Reiseblog BREITENGRAD53 – Die schönste Art zu reisen https://www.breitengrad53.de Reiseblog mit interessanten Reiseberichten / Reportagen / Videos Mon, 25 Jul 2016 10:12:33 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.5.3 http://bilder.breitengrad53.de/wp-content/uploads/2015/02/B53_klein_1000px-RL-54d7b862v1_site_icon-80x80.png Reiseblog BREITENGRAD53 – Die schönste Art zu reisen https://www.breitengrad53.de 32 32 Urlaub in Venetien: Italienische Landschaft und Lebenskultur https://www.breitengrad53.de/urlaub-in-venetien/19941 Mon, 18 Jul 2016 08:30:59 +0000 https://www.breitengrad53.de/?p=19941 Reiseblog BREITENGRAD53 - Die schönste Art zu reisen

Putten und Posamente rahmen die Theke der venezianisch anmutenden Bar im Hotel Mioni Pezzato & Spa in Abano. Dahinter hantiert Marco, klein, adrett, Kellnerhemd, kurze weiße Haare und einfach sehr sympathisch. Er sieht aus wie aus einem Film von Vittorio de Sica, und bereitet einen Cappuccino zu. Abano Terme ist ein Ort wie aus der Zeit gefallen, genau wie seine

Urlaub in Venetien: Italienische Landschaft und Lebenskultur
Bettina Louise Haase

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Putten und Posamente rahmen die Theke der venezianisch anmutenden Bar im Hotel Mioni Pezzato & Spa in Abano. Dahinter hantiert Marco, klein, adrett, Kellnerhemd, kurze weiße Haare und einfach sehr sympathisch. Er sieht aus wie aus einem Film von Vittorio de Sica, und bereitet einen Cappuccino zu. Abano Terme ist ein Ort wie aus der Zeit gefallen, genau wie seine Gäste. Wer sich auf die Suche nach ursprünglicher italienischer Landschaft und Lebenskultur begibt, wird hier und ganz in der Nähe, in den Euganeischen Hügeln, fündig. Urlaub in Venetien


Rundreise durch Venetien startet in Abano

Ein Ausflug von Abano aus ins ganz andere Venezien könnte beispielsweise mit der Besichtigung der Villa Emo beginnen, die mit dem Auto etwa eine halbe Stunde südlich der „Mutter aller Spas“ liegt. Wasserwege kennzeichnen hier die Landschaft, Kanäle fließen parallel zu den Straßen. Alles ist hellgrün, mittelgrün, smaragdgrün, wie gemalt ziehen kleine dicke, weiße Wolken über den blauen Himmel. Die Landschaft erinnert an Bilder von Giorgione: zarte Sinnlichkeit, fließende Farben, Linien, die keine Konturen bilden, sondern verschwimmen. Die Komposition seiner Bilder ist nicht rational, sondern intuitiv und am Pantheismus orientiert. Auch Giovanni Barbisan malte solche Bilder. Schwarze Pappeln akzentuieren den Anblick, Wiesen gehen an den Kanälen, wie hier dem Canale Bissatto, über in Wassergräser, Rohrkolben schwimmen auf der Wasseroberfläche. Die Gegend um Abano ist ein weit verzweigtes Netz aus sumpfigen Grasflächen, Schilfgebieten und Springquellen. Der Horizont ist immer in Sichtweite, ja zum Greifen nah.

Urlaub in Venetien - Bettina Luise Haase - Villa Emo

Urlaub in Venetien: Der Horizont ist immer in Sichtweite

Etwa zwanzig Minuten von Abano entfernt am Canale Bissatto liegt die Villa Emo in Rivella. Im 16.Jahrhundert entstand im Veneto die Kultur der Villen. Diese Villen sind einzigartig und nahmen Einfluss auf viele Jahrhunderte Baugeschichte. Die Villa verkörperte aristokratische Würde und war Ort der Selbstdarstellung. Andrea Palladio gelang im Veneto die Synthese zwischen dem „Angenehmen“ und dem „Nützlichen“, wie sie seinen Auftraggebern vorschwebte. Großzügige Loggia, oft doppelstöckig, Fassade mit vorgesetztem Giebel und weite Treppen blieben die traditionellen Elemente seiner Formensprache. Oft errichtete Palladio die Villen in der Nähe von Flüssen oder an einer Quelle. Später entwickelte der italienische Hauptmeister der Hochrenaissance den Typus Landsitz, wobei er auf Wirtschaftsgebäude zugunsten einer feudalen Gartenanlage verzichtete. Selbstdarstellung und Müßiggang waren allein der angemessene Zweck dieser Gärten. Eine solche Villa ist auch die Villa Emo, die denselben Namen trägt wie die Palladio-Villa in Treviso und die gleiche Giebelfassade aufweist. Sie wird dem Architekten Vincenzo Scamozzi zugeschrieben, dessen architektonisches Werk ohne den 40 Jahre älteren Palladio (Palladio wurde am 30. November 1508 in Padua geboren) nicht denkbar ist. Der Garten der Villa Emo ist ein solcher Ort des Müßiggangs, wie er von Andrea Palladio beabsichtigt war. Typische Renaissanceelemente wie Buchenhaine als Grenzmerkmal, die in der Rennaissance die aus dem Mittelalter stammenden Steinmauern ersetzten, Buchsbaum-Ornamentierungen und die Iris-Bepflanzung sind die Kennzeichen, die die Villa Emo als Beispiel einer Renaissancevilla ausweisen. Wer nicht zur den Öffnungszeiten in der Gegend ist, kann trotzdem einen Blick auf die Villa erhaschen, indem er durch die Zaunlücke am ersten Tor schlüpft.

Dann geht es in die Euganeischen Hügel Richtung Arqua Petrarca. Sie sind liebliches Land, Berg und Tal. Die größte Erhebung ist gerade einmal 600 Meter hoch. Mais und Wein wachsen im Tal, an den Hängen gedeihen Kastanien, Oliven, Kirschen, im Herbst Pilze. Ein Netz von kurvenreichen Straßen verbindet die einzelnen Ortschaften.

Urlaub in Venetien - Bettina Louise Haase - Reiseberichte Venetien - Italien-

Das Haus von Petrarca in Arqua Petrarca. (Fotos: Haase)

Arqua Petrarca liegt etwa zwanzig Minuten von der Villa Emo entfernt. Franceso Petrarca verbrachte hier seine letzten fünf Lebensjahre. „Ich habe mir in den Euganeischen Hügeln ein kleines, anmutiges und vornehmes Haus gebaut; hier verbringe ich friedvoll die letzten Jahre meines Lebens, gedenke der fernen oder verstorbenen Freunde und umarme sie in stetiger Erinnerung“, sagte der Dichter am 6. Januar 1371. im Jahr 1369 ließ Petrarca das Haus, das ihm vermutlich der Stadtregent von Padua, Francesco il Vecchio da Carrara, geschenkt hatte, für sich umbauen und wählte es als Zufluchtsstätte für seine letzte Lebensphase. Hier genoss er die Ruhe, die er sich immer gewünscht hatte, und verbrachte seinen Lebensabend im Kreise seiner Familie, seiner Tochter Francesca, dem Schwiegersohn Francescuolo da Brossano und der Enkelin Elettra. Das Venuszimmer im ersten Stock, in dem Petraca vermutlich sein Schlafzimmer hatte, gibt den Blick frei auf die weite Landschaft der Euganeischen Hügel, auf Kastanienwälder und kleine Gehöfte. Von diesem Zimmer aus wirkt Venetien wie Meditation für die Seele, man kann sich gut vorstellen, dass sich der Dichter hier angekommen fühlte und im Blick auf die Landschaft Inspiration für seine späten Werke fand. Petrarcas Haus ist umgeben von einem kleinen Garten, in dem der Dichter Wein, Äpfel und Gewürze anbaute. Seine letzte Ruhestätte fand der Dichter vor der Kirche Santa Maria Assunta im Ort.

Arqua Petrarca hat eine Ober- und Unterstadt, wobei die Oberstadt mit dem Haus von Petrarca in der Via Valleselle einen mondänen Charakter hat. Venezianisch mutet der Platz vor der Dreifaltigkeitskirche mit dem Markuslöwen an. Er steht auf der Säule von Vikar Girolamo Bonmarini, die dieser 1612 errichten ließ, um seine Loyalität zur Republik Venedig zu dokumentieren.

Klatschmohn im Frühsommer an den Strassen

In zwanzig weiteren Fahrtminuten erreicht man von Arqua Petrarca Valsanzibio. Die Straße ist von roten Punkten gesäumt, der Klatschmohn blüht im Frühsommer. Hier steht die Villa Barbarigo mit einem der bedeutendsten noch erhaltenen historischen Gärten aus dem 17. Jahrhundert. Der Adelige Zuane Francesco Barbarigo aus Venedig legte den Garten mit der Unterstützung seines Sohnes an. Die gesamte Anlage steht symbolisch für den Weg des Menschen zu seiner Erlösung. Es gibt 16 Brunnen, fünf Fischteiche und drei Wasserspiele. Einst lag der Eingang in den Garten am Dianaportal. Dort ankerten Boote, die durch das Fischtal von Sankt Eusebius gekommen waren. Das Fischtal von Sankt Eusebius erstreckte sich damals über die ganze Ebene. Heute ist nur noch der Teich erhalten, in dem sich das elegante Portal widerspiegelt – und das wie eine verwunschene Schranke hinein in das Labyrinth dieses Gartens führt. Über dem Portal steht Diana, die Göttin der Natur und der wilden Tiere, aber auch der Verwandlungen und Wunder. Wer den Garten vom Portal der Diana aus erkundet, den führt der Weg am Dianabad und dem Irisbrunnen (so genannt, weil sein zentraler Wasserstrahl von vier Fontänen gespeist wird und einen Regenbogen ergibt) vorbei zum Fischteich der Winde. Am „Pila“-Springbrunnen gibt die Hauptblickachse die Sicht auf die Villa frei.

Urlaub in Venetien - Bettina Louise Haase - Reiseberichte Venetien - Italien--2

Garten der Villa Barbarigo in Valsanzibio.

Rechts hinten liegt das Labyrinth, das vom Leben des Heiligen Georgio Barbarigo beeinflusst ist, rechts vor dem Pila-Springbrunnen steht die vielleicht wichtigste Skulptur des Gartens, die die Zeit darstellt. Sie hat ihren Flug durch den Raum beendet und ist Symbol für die Transzendenz, mit der der Geist Perfektion zu erreichen vermag. Die Formen – und Symbolsprache des Gartens ist komplex, es gibt zahlreiche seltene Baum- und Pflanzenarten wie beispielsweise eine kalifornische Zeder. Es lohnt sich, hier etwas länger zu bleiben und das Gesamtkunstwerk dieses Gartens und seiner Villa zu erkunden.

Abazia di Praglia ist letzte Station der Rundreise

Die letzte Station auf der Rundreise durch die Euganeischen Hügel ist die Abazia di Praglia kurz vor Abano. Ihre ursprüngliche Bezeichnung Pratalea bezog sich auf die anrgenzenden Wiesen (prati). Mönche führen Besucher nachmittags im Halbstundentakt durch das Kloster, in dem man auch übernachten kann. Die gesamte Klosteranlage wurde ab 1460 neu erbaut; der Campanile mit den ghibellinischen Zinnen besagt, dass das Koster im Mittelalter zu den Anhängern des Kaisers Friedrich II. zählte. Zweimal mussten die Mönche die Abtei verlassen: 1804 und 1866 bei der Einigung Italiens. Erst 1904 konnten sie definitiv zurückkommen. Praglia ist heute die größte Benediktinerabtei Italiens. Besonders beeindruckend sind die vier Kreuzgänge der Anlage. Der interessanteste ist der „hängende Kreuzgang „Stro Pensile“, der Mittelpunkt des Klosterlebens. An diesem Kreuzgang liegen der Kapitelsaal, die ehemaligen Wärmestuben, die heute als Bibliothek dienen und das große neue, nicht mehr nutzbare Refektorium mit einem Kreuzigungsfresko von Bartolomeo Montagna um 1490. Die der Maria Assunta geweihte Kirche wurde ab 1490 errichtet, wohl nach Plänen von Tullio Lombardo. Gartenliebhaber sollten sich den botanischen Kreuzgang genauer ansehen. Hier wuchsen einst die Kräuter für die Klosterapotheke, die heute auf einer anderen Fläche angebaut werden. Besucher finden im großen Klosterladen eine beeindruckende Auswahl an Kräutern und Tees aus dem Kloster, wie auch erstklassige Weine und Honig.

Aus den heißen Quellen Abanos steigt weiter der Dampf. Und spätestens nach diesen Eindrücken in der Nähe weiß man, warum dieser Ort und seine Umgebung süchtig machen.

