Kategorie: Südafrika

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Kapstadt: Eine Liebe fürs Leben

Verwöhnt von der Sonne, umarmt von zwei Meeren: Kapstadt wird nicht von ungefähr immer wieder zum attraktivsten Ende der Welt gekürt. Mit Superlativen sollte man vorsichtig sein – doch „Mothercity“ ist schon von Natur aus mit verschwenderischer Schönheit ausgestattet. Dazu wirbt Kapstadt mit einer kunterbunten Kulturszene und lockt mit sprühender Lebenslust.

Verwöhnt von der Sonne, umarmt von zwei Meeren: Kapstadt wird nicht von ungefähr immer wieder zum attraktivsten Ende der Welt gekürt. Mit Superlativen sollte man vorsichtig sein – doch „Mothercity“ ist schon von Natur aus mit verschwenderischer Schönheit ausgestattet. Dazu wirbt Kapstadt mit einer kunterbunten Kulturszene und lockt mit sprühender Lebenslust.

Traumhafte Buchten, klarer Himmel, blühende Gärten und die idyllischen Winelands direkt vor der Haustür: Das alleine würde reichen, um sich in diese Stadt zu verlieben. Doch zusätzlich, wie ein  dickes Sahnehäubchen obendrauf, stemmt sich auch noch der Tafelberg rund 1000 Meter in die Höhe und thront wie ein Fanal über der 3-Millionen-Metropole. Dieser steinerne Koloss am Ende des Kontinents zeigt jeden Tag ein neues Gesicht – mal wolkenverhangen und düster, dann im Abendlicht schimmernd wie eine Fata Morgana, dann wieder strahlend und klar. Dann scheint er zu locken, kommt hoch und schaut euch die Stadt zu meinen Füßen an. Wer nur kurz in Kapstadt ist, sollte den Berg immer im Auge behalten. Sobald der Wind das „Tischtuch“ weggefegt hat und sich der launische Koloss wolkenlos zeigt, heißt es: Ab in die Seilbahn und hoch. Der Ausblick ist grandios. Wie auf einem Wimmelbild schmiegt sich das Häusermeer rund um den Tafelberg und den kleineren Lion’s Head. Das Stadion zur Fußballweltmeisterschaft 2010, die dem Land einen ordentlichen Entwicklungsschub verpasst hat, ist als kleines Rund in der Tiefe auszumachen.

In der Ferne schimmert Robben Island

In der Ferne schimmert Robben Island, die Gefangeneninsel, auf der Freiheitskämpfer und Nationalheld Nelson Mandela 18 Jahre inhaftiert war. Gut erkennbar ist auch die Victoria & Alfred Waterfront mit den edlen Hotels, schicken Malls und trendigen Restaurants. Nicht weit entfernt blinkert es in allen Regenbogenfarben: Hier liegt das Bo-Kaap-Viertel mit den farbenfrohen Häusern und verwinkelten Gassen, in dem die muslimische Gemeinde ihr Zuhause hat. Eingerahmt ist diese Szene von kleinen Buchten, die sich an der Küste aneinanderreihen und den glitzernden Wellen des Atlantischen Ozeans, der am Horizont mit dem strahlend blauen Himmel verschmilzt. Wer oben auf dem Tafelberg steht, kommt schnell zu dem Schluss, dass es eine Lebensaufgabe ist, diese Stadt vollständig auszukosten. Wer kürzer bleibt, muss sich der Qual der Wahl stellen.

Kunst, Kitsch und Kulinarik

Die Victoria & Alfred Waterfront ist schon seit Jahren eine der Hauptattraktionen für Touristen. Das elegant aufgemöbelte ehemalige Werftgelände mit vielen historischen Gebäuden beherbergt heute edle Hotels, moderne Shopping-Malls und rund 50 Restaurants und Bars. Dazu gibt es Kinos, Kunstmärkte und das Two Oceans Aquarium. Neues Highlight ist seit September 2017 das Zeitz MOCAA Museum für zeitgenössische afrikanische Kunst. Ein nicht mehr genutztes Getreide-Silo wurde entkernt und um einen Glasaufbau erweitert. Darin untergebracht ist die Kunstsammlung von Ex-PUMA-Chef Jochen Zeitz, der auch Mitnamensgeber des neuen Kulturtempels ist. Unbedingt ansehen – vor allem die Architektur ist spektakulär! In den oberen Etagen ist das Silo Hotel untergebracht, das eine tolle Rooftop-Bar bietet.

Bo-Kaap-Viertel: Kunterbunte Idylle

Das Bo-Kaap-Viertel ist eine idyllische Oase downtown Kapstadt. Hier wohnt in kunterbunten Häuschen die muslimische Gemeinde der Stadt. Es sind die Nachfahren der im 17. und 18. Jahrhundert aus Südostasien ans Kap verschleppten Sklaven. Das malerische Bo-Kaap mit den verwinkelten Gassen und farbenfrohen Häuserzeilen ist beliebtes Postkartenmotiv und gilt als Must-see für Touristen. Tipp: Einige der geführten Touren bieten den Besuch bei einer einheimischen  Familie an, die zu diesem Anlass kapmalaiische Leckereien auftischt. Wem die indisch inspirierten Köstlichkeiten schmecken, kann auch einen Kochkurs buchen.

