Kategorie: Afrika

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Kapstadt: Eine Liebe fürs Leben

Verwöhnt von der Sonne, umarmt von zwei Meeren: Kapstadt wird nicht von ungefähr immer wieder zum attraktivsten Ende der Welt gekürt. Mit Superlativen sollte man vorsichtig sein – doch „Mothercity“ ist schon von Natur aus mit verschwenderischer Schönheit ausgestattet. Dazu wirbt Kapstadt mit einer kunterbunten Kulturszene und lockt mit sprühender Lebenslust.

Verwöhnt von der Sonne, umarmt von zwei Meeren: Kapstadt wird nicht von ungefähr immer wieder zum attraktivsten Ende der Welt gekürt. Mit Superlativen sollte man vorsichtig sein – doch „Mothercity“ ist schon von Natur aus mit verschwenderischer Schönheit ausgestattet. Dazu wirbt Kapstadt mit einer kunterbunten Kulturszene und lockt mit sprühender Lebenslust.

Traumhafte Buchten, klarer Himmel, blühende Gärten und die idyllischen Winelands direkt vor der Haustür: Das alleine würde reichen, um sich in diese Stadt zu verlieben. Doch zusätzlich, wie ein  dickes Sahnehäubchen obendrauf, stemmt sich auch noch der Tafelberg rund 1000 Meter in die Höhe und thront wie ein Fanal über der 3-Millionen-Metropole. Dieser steinerne Koloss am Ende des Kontinents zeigt jeden Tag ein neues Gesicht – mal wolkenverhangen und düster, dann im Abendlicht schimmernd wie eine Fata Morgana, dann wieder strahlend und klar. Dann scheint er zu locken, kommt hoch und schaut euch die Stadt zu meinen Füßen an. Wer nur kurz in Kapstadt ist, sollte den Berg immer im Auge behalten. Sobald der Wind das „Tischtuch“ weggefegt hat und sich der launische Koloss wolkenlos zeigt, heißt es: Ab in die Seilbahn und hoch. Der Ausblick ist grandios. Wie auf einem Wimmelbild schmiegt sich das Häusermeer rund um den Tafelberg und den kleineren Lion’s Head. Das Stadion zur Fußballweltmeisterschaft 2010, die dem Land einen ordentlichen Entwicklungsschub verpasst hat, ist als kleines Rund in der Tiefe auszumachen.

In der Ferne schimmert Robben Island

In der Ferne schimmert Robben Island, die Gefangeneninsel, auf der Freiheitskämpfer und Nationalheld Nelson Mandela 18 Jahre inhaftiert war. Gut erkennbar ist auch die Victoria & Alfred Waterfront mit den edlen Hotels, schicken Malls und trendigen Restaurants. Nicht weit entfernt blinkert es in allen Regenbogenfarben: Hier liegt das Bo-Kaap-Viertel mit den farbenfrohen Häusern und verwinkelten Gassen, in dem die muslimische Gemeinde ihr Zuhause hat. Eingerahmt ist diese Szene von kleinen Buchten, die sich an der Küste aneinanderreihen und den glitzernden Wellen des Atlantischen Ozeans, der am Horizont mit dem strahlend blauen Himmel verschmilzt. Wer oben auf dem Tafelberg steht, kommt schnell zu dem Schluss, dass es eine Lebensaufgabe ist, diese Stadt vollständig auszukosten. Wer kürzer bleibt, muss sich der Qual der Wahl stellen.

Kunst, Kitsch und Kulinarik

Die Victoria & Alfred Waterfront ist schon seit Jahren eine der Hauptattraktionen für Touristen. Das elegant aufgemöbelte ehemalige Werftgelände mit vielen historischen Gebäuden beherbergt heute edle Hotels, moderne Shopping-Malls und rund 50 Restaurants und Bars. Dazu gibt es Kinos, Kunstmärkte und das Two Oceans Aquarium. Neues Highlight ist seit September 2017 das Zeitz MOCAA Museum für zeitgenössische afrikanische Kunst. Ein nicht mehr genutztes Getreide-Silo wurde entkernt und um einen Glasaufbau erweitert. Darin untergebracht ist die Kunstsammlung von Ex-PUMA-Chef Jochen Zeitz, der auch Mitnamensgeber des neuen Kulturtempels ist. Unbedingt ansehen – vor allem die Architektur ist spektakulär! In den oberen Etagen ist das Silo Hotel untergebracht, das eine tolle Rooftop-Bar bietet.

Bo-Kaap-Viertel: Kunterbunte Idylle

Das Bo-Kaap-Viertel ist eine idyllische Oase downtown Kapstadt. Hier wohnt in kunterbunten Häuschen die muslimische Gemeinde der Stadt. Es sind die Nachfahren der im 17. und 18. Jahrhundert aus Südostasien ans Kap verschleppten Sklaven. Das malerische Bo-Kaap mit den verwinkelten Gassen und farbenfrohen Häuserzeilen ist beliebtes Postkartenmotiv und gilt als Must-see für Touristen. Tipp: Einige der geführten Touren bieten den Besuch bei einer einheimischen  Familie an, die zu diesem Anlass kapmalaiische Leckereien auftischt. Wem die indisch inspirierten Köstlichkeiten schmecken, kann auch einen Kochkurs buchen.

Hier trifft sich die Szene: Long Street, Woodstock, Observatory

Wer das junge Herz Kapstadt schlagen hören möchte, schlendert am besten die Long Street entlang, bewundert die viktorianischen Häuser, stöbert in Trödel- und Antiquitätengeschäften und genießt seinen Espresso in einem stylischen Café. Eine kleine, aber spannende Szene hat sich auch an der oberen Bree Street angesiedelt. Die alternative Gemeinde trifft man allerdings vor allem in den Stadtvierteln Woodstock und Observatory. Galerien, Bio-Shops, Street-Art und Backpacker-Hostels bestimmen hier das Bild.

Historischer Rundgang: Weg in die Freiheit

Wer das heutige Südafrika verstehen möchte, muss in die Vergangenheit blicken. An kaum einem Ort geht das besser als in Kapstadt. Ein historischer Rundgang zeigt das kulturelle und historische Herz der Metropole. Die Geschichte der Stadt begann im Company’s Garden. Hier baute im 17. Jahrhundert die The Dutch East India Company Obst und Gemüse an, um die Schiffe auf ihrem Weg nach Asien mit dringend benötigter Frischware zu versorgen. Bei der Tour durch Kapstadts Zentrum trifft man auf all die großen Namen der Geschichte wie Jan Smuts, Cecil John Rhodes und natürlich Nelson Mandela. Alle haben sie ihre Spuren in Kapstadt hinterlassen. Im Abstand von nicht einmal hundert Metern hatten drei Friedensnobelpreisträger ihre Wirkungsstätte: Frederik de Klerk und Mandela im Parlamentsgebäude und Erzbischof Desmond Tutu in der St. George’s Anglican Cathedral gleich nebenan.

Camps Bay: Leben am Meer

Seapoint, Fresnaye, Bantry Bay und schließlich Camps Bay – wie an einer Perlenkette aufgezogen reihen sich die beliebten Stadtviertel mit Meerblick  an der Atlantikküste entlang. Vor allem in der Vorzeigebucht Camps Bay, das auch mit dem Hop-on-Hop-off-Bus erreichbar ist, treffen sich die Betuchten und Schönen und lassen mit Blick aufs Meer den Tag vorbeiziehen. Wer in Kapstadt den Easy-way of-life genießen möchte, ist hier richtig. Den schöneren Blick auf die Stadt und den Tafelberg hat man allerdings von Norden aus, etwa vom Milnerton Beach, von Big Bay oder Bloubergstrand.

Kirstenbosch: Grüne Oase

Kapstadt bietet Attraktionen für alle Wünsche: Neben Meer, Bergen, Kultur und Lifestyle kommen auch Natur- und Gartenfans nicht zu kurz. Hauptanziehungspunkt ist der Kirstenbosch National Botanical Garden – eine vor mehr als einhundert Jahren angelegte Parkanlage mit einheimischen Gewächsen  wie Heidekräutern, Palmfarnen und Sukkulenten. Eine wunderbare Idylle, die vor allem am Wochenende von Captonians mit riesigen Picknickkörben aufgesucht wird. Tipp: Im Sommer hier unbedingt die Freiluftkonzerte besuchen!

Spektakulär: Zum Kap der Guten Hoffnung

Wer Kapstadt besucht, wird sich eine Fahrt zum Kap der Guten Hoffnung nicht entgehen lassen. Auf dem Chapman’s Peak Drive, einer spektakulären Küstenstraße, geht es gen Süden. Links erhebt sich das Tafelbergmassiv, rechts glitzert der Ozean in der Tiefe. Das Ziel dieses Ausflugs ist Cap Point, ein 250 Meter hohes Kliff, das auf der Spitze einen Leuchtturm trägt. Das half den früheren Seefahrer allerdings nicht immer: Vor dem Kliff liegen zahlreiche Schiffswracks auf Grund. Auf dem Rückweg geht es meist zum Boulders Beach bei Simonstown mit einer großen Population possierlicher Afrikanischer Pinguine.

Bilderbuchidylle: Auf in die Winelands

Vor den Toren Kapstadt warten die viel gepriesenen Winelands. Im Dreieck der Weinorte Stellenbosch, Paarl und Franschhoek wachsen die edlen Trauben. Rund 300 Weingüter sind hier ansässig und laden in historischem Ambiente zu Weinverkostungen, kulinarischen Events und Übernachtungen ein. Viele der Weingüter blicken auf eine lange Vergangenheit zurück und schmücken sich mit perfekt restaurierten Herrenhäusern im kapholländischen Stil. Die kürzeste Weinroute ist übrigens nur 30 Autominuten von Kapstadts Zentrum entfernt. Am Südhang des Tafelbergs findet sich das historische Gut Groot Constantia mit einem pittoresken Herrenhaus, in dem ein Museum untergebracht ist.

Weitere Informationen

Hinweis: Derzeit herrscht in Kapstadt Wasserknappheit. Die Bevölkerung ist angehalten, nicht mehr als 50 Liter am Tag zu verbrauchen. Mit Beginn der Regenzeit im Mai könnte sich die Lage entspannen, falls genug Niederschläge niedergehen. Wer eine Reise plant, sollte sich über die aktuelle Lage informieren.

Empfehlenswerte Unterkünfte: Das Sea Five ist ein sympathisches Boutiquehotel mit schönem Blick in Camps Bay (www.seafive.co.za). Restaurants und die Strandpromenade sind zu Fuß erreichbar. Für betuchte Gäste bietet sich die Zehn-Zimmer-Villa Ellerman House in Bantry Bay an. Hier findet sich auch die größte Privatsammlung südafrikanischer Kunst (www.ellerman.co.za). Das Belmond Mount Nelson strahlt historisches Ambiente aus und bietet den stilvollsten High-Tea am Kap (www.belmond.com).

Empfehlenswerte Weingüter: Boschendal mit großem Park und Museum (www.boschendal.com); Holden Manz, ein kleines, feines Weingut mit herzlichem Service (www.holdenmanz.com); Babylonstoren, eine idyllische Anlage mit großem Bauerngarten (www.babylonstoren.com)

Weitere Tipps:

Führung durchs Bo-Kaap mit Toufiek Mustapha: Yusuf Tours, www.yusuftours.com, [email protected], [email protected],  +27 73 8999 381

Auskünfte: Deutschsprachige Informationen zum Reiseland Südafrika sind erhältlich unter www.dein-suedafrika.de oder der kostenfreien Service-Nummer 0800/1189118.

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Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung

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Souks, Tee und Sonne

Abflug: Hamburg 9.45 Uhr, 3 Grad, grau und Regen, Ankunft: Marrakesch 15.30 Uhr 18 Grad, hell und Sonne. Manchmal ist es so einfach, den Winter-Blues hinter sich zu lassen. Mit dem Flieger vom Airport Helmut Schmidt in Fuhlsbüttel über Zürich in die marokkanische Königsstadt – das ist im Dezember, Januar oder Februar eine sehr gute Option, um ein paar Tage Urlaub für die Augen und die Seele zu machen.

Abflug: Hamburg 9.45 Uhr, 3 Grad, grau und Regen, Ankunft: Marrakesch 15.30 Uhr 18 Grad, hell und Sonne. Manchmal ist es so einfach, den Winter-Blues hinter sich zu lassen. Mit dem Flieger vom Airport Helmut Schmidt in Fuhlsbüttel über Zürich in die marokkanische Königsstadt – das ist im Dezember, Januar oder Februar eine sehr gute Option, um ein paar Tage Urlaub für die Augen und die Seele zu machen.

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Sie sind laut, bunt und würzig – die Märkte in der Medina. (Fotos: Jürgen Hoffmann)

Aufzeichnungen nach einer Reise nach Marrakesch hat 1954 schon Elias Canetti gemacht. „Die Stimmen von Marrakesch“ hat er seinen Bericht genannt – er hat mich während meiner fünf Tage in der Stadt begleitet. Wie Canetti bin ich morgens, mittags und abends durch die arabischen und jüdischen Viertel der Medina gestreift, habe Händler und Gaukler auf den Märkten beobachtet, orientalische Gewürze gerochen, feine Tücher betastet und das bis an die Schmerzgrenze laute Stimmengewirr und Moped-Geknatter in den engen Gassen ertragen. Und ich bin – anders als mein Schriftstellerkollege vor sechs Jahrzehnten – auf die ruhige Dachterrassen schicker Cafés und Restaurants gestiegen, Oasen über dem lauten Trubel des  quirligen Durcheinanders unten, und in herrliche Gartenanlagen mit Pools eleganter Hotels geflüchtet.

Marrakesch ist Orient pur

Der Reihe nach: Marrakesch ist Orient pur. Wer die ganz besondere Atmosphäre dieser Stadt aufsaugen will, muss zu Fuß los. Er sollte sich durch die Medina, die Altstadt, die seit 1985 zum Weltkulturerbe der Unesco gehört und von einer 20 Kilometer langen Mauer umschlossen ist, treiben lassen – und am besten sich verlaufen. In den verwunschenen Winkeln des Labyrinths aus kleinen Gassen nämlich liegt der Zauber des Ortes. Hier, wo es weder Straßenschilder noch Hausnummern gibt, werden Leder-Schuhe, -Taschen und -Gürtel wie vor 100 Jahren hergestellt, buntgefärbte Stoffe an Schilfstangen zum Trocknen aufgehängt, Teppiche inmitten eines lauten Durcheinanders versteigert und in den Gassen der Eisenschmieden – wegen des rhythmischen Lärms kaum zu verfehlen – Schlösser und Lampen produziert. Vom Weg abkommen, gehört für mich zu den schönsten Erlebnissen in Marrakesch.

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Datteln, Feigen und unzählige Gewürze auf den Souks sind eine Ferienreise für Augen und Gaumen

Ohne Führer Souks von Marrakesch erkunden

Angst? Die muss man hier nicht haben – wenn man nicht gerade mit seiner 3.000-Euro-Gucci-Tasche oder seiner 5.000-Euro-Rolex-Uhr herumwedelt. Die Souks von Marrakesch lassen sich auf eigene Faust auch ohne Führer gefahrlos erkunden. Wenn man von einem Einheimischen angesprochen wird, will er meistens nur helfen – ohne dass er dafür ein Bakschisch erwartet. Ausnahmen bestätigen die Regel. Einmal hielt ein junger Mann nachdem er uns zum Palais Bahia geführt hatte die Hand auf. Mit 20 Dirham, umgerechnet etwa 1,80 Euro, waren ihm aber nicht genug, frech forderte er mehr. Wir gaben ihm schließlich 40 Dirham.

Viel Aufregendes in Marrakesch verbirgt sich hinter hohen Mauern. Paradiesische Innenhöfe, farbenprächtige Gärten, sprudelnde Rosenbecken sind der Gegenpol zur Reizüberflutung auf den Straßen. Eines der schönsten Beispiele ist der „Jardin Majorelle“ in der Neustadt Guèlize, den der französische Designer Yves Saint Lauren vor 40 Jahren kaufte und restaurierte. Er inspirierte ihn, war sein Rückzugsort, wurde nach seinem Tod seine letzte Ruhestätte. Tausende Besucher bewundern hier Jahr für Jahr rund 300 verschiedene Pflanzenarten aus allen fünf Kontinenten. Im Garten-Cafe Bousafsaf lässt sich wunderbar verweilen – gerade in den Monaten Oktober bis April, wenn es tagsüber obwohl die Sonne acht Stunden scheint nur zwischen 18 und 27 Grad C warm ist (Juli/August 36 bis 40 Grad C). Tipp: Wer nicht eine oder zwei Stunden in der Warteschlange stehen möchte, sollte früh morgens kommen, der Garten wird um 8 Uhr geöffnet.

Zäune – Tradition in Marokko

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Hinter hohen Mauern verstecken sich herrliche Gärten und Pools

Eingemauert und eingezäunt sind auch die meisten Nobel-Hotels der Stadt. Das hat weniger etwas mit der Sicherheit zu tun, sondern ist vielmehr Tradition in Marokko. Die Herrschenden und Wohlhabenden haben sich seit jeher zurückgezogen, wohnten auch vor 100 Jahren schon außerhalb der Medina. Heute reihen sich etwa in Guèlize prächtige Luxushotels, stylische Riads und Clubs aneinander. Legendär ist das “La Mamounia” direkt an der Mauer der Medina. In dieser altehrwürdigen 5-Sterne Prachtherberge auf einem ehemaligen königlichen Anwesen aus dem 12. Jahrhundert residierten schon Churchill, Mick Jagger und viele andere Prominente. Die Pool-Landschaft und der Garten sind ein Traum, das Mittags-und Abend-Buffet auch. Das hat seinen Preis: Die Übernachtungspreise beginnen bei etwa 400 Euro. Noch teurer ist das “Royal Mansour” nur ein paar Schritte weiter. Eigentümer: der marokkanische König. Hier residieren Gäste nicht in Doppelzimmern oder Suiten, sondern in prächtigen Riads. Die mehrstöckigen Häuser mit den offenen Innenhöfen haben einen eigenen Pool auf dem Dach. Wer nicht ganz so tief in die Tasche greifen, aber trotzdem luxuriös wohnen und speisen möchte, sollte das „Four Seasons Resort“ gegenüber den Menara-Gärten ins Auge fassen. Das im orientalischen Stil gebaute Hotel (Übernachtungspreise: ab 300 Euro) ist eingebettet in einen 16 Hektar großen Garten. Wenn man nach Sonnenuntergang durch die beleuchteten Arkaden, Innenhöfe mit Brunnen flaniert, unter Olivenbäumen oder Palmen oder am 35 Meter langen Swimmingpool sitzt, erinnert man sich an die morgenländischen Erzählungen „Tausendundeine Nacht“. Elias Canetti war hier nicht – bedauerlich für ihn.

urlaub in marokko

Abends wird im Garten des „Four Seasons Resort“ in Marrakesch der Traum vom 1001 Nacht (fast) wahr. (Foto: Four Seasons)

Letzter Tipp: Whisky Marocain

Letzter Tipp: Marrakesch ist eine faszinierende Stadt mit viele aufregenden Facetten. Den besten Eindruck bekommt man von ihr, wenn man sich in einem Café auf dem Place des Epices oder dem Place des Ferblantiers einen Tee bestellt und das Treiben genießt. Der süße Tee wird von den Marokkanern Whisky Marocain“ genannt, denn er hat die gleiche Farbe, wird in Massen konsumiert, und wer diesen Namen nennt, erntet freundliche Lacher.