Weitere Reiseinformationen zu Venetien

Unbedingt besuchen in Venetien

Villa Emo in Rivella: ÖZ: samstags von 14 bis 19 Uhr, sonntags und feiertags von 10 Uhr bis 19 Uhr, Gruppen: täglich auf Vorbestellung, Tel. 0429 781987 – 781970, Informationen per eMail unter villaemo@villaemo.it

ÖZ Haus von Petrarca in Arqua Petrarca: März bis Oktober 9 bis 12.30 und 15 bis 19 Uhr, November bis Februar von 9 bis 12 und 14.30 bis 17.30.
Garten der Villa Barbarigo in Vasanzibio: http://www.valsanzibiogiardino.it, ÖZ: Der Garten ist jeden Tag von 10 bis 13 Uhr und von 14 Uhr bis zum Sonnenuntergang (sonntags und Feiertage von 10 bis Sonnenuntergang) geöffnet,  Erwachsene 10,00 €; bis 14 Jahren 6,00 €

Abazia di Praglia: www.praglia.it – Führungen finden kostenlos nachmittags jede halbe Stunde statt.

Übernachten in Venetien

Mioni Pezzato & Spa, wunderschöner Garten mit altem Baumbestand, feinstes vegetarisches Vorspeisenbuffet, das täglich variiert, das Schwimmen im warmen Thermalwasser umgeben von Blütenduft ist Balsam pur; eine Besonderheit ist der verwendete Heilschlamm, der seit 2010 mit der Marke „DOC Fango“ (kontrollierte Ursprungsbezeichnung) zertifiziert ist. Bei ausgewählten Thermalkuren erfolgt eine Bezuschussung durch deutsche Krankenkassen.
besonderes „Detox-Programm“. Aktuelle Angebote finden Sie hier

Reiseführer für Venetien

Für den Urlaub in Venetien empfehlen wir den Reiseführer von MARCO POLO Venetien, Friaul. Insidertipps von den Stränden an der Adria bis zur spektakulären Bergwelt der Dolomiten sind in dem Reiseführer zu finden, inklusive Faltkarte und Atlas. Hier können Sie den Reiseführer direkt bestellen.

Urlaub in Venetien: Italienische Landschaft und Lebenskultur
Bettina Louise Haase

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Erstes Bayerisches Symposium für Gartentourismus https://www.breitengrad53.de/erstes-bayerisches-symposium-fuer-gartentourismus/19925 Wed, 29 Jun 2016 09:17:16 +0000 https://www.breitengrad53.de/?p=19925 Reiseblog BREITENGRAD53 - Die schönste Art zu reisen

„Garten ist Therapie für alle“, sagte Dr. Heike Glatzel von der FUTOUR GmbH beim ersten bayerischen Symposium für Gartentourismus in Steingaden. Dort wurde einen Tag lang nach Möglichkeiten gesucht, Gartentourismus in Bayern auszubauen. Initiator dieses Symposiums war Dr. Andreas Becker, der Leiter der Bayerischen Gartenakademie. Denn obwohl es drei Millionen private Gärten in Bayern gibt, steckt in der Vermarktung der

Erstes Bayerisches Symposium für Gartentourismus
Bettina Louise Haase

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Garten in Leimbach - Gartentourismus„Garten ist Therapie für alle“, sagte Dr. Heike Glatzel von der FUTOUR GmbH beim ersten bayerischen Symposium für Gartentourismus in Steingaden. Dort wurde einen Tag lang nach Möglichkeiten gesucht, Gartentourismus in Bayern auszubauen. Initiator dieses Symposiums war Dr. Andreas Becker, der Leiter der Bayerischen Gartenakademie.

Denn obwohl es drei Millionen private Gärten in Bayern gibt, steckt in der Vermarktung der bayerischen Gärten noch viel Potential. „Die Möglichkeiten, dass auch private Gartenbesitzer mit ihren Gärten Geld verdienen, müssen noch verbessert werden“, sagte Ministerialdirigent Wolfram Schöhl. Gärten avancieren immer mehr zum Lifestyle-Objekt. Gerade der ökologische Garten ohne Torf und – wenn möglich – mit eigenen Bienen ist absolut im Trend. Das erklärt auch, warum Schrebergärten in der Stadt gerade so beliebt sind. Ein bisschen eigenes Grün zum Wohlfühlen muss sein, das haben inzwischen auch Jugendliche erkannt. „Soziale Projekte für Jugendliche im Garten sind gesucht und wichtig“, sagte Dr. Heikei Glatzel beim Symposium in Steingaden.

90 touristische Gärten rund um Wien

Ein Musterbeispiel für geglückte Gartenvermarktung gab Franz Gruber, der Geschäftsführer der Garten Tulln an der Donau in Niederösterreich. Das Bundesland rund um Wien kann mit 326 000 Gärten aufwarten, davon sind 90 touristische Gärten. „Bei uns war von Anfang an für die touristischen Gärten wichtig, dass es feste Öffnungszeiten, einen Parkplatz und eine anständige Beschilderung gab“, sagte Franz Gruber. Die Gärten mussten den Gästebedürfnissen entsprechen. Auch ökologisches Gärtnern stand von Beginn an im Vordergrund. Die Gärten werden das ganze Jahr hindurch bespielt, Hotels und Restaurants mit schönem Garten sind ebenfalls integriert. In Tulln kommunizieren Gärtner mit den Besuchern und erklären die Eigenheit jedes Gartens. Nachhaltigkeit versteht sich von selber, nach Niederösterreich kommen pro Jahr 3 Millionen Gartenbesucher.

„Wir kommen auch bei der Presse durch interessante Aufhänger sehr gut rüber“, freute sich Franz Gruber. So habe die Garten Tulln beispielsweise eine Ausstellung über Kaiser Franz als Gärtner einbezogen. Bei der Podiumsdiskussion am Ende der Veranstaltung schlug Fachjournalistin Bärbel Faschingbauer vor, die Gärten Bayerns durch die Besonderheiten in der Region zu stärken.

Erstes Bayerisches Symposium für Gartentourismus
Bettina Louise Haase

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Auf den Spuren von Zuckerberg und Obama https://www.breitengrad53.de/reisebericht-boston-auf-den-spuren-von-zuckerberg-und-obama/19770 Wed, 29 Jun 2016 08:28:17 +0000 https://www.breitengrad53.de/?p=19770 Reiseblog BREITENGRAD53 - Die schönste Art zu reisen

Sie quietscht und ächzt mit der schweren Last auf den alten Metallschienen. Die U-Bahn in Boston. So laut, dass sich die wartenden Passagiere am Bahnsteig der Station Park Street die Ohren zuhalten müssen. Hier stand vor ein paar Jahren auch Mark Zuckerberg, der Erfinder von Facebook, und hielt sich wahrscheinlich die Ohren zu. Jetzt zählt er zu den reichsten Menschen

Auf den Spuren von Zuckerberg und Obama
Jörg Pasemann

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Sie quietscht und ächzt mit der schweren Last auf den alten Metallschienen. Die U-Bahn in Boston. So laut, dass sich die wartenden Passagiere am Bahnsteig der Station Park Street die Ohren zuhalten müssen. Hier stand vor ein paar Jahren auch Mark Zuckerberg, der Erfinder von Facebook, und hielt sich wahrscheinlich die Ohren zu. Jetzt zählt er zu den reichsten Menschen der Welt. Die Red Line der MBTA Subway hält nach wenigen Stationen an der wohl berühmtesten Universität der Welt, in Harvard. Dort haben auch Barack Obama und Bill Gates studiert. Ein Besuch in Boston.


Das ist Boston

Der Engländer William Blaxton war es, der sich 1625 als erster Europäer in dem Gebiet der Stadt an der Ostküste der heutigen USA angesiedelt hat. Er selbst kaufte Land von den Puritanern, die die Besitzrechte über die dortige Kolonie hatten. Nur fünf Jahre später, am 17. September 1630, erhielt die inzwischen entstandene Siedlung den Namen Boston, die Stadt war geboren. Weltbekannt wurde Boston durch die Tea Party, die am 16. Dezember 1773 stattfand. Proteste gegen eine Erhöhung der Teesteuer durch das britische Parlament lösten den Unabhängigkeitskrieg aus.

Reisebericht Boston - Joerg Pasemann - Reiseberichte - 1183

Bosten aus der Vogelperspektive. Wer auf dem Prudential Bildung in Boston das Skywalk Obervatory besucht, kann die Stadt wunderbar von oben betrachten. Hier sieht man die vielen kleinen Reihenhäuser. (Alle Fotos: Jörg Pasemann)

Heute gehört Boston zu den attraktivsten Städten in den USA. Der Einfluss der Einwanderer aus England, Irland, Italien, Polen, Russland und Deutschland ist überall in der Stadt zu finden. Sie alle haben Teile ihrer Traditionen und Kulturen in die Stadtentwicklung eingebracht. Vor allem in den wunderschönen Ortsteilen Back Bay und Beacon Hill sind die Einflüsse nicht zu übersehen. Kleine Reihenhäuser aus roten Backsteinen, teilweise mit winzigen Vorgärten, haben auch die Film-Industrie auf die Idee gebracht, Boston für viele Kinofilme und TV-Serien (z.B Good Will Hunting, Departed – Unter Feinden) als Drehort auszuwählen.

Boston gehört zu den wohlhabendsten und kulturell reichsten Städten der USA. Mit der wohl berühmtesten Universität der Welt, Harvard, und dem weltbekannten Institut MIT (Massachusetts Institute of Technology) ist Boston auch im Bereich der Bildung eine absolute Top-Adresse des Landes. Rund 60 Hochschulen sind in Boston und Umgebung ansässig.

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Beacon Hill als Kulisse für viele Kino-Filme

Viele haben mit Matt Damon und Minnie Driver als Will Hunting und Skylar in „Good Will Hunting“ gelitten, die sich in einer Bar in Boston kennengelernt und verliebt haben. Die „L Street Tavern“ ist in der 8th Street in Boston zu finden. Die berühmte Sitzbank aus dem Film steht im Boston Common, einem großen Park zwischen Downtown und Beacon Hill. Viele TV- und Kino-Produktionen sind in Beacon Hill entstanden. Der Stadtteil besticht durch elegante Backsteinhäuser, Gassen aus Kopfsteinpflaster, historischen Gaslaternen und winzigen aber wunderschönen Gärten. Kein Wunder, dass Beacon Hill heute als einer der begehrenswertesten und teuersten Stadtteile von Boston gilt.

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Freedom Trail – Eindrücke über das historische Boston

Eine rund vier Kilometer lange rote Linie auf dem Boden führt die Besucher in Boston zu den wichtigsten historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Der „Freedom Trail“ zählt zu den wichtigsten Touristenattraktionen. Er führt vom Boston Common, dem ältesten öffentlichen Park der USA, durch die Innenstadt, über den Charles River nach Charlestown bis zum Bunker Hill Monument und verbindet damit viele historische Bauten. Spannend auf der Route durch die Geschichte Bostons ist der Granary Burying Ground. Der Friedhof, der 1660 an den Tremont Street gegründet worden ist, zieht viele Besucher und Schulklassen an, denn hier sind einige historische und bekannte Persönlichkeiten beerdigt worden. So liegen dort unter anderem drei Unterzeichner der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten sowie fünf Opfer des Massakers von Boston. An vielen der 2.345 Gräber weht die amerikanische Flagge.

Sehenswert auf dem „Freedom Trail“ ist auch das Old State House, ein historisches Verwaltungsgebäude an der Kreuzung der Washington/State Street in Boston. Umrahmt wird das Backsteinhaus, das im Jahr 1713 erbaut worden ist, von etlichen Wolkenkratzern des Bostoner Finanzdistrikts. Es ist das älteste noch stehende öffentliche Gebäude und beinhaltet ein Heimatmuseum.

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Zwei Welten: Das Old State House ist umgeben von Wolkenkratzern aus dem Financial District in Boston.

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Harvard – Auf den Spuren von Mark Zuckerberg und Barrack Obama

Harvard gilt als die Eliteuniversität in den USA. Immerhin wurden dort acht US-Präsidenten ausgebildet. Mit Mark Zuckerberg (Erfinder von Facebook) und Barack Obama gehören zwei Absolventen von Harvard zu den wohl mächtigsten Menschen der heutigen realen und virtuellen Welt. Auch Bill Gates hat in Harvard sein Studium begonnen. Über 18.000 Studenten besuchen derzeit die älteste Hochschule der USA, die immer wieder zu den besten der Welt gekürt wird.

Reichtum ist dabei keine Aufnahmevoraussetzung. Die Studiengebühren an der Universität von Neuengland betragen rund 60.000 Euro, die oftmals mit einem Stipendium gedeckelt werden können. Als Aufnahmevoraussetzung müssen die Bewerber unter anderem ein Empfehlungsschreiben zweier Lehrer vorlegen sowie die englische Sprache perfekt beherrschen.

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Cape Cod – Vom Town Crier zum romantischen Dünen-Dinner

Cape Cod ist eine Halbinsel im Südosten von Massachusetts. Wer von Boston aus auf die Insel möchte, kann den langen Weg mit dem Auto zurücklegen oder eine der Fähren nutzen, die vom Hafen in Boston in knapp 90 Minuten nach Cape Cod pendeln. Wer Glück hat, der wird direkt am Steg in Provincetown vom traditionellen Town Crier begrüßt, der mit der Glocke in der Hand und traditionellem Gewand der Pilgrims für Aufmerksamkeit sorgt. Town Crier waren lange Tradition in Neuengland, denn sie waren es, die die neuesten Nachrichten auf den Straßen laut rufend verbreitet haben.

