Kategorie: Macau

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Eine Wirtschaftsmetropole, die niemals schläft

Nach Asien zieht es mich immer wieder: Bangkok, Kuala Lumpur, Luang Prabang, Peking und jetzt Macau, das zu einer der spannendsten Boomtowns Asiens gehört. Auf knapp 30 Quadratkilometern verbindet die…

Nach Asien zieht es mich immer wieder: Bangkok, Kuala Lumpur, Luang Prabang, Peking und jetzt Macau, das zu einer der spannendsten Boomtowns Asiens gehört. Auf knapp 30 Quadratkilometern verbindet die ehemalige portugiesische Kolonie, die am 20. Dezember 1999 nach 442-jähriger Herrschaft an die Volksrepublik China zurückgegeben wurde, fernöstliches und europäisches Kulturerbe mit Weltstadtflair, Mega-Hotelresorts für anspruchsvolle Gäste und Glitzer-Casinos wie in Las Vegas.

Anfang Dezember durfte ich einige Tage als Gast im noblen „Sofitel Macau at Ponte 16“ verbringen. Das Fünf-Sterne-Haus liegt am Rande der UNESCO-geadelten historischen Altstadt, die ein beliebtes Ziel für Touristen ist. Im vorweihnachtlichen Macau, oft auch „Klein-Lissabon“ oder „Las Vegas Asiens“ genannt, bin ich dem Charme des Zaubermix aus Tradition und Moderne erlegen.

 

Hongkong-Macau

Hunderttausende Festland-Chinesen kommen täglich im unterirdischen Busbahnhof des „Bordergate“ an, um in Macau zu arbeiten oder zu spielen.

Feier zum 15. Jahrestag der Rückgabe an China

Wenn Macau am 20. Dezember den 15. Jahrestag der Rückgabe von Portugal an die Volksrepublik China mit einem großen Jubiläumsprogramm feiert (siehe Infobox), blickt die Stadt am Südchinesischen Meer auf eine wohl einmalige Erfolgsgeschichte zurück. Wie für Hongkong, das 1997 von den Briten an China zurückgegeben wurde, gilt auch für das weitgehend autonome Sonderverwaltungsgebiet am westlichen Ufer des Perlfluss-Deltas: „Ein Land, zwei Systeme“, festgeschrieben auf mindestens 50 Jahre. Macau zieht aus dem Prinzip seinen Nutzen.

Von den Unruhen im 60 Kilometer entfernten  Hong Kong ist in der ehemals portugiesischen Kolonie nichts zu spüren. Eigentlich wollten wir im Transit mit der Fähre direkt vom Internationalen Airport Hongkong nach Macau fahren, aber die Fahrt fällt wegen Maschinenschadens aus. So müssen wir zunächst nach Hong Kong-City, vorbei am größten Container-Terminal der Welt, um eine der roten Schnellfähren nach Macau zu nehmen.

Hongkong-Macau

Soll 2016 eröffnet werden: die Y-Brückenkonstruktion die Hongkong mit Macau und Zhuhai verbindet.

Neue Y-Brücke verkürzt Fahrtzeit nach Hongkong

Ab 2016 wird eine bereits gut erkennbare, beindruckende Y-Brückenkonstruktion zwischen Hongkong, Macau und Zhuhai den roten und blauen Fähren Konkurrenz machen. Statt 45 Minuten mit dem Boot dauert die Fahrt über die längste Brücke der Welt (50 km) mit dem Auto dann nur halb so lange. Die benötigte Infrastruktur inklusive Einreiseschalter und Parkplätzen entsteht derzeit auf einer künstlich aufgeschütteten Insel östlich der Stadt. Die Regierung beziffert allein die Kosten für die Landgewinnung ca. 97 Mio. Euro. Die Brückenkonstruktion wird auf insgesamt 10,7 Milliarden US-Dollar veranschlagt.

Portugiesische und chinesische Küche

„Man biegt ums Eck, und dann steht dort etwas, was nie da war“, sagt Julia Steinle, stellvertretende Food- und Beverage-Direktorin im „Sofitel Macau at Ponte 16“. Die 30jährige Deutsche aus der Nähe von Augsburg lebt seit einem Jahr in Macau, in dem die Mieten Münchner Niveau haben, und fühlt sich dort sehr wohl. Die Südostasien-Kennerin liebt die Mischung aus portugiesischem und chinesischem Flair, die dazugehörigen Küchen und das macanesisch-kulinarische Erbe. Im 18. Stock des „Sofitel“ bietet das „Chinois Cantonese Restaurant“ eine exzellente authentisch-kantonesische Küche mit Blick auf Hafen und Skyline von Macau.

