Als kleiner Junge habe ich mir Filme wie „Meuterei auf der Bounty“ angesehen, weil ich das Leben auf einem so großen Segelschiff atemberaubend fand. Das lautlose, nur mit Windkraft angetriebene, Schiff, die weite blaue See und große weiße Segel haben mich fasziniert. Jetzt darf ich selbst mit so einem tollen Schiff segeln. Die „Star Clipper“ nimmt mich mit auf die Tour um die Leeward Inseln. Damit geht für mich in vier Wochen einer meiner größten Reiseträume in Erfüllung.

Star Clipper im Rennen mit der Royal Clipper.

Star Clipper im Rennen mit der Royal Clipper.

Ich kann es immer noch gar nicht glauben. Ich darf im Februar eine Woche lang durch die Karibik segeln, Meerluft schnuppern, Sonne tanken und dem Wind in den Segeln lauschen. Wahnsinn. Auf meiner Kurzkreuzfahrt mit dem Schwesterschiff „Star Flyer“ auf der Elbe im letzten Jahr, konnte ich schon ein klein wenig Atmosphäre auf dem Schiff schnuppern. Faszinierend, wie die 75 Crewmitglieder die Segel setzen und der Kahn sich im Wind zur Seite neigt. Faszinierend auch, wie lautlos das riesige Schiff durchs Wasser gleitet.

Star Clipper hat Platz für 170 Passagiere

Die „Star Clipper“ ist ein Viermaster mit einer Segelfläche von 3.365 Quadratmetern, gehört zur Reederei “Star Clippers” und hat Platz für 170 Passagiere. Wir starten in Philipsburg auf der Insel St. Maarten und nehmen Kurs auf Charlestown. Der Ort gehört zur Karibikinsel Nevis und hat etwa 1.700 Einwohner. Weiter geht’s dann nach Cabrits, eine Vulkan-Halbinsel auf Dominica, einer Insel der Kleinen Antillen. Hier wurde der Film „Fluch der Karibik“ gedreht und verspricht schon mal Piratenatmosphäre. Auf der Weiterfahrt nach Terre-de-Haut, einem Archipel bei Guadeloupe stößt ein weiterer Großsegler zu uns. Das größte Segel-Kreuzfahrtschiff der Welt, der Fünfmaster „Royal Clipper“ wird uns einige Zeit begleiten. Weiter geht’s dann über Grande Ansa (Guadeloupe) nach Falmouth Harbour auf Antigua. Die letzte Insel, die wir auf der Tour anlaufen ist Saint-Barthélemy. Der Hafen dort heißt Gustavia und wurde wahrscheinlich nicht nach meinem Sohn Gustav benannt.

Die Route um die Leeward Inseln in der Karibik verspricht viele tolle Augenblicke und Erlebnisse, und ich bin super gespannt, mit welchen Eindrücken ich wieder zurückkomme. Vielleicht lasse ich mir schon mal ein Totenkopf auf den Oberarm tätowieren. Captain Jack Sparrow lässt grüßen…

Hinweis in eigener Sache: Die Reise für diesen Beitrag wurde zum Teil unterstützt von Veranstaltern, Hotels, Fluglinien und/oder Tourismus-Agenturen. Wir legen sehr großen Wert auf eine unabhängige und neutrale Berichterstattung, daher sind die Meinungen, Eindrücke und Erfahrungen der jeweiligen Autoren ihre eigenen.