Treffpunkt 8.30 Uhr, Deck Neun – Sportdeck. Vielleicht war die Nacht ein wenig kurz, aber egal. Heute Morgen geht’s ran an den Speck und beim „Fascial Balance“ um ein neuartiges, effektives Ganzkörpertraining. „Seid ihr gut drauf?“, fragt Fitnesstrainerin Yvonne Buhmann in die Runde der etwa 20 sportlichen Frühaufsteher und erntet wohlwollendes Kopfnicken. 30 Minuten schweißtreibendes Training machen Laune – und sorgen für das angenehme Bewusstsein, das anschließende ausgiebige Frühstück auch verdient zu haben. Muße, sich am ersten Seetag auf die vor zwei Tagen in Miami begonnene Kreuzfahrt in die nordöstliche Karibik zu freuen, bleibt schließlich noch genug.

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Radfahren bei strammem Gegenwind am Strand von Port Canaveral – eine ausreichende Anzahl an Mountainbikes ist bei den Aida-Schiffen immer an Bord. Bild: Geiselhart

Die Frage, ob eine luxuriöse Seefahrt mit dem Gedanken an eine aktive und sportlich durchaus ambitionierte Entspannung in Einklang zu bringen ist, braucht man sich auf einem Schiff der AIDA-Flotte nicht zu stellen. „Unsere Sportangebote gehören für uns zur Grundphilosophie des legeren Reisens und sind ganz auf die Wünsche unserer Kunden abgestimmt“, bringt Heiko Schliek, General-Manager der AIDAvita, die Konzeption seines Hauses auf den Punkt. Wie die Umsetzung aussehen kann, davon konnte man sich schon am Vortag in Port Canaveral bei einer „Bikingtour“ überzeugen. Bei knappen 30 Grad im Schatten geht es per Mountainbike durch die in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts entstandene Retortenstadt – in ruhigem Tempo, dafür bei strammem Gegenwind entlang des Banana River zur Indian Lagoon.

Mit dem Mountainbike auf Tour bei 30 Grad

Die in Aussicht gestellten Alligatoren bekommt man an diesem Tag zwar nicht zu Gesicht. Spaß hat’s trotzdem gemacht, sicher auch wegen der Badepause und des Eintauchens ins 29 Grad warme Meerwasser, aber auch wegen der herrlichen Einblicke, die der Kreuzfahrttourist bei den konventionellen Busausflügen eben nicht zu sehen bekommt. Kurzer Stopp beim Exploration Tower mit Blick aufs Kennedy Space Center. Dann geht’s nach erstrampelten 25 Kilometern zurück auf Schiff – mit einem guten Körpergefühl und der Erkenntnis, dass man sich den Kuchen am Nachmittag mit gutem Gewissen schmecken lassen darf. Und wer immer noch nicht genug hat, der legt am frühen Abend beim „Indoor-Cycling“ mit Gleichgesinnten noch eine Schippe drauf, powert sich eine volle Stunde genussvoll aus und kann gleichzeitig das Auslaufen der AIDAvita aus einer ganz anderen Perspektive genießen.

Ein Bad am Wasserfall von „Fluch der Karibik“

Relaxt im heißen Sand liegen oder im Ausflugsprogramm doch lieber für etwas Bewegung sorgen? Darüber mag man natürlich unterschiedlicher Auffassung sein. Zum Beispiel auch auf Puerto Rico. Wer ein paar Schweißtropfen im tropischen Klima nicht scheut, auf den wartet im Nationalpark El Yunque ein einzigartiges Naturerlebnis. Bei einer Wanderung durch den „Big Tree Trail“ des Regenwalds darf sich der Kreuzfahrtgast an 240 tropischen Baumarten, an allen erdenklichen Farnarten und Orchideen, auch an den Geräuschen der Frösche und der „Puerto Rico Woodpeckers“ erfreuen. Gutes Schuhwerk und ein wenig Kondition sind allerdings schon erforderlich. Auf teilweise unbefestigten, glitschigen Wegen geht es rauf und runter. Abkühlung bringt ein Bad an einem Wasserfall, der auch exotisch genug war, um als Drehort für „Fluch der Karibik“ zu dienen.

„Stretch&Relax-Kurs“ an Deck Neun der AIDAvita

Doch zurück zum Deck Neun der AIDAvita. „Atme tief in deinen Bauch“, sagt die Trainerin am Ende des „Stretch&Relax-Kurs“ und am Ende eines phantastischen Kreuzfahrttages. Das wohlige Gefühl, das sich einstellt, sollte eine Weile anhalten. Morgen ist ein neuer Tag. Es geht nach Samana in die Dominikanische Republik und bei einer „Canopy Tour“ über zehn verschiedene Plattformen und mit Hochseilen über die Gipfel des Regenwalds. Adrenalin pur ist in jedem Fall garantiert. Und Zeit, um sich an den herrlichen karibischen Stränden zu entspannen, gibt’s an den nächsten Tagen noch reichlich.

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Sich richtig auspowern und dabei den Blick aufs offene Meer genießen – beim schweißtreibenden Indoor Cycling kein Problem. Fotos: Geiselhart

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Ganzkörper-Workout gefällig? Beim reichhaltigen Sport-Programm an Bord ist für jeden etwas dabei.


Titelfoto: Fotolia/SeanPavonePhoto


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