Hongkong-Macau

Essen in Macau ist nicht teuer: in den Garküchen ist alles frisch. Es kommt vom Red Market. (Fotos: Liane Ehlers)

Einzigartiges architektonisches Erbe

In Macau triff Orient auf Okzident in einem einzigartigen architektonischen Erbe. Auf dem Weg in die Altstadt komme ich vorbei an einem Pfandhaus, das nur noch als Museum dient. Das Geschäft der Pfandleiher hat seit dem 17. Jahrhundert in Macau eine lange Tradition. Die neuen, schicken Pfandhäuser befinden sich allerdings in der Nähe der Casino-Glitzerwelten. Architektonisch ist Macau vom portugiesischen Einfluss geprägt. Nicht umsonst hieß die hügelige Stadt früher liebevoll auch „Klein Lissabon“. Bunte portugiesische Paläste und altehrwürdige Kirchen und Priesterseminare, von wo aus die Jesuiten als Missionare nach China gingen, stehen neben grauen chinesischen Stadthäusern mit stilvollem Interieur oder neben buddhistischen und taoistischen Tempeln. Das ganze historische Zentrum ist ein riesiges Museum und seit 2005 Weltkulturerbe der UNESCO. Die Sonderverwaltungszone ist reich, und die Verantwortlichen investieren, um die Tradition zu bewahren.

Pflicht für jeden Macau-Besucher sind die Ruinen von St. Paul und der A-Ma-Tempel, der der Seefahrer-Göttin A-Ma (Macaus Namensgeberin) gewidmet ist. Auch der Lou Lim Leoc-Garten mit dem Teekultur-Haus, der Red-Market (wo Fische und Hühner frisch geschlachtet werden), die Festung und der Senatsplatz mit der St. Dominik-Kirche sind ein absolutes Muss. In den kleinen Gassen um den Senatsplatz gibt es viele Geschäfte, in denen vor allem die Einheimischen einkaufen. In den Seitenstraßen mit ihren Garküchen, kleinen Gemüseständen oder Friseurgeschäften wird nicht nur Handel getrieben, sondern auch gezockt.

Kathedrale von St. Paul

Absolutes Muss bei einem Stadtrundgang: die Ruinen der Kathedrale von St. Paul. (Foto: Jörg Pasemann)

Glitzerwelten und Glücksspielindustrie

„Landaufschüttung“ und „Glücksspielindustrie“ sind die Zauberworte, die Macaus Wirtschaft seit Jahren blühen lassen. Macau besitzt einen internationalen Flughafen und die umsatzstärksten Casinos der Welt, die rund um die Uhr geöffnet haben. Sie sind eine scheinbar unerschöpfliche Goldgrube. Schon mittags herrscht an den Spieltischen Gedränge. Bündelweise ziehen Männer und Frauen in Alltagskleidung Geld aus Handtaschen, Plastiktüten oder Jacketts, um es an den Schaltern in Jetons umzutauschen. Mein Einsatz von 200 Macau Patacas (ca. 20 Euro) am Spieltisch wird – so scheint mir – nur mitleidig belächelt, aber man muss es unbedingt erlebt haben. In den „VIP-Suites“ in den oberen Etagen mit separatem Eingang verspielen superreiche Chinesen in einer Nacht schon mal Millionen.

In Macau macht’s die Masse. 70.000 Spieler täglich kommen allein ins „Venetian Macau Resort Hotel“ auf dem Cotai Strip, der seit der Erdaufschüttung die ehemaligen Inseln Coloane und Taipa verbindet. Kostenlose Hotel-Shuttle-Busse bringen täglich hunderttausende Spieler und Pendler  von den Fähranlegern und den beiden Bordergates (Grenzübergängen) zu China in die  Spielcasinos der Hotelkomplexe. In Macau und auf den vorgelagerten Inseln verkehren auch zahlreiche Buslinien.