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Mit Ranger Delicious auf wilder Fährte

Um fünf Uhr früh ist es im Wildreservat Gondwana, knapp 140 km von Kapstadt, noch bitterlich kalt. Obwohl der November in Südafrika bekanntlich den Frühling bringt. Ziehen wir unsere Skiunterwäsche unter die Jeans an und schlüpfen in dicke Wollpullis. Aber die Vorfreude und Neugierde auf die bevorstehende Pirschfahrt mit Ranger Delicious aus Simbabwe macht alles wieder wett.

Um fünf Uhr früh ist es im Wildreservat Gondwana, knapp 140 km von Kapstadt, noch bitterlich kalt. Obwohl der November in Südafrika bekanntlich den Frühling bringt. Ziehen wir unsere Skiunterwäsche unter die Jeans an und schlüpfen in dicke Wollpullis. Aber die Vorfreude und Neugierde auf die bevorstehende Pirschfahrt mit Ranger Delicious aus Simbabwe macht alles wieder wett.

Da hören wir schon das herzliche Lachen des Rangers, der uns zu so früher Stunde in die Wildnis entführt. „Das Areal umfasst 11.500 Hektar und wir sind zwölf Ranger, die sich um die Tiere kümmern und mit den Gästen die Fahrten unternehmen“, erklärt Delicious auf Englisch. Der 48-jährige Simbabweaner begann mit 24 Jahren als Ranger zu arbeiten. „Es gefällt mir, mit Leuten zusammen zu sein und ich liebe die authentische Natur mit ihren wilden Tieren“, sagt er während er geschickt den behäbigen Land Rover über holprige Wege lenkt.

Abenteuerliche Pirschfahrt durch den Busch von Gondwana

Mit seinem ganz besonderem Gespür weiß er genau, wo sich jetzt um diese Uhrzeit zum Beispiel die Elefanten aufhalten. Wenn es knackt im Gehölz und es tüchtig schaukelt, dann hat der Wildnisprofi die richtige Fährte gewählt. Es dauert nicht lange und im Licht der fahlen Morgensonne steht nur ein paar Meter vor uns eine Elefantenmama und ihr Junges tippelt tapsig hinterdrein. Von diesen behäbigen Tieren kann man Ruhe lernen.

„Löwen hingegen sind nicht ganz so einfach anzutreffen. Sie lassen sich gerne bitten“, so seine Erfahrung. Auf abschüssigen Wegen durchs Gestrüpp fährt er mit dem Jeep ganz gefühlvoll, bis zwei Löwenweibchen mit einer Schar kleiner Babies uns direkt vor die Kühlerhaube laufen. „Sie sind stolz auf ihren Nachwuchs“, kommentiert der Ranger ihren koketten Auftritt. Ganz ohne Scheu, verspielt und putzig trotten sie umher, immer in Tuchfühlung mit den Müttern.

Ganz plötzlich bremst Delicous. Vor uns steht unübersehbar ein monströses, männliches Nashorn, das angriffslustig mit kleinen, zugekniffenen Augen auf die Stoßstange des Jeeps zusteuert. „Hakuna Mutata (kein Problem)“, brummt der Ranger. Er kennt das hitzige Temperament des Nashorns. Es beschützt sein trächtiges Weibchen und versteht gar keinen Spaß, wenn man seine Kreise stört.

Langsam bricht die Dämmerung an. Die Stimmen im Busch werden immer deutlicher. Schwere, dunkle Wolken ziehen auf. Hell erleuchtet hingegen sind einige Wasserstellen. „Dort befinden sich Nashörner. Sie werden streng bewacht, denn in Asien gilt das gemahlene Horn als potenzfördernd und wird dort wie Gold gehandelt. Das lockt kriminelle Wilderer an“, so Delicous, der uns bevor es ganz dunkel wird, unter freiem Himmel einen Picknick bereitet. Staunend erleben wir den Untergang der Sonne und das Aufgehen des Vollmondes, der auf der anderen Seite der Horizontlinie sichtbar wird. Unvergessliche Momente, inszeniert von der Natur.

Soziales und touristische Projekt in “Grootbos”

Im großen Wald, auf Afrikaans „Grootbos“ genannt, oberhalb Hermanus, wo sich die Wale tummeln, wird Natur auf ganz andere Weise präsentiert. Eingebettet zwischen Bergen und Meer liegt das ausgedehnte Naturparadies mit seinen 2.500 ha. Darin wachsen und gedeihen über 765 autochtone Pflanzenarten, die je nach Jahreszeit blühen. Die Geschichte von Grootbos begann 1991 mit 123 Hektar als die Familie Lutzeyer das Land als Farm nutzte. Dann wurde es zum B&B, bis Michael Lutzeyer den Grund mit seinen heutigen Ausmaßen für den nachhaltigen Tourismus öffnete und daraus eine moderne Eco-Lodge machte. „Tourismus im Dienst der Natur“ ist mein Motto“, meint der quirrlige Besitzer. Das Land umfasst sieben Farmen und steht unter Naturschutz. „Als Grootbos Stiftung folgen wir einem gemeinnützigen Programm, beschäftigen 150 Vollzeitangestellte, von denen etwa 80 Prozent aus ortsnahen Gemeinden stammen“, erläutert Lutzeyer. Somit schützt das touristische Projekt die Natur und dient zugleich der Armutsbekämpfung im Land. Für den kulinarischen Genuss bietet das Panoramarestaurant eine Gourmetküche mit erlesenen Weinen und einem fantastischen Rundblick bis zur Walker Bay ans Meer.

DSC05231 - Urlaub in Suedafrika - Eva Mayring

Auf der längsten Weinstraße der Welt

In Stellenbosch, nach Kapstadt die zweit älteste Stadt in Südafrika, gegründet 1679, stehen noch heute historische Gebäude im barocken, kapholländischen Stil. Sie verleihen dem Mekka des südafrikanischen Weinlandes eine ganz besondere Note. Da Stellenbosch mit der längsten Weinstraße der Welt insgesamt 157 Weingüter und 21 Weinrouten besitzt, entscheiden wir uns für Delheim, wo die charmante Managerin Nora Sperling-Thiel das traditionsreichen Weingut leitet. Nach 20 Jahren der Kultivierung des Anbaus werden heute erstklassige Rotweine, wie der Pinotage und Shiraz geerntet. „Für die jungen Damen gibt es jetzt die Cup Cake Verkostung. Statt Käse oder Oliven reichen wir Muffins, dazu passt perfekt unser Roséwein” so Nora. Wer dann im lauschigen Weingarten  z.B. ein frisches Fischfilet  oder ein zartes Springbocksteak genießen möchte, der folgt ebenfalls dem kreativen Konzept von Nora, kulinarischen Genuss, in angenehmen Ambiente mit Delheim Weinen charmant zu kombinieren.

Babylonstoren im Stil einer alten Farm

Nur knappe 60 km von Kapstadt entfernt in einer felsigen Wüstenregion liegt das Farmhotel Babylonstoren, das im Stil einer alten Farm nachgebaut wurde. Wie ein magischer Ort liegt das Anwesen mit seinen grünen Gartenanlagen in bunter Blütenpracht. Gewächshäuser, Bäckerei, Charcuterie, Molkerei und Weinkeller sind eine perfekte Kombination und ergänzen sich zum produktiven Ganzen.

Fantasievolle Biorezepte, köstliche Salate, Gemüse und schmackhafte Fleisch-,  Fisch-, und Vegangerichte beweisen die qualitätvolle Herstellung und Zubereitung. Wer sich hier einquartiert, wird mit einem vollen Wellnessprogramm verwöhnt und findet fern ab vom Lärm der Stadt Ruhe zum Relaxen.

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Weingut Lanzerac im kapholländischen Stil (Fotos: Eva-Maria Mayring)

Besuch im Spitzenweingut “Lanzerac”

Das stilvolle Hotel Lanzerac mit 300jähriger Geschichte lädt eher zum Träumen ein. Denn in der antike Umgebung mit großem offenem Kamin, Bibliothek und gemütlichen Sofas da schmeckt der Aperitiv vor dem Dinner besonders gut. Zudem zählt Lanzerac auch zu den Spitzenweingütern, was man bei Verkostungen sehr wohl feststellen kann. Savignon Blanc, Chardonnay und der Pinotage sind besonders beliebt und harmonieren hervorragend zur Springbocklende und Shiitake Pilzen.

In Kapstadt an der der Waterfront pulsiert das Leben

In Kapstadt, der sogenannten Mother City, da zeigt sich Südafrika in den schillernsten Farben. Es wird getanzt, gesungen und Besucher aus der ganzen Welt genießen die lockere, fröhliche Atmosphäre, während die vier Friedensnobelpreisträger, John Luthuli, Desmond Tutu, Frederik Willem de Klerk und Nelson Mandela, in Bronze gegossen an die schweren Zeiten der Apartheid erinnern. Sogar dem berühmten Herzchirurgen Christiaan Barnard ist im „Herzmuseum“ des Groote Schuur Hospitals eine Ausstellung gewidmet.

Rund um die Sundowner Zeit wird es im Hafenviertel etwas ruhiger und wir beobachten, wie eine dicke Wolkendecke den 52 km langen, 16 km und 1087 km hohen Tafelberg aus Quarzsandstein wie ein Daunenbett umhüllt. Die Kapstädter sagen dann, die Tafel sei gedeckt. Und im “Den Anker” an der Waterfront treffen die ersten Gäste ein, um bei einem Glas Pinotage den Untergang der Sonne zu genießen.

Doch dann schlägt die Stunde für eine Whisky-Verkostung in der “Bascule Bar” des Cape Grace Hotels an der Waterfront. Hier lagert die größte Whisky-Sammlung in der südlichen Hemisphäre. Das Sortiment umfasst mehr als 500 Sorten (Single Malts und Blends) aus Schottland, Irland, USA und Kanada. Mit etwas Schokolade, Roquefort oder Lachs als Snacks zwischendurch wird der Geschmack für die erlesenen Tropfen sensibilisiert. Nyika Wellington, der Whisky Sommelier, wählt die Sorten und offeriert sie dann den Gästen. “Wir haben sogar einen 50 Jahre alten Glenfiddich”, so Wellington und Anne, die Barmanagerin präsentiert ihn stolz. (Von 10.00 bis 23.00 Uhr geöffnet.)

Am Wochenende ist der Harbour Market in Haut Bay, Stadtteil von Kapstadt, ein beliebter Treffpunkt für jung und alt. Hier herrscht ein buntes Durcheinander und eifrig wird gegrillt, Riesentapas und Wraps frisch zubereitet und zu heißen Rhythmen gibt’s Wein- und Bier.

Die Kloof Street wartet mit tollen Restaurants und coolen Bars auf.

Wer eher die hippen Lokale bevorzugt, der wird sicher in der Kloof Street fündig. Ein Aperitif in der Gin Bar “Mother’s Ruin” (219 Bree St. Cape Town) ist schon mal ein guter Einstieg. Tom kennt sich perfekt aus mit den 140 Gin Sorten und auch seine Cocktails mit allerlei Kräutern schmecken nach mehr.

Das “Kloof Street House” (30 Kloof St. Gardens, Cape Town) ist eine imposante Dinneradresse. Ob im dschungelartigen Garten oder in den viktorianisch gestylten Innenräumen, die kreative Küche vermag mit köstlichen Kombinationen den Gast zu überraschen. Bei Straußenfilet mit Gorgonzola oder Hühnchen mit Mint Cous Cous wirkt die extravagante Umgebung noch reizvoller.

Das “Black Sheep Restaurant” ist trendig mit sehr guter Küche. Frische Zutaten, leckere Dressings und feines Lamm, Beefburger oder Thunfisch macht Appetit.

Weitere Informationen zum Urlaub in Südafrika

South African Airways fliegt regelmäßig von Deutschland nach Südafrika.

South African Tourism hält auf der Webseite www.dein-suedafrika.de zahlreiche Informationen zum Urlaub in Südafrika bereit.

HInweis: Die Reise fand teilweise auf Einladung statt.

 

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Abtauchen mit der Sea Star

Es ist heiß, windig und sehr wellig. Für viele Gäste auf der Cat Cocos-Fähre von Praslin nach Mahé zu wellig. Zwischen lachenden Einheimischen mit Bier in der Hand und Asiaten mit grünen Gesichtern und Spucktüten lasse ich mir die Gischt ins Gesicht spritzen und genieße die Seeluft und das salzige Wasser auf meinem Gesicht. Die nächsten Tage sind wir auf der Sea Star, einem Segelschiff von Silhouette Cruises mit Platz für knapp 20 Personen. Da ist es gut, seefest zu sein.

Es ist heiß, windig und sehr wellig. Für viele Gäste auf der Cat Cocos-Fähre von Praslin nach Mahé zu wellig. Zwischen lachenden Einheimischen mit Bier in der Hand, gibt es einige Gäste mit grünen Gesichtern und Spucktüten in der Hand. Ich lasse mir die Gischt ins Gesicht spritzen und genieße die Seeluft und das salzige Wasser auf meiner Haut. Die nächsten Tage sind wir auf der Sea Star, einem Segelschiff von Silhouette Cruises mit Platz für knapp 20 Personen. Da ist es gut, seefest zu sein.

Treffpunkt ist der Inter Island Quay im Hafen von Victoria, der Hauptstadt von Mahé. Die vier Schiffe der kleinen Reederei sind vom Terminal der Fähre gut zu sehen und in nur fünf Minuten zu Fuß zu erreichen. Am Pier herrscht reges Treiben, denn drei Schiffe laufen heute aus. Unser Schiff ist die Sea Star, eine 40 Meter lange Yacht mit drei Masten und fünf Bermuda Segeln. Das Schiff verfügt über neun Gästekabinen. Im Inneren des Segelschiffs befindet sich eine Bar sowie ein Raum, der bei schlechtem Wetter fürs Essen genutzt wird. Alles voll klimatisiert. Am Achterdeck befindet sich eine Sitzecke, die überdacht ist. Hier findet das Bordleben statt.

Das Motto dieser Segeltour ist Tauchen

Das Motto dieser Segeltour ist Tauchen, denn von den 14 Gästen haben zwölf ein Tauchpaket gebucht. Zehn davon kommen aus St. Petersburg. Eine russische Tauchgruppe, die – wie sich später herausstellt – schon an vielen Plätzen der Welt getaucht sind. An Bord befinden sich deshalb auch zwei Tauchlehrer, die die Gruppen bei den Tauchgängen begleiten. Neben den russischen Gästen ist noch ein französisches Paar an Bord, die ebenfalls zum Tauchen auf die Seychellen gekommen ist. Ein Glück, das wir auch Taucher sind und für einige Tauchgänge unter Wasser gehen werden. Die Seychellen sind ein großartiges Tauchrevier mit einer Unterwasserwelt aus Granitfelsen, Korallen und jeder Menge bunter Fische. Wir haben während unserer Tauchgänge sogar Haie, Rochen und Schildkröten gesehen.

Nach dem die Sea Star beladen ist und alle Gäste an Bord sind, geht’s auch schon los. Gegen Nachmittag verlässt das Schiff den Hafen von Victoria und nimmt Kurs auf unseren ersten Liegeplatz. Nur knapp eine Stunde dauert die Tour, bis der junge Kapitän Chihep aus Kairo den Anker fallen lässt. Wir sind immer noch in Sichtweite von Mahé, der größten Insel der Seychellen. Die Tauchlehrer nutzen die Zeit, um das Equipment fertig zu machen. Nur wenig später verschwindet die erste Gruppe im Wasser. Ein Anblick, den uns die gesamte Tour begleiten wird, denn bis zu drei Tauchgänge am Tag müssen absolviert werden. Da bleibt für die Truppe aus St. Petersburg nur wenig Zeit zur Erholung. Aber das ist für die Taucher, die zwischen 30 und 55 Jahre alt sind, auch nicht das Ziel dieser Reise.

Kreolisches Essen aus einer winzigen Küche

Anders als bei uns und den beiden Franzosen, die „nur“ acht Tauchgänge in der Woche gebucht haben. Wir nutzen die Liegezeiten, um uns auf das Sonnendeck am Bug zu legen und um zu entspannen. Der Koch, der in einer winzigen Küche für das Essen an Bord sorgt, zeigt uns den großen Jobfish, den es am Abend zu essen gibt. Da dieser noch gefroren ist, hängt der Fisch an einer langen Leine im warmen Meerwasser, um aufzutauen. Kreolische Küche begleitet und die gesamte Woche. Dazu gibt es Obst und zum Kaffee Kekse. Inzwischen sind die Taucher zurück an Bord und berichten über das, was sie unter Wasser gesehen haben. Gegen 18:30 Uhr wird die Schiffsglocke geläutet. Das Zeichen an Bord, dass das Essen angerichtet ist.

Die erste Nacht in der Kabine ist ruhig. Das Schiff liegt still in der Bucht auf dem Wasser. Nur das Holz knarrt recht laut, wenn jemand über den Flur geht. Um 6:30 Uhr wache ich von dem Knarren auf. Die Tauchgruppe macht sich für den ersten Tauchgang fertig. Um 7 Uhr, so die Info vom Tauchlehrer, geht’s in die beiden Beiboote zum ersten Tauchspot. Ich stehe mit auf uns schaue mir das Treiben an Bord an, genehmige mir derweil einen Kaffee, der im Reisepreis enthalten ist. Alle weiteren Getränke (außer Wasser und Tee) müssen bezahlt werden. Frühstück gibt’s, wenn die Gruppe vom Tauchen zurück ist.

Nachdem das morgendliche Ritual an Bord beendet ist, lichtet der Kapitän den Anker und nimmt Kurs auf die Insel Praslin. Die Überfahrt dauert etwa vier Stunden und wird, nach Aussage der Crew, sehr wellig werden. Zu meiner Freude setzt der Kapitän ein großes Segel. Es wird leider das einzige Mal auf der gesamten Tour sein, auf der gesegelt wird.

Nachts liegen wir vor Anker bei Praslin

Am späten Nachmittag erreichen wir unseren Liegeplatz, an dem wir die Nacht ankern werden. Es ist eine Bucht der Insel Praslin, in der wir auch die kommenden Nächte verbringen werden. Die Wetterlage, so der Kapitän, lässt keine andere Möglichkeit zu. Wir und auch die anderen Gäste, hätten gerne auch mal andere Buchten der fantastischen Inselwelt gesehen. Nachdem der Anker im Wasser ist, kommen die Taucher wieder zum Zug. Inzwischen ist sowas wie Routine zu spüren. Neben den drei bisherigen Tauchgängen der letzten Stunden folgen noch zehn weitere in den nächsten Tagen.