Hier trifft sich die Szene: Long Street, Woodstock, Observatory

Wer das junge Herz Kapstadt schlagen hören möchte, schlendert am besten die Long Street entlang, bewundert die viktorianischen Häuser, stöbert in Trödel- und Antiquitätengeschäften und genießt seinen Espresso in einem stylischen Café. Eine kleine, aber spannende Szene hat sich auch an der oberen Bree Street angesiedelt. Die alternative Gemeinde trifft man allerdings vor allem in den Stadtvierteln Woodstock und Observatory. Galerien, Bio-Shops, Street-Art und Backpacker-Hostels bestimmen hier das Bild.

Historischer Rundgang: Weg in die Freiheit

Wer das heutige Südafrika verstehen möchte, muss in die Vergangenheit blicken. An kaum einem Ort geht das besser als in Kapstadt. Ein historischer Rundgang zeigt das kulturelle und historische Herz der Metropole. Die Geschichte der Stadt begann im Company’s Garden. Hier baute im 17. Jahrhundert die The Dutch East India Company Obst und Gemüse an, um die Schiffe auf ihrem Weg nach Asien mit dringend benötigter Frischware zu versorgen. Bei der Tour durch Kapstadts Zentrum trifft man auf all die großen Namen der Geschichte wie Jan Smuts, Cecil John Rhodes und natürlich Nelson Mandela. Alle haben sie ihre Spuren in Kapstadt hinterlassen. Im Abstand von nicht einmal hundert Metern hatten drei Friedensnobelpreisträger ihre Wirkungsstätte: Frederik de Klerk und Mandela im Parlamentsgebäude und Erzbischof Desmond Tutu in der St. George’s Anglican Cathedral gleich nebenan.

Camps Bay: Leben am Meer

Seapoint, Fresnaye, Bantry Bay und schließlich Camps Bay – wie an einer Perlenkette aufgezogen reihen sich die beliebten Stadtviertel mit Meerblick  an der Atlantikküste entlang. Vor allem in der Vorzeigebucht Camps Bay, das auch mit dem Hop-on-Hop-off-Bus erreichbar ist, treffen sich die Betuchten und Schönen und lassen mit Blick aufs Meer den Tag vorbeiziehen. Wer in Kapstadt den Easy-way of-life genießen möchte, ist hier richtig. Den schöneren Blick auf die Stadt und den Tafelberg hat man allerdings von Norden aus, etwa vom Milnerton Beach, von Big Bay oder Bloubergstrand.

Kirstenbosch: Grüne Oase

Kapstadt bietet Attraktionen für alle Wünsche: Neben Meer, Bergen, Kultur und Lifestyle kommen auch Natur- und Gartenfans nicht zu kurz. Hauptanziehungspunkt ist der Kirstenbosch National Botanical Garden – eine vor mehr als einhundert Jahren angelegte Parkanlage mit einheimischen Gewächsen  wie Heidekräutern, Palmfarnen und Sukkulenten. Eine wunderbare Idylle, die vor allem am Wochenende von Captonians mit riesigen Picknickkörben aufgesucht wird. Tipp: Im Sommer hier unbedingt die Freiluftkonzerte besuchen!

Spektakulär: Zum Kap der Guten Hoffnung

Wer Kapstadt besucht, wird sich eine Fahrt zum Kap der Guten Hoffnung nicht entgehen lassen. Auf dem Chapman’s Peak Drive, einer spektakulären Küstenstraße, geht es gen Süden. Links erhebt sich das Tafelbergmassiv, rechts glitzert der Ozean in der Tiefe. Das Ziel dieses Ausflugs ist Cap Point, ein 250 Meter hohes Kliff, das auf der Spitze einen Leuchtturm trägt. Das half den früheren Seefahrer allerdings nicht immer: Vor dem Kliff liegen zahlreiche Schiffswracks auf Grund. Auf dem Rückweg geht es meist zum Boulders Beach bei Simonstown mit einer großen Population possierlicher Afrikanischer Pinguine.

Bilderbuchidylle: Auf in die Winelands

Vor den Toren Kapstadt warten die viel gepriesenen Winelands. Im Dreieck der Weinorte Stellenbosch, Paarl und Franschhoek wachsen die edlen Trauben. Rund 300 Weingüter sind hier ansässig und laden in historischem Ambiente zu Weinverkostungen, kulinarischen Events und Übernachtungen ein. Viele der Weingüter blicken auf eine lange Vergangenheit zurück und schmücken sich mit perfekt restaurierten Herrenhäusern im kapholländischen Stil. Die kürzeste Weinroute ist übrigens nur 30 Autominuten von Kapstadts Zentrum entfernt. Am Südhang des Tafelbergs findet sich das historische Gut Groot Constantia mit einem pittoresken Herrenhaus, in dem ein Museum untergebracht ist.