Macau ist die einzige chinesische Stadt, in der Glücksspiel staatlich erlaubt ist. Nachdem die Regierung dem Glücksspiel-Tycoon Dr. Stanley Ho (94), unter anderem Inhaber des „Grand Lisboa“ und gebürtiger Hongkong-Chinese, das Monopol aberkannt und insgesamt sechs Lizenzen auch an ausländische Investoren versteigert hatte, schießen seit 2002 auf dem neu gewonnen Land des „Cotai-Strip“ nach Las Vegas-Vorbild ständig neue Mega-Casinos und -Hotels mit Unterhaltungsshows und luxuriösen Shopping-Malls in die Höhe. Luxusgüter sind aufgrund der Freihandelszone günstiger als im restlichen Asien.

Lisboa Palace

„Lisboa Palace“ heißt das drei Milliarden teure Cotai-Projekt von SJM mit Pariser Flair und dem ersten „Karl Lagerfeld“-Hotel. Es soll 2017 fertig sein.

Bauboom am Cotai-Strip geht weiter

Die Chinesen lieben das Spiel und Macau lebt vom Glücksspiel. Längst hat Macau Las Vegas überholt. Für das Jahr 2013 vermeldete die Glücksspielindustrie Gesamteinnahmen von ca. 32,91 Mrd. Euro. Der Umsatz an einem Tag ist so hoch wie in Las Vegas in einer Woche. 40 Prozent des Gewinns gehen an den Staat, wie viel Peking davon bekommt ist nicht bekannt. Mehr als 29 Millionen Besucher kommen pro Jahr nach Macau, darunter 30.000 Deutsche, vor allem Männer unter 45. Mehr als 50 Prozent der Besucher sind Festlandchinesen, die meist nur einen Tag bleiben.

Der Boom am Cotai-Strip geht weiter. Neue Mega-Resorts sind im Bau oder geplant. Bereits 2015 eröffnet dort Phase 2 des Mega-Resorts „Galaxy Macau“ mit dem weltgrößten „JW Marriott“ und einem „Ritz-Carlton“ mit insgesamt 1300 Zimmern und Suiten. Gegenüber geht ein „St. Regis“ an den Start. Einer der Höhepunkte des Chinesischen Neujahrs 2016 wird die Eröffnung des vier Milliarden US-Dollar teuren „Wynn Palace“. „Lisboa Palace“ heißt das drei Milliarden Euro teure Cotai-Projekt des lokalen Big Players, der Sociedade de Jogos de Macau (SJM), dessen Eröffnung für 2017 vorgesehen ist. Die Architektur ist beinflusst von historischen Pariser Gebäuden wie Louvre oder Opernhaus. Neben einem „Lisboa Palace Hotel“ und dem ersten „Palazzo Versace“ Asiens entsteht dort auch das erste „Karl-Lagerfeld“-Hotel. Ein Ende des Baubooms ist nicht in Sicht.

Reiseinformationen in Kürze

[toggle title=”Anreise”]Cathay Pacific und Lufthansa fliegen von Frankfurt direkt nach Hong Kong. Die Weiterreise findet im Transit statt. Vom internationalen Airport Hongkong gibt es Fähren, die in 45 Minuten Macau erreichen. Der Flug mit dem Helikopter dauert 15 Minuten. Besucher aus Deutschland, Österreich und Schweiz brauchen kein Visum für Macau, es genügt ein gültiger Reisepass. Alle großen Hotels bieten einen Abholservice. Taxifahrten sind preiswert. Weitere Infos beim Fremdenverkehrsbüro Macau, Schenkendorfstr. 1, 65187 Wiesbaden, Telefon: + 49-(0) 611/2 67 67 30, Fax: + 49-(0) 611/2 67 67 60, E-Mail: [email protected] ; oder auf der deutschsprachigen Internetseite: www.macau-info.de[/toggle]

[toggle title=”Essen gehen in Macau”]Im „Guide Michelin Hong Kong/Macau 2015“ zeigen die elf mit insgesamt 17 Sternen ausgezeichneten Restaurants die Vielfalt an erlesenen Gaumenfreuden in der ehemals portugiesischen und heute chinesischen Stadt. Über eine Bestätigung ihres Drei-Sterne Status dürfen sich der Gourmettempel „Robuchon au Dôme“ – französische Küche – sowie das chinesische Restaurant „The Eight“ im Grand Lisboa freuen. Zwei Sterne gingen erneut an die Lokale „Golden Flower“ und „Zi Yat Heen“. Neu hinzugekommen sind das „Café Leon“ mit portugiesischer und das „Temptations“ mit europäischer Speisekarte. Auch die macanesischen Spezialitäten im „IFT Educational Restaurant“ der Tourismus-Schule erhielten eine Bib Gourmand-Empfehlung. Gutes Essen und ordentlicher Service sind auch das Anliegen von „Yummy Macau“ mit 30 getesteten Restaurants (www.yummymacau.com) .[/toggle]