Der nächste Tag bringt uns auf die Insel Curieuse, eine weitgehend unbewohnte Insel, auf der eine Aufzuchtstation für Riesenschildkröten zu finden ist. Die Sea Star ankert auf der anderen Seite der Insel, so dass wir einen ausgedehnten Spaziergang durch die Mangrovenwälder der Insel machen können. Curieuse ist neben Praslin die einzige Insel, auf der die Seychellenpalme Coco de Mer endemisch beheimatet ist. Am größten Strand der Insel befindet sich auch das Haus der ehemaligen Leprastration. Die Insel diente im 19. Jahrhundert auch als Aussätzigenlager für Leprakranke.

Das Paradies heißt Grande Soeur

Morgens geht’s weiter in Richtung Grande Soeur und Petite Soeur. Die beiden Schwesterinseln sind unbewohnt und die Insel darf auch nur zu bestimmten Zeiten betreten werden. Hier sieht es aus, wie im Paradies. Weißer Strandsand, Palmen und kaum Menschen. Traumhaft! Wie für die meisten Inseln, muss man für das Betreten eine Gebühr bezahlen. Die Marine Conservation Fee beträgt etwa 182 Euro und beinhaltet auch die Gebühren der Nationalreservate der Seychellen sowie die Eintrittsgelder und Anlandungsgebühren. Am Nachmittag lichtet Kapitän Chihep den Anker und nimmt Kurs auf Coco Island, eine kleine Granitinsel, die eine fantastische Unterwasserwelt bietet.

Coco de Mer mit Zertifikat für 350€

Den vorletzten Tag verbringen wir vormittags auf der Insel Aride, einem Naturreservat, das über mehr Vogelarten verfügt, als jede andere Insel der Seychellen. Hier gibt es fünf endemische Vogelarten und drei Arten mit der weltweit größten Population. Nachmittags geht’s zurück zur Insel Praslin. Unser Ziel ist das berühmte „Vallee de Mai“, das von der UNSECO zum Weltnaturerbe ernannt worden ist. Hier ist die riesige Kokosnuss Coco de Mer heimisch und der Black Parrot, der nur auf dieser Insel vorkommt. Bei einer Führung durch den Nationalpark erfahren wir, dass die Kokosnuss über 35 Jahre braucht, um Früchte zu tragen und dass diese Pflanzen nur hier und auf der Insel Curieuse wachsen. Versuche, die Kokosnuss auf anderen Inseln anzupflanzen sind gescheitert. Und so dürfen diese großen Nüsse auch nur mit Zertifikat außer Landes gebracht werden. Wer die Coco de Mer als Souvenir mit nach Hause nehmen möchte, muss tief in die Tasche greifen. Rund 350€ kostet ein Exemplar mit Zertifikat.

Zurück in unserer nächtlichen Bucht bei Praslin findet heute ein Nachttauchgang statt. Für viele Taucher ein besonderes Erlebnis, denn nachts sind oftmals andere Fische zu sehen. Und so werden die Taucher mit Taschenlampen ausgestattet und mit den Booten zum Tauchplatz gebracht. „Tiefer als acht Meter geht’s nicht“, berichtet einer der beiden Tauchlehrer. Leider, so die Taucher später, war die Sicht nicht gut und so wurden nur wenige Fische gesichtet.

Den letzten Tag verbringen wir auf La Dique

Der letzte Tag steht ganz im Zeichen der Insel La Dique, eine der schönsten Inseln der Seychellen. Die Sea Star ankert weit weg vom Ufer und die Boote bringen uns an Land. Hier gibt es den Anse Source d’Argent, einer der meist fotografierten Strände der Welt. Er bietet durch die eindrucksvollen Granitformationen einen atemberaubenden Anblick. Da wir vor der Tour ein paar Tage auf der Insel verbracht haben, entscheiden wir uns zusammen mit dem französischen Paar per Taxi an den Strand Anse Marron zu fahren.

Von La Dique geht es direkt zurück nach Mahé. Diesmal ist die lange Überfahrt nicht so wellig und wir verbringen die letzte Nacht an Bord im Ste. Anne Marine Park ehe es am nächsten Morgen gegen halb neun am Inter Isand Quai wieder von Bord geht.

Weitere Infos zur Tauchreise mit Silhouette Cruises

Silhouette Cruises, gegründet 1997, bietet Kreuzfahrten auf zwei modernen und zwei historischen Segelschiffen (Baujahre 1915/1920) durch die Inselwelt der Seychellen an. Die Kombination aus der Romantik von Kreuzfahrten unter Segeln sowie der Vielfalt aus Natur und Kultur der Inselgruppe der Seychellen sorgt für einen gleichermaßen entspannten als auch abwechslungsreichen Urlaub. Die Routen und die Atmosphäre an Bord der modernen »Sea Star« und »Sea Bird« sowie auf den historischen Seglern »Sea Shell« und »Sea Pearl« sprechen verschiedene Zielgruppen gleichermaßen an. Weitere Infos gibts unter http://www.seychelles-cruises.com/

Hinweis: Die Reise fand auf Einladung statt.

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Sharm el Sheik – Urlaub in der “Bucht des Scheichs”

Draußen regnet es und die grauen Wolken türmen sich vor meinem Fenster zu skurrilen Skulpturen. Sollen sie ruhig. Ich sitze gemütlich an meinem Fensterplatz im Flugzeug und warte auf den Start in ein Land voller Kultur, Geschichte und wunderbarer Natur.

Draußen regnet es und die grauen Wolken türmen sich vor meinem Fenster zu skurrilen Skulpturen. Sollen sie ruhig. Ich sitze gemütlich an meinem Fensterplatz im Flugzeug und warte auf den Start in ein Land voller Kultur, Geschichte und wunderbarer Natur.

In den vergangenen Jahren hat Ägypten harte Zeiten erlebt. Meldungen über Terror und Gewalt waren regelmäßig an der Tagesordnung und ließen das Land ins künstliche Koma fallen. Leerstehende Hotels und Restaurants, zahlreiche Arbeitslose und ein ungewollter Stillstand waren das Ergebnis.

Nun 2 Jahre nach dem Flugzeugabsturz einer russischen Maschine, scheint Ägypten so langsam wieder aus dem künstlichen Koma zu erwachen. Airlines wie Germania Air oder auch Lufthansa schaffen endlich wieder neue Direktverbindungen. Die Nachfrage steigt und die Neugierde bei den Touristen auch.

Paradies für Taucher und Sonnenanbeter

Sharm el Sheik, übersetzt „Die Bucht des Scheichs“, liegt südlich des Sinai-Hochlandes am Roten Meer und erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung am Küstenstreifen zwischen dem Golf von Sues und dem Golf von Akaba. Einst ein kleines Fischerdorf entdeckte man erst vor rund 30 Jahren den enormen Wert im Tourismus und schon bald wurde aus dem kleinen unscheinbaren Dörfchen ein reines Touristenmekka aus zahlreichen Hotelanlagen, Restaurants, Bars und Vergnügungsmeilen.

Bedingt durch die wunderbare Wasserqualität und die zahlreichen Korallenriffe, ist das Tauchgebiet rund um Sharm el Sheik zudem weltberühmt. Genau das war es was Klaus Reinhard, gebürtiger Augsburger und leidenschaftlicher Taucher, vor mehr als 17 Jahren in seinen Bann gezogen hat. Eher zufällig und ohne einen Hintergedanken begegnete er damals Sharm el Sheik und seiner Unterwasserwelt. Damals noch als deutscher Tauchlehrer der eigentlich nur einen Open Water Dive Kurs in Sharm mit 2 deutschen Touristen beenden sollte. Es folgten mehrere Jahre als Tauchlehrer vor Ort, in denen er mehr als ein Mal seinen Rückflug nach Deutschland verschob.

Die Liebe zum Wasser und der vor Ort antreffenden, atemberaubenden Unterwasserwelt ließen Klaus nicht los und so setzte er alles daran, seinen Traum von einer eigenen Tauchschule hier in Sharm el Sheik umzusetzen. 2007, nach zahlreichen nervenzehrenden Verhandlungen und Momenten war es dann endlich soweit. In einem ehemaligen Beduinendorf in der Sharks Bay entstand der Sunshine Divers Club. Eine deutsche Tauchbasis und Tauchschule mit integrierten Gästezimmern direkt am eigenen Hausriff. Manch einer würde wohl von Schicksal sprechen, besonders nach der Begegnung mit seiner heutigen Frau Mary, die er – wie soll es anders sein – während ihres Tauchurlaubs in Sharm kennen und lieben lernte. Seitdem sind nun 10 Jahre vergangen.

Als ich Mary und Klaus zum ersten Mal sah, sprang auch bei mir direkt der Funke rüber. Eine herzliche Atmosphäre, schon fast familiär begegnet jedem Gast innerhalb des Sunshine Divers Club. Eine kleine eigene Welt inmitten dieser wunderbaren Landschaft, in der alles möglich erscheint. Warum ich das so hervorhebe. Mary und Klaus haben es tatsächlich geschafft, meine Angst vor den für mich eher Furcht einflösenden Tiefen des Meeres zu nehmen. Wer mich kennt weiß – Schwimmen im Meer „Nein, Danke“ – und dann auch noch Tauchen! OMG!

Doch was in den Stunden bei Mary und Klaus passierte ist, ist wahrlich nicht in Worte zu fassen. Selten habe ich mich so gut aufgehoben gefühlt. Kompetentes Personal, professionelles Equipment und vor allem die warmherzige Art der Crew ließen all meine Sorgen schwinden. Plötzlich stand ich im Neoprenanzug mitten im Wasser und war kurz davor meinen ersten Tauchgang zu absolvieren. Eine Art Schnuppertauchgang. Ich kann es nicht anders beschrieben doch meine Angst war wie weggefegt. Ich nahm die Hand meines Tauchlehrers Shazly, der schon seit Beginn der Gründung dieser Tauchschule Klaus mit Rat und Tat zur Seite steht, und wir stiegen hinab in die Tiefen des Roten Meeres. Was dann folgte, war unwirklich, atemberaubend, eigentlich gar nicht in Worte zu fassen. Ich glitt ruhig und schwerelos hinab und durfte diese einzigartige Unterwasserwelt aus nächster Nähe betrachten.

Genau da wurde mir klar, warum Ägypten als Paradies für Taucher gilt. Schillernde Farben, eine Vielzahl bunter Fische sowie die einzigartige Korallenwelt machen jeden Taucher sprachlos. Egal ob Anfänger oder Profi. Für mich war es, dank Mary und Klaus, eine wunderbare Premiere innerhalb meines Ägyptenaufenthalts, die ich garantiert nicht so schnell vergessen werde. Danke dafür 🙂

Kultur und Religion hautnah erleben

Pyramiden, Pharaonen, die Anfänge der heutigen Religionen….dies sind nur einige Begriffe die einem direkt in den Sinn kommen wenn man an Ägypten denkt. Das alte Ägypten war eine der größten und mächtigsten Kulturen der Antike und fasziniert noch heute zahlreiche Touristen aus aller Welt.

Besonders die Geschehnisse rund um das Katharinenkloster am Berg Sinai gelten als historische und religiöse Schlüsselstelle des Christentums.

Als ich mich früh am Morgen gemeinsam mit 4 weiteren Gästen auf den Weg landeinwärts mache ist mir noch nicht bewusst wie sehr mich diese Fahrt, diese Eindrücke fesseln würden.

Die Fahrt durch das Land gleicht einer Mondexkursion. Felsformationen in unterschiedlichsten Größen und Farben türmen sich vor uns und entlang unserer Fahrbahn auf. Hier und da ein Sicherheitsposten inmitten der kargen Wüstenlandschaft. Unwirklich und nicht greifbar.

Plötzlich bleiben wir stehen. Der Reiseführer gibt uns ein Zeichen auszusteigen. Gemeinsam stehen wir auf der leeren Strasse und blicken hinab in ein tiefes Tal. „Genau vor Ihnen liegt das Tal, durch das Moses mit dem Volk Israel gewandert ist“ erklärt uns unser Reiseführer.

Ich blicke hinab und ein leichter Schauer durchfährt mich. Um uns herum absolute Stille. Ein warmer Wind umhüllt mich. Egal ob religiös oder nicht, solche Momente sind eher eine Seltenheit und genau das ist mir in diesem Moment bewusst. Wir bleiben mehrere Minuten an diesem Ort und lassen, jeder für sich die Eindrücke auf uns wirken

Nach einer weiteren Fahrt und zahlreichen Securitystops gelangen wir an den Fuß des Berg Sinai. Vom Parkplatz aus muss man noch einige Minuten zu Fuß zum Katharinenkloster gehen, bis man vor dem Gebäude steht.

Von den gegenüberliegenden Felsen aus wirkt es, als ob das Gebäude ein Teil des Berges wäre. Ton in Ton, imposant und ehrfürchtig, ein Fort inmitten der Landschaft. An diesem Tag ist nicht viel Betrieb. Genug Zeit sich diesen Ort mit all seinen Facetten in aller Ruhe anzuschauen und auf sich wirken zu lassen. Ehrfürchtig schreite ich durch die schmalen Gassen des Klosters, vorbei an dem brennenden Dornenbusch, den zahlreichen religiösen Details.

Gut zu wissen: Im Kloster befindet sich eine der ältesten und umfangreichsten Klosterbibliotheken der christlichen Geschichte. Mehr als 6000 Handschriften aus allen Ländern der Welt. Zudem sind mehr als 2000 Ikonen, die teilweise aus dem 8. und 9. Jahrhundert stammen, im Inneren der Gewölbe aufgestellt.

Nach knapp 1 Stunden kehren wir zurück zu unserem Auto und machen uns auf in Richtung Sharm el Sheik. Während der Fahrt ist es absolut ruhig. Zuviel Eindrücke, Emotionen, die verdaut werden müssen. Ich bin zutiefst dankbar für diesen Moment, für diese Begegnung.

Das Royal Savoy – eine luxuriöse Oase

Das Royal Savoy, eines von insgesamt 4 Hotels der Savoy Group, und nur für Erwachsene vorbehalten, empfängt mich. Mein erster Eindruck – elegant und stilvoll.  Ich betrete mein Zimmer. Geräumig und lichtdurchflutet. Auf knapp 45 qm gibt es hier alles, was das Herz höher schlagen lässt. Ein großes Badezimmer mit Dusche und Badewanne, ein doppelt so großer Schlafraum und ein wunderbar bequemes Bett. Nicht zu vergessen der große Kleiderschrank:)  Schnell verstaue ich meine Sachen und mache mich auf das Hotel sowie die komplette Anlage ein wenig genauer zu inspizieren.

Entlang einer kunstvoll drapierten Blumenpracht gehe ich direkt zum Strand, genauer gesagt dem White Knight Beach, der in einer geschützten Bucht liegt und nur den Gästen der Savoy Gruppe vorbehalten ist.  Vor mir erstreckt sich eine wunderbare Kulisse. Bars, Restaurants sowie zahlreiche Liegeflächen verschmelzen perfekt mit der hier befindlichen Natur. Ein Meer aus bunten Blumen umrahmt diesen Anblick.  Elegante Statuen, wie ich erfahre eigens von den Inhabern der Savoy Hotels ausgesucht, säumen den Wegesrand und werden schnell zu beliebten Fotomotiven. Ein Tag am Meer….hier lässt er sich perfekt aushalten.

Ich gehe weiter und komme nach nur wenigen Minuten in den direkt angrenzenden Bereich des Savoy Hotels. Das Savoy ist mit seinen 414 Zimmern und Suiten auf mehr als 200.000 Quadratmetern das größte Hotel der Savoy Group. Auf verschiedenen Ebenen gibt es hier neben einem gemütlichen Spa mit Fitnessbereich, Einkaufsmöglichkeiten zahlreiche Bars sowie Themenrestaurants.

Gut zu wissen – Wer mag, kann während seines Aufenthalts zwischen den klassischen Verpflegungsprogrammen wie Frühstück, Halbpension oder Vollpension wählen. Wer jedoch den ultimativen Genuss und einen wirklichen unvergesslichen Aufenthalt genießen möchte, sollte sich für das Ultra All inclusive Angebot entscheiden. Mit diesem Service kann man nicht nur die Speisen und Getränke innerhalb der Hotelanlage genießen, sondern auch zahlreiche Restaurants, Bars sowie Aktivitäten im angrenzenden Soho Square kostenfrei nutzen. Insgesamt 17 Bars, 10 Restaurants sowie eine Indoor-Eisbahn, ein Bowling Center sowie zahlreiche Shops sorgen hier für die perfekte Abwechslung.

Wer bei der Vielzahl an kulinarischen Highlights Gefahr läuft den Überblick zu verlieren – hier meine persönlichen 3 Highlights!

Das Tirana ist das Hauptrestaurant des Savoy Hotels und unter anderem auch den Gästen der Royal Savoy Hotels zugänglich. Hier erwartet Sie ein umfangreiches und vor allem sehr leckeres Buffett, das garantiert jeden Gast anspricht. Egal ob Fisch, Fleisch, Gemüse, Salat oder Süßspeisen. Hier kommt jeder auf seinen Geschmack 🙂

Seafood Island – Das Fischrestaurant liegt in unmittelbarer Nähe des Strandes und bietet seinen Gästen neben exquisiten Speisen einen wunderbaren Blick über den White Knight Beach.

Teppanyaki – Hier werden die Köstlichkeiten frisch vor den Augen der Gästen zubereitet und serviert. Ein fabelhafter Genuss für Auge und Gaumen.

Nach 7 Tagen fällt es mir wahrlich schwer diesen wunderbaren Ort zu verlassen. Der exquisite Service sowie die Warmherzigkeit der kompletten Besatzung ist einzigartig. Das Royal Savoy ist ein wunderbarer Ausgangsort für den perfekten Urlaub in Ägypten.

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Meinung

autorin-auf-breitengrad53-elisabeth-konstantinidisIch möchte die aktuelle politische Situation innerhalb dieses Landes nicht runterspielen. Das wäre falsch. Nichtsdestotrotz ist es mir ein tiefes Bedürfnis, die Schönheit dieses Landes und vor allem die Warmherzigkeit der Menschen, die ich während meines Aufenthalts erleben durfte, zu präsentieren. Ägypten ist ein Land voller Facetten. Ein Ort, an dem nicht nur Taucherträume wahr werden, ein Ort, an dem Gäste eine besondere und vor allem ehrliche Wertschätzung erfahren und ihren Urlaub in vollen Zügen genießen können. Genau das trifft auf meine Begegnungen in und rund Sharm el Sheik zu.

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Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung

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Inseln mit Ausblick im Land der “Coco de Mer”

Es wackelt. Sehr sogar. Das Boot rollt auf den Wellen und deshalb haben sich die meisten Passagiere irgendwo sicheren Halt gesucht. Die Fahrt dauert knapp 40 Minuten und das ältere,…

Es wackelt. Sehr sogar. Das Boot rollt auf den Wellen und deshalb haben sich die meisten Passagiere irgendwo sicheren Halt gesucht. Die Fahrt dauert knapp 40 Minuten und das ältere, weiße Boot, das überall chinesische Schriftzüge hat und ganz offensichtlich vorher auf chinesischen Gewässern unterwegs war, pflügt durch die Wellen. Unser Ziel ist die Insel Silhouette Island. Eine der Inseln mit Ausblick im Land der “Coco de Mer”. Hier gibt es jede Menge Natur, zwei Dörfer, eine Lodge und ein Hotel.