Weitere Informationen

Hinweis: Derzeit herrscht in Kapstadt Wasserknappheit. Die Bevölkerung ist angehalten, nicht mehr als 50 Liter am Tag zu verbrauchen. Mit Beginn der Regenzeit im Mai könnte sich die Lage entspannen, falls genug Niederschläge niedergehen. Wer eine Reise plant, sollte sich über die aktuelle Lage informieren.

Empfehlenswerte Unterkünfte: Das Sea Five ist ein sympathisches Boutiquehotel mit schönem Blick in Camps Bay (www.seafive.co.za). Restaurants und die Strandpromenade sind zu Fuß erreichbar. Für betuchte Gäste bietet sich die Zehn-Zimmer-Villa Ellerman House in Bantry Bay an. Hier findet sich auch die größte Privatsammlung südafrikanischer Kunst (www.ellerman.co.za). Das Belmond Mount Nelson strahlt historisches Ambiente aus und bietet den stilvollsten High-Tea am Kap (www.belmond.com).

Empfehlenswerte Weingüter: Boschendal mit großem Park und Museum (www.boschendal.com); Holden Manz, ein kleines, feines Weingut mit herzlichem Service (www.holdenmanz.com); Babylonstoren, eine idyllische Anlage mit großem Bauerngarten (www.babylonstoren.com)

Weitere Tipps:

Führung durchs Bo-Kaap mit Toufiek Mustapha: Yusuf Tours, www.yusuftours.com, [email protected], [email protected],  +27 73 8999 381

Auskünfte: Deutschsprachige Informationen zum Reiseland Südafrika sind erhältlich unter www.dein-suedafrika.de oder der kostenfreien Service-Nummer 0800/1189118.

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Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung

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Mit Ranger Delicious auf wilder Fährte

Um fünf Uhr früh ist es im Wildreservat Gondwana, knapp 140 km von Kapstadt, noch bitterlich kalt. Obwohl der November in Südafrika bekanntlich den Frühling bringt. Ziehen wir unsere Skiunterwäsche unter die Jeans an und schlüpfen in dicke Wollpullis. Aber die Vorfreude und Neugierde auf die bevorstehende Pirschfahrt mit Ranger Delicious aus Simbabwe macht alles wieder wett.

Um fünf Uhr früh ist es im Wildreservat Gondwana, knapp 140 km von Kapstadt, noch bitterlich kalt. Obwohl der November in Südafrika bekanntlich den Frühling bringt. Ziehen wir unsere Skiunterwäsche unter die Jeans an und schlüpfen in dicke Wollpullis. Aber die Vorfreude und Neugierde auf die bevorstehende Pirschfahrt mit Ranger Delicious aus Simbabwe macht alles wieder wett.

Da hören wir schon das herzliche Lachen des Rangers, der uns zu so früher Stunde in die Wildnis entführt. „Das Areal umfasst 11.500 Hektar und wir sind zwölf Ranger, die sich um die Tiere kümmern und mit den Gästen die Fahrten unternehmen“, erklärt Delicious auf Englisch. Der 48-jährige Simbabweaner begann mit 24 Jahren als Ranger zu arbeiten. „Es gefällt mir, mit Leuten zusammen zu sein und ich liebe die authentische Natur mit ihren wilden Tieren“, sagt er während er geschickt den behäbigen Land Rover über holprige Wege lenkt.

Abenteuerliche Pirschfahrt durch den Busch von Gondwana

Mit seinem ganz besonderem Gespür weiß er genau, wo sich jetzt um diese Uhrzeit zum Beispiel die Elefanten aufhalten. Wenn es knackt im Gehölz und es tüchtig schaukelt, dann hat der Wildnisprofi die richtige Fährte gewählt. Es dauert nicht lange und im Licht der fahlen Morgensonne steht nur ein paar Meter vor uns eine Elefantenmama und ihr Junges tippelt tapsig hinterdrein. Von diesen behäbigen Tieren kann man Ruhe lernen.

„Löwen hingegen sind nicht ganz so einfach anzutreffen. Sie lassen sich gerne bitten“, so seine Erfahrung. Auf abschüssigen Wegen durchs Gestrüpp fährt er mit dem Jeep ganz gefühlvoll, bis zwei Löwenweibchen mit einer Schar kleiner Babies uns direkt vor die Kühlerhaube laufen. „Sie sind stolz auf ihren Nachwuchs“, kommentiert der Ranger ihren koketten Auftritt. Ganz ohne Scheu, verspielt und putzig trotten sie umher, immer in Tuchfühlung mit den Müttern.

Ganz plötzlich bremst Delicous. Vor uns steht unübersehbar ein monströses, männliches Nashorn, das angriffslustig mit kleinen, zugekniffenen Augen auf die Stoßstange des Jeeps zusteuert. „Hakuna Mutata (kein Problem)“, brummt der Ranger. Er kennt das hitzige Temperament des Nashorns. Es beschützt sein trächtiges Weibchen und versteht gar keinen Spaß, wenn man seine Kreise stört.