Jubiläumsprogramm zum Handover

[toggle title=”Feuerwerk und Fahnenparade”]Zu den Höhepunkten am Jubiläumstag, dem 20. Dezember, zählen die Fahnenzeremonie auf dem Lotus Platz um 8 Uhr (die Lotusblume ist das Symbol der Stadt) sowie Gesang- und Tanzvorführungen lokaler Künstler bei der Sports und Art Show um 14 Uhr im Olympic Sports Centre auf Taipa. Der Festtag endet mit einem spektakulären Feuerwerk rund um den Macau Tower und den Nam Van See.[/toggle]

[toggle title=”Lichtershows in 3D”]Lichtershows in 3D auf Gebäuden mit Symbolkraft lassen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verschmelzen. Projiziert wird auf das Handover Gifts Museum auf der Halbinsel Macau, die Kirche Our Lady of Carmel im alten Ort Taipa auf der gleichnamigen Insel sowie die Kapelle St. Francis Xavier auf der zweiten vorgelagerten Insel Coloane. Die Show ist bis 31. Dezember allabendlich kostenfrei von 20:30 bis 22:30 Uhr zu erleben.[/toggle]

[toggle title=”Eiskalter Spaß im Venetian Macao”]Bis 8. März 2015 lädt Ice World, Asiens größtes gefrorenes Wunderland, im Resort „The Venetian Macao“ in seine gekühlten Ausstellungsräume ein. Auf 1.600 Quadratmetern sind dort die beliebten Figuren der DreamWorks-Filme als Eisskulpturen zu bestaunen. Skipper und die Pinguin-Bande aus „Madagascar“ stimmen die Besucher auf ihre supergeheime Mission ein. Täglich zwischen 11 und 20 Uhr; der Eintritt für Personen ab 3 Jahren beträgt 120 MOP (ca. 12 Euro), www.venetianmacao.com[/toggle]

Hinweis: Zu der Reise wurde die Autorin von Noble Kommunikation und Macau Government Tourist Office eingeladen. Vielen Dank!

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Die Stadt der zwei Gesichter (2 von 2)

Macau by night… Das zweite Video meiner kurzen Reise nach China zeigt Macau in der Nacht. Zu sehen ist unter anderem das Hotel “The Venetian”, in dem sich das grösste…

Venetian Macao mit Grand Canal Shoppes

Macau by night… Das zweite Video meiner kurzen Reise nach China zeigt Macau in der Nacht. Zu sehen ist unter anderem das Hotel “The Venetian”, in dem sich das grösste Casino der Welt befindet und zudem kurz vor Weihnachten die gesamte Außenfront mit Kunstschnee und einer Weihnachts-Lasershow ausgestattet wurde.

Einen ausführlichen Text über die Reise nach Macau finden Sie hier…
Fotos über die Reise nach Macau finden Sie hier…
Das erste Video über die Reise nach Macau finden Sie hier…

Hinweis: Ich wurde von noble kommunikation und macau government tourist office auf diese Reise eingeladen. Vielen Dank dafür!

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Eine Reise nach “China light”

[dropcapss]R[/dropcapss]eisen bedeutet für mich in der Regel früh aufstehen. Und so war es draußen noch stockdunkel, als ich den Weg nach Macau angetreten bin. Um zwei Uhr klingelte der Wecker….

[dropcapss]R[/dropcapss]eisen bedeutet für mich in der Regel früh aufstehen. Und so war es draußen noch stockdunkel, als ich den Weg nach Macau angetreten bin. Um zwei Uhr klingelte der Wecker. Aufgeregt und vollkommen übermüdet bin ich den langen Weg nach China angetreten. Es sollte für mich das erste Mal Asien sein und was soll ich sagen? Ich fand’s super.