Neben dem Town Crier findet man neben traumhaften Stränden jede Menge Geschichte auf der Halbinsel und in Provincetown. So segelte 1620 das Segelschiff Mayflower über den Atlantik und brachte die ersten englischen Siedler (Pilgrims) nach Neuengland. Sie gründeten die Kolonie Plymouth (Plymouth Colony) im heutigen Massachusetts und spielten als Pioniere in der amerikanischen Folklore eine besondere Rolle. Ihnen haben die Amerikaner unter anderem Thanksgiving zu verdanken. Zum Andenken an die erste Landung der Pilgrims an der Ostküste wurde von 1907 bis 1910 das „Pilgrim Monument“ erbaut. Das Monument ist die höchste, ganz aus Granit gebaute Struktur in den USA und ist eine Reproduktion des Torre Del Mangia in Sienna (Italien) Wer die 116 Treppen und 60 Rampen schafft und noch genug Luft zum Atmen hat, erhält einen sehr schönen Ausblick über Provincetown und Cape Cod. Bei gutem Wetter ist sogar die Silhouette von Boston zu erkennen.

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Provincetown in Massachusetts hat sich in den letzten Jahren immer mehr zur Künstlerkolonie und Urlaubsregion – vor allem für Schwule und Lesben – entwickelt. Mitte der 70er Jahre zogen zunehmend Homosexuelle nach Provincetown an die Ostküste. 1978 wurde die Provincetown Business Guild (PBG) gegründet, die den Tourismus für Schwule und Lesben fördern sollte. Inzwischen sind über 200 Betriebe Mitglied der PBG. Sicherlich auch ein Grund dafür, warum Provincetown mittlerweile zu den bekanntesten Urlaubszielen von Homosexuellen an der amerikanischen Ostküste gehört.

Wer Provincetown auf Cape Cod besichtigt hat und etwas Romantisches oder auch Ruhe braucht, der sollte eine Dünentour mit dem Jeep machen. Von Provincetown geht es in kleinen Gruppen durch die Dünen der Insel. Am Ende jeder Tour wartet ein leckeres Barbecue am Strand, Sonnenuntergang inklusive. Auf dem Weg dorthin findet man jede Menge interessante Pflanzen, atemberaubende Ausblicke sowie tolle kleine Häuser in den Dünen, die weder fließendes Wasser noch Elektrik haben. Mehr Romantik geht nun wirklich nicht.

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Weitere Reiseinformationen zu Boston

Anreise nach Boston

airberlin – airberlin fliegt seit Mai 2016 ganz neu von Düsseldorf nach Boston und bietet die Verbindung vier Mal pro Woche an. Immer dienstags, donnerstags, samstags und sonntags hebt ein Airbus A330-200 von airberlin in Düsseldorf ab. Anschlussflüge gibt es ab Berlin, Dresden, Hamburg, München, Nürnberg, Stuttgart sowie ab Sylt. Das Langstreckenflugzeug ist mit 290 Sitzen ausgestattet. Davon 19 in der Business Class und 271 in der Economy Class. Mehr Beinfreiheit bekommt man bei airberlin in der Economy Class, wenn man einen der 46 XL Seats bucht. Für 79€ pro Flug gibt es 20 Prozent mehr Beinfreiheit, die während der Flugzeit von rund sieben Stunden nach Boston für mehr Komfort sorgen. Übrigens eignet sich Boston auch als Ausgangspunkt für eine Rundreise durch Neuengland oder als Kombiziel mit New York. Zu den Angeboten von airberlin nach Boston.

Unser Test der airberlin-Business Class: Die Business Class im Airbus A320-200 hat 19 Sitzplätze, von denen jeder Gast seinen Platz vom Gang aus direkt erreichen kann. Die Sitze lassen sich zu einem Bett von 182cm Länge ausfahren, auf denen aber auch größere Passagiere bequem liegen können. Per Knopfdruck fährt der Sitz in verschiedene Positionen. Besonders raffiniert: die Massagefunktion. Jeder Sitz ist mit einem 15“-LED-Monitor mit Touchscreen, Fernbedienung und noise-cancelling Kopfhörern ausgestattet. Auch beim Essen wird nicht gespart: ein leckeres Drei-Gänge-Menü, kleine Snacks, ausgewählte Weine, Champagner und den für airberlin kreierten Mampe Cocktail lassen den Flug nach Boston schnell vergehen. Mehr zur Business Class von airberlin!


Beste Reisezeit nach Boston

Boston und Cape Cod haben von Juni bis August heiße, teilweise feuchte Sommer und von November bis Februar sehr frostige und teilweise stark verschneite Winter. Idealerweise becuht man die Stadt an der Ostküste der USA im April / Mai (Spätfrühling) oder im September / Oktober (Herbst). Wem aber die klimatischen Verhältnisse egal sind, der kann Boston das ganze Jahr über besuchen, da die Stadt das ganze Jahr reizvoll ist. Cape Cod ist im Winter so gut wie ausgestorben. Nur wenige Einwohner bleiben auf der Halbinsel, der Rest zieht in der kalten Jahreszeit in wärmere Regionen. Ein Tipp: Ende August, Anfang September startet das neue Semester, zu dem mehrere tausend Studenten nach Boston reisen.


Essen & Übernachten in Boston

Nine Zero – Das Nine Zero – Hotel ist ein kleines Boutique-Hotel in unmittelbarer Nähe zum Boston Common und zum Zentrum der Stadt. Die U-Bahn-Station Park Street ist nur wenige Meter entfernt. Die Zimmer sind in einem modernen Design gehalten und wer das Glück hat, in den höheren Etagen zu wohnen, der bekommt mit den Zimmern noch einen Blick über Teile der Stadt inklusive. Zum Hotel gehört eine Bar, die auch von den Einwohnern gerne aufgesucht wird. Zu den Angeboten des Nine Zero Hotels

Fairmont Copley Plaza – Es ist eines der traditionellsten Hotels in der Stadt und bietet mit der Oak Bar eine großartige Location, um gut und reichlich zu essen. Im Fairmont Copley Plaza wurden bereits Filme gedreht, weil die Kulisse des Hotels und der Bar im Stil der 50iger- und 60iger-Jahre gehalten ist.

Row 34 – Diese Austern Bar ist in ein Treffpunkt vieler Arbeiter und Einwohner von Boston. Es gibt im Row 34 natürlich Austern in allen Variationen und dazu unzählige Biere und Weine aus aller Welt.


Bezahlen in Boston

Die Währung in Boston und Cape Cod ist US-Dollar. Wer eine Kreditkarte besitzt, kann Bargeld direkt am Geldautomaten abheben. Geldautomaten befinden sich in Boston und in Provincetown auf allen größeren Straßen und in den meisten Einkaufszentren. In den Restaurants und Geschäften werden Kreditkarten der Marken Visa und Mastercard akzeptiert. Benötigen Sie eine Kreditkarte, mit der Sie auch in Boston kostenlos Geld beziehen können, finden Sie auf unserer Seite Geld im Urlaub eine Übersicht über kostenlose Kreditkarten.


Reiseführer für Boston

Es gibt zahlreiche Reiseführer über Boston und Cape Cod. Eine Auswahl finden Sie hier. Broschüren und weitere Infos gibt’s unter massachusetts@msi-germany.de oder Tel. +49 61 02 – 88479-160.


Alle Bilder über die Reise nach Boston und Cape Cod auf Instagram

Hinweis: Die Reise fand auf Einladung von airberlin und Massachusetts Office of Travel und Tourism statt.

Auf den Spuren von Zuckerberg und Obama
Jörg Pasemann

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Eine Metropole zwischen Wüstensand und Meer https://www.breitengrad53.de/abu-dhabi-metropole-zwischen-wuestensand-und-meer/19718 Mon, 27 Jun 2016 07:45:00 +0000 http://www.breitengrad53.de/?p=19718 Reiseblog BREITENGRAD53 - Die schönste Art zu reisen

Zwischen dem Arabischen Golf und der Wüste „Rub Al Khali“ hat man vor vierzig Jahren vereinzelt Nomadenstämme gefunden. Die Einwohner lebten in einfachen Bauten, die weder Kanalisation noch Elektrik besaßen. Geld wurde bis in die 60er Jahre mit Fischfang, Perlentauchen oder Dattelanbau verdient. Nur vier Jahrzehnte später hat sich das Leben in Abu Dhabi dramatisch verändert: Die Hauptstadt der Vereinigten

Eine Metropole zwischen Wüstensand und Meer
Jörg Pasemann

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Zwischen dem Arabischen Golf und der Wüste „Rub Al Khali“ hat man vor vierzig Jahren vereinzelt Nomadenstämme gefunden. Die Einwohner lebten in einfachen Bauten, die weder Kanalisation noch Elektrik besaßen. Geld wurde bis in die 60er Jahre mit Fischfang, Perlentauchen oder Dattelanbau verdient. Nur vier Jahrzehnte später hat sich das Leben in Abu Dhabi dramatisch verändert: Die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) definiert in vielen Bereichen „Luxus“ neu. Geld gibt’s wie Sand am Meer.


Das ist Abu Dhabi

Abu Dhabi ist eine der reichsten Städte der Welt. Und wo Geld ist, da wird nicht gespart. Waren es zur Zeit des „Wilden Westens“ die Goldgräberstädte, die schneller als normal wuchsen, so war es im Fall von Abu Dhabi nicht Gold sondern Erdöl, also flüssiges Gold. Die Stadt wurde zu Beginn der 70er-Jahre nach einem schachbrettartigem Masterplan für 600.000 Einwohner ausgebaut. Eine unvorstellbare hohe Zahl an Einwohnern damals, doch nur 20 Jahre später war die Stadt schon zu klein.

Da Geld in vielen Punkten keine Rolle spielt, wurden künstliche Inseln geschaffen, auf denen Häuser gebaut werden konnten. Scheich Zayed Bin Sultan al-Nahyan ließ 100 Millionen Bäume und 47 Millionen Palmen pflanzen. Eine Stadt auf Sand ist nicht wirklich komfortabel und modern. Und so könnte das wertvollste Gut in der Stadt bald Wasser heißen. Immerhin verbraucht ein Einwohner im Durchschnitt 550 Liter Wasser pro Tag. In Deutschland sind es 125 Liter. Aber auch hier hilft die Technik: Über 150 Entsalzungsanlagen sorgen für Trinkwasser in dem Emirat. Bis 2030 will Abu Dhabi bis auf drei Millionen Einwohner wachsen. Phantasie und Reichtum kennt dabei keine Grenzen.

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Und so baut man in Abu Dhabi immer luxuriöser, immer höher, immer schöner. Dabei wirkt das höchste Gebäude der Stadt, der „Burj Mohammed Bin Rashid Tower“, mit 381 Metern eher mickrig im Gegensatz zum „Burj Khalifa“ in der Nachbarstadt Dubai mit seinen 839 Metern Höhe und ist damit auch nur auf Platz 26 der größten Gebäude der Welt gelistet. Dennoch trägt der Wolkenkratzer in Dubai den Namen von Scheich Chalifa bin Zayid Al Nahyan aus Abu Dhabi, der mit einer kräftigen Finanzspritze dafür gesorgt hat, dass der „Burj Khalifa“ überhaupt fertig gestellt werden konnte.

Abu Dhabi’s kulturelles Highlight: Scheich-Zayid-Moschee

Überhaupt nicht hoch, dafür sehr beeindruckend ist die Scheich-Zayid-Moschee, in der über 40.000 Gläubige Platz haben. Sie gehört zu den größten Moscheen der Welt. 80 Kuppeln, fast 1.000 Säulen, riesige Kronleuchter aus 24 Karat Gold, der Größte wiegt 12 Tonnen, und der größte handgeknüpfte Teppich der Welt sind für Besucher aller Religionen in der Moschee zu sehen. Das rund 545 Millionen US$ teure Bauwerk wurde von Emir Zayid bin Sultan Al Nahyan geplant, der die Eröffnung im Ramadan 2007 nicht mehr miterlebt hat. Seine Beerdigung war die erste abgehaltene Zeremonie der Moschee, die sich 2004 noch im Bau befand. An seinem Grab werden seitdem rund um die Uhr Verse aus dem Koran gelesen.

Scheich Zayid war laut Forbes Magazin einer der reichsten Männer der Welt, der etwa 20 Milliarden Dollar besaß. Sein Reichtum ist vor allem durch die Ölmassen der VAE entstanden. Er war der Emir von Abu Dhabi und bis zu seinem Tod der erste Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Zayid gilt als Vater der Unabhängigkeit im Jahr 1971 und als Gründer der VAE. Scheich Zayid war tief entschlossen, die Emirate zu einer Föderation zu verbinden. Scheich Zayid galt als liberaler Herrscher und erlaubte den Untertanen viele Dinge, die den anderen arabischen Staaten oftmals ein Dorn im Auge war. Wie wichtig Zayid für die VAE war, zeigt, mit welchen Maßnahmen das Land nach seinem Tod getrauert hat: Es wurde eine dreitägige Staatstrauer für die Bürger angeordnet, staatliche Stellen ruhten acht Tage. Die Flaggen im Land wurden 40 Tage auf Halbmast geflaggt und die Radiosender spielten 20 Tage leichte klassische Musik und Koranverse.

