breiten Strand der Nordsee zu fahren. Wo andere Fahrzeuge längst im Schlamm versagen, fährt der Land Rover Discovery Sport wie auf Schienen. Egal ob Straße, weicher Sand, nasser Sand oder Wiese – der Wagen ist auf allen Untergründen zuhause.

Zum zweiten Mal sind wir auf der Insel Rømø

Zum zweiten Mal sind wir im Urlaub auf der Insel Rømø. Und wieder haben wir einen Land Rover dabei, der sich sehr gut in die Landschaft von Dänemark einfügt. Und in unseren Urlaubsablauf. Das Gepäck für fünf Personen passt locker in den geräumigen Kofferraum des Geländewagens und auf der Straße macht das Fahren mit dem Auto ohnehin viel Spaß. Motor, Getriebe und Fahrwerk sind optimal für die längere Fahrt abgestimmt.

Und so führt die Fahrt von Kiel über Flensburg auf die Insel Rømø, die über einen längeren Damm, dem Rømødæmningen, mit dem Auto vom Festland erreichbar ist. Die Insel ist nur knapp 129 km² groß und hat kaum mehr als 590 Einwohner. Rømø ist die südlichste dänische Wattenmeerinsel. Sie liegt drei Kilometer nördlich von Sylt und ist vor allem wegen des kilometerbreiten befahrbaren Sandstrandes ein beliebtes Ferienziel, vor allem für Surfer und Familien mit Kindern.

LandRover Discovery Sport - Romo - Jörg Baldin-5048

Havneby ist der größte Ort von Rømø

Havneby, im Süden der Insel, ist der größte Ort von Rømø. Dort ist auch der Fährhafen der Insel, der mit der Rømø-Sylt-Linie die einzige Alternative für Besuche auf Sylt ist, die nicht über den Hindenburgdamm führt. Zwei große Strände bilden den Mittelpunkt der vielen Urlauber, die nach Rømø kommen. Neben dem Sonderstrand ist vor allem der Lakolk Strand ein beliebtes Ziel. Der über 700 Meter breite, feine Sandstrand darf mit dem Fahrzeug befahren werden. Aus diesem Grund sind dort, vor allem in den Sommermonaten, viele Urlauber mit Kindern zu finden, die die Weite des Strandes für einen entspannten Familienurlaub nutzen.

Hinweis: Der Land Rover Discovery Sport wurde uns zur Verfügung gestellt.

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