Silhouette ist die drittgrößte Insel (20 qkm) der Seychellen und liegt nordwestlich von Mahé, der Hauptinsel der Seychellen, von wo aus unser Boot gestartet ist. Die Insel ist wenig erschlossen, es gibt dort keine Straßen oder Autos. Lediglich die Fahrzeuge des Hotels fahren innerhalb der Hotelanlage, die das Gepäck der Gäste zu den unterschiedlichsten Unterkünften bringen. Der Mont Plaisir ist der höchste Berg der Insel, der immerhin 752 Meter hoch ist. Auf Silhouette Island leben etwa 150 Einwohner in zwei Dörfern. Eins davon ist La Passe, der Hauptort der Insel an der Nordostküste.

Villen mit Strandpanorama oder eigenem Pool im Garten

Dort legt unser Boot an. Einige der Hotel-Mitarbeiter des „Hilton Seychelles Labriz Resort & Spa“ haben sich am Steg versammelt und winken uns zur Begrüßung zu. Das weiße Boot, das zur Hilton-Hotelgruppe gehört, und nur zweimal am Tag die Insel an- und abfährt, ist mit etwa 20 neuen Gästen belegt. Nach der offiziellen Begrüßung werden die Urlauber zu den Bungalows des Hotels gefahren, die entweder in unmittelbarer Lage direkt am Strand oder in zweiter Reihe liegen. Die am Strand haben das Wasser direkt vor der Terrasse, die anderen einen eigenen Pool hinten im „Garten“, mit Blick auf den angrenzenden Urwald.

Hotel wird mehrmals im Jahr komplett von Hochzeitsgästen gebucht

Wer hier Urlaub macht, der sucht Ruhe und Erholung. Wanderer kommen gerne auf die Insel, die zu 93 Prozent geschützte Natur und viele Wanderwege enthält. Oder Hochzeitsreisende, denn die Seychellen sind immer noch sehr beliebt bei Honeymoonern. Auch wenn die Hochzeit sehr teuer werden kann. Allerdings spielt Geld bei den meisten Gästen auf Silhouette Island keine Rolle. Mehrfach im Jahr wird das komplette Hotel, immerhin 111 Villen gehören zu dem Ressort, für mehrere Tage komplett von Hochzeitsgesellschaften gemietet.

Auf Silhouette Island findet man vor allem Ruhe

Wer nicht heiratet und nicht wandern will, der sucht Erholung auf dieser Insel. Und davon gibt es auf Silhouette Island ausreichend zu finden. Entweder am Strand oder beim Wandern. Mehr ruhende Aktivitäten gibt’s hier nicht. Auch kaum aktive Dinge, die man als Urlauber machen kann. Tauchen wäre so eine Möglichkeit. Die Unterwasserwelt um Silhouette Island ist sehenswert. Die großen, glatten Vulkanberge gehen bis auf den Meeresgrund und bilden ein atemberaubendes Unterwasserpanaroma. Bunte Fische und Wasser mit Badewannentemperatur inklusive.

Spa-Bereich im Urwald

Sehenswert ist der Spa Bereich des Hotels, der in die Natur integriert worden ist. Die Behandlungsräume für Massagen wurden um das Vulkangestein in den Urwald der Inseln herum gebaut, und so sind in einigen Häusern schwarze Felsen zu finden.

Zurück nach Mahé geht’s mit dem Helikopter. Die zweite Möglichkeit, die Insel zu erreichen. In nur 15 Minuten fliegt der Hubschrauber von La Passe zum Flughafen von Mahé und eröffnet den Insassen einen tollen Blick über Silhouette Island und die angrenzenden Inseln. Von dort aus steigen wir in den „Otter“ von Air Seychelles. Dieses kleine zweimotorige Propellerflugzeug bietet Platz für 19 Passagiere und fliegt bis zu 40 Mal zwischen Mahé und Praslin, der zweitgrößten Insel der Seychellen hin und her. Die Flugdauer beträgt etwa 20 Minuten, bei denen man den beiden Piloten der Maschine über die Schulter schauen kann. Türen zum Cockpit gibt’s beim „Otter“ nicht.

„Coco de Mer“ gibt’s nur auf Praslin und Curieuse

Praslin ist vor allem durch das Wahrzeichen der Seychellen, der „Coco de Mer“, bekannt. Die Seychellenpalme gibt es nur auf Praslin und der Insel Curieuse. Im Naturschutzgebiet “Vallée de Mai”, das 1983 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt worden ist, kann man diese seltene Palmenart besichtigen und auch einige Vogelarten sehen, die ebenfalls nur auf den Seychellen zu finden sind. Vom Samen bis zur reifen Frucht braucht diese seltene Art 35 Jahre. Die Ausfuhr der „Coco de Mer“ ist verboten. Wer die riesigen Nüsse mit nach Hause nehmen will, muss tief in die Tasche greifen. Für umgerechnet knapp 400 Euro bekommt man eine Nuss im Handel und ein Zertifikat, ohne dass die Ausreise der „Coco de Mer“ nicht erlaubt ist.

Mit dem Rad zum meistfotografierten Strand der Welt

Praslin ist gleichzeitig das Tor zur Nachbarinsel La Dique. Ohne Zweifel einer der schönsten Inseln der Seychellen. Sie ist die kleinste bewohnte Hauptinsel und mit dem Helikopter oder mit der Fähre von Praslin zu erreichen. Wer auf La Dique ist, sollte sich ein Fahrrad mieten und die Insel erkunden. Vom Hafen aus führen zwei Wege um die Insel. Wer den rechten Weg wählt, kommt über den Park „L’Union Estate“ zum Strand „Anse Source d’Argent“, der mit seinen Granitformationen als der meistfotografierte Strand der Welt gilt. Wer auf den Seychellen ist, sollte einen Besuch an diesem Strand unbedingt einplanen. Allerdings ist der Besuch nicht kostenlos, da für den Park ein Eintritt von 100 Rupien pro Peron / Tag genommen wird.

Der linke Weg führt über einen kleinen Hügel zu weiteren Traumstränden der Insel. Mit dem Fahrrad kann man entspannt den Weg an der Küste entlang fahren, der fantastische Blicke auf das Meer und die Insel bietet. Nach etwa 20 Minuten hört der befestigte Weg auf. Von hier aus geht’s nur über große Felsbrocken am Strand entlang oder durch den Urwald weiter. Wer den Strandweg wählt, sollte auf die Flut aufpassen, die auf La Dique sehr schnell kommt. Ab einem gewissen Wasserstand ist der Weg versperrt und der Rückweg nahezu unmöglich.

Erstflug mit Air Seychelles nach Düsseldorf

Zurück geht’s wieder per Fähre nach Praslin und per „Otter“ nach Mahé. Der Rückflug am späten Abend nach Düsseldorf ist diesmal ein ganz besonderer Flug. Zum ersten Mal fliegt eine Maschine von Air Seychelles direkt nach Deutschland und verkürzt damit die Anreise von Düsseldorf nach Mahé auf rund zehn Stunden Flugzeit. Air Seychelles bietet auf dem Flug ein passables Preis- / Leistungsverhältnis. Für große Menschen bieten die älteren Airbus A330-200 ausreichend Platz in der Economy-Class.


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Meinung

Chefredakteur auf BREITENGRAD53 Joerg PasemannDie Seychellen, für viele das Traumziel für einen unvergesslichen Urlaub. Doch, wer hier Urlaub machen möchte, der muss tief in die Tasche greifen. Alles, was man hier kaufen, buchen, mieten, essen oder trinken kann, ist teuer. Punkt. Und es ist nicht immer das Beste, das man für viel Geld bekommt. Der Service ist nicht der, den man von anderen Urlaubsdestinationen kennt und auch die Freundlichkeit einiger Seychelloise lässt manchmal zu wünschen übrig. Doch auf den Seychellen findet man eine Natur, die oftmals einzigartig auf der Welt ist. Traumhafte Inseln, zauberhafte Strände und atemberaubende Granitfels- oder Vulkangesteins-Kombinationen, die ein Besuch auf den Seychellen mehr als empfehlenswert macht.
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Weitere Informationen zum Urlaub auf den Seychellen

Anreise
Air Seychelles fliegt zwei Mal pro Woche von Düsseldorf nach Mahe. Die Flüge auf die Seychellen starten in Düsseldorf montags und freitags jeweils um 19:55 Uhr. Die Flugdauer beträgt rund zehn Stunden. Als Fluggerät wird ein Airbus 330-200 eingesetzt, der 254 Passagieren, darunter 18 in der Business Class, Platz bietet. Die Rückflüge starten donnerstags und sonntags jeweils um 21:55 Uhr und dauern ebenfalls rund zehn Stunden. Weitere Infos unter https://www.airseychelles.com/de

Unterkunft
Es gibt zahlreiche Hotels auf der Hauptinsel Mahé sowie einige Hotels auf den kleineren Inseln. Die Hilton-Hotelgruppe bietet mit dem “Hilton Seychelles Northolme Resort & Spa” ein Hotel der Luxusklasse auf der Hauptinsel Mahé an. Einige Villen haben einen eigenen Infinitypool mit Blick aufs Meer. Das “Hilton Hilton Seychelles Labriz Resort & Spa” befindet sich auf Silhouette Island. Weitere Informationen zu den Übernachtungsmöglichkeiten von Hilton gibt’s auf http://www.hiltonhotels.de/. Wer nicht so tief in die Tasche greifen will, der kann sich in eines der zahlreichen Guesthouses mieten, die es auf fast allen bewohnten Inseln auf den Seychellen gibt. Hier beginnt in den meisten Fällen der Preis pro Nacht zwischen 80 und 100€.


Hinweis: Die Reise fand auf Einladung statt.

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Marrakesch – ein Traum aus »1001 Nacht«

Marokko war und ist das Tor zu Afrika und das Fenster zu Europa“, sagt Jamal während er mich sicheren Schrittes durch seine Stadt, durch seine Heimat führt. Lauter Gesang erfüllt…

Marokko war und ist das Tor zu Afrika und das Fenster zu Europa“, sagt Jamal während er mich sicheren Schrittes durch seine Stadt, durch seine Heimat führt. Lauter Gesang erfüllt die Luft, Menschenmassen bahnen sich ihren Weg durch die schmalen Gassen, in denen die Handwerker ihre Ware auf dem Boden hockend anbieten. Ich lasse mich von der Energie dieser Stadt mitziehen – diesem Paradies aus »1001 Nacht«. Mein Urlaub in Marrakesch kann beginnen.

Während ich gespannt Jamal´s Erzählungen über die Geschichte Marokkos und vor allem Marrakeschs lausche, gehen wir vorbei an den zahlreichen Menschen und durch den Souk, der mit seinen vielen kleinen Geschäften einer Reizüberflutung gleicht.

Farben wie aus »1001 Nacht« lassen die sonst so trist wirkenden Wege sowie Hausfassaden der Medina, die sich in den vergangenen Jahrzehnten nur wenig verändert haben, wie eine perfekt inszenierte Kulisse eines historischen Films wirken. Insgesamt gibt es in Marokko neun Plätze und Objekte ,die zum Unesco-Weltkulturerbe zählen. Darunter eben auch die Medina. Die Luft ist erfüllt mit einer eigenen Dynamik, einem vibrierenden Puls. Er schwingt umher, zieht einen komplett in seinen Bann. Ich lasse mich treiben und merke, wie ich an jeder Ecke von neuen und spannenden Eindrücken überrascht werde.

Hier verschmilzt Moderne mit Tradition. Ich beobachte wie alte Marokkaner mit ihren traditionellen Gewändern an mir vorbeiziehen während an der anderen Ecke der Straße modern, gekleidete Jugendliche gemeinsam mit ihren Freunden entlangschreiten.

Jamal führt mich geschickt durch die Straßen, vorbei an leckeren Essensständen, wo mir neben eingelegten Oliven auch Datteln und Obst angeboten wird. Mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Es wird schon langsam dunkel und die Sonne verschwindet hinter dem Atlasgebirge. Diese besondere Stimmung gibt dem Flair dieser Stadt, die derzeit 900.000 Einwohner hat eine besondere Note.

Nachts wird Marrakesch lebendig

Vor mir am Ende des Weges wird die Geräuschkulisse immer lauter. Gesänge und Trommelklänge klingen durch die Luft. Voller Neugierde begebe ich mich genau in diese Richtung. Plötzlich öffnen sich vor mir die schmalen Gassen und präsentieren einen riesigen Platz, der in all seiner Dynamik vor Leben vibriert. Der sogenannte Platz der Gaukler – der Djemaa el Fna .

Hier versammeln sich die Menschen um gemeinsam zu singen, gemeinsam zu tanzen oder den Märchenerzählern und ihren Geschichten zu lauschen. Massen von Menschen füllen den Platz und versammeln sich in kleineren oder manchmal auch größeren Gruppen. Langsam aber kontinuierlich taucht die Nacht diese Szenerie ins Dunkel. Überall leuchten kleine Fackeln auf und die Straßenlaternen legen einen orangefarbenen Schleier über diese skurrile Szenerie.

Langsam werde ich müde und es wird Zeit zurück in mein Hotel zu gehen.
Das Royal Mansour, ist das Hotel des Königs von Marokko und nur knapp zehn Minuten vom Gauklerplatz entfernt. Ein wahrgewordener Traum aus »1001 Nacht«…

Ein Palast inmitten von Marrakesch

Der erste Anblick, während ich durch den großen Torbogen fahre und zum ersten Mal das Royal Mansour erblicke, ist schlicht und einfach überwältigend.

An Prunk und Glamour wahrlich nicht zu überbieten

An Prunk und Glamour wahrlich nicht zu überbieten sticht schon die Lobby des Hotels durch seine perfekte Inszenierung aus traditionellen und historischen marokkanischen Details sowie der typischen marokkanischen Architektur ins Auge. Der Duft von frischen Blumen und das leichte Plätschern des in der Lobby befindlichen Brunnens tauchen den Gast in eine andere Welt. Das Personal des Hauses präsentiert sich in eleganten Roben, die, so wie ich im Nachhinein erfahre durch die unterschiedlichen Facetten Marokkos inspiriert sind.


Das Royal Mansour wurde 2010 nach insgesamt drei Jahren Bauzeit eröffnet. Seitdem hat sich aus dem schon damals eleganten Bauwerk ein Hotel der Luxusklasse entwickelt. Insgesamt vier Restaurants sowie eines der wohl schönsten SPAs bieten dem Gast einen perfekten Rund-Um-Service. Seit Dezember 2016 können Gäste des Hotels, aber auch Tagesgäste, eine wunderschöne Poolanlage inmitten des Hotelgeländes nutzen. Eine Oase inmitten der sonst so hitzigen Stadt, wo es im Sommer gerne mal bis zu 50 Grad heiß wird.


Rund um den 30 x 20 Meter großen Swimmingpool befinden sich sieben Pool-Pavillions, die zusätzlich gemietet werden können. Gerne auch von Tagesgästen. Wer also nicht im Royal Mansour übernachtet, kann trotz alldem den Luxus und die Annehmlichkeiten dieser Anlage genießen. Das Hotel ist architektonisch nach den Prinzipien der marokkanischen Stadt – der Medina – gebaut – schattige Gassen und schlichte Fassaden im typischen Terrakotta-Farbton bestimmen das Bild auf der insgesamt 3,5 Hektar großen Anlage.


Wer hier übernachtet erhält nicht etwa ein Hotelzimmer – er bekommt direkt ein eigenes kleines Haus zugewiesen. Gäste des Royal Mansour residieren in 53 exquisit ausgestatteten Riads, verborgen zwischen schattigen Pfaden, die sich durch prächtige Gärten schlängeln. Jede der Riads hat einen privaten Innenhof, einen eigenen Pool, der sich auf der Dachterrasse befindet, hochwertige marokkanische Einrichtung und teils sogar einen persönlichen Butlerservice.

Schlemmen wie Gott in Frankreich … oder doch lieber Japanisch?

Das Royal Mansour bietet gleich 4 unterschiedliche Gourmethighlights:

  • La Grande Table Marocaine – präsentiert die reichhaltige und unverkennbare Vielfalt der marokkanischen Küche. Gewürze wie z.B. Ingwer, Koriander, Minze entführen den Gaumen auf eine wunderbare Reise durch die Gewürzsouks der Stadt und die unterschiedlichen kulturellen Einflüsse. Ein wunderbares Erlebnis.
  • La Grande Table Française – präsentiert eine Auswahl von exzellenten französischen Gerichten, die unter der Führung von Yannick Alléno, dem weltbekannten Sternekoch, neu interpretiert wurden.
  • La Table – das Hauptrestaurant des Hotels bietet neben einem reichhaltigen Frühstück auch ein wunderbar leckeres Mittag- und Abendessen. Besonders schön ist hier die schattige Außenterrasse, die zusätzlich genutzt werden kann.
  • Le Jardin – das neue Restaurant befindet sich in unmittelbarer Nähe der neu eröffneten Pool-Landschaft. Ein einzigartiges Restaurant unter der Leitung des französische Sternekochs Yannick Alléno, der mit Kreativität und großem Geschick am offenen Feuer aromareiche Gourmetgerichte sowie japanische Sushikreationen zaubert. Zu jeder Tageszeit.

Ich durfte in allen Restaurants kosten und habe das Le Jardin zu meinem persönlichen Favorit erkoren:) Die Atmosphäre erinnert ein wenig an einen exklusiven Beach-Club. Im Hintergrund plätschert das Wasser, sanfte Lounge-Musik klingt aus den Boxen und die Sonne sowie die wunderbare Gartenanlage unterstreichen diese einzigartige Atmosphäre. Alle Restaurants sind auch für nicht Hotelgäste geöffnet und sollten bei ihrem nächsten Marrakesch Besuch auf gar keinen Fall auf der To-Do Liste fehlen.

Genießen und Entspannen auf höchstem Niveau

Nach all den kulinarischen Genüssen entspanne ich ein wenig im hoteleigenen SPA, der an Eleganz nicht zu übertreffen ist. Ich habe schon viele SPAs auf der ganzen Welt gesehen, doch dieses ist in seiner weißen Eleganz und seiner atemberaubenden Architektur einzigartig.

Wie auch in den anderen Teilen des Hotels sieht man überall feinste, handwerkliche Kunst. Auf insgesamt 2.500 qm bietet das SPA des Royal Mansour eine Vielzahl an besonderen Treatments. Ich entschiede mich für den typisch marokkanischen Hamam. Eine Premiere – denn noch nie zuvor habe ich einen Hamam besucht.

Die Anwendung allein dauert ca. 60 Minuten. Ein Mix aus Peeling, warmem Wasser, Massage und Dehnung erwartet mich. Nach der kompletten Prozedur, in der ich ungelogen 30 Mal mit heißem Wasser übergossen, am ganzen Körper geschrubbt und zum Schluss noch mit wunderbar riechenden Ölen eingecremt werde, kann ich wirklich behaupten – so sauber war ich noch nie in meinem Leben 🙂 Danach geht es in den Erholungsraum und mit einem frisch gebrühten marokkanischen Tee entspanne ich den Rest des Tages und lasse auch die Erlebnisse der vergangenen Tage auf mich wirken.