Langsam bricht die Dämmerung an. Die Stimmen im Busch werden immer deutlicher. Schwere, dunkle Wolken ziehen auf. Hell erleuchtet hingegen sind einige Wasserstellen. „Dort befinden sich Nashörner. Sie werden streng bewacht, denn in Asien gilt das gemahlene Horn als potenzfördernd und wird dort wie Gold gehandelt. Das lockt kriminelle Wilderer an“, so Delicous, der uns bevor es ganz dunkel wird, unter freiem Himmel einen Picknick bereitet. Staunend erleben wir den Untergang der Sonne und das Aufgehen des Vollmondes, der auf der anderen Seite der Horizontlinie sichtbar wird. Unvergessliche Momente, inszeniert von der Natur.

Soziales und touristische Projekt in “Grootbos”

Im großen Wald, auf Afrikaans „Grootbos“ genannt, oberhalb Hermanus, wo sich die Wale tummeln, wird Natur auf ganz andere Weise präsentiert. Eingebettet zwischen Bergen und Meer liegt das ausgedehnte Naturparadies mit seinen 2.500 ha. Darin wachsen und gedeihen über 765 autochtone Pflanzenarten, die je nach Jahreszeit blühen. Die Geschichte von Grootbos begann 1991 mit 123 Hektar als die Familie Lutzeyer das Land als Farm nutzte. Dann wurde es zum B&B, bis Michael Lutzeyer den Grund mit seinen heutigen Ausmaßen für den nachhaltigen Tourismus öffnete und daraus eine moderne Eco-Lodge machte. „Tourismus im Dienst der Natur“ ist mein Motto“, meint der quirrlige Besitzer. Das Land umfasst sieben Farmen und steht unter Naturschutz. „Als Grootbos Stiftung folgen wir einem gemeinnützigen Programm, beschäftigen 150 Vollzeitangestellte, von denen etwa 80 Prozent aus ortsnahen Gemeinden stammen“, erläutert Lutzeyer. Somit schützt das touristische Projekt die Natur und dient zugleich der Armutsbekämpfung im Land. Für den kulinarischen Genuss bietet das Panoramarestaurant eine Gourmetküche mit erlesenen Weinen und einem fantastischen Rundblick bis zur Walker Bay ans Meer.

DSC05231 - Urlaub in Suedafrika - Eva Mayring

Auf der längsten Weinstraße der Welt

In Stellenbosch, nach Kapstadt die zweit älteste Stadt in Südafrika, gegründet 1679, stehen noch heute historische Gebäude im barocken, kapholländischen Stil. Sie verleihen dem Mekka des südafrikanischen Weinlandes eine ganz besondere Note. Da Stellenbosch mit der längsten Weinstraße der Welt insgesamt 157 Weingüter und 21 Weinrouten besitzt, entscheiden wir uns für Delheim, wo die charmante Managerin Nora Sperling-Thiel das traditionsreichen Weingut leitet. Nach 20 Jahren der Kultivierung des Anbaus werden heute erstklassige Rotweine, wie der Pinotage und Shiraz geerntet. „Für die jungen Damen gibt es jetzt die Cup Cake Verkostung. Statt Käse oder Oliven reichen wir Muffins, dazu passt perfekt unser Roséwein” so Nora. Wer dann im lauschigen Weingarten  z.B. ein frisches Fischfilet  oder ein zartes Springbocksteak genießen möchte, der folgt ebenfalls dem kreativen Konzept von Nora, kulinarischen Genuss, in angenehmen Ambiente mit Delheim Weinen charmant zu kombinieren.

Babylonstoren im Stil einer alten Farm

Nur knappe 60 km von Kapstadt entfernt in einer felsigen Wüstenregion liegt das Farmhotel Babylonstoren, das im Stil einer alten Farm nachgebaut wurde. Wie ein magischer Ort liegt das Anwesen mit seinen grünen Gartenanlagen in bunter Blütenpracht. Gewächshäuser, Bäckerei, Charcuterie, Molkerei und Weinkeller sind eine perfekte Kombination und ergänzen sich zum produktiven Ganzen.

Fantasievolle Biorezepte, köstliche Salate, Gemüse und schmackhafte Fleisch-,  Fisch-, und Vegangerichte beweisen die qualitätvolle Herstellung und Zubereitung. Wer sich hier einquartiert, wird mit einem vollen Wellnessprogramm verwöhnt und findet fern ab vom Lärm der Stadt Ruhe zum Relaxen.

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Weingut Lanzerac im kapholländischen Stil (Fotos: Eva-Maria Mayring)

Besuch im Spitzenweingut “Lanzerac”

Das stilvolle Hotel Lanzerac mit 300jähriger Geschichte lädt eher zum Träumen ein. Denn in der antike Umgebung mit großem offenem Kamin, Bibliothek und gemütlichen Sofas da schmeckt der Aperitiv vor dem Dinner besonders gut. Zudem zählt Lanzerac auch zu den Spitzenweingütern, was man bei Verkostungen sehr wohl feststellen kann. Savignon Blanc, Chardonnay und der Pinotage sind besonders beliebt und harmonieren hervorragend zur Springbocklende und Shiitake Pilzen.