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Etihad Towers sind besonderes Wahrzeichen von Abu Dhabi

Fast so beeindruckend, nur viel luxuriöser und neuer sind die Etihad Towers, die zu den besonderen Wahrzeichen Abu Dhabis gehören. Dieser Bau besteht aus fünf Türmen und umfasst drei Wohntürme sowie den 280m hohen Turm, in dem das 5-Sterne-Hotel Jumeirah at Etihad Towers untergebracht ist. Ein Hotel der absoluten Spitzenklasse mit allem, was man sich als Hotelgast vorstellen kann. Direktor des Luxushotels ist Stefan Fuchs aus Deutschland, der in dem Hotel schon das Who-ist-Who der Promiszene begrüßen konnte. Kein Wunder, denn dort ist auch die Avenue at Etihad Towers zu finden, die teuerste und exklusivste Einkaufsstraße der Welt. Wer genug Geld hat, der kann dort in luxuriösen Privaträumen einkaufen.

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Etihad Towers sind besonderes Wahrzeichen von Abu Dhabi (Alle Fotos: Jörg Pasemann)

Segeln mit einer „Volvo 60 Ocean Race Yacht“

Wer es lieber luftiger und sportlicher mag, der kann mit einer „Volvo 60 Ocean Race Yacht“ in den Sonnenuntergang segeln, natürlich mit dem obligatorischem Glas Champagner an Bord. Das Schiff liegt am Steg des Hotels und wird von einem Weltklasseteam gesegelt. Skipper ist Philippe Falle, ein preisgekrönter Regattensegler, der auch ungeübte Gäste das Millionen-Schiff steuern lässt. Vom Wasser aus kann man die beeindruckende Skyline von Abu Dhabi sehen.

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Mitten in der Wüste: Arabian Nights Village

Wer es etwas wärmer und trockener mag, der kann mit dem Auto in die größte Sandwüste der Welt fahren: „Rub Al Khali“. Nur rund eine Autostunde von Abu Dhabi entfernt, verschwinden nach und nach Bäume und Grünpflanzen. Roter Sand prägt das Landschaftsbild der Wüste, in der bis zu 300 Meter hohe Dünen und jede Menge Kamele zu finden sind. Wer etwas tiefer in die Wüste fährt, der vermutet zunächst eine Fata Morgana. Es handelt sich jedoch um das Resort „Arabian Nights Village“, das sich jede Menge Programm für die Gäste hat einfallen lassen. So gibt es die traditionellen Aktivitäten wie das Reiten auf einem Kamel oder Hennabemalung für die Frauen.

Aber auch Jeep- oder Quadtouren durch die Wüste sowie Sandsurfen stehen auf dem Programm. Wenn es dunkel wird, können die Besucher bei traditionellem Essen den klaren Sternenhimmel genießen und der Bauchtänzerin zusehen, die zu arabischer Musik zeigt, dass auch alleine tanzen gut aussehen kann. Wer mag, der kann die Nacht in der Wüste verbringen. Das Resort verfügt über kleine, landestypische Bungalows, die das Wüstenerlebnis vollenden.

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Spaß und Motorsport auf Yas-Island

Yas ist eine der größeren natürlichen Inseln von Abu Dhabi, die mit einem Budget von rund 40 Milliarden Dollar grundlegend verändert und um knapp 25 Quadratkilometer vergrößert wurde. Auf der Insel Yas sind Wohnkomplexe mit Villen, Einzelhäusern und Apartmenthäusern sowie rund 20 Hotels entstanden. Ein Freizeitkomplex mit drei Themenparks (unter anderem die Ferarri-World) sowie Sport- und Hafenanlagen. Besonders bekannt ist die Motorsportrennstrecke (Yas Marina Circuit) auf der der Große Preis von Abu Dhabi in der Formel 1 gefahren wird. Thematisch dazu passt die Ferrari-World auf Yas. Auf 25 Hektar Gesamtfläche (8 Hektar davon sind überdacht (Weltrekord)) können die Besucher 20 Attraktionen ausprobieren, die sich ums schnelle Autofahren drehen. Yas ist quasi das Spieleparadies für große Kinder.

Ein Stück Geschichte in Abu Dhabi: Pearl Journeys

Wer auf der Suche nach historischen Punkten in Abu Dhabi ist, der wird in den meisten Fällen enttäuscht sein. Die Stadt ist – ähnlich wie Dubai – noch jung und viel zu schnell gewachsen. Da bis zum Öl Perlen das wichtigste Gut in dem Land waren, können Besucher sogenannte Pearl Journeys machen, auf denen die Lebens- und Arbeitsweise der Perlentaucher erklärt werden. Die Tour startet in einem traditionellen Dhow, einem Holzboot mit Teppich und Kissen, auf denen man während der Fahrt sitzt und – versorgt mit arabischen Kaffee und Datteln – den Erzählungen der Bootsführer folgt. So erfährt man, dass die Perlentaucher bis zu 100 mal pro Tag ohne Sauerstoff bis zu 30 Meter tief tauchen mussten, um die Austern zu finden. Diese enorme körperliche Belastung durch Druckausgleich, Salzwasser und Stress führten oft zu Lungenproblemen und frühen Toden. Perlentaucher wurden in der Regel nicht alt. Die heutigen Perlen werden überwiegend aus der Zucht geerntet. Auf der Tour mit dem Dhow können Gäste das Knacken der Austern selbst probieren. Wer Glück hat, der kann die Perle behalten.

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Weitere Reiseinformationen zu Abu Dhabi

Anreise nach Abu Dhabi

Airberlin – Seit Januar 2012 fliegt airberlin von Deutschland aus nach Abu Dhabi. Inzwischen startet 21 Mal pro Woche ein Airbus A330-200 von Berlin und Düsseldorf aus in die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Wer aus anderen Teilen des Landes nach Abu Dhabi reisen möchte, kann ab Dresden, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln, Karlsruhe/Baden-Baden, München, Nürnberg, Saarbrücken, Stuttgart und sogar ab Sylt einen Zubringer buchen. Der Langstrecken-Airbus ist mit 290 Sitzen ausgestattet. Davon 19 in der Business Class und 271 in der Economy Class. Mehr Beinfreiheit bekommt man bei airberlin in der Economy Class, wenn man einen der 46 XL Seats bucht. Für 79€ pro Flug gibt es 20 Prozent mehr Beinfreiheit, die während der relativ kurzen Flugzeit von knapp sechs Stunden nach Abu Dhabi für mehr Komfort sorgen. Zu den Last-Minute-Angeboten von airberlin nach Abu Dhabi.

Unser Fazit der airberlin-Businessclass: Die Business Class verfügt über 19 Sitzplätze, die in einer 1-2-1 Konfiguration angeordnet sind. So kann jeder Gast seinen Sitzplatz vom Gang aus direkt erreichen. Die FullFlat Sitze lassen sich zu einem Bett von 182cm Länge ausfahren. Das funktioniert auf Knopfdruck – genau wie die Massagefunktion. Jeder Sitz ist mit einem 15“-LED-Monitor mit Touchscreen, Fernbedienung und geräuschreduzierenden Kopfhörern ausgestattet. Last but not least serviert die Crew auf dem Flug ein exklusives Drei-Gänge-Menü, kleine Snacks, ausgewählte Weine, Champagner und den eigens für airberlin kreierten Mampe Cocktail.


Beste Reisezeit nach Abu Dhabi

In Abu Dhabi und den VAE herrscht subtropisch-trockenes Klima mit milden Wintern und heißen Sommern, Regen kennen die Bewohner der VAE so gut wie nicht. Lediglich in den kältesten Monaten des Jahres (Januar – März) kann es vereinzelt regnen. Die Durchschnittstemperatur im Januar beträgt immer noch 24 Grad. Die beste Reisezeit für Abu Dhabi ist daher von November bis März, da es in der Zeit nicht ganz so heiß wird. Die höchsten Temperaturen (35 – 40 Grad im Schatten) herrschen von März bis Oktober.


Übernachten in Abu Dhabi

Jumeirah at Etihad Towers – Das Hotel ist wahrlich ein Luxushotel der Extraklasse in Abu Dhabi. 382 Zimmer und Suiten beeindrucken durch Ausstattung und Lage. Der Blick aus dem Zimmer auf Abu Dhabi und den persischen Golf ist atemberaubend, der Preis für die Übernachtung auch. Dennoch, wer ein Luxushotel sucht, in dem alle Wünsche möglich sind, der ist hier genau richtig. Nicht ohne Grund steht ein Formel 1-Bolide vor dem Hoteleingang und auch die Fahrzeuge der Gäste sind mehr als luxoriös. Doch nicht nur das Wohnen im Hotel ist Luxus pur. Auch die Restaurants gehören zu den besten des Landes. Neuester Coup von Hoteldirektor Stefan Fuchs: Das gläserne Restaurant „Pearls“, das bis in Meer hineinreicht. Seit Oktober 2015 leitet der britischen Sternekoch Michael Caines das „Pearls“. Ein Besuch lohnt sich. Zu den Angeboten von Jumeirah at Etihad Towers.


Bezahlen in Abu Dhabi

Die Währung in Abu Dhabi ist Dirham. Wer eine Kreditkarte besitzt, kann Bargeld direkt am Geldautomaten abheben. Geldautomaten befinden sich in Abu Dhabi auf allen größeren Straßen und in den meisten Einkaufszentren. In den Restaurants und Geschäften werden Kreditkarten der Marken Visa und Mastercard akzeptiert. Benötigen Sie eine Kreditkarte, mit der Sie auch in Abu Dhabi kostenlos Geld beziehen können, finden Sie auf unserer Seite Geld im Urlaub eine Übersicht über kostenlose Kreditkarten.


Reiseführer für Abu Dhabi

Unser Tipp für einen Reiseführer von Abu Dhabi ist der Reiseführer von Lonely Planet Reiseführer Dubai & Abu Dhabi, der wertvolle Informationen über interessante Reiseziele in Abu Dhabi, Infos zur Einreise und zur Botschaft gibt. Außerdem sind hier auch Infos und Tipps über Dubai zu finden.


Alle Bilder über die Reise nach Abu Dhabi auf Instagram

Hinweis: Die Reise fand auf Einladung von airberlin und Jumeirah at Etihad Towers statt.

Eine Metropole zwischen Wüstensand und Meer
Jörg Pasemann

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Costa Rica: Pures Leben im Tortuguero Nationalpark https://www.breitengrad53.de/costa-rica-tortuguero-nationalpark/19563 Thu, 09 Jun 2016 16:54:31 +0000 http://www.breitengrad53.de/?p=19563 Reiseblog BREITENGRAD53 - Die schönste Art zu reisen

Tortuguero Nationalpark: Heißer Kaffee dampft, frische Früchte in knalligen Farben stapeln sich auf meinem Teller und ich blinzle den Sonnenstrahlen entgegen, die sich ihren Weg durch die Palmenblätter bahnen. Irgendwo unterhalten sich zwei Menschen auf Spanisch. Das gedämpfte Gelächter klingt zu mir herüber. „Pura Vida!“ Es ist Frühstückszeit in der Mawamba Lodge im Tortuguero Nationalpark. Plötzlich wird die Atmosphäre unterbrochen:

Costa Rica: Pures Leben im Tortuguero Nationalpark
Greta Pasemann

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Reiseblog BREITENGRAD53 - Die schönste Art zu reisen

Tortuguero Nationalpark: Heißer Kaffee dampft, frische Früchte in knalligen Farben stapeln sich auf meinem Teller und ich blinzle den Sonnenstrahlen entgegen, die sich ihren Weg durch die Palmenblätter bahnen. Irgendwo unterhalten sich zwei Menschen auf Spanisch. Das gedämpfte Gelächter klingt zu mir herüber. „Pura Vida!“ Es ist Frühstückszeit in der Mawamba Lodge im Tortuguero Nationalpark. Plötzlich wird die Atmosphäre unterbrochen: „Look, Look, Look!“ – mit zügigem Schritt kommt unser Guide und Biologe Alex auf uns zu und winkt uns heran. Das Frühstück kann jetzt warten. Wir verlieren keine Zeit und folgen ihm denn wir wissen, dass es wieder etwas zu entdecken gibt. Einen Vogel, oder eine Schlange? Dieses Mal zeigt Alex uns ein Stachelschwein. Ganz entspannt hängt es an einem Ast im Baum und schaut auf uns herab. Tier müsste man sein. Wir befinden uns mitten im Nationalpark Tortuguero in Costa Rica und entdecken das Land von seiner puren und wilden Seite. Eine echte Begegnung zwischen Mensch und Natur. Spannender kann eine Reise nicht sein!

Der Tortuguero Nationalpark

Costa Rica - Tortuguero Nationalpark - von oben

Der Tortuguero Nationalpark aus der Vogelperspektive – durchzogen von Flußarmen und saftig grünem Regenwald.