Nach etwa elf Stunden Flugzeit mit “Cathay Pacific” hatte ich das erste Mal asiatischen Boden unter meinen müden Füßen. Wir waren von Frankfurt nach Hongkong geflogen und mussten jetzt auf dem Flughafen rund drei Stunden auf unsere Überfahrt nach Macau warten. Was mir gleich in Hongkong aufgefallen ist, war – na klar – die asiatischen Schriftzeichen überall und die ununterbrochene Weihnachtsmusik, die aus den vielen Lautsprechern dudelte. Anfangs fand ich das ja noch ganz lustig, aber nach drei Stunden „Vollbetankung“ kann einem klassische Weihnachtsmusik gehörig auf die Nerven gehen.

In 45 Minuten mit Highspeed nach Macau

Um 10:15 Uhr war es dann soweit und wir konnten auf die Fähre nach Macau, die in knapp 45 Minuten mit Highspeed übers Wasser düst. Von der Überfahrt habe ich selbst nichts mitbekommen, da ich – kaum gesessen – in einen komatösen Kurzschlaf gefallen bin. Die mittlerweile knapp 24 Stunden Reisezeit und sieben Stunden Zeitverschiebung steckten mir dann doch in den Knochen. Zum Glück konnten wir in unserem wirklich tollen Hotel „Mandarin Oriental“ erst mal verschnaufen und den Blick auf den Macau Tower und ein Teil der Stadt werfen. Im 23. Stock in der Badewanne unmittelbar am Fenster zu entspannen, wird sicherlich ein „Magic Moment“ dieser Reise für mich bleiben. Und auch das Essen dort – übrigens unter der Leitung der Österreicherin Hildegard Anzenberger – war ein Traum.

Skyline von Macau

Die Skyline von Macau. Die Stadt hat einige Hochhäuser und interessante Gebäude.

Das Programm, dass mich in Macau erwartete war spannend: Ich sollte die macanesische Küche kennenlernen, die traditionelle und die moderne Architektur der Stadt, tolle Hotels sehen und ein bisschen die Kultur verstehen, die hinter dieser ehemaligen Kolonie Portugals steckt. Erst 1999 wurde Macau an die Chinesen zurückgegeben, und seitdem befindet sich die Stadt unter chinesischer Sonderverwaltung. Dass macht sich vor allem bei der Einreise bemerkbar, denn als EU-Bürger reicht ein normaler Reisepass aus. Visum braucht man – anders als in China – nicht.

Pauluskirche in Macau

Die Pauluskirche in Macau ist inzwischen ein Wahrzeichen der Stadt geworden.

Macau ist die Stadt mit der größten Verkehrsdichte der Welt und auch mit der größten Unfallquote, gemessen an den Einwohnern pro Quadratkilometer, was unsere Gruppe leider auch gleich am zweiten Tag schmerzhaft kennenlernen musste. Ein Zusammenstoß mit einem Motorroller – und davon gibt es massig in Macau – brachte „uns“ eine gebrochene Nase, eine Schnittverletzung auf der Nase, die mit sieben Stichen genäht werden musste, Rippenprellungen, ein geschwollenes Bein und einen riesen Schock ein. Zum Glück, so muss man es heute sehen, ist nicht mehr passiert und wir konnten auch die Rückreise gemeinsam wieder antreten.

Balkon in China-Town in Macau

Typische Balkon in China-Town in Macau. Da die Zimmer nicht sehr groß sind, wir der Balkon einfach als Wohnraum mitgenutzt und ist daher mit Gittern abgesperrt.

Echte Macanesen haben einen Elternteil aus Portugal und einen aus China. So ist auch die typische macanesische Küche zu sehen – halb Asia, halb Portugal. Dennoch dominiert für mich die portugiesische Seite in der Stadt. Das kann daran liegen, dass an vielen Stellen in der Stadt portugiesisch gesprochen wird. Und es gibt noch viele weitere Dinge, die diese Stadt vom traditionellen China unterscheidet, wie unser Guide Joao Sales erklärt: „In Macau gibt es keine Geburtenrate. Hier haben Frauen die Möglichkeit Führungspositionen zu besetzen.“ Macau sei eine moderne Stadt mit eher demokratischen Grundzügen. So erhalte die Regierung einen Auftrag der Bürger, bestimmte Gesetze oder Richtlinien einzuführen. Nun ja…

Aber eins ist Macau ganz bestimmt: „Sauber!“ Es ist die einzige Stadt, die ich bisher kennengelernt habe, die Hundetoiletten hat. Jeder Hundehalter ist dafür verantwortlich, dass die Hunde lernen auf solche „Toiletten“ zu gehen. Andernfalls kommt der Hund in die Suppe? Quatsch! „In Macau werden Hunde nicht gegessen“, sagt unser Guide. Aber die Regelung greift, und so kommt es nicht selten vor, dass Hundebesitzer den Hunden mit einem Stück Zeitung hinterherlaufen und bei jedem „Sitzversuch“ des Hundes, diesem die Zeitung unter den Hintern schieben. Könnte so Thai-Chi entstanden sein?