Mein Fazit – Marrakesch ist definitiv eine Reise wert. Dieser Mix aus Tradition und Moderne – die wunderbaren kulinarischen Einflüsse aber auch die Landschaft verzaubern jeden, der diese Stadt besucht. Nehmen Sie sich Zeit diese pulsierende Stadt ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen und lassen sie alle Annehmlichkeiten auf sich wirken. Dieser Aufenthalt wird Ihnen garantiert unvergessen bleiben und noch lange nachwirken. Eben wie ein Traum aus »1001 Nacht«…

Tipps zu Marrakesch

Informationen über Marrakesch

Marrakesch ist auch bekannt als „Rote Stadt“, „Ockerstadt“ oder „Perle des Südens“. Sie liegt im Südwesten Marokkos und diente schon als Filmkulisse diverser Hollywood-Streifen. Weitere Informationen zu Marrakesch


Übernachten in Marrakesch

Wenn Sie in Marrakesch eine 5-Sterne-Unterkunft suchen, dann ist das Hotel Royal Mansour Marrakesch die beste Wahl. 52 klimatisierte Riads stehen den Urlaubern des Hotels Royal Mansour zur Auswahl. Weitere Informationen zum Hotel: Webseite Royal Mansour


Reiseführer

Es gibt diverse Reiseführer für Marokko und Marrakesch. Eine Auswahl an Reiseführern für Marrakesch finden Sie hier.

Geld im Urlaub

Die Währung in Marokko ist Dirham. Beim Bezahlen kann man 10 Dirham mit einem Euro vergleichen. Die meisten Geschäfte (nicht die Straßenhändler) akzeptieren Kreditkarten als Zahlunsgmittel. Wer die Abhebegebühren auf Reisen umgehen möchte, für den lohnt sich die Anschaffung einer kostenlosen Kreditkarte. Mehr Tipps zur Zahlung im Urlaub gibt es auf unserer Service-Seite: Geld im Urlaub.

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Kitesurfen lernen in Ägypten

Andere haben das doch auch hinbekommen! Wenn die das können, dann kann ich das verdammt noch mal auch. Aber im Moment geht gar nichts. Ich sitze auf dem Sand in…

Andere haben das doch auch hinbekommen! Wenn die das können, dann kann ich das verdammt noch mal auch. Aber im Moment geht gar nichts. Ich sitze auf dem Sand in knietiefem Meerwasser, irgendwo zwischen Strand und Riff in der Nähe von Hurghada im Roten Meer und soll mich von einem Lenkdrachen jetzt aus dem Wasser ziehen lassen. Kiten hatte ich mir leichter vorgestellt. Wie bin ich überhaupt auf diese Schnapsidee gekommen?

Von Harald Zeiss

Ich lasse mein Leben noch mal vor meinem inneren Auge Revue passieren, aber an den bierseeligen Abend irgendwann letzten September kann ich mich beim besten Willen nicht mehr erinnern. Egal, jetzt bin ich hier zusammen mit meinem besten Freund, habe ein Brett unter den Füßen und einen Kiteschirm am Himmel und soll jetzt meine ersten Meter auf dem bisschen Wasser möglichst würdevoll zurücklegen. Wie gesagt: andere haben das doch auch geschafft!

Kiteschulen gibt es wie Sand am Meer

Mein Lehrer heißt Momo. In Wirklichkeit Mohamed, aber alle sagen Momo. Klingt wohl mehr nach Sonne, Sand und Spaß. Das verbinden hier alle mit Kiten und wenn man den Könnern zusieht, wie sie mit dem Drachen nicht nur über das Meer fliegen, sondern auch durch die Luft, dann scheint der Trendsport genau den richtigen Nerv unserer aktionverwöhnten Gesellschaft getroffen zu haben. Aber vor dem Flug kommt der Fall, und von denen wird ein Anfänger eine Menge hinlegen müssen. Die gute Nachricht immerhin ist, dass man dabei nur ins Wasser fällt und außer einer ordentlichen Meerwassernasenspülung nicht wirklich viel zu befürchten hat. Wer sich darauf einlässt, kann nach gut acht bis zwölf Stunden seine ersten Meter auf dem Wasser schaffen und hier lest ihr, wie das geht.

Kiten in Aegypten - Harald Zeiss - Reiseblog Breitengrad53-1

Ideal für Anfänger ist das Kitegebiet in der Nähe der Touristenretortenstadt El Guna. (Fotos: Harald Zeiss)

Erst überlegen, dann buchen

Der Anfang ist einfach: Flug nach Hurghada buchen, Hotel auswählen und die Vorfreude genießen. Ideal für Anfänger ist das Kitegebiet in der Nähe der Touristenretortenstadt El Guna. Die Auswahl an Hotels ist groß und der sagenhafte Kitestrand mit einem Tuktuk-Taxi in 15 Minuten zu erreichen. Es gibt jedoch vorher ein paar Dinge zu beachten. Zum einen die Windverhältnisse, die über das Jahr hin mehr oder weniger konstant sind. Das hat direkte Auswirkungen auf den Lernfortschritt. Denn ohne Wind fliegt kein Drache und ohne Drachenfliegen lernt man auch kein Kiten. Wer also unbedingt bis zum Rückflug alles gelernt haben will, muss in der windreichen Zeit von Juni bis September kommen. Zum anderen sollte man sich die Temperaturen von Luft und Meer vorher genau ansehen. Frostbeulen werden die Monate von November bis April meiden, wenn es Nachts und manchmal auch tagsüber empfindlich kalt werden kann. Von den Temperaturen des Roten Meers mal ganz zu schweigen. Immerhin gibt es für alle Anfänger passende Neoprenanzüge, selbstverständlich den Drachen, den Gurt und ein extra großes Bord, auf dem es leichter ist, die Balance zu halten.

Just one more thing!

Für knapp 300 Euro habe ich acht Stunden Anfängerkurs in einer Kiteschule mit Momo gebucht. BASIC 1. Klingt nach wenig Erfolgserlebnis für eine Menge Geld. Das Geld sollte man im Moment am besten bar mitbringen, denn das ägyptische Pfund befindet sich auf Berg- und Talfahrt. Da sinkt die Akzeptanz für Kreditkarten und für die lokale Währung sowieso. Momo ist nicht irgendwer, sondern vor einigen Jahren ägyptischer Kite-Meister gewesen. Das sagt er uns aber erst ganz zum Schluss, vermutlich, um uns nicht vor Ehrfurcht kiteuntauglich zu machen. Die erste Stunde ist verhältnismäßig harmlos, mit Materialkunde, Sicherheitschecks und ein paar wichtigen Dingen zur physikalischen Besonderheit des Zusammenspiels von Wind und Drachen. Zum Glück sind die Kitedrachen in den letzten Jahren deutlich leichter zu manövrieren geworden und damit auch wesentlich sicherer für Anfänger wie mich. Wenn sozusagen alle Stricke reißen, gibt es eine Sicherheitsschließe, die den Kiter vom Drachen trennt und Letzteren flugunfähig machen. Ein gutes Gefühl, wenn man an dem Ding hängt wie ein Rodeoreiter auf einem wilden Stier.

Aller Anfang ist schwer

Diesen Stier muss ich jetzt entfesseln. Solange der Drache direkt über mir am Himmel steht, fliegt er ohne große Mühe und vor allem ohne starken Zug am Seil, das an meinem Bauchgurt befestigt ist. Alles ganz easy. “Diesen Stier muss ich jetzt entfesseln”Sobald ich aber an den Schnüren rechts oder links mittels einer Querstange ziehe, bewegt er sich entsprechend. Und damit in den Wind. Und zieht. An mir. Und wenn ich nicht aufpasse, schleift er mich auch gleich noch ein paar Meter würdelos über das Meer, solange, bis der Drache ins Wasser fällt. Dann muss ich zum 100. Mal aufstehen, den Drachen wieder zurück in den Zenith „auf 12 Uhr“ bringen und rückwärts gehen, zurück dorthin, von wo ich weggerissen wurde. Das ist dann der so genannte Walk of Shame, den Anfänger absolvieren, bis sie es kapiert haben.

Jetzt stellen wir uns mal ganz dumm

Die besondere Herausforderung beim Kiten liegt in der Komplexität der Bewegungsabläufe, die im Zusammenspiel mit Balance und möglichst stabilem Wind zum Fahrvergnügen führen sollen. Aber beim Kiten sind alle Meister erst mal vom Himmel gefallen und diese Frustrationstoleranz muss jeder Anfänger mitbringen. Momo gibt sich jede erdenkliche Mühe, mich zu instruieren und vor allem zu motivieren. Push, pull, left, right, gently, more power und vieles mehr höre ich in diesen Tagen immer wieder. Wer will, kann das auch auf Deutsch haben. Kitelehrer sind hier keine Mangelware und Sprachtalente scheinen sie alle zu sein. Irgendwann am Nachmittag geht dann aber nichts mehr in den Kopf und die Arme sind gefühlt auch immer länger geworden. Und zum Glück herrscht am nächsten Tag Windstille. Die kann ich wirklich gut gebrauchen!

Kiten in Aegypten - Harald Zeiss - Reiseblog Breitengrad53-5

Zweiter Teil von BASIC 1

Am Tag darauf ist genügend Wind und ich bin wieder im Wasser. Nicht nur der Wind, auch Ebbe und Flut bestimmen den Lernrhythmus. Wenn der Meeresspiegel zu niedrig ist, wird es für die Anfänger zu gefährlich. Ebbe ist um 14 Uhr. Daher müssen wir die verbleibende Zeit noch vor dem Nachmittag nutzen. Während wir beim letzten Mal gemeinsam an einem Kite geübt haben, bekommt heute jeder seinen eigenen Drachen, abgestimmt auf Körpergewicht und Windgeschwindigkeit. Nicht nur meine Unbeholfenheit und ein inzwischen latenter Muskelkater machen mir zu schaffen, sondern auch die unerwarteten Böen, die mal mehr, mal weniger am Kite ziehen, und mir die Kontrolle erschweren. Noch mehr Wasserschlucken und noch mehr Walk of Shame. Aber irgendwas in mir fühlt sich so an, als würde es besser werden. Meint auch Momo, aber ich glaube, der wird für seine gute Laune bezahlt.

Ohne Fleiß, kein Preis

Auf einmal klappt’s! Ich fahre! Ich weiß nicht, ob es die unendlichen Wiederholungen, der Frust, Momos Entschlossenheit oder einfach nur Glück war, dass ich am Ende des zweiten Tages tatsächlich kite. Wenn man 100 Meter Fahrt auf dem Bord also solches bezeichnen kann. Andere haben es geschafft, und ich jetzt endlich auch. Das Glücksgefühl ist sofort da, der Kick, der Spaß, die Gewissheit, dass ich es doch noch geschafft habe. Und diesen Moment muss man sich unbedingt merken. Denn nach ein paar Dutzend Metern holt mich ein Windstoß wieder vom Bord, zurück in die nasse Realität. Ich liege im knietiefen Meer, der Drache auch, aber ich weiß, dass ich das es kann. Ein Anfang ist geschafft. Jetzt heißt es nur noch dranbleiben und üben, üben, üben.

Insider-Tipps für Ägypten

Reiseinformationen vom Auswärtigen Amt

Aufgrund der politischen Lage ist es sinnvoll, sich vor der Reise auf der Seite des Auswärtigen Amtes über die aktuelle Lage zu informieren.


Hotelempfehlung

Es gibt zahlreiche hochwertige und preiswerte Hotels in Ägypten. 96% empfehlen bei Holidaycheck das Hotel “LABRANDA Club Paradisio El Gouna”


Reiseführer & Weiterführende Informationen

Eine Auswahl an Reiseführern für Ägypten finden Sie hier.


Geld im Urlaub

Die Währung in Ägypten ist das Ägyptische Pfund. Die meisten Geschäfte akzeptieren Kreditkarten als Zahlunsgmittel. ES-Karten kann man an den Geldautomaten benutzen. Wer die Abhebegebühren umgehen möchte, für den lohnt sich die Anschaffung einer kostenlosen Kreditkarte. Mehr Tipps zur Zahlung im Urlaub gibt es auf unserer Service-Seite: Geld im Urlaub.

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Sansibar: Wo Afrika so richtig rockt

Eine verwitterte Festung aus dem 17. Jahrhundert. Mittendrin eine Open-Air-Bühne mit Jagwa-Bands aus Afrika. Wie sich Sansibar im Februar beim großen Musikfestival „Sauti za Busara“ präsentiert ist typisch für die…

Eine verwitterte Festung aus dem 17. Jahrhundert. Mittendrin eine Open-Air-Bühne mit Jagwa-Bands aus Afrika. Wie sich Sansibar im Februar beim großen Musikfestival „Sauti za Busara“ präsentiert ist typisch für die Insel, eine ausgelassene Szene gedeiht inmitten einer historischen Kulisse. Breitengrad53-Autorin Andrea Tapper über den X-Faktor des sagenumwobenen Archipels

Sansibar - Andrea Tapper - Urlaub auf Sansibar - Reiseblog BREITENGARD53-8424

Starker Auftritt: Die Lumumba Tanz- und Theater-Gruppe beim „Busara“-Festival auf Sansibar – Foto: Link Reuben/Busara

Langsam füllt sich das Festivalgelände, nur ein paar Schritte entfernt vom Meer. Scheinwerfer richten sich auf die Bühne. Der Vollmond beleuchtet das Publikum. Rucksacktouristen aus aller Welt sind darunter, Einheimische, Musikfans. Überall sehe ich lachende Gesichter, höre freundliche Töne: „Möchtest Du ein Bier oder einen frischen Mangosaft?“, fragt mich eine junge Afrikanerin hinter einer improvisierten Theke auf dem Rasen des „Old Fort“, einst von Arabern als Verteidigungsfestung gegen die Portugiesen gebaut. Neben ihr probieren Urlauberinnen an einem Klamottenstand Kleider aus afrikanischen Kanga-Stoffen an.

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DJane beim Busara-Festival. Foto: Andrea Tapper

Das Multikulti-Ambiente beim “Sauti za Busara“-Musikfestival auf Sansibar – einer Art Mini-Woodstock Afrikas – bringt die Essenz der Insel für mich ziemlich auf den Punkt: Szene und Weltkulturerbe, Zuckerrohrsaft und Kilimanjaro-Bier, Tradition und Internet – alles verschmilzt zu einem heißen, tropischen Medley. Rund 20 000 Weltmusik-Fans zieht das Festival im Februar auf die Insel im Indischen Ozean (diesmal 9. – 12. Februar 2017), im Sommer gibt’s zudem ein vielbeachtetes Filmfestival, ZIFF und das Jahazi Literatur und Jazzfestival. Ganz schön viel los 6 Grad südlich des Äquators.

DIE MUSIK: VON AFRO-ROCK BIS TAARAB

„Hundert Prozent live und non-profit“, erläutert mir Festival-Organisator Yusuf Mahmoud das Konzept von „Sauti za Busara“, übersetzt: Stimmen der Weisheit. Seit 2004 wird das dreitätige Festival mit Workshops, Konzerten, Ausstellungen jährlich veranstaltet, im letzten Jahr allerdings fiel es wegen Geldmangels aus. Eine Zitterpartie bis zum Schluss könnte es auch 2017 werden: „Wir warten immer noch auf einige Spenden“, äußerte Festival-Chef Yusuf wenige Wochen vor dem Ereignis, bei dem vierzig Weltmusik-Bands auftreten sollten.

Bei früheren Busara-Festivals habe ich die stimmgewaltige Nigerianerin und Wahlhamburgerin Nneka und die DJ-Brüder Teichmann miterlebt, die das bunt gemischte Publikum mitrissen. Diesmal sind im Line-up etwa Sängerin Grace Barbé von den Seychellen, Reggaekünstler Rocky Dawuni aus Ghana und der lokale Jazz- und Fusion-Musiker Matona aus Sansibar. Afrika hat den Rhythmus im Blut: Populär sind auch das zweitätige Capetown Jazz Festival (31. März – 1. April 2017) und das „Lake of Stars“- Festival in Malawi im September/Oktober. Zwangspause wegen politischer Unruhen machte seit 2012 das weltberühmte magische Wüstentreffen „Festival au Désert“ in Mali, im letzten Jahr wagte man dort ein selbstbewusstes Comeback.

DIE INSEL: PITTORESKER NACHWUCHSSTAR IM INDISCHEN OZEAN

Zurück nach Sansibar: Afrikas bestgehütetes Geheimnis nennt man nicht nur das Busara-Musikfestival, sondern den ganzen Archipel, der gerade aus jahrzehntelangem Dornröschenschlaf erwacht. Sansibar ist keine Luxus-Destination wie die Schwesterinseln Malediven, Mauritius und Seychellen. Halb so groß wie Mallorca und 40 Kilometer vor der Küste Tansanias gelegen, verblüfft die palmenbestandene, flache Schönheit mit tausendjähriger Geschichte, munterem Eigenleben und Hotelzimmern von zehn bis tausend Euro pro Nacht, eine Seltenheit in Afrika, wo Budgeturlaub eher ungewöhnlich ist. Für mich ist Sansibar ganz klar der pittoreske Nachwuchsstar unter den Ferninseln, mit einem maroden Charme wie Kuba, und einer Altstadt wie Marrakesch.

Gewürzinsel, Tauchparadies und Weltkulturerbe: „Wir wussten gar nicht, dass Sansibar überhaupt eine Szene hat“, sagen manche Urlauber, die zum ersten Mal auf die 80 Kilometer lange und 30 Kilometer breite Hauptinsel des Archipels kommen, Unguja genannt, und einst reich geworden durch Sklavenhandel und Gewürznelkenexport. Wer nur im Hotel bleibt, verpasst viel! Unter Kennern gilt Sansibar, das 200 Jahre zum Sultan von Oman gehörte, bis es 1964 in einem blutigen Coup dem sozialistischen Tansania zufiel, bereits als Ibiza Afrikas, eine Relax-Oase auf dem unruhigen Kontinent. Das alte Ibiza wohlgemerkt, mit seinen kleinen Cafés und alternativer Klientel. Arabien hier, Afrika dort: Die Swahili-Kultur hat an der ganzen Ostküste Afrikas eine eigene Sprache, Möbel und Küche geformt. Mein Lieblingsgericht: Pilau-Reis mit Bananen in Kokosnuss.

DIE SZENE: SCHICKE BOUTIQUEHOTELS UND ANGESAGTE BEACHCLUBS

Sansibars Markenzeichen ist die verwinkelte, UNESCO-geschützte Altstadt. Auf einem Quadratkilometer drängen sich hier hunderte kleiner Krämerläden, kunstvoll verzierte indische Handelshäuser, halb verfallene arabische Paläste. Es ist eine marode Schönheit, aber immer noch faszinierend. Ich besuche die erste Ausstellung zum Sklavenhandel, „Slave Trade Exhibition“, kuratiert von einer Amerikanerin mit jugoslawischen Wurzeln. Im „Palace Museum“ an der Uferpromenade erinnert eine verstaubte Schaufensterpuppe an die berühmte Sultanstochter Salme, die anno 1866 mit einem Hanseaten durchbrannte. Die meisten Häuser sind zwischen 100 und 150 Jahren alt. Überall nisten sich neuerdings Boutiquehotels in verwitterten Gebäuden ein, wie auf Kuba hat der Run auf die baufälligen Schätze begonnen. Besonders gefällt mir das fast zweihundert Jahre alte historische „Kisiwa House“, heute ein mit viel Geschmack gestyltes Boutiquehotel und die grüne Kolonialstil-Oase „Hiliki House“.