Der Platz an den die Schildkröten kommen – Tortuguero Nationalpark

Der Park ist besonders, denn hier findet jedes Jahr Unglaubliches statt: Schildkröten kommen in den Tortuguero Nationalpark, um ihre Eier abzulegen. Diesem tollen Naturschauspiel verdankt der Tortuguero Nationalpark auch seinen Namen. „Tortuga“ bedeutet auf Spanisch „Schildkröte“. Auch den ständig wachsenden Tourismus haben die Einwohner den Meeresschildkröten zu verdanken. Im Nordosten von Costa Rica liegt der Tortuguero Nationalpark auf etwas 20.000 Hektar und steht seit 1975 unter Naturschutz. Seit dieser Zeit dient der Nationalpark den Einheimischen als zuverlässige Einkommensquelle. Aber nicht nur Schildkörten sind hier heimisch: Krokodile, Faultiere, Kaimane, Affen, Pfeilgiftfrösche, Flußschildkröten und Gewehrkugelameisen gibt es im Dschungel von Tortuguero zu entdecken. Außerdem fühlen sich hier unterschiedlichste Vogelarten sehr wohl. Knapp die Hälfte der in Costa Rica verzeichneten Reptilien- und Vogelarten erwarten mich auf meiner Reise durch Costa Rica.

Costa Rica - Tortuguero Nationalpark - Schildkroetenstrand-2

An diesen Strand in Tortuguero kommen jedes Jahr die Schildkröten zur Eiablage

Mit dem Flugzeug, Auto und Boot geht’s Richtung Tortuguero Nationalpark

Zurück zum Anfang meiner Reise. Noch in Deutschland entdecke ich am Sonntag morgen, dass mein Zubringerflug von Hamburg nach Frankfurt gecancelt ist. Trotz aller Bemühungen lässt sich auch keine Flugverbindung für den Tag buchen. So geht es recht spontan fünf Stunden früher für mich mit der Bahn Richtung Frankfurt los. Am Flughafen Frankfurt treffe ich die ersten Mitreisenden und um 22 Uhr deutscher Zeit hebt mein Condor-Flieger ab, um dann nach neun Stunden Flug pünktlich zum Sonnenaufgang auf dem Airport Alajuela in der Nähe von San Jóse zu landen.

Tortuguero ist ausschließlich auf dem Wasser- oder Luftweg zu erreichen

Hier empfängt uns Alex (Alejandro) Castro. „Pura Vida!“ ruft er uns entgegen und begrüßt uns mit dem typischen Spruch und Lebensgefühl der Menschen in Costa Rica. Als studierter Fachmann begleitet er uns die nächsten Tage und bringt uns die Tier- und Pflanzenwelt von Costa Rica näher. „Pura Vida“ – das wird hier zu allem gesagt. Bitte! Danke! Toll! Das gefällt mir – Pures Leben!

Alex verliert keine Zeit und macht sich mit uns von Alajuela mit dem Auto direkt auf den Weg in Richtung Tortuguero. Vom westlichen Rand von San José fahren wir in Richtung Karibik. Dafür durchqueren wir einmal San José. Danach geht es auf den Highway 32, der uns in einem Bogen nach Nordosten bringen wird. Wir durchfahren den Nationalpark Braulio Carrillo mit seinen beeindruckendem Wald und enlos wirkende Bananenplantagen ziehen an uns vorbei. Einmal stoppen wir zwangsläufig, um den Bananenseilzug durchzulassen, der von einem Arbeiter mit purer Muskelkraft gezogen wird. Bananen sind eines der Top-Export Produkte in Costa Rica.

Costa Rica - Tortuguero Nationalpark Bananenplantage Costa Rica - Tortuguero Nationalpark - Guide erklärt Bananenanbau

Nach etwa zweieinhalb Stunden erreichen wir La Pavona. Die beliebteste und günstigste Route nach Tortuguero führt über Cariari und La Pavona. Für uns endet hier die Reise mit dem Auto, denn wer die Natur im Nationalpark exklusiv erleben möchte, der erreicht diesen nur mit dem Boot.  Ab La Pavona (Rancho La Suerte) fahren Boote etwa um 07:30, 13:30 sowie 16:30 Uhr. Allerdings empfiehlt es sich hier, immer genau mit dem Anbieter der Tour vorher abzustimmen.

Costa Rica - Tortuguero Nationalpark - La Pavona Einstieg Costa Rica - Tortuguero Nationalpark - Boote bei La Pavona Costa Rica - Tortuguero Nationalpark - Boot

Boote werden ab jetzt das Transportmittel der nächsten zwei Tage für uns sein. In La Pavona warten sie bereits auf Urlauber, Naturforscher, Einheimische und uns. Die nächsten ein bis zwei Stunden tauche ich bereits komplett in die Natur von Costa Rica ein. Der Weg zur Mawamba Lodge führt uns durch das Flusssystem von Tortuguero. Unfassbar und schön ist die Natur hier. „Look!, Look!, Look!“ – rechts sehen wir einen Barethroated Tiger Heron, links wartet ein Kaiman auf uns. Fledermäuse sind so gut getarnt, dass wir sie mit bloßem Auge kaum erkennen.

 

Costa Rica - Tortuguero Nationalpark - Fledermaeuse Costa Rica - Tortuguero Nationalpark - Barethroated Tiger Heron

Mein Bett mitten im Tortuguero Nationalpark – die Mawamba Lodge

Unser Ziel, die Mawamba Lodge ist erreicht. Das besondere an unserer Unterkunft ist die Lage, denn zu beiden Seiten ist die Lodge von Wasser umgeben. Während der Boots-Anleger an dem Flussarm liegt, grenzt das Gelände der Loge auf der anderen Seite an den Strand. Hierher kommen von Juli bis Oktober die Meeresschildkröten zur Eierablage. Dann ist in der Mawamba Lodge und im Tortuguero Nationalpark Hochsaison. Mit speziellen Nachtlampen machen sich die Guides dann in sehr kleinen Gruppen mit den Besuchern auf den Weg zum Strand und beobachten die Tiere.

Wir freuen uns, dass wir in der Nebensaison hier sind und die Ruhe genießen dürfen. Zwar sehen wir keine Meeresschildkröten, dafür entdecken wir auch in der Lodge viele Tiere. Das Stachelschwein hängt im Baum, der Elefantenkäfer klammert sich an einen Ast und riesige Leguane stehen regungslos im Schatten der Palmen. Nachts habe ich das Gefühl, mein Bett steht direkt in der Natur. Überall höre ich die Geräusche der Tiere im Dschungel.

Costa Rica - Tortuguero Nationalpark - Mawamba Lodge Haus Costa Rica - Tortuguero Nationalpark - Mawamba Lodge Flora Costa Rica - Tortuguero Nationalpark - Mawamba Lodge Anleger Costa Rica - Tortuguero Nationalpark - Mawamba Lodge Zimmer Costa Rica - Tortuguero Nationalpark - Mawamba Lodge Abend Ein 1.50 m langer Leguan sonnt sich.

Begegnung mit dem Regenwald im Tortuguero Nationalpark

Am nächsten Morgen starten wir unseren Tag um fünf Uhr noch direkt vor dem Frühstück. Durch die Zeitverschiebung (minus acht Stunden) macht es uns nichts aus so früh auf den Beinen zu sein. Laut Alex ist jetzt die beste Zeit, um die Natur beim Erwachen zu beobachten. Wir legen mit dem Boot ab. Bereits die Boots-Tour zu den kleineren Nebenflüssen im Tortuguero Nationalpark ist ein Erlebnis. Das Boot gleitet auf dem breiten Flussarm dahin, nur begleitet vom Rauschen des Wassers und Summen des Elektromotors. Die meisten von uns schließen die Augen und genießen den Fahrtwind im Gesicht. Spätestens jetzt sind wir wach. Zielgerichtet bringt uns der Fahrer zu den kleineren Flussarmen im Tortuguero Nationalpark. Mir wird erst jetzt die Gewaltigkeit des Regenwaldes richtig bewusst. Riesige Bäume, Farne und Lianen bilden ein undurchdringliches Dickicht aus Pflanzen. „Look! Look! Look!“ – Wir sehen die ersten Affen, danach gleich einen American Anhinga (Schlangenvogel), der neben einer Black River Turtle (Schwarze Flussschildkröte) das Gefieder trocknet.

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Darf`s ein bischen touristischer sein? Ausflug ins kleine Dorf Tortuguero

Das Dorf Tortuguero liegt auf dem schmalen Landstreifen zwischen dem karibischen Strand und dem breiten Urwaldfluss, der parallel zum Strand verläuft. Nur etwa 500 Menschen leben im Dorf. Während früher viele von ihnen vom Fischfang lebten, widmen sie sich jetzt dem ständig wachsenden Tourismus. Auch die Einheimischen erledigen alles auf dem Wasserweg und damit ist das Boot das wichtigste Transportmittel. Braucht man ein Boot, stellt man sich einfach ans Ufer und winkt ein Wassertaxi herbei.

Tortuguero ist der einzige Ort im Nationalpark und deshalb wundert es mich nicht, dass ein Ausflug in das Dorf bei vielen Urlaubern mit auf dem Programm steht. Von unserer Lodge aus ist der Ort nur 20 Gehminuten entfernt und so schlendern wir über den Strand dorthin, bummeln entspannt die Promenade im Dorf entlang und lauschen der Musik, die hier und da gespielt wird. Irgendwo sitzen zwei Männer rauchend auf der Terrasse ihres bunten Hauses. Woanders im Dorf werden Kokosnüsse verkauft und am Ende der Straße vergnügen sich die Affen auf einem Baum. Jetzt, außerhalb der Hochsaison lässt es sich hier entspannt bummeln. In der Hochsaison schieben sich die Menschenmassen durch die kleine Straße im Dorf.

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Regenzeit und trotzdem nach Costa Rica? Ein Statement zum Reisen in der Nebensaison

Jetzt ist Anfang Juni und die Regenzeit hat bereits begonnen. Das sollte niemanden davon abhalten noch Costa Rica zu kommen, denn jetzt ist hier Nebensaison und in allen Hotels und Lodges hat man Ruhe vor großen Menschenmengen. Tiere lassen sich leichter beobachten und die Preise sind generell günstiger als in der Hochsaison. Einmal am Tag regnet es jetzt in der Regel. Der Schauer ist kurz aber heftig. Und danach kann man weiter warme Temperaturen zwischen 27 und 30 Grad genießen. Die Hotels haben sich auf die Regengüsse eingestellt und bieten Schirme an. Wir hatten jetzt im Juni sogar Glück und es gab nur einen kurzen Schauer innerhalb von drei Tagen, die wir im Tortuguero Nationalpark waren.

Die Saison für die Beobachtung der Schildkröten

Wer unbedingt die Schildkröten beobachten möchte für den lohnt sich eine Reise zwischen Juli und September in den Tortuguero Nationalpark. In dieser Zeit füllt sich der Park mit Touristen und Naturliebhabern. Dann kommen die Schildkröten aus dem Meer, um am Strand in Tortuguero ihre Eier abzulegen. Früher wurde die Grüne Meeresschildkröte von den Einheimischen gejagt und verarbeitet. Da die Schildkröte vom Aussterben bedroht ist, wurde sie 1975 unter Naturschutz gestellt. Selbst heute sind die Einheimischen bemüht die Population der Schildkröten zu schützen. Während der Brutzeit kommen freiwille Helfer nachts an die Strände und patrollieren, um Feinde der Schildkröte fernzuhalten. Wer sich für eine freiwillige Mithilfe interessiert, findet bei den Costa Rica Volunteers Informationen zu Naturschutz-Projekten. Auch die Besichtigung durch Touristen wird streng kontrolliert. Das faszinierende Ereignis der Eiablage erfolgt nur in Begleitung eines offiziellen Guides. Dabei erhalten alle Beobachter spezielle Nachtlampen und auch das Fotografieren ist verboten. Die unnatürliche Lichtquelle könnte die Schildkröte während der Eiablage stören und sind nicht erwünscht. Die Chancen den Schildkröten bei der Eiablage zuzuschauen sind kurz nach dem Sonnenaufgang am besten. Sind die jungen Schildkröten dann geschlüpft, beginnen sie ihren beschwerlichen Weg zum Meer. Dort warten zur Brutzeit bereits Haie auf die kleinen Schildkröten und nur ein Bruchteil der geschlüften Tiere schafft den Weg ins offene Meer. Im Park gibt es eine wissenschaftliche Forschungsstation, die sich darauf spezialisiert hat das Verhalten der Schildkröten zu untersuchen.

Warum es sich lohnt einen Guide zu buchen

Ein Guide ist für den Besuch von Nationalparks sehr empfehlenswert. Mit ihm zusammen wird die Tour mit dem Boot oder der Walk durch den Nationalpark erst zu einem richtigen Erlebnis. Man lernt nicht nur die Tier- und Pflanzenwelt besser kennen, man taucht auch viel tiefer in das Land und die Kultur ein.