In Kapstadt an der der Waterfront pulsiert das Leben

In Kapstadt, der sogenannten Mother City, da zeigt sich Südafrika in den schillernsten Farben. Es wird getanzt, gesungen und Besucher aus der ganzen Welt genießen die lockere, fröhliche Atmosphäre, während die vier Friedensnobelpreisträger, John Luthuli, Desmond Tutu, Frederik Willem de Klerk und Nelson Mandela, in Bronze gegossen an die schweren Zeiten der Apartheid erinnern. Sogar dem berühmten Herzchirurgen Christiaan Barnard ist im „Herzmuseum“ des Groote Schuur Hospitals eine Ausstellung gewidmet.

Rund um die Sundowner Zeit wird es im Hafenviertel etwas ruhiger und wir beobachten, wie eine dicke Wolkendecke den 52 km langen, 16 km und 1087 km hohen Tafelberg aus Quarzsandstein wie ein Daunenbett umhüllt. Die Kapstädter sagen dann, die Tafel sei gedeckt. Und im “Den Anker” an der Waterfront treffen die ersten Gäste ein, um bei einem Glas Pinotage den Untergang der Sonne zu genießen.

Doch dann schlägt die Stunde für eine Whisky-Verkostung in der “Bascule Bar” des Cape Grace Hotels an der Waterfront. Hier lagert die größte Whisky-Sammlung in der südlichen Hemisphäre. Das Sortiment umfasst mehr als 500 Sorten (Single Malts und Blends) aus Schottland, Irland, USA und Kanada. Mit etwas Schokolade, Roquefort oder Lachs als Snacks zwischendurch wird der Geschmack für die erlesenen Tropfen sensibilisiert. Nyika Wellington, der Whisky Sommelier, wählt die Sorten und offeriert sie dann den Gästen. “Wir haben sogar einen 50 Jahre alten Glenfiddich”, so Wellington und Anne, die Barmanagerin präsentiert ihn stolz. (Von 10.00 bis 23.00 Uhr geöffnet.)

Am Wochenende ist der Harbour Market in Haut Bay, Stadtteil von Kapstadt, ein beliebter Treffpunkt für jung und alt. Hier herrscht ein buntes Durcheinander und eifrig wird gegrillt, Riesentapas und Wraps frisch zubereitet und zu heißen Rhythmen gibt’s Wein- und Bier.

Die Kloof Street wartet mit tollen Restaurants und coolen Bars auf.

Wer eher die hippen Lokale bevorzugt, der wird sicher in der Kloof Street fündig. Ein Aperitif in der Gin Bar “Mother’s Ruin” (219 Bree St. Cape Town) ist schon mal ein guter Einstieg. Tom kennt sich perfekt aus mit den 140 Gin Sorten und auch seine Cocktails mit allerlei Kräutern schmecken nach mehr.

Das “Kloof Street House” (30 Kloof St. Gardens, Cape Town) ist eine imposante Dinneradresse. Ob im dschungelartigen Garten oder in den viktorianisch gestylten Innenräumen, die kreative Küche vermag mit köstlichen Kombinationen den Gast zu überraschen. Bei Straußenfilet mit Gorgonzola oder Hühnchen mit Mint Cous Cous wirkt die extravagante Umgebung noch reizvoller.

Das “Black Sheep Restaurant” ist trendig mit sehr guter Küche. Frische Zutaten, leckere Dressings und feines Lamm, Beefburger oder Thunfisch macht Appetit.

Weitere Informationen zum Urlaub in Südafrika

South African Airways fliegt regelmäßig von Deutschland nach Südafrika.

South African Tourism hält auf der Webseite www.dein-suedafrika.de zahlreiche Informationen zum Urlaub in Südafrika bereit.

HInweis: Die Reise fand teilweise auf Einladung statt.

 

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Südafrika – farbenfroh, traditionell, abenteuerlich

Bunt und abwechslungsreich, farbenfroh und lebenslustig, das sind die Begriffe die ich mit Südafrika verbinde. Vom Nervenkitzel den man auf der Spur der wilden Tieren erlebt, über die gut gelaunten…

Bunt und abwechslungsreich, farbenfroh und lebenslustig, das sind die Begriffe die ich mit Südafrika verbinde. Vom Nervenkitzel den man auf der Spur der wilden Tieren erlebt, über die gut gelaunten Menschen und die bunte Vielfalt der traditionellen und einheimischen Kunst. Ob Kapstadt, Johannesburg, Kruger Nationalpark oder Cape-Town – jedes Jahr reisen etwa 8-9 Mio. Touristen nach Südafrika. Das Land der Kontraste bietet nicht kulturelle Unterschiede und auch die „größten“ Tiere dieser Welt sind in Südafrika zuhause.

Big Five in freier Wildbahn erleben

Hier in Südafrika hat man die Chance die Big Five in freier Wildbahn zu erleben. Bei der Auswahl der fünf „großen“ Tiere spielte nicht ausschließlich die Körpergröße der Tiere eine Rolle, sondern in erster Linie die Schwierigkeiten und Herausforderungen bei der Jagd auf sie. Mit einem erfahrenen Ranger und einer Portion Glück begegnen einem auf der Safari Elefanten, Nashörner, Büffel, Löwen und Leoparden draußen in der Savanne von Südafrika.