In Lifestyle-Restaurants wie „6 Degrees South“ – benannt nach der geografischen Lage Sansibars – trifft sich eine junge Szene von Locals und Urlaubern zum Shisha-Rauchen mit Blick aufs Meer und den Sonnenuntergang. Die laute Disco „Tatu“ stört dabei von nebenan. Urig geht’s auf dem Hausboot „Dreamer’s Island“ zu, das ein deutsch-sansibarisches Pärchen als Alternativ-Hotel und Kneipe vor dem Stadtstrand verankert hat. Sonntags entspannen wir beim Brunch in Beach-Clubs an den Stränden der Ostküste, im „Upendo“ bei Michamwi verwöhnt mich Besitzerin Trish Dhanak mit meinen Lieblings-Wraps aus frischen Krabben und Avocado. Die neue „Season’s Lodge“ bei Pongwe gehört einem ugandisch-irischen Pärchen. Beide Clubs bieten auch spektakuläre Zimmer mit Meerblick.

WO SOLL ICH WOHNEN: STADT ODER STRAND?

Meine Antwort: Den Urlaub am besten splitten. Eine Woche Strand und ein paar Tage in Stone Town, wie die aus Korallenstein gebaute Altstadt heißt.  Wer will, bucht noch eine Safari im Selous-Nationalpark oder in der weltberühmten Serengeti dazu, beide auf dem tansanischen Festland. In Sansibar kann man auch am Stadtstrand schwimmen, der allabendlich von lokalen Akrobaten und Flanierenden bevölkert wird. Die  Traumstrände und Urlauberhochburgen aber liegen an der Ost- und Nordküste, etwa anderthalb Stunden Autofahrt von der Stadt entfernt. Direkt neben Fischerdörfern wie Jambiani und Paje an der Ostküste gibt’s Surfstationen, 5-Sterne-Hotels neben Budget-Bungalows. Auch am Strand zeigt Sansibar Profil. Selbst in dem touristisch erschlosseneren Nungwe an der Nordküste habe ich manchmal das Meer für mich allein. Im letzten Jahr kamen 300.000 Urlauber nach Sansibar, davon 30 000 Deutsche. Kenia war aufgrund der Sicherheitslage der große Verlierer, Sansibar der Gewinner in Ostafrika.

Sansibar - Andrea Tapper - Urlaub auf Sansibar - Reiseblog BREITENGARD53-1024

Traumstrand an der Nordküste bei Nungwi. Foto: Tapper

„Mein“ Sansibar, auf dem ich seit fünf Jahren ein Winterbüro unterhalte, ist klein, doch es überrascht mich immer wieder. Meine neueste Entdeckung: das extravagante Luxusdomizil „Xanadu“-Villas an der Ostküste bei Michamwi, designt von einem sambischen Millionärs-Paar: „Das letzte, was wir wollten, ist ein Hotel“, sagt mir Besitzerin Eileen, „aber es hat sich einfach so ergeben.“ Sie führt mich durch die edlen, Dom-ähnlichen Ferienhäuser, mit Fußböden aus Planken alter Dhow-Segelboote, glattgewienert wie ein Tanzparkett, bis hin zu ihrem Dachjacuzzi, in dem ein Schaumbad auf Höhe der Palmwipfel wartet. Auf Sansibar werden Träume wahr.


Luxus ohne Ende: die neuen „Xanadu-Villas“ mit Besitzerin Eileen. (Fotos: Xanadu/ Tapper)

INSIDER-TIPPS FÜR SANSIBAR

Beste Reisezeit

Ganzjährig erwarten Euch auf Sansibar Temperaturen zwischen 20 und 35 Grad; in der Hauptsaison Dezember bis März ist es am heißesten, moderater im Juni bis September; Regenzeit: April


Anreise

Eine der besten und preiswertesten Verbindungen bietet neuerdings Turkish Airlines: Über Istanbul geht’s von Deutschland direkt nach Sansibar (ohne Stopp in Dar es Salaam). Ab ca 550 Euro hin- und zurück. Die Verbindung gibt’s ab Bremen, Berlin, Hamburg, Leipzig, Hannover, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Nürnberg, Stuttgart, München; und ab Sommer 2017 auch von Münster, Karlsruhe, Friedrichshafen. Man fliegt etwa drei Stunden bis Istanbul, und acht Stunden bis Sansibar. Dort kauft man am Flughafen ein Urlaubsvisum für 50 Euro.


Hoteltipps, Ferienapartments, Sansibar entdecken

Unsere Autorin Andrea Tapper hat aktuelle Reisetipps für Sansibar in ihrem Buch und auf ihrer gleichnamigen Website „From Sansibar with Love“ zusammengetragen. Sie veranstaltet auf der Insel auch Insider-Touren für Urlauber.


Unternehmungen

Erfahrener Anbieter für Safaris, Ausflüge und Transfers: Madeira Tours & Safaris ; Gute Leihwagen zu fairen Preisen: Kibabu Cars Zanzibar


Pauschalreisen

Verwöhnt werden im arabischen Stil im sehr gepflegten Sultan Sands Island Resort bei Kiwengwa an der Ostküste, all inclusive, mit Flug ab Hamburg oder Köln, 1 Woche ab 1106 € pro Person. Großer Garten und asiatischer Einschlag im Neptune Pwani Beach Resort Spa in Kiwengwa, all inclusive, mit Flug ab/bis Hamburg, 1 Woche ab 1.087 € pro Person – beide mit TUI;
Eleganz und viel Privatsphäre, The Residence Zanzibar, Luxury Garden Pool Villa, 1 Woche Halbpension und Flug, ab 1682 € je Person – mit airtours:


Termine

Musikfestival „Sauti za Busara“, 9.-12. Februar 2017; ZIFF Filmfestival, 8.-16. Juli 2017; Jahazi Literatur- und Jazzfestival jedes Jahr im August/September


Reiseliteratur

Sansibar - Andrea Tapper - Urlaub auf Sansibar - Reiseblog BREITENGARD53-In ihrem Reiseführer mit Love Story erzählen Andrea Tapper und ihr Co-Autor Ahmed Ally aus beiden Perspektiven über ihre deutsch-sansibarische Romanze und den Alltag im Afrika von heute – garantiert ohne Massai-Romantik! „From Sansibar with Love“, Orell Füssli Verlag, über Amazon, 16, 95 Euro


Geld im Urlaub

Die Währung in Sansibar ist der Tansania-Schilling. Ein Tansania-Schilling sind 100 Cents. Doch fast überall wird auch der US-Dollar als Zahlungsmittel akzeptiert. Viele Geschäfte akzeptieren Kreditkarten. Geldautomaten gibt es überwiegend in Sansibar-Stadt. Wer die Abhebegebühren umgehen möchte, für den lohnt sich die Anschaffung einer kostenlosen Kreditkarte. Mehr Tipps zur Zahlung im Urlaub gibt es auf unserer Service-Seite: Geld im Urlaub.

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Safari-Abenteuer in der Masai Mara

Mit einem Massai als Guide die „Big Migration“ zu erleben, ist schon etwas Besonderes. Drei Millionen Tiere wandern jährlich von der Serengeti in Tansania nach Kenia in die Masai Mara…

Mit einem Massai als Guide die „Big Migration“ zu erleben, ist schon etwas Besonderes. Drei Millionen Tiere wandern jährlich von der Serengeti in Tansania nach Kenia in die Masai Mara und zurück. Breitengrad53-Autorin Liane Ehlers war beim großen Tiertreck dabei und fühlte sich wie Tanja Blixen (Meryl Streep) im Oscar-prämierten Film „Jenseits von Afrika“.

Wer kratzt da an meiner Balkontür im ersten Stock, morgens um 6 Uhr? Eine Affenmutter mit Kind hat es sich auf dem Geländer gemütlich gemacht und lässt mich bei der Morgentoilette nicht aus den Augen. Die beiden hoffen wohl auf eine Banane aus dem Obstkorb in meinem Zimmer im “Neptune Palm Beach Resort & Spa” am Diani Beach in Ukunda. Das Füttern ist streng verboten, doch viele Gäste der stilvollen Anlage im Swahili-Baustil mit Bungalows und Reetdächern, direkt am weißen Korallensandstrand, halten sich nicht daran. Die Balkontür sollte man in diesem Moment besser nicht öffnen, sonst könnten die Affen das Zimmer erobern.

Es ist ein Tag wie gemalt: der Himmel blau, das Wasser türkisfarben und warm. Hohe Palmen wiegen sich leicht im Wind. Kenia ist ein Paradies für Badeurlaub und Safaris. Am Vortag sind wir mit Condor in Mombasa gelandet – ein 2,5 Millionen-Moloch auf einer Insel. Täglich müssen vom Festland tausende Fahrzeuge und 250.000 Menschen mit vier Fähren übersetzen, um zur Arbeit oder zum Flughafen zu gelangen. 2017 soll die von den Chinesen gebaut Brücke endlich fertig werden, die Afrikas zweitgrößte Hafenstadt Mombasa und den Flughafen mit dem kenianischen Festland verbindet. Auch sonst engagieren sich die Chinesen stark in Kenia. Sie bauen auch die neue Eisenbahnstrecke von Mombasa in die Hauptstadt Nairobi.

Mountainbike-Tour durch Dörfer

„Jambo“ („Hallo“ auf Swahili), schallt es uns freundlich  entgegen.  Auf der Straße,  im Hotel und während der Mountainbike-Tour, die wir unter Leitung von zwei Guides und dem Manager Masha Kantana (im Begleitauto) unternehmen – ganz nah dran an Natur und Mensch. Seit sechs Jahren fördert die Regierung das Projekt, das Touristen den kenianischen Alltag näher bringen soll. Dazu gehören auch der Besuch einer Schule, in der die Kinder uns stolz das Erlernte vorführen, sowie ein Abstecher ins Dorf Mwamanga, wo uns der Medizinmann ausgiebig die Wirkung der zahlreichen Heilkräuter erklärt.

Artenreiche Tierwelt

Das große Safari-Abenteuer beginnt am nächsten Morgen mit dem Flug in die Masai Mara, die Zwillingsschwester der Serengeti in Tansania, nur durch den Mara-River getrennt. Wie mit dem Lineal auf der Landkarte haben die englischen Kolonialherren – etwa 20 Kilometer südwestlich vom Mara-Fluss – eine Grenze gezogen und so die Serengeti in einen tansanischen und einen kenianischen Bereich (die Mara) unterteilt. Den fast drei Millionen wilden Tieren ist das bei ihrer „Big Migration“, der großen Wanderung von Ende Juni bis Oktober, in die eine wie in die andere Richtung egal. Sie folgen ihrem Instinkt, gehen dorthin, wo das Gras grünt und der Regen fällt. Über 2.900 Kilometer führt die Suche nach Nahrung jedes Jahr. Immer müssen sie durch den Mara-River mit seinen beschwerlichen, steilen Ufern, in dem riesige Krokodile auf ihre Beute warten.

Raubtiere warten am Mara-River

Die gefährliche Reise beginnt in Tansania im Süden der Serengeti, nachdem zwischen Januar und März eine halbe Million Kälber geboren wurden. Wenn im Mai die Regenzeit endet, machen sich 1,5 Millionen Gnus, begleitet von 200.000 Zebras und 500.000 Gazellen sowie vielen anderen Tieren, auf den Weg nach Norden. Oft sind es die Zebras, die voran gehen. Die Mara ist besonders reich an Löwen, aber auch für andere Großkatzen sind die Tiere am Mara-River eine leichte Beute. Im Oktober kehren die Herden nach Tansania zurück.

Es ist ein großartiges Schauspiel, das jedes Jahr vor allem amerikanische Touristen anzieht, und wir dürfen es miterleben. Aber auch immer mehr Deutsche finden wieder den Weg nach Kenia, wie Thomas-Cook-Manager Roland Junker erklärt. Innere Unruhen, Dürre, Hungerkrisen und Ebola, „das von Kenia genauso weit weg war wie von Europa“, so Junker, hatten in den vergangen Jahren zu Einbrüchen im Kenia-Tourismus geführt. „Jetzt erholt sich das Land“, sagt der Afrika-Spezialist.

Kein Schnee am Kilimandscharo

Elf Passagiere und zwei Piloten nimmt die kleine Cessna auf. In meinen Ohren dröhnt der Lärm der Motoren. Gleich hebt der kleine Flieger ab, in zwei Stunden werde ich die Masai Mara aus der Vogelperspektive sehen. Der Flug führt vorbei am Kilimandscharo, auf dem trotz des afrikanischen Winters fast kein Schnee liegt. Am Flughafen Mara Nord, mit seiner unbetonierten Natur-Landebahn und einer halboffenen Bretterbude als Unterstand, wartet unser Guide Daniel (33) mit dem Toyota Land Cruiser auf uns.

Unterwegs mit einem Massai

Der große Massai begrüßt uns mit einem fröhlichen „Jambo, Jambo“. Mit dem permanenten Allradantrieb und dem Multi-Terrain-Management-System ist ein Geländewagen auf Safaris in Afrika ein absolutes Muss. Schon auf der Fahrt zum Fünf-Sterne-„Neptune Mara Rianta Luxury Camp“  am Mara-River beginnt die erste Safari-Tour. Giraffen, Zebras, Antilopen, Gnus, Warzenschweine und ein großer weißer Adler, der gerade ein Impala-Baby gerissen hat und frisst, kreuzen an diesem Morgen unseren Weg. Daniels geschultes Auge entdeckt plötzlich in einem Busch einen Löwen, der Mittagsschlaf hält. Wir fahren um den Busch herum und können die Großkatze jetzt gut erkennen.

Anders als in der südlichen Mara, die in staatlichem Besitz ist, dürfen wir im nördlichen Teil, wo das Land den Massai gehört, auch offroad fahren. Daniel tut das oft und sehr geschickt – „Hakuna Matata“ (Keine Sorgen) hören wir immer wieder. So bringt er uns ganz nah an die Wildtiere heran, immer mit der optimalen Perspektive für Fotos: Ein Gepard-Muttertier, das ein Impala-Baby gerissen hat und leise, fast zärtlich seine beiden Jungen ruft, um mit ihnen die Beute zu teilen; ein Leopard, der eine Antilopen-Keule in drei Meter Höhe auf den Baum geschleppt hat, um dort seinen Fang in Ruhe genießen zu können, sowie eine Löwenfamilie, die sich nach dem großen Fressen ausruht.

Flusspferde beim Camp

Der junge Massai ist ein wissendender und sehr empathischer Mensch. Nie fühlen wir uns in der Nähe von Giraffen, Löwen, Elefanten, Leopard, Geparden oder Hyänen unsicher. Daniel ist in der Mara aufgewachsen und kennt sich bestens aus. Bis heute hütet der Massai in seiner Freizeit die Kuh- und Schafherden seiner Familie. Zwei Jahre hat er in Nairobi studiert, um dann in seine Heimat zurückzukehren und Safari-Touristen zu führen. Seit 13 Jahren macht Daniel das, seit sechs Jahren für das „Neptune Mara Rianta Luxury Camp“ am Mara-River. Auf Sichtweite haben dort rund 50 Flusspferde ihr Dauer-Domizil. Ihr lautes Grunzen wird uns Tag und Nacht begleiten. Mit dem Weckruf zur Frühsafari um 5.30 Uhr bringt Butler Elfas heiße Schokolade, Kaffee oder Tee ans Bett.




Antilope auf der Landebahn

Drei Tage Safari im Mara Nationalpark sind gefühlte drei Wochen. Der Satz „Ich hatte eine Farm in Afrika . . .“ hat eine ganz neue Dimension bekommen, und die Bilder vom Kino im Kopf sind von der Schönheit der Savannen-Landschaft und der unglaublich reichen Tierwelt weit übertroffen worden. Seit der Oscar-prämierte Film „Jenseits von Afrika“  1985 ein Millionenpublikum verzaubert hat, gehört  der 1500 Quadratkilometer große Nationalpark, der 1961 gegründet wurde, zu den Sehnsuchtszielen dieser Welt. Auf dem Flug fühle ich mich wie Karen Blixen (Meryl Streep) und Denys Finch Hatton (Robert Redford) bei ihrem Flug im Doppeldecker.

Nach einer letzten Früh-Safari soll uns die kleine Cessna am Flughafen abholen. Die Maschine muss im Landeanflug durchstarten. Ehe wir es begriffen haben, gibt Daniel mit dem Land Cruiser Vollgas, dass es staubt. Eine Antilope hat die Landebahn blockiert. Der junge Massai vertreibt sie, der zweite Landeanflug gelingt. Bis wir abgehoben haben, bleibt Daniel stehen und winkt, immer bereit, uns auch für einen weiteren Fall der Fälle zu beschützen, zumal eine Elefantenherde hinten am Waldrand lauert und die Landebahn beobachtet.

Reiseinformationen für Kenia in Kürze

Vorbereitungen: Wer nach Ostafrika fliegt, wird erkennen, dass Reservierungen und gutes Timing sehr wichtig für eine stressfreie Reise sind, egal ob Gruppen- oder Individualreise. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln reisen will, ist in seiner Reichweite sehr eingeschränkt. Safaris sind so nicht möglich. Der Eintritt in die Nationalparks beträgt zwischen 80 und 100 Euro/Tag. Pauschalreisen haben in Kenia und Tansania ihre Berechtigung, denn Buschcamps brauchen ausreichend Vorlaufzeit für Einkäufe und Logistik.

Impfungen: Grundsätzlich sind bei Einreise aus der EU keine Schutzimpfungen vorgeschrieben. Ob ein Impfschutz angesagt ist, erfährt man bei Gesundheitsämtern und Tropeninstituten www.tropeninstitut.de

Anreise: Condor fliegt ab München nach Mombasa, Economy ab 349,99 Euro pro Strecke.

Veranstalter: z.B. mit Thomas Cook Signature, Kenia/Diani Beach, “Neptune Palm Beach Resort & Spa”, 4,5 Sterne, 1 Woche im Deluxe-Zimmer, All incl., inkl. Flug mit Condor, Rail & Fly 2. Klasse, Transfer und Reiseleitung p. P. ab 1246 Euro.

Safaris: Fly-in Neptune Mara Rianti Luxury Camp, 5 Sterne, 3 Tage/2 Nächte, All inclusiv, ab/bis Nairobi inkl. Flug in die Masai Mara, Transfer, Pirschfahrten, Nationalparkgebühren p.P. ab 1149 Euro (auch ab/bis Mombasa buchbar ab 1251 Euro). Preiswerter: Ab Mombasa 3 Tage/2 Übern. Kurzsafari mit Verpflegung lt. Programm mit dem Mini-Bus in den Nationalpark Tsavo Ost & Ngutuni, Eintritt in die Nationalparks, max. 7 Personen, ab 389,- Euro. www.thomascook.de

Reiseliteratur: Viele wertvolle Tipps gibt das Dumont-Reisehandbuch „Kenia-Tansania” von Daniela Eiletz-Kaube, Sabine Jorke, Steffi Kordy, 448 Seiten, 24,99 Euro.