Costa Rica - Tortuguero - Tourguide Costa Rica - Tortuguero Nationalpark - Mawamba Lodge Elefantenkaefer
  • Der Guide hat Tipps für die besten Regionen im Land und in den Nationalparks parat und damit steigt die Wahrscheinlichkeit interessante Tiere und Pflanzen zu entdecken.
  • Mit Kenntnissen über die Tier- und Pflanzenwelt veranschaulicht der Guide die komplexen Zusammenhänge in den Ökosystemen der Nationalparks.
  • Mit dem Guide kann man zielgerichtet nach Tieren und Pflanzen suchen, die man gern sehen möchte, da er Plätze, Nistplätze und das Verhalten kennt.
  • Er hilft die Augen zu schulen und die anderen Sinne zu schärfen. Man lernt selbst, Tiere und Pflanzen in den Nationalparks zu entdecken.
  • Er kennt die Orte und Plätze an denen giftige Tiere leben und kann Dich damit vor Bissen und Stichen schützen.
  • Er kennt Land und Leute und kann das Lebensgefühl transportieren.
  • Der Guide hat viele Kontakte und kann diese nutzen, um die Tour noch interessanter zu gestalten.
  • Er gibt viele Hintergrundinformationen zum Naturschutz und kennt die Regeln des Landes.
  • Er hat Kenntnis über das Wetter des Landes und kann vor jedem Ausflug in die Natur die entsprechende Empfehlung für Kleidung geben.
  • Er ist meistens mit hochwertigen Ferngläsern ausgestattet und so sieht man auch Tiere ganz nah, die eigentlich weit entfernt sind.

Hier kommen noch ein paar Impressionen von der Reise zusammengefasst von der lieben Andrea Morgenstern, die mit unserer Gruppe unterwegs war.

Weitere Nationalparks in Costa Rica

Neben dem Tortuguero Nationalpark gibt es in Costa Rica noch 25 weitere Nationalparks, die eine Reise wert sind.

  • Arenal Volcano National Park
  • Barbilla National Park
  • Barra Honda National Park
  • Braulio Carrillo National Park
  • Cahuita National Park
  • Carara National Park
  • Chirripó National Park
  • Cocos Island National Park
  • Corcovado National Park
  • Diria National Park
  • Guanacaste National Park
  • Irazú Volcano National Park
  • Juan Castro Blanco National Park
  • La Amistad International Park
  • La Cangreja National Park
  • Las Baulas National Marine Park
  • Los Quetzales National Park
  • Manuel Antonio National Park
  • Maquenque National Park
  • Palo Verde National Park
  • Piedras Blancas National Park
  • Poás Volcano National Park
  • Rincón de la Vieja Volcano National Park
  • Santa Rosa National Park
  • Tapantí National Park
  • Tenorio Volcano National Park
  • Turrialba Volcano National Park

Tipps für die Reise durch Costa Rica

Hinweis: Die Reise in den Tortuguero Nationalpark Costa Rica erfolgte in Kooperation mit Visit Costa Rica.

Costa Rica: Pures Leben im Tortuguero Nationalpark
Greta Pasemann

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Entschädigung bei Flugverspätung https://www.breitengrad53.de/entschaedigung-bei-flugverspaetung/19659 Thu, 09 Jun 2016 15:48:54 +0000 http://www.breitengrad53.de/?p=19659 Reiseblog BREITENGRAD53 - Die schönste Art zu reisen

Reisenden steht eine Entschädigung bei Flugverspätung oder Annulierungen von bis zu 600 Euro zu. Trotzdem verzichten viele Fluggäste auf die Durchsetzung ihrer Rechte. Verspätete oder ausgefallene Flüge sind mit viel Ärger und einem großen Zeitverlust verbunden. Kein Wunder, dass da auch die Entspannung und Freude über den Urlaub auf der Strecke bleiben. Zum Glück gibt es seit 2004 jedoch eine

Entschädigung bei Flugverspätung
Serviceredaktion

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Reiseblog BREITENGRAD53 - Die schönste Art zu reisen

Reisenden steht eine Entschädigung bei Flugverspätung oder Annulierungen von bis zu 600 Euro zu. Trotzdem verzichten viele Fluggäste auf die Durchsetzung ihrer Rechte. Verspätete oder ausgefallene Flüge sind mit viel Ärger und einem großen Zeitverlust verbunden. Kein Wunder, dass da auch die Entspannung und Freude über den Urlaub auf der Strecke bleiben.

Zum Glück gibt es seit 2004 jedoch eine entsprechende EU-Richtlinie, die Fluggästen in vielen Fällen eine Entschädigung bei Flugverspätung zusichert. Dabei ist klar geregelt, wann und in welcher Höhe diese ausbezahlt wird. Viele Betroffene verzichten jedoch trotzdem auf das Geld, das ihnen zusteht. FairPlane hat es sich jedoch zum Ziel gesetzt, genau das in Zukunft zu verhindern.

Bis zu 600 EUR Entschädigung bei Flugverspätung

Flugverspaetung Schadenersatz

Die Fluggastrechteverordnung der EU beinhaltet eine klare Regelung der Entschädigungen bei Flugverspätung und Annulierung für Passagiere. In Abhängigkeit von der Flugdistanz liegt der Betrag dabei zwischen 250 und 600 Euro pro Passagier. Für Flüge mit einer Wegstrecke von bis zu 1.500 Kilometern ist eine Zahlung von 250 Euro zu erwarten. Eine Summe von 400 Euro gibt es für Flugstrecken zwischen 1.500 und 3.500 Kilometern und die maximale Entschädigung von 600 Euro wird bei einer Entfernung von über 3.500 Kilometern gezahlt. Dies gilt bei Reisen mit EU-Fluglinien oder bei Flügen, die an einem EU-Flughafen starten. Stets zu beachten ist, dass die Entschädigungssummen unabhängig von jenem Preis gelten, der für das jeweilige Flugticket bezahlt wurde! So kann es also durchaus vorkommen, dass Sie für einen Billigflug um 99 Euro von Hamburg nach Lissabon mit ganzen 400 Euro entschädigt werden.

Professionelle Hilfe bei Entschädigungsforderungen

Trotz klarer Regelungen verzichten viele Fluggäste noch immer auf Ihre Ansprüche. Dies liegt zum einen an der noch immer herrschenden Unkenntnis über die Rechtslage, zum anderen aber auch an den nicht selten erfolgreichen „Abwimmel-Strategien“ der Fluggesellschaften. So kommt es immer wieder vor, dass Airlines auf Forderungen der Reisenden lediglich mit knappen Standardschreiben reagieren. Dabei berufen sie sich auf sogenannte außergewöhnliche Umstände und „höhere Gewalt“ und weisen die Entschädigungsansprüche deshalb zurück. Aus Unsicherheit oder Angst vor einem langwierigen Gerichtsverfahren geben viele Fluggäste an dieser Stelle auf und lassen die Angelegenheit auf sich beruhen. Gut beraten ist daher, wer seine Ansprüche von vornherein durch einen professionellen Anbieter wie FairPlaine prüfen lässt, der sich auf die Durchsetzung von Entschädigungen nach der Fluggastrechteverordnung spezialisiert hat.

Vorsicht bei Kulanzangeboten!

Neben faulen Ausreden werden von Fluglinien auch immer wieder Kulanzangebote herangezogen, um sich aus der Affäre ziehen zu können. Beispielsweise werden „großzügige“ Beträge von 100 Euro oder Wertgutscheine für einen weiteren Flug mit der Airline angeboten. Fluggästen mit Entschädigungsanspruch, die sich auf ein solches Angebot einlassen, entgeht mit großer Wahrscheinlichkeit eine Menge Geld. Die angebotenen Zahlungen liegen nämlich in aller Regel weit unter dem Betrag, der den Betroffenen rechtlich zusteht. Ein derartiges Kulanzangebot ist zudem ein deutliches Zeichen dafür, dass der Entschädigungsanspruch tatsächlich berechtigt ist und keine außergewöhnlichen Umstände vorliegen, die die Airline von einer Zahlung befreien. Deshalb sollte auch die volle Entschädigungssumme beansprucht werden. Um die Forderung schnell, erfolgreich und risikofrei durchsetzen zu können, ist das Beauftragen des erfahrenen Experten-Teams von FairPlane ratsam. Durch das vorhandene juristische Know-How und den Zugang zu spezifischen Flug- und Wetterdaten sind die Erfolgschancen viel höher, als bei dem Versuch, die Forderung im Alleingang geltend zu machen. Während die Profis am Werk sind, können Sie sich getrost zurücklehnen und sich auf die wohlverdiente Entschädigungszahlung freuen!

Allen Lesern von breitengrad53.de bietet Fairplane jetzt einen Gutschein von 5 Euro für das Paket FairPlane Standard an. Einfach gleich auf die Seite von FairPlane schauen und den Code BG061605 mit eingeben.

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Entschädigung bei Flugverspätung
Serviceredaktion

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„Hitlers Inselwahn“ auf Jersey https://www.breitengrad53.de/hitlers-inselwahn-auf-jersey/19494 Mon, 06 Jun 2016 08:26:24 +0000 http://www.breitengrad53.de/?p=19494 Reiseblog BREITENGRAD53 - Die schönste Art zu reisen

Jersey ist ein Urlaubsziel für Inselsüchtige. Wind, weiße Sandstrände, ein azurblaues Meer, mal tosend im Nordwesten oder sanft und spiegelglatt in den kleinen Buchten und Häfen. Der Golfstrom begünstigt die üppige Vegetation, die von Palmen bis zum Weinbau reicht. Aber es gibt noch die anderer, weniger bekannte Seite: Bunker und Wachtürme, Relikte aus dem Zweiten Weltkrieg. Mit Schauspieler John Nettles

„Hitlers Inselwahn“ auf Jersey
Liane Ehlers

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Jersey ist ein Urlaubsziel für Inselsüchtige. Wind, weiße Sandstrände, ein azurblaues Meer, mal tosend im Nordwesten oder sanft und spiegelglatt in den kleinen Buchten und Häfen. Der Golfstrom begünstigt die üppige Vegetation, die von Palmen bis zum Weinbau reicht. Aber es gibt noch die anderer, weniger bekannte Seite: Bunker und Wachtürme, Relikte aus dem Zweiten Weltkrieg. Mit Schauspieler John Nettles (TV-„Inspector Barnaby“) war Liane Ehlers auf den Spuren  von „Hitlers Inselwahn“ auf Jersey unterwegs.


 

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St. Aubin –  Seine stahlblauen Augen blitzen. In Jeans, blauem Hemd und weißen Turnschuhen sitzt er mir bei einem Pint of „Liberation Ale“ (Befreiungsbier) im Pub „Old Courthouse“ in St. Aubin gegenüber – John Nettles (73), der beim deutschen TV-Publikum als „Inspector Barnaby“ bekannt und beliebt ist, mag die Insel sehr. Während der zwölfjährigen Dreharbeiten zur TV-Serie „Jim Bergerac ermittelt“ hat der Schauspieler in den 1980er/-90er-Jahren dort sogar gelebt. Dabei ist der studierte Historiker auch mit der dunklen Seite der Inselgeschichte in Berührung gekommen.

Nie wieder Inspector Barnaby

John Nettles hat 2012 „Inspector Barnaby“ ade gesagt, um sich einer dreiteiligen TV-Dokumentation über die Besatzungszeit von 1940 bis 1945 zuzuwenden. Dem folgte nach jahrelanger Recherche das Buch über „Hitlers Inselwahn“, das 2013 unter dem englischen Titel „Jewels & Jackboots“ erschien, und seit Oktober 2015  auch auf Deutsch im Handel ist. Ins Fernsehen will der Schauspieler nicht mehr zurückkehren, „höchstens mit Dokumentarfilmen“, erklärt er und frozzelt mit trockenem, englischen Humor: „Tom Barnaby hat den Sexappeal eines wandelnden Verhütungsmittels.“

Der bekennende Arsenal-Fan („Arsenal-Fan sein ist ein lebenslanger, langsamer Nervenzusammenbruch“), möchte weg vom „Barnaby“-Image, freut sich aber dennoch, wenn man ihn erkennt. Selbst die Queen schaut „Midsomer Murders“, sagt er über die Königin, die er viele Male getroffen hat. „Und Angela Merkel auch“, habe er gehört.

In Zukunft will John Nettles nur noch Doku-Filme drehen, Bücher schreiben und sich um die kleine Operngruppe in seiner Heimat Cornwall kümmern.  Dort besitzt der Schauspieler ein Anwesen, „weit weg von London“, mit acht geretteten Pferden, zwei irischen Eseln, Hennen, Gänsen und jede Menge anderem Viehzeug.

Traumhaft schöne Landschaft

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Nach Jersey kommt der Nettles  mehrmals im Jahr.  Für ihn gibt es drei gute Gründe, um dort Urlaub zu machen: „Eine traumhaft schöne Landschaft, eine exzellente Küche und ganz viel Geschichte.“ Außerdem sind es starke Familienbande, die ihn dort hinziehen – seine Tochter Emma und ihre Familie leben auf der Insel.

Besonders die Geschichte fasziniert den Historiker Nettles. „Eines Tages stand ich in den 1990er-Jahren während der Dreharbeiten zu ,Jim Bergerac‘ auf einem dieser Bunker und fragte mich ,wo stehe ich hier eigentlich?'“, erinnert er sich. Wohl nirgendwo sonst gibt es so viele Bunker und Burgen auf so wenigen Quadratkilometern wie auf der britischen Kanalinsel im Golf von St. Malo, direkt vor Frankreichs Haustür. Nettles liegt die Aufarbeitung dieses  dunklen Kapitels deutsch-englischer Geschichte sehr am Herzen.  Von den Deutschen besetzt, von der englischen Regierung verraten, so fühlten sich die Insulaner während der Besatzung, die nach fünf langen Jahren erst am 9. Mai 1945 enden sollte.

