Luisa Francia: Wer anfängt, von oben zu sehen, steht kurz vor dem Tod

Luisa Francia: Wer anfängt, von oben zu sehen, steht kurz vor dem Tod

Luisa-Francia-BuchrezensionBUCHREZENSION – „Wer anfängt, von oben zu sehen, steht kurz vor dem Tod.“  – Luisa Francias neues Buch „Wer nicht alt werden will, muss vorher sterben“, beginnt mit dem Motorradunfall, den sie zusammen mit ihrer Tochter durchlebt. Der Tod zieht sich als roter Faden durch das Buch, das sachlich geschrieben und in Tagebuchform gehalten ist. Der Tod ist ein allgegenwärtiges Phänomen. Aber nur dann, wenn wir mit ihm konfrontiert werden, beginnen wir uns wirklich mit dem Tod zu beschäftigen.

Luisa Francia hat extreme Situationen in ihrem Leben bewerkstelligt. Sie pflegte zusammen mit ihrer Schwester jahrelang ihre Mutter und setzte sich auch während dieser Zeit intensiv mit dem Thema Sterben und Tod auseinander. Im Buch beschreibt sie nicht nur, was das Sterben für ihre einst fröhliche und mutige Mutter bedeutet, die immer mehr in sich versinkt, sondern auch für sie selbst. Berührend und ehrlich schildert sie, wie sie die letzten Lebensjahre der Mutter miterlebt und wie sie dadurch einen neuen Zugang zu den Themen Sterben und Tod bekommen hat.

Offen und schonungslos ehrlich beschreibt Luisa Francia, die kräftezehrend die Pflege von Angehörigen ist und welche Konsequenzen sie für sich daraus gezogen hat. Sie beschäftigt sich mit der Frage: Wie können wir gut alt werden und dabei unser Leben Stück für Stück loslassen, um angstfrei und friedvoll zu sterben.

Luisa Francia

Wer nicht alt werden will, muss vorher sterben.

Nachdenken über die letzte Lebenszeit

160 Seiten
ISBN: 978-3-485-02856-1
18 Euro
Nymphenburger Verlag

Unsere Urlaubstipps im Überblick