Hinweis: Die Autorin wurde von Thomas Cook eingeladen

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Zum Kitesurfen nach Mauritius

Mauritius gehört zweifellos zu den Traumurlaubszielen der Deutschen. Die Insel im Indischen Ozean, die zwischen La Réunion und den Seychellen liegt, fasziniert mit türkisblauem Wasser, weißen Sandstränden, bizarren Bergformationen und…

Mauritius gehört zweifellos zu den Traumurlaubszielen der Deutschen. Die Insel im Indischen Ozean, die zwischen La Réunion und den Seychellen liegt, fasziniert mit türkisblauem Wasser, weißen Sandstränden, bizarren Bergformationen und sommerlichen Temperaturen übers ganze Jahr. Sie gilt als Lieblingsinsel frisch verheirateter Paare und Ziel vieler Luxusurlauber. Kaum jemand weiß allerdings, dass es auf Mauritius eines der besten Kitesurf-Reviere der Welt gibt.

“Zuerst wurde Mauritius erschaffen”

Der berühmteste Besucher der Insel war wahrscheinlich Mark Twain, der 1886 die Insel bereiste und von dem das Zitat “Zuerst wurde Mauritius geschaffen, dann das Paradies. Aber das Paradies war nur eine Kopie von Mauritius“ stammt. Mauritius gilt auch rund 130 Jahre später noch immer als das Paradies auf Erden und als Heimat der berühmtesten Briefmarke der Welt, der Blauen Mauritius. Von der ersten Briefmarke der damaligen britischen Kolonie Mauritius existieren weltweit noch 12 Exemplare.

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Der Le Morne Brabant ist der Berg, der der Bucht von Le Morne als Wahrzeichen dient. (Fotos: Jörg Pasemann)

Die Insel gilt für viele Urlauber als klassisches Ziel für einen entspannten Badeurlaub. Durch die vielen Korallenriffe, die die Insel umgibt, gilt Mauritius auch als ein Paradies für Taucher und Schnorchler. Doch die Insel hat mehr zu bieten als Sonne und Strand. Meine beiden Top-Tipps für einen Urlaub auf Mauritius.

“Zum Kitesurfen nach Mauritius”

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Gijsbertus Adrianus kennen wahrscheinlich die wenigsten Menschen auf der Welt. Er war es allerdings, der 1977 den ersten Kite zum Patent angemeldet hat und gilt damit auch als erster Kitesurfer der Welt. Er ließ sich an einem trapezähnlichen Gurt von einem „Drachen“ auf einem Surfbrett übers Wasser ziehen. Von dem ersten Kite sind die, die sich heute durch die Bucht von „Le Morne“ auf Mauritius ziehen lassen, meilenweit entfernt.



Die Bucht von „Le Morne“ im Süden der Insel hat sich in den letzten Jahren immer mehr zum „Geheimtipp“ gemausert. Der ständige, starke Passatwind aus dem Süden, das flache Wasser und die Wellen machen die Bucht zum wahren Paradies für Kitesurfer. Umrahmt von einer atemberaubenden Landschaft finden Kitesurfer hier auf der Insel Mauritius die besten Voraussetzungen für einen perfekten Aktivurlaub. Zumal die eine Seite (am Berg Le Morne Brabant) des Strandes die perfekte Umgebung zum Kiten ist, die andere – Windstill und mit schönem Sandstrand – eignet sich hervorragend zur Erholung. Hier kann man auch ganz entspannt die atemberaubenden Sonnenuntergänge sehen, die Mauritius zu bieten hat.

“Essen auf Mauritius”

Mauritius gilt als Schmelztiegel vieler Kulturen. Der Einfluss aus Asien, Afrika und Europa spiegelt sich auch in der mauritianischen Küche wieder. Die Palette an französischen, indischen, asiatischen oder kreolischen Menüs sucht weltweit seines gleichen. Die mauritische Küche ist scharf und pikant und oftmals nur in kleinen Restaurants zu finden. In den Hotels sind die „heimischen“ Gerichte oft auf die westlichen Besucher angepasst. Wer also richtiges Essen probieren möchte, der sollte abseits der Touristenzentren nach einem Imbiss gucken. Wer gerne Meeresfrüchte isst, sollte Camarons mit Vidaye probieren. Absolut empfehlenswert ist auch die indische Moulougtany-Suppe. Mein absolutes Highlight ist allerdings mauritianisches Curry-Huhn, Hühnchen in Curry mit Bohnenmus.

Essen auf Mauritius - Reiseblog Breitengrad53

Die mauritische Küche ist scharf und pikant und oftmals nur in kleinen Restaurants zu finden. Der Einfluss aus Asien, Afrika und Europa spiegelt sich auch in der mauritianischen Küche wieder. (Foto: marysckin / Fotolia.de)

Weitere Reiseinformationen für Mauritius

Wohnen auf Mauritius

Das Riu Le Morne bildet zusammen mit dem Hotel Riu Creole das erste RIU Resort auf Mauritius. Es liegt direkt am weißen Sandstrand auf der Halbinsel Le Morne, am Fuße des berühmten Felsmassivs Le Morne Brabant, im Südwesten der Insel. Das Hotel ist nur für Erwachsene zu buchen, Kinder sind dort nicht erlaubt. Hier das Hotel Riu Le Mornebuchen!

Anreise nach Mauritius

Es gibt einige Airlines, die nach Mauritius fliegen. Emirates fliegt regelmäßig von Deutschland nach Mauritius.


Bezahlen auf Mauritius

Die mauritische Währung wird Rupie genannt. Bezahlen in Euro ist auf der Insel nicht üblich. Einige Hotels und Restaurants akzeptieren Fremdwährungen, in der Regel zu einem schlechten Kurs, und geben das Wechselgeld in Rupien zurück. In den meisten Restaurants und Geschäften werden die gängigen Kreditkarten akzeptiert. Benötigen Sie eine Kreditkarte, mit der Sie auch auf Mauritius kostenlos Geld beziehen können, finden Sie auf unserer Seite Geld im Urlaub eine Übersicht über kostenlose Kreditkarten.


Reiseführer für Mauritius

Es gibt zahlreiche Reiseführer über Mauritius. Eine Auswahl an Reiseführern für Mauritius finden Sie hier.


Alle Bilder über die Reise nach Mauritius auf Instagram
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Hinweis: Die Reise fand auf Einladung statt.

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Urlaub in Ägypten: Manchmal nicht wie aus 1000 und einer Nacht

Urlaub wie aus 1000 und einer Nacht: Sonnenschein, exotisches Essen, Tauchen und Schnorcheln im Roten Meer oder hochklassige Hotels mit perfektem Service – Urlaub in Ägypten verspricht Erholung, Kultur, Abenteuer…

Urlaub wie aus 1000 und einer Nacht: Sonnenschein, exotisches Essen, Tauchen und Schnorcheln im Roten Meer oder hochklassige Hotels mit perfektem Service – Urlaub in Ägypten verspricht Erholung, Kultur, Abenteuer und Exotik. Doch die Realität sieht in einigen Regionen oftmals anders aus: Wer Urlaub in der Sonne sucht und dafür in Kauf nimmt, das Hotelgelände nicht zu verlassen, ist zumindest in der Makadi Bay am Roten Meer genau richtig: Kultur, schöne Landschaften oder Exotik? Fehlanzeige!

Der Reiseleiter der Reisegruppe schwört die gerade angekommen Gäste auf die nächsten Urlaubstage in Makadi Bay, einer Bucht am Roten Meer, etwa 30 Kilometer von Hurghada entfernt, ein. “Es gibt hier drei Arten von Religionen”, sagt Ahmed schmunzelnd. “Moslems, Christen und Verkäufer.” Hier sei handeln Volkssport und niemand zahlt den Preis, den ein Verkäufer in Ägypten zuerst nennt. “Eher ein Viertel des Preises ist gerechtfertigt.” Selbst in der Apotheke sind die Preise verhandelbar, was bei vielen Gästen aus Deutschland ein ungläubiges Kopfschütteln hervorruft. Das gelte auch für das Durchfallmittel “Antinal”, dass hier in Ägypten fast jeder Urlauber irgendwann brauche. “Bakterien!”, sagt Ahmed, “Wir haben hier andere Bakterien als in Europa. Das Gemüse und Obst in der Küche wird nicht immer mit Trinkwasser gewaschen, so dass der Durchfall irgendwann sicher kommt.” Und da hilft eben dieses Mittel, dass in der Apotheke in Makadi Bay rund 25€ kostet, in Hurghada selbst allerdings nur 5€. Auch den Grund kennt der Reiseleiter nur zu gut: “Die Ladenbesitzer hier im Resort zahlen rund 5.000€ Miete für die kleinen Parzellen pro Monat.” In der Stadt seien die Läden deutlich günstiger. Und wie gesagt: Hier wird um alles gehandelt.

Apropos Stadt, Hurghada ist laut Ahmed auf jeden Fall eine Reise wert und auch da gibt es zwei Möglichkeiten für die Gäste. Entweder man fährt mit dem Shuttlebus vom Hotel für 6€ pro Person oder mit dem Taxi. “Das kostet vom Hotel zur Stadt knapp 20€ und von der Stadt vom Hotel knapp 10€.” Vorausgesetzt man handelt gut mit dem Taxifahrer. Der größte Teil der Reisegruppe entscheidet sich für den Shuttlebus, der um 15.10 Uhr am Hotel wartet. Die Fahrt dauert etwa 30 Minuten und ist eher abschreckend. Außer ein paar Sicherheitskontrollen sieht man viel Sand und jede Menge Dreck am Wegesrand. Hier ein paar leere Häuser, Zäune und vereinzelt der Versuch, für Touristen etwas aufzubauen. So sieht die “Delphin World” im nirgendwo am Straßenrand nach Hurghada ebenso absurd aus, wie die “Aqua World”, zu der die Touristen aus den Hotels der Makadi Bay in der Regel kostenlos gefahren werden. Der Eintritt ist in den All-Inklusive-Angeboten der Hotels meistens inbegriffen.

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Typisches Bild in Hurhgada

Highlight an der Endstation ist ein leeres Einkaufszentrum

Nach rund 35 Minuten Fahrtzeit erscheint die Silhouette von Hurghada. Dort angekommen fühlen sich die Touristen, als würden sie eine große Baustelle besichtigen. Allerdings wird hier offensichtlich seit Jahren nicht mehr gebaut und so ist es auch nicht verwunderlich, dass nirgendwo ein Bauarbeiter dafür aber viel Dreck und Bauschutt zu sehen ist. “Das sieht hier schon seit Jahren so aus”, weiß Walter aus Köln, der ebenfalls im Bus sitzt und schon ewig zum Tauchen hierher kommt. Große Rohbauten zeigen von einer regen Bautätigkeit, die aus welchen Gründen auch immer, abrupt beendet worden sind. Auf die meisten Urlauber ist der Anblick eher abschreckend als einladend und der Eindruck wird auch nicht besser, als die Gruppe den Busbahnhof in Hurghada erreicht hat und jetzt den rund dreistündigen Aufenthalt startet.

Das Highlight gleich vorweg: Genau gegenüber vom Busbahnhof ist ein großes Einkaufszentrum, dass allerdings nur zu einem Viertel mit Ramsch-Läden gefüllt ist. Warum die Reisegruppe ausgerechnet an diesen Fleck in Hurghada gefahren worden ist, bleibt das Geheimnis der Veranstalter. Ansonsten bietet die Stadt in diesem Teil nicht mehr, als der Stadtrand: Schmutz, leere Rohbauten und pausenlos hupende Taxen.

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Viele Bauten am Stadtrand von Hurghada sind Ruinen. (Fotos: Jörg Pasemann)

Die Makadi Bay ist ein gutes Gebiet zum Schnorcheln

Während der eine Teil der Gruppe vergeblich versucht, irgendetwas Schönes zu finden, steigen einige in ein Taxi, um nach “Downtown” von Hurghada gefahren zu werden oder zurück ins Hotel. Für 100 Ägyptische Pfund hat Walter einen Taxifahrer gefunden, der ihn zurück ins Hotel fährt. Auch hier schwanken die Preise von 350 bis 100 Pfund, die natürlich auch Verhandlungssache sind. Vom Taxifahrer erfährt er, dass das schöne Hurghada eher in der Altstadt, also in “Downtown” zu finden ist. Gerade aus dieser Sicht stellt sich die Frage, warum die Touristen ausgerechnet hier abgeladen werden. Nach einem kurzen Zwischenstopp des Taxifahrers irgendwo in der Stadt, geht es dann zurück auf die Straße in Richtung Makadi Bay.

Das Fazit für diese Reise fällt Walter zum Schluss ganz leicht: “Um Urlaub am Meer zu machen und Sonne zu tanken, ist Makadi Bay in Ägypten im Moment relativ günstig und richtig – für mehr aber auch nicht.”

Abenteuer Taxi in Hurghada

In Hurghada müssen Sie kein Taxi suchen, das Taxi findet sie! Wer am Straßenrand steht oder geht, wird ununterbrochen an gehupt und von den Taxifahrern gerufen. Handeln ist oberste Pflicht, aber auch Vorsicht ist geboten: Oft tauschen unseriöse Taxifahrer beim Bezahlen größere Geldscheine unbemerkt in kleinere Noten ein, und ehe sich die Fahrgäste versehen, wird unter lautem Geschrei die angeblich fehlende Menge an vereinbartem Geld verlangt. So wird die Fahrt dann deutlich teurer, als ursprünglich verhandelt.

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Südafrika – farbenfroh, traditionell, abenteuerlich

Bunt und abwechslungsreich, farbenfroh und lebenslustig, das sind die Begriffe die ich mit Südafrika verbinde. Vom Nervenkitzel den man auf der Spur der wilden Tieren erlebt, über die gut gelaunten…

Bunt und abwechslungsreich, farbenfroh und lebenslustig, das sind die Begriffe die ich mit Südafrika verbinde. Vom Nervenkitzel den man auf der Spur der wilden Tieren erlebt, über die gut gelaunten Menschen und die bunte Vielfalt der traditionellen und einheimischen Kunst. Ob Kapstadt, Johannesburg, Kruger Nationalpark oder Cape-Town – jedes Jahr reisen etwa 8-9 Mio. Touristen nach Südafrika. Das Land der Kontraste bietet nicht kulturelle Unterschiede und auch die „größten“ Tiere dieser Welt sind in Südafrika zuhause.

Big Five in freier Wildbahn erleben

Hier in Südafrika hat man die Chance die Big Five in freier Wildbahn zu erleben. Bei der Auswahl der fünf „großen“ Tiere spielte nicht ausschließlich die Körpergröße der Tiere eine Rolle, sondern in erster Linie die Schwierigkeiten und Herausforderungen bei der Jagd auf sie. Mit einem erfahrenen Ranger und einer Portion Glück begegnen einem auf der Safari Elefanten, Nashörner, Büffel, Löwen und Leoparden draußen in der Savanne von Südafrika.

Aber auch ein Tauchgang in Capetown zu den weißen Haien oder die Beobachtung der Wale von Juni bis November sind Ausflüge, die den Aufenthalt in Südafrika unvergesslich machen. Der Abenteuertourismus nimmt hierzulande im Vergleich zum Rest der Welt eine wichtige Rolle ein. Die Südafrikaner verbringen, so wie auch die Australier mehr Zeit draußen in der freien Natur als wir in Deutschland. Kein Wunder bei den einzigartigen Tieren, Landschaften und unvergesslichen Lichtverhältnissen.

Nachhaltigkeit gewinnt in Südafrika an Bedeutung

Inzwischen setzen einige Projekte in Südafrika vermehrt den Fokus auf den umweltschonenden und nachhaltigen Tourismus. Beispielsweise das Madikwe Game Reserve, eines der größten Wildreservate in Südafrika, hat sich auf Natur- und Tierschutz spezialisiert. Durch die Integration der Gemeinden vor Ort werden Arbeitsplätze geschaffen und so die lokale Bevölkerung gestärkt. Das zugehörige Thakadu River Camp und die Buffalo Ridge Lodge gehören dabei zu hundert Prozent den lokalen Gemeinden.

Mehr als nur Gast sein

Knysna Living Local bieten den Touristen in Südafrika die Chance für ein paar Tage inmitten der Einheimischen zu verbringen und so komplett in deren Kultur einzutauchen. Am Lagerfeuer teilt man neben den Geschichten das Essen mit den Gastgebern und lernt was es bedeutet die begrenzten Ressourcen mit anderen zu teilen: „Ubuntu“ heißt „Menschlichkeit“ und ist die Lebenseinstellung, die man als Tourist aus Südafrika wieder mit nach Hause nimmt.

© Bilder, Video South African Tourism (Südafrika Tourismus)

 

Koop

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Mauritius: Alles in Zucker – oder was?

Nach Mauritius willst Du? Da gibt es doch nur Zuckerrohrfelder und Luxushotels“, sagt eine Freundin, als ich ihr erzähle, dass ich zum dritten Mal auf die von Vulkanismus geprägte Insel…

Nach Mauritius willst Du? Da gibt es doch nur Zuckerrohrfelder und Luxushotels“, sagt eine Freundin, als ich ihr erzähle, dass ich zum dritten Mal auf die von Vulkanismus geprägte Insel vor Afrikas Ostküste fliege. Sicherlich ist die Zuckerindustrie auch heute noch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, aber die „Perle im Indischen Ozean“ hat weitaus mehr zu bieten.

Kite-Lagune von Le Morne

Die Kite-Lagune von Le Morne ist Kult. Bilder: Liane Ehlers

Wind- und Kitesurfern ist Le Morne schon lange ein Begriff, gehört die Bucht doch zu den angesagtesten Spots der Welt. Ideal für Anfänger ist das smaragdgrüne, knietiefe Flachwasser in der Kite-Lagune, eine Herausforderung ­– selbst für Könner – ist der berühmte Hardcore-Wavespot „One Eye“.

Tauchschule Mauritius

Für Anfänger und Fortgeschrittene: die „Club Mistral“-Tauch- und Surfschulen am Le Morne Brabant

Zwei „Club Mistral“-Stationen mit Tauch-, Surfer- und Kite-Surfer-Schule auf dem Gelände eines neu eröffneten RIU-Resorts bieten Urlaubern die Möglichkeit, diese und andere Wassersportarten, wie z.B. Stand Up Paddling zu erlernen. Wegen der Nähe des Korallenriffs sind Badeschuhe allerdings für jeden Wassersportler empfehlenswert.

Unser Urlaubsdomizil liegt im tiefen Südwesten, eine Autostunde vom Flughafen entfernt, auf der zerklüfteten Halbinsel Le Morne, die mit ihrer exotischen Flora und Fauna zu den schönsten und außergewöhnlichsten Regionen auf Mauritius gehört. Neben zwei anspruchsvollen Golfplätzen gibt es dort auch einige Luxus-Ferienanlagen.