Zeitzeugen in den Jersey War-Tunnels

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Nettles lässt in seinem Buch  „Hitlers Inselwahn“ Zeitzeugen zu Wort kommen, beleuchtet  die oft heiklen, zwischenmenschlichen Aspekte der Okkupation, den komplexen Fall der Kollaboration sowie das traurige Schicksal von Juden und Zwangsarbeitern. Am Ende des Krieges gab es auf Jersey 300 Bunker und 2000 Kinder mit deutschen Vätern. Gut nachvollziehen lassen sich die damaligen Ereignisse unter anderem in den „Jersey War Tunnels“, ein Anti-Kriegs-Museum, das mittlerweile zu den meistbesuchten Touristen-Attraktionen der Insel gehört. Während der deutschen Besatzungszeit wurde der kilometerlange Tunnelkomplex H08 als Lazarett gebaut, kam aber nie zum Einsatz, weil die Alliierten beim D-Day 1944 und auch später die Kanalinseln umgingen.  

Nach dem Krieg stellte sich die Frage: Was tun mit all diesen Bunkern  und Wachturmanlagen? Abreißen war zu gefährlich und teuer.  Die Jerseyaner fanden für zahlreiche Anlagen eine kreative Lösung. Tony Pike (52) von der „Channel Island Occupation Society“, ist einer von vielen Freiwilligen, die seit Ende der 1970er-Jahre    Bunkeranlagen  aufgeräumt und restauriert haben. Auf einer viereinhalbstündigen Führung bringen sie den Besuchern Jerseys Geschichte nahe.

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Mit Tony besichtigen wir im Nordwesten auf dem Hochplateau von Les Landes die Ruine Groznes Castles (14. Jahrhundert), die unvollendete Batterie Moltke und besteigen den „Marine Peilstand 3“-Tower, ein Teil von Hitlers Atlantikwall-System. Die Aussicht aus 15 Metern Höhe durch die Bunkerscharten aufs azurblaue, wilde  Meer  und die steile Felsenküste ist atemberaubend. In Richtung Westen geht der Blick über Dünenwanderwege und leuchtend gelbe Ginsterfelder bis zum Leuchtturm La Corbiere, Jerseys  eigentliches Wahrzeichen. Von dort wandert er weiter bis zum  nächsten Wachturm, dem „Radio Tower“.

Bunkeranlage als Ferienwohnung

„Von einem Turm aus konnte man immer den nächsten sehen“, erklärt Tony Pike. Im „Radio Tower“  befindet  sich heute eine komfortable Ferienwohnung, die vom „Jersey Heritage Trust“  vermietet wird.  Der 360-Grad-Blick von Penthouse des Turms  auf die St. Quen’s Bucht mit ihrem feinen weißen Sandstrand  ist einmalig. Insgesamt 15 historisch interessante Bauwerke wurden im Lauf der Jahre restauriert und als Feriendomizile eingerichtet.

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Auch die Batterie Lothringen  in St. Brélade mit Blick auf St.-Aubin-Bucht, Elizabeth Castle und die Häfen von Saint Helier ist heute zu besichtigen. Erst 2014 eröffnet wurde „The Wetland Interpretation Centre“, eine sehenswerte Ausstellung und Beobachtungsstation der artenreichen Tierwelt im Dünengebiet von Les Mielles. Durch einen Tunnel gelangt man in den Ausstellungsraum.

Austernzucht und Hummer

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Besondere Gaumenfreuden bietet „Faulkners Fisheries“, das Sean Faulkner (62) 1980 in einem ehemaligen Bunker der Besatzer eingerichtet hat. Austern, Hummer und Königskrabben hält Faulkner dort in Becken mit bestem Atlantikwasser. Schon als Kind hatte ihn der Bunker  fasziniert. Als Erwachsener setzte er 1980 seine Träume in die Tat um und machte aus dem Bunker ein Fischgeschäft mit Outdoor-Restaurant. Bei strahlendem Sonnenschein und schönster Aussicht serviert uns der Chef persönlich nicht nur Austern vom Feinsten, sondern auch eine interessante Geschichte. John Nettles kannte diese Location noch nicht, ihm gefällt das Ambiente und das vorzügliche Essen. Er werde auf jeden Fall wiederkommen, verspricht der Autor und Schauspieler.

Tipps für die Reise auf Jersey

Non-Stop-Flüge in der Saison wöchentlich sonnabends: mit Airberlin ab Hannover und Düsseldorf, mit Eurowings ab Düsseldorf. Auf der Insel herrscht Linksverkehr. Am Flughafen kann man Leihwagen mieten. Der Sommerfahrplan der Busse ist gut auf Touristen abgestimmt. www.liberytbus.je
Der zweithöchste Tidenhub weltweit mit bis zu zwölf Metern lässt die Insel zweimal täglich um fast das Doppelte wachsen. Die Strände werden unendlich, Forts und Leuchttürme sind zu Fuß erreichbar. Angler, Kajakfahrer, Kletterer, Golfer, Segler, Surfer und Wanderer finden viele Angebote.
Hitlers Inselwahn“ – Die britischen Kanalinseln unter deutscher Besetzung 1940-1945, John Nettles, 394 S., Übersetzung: Kalterina Latifi, Jakob Brüssermann, Osburg Verlag, 24 Euro. John Nettles ist auf Lesereise auf Englisch: Dienstag, 7. Juni, Lehmanns Media GmbH, Grimmaische Str. 10, 04109 Leipzig; Donnerstag, 9. Juni 2016, 20 Uhr, Buchhandlung Markus, Gütersloh, externe Location. | Reiseliteratur: „Kanalinseln“, 120 S. mit Faltplan, Dumont, 9,99 Euro
Jersey gehört zu England. Die offizielle Währung in England sind Pfund Sterling. Wenn man nach England reist ist es nicht zwingend notwenidig im Vorfeld Geld abzuheben und dies mitzubringen. Wer dies allerdings möchte, kann das bei seiner Hausbank erledigen. In England gibt es ein gut ausgebautes Netz an Geldoutomaten, so dass man selbst mit der Maestro-Karte vor Ort Geld abheben kann. Man sollte im Vorfeld mit seiner Hausbank klären in welcher Höhe Gebühren anfallen, damit diese kein Loch in die Reisekasse reißen. Wer Gebühren umgehen möchte, für den lohnt sich die Anschaffung einer Reise-Kreditkarte. Auf unserer Seite Geld im Urlaub geben wir viele Hintergründe und Informationen zur Zahlung im Ausland.

„Hitlers Inselwahn“ auf Jersey
Liane Ehlers

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Camagüey gilt auch als Stadt der Kirchen. (Fotos: Martin Cyris)

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Viele Inklusivleistungen während der Reise

Inklusivleistungen:

  • Flug mit renommierter Fluggesellschaft (Umsteigeverbindung) ab/bis Deutschland nach Varadero oder Havanna
  • Transfers gemäß Reiseverlauf
  • Busrundreise im klimatisierten Reisebus
  • 7 Übernachtungen in Mittelklasse-Hotels im Doppelzimmer während der Rundreise, inkl. Frühstück und 6x Mittagessen
  • Eintritte, Rundfahrten und Besichtigungen gemäß Reiseverlauf
  • Bootsfahrt in Hanabanilla
  • 7 Übernachtungen im 5-Sterne-Hotel auf Cayo Santa Maria im Doppelzimmer Deluxe, All-Inclusive (Frühstücks-, Mittags- und Abendbuffet, wahlweise Abendessen 3x pro Woche in einem der À-la-carte-Restaurants (Reservierung erforderlich); Snacks (24 Stunden); alkoholische und alkoholfreie Getränke (24 Stunden); tägliche Auffüllung der Minibar mit Erfrischungsgetränken)
  • Deutschsprachige Reiseleitung
  • Rail & Fly 2. Klasse inkl. ICE-Nutzung

Reiseverlauf:
1. Tag: Anreise. Flug nach Varadero oder Havanna und Transfer in Ihr Hotel in Havanna.
2. Tag: Havanna. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Reiseleitung Spaziergang durch das historische Zentrum von Havanna. Vor dem Mittagessen Besuch des Rum-Museums. Anschließend erleben Sie das moderne Havanna.
3. Tag: Havanna. Tag zur freien Verfügung. Unsere Empfehlung: Eine Panorama hop on/hop off Bustour durch die Stadt.
4. Tag: Havanna–Viñales–Havanna. Fahrt in das Viñales-Tal mit seiner beeindruckenden Tabaklandschaft. Nach dem Mittagessen besuchen Sie die Höhlen Cueva del Indio. Im Anschluss Fahrt zurück nach Havanna. (ca. 360 km)
5. Tag: Havanna–Guamá–Cienfuegos–Yaguanabo. Heute besuchen Sie die Schweinebucht sowie eine Krokodilfarm. Nach dem Mittagessen Weiterfahrt nach Cienfuegos. Entdecken Sie die Stadt bei einem Rundgang. Am Abend erreichen Sie Yaguanabo. (ca. 350 km)
6. Tag: Yaguanabo–Trinidad–Yaguanabo. Fahrt nach Trinidad. Sie besichtigen den historischen Stadtkern, das Romantik-Museum und die Bar Chanchánchara. Das nächste Highlight: Das Anwesen Manaca Iznaga. Am Abend Rückkehr zum Hotel. (ca. 50 km)
7. Tag: Yaguanabo–Hanabanilla. Heute brechen Sie auf nach Hanabanilla mit anschließender Bootstour auf dem Rio Negro. Traditionelles Mittagessen auf einer Ranch. Der Rest des Tages ist zur freien Verfügung. (ca. 80 km)
8. Tag: Hanabanilla–Santa Clara–Cayo Santa Maria. Am frühen Morgen startet die letzte Etappe. In Santa Clara besichtigen Sie das Mausoleum Che Guevaras. Weiterfahrt in Ihr Badehotel. (ca. 120 km)
9.-14. Tag: Cayo Santa Maria. Entspannen Sie in Ihrem 5-Sterne-Badehotel.
15. Tag: Cayo Santa Maria. Transfer zum Flughafen und Rückflug.
16. Tag: Ankunft in Deutschland.

Mittelklasse-Hotels während der Rundreise:
Ausstattung: Rezeption, Restaurant, Bar sowie teilweise Swimmingpool.
Doppelzimmer:
mit Bad /WC, teilweise Mietsafe, Telefon, TV, Klimaanlage, Balkon oder Terrasse. Belegung: min./max. 2 Erw.
Einzelzimmer: ähnliche Ausstattung. Belegung: min./max. 1 Erw.

5-Sterne-Hotel Valentin Perla Blanca:
Lage: auf der vorgelagerten Insel Cayo Santa Maria, direkt am langen weißen Sandstrand der Playa Laguna inmitten des Naturparks.
Ausstattung: Empfangsbereich mit Rezeption und WLAN (gegen Gebühr), 2 Buffetrestaurants, 4 À-la-carte-Restaurants, 8 Bars, Diskothek, Theater, Souvenirshops, Geschäfte, Wäsche- und Arztservice (jeweils gegen Gebühr), 2 Süßwasserpools, Sonnenterrasse.
Doppelzimmer Deluxe: mit Dusche/WC, Föhn, Safe, Telefon, TV, Minibar, Bügeleisen/-brett, Kaffee-/Teezubereiter, Deckenventilator, Klimaanlage, Balkon oder Terrasse mit Gartenblick. Belegung: min./max. 2 Erw.
Einzelzimmer: ähnliche Ausstattung. Belegung: min./max. 1 Erw.
Freizeit: 2 Tennisplätze, Kajakfahren, Katamaran, Schnorcheln, Schnuppertauchen im Pool; tägliches Animationsprogramm und Shows. Gegen Gebühr: Motorisierter Wassersport, Tauchen; Dampfbad, Solarium und Massagen.

Wunschleistungen pro Person/Aufenthalt:

  • Zuschlag Doppelzimmer zur Alleinbenutzung: € 569.-

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Kuba: 16 Tage Kuba Rundreise für nur 1.699 €
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Heiliges Land auf schmalen Reifen https://www.breitengrad53.de/heiliges-land-auf-schmalen-reifen/19493 Sun, 29 May 2016 19:54:57 +0000 http://www.breitengrad53.de/?p=19493 Reiseblog BREITENGRAD53 - Die schönste Art zu reisen

Israel? Das ist ein Reiseziel für Studienreisen, für Pilger, die auf alte Steine stehen, auf Kultur und Wüste – und vielleicht noch auf ein bisschen Baden im Toten Meer. Aber zum Radfahren? Dafür fliegen die Deutschen lieber nach Mallorca – oder im Winter inzwischen bis nach Südafrika. Dabei fanden in Haifa im Jahr 2010 sogar schon die Europameisterschaften der Mountainbiker

Heiliges Land auf schmalen Reifen
Stefan Schwenke

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Israel? Das ist ein Reiseziel für Studienreisen, für Pilger, die auf alte Steine stehen, auf Kultur und Wüste – und vielleicht noch auf ein bisschen Baden im Toten Meer. Aber zum Radfahren? Dafür fliegen die Deutschen lieber nach Mallorca – oder im Winter inzwischen bis nach Südafrika. Dabei fanden in Haifa im Jahr 2010 sogar schon die Europameisterschaften der Mountainbiker statt. Unser Autor hat sich für seine Entdeckungstour durch das Heilige Land aber das Rennrad ausgesucht und ist ganz vom Norden bis hinunter ans Rote Meer gerollt.