Aber auch ein Tauchgang in Capetown zu den weißen Haien oder die Beobachtung der Wale von Juni bis November sind Ausflüge, die den Aufenthalt in Südafrika unvergesslich machen. Der Abenteuertourismus nimmt hierzulande im Vergleich zum Rest der Welt eine wichtige Rolle ein. Die Südafrikaner verbringen, so wie auch die Australier mehr Zeit draußen in der freien Natur als wir in Deutschland. Kein Wunder bei den einzigartigen Tieren, Landschaften und unvergesslichen Lichtverhältnissen.

Nachhaltigkeit gewinnt in Südafrika an Bedeutung

Inzwischen setzen einige Projekte in Südafrika vermehrt den Fokus auf den umweltschonenden und nachhaltigen Tourismus. Beispielsweise das Madikwe Game Reserve, eines der größten Wildreservate in Südafrika, hat sich auf Natur- und Tierschutz spezialisiert. Durch die Integration der Gemeinden vor Ort werden Arbeitsplätze geschaffen und so die lokale Bevölkerung gestärkt. Das zugehörige Thakadu River Camp und die Buffalo Ridge Lodge gehören dabei zu hundert Prozent den lokalen Gemeinden.

Mehr als nur Gast sein

Knysna Living Local bieten den Touristen in Südafrika die Chance für ein paar Tage inmitten der Einheimischen zu verbringen und so komplett in deren Kultur einzutauchen. Am Lagerfeuer teilt man neben den Geschichten das Essen mit den Gastgebern und lernt was es bedeutet die begrenzten Ressourcen mit anderen zu teilen: „Ubuntu“ heißt „Menschlichkeit“ und ist die Lebenseinstellung, die man als Tourist aus Südafrika wieder mit nach Hause nimmt.

© Bilder, Video South African Tourism (Südafrika Tourismus)

 

Koop

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Ein Besuch auf den Wochenmärkten in Südafrika

Ach, wie gerne bin ich früher mit meiner Oma über den Wochenmarkt in Malente geschlendert, um frisches Gemüse oder auch frischen Fisch dort einzukaufen. Einige Jahre hatten diese Märkte aufgrund…

Ach, wie gerne bin ich früher mit meiner Oma über den Wochenmarkt in Malente geschlendert, um frisches Gemüse oder auch frischen Fisch dort einzukaufen. Einige Jahre hatten diese Märkte aufgrund großer Shoppingzentren stark zu kämpfen, doch offensichtlich hat sich das Bewusstsein der Verbraucher verändert. Der Trend zu regionalen Produkten hat auch in Südafrika eine florierende Marktkultur entwickelt. Jeden Samstag füllen auch dort bunte Bio- und Landmärkte die Städte am Kap und präsentieren an üppigen Ständen die kulinarische Vielfalt des Landes. Leider ohne meine Oma und mich…

Old Biskuit Mill, Kapstadt

Der “Old Biskuit Mill” in Kapstadt ist ein Wochenmarkt, der viele Besucher anzieht.

Samstag ist Markttag, in Kiel, Malente und auch in Südafrika. Wenn am Wochenende die Farmer und Händler der Region ihre Stände bestücken, dann zieht es Familien, Städter und Touristen auf die regionalen Märkte des Landes. Ob exotische Marula Frucht, saftiges Straußenfilet oder feurig scharfes Curry – hier findet man die Vielfalt Südafrikas. Vor allem die herzlichen Begegnungen mit den Standbesitzern, die mit voller Leidenschaft ihre Produkte vorstellen und das Markterlebnis in Südafrika unverwechselbar machen, sind ein Highlight, wenn man die Nähe zu den Bewohnern nicht scheut. Face to Face mit den Locals.

Der Klassiker unter den südafrikanischen Märkten ist der “The Old Biscuit Mill Market“, dessen Geschichte bis ins 19. Jahrhundert zurück reicht. Dieser Markt zieht jeden Samstag Menschen in die historischen Hallen einer alten Mühle in Kapstadts Stadtteil Woodstock. An den zahlreichen Ständen bieten regionale Händler Selbstgemachtes und Produkte aus biologischem Anbau an – von frisch gebackenem Brot, über feinste Käse- und Fleischsorten bis hin zu regional produzierten Bieren. Einfach mal alles probieren.

Pretoria Boeremark-Markt für den perfekten Start

In Südafrikas Hauptstadt hingegen führt für Besucher kein Weg am “Pretoria Boeremark-Markt” vorbei. Dieser inzwischen legendäre Markt wurde vor gut 20 Jahren vom regionalen Landwirtschaftsverband gegründet und bietet neben frischen Bio-Produkten vor allem typisch kapholländische Spezialitäten an. So umhüllt der süßliche Duft von Koeksisters, Vetkoek und Melkkos die zahlreichen Marktstände. Heute ist der “Pretoria Boeremark” viel mehr als nur ein Ort, um frische Produkte zu erwerben. Für viele Bewohner der Stadt ist der Besuch des Marktes, inklusive ausgiebigem Frühstück, ein toller Start in ein perfektes Wochenende.