Das Stadtbild ist geprägt von Armut und Reichtum. Auf der einen Seite gibt es Viertel, in denen Asiaten auf verrosteten alten Friseurstühlen unter freiem Himmel Haare schneiden und auf der anderen Seite gibt es Läden, da ist alleine das Haarwasser mehr wert als das Monatseinkommen einer asiatischen Familie. Das Ungleichgewicht wird vor allem im Dunkeln sichtbar. Leuchtende, glänzende, funkelnde Hochhäuser mit vielen Casinos auf der einen Seite und Straßen voller Armut auf der anderen Seite.

Das größte Casino der Welt ist in Macau

Glücksspiel wird in Macau in 34 Casinos betrieben. Darunter ist auch das größte Casino der Welt, das „The Venetian“. Während in Deutschland zumindest auf den Stil viel wert gelegt wird (Sakko etc.), während man seine Kohle verspielt, ist es in Macau vollkommen egal, wie man dort hingeht. Hauptsache man spielt. Und das machen die Asiaten gerne.

Hotel "The Venetian" in Macau

Das Hotel “The Venetian” in Macau wird in der Winterzeit mit einer Lasershow in Szene gesetzt.

Vielleicht noch kurz ein paar Worte zu dem Hotel & Casino „The Venetian“. Vollkommen abgefahren, vollkommen kitschig – mehr fällt mir dazu eigentlich nicht ein, denn in dem Hotel gibt es drei Kanäle, auf denen man mit Gondeln umherkutschiert werden kann. Die Asiaten lieben es und nehmen teilweise mehr als zwei Stunden Wartezeit in Kauf. Cool war die Weihnachtsdekoration des Hotels. Der gesamte Vorplatz wurde mit Kunstschnee künstlich in eine Winterlandschaft verwandelt. Ein riesiger, blaugeschmückter Tannenbaum stand vor dem Hotel und sogar eine Eisbahn war aufgebaut. In der Dunkelheit wurde per Lasershow die gesamte Front des riesigen Gebäudes in Winter „gelegt“ und alle 30 Minuten zeigte eine Laser- und Musikshow ein Weihnachtsmärchen.

Grabstein eines Mannes aus Plön (Holstein) in Macau

Ein Grabstein eines Mannes aus Plön (Holstein) in Macau, der offensichtlich mit dem Schiff in die Stadt gekommen und dort gestorben ist.

Beim Stadtbummel sind wir an einem Friedhof vorbei gekommen, auf dem alte Seefahrer bestattet worden sind. Auch deutsche Namen sind unter den Toten und für mich war es erstaunlich, dass ausgerechnet ein Mann aus meiner Nachbarstadt dort begraben liegt. F.W. Schnitgers aus Plön in Holstein, geb. am 31. Mai 1773 und gestorben am 30. Mai 1807 wurde dort nach vielen Leiden – wie es auf der Tafel steht – beigesetzt. Wie klein die Welt doch auch früher schon war…

Ja, was ist mein Fazit aus der Reise in die asiatische Welt? Macau ist ein toller Ort, weil er viel Geschichte hat und gleichzeitig sehr modern ist. Das Stadtbild ist geprägt von asiatischer und portugiesischer Architektur, die Küche ist super. Wer abends gerne ausgeht, findet hier Orte, um gepflegt zu essen oder zu feiern. Einen längeren Urlaub würde ich in Macau nicht machen. In einer Woche hat man alles von der Stadt gesehen und wird am Ende, wie ich, doch sehr begeistert sein.