Ein warmer Wind zerrt heftig am Trikot. Jetzt einfach rollen lassen und geniessen. Während in Europa Schmuddelwetter herrscht, schicken wir den Sommer in die Verlängerung und jagen «kurz-kurz», mit kurzer Hose und kurzem Trikot, auf unseren Rennrädern eine breite Straße hinunter, die gar nicht enden will. Was für eine Abfahrt – so viele Meter ging es doch vorher nicht bergauf. Aber in Israel ist alles etwas anders. Der See Genezareth, in dessen Süden unser Etappenziel wartet, liegt gut 200 Meter unter Meeresniveau.

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In vier Etappen bis ans Rote Meer

«Trans-Israel-Challenge» – in vier Etappen von der Nordgrenze des Landes bis ans Rote Meer – so das ehrgeizige Projekt, das uns vorbei an biblischen Stätten und einmaligen Naturdenkmälern durch ein eindrucksvolles Land führt. Auch wenn dabei für kulturelle Ausflüge oder Entdeckungstouren auf historischen Spuren kaum Zeit bleibt – viel intensiver als auf zwei Rädern kann man ein Land wohl nicht erleben. Das Land im wahrsten Sinne zu erfahren, ist das Ziel von Harel Nahmani, der die Tour organisiert hat. Dass er mit dem Versprechen für ein einmaliges Erlebnis nicht zu hoch gegriffen hat, wird schon am ersten Tag klar.

Als wir nach wenigen Kilometer von der Hauptstraße ins israelisch-libanesische Grenzgebirge abbiegen, bleibt der Autoverkehr schnell zurück. Unsere Route führt durch die Pinienwälder des Admit-Parks und am monumentalen Naturwunder des «Arch Cave», der mit seinem Felstor ein Paradies für Extremsportler ist. Dafür, dass auch der sportliche Anspruch nicht zu kurz kommt, sorgen die Höhenzüge Galiläas, die immer neue Steigungsprozete in den Weg stellen. «Genießt es, aber teilt Euch die Kräfte gut ein», hatte Harel gesagt, «am besten in dieser Reihenfolge».

Bei der «Trans-Israel» stehen Sport und Naturgenuss im Mittelpunkt

Knapp 40 Sportler aus den USA, Belgien, Großbritannien, Kanada, Irland, Südafrika, der Schweiz und natürlich Israel sind dabei, bei der zweiten Auflage der Tour. Gefahren wird in verschiedenen Gruppen, ganz nach Form und Lust. Und für alle Fälle sind nicht nur ein Mechaniker mit Auto, sondern auch ein Begleitbus dabei. Bei der «Trans-Israel» stehen Sport und Naturgenuss im Mittelpunkt. Um den Rest kümmert sich die fünfköpfige Begleitcrew.

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Vielleicht ist Israel noch kein typisches Radfahrerland. Aber Mountainbiker haben die Region nicht erst seit den Europameisterschaften 2010 in Haifa als ihren Geheimtipp endteckt. Welches Potential das Land im Radtourismus sieht, lassen die zahlreichen Verkehrsschilder erkennen, die zu Rücksicht gegenüber Radfahrern mahnen. Nur für uns hat die hier niemand aufgestellt. Und in der Tat, die meisten Autofahrer, die uns hupend passieren, machen dies mit einem freundlichen Winken: «Hopp hopp, weiter so.»

Der See Genezareth, nicht nur Schauplatz biblischer Geschichte, sondern auch ein Naturparadies, der Jordangraben, der mehr als 400 Meter unter dem Meeresspiegel liegende Salzsee des Tote Meeres, das Naturschauspiel der Oase En Gedi nur wenige Kilometer entfernt vom tiefsten Punkt der Erde, die ehemalige jüdische Festung Masada, seit 2001 Weltkulturerbe, oder der Krater Machtesch Ramon in der Wüste Negev – es ist ein «best of» von historischen Stätten und Naturdenkmälern, das sich entlang der «Trans-Israel» aufreiht.

Längste Straße Israels ist 480 Kilometer lang

Am zweiten Tage dauert es nach wenigen Kilometern entlang der Landstraße 90, der mit 480 Kilometer längsten Straße Israels, eine ganze Weile Weile, bis wir auf der steilen Straße durch einen spärlich bewachsenen Hang das Schild mit der Aufschrift «Sea Level» passieren. Auf den Gipfeln der gut 500 Meter hohen Bergkette Gilboa mit Naturschutzgebieten und Nationalparks haben sich Vogelkundler postiert. Im Herbst und im Frühjahr ist Israel eine wichtige Zwischenstation für Zugvögel. Im Norden Israels überwintern jährlich mehr als 30.000 Kraniche.

Das Bad im Toten Meer ist natürlich Pflichttermin – und perfekt für müde Radfahrer-Muskeln. Schließlich brauchen wir Power für den nächsten Tag. Vom Fuss der Festung Masada geht’s mitten hinein in die Wüste Negev. Diese Trockenwüste macht rund 60 Prozent des Staatgesbietes aus. Bis zum Horizont reiht sich braune Hügelkette an braune Hügelkette. Manchmal dauert es eine halbe Stunde, bis wieder ein Auto auftaucht – dafür weiden unweit der Straße ein paar Kamele. Nur vereinzelt weisen Schilder Schotterpisten entlang ins Nirgendwo und darauf hin, dass es irgendwo da draußen noch mehr Leben geben muss. Gleichwohl ist die Wüste Negev auch ein Paradies für Wanderer – vorzugsweise mit einem ortskundigen Guide. Mit einem Minimum an Erfahrung sind aber auch selbstständige Touren möglich, dafür sorgt nicht zuletzt ein signalisiertes Wegnetz.

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Nach wenigen Kilometer stürzt sich die Straße in die Tiefe

Die letzte Etappe der «Trans-Israel» beginnt früh. Schon in der Dämmerung sind wir auf dem Rad, stoppen aber bereits nach wenigen Kilometern, als sich die Straße vor uns unvermitteln in die Tiefe stürzt. Der Machtesch Ramon – fast 1000 Meter tief 40 Kilometer im Durchmesser – ist der größte Krater in der Wüste Negev. Es ist noch kühl am Morgen, während am Horizont über Jordanien die Sonne aufgeht. Als wie auf Kommando noch ein paar Nubische Steinböcke auftauchen, ist das Bild perfekt. Aber wir haben mit fast 170 Kilometer die längste Etappe der Woche vor uns – also nichts wie rein in die rasende Abfahrt zum Kratergrund. Beim nächsten Mal bringen wir mehr Zeit mit. Der gesamte Krater ist ein Natur- und Landschaftsschutzgebiet. Der Jahrhunderte dauernde Erosionsprozess hat urzeitliche Vulkankegel, versteinerte Baumstämme und Korallengriffe und Magmakammern freigelegt. Aber selbst von der Straße hinterlässt der Krater bleibenden Eindruck. Einfach gewaltig ist, was die Natur hier geschaffen hat.

Was ein Kontrast zum Finale. Noch eine Abfahrt, dann ist der südlichste Punkt Israels erreicht. Wie aus einem Backofen umspült uns die heiße Luft, die von den Felsen aufsteigt, als uns die Straße von den Eilat Mountains in den gleichnamigen Badeort mit seinen Hotels hinunter spült. Jetzt kühlt nicht einmal mehr der Fahrtwind. Dafür glitzert es plötzlich voraus: Das Rote Meer. Badezeit.

Der Tel Aviv Ben Gurion International Airport (TLV) ist Israels wichtigster und größter Flughafen und wird ab Deutschland Lufthansa oder die israelische Fluggesellschaft El Al beispielsweise via Frankfurt oder München bedient. Günstige Umsteigeverbindungen ab Düsseldorf bieten auch Turkish Airlines und Pegasus Airlines über die Türkei. Vom Flughafen ist der Ausgangspunkt der Tour bequem mit dem Zug zu erreichen. Ein Visum ist für Israel nicht erforderlich, ein Reisepass – ab Einreise noch mindestens sechs Monate gültig – genügt.
Die Trans-Israel-Challenge ist eine Rennradtour mit vier Etappen, die von der Nordgrenze des Landes ans Rote Meer führt. Die Reise (fünf Nächte, Vollpension) kostet 1200 Euro (ohne Anreise). Die nächste Trans-Israel-Challenge findet vom 26. bis 29. Oktober statt. Individuelle oder geführte Verlängerungen – auch mit weiteren Rennrad-Etappen – sind ebenso möglich wie komplett individuelle Touren. Information und Buchung: http://www.trans-israel.co.il/en. Verschiedene Veranstalter bieten auch mehrtägige Touren mit dem Treckingrad oder Mountainbike an – zum Teil kombiniert mit Ausflügen und Begleitfahrzeug für besonders anspruchsvolle Abschnitte. Allgemeine Reiseinfos und Tipps zu Israel gibt‘s auch unter http://goisrael.de/ im Netz.
Bei der «Trans-Israel» sorgen zwei Begleitfahrzeuge, die in regelmäßigen Abständen mit eisgekühltem Wasser und kleinen Snacks bereit stehen, für die Teilnehmer. Jeweils zur Mittagszeit wird ganz groß aufgefahren und der mitgebrachte Campingtisch hat kaum Platz für zahlreiche einfache aber wunderbare israelische Köstlichkeiten. Immer dabei: Hummus, eine orientalische Spezialität aus pürierten Kichererbsen, Olivenöl und Gewürzen.

Heiliges Land auf schmalen Reifen
Stefan Schwenke

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Kreta: 7 Tage für nur 149€ inkl. Flug, Hotel und Frühstück https://www.breitengrad53.de/kreta-7-tage-fuer-nur-149e-inkl-flug-und-fruehstueck/19490 Fri, 27 May 2016 09:45:38 +0000 http://www.breitengrad53.de/?p=19490 Reiseblog BREITENGRAD53 - Die schönste Art zu reisen

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Reiseblog BREITENGRAD53 - Ostküste von Kreta

Ostküste von Kreta. (Fotos: Honza Klein)

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Ab in die Sonne und zwar schnell! Bei dem Wetter, das derzeit in den meisten Teilen von Deutschland herrscht, kommt ltur.com mit einem sensationellen Angebot um die Ecke: Kreta in der Agäis heißt Euer neues Urlaubsziel, denn die Insel hat mehr zu bieten als nur Sommer, Sonne und Sonnenschein. Und das alles für nur 149€ pro Person inkl. Flug, Hotel und Frühstück. Die Insel im Mittelmeer ist für Naturliebhaber, Badeurlauber oder Kulturfreunden interessant, denn zahlreiche historische Stätten laden zum Kennenlernen und zur Erholung ein. Wer auf Nummer sicher gehen will, der bucht zum Urlaub gleich einen Mietwagen dazu, dann liegt einer erholsamen und enstspannten Auszeit nichts mehr im Weg.

Die Unterkunft: Hotel Ostria

Das Ostria hat bei Holidaycheck 88% positive Bewertungen bekommen und kann jetzt auf ltur.com mit Frühstück und Flügen für nur 149€ pro Person (7 Tage) bei einer Reise zu zweit gebucht werden.

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Teneriffa: 7 Tage ab 150€ inkl. Flug https://www.breitengrad53.de/7-tage-ab-150-euro-inkl-flug-nach-teneriffa/19486 Wed, 25 May 2016 13:22:29 +0000 http://www.breitengrad53.de/?p=19486 Reiseblog BREITENGRAD53 - Die schönste Art zu reisen

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Teneriffa: 7 Tage ab 150€ inkl. Flug
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TOP-DEAL: Für nur 150€ geht’s nach Teneriffa

Urlaub auf Teneriffa - Liane Ehlers-024

Wal- und Delfin-Watching auf Teneriffa. (Fotos: Liane Ehlers)

7 Tage / Teneriffa | PREIS: ab 150,00 € | ZUM ANGEBOT >>>


Für 150€ geht’s für 7 Tage nach Taneriffa, inklusive Flug ab Hamburg!!!!  Schnäppchenjäger und Sonnenanbeter aufgepasst. Wer schnell ist, der kann für nur 150€ pro Person auf die Kanaren fliegen. Sonne garantiert! Wer Zeit hat und Sonne, Strand und Urlaubsfeeling braucht, der kann schon mal seine Koffer packen und vom Urlaub auf Teneriffa träumen. Ziel ist das 3 Sterne-Hotel Be Smart Florida Plaza Apartamentos.

Teneriffa gehört nach wie vor zu den beliebtesten Urlausbzielen der Deutschen. Traumhafte Landschaften und tolle Strände erwarten Euch auf den Kanaren. Das Hotel befindet sich im wunderschönen Ort Puerto de la Cruz. Wollt Ihr mehr über Teneriffa wissen, dann schaut Euch auf unserem Reiseblog um. Teneriffa ist immer eine Reise wert.

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