An der Garden Route lohnt sich ein Abstecher in das kleine Städtchen Sedgefield, wo sich jeden Samstag von 8 bis halb Zwölf das Stadtleben auf den “Wild Oats Community Farmers’ Market” verlagert. Der Markt ist eine wahre Schatztruhe für Produkte, die es einzig hier zu finden gibt. Die Händler sind Bauern aus den umliegenden Gemeinden die ihre lokal gefertigten Waren anbieten. Importware sucht man hier vergebens.

Höhepunkt des kulinarischen Kalenders der Bewohner von Durban, ist an jedem letzten Samstag im Monat der “The Food Market” im hellenischen Gemeindezentrum der Stadt. Gut 50 verschiedene Stände bieten regional produziertes Fleisch, sonnengereiftes Obst, Gewürze, Pasteten, Käse, Oliven, Biltong und frische Säfte an.

Der “Neighbourgoods Market” in Braamfontein liegt im Herzen von Jo’burg, nur unweit des Szeneviertels Newtown. Der Markt bringt neues Leben in die Stadtlandschaft. Über zwei Etagen füllen delikater Buffalo-Mozzarella, hausgemachtes Bier, gepökeltes Fleisch, feinste Schokoladen und vieles mehr das ehemalige Industriegebäude. Für eine kleine Auszeit nach dem Marktbesuch geht es auf das Dach des Hauses für einen Sundowner und einen unvergesslichen Blick über die Skyline von Johannesburg.

Foto: hfr

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Safari in Kapama – Der Kuss der Elefantenkuh

Eine Safari in einem südafrikanischen Nationalpark brennt sich ins Gedächtnis ein. Die Chance, den „Big Five“ zu begegnen, ist im Kapama Private Game Reserve groß. Vier komfortable Camps ziehen Besucher…

Eine Safari in einem südafrikanischen Nationalpark brennt sich ins Gedächtnis ein. Die Chance, den „Big Five“ zu begegnen, ist im Kapama Private Game Reserve groß. Vier komfortable Camps ziehen Besucher aus aller Welt an.

Suedafrika_Elefantenkuh

Nähern sich dem offenen Range Cruiser: Eine Elefantenkuh und ihr Baby

Kapama Süd Camp, 8.05 Uhr: Ich bin wie elektrisiert. Gerade als ich es mir nach der morgendlichen Safari auf der Liege am Pool bequem machen will, zieht in 250 Metern Entfernung eine Elefantenherde vorbei – und meine Kamera liegt im Zimmer! Über 40 Dickhäuter leben im Kapama Private Game Reserve, das an den Krüger-National-Park angrenzt. Schon gestern Abend hatten wir hautnahen Kontakt zu einer Elefantenkuh.

Im offenen Land-Cruiser haben wir uns am späten Nachmittag auf den Weg gemacht. Am Steuer sitzt Mike Powel (29), der über Funk Kontakt zu den anderen Jeep-Führern hält. Er versorgt uns mit spannenden Infos und beantwortet unsere unzähligen Fragen. Auf dem Sitz über dem Stoßfänger „thront“ Spurensucher Brian Ndlovu, der Mike den Weg durchs Dickicht weist, notfalls mit der Machete. Die beiden Ranger sind seit sechs Jahren ein eingespieltes Team. „Wir müssen uns aufeinander verlassen können, das ist wichtig“, betont Mike.

Auf der Suche nach den „Big Five“

„African Massage“, frotzel Brian, als wir über schlaglochreiche, rötlich-gelbe Wege durch die Savanne fahren. Es ist Frühling in Südafrika. Noch sind die Büsche und Bäume grau. Nur langsam sprießt das junge Grün der Blätter. Gut für die Ranger und für uns, denn so haben wir einen freien Blick ins Buschwerk.

Suedafrika_Nahshorn

Durch asiatischen Pulverwahn gefährdet: Nashörner ruhen in der Abendsonne am Wasserloch.

Impalas, eine afrikanische Antilopen-Art, stehen überall am Wegesrand. Warzenschweine, Giraffen und Zebras äsen entspannt weiter oder drehen „gelangweilt“ ab, als wir uns mit dem Range-Cruiser nähern. Eine Hyäne streift durchs Unterholz. Nilpferde tauchen in Tümpeln für Sekunden auf und stundenlang unter. Foto unmöglich! Wasserbüffel beäugen uns höchst misstrauisch und wirken leicht aggressiv.

Wie alle Safari-Touristen sind auch wir auf der Suche nach den „Big Five“ (den großen Fünf). So haben früher die Großwildjäger Elefant, Leopard, Löwe, Nashorn und Wasserbüffel genannt. Dabei ging es jedoch nicht um die Größe der Tiere, sondern um die Gefahren und Schwierigkeiten, die die Jagd auf sie mit sich brachte. Heute sind Big-Five-Safaris in der Regel unblutig und finden mit der Kamera statt.