Mehr von Macau

Unbekanntes Macau: Skyfall oder Skywalk – Dim Sum oder Caldo verde?
Video: Macau am Tag (Teil 1 von 2)
Video: Macau in der Nacht (Teil 2 von 2)
Bilder: Eine Fotoreise quer durch Macau

[toggle title=”Weitere Infos zu Macau erhalten Sie in Deutschland”]Fremdenverkehrsbüro Macau Schenkendorfstr. 1, 65187 Wiesbaden Telefon: 0611 – 26767-30 E-Mail: [email protected] www.macau-info.de[/toggle]

Hinweis: Ich wurde von noble kommunikation und macau government tourist office auf diese Reise eingeladen. Vielen Dank dafür!

3 Kommentare zu Eine Reise nach “China light”

Die Stadt der zwei Gesichter (1 von 2)

Macau ist die Stadt der zwei Gesichter. Das erste Video meiner kurzen Reise nach China zeigt Macau am Tag. Zu sehen sind der Red Market, der A-Ma-Tempel sowie einige Ausschnitte aus dem täglichen Leben der Stadt.

Macau bei Tag

Macau ist die Stadt der zwei Gesichter. Das erste Video meiner kurzen Reise nach China zeigt Macau am Tag. Zu sehen sind der Red Market, der A-Ma-Tempel sowie einige Ausschnitte aus dem täglichen Leben der pulsierenden Stadt.

Einen ausführlichen Text über die Reise nach Macau finden Sie hier…
Fotos über die Reise nach Macau finden Sie hier…

Hinweis: Ich wurde von noble kommunikation und macau government tourist office auf diese Reise eingeladen. Vielen Dank dafür!

5 Kommentare zu Die Stadt der zwei Gesichter (1 von 2)

Meine Fotoreise quer durch Macau

[dropcapss]W[/dropcapss]enn ich Macau beschreiben soll, dann würde ich es mit einer Suppenschüssel vergleichen und das soll überhaupt nicht negativ klingen. Ich liebe Eintopf, und so bin ich auch ein klein…

[dropcapss]W[/dropcapss]enn ich Macau beschreiben soll, dann würde ich es mit einer Suppenschüssel vergleichen und das soll überhaupt nicht negativ klingen. Ich liebe Eintopf, und so bin ich auch ein klein wenig in Macau verliebt.

In Macau wird portugiesische und chinesische Küche in einen Topf gegeben, genauso wie asiatische und portugiesische Architektur. Schlendert man durch die Straßen der Stadt, hört man ein Stimmengewirr aus beiden Ländern. Mein allererster Besuch in Asien war toll.

Vielleicht soviel schon vorweg: Skywalk ist wegen schlechtem Wetter ausgefallen und auch der Skyfall war ein totaler Reinfall, denn so richtig spielt der neue James Bond gar nicht in Macau. Naja… Wie ich schon in einem früheren Bericht geschrieben habe, bin ich von noble kommunikation und macau government tourist office auf die Reise nach Macau eingeladen worden. Ich war vorher noch nie in Asien und war richtig gespannt, was mich dort erwartet. Jetzt bin ich richtig begeistert von der Nachbarstadt Hongkongs, die aber nicht sehr viel mit China gemeinsam hat. Ich habe viel gesehen, viel erlebt und nehme euch jetzt im ersten Teil meiner Macau-Serie mit auf eine Fotoreise.

Meine Fotoreise quer durch Macau

Sehr früh ging es für mich nach Frankfurt und dann weiter mit Cathay Pacific Airways nach Hongkong. Übrigens kann ich die Premium Economy der Airline sehr empfehlen, wenn für Business Class das Geld nicht ganz reicht..

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Der erste Blick auf die Skyline von Macau aus dem Bus…

Mein Hotelzimmer und der Blick aus dem Zimmer war atemberaubend. Aus dem 23. Stockwerk des Mandarin Oriental sah ich genau auf den Macau Tower…

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In Macau ist auch die Architektur durcheinandergewürfelt. Historische Gebäude sind umgeben von modernen Neubauten und exklusiven Hotels…

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Überall auf den Strassen wird gehandelt und verkauft. Auf den Strassen erhält man die günstigeren Waren, in den Shopping-Mals in den Hotels finden sich überwiegend exklusive Shops. Die Währung in Macau heißt Pataca (MOP$), mit dem aber auch nur dort bezahlt werden kann. 10 Pataca entsprechen in etwa 1 EUR.
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Streetlive in Macau…
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Der A-Ma Tempel gehört zu den wichtigsten Tempel der Stadt und aus diesem Grund herrscht dort auch ziemlicher Betrieb… Generell stehen an jeder Ecke der Stadt Schreine…

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Das war die Fotoreise durch Macau. Das erste Video zur Tour seht ihr hier…

Hinweis: Ich wurde von noble kommunikation und macau government tourist office auf diese Reise eingeladen. Vielen Dank dafür! Die in dem Artikel geschilderten Ansichten und Meinungen sind und bleiben aber meine eigenen.