Blick von einem Pool des RIU-Resorts

Traumhaft: Blick von einem Pool des RIU-Resorts auf den Indischen Ozean

Vier-Sterne-Haus mit 24-Stunden-All-Inclusive

Ganz am Ende der idyllischen Bucht, dort, wo keine Straße mehr weiter führt, hat die RIU-Hotelgruppe nach umfangreichen Renovierungsarbeiten im Februar ein Vier-Sterne-Resort eröffnet: Das Adults-only-Haus „RIU Le Morne“, sowie das „RIU Coral“ und das „RIU Creole“, in denen Familien mit Kindern herzlich willkommen sind. Ungewöhnlich für Mauritius‘ Luxus-Hotellerie ist das 24-Stunden-All-Inclusiv-Angebot. Damit will das Management den Urlaub auf der exotischen Insel auch für Familien attraktiv und kalkulierbar machen. Die dreigeschossigen Häuser mit ihren reetgedeckten Dächern fügen sich harmonisch ins tropische Landschaftsbild. Schon seit jeher gilt auf Mauritius, dass kein Haus höher sein darf als die höchste Palme. Dank dieser rigiden Regel sind der kleinen Insel in Äquatornähe viele Bausünden erspart geblieben.

Le Morne Brabant – Schicksalsberg der Sklaven

Atemberaubend ist der Blick auf die schroffen, steil abfallenden Wände des Le Morne Brabant (556 m). Seit 2008 gehört der Tafelberg zum Weltkulturerbe der UNESCO. Der ehemalige Zufluchtsort der afrikanischen Sklaven, die den französischen Kolonialherren und der Knochenarbeit auf den Zuckerrohrfeldern entflohen waren, spielt bis heute eine historisch bedeutsame Rolle. Drei bis vier Stunden dauert die geführte Wanderung zum Gipfelkreuz, das an die Familien erinnert, die sie sich am 1. Februar 1835 in den kollektiven Tod stürzten. Auslöser für die Tragödie war ein sprachliches Missverständnis – die Sklaven hatten die sich nähernden Engländer, die ihnen die Botschaft vom Ende der Sklaverei überbringen wollten, nicht verstanden.

Grand Bassin

Grand Bassin: der heiliger See der Hindus mit Shiva-Statue

Rundflug mit dem Helikopter

Die ganze Schönheit der „Perle im Indischen Ozean“ offenbart sich erst aus der Vogelperspektive bei einem Hubschrauber-Rundflug. Aus dem kleinen rot-weißen Helikopter von Air Mauritius blicken wir auf endlose Tee- und Zuckerrohrplantagen, Grand Bassin – den heiligen See der Hindus, die siebenfarbige Erde von Chamarel und vulkanische Berglandschaften, wo Wasserfälle in die Tiefe donnern. Fast nahtlos – wie Perlen an einer Schnur – umschließt der Korallengürtel die ganze Insel und schützt so Schwimmer vor Haien.

Silberweiß glänzende Wellen brechen sich am Riff im tiefen Blau des Indischen Ozeans. Türkisfarbene Lagunen und einsame Buchten mit hellen Korallensandstränden sind von einem dunkelgrünen Dschungel umgeben, in dem sich schicke Luxus-Hotelanalagen verstecken, deren Ausmaße nur aus der Luft erkennbar sind. Zum Greifen nah fliegen wir an bizarren Berggipfeln vorbei, bevor unser Pilot uns am Flughafen wieder absetzt. Es muss wohl ein Tag wie dieser gewesen sein, an dem Mark Twain, der von den Einheimischen und in fast jedem Reiseführer gern zitiert wird, geschrieben hat: „Erst gab es Mauritius, und dann hat Gott nach seinem Vorbild das Paradies erschaffen, aber es ist nur eine Kopie.“

Katamaran-Fahrten Mauritius

Bei halb- oder ganztägigen Katamaran-Fahrten entlang der Westküste kann auf dem Boot auch gegrillt werden.

Schwimmen mit Delfinen

Wer schon immer davon geträumt hat, Delfine in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten oder mit ihnen zu schwimmen, kann das bei einer Katamaran-Tour oder bei einer Fahrt mit einem der kleinen Schnellboote tun. Die starten nach Sonnenaufgang in der Black-River-Bucht, die an den Black-River-Nationalpark angrenzt. Schwimmflossen und Schnorchel-Ausrüstung gibt es an Bord. Und dann heißt es nur noch: ab ins Meer und mit Flipper schwimmen. Ein ganzes Rudel von 50 bis 60 Tieren ist am diesem Morgen zur Nahrungssuche in die geschützte Bucht gekommen. Die Tiere lassen sich von den Booten und Schnorchlern, die zu Dutzenden im Wasser unterwegs sind, nicht stören. Sie gleiten hinter, vor, neben und unter uns. Unter Wasser hört man ständig Pfeiftöne der kommunikativen Meeressäuger, die sich so verständigen. Erst gegen Mittag schwimmen die Tiere ins offene Meer hinaus.

[toggle title=”Anreise“]Mauritius liegt elfeinhalb Flugstunden von Deutschland entfernt. Condor fliegt ab Frankfurt direkt, Emirates über Dubai, Air Mauritius über Paris. Für die Einreise muss der Reisepass noch mindestens sechs Monate gültig sein. Offizielle Landessprache ist Englisch, die Mauritier sprechen Creole und Französisch. [/toggle]

[toggle title=”Ausflugstipps“]Besuchen sollten Mauritius-Urlauber im Norden Cap Malheureux, Grand Baie, die Hauptstadt Port Louis, die Villa Eureka am Fuß der Moka-Berge und „Pamplemousses Gardens“, der für seine prächtigen exotischen Pflanzen und Riesen-Seerosenblätter berühmt ist. Ein Besuch lohnt sich auch im „L‘Aventure du Sucre“, das einzige Museum auf Mauritius, das sich der Geschichte des Zuckers widmet. Den Charme der Kolonialzeit erleben kann, wer sich auf der Tee-Route nach Saint Aubin begibt. Eine Teeprobe im Chalet von Bois Cherie gehört dazu. Ein Tagesausflug in den Süden führt zur Siebenfarbigen Erde, zum Wasserfall von Chamarel und zum Grand Bassin, dem heiligen See der Hindus, wo im Februar/März das größte Hindu-Fest außerhalb Indiens stattfindet. [/toggle]

[toggle title=”Weitere Infos“]Weitere Infos finden Sie auf folgenden Seiten…

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Das Ziel dieser Reise

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Hinweis: Die Autorin wurde zu dieser Reise von der RIU-Hotelgruppe und Mauritius Tourism Promotion Authority (MTPA) eingeladen

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Ein Besuch auf den Wochenmärkten in Südafrika

Ach, wie gerne bin ich früher mit meiner Oma über den Wochenmarkt in Malente geschlendert, um frisches Gemüse oder auch frischen Fisch dort einzukaufen. Einige Jahre hatten diese Märkte aufgrund…

Ach, wie gerne bin ich früher mit meiner Oma über den Wochenmarkt in Malente geschlendert, um frisches Gemüse oder auch frischen Fisch dort einzukaufen. Einige Jahre hatten diese Märkte aufgrund großer Shoppingzentren stark zu kämpfen, doch offensichtlich hat sich das Bewusstsein der Verbraucher verändert. Der Trend zu regionalen Produkten hat auch in Südafrika eine florierende Marktkultur entwickelt. Jeden Samstag füllen auch dort bunte Bio- und Landmärkte die Städte am Kap und präsentieren an üppigen Ständen die kulinarische Vielfalt des Landes. Leider ohne meine Oma und mich…

Old Biskuit Mill, Kapstadt

Der “Old Biskuit Mill” in Kapstadt ist ein Wochenmarkt, der viele Besucher anzieht.

Samstag ist Markttag, in Kiel, Malente und auch in Südafrika. Wenn am Wochenende die Farmer und Händler der Region ihre Stände bestücken, dann zieht es Familien, Städter und Touristen auf die regionalen Märkte des Landes. Ob exotische Marula Frucht, saftiges Straußenfilet oder feurig scharfes Curry – hier findet man die Vielfalt Südafrikas. Vor allem die herzlichen Begegnungen mit den Standbesitzern, die mit voller Leidenschaft ihre Produkte vorstellen und das Markterlebnis in Südafrika unverwechselbar machen, sind ein Highlight, wenn man die Nähe zu den Bewohnern nicht scheut. Face to Face mit den Locals.

Der Klassiker unter den südafrikanischen Märkten ist der “The Old Biscuit Mill Market“, dessen Geschichte bis ins 19. Jahrhundert zurück reicht. Dieser Markt zieht jeden Samstag Menschen in die historischen Hallen einer alten Mühle in Kapstadts Stadtteil Woodstock. An den zahlreichen Ständen bieten regionale Händler Selbstgemachtes und Produkte aus biologischem Anbau an – von frisch gebackenem Brot, über feinste Käse- und Fleischsorten bis hin zu regional produzierten Bieren. Einfach mal alles probieren.

Pretoria Boeremark-Markt für den perfekten Start

In Südafrikas Hauptstadt hingegen führt für Besucher kein Weg am “Pretoria Boeremark-Markt” vorbei. Dieser inzwischen legendäre Markt wurde vor gut 20 Jahren vom regionalen Landwirtschaftsverband gegründet und bietet neben frischen Bio-Produkten vor allem typisch kapholländische Spezialitäten an. So umhüllt der süßliche Duft von Koeksisters, Vetkoek und Melkkos die zahlreichen Marktstände. Heute ist der “Pretoria Boeremark” viel mehr als nur ein Ort, um frische Produkte zu erwerben. Für viele Bewohner der Stadt ist der Besuch des Marktes, inklusive ausgiebigem Frühstück, ein toller Start in ein perfektes Wochenende.

An der Garden Route lohnt sich ein Abstecher in das kleine Städtchen Sedgefield, wo sich jeden Samstag von 8 bis halb Zwölf das Stadtleben auf den “Wild Oats Community Farmers’ Market” verlagert. Der Markt ist eine wahre Schatztruhe für Produkte, die es einzig hier zu finden gibt. Die Händler sind Bauern aus den umliegenden Gemeinden die ihre lokal gefertigten Waren anbieten. Importware sucht man hier vergebens.

Höhepunkt des kulinarischen Kalenders der Bewohner von Durban, ist an jedem letzten Samstag im Monat der “The Food Market” im hellenischen Gemeindezentrum der Stadt. Gut 50 verschiedene Stände bieten regional produziertes Fleisch, sonnengereiftes Obst, Gewürze, Pasteten, Käse, Oliven, Biltong und frische Säfte an.

Der “Neighbourgoods Market” in Braamfontein liegt im Herzen von Jo’burg, nur unweit des Szeneviertels Newtown. Der Markt bringt neues Leben in die Stadtlandschaft. Über zwei Etagen füllen delikater Buffalo-Mozzarella, hausgemachtes Bier, gepökeltes Fleisch, feinste Schokoladen und vieles mehr das ehemalige Industriegebäude. Für eine kleine Auszeit nach dem Marktbesuch geht es auf das Dach des Hauses für einen Sundowner und einen unvergesslichen Blick über die Skyline von Johannesburg.

Foto: hfr

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Safari in Kapama – Der Kuss der Elefantenkuh

Eine Safari in einem südafrikanischen Nationalpark brennt sich ins Gedächtnis ein. Die Chance, den „Big Five“ zu begegnen, ist im Kapama Private Game Reserve groß. Vier komfortable Camps ziehen Besucher…

Eine Safari in einem südafrikanischen Nationalpark brennt sich ins Gedächtnis ein. Die Chance, den „Big Five“ zu begegnen, ist im Kapama Private Game Reserve groß. Vier komfortable Camps ziehen Besucher aus aller Welt an.

Suedafrika_Elefantenkuh

Nähern sich dem offenen Range Cruiser: Eine Elefantenkuh und ihr Baby

Kapama Süd Camp, 8.05 Uhr: Ich bin wie elektrisiert. Gerade als ich es mir nach der morgendlichen Safari auf der Liege am Pool bequem machen will, zieht in 250 Metern Entfernung eine Elefantenherde vorbei – und meine Kamera liegt im Zimmer! Über 40 Dickhäuter leben im Kapama Private Game Reserve, das an den Krüger-National-Park angrenzt. Schon gestern Abend hatten wir hautnahen Kontakt zu einer Elefantenkuh.

Im offenen Land-Cruiser haben wir uns am späten Nachmittag auf den Weg gemacht. Am Steuer sitzt Mike Powel (29), der über Funk Kontakt zu den anderen Jeep-Führern hält. Er versorgt uns mit spannenden Infos und beantwortet unsere unzähligen Fragen. Auf dem Sitz über dem Stoßfänger „thront“ Spurensucher Brian Ndlovu, der Mike den Weg durchs Dickicht weist, notfalls mit der Machete. Die beiden Ranger sind seit sechs Jahren ein eingespieltes Team. „Wir müssen uns aufeinander verlassen können, das ist wichtig“, betont Mike.

Auf der Suche nach den „Big Five“

„African Massage“, frotzel Brian, als wir über schlaglochreiche, rötlich-gelbe Wege durch die Savanne fahren. Es ist Frühling in Südafrika. Noch sind die Büsche und Bäume grau. Nur langsam sprießt das junge Grün der Blätter. Gut für die Ranger und für uns, denn so haben wir einen freien Blick ins Buschwerk.

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Durch asiatischen Pulverwahn gefährdet: Nashörner ruhen in der Abendsonne am Wasserloch.

Impalas, eine afrikanische Antilopen-Art, stehen überall am Wegesrand. Warzenschweine, Giraffen und Zebras äsen entspannt weiter oder drehen „gelangweilt“ ab, als wir uns mit dem Range-Cruiser nähern. Eine Hyäne streift durchs Unterholz. Nilpferde tauchen in Tümpeln für Sekunden auf und stundenlang unter. Foto unmöglich! Wasserbüffel beäugen uns höchst misstrauisch und wirken leicht aggressiv.

Wie alle Safari-Touristen sind auch wir auf der Suche nach den „Big Five“ (den großen Fünf). So haben früher die Großwildjäger Elefant, Leopard, Löwe, Nashorn und Wasserbüffel genannt. Dabei ging es jedoch nicht um die Größe der Tiere, sondern um die Gefahren und Schwierigkeiten, die die Jagd auf sie mit sich brachte. Heute sind Big-Five-Safaris in der Regel unblutig und finden mit der Kamera statt.

Nashörner „sehen“ mit den Ohren

Brian gibt Mike ein Stopp-Zeichen. An einem Wasserloch liegen drei Nashörner – darunter ein Jungtier – faul und friedlich in der warmen Abendsonne. Vom gelben Sand paniert ist ihre dicke Haut, und so verschmelzen sie optisch fast mit ihrer Umgebung. Nur ab und zu wackeln sie mit einem Ohr. „Mit den Ohren orientieren sie sich“, erklärt Mike, „sie können schlecht sehen.“ Wir fahren bis auf 50 Meter an die Nashornfamilie ran.

„Sitzen bleiben, sonst fühlen sie sich bedroht!“, ermahnt uns Mike und erzählt uns etwas über die Gefahren, denen Nashörner durch Wilderer ausgesetzt sind. Die kommen – oft aus Mosambik – über die Grenze, töten die Tiere, um dann das Horn herauszutrennen.

Asiatischer Pulverwahn

Die Hörner werden nach Asien, vor allem Vietnam, ausgeschmuggelt. Das Nashornpulver wird dort als Allzweckmedikament gegen Fieber und Krebs teuer verkauft, 25 000 Dollar (ca. 18 697 Euro) für ein Kilo Nashornpulver. Auch die Potenz soll das Wundermittel stärken. 688 Tiere fielen 2012 laut WWF in Südafrika dem Pulver-Wahn zum Opfer, rund 100 Festnahmen gab es 2013.

Suedafrika_Loewe beim essen

Lässt sich nicht stören: Eine Löwin verspeist ein junges Zebra.

Löwen-Alarm über Funk

Plötzlich bekommt Mike über Funk einen Anruf. Er verspricht uns eine Überraschung. Nach 20 Minuten Fahrt sehen wir durchs Unterholz einen anderen Range-Cruiser. Zwischen uns liegt eine hoch trächtige junge Löwin, die gerade genüsslich ein Baby-Zebra verspeist. Als sie satt ist kommt sie neugierig auf uns zu, quert die Straße und verschwindet auf der anderen Seite im Busch.

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Der Weg ist versperrt: Wir müssen warten, bis der Elefant ihn freigibt.

Von Elefanten umzingelt

Laut knackende Äste sowie mächtig hin und her schwingende Baumkronen signalisieren uns, dass Elefanten in der Nähe sein müssen. Dann kommen sie! Eine Elefantenkuh mit zwei Babys und schließlich die ganze Herde. Wir sind von allen Seiten regelrecht umzingelt. Mike ermahnt uns, im Auto ruhig sitzen zu bleiben, vor allem als eine riesige Elefantenkuh ihren Rüssel über die Rückbank des Jeeps für Sekunden hautnah zwischen unseren Schultern durchstreckt.

„Nicht bewegen!“ sagt er immer wieder leise. Wir erstarren zur Salzsäule. „Die sind nur neugierig!“, beruhigt uns Mike. Nach einer Viertelstunde ist das Schauspiel vorbei. Auf dem Heimweg in die Lodge treffen wir in der Dunkelheit noch auf ein schlafendes Löwenrudel am Straßenrad, das das Scheinwerferlicht aber nicht mag und sich verzieht. Wir fahren ins Kapama Süd Camp zurück. Morgen früh um 5 Uhr wird uns das Telefon gnadenlos wecken, weil wir dann zur nächsten Safari aufbrechen.

Hinweis: Die Reise erfolgte auf Einladung von Thomas Cook. Vielen Dank!

[stextbox id=”info” caption=”Reiseinformationen auf einen Blick”]

Anreise: Verschiedene Airlines fliegen ab Deutschland nach Johannesburg und Kapstadt. Mit South African Airways gibt es Inlandflüge zum Hoedspruit Eastgate Airport. Der Transfer zu den vier Safari-Lodges des „Kapama Private Game Reserve“ (13.000 Hektar), das an den Krüger Nationalpark angrenzt, erfolgt mit offenen Cruise Rovern durch das Reservat.

Reiseziel: Der Krüger Nationalpark ist mit fast zwei Millionen Hektar eines der größten Schutzgebiete Afrikas. Er ist Heimat von über 147 Säugetier- und 507 Vogelarten. Seit dem Jahr 2000 wurden Zäune zu angrenzenden Schutzgebieten in Mosambik und Simbabwe entfernt, und der Park wuchs auf 36.000 qkm zum Great Limpopo Transfrontier Park. Hinzu kommen zahlreiche private Naturschutzreservate.

Unterkunft: Die Auswahl reicht von einfachen Zelten im Buffalo Rock Tented Camp und Bungalows im Skukuza Restcamp im Krüger Nationalpark bis zu privaten Luxus-Lodges und -Zelten.

Stopp-Over: Johannesburg ist eine Stadt im Umbruch. Eine Stadtbesichtigung mit dem Bus oder zu Fuß sowie ein Besuch des Constitution Hill, in dem die Geschichte Südafrikas mit all seinen Turbulenzen erlebbar wird, lohnen sich. Nelson Mandela war dort während der Apartheid zeitweise inhaftiert. Geführte Radtouren gibt es durch Soweto.

Restaurant-Tipp: „The Canteen“ im Künstlerviertel Maboneng Precinct, Johannesburg.

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