Nashörner „sehen“ mit den Ohren

Brian gibt Mike ein Stopp-Zeichen. An einem Wasserloch liegen drei Nashörner – darunter ein Jungtier – faul und friedlich in der warmen Abendsonne. Vom gelben Sand paniert ist ihre dicke Haut, und so verschmelzen sie optisch fast mit ihrer Umgebung. Nur ab und zu wackeln sie mit einem Ohr. „Mit den Ohren orientieren sie sich“, erklärt Mike, „sie können schlecht sehen.“ Wir fahren bis auf 50 Meter an die Nashornfamilie ran.

„Sitzen bleiben, sonst fühlen sie sich bedroht!“, ermahnt uns Mike und erzählt uns etwas über die Gefahren, denen Nashörner durch Wilderer ausgesetzt sind. Die kommen – oft aus Mosambik – über die Grenze, töten die Tiere, um dann das Horn herauszutrennen.

Asiatischer Pulverwahn

Die Hörner werden nach Asien, vor allem Vietnam, ausgeschmuggelt. Das Nashornpulver wird dort als Allzweckmedikament gegen Fieber und Krebs teuer verkauft, 25 000 Dollar (ca. 18 697 Euro) für ein Kilo Nashornpulver. Auch die Potenz soll das Wundermittel stärken. 688 Tiere fielen 2012 laut WWF in Südafrika dem Pulver-Wahn zum Opfer, rund 100 Festnahmen gab es 2013.

Suedafrika_Loewe beim essen

Lässt sich nicht stören: Eine Löwin verspeist ein junges Zebra.

Löwen-Alarm über Funk

Plötzlich bekommt Mike über Funk einen Anruf. Er verspricht uns eine Überraschung. Nach 20 Minuten Fahrt sehen wir durchs Unterholz einen anderen Range-Cruiser. Zwischen uns liegt eine hoch trächtige junge Löwin, die gerade genüsslich ein Baby-Zebra verspeist. Als sie satt ist kommt sie neugierig auf uns zu, quert die Straße und verschwindet auf der anderen Seite im Busch.

Suedafrika_Elefant

Der Weg ist versperrt: Wir müssen warten, bis der Elefant ihn freigibt.

Von Elefanten umzingelt

Laut knackende Äste sowie mächtig hin und her schwingende Baumkronen signalisieren uns, dass Elefanten in der Nähe sein müssen. Dann kommen sie! Eine Elefantenkuh mit zwei Babys und schließlich die ganze Herde. Wir sind von allen Seiten regelrecht umzingelt. Mike ermahnt uns, im Auto ruhig sitzen zu bleiben, vor allem als eine riesige Elefantenkuh ihren Rüssel über die Rückbank des Jeeps für Sekunden hautnah zwischen unseren Schultern durchstreckt.

„Nicht bewegen!“ sagt er immer wieder leise. Wir erstarren zur Salzsäule. „Die sind nur neugierig!“, beruhigt uns Mike. Nach einer Viertelstunde ist das Schauspiel vorbei. Auf dem Heimweg in die Lodge treffen wir in der Dunkelheit noch auf ein schlafendes Löwenrudel am Straßenrad, das das Scheinwerferlicht aber nicht mag und sich verzieht. Wir fahren ins Kapama Süd Camp zurück. Morgen früh um 5 Uhr wird uns das Telefon gnadenlos wecken, weil wir dann zur nächsten Safari aufbrechen.

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung von Thomas Cook. Vielen Dank!

[stextbox id=”info” caption=”Reiseinformationen auf einen Blick”]

Anreise: Verschiedene Airlines fliegen ab Deutschland nach Johannesburg und Kapstadt. Mit South African Airways gibt es Inlandflüge zum Hoedspruit Eastgate Airport. Der Transfer zu den vier Safari-Lodges des „Kapama Private Game Reserve“ (13.000 Hektar), das an den Krüger Nationalpark angrenzt, erfolgt mit offenen Cruise Rovern durch das Reservat.

Reiseziel: Der Krüger Nationalpark ist mit fast zwei Millionen Hektar eines der größten Schutzgebiete Afrikas. Er ist Heimat von über 147 Säugetier- und 507 Vogelarten. Seit dem Jahr 2000 wurden Zäune zu angrenzenden Schutzgebieten in Mosambik und Simbabwe entfernt, und der Park wuchs auf 36.000 qkm zum Great Limpopo Transfrontier Park. Hinzu kommen zahlreiche private Naturschutzreservate.

Unterkunft: Die Auswahl reicht von einfachen Zelten im Buffalo Rock Tented Camp und Bungalows im Skukuza Restcamp im Krüger Nationalpark bis zu privaten Luxus-Lodges und -Zelten.

Stopp-Over: Johannesburg ist eine Stadt im Umbruch. Eine Stadtbesichtigung mit dem Bus oder zu Fuß sowie ein Besuch des Constitution Hill, in dem die Geschichte Südafrikas mit all seinen Turbulenzen erlebbar wird, lohnen sich. Nelson Mandela war dort während der Apartheid zeitweise inhaftiert. Geführte Radtouren gibt es durch Soweto.

Restaurant-Tipp: „The Canteen“ im Künstlerviertel Maboneng Precinct, Johannesburg.

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