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Unbekanntes Macau: Skyfall oder Skywalk – Dim Sum oder Caldo verde?

Wenn am Dienstag der Flieger ab Frankfurt in Richtung Hongkong abhebt, bin ich richtig gespannt, was mich die nächsten sechs Tage erwartet. Mein Ziel ist Macau, für viele das „Las…

SenatsplatzWenn am Dienstag der Flieger ab Frankfurt in Richtung Hongkong abhebt, bin ich richtig gespannt, was mich die nächsten sechs Tage erwartet. Mein Ziel ist Macau, für viele das „Las Vergas“ aus Asien. Seit 1999 ist Macau wieder in chinesischer Hand. Vorher gehörte es seit Mitte des 16. Jahrhunderts zu Portugal, und genau das macht es für mich so reizvoll. Ich mag die chinesische und die portugiesische Architektur… und die Küche.

Doch was steht auf dem Programm, dass von noble kommunikation und macau government tourist office erstellt worden ist? Als erstes geht’s ja mit Cathay Pacific nach Honkong, von da aus mit der Fähre nach Macau und dort ins Mandarin Oriental Hotel, einem der angesagtesten Hotels der Stadt. Am Abend fahren wir zum Macau Tower, der mit 338 Metern einen hervorragenden Blick über die Stadt bietet. Abgefahren ist auch die Möglichkeit, dort einen sogenannten „Skywalk X“ zu machen. Dabei geht man auf einem 1,5m breiten Außenring ohne Geländer und nur mit Haltegurt gehalten um den Turm herum. Ich bin am überlegen, ob ich mich da mal raufwagen soll.
Skywalker beim "Skywalk X" mit Blick auf MacauAm nächsten Tag machen wir einen Spaziergang durch das historische Zentrum Macaus, das 2005 von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt worden ist. Hier freue ich mich besonders auf den Mix aus chinesischer und portugiesischer Geschichte. Highlight soll hier der A-Ma Tempel sein. Ich bin auch sehr gespannt auf den Senatsplatz, der quasi als Stadtzentrum dient und mit Steinmosaiken im Wellenmuster gefliest worden ist.

Weiter geht’s zum “Red Market”, einer riesigen Markthalle, die in den dreißiger Jahren erbaut worden ist. Hier gibt’s alles, was das Herz eines Koches begehrt: Fisch, Fleisch, Gemüse, Obst etc.

Am Freitag starten wir die zweite „Walking Tour“. Diesmal sehen wir uns die alten chinesischen Bereiche an und starten bei „Camoes Garten“. Dieser Park soll über enge Pfade verfügen die sich zwischen uralten Bäumen entlangschlängeln. Bin sehr gespannt. Richtig Lust habe ich aber darauf, bei einer lokalen Tai Chi Klasse mitzumachen, die dort täglich stattfinden. Danach besuchen wir die engen Straßen und Stadtteile, die Ian Flemming dazu inspiriert haben sollen, den neuesten James Bond „Skyfall“ auch in Macau zu drehen. Finde ich dort den Geist von „007“? Geschüttelt und nicht gerührt…

Der Samstag steht ganz im Zeichen des Glücksspiels. Wie sollte es auch anders sein, am Casino kommt man in Macau nicht vorbei. Da ich absolut noch nie Glück im Spiel gehabt habe, werde ich mich auf das Zuschauen beschränken und freue mich, wenigstens einmal im Leben im Kreise der Reichen und Schönen dieser Welt zu sein.

Ach Macau, irgendwie freue ich mich auf Dich!

P.S.: Wer Lust hat, kann die Tour auf Twitter und Instagram verfolgen. Unter dem Hashtag #b53macau veröffentliche ich alle wichtigen, spannenden Infos und Fotos.

Foto: Fremdenverkehrsbüro Macau

Hinweis: Ich bin von noble kommunikation und macau government tourist office auf diese Reise eingeladen worden. Herzlichen Dank dafür. Die Meinungen und Ansichten bleinen meine eigenen.

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